Toshiba Electronics Europe GmbH

Hansaallee 181, 40549 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 22487
Eingetragen
30.11.1987
Branche
Großhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Der Handel mit elektronischen Bauteilen und Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Satoru Katakai
seit 8.7.2024
Prokura
Peter Lieberwirth
seit 18.7.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Toshiba Corporation (Aktiengesellschaft japanischen Rechts)JPN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.275.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Toshiba Electronics Europe GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Toshiba Electronics Europe GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Toshiba Europe GmbH, Düsseldorf, deren Muttergesellschaft die Toshiba Corporation, Tokio, Japan, ist.

Die Geschäftstätigkeit umfasst den Handel mit elektronischen Bauteilen und Produkten, die sich im Wesentlichen auf die Produktsparten Halbleiter und Festplatten aufteilt.

Der Wettbewerb innerhalb unserer Geschäftsfelder zeichnet sich im Allgemeinen durch eine hohe Dynamik aus.

Im Jahr 2023 erholte sich die Weltwirtschaft allmählich von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, wobei viele Länder ein moderates Wirtschaftswachstum verzeichnen konnten. Die Inflation blieb in vielen Regionen ein zentrales Thema, wobei einige Zentralbanken ihre Zinssätze weiter anhoben, um Preisstabilität zu gewährleisten. Der Krieg in der Ukraine hatte weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die globalen Energie- und Rohstoffmärkte, was zu Preisschwankungen und Lieferkettenstörungen führte. China zeigte Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung nach den strikten COVID-19-Maßnahmen, was die weltweite Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen ankurbelte. Die USA verzeichneten ein robustes Wirtschaftswachstum, angetrieben durch eine starke Verbrauchernachfrage und Investitionen in Infrastrukturprojekte. Die Europäische Union sah sich mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert, insbesondere durch die Energiekrise und die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.

Laut der Europäischen Kommission wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um +3,1 % weltweit beziehungsweise um +0,4 % in der Europäischen Union (European Economic Forecast Spring 2024, Institutional Paper 286/ May 2024, Statistical Annex, Table 53). Die Vorjahresprognosen der EU-Kommission, wo ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von +2,8 % weltweit bzw. +1,1 % im Euro-Raum prognostiziert wurde (European Economic Forecast Spring 2023, Institutional Paper 200/ May 2023, Seite 1), konnten damit im Jahr 2023 im Hinblick auf die weltweite Entwicklung leicht übertroffen werden, während das Wachstum im europäischen Raum etwas schwächer ausgefallen ist, als erwartet.

Der weltweite Halbleitermarkt war demgegenüber im Jahr 2023 von starken Umsatzrückgängen gezeichnet, die insbesondere den Speichermarkt (Memory) betrafen. Geringe Nachfrage und hohe Lagerbestände führten hier bei den DRAM und Flash Speichern zu starken Preiseinbrüchen, die nicht kompensiert werden konnten. Positive Impulse ergaben sich gleichwohl aus dem fortschreitenden Übergang zur Elektromobilität, die zu einer erhöhten Nachfrage nach Leistungshalbleitern, insbesondere nach Siliziumkarbid (SiC)-Transistoren, die in der Hochleistungselektronik eingesetzt werden, und hier auch zu leichten Umsatzsteigerungen führten.

Nach den Angaben des Verbandes World Semiconductor Trade Statistics (WSTS), der seine Analysen nur auf die von den WSTS Mitgliedsunternehmen eingereichten Umsätze und Umsatzprognosen stützt, sind die Umsätze auf dem weltweiten Halbleitermarkt im Jahr 2023, insbesondere getrieben von der Entwicklung der Memory Umsätze, insgesamt um -8,2 % auf 527 Mrd. US-Dollar gesunken (WSTS Semiconductor Market Forecast Spring 2024). Diese Entwicklung entspricht tendenziell den Erwartungen des WSTS zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres, wo für das Jahr 2023 gleichwohl von einem sogar noch stärkeren Umsatzrückgang von -10,3 % auf dem globalen Halbleitermarkt ausgegangen wurde (WSTS Semiconductor Market Forecast Spring 2023). Nach den Angaben von Gartner fiel der Umsatzrückgang auf dem weltweiten Halbleitermarkt mit -11,7 % und einem Umsatzvolumen von insgesamt 530 Mrd. US-Dollar demgegenüber noch etwas stärker aus (Gartner Market Statistics, Semiconductor Forecast Database, Worldwide Revenue by Semiconductor Device 2022-2028, Q1 2024, April 2024), blieb jedoch auch hier hinter den negativen Erwartungen zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres, wo der erwartete Umsatzrückgang mit -12,3% beziffert wurde (Gartner Market Statistics, Semiconductor Forecast Database, Worldwide Revenue by Semiconductor Device 2021-2027, Q2 2023, Juni 2023), leicht zurück.

Europa war von den Auswirkungen der sinkenden Speicherpreise im Jahr 2023 weniger betroffen, da der Verbrauch von Speicherchips in Europa geringer ist. PC-, Smartphone- und Verbraucherprodukte, die DRAM und NAND-Speicher benötigen, werden aus Kostengründen meist in Asien hergestellt. Im Gegensatz dazu sind in Europa, aufgrund ihrer Verwendung in Automobil- und Industrieprodukten, Transistoren stärker gefragt. Die Nachfrage nach Halbleitern für den Automobilmarkt wuchs auch 2023, während die Nachfrage nach Halbleitern aus anderen Segmenten zurückging. Besonders stark blieb die Nachfrage nach Power-Management-Chips, wie MosFET-Transistoren für Elektroantriebe, Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energien.

Der EMEA-Gesamt-Halbleitermarkt in Dollar entwickelte sich gemäß WSTS mit einem Gesamtumsatz von gut 56 Mrd. USD und einem jährlichen Wachstum von +3,5% (WSTS Semiconductor Market Forecast Spring 2024) daher deutlich besser als der Weltmarkt, blieb jedoch hinter den Erwartungen zum Ende des Vorjahres zurück, wo noch ein Anstieg von +6,3 % erreichbar zu sein schien (WSTS Semiconductor Market Forecast Spring 2023). Nach den Analysen von Gartner ergab sich im Jahr 2023 auf dem EMEA-Gesamt-Halbleitermarkt in Dollar ein gegenüber dem Weltmarkt zwar ebenfalls besseres Ergebnis, jedoch wird auch hier ein Umsatzrückgang von -5,1 % auf gut 58 Mrd. USD ermittelt (Gartner Market Statistics, Semiconductor Forecast Database, Worldwide Revenue by Semiconductor Device 2022-2028, Q1 2024, April 2024), der damit weitgehend den Prognosen zum Ende des Vorjahres entsprach, wo der erwartete Umsatzrückgang mit -4,5 % beziffert wurde (Gartner Market Statistics, Semiconductor Forecast Database, Worldwide Revenue by Semiconductor Device 2021-2027, Q2 2023, Juni 2023).

Für den Gesamtmarkt der Halbleitermarktanalysen werden folgende Produktgruppen betrachtet: Total General-Purpose Products (mit den Untergruppen Analog, Discrete, Memory, Microcomponents, Optoelectronics, Nonoptical Sensors, General-Purpose Logic) und Application Specific Products, von denen jedoch nur Teile in dem von TEE vertriebenen Produktspektrum vertreten sind (Analog, Discrete, Microcontroller (aus der Produktuntergruppe der Microcomponents), Opto-Coupler und other Optoelectronics (aus der Produktgruppe der Optoelectronics), General Purpose Logic, Application Specific Products). Für die Produktgruppen unseres Produktspektrums waren auch im Jahr 2023 wiederum deutlich positivere Umsatzentwicklungen als für den Gesamt-Halbleitermarkt zu verzeichnen. Weltweit betrug der Umsatzanstieg für die Produktgruppen unseres Produktspektrums im Jahr 2023 +2,6 % (Gesamt-Halbleitermarkt weltweit: -11,7 %). Für Europa, gemessen in US-Dollar, ergab sich sogar ein Anstieg von +5,9 % (Gesamt-Halbleitermarkt Europa: -5,1%), was einerseits in Bezug auf den Gesamtmarkt vor allem auf die negativen Umsatzentwicklungen der von uns nicht vertriebenen Memory-Produkte sowie andererseits auf erfreuliche Umsatzzuwächse der auch in unserem Produktsortiment enthaltenen MosFET-Transistoren zurückzuführen war. Der Umsatz im Transistorsegment, das Silizium- und Siliziumkarbid (SiC)-Transistoren umfasst, stieg in Europa sogar um plus 9,0 %. (Gartner Market Statistics, Semiconductor Forecast Database, Worldwide Revenue by Semiconductor Device 2022-2028, Q1 2024, April 2024). Diese Entwicklungen lagen damit teilweise auch deutlich über den Erwartungen des Vorjahres, wo für die Produktgruppen unseres Produktspektrums weltweit ein Umsatzrückgang von -2,3 % prognostiziert wurde. Für Europa wurde hingegen bereits ein Wachstum um +2,4 % erwartet (Gartner Market Statistics, Semiconductor Forecast Database, Worldwide Revenue by Semiconductor Device 2021-2027, Q2 2023, Juni 2023), was somit letztlich nur leicht übertroffen wurde.

Der Festplattenmarkt erlebte im Jahr 2023 mit einen Rückgang der Nachfrage, der vor allem auf den Abbau von Lagerbeständen zurückzuführen war, die während der COVID-19-Pandemie aufgebaut wurden, einen noch deutlicheren Tiefpunkt. Laut einer Analyse von Gartner (Gartner Forecast: Hard-Disk Drives, Worldwide, 2022-2028, 1Q24 Update, Mai 2024) sanken die ausgelieferten Stückzahlen im Jahr 2023 um -29,1 % im Vergleich zum Vorjahr, was mit einem Umsatzrückgang von -30,5% einherging und damit noch stärker ausgefallen war, als bereits im Vorjahr erwartet. Hier wurde für das Jahr 2023 für den weltweiten HDD-Markt insgesamt von einem Rückgang der abgesetzten Stückzahlen in Höhe von etwa -23,6 % ausgegangen, begleitet von einem Umsatzrückgang von etwa -19,3 % (Gartner Forecast: Hard-Disc Drives, Worldwide, 2021-2027, 2Q23 Update, July 2023).

Das Marktsegment für Business-Critical/Nearline-Rechenzentren ist für Festplattenhersteller nach wie vor der wichtigste Bereich zur Erzielung aktueller und künftiger Gewinne und das Volumen der ausgelieferten Business-Critical/Nearline-Petabytes ist die wichtigste Wettbewerbskennzahl. Nearline-HDDs bieten auch eine höhere Lebensdauer und sind weniger von Abnutzungserscheinungen betroffen, was sie für langfristige Speicherlösungen im Vergleich zu SSDs wirtschaftlicher macht, die schneller abgenutzt werden können. Der Nearline-HDD-Markt erlebte 2023 ebenfalls eine Nachfrageschwäche, hauptsächlich aufgrund reduzierter Einkäufe von Cloud- und Hyperscale-Unternehmen. Dies führte zu einem Rückgang der ausgelieferten Einheiten und der Gesamtkapazität. Im Jahr 2023 sank der Umsatz in diesem Bereich um fast -37,6 % auf 7,4 Mrd. USD und die abgesetzten Stückzahlen um -33,7 %. Laut Gartner wurden nur 580.487 PetaByte ausgeliefert, womit die ausgelieferte Kapazitätsmenge um 33 % unter dem Vorjahreswert geblieben war (Gartner Forecast: Hard-Disk Drives, Worldwide, 2022-2028, 1Q24 Update, May 2024). Die Rückgänge im Bereich der Business-Critical/Nearline Enterprise HDDs haben damit die bereits deutlich negativen Erwartungen des Vorjahres, wonach von Rückgängen in den Umsätzen in Höhe von -14,5 %, in den abgesetzten Stückzahlen in Höhe von -15,9 % und auch in den diesem Segment zuzurechnenden Kapazitäten in Höhe von -6,0 % prognostiziert wurden (Gartner Forecast: Hard-Disc Drives, Worldwide, 2021-2027, 2Q23 Update, July 2023), noch erheblich übertroffen.

Im Hinblick auf die oben angeführten Marktanalysen haben sich die Umsatzerlöse von TEE im vergangenen Wirtschaftsjahr generell entsprechend den in den verschiedenen Bereichen festzustellenden Tendenzen entwickelt. Zu den einzelnen Entwicklungen in Bezug auf unsere Segmente und Produkte verweisen wir auf unsere Ausführungen unter A.3. Umsatz- und Auftragslage.

Durch den Bezug, aber auch durch den Verkauf unserer Handelswaren in Fremdwährung unterliegt unser Geschäft Währungseinflüssen. Insbesondere die Entwicklung des YEN und des USD sind dabei relevant. Zu Beginn des Geschäftsjahres lag der Kurs des YEN bei 144,3700 YEN/EUR, unterlag in den folgenden 12 Monaten einigen Schwankungen mit einem Durchschnittskurs von 156,6586 YEN/EUR, einem niedrigsten Stand von 143,1600 YEN/EUR Anfang April 2023 und einem Höchststand von 165,0600 YEN/EUR kurz vor Ende März 2024, der dann aber zum 31. März 2024 wieder auf 163,4600 YEN/EUR gesunken war. Der Kurs des USD lag zum Beginn des Geschäftsjahres bei 1,0904 USD/EUR, wies während des Geschäftsjahres einen Durchschnittskurs von 1,0853 USD/EUR, den höchsten Stand von 1,1250 USD/EUR Mitte Juli 2023 und den niedrigsten Stand von 1,0467 USD/EUR Anfang Oktober 2023 auf, um dann zum Ende des Geschäftsjahres wieder einen Stand von 1,0793 USD/EUR zu erreichen.

2. Forschung und Entwicklung

Als Handelsunternehmen übt die TEE grundsätzlich keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in signifikantem Umfang aus. Es werden jedoch technische Dienstleistungen im Rahmen eines mit der Muttergesellschaft in Japan (TC bzw. TDSC) geschlossenen Technical Service Agreements (TSA) erbracht, die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der TEE z.B. zur Entwicklung von Softwaretools, Weiterentwicklungen von Produkten und Produktdesigns nach detaillierten Anweisungen, Budgets und Zeitplänen der TC / TDSC umfassen. In Bezug auf die Ergebnisse von TSA-Diensten unterliegt die TEE keiner Garantie oder Haftung. Jedes potenzielle Ergebnis von TSA-Diensten (z. B. geistiges Eigentum) wird der TC / TDSC zugewiesen. Für TSA-Dienstleistungen wird die TEE auf Kostenbasis, einschließlich eines angemessenen Aufschlags, vergütet.

3. Umsatz- und Auftragslage

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Gewinnabführung. Weitere finanzielle Leistungsindikatoren sind der Vorrats- und Forderungsbestand sowie der Cashflow.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 sind unsere Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 8,04 % (TEUR 45.933) auf TEUR 525.369 gesunken. Die rückläufige Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr ist damit jedoch recht deutlich geringer ausgefallen als zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres prognostiziert, wo im Hinblick auf die allgemeinen Erwartungen zu den Entwicklungen auf den für uns relevanten Halbleiter- und Speichermärkten ein Umsatzrückgang auf 459 Millionen EUR erwartet wurde. Die negative Umsatzentwicklung im letzten Jahr betraf dabei erwartungsgemäß insbesondere die Produktgruppe der HDDs und der Batterien und die damit verbundenen Segmente Global Accounts SPD, Distribution Storage und Battery. In anderen Produktgruppen und Segmenten, wie beispielsweise den Produktbereichen der System LSI und der Discrete sowie dem Segment Industrial & Network, konnten jedoch auch erfreuliche Umsatzsteigerungen erzielt werden, was auch die unter A.1. beschriebene Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft im Storage und Halbleiter-Markt im letzten Jahr entsprechend reflektiert.

Die Bruttomarge betrug im Geschäftsjahr 9,55 % und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Bruttomarge 8,86 % betrug, etwas verbessert. Das Ergebnis vor Gewinnabführung an unsere Muttergesellschaft, die Toshiba Europe GmbH, Düsseldorf, lag im Geschäftsjahr mit TEUR 12.310 nur unwesentlich unter dem Wert des Vorjahres, wo das Ergebnis vor Gewinnabführung TEUR 12.348 betrug, und deutlich über den Erwartungen zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres, wo noch von der Erzielung eines Ergebnisses vor Gewinnabführung in Höhe von nur ca. 7,7 Millionen EUR ausgegangen wurde. Der Vorrats- und Forderungsbestand zum Stichtag ist aufgrund unseres starken Bestandsmanagements sowie auch im Zuge des Rückgangs der Umsatzerlöse um 25,13 % (Vorratsbestand an Handelswaren) bzw. 1,39 % (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

Die bereits in den vorangegangenen Wirtschaftsjahren erfolgreich etablierte Segmentstruktur wurde im abgelaufenen Wirtschaftsjahr weitestgehend unverändert zum Vorjahr fortgeführt und hat sich hier in die folgenden Bereiche aufgeteilt:

Global Accounts SPD

Distribution Semiconductor

Distribution Storage

Automotive

Industrial & Network

Battery Systems

Inhouse

Die Auftragslage und die Umsatzrealisierung konnte im vergangenen Geschäftsjahr die Erwartungen zum Ende des letzten Geschäftsjahres erfreulicherweise übertreffen, wobei die Umsätze aus direkten Produktverkäufen insbesondere im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres besser ausfielen, als ursprünglich erwartet. Wie bereits in den Vorjahren wurden auch im Geschäftsjahr 2023/2024 die höchsten Umsätze aus direkten Produktverkäufen wiederum im Segment Global Accounts SPD mit einem Umsatzanteil in Höhe von 34,60 % erzielt, gefolgt vom Segment Distribution Storage, auf welches ein Umsatzanteil in Höhe von 30,14 % entfiel. Trotz Umsatzrückgängen in diesen Segmenten im vergangenen Jahr hat sich der immer noch deutliche Vorsprung gegenüber den übrigen Segmenten, deren Umsätze sich demgegenüber teilweise positiv entwickelt haben, nicht wesentlich verringert. Der Umsatzanteil im Segment Distribution Semiconductor betrug im Geschäftsjahr 2023/2024 damit nunmehr 12,74 %. Das Segment Industrial & Network konnte einen Umsatzanteil von 9,81% erreichen, was jedoch teilweise der Umgliederung des Bereiches Industrial zu diesem Segment zuzuschreiben war, welcher im Vorjahr noch dem Segment Automotive zugerechnet wurde. Das Segment Battery erreichte bei den Umsätzen aus direkten Produktverkäufen einen leicht geminderten Umsatzanteil von 8,29 % und das Segment Automotive von 7,07 %.

Bei produktorientierter Betrachtung betrafen die Umsatzerlöse aus direkten Produktverkäufen im vergangenen Geschäftsjahr wiederum insbesondere die Produktgruppe der HDDs mit einem Umsatzanteil in Höhe von 62,03 % des Gesamtumsatzes, der sich damit gegenüber dem Vorjahr, in dem der Umsatzanteil 65,84 % betrug, nur geringfügig verringert hat. Innerhalb dieser Produktgruppe kam der größte Anteil dem Produktbereich der Enterprise Nearline HDDs mit Umsatzerlösen in Höhe von 25,20 % und dem Produktbereich der Mobile HDDs mit Umsatzerlösen in Höhe von 24,48 % des Gesamtumsatzes zu.

Bei regionaler Betrachtung entfielen TEUR 142.819 (28,03%) der Umsatzerlöse aus direkten Produktverkäufen auf das Inland. Die Auslandsumsätze in Höhe von TEUR 366.723 (71,97 %) entfielen im Wesentlichen auf andere EMEA-Länder.

Der Trend der Produktionsverlagerung unserer Kunden in asiatische Länder und das damit einhergehende Schrumpfen des europäischen Absatzmarktes war auch im vergangenen Jahr grundsätzlich weiter festzustellen. Die in den Umsatzerlösen enthaltenen WAFA-Umsätze, d.h. erhaltene Kompensationszahlungen für Umsätze, die von uns ursprünglich initiiert, aber beispielsweise aufgrund der Produktionsverlagerung unserer Kunden von einer anderen Konzerngesellschaft ausgeführt wurden, sind nach den in den vorigen Jahren generell kontinuierlichen Anstiegen im vergangenen Wirtschaftsjahr allerdings deutlich um 23,96 % von TEUR 8.798 auf TEUR 6.690 gesunken.

4. Beschaffung

Die Handelswaren werden im Wesentlichen von der Muttergesellschaft in Japan sowie von anderen Konzernunternehmen bezogen.

Der absolute Vorratsbestand an Handelswaren ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.174 auf TEUR 21.372 gesunken (-25,13 %). Ebenso sind die Abwertungen auf Vorräte um insgesamt TEUR 391 auf TEUR 882 gesunken. Der Rückgang des Vorratsbestandes an Handelswaren ist im Wesentlichen stichtagsbedingt, steht jedoch auch im Zusammenhang mit den Umsatzrückgängen im vergangenen Wirtschaftsjahr sowie unseren fortgesetzten Bemühungen, den Lagerbestand so weit wie möglich zu optimieren und zu reduzieren.

Im Geschäftsjahr wurden, neben den Handelswaren, auch geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 335 (Vorjahr: TEUR 1.671) unter den Vorräten ausgewiesen, die sich auf Vorleistungen an Lieferanten beziehen.

5. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 93 getätigt. Diese flossen ausschließlich in EDV-Ausstattung.

6. Finanzierung

Aufgrund des mit der Gesellschafterin, der Toshiba Europe GmbH (TEG), Düsseldorf, bereits mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages entstehen bei der Gesellschaft keine Jahresüberschüsse bzw. Gewinnvorträge aus der Geschäftstätigkeit. Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag daher unverändert TEUR 12.553.

Entsprechend dem Vorjahr besteht durch einen Cash-Pool-Vertrag die Möglichkeit, zusätzlichen Finanzierungsbedarf über die Toshiba Europe Limited (TEUR), Uxbridge, Großbritannien abzudecken.

7. Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der durchschnittlich über das Jahr beschäftigten Mitarbeiter hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6 (4,1 %) erhöht. Diese leichte Erhöhung im abgelaufenen Geschäftsjahr diente im Wesentlichen der Verstärkung des Vertriebsbereichs (Marketing).

Die Mitarbeiterzahlen verteilen sich in unserem Unternehmen wie folgt:

2023/2024 2022/2023
Inland
Vertrieb 86 80
Verwaltung 38 36
124 116
Ausland
Vertrieb 25 27
Verwaltung 2 2
27 29
151 145

B. Darstellung der Lage

1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.700 von TEUR 144.747 auf TEUR 153.447 gestiegen. Der Anstieg im Bereich der Aktiva resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Liquiden Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten). Gegenläufige Entwicklungen sind hier hinsichtlich der Vorräte zu verzeichnen. Im Bereich der Passiva betrifft der Anstieg der Bilanzsumme im Wesentlichen die Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Gegenläufige Entwicklungen sind hier bei den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen festzustellen.

Der Anstieg der Guthaben bei Kreditinstituten, die gegenüber dem Vorjahr um TEUR 15.212 auf TEUR 16.032 gestiegen sind, ist grundsätzlich stichtagsbedingt, korrespondiert jedoch weitgehend mit dem Anstieg der der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Warenlieferungen, die den wesentlichen Anstieg im Bereich der Passiva ausmachen und die gegenüber dem Vorjahr um TEUR 13.137 auf TEUR 92.953 gestiegen sind.

Demgegenüber ist der Vorratsbestand an Handelswaren um TEUR 7.174 auf TEUR 21.372 gesunken, was zum Einem dem Rückgang der Umsatzerlöse, zum Anderen jedoch auch einem kontinuierlich verbesserten Forderungs- und Vorratsmanagement zuzuschreiben ist.

Verantwortlich für den Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 6.206 auf TEUR 12.555 zum Stichtag ist im Wesentlichen die Rückführung der Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Toshiba Europe Limited, Uxbridge, Großbritannien (TEUR), über die im Rahmen des abgeschlossenen Cash-Pool-Vertrages etwaiger zusätzlicher Finanzierungsbedarf aufgrund auseinanderfallender Fälligkeitszeitpunkte von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen abgedeckt werden kann und die zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres eine Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 6.152) aufwies.

2. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 sind unsere Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 8,04 % (TEUR 45.933) auf TEUR 525.369 gesunken.

Der Materialaufwand ist insgesamt um TEUR 45.495 (8,74 %) gegenüber dem Vorjahr gesunken und führte damit zu einer Erhöhung der Marge von 8,86 % auf 9,55 %.

Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 260 (1,31 %) gestiegen. Der Anstieg korrespondiert dabei generell mit der Erhöhung des Mitarbeiterbestandes im vergangenen Geschäftsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 61,66 % (TEUR 18.570) gesunken. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen den in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Wechselkursgewinnen (TEUR 9.466) zuzuschreiben, die auf die Entwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem japanischen Yen zurückzuführen sind, und die gegenüber dem Vorjahr um TEUR 18.558 vermindert sind. Korrespondierend zu der Entwicklung der Wechselkursgewinne sind die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Wechselkursverluste (TEUR 10.129) um TEUR 18.133 gesunken. Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr 2023/24 ein Verlust aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 663. Im Vorjahr betrug der Verlust aus der Währungsumrechnung TEUR 239.

Insgesamt erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023/24 einen Gewinn in Höhe von EUR 12.310.119,50, der damit deutlich über dem zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres geschätzten Gewinn von EUR 7,7 Millionen lag. Aufgrund des mit der Gesellschafterin abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages hat die Toshiba Electronics Europe GmbH ihren gesamten Gewinn des Geschäftsjahres 2023/2024 an die Toshiba Europe GmbH abgeführt.

3. Nachtragsbericht

Zu Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Berichtszeitraums eingetreten sind, verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

C. Voraussichtliche Entwicklung sowie Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Allgemeine Marktentwicklung

Nach einer weitgehend stagnierenden Wirtschaft im Jahr 2023 wird die wirtschaftliche Lage auch im Jahr 2024 von Unsicherheiten geprägt sein, mit einer gemischten Prognose, die abhängig von geopolitischen Entwicklungen und der weiteren Inflationsentwicklung ist. Insbesondere durch den anhaltenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und den Konflikt im Nahen Osten haben die Unsicherheiten und Risiken für die Wirtschaft weiter zugenommen. Eine anhaltende Inflation könnte dazu beitragen, dass sich Zinssenkungen hinausschieben und damit zu restriktiveren globalen Finanzierungsbedingungen führen. Gleichwohl werden erste Anzeichen für eine Verbesserung der Weltwirtschaft im Jahr 2024 gesehen, wenn auch nur mit moderaten Wachstumsaussichten. Laut Frühjahrsprognose der Europäischen Kommission beträgt die globale Wachstumsprognose demnach 3,2 %. Für den Euro-Raum wird dagegen ein Wachstum von nur 0,8 % erwartet (European Economic Forecast Spring 2024, Institutional Paper 286/ May 2024, Statistical Annex, Table 53).

Der Absatz von Halbleitern wird von wirtschaftlich globalen Faktoren beeinflusst, genauso wie durch Effekte des technischen Fortschritts, der ohne Halbeiter nicht möglich ist. Mit Verbesserung der Aussichten für die Weltwirtschaft ist generell auch von einer Verbesserung der Nachfrage und dem Absatz von Halbleitern auszugehen.

Viele Engpässe in der Lieferkette sind inzwischen weitgehend beseitigt. Der strukturelle Nachfrageschub, der sich aus der Dekarbonisierung und der digitalen Transformation ganzer Gesellschaften ergibt, wird ein Treiber für steigende Umsätze in der Zukunft sein. Unternehmen investieren weltweit massiv in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten, um zukünftige Engpässe zu vermeiden und die steigende Nachfrage zu decken. Auch in Europa wird investiert, wobei der European Chips Act weitere Investitionen in neue Halbleiterfabriken begünstigt. Fortschritte in der Halbleitertechnologie, wie z. B. die Entwicklung von 3-nm- und 2-nm-Chips, erhöhen die Leistung und Effizienz von Halbleitern, was die Nachfrage nach modernsten Produkten antreibt.

Der Halbleitermarkt im Automobilsektor steht vor einem robusten Wachstum, unterstützt durch technologische Innovationen und regulatorische Änderungen. Die Automobilindustrie benötigt zunehmend Halbleiter, insbesondere durch den Übergang zu Elektrofahrzeugen und autonomem Fahren, was zu einem signifikanten Marktwachstum beiträgt. In diesem Zusammenhang ist zum Einen die Situation auf dem Automobilmarkt durch die wachsende Konkurrenz aus China zu betrachten. Chinesische Elektroautohersteller verstärken ihre Präsenz auf dem europäischen Markt und konkurrieren daher direkt mit etablierten europäischen Marken, die verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren, um mit den technologischen Fortschritten der chinesischen Konkurrenten Schritt zu halten. Um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hersteller zu sichern und die Innovationskraft der Region zu stärken, werden strategische Partnerschaften und Allianzen gebildet, um Skaleneffekte zu nutzen und die Produktionskosten zu senken. Generell halten die europäischen Regierungen an ihrer Unterstützung für die heimische Autoindustrie durch Subventionen und Förderprogramme fest, auch wenn hier und dort einzelne Programme auf dem Prüfstand stehen. Zudem hat die EU-Kommission zusätzliche Einfuhrzölle auf E-Autos aus chinesischer Produktion verhängt. Darüber hinaus besteht ein steigender Bedarf an fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen treiben diesen Markt an. So wird die Einführung neuer Sicherheitsvorschriften in der EU ab Mitte 2024 ebenfalls die Nachfrage nach Halbleitern im Automobilbereich weiter erhöhen.

Der Einsatz von KI in verschiedenen Branchen, wie Gesundheitswesen, Finanzen und Logistik, erhöht den Bedarf an spezialisierten Halbleitern, die hohe Rechenleistung bieten. Zudem steigt die Nachfrage nach energieeffizienten Halbleitern, um den Stromverbrauch in Rechenzentren und tragbaren Geräten zu senken, was zu Investitionen in neue Technologien wie SiC- und GaN-Transistoren führt.

Die aktuellen Wachstumserwartungen für den Halbleitermarkt von WSTS und Gartner gehen daher gleichgerichtet von einem Umsatzanstieg im Jahr 2024 aus, der sich auch im darauffolgenden Jahr fortsetzen sollte. Nach den von den WSTS-Mitgliedsunternehmen vorgelegten Umsatzprognosen erwartet der WSTS für das Jahr 2024 einen Umsatzanstieg von +16,0 % auf dem globalen Halbleitermarkt. Für den europäischen US-Dollar-Halbleitermarkt wird dagegen ein nur sehr schwacher Anstieg von +0,5 % prognostiziert (WSTS Semiconductor Market Forecast Spring 2024). Nach den aktuellen Erwartungen von Gartner wird der Umsatzanstieg im Halbleitermarkt in diesem Jahr sogar noch stärker ausfallen und demnach weltweit um +17,4 % und im europäischen US-Dollar-Halbleitermarkt um +11,3 % steigen. Der erwartete Umsatzanstieg im europäischen US-Dollar-Halbleitermarkt wird somit gemäß Gartner etwas weniger stark als im weltweiten Halbleitermarkt gesehen, jedoch gleichwohl deutlich positiv und damit deutlich über den Erwartungen des WSTS. Gleichwohl müssen die Memory Umsätze wiederum gesondert betrachtet werden, da diese voraussichtlich maßgeblich für steigende Gesamtumsätze verantwortlich sein werden. Bezogen auf die in unserem Sortiment vertretenen Produktgruppen des Halbleitermarktes, die die Memorys nicht enthalten (Analog, Diskret, Mikrocontroller, sonstige Optoelektronik, General Purpose Logic, anwendungsspezifische Produkte), werden die Umsätze nach den Analysen von Gartner im Jahr 2024 sowohl weltweit, als auch im europäischen US-Dollar-Halbleitermarkt jeweils um nur +7,2 % wachsen (Gartner Market Statistics, Semiconductor Forecast Database, Worldwide Revenue by Semiconductor Device 2022-2028, Q1 2024, April 2024).

Auf dem HDD-Markt schreitet die Verdrängung von klassischen HDDs in Client-Systemen wie Notebooks, Kompakt-PCs, All-in-One-Computern und Spielkonsolen durch SSDs weiter voran. In portablen Rechnern und Smartphones sind Flash-Speicher im M.2-Formfaktor mit NVMe-Schnittstelle bestens etabliert. Allerdings sind SSDs für dieses Segment pro Kapazitätseinheit weiterhin deutlich teurer. Aus diesem Grund werden preisgünstige PC-Systeme, die viel Speicherplatz bieten sollen, weiterhin mit Festplatten ausgestattet und auch in PCs mit SSD werden als zusätzlicher Speicher häufig noch HDDs genutzt.

Die Datenmengen in Firmen und Haushalten wachsen schnell und mit ihnen nimmt der Bedarf an Speicherplatz in Rechenzentren, in der Cloud und auf Endgeräten zu. Cloudbasierte Plattformen werden für das Streaming von Filmen und Musik, Online-Shopping und Online-Gaming, die Nutzung sozialer Netzwerke, oder aber auch im Rahmen von Remote Work benutzt, das mittlerweile in vielen Unternehmen möglich ist. All die Daten, die für diese Anwendungen benötigt werden, befinden sich in großen Rechenzentren, die hauptsächlich Festplatten als Speichermedien nutzen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Festplattentechnologie sorgt für steigende Kapazitäten zu gleichbleibenden Kosten. Dadurch bleiben die Laufwerke attraktiv und schultern nach wie vor die Hauptlast der Datenspeicherung im Informationszeitalter.

Nach einem schwachen Ergebnis im Jahr 2023 haben sich die Aussichten für den Festplattenmarkt deutlich verbessert. Nach der aktuellen Frühjahrsprognose für 2024 von Gartner werden die ausgelieferten Stückzahlen zwar weiterhin sinken (-16,5 %), jedoch sollen sowohl die Umsätze, als auch die ausgelieferten Kapazitäten wieder ansteigen (Umsatz: +3,1 %, ausgelieferten Kapazitäten: +12,4 %). Ein Wachstum wird hier indes lediglich durch die Business Critical/Nearline Enterprise HDDs zu realisieren sein, wo die ausgelieferten Stückzahlen um 6,0 % und die Umsätze sogar um 21,0% ansteigen sollen (Gartner Forecast: Hard-Disc Drives, Worldwide, 2022-2028, 1Q24 Update, May 2024).

Zielsetzung der Gesellschaft sowie Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Unser derzeitiges Vertriebssortiment besteht im Wesentlichen aus Hard Disk Drives (HDD), Halbleiterbauteilen, sowie SCiB TM Batterien. Wie in den Vorjahren sind HDDs weiterhin TEE's umsatzstärkster Bereich. Dies beinhaltet sowohl Festplatten für Unternehmens- wie auch für Consumer-Anwendungen. Bei den Halbleitern handelt es sich zum einen um Leistungshalbleiter, die in diskreter oder Modulbauformen ausgelegt sind. Zusätzlich sind Photokoppler ein wesentlicher Bestandteil der diskreten Halbleiter. Hinzu kommen digitale und analog System-LSI-Komponenten, die kundenspezifisch oder auch als Standardprodukt, primär für automobile und industrielle Applikationen, ausgelegt sind. Microcontroller (MCU), sowie lineare Bildsensoren (CCDs) vervollständigen das Halbleiterportfolio. Unser Portfolio wird abgerundet durch SCiB TM Batterien, die auf einer Lithium-Titanium-Oxid (LTO) Technologie basieren, und mit ihren spezifischen Eigenschaften (schnelle Ladezeit, hohe Anzahl möglicher Ladezyklen, Sicherheit) besonders geeignet sind für den Einsatz in umweltfreundlichen Transportmitteln wie elektrifizierten Bussen, Eisenbahnen und Schiffen. In kleinerem Umfang verkaufen wir zudem Substrate, Magnetrons und Thermodruckköpfe.

Die erklärte Zielsetzung von TEE ist es, Kunden mit innovativen und wettbewerbsfähigen Produkten und Lösungen zu unterstützen, und mit Umsatz, Profiten, Design Wins und Marktexpertise zum Plan der Toshiba Corporation beizutragen. Im Einklang mit den kommunizierten Toshiba Werten bekräftigt TEE zudem, die erforderlichen Maßnahmen zur Vermeidung von Compliance Risiken zu ergreifen ("Do the right thing").

Das wirtschaftliche Umfeld stellt sich aufgrund verschiedener externer Einflüsse weiterhin als schwer vorhersagbar dar. Die fortwährenden geopolitischen Themen, wie der Handelsstreit zwischen den USA und China erweisen sich nach wie vor als großer Einflussfaktor auf unser Geschäft. Die Schwächung im Konsumentenverhalten hält durch die gestiegene Inflation im Bereich der EEA weiterhin an und beeinflusste das B2C Geschäft im Bereich HDD speziell in der ersten Hälfte des Finanzjahres. Zwischenzeitlich hat sich die Situation im Bereich HDD entspannt, so dass der Bedarf wieder angestiegen ist. In der zweiten Hälfte sah der Halbleiterbereich deutliche Bedarfsreduktionen im Industrie- als auch im Automobilmarkt. Diese Abschwächung erweist sich derzeit als nachhaltig, so dass Verbesserungen erst gegen Ende 2024 erwartet werden. Die sich stark ändernde Wechselkurssituation zwischen Euro und Yen beeinflusst unser Geschäft im Bereich SCiB TM Batterien, wohingegen der Bedarf als stabil zu bewerten ist.

Die Elektrifizierung beflügelt insgesamt den Bedarf nach Leistungshalbleitern, jedoch ist kurzfristig durch die schwächere Marktsituation das Wachstum etwas gebremst. Dies ist einerseits durch den generellen Preisanstieg, sich ändernde Förderungsmaßnahmen der einzelnen Staaten aber auch durch die derzeit sich ändernde Transitionsstrategie der Automobilhersteller in Bezug auf Elektromobilität begründet. Der langfristig stark steigende Bedarf wird weiterhin für ein positives Geschäftsklima sorgen, sobald die zwischenzeitlichen Einflüsse überstanden sind.

Die zu erwartende motivierende Markt- und Umsatzperspektive für den Absatz unserer Halbleiterprodukte in wichtigen automobilen und industriellen Anwendungen sehen wir mittel- als auch langfristig. Die moderne 300mm-Fertigungslinie, in die von der Toshiba Electronic Device and Storage Corporation investiert wurde, als auch die Toshiba-Rohm Kooperation im Bereich Silicon Carbide, werden die notwendige Kapazität für das zu erwartende Wachstum bereitstellen.

Die Erhöhung der Preise von Grundmaterialien, anhaltende Reduktion staatlicher Ausgaben, als auch Wechselkurseinflüsse, sowie eine Verschiebung von Projekten haben das Wachstum der Umsätze von SCiB Batterien kurzfristig beeinflusst. Das Kaufverhalten hat sich zwischenzeitlich stabilisiert und wird weiter in Richtung Wachstum zeigen. Die langfristigen Aussichten bleiben stark positiv und damit erwarten wir steigende Umsätze. Dies basiert auf den technischen Vorteilen der SCiB Batterien, die primär bei schnell zu ladenden Applikationen Vorteile bietet. Dies sehen wir primär in Anwendungen wie elektrifizierten Bussen, Schienentransportmitteln, als auch Schiffsantrieben, in der die Elektrifizierung stark voranschreitet.

Für den HDD-Markt sehen wir die kurzfristigen Umsatzerwartungen für PC- und andere Consumer-Anwendungen eher negativ. Der Trend zu SSDs wird sich weiter fortsetzen, auch wenn zwischenzeitlich die Preise für Flashspeicher stark gestiegen sind und eine bessere Bedarfssituation im B2C Geschäft gegeben ist. Die größten Wachstumschancen erwarten wir weiter unverändert durch den steigenden Bedarf von HDDs für Server und Datenzentren, auch vermehrt getrieben durch AI-Applikationen. Dort sind weiterhin Kapazitäts- und Preisvorteile gegenüber SSDs die Hauptunterscheidungsmerkmale. Die Strategie bestätigt den Fokus auf HDDs bei Enterprise Nearlines und Anwendungen in Hyperscale-Rechenzentren, die bei Cloud-Anbietern Anwendung finden. Hier wird Toshiba die Entwicklungen weiter antreiben und verstärkt neue Produkte vorstellen. Damit planen wir weitere Marktanteile zu gewinnen.

Die TEE ist eine Vertriebsgesellschaft des Toshiba-Konzerns und damit in vielfältiger Weise in die Konzernstruktur eingebunden. Hierzu gehören:

Die vertriebenen Produkte stammen ausschließlich aus dem Toshiba-Konzern;

Die Gesellschaft ist in das Cashpooling-System des Toshiba-Konzerns eingebunden und hält zum Bilanzstichtag auf diesem Konto per Saldo eine Forderung von EUR 16,6 Mio.;

Es gibt personelle Verflechtungen mit anderen Konzerngesellschaften.

Im Dezember letzten Jahres wurde die ultimative Muttergesellschaft der TEE, die Toshiba Corporation privatisiert und die Aktien von der Börse in Tokio genommen. Neuer Eigentümer der Toshiba Corporation ist seither die TBJH Inc., Tokio, Japan, eine Tochter des Finanzinvestors Japan Investment Partners (JIP), Tokio. Mit der Privatisierung wird das Ziel verfolgt, wichtige Reformen auf den Weg zu bringen, die die Zukunft und den Unternehmenswert des Konzerns nachhaltig sichern und steigern.

Die weltweiten Märkte für unsere Produkte sind generell von hohem Wettbewerb und starken, konjunkturbedingten Nachfrageschwankungen geprägt. Wir gehen hier von einer weitergehenden, intensiven Wettbewerbssituation und einem harten Verdrängungswettbewerb auf den Märkten aus. Aus technologischer Sicht sind wir zudem aufgrund der fortlaufenden Einführung neuer Technologien raschen und tiefgreifenden Veränderungen unterworfen. Auch künftig besteht daher im Halbleiter- und Festplattengeschäft grundsätzlich die Gefahr möglicher Markt- und Wachstumseinbrüche. Die generell äußerst unbeständige Preisentwicklung auf dem Markt für elektronische Teile stellt darüber hinaus eine weitere Risikokomponente dar. Mit Hilfe unseres hochqualitativen und umfassenden Produktportfolios, vorausschauenden Markt- und Produktanalysen, sowie bedingt durch die nach unserer Meinung weltweit herausragende Stellung von Toshiba Produkten sehen wir jedoch unserer Einschätzung nach weiterhin positive Entwicklungsmöglichkeiten für unser Unternehmen.

Wir vertreiben Produkte, die Urheberrechtsabgaben unterliegen, die durch die Verbände Verwertungsgesellschaft Wort und die Zentralstelle für private Überspielungsrechte erhoben und an Autoren, Künstler und Verlage verteilt werden. Die Höhe der von den Verbänden geforderten Abgaben war viele Jahre sehr umstritten, hat in nahezu allen Fällen zu Rechtsstreitigkeiten geführt und ist nicht selten höchstrichterlich entschieden worden. Zwischenzeitlich konnte indes eine Einigung mit dem für uns zuständigen Verband erzielt werden, so dass die noch in Vorjahren existente hohe Unsicherheit bezüglich der festzusetzenden und entsprechend zurückzustellenden Beträge nunmehr beseitigt ist.

Die TEE betreibt ein aktives Risikomanagement. Das Berichtswesen basiert auf einer detaillierten Unternehmensplanung und monatlichen Kennzahlenanalysen im Vergleich zur Ist-Entwicklung. Die Geschäftsentwicklung sowie alle Risiken des Geschäftes werden in regelmäßig stattfindenden Management Meetings besprochen, Gegensteuerungsmaßnahmen festgehalten und die Abarbeitung durch den betreffenden Bereich rückgemeldet. Insbesondere wurde der Prozess zur Due-Diligence-Überprüfung von neu aufzunehmenden wie auch Bestands-Kunden erweitert, um den gestiegenen Anforderungen zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung gerecht zu werden.

Aufgrund unserer Geschäftstätigkeit - dem Handel mit elektronischen Bauteilen und Produkten - und dem Bezug von Dienstleistungen und Waren aus anderen europäischen Ländern sowie insbesondere von unserer Muttergesellschaft in Japan sind wir im Hinblick auf unseren Forderungs- und Verbindlichkeitsbestand verschiedenen Währungsrisiken ausgesetzt. Das Kursrisiko wird zu einem großen Teil dadurch abgedeckt, dass der Einkauf nach Möglichkeit in der Verkaufswährung erfolgt.

Im Hinblick auf das Ausfallrisiko bezüglich unserer Forderungen haben wir für namentlich benannte inländische und ausländische Kunden Kreditversicherungen abgeschlossen. Diese Versicherung sieht einen Selbstbehalt von 5 % vor. Auf den nicht kreditversicherten Forderungsbestand wird zudem grundsätzlich eine pauschale Einzelwertberichtigung zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos entsprechend der Altersstruktur der Forderungen gebildet.

Insgesamt hat sich die Chancen- und Risikolage im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Umsatz und Ergebniserwartungen

Gemäß der allgemeinen Erwartungen und Entwicklungstrends in den für uns relevanten Halbleiter- und Speichermärkten erwarten wir für das folgende Geschäftsjahr insgesamt einen leichten Umsatzanstieg sowie ein im Vergleich zu den Vorjahren nur schwach positives Ergebnis. Gegenwärtig werden für das Geschäftsjahr 2024/2025 Umsatzerlöse in Höhe von ca. 549,8 Millionen EUR und ein Ergebnis vor Gewinnabführung von ca. 3,7 Millionen EUR erwartet.

Das erwartete Umsatzwachstum für das kommende Jahr bezieht sich dabei insbesondere auf den Produktbereich der HDDs und hier vornehmlich auf die Nearline Enterprise HDD Umsätze. Ebenso wird auch für den Produktbereich der Batterien ein deutlicher Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr erwartet, während wir für die übrigen Produktbereiche durchweg negative Umsatzentwicklungen erwarten, die aufgrund der schwierigen Marktlage insbesondere den Halbleiterbereich (Discrete Semiconductor und System LSI) betreffen.

Unsere erfolgreich etablierte und auf interessante Wachstumsmärkte fokussierte Segmentstruktur werden wir im folgenden Jahr grundsätzlich unverändert fortführen. Die höchsten Umsatzerwartungen für das kommende Geschäftsjahr betreffen dabei die Segmente Global Accounts SPD und Distribution Sales SPD.

Berichterstattung über bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft (§ 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB)

Die Gesellschaft unterhält die folgenden Zweigniederlassungen:

Toshiba Electronics Europe GmbH (Tyskland) filial, Stockholm, Schweden,

Toshiba Electronics Europe GmbH, UK Branch, Staines Upon Thames Surrey, Großbritannien,

Toshiba Electronics Europe GmbH, French Branch, Neuilly-sur-Seine, Frankreich,

Toshiba Electronics Europe GmbH, Italian Branch, Mailand, Italien,

Toshiba Electronics Europe GmbH, Sucursal en Espana, Madrid, Spanien, sowie

Toshiba Electronics Europe GmbH, filial i Finland, Pirkkala, Finnland

Die ausländischen Zweigniederlassungen fungieren grundsätzlich als Vermittler von Umsatzerlösen und dienen der Förderung der Geschäftsbeziehungen mit unseren Kunden in den entsprechenden Ländern und werden auf der Basis von so genannten "Cost-Plus"-Verträgen vergütet. Das Zahlenwerk der ausländischen Zweigniederlassungen hat eine insgesamt untergeordnete Bedeutung für den Jahresabschluss der Gesellschaft.

 

Düsseldorf, den 30.09.2024

Peter Lieberwirth

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2024
31.03.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 27.463,24 45.383,85
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 230.091,78 233.892,09
257.555,02 279.275,94
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 21.372.443,98 28.546.634,27
2. Geleistete Anzahlungen 334.601,93 1.671.042,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 91.112.775,83 92.401.251,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen 780.398,91 1.093.296,28
3. Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.611.389,67 14.731.963,79
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.938.255,74 4.423.380,71
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16.031.694,63 820.001,90
152.181.560,69 143.687.571,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.007.877,70 780.113,94
153.446.993,41 144.746.960,91

Passiva

31.03.2024
31.03.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.275.000,00 2.275.000,00
II. Kapitalrücklage 10.278.464,84 10.278.464,84
12.553.464,84 12.553.464,84
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 180.084,59 46.020,96
2. Sonstige Rückstellungen 18.260.818,06 17.929.183,82
18.440.902,65 17.975.204,78
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 359.224,06 1.751.456,29
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.149.645,44 1.815.241,09
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen 92.953.498,22 79.816.692,08
4. Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.555.327,47 18.761.664,33
5. Sonstige Verbindlichkeiten 15.434.930,73 12.073.237,50
(davon aus Steuern € 1.983.865,46; Vorjahr € 1.159.948,17)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 55.936,18; Vorjahr € 65.373,37)
122.452.625,92 114.218.291,29
153.446.993,41 144.746.960,91

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

2023/2024
2022/2023
1. Umsatzerlöse 525.369.150,98 571.302.222,61
2. Sonstige betriebliche Erträge 11.548.105,61 30.117.933,93
(davon Erträge aus Währungsumrechnung€ 9.465.631,52; Vorjahr € 28.023.157,81)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -475.212.593,69 -520.707.769,94
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -17.140.062,58 -16.802.034,35
b) Soziale Abgaben -3.021.075,11 -3.099.228,84
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -114.147,93 -131.756,92
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -29.047.569,26 -47.681.987,32
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung€ 10.128.996,64; Vorjahr € 28.261.874,81)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 748.441,80 48.373,48
(davon aus verbundenen Unternehmen € 739.231,02; Vorjahr € 16.585,66)
(davon Erträge aus Abzinsung € 6.600,00; Vorjahr € 0,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -728.339,09 -612.326,40
(davon an verbundene Unternehmen € 727.121,09; Vorjahr € 612.126,40)
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung € 0,00; Vorjahr € 200,00)
12.401.910,73 12.433.426,25
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -74.686,55 -70.408,16
10. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Gewinnabführung 12.327.224,18 12.363.018,09
11. Sonstige Steuern -17.104,68 -14.567,44
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -12.310.119,50 -12.348.450,65
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. Allgemeine Angaben

Die Toshiba Electronics Europe GmbH mit Sitz in Düsseldorf wird am Registergericht Düsseldorf in der Abteilung B unter der Handelsregisternummer 22487 geführt.

Zum Bilanzstichtag ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG erstellt.

Die Gliederung der Bilanz nach § 266 HGB wurde erweitert, um damit die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Der Bilanzposten Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurde geteilt in die Bilanzposten Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen, um damit die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Die gleiche Teilung wurde analog bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen vorgenommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens angewendet.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Entgeltlich von Dritten erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung (längstens über drei Jahre) linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige und etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (1 bis 15 Jahre) ermittelt. Alle nach dem 31. Dezember 2007 angeschafften Wirtschaftsgüter werden ausschließlich linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Zugangsjahr vollständig als Aufwand erfasst.

Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt und am Absatzmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Aus der Anwendung des Durchschnittswertverfahrens ergeben sich keine erheblichen Unterschiedsbeträge im Vergleich zur Tagespreisbewertung.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird grundsätzlich auf den nicht durch eine Forderungsausfallversicherung gedeckten Netto-Forderungsbestand eine pauschalierte Einzelwertberichtigung in Abhängigkeit von der Altersstruktur des Forderungsbestandes gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Hierfür werden Kostensteigerungen zwischen 1,0 % und 4,0 % berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für das Geschäftsjahr 2023/2024 je nach Restlaufzeit 1,08 % bis 1,78 %.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen werden zu Nennwerten bilanziert.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Zweigniederlassungen in Großbritannien und Schweden erfolgt zu den zum Transaktionszeitpunkt geltenden Umrechnungskursen, soweit sich hieraus keine wesentlichen Abweichungen gegenüber einer Berechnung nach § 256a HGB ergeben.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Aufgrund des mit der Muttergesellschaft, der Toshiba Europe GmbH (TEG), Düsseldorf, mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 begründeten Organschaftsverhältnisses erfolgt eine etwaige Erfassung von latenten Steuern bei der TEG als Organträger.

Aufgrund des von der OECD zur Modernisierung des internationalen Steuerrechts erarbeiteten "Zwei-Säulen-Modells", das auf die Eindämmung der Steuervermeidung und Gewinnverlagerung (Base Erosion and Profit Shifting (BEPS)) durch multinationale Konzerne abzielt, wurde am 27.12.2023 das deutsche Umsetzungsgesetz zur zweiten Säule (Pillar 2) im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat am 28.12.2023 in Kraft. Dieses Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) ist für nach dem 30. Dezember 2023 beginnende Geschäftsjahre und für uns mithin erst ab dem folgenden Geschäftsjahr 2024/25 anzuwenden. Die Toshiba Unternehmensgruppe beschäftigt sich indes bereits intensiv mit dieser komplexen Thematik, indem derzeit sowohl auf globaler, als auch auf lokaler Ebene adäquate Konzepte zur Umsetzung der Regelungen zur Mindestbesteuerung sowie Effekte aufgrund einer etwaigen Verpflichtung zur Entrichtung von Mindeststeuern analysiert werden.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sowie Posten der Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten die Daten der ausländischen Zweigniederlassungen in Großbritannien, Frankreich, Schweden, Italien, Spanien und Finnland.

Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Toshiba Electronic Devices & Storage Corporation (TDSC), Tokio, Japan, in Höhe von TEUR 762 (Vorjahr: TEUR 1.087) hauptsächlich aus WAFA-Leistungen.

Die Sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Forderungen aus Cash-Pool-Aktivitäten gegen die Toshiba Europe Limited (TEUR), Uxbridge, Großbritannien, in Höhe von TEUR 16.611 (Vorjahr: TEUR 14.732).

Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 5.407 (Vorjahr: TEUR 3.952).

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 69) eine Restlaufzeit über einem Jahr bis fünf Jahre (Mitarbeiterdarlehen und Kautionen). Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag unverändert zum Vorjahr insgesamt EUR 12.553.464,84, wobei EUR 2.275.000,00 auf das Stammkapital und EUR 10.278.464,84 auf die Kapitalrücklage entfallen.

Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 18.261 (Vorjahr TEUR 17.929) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für zu erteilende Kundengutschriften und ausstehende Lieferantenrechnungen sowie Personalrückstellungen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten und ihrer Sicherung wie folgt auf (Vorjahreszahlen in Klammern):

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Summe
EUR
davon gesichert
EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 359.224,06 0,00 0,00 359.224,06 0,00
(1.751.456,29) (0,00) (0,00) (1.751.456,29) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.149.645,44 0,00 0,00 1.149.645,44 0,00
(1.815.241,09) (0,00) (0,00) (1.815.241,09) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen 92.953.498,22 0,00 0,00 92.953.498,22 0,00
(79.816.692,08) (0,00) (0,00) (79.816.692,08) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 245.207,97 0,00 0,00 245.207,97 0,00
(6.413.213,68) (0,00) (0,00) (6.413.213,68) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 12.310.119,50 0,00 0,00 12.310.119,50 0,00
(12.348.450,65) (0,00) (0,00) (12.348.450,65) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 15.434.930,73 0,00 0,00 15.434.930,73 0,00
(12.073.237,50) (0,00) (0,00) (12.073.237,50) (0,00)
Summe 122.452.625,92 0,00 0,00 122.452.625,92 0,00
(114.218.291,29) (0,00) (0,00) (114.218.291,29) (0,00)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen von elektronischen Bauteilen und Speichern gegenüber der Toshiba Electronic Devices & Storage Corporation (TDSC), Tokio, Japan, in Höhe von TEUR 75.249 (Vorjahr: TEUR 66.023), nach Verrechnung mit entsprechenden Forderungen. Des Weiteren beinhalten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber der Toshiba Corporation (TC), Tokio, Japan, in Höhe von TEUR 7.960 (Vorjahr: TEUR 3.650) sowie gegenüber der Gesellschafterin, der Toshiba Europe GmbH (TEG), Düsseldorf, in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 12.310 (Vorjahr: TEUR 12.348) betreffen die Verpflichtung zur Ergebnisabführung an die Gesellschafterin, der Toshiba Europe GmbH (TEG), Düsseldorf, die aus dem mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 begründeten Organschaftsverhältnis und dem in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag resultiert.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres gliedern sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten:

Inland
TEUR
Ausland
TEUR
Gesamt
TEUR
Vorjahr Gesamt
TEUR
Veränderung Gesamt
TEUR
Umsatzerlösen aus Direkten Produktverkäufen 142.819 366.723 509.542 553.443 -43.901
Kommissionserträge 0 6.690 6.690 8.798 -2.108
Sonstige Erlöse (TSA, Gewährleistungen) 0 9.137 9.137 9.061 76
142.819 382.550 525.369 571.302 -45.933

Die Auslandsumsätze in Höhe von TEUR 367 entfielen im Wesentlichen auf andere EMEA-Länder. Die übrigen Auslandsumsätze aus Kommissionserträgen sowie Sonstigen Erlösen entfielen im Wesentlichen auf asiatische Länder.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind in den Sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 768 (Vorjahr: TEUR 737) enthalten, die insbesondere aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 508 (Vorjahr: TEUR 656) resultierten.

4. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB)

Unsere Gesellschaft hat Mietverträge für Büroflächen und Lagerräume sowie Leasingverträge für Kraftfahrzeuge und eine Telefonanlage abgeschlossen. Dies trägt zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Vermieter bzw. Leasinggeber. Die Miet- und Leasingverträge haben noch eine maximal bis zum 31. August 2033 laufende Restlaufzeit (Laufzeitrisiko). Die Aufwendungen für Miet- und Leasingverträge für die Jahre 2024/2025 bis 2028/2029 belaufen sich insgesamt auf TEUR 2.601 (Vorjahr: TEUR 3.282), wovon TEUR 1.437 (Vorjahr: TEUR 1.366) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sowie TEUR 1.164 (Vorjahr: TEUR 1.916) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, aber nicht mehr als fünf Jahren haben.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Anzahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug im Berichtsjahr:

2023/2024 2022/2023
Inland
Vertrieb 86 80
Verwaltung 38 36
124 116
Ausland
Vertrieb 25 27
Verwaltung 2 2
27 29
151 145

Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten als hauptamtlicher Geschäftsführer an:

Herr Tomoaki Kumagai, hauptberuflicher Geschäftsführer (bis zum 30.06.2023)

Herr Peter Lieberwirth, hauptberuflicher Geschäftsführer (ab dem 01.07.2023)

Darüber hinaus war Herrn Sachitomo Ishimaru bis zum 31.05.2024 und ist Herrn Satoru Katakai seit dem 31.05.2024 Einzelprokura erteilt.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beteiligungen

Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag keine Anteile an anderen Unternehmen.

Konzernverhältnisse

Die Toshiba Electronics Europe GmbH, Düsseldorf, ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der Toshiba Europe GmbH, Düsseldorf. Die Toshiba Europe GmbH wiederum ist eine Tochtergesellschaft der Toshiba Corporation, Tokio, Japan.

Die Toshiba Europe GmbH stellt für den kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft in Düsseldorf erhältlich und wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Die Toshiba Electronics Europe GmbH wird zudem über die Toshiba Europe GmbH in den von der Toshiba Corporation, Tokio, Japan aufgestellten Konzernabschluss sowie in den Konzernabschluss der TBJ Holdings Inc., Tokio, Japan einbezogen. Die TBJ Holdings Inc., Tokio, Japan stellt für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf.

Abschlussprüferhonorar (§ 285 Nr. 17 HGB)

Die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft angefallenen Honorare betrugen im Berichtsjahr:

2023/2024
EUR
Für Abschlussprüfungsleistungen 230.250,00
230.250,00

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hat zum 31. März 2024 keine Handelsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen (§ 285 Nr. 21 HGB)

Art des Geschäfts Art der Beziehung Einkäufe
Mio. EUR
Erbrachte Dienstleistungen
Mio. EUR
Erbrachte sonstige Leistungen
Mio. EUR
Zinserträge
Mio. EUR
Zinsaufwendungen
Mio. EUR
Konzernunternehmen 455,9 6,7 9,9 0,7 0,7

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Mit Wirkung vom 1. April 2024 haben wir unser Absatzgebiet für Festplatten auf den Mittleren Osten und Afrika erweitert, das zuvor von unserer Schwestergesellschaft, der Toshiba Gulf FZE (TGFZ), Dubai, bedient wurde. Gleichwohl wird die TGFZ zukünftig auch bestimmte vertragliche Serviceleistungen in diesem Zusammenhang an uns erbringen.

Aus der Übernahme des Absatzgebietes und der Serviceleistungen der TGFZ sind grundsätzlich positive Synergie- und Umsatzeffektive zu erwarten.

Verwendung des Ergebnisses

Aufgrund des mit der Gesellschafterin mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages hat die Toshiba Electronics Europe GmbH ihren gesamten Gewinn des Geschäftsjahres 2023/2024 in Höhe von EUR 12.310.119,50 an die Toshiba Europe GmbH abgeführt.

 

Düsseldorf, den 30.09.2024

Peter Lieberwirth

Entwicklung des Anlagevermögens 2023/2024

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.04.2023
Zugänge
Abgänge
31.03.2024
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 10.204.154,40 0,00 9.751.110,37 453.044,03
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.758.070,37 92.696,51 2.753.116,00 7.097.650,88
19.962.224,77 92.696,51 12.504.226,37 7.550.694,91
Abschreibungen Restbuchwerte
01.04.2023
Zugänge
Abgänge
31.03.2024
31.03.2024
31.03.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 10.158.770,55 17.920,61 9.751.110,37 425.580,79 27.463,24 45.383,85
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.524.178,28 96.227,32 2.752.846,50 6.867.559,10 230.091,78 233.892,09
19.682.948,83 114.147,93 12.503.956,87 7.293.139,89 257.555,02 279.275,94

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Toshiba Electronics Europe GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Toshiba Electronics Europe GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Toshiba Electronics Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 30. September 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Itsu Fujimura-Hendel, Wirtschaftsprüferin

ppa. Christian Hoppe, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.03.2024 wurde am 20.11.2024 festgestellt.

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