Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
MESSE FRANKFURT AUSSTELLUNGEN GMBHLiquidiert
65183 Wiesbaden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Messe Frankfurt Ausstellungen GmbHWiesbadenJahresabschluss zum 31. Dezember 2008BestätigungsvermerkAn die Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Eschborn/Frankfurt am Main, 30. Januar 2009 Ernst
& Young AG
Klingelhöfer, Wirtschaftsprüfer Welz, Wirtschaftsprüfer Bilanz für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH, WiesbadenAktiva
Gewinn-
und Verlustrechnung zum Jahresabschluss
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| 2008 | 2007 | ||||
| Anhang | € | € | T€ | T€ | |
| 1. Umsatzerlöse | (10) | 4.776.080,72 | 5.785 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 84.284,60 | 104 | |||
| 4.860.365,32 | 5.889 | ||||
| 3. Veranstaltungsbezogene Aufwendungen | (11) | 3.655.146,70 | 4.017 | ||
| 4. Personalaufwand | (12) | 1.380.381,31 | 1.426 | ||
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (13) | 417.762,06 | 380 | ||
| 5.453.290,07 | 5.823 | ||||
| 6. Zinsergebnis | (14) | 54.569,02 | 64 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen € 42.022,59 (Vj. € 47.866,53) | |||||
| 7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -538.355,73 | 130 | |||
| 8. Erträge aus Verlustübernahme | 538.355,73 | ||||
| 9. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne | -130 | ||||
| 10. Jahresergebnis | 0,00 | 0 | |||
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008
Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH, Wiesbaden
Allgemeine Angaben
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Da die Geschäftsanteile der Gesellschaft vollständig von der Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Frankfurt am Main, (Mutterunternehmen), einer 100%igen Tochtergesellschaft der Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main, gehalten werden, wurden bei der Erstellung des Jahresabschlusses unter Bezug auf § 65 Abs. 3 Nr. 4 LHO die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt, obwohl die Gesellschaft nach § 267 Abs. 1 und 4 HGB als kleine Kapitalgesellschaft anzusehen ist.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zum Nennbetrag bilanziert.
Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung beträgt rd. 1% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Erläuterungen zur Bilanz
1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht vorhanden.
2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Der Ausweis betrifft kurzfristige Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr (inkl. Verlustübernahme) gegenüber dem Gesellschafter Messe Frankfurt Exhibition GmbH sowie kurzfristige Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gegenüber der Messe Frankfurt Exhibition GmbH und der Messe Frankfurt Venue GmbH & Co. KG in Frankfurt/Main. Daneben werden Forderungen aus dem Cash Pooling gegenüber der Messe Frankfurt GmbH (Holding) in Höhe von TEUR 685 ausgewiesen, die mit Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 3 saldiert werden.
3 Sonstige Vermögensgegenstände
In diesem Posten sind im Wesentlichen Mietkautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (TEUR 13) enthalten.
4 Gezeichnetes Kapital
Die Geschäftsanteile der Gesellschaft werden von der Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Frankfurt am Main, gehalten. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Das Stammkapital beträgt EUR 52.000,00.
5 Sonstige Rückstellungen
In diesem Posten sind im Wesentlichen die Jahresabschlussvergütung für die Geschäftsführung, Ansprüche der Belegschaft sowie ausstehende Rechnungen berücksichtigt.
6 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind sämtlich vor Ablauf eines Jahres fällig.
7 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Der Ausweis betrifft kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gegenüber der Messe Frankfurt Medien und Service GmbH und der Accente Gastronomie Service GmbH.
8 Haftungsverhältnisse
Im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Vertrages über ein Cash-Management System mit der Messe Frankfurt GmbH hat die Gesellschaft zusammen mit den übrigen am Cash-Management System beteiligten Gesellschaften Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main, Messe Venue GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Messe Frankfurt Medien und Service GmbH, Frankfurt am Main, und Accente Gastronomie Service GmbH, Frankfurt am Main, eine gesamtschuldnerische Haftung für Verbindlichkeiten der beteiligten Firmen gegenüber der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, aus dem Cash-Management. Die am automatischen Cash-Management System beteiligten Tochtergesellschaften der Messe Frankfurt GmbH haften nur soweit, als sie den Verbindlichkeitssaldo selbst verursacht haben und/oder den aus der Überziehung resultierenden Kredit selbst erhalten haben. Darüber hinaus haften sie zusätzlich, soweit die Einhaltung der übernommenen Zahlungsverpflichtungen das zur Erhaltung des Stammkapitals erforderliche Vermögen im Zeitpunkt der Eingehung der Zahlungsverpflichtungen nicht berührt. Die Übernahme der gesamtschuldnerischen Haftung gilt auch für eine Überziehung des vorgesehenen Dispositions-/Kreditrahmens.
9 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus Mietverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen von TEUR 49 p.a. Des Weiteren bestehen im Zusammenhang mit den für das Jahr 2009 geplanten Veranstaltungen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen von TEUR 257 (auf Basis geplanter Nettoflächen).
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
10 Umsatzerlöse
|
2008
TEUR |
2007
TEUR |
|
| Standmieten | 3.319 | 4.071 |
| Nebenleistungen | 502 | 391 |
| Zusätzliche Dienstleistungen | 234 | 280 |
| Erlöse aus Provisionen | 69 | 334 |
| Eintrittserlöse | 60 | 111 |
| Sonstige Erlöse | 592 | 598 |
| 4.776 | 5.785 |
11 Veranstaltungsbezogene Aufwendungen
|
2008
TEUR |
2007
TEUR |
|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 170 | 168 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 3.485 | 3.849 |
| 3.655 | 4.017 |
12 Personalaufwand
|
2008
TEUR |
2007
TEUR |
|
| Löhne und Gehälter | 1.161 | 1.190 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | ||
| und für Unterstützung | 219 | 236 |
| (davon für Altersversorgung | (21) | (23) |
| 1.380 | 1.426 |
Durchschnittlich waren bei der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2008 23 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 23 Mitarbeiter).
13 Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 88) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 81, Vorjahr: TEUR 70).
Weiterhin beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 0). Diese betreffen im Wesentlichen Nachbelastungen für Beiträge zur Künstlersozialkasse 2003 bis 2007 sowie für die EBIF 2006 und 2007.
14 Zinsergebnis
|
2008
TEUR |
2007
TEUR |
|
| Sonstige Zinsen und ähnlich Erträge | 55 | 64 |
Sonstige Angaben
15 Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr die Herren:
| • |
Thomas Karsten Schütz, Kaufmann |
| • |
Dr. Michael Peters, Kaufmann |
16 Bezüge der Organe
Die Gesellschaft hat von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
17 Mutterunternehmen / Konzernzugehörigkeit
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Wiesbaden, den 30. Januar 2009
Thomas Karsten Schütz
Dr. Michael Peters
Lagebericht 2008
Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH, Wiesbaden
I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Die Entwicklung der Weltwirtschaft des Geschäftsjahres 2008 war zweigeteilt: Während die Konjunktur zu Jahresanfang noch deutlich expandierte, kühlte sie sich ab dem zweiten Quartal - spätestens aber zur Jahresmitte - merklich ab. Die aus der Finanzkrise in den USA entfachte Wirtschaftskrise schwächte die weitere weltweite Entwicklung maßgeblich. Insgesamt erhöhte sich die weltweite Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr jedoch noch um 2,4 Prozent (2007: 3,5 Prozent) 1.
Auch die deutsche Wirtschaft wuchs 2008 insgesamt um 1,5 Prozent nach 2,5 Prozent im Vorjahr. Die konjunkturelle Abschwächung im zweiten Halbjahr machte sich im Geschäftsjahr vor allem bei den Exporten bemerkbar; diese sanken sukzessive seit dem Frühjahr kräftig. Deutschland ist als Exportnation von der internationalen Konjunkturschwäche besonders betroffen, da in erster Linie die Nachfrage nach Investitionsgütern zurückging, die im deutschen Export eine dominante Rolle spielen. Der private Konsum blieb im Jahresdurchschnitt konstant; der bis zum Herbst andauernde Höhenflug der Energie- und Kraftstoffpreise sowie die Teuerung bei Nahrungsmitteln schmälerte per saldo die Kaufkraft.
Trotz ungünstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2008 entwickelte sich die deutsche Messeindustrie positiv. Alle wichtigen Kennziffern - so die vorläufigen Berechnungen des Ausstellungs- und Messeausschusses der deutschen Wirtschaft (AUMA e.V., Berlin) - wiesen ein stabiles Wachstum auf.
II. Darstellung des Geschäftsverlaufs
Die Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH führt entsprechend dem Zweck der Gesellschaft Messen und Ausstellungen im In-und Ausland durch. Sie ist in den Konzern der Messe Frankfurt GmbH eingebunden.
Im Geschäftsjahr 2008 wurden wie im Vorjahr sechs Veranstaltungen in Deutschland durchgeführt. Darüber hinaus wurden in Kooperation mit der Messe Frankfurt Exhibition GmbH und Messe Frankfurt Venue GmbH & Co KG die Mainframe und die Nutec sowie eine Publikumsmesse zum Festhallenreitturnier organisiert und betreut. Insgesamt kamen 865 Aussteller (2007: 1.249) und 69.963 Besucher (2007: 72.052) zu den Veranstaltungen. Die Nettofläche betrug 23.786 qm (2007: 31.147 qm).
1 Quelle: ifo Konjunkturprognose vom Dezember
2008
Gesamtaktivitäten 2008 der Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH
| Veranstaltung | Ort | Aussteller | Nettofläche * | Besucher | ||||
| Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | |||
| Asian Living | Offenbach | 6 | 110 | 116 | 1.503 | 3.741 | 3.186 | 6.927 |
| Handarbeit & Hobby | Köln | 96 | 119 | 215 | 8.583 | 6.691 | 2.399 | 9.090 |
| Marketing Services | Frankfurt | 242 | 7 | 249 | 5.723 | 5.605 | 229 | 5.834 |
| Media-Tech Expo | Frankfurt | 34 | 70 | 104 | 3.077 | 1.154 | 1.846 | 3.000 |
| Marathon Mall | Frankfurt | 103 | 4 | 107 | 3.375 | 43.000 | 0 | 43.000 |
| European Banking & Insurance Fair | Frankfurt | 65 | 9 | 74 | 1.525 | 1.934 | 178 | 2.112 |
| Fachmessen | 546 | 319 | 865 | 23.786 | 62.125 | 7.838 | 69.963 |
Die Veranstaltungen haben sich im Einzelnen wie folgt entwickelt:
Die Asian Living wurde 2008 weitestgehend von chinesischen Ausstellern dominiert. Zusätzliche Aussteller aus den Asean Ländern zu generieren, ist nicht gelungen. Ein weiterer Rückgang der vermieteten Flächen musste verzeichnet werden. Die Veranstaltung wird deshalb zukünftig nicht mehr fortgeführt.
Für die Handarbeit & Hobby in Köln verlief die Entwicklung stabil. Durch die Aktualität des Themas konnte die Zahl der Besucher annähernd auf Vorjahresniveau gehalten werden und beim Umsatz ein Plus von über 3,8 % gegenüber dem Vorjahr erzielt werden.
Mit einer neuen Struktur präsentierte sich die Marketing Services 2008. Wegen der anhaltend schwachen Nachfrage im gesamten Marktsegment waren sowohl bei der vermieteten Fläche als auch bei der Anzahl der Besucher starke Einbußen hinzunehmen. Sie begründen sich weitestgehend durch den Wettbewerb der Promotion World in Hannover, die zeitgleich zur Industriemesse stattfindet und von einem maßgeblichen Verband unterstützt wird. Gleichzeitig hat im Februar die im dreijährlichen Turnus stattfindende, konkurrierende Leitveranstaltung Euroshop in Düsseldorf stattgefunden.
Die Media-Tech Expo in Frankfurt musste trotz Beilegung des Formatstreits zwischen HD-DVD und Blu-ray einen weiteren Rückgang in der Flächenvermietung gegenüber der Vorveranstaltung im Jahr 2006 hinnehmen. Der Grund hierfür war die anhaltende Zurückhaltung der Investitionsbereitschaft bei den Replikatoren. Die Besucherzahlen konnten konstant gehalten werden.
Die 6. Marathon Mall konnte bei der vermieteten Ausstellungsfläche stabil gehalten werden und bei der Anzahl der Besucher einen leichten Zuwachs verzeichnen.
Die Aussteller- und Besucherzahl der European Banking and Insurance Fair ist dramatisch zurückgegangen. Die Auswirkungen der Bankenkrise haben den Erfolg der Veranstaltung massiv beeinflusst. Die Zukunft der Veranstaltung ist zum jetzigen Zeitpunkt in starker Abhängigkeit von der Entwicklung auf dem Finanzsektor zu sehen.
III. Darstellung der Lage
1. Ertragslage
Die Gesellschaft erzielte 2008 einen Umsatz in Höhe von 4,8 Mio. €, was einem Rückgang von 1,0 Mio € bzw. 17,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem geringeren Zuspruch zur Marketing Services und der turnusgemäß im Jahr 2008 nicht veranstalteten Parken. Daneben verliefen die Veranstaltungen European Banking and Insurance Fair sowie Asian Living nicht erfolgreich. Gegenüber der im Vorjahr in den USA durchgeführten Veranstaltung entwickelte sich die 2008 in Deutschland veranstaltete Media-Tech Expo leicht positiv. Leichte Umsatzsteigerungen konnten ebenfalls bei Handarbeit und Hobby verzeichnet werden.
Gegenüber dem Jahr 2006 sank der Umsatz um 1,9 Mio. € bzw. 28,0 %. Dieser Rückgang resultiert insbesondere aus den rückläufigen Entwicklungen bei der Media-Tech Expo, der European Banking and Insurance Fair und der Asian Living.
Umsatzentwicklung Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH
|
2006
T€ |
2007
T€ |
2008
T€ |
Veränderung zu 2007 | Veränderung zu 2006 |
| 6.634 | 5.785 | 4.776 | -17,4 % | -28,0 % |
Der Rückgang der Umsatzerlöse um 1.009 T€ (-17,4 %) und der sonstigen betrieblichen Erträge um 20 T€ (-19,2 %) konnte nur zum Teil durch Einsparungen bei den Aufwendungen kompensiert werden. Von den Aufwendungen von insgesamt 5.453 T€ haben die veranstaltungsbezogenen Aufwendungen mit 3.655 T€ den wesentlichen Anteil (67,0 %). Gegenüber Vorjahr konnten diese um 362 T€ bzw. 9,0 % gesenkt werden.
Unter Berücksichtigung der im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls reduzierten Personalkosten (-3,2 %) sowie der übrigen Betriebsaufwendungen (418 T€) ergibt sich 2008 ein negatives Betriebsergebnis von 593 T€.
Nach Hinzurechnung des positiven Finanzergebnisses von 55 T€ (Vorjahr 64 T€) wird für das Berichtsjahr ein Geschäftsergebnis vor Verlustübernahme von -538 T€ (Vorjahr 130 T€) ausgewiesen.
Ergebnisentwicklung 2006 -2008
|
2006
T€ |
2007
T€ |
2008
T€ |
Veränderung zu 2007 in
T€ |
Veränderung zu 2006 in
T€ |
|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -90 | 130 | -538 | -668 | -448 |
2. Vermögenslage
Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft auf der Aktivseite lediglich kurzfristig gebundenes Vermögen in Höhe von 1.177 T€ aus.
Anlagevermögen wird nicht gehalten, da dieses von der Messe Frankfurt GmbH und der Messe Frankfurt Venue GmbH & Co. KG gegen Belastung der anteiligen Abschreibung, die in den sonstigen Betriebsausgaben enthalten sind, zur Verfügung gestellt wird.
Bilanzsumme in T€
| 2006 | 2007 | 2008 |
| 1.195 | 1.721 | 1.177 |
Die Minderung der Bilanzsumme um 544 T€ im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus einem niedrigen Cash-Pooling-Guthaben bei der Messe Frankfurt GmbH (-487 T€) sowie einer Minderung der flüssigen Mittel (-166 T€). Ursächlich für die Minderung der Liquidität ist im Wesentlichen der Rückgang der Geschäftstätigkeit. Gegenläufig wirkte die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen.
Auf der Passivseite sind die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um 149 T€ auf 175 T€ gesunken. Dies ist im Wesentlichen durch niedrigere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und für Vorsorgen für Ansprüche der Belegschaft begründet. Außerdem sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 438 T€ auf 40 T€ gesunken.
3. Finanzlage
Die Kapitalstruktur der Gesellschaft setzt sich zu 4,4 % aus Eigenkapital und zu 95,6 % aus Fremdkapital zusammen. Hiervon entfällt ein wesentlicher Anteil (735 T€ bzw. 62,4 %) auf erhaltene Anzahlung von Kunden für Veranstaltungen des Jahres 2009.
Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit (-1.191 T€) führt zusammen mit dem Mittelzufluss aus Verlustübernahme in Höhe von 538 T€ zu einem um 653 T€ auf 828 T€ verminderten Finanzmittelfond zum Jahresende.
Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Messe Frankfurt Exhibition GmbH und der Einbindung in den Cash-Pool der Messe Frankfurt GmbH war die Finanzierung der Gesellschaft jederzeit sichergestellt.
IV. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Der Konzern Messe Frankfurt hat aufgrund des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) die im Unternehmen vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen und durchgängigen Risikomanagementsystem zusammengefasst, in das sämtliche Tochtergesellschaften des Konzerns eingebunden sind.
Es wurden Frühwarnsignale definiert, mit deren Hilfe Risiken der zukünftigen Entwicklung rechtzeitig erkannt werden können. Dazu gehören beispielsweise Branchenentwicklungen, Konkurrenzaktivitäten sowie Aussteller- und Besucherentwicklung.
Die Veränderungen der globalen Märkte und der Trend zu weiteren Konzentrationen auf der Angebotsseite und im Handel erfordern verstärkte Akquisitionsbemühungen im In-und Ausland, um auch weiterhin wachsende Aussteller- und Besucherzahlen zu erreichen.
Darüber hinaus erhöht sich der Wettbewerbsdruck durch den zunehmenden Ausbau von Flächenkapazitäten in Deutschland und Europa. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass es hierdurch in einzelnen Produktbereichen zu Aussteller- und Umsatzrückgängen bei einzelnen Messen kommen kann.
Darüber hinaus werden derzeit keine die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft gefährdenden Risiken gesehen.
V. Sonstige Angaben / Ausblick
Für das Jahr 2009 hat die Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH folgende Veranstaltungen geplant:
| Handarbeit & Hobby | 20.03. - 22.03. in Köln |
| Media-Tech Europe *) | 22.04. - 24.04. in Frankfurt |
| Marketing Services / DISPLAY | 08.06. - 10.06. in Frankfurt |
| Parken | 17.06. - 18.06. in Wiesbaden |
| Lope-C | 23.06. - 25.06. in Frankfurt |
| Marathon Mall | 24.10. - 26.10. in Frankfurt |
Die Gesellschaft geht 2009 von einem Umsatz von 4,0 Mio. € aus. Die Umsatzminderung resultiert im Wesentlichen aus den 2009 nicht mehr stattfindenden Veranstaltungen Asian Living und European Banking & Insurance Fair. Erschwerend kommt hinzu, dass einige Veranstaltungen vor dem Hintergrund des momentan schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes ihre gesteckten Umsatzziele nicht erreichen werden. Für 2010 ist unter der Vorraussetzung einer konjunkturellen Erholung eine Steigerung der Umsatzerlöse auf über 5,9 Mio. € geplant.
Die Handarbeit & Hobby wird auf Vorjahresniveau bleiben. Auch wenn in den Medien das Thema Handarbeiten sehr aktuell ist, ist die Stimmung bei den Herstellern momentan eher verhalten.
Die Media-Tech Europe leidet, trotz der Beilegung des Formatekrieges zwischen HD-DVD und Blu-Ray weiterhin unter der Zurückhaltung der Endverbraucher und damit verbundenen mangelnden Investitionsbereitschaft der Replikatoren. Hinzu kommt, dass die Systeme noch nicht fehlerfrei laufen und damit größere Bestellmengen bei den Anlagen nicht realisiert werden. Inzwischen sind auch weitere Konzentrationen im Markt bekanntgegeben worden.
Die Marketing Services soll 2009 wieder zu einem Wachstum geführt werden. In Zeiten einer kriselnden Weltwirtschaft, in denen erfahrungsgemäß die Einsparungen in den Marketingbudgets an vorderer Stelle stehen, wird dieses Ziel nicht erreichbar sein.
Die Parken wird als kleine Special-Interest-Veranstaltung auf dem Niveau der Vorveranstaltung liegen.
Die Marathon Mall wird nach den positiven Erfahrungen mit dem Hauptsponsor, der Dresdner Kleinwort, 2009 sowohl bei der Anzahl der Aussteller und der damit verbundenen Ausstellungsfläche als auch auf Besucherseite stabil bleiben.
Für das Geschäftsjahr 2009 wird daher insgesamt wieder ein negatives Ergebnis erwartet.
VI. Nachtragsbericht
Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2008 sind bis zur Erstellung des Lageberichts keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Lage der Gesellschaft eingetreten.
Wiesbaden, den 30. Januar 2009
Thomas Karsten Schütz
Dr. Michael Peters
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