MESSE FRANKFURT AUSSTELLUNGEN GMBHLiquidiert

65183 Wiesbaden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 10519
Eingetragen
22.4.1997
Branche
Messe-, Kongress- und Business-Event-VeranstalterMontage, Installation und Aufbau von Ständen auf Märkten, Ausstellungen und MessenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Durchführung von Messen und Ausstellungen im In- und Ausland insbesondere Regionalmessen, sowie die Durchführung von Kongressen und Tagungen einschließlich aller mit dem Messe-, Ausstellungs-, Kongress- und Tagungsgeschäft zusammenhängenden Tätigkeiten. Die Gesellschaft unterhält kein eigenes Ausstellungsgelände. Der Betrieb von Bankgeschäften ist der Gesellschaft untersagt.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Konzern- und Jahresabschlüsse

Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH

Wiesbaden

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008

Bestätigungsvermerk

An die Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 30. Januar 2009

Ernst & Young AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Klingelhöfer, Wirtschaftsprüfer

Welz, Wirtschaftsprüfer

Bilanz für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008

Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH, Wiesbaden

Aktiva

  Anhang Stand 31.12.2008 Stand 31.12.2007
    T€
A. Umlaufvermögen        
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1) 144.677,45   150
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (2) 855.670,10   1.228
davon gegen Gesellschafter € 121.513,90 (Vj.€ 0,00)        
3. Sonstige Vermögensgegenstände (3) 21.008,31   22
      1.021.355,86 1.400
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten     143.084,61 309
B. Rechnungsabgrenzungsposten     12.215,46 12
      1.176.655,93 1.721

Passiva

       
  Anhang Stand 31.12.2008 Stand 31.12.2007
    T€
A. Eigenkapital        
Gezeichnetes Kapital (4) 52.000,00   52
      52.000,00 52
B. Rückstellungen        
Sonstige Rückstellungen (5)   174.509,98 323
C. Verbindlichkeiten (6)      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   735.019,85   696
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   155.175,22   148
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (7) 40.495,37   478
davon gegen Gesellschafter: € 0,00 (Vj € 183.500,02)        
4. Sonstige Verbindlichkeiten   19.455,51   24
      950.145,95 1.346
      1.176.655,93 1.721

Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008

Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH, Wiesbaden

    2008 2007
  Anhang T€ T€
1. Umsatzerlöse (10) 4.776.080,72   5.785  
2. Sonstige betriebliche Erträge   84.284,60   104  
      4.860.365,32   5.889
3. Veranstaltungsbezogene Aufwendungen (11) 3.655.146,70   4.017  
4. Personalaufwand (12) 1.380.381,31   1.426  
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) 417.762,06   380  
      5.453.290,07   5.823
6. Zinsergebnis (14)   54.569,02   64
davon aus verbundenen Unternehmen € 42.022,59 (Vj. € 47.866,53)          
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit     -538.355,73   130
8. Erträge aus Verlustübernahme     538.355,73    
9. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne         -130
10. Jahresergebnis     0,00   0

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008

Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH, Wiesbaden

Allgemeine Angaben

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Da die Geschäftsanteile der Gesellschaft vollständig von der Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Frankfurt am Main, (Mutterunternehmen), einer 100%igen Tochtergesellschaft der Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main, gehalten werden, wurden bei der Erstellung des Jahresabschlusses unter Bezug auf § 65 Abs. 3 Nr. 4 LHO die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt, obwohl die Gesellschaft nach § 267 Abs. 1 und 4 HGB als kleine Kapitalgesellschaft anzusehen ist.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zum Nennbetrag bilanziert.

Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung beträgt rd. 1% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht vorhanden.

2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Der Ausweis betrifft kurzfristige Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr (inkl. Verlustübernahme) gegenüber dem Gesellschafter Messe Frankfurt Exhibition GmbH sowie kurzfristige Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gegenüber der Messe Frankfurt Exhibition GmbH und der Messe Frankfurt Venue GmbH & Co. KG in Frankfurt/Main. Daneben werden Forderungen aus dem Cash Pooling gegenüber der Messe Frankfurt GmbH (Holding) in Höhe von TEUR 685 ausgewiesen, die mit Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 3 saldiert werden.

3 Sonstige Vermögensgegenstände

In diesem Posten sind im Wesentlichen Mietkautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (TEUR 13) enthalten.

4 Gezeichnetes Kapital

Die Geschäftsanteile der Gesellschaft werden von der Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Frankfurt am Main, gehalten. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Das Stammkapital beträgt EUR 52.000,00.

5 Sonstige Rückstellungen

In diesem Posten sind im Wesentlichen die Jahresabschlussvergütung für die Geschäftsführung, Ansprüche der Belegschaft sowie ausstehende Rechnungen berücksichtigt.

6 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind sämtlich vor Ablauf eines Jahres fällig.

7 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Der Ausweis betrifft kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gegenüber der Messe Frankfurt Medien und Service GmbH und der Accente Gastronomie Service GmbH.

8 Haftungsverhältnisse

Im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Vertrages über ein Cash-Management System mit der Messe Frankfurt GmbH hat die Gesellschaft zusammen mit den übrigen am Cash-Management System beteiligten Gesellschaften Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main, Messe Venue GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Messe Frankfurt Medien und Service GmbH, Frankfurt am Main, und Accente Gastronomie Service GmbH, Frankfurt am Main, eine gesamtschuldnerische Haftung für Verbindlichkeiten der beteiligten Firmen gegenüber der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, aus dem Cash-Management. Die am automatischen Cash-Management System beteiligten Tochtergesellschaften der Messe Frankfurt GmbH haften nur soweit, als sie den Verbindlichkeitssaldo selbst verursacht haben und/oder den aus der Überziehung resultierenden Kredit selbst erhalten haben. Darüber hinaus haften sie zusätzlich, soweit die Einhaltung der übernommenen Zahlungsverpflichtungen das zur Erhaltung des Stammkapitals erforderliche Vermögen im Zeitpunkt der Eingehung der Zahlungsverpflichtungen nicht berührt. Die Übernahme der gesamtschuldnerischen Haftung gilt auch für eine Überziehung des vorgesehenen Dispositions-/Kreditrahmens.

9 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen von TEUR 49 p.a. Des Weiteren bestehen im Zusammenhang mit den für das Jahr 2009 geplanten Veranstaltungen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen von TEUR 257 (auf Basis geplanter Nettoflächen).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

10 Umsatzerlöse

  2008
TEUR
2007
TEUR
Standmieten 3.319 4.071
Nebenleistungen 502 391
Zusätzliche Dienstleistungen 234 280
Erlöse aus Provisionen 69 334
Eintrittserlöse 60 111
Sonstige Erlöse 592 598
  4.776 5.785

11 Veranstaltungsbezogene Aufwendungen

  2008
TEUR
2007
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 170 168
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.485 3.849
  3.655 4.017

12 Personalaufwand

  2008
TEUR
2007
TEUR
Löhne und Gehälter 1.161 1.190
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung    
und für Unterstützung 219 236
(davon für Altersversorgung (21) (23)
  1.380 1.426

Durchschnittlich waren bei der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2008 23 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 23 Mitarbeiter).

13 Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 88) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 81, Vorjahr: TEUR 70).

Weiterhin beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 0). Diese betreffen im Wesentlichen Nachbelastungen für Beiträge zur Künstlersozialkasse 2003 bis 2007 sowie für die EBIF 2006 und 2007.

14 Zinsergebnis

  2008
TEUR
2007
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnlich Erträge 55 64

Sonstige Angaben

15 Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr die Herren:

Thomas Karsten Schütz, Kaufmann

Dr. Michael Peters, Kaufmann

16 Bezüge der Organe

Die Gesellschaft hat von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

17 Mutterunternehmen / Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

 

Wiesbaden, den 30. Januar 2009

Thomas Karsten Schütz

Dr. Michael Peters

Lagebericht 2008

Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH, Wiesbaden

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Weltwirtschaft des Geschäftsjahres 2008 war zweigeteilt: Während die Konjunktur zu Jahresanfang noch deutlich expandierte, kühlte sie sich ab dem zweiten Quartal - spätestens aber zur Jahresmitte - merklich ab. Die aus der Finanzkrise in den USA entfachte Wirtschaftskrise schwächte die weitere weltweite Entwicklung maßgeblich. Insgesamt erhöhte sich die weltweite Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr jedoch noch um 2,4 Prozent (2007: 3,5 Prozent) 1.

Auch die deutsche Wirtschaft wuchs 2008 insgesamt um 1,5 Prozent nach 2,5 Prozent im Vorjahr. Die konjunkturelle Abschwächung im zweiten Halbjahr machte sich im Geschäftsjahr vor allem bei den Exporten bemerkbar; diese sanken sukzessive seit dem Frühjahr kräftig. Deutschland ist als Exportnation von der internationalen Konjunkturschwäche besonders betroffen, da in erster Linie die Nachfrage nach Investitionsgütern zurückging, die im deutschen Export eine dominante Rolle spielen. Der private Konsum blieb im Jahresdurchschnitt konstant; der bis zum Herbst andauernde Höhenflug der Energie- und Kraftstoffpreise sowie die Teuerung bei Nahrungsmitteln schmälerte per saldo die Kaufkraft.

Trotz ungünstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2008 entwickelte sich die deutsche Messeindustrie positiv. Alle wichtigen Kennziffern - so die vorläufigen Berechnungen des Ausstellungs- und Messeausschusses der deutschen Wirtschaft (AUMA e.V., Berlin) - wiesen ein stabiles Wachstum auf.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH führt entsprechend dem Zweck der Gesellschaft Messen und Ausstellungen im In-und Ausland durch. Sie ist in den Konzern der Messe Frankfurt GmbH eingebunden.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden wie im Vorjahr sechs Veranstaltungen in Deutschland durchgeführt. Darüber hinaus wurden in Kooperation mit der Messe Frankfurt Exhibition GmbH und Messe Frankfurt Venue GmbH & Co KG die Mainframe und die Nutec sowie eine Publikumsmesse zum Festhallenreitturnier organisiert und betreut. Insgesamt kamen 865 Aussteller (2007: 1.249) und 69.963 Besucher (2007: 72.052) zu den Veranstaltungen. Die Nettofläche betrug 23.786 qm (2007: 31.147 qm).

1 Quelle: ifo Konjunkturprognose vom Dezember 2008

Gesamtaktivitäten 2008 der Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH

Veranstaltung Ort   Aussteller   Nettofläche *   Besucher  
    Inland Ausland Gesamt   Inland Ausland Gesamt
Asian Living Offenbach 6 110 116 1.503 3.741 3.186 6.927
Handarbeit & Hobby Köln 96 119 215 8.583 6.691 2.399 9.090
Marketing Services Frankfurt 242 7 249 5.723 5.605 229 5.834
Media-Tech Expo Frankfurt 34 70 104 3.077 1.154 1.846 3.000
Marathon Mall Frankfurt 103 4 107 3.375 43.000 0 43.000
European Banking & Insurance Fair Frankfurt 65 9 74 1.525 1.934 178 2.112
Fachmessen   546 319 865 23.786 62.125 7.838 69.963

* einschl. Sonderschaufläche

Die Veranstaltungen haben sich im Einzelnen wie folgt entwickelt:

Die Asian Living wurde 2008 weitestgehend von chinesischen Ausstellern dominiert. Zusätzliche Aussteller aus den Asean Ländern zu generieren, ist nicht gelungen. Ein weiterer Rückgang der vermieteten Flächen musste verzeichnet werden. Die Veranstaltung wird deshalb zukünftig nicht mehr fortgeführt.

Für die Handarbeit & Hobby in Köln verlief die Entwicklung stabil. Durch die Aktualität des Themas konnte die Zahl der Besucher annähernd auf Vorjahresniveau gehalten werden und beim Umsatz ein Plus von über 3,8 % gegenüber dem Vorjahr erzielt werden.

Mit einer neuen Struktur präsentierte sich die Marketing Services 2008. Wegen der anhaltend schwachen Nachfrage im gesamten Marktsegment waren sowohl bei der vermieteten Fläche als auch bei der Anzahl der Besucher starke Einbußen hinzunehmen. Sie begründen sich weitestgehend durch den Wettbewerb der Promotion World in Hannover, die zeitgleich zur Industriemesse stattfindet und von einem maßgeblichen Verband unterstützt wird. Gleichzeitig hat im Februar die im dreijährlichen Turnus stattfindende, konkurrierende Leitveranstaltung Euroshop in Düsseldorf stattgefunden.

Die Media-Tech Expo in Frankfurt musste trotz Beilegung des Formatstreits zwischen HD-DVD und Blu-ray einen weiteren Rückgang in der Flächenvermietung gegenüber der Vorveranstaltung im Jahr 2006 hinnehmen. Der Grund hierfür war die anhaltende Zurückhaltung der Investitionsbereitschaft bei den Replikatoren. Die Besucherzahlen konnten konstant gehalten werden.

Die 6. Marathon Mall konnte bei der vermieteten Ausstellungsfläche stabil gehalten werden und bei der Anzahl der Besucher einen leichten Zuwachs verzeichnen.

Die Aussteller- und Besucherzahl der European Banking and Insurance Fair ist dramatisch zurückgegangen. Die Auswirkungen der Bankenkrise haben den Erfolg der Veranstaltung massiv beeinflusst. Die Zukunft der Veranstaltung ist zum jetzigen Zeitpunkt in starker Abhängigkeit von der Entwicklung auf dem Finanzsektor zu sehen.

III. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte 2008 einen Umsatz in Höhe von 4,8 Mio. €, was einem Rückgang von 1,0 Mio € bzw. 17,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem geringeren Zuspruch zur Marketing Services und der turnusgemäß im Jahr 2008 nicht veranstalteten Parken. Daneben verliefen die Veranstaltungen European Banking and Insurance Fair sowie Asian Living nicht erfolgreich. Gegenüber der im Vorjahr in den USA durchgeführten Veranstaltung entwickelte sich die 2008 in Deutschland veranstaltete Media-Tech Expo leicht positiv. Leichte Umsatzsteigerungen konnten ebenfalls bei Handarbeit und Hobby verzeichnet werden.

Gegenüber dem Jahr 2006 sank der Umsatz um 1,9 Mio. € bzw. 28,0 %. Dieser Rückgang resultiert insbesondere aus den rückläufigen Entwicklungen bei der Media-Tech Expo, der European Banking and Insurance Fair und der Asian Living.

Umsatzentwicklung Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH

2006
T€
2007
T€
2008
T€
Veränderung zu 2007 Veränderung zu 2006
6.634 5.785 4.776 -17,4 % -28,0 %

Der Rückgang der Umsatzerlöse um 1.009 T€ (-17,4 %) und der sonstigen betrieblichen Erträge um 20 T€ (-19,2 %) konnte nur zum Teil durch Einsparungen bei den Aufwendungen kompensiert werden. Von den Aufwendungen von insgesamt 5.453 T€ haben die veranstaltungsbezogenen Aufwendungen mit 3.655 T€ den wesentlichen Anteil (67,0 %). Gegenüber Vorjahr konnten diese um 362 T€ bzw. 9,0 % gesenkt werden.

Unter Berücksichtigung der im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls reduzierten Personalkosten (-3,2 %) sowie der übrigen Betriebsaufwendungen (418 T€) ergibt sich 2008 ein negatives Betriebsergebnis von 593 T€.

Nach Hinzurechnung des positiven Finanzergebnisses von 55 T€ (Vorjahr 64 T€) wird für das Berichtsjahr ein Geschäftsergebnis vor Verlustübernahme von -538 T€ (Vorjahr 130 T€) ausgewiesen.

Ergebnisentwicklung 2006 -2008

  2006
T€
2007
T€
2008
T€
Veränderung zu 2007 in
T€
Veränderung zu 2006 in
T€
Ergebnis vor Ertragsteuern -90 130 -538 -668 -448

2. Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft auf der Aktivseite lediglich kurzfristig gebundenes Vermögen in Höhe von 1.177 T€ aus.

Anlagevermögen wird nicht gehalten, da dieses von der Messe Frankfurt GmbH und der Messe Frankfurt Venue GmbH & Co. KG gegen Belastung der anteiligen Abschreibung, die in den sonstigen Betriebsausgaben enthalten sind, zur Verfügung gestellt wird.

Bilanzsumme in T€

2006 2007 2008
1.195 1.721 1.177

Die Minderung der Bilanzsumme um 544 T€ im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus einem niedrigen Cash-Pooling-Guthaben bei der Messe Frankfurt GmbH (-487 T€) sowie einer Minderung der flüssigen Mittel (-166 T€). Ursächlich für die Minderung der Liquidität ist im Wesentlichen der Rückgang der Geschäftstätigkeit. Gegenläufig wirkte die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Auf der Passivseite sind die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um 149 T€ auf 175 T€ gesunken. Dies ist im Wesentlichen durch niedrigere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und für Vorsorgen für Ansprüche der Belegschaft begründet. Außerdem sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 438 T€ auf 40 T€ gesunken.

3. Finanzlage

Die Kapitalstruktur der Gesellschaft setzt sich zu 4,4 % aus Eigenkapital und zu 95,6 % aus Fremdkapital zusammen. Hiervon entfällt ein wesentlicher Anteil (735 T€ bzw. 62,4 %) auf erhaltene Anzahlung von Kunden für Veranstaltungen des Jahres 2009.

Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit (-1.191 T€) führt zusammen mit dem Mittelzufluss aus Verlustübernahme in Höhe von 538 T€ zu einem um 653 T€ auf 828 T€ verminderten Finanzmittelfond zum Jahresende.

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Messe Frankfurt Exhibition GmbH und der Einbindung in den Cash-Pool der Messe Frankfurt GmbH war die Finanzierung der Gesellschaft jederzeit sichergestellt.

IV. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Der Konzern Messe Frankfurt hat aufgrund des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) die im Unternehmen vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen und durchgängigen Risikomanagementsystem zusammengefasst, in das sämtliche Tochtergesellschaften des Konzerns eingebunden sind.

Es wurden Frühwarnsignale definiert, mit deren Hilfe Risiken der zukünftigen Entwicklung rechtzeitig erkannt werden können. Dazu gehören beispielsweise Branchenentwicklungen, Konkurrenzaktivitäten sowie Aussteller- und Besucherentwicklung.

Die Veränderungen der globalen Märkte und der Trend zu weiteren Konzentrationen auf der Angebotsseite und im Handel erfordern verstärkte Akquisitionsbemühungen im In-und Ausland, um auch weiterhin wachsende Aussteller- und Besucherzahlen zu erreichen.

Darüber hinaus erhöht sich der Wettbewerbsdruck durch den zunehmenden Ausbau von Flächenkapazitäten in Deutschland und Europa. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass es hierdurch in einzelnen Produktbereichen zu Aussteller- und Umsatzrückgängen bei einzelnen Messen kommen kann.

Darüber hinaus werden derzeit keine die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft gefährdenden Risiken gesehen.

V. Sonstige Angaben / Ausblick

Für das Jahr 2009 hat die Messe Frankfurt Ausstellungen GmbH folgende Veranstaltungen geplant:

Handarbeit & Hobby 20.03. - 22.03. in Köln
Media-Tech Europe *) 22.04. - 24.04. in Frankfurt
Marketing Services / DISPLAY 08.06. - 10.06. in Frankfurt
Parken 17.06. - 18.06. in Wiesbaden
Lope-C 23.06. - 25.06. in Frankfurt
Marathon Mall 24.10. - 26.10. in Frankfurt

*) im Vorjahr Media-Tech Expo

Die Gesellschaft geht 2009 von einem Umsatz von 4,0 Mio. € aus. Die Umsatzminderung resultiert im Wesentlichen aus den 2009 nicht mehr stattfindenden Veranstaltungen Asian Living und European Banking & Insurance Fair. Erschwerend kommt hinzu, dass einige Veranstaltungen vor dem Hintergrund des momentan schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes ihre gesteckten Umsatzziele nicht erreichen werden. Für 2010 ist unter der Vorraussetzung einer konjunkturellen Erholung eine Steigerung der Umsatzerlöse auf über 5,9 Mio. € geplant.

Die Handarbeit & Hobby wird auf Vorjahresniveau bleiben. Auch wenn in den Medien das Thema Handarbeiten sehr aktuell ist, ist die Stimmung bei den Herstellern momentan eher verhalten.

Die Media-Tech Europe leidet, trotz der Beilegung des Formatekrieges zwischen HD-DVD und Blu-Ray weiterhin unter der Zurückhaltung der Endverbraucher und damit verbundenen mangelnden Investitionsbereitschaft der Replikatoren. Hinzu kommt, dass die Systeme noch nicht fehlerfrei laufen und damit größere Bestellmengen bei den Anlagen nicht realisiert werden. Inzwischen sind auch weitere Konzentrationen im Markt bekanntgegeben worden.

Die Marketing Services soll 2009 wieder zu einem Wachstum geführt werden. In Zeiten einer kriselnden Weltwirtschaft, in denen erfahrungsgemäß die Einsparungen in den Marketing­budgets an vorderer Stelle stehen, wird dieses Ziel nicht erreichbar sein.

Die Parken wird als kleine Special-Interest-Veranstaltung auf dem Niveau der Vorveranstaltung liegen.

Die Marathon Mall wird nach den positiven Erfahrungen mit dem Hauptsponsor, der Dresdner Kleinwort, 2009 sowohl bei der Anzahl der Aussteller und der damit verbundenen Ausstellungsfläche als auch auf Besucherseite stabil bleiben.

Für das Geschäftsjahr 2009 wird daher insgesamt wieder ein negatives Ergebnis erwartet.

VI. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2008 sind bis zur Erstellung des Lageberichts keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Lage der Gesellschaft eingetreten.

 

Wiesbaden, den 30. Januar 2009

Thomas Karsten Schütz

Dr. Michael Peters

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

42 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.