Stammdaten

Register
Amtsgericht Rostock HRB 5096
Vorher
Ex-Si-Ro Gesellschaft für externe Sicherheitsdienste und Sicherheitstechnik mbH Rostock
Eingetragen
7.12.1993
Branche
Sicherheitsdienste a. n. g.Sonstige private Wach- und SicherheitsdienstePrivate Wach- und Sicherheitsdienste für Veranstaltungen
Gegenstand
Vertrieb, Installation und Wartung von Sicherheitstechnik; Objektbewachung sowie Personenschutz; Geld- und Werttransporte; Glas- und Gebäudereinigung sowie Aus- und Weiterbildung auf den Gebieten der Sicherheitstechnik und Bewachung sowie das Maurerhandwerk.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gabor Hannemann
seit 2.2.2026
Prokura
Geschäftsführer
Dirk Steffin
seit 3.4.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ESD Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ESD Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ex-Si-Ro Gesellschaft für externe Sicherheitsdienste und Sicherheitstechnik mbH Rostock

Rostock

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Ex-Si-Ro Gesellschaft für externe Sicherheitsdienste und Sicherheitstechnik mbH Rostock , Rostock

Allgemeine wirtschaftliche Lage

Im Geschäftsjahr 2021 hat sich die Lage der Branche im Verhältnis zum Vorjahr etwas entspannt. Die Einschränkungen der Corona-/Covid-19-Pandemie sind immer noch spürbar. So waren in der Sicherheitsbranche weiterhin positive Auswirkungen zu verzeichnen. Dagegen sind in der Branche im Geld- und Wert-Bereich Umsatzrückgänge zu erkennen, da das Bargeldgeschäft zurzeit rückläufig ist. Die Banken reduzieren weiterhin ihr Netz an Filialen und schließen Geldautomaten an weniger rentablen Standorten.

Aufgrund des pandemiebedingten Lockdowns und eingeschränkteren Öffnungen waren ebenfalls Reinigungsdienstleistungen weniger nachgefragt.

Nicht zuletzt aufgrund des anhaltenden Zuflusses an Geflüchteten ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen für die Bewachung der Asylbewerberunterkünfte unverändert bestehen bleibt. Problematisch bleibt weiterhin der Mangel an Arbeits- und Fachkräften in der gesamten Sicherheitsbranche.

Lage des Unternehmens

Im Geschäftsergebnis 2021, im zweiten Jahr der Corona-/Covid-19-Pandemie, konnte der allgemeine positive Trend der Vorjahre weiterhin aufrecht gehalten werden. Die Gesellschaft befand sich trotz diverser pandemiebedingter Maßnahmen weiterhin in einer wirtschaftlich stabilen Lage. Die Gesellschaft hat einen festen Kundenstamm, verfügt über eine kleine Verwaltungsstruktur und über kurze Kommunikationswege.

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf insgesamt als gut.

Das Segment der Geld- und Werttransportdienstleistung in der Niederlassung Fürstenfeldbruck entwickelte sich entgegen dem erwähnten Branchentrend weiterhin positiv. Die Gesellschaft hat das zweite Jahr in Folge die Größenmerkmale für kleine Kapitalgesellschaften überschritten. Sie ist somit eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und unterliegt der grundsätzlichen Pflicht zur Abschlussprüfung.

Die Vermögens- sowie die Liquiditätslage der Gesellschaft ist stabil. Die liquiden Mittel betragen am Bilanzstichtag T€ 611 (Vorjahr: T€ 658). Verbindlichkeiten werden aus eigenen Mitteln (Forderungen und Liquide Mittel) gedeckt. Neu- und Ersatzinvestitionen (zwei Fahrzeuge und eine Übertragungseinrichtung) werden über einen Zeitraum von 36 - 60 Monaten finanziert. Mehrere Finanzierungen (Laufzeit zwischen 24 - 60 Monaten) für Anlagevermögen sowie ein langfristiges Darlehen konnten im Geschäftsjahr getilgt werden.

Das betriebliche Grundstück am Standort Rostock wurde mit Gewinn in Höhe von T€ 820 veräußert. Für dieses bebaute Grundstück wurde ein langjähriger Mietvertrag geschlossen.

Im Wirtschaftsjahr war ein erhöhter Corona-bedingter Krankenstand beim Personal zu verzeichnen.

Geschäftsergebnis

Bei den Umsatzerlösen gab es einen Rückgang von T€ 189, der hauptsächlich dem Objektschutz / Bewachungsbereich zuzurechnen ist. Im Geld- und Wertbereich gab es einen Umsatzzuwachs um T€ 14. Im Bereich der Gebäudedienste stieg der Umsatz um T€ 5. Die Personalkosten wurden um T€ 121 gesenkt. Im Bereich der Sicherheitsdienste wurde im Vergleich zum Vorjahr verstärkt auf Subunternehmer zurückgegriffen; hier stiegen die Ausgaben um T€ 250. Der Umsatzrückgang konnte, durch die Senkung der Ausgaben für das eigene Personal und trotz der erhöhten Aufwendungen für Subunternehmer, teilweise abgefangen werden. Im Ergebnis weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von T€ 356 aus.

Geschäftsverlauf

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 von T€ 2.757 auf T€ 3.324 gestiegen. Dies ist auf der Aktiva wesentlich der zum Bilanzstichtag offenen Forderung aus dem Grundstücksverkauf (T€ 1.075) geschuldet. Das Anlagevermögen hat sich um T€ 287 reduziert, was insbesondere auf die Veräußerung des Grundstücks zurückzuführen ist. Investitionen ins Sachanlagevermögen wurden in Höhe von T€ 93 getätigt. Die planmäßigen Abschreibungen betragen T€ 123.

Auf der Passiva hat sich das Eigenkapital um T€ 256 auf T€ 1.531 erhöht. Die Erhöhung der Rückstellungen um T€ 177 auf T€ 560 ist insbesondere mit der Zunahme der Ertragsteuerrückstellungen zu erklären. Die gesamten Verbindlichkeiten sind im Vorjahresvergleich um T€ 134 gestiegen. Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern liegen bei T€ 58 (Vorjahr T€ 32).

Die Eigenkapitalquote ist auf einem konstant hohen Niveau von 46,06 % (Vorjahr 46,26 %). Die Eigenkapitalrendite hat sich im Vorjahresvergleich um 11,7 %-Punkte auf 23,3 % erhöht. Diese Steigerung ist dem Einmaleffekt aus der Grundstücksveräußerung geschuldet.

Der kurzfristige Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne die Forderungen aus dem Grundstücksverkauf beträgt T€ 1.256 (Vorjahr T€ 1.134), davon sind T€ 8 als zweifelhaft zu klassifizieren. Über diese zweifelhaften Forderungen wurde im Frühjahr 2022 Zahlungsklage eingereicht. Die Beklagte wird laut Ankündigung im Jahr 2022 ebenfalls Klage auf Schadensersatz in Höhe von T€ 9 erheben. Weitere zweifelhafte Forderungen oder gar Forderungsausfälle sind nicht zu erwarten.

Die Zahlungsfähigkeit war aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Bereits die Liquidität 2. Grades beträgt 267 %. Der operative (Praktiker-) cash flow beläuft sich im Geschäftsjahr auf T€ 171 (Vorjahr T€ 272).

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Umsatzerlöse, Personalaufwandsquote und operativer cash flow herangezogen.

Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2021 T€ 12.150 (Vorjahr: T€ 12.338). Die Personalaufwandsquote stieg geringfügig von 89,2 % im Vorjahr auf 89,7 % im Geschäftsjahr 2021. Der operative cash flow sank um T€ 101 auf T€ 171.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Folgen der Pandemie, verbunden mit ihren Einschränkungen, wurden durch die Gesellschaft auch im zweiten Jahr, im Gegensatz zu anderen Branchen, gut bewältigt. Die Personalakquise gestaltet sich nach wie vor schwierig und der Fachkräftemangel wird auch weiterhin eine Herausforderung darstellen. Der Bereich der Geld- und Werttransportdienstleistung in der Niederlassung Fürstenfeldbruck wird sich nach unserer Einschätzung und trotz allgemeiner gegenläufiger Entwicklung beim Bargeldumsatz in der Branche durchaus optimistisch entwickeln.

Prognosebericht

Die Führung des Unternehmens ist unverändert stabil. Die Auswirkungen der aktuellen Innen- und Außenpolitik auf die Gesamtwirtschaft lassen sich nicht vollständig vorhersehen. Aufgrund des Zustroms von Flüchtlingen nach Deutschland wird davon ausgegangen, dass auch zukünftig ein hoher Bedarf an unseren Sicherheitsdienstleistungen im Bereich der Asylbewerberunterkünfte gegeben sein wird. Damit die Gesellschaft weiterhin gut gerüstet für den Wettbewerb bleibt, wird es zum Ende des Jahres 2022 einen Wechsel auf der Gesellschafterebene geben, und die ESD Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH wird als 100%ige Gesellschafterin die Geschäftsanteile übernehmen. Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer wird Herr Uwe Wendorf bleiben, so dass sich die Veränderung in der Gesellschafterstruktur im operativen Geschäft und somit im Umgang mit den Kunden nicht widerspiegeln wird. Weitere Veränderungen für die Standorte Rostock und Fürstenfeldbruck ergeben sich nicht. Damit wird die Gesellschaft in die erfolgreiche Holdingstruktur der ESD-Dienstleistungsgruppe eingebunden. Bis dahin wird sich das Geschäftsjahr 2022 nach unserer Prognose weiterhin positiv entwickeln. Es wird abermals mit einer moderaten Umsatzsteigerung bei den Sicherheitsdienstleistungen, dem Gebäudeservice und dem Geldwerttransport gerechnet. Auch hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren wird ein moderater Anstieg erwartet. Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten, wurden nicht identifiziert.

 

Rostock, den 29. Dezember 2022

Raik Sklarski, Geschäftsführer

Uwe Wendorf, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 351.897,00 638.820,51
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.415,00 20.396,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 10.415,00 20.396,00
II. Sachanlagen 340.482,00 615.424,51
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 236.757,51
2. technische Anlagen und Maschinen 561,00 26.487,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 339.921,00 352.180,00
III. Finanzanlagen 1.000,00 3.000,00
1. Beteiligungen 1.000,00 3.000,00
B. Umlaufvermögen 2.949.240,57 2.102.748,71
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.338.036,32 1.444.285,03
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.330.545,02 1.133.575,80
2. sonstige Vermögensgegenstände 7.491,30 310.709,23
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 611.204,25 658.463,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.001,29 15.486,36
Bilanzsumme, Summe Aktiva 3.324.138,86 2.757.055,58

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 1.531.073,17 1.275.319,54
I. gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen 25.564,59 25.564,59
III. Gewinnvortrag 1.124.190,36 1.076.008,95
IV. Jahresüberschuss 355.753,63 148.181,41
B. Rückstellungen 560.587,24 382.946,21
C. Verbindlichkeiten 1.232.478,45 1.098.756,17
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 202.849,40 217.154,77
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 142.048,27 58.616,95
3. sonstige Verbindlichkeiten 887.580,78 822.984,45
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 33,66
Bilanzsumme, Summe Passiva 3.324.138,86 2.757.055,58

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 12.532.138,85 12.120.611,91
2. Personalaufwand 10.889.729,69 11.010.406,09
a) Löhne und Gehälter 8.802.435,36 9.187.520,82
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.087.294,33 1.822.885,27
davon für Altersversorgung 276.285,62 -48.918,46
3. Abschreibungen 123.265,70 111.868,53
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 123.265,70 111.868,53
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 811.631,49 754.718,35
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 301,84 164,83
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.233,34 9.895,05
davon aus Abzinsung 2.622,10 0,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 332.692,01 77.720,13
8. Ergebnis nach Steuern 363.888,46 156.168,59
9. sonstige Steuern 8.134,83 7.987,18
Jahresüberschuss 355.753,63 148.181,41

ANHANG für das Geschäftsjahr 2021

Ex-Si-Ro Gesellschaft für externe Sicherheitsdienste und Sicherheitstechnik mbH Rostock , Rostock

Allgemeine Angaben

Die Ex-Si-Ro Gesellschaft für externe Sicherheitsdienste und Sicherheitstechnik mbH Rostock hat ihren Sitz in Rostock und ist eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht Rostock (Reg.Nr. HRB 5096).

Der vorliegende Jahresabschluss erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BiIRUG) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG).

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Für das Unternehmen besteht nach § 238 HGB Buchführungspflicht.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden mit Ausnahme der Bewertung der Pensionsrückstellung unverändert übernommen. Diese wurde in den Vorjahren nach den steuerlichen Vorschriften bewertet. Der Aufwand aus der Umstellung zur handelsrechtlichen Bewertung beträgt € 265.562,00. Ferner wurde das Planvermögen in Höhe von € 341.865,45 (im Vorjahr: € 288.157,20) zum Bilanzstichtag 31.12.2021 erstmals mit den Pensionsrückstellungen verrechnet.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmetoden

Die Bewertung erfolgte unter dem Aspekt der Fortführung des Betriebes ( Going-Concern-Prinzip).

Anlagevermögen

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Es handelt sich um Anteile an dem BMWL e.V. Der Anteilsbesitz dient der Herstellung einer dauernden Verbindung.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden. Einzelwertberichtigungen mussten nicht vorgenommen werden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Dabei handelt es sich um abzugrenzende Finanzierungszinsen und jährliche Einmalzahlungen für zwei Rückdeckungsversicherungen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit dem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre abgezinst. Die sich ergebende Bewertungsdifferenz zum durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre beträgt € 57.803,00 und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

Das Planvermögen aus Festgeldern wurde mit den Passivposten der Pensionsrückstellung verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen wurden alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten mit den Erfüllungsbeträgen berücksichtigt, wie sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Saldo beinhaltet die Kaufpreisforderung aus der Veräußerung des betrieblichen Grundstücks in Höhe von € 1.075.000,00.

Sonstige Vermögensgegenstände

Der Saldo der sonstigen Vermögensgegenstände beinhaltet Forderungen gegenüber dem Landesamt für Gesundheit und Soziales sowie Gehaltsvorschüsse.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt DM 50.000,00 (€ 25.564,59).

Die Höhe der ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB beläuft sich auf € 57.803,00.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellung für Pensionen wurde nach der versicherungsmathematischen "projected unit credit method" gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

• Durchschnittlicher Marktzins der vergangenen 10 Jahre von 1,90 % für eine Restlaufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank am 30.11.2021 bekannt gemacht wurde,

• Rentensteigerungen von 1,5 % nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und

• Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck ("Richttafeln von 2018 G")

Ferner sind die Aktivwerte aus abgetretenen Ansprüchen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von € 341.865,45 als beizulegender Zeitwert mit den Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 492.135,00 verrechnet worden. Die Aktivwerte entsprechen dabei den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von € 7.748,90 wurden mit den Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 10.371,00 saldiert.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zeigen sich wie folgt:

Verbindlichkeiten Geschäftsjahr 31.12.2021
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
davon Restlaufzeit 1-5 Jahre
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 202.849,40 72.548,64 130.300,76 0,00
  (217.154,77) (96.801,65) (120.353,12) (0,00)
Aus Lieferungen und Leistungen 142.048,27 142.048,27 0,00 0,00
  (58.616,95) (58.616,95) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 887.580,78 887.580,78 0,00 0,00
  (822.984,45) (822.984,45) (0,00) (0,00)

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von T€ 58 (im Vorjahr: T€ 32)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, in Höhe von T€ 111. Dabei handelt es sich um die jährlichen Mietzahlungen für das Betriebsgelände von T€ 60 sowie um Leasingaufwendungen für Fahrzeuge von T€ 32 sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattungen von T€ 19.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse haben zum Bilanzstichtag keine bestanden.

Erläuterungen zur Gewinn-und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem periodenfremde Erträge von € 911.124,30 (Vorjahr: € 71.267,15). Die periodenfremden Erträge betreffen im Geschäftsjahr Gewinne aus Anlagenverkäufen und wie im Vorjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Personalaufwand

Der Persoanlaufwand enthält periodenfremde Aufwendungen in den Aufwendungen für Altersversorgung aus der Bewertungsumstellung in Höhe von € 214.977,00 (Vorjahr: € 0,00).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Abzinsungen in Höhe von € 2.622,10 (Vorjahr: € 0,00 Euro) enthalten.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr waren im Unternehmen durchschnittlich 334 Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftsführung

Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch Herrn Raik Sklarski (Kaufmann) und Herrn Uwe Wendorf (Kaufmann) als Geschäftsführer geführt.

Hinsichtlich der Bezüge von Mitgliedern sowie von ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung macht die Gesellschaft von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine wird nach Ansicht der Geschäftsführung keine negativen Auswirkungen auf die zukünftige Geschäftsentwicklung haben.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr zum 31.12.2021 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 355.753,63 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 1.479.943,99 bestehend aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres und dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Rostock, den 29. Dezember 2022

Raik Sklarski, Geschäftsführer

Uwe Wendorf, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens - Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 141.569,09 0,00 19.446,73 122.122,36
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 477.842,06 0,00 477.842,06 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 62.406,82 0,00 44.700,00 17.706,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.008.023,39 93.365,70 61.855,76 1.039.533,33
  1.548.272,27 93.365,70 584.397,82 1.057.240,15
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 3.000,00 0,00 2.000,00 1.000,00
  1.692.841,36 93.365,70 605.844,55 1.180.362,51
Abschreibungen
(kumuliert) Stand 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
(kumuliert) Stand 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 121.173,09 9.978,00 19.443,73 111.707,36
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 241.084,55 12.279,00 253.363,55 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.919,82 2.273,00 21.047,00 17.145,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 655.843,39 98.735,70 54.966,76 699.612,33
  932.847,76 113.287,70 329.377,31 716.758,15
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.054.020,85 123.265,70 348.821,04 828.465,51
Buchwert
Stand 31.12.2021
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.415,00 20.396,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 236.757,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 561,00 26.487,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 339.921,00 352.180,00
  340.482,00 615.424,51
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 1.000,00 3.000,00
  351.897,00 638.820,51

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ex-Si-Ro Gesellschaft für externe Sicherheitsdienste und Sicherheitstechnik mbH Rostock, Rostock

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ex-Si-Ro Gesellschaft für externe Sicherheitsdienste und Sicherheitstechnik mbH Rostock, Rostock, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ex-Si-Ro Gesellschaft für externe Sicherheitsdienste und Sicherheitstechnik mbH Rostock, Rostock, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Rostock, den 3. April 2023

mercurius gmbh Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hafke, Wirtschaftsprüfer

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