Hartensteiner Kommunal GmbHLiquidiert

Höflaser Straße 1, 91235 Hartenstein, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 28813
Eingetragen
30.7.2012
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationBauträger für Wohngebäude
Gegenstand
Die Förderung der Entwicklung der Gemeinde Hartenstein in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und Infrastruktur einschließlich Errichtung und Betrieb der dazu erforderlichen Einrichtungen. Vom Gegenstand der Gesellschaft ist insbesondere der Betrieb der Burganlage der Burg Hartenstein mit allen dazu gehörigen Einrichtungen umfasst. Die Gesellschaft kann alle mit der Erzeugung, dem Bezug, der Lieferung und der Verteilung von Energie zusammenhängenden Tätigkeiten ausüben und Bauhoftätigkeiten für die Gemeinde Hartenstein übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernhard Vizethum
seit 26.11.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Gemeinde Hartenstein
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Gemeinde Hartenstein
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hartensteiner Kommunal GmbH

Hartenstein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Der Hartensteiner Kommunal GmbH

Grundlagen des Unternehmens

Die Hartensteiner Kommunal GmbH ging am 06.08.2012 aus der Burg AG (Gründungsdatum 24.08.2004) hervor. Ziel war die Förderung der Entwicklung der Gemeinde Hartenstein in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und Infrastruktur einschließlich Errichtung und Betrieb der dazu erforderlichen Einrichtungen. Die Burg wurde umfassend renoviert und umgebaut. Das entstandene Restaurant und das Rittermuseum sind verpachtet. Im Januar 2008 wurde die Kommunal GmbH erweitert durch eine Biomasse Fernheizung, welche 2018 modernisiert und erweitert wurde. Im Dezember 2011 ging eine Photovoltaikanlage in Betrieb, in 2018 dann die Eröffnung des Dorfladens.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Energieverbrauch ist 2023 kräftig gesunken

Prognose der AG Energiebilanzen / Schwache Wirtschaft / Hohes Preisniveau

Berlin (20.12.2023)

- Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2023 auf ein historisches Tief gefallen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) rechnet mit einem Rückgang um 7,9 Prozent auf 10.791 Petajoule (PJ) oder 368,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Damit liegt der Verbrauch an Primärenergien in Deutschland um mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990, teilte die AG Energiebilanzen mit.

Den größten Einfluss auf den Rückgang des Energieverbrauchs hatte die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland. Vor allem die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge, was spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch hat.

Von der im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr leicht wärmeren Witterung ging nach Berechnungen der AG Energiebilanzen nur ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus. Witterungsbereinigt hätte sich der Energieverbrauch um etwa 7,4 Prozent vermindert.

Der einzige verbrauchssteigernde Effekt ging 2023 von der demographischen Entwicklung aus.

Zuwächse nur bei erneuerbaren Energien

Der Verbrauch von Mineralöl sank 2023 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 5,5 Prozent auf 3.879 PJ (132,4 Mio. t SKE). Während der Verbrauch von Ottokraftstoff um 2,3 Prozent zunahm, verringerte sich der Verbrauch von Dieselkraftstoff um gut 4 Prozent. Der Verbrauch von Flugkraftstoff stieg um 3,9 Prozent. Der Absatz von leichtem Heizöl verringerte sich dagegen leicht um 2,3 Prozent. Die Lieferungen von Rohbenzin an die chemische Industrie sanken um 16,7 Prozent.

Der Erdgasverbrauch verringerte sich 2023 um 4,3 Prozent auf 2.641 PJ (90,1 Mio. t SKE). Der Nachfragerückgang betraf sowohl die Industrie wie auch private Haushalte und den Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD). Zur Stromerzeugung wurde gegenüber dem Vorjahr etwas mehr Erdgas (+ ?1 Prozent) eingesetzt. Die Erzeugung von Fernwärme aus Erdgas verminderte sich um 2 Prozent. Die Witterung hatte nur einen eher geringen Einfluss auf die Verbrauchsentwicklung. Vielmehr geht der Verbrauchsrückgang vorrangig auf Einsparungen bei den Verbrauchern zurück.

Der Verbrauch an Steinkohle nahm im Berichtszeitraum um 16,9 Prozent auf 937 PJ (32,0 Mio. t SKE) ab. Die Kraftwerke reduzierten ihren Brennstoffeinsatz um gut 30 Prozent. Der Bedarf an Kohle und Koks in der Eisen- und Stahlindustrie verringerte sich dagegen nur relativ gering um 2,1 Prozent.

2023 lag der Primärenergieverbrauch von Braunkohle mit 912 PJ (31,1 Mio. t SKE) um 21,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die Lieferungen von Braunkohle an die Kraftwerke der allgemeinen Versorgung sanken um 23 Prozent. Die Stromerzeugung aus Braunkohle blieb um rund 25 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Ursachen dieser Entwicklung waren der allgemeine Rückgang des Stromverbrauchs in Deutschland, die Verringerung weiterer Erzeugungskapazitäten im Zuge des schrittweisen Kohleausstiegs, die angestiegene Stromproduktion aus Windenergieanlagen sowie erhöhte Stromimporte aus dem benachbarten Ausland.

Die Stromerzeugung aus Kernenergie ging 2023 um knapp 80 Prozent zurück. Der starke Rückgang ist auf den Streckbetrieb der letzten drei Kernkraftwerke und deren endgültige Stilllegung zum 15. April 2023 zurückzuführen. Seit diesem Zeitpunkt leistet die Kernenergie in Deutschland keinen Beitrag mehr zur Energieversorgung.

2023 wurden 9,2 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom mehr aus dem Ausland importiert als exportiert. Damit wurde Deutschland erstmals seit 2002 wieder Netto-Importeur von Strom. Die Ausfuhren sanken 2023 gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent, die Importe stiegen dagegen um 38 Prozent an.

Der Beitrag der erneuerbaren Energien erhöhte sich 2023 insgesamt um 2,3 Prozent auf 2.118 PJ (72,3 Mio. t SKE). Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wuchs um etwa 5 Prozent. Wichtigste Ursache dieser Entwicklung war die vor allem in der zweiten Jahreshälfte deutlich höhere Stromproduktion der Windenergieanlagen an Land (plus 15 Prozent). Bei der Solarenergie gab es trotz eines starken Zubaus bei den PV-Anlagen nur einen leichten Zuwachs bei der Stromproduktion (plus 1 Prozent). Die Stromerzeugung aus Wasserkraft erhöhte sich um 11 Prozent. Die Biomasse, auf die mehr als Hälfte des gesamten Primärenergieverbrauchs der erneuerbaren Energien entfällt, blieb um 4 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück.

Kohlen und Kernkraft verlieren Anteile im Energiemix

Der Energiemix der deutschen Energieversorgung wird weiterhin von einem breiten Energieträgerangebot geprägt. Als Resultat der energie- und klimapolitischen Beschlüsse und Vorgaben kommt es allerdings zu einer stetigen Veränderung bei den Anteilen der einzelnen Energieträger. 2023 reduzierte die Kernkraft nach Auslaufen des Streckbetriebs der drei verbliebenen Anlagen ihren Anteil auf eine marginale Restgröße. Die Steinkohle verminderte ihren Anteil am Energiemix um knapp einen Prozentpunkt und die Braunkohle um 1,5 Prozentpunkte. Leichte Anteilserhöhungen gab es dagegen beim Mineralöl und beim Erdgas mit jeweils 0,9 Prozentpunkten. Mit knapp zwei Prozentpunkten konnten die erneuerbaren Energien ihren Beitrag zum Energiemix am stärksten ausweiten.

Rückgang der Co2-Emissionen

Die energiebedingten CO2 -Emissionen nahmen nach Schätzung der AG Energiebilanzen 2023 infolge des gesunkenen Gesamtverbrauchs insbesondere bei den fossilen Energieträgern um gut 10 Prozent ab. Dies entspricht einer Reduktion in der Größenordnung von 66 Millionen Tonnen (Mio. t).

Quelle: https://ag-energiebilanzen.de/energieverbrauch-ist-2023-kraeftig-gesunken/

Einzelhandel

Der Einzelhandel in Deutschland hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,3 % weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,3 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Das erste vorliegende reale Jahresergebnis liegt damit leicht unter der am 5. Januar 2024 veröffentlichten Schätzung. Im Vergleich zu 2021, als der bisher höchste Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 erzielt wurde, sank der reale Jahresumsatz 2023 um 3,9 %. Während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hatte der deutsche Einzelhandel, unter anderem getragen durch den Internet- und Versandhandel, einen hohen realen Umsatzzuwachs von 4,8 % erzielt, 2021 war der Umsatz nochmals um real 0,6 % gestiegen. Dagegen war die reale Umsatzentwicklung 2022 (-0,7 %) und 2023 (-3,3 %) rückläufig. Damit lag der reale Jahresumsatz im Einzelhandel 2023 noch 1,3 % über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_041_45212.html

Entwicklung der Hartensteiner Kommunal GmbH im abgelaufenen Wirtschaftsjahr

Darstellung der Lage

Die Erträge der einzelnen Betriebsteile mit den direkt zuordenbaren Aufwendungen ergeben sich aus folgender Tabelle:

Burganlage

lfd. Geschäftsjahr Vorjahr
Pachteinnahmen 19093 25432
Afa Gebäude -20934 -20934
Afa Außenanlagen -3898 -3898
Afa Ausstattung -4638 -5313
Pacht Gemeinde -6000 -6000
Ergebnis -16377 -10713

Biomassekraftwerk

lfd. Geschäftsjahr Vorjahr
Einnahmen 49287 79730
Einkauf -20672 -32572
Afa -27627 -60204
Ergebnis 988 -13046

Photovoltaikanlage

lfd. Geschäftsjahr Vorjahr
Einnahmen 12696 19581
Afa -5500 -5500
Ergebnis 7196 14081

Dorfladen

lfd. Geschäftsjahr Vorjahr
Umsätze 644922 583547
Wareneinkauf -590522 -574979
Gehälter -184619 -178410
Miete -10008 -10008
Ergebnis -140227 -179850

Finanzlage

Die Finanzlage stellt sich wie folgt da

Guthaben

lfd Geschäftsjahr Vorjahr
Forderungen Lieferungen/Leistungen 58382,22 59328,17
Sonstige Vermögensgegenstände 56701,79 62315,68
Kassenbestand 4409,92 5648,15
Bankguthaben 43324,57 6416,25
Termingeldkonto 5014,81 5012,87
Heizkraftwerk Guthabenkonto 6031,05 7967,32
Photovoltaik Guthabenkonto 3925,68 2273,44
Dorfladen Guthabenkonto 203242,89 2782,01
Termingeld 50000,00 50000,00
431032,93 201743,89

Verbindlichkeiten

lfd Geschäftsjahr Vorjahr
Lieferungen und Leistungen 235106,33 170678,05
Sonstige Verbindlichkeiten 2806954,69 2775382,16
3042061,02 2946060,22

Zur Deckung des zukünftigen Finanzbedarfs, insbesondere für wesentliche geplante Investitionen, wurden in den vergangenen Jahren Zuschüsse der Gesellschafterin zur Verfügung gestellt, soweit die Zahlungsverpflichtungen nicht aus eignen Mitteln erfüllt werden können Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Risiken

Zukünftige Entwicklung

Burganlage

Die Höhe der Pachteinnahmen hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert, da in den Vorjahren ein Pachtzuschlag von 200 Euro monatlich enthalten war, der aber vertraglich ausgelaufen ist. Die Afa ist nur geringfügig weniger, die zu zahlende Pacht an die Gemeinde gegenüber dem Vorjahr gleichgeblieben. Eine positive Prognose kann derzeit nicht gestellt werden, da der Leerstand des Rittermuseums und der Kemenate negativ zu Buche schlägt. Derzeit werden Nutzungsmöglichkeiten gesucht.

Biomassekraftwerk und Photovoltaikanlage

Im Bereich Energieerzeugung ist auf Grund der Preisbindung bei der Stromeinspeisung für das kommende Jahr keine große Veränderung zu erwarten. Im Bereich Wärmeerzeugung kam es zu einem Umsatzeinbruch von etwas über 38 Prozent, was zum größten Teil an den von der Regierung geforderten Gutschriften für die Kunden nach EWSG liegt. Die Frist zur Beantragung der Erstattung durch die Regierung wurde leider versäumt. Positiv zu vermerken ist ein Rückgang der Afa im Jahr 2023 um 32737 Euro, dies führt kurzfristig zu einem geringen positiven Ergebnis. Dem gegenüber steht jedoch der Austausch aller Wärmemengenzähler in naher Zukunft. Hier ist mit einem Investitionsvolumen von € 45.000,00 zu rechnen. Eine Kostenanalyse wurde durchgeführt, die Megawattstunde kostet nun statt bisher 79 € ab 01.01.2025 95 €, was zu einem Umsatzplus von 20,25 % führt und ein wesentlicher Faktor zur künftigen Kostendeckung ist.

Dorfladen

Der Dorfladen konnte erneut ein Umsatzplus von etwas über 10 % erzielen, gleichzeitig ist der Wareneinkauf nur um 2,7 % gestiegen. Die Personalkosten verzeichnen ein leichtes Plus. Geeignete Maßnahmen sind nun im Jahr 2024 angelaufen. So ist eine deutliche Sortimentsreduzierung, jahreszeitliche Aktionen und eine Analyse, welche Lebensmittel zu häufig reduziert verkauft oder gar vernichtet werden müssen, geplant bzw. werden schon umgesetzt, es zeigen sich erste positive Ergebnisse in 2024.

Ferner wird derzeit geprüft, ob für den Laden nicht ein sogenanntes 24/7 Konzept in Frage kommt. Dies hätte eine deutliche Reduzierung der Öffnungszeiten, an denen Personal vor Ort ist, zufolge. Dementsprechend könnte Personal erheblich eingespart werden.

Insgesamt ist jedoch hier anzumerken, dass der Laden sehr gut von der Bevölkerung angenommen wird und eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur Hartensteins darstellt.

Chancen

Wir erkennen im Bereich Nahversorgung eine größere Nachfrage, die im Augenblick im Gemeindegebiet Hartenstein nicht durch andere Anbieter erfüllt wird. Bei einem ausreichend großem Einzugsgebiet und einem breit gefächerten Angebot von sowohl günstigem wie auch regionalem Warenbestand besteht die Chance auf eine erfolgreiche Kundenwerbung. Wir sehen aufgrund von langfristig möglichen höheren Umsätzen im Dorfladen die Chance auf einen annähernd kostendeckenden Umsatz.

Risiken

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Grundsätzliche Ertragsrisiken sehen wir in konjunkturellen Einflüssen und im Kaufverhalten der Kunden sowie in der Preispolitik des Wettbewerbs, insbesondere im Bereich Wareneinkauf. Angesichts dessen lässt sich eine künftige Beeinträchtigung der operativen Ergebnissituation, insbesondere in dem Bereich Lebensmittelnahversorgung, nicht ausschließen. Wir rechnen mit Verlusten im Bereich Abschreibung auf Warenbestände und auch mit gestiegenen Personalkosten nach Neueinstellungen.

Der Liquiditätsbedarf der Hartensteiner Kommunal GmbH kann bei Investitionen und der Begleichung von laufenden Kosten aufgrund der negativen Ertragslage nicht durch den Cash-Flow gedeckt werden. Der Gesellschafter gewährt Liquiditätszuschüsse, diese sind ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das Darlehen des Gesellschafters ist mit einer Rangrücktrittsvereinbarung verbunden. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Gemeinde weiterhin im Rahmen von Zuschüssen und Darlehen die notwendigen liquide Mittel bereitstellt.

Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren.

Prognose

Wir gehen davon aus, dass die Umsatzerlöse im Jahr 2024 sich leicht erhöhen werden. Aufgrund des erwarteten höheren Wareneingangsaufwendungen und der höheren Personalaufwendungen wird Geschäftsjahr 2024 eine deutliche Erhöhung des negativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr erwartet. Es ist eine Verschmelzung im Jahr 2025 (rückwirkend 01.01.2025) durch die Gesellschafter geplant. Unter dieser Voraussetzung sind nach unseren Erkenntnissen keine bestandsgefährdenden Risiken gegeben.

 

Hartenstein, den 08.01.2025

B. Vizethum, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.156.128,00 1.219.195,00
I. Sachanlagen 1.156.128,00 1.219.195,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 883.867,00 908.699,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 272.261,00 310.496,00
B. Umlaufvermögen 466.222,33 214.775,19
I. Vorräte 35.484,19 13.031,30
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 200,00 180,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 35.284,19 12.851,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 115.084,01 121.643,85
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58.382,22 59.328,17
2. sonstige Vermögensgegenstände 56.701,79 62.315,68
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 315.654,13 80.100,04
C. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.459.810,69 1.565.191,03
Aktiva 3.082.161,02 2.999.161,22

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 130.000,00 130.000,00
III. Verlustvortrag 1.745.191,03 1.538.974,13
IV. Jahresüberschuss 105.380,34 -206.216,90
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 1.459.810,69 1.565.191,03
B. Rückstellungen 40.100,00 53.101,00
1. sonstige Rückstellungen 40.100,00 53.101,00
C. Verbindlichkeiten 3.042.061,02 2.946.060,22
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 195.095,04 145.455,79
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 195.095,04 145.455,79
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.836.826,62 2.785.728,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 40.011,29 25.222,27
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.796.815,33 2.760.506,43
3. sonstige Verbindlichkeiten 10.139,36 14.875,73
davon aus Steuern 1.228,73 6.385,58
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 10.139,36 14.875,73
Passiva 3.082.161,02 2.999.161,22

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 726.270,38 708.289,77
2. sonstige betriebliche Erträge 346.807,44 104.547,44
3. Materialaufwand 612.119,22 608.335,80
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 611.173,61 607.550,46
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 945,61 785,34
4. Personalaufwand 184.619,40 192.607,37
a) Löhne und Gehälter 147.914,36 159.098,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 36.705,04 33.508,66
5. Abschreibungen 64.183,25 96.920,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 64.183,25 96.920,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 103.650,32 117.661,95
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 888,88
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.007,51 3.528,99
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6,66
10. Ergebnis nach Steuern 105.380,34 -206.216,90
11. Jahresüberschuss 105.380,34 -206.216,90

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Hartensteiner Kommunal GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hartenstein
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Nürnberg
Register-Nr.: HRB 28813

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.232.105,09 348.238,09 24.832,00 883.867,00 908.699,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.210.814,97 1.116,25 939.670,22 39.351,25 272.261,00 310.496,00
Summe Sachanlagen 2.442.920,06 1.116,25 1.287.908,31 64.183,25 1.156.128,00 1.219.195,00
Summe Anlagevermögen 2.442.920,06 1.116,25 1.287.908,31 64.183,25 1.156.128,00 1.219.195,00

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 47.290,78 EUR (Vorjahr: 16.885,85 EUR).

Angaben zu Forderungen gegenüber Geschäftsführer

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Forderung aufgrund eines Treuhandkontos des Geschäftsführers enthalten. Das Konto wird nicht verzinst. Der aktuelle Saldo beträgt 3.565,64 EUR (Vorjahr 789,61 EUR). Die Wertänderung von 2.776,03 EUR beruht auf der Lottoabwicklung.

Angaben zu antizipativen Posten in den sonstigen Vermögensgegenständen

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Umsatzsteuererstattungen für Vorjahre in Höhe von 9.767,21 EUR enthalten.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Bezeichnung EUR
Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten 29.200,00
Urlaubs- und Überstundenrückstellung 10.583,00

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 215.079,05 EUR (Vorjahr: 211.900,54 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 EUR.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 245.245,69 EUR (Vorjahr: 185.553,79 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 2.796.815,33 EUR (Vorjahr: 2.760.506,43 EUR).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 2.836.826,62 EUR (Vorjahr: 2.785.728,70 EUR).

Latente Steuern

Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.835.416 EUR in Bezug auf die Körperschaftsteuer bzw. 1.814.135 EUR in Bezug auf die Gewerbesteuer wurden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern nicht berücksichtigt, da innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist.

Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge zu bilden wurde kein Gebrauch gemacht.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
EUR
Erlöse 0% Kulinario 12.653,31
Erlöse 7% USt Kulinario 506.382,44
Erlöse 7% USt 49.287,14
Erlöse 19% USt Kulinario 121.103,97
Erlöse Heizk 19% USt 0,00
Erlöse 19%Trausaal 1.092,39
Erlöse19%PachtGastro 18.000,00
Erlöse19%MieteMuseum 0,00
Einnahme Photovoltai 12.969,05
Provisionsumsätze 19% USt 4.782,08

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Gesellschafterzuschuss in Höhe von 342.000,00 EUR (Vorjahr 100.000,00 EUR) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 7,00
leitende Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 8,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 3,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 5,00

Name des Geschäftsführers

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Geschäftsführer:

Bernhard Vizethum

ausgeübter Beruf:

Verwaltungsangestellter Vergütungen des Geschäftsführers

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden 9.000,00 EUR gewährt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 9.500,00 EUR.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 105.380,34 EUR.

Auf neue Rechnung werden 105.380,34 EUR vorgetragen.

Überschuldung

Die Gesellschaft weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag i.H.v. EUR 1.459.810,69 aus und ist somit handelsbilanziell überschuldet.

Wegen der handelsbilanziellen Überschuldung wurden folgende Maßnahmen getroffen:

- Abschluss einer qualifizierten Rangrücktrittsvereinbarung mit der Gesellschafterin der Gesellschaft

Auf Grund der Beurteilung der wirtschaftlichen Gesamtsituation und der Zukunftsaussichten der Gesellschaft durch die Geschäftsführung ist diese unter der von ihr angenommenen Prämissen der Auffassung, dass bei planmäßiger Umsetzung des Unternehmenskonzeptes die Fortführung der Gesellschaft überwiegend wahrscheinlich ist und dass die Gesellschaft insbesondere auch ihren aktuellen und in absehbarer Zeit fällig werdenden Zahlungsverpflichtungen voraussichtlich wird nachkommen können. Unter Zugrundelegung einer derartigen positiven Zahlungsfähigkeits- und Fortbestehensprognose und der von der Geschäftsleitung ergriffenen Maßnahmen, besteht nach Auffassung der Geschäftsführung somit keine rechtliche Überschuldung. Eine Prüfung der uns vorgelegten Unterlagen, der Angaben, der Erwartungen und der Schlussfolgerungen der Geschäftsführung war nicht Gegenstand des Auftrags. Auf die Vorschriften der §§ 15a InsO und 64 GmbHG wurde hingewiesen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Aufgrund des Ukrainekonfliktes können sich Auswirkungen auf die Energiepreise ergeben. Die Gesellschaft erwartet keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Rangrücktrittsvereinbarung und Darlehensvereinbarung mit dem Gesellschafter, der Gemeinde Hartenstein, wurde mit Beschluss des Gemeinderates vom 7. März 2024 bis zum 31.12.2025 verlängert.

Zum 01.01.2025 ist eine Verschmelzung der Gesellschaft mit der Gemeinde Hartenstein geplant. Bis zum 31.08.2025 soll rückwirkend auf den 01.01.2025 die Verschmelzung mit der Gemeinde Hartenstein erfolgen.

Weitere berichtspflichtige Vorgänge haben sich nicht ereignet.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hartenstein

Unterschrift

sonstige Berichtsbestandteile

 

Hartenstein, 13.08.2025

gez. Bernhard Vizethum

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.08.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hartensteiner Kommunal GmbH

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Hartensteiner Kommunal GmbH, Hartenstein - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hartensteiner Kommunal GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht beschriebenen Sachverhalts, in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Der Wertansatz der im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter der Bilanzposition Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken ausgewiesenen anderen Bauten und Außenanlagen in Höhe von Euro 883.867,00 ist nicht hinreichend nachgewiesen. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass für diese sogenannten Mietereinbauten eine dauernde Wertminderung vorliegen könnte. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Anhangangabe zur bilanziellen Überschuldung und zur Lageberichtsangabe bezüglich der Finanzlage

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir pflichtgemäß darauf hin, dass der mittel- und langfristige Fortbestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist, die im Anhang unter dem Abschnitt Überschuldung dargestellt sind. Im Lagebericht führt die Gesellschaft in den Angaben zur Finanzlage aus, dass zur Deckung des zukünftigen Finanzbedarfs für wesentliche geplante Investitionen und zur Deckung laufender Kosten Darlehen der Gesellschafterin und Liquiditätszuschüsse zur Verfügung gestellt werden, soweit die Zahlungsverpflichtungen nicht aus eigenen Mitteln erfüllt werden können. Der Fortbestand der Gesellschaft ist von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafterin abhängig.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bayreuth, 23. Juli 2025

UNION AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Daniel Buhl, Wirtschaftsprüfer

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