Steyler Immobilien Invest Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Lobsien seit 13.10.2025 | Prokura |
Christoph Schneider seit 16.4.2024 | Geschäftsführer |
Regine Kron seit 16.4.2024 | Prokura |
Samuel Drempetic seit 13.4.2023 | Prokura |
Stefan Merten seit 13.4.2023 | Prokura |
Jürgen Welzel seit 6.3.2013 | Prokura |
Norbert Wolf seit 1.10.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Steyler Mission Gemeinnützige Gesellschaft für Auswärtige Missionen mbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Steyler Bank GmbHSt. AugustinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Steyler Bank GmbH, Sankt Augustin1. Grundlagen der Bank Als Bank, die im mehrheitlichen Besitz der Steyler Mission - Gemeinnützige Gesellschaft für Auswärtige Missionen mbH ist, versteht sich die Steyler Bank als ein Kreditinstitut, dass auf dem Fundament der christlichen Weltanschauung Bankgeschäft betreibt. Dabei ist die Generierung von vielfältigen Erträgen zur Unterstützung der weltweiten Arbeit der Missionare zentrale Aufgabe, schon seit dem Gründungsjahr 1964. Darüber hinaus ist neben der rein ökonomischen Aufgabenstellung der Bank die Förderung des werteorientierten Umgangs mit Finanzmitteln ein weiterer zentraler Auftrag. Diese wertebasierte Ausrichtung ist die fundamentale Grundlage sowohl im gesamten Handeln der Bank als auch bei der Auswahl von Bankprodukten für unsere Kunden. Die ethisch nachhaltige Ausrichtung der Steyler Bank findet auf mehreren Ebenen statt: In den Eigenanlagen investiert die Bank als Unterzeichner der Prinzipien für verantwortliches Investieren (UN PRI) in Titel von nachhaltigen Emittenten. Im Kundengeschäft berät die Bank in nachhaltigen Geldanlagen, betreut und berät Fonds in ihrer ethisch-nachhaltigen Ausrichtung und innerbetrieblich setzt die Bank eine ganze Reihe von Maßnahmen der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit um. Für alle Fragen rund um das Thema "Ethik und Nachhaltigkeit" gibt es eine eigene Abteilung. Der Ethik-Ausschuss begleitet die Steyler Bank bei ihrer strategischen Weiterentwicklung als ethisch-nachhaltig orientiertes Kreditinstitut. Der Ethik-Anlagerat ist ein beratendes und entscheidendes Organ für die Steyler Bank und die Fonds der Steyler Fondsfamilie "Steyler Fair Invest" in operativen Fragen. Der Erfolg dieser Bemühungen zeigt sich auch in den externen Bewertungen und Zertifizierungen der Produkte der Bank als auch der Bank selbst. 2. Rahmenbedingungen im Jahr 2023 2.1 Wirtschaftliches Umfeld in 2023 Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,7 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,8 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei. Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 1,8 % beziehungsweise 3,0 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 % im Vorjahr auf 2,0 % nach. Die staatliche Schuldenquote, die 2022 noch bei 66,1 % lag, dürfte auf rund 65 % gesunken sein. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %. 2.2 Finanzmärkte im Jahr 2023 Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5 %. Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Das Jahr begann, nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit einer Erholung. In der Folge fielen die Renditen der Staatsanleihen. So belief sich die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe am 02. Februar 2023 auf 2,07 %, nach noch 2,56 % an Neujahr. Die zehnjährige Bundesanleihe erreichte ihre maximale Rendite von 2,97 % am 28. September 2023. Der Euro sank vom 30. August bis zum 13. Oktober von 1,09 auf 1,05 US-Dollar. Da der Israel-Konflikt im weiteren Verlauf des Jahres 2023 aber weitgehend isoliert blieb und die Finanzmärkte zum Jahresende für die Fed bereits deutliche Leitzinssenkungen im Jahr 2024 einpreisten, konnte sich der Euro wieder erholen und mit 1,10 Dollar das Jahr 2023 beschließen. Der DAX stieg vom 01. Januar bis zum 09. März 2023 um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte. Der DAX verlor durch die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank bis zum 17. März 5,5 % seines Kurswertes. Die Krise kulminierte mit der Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS am 19. März, die die Schweizer Behörden zur Abwicklung der erstgenannten Bank organisiert hatte. Dieser Akt konnte die Märkte beruhigen und ermöglichte eine Erholung der Aktienmärkte von dem kurzzeitigen Einbruch. Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wäre. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum Euro Stoxx 50, der 19,2 % zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 und der Nasdaq Composite. Letztere konnten 24,2 beziehungsweise 43,4 % zulegen. 2.3 Die Entwicklung der Bankenbranche in 2023 Die Entwicklung der Rahmenbedingungen im Bankensektor war geprägt durch den rasanten Zinsanstieg, beginnend im Januar 2023. Bedingt durch die geopolitische Weltlage, an vorderster Stelle der Angriffskrieg Russlands gegenüber der Ukraine und den resultierenden Sanktionsmaßnahmen insbesondere der westlichen Welt, forderte die steigende Inflation die Notenbanken in besonderem Maße heraus. Die rasant gestiegenen Leitzinsen brachten den Banken einerseits wieder positive Zinsergebnisse, anderseits aber durch Kursverfall an den Kapitalmärkten erhebliche Abschreibungen bzw. Lasten in den Büchern. Die Lage im Bankensektor bleibt weiterhin sehr volatil. Die zu Beginn 2023 in Schieflage geratenen Banken in den USA und der Schweiz zeigen, wie vulnerable das weltweite Bankensystem trotz verschärfter Anforderungen und Maßnahmen der Aufsichtsbehörden seit 2008 geblieben ist. Die Verunsicherungen der Kunden bezüglich der Sicherheit ihrer Einlagen und die Kurseinbrüche bei den Bankenaktien zeigen, wie schnell negative Effekte sich auf den Bankenbranche auswirken können. 2.4 Die Entwicklung der Steyler Bank Bilanzielle Entwicklung
Der Rückgang der Bilanzsumme ist auf der Aktivseite im Wesentlichen durch einen Rückgang der Wertpapieranlagen um EUR 10,9 Mio. geprägt. Auf der Passivseite resultierte der Rückgang der Bilanzsumme im Wesentlichen aus einem Rückgang der Kundeneinlagen um EUR 7,9 Mio. Der Rückgang der Bilanzsumme entsprach nicht unseren Planungen, welche von einem Wachstum ausgingen. Bei den außerbilanziellen Geschäften handelt es sich überwiegend um unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von EUR 4,9 Mio. Der Rückgang des Bürgschaftsvolumens resultiert vorwiegend aus einem ausgelaufenen Aval in Höhe von EUR 2,0 Mio., welches an einen Kunden aus dem Ordensumfeld im Rahmen eines größeren Bauprojektes vergeben worden war.
Die Forderungen an Kreditinstitute gingen zum Jahresende 2023 gegenüber dem Jahresultimo 2022 um EUR 2,6 Mio. bzw. 29,4 % zurück. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt auf den Bilanzstichtag 2,8 %, nach 3,8 % im Vorjahr. Der Bestand dient der Liquiditätssteuerung. Die Forderungen an Kunden stiegen von EUR 89,4 Mio. auf EUR 91,2 Mio. und damit um EUR 1,1 Mio. bzw. 1,2 %. Der Anteil der Kundenforderungen am Bilanzvolumen beträgt 40,0 % nach 38,1 % im Vorjahr. Das Wachstum des Kundenkreditgeschäftes hat unsere Planannahme von ca. 20,78% verfehlt. Anmerkungsbedürftig ist allerdings, dass in den Kundenforderungen des Jahres 2022 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 3 Mio. enthalten war, welches im Jahr 2023 fällig wurde. Das um diesen Betrag bereinigte Kreditwachstum beträgt 4,75%. Die für das Wachstum der Kundenkredite benötigten Mittel wurden insbesondere über einen Abbau der Wertpapiere um EUR 10,9 Mio. bzw. 8,7 % bereitgestellt. Der Gesamtbestand an Wertpapieranlagen beträgt zum 31.12.2023 EUR 114,2, nach EUR 125,1 Mio. im Vorjahr. Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren verringerte sich überwiegend aufgrund von Tilgung bzw. Rückzahlungen um EUR 17,7 Mio. (-22,3 %) von EUR 79,5 Mio. auf EUR 61,8 Mio. Diese Anlagen sind vollständig dem Anlagevermögen zugeordnet. Der Bestand an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich von EUR 45,6 Mio. auf EUR 52,4 Mio. Dies resultiert aus der Zuteilung neuer Immobilienfondsanteile. Zum Jahresende ist die Steyler Bank nach Buchwerten mit EUR 34,4 Mio. in Rentenfonds investiert. Auf Immobilienfonds entfallen EUR 18,4 Mio. Der Anteil der Wertpapiere am Bilanzvolumen beträgt 50,1 % nach 53,2 % im Vorjahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen überwiegend aus zweckgebundenen Mitteln für Weiterleitungskredite. Diese sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 80 bzw. 3,2 % gestiegen. Die Kundengelder sind gegenüber dem Jahresende 2022 um EUR 7,2 Mio. bzw. 3,4 % gesunken, was insbesondere aus einem Rückgang der täglich fälligen Einlagen um EUR 8,8 Mio. bzw. 9.7 % resultiert. Hierbei handelt es sich überwiegend um Liquiditätsabflüsse. Der Rückgang der Kundeneinlagen blieb hinter dem geplanten Wachstum von ca. 1% zurück. Der Anteil der Kundengelder an der Bilanzsumme ist gegenüber Jahresende 2022 von 89,7 % auf 89,1 % gesunken. Dienstleistungen
Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 75 bzw. 2,7 % gestiegen. Die Vermittlungserträge sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 28 bzw. 5,3 % gesunken. Der Rückgang der Vermittlungserträge resultiert insbesondere aus den Unsicherheiten an den Immobilienmärkten, welche sich negativ auf Kreditvermittlung auswirkten. Das Wachstum der Dienstleistungs-/Provisionserträge lag unter unseren Planannahmen, welche von einem Wachstum ausgingen und zu einem Wachstum des Provisionsüberschusses von ca. 14 % führen sollten. Personal- und Sozialbereich Während des Geschäftsjahres 2023 waren im Durchschnitt (Ermittlung nach §§ 267 und 285 HGB) 20 Mitarbeiterinnen und 22 Mitarbeiter beschäftigt, insgesamt also 42 Mitarbeiter (im Vorjahr 39 Mitarbeiter). Zum Stichtag 31.12.2023 beschäftigte die Steyler Bank 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Teilzeit. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt bei 11,27 Jahren. Bei Kündigung seitens der Mitarbeiter wird - mit Blick auf die Kostenkonsolidierung - in jedem Einzelfall geprüft, ob eine Stelle neu besetzt wird. Die fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird überwiegend durch externe Angebote aus dem genossenschaftlichen Umfeld abgedeckt. Finanzielle Leistungsindikatoren Bedeutsame finanzielle Leitungsindikatoren sind für die Bank das Zinsergebnis, das Provisionsergebnis sowie der Jahresüberschuss. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sehen wir die Beratungsqualität im Kredit- und Wertpapiergeschäft an, da diese einen erheblichen Einfluss auf die Kundenzufriedenheit und die Wahrnehmung der Bank in den Zielgruppen hat. Diese messen wir im Rahmen des Beschwerdemanagements sowohl über die Anzahl von Beschwerden zur Kreditberatung und -bearbeitung sowie über die Anzahl der Beschwerden im Wertpapiergeschäft, die aufgrund von Beratungs- und Bearbeitungsfehlern zu einer Meldung an die Aufsicht geführt haben. Im Kreditgeschäft kam es im Geschäftsjahr zu keinem Beschwerdevorgang. Im Wertpapiergeschäft lag im Geschäftsjahr, trotz der umfangreichen Beratungsaktivitäten, lediglich ein meldepflichtiger Vorgang vor (vier Meldungen im Vorjahr). Da eine hohe Kundenzufriedenheit ein Eckpfeiler unseres Wertpapiergeschäftes darstellt, streben wir stets eine möglichst geringe Anzahl an Kundenbeschwerden an. Diese Zielsetzung sehen wir somit als erfüllt an. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Vermögenslage Eigenmittel Das bilanzielle Eigenkapital, die aufsichtsrechtliche Eigenmittelausstattung und die Kapitalquoten haben sich wie folgt entwickelt:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds
für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).
Die harten Kapitalanforderungen nach Art. 92 CRR und §10 KWG summieren sich auf 14,7% und werden somit zum Stichtag eingehalten. Die Gesamtkapitalanforderungen (inkl. Eigenmittelempfehlung) belaufen sich zum 31.12.2023 auf 16,8% und wurden somit auch eingehalten. Die Bank hat zum 27.12.2023 einen Anhörungsbogen für eine Erhöhung der SREP-Anforderung von 2% auf 3% erhalten. Der finale Bescheid wurde allerdings erst zum 15.02.2024 übermittelt. Kundenforderungen Das Kreditgeschäft der Steyler Bank besteht zu ca. 97 % aus grundpfandrechtlich besicherten Krediten. Die Besicherungsstruktur des Kreditgeschäftes der Steyler Bank blieb damit gegenüber den Vorjahren weiterhin weitgehend unverändert. Auftrieb im Kreditgeschäft ergab sich aus dem weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit einer Kreditvermittlungsplattform. Gerade hier lässt sich der immer stärker werdende Trend der Digitalisierung im Bankgeschäft spüren. Das Neugeschäft verteilte sich im Geschäftsjahr 2023 mit ca. 78 % auf das Plattformgeschäft bzw. Vermittlungsgeschäfte. Das restliche Neugeschäft wurden im direkten Kundenkontakt erzielt. Die Forderungen an Kunden entfallen mit ca. 83 % auf Privatpersonen. Wertpapieranlagen Den verbleibenden Liquiditätsüberhang aus Kundengeldern der Refinanzierungsseite und den Investitionen im Kundenkreditgeschäft legt die Steyler Bank auf dem Geld- und Kapitalmarkt unter Beachtung der Grund-sätze Liquidität, Rentabilität und Sicherheit an. Hierunter versteht die Bank die Berücksichtigung der regulatorischen Anforderungen an das Liquiditätsmanagement von Banken sowie der bankeigenen Anlagegrundsätze, welche eine Fokussierung auf Geld- und Kapitalanlagen im Investmentgrade-Bereich vorsehen. Neben diesen Kriterien zählen bei der Steyler Bank auch Kriterien über das nachhaltige Verhalten der Emittenten in Bezug auf soziale, kulturelle und ökologische Aspekte bei der Auswahl der Assets. Auf diese Weise sollen die Investitionen von freier Liquidität nur in nachhaltig vertretbaren Werten erfolgen. Derivategeschäft Die Steyler Bank geht keine derivativen Geschäfte zur Generierung von kurzfristigen Erträgen ein. Die im Bestand befindlichen Derivate in Form von Zinsswaps dienen der Steuerung des Zinsänderungsrisikos. Sie sollen das Marktpreisrisiko über die gesamte Laufzeit bestimmter Transaktionen oder Laufzeitbänder begrenzen. Derivatgeschäfte im Kundeninteresse wurden nicht abgeschlossen. Sicherungseinrichtung Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i.V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG ist die Bank der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH, Berlin, zugeordnet und wirkt zudem an der freiwilligen Einlagensicherung des Bundesverbands deutscher Banken e.V. (BDB), Berlin, mit. 3.2 Finanz- und Liquiditätslage Wesentliche Kennzahlen Die Zahlungsfähigkeit der Steyler Bank war im Berichtsjahr stets gegeben. Es war stets ausreichend Liquidität vorhanden, um den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Refinanzierungsmöglichkeiten bestanden durch verpfändete Wertpapiere bei der Bundesbank in Höhe von EUR 14,0 Mio. Diese wurden nicht in Anspruch genommen. Die LCR (Liquidity Coverage Ratio) und die NSFR (Net Stable Funding Ratio) wurden zum Jahresschluss mit 428,8 % bzw. 160,7 % übererfüllt und lagen auch im Jahresverlauf stets deutlich über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Die Vorjahreseinschätzung zur Entwicklung der Liquidität und Finanzlage ist eingetreten. 3.3 Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Steyler Bank haben sich wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2
zuzüglich GuV-Posten 3
2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6
3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12
4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16
Der Zinsüberschuss (der auch die laufenden Erträge aus den Fondsanlagen enthält) ist um TEUR 1.361 oder 73,4 % gestiegen. Ohne die im Geschäftsjahr gestiegen Erträge aus Fondsanlagen beträgt das Wachstum TEUR 865 bzw. 60,7%. Das Wachstum des Zinsüberschuss entwickelte sich somit deutlich besser als unsere ursprünglich Planannahme, welche von ca. 38 % ausging. Treiber dieser Entwicklung war der starke Anstieg des Markzinsniveaus im Jahr 2023. Der Provisionsüberschuss ist um TEUR 286 oder 9,0 % gestiegen, während die Planzahlen von einem Wachstum in Höhe von ca. 14 % ausgingen. Die Zielverfehlung resultiert aus Belastungen im Fondsvertrieb, welche aus den Unsicherheiten an den Geld- und Kapitalmärkten im Geschäftsjahr resultierten. Die Verwaltungsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 610 oder 12,2 % erhöht. Der größte Anteil entfällt hierbei auf die anderen Personalaufwendungen, welche gegenüber dem Vorjahr um TEUR 379 oder 12,6 % deutlich gestiegen sind. Dies ist insbesondere auf Neueinstellung und notwendige Gehaltsanpassungen zurückzuführen. Die Planungen gingen von einem nahezu konstanten Veraltungsaufwand aus. Somit wurde das Jahr 2023 mit einem Ergebnis vor Bewertung von TEUR 1.112 nach TEUR 286 im Jahr 2022 abgeschlossen. Das Wachstum war stärker als ursprünglich geplant. Die Planzahlen gingen hier von einem Ergebnis vor Bewertung in Höhe von ca. TEUR 908 aus. Das Bewertungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr mit einem Wert von TEUR 757 auf TEUR -170 verschlechtert. Das Vorjahr war hier von einem Einmaleffekt geprägt, welcher aus der Auflösung einer Reserve nach § 340 f HGB in Höhe von TEUR 900 resultierte. Der Gesamtbeitrag der Eigenanlagen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR -159 auf TEUR -118 verbessert. Die Entwicklung des Bewertungsergebnisses entsprach unserer Planungsannahme, welche ebenfalls von einem deutlichen Rückgang ausging. Insgesamt ergibt sich somit ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 942 nach TEUR 1.043 im Vorjahr. Nach Abzug des Steueraufwandes in Höhe von 260 TEUR verbleibt ein Jahresergebnis von TEUR 703. Unsere Planungen gingen ebenfalls von einer deutlichen Verbesserung aus. Hiermit sind wir sehr zufrieden. Die Aufwand-Ertrag-Relation, als Verhältnis zwischen Zins- und Provisionsüberschuss sowie laufenden Erträgen zu Personalkosten, anderen Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen auf Sachanlagen beträgt für das Geschäftsjahr 2023 86,1 % nach 101,9 % im Vorjahr. Die Planung ging von einem Wert in Höhe von ca. 85,6 % aus. Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,43 % (Vorjahr 0,11 %). 3.4 Zusammenfassende Beurteilung Die harten Kapitalanforderungen nach Art. 92 CRR und §10 KWG werden somit zum Stichtag eingehalten. Sowohl die sog. LCR (Liquidity Coverage Ratio), als auch die NSFR wurden zum Jahresschluss übererfüllt und lagen auch im Jahresverlauf stets deutlich über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Das Wachstum des Kundenkreditgeschäftes hat unsere Planannahme von ca. 20,78% verfehlt. Der Rückgang der Kundeneinlagen blieb hinter dem geplanten Wachstum von ca. 1% zurück. Der Zinsüberschuss (der auch die laufenden Erträge aus den Fondsanlagen enthält) ist um TEUR 1.361 oder 73,4 % gestiegen. Das Wachstum des Zinsüberschusses entwickelte sich somit deutlich besser als unsere ursprünglich Planannahme, welche von ca. 38 % ausging. Derivative Geschäfte im Kundeninteresse wurden nicht abgeschlossen. Bestehende Derivate dienen ausschließlich der Steuerung des Zinsänderungsrisikos der Bank. Der Provisionsüberschuss ist um TEUR 286 oder 9,0 % gestiegen, während die Planzahlen von einem Wachstum in Höhe von ca. 14 % ausgingen. Die Verwaltungsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 589 oder 11,8 % erhöht. Die Planungen gingen von einem nahezu konstanten Veraltungsaufwand aus. Somit wurde das Jahr 2023 mit einem Ergebnis vor Bewertung von TEUR 1.133 nach TEUR 286 im Jahr 2022 abgeschlossen. Das Wachstum war stärker als ursprünglich geplant. Das Bewertungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr mit einem Wert von TEUR 757 auf TEUR -170 verschlechtert. Die Entwicklung des Bewertungsergebnisses entsprach unserer Planungsannahme, welche ebenfalls von einem deutlichen Rückgang ausging. Insgesamt ergibt sich somit ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 942 nach TEUR 1.043 im Vorjahr. Unsere Planungen gingen ebenfalls von einer deutlichen Verbesserung des Jahresüberschusses aus. Hiermit sind wir sehr zufrieden. Die verbesserte Aufwand-Ertrag-Relation entsprach, aufgrund der zuvor beschriebenen Aspekte, unseren Erwartungen. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 4.1 Allgemeine Erläuterungen Unsere im Unternehmenshandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und besteht aus Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten. Diese Teilstrategien vorwiegend aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleitet. Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt. Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 3 Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR Control sowie selbstentwickelter Excel-Tools ermittelt. Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft. Das von uns verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategie(über)prüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf. Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können. Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie. Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive). Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die harten Mindestkapitalanforderungen sowie die weichen Kapitalanforderungen in Form der Eigenmittelzielkennziffer. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der weichen Kapitalquoten bewirkt. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 3 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen in einem adversen Szenario berücksichtigt. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertnah ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Ausgangspunkt bei der barwertnahen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist eine indirekte Berechnung, die auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtlichen Kapitalgrößen aufsetzt und diese Werte um stille Lasten und Reserven aus ökonomischer Sicht korrigiert. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen. Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv. Im Rahmen der Risikomessung kommen folgende Messmethoden zur Anwendung:
Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts. In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindestüberlebenshorizont von 12 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten. Die Bank führt vierteljährlich Stresstests für alle wesentlichen Risikopositionen durch. Stresstests simulieren ungewöhnliche, aber denkbare Ereignisse, die Einfluss auf die Risikopositionen der Bank haben können. Die Ergebnisse der Stresstests werden bei der Beurteilung der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Ferner werden hieraus Erkenntnisse zur Verbesserung der Risikomanagement-Aktivitäten gewonnen. Ein inverser Stresstest wird rein qualitativ ebenfalls jährlich erstellt und dokumentiert. Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert. Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk. 4.2 Adressausfallrisiken Unter Adressenausfallrisiken im Kundenkreditgeschäft versteht die Bank den teilweisen oder vollständigen Ausfall von Zins- und Tilgungsleistungen im Kreditgeschäft. Unter Adressenausfallrisiken bei Eigengeschäften subsumiert die Bank die Gefahr, dass Verluste aufgrund des Ausfalls von Emittenten bzw. Kontrahenten oder der Migration in andere Ratingklassen oder der adressbezogenen Spreadveränderungen entstehen. Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Das Kreditgeschäft der Bank in Bezug auf die illiquiden Adressausfallrisiken beschränkt sich - wie in den Vorjahren - im Wesentlichen auf die Gewährung von Darlehen, die zu ca. 97 % grundpfandrechtlich gesichert sind. Die bonitätsmäßige Beurteilung der Darlehensnehmer erfolgt nach banküblichen Kriterien. Anhand der eingereichten Unterlagen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen wird eine Bonitätsanalyse durchgeführt. Daneben werden die hereingenommenen Sicherheiten auf ihre nachhaltige Werthaltigkeit geprüft. Eine Risikovorsorge für akute Risiken wird auf der Basis des Exposures zum Zeitpunkt der Bewertung und unter der Berücksichtigung kaufmännischer Grundsätze gebildet. Erkenntnisse bzgl. Erlöse aus der Abwicklung von Kreditengagements sowie der zugehörigen historischen Werte der Kreditsicherheiten berücksichtigt die Bank bei der Steuerung des Ausfallrisikos. Die Kreditentscheidungen werden entsprechend der MaRisk im risikorelevanten Kreditgeschäft auf Basis der Voten der Markt- und der Marktfolgeseite im Vier-Augen-Prinzip getroffen. Dabei kommen Kompetenzen auf verschiedenen Entscheidungsstufen zum Tragen, wobei ab bestimmter Kompetenzgrenzen auch die Zustimmung des Risiko- und Prüfungsausschusses einzuholen ist. Durch die Geschäftsführung erfolgt quartalsmäßig eine Überwachung des Kreditgeschäftes in Bezug auf dessen Risikostrukturen, die Besicherung und Blankoanteile im Rahmen des entsprechenden Geschäfts- und Risikoberichts. Darüber hinaus erfolgt eine monatliche Überwachung der Kreditrisiken seitens der Marktfolge Aktiv. Mit einem Anteil von 83,7 % (Risikovolumen) handelt es sich um kleinteiliges Geschäft mit einer Größenordnung von bis TEUR 500. Die Innenrevision prüft das Kreditgeschäft sowohl in Form von Engagementprüfungen als auch einer Prüfung der Organisation des Kreditgeschäftes. Bei den Eigenanlagen in Schuldverschreibungen, anderen festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien handelt es sich mit einem Anteil von 98,9 % nahezu vollständig um Emittenten, die ein Rating in der Bewertung durch die führenden Ratingagenturen von mindestens BBB ausweisen.
Um das Risiko im Bereich der Emittenten- und Kontrahentenrisiken zu überwachen bzw. zu minimieren, wurden sowohl die organisatorischen Durchführungs- und Überwachungsabläufe von Handelsgeschäften als auch Kreditrahmen auf der Basis von Vermögensklassen sowie Bonitätsratings im Rahmen eines umfassenden Limitsystems definiert. Dieses Limitsystem wurde vom Risiko- und Prüfungsausschuss - als Entscheidungsorgan - genehmigt und wird jährlich überprüft. Um das Adressrisiko zu quantifizieren und der Risikodeckungsmasse gegenüberstellen zu können, wird das Adressrisiko in liquide (aus Eigenanlagen) und illiquide (aus Forderungen gegenüber Kunden) eingeteilt. Bei den liquiden Adressrisiken wird das risikoadjustierte Volumen auf der Basis des genossenschaftlichen Systems (KPM-EG) zur Quantifizierung der Risiken im Eigengeschäft gemessen. Dieses barwertbasierte Modell quantifiziert zusätzlich zu den Verlusten aus Bonitätsverschlechterungen (Migrationen) sowie möglichen Ausfällen der Emittenten auch die erwarteten und unerwarteten Verluste aus Spreadveränderungen. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Korrelationen für Migrations- und Spreadrisiken, LGD-Quoten (Loss-Given-Default), Migrationsmatrizen, Credit Spreads sowie Spreadverteilungen aufweisen. Im Risikoszenario wird zur Quantifizierung der Adressenausfallrisiken ein Monte-Carlo-Simulationsmodell mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einer Haltedauer von 250 Tagen genutzt. Bei den illiquiden Adressrisiken erfolgt die Quantifizierung über das genossenschaftliche System KPM-KG. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Neben den erwarteten Verlusten ermittelt die Bank für die illiquiden Adressenausrisiken auf Gesamtportfolioebene den "Unerwarteten Verlust" (Unexpected Loss; Credit Value at Risk = CVaR) mittels eines Kreditportfoliomodells, der neben den bonitätsbezogenen Ausfallwahrscheinlichkeiten die Granularität des Kreditportfolios, insbesondere die Größenstruktur der ungesicherten Kundenzusagen (bezogen auf das Risikovolumen) sowie die bankindividuelle Branchen- und Ratingklassenverteilung, berücksichtigt. Länderrisiken liegen nahezu ausschließlich über die unterschiedlichen Herkunftsländer der Emittenten bei den Wertpapieren der Eigenanlagen vor. Die Länder Deutschland und Spanien besitzen mit 275 % sowie 17,8 % die größten Volumenanteile innerhalb der Eigenanlagen. Auf den europäischen Wirtschaftsraum entfallen 82,6 % der Wertpapieranlagen. 4.3 Marktpreisrisiken Das Marktpreisrisiko setzt sich bei der Steyler Bank im Wesentlichen zusammen aus dem Zinsänderungsrisiko (Zinsspannenrisiko und zinsinduzierte Kursänderungsrisiken) aus dem klassischen Zinsgeschäft sowie dem Preisrisiko aus den Investments in Fondsanlagen. 4.5.1 Zinsänderungsrisiko Für die Beurteilung des strategischen Zinsbuches wird das Barwertkonzept eingesetzt. Für die wesentlichen variablen Positionen hat die Bank Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte ermittelt. Die Risiken werden nach der Veränderung des Barwertes des Zinsbuches mit dem Value at Risk Ansatz gemessen. Der Value-at-Risk für das strategische Zinsbuch basiert auf einer historischen Simulation. Risiken aus impliziten Optionen sind unwesentlich. Die Bank hat 100 % ihrer Wertpapiere dem Anlagebuch zugeordnet. Eine Bewertung des Wertpapierbestandes erfolgt monatlich; über die Höhe der Kurswertreserven, der stillen Lasten sowie des Abschreibungsbedarfs wird die Geschäftsleitung fortlaufend unterrichtet. Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv-Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 (n.F.) verlustfrei bewertet. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum Bilanzstichtag war keine Rückstellung zu bilden. 4.5.2 Fondsrisiko Die Steyler Bank hält die Fonds der Fondsfamilie "Steyler Fair Invest" im eigenen Bestand sowie fremde Immobilienfonds. Die Anteile am Rentenfonds "Steyler Fair Invest - Bonds" werden nach dem Transparenzprinzip zerlegt und entsprechend mit ihren Einzelbestandteilen in der Risikomessung berücksichtigt. Die Risikomessung erfolgt konsistent zu den direkt gehaltenen Wertpapieren in "Zinsmanagement". Zur Messung des Immobilienrisikos werden die bestehenden Immobilienfonds vollständig durchgeschaut und in ihre einzelnen Immobilien zerlegt. Diese werden in einem nächsten Schritt nach Regionen und Gattungen zusammengefasst, welche dann mit passenden Zeitreihen versehen werden. Das Immobilienrisiko misst die Steyler Bank auf der Basis eines Value-at-Risk mit Konfidenzniveau von 99,9 % sowie eine Haltedauer von 250 Tagen, welcher auf der Basis einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt wird. Die Auswertung erfolgt in Verbindung mit den anderen Risiken im Rahmen des Limitsystems. 4.5.3 Währungsrisiko Die Bank geht für das eigene Buch aktiv keine Fremdwährungsgeschäfte ein. Im Kundengeschäft werden alle Geschäfte über Partnerbanken geschlossen. Offene Währungspositionen sind gemäß Limitierung auf max. TEUR 50 in der Gesamtsumme begrenzt. Fremdwährungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus den Fondspositionen der Bank und werden auf der Basis einer Durchschau sämtlicher Aktivpositionen zu einem Value-at-Risk je Währung mit Konfidenzniveau von 99,9 % sowie eine Haltedauer von 250 Tagen zusammengeführt. Die Datenbasis bilden hier jeweils die Schwankungsbreiten der einzelnen Währungen in der Vergangenheit. Für die Darstellung im Limitsystem werden die einzelnen VaR zu einer Gesamtkennzahl addiert. 4.6 Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können. Die wichtigste und bedeutendste Refinanzierungsquelle der Bank sind die Kundeneinlagen in Form von Sicht-, Spar- und Termineinlagen. Refinanzierungen über die Deutsche Bundesbank oder Kreditinstitute werden nur in Ausnahmefällen in Anspruch genommen. Unplanmäßige Entwicklungen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Liquiditätslage haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben. Für solche Fälle stehen uns die marktüblichen Finanzinstrumente zur Verfügung. Es besteht ferner ein Liquiditätsnotfallplan, welcher im Berichtsjahr nicht ausgelöst wurde. 4.7 Operationelle Risiken Die Bank hat sich auch auf operationelle Risiken (z.B. Reputationsrisiken, Versagen bankinterner Systeme, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, menschliche Fehler, Systemausfälle sowie allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen. Das innerbetriebliche Überwachungssystem der Bank trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und, so weit wie möglich, zu begrenzen. Es bestehen Rechtsrisiken unter anderem in Form von Beratungsrisiken und bei der Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Die Datenverarbeitung inklusive des gesamten Rechnungswesens wird unverändert von der Atruvia AG, Frankfurt/Main, wahrgenommen. Die Nutzung dieses Systems durch die Mitarbeiter der Bank wird über ein EDV-technisches Kompetenzsystem gesteuert, sodass sensible Vorgänge nach dem Vier-Augen-Prinzip durchgeführt werden. Die Datensicherung erfolgt täglich zentral durch die Atruvia AG. Nennenswerte Ausfälle der Produktivsysteme sind im Jahr 2023 nicht vorgekommen. Die Innenrevision überprüft kontinuierlich die Bearbeitungsprozesse auf ihre Ordnungsmäßigkeit. Versicherbare Gefahrenpotentiale hat die Bank i. d. R. durch Versicherungsverträge abgeschirmt. Aufgrund der Komplexität der IT-Systeme werden diese nicht durch die hauseigene Interne Revision geprüft. Hier bedienen wir uns eines externen Dienstleisters im Rahmen einer Personalgestellung. Die Bank führt eine Schadensfalldatenbank, um eine Bewertung dieses Risikos durch Aufbau von Zeitreihen vornehmen zu können. Die aufgetretenen Schadensfälle waren mit einer Gesamtsumme von TEUR 42 deutlich kleiner als 1 % des haftenden Eigenkapitals. Haftungsrisiken werden, soweit wie möglich, durch standardisierte branchenübliche Verträge und - im Einzelfall - durch die Einschaltung einer Rechtsberatung begrenzt. Das Reputationsrisiko, das durch Fehlverhalten und falsche Entscheidungen mit Blick auf die Nachhaltigkeit entstehen kann, wird durch die Implementierung der Abteilung "Ethik und Nachhaltigkeit", die Expertenbegleitung des externen "Ethik-Ausschusses", der zweimal jährlich tagt, sowie der Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeitsratingagentur "ISS ESG" von der Geschäftsleitung beobachtet. Zur Reduktion der Komplexität der Berechnungen ermitteln wir das operationelle Risiko auf der Basis der regulatorischen Eigenmittelanforderungen. 4.8 Zusammenfassende Risikoeinschätzung Die quantifizierten Risiken werden in einem Limitsystem zusammengeführt und der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt. Das Gesamtbank-Risikolimit wurde zum 30.09.2023 vorübergehend überschritten. Aufgrund einer Neuverteilung der Risikodeckungsmasse zum 31.12.2023 liegt die Limitauslastung zum Stichtag wieder unter 100%. Die Limitauslastung stellt sich zum 31.12.2023 wie folgt dar:
Aufgrund dieser Analyse, in deren quartalsmäßige Erstellung die Geschäftsleitung der Bank sehr eng eingebunden ist, der Größe, der Art und des Volumens der Geschäfte der Bank und durch die enge Einbindung der Geschäftsleitung in das operative Tagesgeschäft sollen entsprechende Risiken durch die Geschäftsleitung frühzeitig erkannt werden. Die Geschäftsführung kann im Bedarfsfall entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen und somit rechtzeitig Gefahren abwenden. 4.9 Prognose des Geschäftsverlaufs und wesentliche Chancen und Risiken Die Einschätzung der Geschäftsleitung zur voraussichtlichen Entwicklung des nächsten Jahres enthält Erwartungen und Prognosen, die auf Schätzungen und Planungsannahmen auf Basis der im Februar 2024 zur Verfügung stehenden Informationen beruhen. Die Prognosen können sich durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Zu möglichen negativen Planabweichungen im Jahresverlauf können die Verschärfung der geopolitischen Lage in Osteuropa oder auch das sich weiter stark verändernde Marktzinsniveau sowie die nach wie vor hohe Inflation führen. Wirtschaftliches Umfeld Für die deutsche Wirtschaft kann im Jahr 2024 davon ausgegangen werden, dass es zu volkswirtschaftlichen Belastungen aus dem Krieg in der Ukraine kommt. Auch wird davon ausgegangen, dass die Zinserhöhungen der EZB Wirkung zeigen und die teils hohe Inflation des Jahres 2023 weiter eindämmen. So geht der BVR für das Jahr 2024 nur von einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 1,25 % aus. Ebenfalls wird eine Inflation von 3,5 % erwartet. Bilanzsumme Aufgrund des positiven Zinsumfeldes sowie der damit einhergehenden Ertragschancen auf der Aktivseite geht die Bank künftig von einem Wachstum der Bilanzsumme aus. Aktivgeschäft Nach dem Ausbau des Kundenkreditgeschäftes in den vergangenen Jahren plant die Bank eine Ausweitung des durchschnittlichen Kreditvolumens von 9,88 %. Eine Ausweitung der personellen Kapazitäten ist im Jahr 2023 hierfür nicht erforderlich. Die konservative Kreditrisikostrategie bleibt weiterhin unverändert. In Bezug auf den andauernden Ukraine-Konflikt werden nach wie vor keine Auswirkungen auf das Kreditgeschäft erwartet. Die überregionale Ausrichtung des Kreditgeschäfts in Verbindung mit der hohen Flexibilität der Kreditplattformen hat sich in den vergangenen Jahren als sehr widerstandsfähig erwiesen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir auch für das Geschäftsjahr 2024 keine bedeutsame Eintrübung. Passivgeschäft Insbesondere aufgrund der positiven Ertragschancen auf der Aktivseite im Zuge des veränderten Zinsumfeldes geht die Bank künftig von einem Wachstum der Kundeneinlagen aus. Für 2024 wird ein Wachstum von ca. 2,5 % unterstellt. Zinsergebnis Aufgrund der Wiedereinführung attraktiver Zinskonditionen auf der Passivseite, auch im Bereich kurzfristiger Einlagen wird für das Geschäftsjahr 2024 von einem Rückgang des Zinsergebnisses um ca. 3,4% ausgegangen. Dienstleistungsgeschäft Aufgrund weiterhin intensiver Vertriebsaktivitäten gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 davon aus, dass wir möglichen Belastungen aus den aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten entgegenwirken können. Daher wird für das Geschäftsjahr 2024 von einem Wachstum des Provisionsergebnisses um ca. 4,4 % ausgegangen. Personal- und Sozialbereich Aufgrund des sich vollziehenden Generationenwechsels in der Bank sowie aktuell ausreichender personaler Kapazitäten, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen nahezu konstanten Personalaufwand. Übriger Verwaltungsaufwand Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Bank aufgrund der allgemeinen Kostensteigerungen sowie notwendiger Projekte zu Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur davon aus, dass es in Teilbereichen des Verwaltungsaufwandes zu Kostenerhöhungen kommen wird. Aufgrund des nach wir vor aktiven Kostenmanagements, gehen wir aber insgesamt von einem nahezu konstanten Verwaltungsaufwand aus. Ergebnis vor Bewertung sowie Bewertungsergebnis und Jahresergebnis Per Saldo geht die Bank für 2024 gegenüber dem Vorjahr von einem konstanten Betriebsergebnis vor Bewertung (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) in Höhe von TEUR 1.057 aus. Der Bewertungsaufwand aus dem Kundenkreditgeschäft wird im Jahr 2024 mit TEUR 40 auf einem ähnlich geringen Niveau wie Jahr 2023 mit TEUR 55 verbleiben. Da die aktuellen Lasten des Depot A nicht auf gesteigerte Adressrisiken zurückzuführen sind, wird für das Geschäftsjahr 2024 nicht mit einem erhöhten Abschreibungsbedarf gerechnet. Aus den aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten, welche vorwiegend aus dem Ukraine-Krieg resultieren, erwarten wir keine bedeutsamen Risiken innerhalb des Bewertungsergebnisses. Wir gehen davon aus, dass dieses sich insbesondere aufgrund verminderter Wertpapierabschreibungen verbessern wird. In der Summe erwartet die Steyler Bank für das Geschäftsjahr 2024 einen Jahresüberschuss, welcher sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegt. Vermögenslage Wir gehen davon aus, dass wir die Gesamtkapitalanforderung nach Art. 92 CRR bzw. §10 KWG einhalten werden. Aus den aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten, welche vorwiegend aus dem Ukraine-Krieg resultieren, erwarten wir keine bedeutsamen Risiken für die Vermögenslage. Finanz- und Liquiditätslage Die Anforderungen aus der CRR und CRD IV, insbesondere die LCR und die NSFR mit einem Mindestwert von 100%, sollen stets eingehalten werden. Aus den aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten, welche vorwiegend aus dem Ukraine-Krieg resultieren, erwarten wir keine bedeutsamen Risiken für die Finanz- und Liquiditätslage. Chancen und Risiken Chancen ergeben sich insbesondere durch das positive Zinsumfeld. Aufgrund der hohen Fälligkeiten im Depot A können fällige Wertpapiere deutlich ertragreicher wiederangelegt werden. Da sich das Kreditgeschäft aufgrund der Fokussierung auf Kreditplattformen als sehr robust erwiesen hat, birgt das gute Zinsumfeld auch hier positive Ertragschancen. Allerdings birgt das aktuelle Zinsumfeld auch Risiken für das Kreditgeschäft der Bank. Aufgrund der Verteuerung von Krediten und steigenden Baukosten kann es zu einem weiteren Nachfragerückgang kommen, welcher sich sowohl auf das Zinsergebnis als auch auf die Werthaltigkeit der Sicherheiten negativ auswirken kann. Auch die wirtschaftlichen Nachwirkungen der hohen Inflation im Geschäftsjahr 2023 können zu höheren Risiken im Kreditgeschäft führen, z.B. durch einen Nachfragrückgang oder eine verminderte Zahlungsfähigkeit der Kreditnehmer. Aufgrund der nach wie vor hohen gesamtwirtschaftlichen und politischen Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit und der weiterhin starken Bemühungen in Bezug auf den Ausbau des Wertpapiergeschäftes werden hier ebenfalls positive Wachstumschancen gesehen. Da zunehmend weitere Akteure an den Finanzmärkten ihre Fachkompetenzen und ihre Produktportfolien in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit ausbauen, können sich die Vertriebsrisiken durch zunehmende Alternativen für die Steyler Bank ebenfalls erhöhen. Der Krieg in der Ukraine birgt nur indirekt Risiken für die Bank. Obwohl weder direkte Auswirkungen auf das Kreditportfolio noch die Eigenanlagen der Bank zu erkennen sind, könnte der Krieg das gesamtwirtschaftliche Umfeld negativ beeinflussen und so zu einer verminderten Nachfrage nach Produkten führen. Auch die zunehmenden regulatorischen Anforderungen, welche z.B. aus steigenden Eigenmittelanforderungen resultieren, bleiben eine Herausforderung. Neben den bereits beschriebenen Plannahmen der verschiedenen finanziellen Indikatoren strebt die Bank für das Geschäftsjahr 2024 ebenfalls weiterhin eine hohe Beratungsqualität sowie eine hohe Zufriedenheit ihrer Kunden an, um mögliche operationelle Risiken zu begrenzen oder zu vermeiden.
Sankt Augustin, 21.06.2024 Steyler Bank GmbH Die Geschäftsführung Norbert Wolf Christoph Schneider 1. Jahresbilanz zum 31.12.2023Aktivseite
Passivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
3. AnhangA. Allgemeine Angaben Die Steyler Bank GmbH mit Sitz in Sankt Augustin ist beim Amtsgericht Siegburg unter der Handelsregisternummer HRB 128 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der § 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt: Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Barreserve Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Die Einzelwertberichtigungen werden aus den zukünftig erwarteten Zahlungsströmen abgeleitet. Es wird insbesondere die Differenz zwischen dem Nominalwert und dem erwarteten Erlös aus werthaltigen Sicherheiten berücksichtigt. Die Bildung von Pauschalwertberichtigungen erfolgt nach den Vorgaben des IDW RS BFA 7. Die Höhe der Pauschalwertberichtigung wird auf der Basis des erwarteten Verlustes des gesamten Kreditportfolios der Bank ermittelt, welcher sich aus den Blankoanteilen des Kreditportfolios sowie den Ausfallwahrscheinlichkeiten für einen Zeitraum von 12 Monaten auf Ebene der jeweiligen Kreditnehmer ergibt. Für außerbilanzielle Geschäfte werden entsprechende Rückstellungen gebildet. Zusätzlich besteht zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Wertpapiere Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Anschaffungskosten über pari werden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente bestehen in Form von Zinsswaps. Sie dienen ausschließlich als Steuerungsinstrumente der Aktiv/Passiv-Steuerung; diese sind insoweit von einer imparitätischen Einzelbewertung ausgenommen. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Anlagebuchs Zur verlustfreien Bewertung des Bankbuchs (Zinsbuch) wird zur Ermittlung eines ggf. bestehenden Verpflichtungsüberschusses aus dem Geschäft mit zinsbezogenen Finanzinstrumenten eine Gesamtbetrachtung aller zinstragenden Aktiva und Passiva des Bankbuchs einschließlich der Derivate unter Berücksichtigung aller bis zur vollständigen Abwicklung zu erwartenden Risiko- und Verwaltungskosten vorgenommen. Hierbei werden die Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang würde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Nach dem Ergebnis der Berechnung zum 31.12.2023 war keine Rückstellung zu bilden. Beteiligungen Die Beteiligungen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung sind sie mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Treuhandvermögen Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen. Sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wird linear auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. Latente Steuern Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.). Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Treuhandverbindlichkeiten Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt. Rückstellungen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Bei Rückstellungen mit einer Ursprungslaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt keine Abzinsung. Steuerrückstellungen werden unter Berücksichtigung der vorläufigen GuV und des bereits gezahlten Steuerbetrages mit den jeweils gültigen Steuersätzen ermittelt. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Zinsen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung und Abgrenzungsbuchungen in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Währungsumrechnung Auf fremde Währung Iautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung imparitätisch berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der auf Fremdwährung Iautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
D. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kunden • In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 776.159 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere und Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere • Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 22.601.388 fällig. In folgenden Posten sind enthalten (mit Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):
• Die Bank hält folgende Anteile an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 KAGB oder Anlageaktien an Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital im Sinn der §§ 108 bis 123 KAGB oder vergleichbaren EU- bzw. sonstigen ausländischen Investmentvermögen im Posten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit Anteilsquoten von mehr als 10 %:
Anlageziel des aktiv verwalteten Fonds ist die Partizipation der Anleger an dem Wertzuwachs von Unternehmen, deren Geschäftsfelder und -praktiken ethischen und nachhaltigen Gesichtspunkten genügen. Es gibt keine Beschränkung der täglichen Rückgabe. • Die unterlassenen Abschreibungen setzen sich im Bilanzposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) wie folgt zusammen (Buchwerte ohne Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen):
• Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen, weil die Wertpapiere zu Pari zurückgezahlt werden und keine Anhaltspunkte erkennbar sind, dass die Rückzahlungen gemindert würden. • Die unterlassenen Abschreibungen setzen sich im Bilanzposten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) wie folgt zusammen:
• Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen, weil die unterlassenen Abschreibungen überwiegend auf einer marktzinsinduzierten Wertänderung der einzelnen Wertpapiere beruhen und keine Anhaltspunkte erkennbar sind, dass die Rückzahlungen gemindert sind. Es kann somit nicht von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen werden. Beteiligungen • Die Beteiligungen (A 7) setzen sich aus 2.365 vinkulierten Namensaktien der DZ Bank AG mit einem Buchwert in Höhe von EUR 6.367 zusammen. Diese sind nicht börsenfähig. Auf die Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB wurde gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB verzichtet, da die Beteiligung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist. Das Grundkapital beträgt EUR 4.926.198.082. Die Steyler Bank hat hieran einen Anteil von 0,000132%. Das Konzernergebnis der DZ Bank beträgt zum 31.12.2023 EUR 2.234 Mio. Forderungen an Gesellschafter oder Beteiligungsunternehmen • In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Gesellschafter oder Beteiligungsunternehmen sind:
Treuhandvermögen • Im Bilanzposten "sonst" (A 9) sind ausschließlich Forderungen an Kunden ausgewiesen, die die Bank im eigenen Namen für fremde Rechnung hält. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen • Im Aktivposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die die Bank im Rahmen eigener Tätigkeit nutzt, in Höhe von EUR 1.797.237 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 190.000 enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände • In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 14) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten • Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 15) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0 (Vorjahr EUR 28) enthalten. Fremdwährungsposten • In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 1.177.472 enthalten. Restlaufzeitspiegel für Forderungen
• Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten • Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern oder Beteiligungsunternehmen • In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind:
Treuhandverbindlichkeiten • Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen, die die Bank im eigenen Namen für fremde Rechnung hält. Sonstige Verbindlichkeiten • Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten • Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 13 (Vorjahr: EUR 27) enthalten. Latente Steuern • Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Nichtausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Dieser resultiert im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung der Rückstellungen in der Steuerbilanz und der Handelsbilanz. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 33,0 % zugrunde gelegt. Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen • Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird. Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten • Von den Verbindlichkeiten und außerbilanziellen Posten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
Fremdwährungsposten • In den Schulden bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 1.173.518 enthalten. Derivative Finanzinstrumente • In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands zusammengefasst. (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB):
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Provisionserträge • Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere die Depot- und Vermögensverwaltung, die Vermittlung von Wertpapieren und Krediten sowie Dienstleistungen für die Steyler Mission gGmbH und die Steyler Bank Stiftung nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein. Sonstige betriebliche Erträge • In den sonstigen Erträgen (GuV-Posten 8) sind Erträge aus der Auflösung umsatzloser Sparkonten in Höhe von EUR 115.955 enthalten (Vorjahr EUR 7.467). F. Sonstige Angaben Geschäftsführung und Beirat • Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. • Gegenüber den Geschäftsführern bestehen zum Bilanzstichtag Kredite in Höhe von EUR 72.082. • Gegenüber den Mitgliedern des Beirats bestehen zum Bilanzstichtag Kredite in Höhe von EUR 443. • Die Bezüge der Mitglieder des Beirates belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 71.150. Personalstatistik • Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Besondere Offenlegungspflichten • Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Die weiteren Angaben sind in einem separaten Offenlegungsbericht auf der Homepage der Steyler Bank veröffentlicht. Aufwendungen für den Abschlussprüfer • Das von dem Abschlussprüfer, Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 79.106. Dieses betrifft mit einem Betrag von EUR 69.218 Abschlussprüfungsleistungen. Ein Betrag von EUR 9.888 entfällt auf sonstige Bestätigungsleistungen. Diese betreffen Prüfungsleistungen nach § 89 Abs. 1 WpHG. Mitglieder der Geschäftsführung und des Beirats
Vorschlag für die ErgebnisverwendungDie Geschäftsleitung schlägt den Gesellschaftern vor, von dem Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 682.281.46 EUR 341.000,00 in die offenen Rücklagen einzustellen, an die Gesellschafter EUR 351.500,00 auszuschütten und EUR 281,46 auf neue Rechnung vorzutragen.
Sankt Augustin, 21.06.2024 Steyler Bank GmbH Die Geschäftsführung Norbert Wolf Christoph Schneider Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023("Länderspezifische Berichterstattung")Die Steyler Bank GmbH hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Steyler Bank GmbH besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die Steyler Bank GmbH definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge, Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 6.875. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 36. Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 942. Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 260. Die Steyler Bank GmbH hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Wir haben dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 der Steyler Bank GmbH, Sankt Augustin, in der diesem Bericht als Anlage 1 bis 3 (Jahresabschluss) und Anlage 4 (Lagebericht) beigefügten Fassung den unter dem Datum vom 21. Juni 2024 in Nürnberg unterzeichneten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Steyler Bank GmbH, Sankt Augustin VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Steyler Bank GmbH, Sankt Augustin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Steyler Bank GmbH, Sankt Augustin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung: Kreditgeschäft: Bewertung der Forderungen an Kunden Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
1.) Sachverhalt und Problemstellung Die Steyler Bank GmbH gewährt Kredite überwiegend an Privatkunden und nahezu ausschließlich in Deutschland. Die Forderungen an Kunden sind mit Mio. EUR 91,2 (Vj. Mio. EUR 89,4) der größte Bilanzposten der Bank. Die Kreditvergabe erfolgt nach einem festgelegten fünfstufigen Kundenrating, das drei Risikogruppen zugeordnet werden kann. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu den Forderungen an Kunden sehen eine Bewertung zum Nennwert und eine Berücksichtigung der Risiken durch Abschreibungen und Wertberichtigungen vor. Für ausfallgefährdete Kredite werden Einzelwertberichtigungen gebildet, indem eine vollständige Wertberichtigung des Blankoanteils, also der Differenz zwischen der Inanspruchnahme bzw. höheren Zusage eines Kredits und dem Deckungswert der Sicherheiten, erfolgt. Der Deckungswert der Sicherheiten wird nach von der Bank festgelegten Bewertungsverfahren gebildet. Bei den Verfahren zur Bewertung der Sicherheiten bestehen im Hinblick auf die zugrundeliegenden Sachverhalte und Bewertungsparameter zulässigerweise Ermessenspielräume. Zusammen mit der Höhe dieses Bilanzpostens können sich aus den Einzelwertberichtigungen wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Bank ergeben, so dass es sich um einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt handelt. 2.) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Bei unserer Prüfung der Werthaltigkeit der Kundenforderungen haben wir uns wie folgt fokussiert:
Die von der Geschäftsführung zugrunde gelegten Einschätzungen und getroffenen Annahmen im Hinblick auf die gebildeten Wertberichtigungen sind nachvollziehbar und liegen im Rahmen unserer Erwartungen. 3.) Verweis auf weitergehende Informationen Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Forderungen im Anhang sind unter dem Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" sowie im Lagebericht unter dem Abschnitt "4.4 Adressenausfallrisiken" enthalten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von den Gesellschaftern am 19. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 17. August 2023 von der Geschäftsführung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Abschlussprüfer der Steyler Bank GmbH tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Harald Melchior-Becker."
Nürnberg, 21. Juni 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Prof. Dr. Edenhofer, Wirtschaftsprüfer Melchior-Becker, Wirtschaftsprüfer |
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