Beteiligungsgesellschaften
Autohaus Ehrlich GmbH
Magnolienweg 38, 63741 Aschaffenburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Simon Dipl..-Kfm. Roland seit 31.1.2020 | Geschäftsführer |
Peter Nicolaus Dipl.-Volkswirt Enders seit 31.1.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Ehrlich GmbHAschaffenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell der Autohaus Ehrlich GmbHDie Autohaus Ehrlich GmbH ist mit seinem Standort in Aschaffenburg und ihrer Zweigniederlassung in Würzburg kompetenter Ansprechpartner für Neu- und Gebrauchtwagen sowie Service und Reparaturen. Die Gesellschaft ist Vertragshändler für Renault, Dacia, Mazda sowie Opel und gehört seit dem 1. Januar 2020 zur familienbetriebenen Enders-Autohausgruppe, die an 16 Standorten mit 21 Autohäusern (Stand: Juni 2024) über 900 Mitarbeiter beschäftigt. Sie sieht im Wachstum der Gruppe zahlreiche Möglichkeiten für Synergien und vertreibt neben den Marken BMW und MINI auch Fahrzeuge der Marken Ferrari und Kia. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 111 (i. Vj. 119) Mitarbeiter. Sie wird von Herrn Dipl.-Vw. Peter Nicolaus Enders und Herrn Dipl.-Kfm. Roland Simon geführt. 2. Ziele und StrategienGrundlagen der Wettbewerbsfähigkeit von Autohaus Ehrlich sind die sukzessive Stärkung ihrer Marktposition sowie die damit verbundene Präsenz in den für die Gesellschaft relevanten Märkten und eine an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtete Servicequalität. Dabei baut Autohaus Ehrlich auf das Netzwerk der Enders-Unternehmensgruppe, auf ein systematisches Kundenbeziehungsmanagement, auf Mitarbeiterkompetenz und eine moderne, markenexklusive sowie herstellerkonforme Infrastruktur in ihren Autohäusern in Aschaffenburg und Würzburg. 3. SteuerungssystemDie Gesellschaft ist in den Steuerungsprozess der gesamten Enders-Unternehmensgruppe eingebunden. In unseren kurz- und mittelfristigen Planungen konkretisieren sich die grundsätzlichen Zielsetzungen der langfristig ausgerichteten strategischen Planung. Die jährlich erstellte Kurz- bzw. Mittelfristplanung ist Ausgangspunkt für die Steuerung und bildet somit den Kern der operativen Planung. Die Planung wird im Jahresablauf hinsichtlich des Grades der Zielerreichung verfolgt und überprüft. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Autohaus Ehrlich GmbH sind die Betriebsleistung (Umsatzerlöse + sonstige betriebliche Erträge), das EBIT (Jahresüberschuss vor Zinsen und Steuern) sowie die Materialaufwandsquote, die sich als Quotient aus Materialaufwand zu den Umsatzerlösen ergibt. 4. Forschung und EntwicklungDie Autohaus Ehrlich GmbH betreibt keinen eigenen Forschungs- und Entwicklungsbereich. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenEin nach wie vor krisengeprägtes Umfeld, mit hoher Inflation, steigenden Zinsen und mauer Weltkonjunktur, hat die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr schrumpfen lassen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3%. Im Jahr 2022 war Europas größte Volkswirtschaft noch um 1,8% gewachsen. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung preisbereinigt um 0,8% zurückgegangen. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9% gelegen. [Quelle: destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.htm]. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland deutlich mehr Neuwagen zugelassen als noch 2022. Die Pkw-Neuzulassungen stiegen lt. Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg im Gesamtjahr um 7,3% auf 2,84 Mio. Vor allem die Zahl der gewerblichen Neuzulassungen legte kräftig zu, während etwas weniger private Autos neu zugelassen wurden als 2022. Der Anteil der gewerblichen Neuzulassungen lag bei 67,1%. Mehr als ein Drittel aller Neuwagen hatten 2023 einen Benzinmotor, der Anteil war damit sogar etwas höher als noch 2022. Der Diesel-Anteil schrumpfte dagegen leicht auf 17,1%. Hybrid-Modelle hatten einen Marktanteil von 29,5%. [Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/kba-neuzulassungen-2023-pkw-auto-100.html]. Der Anteil der Neuzulassungen an reinen Elektro- Neufahrzeugen belief sich auf 18,4%. Das Absatzwachstum bei Elektroautos hat sich damit im vergangenen Jahr spürbar verlangsamt. Insgesamt kamen 524.219 neue E-Autos auf die Straße und damit "nur" 11,4% mehr als im Vorjahr, in dem die Zahl der Neuzulassungen noch um 30% gestiegen war. [Quelle : Kraftfahrt-Bundesamt] Die Renault Group (u. a. Renault, Dacia und Alpine) hat im Jahr 2023 ihren weltweiten Absatz stark gesteigert: Insgesamt 2.235.345 verkaufte Fahrzeuge entsprechen einem Plus von 9% im Vergleich zum Jahr 2022. Die Marke Renault entwickelte sich besonders stark in Europa mit einem überdurchschnittlichen Wachstum von 19,3% und insgesamt 977.635 Zulassungen. Dabei verzeichnete Renault eine erhöhte Nachfrage bei Hybrid- und reinen Elektrofahrzeugen. Renault hat mit einer Absatzsteigerung von 19,7% innerhalb eines Jahres sein Wachstum kräftig beschleunigt (270.362 verkaufte Fahrzeuge), und erzielt den dritten Platz in Europa bei den elektrifizierten Pkw. Der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge macht inzwischen 39,7% des Pkw-Absatzes der Marke aus. In Europa verkaufte Dacia 2023 insgesamt 562.890 Fahrzeuge. Die Marke verzeichnet ein Wachstum von 17,4% in einem um 13,9% gewachsenen Markt. [Quelle: https://presse.renault.de/renault-group-verzeichnet-starke-absatzsteigerung-im-jahr-2023-dank-konsequenter-markenstrategie/]. 2. Darstellung der Lage der GesellschaftDie Autohaus Ehrlich GmbH blickt auf eine positive Geschäftsentwicklung für 2023 zurück. Die im Lagebericht 2022 beschriebenen Prognosen für den Berichtszeitraum wurden im Wesentlichen übertroffen. Die Betriebsleistung konnte im Vorjahresvergleich um rd. 37% gesteigert werden. Insbesondere die Nachfrage nach Neuwagen hatte spürbar zugenommen. Der für das EBIT in Aussicht gestellte Zielkorridor von 1,0% bis 1,5% ist mit 2,8% (i. Vj. 3,5%) übertroffen worden. 2.1. Ertragslage Die Betriebsleistung lag im Geschäftsjahr 2023 (TEUR 78.895) 36,6% über dem Niveau von 2022 (TEUR 57.738). Hierzu trugen neben der beschleunigten Umsatzdynamik durch Neuheiten und Modellüberarbeitungen auch Zuwächse im Großkundengeschäft bei. Die Materialaufwandsquote (83,5%; i. Vj. 79,8%) zeigte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,7%-Punkte erhöht. Absolut sind die Materialaufwendungen angesichts des höheren Geschäftsvolumens um TEUR 19.810 auf TEUR 65.868 gestiegen. Der Personalaufwand wuchs im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 678 bzw. 11,3% auf TEUR 6.672 (i. Vj. TEUR 5.994). In Relation zur Betriebsleistung zeigte sich die Personalaufwandsquote mit 8,5% (i. Vj. 10,4%) um 1,9%-Punkte verbessert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen veränderten sich, vor allem aufgrund gestiegener Werbe- und Reisekosten sowie höherer Kosten der Warenabgabe, um +TEUR 206 auf TEUR 3.329. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern ( EBIT) konnte im Vorjahresvergleich um TEUR 164 auf TEUR 2.171 gesteigert werden. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses (-TEUR 460; i. Vj. -TEUR 70) sowie des Steueraufwands (TEUR 558; i. Vj. TEUR 611) weisen wir für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 1.154 (i. Vj. TEUR 1.326) aus. 2.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Autohaus Ehrlich GmbH hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 (TEUR 22.345) mit TEUR 27.418 um +TEUR 5.073 verändert. Die Aktivseite der Bilanz ist unverändert durch das kurzfristige Vermögen der Gesellschaft geprägt, dessen Anteil an der Bilanzsumme am Ende des Berichtsjahres 77,5% (i. Vj. 78,5%) betrug. Absolut ist ein Anstieg von TEUR 3.694 gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat sich insgesamt um +TEUR 1.376 auf TEUR 6.170 verändert. Die Anlagenquote ist bei einem unterproportionalen Anstieg (+22,7%) des Gesamtvermögens um 1,0%-Punkte auf 22,5% der Bilanzsumme gestiegen. Neben den Investitionen in Geschäfts- und Vorführwagen wurde vor allem in Hard- und Software sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Die Gesellschaft verfügt zum Stichtag 31. Dezember 2023 über flüssige Mittel in Höhe von TEUR 1.059 (i. Vj. TEUR 1.156). Zum Bilanzstichtag weist die Autohaus Ehrlich GmbH ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 6.255 (i. Vj. TEUR 5.101) aus. Die Eigenkapitalquote beträgt bei einer Steigerung des Gesamtkapitals von +TEUR 5.073 unverändert 22,8%. Das kurzfristige Fremdkapital ist insbesondere geprägt durch die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die im Wesentlichen die BMW-Bank, München und die RCI Banque betreffen. Die Kreditverbindlichkeiten haben sich im Stichtagsvergleich insgesamt um TEUR 4.109 auf TEUR 12.076 erhöht. 2.3. Finanzlage Ziel unseres Finanzmanagements ist die jederzeitige Verfügbarkeit ausreichender Liquidität für die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes und der weiteren Unternehmensentwicklung. Hierbei sind der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie die vorhandenen Bankkreditlinien wichtige Finanzierungsquellen. Unsere Finanzlage kann unverändert als stabil eingeschätzt werden. Zusammengefasst ergibt sich nachfolgende Liquiditätsentwicklung:
3. Finanzielle LeistungsindikatorenDie Autohaus Ehrlich GmbH prognostiziert jährlich die wichtigsten Steuerungskennzahlen des Unternehmens für das neue Geschäftsjahr. Dazu zählen die Betriebsleistung, das EBIT sowie die Materialaufwandsquote. Die tatsächliche Entwicklung unserer finanziellen Leistungsindikatoren für das abgelaufenen Geschäftsjahre 2023 lag oberhalb der in Aussicht gestellten Erwartungen. Nachfolgend wird die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Darstellung des Steuerungssystems) im Berichtsjahr sowie im Vorjahresvergleich dargestellt:
III. Prognosebericht1. KonjunkturaussichtenDeutschland steht eine Phase mit geringem Wirtschaftswachstum bevor. Dabei ist Europas größte Volkswirtschaft unverändert mit einer Vielzahl von strukturellen Herausforderungen konfrontiert. Die Gemengelage aus Arbeits- und Fachkräftemangel, hohen Energiekosten, hohen Regulierungs- und Steuerlasten, umstrittenen Anreizstrukturen des Sozialstaates sowie grundsätzlichen politischen Unsicherheiten stellen eine ernsthafte Bedrohung für Wirtschaft und Gesellschaft dar. Für Deutschland prognostizieren der Sachverständigenrat und die EU-Kommission eine faktische Stagnation für das Jahr 2024 und ein schwaches Wachstum von etwa einem Prozent im kommenden Jahr [Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/eu-konjunkturprognose-deutschland]. 2. BranchenaussichtenDas "ehemalige" Automobilland Deutschland befindet sich seit Jahren beständig im Krisenmodus. Die Dekarbonisierung des Verkehrs, mithin die Hochlaufgeschwindigkeit der Elektromobilität, um Klimaziele zu erreichen, gerät zusehends ins Stocken. Von den im Koalitionsvertrag festgelegten 15 Mio. Elektroautos, die bis 2030 auf deutschen Straßen fahren sollen, werden es wohl eher 7 - 10 Mio. Bisher sind es nur 1,3 Mio., was rd. 2,6% der gesamten Fahrzeugflotte in Deutschland entspricht. Der Branchenverband VDA rechnet für den deutschen Markt im Jahr 2024 insgesamt mit einem Rückgang von einem Prozent auf 2,8 Mio. Einheiten. Das ist etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Dabei prognostiziert man einen niedrigeren Absatz von Elektro-Pkw (-9% auf 635.000 Einheiten). Während der Absatz von Plug-In-Hybriden (PHEV) um 5% auf 185.000 Einheiten steigen dürfte, geht der VDA bei den rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) von einem Rückgang von 14% auf 451.000 Einheiten aus. [Quelle:https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/]. Die Renault Group verkaufte im ersten Quartal 2024 weltweit 2,6% mehr Fahrzeuge als im Vergleichsquartal des Vorjahres. In Europa stieg der Absatz um 4,3%. Deutliche Zuwächse konnten man vor allem mit den Modellen Renault Megane E-Tech Electric, Arkana, Austral und Espace E-Tech Full Hybrid verzeichnen. 3. Erwartete Entwicklung für die GesellschaftDie Autohaus Ehrlich GmbH erwartet, der gegenwärtigen Gleichzeitigkeit von Krisen sowie struktureller Probleme in Deutschland geschuldet, eine Beeinflussung ihrer Geschäftsentwicklung im Jahr 2024. Wir rechnen damit, dass messbare Wohlstandsverluste in vielen Teilen der deutschen Bevölkerungsstruktur zu einer weiter sinkenden Kaufkraft führen und somit das Verbraucher- und Nachfrageverhalten negativ beeinflussen wird. Eine Beeinträchtigung des Absatzes von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen im privaten aber auch im gewerblichen Sektor ist realistisch. Das Vertrauen von Wirtschaft und Verbrauchern in eine nachvollziehbare und rationale Politik ist teils massiv beschädigt. Die zunehmende Unsicherheit, für die u. a. politische ad hoc Entscheidungen wie die Stornierung des Bonusprogramms für Käufer von E-Autos zum Jahresende 2023 verantwortlich zeichnen, vermiesen potenziellen Kunden die Kauflaune. Die Neuzulassungen für nicht mehr geförderte BEVs sind ggü. dem Vorjahr teils spürbar zurückgegangen. Die Planzahlen für das Geschäftsjahr 2024 wurden auf Basis der im Jahr 2023 erzielen Ergebnisse und der Prognose für das neue Geschäftsjahr erstellt. Insgesamt sehen wir für das laufende Geschäftsjahr 2024 ein Niveau der finanziellen Leistungsindikatoren, welches sich auf bzw. unter dem der Vorjahre liegen wird. Die Betriebsleistung wird, um die Sondereffekte des Vorjahres bereinigt, spürbar sinken. Die für uns wichtige Materialaufwandsquote wird sich voraussichtlich leicht verbessern und die EBIT-Marge sollte sich unter dem Eindruck vorgenannter Faktoren in einem Korridor von 2,5% bis 3,5% bewegen. Zweifel an der Fortbestehungsprognose der Autohaus Ehrlich GmbH bestehen nicht. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war und wird zu jeder Zeit gewährleistet sein. IV. Chancen- und Risikobericht1. RisikoberichtDer Erfolg der Gesellschaft beruht auf der konsequenten Nutzung von Chancen im Rahmen der Unternehmensstrategie. Dabei ist die Autohaus Ehrlich GmbH einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. 1.1 GesamtrisikoDie Gesamtrisikosituation stellt sich im gegenwärtigen Multikrisenmodus geprägten Umfelds deutlich erhöht dar. Auch wenn neue, attraktive und effiziente Modelle der in unseren Autohäusern angebotenen Marken, die After-Sales-Dienstleistungen sowie das Ersatzteilgeschäft grundsätzlich für Impulse sorgen, werden die Krisen den Druck auf die Autohaus Ehrlich GmbH verstärken und ggf. einer positiven Geschäftsentwicklung entgegenwirken. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2024 werden neben dem vorgenannten Gesamtrisiko weitere Einzelrisiken kontinuierlich beobachtet. 1.2. Einzelrisiken1.2.1. Struktur- und Wachstumskrise in Deutschland Die Struktur- und Wachstumskrise in Deutschland mit ihren nachteiligen Rahmenbedingungen belasten die deutsche Wirtschaft. Der Wettbewerbsdruck in der Automobilbranche nimmt insgesamt zu. Notwendige politische Reformen bleiben aus. Die ökonomischen Auswirkungen des impulsschwachen politischen Handelns haben direkten und indirekten Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Autohaus Ehrlich GmbH. 1.2.2. Nachfragerisiken Die Risiken ergeben sich u. a. aus Nachfrageveränderungen. Sie sind neben messbaren Einflussgrößen, wie z. B. das verfügbare Einkommen, nicht immer plan- bzw. vorhersehbar. Aktuell sehen wir, trotz rückläufiger Inflation und sinkender Finanzierungskosten, eine Beeinflussung des Nachfrageverhalten nach Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, vor allem getrieben durch spürbare Reallohnverluste. Darüber hinaus belasten unzureichende Rahmenbedingungen im Transformationsprozess hin zur Klimaneutralität das Kauf- und Nachfrageverhalten. Ein schnellerer Hochlauf der Ladeinfrastruktur bleibt für unsere Kunden, neben unterschiedlich ausgestalteten Verkaufsförderungsmaßnahmen, die Grundvoraussetzung für eine mögliche Kaufentscheidung von BEVs. Trotz rasch wachsendem Angebot technologisch ausgereifter elektrifizierter Fahrzeuge bleibt die Reichweitenangst, die das Nutzungserlebnis der E-Fahrzeuge nicht immer vollends ausgleichen kann, und somit die Bereitschaft der Kunden sich einen "Stromer" zu kaufen stagnieren lässt. 1.2.3. Personal-/ Fachkräfterisiken Die aktuelle Zeit ist geprägt von Personalknappheit. Offene Stellen können in dem stark kompetitiven Markt nicht kurzfristig mit qualifiziertem Personal besetzt werden, Personalfindung ist zeit- und energieintensiv. Dabei hat die Bindung von Mitarbeitern in unseren Autohäusern einen genauso hohen Stellenwert für uns, wie das Recruiting nach qualifiziertem Personal selbst. Primär gilt es, unsere Sichtbarkeit als Arbeitgeber zu steigern und die Attraktivität für potenzielle Bewerber auszuweiten. 1.2.4. Liquiditäts-, Restwertrisiken, Risiken aus Zahlungsstromschwankungen Den Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen wird durch ein aktives Forderungsmanagement begegnet. Möglichen Forderungsausfällen versuchen wir durch Bonitätsprüfungen zu begegnen. Hier bedienen wir uns diversen Auskunfteien. Ein regelmäßiger Austausch zwischen den Führungskräften, dem Rechnungswesen und der Geschäftsführung findet statt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die Entwicklung des Gebrauchtwagenmarkts und speziell der Restwerte für Elektroautos ist schwer für uns zu prognostizieren. Das Risiko der Entwertung von Fahrzeugen der ersten Generationen steigt durch den technischen Fortschritt sowie der wachsenden Modellvielfalt an Elektrofahrzeugen und könnte der Nachfrage nach gebrauchten E-Fahrzeugen somit im Wege stehen. Bestehende Risiken aus betrieblichen Aufgabenbereichen bzw. aus Finanzdienstleistungen wurden durch entsprechende Versicherungen bzw. durch Bildung von Rückstellungen bilanziell berücksichtigt. Weitere Branchenrisiken beinhalten Unsicherheiten, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. 2. RisikomanagementsystemDas Risikomanagement orientierte sich 2023 wie auch in den Vorjahren maßgeblich an den Daten des monatlichen Betriebsvergleiches sowie der kurzfristigen Erfolgsrechnung. Der Führungskreis tritt in regelmäßigen Abständen zusammen. Daneben finden wiederkehrende Verkäuferbesprechungen statt, um eine kurzfristige Versorgung mit allen relevanten Informationen zu gewährleisten. Die Verantwortung für die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems ist klar geregelt und liegt bei den jeweiligen Führungskräften und Prozessverantwortlichen. Das abgelaufene Geschäftsjahr hat zum wiederholten Male deutlich gezeigt, dass ein wirksames und effizientes Risikomanagement den langfristigen Fortbestand unseres Unternehmens sichert und uns darüber hinaus dabei unterstützt, die kurz- und mittelfristigen Unternehmensziele zu erreichen. In kontinuierlichen Verbesserungsprozessen wird sowohl das interne Kontrollsystem als auch das Risikomanagement-System fortlaufend optimiert. 3. ChancenberichtWesentliche Impulse erwarten wir, trotz der wirtschaftlichen Ausnahmesituation, mit der Einführung von neuen, modernen, technologisch und energetisch attraktiven Modellen und das sowohl im Verbrenner-Segment, als auch im Segment der elektrifizierten Plug-in-Hybriden und vollelektrischen Fahrzeuge. Die folgenden in unseren Autohäusern angebotenen Modelle werden für unsere Geschäftstätigkeit sowohl im laufenden als auch in den kommenden Jahren von Bedeutung sein: Das Elektroangebot von Renault wird mit der Neuauflage der beiden "Retro"-Modelle "R4" und "R5" im unteren Verkaufssegment strategisch erweitert. Am 31. Mai 2024 war Bestellstart für den elektrischen "R5". Zu ordern ist der Renault "5 E-Tech Electric" in den Varianten Techno und Iconic Five. Beide verfügen über den stärksten Motor (110 kW) und eine Batteriegröße von 52 kWh. Weitere Ausstattungsvarianten (Five, Evolution und das Sondermodell Roland-Garros) werden, dann auch mit schwächeren Antrieben (70 kW und 90 kW) und kleinerer Batterie (40 kWh) ausgestattet, ab 2025 bestellbar sein. Der Renault "Megane E-Tech 100% elektrisch", der die "Renaulution-Strategie" einläutete, positioniert sich neben dem ebenfalls 100% elektrisch betriebenen Modell Renault "Scénic E-Tech Electric" in der wichtigen Sparte der Kompaktfahrzeuge im C-Segment. Eine nicht-elektrische Neuheit, die unseren Kunden im Laufe des 2024 angeboten werden wird, ist der neue Renault "Rafale", ein mittelgroßes, dem Premiumsegment zuzuordnendes SUV-Coupé. Darüber hinaus wird das SUV-Portfolio um ein weiteres Modell, den neuen Renault "Symbioz" ergänzt. Das Modell, das zwischen "Captur" und "Austral" zu verorten ist, wurde im Frühjahr 2024 präsentiert. Im Nutzfahrzeugbereich hat die vierte Generation des Renault Transporters "Master" mit vier Diesel- und zwei Elektrovarianten seinen Marktstart. Als potenzielle chancenreiche Umsatztreiber für unsere Gesellschaft sehen wir die Modelle der zur Renault-Gruppe zählenden rumänischen Marke Dacia, die sich zum Preis-Leistungs-Spezialisten avanciert hat. Der Ende Februar auf dem Autosalon in Genf präsentierte neue Dacia "Spring", das bisher günstigste und damit auch eines der meistverkauften Elektroautos in Deutschland, wird im Sommer 2024 an die Kunden ausgeliefert werden können. Die dritte Generation wird ab Juni 2024 verfügbar sein. Bis zum Jahr 2025 sollen dann drei neue Modelle folgen. Eins davon ist ein im wichtigen C-Segment angesiedeltes 4,60 Meter langes Kompakt-SUV, der Dacia "Bigster", der ab 2025 auf den Markt kommen wird. Mazda erweitert seine Produktpalette mit dem "CX-80". Das Crossover basiert auf dem Mazda CX-60 und wird in zwei Antriebsvarianten, einem 241 kW starken e-Skyactiv PHEV und einem 3,3 Liter großen Reihensechszylinder sowie fünf Ausstattungslinien angeboten. Ein sukzessiver und strategischer Aufbau unserer Vertriebsmannschaft ist geplant und unabdingbar, um bestehende Marktchancen optimal zu nutzen. Die potenziellen Lücken zwischen Angebot und Nachfrage müssen rechtzeitig erkannt und abgedeckt werden können. Chancen sehen wir in der individuellen Ansprache von Kunden im Rahmen des systematischen Kundenbeziehungsmanagements. Durch bedarfsgerechtes CRM, personalisierte Mailings und individuell gestaltete Newsletter sollen die Kunden enger an die angebotenen Marken gebunden und ihre Markenloyalität erhöht werden. Transparente Kommunikation wird nicht nur in Krisenzeiten eine zentrale Bedeutung erlangen. Insofern werden wir auch künftig weitere Anstrengungen unternehmen, die Kundenbindung über digitale Handelsplattformen zu stärken, um weitere Marktanteile zu gewinnen. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen auf der Aktivseite im Wesentlichen die Forderungen und die flüssigen Mittel. Die finanziellen Vermögenswerte sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zu Erfüllungsbeträgen bewerteten Verbindlichkeiten. Finanzinstrumente zu Handels- und Spekulationszwecken werden nicht eingesetzt. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle treten nur in geringem Umfang auf. Zudem bestehen oftmals langjährige Kundenbeziehungen. Die sich aus den Geschäftsbeziehungen mit Kunden ergebenden Ausfallrisiken werden vor allem durch die laufende Überwachung sowie die Festlegung von Limits und Bonitätsnachfragen bei Auskunfteien begrenzt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonto gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherstellung des Erfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzdispositionen verfolgt die Gesellschaft eine konservative Politik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden Liquiditätspläne erstellt, die einen Überblick über Geldaus- und -eingänge vermitteln. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko an. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. VI. Bericht über ZweigniederlassungenWir betreiben eine Niederlassung in Würzburg.
Aschaffenburg, 13. Juni 2024 gez. Dipl.-Vw. Peter Nicolaus Enders, Geschäftsführer gez. Dipl.-Kfm. Roland Simon, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen (§ 264 Abs. 1a HGB) Die Autohaus Ehrlich GmbH hat ihren Sitz in Aschaffenburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg unter HRB 3479 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme des Grundsatzes der Unternehmensfortführung (going-concern) aufgestellt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB) Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (u.a. Software) wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Der käufliche erworbene Firmenwert von der Autohaus Ehrlich Würzburg GmbH in Höhe von TEUR 28 wurde entsprechend § 246 Abs. 1 HGB aktiviert. Die Abschreibungen erfolgte planmäßig auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 8 Jahren. Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, die auch etwaige Anschaffungsnebenkosten umfassen, abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen angesetzt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 (geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben und gleichzeitig im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Vorräte wurden grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, soweit unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht niedrigere Tageswerte am Bilanzstichtag maßgebend waren. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder der verminderten Verwertbarkeit ergeben, wurden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In die Herstellungskosten wurden neben den Einzelkosten (Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung) auch notwendige Gemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Abschreibungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel wurden zum Nominalwert der Guthaben angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten: Die Aufwendungen wurden aktiviert und über die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge linear aufgeteilt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen durchgeführt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Passive latente Steuern wurden mit dem Betrag bilanziert, der sich aus handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden ergibt. Bei der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagenspiegel (§ 284 Abs. 3 HGB) Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage beigefügt ist. 2. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (§§ 253 Abs. 6, 285 Nr. 24 HGB) Die Rückstellungen für die Pensionen enthalten Pensionsverpflichtungen in Höhe von Euro 63.549,00. Die Rückstellung für Pensionen wurde nach der Projected Unit Credit Methode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): - Marktzinssatz von 1,82% bei einer 10-jährigen Durchschnittsbildung, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben wurde - Restlaufzeit: 15 Jahre, Inanspruchnahme der zulässigen Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB - Rentenerhöhungen von 2,0% - Richttafeln 2018 G von der Heubeck-Richttafeln-GmbH Der ausschüttungsgesperrte Betrag nach § 253 Abs. 6 HGB aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem Zehn- statt dem Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz beträgt zum 31.12.2023 Euro 89,00. 3. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden (§ 285 Nr. 25 HGB) Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die an die Pensionsberechtigten verpfändet sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich hierbei um Rückdeckungsversicherungen.
4. Sonstige Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB) Im Posten "Sonstige Rückstellungen" sind nachfolgende Rückstellungen enthalten:
5. Verbindlichkeiten (§ 285 Nr. 1 und 2 HGB)
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber der BMW Bank und Mobilize Financial Services. Diese wurden durch Sicherungsübereignungen der finanzierten Fahrzeuge besichert. 6. Latente Steuern (§§ 274 i.V.m. 285 Nr. 30 HGB)
Die Gesellschaft hat von dem Saldierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB Gebrauch gemacht. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Verrechnete Aufwendungen und Erträge (§ 285 Nr. 25 HGB) Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 5,0 TEUR wurden mit Zinserträgen in Höhe von 4,7 TEUR aus Vermögensgegenständen, die der Absicherung dieser Verpflichtung dienen, verrechnet (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der sich ergebende Saldo in Höhe von 0,3 TEUR ist unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. VI. Sonstige Pflichtangaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Für das Geschäftsjahr 2023 bestehen Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen:
In den Folgejahren ist mit annähernd gleich hohen Verpflichtungen zu rechnen. 2. Zahl der Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB) Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 111 Arbeitnehmer (67 Angestellte und 44 Arbeiter) im Unternehmen beschäftigt. 3. Angaben gem. § 285 Nr. 10 HGB Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr von Herrn Dipl.-Vw. Peter Nicolaus Enders (Geschäftsführer) und Herrn Dipl.-Kfm. Roland Simon (Geschäftsführer) wahrgenommen. 4. Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9a HGB) Die Schutzklauseln gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen. 5. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB (§ 268 Abs. 7 HGB) Es bestehen Haftungsverhältnisse aus gesamtschuldnerischer Haftung für Darlehen, die von Dritten in Anspruch genommen wurden, in Höhe von TEUR 149.230. Die Verbindlichkeiten der Primärverpflichteten, für welche die Haftungsverhältnisse bestehen, belaufen sich per 31.12.2023 auf TEUR 100.784 Gründe für die Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen liegen nach heutiger Sicht nicht vor, da das Bonitätsrisiko der Primärverpflichteten als unwesentlich eingeschätzt wird. 6. Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB) Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Autohaus Ehrlich GmbH darstellen. Die anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen stellen jedoch einen Unsicherheitsfaktor bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung dar und könnten Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Autohaus Ehrlich GmbH haben. Es wird auf die entsprechenden Angaben und Erläuterungen im Prognose- sowie Chancen- und Risikobericht des Lageberichts verwiesen. VII. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.153.505,59 auf neue Rechnung vorzutragen.
Aschaffenburg, den 13. Juni 2024 gez. Dipl.-Vw. Peter Nicolaus Enders gez. Dipl.-Kfm. Roland Simon Anlagenspiegel (§ 284 Abs. 3 HGB)
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14.06.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Autohaus Ehrlich GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Ehrlich GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Ehrlich GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 14. Juni 2024 GFP
GmbH
gez. Hanna Reitz, Wirtschaftsprüfer |
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