Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 40714
Eingetragen
19.11.2003
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von LogistikdienstleistungenSpeditionen
Gegenstand
Speditionsgeschäfte aller Art, insbesondere intereuropäische und internationale Transporte, sowohl im eigenen wie im fremden Namen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Gayer
seit 21.8.2025
Prokura
Andre Bremm
seit 21.8.2025
Prokura
Jörg Rotthowe
seit 21.8.2025
Geschäftsführer
Thomas Dr. Wernig
seit 12.8.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
118.000 €
59.00%
Germany
82.000 €
41.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Agotrans Logistik GmbH

Rodgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1.) Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell des Unternehmens - Ziele und Strategien

Die agotrans Logistik GmbH ist ein mittelständiges, inhabergeführtes Logistikunternehmen, das seinen betrieblichen Schwerpunkt in der Disposition von innereuropäischen Güterkraftverkehren hat. Zum Leistungsangebot zählen neben der Disposition von Teil- und Komplettladungen, welche täglich im Direktverkehr zu den einzelnen ausländischen Kunden / Partnern disponiert werden, auch die Durchführung von Schwer- und Spezialtransporten. Die agotrans Logistik GmbH ist Gesellschafter der ONLINE Systemlogistik GmbH & Co. KG. Diese stellt einen europaweit agierenden Kooperationsverbund von mittelständischen und inhabergeführten Logistikunternehmen. Des Weiteren zählen zum Leistungsangebot des Unternehmens u.a. auch Zollabfertigungen aller Art, Seefracht- und Luftfrachtdienstleistungen sowie Kommissionierung und Lagerung von Sendungen.

b) Steuerungssystem und Zertifizierungen

Die moderne und bewährte Stablinienorganisation erlaubt effiziente Entscheidungen und kurze Kommunikationswege. Durch die Nutzung des Spezialwissens der Stäbe und der operativen Verantwortung der Linien wird ein sinnvoller Ausgleich der Entscheidungsqualität geschaffen und es entsteht eine erhöhte Koordinationsfähigkeit gegenüber der Linienorganisation.

Unterstützt wird dies durch die Zertifizierungen des Qualitäts- (ISO 9001), Umwelt- (ISO 14001) und Hygienemanagementsystems (HACCP), sowie durch das SQAS-Zertifikat speziell für die Chemiebranche. Die Managementsysteme der agotrans Logistik GmbH genügen somit den höchsten Standards und werden stetig weiterentwickelt.

2.) Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Für 2024 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von lediglich 0,2 % erwartet. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Auch die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose nach unten. Im folgenden Jahr 2025 soll das BIP gemäß den Wirtschaftsweisen um 0,9 % gegenüber dem Vorjahr wachsen.

Das Transportaufkommen ist in 2023 um 5,9 % und die Transportleistung um 5,8 % gesunken. Die Transportabnahme konnte durch höhere Preise gedämpft werden. Der Einbruch in 2023 wurde durch die gute Entwicklung der Automobilindustrie kompensiert, die im Vergleich zu den Vorjahren ein gutes Jahr verzeichnen konnte.

Für 2024 ergibt sich ein pessimistisches Bild. Es wird ein reales Wachstum von -3,5 % und ein nominales Wachstum von 0,8 % für den Wirtschaftsbereich Logistik erwartet, obwohl das BIP ein leichtes Wachstum verzeichnen soll. Die Gründe für diese Diskrepanz sind die erwartete rückläufige Entwicklung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen, insbesondere in Branchen mit hohen Anforderungen an die Logistik, sowie die Auswirkungen der multiplen Krisen auf die Wirtschaft insgesamt und insbesondere auf den Wirtschaftsbereich Logistik.

Analog zur allgemeinen Wirtschaftslage zeigte auch die Auftragslage der agotrans Logistik GmbH im Jahr 2023 eine sinkende Tendenz.

b) Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 startete erwartungsgemäß. Ab dem März 2023 war ein stetiger Abfall der Auftragslage zu verzeichnen. Die nachlassende Konjunktur machte sich im Jahresverlauf immer stärker bemerkbar. Vor allem im Bereich des Exports nach Westeuropa war die Eintrübung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu erkennen. Leicht besser, aber ebenso mit einem fallenden Trend, entwickelte sich der Bereich des nationalen Fernverkehrs. Stabilisierend und gegen den allgemeinen Trend entwickelten sich hingegen die Geschäfte bei den Osteuropaverkehren und im Bereich Nahverkehr.

c) Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Umsatz- und Auftragslage verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr.

Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Bei einem Ergebnis vor Steuern von TE 4.298 (Vorjahr: T€ 4.033) wurde ein Jahresüberschuss von T€ 2.596 (Vorjahr: T€ 2.391) erzielt.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis des Jahres 2023 betrug T€ 629 (Vorjahr: T€ 1).

Das Jahresergebnis ist mit einem Steueraufwand von T€ 1.698 belastet.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Zum Bilanzstichtag beläuft sich das Eigenkapital auf insgesamt T€ 2.823 (Vorjahr: T€ 5.428). Somit verfügt die agotrans Logistik GmbH bei einer Bilanzsumme von T€ 8.341 (Vorjahr: T€ 10.062) über eine Eigenkapitalquote von 33,9 % (Vorjahr: 51,2 %).

Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 3.228 (Vorjahr: T€ 3.254). Davon entfallen T€ 0 (Vorjahr: T€ 2) auf immaterielle Vermögensgegenstände. Das Sachanlagevermögen beträgt T€ 453 (Vorjahr: T€ 477) und die Finanzanlagen betragen T€ 2.775 (Vorjahr: T€ 2.775).

Von dem Umlaufvermögen in Höhe von T€ 5.096 (Vorjahr: T€ 7.319) entfallen als wesentliche Posten T€ 2.802 (Vorjahr: T€ 2.884) auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie T€ 2.294 (Vorjahr: T€ 4.435) auf liquide Mittel.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist als gut zu bezeichnen. Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.141 auf T€ 2.294 verringert. Die Liquiditätsgrad 2 beträgt solide 92,4 % (Vorjahr: 141,5 %). Die Deckung der Verbindlichkeiten aus dem laufenden Geschäft und den Forderungen ist gesichert. Die Gesellschaft verfügt damit über eine angemessene Liquidität. Der Brutto-Cash-Flow des Geschäftsjahres beläuft sich auf T€ 2.774 (Vorjahr: T€ 2.638).

3.) Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Risikobericht

Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken, die dafür geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich zu beeinträchtigen, sind derzeit nicht zu erkennen. Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der agotrans Logistik GmbH gefährden könnten.

Die wesentlichen Unternehmensrisiken sind die Entwicklung der Automobil- und Chemiebranche, die Entwicklung des Dieselpreises und das Risiko des Verlustes von Großkunden. Ebenso ist die prekäre Situation auf dem Fahrermarkt, vor allem im internationalen Sektor, zu beachten.

Das Unternehmen geht weiterhin von folgenden speziellen Risiken aus:

Die Logistik- und Speditionsbranche leidet nach wie vor unter akutem Mangel an qualifiziertem Personal im Bereich Berufskraftfahrer. Ebenso schlagen starke Kostensteigerungen auf dem nationalen Transport- und Stückgutmarkt durch. Innerhalb der verschiedenen Stückgutsysteme ist ebenso eine starke Kostensteigerung zu beobachten. Hinzu kommen noch die steigenden Personalkosten im administrativen Bereich.

Eine weitere Kostenart, die seit Dezember 2023 zu Buche schlägt, ist die nahezu Verdopplung der nationalen Mautsätze. Bei einer Erhöhung dieser Größenordnung mit einer möglicherweise anhaltenden Rezession oder Stagnation der Wirtschaftsleistung ist davon auszugehen, dass diese Kosten nicht in Gänze an die Kunden weitergegeben werden können.

Problematisch ist auch die zunehmende Verschlechterung des Zustands des Straßensystems in Deutschland. Durch die Sperrung zahlreicher Brücken und Teilabschnitte für den LKW-Verkehr müssen die eingesetzten Fahrzeuge zunehmend größere Umwege in Kauf nehmen.

Der Brexit hat die gesamte Branche durcheinandergewirbelt. Zu Beginn des Jahres 2022 wurde ein neues Zoll-System eingeführt. Der Bürokratieaufwand ist dadurch nochmals angestiegen. Die extremen Kostensteigerungen verbunden mit deutlich längeren Laufzeiten sind dauerhaft. Nach wie vor müssen LKW leer aus UK zurückfahren. Immer mehr Unternehmer ziehen sich aus den UK- Verkehren zurück, da ihnen der bürokratische Aufwand zu groß wird. Für die Speditionsbranche stehen als wesentliche Risiken die Verknappung des LKW-Angebots, eine Verstärkung von Grenzkontrollen, die Wiedereinführung von Zöllen, sowie ein weiteres Auseinanderdriften der Frachtraten für Im- und Exporte.

Die Zunahme von Cyber-Angriffen und einem damit verbundenen Ausfall der IT-Systeme stellt auch für die agotrans Logistik GmbH ein spezielles Risiko dar.

Mit der erforderlichen Energie- und Mobilitätswende werden die bürokratischen Aufwendungen weiter steigen. Durch die Anforderungen des Lieferkettensorgfaltsgesetzes, sowie das Aufkommen diverser Nachhaltigkeitsberichterstattungen werden die Unternehmen vor immense bürokratische Aufgaben gestellt.

b) Chancenbericht

Das im Jahr 2017 angestoßene Re-Design der Marke agotrans Logistik wurde auch in den Folgejahren konsequent weiterverfolgt. Es folgte eine Erneuerung des Logos, des Internet-Auftritts, der Außen-Werbung und das neue Design der von uns eingesetzten LKW-Flotte. Hinzu kommt seit neuestem der Social-Media-Auftritt auf den Plattformen LinkedIn, Instagram und YouTube. Hierdurch erhofft sich die Geschäftsleitung einen Ausbau des Netzwerks und die weitere Bekanntmachung der Marke agotrans Logistik. Ebenso sollen junge Menschen für das Unternehmen begeistert werden und die agotrans als einen attraktiven Arbeitgeber wahrnehmen.

Im Jahr 2023 wurde eine neue Führungsstruktur implementiert, die nun ihre Wirkung entfaltet. Das Verantwortungslevel der beteiligten Personen ist gestiegen und die Identifikation mit der agotrans Logistik GmbH noch weiter erhöht. In diesem Zuge wurde durch weitere Funktionen und Verantwortlichkeiten gestärkt und weitere Potentiale bei Mitarbeitenden freigelegt.

Die ohnehin niedrige Mitarbeiterfluktuation wird in Zukunft mit weiteren Maßnahmen versucht zu erhalten. Es wird ein verstärktes Augenmerk auf die Gesundheit und Altersvorsorge der Mitarbeiter gelegt. Die Anschaffung von höhenverstellbaren Schreibtischen, neuen ergonomischen Sitzgelegenheiten sowie die Einführung einer versicherungsgestützten Altersversorgung sind bereits umgesetzt. Im Jahr 2023 kam noch die Inbetriebnahme einer Klimaanlage für den gesamten Bürokomplex hinzu. Großraumbüros sollen in 2024 verkleinert werden, um den Lautstärkepegel noch weiter zu senken.

Der Teilmarkt für Thermo-Transporte nimmt in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung ein. Auch die agotrans Logistik GmbH ist in diesem Sektor in den letzten Jahren verstärkt tätig. Durch einen weiteren Ausbau der Sparte erhofft sich die Geschäftsleitung hier weiteres Potenzial auch bei schon bestehenden Kunden zu heben.

Die agotrans Logistik GmbH wird in Zukunft noch stärker versuchen einen eigenen, größeren Fuhrpark zu installieren. So soll die ohnehin gute Qualität auch in den Zeiten des Fahrermangels aufrechterhalten werden. Auch der Ausbau des Bestands an eigenen Aufliegern soll forciert werden.

Die Entwicklungen der Energie- und Mobilitätswende bieten Chancen sich als verantwortungsbewusstes Unternehmen sinnvoll und nachhaltig zu positionieren. Die Geschäftsleitung engagiert sich daher aktiv in der Analyse von möglichen Antriebsalternativen. In 2024 sollen die ersten Tests in Bezug auf alternative Antriebstechniken gestartet werden.

Die Digitalisierung, der technologische Fortschritt und das Aufkommen künstlicher Intelligenzen führen zu tiefgreifenden Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Damit einhergehend verändern sich auch die internen Prozesse der agotrans Logistik GmbH und die Anforderungen der Kunden. Einige Trends zeichnen sich bereits ab, aber ob und in welchem Umfang sich die gesamte Branche verändern wird, ist derzeit noch nicht auszumachen. Die stärkere Fokussierung auf Themen der Digitalisierung und wie daraus zusätzlicher Kundennutzen generiert werden kann, ist eine der drängenden Aufgaben, denen sich die agotrans Logistik stellen wird. In diesem Zuge wird im Jahr 2024 eine automatische Tourenplanung im Bereich Nahverkehr installiert. Aus der Verschmelzung der Daten, die über die Scanner der Fahrer zur Verfügung stehen und der automatischen Disposition der zahlreichen, täglichen Nahverkehrstouren, erhofft sich die Geschäftsleitung eine Steigerung der Produktivität bei gleichzeitiger Vereinfachung unserer Prozesse. Es ist im Anschluss angedacht, die automatische Disposition für weitere Unternehmensbereiche zu prüfen.

c) Prognosebericht

Die jüngeren wirtschaftlichen Entwicklungen deuten darauf hin, dass es im Jahr 2024 zu keinem wirtschaftlichen Abschwung kommen wird, zumindest aber zu einer Stagnation der Wirtschaftsleistung bzw. nur einem minimalen Wachstum. Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr sind also getrübt.

Durch den Rückgang der Geschäftslage im Jahr 2023 im Bereich der Westeuropaverkehre wird erwartet, dass sich kein weiterer Rückgang einstellt. Für das Jahr 2024 geht die Geschäftsleitung auf Grund der schwierigen Marktlage jedoch davon aus, dass das Volumen der durchgeführten internationalen Transporte nach wie vor auf einem niedrigen Niveau verbleibt. Gleiches gilt im Marktsegment der nationalen Ladungsverkehre.

Trotz dieser Herausforderungen geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die vorhandenen Linienverkehre stabil weiterlaufen. Für unsere Kunden bedeutet dies eine weitere Erhöhung der Qualität und eine daraus resultierende stärkere Kundenbindung.

Auf Grund der derzeitigen stagnierenden Entwicklung sowohl der Konjunktur, der Güternachfrage, des Frachtraum- und Rohstoffangebots und der generellen Entwicklung auf dem Weltmarkt ist für das Gesamtjahr 2024 mit gleichbleibenden Umsätzen zu rechnen. Bei den Produktivitätskennzahlen wird von keiner nennenswerten Veränderung ausgegangen. Die Geschäftsleitung geht von einem gleichbleibenden Jahresüberschuss aus. Es wird mit einer Wiederbelebung der allgemeinen Wirtschaftslage im Jahr 2025 gerechnet, sowie mit moderat steigenden Umsatz- und Gewinnzahlen in den Jahren 2025 - 2027.

4.) Sonstige Angaben

Die agotrans Logistik GmbH hat seit ihrem Bestehen viele junge Menschen ausgebildet, und zwar in den Berufen Kauffrau/-mann für Spedition und Logistikdienstleistungen, Bürokauffrau/-mann, Kauffrau/-mann für Bürokommunikation, Fachlagerist(in), Fachkraft für Lagerlogistik und in der Verbindung mit der Berufsakademie Rhein-Main zum Bachelor of Arts mit der Fachrichtung Spedition und Logistik sowie zum Bachelor of Science. Daneben ist die agotrans Logistik GmbH ein sehr frauenfreundlicher Betrieb mit einem Anteil von ca. 50 %. Ebenso zeichnet sich die agotrans Logistik GmbH als ein multikulturelles Unternehmen aus. Der Anteil an ausländischen Mitarbeitern und Auszubildenden ist überdurchschnittlich hoch. Aus fast allen Kontinenten sind und waren Mitarbeiter beschäftigt. Die Vorteile der Mehrsprachigkeit kommen dem Unternehmen besonders bei den internationalen Verkehren zugute.

 

Nieder-Roden, den 09.07.2024

Gez. Dr. Thomas Wernig, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1
II. Immaterielle Vermögensgegenstände 13,00 1.875
III. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 40.328,00 18.062
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 412.548,00 448.086
3. Geleistete Anzahlungen und Anzahlungen im Bau 0,00 11.100
IV. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.203.983,85 1.203.984
2. Beteiligungen 72.594,16 71.861
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.498.939,64 1.498.939
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.801.744,51 2.884.505
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.293.999,23 4.434.866
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 16.914,00 28.482
8.341.065,39 10.601.761

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000
II. Bilanzgewinn 2.623.459,37 5.227.694
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.805.918,00 3.566.956
C. VERBINDLICHKEITEN 1.711.688,02 1.607.111
8.341.065,39 10.601.761

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. ROHERGEBNIS 14.016.660,04 13.785.503
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.384.018,05 -6.116.806
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -872.339,29 -7.256.357,34 -813.307 -6.930.113
davon für Altersversorgung: EUR - (Vorjahr: EUR -)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -177.978,03 -246.766
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.913.045,74 -2.576.742
5. Erträge aus Beteiligungen 503.775,22 0
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 128.873,05 4.605
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.105,97 -3.382
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.698.454,04 -1.639.364
9. ERGEBNIS NACH STEUERN 2.599.367,19 2.393.741
10. Sonstige Steuern -3.602,00 -2.601
11. JAHRESÜBERSCHUSS 2.595.765,19 2.391.140
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 27.694,18 2.836.554
13. BILANZGEWINN 2.623.459,37 5.227.694

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der

agotrans Logistik GmbH

Amtsgericht: Offenbach am Main

HRB: 40714

wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Für die Aufstellung wurde die größenabhängige Erleichterung gemäß § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen.

Da der Jahresabschluss unter teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt wurde, sind die Posten "Jahresüberschuss" und "Gewinnvortrag" durch den Posten "Bilanzgewinn" ersetzt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde um die Posten "Gewinnvortrag aus dem Vorjahr" sowie "Bilanzgewinn" ergänzt.

II. Erläuterungen und Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Währungsumrechnungsgrundsätzen

Der Jahresabschluss ist hinsichtlich Bilanzierung und Bewertung unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern; § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt worden.

Dem Jahresabschluss liegen die nachstehenden Bewertungsgrundsätze zugrunde:

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Spezialsoftware wird auf fünf Jahre entsprechend der vorgesehenen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige abnutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die den Abschreibungen zugrunde gelegte Nutzungsdauer beträgt bei Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre. Die Abschreibung wurde generell nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu ihren Nennwerten angesetzt. Einzelrisiken wurden angemessen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.

Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wurde gebildet für Aufwand, der den folgenden Geschäftsjahren zuzuordnen ist.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungspositionen wurden mit dem maßgeblichen Devisenkassamittelkurs der betreffenden ausländischen Währungen umgerechnet und zum Bilanzstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Die Entwicklung des Anlagevermögens und die vorgenommenen Abschreibungen im Geschäftsjahr ergeben sich aus dem auf der Folgeseite dargestellten "Anlagengitter für das Geschäftsjahr 2023":

ANLAGENGITTER FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Anschaffungskosten
Bezeichnung Stand 1.1.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Software 223.042,12 0,00 0,00 223.042,12
2. Geschäfts- oder Firmenwert 34.398,00 0,00 0,00 34.398,00
Summe 1. + 2. 257.440,12 0,00 0,00 257.440,12
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 126.628,30 37.000,00 0,00 163.628,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.248.224,42 144.364,03 -113.154,75 1.279.433,70
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.100,00 0,00 -11.100,00 0,00
Summe 1. - 3. 1.385.952,72 181.364,03 -124.254,75 1.443.062,00
Gesamt I. + II. 1.643.392,84 181.364,03 -124.254,75 1.700.502,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.203.983,85 0,00 0,00 1.203.983,85
2. Beteiligungen 71.861,12 733,04 0,00 72.594,16
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.498.939,64 0,00 0,00 1.498.939,64
Summe 1. - 3. 2.774.784,61 733,04 0,00 2.775.517,65
Gesamt I. - III. 4.418.177,45 182.097,07 -124.254,75 4.476.019,77
Abschreibungen
Bezeichnung Stand 1.1.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Software 221.167,12 1.862,00 0,00 223.029,12
2. Geschäfts- oder Firmenwert 34.397,00 0,00 0,00 34.397,00
Summe 1. + 2. 255.564,12 1.862,00 0,00 257.426,12
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 108.566,30 14.734,00 0,00 123.300,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 800.138,42 161.382,03 -94.634,75 866.885,70
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 1. - 3. 908.704,72 176.116,03 -94.634,75 990.186,00
Gesamt I. + II. 1.164.268,84 177.978,03 -94.634,75 1.247.612,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 1. - 3. 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt I. - III. 1.164.268,84 177.978,03 -94.634,75 1.247.612,12
Buchwert Buchwert
Bezeichnung Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Software 13,00 1.875,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
Summe 1. + 2. 14,00 1.876,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 40.328,00 18.062,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 412.548,00 448.086,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 11.100,00
Summe 1. - 3. 452.876,00 477.248,00
Gesamt I. + II. 452.890,00 479.124,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.203.983,85 1.203.983,85
2. Beteiligungen 72.594,16 71.861,12
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.498.939,64 1.498.939,64
Summe 1. - 3. 2.775.517,65 2.774.784,61
Gesamt I. - III. 3.228.407,65 3.253.908,61

2. Finanzanlagen

Buchwert Wertpapiere: T€ 1.499
Zeitwert Wertpapiere: T€ 1.461

Aufgrund der Wertaufholung nach dem Abschlussstichtag wurde auf eine außerplanmäßige Abschreibung gem. § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB verzichtet.

3. Guthaben bei Kreditinstituten

Zu Gunsten eines Kreditinstituts wurde ein Tagesgeldkonto, das zum Abschlussstichtag mit € 286.147,00 valutierte, verpfändet.

4. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, bis auf einen Betrag in Höhe von T€ 34 aus Darlehensforderungen, innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stellen in vollem Umfang Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar.

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Übersicht:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Stand am 31.12.2023
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.171 0 0 1.171
(Vorjahr) (1.112) (0) (0) (1.112)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
(Vorjahr) (4) (0) (0) (4)
Sonstige Verbindlichkeiten 541 0 0 541
(Vorjahr) (491) (0) (0) (491)
Summe 1.712 0 0 1.712
(Vorjahr) (1.607) (0) (0) (1.607)

IV. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige Haftungsverhältnisse für fremde Verbindlichkeiten nach § 251 HGB (Eventualverbindlichkeiten) bestanden zum Abschlusstag nicht.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Geschäftsraummietverträgen sowie aus Leasing- und Mietverträgen für die EDV in Höhe von T€ 5.184 für die Jahre 2024 bis 2028. Von den Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen für die EDV betreffen T€ 935 Verpflichtungen gegen verbundene Unternehmen.

V. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft ist zum 31.12.2023 an dem folgenden Unternehmen beteiligt:

Name und Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres 2023
SBS Speditions Bedarfs und EDV Service Gesellschaft mbH, Rodgau 100 % € 752.857,54 € 441.875,37

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 96 Mitarbeiter beschäftigt. Des Weiteren wurden 23 Auszubildende beschäftigt.

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 war:

Herr Dr. Thomas Wernig, Diplom-Kaufmann einzelvertretungsberechtigt - von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit -

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Nieder-Roden, 28.06.2024

Gez. Dr. Thomas Wernig, Geschäftsführer

Zusätzliche Angaben

Der Jahresabschluss wurde mit Beschluss vom 17.07.2024 festgestellt.

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die agotrans Logistik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der agotrans Logistik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der agotrans Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 10.07.2024

AUDITTAX Prof. Raber GmbH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Klaus Weber, Wirtschaftsprüfer

Maik Schmieder, Wirtschaftsprüfer

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