Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 209809
Eingetragen
26.7.2006
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieVerlegen von ComputerspielenVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
Die weltweite Vermarktung, Distribution und Lizenzierung virtueller Produkte in Form von Schriften (Fonts), Schriften- und Computer-Software sowie die Entwicklung und Anpassung von Schriftdesigns, Schriften-Software, Software-Tools und elektronischer Distributionsmittel sowohl für eigene Zwecke als auch als Dienstleistung für Dritte. Die weltweite Vermarktung der Schriftenbibliothek der früheren Linotype-Hell AG durch Lizenzierung der Marken und Geschmacksmuster sowie durch Verschaffung von sonstigen Nutzungsrechten daran, insbesondere unter Benutzung der Markenzeichen "Linotype" und "Linotype Library", bildet einen weiteren Schwerpunkt der Geschäftsaktivität. Die Geschäftstätigkeit umfasst ferner die Nutzung und Weiterentwicklung elektronischer Vertriebskanäle und elektronischer Vertriebstechniken auf der Basis des Internet sowie den Aufbau eines eigenen weltweiten Händlernetzes. Schließlich auch die Vermarktung, Distribution und Lizenzierung von Schriften- und Softwareprodukten anderer Hersteller sowie der Erwerb von Nutzungs- und Verwertungsrechten von unabhängigen Designern durch die Gesellschaft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan-Ulrich Schulze
seit 29.8.2025
Prokura
Gunnar Malich
seit 13.9.2021
Prokura
Christopher Kollat
seit 2.9.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Imaging Holdings Corp.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Imaging Holdings Corp.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Monotype GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

Monotype GmbH, Berlin

A. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die weltweite Vermarktung, Distribution und Lizenzierung virtueller Produkte in Form von Schriften (Fonts), Schriften- und Computer-Software sowie die Entwicklung und Anpassung von Schriftdesigns, Schriften-Software, Software-Tools und elektronischer Distributionsmittel sowohl für eigene Zwecke als auch als Dienstleistung für Dritte.

Die Gesellschaft ist zu allen Rechtsgeschäften und sonstigen Handlungen berechtigt, die ihr zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen. Sie kann Zweigniederlassungen oder Geschäftsstellen innerhalb oder außerhalb Deutschlands errichten und Beteiligungen an anderen Unternehmen erwerben.

Die weltweite Vermarktung der Schriftenbibliothek der früheren Linotype Hell AG, Eschborn, und von Schriften, die von Herrn Erik Spiekermann erworben wurden, durch Lizenzierung der Marken und Nutzungsrechte, insbesondere unter Benutzung der Markenzeichen "Linotype" und "Linotype Library", bildet einen weiteren Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit.

Die Geschäftstätigkeit umfasst ferner die Nutzung und Weiterentwicklung elektronischer Vertriebskanäle und elektronischer Vertriebstechniken auf der Basis des Internets sowie den Aufbau eines eigenen weltweiten Händlernetzes. Nach dem Erwerb von FontShop im Jahre 2014 (bestehend aus den unabhängigen Firmen FontShop International GmbH, Berlin und FontShop AG, Berlin) betreibt das Unternehmen heute zwei große Handelsplattformen (fontshop.com und linotype.com). Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Entscheidung über die konzernweite Konsolidierung der elektronischen Vertriebskanäle getroffen. Es wird in Zukunft lediglich die Web-Site myfonts.com der Monotype Inc. weiterhin fortgeführt. Das Angebot der Produkte der fontshop.com und der linotype.com wird auf die bereits bestehende Web-Site überführt.

Durch den seit August 2006 bestehenden Konzernverbund mit der Monotype Imaging Inc., USA, ist die Gesellschaft weiterhin in der Lage, mit einem erweiterten Produktportfolio und einer erweiterten Wissensbasis am Markt zu agieren. Mit dem Erwerb von FontShop stärkte die Monotype GmbH (im Folgenden kurz: Monotype) die Stellung des Unternehmens im Bereich Schriften-Software und damit verbundener Technologien in Europa.

Zu den Kunden der Gesellschaft zählen folgende Zielgruppen:

a) OEM (Original Equipment Manufacturers):

Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Großkunden, mit denen die Gesellschaft schon seit Längerem Geschäftsbeziehungen unterhält, aber auch um Neukunden (hauptsächlich aus der Automobilbranche), die die Produkte der Gesellschaft in ihre eigenen Produkte (Soft- und/oder Hardware) integrieren.

b) Corporate Kunden:

Hauptsächlich mittlere und große Unternehmen, aber auch öffentliche Institutionen und gemeinnützige Organisationen, setzen die von der Gesellschaft lizenzierten Einzelfonts auf einer größeren Anzahl von Computern für die interne und externe Kommunikation ein. Dabei bilden die Fonts einen wichtigen Teil der Corporate Identity von Unternehmen. Häufig finden kundenspezifische Anpassungen in Design, Namensgebung und/oder Technik statt.

Die technische und gestalterische Kombination von Non-Latin-Schriften mit westlichen Designs behält eine signifikante Bedeutung für global agierende Unternehmen.

c) Agenturen, Designer und andere kreativ tätige Kunden:

Diese Zielgruppe benötigt Fonts häufig für (Werbe-) Kampagnen ihrer Kunden. Hierbei handelt es sich um Lizenzierungen von Einzelfonts bis hin zu umfangreichen Font-Libraries für eine meist geringe Anzahl von Computern. Auch das neue Software as a Service (SaaS)-Angebot Enterprise Font Solution ermöglicht es, eine große Anzahl an Schriftenfamilien in verschiedenen Sprachen und Umgebungen in vielfältiger Weise (z.B. in mobilen Applikationen, auf Webseiten oder in elektronischen Dokumenten mit eingebetteten Schriften) einzusetzen.

Die Verbreitung der Fonts bei diesen Kunden spielt eine wichtige Rolle für den Umsatz mit Corporate Kunden, da die kreativ Tätigen meist bei der Entscheidungsfindung der Corporate Kunden beteiligt sind.

d) Press- und Pre-Press-Kunden:

Zu diesem traditionellen Anwenderkreis von Fonts gehören neben Verlagen und Druckereien auch professionelle Belichtungsstudios, die zumeist umfangreiche Font-Libraries im Einsatz haben. Neben den Font-Libraries bzw. Lizenzen für zusätzliche Fonts oder zusätzliche Nutzungsarten in Zusammenhang mit der Digitalisierung des Geschäftes ist diese Zielgruppe am SaaS-Angebot Enterprise Font Solution interessiert.

e) Kleinunternehmen und private Endkunden:

Diese Zielgruppe benötigt meist Einzelfonts für einen speziellen Anwendungsfall. Hierbei kommt hauptsächlich die Standard-Lizenz für bis zu fünf Arbeitsplätzen zum Einsatz, die fast ausschließlich im Webshop der Gesellschaft erworben wird.

Während des Berichtszeitraums haben sich keine wesentlichen Änderungen des Wettbewerbsumfeldes von Monotype ergeben.

Der Trend, dass im Font-Bereich neben den klassischen Hauptwettbewerbern zahlreiche kleinere Anbieter wachsende Bedeutung am Markt erlangen, hält weiterhin an.

Die Monotype GmbH zählt mit ihrem umfangreichen Produktportfolio und weltweit anerkannten Font-Know-How genauso wie die verbundenen Unternehmen der Monotype-Gruppe zu den großen Teilnehmern im Fontgeschäft. Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, diese Marktstellung weiter auszubauen, ihre Aktivitäten im Bereich der Markengestaltung sowie der Entwicklung innovativer Marketingtools zu verstärken und im Markt der Font-Management-Software zu einem der führenden Unternehmen zu werden.

Um die Marktstellung im Bereich Fonts weiter auszubauen, wurden kontinuierlich Vertriebsrechte für Fonts von anderen Herstellern vereinbart.

Zum Schutz des geistigen Eigentums wurden Marken weiter ausgebaut und die Verteidigung gegen Marken- und Produktpiraterie sowie die Registrierung der Urheberrechte an Schriften-Software in den USA systematisch fortgeführt.

B. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

In Deutschland setzte sich das Wachstum der Vorjahre pandemiebedingt im Berichtsjahr nicht fort. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich gegenüber 2021 (Anstieg 2,6 %) nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 1,8 %.

Die Wirtschaft in der Eurozone erreichte nach aktuellen Zahlen der Statistikbehörde Eurostat im Jahr 2022 einen Anstieg von 3,5%.

Gemäß der OECD wuchs die Weltwirtschaft im Berichtsjahr um 3,3 %, nach einem Anstieg um 5,8% im Jahr 2021.

Diese Rahmenbedingungen haben zu unserer positiven Geschäftsentwicklung beigetragen.

C. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Ertragslage

Die folgende Tabelle zeigt die einzelnen Positionen im Vergleich zum Vorjahr:

TEUR 2022 (2021)
Umsatz: 38.885 (31.800)
Beständsveränderungen: 86 (-130)
Materialaufwand: -12.096 (-10.151)
Rohmarge: 26.875 (21.519)
Übrige Erträge: 1.882 (1.539)
Personalaufwand: -9.369 (-7.826)
Abschreibungen: -879 (-2.215)
Sonstige betriebliche Aufwendungen: -12.057 (-9.009)
Zinsergebnis: 828 (152)
Ertragsteuern: -2.292 (-1.759)
Jahresergebnis: 4.988 (2.401)

Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.988 ausgewiesen.

Umsatzerlöse und Materialaufwand

Der Gesamtumsatz als wichtigster finanzieller Leistungsindikator beträgt TEUR 38.885 (Vorjahr: TEUR 31.800).

Die Umsatzerlöse wurden sowohl mit externen Kunden (65,7%; Vorjahr: 62,4%) als auch innerhalb des Konzernverbunds erzielt. Bei einem Gesamtumsatz von TEUR 38.885 konnte der erwartete Umsatz in Höhe von TEUR 36.727 übertroffen werden. Der Anstieg der Umsatzerlöse war im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Ausweitung und Neuausrichtung unserer Vertriebsabteilung weitere Erfolge verzeichnen konnten. Durch den Einbezug aller laufzeitbezogenen Verträge in die Berichtigung der Passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden TEUR 13.916 (Vorjahr: TEUR 8.699) in Folgejahre verschoben.

Der Anstieg der Umsätze mit externen Kunden im Vergleich zum Vorjahr betraf die Bereiche E-Commerce mit TEUR -39 (-0.8%), OEM mit TEUR +1.405 (+31,7%) und Creative Professional mit TEUR +4.317 (+41,2%).

Der Umsatz innerhalb des Konzernverbunds erhöhte sich um 11,74%. Dieser Umsatz ist abhängig vom Produktmix der von anderen Konzerngesellschaften verkauften Lizenzen. Der Umsatz schwankt mit der Verwendung unserer Lizenzrechte.

Der Materialaufwand erhöhte sich um 19,2%, während die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 22,3% anstiegen. Die Materialintensität ist entsprechend auf 31,1% gesunken (Vorjahr: 31,9%). Entsprechend dem Produktmix der Kundenverträge entstehen unterschiedlich hohe Materialaufwendungen aus Verträgen mit Designern und anderen Lizenzinhabern.

Übrige Erträge

Die übrigen Erträge enthalten im Wesentlichen Gewinne aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.867 (Vorjahr: TEUR 1.513). Diese stammen wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der Umrechnung von US-Dollar Positionen.

Entwicklung der betrieblichen Aufwendungen

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.544 gestiegen. Die laufendenden Gehaltsaufwendungen erhöhten sich vor allem aufgrund höherer Vertriebsprovisionen, die aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung gezahlt wurden. Die Anpassung der Inflationserwartungen für die Berechnung der Pensionsrückstellung ließ die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung stark ansteigen.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 3.048 ist wesentlich bedingt durch den Anstieg der Währungskursverluste aus der Umbewertung von Forderungen in Fremdwährungen, die sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar und dem japanischen Yen ergaben. Die im Geschäftsjahr 2023 beantragte Insolvenz eines Kunden führte zudem zur Einstellung einer Wertberichtigung der gesamten Forderung in Höhe von TEUR 833.

Der Rückgang der Abschreibungen um TEUR 1.336 resultiert im Wesentlichen aus der Verminderung der Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände Betriebs- und Geschäftsausstattung und den Geschäfts- oder Firmenwert. Für einen der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgte im Vorjahr die planmäßige Restabschreibung.

Der Anstieg des Zinsergebnisses um TEUR 676 resultiert im Wesentlichen aus der Verzinsung der gestiegenen Konzernsalden bei erhöhten Zinssätzen. Weiterhin reduzierte sich der Zinsaufwand aus der Berechnung der Pensionsrückstellungen.

Die Aufwendungen aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich im Berichtsjahr um TEUR 533 auf TEUR 2.292. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern um TEUR 3.120 auf TEUR 7.278 im Berichtsjahr zurückzuführen. Die Aufwendungen wurden vermindert durch die Anpassung aktiver latenter Steuern von TEUR 575 (Vorjahr: Erhöhung des latenten Steueraufwands um TEUR 84).

Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.988 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 2.401).

Die Erhöhung der Rohmarge sowie der Rückgang der Abschreibungen kompensierten den Anstieg des Personalaufwandes, der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und der Steuern.

Die Umsatzrendite stieg von 7,6% auf 12,8% an.

Vermögenslage

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dadurch geprägt, dass im Bereich der Immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen die laufenden Abschreibungen die vorgenommenen Neuinvestitionen übersteigen. (31.12.2022: TEUR 11.044, Vorjahr: TEUR 11.829).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 2.879 auf TEUR 7.197 gestiegen. Grund dafür sind die hohe Anzahl der Vertragsabschlüsse im vierten Quartal 2022, deren Zahlungsziel nach dem Stichtag lag. Dieser Anstieg ist bereits um die Wertberichtung, die für einen Kunden, der im Geschäftsjahr 2023 Insolvenz beantragte, vorgenommen wurde, gemindert.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 26.021 (Vorjahr: TEUR 20.708). Die Erhöhung betrifft im Wesentlichen die Konzerngesellschaften in Japan, den USA und Großbritannien aus dem laufenden Geschäft.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 828 (Vorjahr: TEUR 1.090) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuern für die Jahre 2020 und 2021.

Die Erhöhung der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten auf TEUR 4.412 (Vorjahr: TEUR 2.913) ist wesentlich auf die Abgrenzung des Materialaufwandes im Zusammenhang mit der Umsatzabgrenzung in diesem Geschäftsjahr bedingt.

Das Eigenkapital TEUR 24.829 (Vorjahr: T€ 19.841) beträgt 43,1 % (Vorjahr: 45,7%) der Bilanzsumme und veränderte sich durch das Jahresergebnis.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen entsprechend der versicherungsmathematischen Berechnung von TEUR 5.197 auf TEUR 5.974 an.

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 5.995 (Vorjahr: TEUR 3.683) ist wesentlich bedingt durch den Anstieg der Rückstellungen für Lizenzgebühren und Verkaufskommissionen. Dies ist bedingt durch die positive Geschäftsentwicklung im vierten Quartal des Geschäftsjahres.

Die Steuerrückstellungen in Höhe vom TEUR 552 betreffen im Wesentlichen das Geschäftsjahr 2022 und 2021.

Die Erhöhung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens auf TEUR 15.150 (Vorjahr: TEUR 11.579) ist bedingt durch die Abgrenzung von Umsatzerlösen aus laufzeitbezogenen Nutzungsrechten und technikbezogener Services. Die Zuführung im Geschäftsjahr 2022 betrug TEUR 8.513. Aus dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten der Vorjahre wurden TEUR 6.198 als Umsatz realisiert.

Die Refinanzierung erfolgt ausschließlich konzernintern. Die Vermögenslage ist mit einer Eigenkapitalquote von 43,1% (Vorjahr 45,7%) sowie liquiden Mitteln von TEUR 7.046 (Vorjahr TEUR 2.214) stabil.

Finanzlage

TEUR 2022 (2021)
Jahresergebnis: +4.988 (+2.401)
Abschreibungen: +879 (+2.215)
Verluste aus Anlagenabgang: +3 (+9)
Veränderung der Rückstellungen: +3.570 (-201)
Veränderung kurzfristiger Aktiva: -10.090 (-5.894)
Veränderung der Verbindlichkeiten und anderer Passiva: +5.578 (+1.907)
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit: +4.928 (+437)
Investitionen in Sachanlagen: -96 (-68)
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit: -96 (-68)
Veränderung des Finanzmittelfonds: +4.832 (+369)
Finanzmittel am Beginn des Geschäftsjahres: 2.214 (1.845)
Finanzmittel am Ende des Geschäftsjahres: 7.046 (2.214)

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist 2022 positiv (TEUR 4.928, Vorjahr: TEUR 437).

Dies ist wesentlich bedingt durch das um die laufenden Abschreibungen bereinigte Jahresergebnis. Die Erhöhung der Rückstellungen, der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die Zuführung zu den passiven Rechnungsabgrenzungsposten konnten den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen nicht vollständig kompensieren.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit ist aufgrund des Erwerbs von Betriebs- und Geschäftsausstattung mit TEUR 96 negativ.

Die liquiden Mittel erhöhten sich von TEUR 2.214 im Vorjahr auf TEUR 7.046.

Die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft ist wegen der positiven Ergebnisentwicklung und aufgrund der soliden Kapital- und Liquiditätssituation weiterhin als stabil zu bezeichnen. Die Eigenkapitalquote beträgt 43,1%, die liquiden Mittel betragen TEUR 7.046. Die Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr 2022 war jederzeit gegeben.

D. Risiken- und Chancenbericht

Im Zusammenhang mit dem Risikomanagement und der Risikovermeidungspolitik hat die Geschäftsführung entschieden, dass Aktivitäten der Gesellschaft weiterhin durch die Liquiditätsreserven und thesaurierten Gewinne finanziert werden können. Die Konzernmuttergesellschaft hat ein Risiko- und Finanzmanagement, dessen vorrangiges Ziel es ist, die Monotype-Gruppe vor Ereignissen zu schützen, die das Erreichen der Vorgaben der Gruppe behindern. Dazu werden ein übermäßiges Kontrahentenrisiko begrenzt, ausreichendes Geschäftskapital sichergestellt und das Risikomanagement auf Unternehmensebene überwacht.

Sicherungsinstrumente werden nicht verwendet.

Die identifizierten Risiken, welche das finanzielle Ergebnis der Gesellschaft beeinträchtigen könnten, umfassen:

Preisrisiken:

Ein erheblicher Anteil unseres Umsatzes resultiert aus Verträgen mit einer beschränkten Anzahl von Lizenznehmern. Wären wir nicht in der Lage, diese Kundenbeziehungen zu halten oder weitere Kunden zu gewinnen, wird unser Umsatz negativ beeinträchtigt. Sollten unsere Kunden fordern, die Lizenzgebühren herabzusetzen, kann eine derartige Herabsetzung den Umsatz gleichermaßen beeinträchtigen. Dieses Risiko wird als gering eingeschätzt.

Technologierisiken:

Unser Erfolg hängt davon ab, dass ein Markt für Produkte existiert, in die unsere Schriften-Software oder damit zusammenhängende Technologie eingebettet werden kann. Dieses Risiko wird als gering eingeschätzt.

Wechselkursrisiken:

Die Monotype GmbH wickelt einen wesentlichen Teil ihrer Geschäfte in verschiedenen Währungen ab, darunter in erheblichem Umfang in US-Dollar. Daher sind wir Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit der Durchführung grenzüberschreitender Geschäfte ausgesetzt. Im Umkehrschluss kann sich die Entwicklung der Wechselkurse auch positiv auf die Ertragslage auswirken. Dieses Risiko wird als mittelmäßig eingeschätzt.

Rechtliche Risiken:

Es ist möglich, dass das Unternehmen gelegentlich Anspruchsteller, Anspruchsgegner oder Partei in Gerichtsverfahren oder anderen rechtlichen Verfahren ist, einschließlich Rechtsstreitigkeiten, in deren Rahmen unsere Immaterialgüterrechte durchgesetzt werden sollen. Zurzeit befindet sich die Monotype GmbH nicht in einem derartigen Gerichtsverfahren oder behördlichen Verfahren. Dieses Risiko wird als gering eingeschätzt.

Ausfallrisiken:

Die Forderungen des Unternehmens sind werthaltig, da wir mit Großkunden aus dem OEM-Bereich zusammenarbeiten und die Zahlungsmoral unserer langjährigen Kunden einwandfrei ist. Die Altersstruktur der Forderungen wird regelmäßig im Rahmen von Quartalsabschlüssen analysiert und bewertet. Säumige Kunden werden turnusmäßig gemahnt oder direkt angesprochen. Nennenswerte Wertberichtigungen zu Forderungen mussten nicht vorgenommen werden.

Der nun im Geschäftsjahr 2023 unerwartet eingetretene Fall der Insolvenz eines großen Konzerns wird daraufhin analysiert werden, ob diese Entwicklung vorauszusehen gewesen wäre. Die Analyse ist noch nicht abgeschlossen.

Dennoch wird dieses Risiko zunächst als mittelmäßig eingeschätzt.

Liquiditätsrisiko:

Das Unternehmen ist eingebunden in einen weltweiten Prozess der Liquiditätsplanung. Revolvierend werden die erwarteten Einnahmen den erwarteten Ausgaben für die folgenden drei Monate gegenübergestellt. Das Unternehmen im Geschäftsjahr 2022 war jederzeit zahlungsfähig.

Das Risiko wird als gering eingeschätzt.

Chancen

Ziel der Monotype ist es, den digitalen Wandel unserer Kunden zu unterstützen, mit einem verbesserten Produkt- und Lizenzportfolio ein profitables Wachstum zu generieren und damit unsere Marktstellung zu halten oder zu verbessern.

Nicht nur etablierte Großunternehmen profitieren vom starken Branding-Element Schrift, auch jüngere Marken sind sich dessen bewusst und setzen auf klare schriftliche Botschaften. Darum setzt Monotype darauf, das Markenbewusstsein seiner Kunden weiter zu schärfen und Schriften-Software für die Bereiche Websites, Apps und im Printbereich zu vertreiben. Durch die Einführung vereinfachter Lizenzmodelle sowie einen stärkeren Fokus auf die Schaffung von Brands, Corporate Designs und Corporate Identity wird Monotype seinen Kundenstamm weiter ausbauen und seinen Marktanteil ausweiten.

Der Geschäftsführer wird diese Risiken und Chancen kontinuierlich überwachen.

Zusammenfassende Darstellung

Die Risiken werden als niedrig oder mittelmäßig eingestuft. Das eingerichtete Berichtswesen führt zu einer laufenden Überwachung. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die allgemeine Risikolage bis heute nicht verändert. Gesamtwirtschaftliche Folgen aus dem Ukraine Konflikt sind, abgesehen von den bislang eingetretenen Inflationstendenzen bei Energie-, Erzeuger- und Verbraucherpreisen, die jedoch das Geschäft der Gesellschaft bislang nicht wesentlich beeinflussen, aus unserer Sicht noch nicht abschätzbar. Gleiches gilt für den Konflikt im Nahen Osten.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft beeinträchtigen können, sind derzeit nicht zu erkennen.

E. Prognosebericht

Die positive Entwicklung der Umsatzerlöse ist bedingt durch eine Neuausrichtung der Vertriebsaktivitäten. Dem folgend wurde das Vertriebsteam auch in 2023 vergrößert.

Die geplante Konsolidierung der elektronischen Vertriebskanäle wird ab dem Geschäftsjahr 2024 die externen Umsatzerlöse, basierend auf den Internetumsätzen dieses Jahres, um TEUR 4.905, reduzieren. Lizenzeinnahmen aus dem Verkauf unserer eigenen Produkte werden dann über Umsätze aus dem Konzernverbund erzielt.

Auf der Basis unserer Planzahlen für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 46.000 aus denen sich ein Ergebnis vor Abschreibungen, Wechselkursdifferenzen, Zinsergebnis und Steuern (EBITDA) in Höhe von TEUR 16.000 ergibt.

Die Planung der Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2024 beläuft sich auf TEUR 59.000 sowie ein positives operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Wechselkursdifferenzen, Zinsergebnis und Steuern (EBITDA), welches das EBITDA von 2023 leicht übersteigt.

 

Berlin, 10.5.2024

Christopher Kollat, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 11.043.606,97 11.829.343,03
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.907.719,15 3.675.912,21
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.885.741,21 2.172.182,91
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.021.977,94 1.503.729,30
II. Sachanlagen 201.478,00 219.021,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.478,00 219.021,00
III. Finanzanlagen 7.934.409,82 7.934.409,82
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.934.409,82 7.934.409,82
B. Umlaufvermögen 41.201.170,98 28.353.544,63
I. Vorräte 109.543,50 23.455,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 34.045.377,80 26.115.737,60
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.020.691,12 20.707.950,39
2. sonstige Vermögensgegenstände 8.024.686,68 5.407.787,21
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.046.249,68 2.214.351,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.412.436,73 2.913.056,93
D. Aktive latente Steuern 921.284,21 346.496,66
Aktiva 57.578.498,89 43.442.441,25

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 24.829.288,46 19.841.078,34
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 7.627.531,37 7.627.531,37
III. Bilanzgewinn 17.176.757,09 12.188.546,97
davon Gewinnvortrag 12.188.546,97 9.787.475,08
B. Rückstellungen 12.521.821,43 8.951.534,09
C. Verbindlichkeiten 5.077.882,06 3.070.927,22
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.044.597,95 1.699.296,26
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.033.284,11 1.371.630,96
D. Rechnungsabgrenzungsposten 15.149.506,94 11.578.901,60
Passiva 57.578.498,89 43.442.441,25

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 28.757.645,08 23.057.328,48
2. Personalaufwand 9.369.487,82 7.825.641,97
a) Löhne und Gehälter 7.804.289,00 6.924.576,82
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.565.198,82 901.065,15
davon für Altersversorgung 730.088,62
3. Abschreibungen 879.255,15 2.215.038,94
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 879.255,15 2.215.038,94
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.056.766,00 9.008.923,11
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.311.587,50 203.856,21
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.082.044,69 699.488,88
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 254.249,77 547.542,06
davon an verbundene Unternehmen 62.990,77 36.187,95
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.291.720,91 1.758.599,39
8. Ergebnis nach Steuern 4.988.210,12 2.401.071,89
9. Jahresüberschuss 4.988.210,12 2.401.071,89
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.188.546,97 9.787.475,08
11. Bilanzgewinn 17.176.757,09 12.188.546,97

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Monotype GmbH mit Sitz in Berlin HRB 209809, Amtsgericht Charlottenburg, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften §§ 242ff. und 264ff. des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt.

Die Bilanz ist nach den Vorschriften der §§265 ff. HGB gegliedert. Bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde von uns das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögengegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer individuell geschätzten Nutzungsdauer zeitanteilig um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern der immateriellen Vermögensgegenstände betragen zwischen 3 Jahren und 15 Jahren.

Die Gesellschaft hat entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert, die zu Anschaffungskosten angesetzt werden und durch planmäßige lineare Abschreibungen über 15 Jahre amortisiert werden. Die erwartete Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts von 15 Jahren ist im Wesentlichen auf den hohen Bekanntheitsgrad sowie die starke Positionierung der Marke Monotype am Markt zurückzuführen. Zudem sind die von der Monotype GmbH entwickelten Schrifttypen weltweit bekannt, wodurch eine Diversifizierung der Risiken erfolgt. Die Monotype GmbH versorgt große Abnehmer mit Markenrechten, die verlängert werden können und im Vergleich mit Patenten nicht auslaufen und der Geschäftsbetrieb verfügt über sehr langfristige Kundenbeziehungen, die zum Teil für einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren bestehen.

Auf immaterielle Vermögensgegenstände wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 200) vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der individuell geschätzten Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens wurden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen zwischen 3 Jahren und 13 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden.

Bei den Finanzanlagen wurden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Von dem Abschreibungswahlrecht bei voraussichtlich nur vorübergehender Wertminderung wurde kein Gebrauch gemacht.

Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bewertet.

Im Geschäftsjahr wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 833 vorgenommen.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf Basis des ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahrens (PUC-Methode) unter Ansatz eines Rechnungszinses für die vergangenen zehn Jahre von 1,78% (Vj. 1,87%), einer erwarteten Steigerung der pensionsfähigen Einkommen in Höhe von 2,75% p.a. (Vj. 2,75%) sowie einer erwarteten Anpassung der laufenden Renten in Höhe von 2,50% p.a. (Vj. 1,70%) und unter Anwendung der Richttafeln 2018 G (Vj. Richttafeln 2018 G) durchgeführt. Die Festlegung des Rechnungszinses erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB auf der Basis einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Bei Anwendung der bisherigen Regelungen zur Zinsermittlung über die letzten sieben Jahre ergibt sich ein durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,44% (Vj. 1,35%). Die Anwendung des erhöhten Rechnungszinses führt zu einem Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB in Höhe von EUR 380.702 (Vj. EUR 498.240) sowie zu einem gegenläufig anfallenden latenten Steueraufwand (kumuliert) in Höhe von EUR 114.895 (Vj. EUR 150.368). Die Ausschüttungssperre gem. §253 Abs. 6 S.2 HGB wurde beachtet. Von dem Zinsaufwand in Höhe von EUR 190.766 (Vj. EUR 472.031) entfallen EUR 94.985 (Vj. EUR 363.602) auf die Zinssatzänderung zum Vorjahr. Der Ausweis des Zinsaufwandes erfolgt im Finanzergebnis.

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen das Geschäftsjahr 2022 betreffende, noch nicht veranlagte Steuern und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt und wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Jubiläumsrückstellungen wurden nach dem zeitratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Ansatz des von der deutschen Bundesbank bekanntgegebenen, durchschnittlichen Rechnungszinses der letzten sieben Jahre auf Basis der Rückstellungsabzinsungsverordnung von 1,44% (Vj. 1,35%), einer erwarteten künftigen Steigerung des Einkommens um 2,75% p.a. (Vj. 2,75%) sowie eines erwarteten Anstiegs der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenzen in Höhe von 2,75% p.a. (Vj. 2,75%) und unter Anwendung der Richttafeln 2018 G (Vj. Richttafeln 2018 G) bewertet. Änderungen des Zinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Aufrechenbare Forderungen und Verbindlichkeiten wurden verrechnet.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrenden Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet. Diese Differenzen werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Aktive latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden bezüglich der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen und Ansatzunterschieden bezüglich der sonstigen Rückstellungen. Passive latente Steuern ergeben sich aus Ansatzdifferenzen bei immateriellen Vermögensgegenständen sowie Bewertungsunterschieden im Bereich der Forderungen. Nach Saldierung verbleibt ein aktivischer Überhang. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 30,18% (Vj. 30,18%), der sich aus dem Körperschaftsteuersatz, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuersatz zusammensetzt. Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand zu Beginn des Gj.
EUR
Veränderung ("+" Ertrag)
EUR
Stand zum Ende des Gj.
EUR
Aktive latente Steuern + 818.540,40 + 515.773,01 + 1.334.313,41
Passive latente Steuern - 472.043,74 - 59.014,54 - 413.029,20
Nach Verrechnung + 346.496,66 + 574.787,55 +921.284,21

Der Betrag in Höhe von EUR 921.284,21 unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Monotype GmbH hält 100% der Anteile an der URW Type Foundry GmbH, Berlin. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2022 EUR 3.269.155,68. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 beträgt EUR 984.999,12.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Erläuterung zu den unfertigen Erzeugnissen

Die unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 110 (Vj. TEUR 23) betreffen angefallene Arbeitsstunden für noch nicht abgerechnete Kundenprojekte.

Angabe zu Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit den entsprechenden Verbindlichkeiten gegenüber derselben Gesellschaft verrechnet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 26.021 (Vj. TEUR 20.708). Die Forderungen bestehen im Wesentlichen gegenüber unseren japanischen und englischen Schwestergesellschaften sowie der Bitstream Inc, Woburn, Massachusetts, USA, einer Tochtergesellschaft der Monotype Imaging Inc. Von diesen Forderungen betreffen TEUR 26.003 den Liefer- und Leistungsverkehr.

Zum Stichtag bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 18 (Vj. TEUR 19) gegen die Gesellschafterin, die unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden.

Alle Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuer der Jahre 2020 und 2021 (TEUR 801, Vj. TEUR 1.062).

Angaben zu den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 4.412 (Vj. TEUR 2.913) besteht im Wesentlichen aus der Abgrenzung für bezogene Leistungen.

Der Aufwand für bezogene Leistungen wurde der Umsatzabgrenzung folgend ebenfalls angepasst. Die Abgrenzung erfolgt über den Zeitraum des Kundenvertrages. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten für diesen Sachverhalt beträgt TEUR 4.375 (Vj. TEUR 2.807).

Im Geschäftsjahr 2022 wurden zusätzliche Abgrenzungen in Höhe von TEUR 2.789 (Vj. TEUR 1.583) in den Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Aus dem Rechnungsabgrenzungsposten des Vorjahres wurden TEUR 1.220 (Vj. TEUR 785) als Aufwendungen für bezogene Leistungen realisiert.

Bilanzgewinn

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Geschäftsjahr 2021 i. H. v. EUR 12.188.546,97 und des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2022 i. H. v. EUR 4.988.210,12 ergibt sich zum 31. Dezember 2022 ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 17.176.757,09.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für noch nicht abgerechnete Lizenzgebühren (TEUR 3.438), Verpflichtungen aus Abfindungsvereinbarungen (TEUR 262), Mitarbeiterboni (TEUR 547), im Geschäftsjahr nicht genommenen Urlaub (TEUR 122), Jahresabschlusskosten und Prüfungsgebühren (TEUR 277), Jubiläumsverpflichtungen (TEUR 85) sowie Vertriebskommissionen für Mitarbeiter (TEUR 1.117) gebildet.

Angabe zu Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten. Keine der Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022
(in TEUR)
Gesamt Davon bis zu 1 Jahr Davon 1 bis 5 Jahre
2022 2021 2022 2021 2022 2021
aus Lieferungen und Leistungen 95,8 158,7 95,8 158,7 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 4.044,6 1.699,2 4.044,6 1.699,2 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 937,5 1.213,0 937,5 1.213,0 0,0 0,0
Summe 5.077,9 3.070,9 5.077,9 3.070,9 0,0 0,0

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht.

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden mit entsprechenden Forderungen gegen dieselbe Gesellschaft verrechnet. Sie betreffen in Höhe von TEUR 1.337 (Vj. TEUR 1.487) kurzfristige Ausleihungen von der URW Type Foundry GmbH. Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Monotype Imaging Inc. in Höhe von TEUR 1.877 (Vj. Forderungen TEUR 158). Sie beinhalten kurzfristige Ausleihungen an die Monotype Imaging Inc. in Höhe von TEUR 16.635. Diese wurden verrechnet mit Verbindlichkeiten gegenüber Monotype Imaging Inc. aus der Transfer Pricing Berechnung in Höhe von TEUR 20.728. Der Betrag enthält verrechnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.974.

Angaben zu den passiven Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 15.150 (Vj. TEUR 11.579) enthalten Abgrenzungen von abgerechneten Umsatzerlösen aus Verträgen, die dem Kunden Nutzungsrechte über den Stichtag hinaus für ein Jahr oder mehrere Jahre gewähren. Es werden weiterhin abgerechnete Serviceleistungen in Verbindung mit den Nutzungsrechten über die Laufzeit abgegrenzt. Die Ermittlung basiert auf dem Datum des Vertragsbeginns und der Laufzeit.

Der Rechnungsabgrenzungsposten für abgerechnete Serviceleistungen beträgt TEUR 683 (Vj. TEUR 609).

Im Geschäftsjahr 2022 wurden neue Abgrenzungen für Nutzungsrechte in Höhe von TEUR 9.695 (Vj. TEUR 6.479) in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die abgegrenzten Umsatzerlöse werden in Folgejahren entsprechend der Laufzeit realisiert. Die abgegrenzten Umsatzerlöse werden in Folgejahren entsprechend der Laufzeit realisiert.

Aus dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten des Vorjahres wurden TEUR 6.198 (Vj. TEUR 3.780) als Umsatzerlöse realisiert.

Geschäfte mit Finanzderivativa wurden bisher nicht ausgeführt. Das gilt auch für das Geschäftsjahr 2022.

Aufwendungen mit außergewöhnlicher Größenordnung

Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Gesellschaft mit Konzernumlagen in Höhe von TEUR 6.960 (Vj. TEUR 7.491) belastet. Damit wurde auf Basis einer Transfer Pricing Studie, die den entsprechenden Regeln der OECD folgt, eine Kostenverteilung im Konzern abgerechnet.

Einer unserer Kunden musste im Geschäftsjahr 2023 Insolvenz anmelden. Die ausstehenden Forderungen wurden bereits in diesem Geschäftsjahr vollständig wertberichtigt (TEUR 833).

Verpflichtungen aus Haftungsverhältnissen bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 415 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese betreffen ausschließlich Miet- und Leasingverpflichtungen. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2025. Die Miet- und Leasingverpflichtungen bestehen aus der geschäftsüblichen Anmietung von Büroräumen in Berlin für betriebliche Zwecke sowie in geringem Umfang aus dem Leasing von Firmenfahrzeugen, die Mitarbeitern während ihrer Tätigkeit für die Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden. Aus Gründen der geringeren Kapitalbindung und einer höheren Flexibilität hat sich die Firmenleitung für dieses Modell entschlossen. Wesentliche Risiken bestehen keine.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen laufende Steuern sowie den Anpassungsbetrag für bilanzierte aktive latente Steuern.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Geschäftsführer

Während des Geschäftsjahrs 2022 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Herr Christopher Kollat, Kaufmann, Alleingeschäftsführer

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung sowie der Bezüge ehemaliger Geschäftsführer und der für die Personengruppe gebildeten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernzugehörigkeit

Die Monotype GmbH wurde in den Konzernabschluss der Marvel Parent LLC, Palo Alto, Kalifornien, USA, auf der Ebene des größten Konzernkreises einbezogen.

Die Imaging Holdings Corporation, Woburn, Massachusetts, USA, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf, in den die Monotype GmbH einbezogen ist.

Der Konzernabschluss wird weder von der Marvel Parent LLC, noch von der Imaging Holdings Corporation offengelegt.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 63 und verteilt sich wie folgt:

Arbeitnehmergruppen Zahl Vorjahr
Angestellte 60 52
leitende Angestellte 3 3

Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den in der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2022 ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.988.210,12 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Neuausrichtung der Vertriebsaktivitäten weiterhin erfolgreich umgesetzt. Das Vertriebsteam wurde auch im Geschäftsjahr 2023 vergrößert. Wir erwarten, dass der daraus resultierende Anstieg der Umsatzerlöse zu einem Jahresüberschuss führt.

Einer unserer Kunden musste im Geschäftsjahr 2023 Insolvenz anmelden. Die ausstehenden Forderungen wurden bereits in diesem Geschäftsjahr vollständig wertberichtigt (TEUR 833).

Im Geschäftsjahr 2023 wurde über eine Konsolidierung der vom Konzern betriebenen Verkaufsplattformen im Internet entschieden. Dies Entscheidung führt dazu, dass die von der Monotype GmbH betrieben Plattformen FontShop.de und Linotype.de zum Ende des Geschäftsjahre 2023 geschlossen werden.

Da nahezu keine Beziehungen unserer Gesellschaft zu Kunden in der russischen Föderation, in Belarus oder der Ukraine bestehen, gehen wir davon aus, dass der Ukraine Konflikt direkt keine wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft haben wird. Dieses gilt ebenso für den Konflikt im Nahen Osten. Daraus resultierende gesamtwirtschaftliche Folgen sind aus unserer Sicht nicht abschätzbar. Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2023 ist davon nicht beeinflusst.

Anlagespiegel gem. § 284 Abs. 3 HGB für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Historische Anschaffungskosten
01.01.2022
Euro
Zugänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2022
Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.732.176,32 0,00 0,00 0,00 13.732.176,32
2 . Geschäfts- oder Firmenwert 39.230.532,21 0,00 0,00 0,00 39.230.532,21
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 52.962.708,53 0,00 0,00 0,00 52.962.708,53
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 659.451,88 96.532,09 0,00 4.011,62 751.972,35
Summe Sachanlagen 659.451,88 96.532,09 0,00 4.011,62 751.972,35
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.934.409,82 0,00 0,00 0,00 7.934.409,82
Summe Finanzanlagen 7.934.409,82 0,00 0,00 0,00 7.934.409,82
Summe Anlagevermögen 61.556.570,23 96.532,09 0,00 4.011,62 61.649.090,70
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022
Euro
Zugänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2022
Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.228.447,02 481.751,36 0,00 0,00 12.710.198,37
2 . Geschäfts- oder Firmenwert 37.058.349,30 286.441,70 0,00 0,00 37.344.791,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 49.286.796,32 768.193,06 0,00 0,00 50.054.989,37
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 440.430,88 111.062,09 0,00 998,62 550.494,35
Summe Sachanlagen 440.430,88 111.062,09 0,00 998,62 550.494,35
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 49.727.227,20 879.255,15 0,00 998,62 50.605.483,72
Nettobuchwerte
31.12.2022
Euro
31.12.2021
Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.021.977,95 1.503.729,30
2 . Geschäfts- oder Firmenwert 1.885.741,21 2.172.182,91
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.907.719,16 3.675.912,21
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.478,00 219.021,00
Summe Sachanlagen 201.478,00 219.021,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.934.409,82 7.934.409,82
Summe Finanzanlagen 7.934.409,82 7.934.409,82
Summe Anlagevermögen 11.043.606,98 11.829.343,03

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Monotype GmbH, Berlin

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Monotype GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Monotype GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mainz,10. Mai 2024

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Krause, Wirtschaftsprüfer

Höhn, Wirtschaftsprüfer

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