Hüpeden & Co. (GmbH & Co.) KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maximilian Lawatsch seit 16.3.2026 | Prokura |
Sören Buske seit 4.3.2025 | Prokura |
Oliver Reinke seit 10.2.2025 | Geschäftsführer |
Stefan Schumacher seit 26.8.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 74.90% | |
| 25.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
webguerillas GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Die webguerillas GmbH, München, wurde im November 2000 gegründet und ist aus Sicht der Geschäftsführung Deutschlands einzige Full-Service-Agentur für alternative Werbung. Der Standort München ist aufgrund der Größe der bedeutendste Standort im webguerillas-Verbund. Weitere webguerillas Standorte sind Berlin (seit 07/2012), Hamburg (seit 03/2013), Köln (seit 06/2013) sowie die AppAdivsors GmbH, München, ein Spezialist für App-Entwicklung und -Vermarktung. Der ehemalige webguerillas Standort in Zürich wurde im Rahmen eines Management Buyouts im November 2015 an die Geschäftsführung verkauft. Alle Anteile der webguerillas GmbH, München, der drei weiteren webguerillas Gesellschaften sowie der AppAdvisors GmbH wurden mit dem Closing am 30.09.2016 an die Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg, veräußert. Seitdem sind die Gesellschaften des webguerillas-Verbundes Teil der TERRITORY-Einheit von Gruner + Jahr. Schwerpunkt des Dienstleistungsportfolios der webguerillas GmbH, München, sind Services im Bereich "Social Media": hier z. B. Monitoring- und Analyse-Services, Dienstleistungen im Bereich der Social Media Profilbewirtschaftung sowie Services rund um die Ansprache und Einbindung von Multiplikatoren/Influencern. In diesem Geschäftsfeld ist der Wettbewerbs- und Preisdruck 2016 weiter gestiegen. Nichtsdestotrotz konnte 2016 der Anteil am Gesamtumsatz mit rund 4,838 Mio. Euro auf etwa 43,9% gesteigert werden (2015: 4,401 Mio. Euro, aber anteilig nur ca. 36,3%). Die webguerillas bleiben damit weiterhin umsatzstärkste Social Media Agentur Deutschlands. Der restliche Umsatzanteil entfällt auf Projekte hinsichtlich kundenorientierter Online-Strategien und darauf aufbauender Online-Kampagnen sowie der Erstellung von Websites, Werbefilmen und Organisation von Events. Social Media ist heutzutage ein wesentlicher integraler Bestandteil jeglicher Marketingplanung. Mehr noch: Durch die Nähe zum Kunden können via Social Media Erkenntnisse gewonnen werden, die für jede Markenstrategie maßgeblich sind. Social Media Marketing ist deshalb nicht nur ein Teil der "Kommunikationskette", sondern steht immer häufiger am Anfang der Strategiefindung. Dies beweisen auch mehrere Full-Service-Mandate, welche über eine initiale Social Media Analyse, die Nutzung unserer exklusiven Analyse-Tools, gewonnen werden konnten (z. B. "e-wie- einfach" oder "Prefa"). Hieraus erwachsen für die webguerillas perspektivisch neue Wachstumschancen, die ebenso mit einem Wandel des Agentur-Leistungsportfolios verknüpft sind: weg vom reinen Social Media Spezialisten, hin zu einer Full-Service-Agentur für alternative Werbung mit außerordentlicher digitaler Expertise. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Werbeausgaben in Deutschland entwickelten sich in Ihrer Gesamtheit 2016 weiterhin positiv. Laut einer Erhebung von Carat wurde im September 2016 prognostiziert, dass die Werbeausgaben 2016 um 2,3% gegenüber dem Vorjahr zulegen werden. Dabei lag die Prognose im März 2016 bei 1,8% und wurde folglich unterjährig um knapp 30% nach oben korrigiert. 1 Gestützt wird diese Prognose auch durch eine Erhebung von Nielsen, in der die Brutto-Werbespendings des 1. Halbjahres 2015 mit denen aus 2016 verglichen wurden. Der deutsche Werbemarkt hat sich laut Nielsen im ersten Halbjahr des Berichtsjahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum positiv entwickelt und knüpft am Trend des letzten Jahres an. Der Gesamtmarkt verzeichnet ein Plus von 5,7% mit Bruttoausgaben in Höhe von insgesamt 14,26 Milliarden Euro. 2 Die Werbeinvestitionen in Internetwerbung wurden laut ZenithOptimedia auf rund 5,5 Milliarden Euro prognostiziert und dürften somit nach anhaltendem Wachstum deutlich vor der Prognose von Investitionen in andere Werbemedien liegen (Zeitungen: 4,6 Milliarden, TV: 4,5 Milliarden, Zeitschriften: 2,8 Milliarden). 3 Enger gefasst wurde der Bereich der Internetwerbung im ersten Halbjahr 2016 durch Nielsen analysiert. Das am stärksten wachsende Medium bleibt weiterhin mit +61,7% die Werbung auf den mobilen Endgeräten mit Gesamtwerbeausgaben in Höhe von 0,2 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2016. Im Juni 2016 haben sich die Bruttowerbeausgaben für Mobile Werbung gegenüber Juni 2015 sogar fast verdoppelt (+91,3%). 4 Damit hat sich der langfristige Trend - Rückgang der Werbeinvestitionen in Print zugunsten von Online/Mobile - abermals bestätigt. Die wirtschaftliche Situation der Werbebranche ist gut, der Werbemarkt boomt und die Beschäftigungssituation spiegelt dies wider: Der Mangel an Digital Fachkräften erreicht einen Höchststand. Personal-Rekrutierungskosten steigen somit überdurchschnittlich. Die Gehälter der Spezialisten steigen überdurchschnittlich. Mitarbeiter in der Digitalen Wirtschaft steigern ihr Gehalt deutlich schneller als Fachkräfte in anderen Branchen und Funktionen: Für dieses Jahr konnten sie laut des BVDW Gehaltsreports "Arbeiten in der digitalen Wirtschaft 2016" ihre Vergütung im Schnitt um 5% erhöhen. In vergleichbaren Berufen anderer Branchen (zum Beispiel im Maschinenbau, Handel, Banken oder Versicherungen) gab es Gehaltserhöhungen um durchschnittlich 2,9%. 5 Zu Beginn des Arbeitslebens in der Digitalen Wirtschaft sind die jährlichen Gehaltszuwächse mit 6,5% am höchsten. Bei zunehmender Seniorität sind geringere Steigerungsraten zu beobachten: So erhalten Mitarbeiter, die über 40 Jahre alt sind, nur noch Gehaltserhöhungen von 2,8%. Dies stellt bei dem hohen Bedarf an Spezialisten in besonders "neuen" Themen eine Hürde dar. Experten für Bereiche wie Influencer-Marketing oder neue Social Media Kanäle wie "Snapchat" sind meist jung und erwarten daher schnelle Perspektiven und Gehaltssprünge. 6 2. Geschäftsverlauf Die Prognose für das Geschäftsjahr 2016 beinhaltete eine positive Geschäftsentwicklung und ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Aufgrund von Kosteneinsparungen wurde ein EBIT-Wachstum im niederen zweistelligen Prozentbereich erwartet. Die Prognose für das EBIT-Wachstum konnte mit -40,5% nicht erreicht werden. Der von der webguerillas GmbH, München, erwirtschaftete Gesamtumsatz betrug im Jahr 2016 11,016 Mio. Euro: ein Minus von 1,084 Mio. Euro (= -9,0%) gegenüber 2015. Die Prognose bezüglich einer Umsatzsteigerung trat demnach nicht ein. Dies ist im Wesentlichen auf folgende Faktoren zurückzuführen: Unternehmensverkauf Im Zuge des Unternehmensverkaufs kam es zu einer starken Einbindung des gesamten Managements, wodurch Ressourcen für den Bestandskundenausbau, die Neukundenakquise sowie die Unternehmensentwicklung eingeschränkt waren. Onboardings & Chemistry-Meetings innerhalb der Gruner + Jahr Gruppe führten zu höheren internen Reisekosten ohne gegenüber stellbarer Erträge. Die vollflächige Umstellung des gesamten Markenauftritts von "webguerillas" auf TERRITORY-webguerillas bildete neben dem Management auch produktive Gewerke wie Kreation in der eigentlich "heißesten" Phase des Jahres (Q4). Weitere umfangreiche interne Umstellungen wie z.B. im gesamten Rechnungswesen, Lohnbuchhaltung, etc. kosteten uns Ressourcen, die anderweitig für geschäftsübliche Prozesse eingesetzt worden wären. Intercompany Innerhalb der wegbuerillas Gruppe entwickelten sich die einzelnen Beteiligungen teilweise sehr gut. Die Webguerillas Hamburg GmbH, Hamburg, kann durch die Gewinne von Neukunden auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Aufgrund der Tatsache, dass diese Gesellschaft im Januar 2016 mit nur sechs festen Mitarbeitern gestartet ist, war aufgrund von Kapazitätsmangel bei fast jedem Kunden intensiver Support durch München notwendig. Zwar konnte sich die Webguerillas Hamburg GmbH, Hamburg, personell in 2016 verdoppeln (auf 12 fest angestellte Mitarbeiter), jedoch reicht dies bis heute noch nicht aus, um alle Kunden- sowie Neukunden-Anfragen aus eigener Kraft zu stemmen. Aus diesem Grund wurden einzelne Tätigkeiten von der webguerillas GmbH, München, aus bearbeitet und an den Hamburger Gesellschaft weiterbelastet. Dies führte wiederum zu Kapazitätsengpässen in München, die durch Fluktuation sowie Herausforderungen im Recruiting nicht kurzfristig gelöst werden konnten. Neukundengeschäft Im Bereich Neukundengeschäft konnten im Jahr 2016 zwar zahlreiche Erfolge verzeichnet werden, jedoch entwickelten sich die gewonnen Aufträge einerseits hinter den Erwartungen. Andererseits wurden einige der größten Neugeschäft-Etats erst spät im letzten Quartal zugesagt, weshalb sich die prognostizierten Umsätze teilweise ins Folgejahr 2017 verschoben haben. Bestandskundengeschäft Auch hier konnte eine Vielzahl an Bestandskunden erfolgreich ausgebaut werden, jedoch musste die Gesellschaft im Jahr 2016 auch einige größere Kundenabgänge verzeichnen. Andere Bestandskunden blieben leider signifikant hinter deren Umsatz- und Rohertragszielen. Bei vielen großen Media Kunden musste festgestellt werden, dass Mediaspendings zunehmend zu deren Mediaagenturen gewandert sind. Dieses Phänomen ist durch die wachsende Kompetenz von "klassischen" Mediaagenturen im Bereich Social Advertising zu erklären. Steigende Personalkosten Parallel mit der in Punkt B.1 skizzierten gesamtwirtschaftlichen Personalsituation wuchsen auch die Personalkosten der webguerillas GmbH stark. Mit einem Plus von 6,4% im Vergleich zum Vorjahr sogar überproportional zu dem Wachstum der Personalkosten in der Digitalbranche. Neben den wachsenden Gehältern entwickeln sich auch die Kosten zur Personalbeschaffung steigend. Im Zuge der relativ hohen Fluktuation (22,3% in 2016, 29% in 2015) wächst der Bedarf an neuen Mitarbeitern. Gleichzeitig wächst auch der Mangel an Digital Fachkräften. Ebenso machte sich die stark erhöhte Nachfrage nach qualifiziertem Personal mit Digital Expertise bei den Kosten für die Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitern sowie bei den Personalkosten im Allgemeinen bemerkbar. So stieg der Personalaufwand von 73,5% (2015) auf 79,1% (2016) des Rohertrages. Der Rohertrag entwickelte sich leicht positiv von 7,938 Mio. Euro (2015) auf 8,190 Mio. Euro (2016), was einem Plus von 253 Mio. Euro bzw. +3,18% entspricht. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 220 und ist somit TEUR 23 niedriger als im Vorjahr (TEUR 243). Investitionen wurden in 2016 vor allem im Bereich IT zum Ausbau und zur Modernisierung des Netzwerks sowie der Telefonanlage getätigt. 3. Lage (Ertrags-, Finanz-, Vermögenslage) 3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse der Gesellschaft verringerten sich im Berichtszeitraum um 9,0% von 12,101 Mio. EUR auf 11,016 Mio. EUR, welches auf die unter Pkt. B.2 genannten Gründe zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind stark gegenüber dem Vorjahr angestiegen, was im Wesentlichen auf die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für die Pensionszusage (zur Vereinfachung der Transaktion an Gruner + Jahr) zurückzuführen ist. Der Anteil für bezogene Leistungen (durch Zulieferer oder Mediaeinkauf) am Umsatz konnte infolge des rückläufigen Mediaeinkaufs abermals gesenkt werden (32,1% in 2016 und 35,2% in 2015). Der Personalaufwand erhöhte sich von 5,837 Mio. EUR auf 6,479 Mio. EUR, was insbesondere durch die aktuelle Branchenentwicklung zu erklären ist. Die Abschreibungen auf das immaterielle Anlagevermögen und auf Sachanlagen sind mit TEUR 105 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10 geringer. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 6,7% reduziert, was insbesondere auf die außerordentlichen Aufwendungen aus 2015 zurückzuführen ist. 3.2 Finanz- und Vermögenslage Die rückläufige Bilanzsumme zum 31.12.2016 in Höhe von 4,571 Mio. EUR (Vorjahr: 4,933 Mio. EUR) ist durch eine Eigenkapital-Quote von 78,5% (Vorjahr: 68,3%) gekennzeichnet und ist im Vergleich zum Vorjahr um 10,2%-Punkte gestiegen. Das Eigenkapital beinhaltet ausschließlich das gezeichnete Kapital sowie den Gewinnvortrag und Ergebnis des Geschäftsjahres. Die Bilanzsumme hat sich im Wesentlichen auf der Passivseite durch die Auflösung der Pensionszusage innerhalb der Rückstellungen für Pensionen reduziert (TEUR 530). Auf der Aktivseite führte insbesondere die Reduktion der sonstigen Finanzanlagen (TEUR 910) entgegen der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Bilanzsummenverkürzung. Die sonstigen Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und umfassen insbesondere übrige sonstige Rückstellungen (TEUR 245 EUR, im Vorjahr TEUR 69) sowie Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 247, im Vorjahr TEUR 106). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf TEUR 44 (im Vorjahr: TEUR 295) aufgrund einer verbesserten Liquiditätslage zum Jahresende sowie der sukzessiven Verringerung von Fremdkosten (insourcing) reduziert. In den Finanzanlagen ist die Beteiligung von 50% an AppAdvisors, gegründet 2010, mit TEUR 50 und von 28,6% an webguerillas GmbH, Köln, mit TEUR 26, gegründet 2013, ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund einer gegenüber dem Dezember-Vorjahr verbesserten Auftragslage deutlich erhöht (1,7 Mio. EUR auf nunmehr 2,2 Mio. EUR). Der Cashflow entwickelte sich Geschäftsjahr 2016 positiv. Der Kassenbestand zum 31.12 2016 beläuft sich auf 1,309 Mio. EUR (1,179 Mio. EUR in 2015). Insgesamt wird die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft als zufriedenstellend beurteilt. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Return on Sales (Umsatzrendite) liegt trotz gesunkener Umsatzerlöse (12,1 Mio. EUR in 2015, 11,0 Mio. EUR in 2016) aufgrund des nur leicht verringerten Jahresergebnisses nach Steuern (TEUR 243 in 2015, TEUR 220 in 2016) in 2016 mit 2,00% auf Vorjahresniveau (2,01% in 2015). Ein Umsatzwachstum sowie eine Erhöhung der Umsatzrendite im mittleren einstelligen Prozentbereich konnte allerdingst nicht wie prognostiziert erreicht werden. Das EBIT beträgt im Berichtsjahr TEUR 237 (im Vorjahr: TEUR 398). Ein EBIT-Wachstum im niederen zweistelligen Prozentbereich konnte somit nicht wie prognostiziert erreicht werden. Der durchschnittliche Personalbestand betrug im Geschäftsjahr 2016 109 Mitarbeiter (Vorjahr 107 Mitarbeiter) bei einem Personalaufwand von 6,479 Mio. EUR. Die Fluktuationsrate betrug im Jahr 2015 29% und konnte in 2016 auf 22% reduziert werden. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosen Die größten Potenziale sieht das Management für das Geschäftsjahr 2017 in der Nutzung der Wachstumspotenziale, die sich aufgrund des Einbezugs der Gesellschaft in den TERRITORY-Verbund von Gruner + Jahr ergeben. Gruner + Jahr bündelte Mitte 2016 seine Kompetenzen im Bereich Content Communication und stellt mit der TERRITORY-Gruppe Europas größten Anbieter für inhaltsgetriebene Kommunikation dar. Durch den Zusammenschluss von Corporate-Content-Experten, Personalmarketing-Spezialisten, unabhängigen Mediaagenturen sowie Collaborative Marketing-Spezialisten, entsteht mit einem Umsatz von über 130 Millionen Euro und rund 850 Mitarbeitern der neue Marktführer in diesem Segment. Die webguerillas GmbH wurde mit der Übernahme durch die Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg, zum 30.09.2016 Teil der TERRITORY-Gruppe. Als Teil der TERRITORY-Gruppe hat webguerillas enorme Wachstumschancen. Durch das internationale Netzwerk und die unterschiedlichen Geschäftsfelder von TERRITORY erweitert die Gesellschaft das kreative und kaufmännische Portfolio. Zudem werden Wachstumspotentiale innerhalb des webguerillas-Konsortiums gesehen. Insbesondere den Beteiligungen Hamburg und Köln steht eine größere Wachstumsphase bevor, von der die webguerillas GmbH, München, durch die Übernahme einzelner Tätigkeiten profitieren können: Denn letztere liefert viele Services, welche die Büros in Hamburg und Köln (noch) nicht eigenständig anbieten können (z. B. Community Management, Influencer Services, Medialeistungen). Darüber hinaus wird die Gewinnung zahlreicher neuer Kunden aus dem B2B-Bereich als Chance gesehen, weil gerade hier das Thema "Digitale Transformation" allgegenwärtig ist und auch die zukünftige interne und externe Kommunikation der B2B-Unternehmen bestimmen wird. Die Geschäftsführung rechnet für das Geschäftsjahr 2017 mit einer positiven Geschäftsentwicklung und Umsatz- sowie EBIT-Wachstum im höheren einstelligen Prozentbereich. Die Umsatzrendite wird sich dementsprechend leicht erhöhen. Der Personalbestand wird weiter leicht ansteigen. Insgesamt werden die für 2017 getroffenen Prognosen angesichts der Wettbewerbssituation als positiv eingeschätzt. 2. Chancen Neue Optionen für die webguerillas sind hauptsächlich rund um Content Marketing & Social Media zu erwarten, denn hier und vor allem im Influencer Marketing besitzt das Unternehmen im Markt die größte Kredibilität: 2.1 Chancen aus Wettbewerb Im Bereich Influencer Marketing geht es darum, diejenigen Personen zu erreichen und einzubinden, die im Social Web und in der Offline-Welt Meinung machen und für das Stimmungsbild rund um eine Marke sowie für den Kauf eines Produktes mitentscheidend sind (sog. Meinungsmacher/Influencer). Die webguerillas gilt in diesem Bereich als einer der führenden Anbieter und der Bereich Influencer Marketing wächst aktuell sehr stark. Für webguerillas bestehen in diesem Bereich Chancen, sich im Wettbewerbsumfeld noch besser zu positionieren. 2.2 Chancen aus dem TERRITORY-Verbund Content Marketing ist nicht nur DAS Marketing-Buzzword des Jahres 2016, sondern tatsächlich auch ein eigenständiger, strategischer Gedanke. Content Marketing bedeutet Nutzern weniger über die werbliche Ansprache zu begegnen, sondern mehr über informative und nützliche Inhalte in Form von Studien, Erklärvideos, Infografiken o.ä. Content Marketing ist eng mit Social Media verzahnt, denn die Social Community nutzt die daraus entstandenen Inhalte für eigene Beiträge, spricht darüber und verbreitet sie. Im Zuge der neuen Aufstellung unter dem Dach der TERRITORY-Gruppe wird für webguerillas die Chance zukünftiger neuer Erlösquellen gesehen. 2.3 Chancen aus Differenzierung Social Analytics: Die erste Phase der Social (R)Evolution liegt hinter uns. Unternehmen haben Social Media als "Kommunikationsfeld" entdeckt und sind auf zahlreichen Plattformen präsent. Für webguerillas bestehen in diesem Bereich der Social Analytics Chancen, um sich zu weiter zu differenzieren und um daraus neue Erlösquellen zu generieren. 2.4 Chancen aus der Erweiterung der Leistungspalette Full Service - bis zur klassischen Werbung: Dass die webguerillas Strategie-, Kreativ- und Bewegtbildkompetenz besitzen, haben sie mit vielen Webprojekten bewiesen. Immer mehr Kunden nehmen dies zum Anlass, die webguerillas-Expertise auch für klassische Projekte (wie z.B. Marken-Positionierungskonzepte, TV-Spots o.ä.) zu nutzen. Dieses für die webguerillas neue Geschäftsfeld soll zukünftig weiter ausgebaut werden. Für webguerillas resultieren daraus Chancen für neue Erlösquellen. 2.5 Chancen aus Mitarbeiterpotentialen Sämtliche Führungspersonen sind im erweiterten Kreis der Geschäftsführung und über Bonusvereinbarungen am Unternehmenserfolg/Unternehmen beteiligt. Teamleads (= zweite Führungsebene) partizipieren ebenfalls am Erfolg des Unternehmens. Alle Mitarbeiter kommen in den Genuss zahlreicher Vergünstigungen: wie z. B. einer betrieblichen Krankenzusatzversicherung, einer großzügigen Homeoffice-Regelung oder diverser Incentives (z.B. vergünstigte Speisen und Getränke, Zuschüsse für Jobtickets im Nahverkehr, Ausflüge). Darüber hinaus gibt es ein Talent-Programm, welches junge Mitarbeiter fördert, denen wir bei uns noch besonders viel zutrauen. All das motiviert und bindet. Nicht zuletzt wegen all dieser Maßnahmen werden die webguerillas auf Arbeitgeber-Bewertungsportalen wie kununu weit überdurchschnittlich bewertet. Aus diesen Gründen geht webguerillas zukünftig davon aus, auch weiterhin in ausreichendem Maße hochqualifizierte Mitarbeiter rekrutieren zu können, um Chancen wie zum Beispiel im Wettbewerb oder der Produktentwicklung bestmöglich nutzen zu können. Die Geschäftsführung stuft die Eintrittswahrscheinlichkeiten als auch die Auswirkungen der Chancen mit Rückblick auf den positiven Verlauf des vorherigen Geschäftsjahres 2016 für die Gesellschaft als hoch ein. 3. Risiken 3.1 Branchenrisiken A) Erhöhter Kostendruck bei schrumpfenden Budgets Künftig muss stärker denn je mit schrumpfenden Werbebudgets und mit extrem preissensiblen Auftraggebern gerechnet werden, weil sich diese selbst in einem permanenten Preiskampf mit ihren Wettbewerbern befinden und Kostensparmaßnahmen üblicherweise an den Werbeausgaben ansetzen. Der Kostendruck für Agenturdienstleister wächst also weiter, während umgekehrt Rekrutierungs- und Personalkosten weiter steigen werden. Die webguerillas begegnen dieser Herausforderung
B) Der Wettbewerb formt sich neu Digital löst Grenzen auf, definiert Verantwortungsbereiche der involvierten Dienstleister neu. Online-PR ist nun Aufgabe der Digitalagentur und für die Blogger-Relations sind nicht selten auch die Agenturen zuständig, die bislang nur mit Journalisten sprachen. Kampagnen-Leitideen werden nicht mehr allein von Kreativchefs renommierter Agenturen vorgegeben, sondern auf Basis des Userfeedbacks im Netz geboren. Eine Digitalagentur ist heutzutage Kreativ-, PR-, CRM-, Media- und Marktforschungsdienstleister zugleich. Und umgekehrt. Mit der Digitalisierung werden die Claims in der Kommunikations- und Werbewelt neu verteilt. Jeder Marktteilnehmer versucht sich dabei bestmöglich zu platzieren. Selbst große Wettbewerber (wie Google, Facebook und Amazon) bleiben nicht das, was sie sind, sondern greifen mit eigenen Services und Agenturgründungen aktiv in diesen Markt ein. Konkret bedeutet dies, dass webguerillas ehemals sehr außergewöhnlichem Leistungsportfolio mittlerweile im Wettbewerb mit großen Netzwerkagenturen und Mediadienstleistern steht und sich daraus der Konkurrenzdruck erhöht. In solch unruhigen Fahrwassern bestehen zu können, bedarf es vieler Stärken: Anpassungsfähigkeit, Innovationskraft, fester Kundenbeziehungen, Weitsicht und vor allem kompetenter Mitarbeiter. Diese Stärken, welche die webguerillas bis heute ausmachen, werden weiterhin in unserem Fokus stehen. C) Daten vs. Kreation Das Wissen, wie der Kunde "tickt", worauf er absehbar reagiert und wie man ihn zu einem erfolgreichen Abschluss bringt, ist ein immenser Wettbewerbsvorteil. Google, Facebook & Co. sind die "Herren dieser Daten" und deshalb fällt es den Big Playern leichter, Unternehmen glaubhaft zu machen, welche Art von Werbung die beste für das Unternehmen sei. Diese mögliche Budgetverlagerung (weniger in Kreation investieren, dafür mehr in Daten-Know-how) geht zu Lasten der Agenturen. Die webguerillas begegnen dieser Entwicklung u. a. durch den internen Aufbau von Data-Know-how und die Nutzung alternativer, lizenzbasierter Datalösungen. 3.2 Risiken aus der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung Die Kommunikations- und Werbebranche wird stark von den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und von der Stimmung der Unternehmen beeinflusst. Internationale Krisen strahlen dabei negativ auf das Wirtschaftsklima in Deutschland und somit auf den deutschen Werbemarkt ab. Infolgedessen können sich aktuelle Herausforderungen wie Brexit, Flüchtlingskrise oder Zurückhaltung durch Unsicherheiten im Kontext Trump/USA & Putin/Russland zu ernsthaften Störfaktoren für die gesamte Branche entwickeln. Diese Entwicklungen sind für einen Marktteilnehmer wie die webguerillas schwer kalkulierbar und nicht steuerbar. Um einer allgemeinen Wirtschaftskrise trotzdem adäquat begegnen zu können, setzen die webguerillas auf eine stetige Erhöhung der Eigenkapitalquote. 3.3 Risiken aus dem Verlust des Geschäfts wichtiger Key Accounts Die webguerillas verfügen über eine große Anzahl an langanhaltenden Kundenbeziehungen. Das Kunden-Vertrauen wird durch die permanente Weiterentwicklung der Agentur in punkto Prozess- und Qualitätsmanagement gestützt. Nichtsdestotrotz werden Kunde-Agentur-Beziehungen heutzutage immer weniger von qualitativen Messgrößen (wie Erfolg der Zusammenarbeit, Branchenerfahrung, Flexibilität des Teams) bestimmt. Stattdessen spielen Kostenfragen und (internationale) Konzern-Vorgaben eine zunehmende Rolle bei der Agenturauswahl. Solchen Risiken begegnet webguerillas hauptsächlich durch eine Verbreitung des Kundenportfolios (geringe Abhängigkeit von Key Accounts) und durch die Entwicklung einzigartiger Produkte und Services (USPs, Differenzierung) mit dem Ziel der exklusiven Leistung proaktiver Gespräche mit den Einkaufsabteilungen unserer Auftraggeber. Die Geschäftsführung stuft die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch die Auswirkungen der Risiken mit Blick auf den bisherigen Geschäftsverlauf 2017 sowie aufgrund des Beitritts in die TERRITORY-Gruppe für die Gesellschaft als gering ein. Die Gesellschaft ist zur Feststellung und Absicherung wesentlicher Risiken in das Risikomanagementsystem der Gruner + Jahr Management GmbH, Hamburg, einbezogen. Für die Division G+J Deutschland werden allgemeine Risiken aus den Bereichen Gesetz, Konjunktur, Markt und Technologie definiert. Aus den formulierten Risiken sind keine direkten Auswirkungen für die Gesellschaft ableitbar. Insgesamt gesehen sind die Risiken mit einer eher geringen Risikoeintrittswahrscheinlichkeit für 2017 bewertet. Derzeit sind keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, erkennbar.
München, 15. März 2017 gez. David Eicher gez. Martin Wittmann gez. Ares Georgoulas AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.2016 bis 31.12.2016
Anhang für das Geschäftsjahr 2016Allgemeine Angaben Die webguerillas GmbH hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (Reg.Nr. 135231 B). Der Jahresabschluss der webguerillas GmbH, München, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderten handelsrechtlichen Vorschriften werden gemäß Art. 75 Abs. 1, Abs. 2 Satz 2 EGHGB erstmals auf das Geschäftsjahr 2016 angewendet. Im Rahmen der Aufstellung des Anhangs wurden für das Geschäftsjahr 2016 die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB, teilweise durch Weglassen bestimmter Angaben im Anhang, in Anspruch genommen. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstigen Vermögensgegenständen werden in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 6.731,61) Forderungen gegenüber Gesellschafter ausgewiesen. Bei den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um solche aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von Euro 73.834,44 (Vorjahr: Euro 42.306,66) um kurzfristige Darlehensforderungen gegenüber der webguerillas Köln GmbH, Köln. Der Zinssatz für die Darlehensforderungen beträgt 2% (p.a.). Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von Euro 150,00 bis Euro 1.000,00 wurden von 2008 bis 2010 in einem Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben. Ab 2011 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis Euro 410,00 im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte (unfertige Leistungen) sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch individuelle Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, darüber hinaus werden Pauschalwertberichtigungen wegen des allgemeinen Kreditrisikos gebildet. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bereits erhaltene Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Angabe zu Forderungen
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von Euro 13.967,63 Forderungen gegen die Geschäftsführung enthalten, welche im Geschäftsjahr 2017 bereits vollständig zurückgezahlt worden sind. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt Euro 25.500,00. Pensionsrückstellungen Die Pensionszusage mit Stand zum 30. Juni 2016 (Euro 528.009,00) gegenüber dem Geschäftsführer David Eicher wurde durch die Akquisition der webguerillas GmbH, München, vorzeitig abgefunden und mit der Darlehensforderung (Euro 543.452,36) gegenüber dem Geschäftsführer David Eicher aufgerechnet. Der Abfindungsanspruch ist somit vollständig erloschen. Der über den Abfindungsanspruch hinausgehende Restschuldenstand in Höhe von Euro 15.443,36 wurde im Berichtsjahr vollständig getilgt. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten (Angaben in Euro).
Angabe zu Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 428.728,56 (Vorjahr: Euro 654.716,34).
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgrund der Neufassung von § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG (HGB n.F.) ergibt sich eine neue Definition der Umsatzerlöse. Diesbezüglich ergeben sich im Umsatzausweis gegenüber dem vorherigen Berichtsjahr keine Veränderungen. Periodenfremde Erträge Die periodenfremden Erträge in Höhe von Euro 548.733,76 (Vorjahr: Euro 21.672,72) betreffen in voller Höhe Auflösungen von Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufgrund der Neufassung des § 275 Abs. 2 HGB in der Fassung des BilRUG (HGB n.F.) ergibt sich eine Änderung des Gliederungsschemas der Gewinn- und Verlustrechnung. Die im Geschäftsjahr 2015 ausgewiesenen außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von Euro 226.625,00 wurden diesbezüglich in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von Euro 3.563.514,32, bestehend aus dem Gewinnvortrag von Euro 3.343.916,19 und dem Jahresüberschuss von Euro 219.598,13 auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Pflichtangaben Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen für das abgelaufene Geschäftsjahr TEUR 617. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaft (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Arbeitnehmerzahlen wurden entsprechend den Vorschriften des § 267 Abs. 5 HGB ermittelt. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Daneben bestehen zum Bilanzstichtag keine Eventualverbindlichkeiten/außerbilanziellen Geschäfte bzw. Haftungsverhältnisse. Nachtragsbericht Keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. Konzernzugehörigkeit Die webguerillas München GmbH, München, ist verbundenes Unternehmen zur Gruner + Jahr GmbH & Co KG, Hamburg, und wird über diese mit ihrem Jahresabschluss in den Konzernabschluss ihres Mutterunternehmens, der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, einbezogen. Die Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.
München, den 15. März 2017 webguerillas GmbH David Eicher Martin Wittmann Ares Georgoulas Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der webguerillas GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 25. Juli 2017 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Niklas Wilke Wirtschaftsprüfer ppa. Benjamin Röhe Wirtschaftsprüfer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016
ErgebnisverwendungsbeschlussBeschluss
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