PYRAL AktiengesellschaftLiquidiert

Carl-Schiffner-Straße 37, 09599 Freiberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 21957
Eingetragen
9.3.2005
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenErzeugung und erste Bearbeitung von AluminiumEnergetische Verwertung von Abfällen
Gegenstand
Betrieb von Aluminiumverbundanlagen mit folgenden Einzelanlagen: Abfallpyrolyseanlagen zur Rückgewinnung von Aluminium, Aluminiumschmelzweke, Abfallverglasungsanlagen und chemisch mechanische Stabilisierungsanlagen. Gegenstand ist weiter die Verwaltung von eigenen Vermögen und genehmigungsfreie Beteiligung an anderen Gesellschaften.

Historie

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Management

NameRolle
Markus Reissner
seit 10.8.2015
Vorsitzender des Vorstands
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

PYRAL Aktiengesellschaft

Freiberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2018

der Pyral AG, Freiberg

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Organisation und Leistungsangebot

Die Pyral AG betreibt am Standort Freiberg/Sachsen eine Pyrolyseanlage sowie eine eigens entwickelte Wirbelschichtanlage (Pyradec®). Es handelt sich um ein einmaliges, synthetisches Verbundkonzept zur Produktion von homogenen wieder einsetzbaren Metallprodukten. Dabei werden aus teilweise zusammengepressten Ballen bzw. losen Metallrestfraktionen in einem mehrstufigen Produktionsprozess verschiedene Aluminiumprodukte hergestellt, welche sich in Form und Material nach Produktionsauftrag und Rohmaterial unterscheiden.

Zusätzlich betreibt die Gesellschaft am Standort in Mittweida/Sachsen ein mechanisches Aufbereitungszentrum zur Vorbehandlung und Nachbehandlung von Materialien mit einer genehmigten Aufbereitungskapazität von 650 Tonnen pro Tag. Die einzigartige Erstellung einer Massenbilanz aus jeder Anlieferung ist für diese Industrie eine Neuheit, und ermöglicht das transparente Bewerten von Qualitäten, nicht aufgrund unrepräsentativer Handproben, sondern über die komplette angelieferte Menge. Hier werden unter anderem Verpackungsmaterialien homogenisiert, Geschirrschrotte von Eisen und Buntmetallen befreit, sowie in die zwei Qualitäten Guss und Knet getrennt. Ebenso werden Weißbleche aufbereitet um eine stahlwerkfähige Fraktion zu erzeugen.

2. Forschung und Entwicklung

Innovative Technologien welche bereits in unseren eigens entwickelten Anlagen zur Anwendung kommen, werden in Zusammenarbeit mit externen Partnern aus der Wissenschaft und branchennahen Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt. Die bisher erprobten Produktionsverfahren sind dabei einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterworfen und werden stetig weiterentwickelt um die Technologieführerschaft weiter auszubauen. Diese Kooperationen zur Entwicklung neuer Technologien entstehen zumeist in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der eigenen Produktionsprozesse und sind ein wichtiger Bestandsteil für die Wachstumsstrategie der Pyral AG. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf zukunfts- und marktorientierte Projekte zur Verbreiterung des Portfolios wurden auch in 2018 weiter vorangetrieben, dabei wurde auf Basis wissenschaftlicher Grundlagen und zum Aufbau zukünftiger Technologieplattformen die Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten und Instituten intensiviert und somit wächst ein Forschungsnetzwerk im Umfeld der Pyral AG. Vor allem die opto-sensorische Erkennung konnte in 2018 erhebliche Fortschritte erzielen. Mittlerweile werden zwei Aluminiumsortierungsanlagen in Freiberg und Mittweida betrieben, in Freiberg eine Großteilaluminiumsortierung und in Mittweida eine Kleinteilaluminiumsortierung für zerkleinerten Aluminiumschrott. Die Anlage in Mittweide hat die Fähigkeit gemischte Fraktionen in einzelne Legierungen zu sortieren, dies ist weltweit einzigartig.

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Aluminiumpreise in 2018 wurden erheblich durch politisch motivierte Handlungen geprägt. So empfahl das US-Handelsministerium Präsident Trump im März 2018, aufgrund nationaler Sicherheitsgründe Aluminiumimporte in die USA zukünftig mit Quoten oder Zöllen zu belegen. Am 23. März 2018 legte die US-Regierung dann einen Importzoll in Höhe von 10 Prozent fest, der ab Juni auch für europäische Aluminiumexporte in die USA galt. Im April 2018 führte dann zusätzlich eine Entscheidung des US-Kongresses zu chaotischen Zuständen im globalen Aluminiummarkt. Unter anderen wurden gegen den Aluminiumproduzenten UC Rusal US-Sanktionen verhängt. Rusal ist der weltweit zweitgrößte Primäraluminiumproduzent und ein wichtiger Lieferant von Tonerde für die europäischen Primäraluminiumhütten. In der Konsequenz kam der Handel mit Rusal quasi zum Erliegen, was sowohl Aluminium- als auch Tonerdelieferungen betraf. In der Folge kletterte nicht nur die LME-Notierung auf ein neues Jahreshoch, auch das Prämienniveau stieg in kurzer Zeit rasant an, da große Unsicherheit über die Versorgungssituation herrschte. So wurde die Prämie für Primäraluminium 99,7 Prozent im April 2018 in der Spitze auf dem Jahreshoch von 245 US-Dollar pro Tonne gehandelt.

Von diesen Preiserhöhungen konnte der europäische Sekundärmarkt jedoch nur kurzfristig profitieren. Erhebliche Verteuerungen in den Seefrachten (teilweise von über 40% im Vergleich zum Vorjahr) und eine Umverteilung der Schrottmengen, haben ab August 2018 zu einem seither andauernden Preisdruck geführt. Insbesondere Sekundär-Mengen aus den USA, welche bislang nach China verkauft wurden, fanden aufgrund der Zölle nun ihren Weg nach Indien, was den europäischen Markt für Indien unattraktiver gestaltete und somit den Preis drückte.

Ab September 2018 konnte ein allgemeiner Verfall in der internationalen Nachfrage aus der Automobilindustrie verzeichnet werden. Dieser Trend wird sich in 2019 fortführen. In China, der weltweit größte und am meisten wachsende Markt, wird in 2019 mit dem Verkauf von 1,9 Millionen Neuwagen weniger als in 2017 gerechnet. Etwa 20% der chinesischen Produktionskapazitäten werden ungenutzt bleiben. In England sorgt weiterhin der Brexit für Unsicherheiten und somit für schlechte Verkaufszahlen. Auf dem heimischen deutschen Markt wird mit einer Reduktion um 5% gerechnet, dies bedeutet 4,8 Millionen Autos weniger als im Jahr 2018.

2. Geschäftsverlauf

Aufgrund der Diversifizierung der Produkte, insbesondere in Mittweida, profitiert das Jahr 2018 mit einem großen Umsatzsprung. Durch den erheblichen Ausbau der Aufbereitung von Geschirrschrotten sowie der Handel von Produkten wie Aluminiumspäne, konnte die verarbeitende Menge stark erhöht werden. Im Oktober 2018 konnten Rekordmengen von 14.000 Tonnen bewegt werden.

Besonders der Fachkräftemangel in der Produktion und die behördlichen Auflagen haben dazu geführt, dass nicht alle Projekte im gewünschten Zeitrahmen umgesetzt werden konnten. Dieses wird auch ein anhaltendes Problem bleiben, da sich immer weniger qualifizierte Fachkräfte für die Rollendewoche interessieren und somit die Altersschere immer größer wird.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft war im Geschäftsjahr geordnet. Der Umsatz steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 17,9 %. Die Gesamtleistung konnte im Vergleich zu 2017 sogar auf über 28,0 % gesteigert werden. Der Rohertrag in 2018 ist gegenüber dem in 2017 geringfügig zurück gegangen (TEuro -124,6). Die Gesellschaft erzielte in 2018 somit ein Rohertrag in Höhe von 9.647,7 TEuro (Vj. 9.772,3 TE uro). Der Jahresüberschuss beträgt in 2018 792,3 TEuro (Vj. 844,1 TEuro). Die ggü. dem Vorjahr um 11,0 % gestiegenen Personalaufwendungen resultieren in dem erhöhten Personalbedarf in Folge der höheren Auslastung sowie den Einsatz in Entwicklungsprojekten der Pyral AG. Die gesteigerte Produktivität durch die Betriebsstätte in Mittweida, die Investitionen ins Personal und ein veränderter Produktmix haben somit auch zu dem gesteigerten Jahresergebnis geführt. Die Vermögenslage ist mit einer Eigenkapitalquote von 36,3 % gut geprägt (im Vorjahr: 39,1 %). Die Liquiditätslage ist gesichert. Der Vorstand geht auch in 2019 von einer weiterhin positiven Entwicklung aus.

4. Chancen - und Risikobericht

Im Rahmen Ihres Früherkennungssystem überwacht die Pyral AG die Risikofaktoren, welche Sie im Unternehmensumfeld begleiten und die Rahmenbedingungen der Pyral AG beeinflussen können.

Währungsrisiko

Dem Risiko der steigenden Volatilität von Wechselkursen, welche im operativen Geschäft wesentlichen Einfluss nehmen, wirkt die Pyral AG durch kontinuierliche Beobachtung der Märkte und häufige Korrespondenz mit den Hausbanken über die volkswirtschaftlichen Entwicklungen entgegen. Zusätzlich wird im Rahmen der Liquiditätsplanung hinsichtlich der Verkäufe in Fremdwährungen entsprechenden der normierten Dauer bis zum Zahlungseingang ein Risikoaufschlag einkalkuliert.

2018 waren die Schwankungen im Verkauf von Dollar zu Euro weiterhin überschaubar. Das Jahr begann am 1.1.2018 mit einem Wechsel von 1,2 und endete mit 1,16. Durch Beachtung der Liquidität und gegebenenfalls auch Ausnutzung der Kontokorrentlinien, konnte in 2018 ein Kursgewinn von 48,4 T€ erzielt werden, ohne dass die Gesellschaft aktives Hedging betrieb. Eine ähnliche Situation wird für das Jahr 2019 erwartet.

Rohstoffpreisentwicklungsrisiko

Neben dem Risiko von stark volatilen Wechselkursen ist die Pyral AG sowohl Einkaufs- als auch Verkaufsseitig dem Marktpreisrisiko für Metalle und Schrottfraktionen ausgesetzt. Um dem entgegenzuwirken wird der Markt (bspw. der Aluminiumpreis LME) kontinuierlich beobachtet und die Ressorts Einkauf und Verkauf beim gleichen Vorstandsbereich angesiedelt, um eine schnelle Kommunikation zu gewährleisten und einen Informationsvorteil gegenüber den anderen Markteilnehmern zu realisieren. Zusätzlich werden die Bereiche mit verschiedenen Reporting-Tools unterstützt, welche Ihnen eine zeitnahe Abwicklung bei umfänglicher Informationslage ermöglichen und somit das Risiko von hohen Verlusten durch einen verkaufsseitigen Preisverfall zu minimieren.

Für 2019 wird mit einem erheblichen Preisverfall im Verkauf von Aluminium gerechnet. Sollte weiterhin ein Überhang an Sekundäraluminium vorhanden sein, und die Produktionskapazitäten in Indien und China sich nicht erholen, so geht der Vorstand von einem Preisverfall von bis zu 50% aus.

Durch ihre International stark diversifizierten Absatzstrukturen sieht der Vorstand die Gefahr der mangelnden Absatzmöglichkeit (wie in 2008) als nicht gegeben. Der Preisverfall soll gekontert werden durch:

Konzentration auf Produkte mit hoher Marge im Einkauf, gegebenenfalls mit Zuzahlung

Reduzierung von Entwicklungsprojekten zur Konservierung von liquiden Mitteln

Höhere Sortiertiefe im Pyralu um den Verkauf aus der Sekundärindustrie in die Primärindustrie zu ermöglichen

Lieferanten-/Kunden-/Produktrisiken

Die wichtigsten Kunden von Pyral sind Unternehmen aus der Metallverarbeitung zu denen man jahrelang erfolgreiche Geschäftspartnerschaften aufrechterhalten konnte. Dabei handelt es sich meist um relativ große, bereits seit langem existierende Unternehmen mit hoher Bonität. Im Rahmen der kontinuierlichen Diversifikation des Produktportfolios und dem Aufbau weiterer Vertriebsstellen konnten wir im Verlauf des letzten Geschäftsjahres viele Neukunden gewinnen, welche das Absatz-/Abhängigkeitsrisiko minimieren und der Pyral AG helfen bei regionalen/saisonalen Absatzschwankungen einen kontinuierlichen Absatz zu garantieren.

Durch die getätigten Investitionen können die Anlagen für die Verarbeitung vielseitiger Inputstoffe genutzt werden, wodurch bestehende Lieferanten-/Produktabhängigkeiten reduziert werden und die Auslastung der Produktion sichergestellt werden kann. Weiterhin wird der Fokus sowohl mit Kunden, Lieferanten, Entsorgern und Garantiegebern auf die Entwicklung langfristig-orientierter Partnerschaften gelegt, um gemeinsam nachhaltige Konzepte zu entwickeln.

Die Pyral AG hat sich immer mehr als der zuverlässigste Verwerter für das Verpackungsmaterial aus dem dualen System etabliert. Mittlerweile werden über 70% der anfallenden Menge von der Pyral AG verwertet und dieses gab ihr auch eine starke Position bei der Mitgestaltung der Richtlinien im neuen Verpackungsgesetz. Es wird davon ausgegangen, dass auch in 2019 die Pyral AG diese Marktführung halten wird und sogar auf neuen Märkten wie Belgien, Frankreich und den Niederlanden ausbauen kann.

Liquiditäts- und Forderungsausfallrisiko

Durch kontinuierliche Auswertung der Liquiditätssituation und ausreichende Kreditlinien bei den Hausbanken wird das Liquiditätsrisiko minimiert. Dem Ausfall von Forderungen wirkt die Pyral AG durch eine Warenkreditversicherung, Verrechnungsverträge und die Implementierung eines professionelleren Debitorenmanagement entgegen.

Im ersten Quartal 2018 hat die Pyral AG einen Auftrag zur Sortierung von Gelbensäcken für die Firma ELS angenommen. Nach drei Monaten und einer aufgelaufenen Forderung von ca. 240.000€ hat der Garantiegeber Insolvenz angemeldet. Ansonsten sind alle Kunden über die Coface Warenkredit versichert oder unsere Aluminiumprodukte werden nur gegen Vorkasse verkauft.

Aufgrund der Erwartungen für eine angespannte Lage in 2019, werden keine Aufträge angenommen die nicht durch Vorkasse oder Kreditversicherung gedeckt sind.

Makroökonomische Risiken

Für das Jahr 2019 wird mit einer Abschwächung des Marktes gerechnet. Wesentliche Chancen und Risiken für das Ergebnis ergeben sich aus der Unsicherheit hinsichtlich des Marktwachstums, der Entwicklung wichtiger Abnehmerindustrien, Akquisitionen und Devestitionen sowie aus Wechselkurs- und Margenvolatilitäten. Vor allem aus einer erheblichen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China, resultieren nach wie vor wesentliche Risiken. Eine solche Entwicklung würde die Nachfrage nach Vorleistungs- und Investitionsgütern negativ beeinflussen. Sowohl die rohstoffexportierenden Schwellenländer als auch die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wären hiervon betroffen. Dies gilt insbesondere für Europa. Weitere Risiken für die Weltwirtschaft bestehen in einer Eskalation geopolitischer Konflikte und in einer Verstärkung protektionistischer Tendenzen.

Auch die USA spielen eine große Rolle in der Erzeugung von Unsicherheiten beim Verkauf unseres Aluminiums. Zwar bietet der Markt eine interessante Opportunität für unsere Aluminiumaufbereitungsanlagen an, da sich das Land bislang bei der Sortierung auf andere Länder verlassen hat, bringen die Zölle jedoch erhebliche Unsicherheiten mit sich.

Um die Realisierung der Ziele der Pyral AG trotz der schwierigen weltpolitischen Entwicklung zu gewährleisten, wird die Pyral AG weiterhin in den Ausbau und die Weiterbildung des Personals investieren, um neue Einkaufs-/Absatzmärkte zu erschließen und die Abhängigkeit von den oberen Risikofaktoren, durch kurzfristiges verhandeln von Einkaufs-/Verkaufskonditionen entgegen zu wirken. Außerdem werden durch Investitionen neue Anlagen errichtet und die bestehenden weiterentwickelt, um die oben beschriebene Produktdiversifikation voranzutreiben.

5. Prognose der künftigen Entwicklung

Wir gehen daher davon aus, dass wir in 2019 sowie den Folgejahren weiterhin positive operative Ergebnisse erzielen werden. Insbesondere die kontinuierliche Verbesserung der Auslastung der Betriebsstätte in Mittweida und der zweiten thermischen Anlage in Freiberg zu Beginn des neuen Geschäftsjahres, bestärken uns darin. Auch erwarten wir im Verlauf des Jahres die testweise Inbetriebnahme unseres PBO-Geschäftsbereich wodurch neue Erlöse erzielt werden und welche mit einer weiteren Umsatz- und Ertragssteigerung einhergehen wird.

 

Freiberg im Juni 2019

gez. Markus Reissner, Vorstandsvorsitzender

gez. Andreas Reissner, Vorstand

gez. Patrick Reissner, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 12.614.242,38 12.187.927,32
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 33.738,44 69.933,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.738,44 69.933,00
II. Sachanlagen 12.569.253,94 12.117.994,32
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.601.019,78 1.164.894,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.809.266,00 4.840.413,47
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 650.336,86 737.656,87
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.508.631,30 5.375.029,98
III. Finanzanlagen 11.250,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.250,00 0,00
2. sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen 10.818.820,62 7.547.071,81
I. Vorräte 4.021.036,74 3.073.248,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.531.592,72 4.376.848,63
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.748.612,40 3.813.067,76
2. sonstige Vermögensgegenstände 782.980,32 563.780,87
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.266.191,16 96.975,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 43.377,72 70.346,79
Bilanzsumme, Summe Aktiva 23.476.440,72 19.805.345,92

Passiva

   
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 8.528.863,77 7.736.568,56
I. gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Kapitalrücklage 150.500,00 150.500,00
III. Gewinnrücklagen 652.101,86 652.101,86
IV. Bilanzgewinn 4.726.261,91 3.933.966,70
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 2.634.431,77 1.748.493,77
C. Rückstellungen 621.642,49 788.051,25
D. Verbindlichkeiten 11.691.502,69 9.532.232,34
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.669.426,54 4.286.401,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.193.121,54 1.623.704,97
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.828.954,61 3.622.126,37
Bilanzsumme, Summe Passiva 23.476.440,72 19.805.345,92

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Rohergebnis 9.647.668,67 9.772.307,12
2. Personalaufwand 3.196.390,75 2.880.103,56
a) Löhne und Gehälter 2.683.613,41 2.404.673,61
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 512.777,34 475.429,95
3. Abschreibungen 1.271.107,75 1.462.611,06
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.271.107,75 1.462.611,06
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.968.427,63 4.042.539,08
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 93.784,37 403.161,80
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.878,73 1.589,94
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 106.803,63 124.627,95
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 315.832,64 385.495,63
8. Ergebnis nach Steuern 793.985,00 878.519,78
9. sonstige Steuern 1.689,79 17.941,44
10. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 16.500,00
11. Jahresüberschuss 792.295,21 844.078,34

Ergebnisverwendung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
11. Jahresüberschuss 792.295,21 844.078,34
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.933.966,70 3.089.888,36
13. Bilanzgewinn 4.726.261,91 3.933.966,70

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

- Firma: Pyral AG

- Sitz: Freiberg

- Registergericht Amtsgericht Chemnitz, HRB 21957

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 der Firma Pyral AG, Freiberg / Sachsen, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des Aktiengesetzes beachtet. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs nach § 288 HGB wurden zum Teil in Anspruch genommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die nachstehend beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

AKTIVA

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 13 Jahre), bewertet.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren) angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagegegenstände werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen wurden zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten angesetzt. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse wurde retrograd aus den erwarteten Verkaufserlösen unter Berücksichtigung angemessener Abschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Schecks, Kassenbestand, Bankguthaben

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

PASSIVA

RÜCKSTELLUNGEN

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandwirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

III. Angaben zur Bilanz

ANLAGEVERMÖGEN

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

UMLAUFVERMÖGEN

Die Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als 1 Jahr belaufen sich auf TEuro 0,00.

EIGENKAPITAL

Das Grundkapital der Gesellschaft besteht zum 31.12.2018 aus TEuro 3.000,0 nennwertlosen Stückaktien, die jeweils eine Stimme gewähren. Jede Stückaktie ist am Grundkapitel im gleichen Umfang beteiligt. Zum Bilanzstichtag entfällt auf jede Aktie ein Betrag von 1/3.000.000-tel am Grundkapital, also 1,00 €. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber.

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags.

Die Kapitalrücklagen bestehen mit € 150.500,00 unverändert fort.

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
Jahresüberschuss 792.295,21 844.078,34
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.933.966,70 3.089.888,36
Einstellung in die Gewinnrücklage 0,00 0,00
  4.726.261,91 3.933.966,70

Gemäß Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes soll der Jahresüberschuss 2018 sowie der Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen beruht auf öffentlichen Zuschüssen zur Einrichtung und Erweiterung der Anlagen in Freiberg und Mittweida; seine Auflösung wird entsprechend zur Abschreibung der bezuschussten Anlagegegenstände vorgenommen.

RÜCKSTELLUNGEN

Steuerrückstellungen

Für die Gewerbe- und Körperschaftsteuernachzahlung 2017 und 2018 wurde eine Rückstellung in Höhe von € 513.973,43 gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
Ausstehende Rechnungen 0,00 243.822,56
Personalkosten 82.669,06 102.890,20
Jahresabschluss/Steuerberatung 18.000,00 15.000,00
Sonstige 7.000,00 7.000,00
Summe 107.669,06 368.712,76

VERBINDLICHKEITEN

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten beträgt € 11.691.502,69; davon belaufen sich die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren auf Euro 360.000,00 und die mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf Euro 2.685.591,09. Im Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 2.685.591,09 enthalten.

Hinsichtlich des Darlehensvertrages mit der IMCAL GmbH ist bisher lediglich mündlich eine Laufzeitverlängerung des Darlehens bis 31.12.2025 vereinbart worden. Ein entsprechender Nachtrag liegt derzeit noch nicht vor.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der CoBa sind durch die Übertragung von Anlagevermögen gesichert (Sicherungsübereignung). Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEuro 290,5 jährlich.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (TEuro1.271,1) sind keine außerplanmäßige Abschreibungen enthalten.

Periodenfremden Aufwendungen wurden in Höhe von TEuro 122,3 (Vorjahr: TEuro 29,1) aufgewendet.

Im Geschäftsjahr wurden Kursgewinne i.H.v. TEuro 142,2 (Vorjahr: TEuro 65,5) sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung i.H.v.TEuro 93,8 (Vorjahr: TEuro 403,2) getätigt.

V. Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 82.

Zu Vorstandsmitgliedern waren im Geschäftsjahr 2018 bestellt:

Herr Markus Reissner, Kaufmann, Klipphausen, Vorsitzender

Herr Andreas Reissner , Kaufmann, Stuttgart (seit 01.05.2015)

Herr Patrick Reissner, Kaufmann, Stuttgart (seit 01.05.2015)

Zu Aufsichtsräten waren 2017/2018 bestellt:

Herr Thomas Reissner, Kaufmann, Stuttgart, Vorsitzender (ab 27.04.2015)

Herr Gerhard Jantzen, Kaufmann, Wildnau/Schweiz, Stellvertretender Vorsitzender (ausgeschieden im August 2017)

Herr Jan Güldermann, Kaufmann, Dresden (ausgeschieden im August 2017)

Herr Dr. Eduard Sailer, Unternehmensberater, Grünwald (ausgeschieden zum 31.10.1017)

Herr Dr. Jürgen M. Tressin, Unternehmensberater, Krefeld (ausgeschieden zum 31.10.2017)

Herr Hans-Jürgen Schüttler, Unternehmensberater, Frankfurt, (seit 05.06.2018)

Herr Dr. Jürgen Balg, Unternehmensberater, Hamburg, (seit 05.06.2018)

Zur Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen,

 

Freiberg im Juni 2019

gez. Markus Reissner, Vorstandsvorsitzender

gez. Andreas Reissner, Vorstand

gez. Patrick Reissner, Vorstand

Anlagespiegel

Anschaffungskosten / Herstellungskosten
01.01.2018
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Zuschreibungen
Euro
31.12.2018
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Software & Lizenzen 205.158,51 3.297,02 0,00 0,00 0,00 208.455,53
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 205.158,51 3.297,02 0,00 0,00 0,00 208.455,53
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 1.238.981,50 495.981,53 0,00 0,00 0,00 1.734.963,03
2. technische Anlagen und Maschinen 14.463.108,02 9.900,00 0,00 0,00 0,00 14.473.008,02
3. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 1.469.976,92 43.392,94 0,00 0,00 0,00 1.513.369,86
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.375.029,98 1.133.601,32 0,00 0,00 0,00 6.508.631,30
Summe Sachanlagen 22.547.096,42 1.682.875,79 0,00 0,00 0,00 24.229.972,21
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 11.250,00 0,00 0,00 0,00 11.250,00
  0,00 11.250,00 0,00 0,00 0,00 11.250,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 22.752.254,93 1.697.422,81 0,00 0,00 0,00 24.449.677,74
Abschreibungen Buchwerte
01.01.2018
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2018
Euro
31.12.2018
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Software & Lizenzen 135.225,51 39.491,58 0,00 0,00 174.717,09 33.738,44
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 135.225,51 39.491,58 0,00 0,00 174.717,09 33.738,44
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 74.087,50 59.855,75 0,00 0,00 133.943,25 1.601.019,78
2. technische Anlagen und Maschinen 9.622.694,55 1.041.047,47 0,00 0,00 10.663.742,02 3.809.266,00
3. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 732.320,05 130.712,95 0,00 0,00 863.033,00 650.336,86
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 6.508.631,30
Summe Sachanlagen 10.429.102,10 1.231.616,17 0,00 0,00 11.660.718,27 12.569.253,94
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 11.250,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 11.250,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 10.564.327,61 1.271.107,75 0,00 0,00 11.835.435,36 12.614.242,38
31.12.2017
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
Software & Lizenzen 69.933,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 69.933,00
II. Sachanlagen  
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 1.164.894,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.840.413,47
3. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 737.656,87
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.375.029,98
Summe Sachanlagen 12.117.994,32
III. Finanzanlagen  
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00
  0,00
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 12.187.927,32

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Folgenden möchte ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im vergangen Geschäftsjahr informieren.

ZUSAMMENARBEIT VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Vorstand unterrichtete uns durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage, sowie über das Risikomanagement. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden uns im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Die Aufsichtsräte standen auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand in Kontakt und haben sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

SITZUNGSHÄUFIGKEIT

Im Geschäftsjahr 2018 fanden zwei Aufsichtsratssitzungen in Freiberg und eine per Telefonkonferenz statt. Der Aufsichtsrat wurde zwischen den Sitzungen über Projekte und Vorhaben informiert, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren.

THEMENSCHWERPUNKTE DER SITZUNGEN

Gegenstand regelmäßiger Beratungen waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungs-Entwicklung der Pyral AG, die Finanzlage sowie alle wesentlichen Beteiligungs- und Investitionsprojekte.

Der Schwerpunkt der ersten Sitzung am 20. Juli 2018 war die betriebswirtschaftliche Auswertung des ersten Halbjahres 2018 sowie das geplante Ergebnis für das gesamte Jahr 2018. Die Sitzung beschäftigte sich unter anderem mit den Themen der Aluminium-Sortierung, die Erweiterung der Geschirrschrottsortierung und den diversen Forschungsprojekten der Pyral.

Die zweite ordentliche Sitzung fand am 26.10.2018 statt. Zu Beginn informierte der Vorstand über die aktuelle wirtschaftliche Lage per September 2018 und stellte die wesentlichen Rahmenbedingungen für seine strategische Planung vor. Zusätzlich wurde über die Preispolitik sowie über das Business-Line-Reporting in den einzelnen Profit-Centers gesprochen.

Anhand der Berichte des Vorstands haben wir diesen über die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens, sowie das Finanzkonzept vor dem Hintergrund der derzeitigen Markt-Situation beraten. Der Aufsichtsrat hält die Strategie des Vorstands für vernünftig und zukunftsweisend.

BERATUNG DER JAHRESABSCHLUSSES

Durch Beschluss wurde Hr. Bernd Aschenbrenner (ASWR FLORENTZ UND PARTNER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) zum Abschlussprüfer bestellt. Er hat gemäß Auftrag des Aufsichtsrats den Jahresabschluss und Lagebericht der Pyral AG geprüft. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus hat er festgestellt, dass das Risikomanagementsystem den gesetzlichen Vorschriften entspricht und bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind.

Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung der vorgelegten Unterlagen erhebt der Aufsichtsrat keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Er stellt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss fest. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließt sich der Aufsichtsrat an.

 

Freiberg, den 02. Dezember 2019

FÜR DEN AUFSICHTSRAT

THOMAS REISSNER, VORSITZENDER

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.12.2019 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pyral AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pyral AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pyral AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter http://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Landshut, 27. Juni 2019

ASWR Florentz und Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Aschenbrenner, Wirtschaftsprüfer

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