Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 79472
Vorher
Fast Forward Freight GmbH
Eingetragen
21.3.2007
Branche
Güterbeförderung in der LuftfahrtGüterbeförderung in der Hochsee- und KüstenschifffahrtGüterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Gegenstand
internationale Transporte per Luft und See.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Milorad Abramovic
seit 14.9.2015
Prokura
Robert van Breugel
seit 16.4.2013
Prokura
Marc Terpstra
seit 1.6.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Fast Forward Freight Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Fast Forward Freight Holding B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fast Forward Freight GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Fast Forward Freight GmbH Transport und Logistik, Frankfurt/Main

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen 5.384.903,00 91.153,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.526.123,62 402.616,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.854.300,99 8.122.703,83
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 509.020,20 831.528,41
18.889.444,81 9.356.848,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 251.402,99 13.591,81
24.525.750,80 9.461.593,22

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.962.107,46 2.255.735,26
III. Jahresüberschuss 2.489.702,38 706.372,20
Summe Eigenkapital 5.476.809,84 2.987.107,46
B. Rückstellungen 4.461.016,39 2.709.554,82
C. Verbindlichkeiten 12.002.855,17 3.764.930,94
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.585.069,40 0,00
24.525.750,80 9.461.593,22

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Fast Forward Freight GmbH Transport und Logistik, Frankfurt/Main

01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 10.049.540,79 4.169.758,50
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.295.865,20- 1.695.277,01-
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 501.698,08- 476.544,28-
- davon für Altersversorgung EUR -40.904,00 (EUR -42.526,00)
2.797.563,28- 2.171.821,29-
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.760.244,33- 30.433,30-
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.413.654,13- 932.438,61-
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -76.675,62 (EUR -88.841,85)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 144,81 247,50
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 325.243,13- 383,82-
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.264.952,56- 328.556,78-
8. Ergebnis nach Steuern 2.488.028,17 706.372,20
9. sonstige Steuern 1.674,21 0,00
10. Jahresüberschuss 2.489.702,38 706.372,20

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:

• Firma: Fast Forward Freight GmbH
• Sitz: Frankfurt am Main
• Registergericht: Amtsgericht Frankfurt am Main
• Handelsregisternummer: HRB 79472

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB (insbesondere der §§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Nach den am Abschlussstichtag gegebenen Größenordnungen gelten für die Gesellschaft die Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Ergänzende Bestimmungen des GmbH-Gesetzes wurden beachtet.

Die Bilanz wird gemäß § 266 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem gemäß § 275 Abs. 2 HGB vorgesehenen Gesamtkostenverfahren.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind an den handelsrechtlichen Vorschriften ausgerichtet und unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt.

Das erworbene Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode unter Ansatz einer Nutzungsdauer von zwei bis dreizehn Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen € 250 und € 1.000 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und auf fünf Jahre verteilt abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Für das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wurden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1% angesetzt. Zweifelhafte Forderungen sind zu 50% bzw. 100% einzelwertberichtigt.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert.

Auf fremde Währung lautende Forderungen, Bankguthaben und Verbindlichkeiten haben zum Abschlussstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB ist auf der nachfolgenden Seite dargestellt.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Fast Forward Freight GmbH Transport und Logistik, Frankfurt/Main

Anschaffungs-. Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-. Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen 207.352,57 7.054.019,33 35.525,24 0,00 7.225.846,66
Summe Anlagevermögen 207.352,57 7.054.019,33 35.525,24 0,00 7.225.846,66
kumullerte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen 116.199,57 1.760.244,33 35.500,24
Summe Anlagevermögen 116.199,57 1.760.244,33 35.500,24
Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2023 Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen 1.840.943,66
Summe Anlagevermögen 1.840.943,66
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen 5.384.903,00 91.153,00
Summe Anlagevermögen 5.384.903,00 91.153,00

Anlagevermögen

Technische Anlagen und Maschinen bestehen in Höhe von € 5.293.150,00.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung bestehen in Höhe von € 91.753,00.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von € 1.586.578,14.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von € 65,00.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von € 2.473.437,07.

Verbindlichkeitenspiegel

Der Verbindlichkeitenspiegel der Gesellschaft stellt sich dar wie folgt:

Verbindlichkeitenspiegel per 31.12.2023

davon mit Restlaufzeit
Gesamtbetrag <= 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Summe 12.002.855,17 12.002.855,17 0,00 0,00
davon aus Steuern 45.124,19 45.124,19 0,00 0,00
davon gegenüber Gesellschaftern 1.820.373,20 1.820.373,20 0,00 0,00
Gesamtbetrag Gesamtbetrag Vorjahr mit Restlaufzeit bis
gesichert Art der Vorjahr 1 Jahr
EUR Sicherheit EUR EUR
Summe 0,00 3.764.930,94 3.764.930,94
davon aus Steuern 28.058,54 28.058,54
davon gegenüber Gesellschaftern 1.754.238,20 1.754.238,20

Haftungsverhältnisse

Globale Abtretungsvereinbarung mit ABN AMRO Commercial Finance N.V. v. 7.8.2017, wonach Fast Forward Freight GmbH alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen abgetreten hat zur Sicherung aller Ansprüche von ABN AMRO Commercial Finance N.V. aus der Gruppenfinanzierungsvereinbarung vom 7.8.2017 zwischen ABN AMRO Commercial Finance N.V. und Fast Forward Freight B.V., Fast Forward Freight Belgium BvbA und Fast Forward Freight GmbH bzw. aus der Gruppenfinanzierungsvereinbarung vom 7.5.2021 (unterzeichnet am 1.6.2021) zwischen ABN AMRO Asset Based Finance N.V. und Fast Forward Freight B.V., Fast Forward Freight Belgium N.V. und Fast Forward Freight GmbH.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Abschlussstichtag aus Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von € 6.491.780.

IV. Sonstige Angaben

Beschäftigte

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB beschäftigt:

Angestellte 49
Aushilfen 0
Gesamt 49

Die Beschäftigtenzahl setzt sich aus 37 Vollzeitkräften und 12 Teilzeitkräften zusammen.

Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer der Gesellschaft ist

Herr Marc Terpstra, Kaufmann, Badhoevedorp/Niederlande

Die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernangaben

Name und Sitz des Mutterunternehmens der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt: EVCH UK LIMITED, Phoenix House, Oxford Road, Gerrards Cross, England, SL9 7AP.

Name und Sitz des Mutterunternehmens der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt: Fast Forward Freight Holding BV, Contour Avenue 91, 2133 LD Hoofddorp, Niederlande.

Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frankfurt am Main, 20. Dezember 2024

Marc Terpstra

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 GESCHÄFTSMODELL

1.2 ZIELE UND STRATEGIEN

2 Wirtschaftsbericht

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

3 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1. PROGNOSEBERICHT

3.2. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

4 Bericht über Zweigniederlassungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

dieser Lagebericht gewährt einen umfassenden Einblick in die Entwicklung unseres Unternehmens für das Geschäftsjahr 2023. Neben der transparenten Darstellung unserer finanziellen Situation analysieren wir operative Tätigkeiten, bewerten die Branchensituation, den Branchenverlauf und identifizieren zukunftsorientierte Chancen und Risiken.

Ziel ist es, vergangene Ereignisse zu reflektieren, genauso wie einen klaren Ausblick auf die Zukunft zu bieten.

Durch die Analyse finanzieller Kennzahlen geben wir nicht nur Einblick in die wirtschaftliche Lage, sondern auch in unsere finanziellen Perspektiven.

Wir sprechen nicht nur Erfolge an, sondern auch mögliche Risiken, um Orientierung zu bieten und unsere Verantwortung gegenüber Partnern, Kunden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu unterstreichen.

Die Zusammenstellung basiert auf einer gründlichen Analyse unserer Geschäftstätigkeit im Kontext globaler wirtschaftlicher Bedingungen.

Wir hoffen, dass dieser Lagebericht Ihre Fragen beantwortet, Vertrauen schafft und die Einleitung für eine erfolgreiche Zukunft stellt.

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihr Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen,

 

Marc Terpstra, Geschäftsführer

Registergericht / Commercial register: Frankfurt, HRB 79472

Wir arbeiten ausschließlich auf Grundlage der Allgemeinen Deutschen Spediteur-bedingungen 2017 - ADSp 2017 -, Hinweis: Die ADSp 2017 weichen in Ziffer 23 hinsichtlich des Haftungshöchstbetrages für Gülerschäden (§ 431 HGB) vom Gesetz ab, indem sie die Haftung bei multimodalen Transporten unter Einschluss einer Seebeförderung und bei unbekanntem Schadenort auf 2 SZR/kg und im Übrigen die Regelhaftung von 8,33 SZR/kg zusätzlich auf 1,25 Millionen Euro je Schadenfall sowie 2,5 Millionen Euro je Schadenereignis, mindestens aber 2 SZR/kg, beschränken.

We operate exclusively in accordance with the Allgemeine Deutsche Spediteurbedingungen 2017 - ADSp 2017 - (German Freight Forwarders' General Terms and Conditions 2017). Note: In clause 23 the ADSp 2017 deviates from the statutory liability limitation in section 431 German Commercial Code (HGB) by limiting the liability for multimodal transportation with the involvement of sea carriage and an unknown damage location lo 2 SDR/kg and, for the rest, the customary liability limitation of 8,33 SDR/kg additionally to Euro 1,25 million per damage claim and EUR 2,5 million per damage event, but not less than 2 SDR/kg.

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 GESCHÄFTSMODELL

Die Fast Forward Freight GmbH erbringt als Teil der Unternehmensgruppe unter Führung der Fast Forward Freight Holdings B.V. Speditionsdienstleistungen und fungiert als zentraler Abwicklungspunkt für den deutschsprachigen Raum.

Die Aktivitäten von Fast Forward Freight umfassen im weitesten Sinne hauptsächlich die Vermittlung von Gütertransporten und -speditionen für den See-, Luft- und Landverkehr, die Zollabfertigung sowie die Vertretung Dritter bei der Frachtabwicklung. Die Auftragsabwicklung erfolgt dabei weltweit unter Rückgriff auf langfristig etablierte Geschäftspartner. Die Umsätze werden dabei durch Vermittlung der Dienstleistungen mit Aufschlägen erreicht bzw. durch den Einbehalt entsprechender Entgelte für die erbrachten Dienstleistungen.

Zur Erfüllung der Dienstleistungen wird auf ein verlässliches Netz aus gruppeninternen und gruppenexternen Geschäftspartnern mit langjähriger Expertise zurückgegriffen. Die Geschäftspartner sind dabei besonders den Grundsätzen Zuverlässigkeit und Kundenorientierung verschrieben, da dies die Kernanforderung an alle Geschäftspartner von Fast Forward Freight ist. Zur Erbringung der Dienstleistung unterhält das Unternehmen Standorte in München, Hamburg und Frankfurt am Main.

1.2 ZIELE UND STRATEGIEN

Unser Leitbild ist die Bereitstellung unumschränkt zuverlässiger Dienstleistungen und das Ziel, Europas kundenorientierteste Logistikorganisation zu werden.

Compliance ist ein Schlüsselelement für den Erfolg unseres Handelns und unseres zugrunde liegenden Unternehmenswertes. Wir sind fest davon überzeugt, dass unsere Integrität und Zuverlässigkeit für unsere Kunden, ein Schlüsselelement unseres Erfolges sind.

Zur Erreichung der Zielsetzung wird dabei der Ausbau der Expertise durch eine konsequente Personalpolitik der letzten Jahre fortgesetzt und die Zuverlässigkeit durch eine konsequente Auswahl der Geschäftspartner sichergestellt. Fast Forward Freight nutzt dabei auch die Flexibilität eines mittelständischen Unternehmens, um kundenindividuellere Lösungen anbieten zu können, die durch größere Mitbewerber nicht erbracht werden können.

Die Strategie besteht somit darin, einen soliden Wachstumskurs und Geschäftsausbau fortzuführen und dabei gerade in einem volatilen Wirtschaftsumfeld durch Zuverlässigkeit und Individualität den Stellenwert des Unternehmens weiter zu kräftigen. Unter Rückgriff auf Synergieeffekte soll die Kostenstruktur zusätzlich optimiert werden.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Das Geschäftsjahr 2023 war durch erhebliche Veränderungen in der globalen Wirtschaft und politischen Landschaft geprägt. Der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine führte weiterhin zu Unsicherheiten und Beeinträchtigungen in den globalen Lieferketten, wobei einige Handelswege inzwischen alternative Routen gefunden haben. Sanktionen gegen Russland blieben bestehen und beeinflussten die Marktverfügbarkeit und Preisdynamik in bestimmten Sektoren, insbesondere in Europa.

Die gesamtwirtschaftliche Lage war im Jahr 2023 weiterhin von hoher Inflation geprägt, auch wenn sich die Inflationsrate für das Jahr 2023 in Höhe von 5,9% gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 6,9% (Quelle: destatis.de "Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024") leicht abschwächte. Haupttreiber blieben hohe Energie- und Lebensmittelpreise, obwohl sich die Energiepreise im Jahresverlauf von März bis Dezember 2023 stabilisierten und teilweise leicht zurückgingen. Die europäische Produktion war jedoch nach wie vor durch die anhaltenden Energiepreisschwankungen und Unsicherheit in den Energiemärkten belastet, was die Nachfrage und Konsumkraft der Verbraucher beeinflusste.

Die Europäische Zentralbank hielt im Jahr 2023 an einer restriktiven Zinspolitik fest, um die Inflation unter Kontrolle zu halten (Quelle: Europäische Zentralbank "Jahresrückblick"). Die erneut angehobenen Leitzinsen erhöhten die Fremdkapitalkosten für Unternehmen und führten zu einer weiterhin erschwerten Finanzierungslage, was sich dämpfend auf das Wirtschaftswachstum in Europa auswirkte.

Die Logistikbranche, eng mit der Industrieproduktion verbunden, blieb von den gesamtwirtschaftlichen Bedingungen betroffen. Die gestiegenen Treibstoffkosten erhöhten die Ausgaben für Transportdienstleistungen und belasteten das Branchenwachstum. Die anhaltende Energiepreisproblematik in Europa führte demnach zu einer verminderten Transportnachfrage und einem Rückgang der Aufträge in der Logistikbranche Während sich der Welthandel infolge einer Normalisierung nach der Pandemie stabilisierte, führte ein Produktionsrückgang global zu einer Verlangsamung des Warenverkehrs. Der Containerumschlag-Index des Leibnitz-Instituts für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik sank Ende 2023 auf 125,1, nachdem er Anfang 2023 bei 123,1 lag (Quelle: isl.org "Containerumschlag trotz Störungen im Roten Meer stabil"). Besonders nordeuropäische Häfen verzeichneten dabei Rückgänge im Umschlag (Quelle: statista.com "Größte Häfen in Nordeuropa* nach Containerumschlag in den Jahren 2010 bis 2023" vom April 2024").

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

In diesem Jahr wurde unser Fokus auf die Kontrolle unserer eigenen Frachtdienste und die Abkehr von der Konsolidierung durch Dritte hin zum Markt durch die Bewältigung der Herausforderungen dieser Krisen verstärkt. Die erneute Fokussierung gab uns die Möglichkeit, Frachttransportkapazitäten und qualitativ hochwertigen, zuverlässigen Service zu bieten und sogar neue Kunden zu gewinnen. Wir gehen davon aus, dass die konstruktive Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Kunden auch künftig an Bedeutung gewinnen wird. Nicht nur, um unsere Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten, sondern auch, um unseren Kundenstamm im kommenden Geschäftsjahr und darüber hinaus weiter zu vergrößern.

Wir waren somit trotz steigender Energie- und Transportkosten in der Lage in einem schwierigen Branchenumfeld unsere Marktposition zu stärken und durch Stärkung unserer Kundenbindungen auch eine Absicherung unserer Position für ein weiterhin angespanntes Branchenumfeld zu schaffen.

Das Mutterunternehmen von Fast Forward Freight Deutschland - Fast Forward Freight Holdings B.V. - wurde von der in Großbritannien ansässigen Speditionsgruppe EV Cargo Global Forwarding übernommen. Das Netzwerk an Geschäftspartner hat sich somit insbesondere in Asien deutlich erweitert und die steigende Diversifikation hat zu einer weiteren Stabilisierung der Auftragszahlen beigetragen und wird dies sicherlich auch in Zukunft tun.

Gleichzeitig sind wir durch die neuen Geschäftspartner und -netzwerke in der Lage, unsere Kundenherkunft weiter international zu diversifizieren und somit Ertragschancen international zu nutzen. Dies trägt dazu bei, die Abhängigkeit der Ertragslage von Risiken auf einzelnen Märkten oder Bereichen zu reduzieren.

2.3 LAGE

2.3.1. VERMÖGENSLAGE

Das Unternehmen hat Investitionen in Anlagen, Fahrzeuge, sonstige Ausrüstung und IT- Lösungen getätigt. In den kommenden Jahren wird das Unternehmen weiterhin in die Förderung von Innovationen investieren, die die betriebliche Leistung und Compliance verbessern. Der Kurs ist Teil der Strategie als zuverlässiger Geschäftspartner wahrgenommen zu werden.

Das Anlagevermögen hat sich von 91.153,00 € auf 5.384.903,00 € erhöht und basiert auf der Anschaffung von Ausstattung unseres Batterielagerhauses für unseren größten Kunden, das durch ein weiteres Konzernunternehmen betrieben wird.

Die unfertigen Erzeugnisse betragen 3.526.123,62 € und stammen aus Aufträgen, die zwar bereits begonnen aber noch nicht vollendet worden sind. Dies ist in der Logistikbranche üblich, da die Transporte in bestimmten Bereichen, insbesondere der Seefracht, einige Wochen betragen können.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von 8.122.703,83 € auf 14.854.300,99 € erhöht. Die Erhöhung stammt aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Im Geschäftsjahr ist der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme um 9,24 % auf 22,33 % gesunken. Das Eigenkapital stieg von 2.987.107,46 € im Jahr 2022 auf 5.476.809,84 € im Jahr 2023. Der Kurs der konsequenten Stärkung der Eigenkapitalbasis und somit Erhöhung der Krisenresistenz ist somit stringent beibehalten worden und ist Teil der Strategie als zuverlässiger Geschäftspartner wahrgenommen zu werden.

Die Rückstellungen haben sich von 2.709.554,82 € auf 4.461.016,39 € im Jahr 2023 erhöht. Die Erhöhung resultiert daraus, dass zusätzliche Vorsorgen für potenzielle Risiken und Verpflichtungen getroffen wurden, um zukünftige finanzielle Belastungen besser abzusichern und den gestiegenen Anforderungen aus rechtlichen und betrieblichen Verpflichtungen gerecht zu werden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stammen mit 3.302.807,89 € überwiegend aus der operativen Tätigkeit des Unternehmens und bestehen gegenüber Geschäftspartnern aus laufenden Aufträgen und sind somit kurzfristiger Natur. In der Regel steht den Verbindlichkeiten ein entsprechender Auftrag eines Kunden gegenüber, sodass ein Zufluss der Mittel zur Begleichung sichergestellt ist. Das Geschäftsmodell der Fast Forward Freight führt dazu, dass die Laufzeitstruktur bei Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung relativ kohärent ist.

Die weitere Gruppe der Verbindlichkeiten besteht gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.473.437,07 €. Die Verbindlichkeiten stammen unter anderem aus der gruppeninternen Auftragsabwicklung und es existieren somit Forderungen aus korrespondierenden Kundenaufträgen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich von 97.693,07 € auf 6.222.812,95 € zum Ende 2023 erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Inanspruchnahme von Cash-Pooling- Kreditlinien aus einer Gruppenfinanzierungsvereinbarung zurückzuführen.

Bei dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 2.585.069,40 € handelt es sich um den Teil eines im Geschäftsjahr vereinnahmten privaten Investitionszuschusses, der als Vorleistung des Zuschussgebers auf die noch nicht erfüllten zeitbezogenen Gegenleistungsverpflichtungen entfällt; diese Gegenleistungsverpflichtungen sind voraussichtlich bis Ende August 2025 zu erfüllen.

2.3.2. FINANZLAGE

Die Zahlungsmittel belaufen sich zum 31.12.2023 auf T€ 509 (Vorjahresstichtag: T€ 832). Wesentliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

Fast Forward Freight ist somit in der Lage, seine laufenden Verpflichtungen zu erfüllen und gleichzeitig eine finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren.

Die Gesellschaft hat mit weiteren Gesellschaften der Unternehmensgruppe und ABN AMRO Asset Based Finance N.V. eine Gruppenfinanzierungsvereinbarung abgeschlossen; das max. Finanzierungsvolumen beträgt 10 Mio. €. Bankguthaben werden zur Gruppenfinanzierung dem Cash-Pool zugeführt.

Mit ABN AMRO Asset Based Finance N.V. besteht eine globale Abtretungsvereinbarung, wonach Fast Forward Freight GmbH alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen abgetreten hat zur Sicherung aller Ansprüche von ABN AMRO Asset Based Finance N.V. gegen die an der Gruppenfinanzierungsvereinbarung beteiligten Gesellschaften.

2.3.3. ERTRAGSLAGE

Das Ergebnis nach Steuern 2023 für das Unternehmen beläuft sich auf 2.489.702,38€, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahresergebnis von 706.372,20 € darstellt. Die Umsatzerlöse stiegen im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um 150,24 %, was auf eine Erweiterung der Umsatzquellen und eine gestiegene Nachfrage zurückzuführen ist. Trotz weiterhin herausfordernder wirtschaftlicher Bedingungen konnte das Unternehmen erfolgreich neue Märkte und Kunden erschließen, was zu einer signifikanten Umsatzsteigerung beitrug. Bestehende Kundenbeziehungen wurden gefestigt, während neue Kunden gewonnen wurden, was das Wachstum auch langfristig stützen soll. Die Bruttomarge (Umsatzerlöse zuzügl. Bestandserhöhung abzügl. Aufwendungen für bezogene Leistungen) stieg im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um 148,29% auf 9.855.987,49 €.

Das Ergebnis nach Steuern für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 2.489.702,38 €, was 5,36 % des Umsatzes entspricht. Der Ergebnisanstieg belegt die stabile Profitabilität des Unternehmens nach Berücksichtigung aller Kosten und Erträge.

Die Personalkosten sind von 2.171.821,29 € im Jahr 2022 auf 2.797.563,28 € im Jahr 2023 gestiegen. Die Entwicklung basiert zum einen auf Neueinstellungen und zum anderen auf Anpassungen der Gehälter an die allgemeine Inflationsentwicklung.

Wesentliche Kostenblöcke innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind: Raumkosten (T€ 347, Vorjahr: T€ 240), Aufwendungen aus Währungsumrechnungen (T€ 77, Vorjahr: T€ 89), Fahrzeugkosten (T€ 128, Vorjahr: T€ 86), EDV-Kosten (T€ 102, Vorjahr: T€ 84), Werbe- & Reisekosten (T€ 74, Vorjahr: T€ 73) sowie Forderungsverluste und Wertberichtigungen (T€ 212, Vorjahr: T€ 55).

Die finanzielle Performance der Jahre 2022 und 2023 des Unternehmens zeigt eine solide Entwicklung.

Mit einem Anstieg der Eigenkapitalrentabilität von 706.372,20 € / 2.987.107,46€ = 23,65 % im Jahr 2022 auf 2.489.702,38€ / 5.476.809,84€ = 45,46 % im Jahr 2023, weist dies nach wie vor eine florierende Geschäftsführung des Unternehmens auf, die sowohl das Erwirtschaften vom Gewinn als auch den effizienten Einsatz von finanziellen Ressourcen spiegelt.

Die im Jahr 2023 erwirtschaftete Eigenkapitalquote von 5.476.809,84€ € / 24.525.750,80 € = 22,33 % und ein Return on Investment von 5.476.809,84€ € / 24.525.750,80 € = 10,15 % veranschaulichen die wirtschaftliche Stabilität und finanzielle Gesundheit des Unternehmens.

3 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1. PROGNOSEBERICHT

Trotz der leichten Reduzierung der erwarteten Umsätze im Jahr 2024 bleiben wir zuversichtlich, dass die gruppeninternen Geschäfte langfristig weiteres Wachstumspotenzial bieten. Wir rechnen damit, dass sich über die Eingliederung in die Gruppe auch weitere Geschäftsmöglichkeiten mit externen Kunden ergeben. Bereits abgeschlossene Verträge geben hierfür eine positive Indikation. Während wir für 2024 eine stabile Umsatzlage erwarten, geht die Planung für 2025 von einem leichten Anstieg des Umsatzes um knapp 6 % aus. Wir rechnen jedoch für die Jahre 2024 und 2025 auch mit einem kurzfristigen Anstieg der Kostenpositionen, da aufgrund der Erweiterung der Gruppe eine Konsolidierung der Geschäftstätigkeiten in Deutschland erforderlich ist. Diese kann unter anderem aufgrund der Ablösung von Verträgen und Ablösungen von Personal zu einmaligen Aufwandsanstiegen führen.

Auf Basis der aktuellen Planung erwarten wir für das Jahr 2024 einen Rückgang des Jahresüberschusses im Vergleich zu 2023. Für das Jahr 2025 rechnen wir hingegen mit einem deutlichen Anstieg des Jahresüberschusses, der über dem Niveau von 2023 liegt.

Als innovatives, anpassungsfähiges und international agierendes Unternehmen streben wir danach, uns von unseren Mitbewerbern abzuheben. Wir werden daher weiter gezielt an der Stärkung unserer Kundenbindung arbeiten und unsere Prozesse weiter hinsichtlich der Kosten und Digitalisierung optimieren, um unsere Position in einem Umfeld steigender Kosten und Wettbewerbsdruck zu stärken.

3.2. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Es besteht eine gesunde Risikobereitschaft, was bedeutet, dass das Unternehmen bereit ist, Risiken einzugehen, die mit Chancen verbunden sind, die sich auf dem Markt ergeben. Dies entspricht der Tatsache, dass das Unternehmen ein Nischenanbieter ist, der weltweit in einer Vielzahl von Märkten tätig ist und hauptsächlich den Non-Commodity-Markt bedient. Zur Bewältigung der damit verbundenen Risiken verfügt das Unternehmen über Systeme zur Sicherstellung der Compliance.

Darüber hinaus ist die Überwachung der mit diesen Tätigkeiten verbundenen Hauptrisiken gewährleistet, da das Unternehmen über entsprechend qualifizierte Arbeitskräfte verfügt, die bedeutsame Erfahrung mit Spezialtransporten mitbringen. Ein internes Kontrollsystem ist im Unternehmen implementiert. Auf operativer Ebene besteht grundsätzlich das Risiko, dass das Wachstum aufgrund eines fehlenden Angebots an qualifiziertem Personal gefährdet wird. Das Unternehmen verfügt jedoch über eine gute Vergütungs- und Anreizstruktur, um diesem Risiko entgegenzuwirken. Die Fast Forward Freight GmbH zeichnet sich durch langfristige Mitarbeiterbindung und einen Ruf als solider Arbeitgeber aus.

Unsere IT-Systeme befinden sich auf dem neusten Stand der Sicherheit und wir sehen das Risiko eines Ausfalls oder Sicherheitsvorfalls daher als branchenüblich an. Wir gehen davon aus, dass wir nicht zu den zentralen Unternehmen gehören, die Gegenstand von Cyberangriffen sind, da die Möglichkeiten zum Abschöpfen monetärer Mittel aufgrund der kleinen Unternehmensgröße und engen Kontrollmechanismen wenig vielversprechend sind. Unsere Mitarbeiter werden auch regelmäßig in den Gefahren von Phishing-Versuchen und andere Formen des Social Engineerings geschult. Wir haben gerade für den Bereich der Finanztransaktionen eine Überwachung durch mehrere Personen etabliert, um einen Missbrauch von Zahlungssystemen zu vermeiden. Regelmäßige Änderungen der Zugangsdaten sind ebenfalls etablierter Standard in der Kultur der Fast Forward Freight Gruppe.

Im Bereich der rechtlichen Risiken sehen wir ebenfalls eine geringe Gefährdung, da unsere Mitarbeiter regelmäßig in allen relevanten Rechtsbereichen der Logistik geschult werden und wir weiter bei der Abwicklung von Aufträgen verschiedene prozessuale und softwareseitige Kontrollen etabliert haben. Rechtliche Dispute sind daher nur im branchenüblichen Rahmen durch das tägliche Geschäft zu erwarten. Weiterhin verfügen wir über verlässliche Rechtsberater, die uns im Zweifel in einer Streitigkeit zuverlässig vertreten. Es gab im Geschäftsjahr 2023 keine besonderen rechtlichen Vorkommnisse mit Auswirkungen auf das zukünftige Geschäft.

Das Unternehmen nutzt keine komplexen Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte und Zinsswaps. Das Unternehmen ist einem Zinsrisiko bei verzinslichen Vermögenswerten und verzinslichen (langfristigen) Verbindlichkeiten nur begrenzt ausgesetzt.

Die Höhe unserer Schuldner und Gläubiger ist über die Monate hinweg stabil und wir sehen keine Cashflow-Risiken. Aufgrund der ausreichenden Streuung der Forderungen und der aktiven Rolle der Vertriebsabteilung beim Kreditmanagement ist das Debitorenrisiko normal. Die meisten Transaktionen der Fast Forward Freight Group werden in Euro abgewickelt. Das Risiko bei Transaktionen zum Zwecke des Handels in Fremdwährungen ist aufgrund der Zusammenarbeit mit Partnern/Agenten und stabilen Wechselkursen gering.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit des Unternehmens entsteht ein Kredit, Zins- und Währungsrisiko. Beim Management finanzieller Risiken geht das Unternehmen keine spekulative Position ein.

Das Risikomanagementsystem des Unternehmens wurde im Vergleich zum Vorjahr weiterentwickelt, um auf die veränderten globalen Rahmenbedingungen noch flexibler reagieren zu können. Die Finanzierungsstruktur des Unternehmens bleibt stabil, und die vorhandenen Kapital- und Liquiditätsreserven sind weiterhin ausreichend, um potenzielle Risiken zu decken.

Ein zentrales Risiko stellt nach wie vor die geopolitische Lage dar. Der anhaltende Krieg zwischen der Ukraine und Russland beeinträchtigt die globalen Lieferketten, insbesondere in der Seefracht, und birgt das Risiko zusätzlicher Störungen. Gleichzeitig haben Erfahrungen gezeigt, dass solche Disruptionen zeitweise zu höheren Margen führen können, was eine Chance für die Erzielung zusätzlicher Gewinne darstellt. Diese Entwicklung ist jedoch schwer kalkulierbar und von zahlreichen externen Faktoren abhängig.

Darüber hinaus bleibt die politische Instabilität im Nahen Osten ein potenzielles Risiko. Eine weitere Eskalation in dieser Region könnte die Handelsrouten im Mittelmeerraum beeinflussen und zu einer Verschlechterung der Auftragslage führen. Das Unternehmen beobachtet die Situation aufmerksam, um bei Bedarf schnell reagieren zu können und die Auswirkungen auf das Geschäft zu minimieren.

Ein weiterer Risikofaktor für die zukünftige Geschäftsentwicklung ist in der weiteren Dynamik der Handelspolitik der EU, der USA und China zu sehen, da die Erhebung von Zöllen naturgemäß eine negative Auswirkung auf das internationale Handelsvolumen hat, auf der anderen Seite können wir jedoch durch unsere Expertise in Zollabwicklung zum Teil auch positiv hiervon profitieren. Wir sehen insoweit eine globale protektionistische Entwicklung, die die kommenden Jahre prägen wird.

4 Bericht über Zweigniederlassungen

Die Geschäftsleitung und Hauptsitz befinden sich in Frankfurt am Main. Die bestehenden Zweigniederlassungen in Hamburg und München bleiben integraler Bestandteil der operativen Strategie. Beide Standorte bilden eine solide Basis für nationale und internationale Präsenz und unterstützen effektiv die logistischen Dienstleistungen in Deutschland und weltweit.

 

Frankfurt am Main, den 27.12.2024

Marc Terpstra, Geschäftsführer

Gesonderte Berichterstattung des Abschlussprüfers über die Prüfung der zutreffenden Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahressabschluss wurden nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Abschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erstellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fast Forward Freight GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fast Forward Freight GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fast Forward Freight GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben so- wie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 30. Januar 2025

DORNBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Petra Fischbeck-Lohr, Wirtschaftsprüferin

Catherine Dentler, Wirtschaftsprüferin

Datum Feststellung Jahresabschluss 2023: 6.2.2025

Gewinnverwendung:

[X] Vortrag auf neue Rechnung

[ ] Einstellung € in Gewinnrücklage

[ ] Gewinnausschüttung €

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