Vermietung von Luftfahrzeugen
Pro2 Anlagenservice GmbHLiquidiert
Schmelzerstraße 25, 47877 Willich, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Spitzer seit 16.8.2017 | Geschäftsführer |
Carsten Hermann Leimer seit 8.4.2015 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SERCOO Group GmbHLingen (vormals: München)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2016
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2016I. Vorbemerkungen Die SERCOO Group GmbH (Mutterunternehmen) hat ihren Sitz in München und wird im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 214038 geführt. Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Verpflichtung des Mutterunternehmens zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 HGB. II. Konsolidierungsgrundsätze 1. Konsolidierungskreis In dem Konzernabschluss sind folgende Tochterunternehmen i.S. § 290 Abs. 1 HGB einbezogen:
(1) Tochterunternehmen (100 %) der BE Drive GmbH, Lingen (2) Tochterunternehmen (100%) der Deutsche Turbo GmbH, München (seit 01.07.2016) Die TURBO MOT GmbH wurde im Geschäftsjahr erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. 2. Konsolidierungsstichtag Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Die SERCOO Group GmbH sowie sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ein dem Kalenderjahr entsprechendes Geschäftsjahr. 3. Kapitalkonsolidierung Der Wertansatz der in den Einzelabschlüssen ausgewiesenen Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurde mit dem zum Neuwert angesetzten und auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital verrechnet. Auf Grund der Besonderheiten bei den Gesellschaften wurde bei der Neubewertung insbesondere ein Geschäfts- oder Firmenwert aufgedeckt, in den übrigen Vermögensgegenständen waren keine aufdeckbaren stillen Reserven erkennbar. Die Verrechnungen wurden jeweils zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss sowie bei Zuerwerben bzw. Neugründungen zum Zeitpunkt des zusätzlichen Erwerbs bzw. der Neugründung vorgenommen. Nach Verrechnung i.S. § 301 Abs. 1 HGB verbleibende Unterschiedsbeträge werden in der Konzernbilanz insgesamt auf der Aktivseite unter A. I. 2. als "Geschäfts- oder Firmenwert" gemäß § 301 Abs. 3 HGB ausgewiesen. Dieser wird pro rata temporis über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer spiegelt dabei den Zeitraum wider, über den sich die erworbenen Vorteile aus dem Geschäfts- oder Firmenwert realisieren werden. Dies begründet sich unter anderen mit den langen Produktzyklen im Reparaturgeschäft für Motoren. 4. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. 5. Behandlung von Zwischenergebnissen Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden - sofern diese nicht gemäß § 304 Abs. 2 HGB von ganz untergeordneter Bedeutung waren - eliminiert. 6. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Aufwendungen und Erträge, die aus Geschäftsbeziehungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen resultieren, wurden eliminiert. 7. Latente Steuern Aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen bestehende Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, werden für die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen auf der Passivseite der Konzernbilanz und für die sich daraus ergebenden Steuerentlastungen auf der Aktivseite der Konzernbilanz Posten für latente Steuern gebildet. Bei der Berechnung kam ein Steuersatz von 30 % zur Anwendung. Soweit sowohl latente Steuerbe- als auch Steuerentlastungen bestehen, werden diese miteinander verrechnet. Ein Überhang aktiver latenter Steuern aus den Einzelabschlüssen aufgrund von Verlustvorträgen sowie Bewertungsunterschieden bei sonstigen Rückstellungen wird analog zum in den Einzelabschlüssen nicht ausgeübten Aktivierungswahlrecht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) in der Konzernbilanz nicht angesetzt. 8. Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Konzernbilanz ist unter Berücksichtigung entsprechend der Bilanz der SERCOO Group GmbH nach § 298 i.V.m. § 266 HGB gegliedert. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 298 i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - sofern nicht abweichend dargestellt - im Wesentlichen gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten und entsprechen dem Vorsichts- und Realisationsprinzip sowie den Grundsätzen der Bewertungsstetigkeit, Einzelbewertung und Periodenabgrenzung unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Die erworbenen immateriellen Gegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, auf die Dauer der voraussichtlichen Nutzung bezogene und nach der linearen Methode berechnete Abschreibungen bewertet. Bis 2015 wurden die Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Anlagegütern mit einem Betrag von mehr als EUR 150,00 bis in Höhe von EUR 1.000,00 (ohne Umsatzsteuer) in einen Sammelposten eingestellt, der jährlich um ein Fünftel Abschreibungen gemindert wird. Während ein Tochterunternehmen diese Methode weiterhin anwendet, werden im Übrigen nunmehr vereinfachend die Anschaffungskosten geringwertiger Anlagegüter mit Werten von mehr als EUR 150,00 bis in Höhe von EUR 410,00 (ohne Umsatzsteuer) im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Entsprechende Kosten bis zur Höhe von EUR 150,00 werden unmittelbar als Aufwand behandelt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem ihnen am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Herstellungskosten unfertiger und fertiger Erzeugnisse werden, neben den Material- und Fertigungseinzelkosten, die je nach Fertigstellungsgrad angefallenen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens durch entsprechende Zuschläge berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich in Höhe der Nominalbeträge ausgewiesen. Erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Bei Fremdwährungsbeständen erfolgte ggf. die Abwertung auf den niedrigeren Stichtagskurs. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital des Mutterunternehmens und beträgt laut Gesellschaftsvertrag EUR 38.010,00. Es ist voll eingezahlt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. In den Gliederungsschemata zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vorgesehene Davon-Vermerke sowie Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten des Konzernabschlusses und zu den Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten sind aus Gründen der Übersichtlichkeit ausschließlich im Konzernanhang enthalten. IV. Einzelangaben zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Konzernbilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlagenspiegel dargestellt (Anlage). Aus der erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen resultierte zum 1. Juli 2016 ein Unterschiedsbetrag aus der Kapitalaufrechnung in Höhe von TEUR 2.792, der als Geschäfts- oder Firmenwert im Konzerngeschäftsjahr 2016 zeitanteilig abgeschrieben wurde. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Die Angaben zu den Restlaufzeiten, den gegebenen Sicherheiten und die sonst geforderten Angaben zu den Verbindlichkeiten sind dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. 2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Geschäftsbereiche:
Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung entfallen TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 49) auf Aufwendungen für Altersversorgung. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 11: Vorjahr: TEUR 3), periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 172). Von den periodenfremden Erträgen des Geschäftsjahres entfallen TEUR 204 auf die Auflösung von Rückstellungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 101) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 13) enthalten. 3. Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:
V. Sonstige Angaben 1. Nachtragsbericht Im Januar und im Mai 2017 wurden dem Konzern weitere EUR 2,6 Mio. Gesellschafterdarlehen zugeführt. Hierdurch wurde der negative Cash flow aus dem Wachstum und der noch zu optimierenden Struktur innerhalb des jungen Konzerns kompensiert. Im Dezember 2017 wurden die Kreditverträge mit den finanzierenden Banken bis Ende 2019 prolongiert. Darin sind einzelne Teilrückführungen vorgesehen. Durch die Gesellschafter soll eine weitere Gesellschafterfinanzierung in Höhe von EUR 2 Mio. erfolgen. 2. Arbeitnehmerzahl Im Durchschnitt wurden 280 (Vorjahr: 257) Arbeitnehmer beschäftigt. 3. Geschäftsführung des Mutterunternehmens Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Mutterunternehmens durch Herrn Otto R. Eichhorn, München (Dipl.-Ing.) (bis 24. Juli 2017), geführt. Ab dem 20. April 2017 ist Herr Markus Spitzer, Münster (Dipl.-Kfm.) zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Auf die Angabe der Organbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Mitglieder und Bezüge des Beirates des Mutterunternehmens - Dr. Anton Daubner - Lars Becker - Bernd Heilmann Die Beiratsmitglieder haben in 2016 Vergütungen und Auslagenerstattungen i.H.v. TEUR 84 erhalten. 5. Inanspruchnahme von Befreiungstatbeständen Die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen nehmen die Befreiungsregel gemäß § 264 Abs. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2016 in Anspruch: - MT-Energie Service GmbH, Zeven - Pro2 Anlagenservice GmbH, Willich - BE Drive GmbH, Lingen - BE Turbo GmbH, Lingen - Bücker & Essing GmbH, Lingen - Deutsche Turbo GmbH, München - TURBO MOT GmbH, Verl 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aufgrund von Pacht-, Miet- und Leasingverträgen bestehen langfristige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.547, davon TEUR 1.433 für 2017. 7. Außerbilanzielle Geschäfte Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft; zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 2.644 verkauft. 8. Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 158 und umfasst Abschlussprüfungsleis-tungen in Höhe von TEUR 110 und Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 48.
München, 29. Dezember 2017 Geschäftsführung SERCOO Group GmbH Markus Spitzer Entwicklung des Anlagevermögens 2016
Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2016
Konzernlagebericht für 20161. Grundlage des Konzerns - Geschäftsmodell Die SERCOO Group GmbH wurde in 2014 gegründet und verfolgt eine Buy & Build-Strategie im Bereich professioneller Service- und Instandsetzungsdienstleistungen, insbesondere im deutschsprachigen Raum. Durch gezielte Akquisitionen, sowie durch organisches Wachstum, plant die SERCOO Group den Ausbau der Geschäftsfelder Energie, Transport, Industrie, Handel und Automotive. Im Geschäftsfeld Energie plant die SERCOO Group sich zu einem Komplettanbieter für Servicedienstleistungen im Umfeld von Biogasanlagen, sowie dezentralen Energieversorgungsanlagen zu entwickeln. Im Bereich der Instandsetzung liegt ein Fokus auf der Entwicklung des Bereichs Instandsetzung von Turboladern. Die SERCOO Group GmbH hat nach der Akquisition der BU Drive in 2014 die MT Energie Service GmbH und die Pro2 Anlagenservice GmbH in 2015 gegründet und für die Gesellschaften die Serviceaktivitäten der insolventen MT Energie GmbH, Zeven, und der Pro2 Anlagentechnik GmbH, Willich, übernommen. Weiterhin wurde die Deutsche Turbo GmbH gegründet. In 2016 wurden sämtliche Geschäftsanteile der TURBO MOT GmbH übernommen. Die SERCOO Group plant weitere Zukäufe. Sie wird maßgeblichen Wert darauf legen, dass Unternehmungen sowohl eine Eigenentwicklung in ihren Zielmärkten darstellen können, als auch die Synergieeffekte durch die Gruppenzugehörigkeit genutzt werden können. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage (branchenbezogene Rahmenbedingungen) Der Markt für Industriemotoren ist grundsätzlich ein attraktives Geschäftsfeld. Zum einen lässt sich eine interessante Wirtschaftlichkeit je Motoreinheit in der Instandsetzung darstellen, zum anderen hat der Markt sehr interessante Wachstumsraten und die Marktbedienung erfordert einschlägiges Know How. Der Markt ist derzeit noch sehr fragmentiert, es gibt viele kleine Unternehmungen im freien Markt (unabhängige Serviceprovider), sowie die Hersteller (OEMs). Die OEMs haben durch die Ersatzteilversorgung mit Originalteilen, sowie Know How im Bereich von Motorservice eine starke Marktposition, was eine partnerschaftliche Zusammenarbeit attraktiv macht. Die Marktentwicklung für das Service- und Instandhaltungsgeschäft in Deutschland ist aufgrund der historischen Wachstumsraten im Anlagenzubau der letzten Jahre grundsätzlich attraktiv, jedoch auch durch hohe Wettbewerbsaktivitäten gekennzeichnet. Wachstumsmöglichkeiten ergeben sich insbesondere im Bereich des Repowerings von Bestandsanlagen, was auch zu einer Nachfrage nach BH1eNs und damit verbundenen Services führt. Die Neuregelung des EEG in 2016 hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Branche und deren Perspektive, hier spielen die Vergütungssätze für die Stromvermarktung eine maßgebliche Rolle. Die zukünftige Marktentwicklung für den Absatz von Turboladern ist weiterhin positiv zu bewerten. Die weltweite Nachfrage nach Turboladern nimmt weiterhin zu, ebenso steigt die Nachfrage nach Instandsetzungslösungen von Turboladern. Die Ausweitung der Produktpalette der Hersteller macht umfassendes Know How in der Instandsetzung von Turboladern, sowie die Einhaltung von Qualitätsstandards notwendig und bietet eindeutig ein Differenzierungsmerkmal gegenüber Wettbewerbern bei der Instandsetzung von Ladern, insbesondere auch gegenüber ausländischen Anbietern auf diesem Markt. 2.2 Geschäftsverlauf Die SERCOO Group GmbH wurde am 5. Juni 2014 gegründet. Als Mutterunternehmen hat sie erstmals einen (Teil-)Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 aufgestellt. Das Jahr 2015 stellt somit erstmalig ein volles Geschäftsjahr dar. Durch die Aufnahme der Geschäftsaktivitäten der Deutsche Turbo GmbH und der Neuakquisition der TURBO MOT GmbH sind die Geschäftsjahre nur teils vergleichbar. Vor dem Hintergrund der nur eingeschränkten Aussagefähigkeit geben wir in summarischer Übersicht zu den jeweils tabellarischen Darstellungen zur Vermögens-, Finanz-und Ertragslage die nachfolgenden Erläuterungen. Die im Vorjahr getroffene Umsatzprognose mit EUR 65 Mio. und einem EBITDA von ca. EUR 3,6 Mio. für 2016 konnte insbesondere aufgrund der Integration und Gründung neuer Gesellschaften nicht erreicht werden. 2.3 Lage der Gesellschaft 2.3.1 Ertragslage
Die Ertragslage ist wie auch im Vorjahr bei einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4.485 (Vorjahr: TEUR 2.200) durch Sonderausgaben, Anlaufverluste und Sachverhalten, die noch nicht im Sinne einer optimalen Gesamtorganisation zu Synergien geführt haben, der einzelnen Geschäftsbereiche geprägt: Während die operativen Gesellschaften BE Turbo GmbH (vormals BU Turbo Systems GmbH) und die Neuakquisition TURBO MOT GmbH bereits einen Jahresüberschuss erwirtschaften konnten, weisen die übrigen Gesellschaften noch negative Ergebnisse aus. Das EBITDA im Konzern beträgt im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR -631 (Vorjahr: TEUR 660). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich auf 56,4% (Vorjahr: 54,6%), die Personalauf-wandsquote erhöhte sich auf 29,4% (Vorjahr 27,5%). Die Quote der übrigen betrieblichen Aufwendungen konnte von 16,6% in 2015 auf 15,5% in 2016 gesenkt werden. Die gestarteten Profitabilitätsmaßnahmen sollen zu Margenverbesserungen führen und die genannten Quoten entsprechend senken. Die Deutsche Turbo GmbH hatte in 2016 ihr erstes (Rumpf)Geschäftsjahr und die Gesellschaft hat noch keinen externen Umsatz generiert, was auch zu einer entsprechenden Belastung der Aufwandsquoten führte. Vom Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 49.949 entfallen auf die Geschäftsbereiche Energie TEUR 32.370 und Turbo TEUR 17.579. Von den Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.834 resultieren TEUR 1.082 aus der Abschreibung der Geschäfts- und Firmenwerte. Von den in Höhe von TEUR 2.009 (Vorjahr: TEUR 1.485) das Gesamtergebnis belastenden Zinsaufwendungen entfallen TEUR 1.419 (Vorjahr: TEUR 929) auf die Gesellschafterdarlehen, die in Bezug auf die Kapitalforderung und in Bezug auf die aufgelaufenen und auflaufenden Zinsen nachrangig sind. Diese Zinsaufwendungen sind nicht zahlungswirksam und damit cash-flow-neutral und sie zehren nicht die Eigenmittel auf, da der Betrag dieser Zinsen gleichermaßen die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern erhöhen. 2.3.2 Finanzlage Im Hinblick auf Liquiditäts- und Finanzlage verweisen wir auf die die entsprechenden tabellarischen Darstellungen sowie die Konzernkapitalflussrechnung. Die Liquidität I. Grades reduzierte sich insbesondere durch die Klassifizierung sämtlicher Bankverbindlichkeiten als kurzfristig von TEUR +335 im Vorjahr auf TEUR -3.943 zum Ende des Geschäftsjahres. Die Refinanzierung bzw. Prolongation der bestehenden Kreditlinien muss in 2017 durchgeführt werden, um die Finanzlage auch nachhaltig sicherzustellen. Die Liquidität II. Grades verschlechterte sich von TEUR -3.552 zum Vorjahresstichtag auf TEUR -8.998 zum Bilanzstichtag. Neben der dargestellten Veränderung der Liquidität I. Grades führte eine Ausweitung der kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten aufgrund der nicht erreichten Profitabilitätsziele zu dieser Entwicklung. Die Liquidität III. Grades holt durch die Einbeziehung der Vorräte gegenüber der Entwicklung der Liquidität II. Grades auf. Für den rückläufigen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist neben dem Jahresfehlbetrag insbesondere die strategische Ausweitung des Geschäfts verantwortlich. Hierzu bedurfte es weiterer Investitionen ins Anlagevermögen und Working Capital.
2.3.3 Vermögenslage Die modifizierte Bilanzsumme (Verrechnung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen mit den Vorräten und Zuordnung des nicht durch nominelles Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages auf der Passivseite) nahm gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.408 zu. Ursächlich geht dies auf die Erweiterung des Konzernkreises um die TURBO MOT GmbH und die Deutsche Turbo GmbH zurück. Auf der Aktivseite der Konzernbilanz stehen Anstiege des Geschäfts- oder Firmenwerts (TEUR 2.379), des sonstigen Anlagevermögens (TEUR 857) sowie der Vorräte (TEUR 489) einem Rückgang der kurzfristigen Forderungen (TEUR 235) und Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 21) und der flüssigen Mittel und Wertpapiere (TEUR 61) gegenüber. Auf der Passivseite sind neben dem Eigenkapital i.e.S. auch die langfristig durch Gesellschafter des Mutterunternehmens zur Verfügung gestellten Darlehen in Höhe von TEUR 19.964 (Vorjahr: TEUR 16.345) dem wirtschaftlichen Eigenkapital zuzurechnen. Das Eigenkapital verringerte sich durch den Konzern-Jahresfehlbetrag unter Berücksichtigung der thesaurierten Gesellschafterdarlehenszinsen und der zusätzlich zugeführten Gesellschafterdarlehen lediglich um TEUR 866 im Vergleich zum Vorjahr. Das langfristige Fremdkapital verringerte sich, insbesondere durch die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf TEUR 1.948. Die Positionen, die im Vorjahr als langfristiges Fremdkapital klassifiziert wurden, haben zum Ende des Geschäftsjahres 2016 kurzfristigen Charakter und wurden entsprechend umgegliedert. Die Eigenkapitalquote (Anteil des Eigenkapitals unter Einbeziehung der langfristigen Darlehen an der Bilanzsumme) reduzierte sich von 51,2% im Vorjahr auf 42,1% zum Ende des Geschäftsjahres. Vermögenslage Aktiva:
Vermögenslage Passiva:
2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerungsgrößen des Konzerns sind EBITDA, Verschuldungsgrad, Cash. 3. Nachtragsbericht Hinsichtlich der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wird auf den Anhang im Jahresabschluss verwiesen. 4. Prognose, Chancen und Risiko Bericht Der Konzern plant für das Geschäftsjahr 2017 einen weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten und ggf. den Zukauf weiterer Unternehmungen. Der Konzern plant für 2017 einen Umsatz von ca. EUR 54 Mio. und einen EBITDA von ca. EUR 1,7 Mio. Durch die Akquisitionen der Vergangenheit ergibt sich eine gute Kundenbasis im Geschäftsfeld Energie, die neben der Entwicklung des Kerngeschäftes der jeweiligen Gesellschaften auch zu Zusatzgeschäft durch zusätzliche Leistungsangebote führen sollte. Gleichzeitig ist mit der Zunahme der Wettbewerbssituation insbesondere im Bereich Energie zu rechnen, was im Rahmen der notwendigen Marktverdrängung auch zu Margeneinbußen führen kann. Durch die veränderte Gesetzgebung ergibt sich insbesondere im Bereich der Durchführung von Repoweringprojekten sehr gute Marktchancen. Bei diesen Projekten, wird der Fokus nach der Akquisition dieser Projekte auf einer guten und effizienten Leistungserbringung liegen. Im Bereich Turbo ist mit einer weiterhin stabilen Umsatzentwicklung zu rechnen, stabile Kunden und Lieferantenbeziehungen sichern das Geschäft gut ab, zudem sollte der wachsende Markt auch Chancen für die Weiterentwicklung des Geschäftes bieten. Mit der Aufnahme des operativen Geschäfts der Deutsche Turbo GmbH und der Akquisition der TURBO MOT GmbH wurden zwei wesentliche Schritte zur Weiterentwicklung der Instandsetzungskapazitäten für Turbolader gegangen. Bei der Deutsche Turbo GmbH liegen die wesentlichen Anstrengungen im Bereich der Gewinnung von initialen OEM-Aufträgen. Die TURBO MOT GmbH wird ihr ohnehin sehr stabiles Geschäft sinnvoll weiterentwickeln und zum weiteren Wachstum beitragen. Im Rahmen dieser Wachstumsstrategie können Engpässe bei Managementkapazitäten auftreten, denen durch strategiekonforme Priorisierung oder durch Gewinnung zusätzlicher Managementkapazitäten begegnet werden kann. Insgesamt verfügt die Gesellschaft über ein sehr detailliertes Berichtswesen, dass insbesondere auf wöchentlicher und monatlicher Basis die wesentlichen Elemente der Geschäftsentwicklung, vorhandene Risiken und die Nutzung von Chancen betrachtet.
München, 29. Dezember 2017 Markus Spitzer, Geschäftsführer Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 5. Januar 2018. BestätigungsvermerkWir haben den von der SERCOO Group GmbH, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 29. Dezember 2017 Ernst
& Young GmbH
Marks, Wirtschaftsprüfer Eickhoff, Wirtschaftsprüfer |
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