Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 211657
Eingetragen
23.7.1998
Branche
Herstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Kunststoff Compounds vorrangig auf Basis von Polyolefinen und Polystyrol sowie Produktion von unterschiedlichen EPS-Typen zur Herstellung von Dämmplatten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Ader
seit 27.5.2024
Geschäftsführer
Guy Weyts
seit 20.10.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KORYFES SALUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
KORYFES SA
Luxembourg
5000000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RP COMPOUNDS GmbH

Schkopau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 25.705,00 29
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 0
25.706,00 29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.054.923,64 9.976
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.185.495,90 16.102
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 822.684,00 670
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 980.873,45 375
25.043.976,99 27.123
25.069.682,99 27.152
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 184,67 0
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.157.994,77 5.384
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.979.967,83 2.011
9.138.147,27 7.395
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 0
9.138.147,27 7.395
C. Rechnungsabgrenzungsposten 99.024,92 29
34.306.855,18 34.576

Passiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.556.459,41 2.557
II. Gewinnvortrag 7.495.377,72 7.804
III. Jahresüberschuss 708.212,09 691
10.760.049,22 11.052
B. Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen 255.160,00 396
C. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 77.759,00 81
2. Sonstige Rückstellungen 1.116.470,24 1.246
1.194.229,24 1.327
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 5
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 497.787,24 553
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.431.741,73 21.148
4. Sonstige Verbindlichkeiten 166.169,00 95
davon aus Steuern EUR 159.303,82 (Vj. TEUR 88)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 6.865,18 (Vj. TEUR 7)
22.095.697,97 21.801
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.718,75 0
34.306.855,18 34.576

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 27.631.962,90 28.542
2. Sonstige betriebliche Erträge 175.008,90 531
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)
27.806.971,80 29.073
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.806.894,88 7.891
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 521.685,87 838
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.089.566,24 7.923
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.429.818,61 2.124
davon für Altersversorgung EUR 204.032,28 (Vj. TEUR 212)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.804.276,80 3.693
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.270.943,86 5.083
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)
25.923.186,26 27.552
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 270.804,17 37
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.098.635,92 537
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.094.307,42 (Vj. TEUR 532)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 4.260,00 (Vj. TEUR 5)
-827.831,75 -500
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 308.610,21 291
10. Ergebnis nach Steuern 747.343,58 730
11. Sonstige Steuern 39.131,49 39
12. Jahresüberschuss 708.212,09 691

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist unter der Firma RP COMPOUNDS GmbH mit Sitz in Schkopau im Handelsregister beim Amtsgericht Stendal unter der Nummer HRB 211657 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Ergänzende Bilanzierungsvorschriften aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich nicht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden sofort aufwandswirksam erfasst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben bzw. Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen umfasst den Investitionszuschuss nach dem Strukturförderungsgesetz und die Investitionszulagen gem. § 2 InvZulG 1999, 2005 und 2007.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Aufgrund der Gesetzesänderungen zu § 253 Abs. 2 S. 1 HGB wird im Berichtsjahr ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82 % (10-Jahres-Durchschnitt) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Es wird hierbei vom Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, wonach Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Zinssatz abzuzinsen sind, welcher sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet, wobei für den Rententrend 1,0 % p. a. zugrunde gelegt wurden.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen wurden die Differenzen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2023 haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, analog Vorjahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 7.158 und resultieren im Wesentlichen in Höhe von TEUR 6.848 aus sonstigen Vermögensgegenständen im Zusammenhang mit einer Kontokorrentvereinbarung mit der FACTORING SERVICE CENTER N.V. und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Weiterhin bestehen Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 296 aus Lieferungen und Leistungen.

Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 29,13 % zugrunde gelegt.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus den folgenden Sachverhalten:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Latente Steueransprüche auf Differenzen
Anlagevermögen 8 8
Pensionsrückstellung 7 8
Jubiläumsrückstellung 20 21
Latenter Steueranspruch (netto) 35 37

Der Aktivsaldo wurde in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts nicht aktiviert.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund der im Jahr 2023 ausgeschütteten Dividende in Höhe von 1.000 TEUR vermindert.

Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich gemäß § 253 Abs. 6 HGB zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von TEUR 1. Der Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen (TEUR 21.066, Vj. TEUR 20.987) aus Verbindlichkeiten aus einem langfristigen Darlehen der Ravago S. A. sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 350, Vj TEUR 68).

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ist in folgendem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Stand 31.12.2023 (TEUR) Restlaufzeit bis ein Jahr * (TEUR) Restlaufzeit über ein Jahr * (TEUR)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0
(0) (5) (0)
2. Verbindlichkeiten aus LuL 498 498 0
(553) (553) (0)
3. Verbindlichkeiten ggü. Verb. Unternehmen 21.431 15 21.066
(21.148) (161) (20.987)
davon aus LuL 350 350 0
(68) (68) (0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 166 166 0
(95) (95) (0)
davon aus Steuern 159 159 0
(88) (88) (0)
davon i. R. d. sozialen Sicherheit 7 7 0
(7) (7) (0)

* in Klammern angegebene Werte betreffen Vorjahreszahlen.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre bestanden nicht.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 352) und andere personalbezogene Rückstellungen (TEUR 725 und enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt gesichert. Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, analog Vorjahr.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die RP COMPOUNDS GmbH erwirtschaftet Ihren Umsatz im Jahr 2023 zu einem überwiegenden Teil aus Lohncompounding (Tolling) mit einem Konzernunternehmen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 175 sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens in Höhe von TEUR 141 und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 19 sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 10) und Schadenersatzleistungen der Versicherung (TEUR 5) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 44 enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist die im Dezember 2023 mit Beschluss des Mindeststeuergesetzes eingeführte Ausnahme in § 274 Abs. 3 HGB bedeutet, dass latente Steuern im Zusammenhang mit Ertragsteuern, die sich aus anwendbaren oder angekündigten Steuervorschriften zur Umsetzung der Modellregeln der Säule 2 ergeben, bei der RP COMPOUNDS GmbH weder erfasst noch ausgewiesen werden. Eine zusätzliche Steuerbelastung aus der Umsetzung der Modellregeln der Säule 2 wird derzeit nicht erwartet.

E. Außerbilanzielle Geschäfte, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB gegenüber der Ravago S. A. (verbundenes Unternehmen) aus Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Dritten betragen TEUR 8.204. Mit einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus der laufenden Kredittilgung, der positiven Ergebnisentwicklung im Konzern sowie der gesamtschuldnerischen Haftung mit anderen Konzernunternehmen.

Die RP COMPOUNDS GmbH ist Bürge für Leasingverpflichtungen einer verbundenen Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Verpflichtung gegenüber einem Dritten in Höhe von TEUR 6. Mit einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus der regelmäßigen und fristgerechten Zahlung der Leasingraten sowie der positiven Geschäftsentwicklung der verbundenen Unternehmen.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den folgenden Sachverhalten:

TEUR p. a.
Leasing-/Serviceverträge 139
Erbpachtzinsen 132
271

Die Leasingverträge haben eine Kündigungsfrist zwischen 1 und 5 Jahren. Der Erbpachtvertrag endet regulär am 28. Februar 2097.

Für in Vorjahren erhaltene Fördermittel (Investitionszuschüsse und -zulagen) bestehen bedingte Rückzahlungsverpflichtungen. Diese Mittel sind zurückzuzahlen, sofern die Annahme, die zur Gewährung dieser Mittel geführt haben, unzutreffend waren, die Mittel zweckwidrig verwendet oder sonstige Förderbedingungen nicht eingehalten werden.

F. Sonstige Angaben

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 35 und betrifft ausschließlich die Jahresabschlussprüfung zum 31. Dezember 2023.

Nach dem Bilanzstichtag, ab 28.2.2024, ist Thomas Ader (Halle/Saale, Shared Service Center Leader Finance/Administration) als alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Zwischen dem 15.5.2023 und dem 28.2.2024 war Roel Frère (Lützen, Plant Manager) als alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Bis zum 15.5.2023 war Oscar Hernandez (Leipzig, Plant Manager) als alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft als Geschäftsführer bestellt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer im Jahre 2023 wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da jeweils nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich folgende Arbeitnehmer beschäftigt:

kaufmännische Angestellte 39
gewerbliche Angestellte 138
leitende Angestellte 2
179

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Ravago S. A., Luxemburg, einbezogen. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die KORYFES S. A., Luxemburg. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Ravago S. A., Luxemburg. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

G. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des aktuellen Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

H. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben.

 

Schkopau, 30.4.2024

gez. Thomas Ader, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 217.037,71 873,75 0,00 27.779,00 245.690,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 153.387,56 0,00 0,00 0,00 153.387,56
370.425,27 873,75 0,00 27.779,00 399.078,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.013.707,55 82.159,01 0,00 0,00 28.095.866,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.905.477,12 617.820,25 0,00 76.587,98 69.599.885,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.549.515,76 274.190,17 0,00 36.773,64 1.860.479,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 374.807,81 759.173,90 11.967,64 -141.140,62 980.873,45
98.843.508,24 1.733.343,33 11.967,64 -27.779,00 100.537.104,93
99.213.933,51 1.734.217,08 11.967,64 0,00 100.936.182,95
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 188.135,71 31.849,75 0,00 219.985,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 153.386,56 0,00 0,00 153.386,56
341.522,27 31.849,75 0,00 373.372,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.037.740,91 1.003.202,01 0,00 19.040.942,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 52.802.983,22 2.611.406,23 0,00 55.414.389,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 879.976,76 157.818,81 1.037.795,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
71.720.700,89 3.772.427,05 0,00 75.493.127,94
72.062.223,16 3.804.276,80 0,00 75.866.499,96
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 25.705,00 29
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 0
25.706,00 29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.054.923,64 9.976
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.185.495,90 16.102
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 822.684,00 670
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 980.873,45 375
25.043.976,99 27.123
25.069.682,99 27.152

Lagebericht für 2023

I. Grundlage des Unternehmens

RP COMPOUNDS GmbH (kurz: "RP COMPOUNDS") hat ihren Sitz in Schkopau. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffcompounds vorrangig auf Basis von Polyolefinen und Polystyrol.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland hat sich im Jahr 2023 aufgrund des krisengeprägten Umfelds rückläufig entwickelt und ist durch eine negative Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet. Zusätzlich wirkten sich stark steigende Preise, der Fachkräftemangel und gestiegene Finanzierungskosten negativ auf alle Bereiche der Wirtschaft in Deutschland aus. Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen ist eine negative Entwicklung des Bruttoinlandprodukts festzustellen. Das Vorkrisenniveau vor dem Jahr 2020 konnte jedoch übertroffen werden.

Die noch immer hohen Energiepreise bremsten auch die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich um -0,4 % sank. Vor allem die Chemie- und Metallindustrie litt an den hohen Energiekosten.

"Für die [Chemie-] Branche war 2023 ein schlechtes Jahr. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 8 Prozent zurück. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, liegt der Rückgang bei 11 Prozent. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge. Die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich rund 77 Prozent nicht ausgelastet. Damit liegt die Produktion seit neun Quartalen unterhalb der wirtschaftlich notwendigen Grundauslastung von 82 Prozent.

[...]

Mit rund 230 Milliarden Euro lag der Branchenumsatz 12 Prozent niedriger als im Vorjahr. Besonders kräftig fiel der Rückgang im Inlandsgeschäft aus. Die Verkäufe sanken um 16 Prozent auf 86 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz lag mit 144 Milliarden Euro 10 Prozent niedriger als im Vorjahr. Zum Umsatzrückgang haben auch rückläufige Chemikalienpreise beigetragen. Die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte waren 2023 durchschnittlich rund 1 Prozent günstiger als im Vorjahr." [Quelle: VCI https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/stuermische-zeiten-fuer-die-branche.jsp]

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Geschäftsjahr 2023 der RP COMPOUNDS war wiederholt geprägt durch die Folgen der gesamtwirtschaftlichen Krise und geopolitischen Auseinandersetzungen. So bleibt der Kostendruck nach wie vor bestimmend, auch wenn die Bezugskosten (hier spezifisch Energiekosten) kontinuierlich gesunken sind, so sind doch durch die hohen Inflationsraten und Mangel an Fachkräfte die Fertigungskosten gestiegen, bei gleichzeitig geringer Absatzmöglichkeit.

Das Produktionsvolumen konnte nicht an das Vorjahr anknüpfen (-4,9 % weniger gegenüber dem Vorjahr) und blieb hinter den Erwartungen zurück. Dies ist auf eine Kaufzurückhaltung durch die energiepreisgetriebene Inflationsentwicklung zurückzuführen, welche besonders die Nachfrage nach energieintensiven Produkten getroffen hat, sowie die weltweit bestehend schwache konjunkturelle Lage. Somit konnten geplante Kundenaufträge nicht umgesetzt werden. Besonders die zweite Jahreshälfte blieb, aufgrund der konjunkturellen Entwicklung, hinter den Vorjahres- und Erwartungswerten zurück. Generell befand sich die Produktionsauslastung gegenüber den Vorjahresquartalen auf einem gleichbleibend niedrigeren Niveau.

Der Umsatzrückgang (ca. -3 %) gegenüber dem Vorjahr ist aufgrund der besonderen Vertragskonstellation (Cost-Plus) auf die gesunkenen Faktorkosten zurückzuführen. Hierbei sind die gesunkenen Aufwendungen für die Beschaffung von Energie (-44%) sowie Aufwendungen für Arbeitnehmerüberlassung (-40 %) maßgeblich. Das geplante Vorsteuerergebnis (922 TEUR) konnte dennoch um 14 % übertroffen werden, dies liegt im Wesentlichen an den Finanzierungskosten, da der angenommene Zinssatz deutlich früher und stärker angestiegen ist (Finanzierungskosten sind Teil des Cost-Plus).

Der Umsatz ergibt sich zu 98 % aus Tätigkeiten der Lohnveredlung für im EU-Ausland ansässige Unternehmen und zu 2 % aus anderen Dienstleistungen für inländische Unternehmen.

Der Materialaufwand resultiert zu 71 % aus dem Bezug elektrischer Energie, zu 17 % aus Aufwendung für Verpackungsmittel und zu 9 % aus bezogenen produktionsnahen Dienstleistungen sowie zu 3 % aus sonstigen Kosten. Die Beschaffung von Strom erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl durch direkten Bezug vom Spotmarkt sowie innerhalb der Periode zeitlich gestaffelten Futures.

Die gestiegenen Personalkosten (+15 %) sind insbesondere die Folge von Anpassungen in den Entgelten.

Kurzarbeit wurde im Jahr 2023 nicht durchgeführt.

Die begonnenen Investitionen in die Modernisierung der IT-Infrastruktur wurden fortgeführt. Weitere Investitionen zur Produktivitäts- und Effizienzsteigerung konnten abgeschlossen werden.

Seit 2017 hat die RP COMPOUNDS mit dem verbundenen Unternehmen Factoring Service Center NV, Arendonk, Belgien, ("FSC") einen Rahmenvertrag über den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geschlossen. Der Vertrag sieht hierbei ein echtes Factoring vor. Mit dem Rahmenvertrag vom 1. Januar 2011 wurde zwischen der Ravago S. A., Luxemburg, und der FSC für bestimmte Tochterunternehmen der Ravago Gruppe eine schuldrechtliche Übertragung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vereinbart. Mit Ergänzungsvereinbarung der Ravago S. A., Luxemburg, vom 18. April 2017 ist die RPC als Tochterunternehmen der Ravago Gruppe in diese Vereinbarung eingetreten.

Seit Mai 2022 nimmt die RP COMPOUNDS GmbH am konzerninternen "Cash-Concentrating" teil. Hierbei wird täglich das Bankkonto auf 0,00 EUR mit dem Verbundbankkonto verrechnet. Die Verbundgesellschaften können kurzfristig Liquiditätsbedarfe bis zu 4.500 TEUR decken.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Betriebsergebnis 1.884 1.521 363
Finanzergebnis -828 -500 -328
Steuerergebnis -348 -330 -18
Jahresergebnis 708 691 17

Das Betriebsergebnis 2023 ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Das Finanzergebnis ist aufgrund der getätigten konzernintern finanzierten Investitionen gesunken. Die Aufwendungen im Rahmen des Steuerergebnisses sind im Einklang mit dem Betriebsergebnis.

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent-Punkt auf 31 % gesunken.

Die RP COMPOUNDS konnte zu jedem Zeitpunkt ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen.

Innerhalb der Gruppe besteht zwischen der RP COMPOUNDS und der Ravago S. A. Luxemburg, ein Finanzierungsvertrag, der die flexible Liquiditätsbereitstellung gewährleistet. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gesichert. Hierzu verweisen wir auf die nachfolgende verkürzte Kapitalflussrechnung:

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.953 1.821
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.734 -1.885
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -3.219 -580
Finanzmittelfonds
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 0 -644
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0 644
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 0 0

Der operative Cash-Flow stammt im Wesentlichen aus Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens, während es sich beim investiven Cash-Flow um Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen handelt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit stammt im Wesentlichen aus der Zunahme der verzinslichen Forderung gegenüber Factoring Service Center NV im Rahmen der Konzernfinanzierung.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Aktiva
Anlagevermögen 25.070 27.152 -2.082
kurzfristige Vermögenswerte 9.138 7.395 1.743
liquide Mittel 0 0 0
ARAP 99 29 70
Summe Aktiva 34.307 34.576 -269
Passiva
Eigenkapital 10.760 11.052 -292
Sonderposten 255 396 -141
Rückstellungen 1.194 1.327 -133
Verbindlichkeiten 22.096 21.801 295
PRAP 2 0 2
Summe Passiva 34.307 34.576 -269

Das Anlagevermögen ist um 2.082 TEUR zum Vorjahreswert gesunken. Dabei standen den Neuinvestitionen i. H. v. 1.734 TEUR Abschreibungen i. H. v. 3.804 TEUR sowie Abgänge i. H. v. 12 TEUR gegenüber.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind um 1.743 TEUR gestiegen. Dabei stiegen die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 1.774 TEUR. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 31 TEUR gesunken.

Aufgrund des "Cash-Concentratings" weisen die liquiden Mittel unverändert zum Vorjahr einen Bestand von 0,00 EUR aus. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist um 70 TEUR gestiegen. Er beinhaltet v.a. Ausgaben i. R. v. Versicherungsverträgen, die Aufwand des Folgejahres darstellen.

Der Abnahme der Aktiva in Höhe von 269 TEUR stehen auf der Passivseite im Wesentlichen Veränderungen des Eigenkapitals (-292 TEUR), des Sonderpostens (-141 TEUR), der Rückstellungen (-133 TEUR) und der Anstieg kurzfristiger Verbindlichkeiten (+295 TEUR) gegenüber.

3. Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung,

Betriebsergebnis und

Kapitalrentabilität.

Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 27.632 28.542 -3 %

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
EBITDA 5.688 5.214 9 %
EBIT 1.884 1.521 24 %

Die Eigen- und Gesamtkapitalrentabilität liegen über dem Vorjahresniveau.

Geschäftsjahr Vorjahr
Eigenkapitalrentabilität (EBIT/EK) 17,5 % 13,8 %
Gesamtkapitalrentabilität (EBIT/GK) 5,5 % 4,4 %

Die Veränderung der Umsatzerlöse ist bedingt durch den kausalen Zusammenhang zwischen Kostenreduktion und dem Cost-Plus-Verfahren. Das Jahresergebnis konnte dennoch verbessert werden.

Die Personalaufwandsquote ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen (+7 %). Die Ursache für den Rückgang (-12 %) der Materialaufwandsquote liegt im Wesentlichen in der Preisentwicklung an den Energiemärkten.

Geschäftsjahr Vorjahr
Personalaufwandsquote 42 % 35 %
Materialaufwandsquote 19 % 31 %

Nachfolgend ist die Entwicklung des Working Capitals dargestellt:

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umlaufvermögen * 2.290 2.761 471 (-)
kurzfr. Rückstellungen 1.116 1.246 130 (+)
kurzfr. Verbindlichkeiten * 1.030 735 295 (-)
Working Capital 144 780 636 (-)

* Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus verzinslich und nicht operativen Geschäftsvorgängen sind nicht berücksichtigt.

Die Veränderung des Working Capitals um 636 TEUR ist maßgeblich durch die Abnahme des Umlaufvermögens begründet. Hierbei ist die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Verbundunternehmen (ohne Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus verzinslich und nicht operativen Geschäftsvorgängen) der wesentliche Treiber.

b) Nicht Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Auditierung zur ISO 50001:2018, IATF 16949:2016 sowie ISO 9001:2015 durchgeführt und konnte für alle Normen erfolgreich die notwendigen Voraussetzungen erfüllen. Der in 2021 erstellte Auditplan war bis Ende 2023 gültig.

Regelmäßige Unterweisungen und Gefährdungsbeurteilungen gewährleisten ein sicheres und gesundes Arbeiten.

Im Rahmen eines Gesundheitsmanagements wurden den Mitarbeitern regelmäßig Angebote zum Erhalt und Förderung der Gesundheit zur Verfügung gestellt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind 5 (VJ 7) meldepflichtige Unfälle aufgezeichnet worden. Zur Verbesserung der Arbeitssicherheit werden ebenfalls Beinahe-Ereignisse verfolgt, analysiert und ausgewertet.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist für die Geschäftsführung zufriedenstellend.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und die Kontokorrentvereinbarung gedeckt.

III. Chancen und Risiken

Die verbleibende Unsicherheit, die geopolitischen Spannungen und die Pläne der Bundesregierung zur Energiewende werden die geplanten Produktionsvolumina stark beeinflussen.

Die in 2022 begonnen Investitionen in die Modernisierung der IT-Infrastruktur soll dem Unternehmen ermöglichen die Produktionsabläufe digitaler abzubilden und zu überwachen. Zusammen mit fortlaufenden Investitionen in die technischen Anlagen und Maschinen, besteht für die RP COMPOUNDS die Möglichkeit, mit effizienten Produktionsprozessen, als starker und zukunftsfähiger Partner für seine Kunden zu produzieren sowie ein breites Portfolio für verschiedene Branchen in der Kunststoffweiterverarbeitung anzubieten.

Dem Risiko steigender Kosten für Energien wird mit einer strukturierten Beschaffung entgegengewirkt. Im Weiteren werden im Rahmen eines Energieteams und entsprechend den Anforderungen der ISO 50001:2018 Effizienzsteigerungen sukzessive analysiert und umgesetzt.

Die schwierige Situation bei der Besetzung offener Stellen aufgrund des Fachkräftemangels stellt weiterhin für die RP COMPOUNDS, wie auch für andere Arbeitgeber, eine Herausforderung dar. Die Gesellschaft wird auch in Zukunft an der Entwicklung von Konzepten arbeiten und bestehende Initiativen intensivieren, um lokal die Attraktivität der RP COMPOUNDS GmbH als Arbeitgeber zu erhöhen.

Die Chancen der Gesellschaft bestehen nach wie vor in der angebotenen Produktvielfalt und der Möglichkeit unterschiedlichster Anwendungsgebiete.

Im Weiteren sehen wir die Stärke der RP COMPOUNDS in der Tiefe des angebotenen Dienstleistungslevels (Qualitätsprüfung, Lagerung, Umfüllung, Versand und Rohstoffbereitstellung) und die Möglichkeit komplexe Compounds, auch in Hinblick auf recycelte Kunststoffe, fertigen zu können.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung wesentlich beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.

IV. Prognosebericht

Die Kunststoffverarbeitende Industrie blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Während die Energiepreise für die Unternehmen nicht mehr das Hauptproblem darstellen, rechnet die Branche mit anhaltenden Nachfrage- und Absatzproblemen und damit verbundenen niedrigen Verkaufspreisen. Für das kommende Jahr erwarten wir ein Fortschreiten des Nachfragerückgangs im Allgemeinen. Die Gesellschaft geht jedoch nicht davon aus, dass sich dies, im Einzelnen, auf die Auslastung des Unternehmens aufgrund des diversen Produktportfolios auswirken wird. Dennoch bleiben absehbare Steigerungen im Bereich Personalkosten eine sehr große Herausforderung für die Wettbewerbsfähigkeit.

Aufgrund der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt (Fachkräftemangel), welcher sich auch indirekt auf die Kosten der von uns in Anspruch genommenen Dienstleistungen auswirkt, plant die Gesellschaft vermehrt auf interne Ressourcen zurückzugreifen. Dies führt zwar zu einer Zunahme der Kosten im Bereich Personalaufwendungen, allerdings wird sich die Maßnahme positiv auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auswirken. Im Weiteren ist geplant, Finanzierungskosten durch Tilgung zu senken. Durch die Cost-Plus-Methodik gehen wir insgesamt von leicht steigendem Umsatz gegenüber dem Vorjahr aus. Das Vorsteuerergebnis wird voraussichtlich bei 948 TEUR liegen.

Wir gehen von einer höheren Produktionsauslastung gegenüber dem Vorjahresniveau aus.

Die Geschäftsführung hat die Auswirkungen des Russland-Ukraine Krieges auf die Geschäftstätigkeit und die Finanzlage des Unternehmens bewertet. Da der Umfang der Geschäftsaktivitäten in und mit diesen Ländern begrenzt ist, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Unternehmens geben wird.

Die Modernisierung der IT-Infrastruktur soll fortgesetzt werden. Weitere Investitionen sollen im Bereich Produktivitäts- und Effizienzsteigerung erfolgen. Die Finanzierung soll vollständig aus Eigen- bzw. Konzernmitteln erfolgen.

Zusammenfassend geht die Geschäftsführung von einem positiven Geschäftsverlauf für das Jahr 2024 aus.

 

Schkopau, 30.4.2024

gez. Thomas Ader, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung des Jahresabschlusses gem. § 328 Abs. 1a HGB und zur Ergebnisverwendung

RP COMPOUNDS GmbH, Schkopau

Der Jahresabschluss der RP COMPOUNDS GmbH, Schkopau, zum 31.12.2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30. August 2024 festgestellt worden.

Das Jahresergebnis wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RP COMPOUNDS GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RP COMPOUNDS GmbH, Schkopau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjah vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RP COMPOUNDS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets auf- deckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammen- wirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks er- langten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können je- doch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunfts- orientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, 30. April 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pester, Wirtschaftsprüfer

Dietrich, Wirtschaftsprüferin

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