Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 26467
Vorher
Castolin Grundstücksgesellschaft m.b.H.
Eingetragen
9.6.2004
Branche
Herstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen MetallenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
der Handel mit, die Herstellung und der Vertrieb einschließlich der Ein- und Ausfuhr von Materialien, Apparaten und Apparateteilen der Schweißtechnik, den zugehörigen Verfahren und Schutzrechten.

Historie

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Management

NameRolle
Daniela Krementz
seit 20.5.2025
Prokura
Geschäftsführer
Ingo Meyer
seit 11.8.2020
Prokura
Marian Bronny
seit 4.11.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Castolin Eutectic GmbH
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Castolin GmbH

Kriftel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Gewinn- und Verlustrechnung für 2015

2014
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 20.103.912,04   23.533.408,80
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -10.848,53   -226.903,79
3. Sonstige betriebliche Erträge 496.991,07   1.003.802,74
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 281,29 (Vj. TEUR 0)      
    20.590.054,58 24.310.307,75
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -11.410.557,75   -14.382.582,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.176.621,23   -2.014.263,38
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -4.405.468,10   -5.445.192,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -990.264,33   -1.045.608,70
davon für Altersversorgung EUR 0 (Vj. TEUR 16)      
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -262.428,81   -288.895,56
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.129.372,03   -3.801.153,70
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 470,57 (Vj. TEUR 0)      
8. Erträge aus Beteiligungen (verbundene Unternehmen Teilgewinnabführungsvertrag) 222.222,22   0,00
    -22.152.490,03 -26.977.696,69
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 51.400,12   10.363,45
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 51.400,12 (Vj. TEUR 10)      
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -36.422,96   -47.757,13
davon an verbundene Unternehmen EUR 278,90 (Vj. TEUR 13)      
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 36.144,06 (Vj. TEUR 35)      
    14.977,16 -37.393,68
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -1.547.458,29 -2.704.782,62
12. Sonstige Steuern   -24.149,73 -21.917,78
13. Erträge aus Verlustübernahme   1.571.608,02 2.726.700,40
14. Jahresüberschuss   0,00 0,00

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

31.12.2014
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   631,11 1.970,04
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.459.521,35   1.544.852,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 258.708,62   290.906,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 417.796,50   490.713,59
    2.136.026,47 2.326.472,42
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   1.438.468,37 1.438.468,37
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 110.311,41   42.888,01
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 583.862,93   794.880,76
3. Geleistete Anzahlungen 12.843,73   0,00
    707.018,07 837.768,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.586.420,91   1.283.244,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.406.634,07   3.624.124,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 42.683,47   38.566,56
    5.035.738,45 4.945.935,21
III. Kassenbestand   2.035,83 3.464,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten   8.146,62 19.217,97
    9.328.064,92 9.573.296,87

PASSIVA

     
      31.12.2014
  EUR EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 3.500.000,00   3.500.000,00
II. Kapitalrücklage 1.271.182,61   1.271.182,61
    4.771.182,61 4.771.182,61
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 681.486,00   767.258,00
2. Sonstige Rückstellungen 628.332,81   684.089,83
    1.309.818,81 1.451.347,83
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00   0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 341.816,75   387.114,99
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.671.919,06   2.699.759,56
4. Sonstige Verbindlichkeiten 233.327,69   263.891,88
davon aus Steuern EUR 80.253,50(Vj. TEUR 75)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0 (Vj. EUR 0)      
    3.247.063,50 3.350.766,43
    9.328.064,92 9.573.296,87

Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Castolin GmbH als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Messer Cutting Systems GmbH, Groß-Umstadt, ist in der Schweißtechnik und in der Technologie des Oberflächenschutzes tätig. Zur Lösung vielseitiger Schweißaufgaben im Bereich der Produktion und Instandhaltung sowie zur Verschleißbekämpfung und zur Arbeitssicherheit hat die Castolin eine breite Palette von Schweißzusatzwerkstoffen (insbesondere umhüllte Stabelektroden und Schweißstäbe, Fülldrähte, Massivdrähte und Wig-Stäbe, Hartlote, Weichlote und Flussmittel, Pulver zum Flammspritzen, Plasmapulver) sowie CDP-Verschleißschutzplatten entwickelt. Die Castolin GmbH ist eine reine Vertriebsgesellschaft und hat keine eigenständige Forschungs- und Entwicklungsabteilung.

Das Produktprogramm der Castolin GmbH beinhaltet neben den vorstehend beschriebenen Schweißzusatzwerkstoffen auch die für ihre Verarbeitung erforderlichen Geräte (z.B. Schweißgleichrichter, Schutzgasschweißgeräte, Absauganlagen, Geräte für den Arbeits- und Personenschutz, Auftragsschweißgeräte, insbesondere für Plasmapulver und Bewegungseinheiten).

Die Castolin GmbH bezieht die Schweißzusatzwerkstoffe, Metallpulver, Lotstäbe und Flussmittel aus den europäischen Fertigungsstätten der Gruppe in Irland und in Frankreich sowie von externen Zulieferfirmen. Verschleißschutzplatten bezieht die Castolin GmbH seit der Verlagerung der CDP Produktion nach Polen sowohl von der Castolin Sp. Zo.o., Gliwice, Polen als auch von externen Lieferanten. Kundenaufträge im Bereich Schweiß- und Verschleißschutzarbeiten führt die Castolin GmbH in Zusammenarbeit mit externen und internen Partnern, wie z.B. der CastoLab Werkstätte in Österreich (Castolin Gesellschaft mbH, Wien, Österreich) durch.

Die Weltwirtschaft konnte im Verlauf des Jahres 2015 nur moderate Wachstumsraten verzeichnen. Als maßgeblichen Grund hierfür ist die weiterhin abnehmende Dynamik der Schwellenländer anzuführen. Der Rückgang der globalen Rohstoffnachfrage, unter anderem durch das nachlassende Wachstums Chinas zu erklären, belastet die Preise und erschwert somit die wirtschaftliche Entwicklung der rohstoffexportierenden Schwellenländer. Dies betrifft im Besonderen Brasilien und Russland, die sich ohnehin aufgrund struktureller Probleme in einer Rezession befinden. Hingegen hat sich die konjunkturelle Entwicklung in den Industrieländern positiv entwickelt, wobei die USA und das Vereinigte Königreich hervorzuheben sind. Aber auch im Euroraum hat sich die wirtschaftliche Situation verbessert, wobei die Entwicklung hier zu einem großen Teil auf Sonderfaktoren und nur bedingt durch das Voranschreiten makroökonomischer Anpassungsprozesse zurückzuführen ist. 1

In Europa kann sind die gestiegenen Konsumausgaben der Haushalte ein wesentlicher Wachstumstreiber. Durch den Preisverfall an den Rohstoffmärkten wurde die Kaufkraft der Haushalte insbesondere durch Einsparungen bei Ausgaben für Energie nicht unwesentlich gesteigert. Zudem stützt die äußerst expansive Geldpolitik der europäischen Zentralbank durch die resultierende Abwertung des Euros den Außenhandel und sorgt für günstigere Finanzierungsbedingungen. Gleichzeitig nimmt die europäische Zentralbank mit ihrer Geldpolitik allerdings den Druck zur Konsolidierung der Staatshaushalte und zu nötigen Strukturmaßnahmen. Dies sowie die momentane Abhängigkeit des europäischen Wachstums von Sonderfaktoren lässt die weitere europäische Wirtschaftsentwicklung als fragil erscheinen. Ein selbsttragender Aufschwung in Europa ist im Moment nicht in Sicht. 2

Die wirtschaftliche Erholung der Mitgliedsstaaten der europäischen Währungsunion hat sich in 2015 aufgrund oben beschriebener Sonderfaktoren, wenn auch gedämpft, fortgesetzt. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich leicht entspannt wobei weiterhin immense Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern bestehen. Spanien und Portugal konnten die Arbeitslosigkeitsquote jeweils von einem sehr hohen Niveau aus um 2% senken und in Italien stellten sich im Laufe des Jahres Erholungstendenzen ein. In Frankreich hingegen stagniert die Arbeitslosenquote unverändert auf einem hohen Niveau von über 10%. Die Problematik der Arbeitslosigkeit hängt mit der mangelnden Bereitschaft zusammen, grundlegende Strukturmaßnahmen zu veranlassen um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Wie oben beschrieben nimmt die europäische Zentralbank hier Druck von den Ländern, was sich in nachlassenden Konsolidierungsbemühungen äußert. Die zukünftige Erwartung über die wirtschaftliche Entwicklung hellte sich im vierten Quartal 2015 auf. In der Mehrheit der Euro Länder, insbesondere in Deutschland und der Slowakei, wird die aktuelle wirtschaftliche Lage als positiv empfunden. Dies gilt nicht für Frankreich, Italien, Spanien, Österreich Portugal und Zypern, vor allem aber nicht für Griechenland und Finnland. 3

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich auch in 2015 fortgesetzt. Getrieben wurde diese Entwicklung im Besonderen durch die gesteigerten Konsumausgaben. Diese sind zum einen auf die oben beschriebenen Sonderfaktoren, zum anderen auf die günstige Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie den Reallohnzuwächsen bei gleichzeitig sehr niedrigen Inflationsraten zurückzuführen. Zudem hat die Abwertung des Euros die Exporte gestützt. Die Investitionen entwickelten sich hingegen nur mäßig. Die insgesamt positive Entwicklung dürfte auch im Jahr 2016 anhalten. Insbesondere der Dienstleistungssektor, das verarbeitende Gewerbe und das Bauhauptgewerbe sieht eine positive Geschäftsentwicklung. Die wirtschaftliche Entwicklung ist jedoch mit wesentlichen Risiken behaftet. 4

Diese Risiken umfassen die sinkenden Wachstumsraten der Schwellenländer, das nur moderate Wachstum in Europa sowie die zu erwartenden nachlassenden Impulse durch die Sonderfaktoren, wie die Einkommenssteigerung aufgrund stark gesunkener Energiepreise. Zudem besteht weiterhin die Gefahr, dass die geopolitischen Konflikte in der Ukraine im Nahen Osten negative Einflüsse auf die wirtschaftlichen Aktivitäten haben. 4

Auch die Castolin GmbH kann sich diesem makroökonomischen Trend nicht entziehen, versucht aber, auf derartige Entwicklungen frühzeitig und behutsam zu reagieren und diese in die eigenen Strategien einzubinden, um die langfristig ausgelegte Strategie weiter umzusetzen.

Die Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten war in 2015 volatil. Bis zur Jahresmitte stiegen insbesondere die Rohstoffpreise für Silber und Kupfer bis auf das Vorjahresniveau des vierten Quartals 2014, während in der zweiten Jahreshälfte 2015 die für die Gesellschaft wichtigsten Metallpreise unter das Vorjahresniveau sanken. Wie auch in den vergangenen Jahren ist die Metallpreisentwicklung für das Geschäft der Castolin GmbH sehr wichtig und es wurden die entsprechenden Instrumentarien entwickelt, um auf Preisschwankungen schnell und verlässlich zu reagieren. Die Metallpreisentwicklung wird kontinuierlich überwacht.

1) vgl. Jahresgutachten 2015/2016 des Sachverständigenrates, S.47 ff.
2) vgl. Jahresgutachten 2015/2016 des Sachverständigenrates, S.72 ff.
3) vgl. Jahresgutachten 2015/2016 des Sachverständigenrates, S.72 ff.
vgl. IFO World Economic Survey Oktober 2015, S.29
4) vgl. Jahresgutachten 2015/2016 des Sachverständigenrates, S.83 ff.
vgl. IFO Geschäftsklima Index - Deutschland S. 1-4
vgl. Monatsbericht 01/06 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie S.40 ff.

Die wesentliche Kennzahl, anhand der die Gesellschaft gesteuert wird, ist das EBITDA.

Der Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.547 (Vj. TEUR 2.727). Der Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich hat sowohl externe als auch interne Ursachen. Hierzu zählen insbesondere der immer stärker werdende Preiswettbewerb sowie mangelnde Vertriebspräsenz in den Märkten. Die entsprechende Qualifizierung und Fokussierung der Mitarbeiter auf die neuen Vertriebsaufgaben ist auch im kommenden Geschäftsjahr eine der wichtigsten Aufgaben. Das Ziel dieser in 2014 begonnenen strategischen Neuausrichtung ist weiterhin die Fokussierung des Vertriebs auf margenträchtige Geschäfte insbesondere im Bereich Castolin Services Projekte und weniger eine reine Wachstumsstrategie.

Bis zur Umsetzung dieser Maßnahmen ist die Gesellschaft auf finanzielle Unterstützung des Gesellschafters angewiesen.

2. Ertragslage

Die für das Jahr 2015 budgetierten Umsatzziele in Höhe von TEUR 24.998 konnten nicht erreicht werden. Insgesamt hat die Castolin GmbH einen Umsatz in Höhe von TEUR 20.104 (Vj. TEUR 23.533) realisiert.

Die Betriebsmarge (TEUR 1.607; Vj. TEUR 1.423), d.h. der Umsatz einschließlich Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge (TEUR 20.590; Vj. TEUR 24.310), abzüglich Materialaufwand (TEUR 13.587; Vj. TEUR 16.397) und Personalaufwand (TEUR 5.396; Vj. TEUR 6.491), ist im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 13,0 % gestiegen. Der Anstieg der Betriebsmarge resultiert insbesondere aus den in 2014 erfolgreich abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen und den damit verbundenen Kosteneinsparungen im Personalaufwand.

Während des gesamten Geschäftsjahres war u.a. die Optimierung des Working Capitals, d.h. geringer Bestand an Kundenforderungen durch konsequentes Forderungsmanagement, minimaler Lagerbestand durch Inanspruchnahme des europäischen Zentrallagers sowie gezielte Inanspruchnahme von Lieferanten Zahlungszielen ein Schwerpunkt unserer Maßnahmen. Auf der Verkaufsseite konnten die Veränderungen der Metallpreise zum Teil zeitversetzt an die Kunden weitergegeben werden.

Bedingt durch die starke Volatilität der einkaufsseitigen Rohstoffpreise waren höchste Sensibilität und ständige Verkaufspreiskontrollen während des gesamten Jahres an der Tagesordnung. Der Umsatzanteil der Metallzuschläge ist von durchschnittlich 12 % im Geschäftsjahr 2014 auf durchschnittlich 13 % im Geschäftsjahr 2015 gestiegen.

Der Bereich CDP und Zuschnitte erzielte aufgrund der Verlagerung der CDP Produktion nach Polen nur noch Umsätze in Höhe von TEUR 336 (Vj. TEUR 311). CastoLab erzielte im Inland einen Umsatz in Höhe von TEUR 3.705 (Vj. TEUR 3.267) und hat somit einen Umsatzanteil am Inlandsumsatz (TEUR 19.419, Vj. TEUR 19.746) von 19,08 % (Vj. 16,54 %).

Der Personalaufwand lag im Jahre 2015 bei TEUR 5.396 (Vj. TEUR 6.491) und ist um TEUR 1.095 gesunken. Der Personalaufwand beinhaltet Abfindungen in Höhe von TEUR 265, die aus Einzelvereinbarungen resultieren. Die Rückstellung für noch ausstehende Auszahlungen aus Einzelvereinbarungen beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf TEUR 78 (Vj. TEUR 59).

Der im Vergleich zum Vorjahr gesunkene Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich in Höhe von TEUR 1.572 (Vj. TEUR 2.727) spiegelt sowohl die allgemeine wirtschaftliche Situation als auch die ersten positiven Effekte der 2014 abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen wider. Das handelsrechtliche EBITDA, vor Gewinnabführung, lag bei TEUR -1.522 (Vj. TEUR -2.378).

3. Finanzlage

Die Castolin GmbH ist in das Cash Pool Verfahren der MEC-Gruppe einbezogen. Es bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Gegenüber der MEC Holding GmbH besteht zum 31. Dezember 2015 eine Forderung in Höhe von TEUR 1.530 (Vj. 596).

Im Rahmen des Cash Pool Verfahrens werden alle Intercompany Forderungen und Verbindlichkeiten der Castolin GmbH verrechnet und der Saldo als Forderung bzw. Verbindlichkeit gegenüber der MEC Holding GmbH ausgewiesen. Das Cash Pool Verfahren basiert auf einem nicht zeitlich befristeten Vertrag vom 1. Februar 2005. Dieser Vertrag ist gültig solange ein gegenseitiger Saldo zwischen der Castolin GmbH und der MEC Holding GmbH besteht.

Die Gesellschaft konnte ihre Verpflichtungen gegenüber Dritten zeitgerecht erfüllen.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2015 beträgt TEUR 9.328 (Vj. TEUR 9.573) und ist im Vergleich zur Bilanzsumme des Vorjahres um TEUR 245 gesunken.

Die Sachanlagen sind gegenüber dem Vorjahr gesunken und belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf TEUR 2.136 (Vj. TEUR 2.326).

Im Jahr 2015 wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt. Aus dem Verkauf von Anlagevermögen wurden Erträge in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 9) realisiert.

Die Vorräte betragen zum 31. Dezember 2015 TEUR 707 (Vj. TEUR 838) und sind im Vergleich zum Vorjahr um 15,6 % oder TEUR 131 gesunken. Der Rückgang des Vorratsbestandes resultiert aus der Inanspruchnahme des von Castolin Irland geführten Zentrallagers für Mittel- und Osteuropa. Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme beläuft sich auf 7,6 % (Vj. 8,8 %).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf TEUR 5.036 (Vj. TEUR 4.946), was einem Anteil von 53,98 % der Bilanzsumme entspricht (Vj: 51,5 %). Hierin sind Forderungen an die Muttergesellschaft aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 1.571 (Vj. TEUR 2.727) enthalten.

Das Eigenkapital nach Verlustübernahme beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf TEUR 4.771 (Vj. TEUR 4.771).

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Jahr 2014 insgesamt um TEUR 142 von TEUR 1.451 im Vorjahr auf TEUR 1.309 gesunken. Der Rückgang resultiert insbesondere aus der Inanspruchnahme der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 86) sowie einem um TEUR 41 geringeren Bestand an Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern.

Das Volumen der Verbindlichkeiten beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf TEUR 3.247 (Vj. TEUR 3.351).

5. Beteiligungen

Die Tochtergesellschaften der Castolin GmbH in Polen, Tschechien, Belgien und Österreich agieren auf den jeweiligen ausländischen Märkten entsprechend der Castolin GmbH für Deutschland als lokale Vertriebsgesellschaften. Darüber hinaus sind in der österreichischen Gesellschaft die Castolin Services Aktivitäten des deutschsprachigen Raums der Castolin Gruppe gebündelt während in der polnischen Gesellschaft sowohl CDP Platten als auch CastoTubes produziert werden.

6. Personal- und Sozialbereich

Zum 31. Dezember 2015 waren bei der Castolin GmbH durchschnittlich 88 Mitarbeiter (Vj. 98) beschäftigt. Hiervon arbeiteten 39 (Vj. 46) Mitarbeiter im Vertriebsaußendienst (inklusive Schweißtechniker) mit wechselnden Einsatzorten auf dem inländischen Markt und 49 (Vj. 52) Mitarbeiter am Standort in Kriftel.

Im Geschäftsjahr 2015 gab es keine wesentlichen neuen Restrukturierungsmaßnahmen.

7. Nachtragsbericht

Es sind nach dem Ende des Berichtsjahres keine weiteren Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Castolin GmbH haben.

8. Chancen- und Risikobericht

Die Castolin GmbH ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der MEC-Gruppe mit eingebunden. Dieses wird im Lagebericht der Messer Cutting Systems GmbH ausführlich erläutert.

Wesentliches Einzelrisiko ist die konjunkturelle Entwicklung in den für uns relevanten Märkten. Die wirtschaftliche Erholung nach der Krise in 2008/2009 wurde durch staatliche Interventionen sowie durch geldpolitische Maßnahmen der Notenbanken auf den Finanzmärkten unterstützt. Die heutige Krise im Euro-Raum tangiert drei Krisenherde, eine Bankenkrise, eine Staatsschuldenkrise sowie eine makroökonomische Krise. Letztendlich sind die einzelnen Mitgliedsstaaten gefordert, durch geeignete nachhaltige Maßnahmen, insbesondere durch Strukturreformen und verstärkte Konsolidierungsanstrengungen die Krisensituation zu bewältigen.

Die Absatzsituation der Gesellschaft unterliegt aufgrund konjunktureller Schwankungen größeren Unsicherheiten. Es bestehen jedoch keine wesentlichen Kundenabhängigkeiten oder Ausfallrisiken, da der wichtigste Kunde nur 2,5 % des Gesamtumsatzes ausmacht. Das Lieferantenrisiko wird durch die Vielzahl der Lieferanten auf einem Minimum gehalten. In den Bereichen Castolin Services und Zusatzwerkstoffe werden nur ca. 7,6 % des Einkaufsvolumens von konzernfremden Hauptlieferanten bezogen.

Die Finanzierung des Konzerns wird durch die MEC Holding GmbH wahrgenommen. Die MEC Holding GmbH unternimmt alle notwendigen Maßnahmen, um die Finanzierbarkeit der notwendigen Maßnahmen zur weiteren Umsetzbarkeit der Unternehmensstrategie sicherzustellen. Es ist nicht davon auszugehen, dass seitens der Finanzierung negative Impulse auf die Gesellschaft ausgehen werden. Der Konzern ist bis 2020 vollständig finanziert. Der Hauptanteil dieser Finanzierung basiert auf US Private Placements mit einem über die gesamte Laufzeit fixierten Zinssatz.

Preisänderungsrisiken bei den Rohstoffen und Metallzuschlägen können wir aufgrund unserer Preisstruktur im Wesentlichen an unsere Kunden weitergeben.

Fremdwährungsrisiken bestehen aufgrund des geringen Umfanges an Fremdwährungstransaktionen nicht, die Gesellschaft nutzt entsprechend keine Währungssicherungsgeschäfte oder andere derivative Finanzinstrumente.

Ein Liquiditätsrisiko besteht zu keinem Zeitpunkt.

Sonstige wesentliche Risiken, die das Geschäft stark beeinträchtigen könnten, bestehen zurzeit nicht.

Aufgrund der beschriebenen Maßnahmen und der eingeleiteten Aktivitäten bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft. Diese sind auch in den nächsten zwei Jahren nicht zu erwarten.

9. Prognosebericht

Die Einschätzungen für den künftigen Geschäftsverlauf orientieren sich an den Chancen und Risiken, die die erwarteten Marktbedingungen und die Wettbewerbssituation im Planungszeitraum bieten. Nach einem moderaten Start im ersten Halbjahr 2015 hat sich die Nachfrage im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres erholt. Für das Jahr 2016 rechnet die Gesellschaft mit der Fortsetzung dieses positiven Trends.

Durch eine Fokussierung auf ein breites Produktportfolio für unterschiedliche Ansprüche und Applikationen im Bereich der Schweißtechnik und des Oberflächenschutzes sowie einer auf die Kundenbedürfnisse ausgerichteten Vertriebs- und Serviceorganisation stellen wir uns auch in 2016 einem anspruchsvollen Kundensegment. Unsere Aussagen zur künftigen Entwicklung sind in der im November 2015 verabschiedeten operativen Planung, unter Beachtung der derzeitigen Marktlage, getroffen. Unter der Voraussetzung, dass die der Budgetplanung zugrunde gelegten Rahmenbedingungen sich nicht verschlechtern, erwarten wir für das Jahr 2016 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 22.523 und ein EBITDA in Höhe von TEUR 211 aus. Für 2016 sind keine wesentlichen Investitionen budgetiert

10. Gesamtaussage der Geschäftsführung

Nach unserem besten Wissen sind der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Kapitalgesellschaft im Lagebericht so dargestellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben sind. Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung der Castolin GmbH zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts positiv und geht davon aus, die prognostizierte Umsatzsteigerung und das Ergebnis wie geplant erreichen zu können.

 

Kriftel, den 12. Februar 2016

Castolin GmbH

Peter Rebehn

Nico Regente

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Castolin GmbH, Kriftel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 12. Februar 2016

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Keller

Wirtschaftsprüfer

Horbach

Wirtschaftsprüfer

Anhang für 2015

Allgemeine Hinweise

Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages der Handel, die Herstellung und der Vertrieb einschließlich der Ein- und Ausfuhr von Materialien, Apparaten und Apparateteilen der Schweißtechnik, den zugehörigen Verfahren und Schutzrechten. Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmungen erwerben, sich an solchen beteiligen, deren Vertretung übernehmen und Zweigniederlassungen errichten.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände existieren nicht.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über die Nutzungsdauer zwischen zwei und fünfzig Jahren vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden fünfzig Jahre; bei technischen Anlagen und Maschinen acht und zehn Jahre und bei anderen Anlagen, der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen zwei und fünfundzwanzig Jahren. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Bei sämtlichen Vermögensgegenständen wird die Abschreibung ab dem Monat, an dem der Gegenstand aktiviert wurde, vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind nach dem gleitenden Durchschnittsverfahren oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung eingebucht und, da vollumfänglich kurzfristiger Natur, mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet.

Die Rückstellung für Pensionen wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt und wurde von einem externen Gutachter auf der Basis der "Heubeck-Richttafeln 2005 G" errechnet. Der angewandte Rechnungszinsfuß 2015 entspricht 3,89 % p. a. Die einseitige Zusage der vormaligen Castolin GmbH vom 1. Januar 1986 über die jährliche Zuführung von Alterskapital in Höhe von 3 % des Jahreseinkommens - Basis 1998 - wurde zum 31. Dezember 2003 durch die vormalige Castolin GmbH aufgehoben. Die Rückstellungen beinhalten somit nur noch die unverfallbaren Anwartschaften aus dem Vertrag bis 2003 und sinken jährlich aufgrund des regelmäßigen Verbrauchs.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden, da vollumfänglich kurzfristiger Natur, mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
% in TSD LW in TSD LW
Castolin Sp. Zo.o., Gliwice, Polen PLZ 100,0 16.699 (127)
Castolin spol. Sro., Prag, Tschechien CZK 100,0 32.414 (3.822)
Castolin Benelux S.A., Brüssel, Belgien EUR 1,2 (1.085) (65)
Castolin Gesellschaft mbH, Wien, Österreich EUR 1,0 297 (1.724)

Die Prüfung hinsichtlich der Notwendigkeit von Abschreibungen auf Beteiligungen wurde auch im Geschäftsjahr wieder durchgeführt. Risiken wurden dabei nicht identifiziert.

Vorräte

31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 110 43
Fertige Erzeugnisse und Waren 584 795
Geleistete Anzahlungen 13 0
  707 838

Der Rückgang der Vorräte im Vergleich zum Vorjahr resultiert hautsächlich aus der Inanspruchnahme eines Zentrallagers für Mittel- und Osteuropa, welches unter der Verantwortung der Castolin Eutectic Ireland Ltd. (Castolin Irland) steht.

Die fertigen Erzeugnisse und Waren gliedern sich wie folgt:

Fertige Erzeugnisse und Waren

31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR
Fertige Erzeugnisse 0 78
Handelsware 940 967
Bewertungsabschläge für Gängigkeitsrisiken (356) (250)
  584 795

Die Bestandsminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR 11 (Vj. Bestandsminderung TEUR 227) entspricht gem. § 275 Abs. 2 HGB der Differenz der fertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen gegenüber dem Vorjahr.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.743 1.426
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Einzelwertberichtigungen -130 -123
Pauschalwertberichtigungen -27 -20
  1.586 1.283
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.407 3.624
davon gegen Gesellschafterin 1.572 2.727
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 43 39
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
  5.035 4.946

Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 305 (Vj. TEUR 302), welche aufgrund ihrer Entstehung zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig sind. Wir haben gem. § 265 Abs. 3 HGB dem Ausweis bei den verbundenen Unternehmen Vorrang gegeben.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten zum 31.12.2015 Forderungen aus dem Konzerncashpool in Höhe von TEUR 1.530 (Vj. TEUR 596), sowie Forderungen in Höhe von TEUR 1.572 (Vj. TEUR 2.727) aus der Verlustübernahme durch die Messer Cutting Systems GmbH.

Rückstellungen

31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR
Pensionsrückstellungen 681 767
Sonstige Rückstellungen 628 684
  1.309 1.451

Es besteht seit dem 30.10.2001 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Castolin GmbH und der Messer Cutting Systems GmbH, Groß-Umstadt, vormals Messer Cutting & Welding GmbH, als Organträger. Aufgrund der Organschaft werden auf der Ebene der Organgesellschaft keine Steuern fällig.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Mitarbeiterboni und -prämien (TEUR 175; Vj. TEUR 196), sonstige Personalrückstellungen (TEUR 104; Vj. TEUR 119) sowie Gewährleistungsansprüche aus Geräteverkäufen und Castolab Dienstleistungen (TEUR 118; Vj. TEUR 108) gebildet. Weiterhin sind Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen i.H.v. TEUR 54 (Vj: TEUR 59) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (wie z.B. KFZ-Leasing) in Höhe von TEUR 177 (Vj. TEUR 130) enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel

in TEUR

31.12.2015
Restlaufzeit gesichert Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr Über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 342 0 0 342
Vorjahr - 387 0 0 387
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.672 0 0 2.672
Vorjahr - 2.700 0 0 2.700
3. Sonstige Verbindlichkeiten 233 0 0 233
Vorjahr- 264 0 0 264
- davon aus Steuern 80 0 0 80
Vorjahr - 75 0 0 75
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
Vorjahr - 0 0 0 0

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, handelt es sich mit TEUR 839 (Vj. TEUR 969) um Inlandsverbindlichkeiten und mit TEUR 2.156 (Vj. TEUR 2.118) um Auslandsverbindlichkeiten (Drittland + verbundene Unternehmen).

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.429 (Vj. TEUR 2.410), welche aufgrund ihrer Entstehung zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig sind. Wir haben gem. § 265 Abs. 3 HGB dem Ausweis bei den verbundenen Unternehmen Vorrang gegeben. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen enthalten zum 31.12.2015 keine Verbindlichkeiten aus dem Konzerncashpool (Vj. TEUR 0).

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Für den Fuhrpark wurden Leasingverträge mit verschiedenen Leasinggesellschaften abgeschlossen.

Die Leasingverträge für Bürogeräte beinhalten Drucker, Kopierer sowie die Telefonanlage.

In folgendem Umfang sind Geschäfte in der Bilanz nicht enthalten:

Leasing Fahrzeuge Leasing Bürogeräte
TEUR TEUR
Zahlungsverpflichtungen in 2016 269 57
Zahlungsverpflichtungen in 2017 109 57
Zahlungsverpflichtungen in 2018 15 35
Zahlungsverpflichtungen in 2019 0 26
Zahlungsverpflichtungen in 2020 0 26
Zahlungsverpflichtungen danach 0 77
  393 278

Seit dem Jahr 2005 musste die vormalige Castolin GmbH jährlich eine Lizenzgebühr an die Gesellschafterin abführen. Aufgrund der Verschmelzung ist die Castolin GmbH als Rechtsnachfolgerin der vormaligen Castolin GmbH zur Entrichtung dieser Lizenzgebühr an die MEC Holding GmbH, Bad Soden a.T. verpflichtet. Die Lizenzgebühr ist in der obigen Aufstellung nicht enthalten. Sie basiert auf dem Umsatz gegenüber Dritten (2 %) und ist somit abhängig von der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2015 belief sich die Gebühr auf TEUR 302 (Vj. TEUR 326). Außerdem führen wir jedes Jahr eine Lizenzgebühr basierend auf dem Umsatz gegenüber Dritten an die Castolin Europe GmbH ab. Diese betrug im Geschäftsjahr 2015 TEUR 525 (Vj. TEUR 531) und ist unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen Mai 2016 und Dezember 2023.

Sonstige Haftungsverhältnisse

Die Castolin GmbH hat ein Garantieversprechen abgegeben, für die von der MEC Holding GmbH geschlossene Darlehensvereinbarung mit der HSBC Trinkaus & Burkhart AG, der Baden-Württembergische Bank, der Commerzbank AG und der Unicredit AG über einen Konsortialkredit ("Senior Facility Agreement") in Höhe von € 68,0 Mio. sowie für die von der MEC Holding GmbH platzierten Anleihen (€ 12,5 Mio. und USD 15,0 Mio.) bei Nichteinhaltung der Vertragsbedingungen (Covenant Terms) auf erste Anforderung eine Zahlung zu leisten. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis wird vom Management aufgrund der voraussichtlichen Einhaltung der Vertragsbedingungen als gering eingestuft.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2015 2014
TEUR % TEUR %
Nach Produkten        
Zusatzwerkstoffe 12.015 59,8 15.342 65,2
Castolab 3.871 19,3 4.076 17,3
Geräte 2.805 14,0 2.961 12,6
Reparaturen 464 2,3 498 2,1
Werkstattprogramm 498 2,5 421 1,8
CDP 336 1,7 311 1,3
Institut 285 1,4 218 0,9
Sonstige 133 0,7 5 0,0
Kundenskonto -304 -1,5 -298 -1,3
SUMME 20.104 100,0 23.533 100,0
Nach Regionen        
Inland 19.552 97,3 19.746 83,9
Ausland 552 2,8 3.787 16,1
SUMME 20.104 100,0 23.533 100,0

Der Inlandsumsatz ist um 1,0 % und der Auslandsumsatz um 85,4 % gesunken. Der Rückgang der Auslandsumsätze resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Umsätze mit verbundenen Unternehmen.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 497, Vj. TEUR 1.004) handelt es sich im Wesentlichen um Mieteinnahmen aus der Vermietung des Lagergebäudes an Castolin Irland (TEUR 361, Vj. TEUR 240), die als sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen werden. Weiterhin sind Erträge aus der Kostenweiterbelastungen an die Castolin GesmbH, Wiener Neudorf, Österreich für Leistungen des Geschäftsführers in Höhe von TEUR 51 (Vj. 0) enthalten. Daneben sind Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 21 (Vj. TEUR 9) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 55 (Vj. TEUR 131) und Erträge aus Bonus Vereinbarungen mit Lieferanten für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von TEUR 10 (Vj. 0) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position setzt sich wie folgt zusammen:

Sonstige betriebliche Aufwendungen 2015 2014
TEUR TEUR
Lizenzgebühren 827 857
KFZ-Kosten 521 587
Weiterbelastungen für IT 383 430
Weiterbelastungen für Finanzwesen 262 299
Reisekosten 172 208
Instandhaltungsaufwendungen 83 249
Energiekosten 138 170
Prüfungs- und Beratungskosten 115 117
Speditions- und Frachtkosten 95 157
Schulungen 94 72
Telekommunikation 87 87
Mietaufwendungen 60 82
Versicherungen 43 46
Messen 18 32
Einzelwertberichtigung Forderungen 14 66
Leiharbeiter und Personalbeschaffung 7 77
Sonstige 210 265
SUMME 3.129 3.801

Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2015 beläuft sich der Personalaufwand auf TEUR 5.396 (Vj. TEUR 6.491) und beinhaltet Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 265 (Vj. TEUR 71).

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Dr. Martin Kirchgassner, Baden, Österreich, Ingenieur, Vorsitzender der Geschäftsführung (bis 31.05.2015)

Nico Regente, Frankfurt, Kaufmann, Geschäftsführer Finanzen und Controlling

Peter Rebehn, Appenheim, Vorsitzender der Geschäftsführung (ab 01.04.2015)

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt der die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9a HGB wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Prokuristen

Oliver Bopp

Wilfried Beer

Sabine Schetschok

Sarah Günther

Marian Bronny

Die Prokuristen vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2015 2014
Gewerbliche Arbeitnehmer (Lohnempfänger) 13 11
Angestellte 75 85
Gesamt 88 96

Im Laufe des Geschäftsjahres hatte die Castolin GmbH im Durchschnitt 2 inaktive Mitarbeiter, die in der oben angegebenen Zahl enthalten sind.

Honorare des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der MIG Holding einbezogen wird.

Konzernverhältnisse

Die Castolin GmbH wird in den Konzernabschluss der MIG Holding, Königstein im Taunus, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen erstellt. Dieser ist am Konzernsitz in Bad Soden a.T. erhältlich. Die MEC Global GmbH, Schwalbach a.T. erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen.

Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschlag

Gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag vom 30. Oktober 2001 wird der sonst entstehende Jahresfehlbetrag von TEUR 1.572 durch das Mutterunternehmen ausgeglichen.

 

Kriftel, den 12. Februar 2016

Castolin GmbH

Peter Rebehn

Nico Regente

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