Medical Service GmbHLiquidiert

Luisenstraße 8, 75378 Bad Liebenzell, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 330262
Eingetragen
4.10.1971
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Entwicklung und die industrielle Herstellung (auch als Generalübernehmer) von Kunststoff- und Gummiteilen durch Spritzen, Pressen, Gießen, Tauchen und Extrudieren sowie deren Verpackung, sowie die Herstellung von Verpackungen und das Verpacken jeglicher Art. Weiter ist Gegenstand des Unternehmens der Handel im In- und Ausland mit Medizinprodukten, Arzneimitteln, medizinischen und pharmazeutischen Präparaten und ähnlichen Produkten, Klinikbedarfs- und Krankenpflegeartikeln, Desinfektions- und Reinigungsmitteln, sowie Inkontinenzprodukten, soweit diese keiner besonderen gesetzlichen Erlaubnis bedarf.

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Medical Service GmbH

Bad Liebenzell

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Medical Service GmbH, Bad Liebenzell, ist im Bereich von Medizinprodukten für das Gesundheitssystem und die Patientenversorgung tätig. Das Kerngeschäft besteht aus der Herstellung von intermittierenden Katheter-Systemen.

Die Medical Service GmbH gehört zum amerikanischen Teleflex-Konzern mit dem obersten Mutterunternehmen Teleflex Inc., Wayne, Pennsylvania/USA. Die Medical Service GmbH agiert als interner Produzent der Teleflex-Gruppe und erzielt ihre Umsätze aufgrund von Transferpreisvereinbarungen mit Konzernunternehmen. Die Gesellschaft hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit der deutschen Holding Gesellschaft.

Die Teleflex Gruppe hat sich dazu entschieden der Medical Service GmbH die Aufträge zu entziehen und den Betrieb in Bad Liebenzell Ende des Jahres 2022 zu schließen. Die Produktion wird endgültig Ende September 2022 eingestellt. Die Gesellschafterin hat im Mai 2022 beschlossen, die Medical Service GmbH auf die Gesellschafterin, die TFX Holding GmbH, zu verschmelzen. Daher wurde der Jahresabschluss trotz Betriebsschließung ohne Abkehr vom Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt.

1.2 Forschung und Entwicklung

Bei der Medical Service GmbH sind im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich geringere Forschungs- und Entwicklungsleistungen angefallen (T€ 21, Vorjahr: T€ 22). Hierbei handelt es sich ausschließlich um die Bestandspflege der vorhandenen Produkte.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat sich trotz hoher Covid-19-Infektionszahlen im Winterhalbjahr 2021 weiter erholt, was sich in einem Wachstum von knapp 1,5 % im vierten Quartal 2021 zeigt. Für das Jahr 2021 insgesamt schreibt das Institut für Weltwirtschaft in Kiel in seinem Konjunkturbericht vom April 2022 von einem Wachstum der Weltwirtschaft, das einen wesentlichen Anteil der im Jahr 2020 verzeichneten Verluste wieder wettmachen wird. 1 Die Covid-19 Pandemie beeinflusst die Weltwirtschaft zwar noch, dennoch werden in vielen Ländern höhere Inzidenzzahlen toleriert. Insgesamt berichtet der World Economic Outlook vom April 2022 von einem Wachstum der Weltwirtschaft für 2021 von 6,1 %, was sowohl die Schwellenländer- als auch die Industrieländer betreffen soll. 2 Im Euro-Raum erholte sich das Wirtschaftswachstum mit 5,3 % ebenfalls deutlich. Für 2022 wird jedoch nur noch von einer Erhöhung der Wirtschaftsleistung für den Euro-Raum von 2,8 % ausgegangen. 3 Die deutsche Wirtschaft konnte sich ebenfalls im Jahr 2021 erholen, so dass nach dem Rückgang des Wirtschaftswachstums in 2020 dieses im Jahr 2021 um 2,7 % höher lag als in 2020. 4 Die Wirtschaftsleistung konnte dabei in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht werden, wobei trotz dieser Zuwächse in 2021 noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht werden konnte. Für das Jahr 2022 rechnete der Internationale Währungsfonds im April 2022 für Deutschland mit einem Wachstum von nur noch 2,1 %. 5 Die Bundesregierung rechnete in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2022 vom Januar 2022 noch mit einer Erhöhung des BIP von 3,6 % in 2022. 6 Inzwischen wird mit einem noch geringeren Wachstum gerechnet.

Die Medizinbranche war und ist laut bvmed Jahresbericht 2021/22 weiterhin essentiell bei der Bekämpfung der Covid-19 Pandemie. Zusätzlich zur Bewältigung dieser Pandemie stellt sich die Branche den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft, beispielsweise dem digitalen Wandel und die Transformation der Industrie zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Weiterhin geht aus dem Bericht hervor, dass die Branche aktuell mit einigen Hindernissen zu kämpfen hat, was unter anderem an den sehr hohen regulatorischen Anforderungen wie die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung, aber auch an steigenden Rohstoffpreisen, Frachtkosten und Energiepreisen liegt.

Zudem war auch das Jahr 2021 durch den extremen Anstieg der Covid-19 Infizierten im Herbst und Winter eine Herausforderung der Branche, in welcher die Unternehmen der Branche weiterhin die größten Umsatzhürden in verschobenen elektiven Eingriffen, Rückgang der Patient:innenzahlen in Krankenhäusern und weniger Kontakt zu Kund:innen oder Patient:innen sehen. 7

2.2 Geschäftsverlauf

Aufgrund des Geschäftsmodells als Auftragsfertiger wird die Gesellschaft nach dem Leistungsindikator Produktionsvolumen gesteuert.

Wie geplant reduzierte sich das Produktionsvolumen mit fortschreitender Restrukturierung. Hiervon war die Mehrzahl der Produktgruppen betroffen.

Dennoch wurde das im Rahmen der ursprünglichen Budgetierung geplante Produktionsvolumen von 17,0 Mio. Stück mit 20,3 Mio. Stück um 3,3 Mio. Stück deutlich überschritten. Das im Lagebericht des Vorjahres prognostizierte Volumen von 18,6 Mio. Stück wurden damit ebenfalls deutlich übertroffen. Benötigt wurde das zusätzliche Volumen, um den aufnehmenden Teleflex-Standort zu unterstützen, der durch die Covid-19-Pandemie signifikant beeinträchtigt wurde.

Die Produktpalette teilte sich weiterhin auf in gel- und hydrophil beschichtete Kathetersysteme, wobei das Verhältnis der beiden Produktgruppen auf Vorjahresniveau geblieben ist. Gewisse Einflüsse aufgrund der Verlagerung waren allerdings zu verzeichnen.

Trotz der weiterhin schwierigen Einflüsse durch die Gesundheitspolitik, z.B. Ausweitung von Verträgen, sowie der veränderten Entwicklung der Versorgerlandschaft und der angekündigten Betriebsschließung konnte die Medical Service GmbH das Geschäftsjahr - im Vergleich zur ursprünglichen internen Planung - erfolgreich abschließen. Inklusive der Restrukturierungseinflüsse wurde die interne Zielvorgabe des Produktionsvolumens um 19,4% überschritten.

Die Produktionsleistung entwickelte sich, bezogen auf die Produktivität, positiv und die Kosten blieben insgesamt auf einem moderaten Niveau. Der Rückgang beim Personalaufwand und beim Materialaufwand ist überwiegend im Zusammenhang mit der Betriebsschließung zu sehen. Unter Berücksichtigung der Transferpreisvereinbarungen verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von -13,8%. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung hat sich insbesondere durch außerordentliche Erträge aus der Veräußerung von Markenrechten wesentlich von 9,2 Mio. Euro auf 18,0 Mio. Euro verbessert.

Weiterhin kam die hohe Nachfrage hauptsächlich von unseren verbundenen Unternehmen im europäischen Raum.

Gegenüber dem Vorjahr war die Lage der Beschaffungsmärkte deutlich angespannter. In diesem Zusammenhang verzeichneten wir im Jahr 2021 bei unseren Rohstoffen einen überdurchschnittlichen Preisanstieg, hauptsächlich verursacht durch die Covid-19-Pandemie und diverser Force Majeure Vorkommnisse. Somit lagen wir insgesamt bei den Einkaufspreisen über unseren geplanten Zielvorgaben. Im Bereich der Energie konnten die Preise wie in den Vorjahren konstant gehalten werden. Aufgrund des reduzierten Volumens sank der Energieverbrauch um 20,8%.

Trotz der gestiegenen Rohstoffpreise sank die Materialaufwandsquote im Jahr 2021 im Verhältnis zum Produktionsvolumen um -2,6% (Vorjahr +1,0%) und gleichzeitig überproportional zum Umsatzrückgang, dies reflektiert den veränderten Produktmix.

In 2021 betrugen die Investitionen 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro) und erfolgten hauptsächlich in den Bereichen Maschinen & Anlagen und Betriebs- & Geschäftsausstattung. Die Abschreibung erhöhte sich auf T€ 3.005 (Vorjahr: T€ 1.975). Darin enthalten sind Aufwendungen für beschleunigte Abschreibung aufgrund des Restrukturierungsprojektes von T€ 1.907 (Vorjahr: T€ 894).

Der Personalbestand ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken und lag im Durchschnitt bei 202 (Vorjahr 243) Arbeitnehmern. Dabei verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter im gewerblichen Bereich um 39 Personen auf 155 (Vorjahr 194) und bei den Angestellten um 2 Personen auf 47 (Vorjahr 49).

Der Einsatz von Personalleasing wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert T€ 73 (Vorjahr: T€ 762). Der Rückgang steht ausschließlich im Zusammenhang mit der anstehenden Betriebsschließung.

Die Finanzlage des Unternehmens ist wie auch in den Vorjahren sehr stabil. Es bestand durch die Cash-Pool-Vereinbarung zwischen der Medical Service GmbH und der TFX Holding GmbH keinerlei externer Finanzierungsbedarf. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrages zwischen der Medical Service GmbH und der TFX Holding GmbH wird der gesamte Jahresgewinn des Geschäftsjahres 2021 an die Muttergesellschaft TFX Holding GmbH abgeführt.

Nach Ansicht der Geschäftsführung waren keine wesentlichen Auswirkungen durch die Covid-19-Pandemie auf die Nachfrage bei der Medical Service GmbH in 2021 zu verzeichnen.

Das DEKRA Surveillance Audit im Oktober 2021 wurde erfolgreich bestanden.

3. Kommentierung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug zum Jahresende 54,0 Mio. Euro und lag somit 18,4 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Die Veränderung basiert insbesondere auf einer deutlichen Erhöhung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen +21,3 Mio. Euro (Vorjahr: +12,0 Mio. Euro), im Wesentlichen resultierend aus höheren Cash Pool- und sonstigen Forderungen. Im Gegenzug hat sich das Anlagevermögen um -2,7 Mio. Euro reduziert, dies beinhaltet hauptsächlich die monatliche Abschreibung sowie die beschleunigte Abschreibung im Zusammenhang mit der Verlagerung.

Die Summe aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie den unfertigen und fertigen Erzeugnissen reduzierte sich unwesentlich um 0,1 Mio Euro.

Das Eigenkapital blieb mit 1,5 Mio. Euro unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Aufgrund der geplanten Betriebsschließung und den damit verbundenen Verpflichtungen, als auch durch Veränderungen bei den sonstigen Personalverpflichtungen bleiben die Rückstellungen mit 24,1 Mio. Euro (Vorjahr: 23,6 Mio. Euro) auf einem hohen Niveau.

3.2 Finanzlage

Wie bereits in Punkt 2.2 erwähnt wurde, ist die Finanzlage der Medical Service GmbH aufgrund des Geschäftsmodells trotz der anstehenden Restrukturierung sehr stabil.

3.3 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021 lag der realisierte Umsatz bei 27,4 Mio Euro (Vorjahr: 31,8 Mio. Euro) (nach Transferpreisanpassung) und übertraf trotz des Rückgangs von -13,8% (Vorjahr: -4,2%) das gesteckte interne Jahresziel um 9,9 % (vor Transferpreisanpassung). Auch hier spiegelt sich der veränderte Produktmix wider. Durch die fortschreitende Verlagerung kam es hauptsächlich in dem Bereich der hydrophil beschichteten Katheter zu einer veränderten Gewichtung bei den Produkten. Dieser veränderte Produktmix zeigt sich auch in einem überproportionalen Rückgang des Materialaufwands - 3,2 Mio Euro (Vorjahr + 0,5 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich insbesondere durch die Veräußerung von nichtbilanzierten Marken von 15,9 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerung von nicht bilanziertem Produktions Know How: 9,7 Mio. Euro) auf insgesamt 16,0 Mio. Euro erhöht.

Der um -4,2 Mio Euro (Vorjahr: +2,5 Mio Euro) geringere Personalaufwand in 2021 basiert zum einen auf dem Rückgang der Mitarbeiter in diesem Zeitraum und zum anderen auf geringeren Aufwendungen im Zusammenhang mit der Betriebsschließung. Weiterhin wurden, wie bereits in den Vorjahren, jährlich erhöhte Abschreibungen aufgrund der geplanten Restrukturierung gebildet. Hierbei wurde die im September 2020 beschlossene vorgezogene Schließung in den Abschreibungen berücksichtigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 2,6 Mio. Euro (Vorjahr 3,3 Mio. Euro) deutlich unter dem Vorjahresniveau. Hauptsächlich getrieben durch rückläufige Instandhaltungskosten und Stromkosten aufgrund der Verlagerung sowie geringere Rechts- und Beratungskosten. Das Ergebnis nach Steuern betrug +18,0 Mio. Euro (Vorjahr: +9,2 Mio. Euro). Diese Veränderung ist hauptsächlich auf die deutlich angestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge sowie geringeren Material- und Personalaufwendungen bei gleichzeitig auch reduzierten Umsatzerlösen zurückzuführen.

4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung und Prognosebericht

In einer Phase, in der die Inflation bereits stark gestiegen ist und die US-Notenbank das Ende der expansiven Geldpolitik begonnen hat, wird die Weltwirtschaft zusätzlich durch den Krieg in der Ukraine belastet. Höhere Rohstoffpreise treiben die Inflation zusätzlich an und führen zusammen mit den Auswirkungen der Sanktionen auf Transportzeiten und Produktionsketten voraussichtlich dazu, dass Lieferengpässe die Produktion in den kommenden Monaten wieder stärker hemmen werden. Für 2022 rechnete der IWF im April 2022 mit einem Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,6 Prozent, für die USA rechnete der IWF mit insgesamt +3,7 Prozent. Für die Eurozone und China rechnete der IWF mit 2,8 Prozent bzw. 4,4 Prozent. 8 Inzwischen wird mit einem noch geringeren Wachstum gerechnet. Insgesamt sind diese Prognosen weiterhin mit großer Unsicherheit behaftet .

Aufgrund des im Abschnitt 1.1 beschriebenen Geschäftsmodells als Auftragsfertiger, ist die Gesellschaft, wie in der Vergangenheit, bis zur geplanten Betriebsschließung grundsätzlich nur begrenzten Risiken ausgesetzt.

Am 7. Mai 2018 wurden die Mitarbeiter der Medical Service GmbH über die Intention von Teleflex informiert, die in Deutschland ansässigen Produktionswerke mittel- bis langfristig zu schließen und die betroffene Produktion an andere Teleflex-Standorte zu verlagern. Der ursprüngliche Termin der Betriebsschließung für das Jahr 2024 wurde im September 2020 um zwei Jahre vorgezogen und ist nun für Ende 2022 geplant. Die Produktion wird endgültig Ende September 2022 eingestellt. Eine Standortvereinbarung wurde mit Datum 09. September 2019 unterzeichnet und mit Nachträgen vom 22.09.2020, 6.10.2020, 22.02.2021 und 04.05.2022 ergänzt. In diesem Rahmen werden sämtliche Mitarbeiter in verschiedenen Wellen bis Ende Quartal 1/2023 aus dem Unternehmen ausscheiden. Die Gesellschafterin hat im Mai 2022 beschlossen, die Medical Service GmbH auf die Gesellschafterin, die TFX Holding GmbH, zu verschmelzen.

Aktuell ist kein negativer Einfluss aufgrund der Covid-19-Pandemie oder des Kriegs in der Ukraine auf die Produktion und auf das Geschäftsergebnis 2022 zu erwarten.

Aus Teleflex-Sicht ergeben sich weiterhin Risiken in der Reduzierung der Erstattungspreise für unsere Produkte. Wie in den Vorjahren stellt die Veränderung der Versorgerlandschaft eine Herausforderung dar. Diesen Risiken versuchen wir trotz des Restrukturierungsprozesses mit bestmöglicher Kostenoptimierung entgegenzutreten. Aufgrund des Geschäftsmodells wirken sich diese Risiken nur indirekt auf die Gesellschaft aus.

Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir keinerlei Risiken aus drohenden Rechtsstreitigkeiten.

Wie in der Vergangenheit werden die weitreichenden internen Kontrollen zur Erfüllung der Sarbanes-Oxley Vorschriften konsequent durchgeführt, diese sind für alle in den USA börsennotierten Konzerne seit 2004 bindend vorgeschrieben. Dies stellt zuverlässige Finanzzahlen sicher und erschwert mögliche Schädigungen des Unternehmens durch interne oder externe Personen.

Für das Geschäftsjahr 2022 rechnen wir aktuell mit einem Produktionsvolumen für Auslieferungen von 10 Mio. Stück. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr und begründet sich in der fortschreitenden Restrukturierung.

Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeitern und dem Betriebsrat für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit.

 

Bad Liebenzell, den 9. August 2022

Geschäftsführer

H.-P. Goldmann

J. Winters

M. Condon

1 Kieler Konjunkturberichte Welt Nr. 87 (https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/kieler-konjunkturberichte/2022/weltwirtschaft-im-fruehjahr-2022-verlangsamte-expansion-bei-hoher-inflation-17111/)
2 Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook, April 2022 (https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/04/19/world-economic-outlook-april-2022)
3 Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook, April 2022 (https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/04/19/world-economic-outlook-april-2022)
4 DESTATIS Statistisches Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html)
5 Internationaler Währungsfonds (https://www.imf.org/en/Countries/DEU)
6 BMWi: Jahreswirtschaftsbericht 2022, https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/jahreswirtschaftsbericht-2022-2001060
7 BVMED Jahresbericht 2021/2022
8 Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook, April 2022 (https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/04/19/world-economic-outlook-april-2022)

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
31.12.2020
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.256,00 32.993,00
II. Sachanlagen 2.044.393,28 4.772.023,25
  2.063.649,28 4.805.016,25
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.264.355,52 1.290.754,01
2. Unfertige Erzeugnisse 1.765.530,65 1.880.669,79
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 78,61 3.243,42
  3.029.964,78 3.174.667,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 48.854.731,86 27.549.762,77
2. Sonstige Vermögensgegenstände 24.473,23 6.002,38
  48.879.205,09 27.555.765,15
III. Kassenbestand 268,57 501,07
  51.909.438,44 30.730.933,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.947,80 37.664,00
  54.020.035,52 35.573.613,69

Passiva

   
31.12.2021
31.12.2020
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 590.000,00 590.000,00
II. Kapitalrücklage 880.054,31 880.054,31
  1.470.054,31 1.470.054,31
B. Rückstellungen    
1. Sonstige Rückstellungen 24.091.731,17 23.607.743,47
  24.091.731,17 23.607.743,47
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 304.533,71 293.203,41
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.019.466,45 10.010.150,24
3. Sonstige Verbindlichkeiten 134.249,88 192.462,26
  28.458.250,04 10.495.815,91
  54.020.035,52 35.573.613,69

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
2020
1. Umsatzerlöse 27.406.433,27 31.784.582,25
2. Verminderung (-) /Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -118.303,95 62.812,72
  27.288.129,32 31.847.394,97
3. Sonstige betriebliche Erträge 15.976.332,96 10.374.221,08
  43.264.462,28 42.221.616,05
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.987.705,33 -5.543.100,85
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.300.908,09 -3.963.022,32
  -6.288.613,42 -9.506.123,17
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -11.997.248,93 -15.959.837,96
b) Soziale Abgaben -1.906.651,28 -2.193.716,80
  -13.903.900,21 -18.153.554,76
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.005.301,24 -1.975.232,21
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.599.231,62 -3.342.084,62
  17.467.415,79 9.244.621,29
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 680.125,91 317.137,06
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -183.903,00 -408.762,51
  496.222,91 -91.625,45
10. Ergebnis nach Steuern 17.963.638,70 9.152.995,84
11. Sonstige Steuern -285,00 -2.723,00
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne -17.963.353,70 -9.150.272,84
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

ALLGEMEINE ANGABEN

Die Medical Service GmbH hat ihren Sitz in Bad Liebenzell und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 330262.

Die Teleflex Gruppe hat sich dazu entschieden, der Medical Service GmbH die Aufträge zu entziehen und den Betrieb in Bad Liebenzell Ende des Jahres 2022 zu schließen. Die Produktion wird endgültig Ende September 2022 eingestellt. Die Gesellschafterin hat im Mai 2022 beschlossen, die Medical Service GmbH auf die Gesellschafterin, die TFX Holding GmbH, zu verschmelzen. Daher wurde der Jahresabschluss trotz Betriebsschließung ohne Abkehr vom Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Medical Service GmbH ist zum Bilanzstichtag 31.12.2021 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde deshalb nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) des GmbHG aufgestellt. Von den Aufstellungserleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung kommt unverändert zum Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB zur Anwendung.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Soweit Angaben wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorgenommen werden können, wurden diese zur besseren Klarheit insgesamt im Anhang aufgeführt.

Der Kreis der verbundenen Unternehmen im Sinne des § 271 HGB umfasst die Teleflex Inc., Wayne, Pennsylvania/USA, als oberstes Mutterunternehmen sowie deren sämtliche Tochtergesellschaften.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagenvermögen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden für Neuzugänge linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einzelnen Anschaffungskosten bis zu € 800 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand gebucht. Wirtschaftsgüter über € 800 werden auf das jeweilige Anlagenkonto gebucht und entsprechend abgeschrieben.

Aufgrund der geplanten Restrukturierung wurde die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände in 2018 revalidiert. Dies führt, wie bereits in den Vorjahren, zu jährlich erhöhten Abschreibungen. Hierbei wurde die im September 2020 beschlossene vorgezogene Schließung in den Abschreibungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten inklusive Anschaffungsnebenkosten oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten. Unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken aus hohen Reichweiten oder verminderter Verwertbarkeit wird durch entsprechende Abwertungen Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Gesellschaft gehört zu einer steuerlichen Organschaft. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Organträgerin (TFX Holding GmbH, Fellbach), d. h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie allein die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen nur im Abschluss der Organträgerin erfasst.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden bei Einbuchung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs gebucht. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Konzernkurs des Teleflex Konzerns am Bilanzstichtages umgerechnet. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung liegen nicht vor.

ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ

Anlagevermögen

Bezüglich der Aufgliederung sowie der Entwicklung des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 verweisen wir auf die Darstellung des Anlagenspiegels.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Beträge valutieren in Euro und sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr T€ 8.338 sowie aus dem Verkauf von nicht bilanzierten Marken T€ 15.877 (Vorjahr: T€ 9.703 Veräußerung von nicht bilanziertem Produktions Know How). Darüber hinaus sind Forderungen aus Cash-Pooling mit der TFX Holding GmbH von T€ 24.640 (Vorjahr: T€ 10.001) enthalten.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt T€ 590.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt T€ 1.470 (Vorjahr: T€ 1.470).

Sonstige Rückstellungen

In dieser Position sind im Wesentlichen Rückstellungen für die Abwicklung der Betriebsschließung T€ 22.810 (Vorjahr: T€ 22.479), Personalkosten T€ 636 (Vorjahr: T€ 555), sowie für Beratungs- und sonstige Dienstleistungen T€ 44 (Vorjahr: T€ 32) und ausstehende Rechnungen T€ 601 (Vorjahr: T€ 541) enthalten.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Beträge valutieren in Euro und sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 28.019 enthalten Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung in Höhe von T€ 27.114 sowie aus Umsatzsteuer T€ 878 und aus Lieferungen und Leistungen von T€ 27.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 27.958 (Vorjahr: T€ 9.980), dies basiert im Wesentlichen aufgrund der Ergebnisabführung in Höhe von T€ 27.114 (Vorjahr: T€ 9.150), welche sowohl die Ergebnisabführung 2020 (T€ 9.150) und 2021 (T€ 17.964) beinhaltet.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von T€ 134 (Vorjahr: T€ 192) enthalten. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen wie im Vorjahr nicht.

ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Medizinprodukten und der Erbringung von Dienstleistungen, dies erfolgt fast ausnahmslos mit verbundenen Unternehmen im In- und Ausland.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 15.976 (Vorjahr: T€ 10.374) resultieren aus der Veräußerung von Marken in Höhe von T€ 15.877 (Vorjahr: T€ 9.703 Veräußerung von nicht bilanziertem Produktions Know How), der Auflösung von Rückstellungen T€ 43 (Vorjahr: T€ 47), Erlöse aus Sachbezügen T€ 51 (Vorjahr: T€ 59), Erlösen aus Anlageverkäufen T€ 5 (Vorjahr: T€ 564) und Kursgewinn T€ 0 (Vorjahr: T€1).

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind keine Aufwendungen für Altersversorgung enthalten.

2021
T€
2020
T€
Lohn und Gehalt 10.172 11.633
Aufwendungen und Restrukturierung 1.825 4.327
Soziale Abgaben 1.907 2.194
Summe 13.094 18.154

Auch in 2021 wurden Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung gem. § 285 Nr. 31 HGB für die Abwicklung der geplanten Betriebsschließung verzeichnet. Diese spiegeln sich hauptsächlich im Personalaufwand in Höhe von T€ 1.825 (Vorjahr T€ 4.327) wider.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 2.599 enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Instandhaltungen, Energie, Miete sowie für Beratung und Weiterbildung.

Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen nach § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB betragen T€ 6 (Vorjahr: T€ 8).

Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 4) und Zinserträge in Höhe von T€ 680 (Vorjahr: T€ 317) enthalten. Darüber hinaus gab es Zinsaufwendungen von T€ 184 (Vorjahr Zinsaufwand: T€ 405) basierend auf der Fristigkeit der Rückstellung im Zusammenhang mit der Betriebsschließung.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des §251 HGB bestehen nicht.

SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Fällig < 1 Jahr
T€
Fällig 2-5 Jahre
T€
Fällig > 5 Jahre
T€
Mietverpflichtungen 308,4 126,0 0,0
Leasingverpflichtungen 8,5 0,0 0,0
Summe 316,9 126,0 0,0

Die Mietverpflichtungen basieren aufgrund des zum 30. Juni 2023 gekündigten Mietvertrages infolge der Betriebsschließung. Derzeit sind keine weiteren zukünftigen Verpflichtungen aufgrund der Übergabe des Gebäudes bekannt.

Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit der TFX Holding GmbH, Fellbach wurde das Jahresergebnis in Höhe von T€ 17.963 an die Gesellschafterin abgeführt.

Anzahl der Beschäftigten

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 waren durchschnittlich 155 (Vorjahr: 194) gewerbliche Arbeitnehmer und 47 (Vorjahr: 49) Angestellte, zusammen 202 (Vorjahr: 243) Arbeitnehmer, beschäftigt.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Am 04. Mai 2022 schlossen die Parteien einen Nachtrag zum lnteressenausgleich und zum Sozialplan mit dem lnhalt, dass es Medical Service überlassen bleibt, bis zu zwölf indirekte Arbeitnehmer (Verwaltung) über den 31. Dezember 2022 hinaus zum Zweck der Abwicklungsarbeiten bis längstens zum 31. März 2023 zu beschäftigen. Die Restrukturierung erfolgt ansonsten wie geplant.

Auswirkungen bis zur Betriebsschließung durch die Covid-19 Pandemie sowie durch die aktuelle Situation infolge des Ukraine-Krieges sehen wir zurzeit nicht.

Mutterunternehmen

Oberstes Mutterunternehmen ist die Teleflex Inc., Wayne, Pennsylvania/USA. Der Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig größten Kreis von Unternehmen, in den der Abschluss der Gesellschaft mit einbezogen wurde, ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich. Der Kreis der verbundenen Unternehmen der Gesellschaft umfasst das oberste Mutterunternehmen, die Teleflex Inc., Wayne, Pennsylvania/USA, und sämtliche Tochterunternehmen dieses Mutterunternehmens. Der Konzernabschluss der Teleflex Inc., Wayne, Pennsylvania/USA, für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis an Unternehmen ist am Sitz der Gesellschaft bzw. auf der Homepage der Gesellschaft erhältlich und wird von der TFX Holding, Fellbach, in deutscher Übersetzung im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2021 die Herren:

Hans-Peter Goldmann, Vice President of Sales and General Manager, Kernen im Remstal

Mark Condon, Senior Director of Finance, International Operations, Dooradoyle, Limerick, Irland

James Winters, Corporate VP Manufacturing and Supply Chain, Global Operations, Cork, Irland

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da kein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhält.

Bezüge an ehemalige Geschäftsführer wurden nicht geleistet.

 

Bad Liebenzell, den 9. August 2022

Geschäftsführer

H.-P. Goldmann

J. Winters

M. Condon

Anlagenspiegel

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2021
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 429.495,25 791,10 0,00 9.024,88 439.311,23
  429.495,25 791,10 0,00 9.024,88 439.311,23
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.702,59 0,00 0,00 0,00 34.702,59
Technische Anlagen und Maschinen 9.281.977,82 136.421,45 47.839,50 97.006,65 9.467.566,42
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.611.975,92 121.236,15 11.979,42 19.346,44 3.740.579,09
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 125.377,97 0,00 0,00 -125.377,97 0,00
  13.054.034,30 257.657,60 59.818,92 -9.024,88 13.242.848,10
  13.483.529,55 258.448,70 59.818,92 0,00 13.682.159,33
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021
Zugänge
Abgänge
31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 396.502,25 23.552,98 0,00 420.055,23
  396.502,25 23.552,98 0,00 420.055,23
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.073,59 1.753,00 0,00 33.826,59
Technische Anlagen und Maschinen 6.231.939,60 2.639.974,00 47.369,50 8.824.544,10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.017.997,86 340.021,26 17.934,99 2.340.084,13
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  8.282.011,05 2.981.748,26 65.304,49 11.198.454,82
  8.678.513,30 3.005.301,24 65.304,49 11.618.510,05
Buchwert
31.12.2021
31.12.2020
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.256,00 32.993,00
  19.256,00 32.993,00
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 876,00 2.629,00
Technische Anlagen und Maschinen 643.022,32 3.050.038,22
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.400.494,96 1.593.978,06
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 125.377,97
  2.044.393,28 4.772.023,25
  2.063.649,28 4.805.016,25

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Medical Service GmbH, Bad Liebenzell

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Medical Service GmbH, Bad Liebenzell, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Medical Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 9. August 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefanie Fink, Wirtschaftsprüferin

ppa. Anja Puchinger, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 29.08.2022 festgestellt.

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