Richter Aluminium GmbH
Drei Linden 14, 77746 Schutterwald, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Domann seit 13.12.2023 | Prokura |
Susann Gerlinde, geb. Schwäbe Happle seit 13.12.2023 | Prokura |
Tobias Kreutzer seit 15.1.2021 | Geschäftsführer |
Marco Kohns seit 15.3.2018 | Prokura |
Raimund Waselikowski seit 19.7.2007 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
Johannes von Salmuth | 25.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Richter Aluminium GmbHSchutterwaldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Richter Aluminium GmbHSchutterwaldI. Grundlagen der Gesellschaft Das Geschäft der Gesellschaft ist der Handel, die Herstellung, die Bearbeitung und der Vertrieb von Aluminium und Aluminiumerzeugnissen und damit verbundene Dienstleistungen. Die Absatzmärkte sind neben den deutschsprachigen Ländern weitere Länder der Europäischen Union. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs / Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat nach Angaben des statistischen Bundesamtes das Jahr 2023 mit einem Rückgang von -0,3 % des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes im Vergleich zum Vorjahr abgeschlossen. Grund hierfür sind im Wesentlichen die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen. 1 Im Jahr 2022 konnte die deutsche Wirtschaft das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt noch um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr steigern. 2 Getrieben von hohen Preissteigerungsraten in den Bereichen Energie und Nahrungsmittel sowie von einer hohen Kerninflation betrug die Inflationsrate 5,9 % im Jahresmittel 2023 gegenüber 2022. 3 Das Jahr 2023 zeichnete sich gemäß dem Konjunkturbericht des Verbands Gesamtmetall in der Metall- und Elektroindustrie durch einen Rückgang des Auftragsvolumens um 4,9 % gegenüber dem Vorjahr aus. Nur aufgrund von Nachholeffekten im ersten Halbjahr 2023, die auf einer verbesserten Materiallage und aufgestauten Aufträge basierten, konnte im Jahresmittel 2023 noch eine Erholung der Produktionsleistung von 3,0 % verbucht werden. 4 Statistisches Bundesamt - https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf?_ blob=publicationFile
1 Statistisches Bundesamt -
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/02/PD23_070_811.html
Der für die Gesellschaft relevante Markt für Aluminiumhalbzeuge verzeichnete in Deutschland im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang der Produktionsmenge von -8,9 % und in der Teilgruppe der extrudierten und gezogenen Produkte einen Rückgang der Produktionsmenge von -15,2 %. 5 Der Rückgang unseres Absatzvolumens im Geschäftsjahr 2023 ist mit -23,7 % sogar noch deutlicher ausgefallen. Bedingt hierdurch wurde ab November 2023 für die Gesellschaft "Kurzarbeit" eingeführt. Der Fokus der Vertriebsaktivitäten lag auf der Pflege unserer Bestandskunden. Die Weitergabe von Kostenerhöhungen an die Kunden stellte uns, vor dem Hintergrund teils dramatischer Preissprünge, vor eine große Herausforderung und wird uns teilweise auch im kommenden Geschäftsjahr fordern. Im Laufe des Geschäftsjahres konnte die bestehende Energieerzeugung mit Photovoltaik- Anlagen auf eine Leistung i. H. v. 2,5 MW ausgebaut werden. Hierzu wurden die Dächer der beiden Hallen genutzt. Der Jahresbedarf an Strom wird somit bereits jetzt mit einem Anteil von 35 % aus erneuerbaren Energien am Standort gedeckt. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden insgesamt 149 Mitarbeiter-/innen, davon 6 Auszubildende beschäftigt. Im ersten Halbjahr wurden Auftragsspitzen, soweit möglich, durch Leiharbeitskräfte abgefangen. Auf eine Weiterqualifizierung der Mitarbeiter, welche sowohl intern als auch extern erfolgt, wird sehr hohen Wert gelegt.
5 Aluminium Deutschland e. V. - Aluminium
Production Germany Semi-finished Products, December 2023
III. Darstellung der Lage der Gesellschaft 1. Analyse der Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich auf TEUR 50.803 gegenüber TEUR 49.108 im Vorjahr. Das Anlagevermögen ist um TEUR 1.226 gestiegen. Die Zugänge beliefen sich dabei auf TEUR 4.730 und die Abschreibungen auf TEUR 3.405. Das Vorratsvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.507 gesunken. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 1.132 gesunken. Die wesentlichen passivischen Veränderungen resultieren aus einer Steigerung des Eigenkapitals um TEUR 5.193, einer Erhöhung der Steuerrückstellungen um TEUR 2.491 sowie einer Verringerung der sonstigen Rückstellungen um TEUR 313 und eines Rückgangs der Verbindlichkeiten um TEUR 5.677. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 652 (Vorjahr: TEUR 1.907). Die Eigenkapitalquote beträgt 65 % (Vorjahr 55 %). 2. Analyse der Ertragslage Die Umsatzerlöse liegen mit TEUR 109.591 deutlich unter dem Vorjahr (TEUR 150.821). Maßgeblich hierfür ist der Absatzrückgang um 23,7 % auf 20.700 Tonnen. Im Vorjahr betrug der Absatz noch 27.133 Tonnen. Die Materialaufwandsquote, bezogen auf die Gesamtleistung, ist auf 68,5 % im Berichtsjahr gegenüber 74,9 % im Vorjahr gesunken. Die Personalaufwandsquote beträgt 9,0 % nach 6,7 % im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um TEUR 515 unter dem Vorjahr. Das Zinsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 250 auf TEUR 192 deutlich verbessert. Die Bruttoumsatzrendite (EBT/Umsatz einschl. Bestandsveränderung) liegt bei 13,1 % (Vorjahr 11,2 %) und konnte mit einem EBT 14.237 TEUR (Vorjahr 16.964 TEUR) schließen. Der Cash-Flow (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen und Veränderung Rückstellungen) beträgt 15.777 TEUR nach TEUR 20.101 im Vorjahr. 3. Analyse der Finanzlage Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen - ggf. unter der Ausnutzung von Skonti - zu erfüllen. Die Tilgungen der bestehenden Darlehen erfolgten pünktlich und in voller Höhe zum jeweiligen Fälligkeitstag. Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Im Jahresverlauf konnten Zinserträge i.H.v. 305 TEUR erwirtschaftet werden. Zum Stichtag betragen die liquiden Mittel 32 % der Bilanzsumme. IV. Chancen- und Risikobericht Der Risikovorsorge wurde in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wertberichtigungen gebildet worden. Darüber hinaus wird ein konsequentes Forderungsmanagement betrieben. Zur Absicherung möglicher Ausfälle besteht eine Warenkreditversicherung. Bei Kunden, bei denen seitens des Versicherers kein Warenkreditlimit bestand, wurden die Geschäfte per Vorkasse abgewickelt. Bestehende Verkaufskontrakte sind in der Regel durch Einkaufskontrakte gedeckt. Externe Faktoren in den Absatzmärkten können zu Veränderungen führen, von denen sich die Gesellschaft nicht abkoppeln kann. Zur Risikominimierung soll die heterogene Absatzstruktur weiter gefestigt werden. Es bestehen Chancen zu einer weiteren Verbesserung der Ertragssituation durch Einführung neuer Produkte, einer damit verbundenen Verbesserung der Auslastung, der Optimierung des Produktmix, der Akquisition neuer Kunden, sowie durch eine weitere Verbesserung der operativen Leistungsfähigkeit im Hinblick auf Produktivität und Qualität. Die Erschließung und Hebung dieser Potenziale bleiben auch im Jahr 2024 unser oberstes Ziel. Zum weiteren Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien am Standort planen wir mit der Inbetriebnahme von zwei gebrauchten Windenergieanlagen in den kommenden Jahren. Die geplante Gesamtleistung der Anlagen beträgt 3,6 MW. Wir rechnen mit einer jährlichen Stromerzeugung von ca. 2,8 Mio. kWh. Im Rahmen unseres Risikomanagements werden detaillierte Planungen erstellt und mit den monatlichen Ergebnissen abgeglichen, um Abweichungen frühzeitig zu analysieren und ggf. Maßnahmen ergreifen zu können. Zur Begrenzung der Risiken, die sich aus Angriffen auf die IT-Infrastruktur ergeben könnten, werden die Sicherheitslevel im Unternehmen kontinuierlich angehoben und die Systeme durch ein konsequentes Patchmanagement auf den aktuellen Stand gebracht und dadurch aufgetretene Lücken geschlossen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zur Vermeidung von Risiken im Umgang mit den Systemen und möglichen Gefahren intern und extern geschult. Im Bereich der Intrusion-Detection wird die Software eines Cybersecurity- Dienstleisters eingesetzt. Darüber hinaus wurde in ein Backup-System mit Schutz vor Verschlüsselung der Daten investiert. Ebenfalls wird der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) Rechnung getragen. Im Geschäftsjahr wurde eine Prüfung des rechnungslegungsbezogenen IT-Systems nach dem Prüfungsstandard ISA (DE) 315 (Revised 2019) "Identifizierung und Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Darstellungen" durchgeführt. Im Ergebnis wird uns bescheinigt, dass die Einhaltung der Ordnungsmäßigkeits-, Sicherheits- und Kontrollanforderungen angemessen gewährleistet sind und keine wesentlichen Widersprüche zum IDW RS FAIT 1 (Grundsätze ordnungsmäßige Buchführung bei Einsatz von Informationstechnologie) identifiziert werden konnten. Ein Marktpreis- und Beschaffungsrisiko stellt weiterhin auch die aktuelle Russland-Ukraine- Krise dar. Die Versorgungssicherheit in den Bereichen Aluminium-Rohstoffe und Energie können durch weitere Sanktionen und durch Sabotagen auf die Infrastruktur betroffen sein, was die Preissituation deutlich verschlechtern kann. Daraus könnten auch Umsatz- und Ergebnisrisiken für das Unternehmen entstehen. Derzeit sind die möglichen Auswirkungen auf die Gesellschaft und unser Geschäftsmodell weder quantifizierbar noch vollumfänglich abschätzbar. V. Prognosebericht Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geht von eingetrübten Aussichten für die deutsche Konjunktur aus und prognostiziert lediglich eine geringe Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,7 % für 2024, womit sich Deutschland in einer Stagnation befinden würde. 6 Die Bundesregierung nennt hierfür u. a. belastende Faktoren wie die außenwirtschaftliche Nachfrageschwäche und geopolitische Spannungen mit Verzögerungen bei Lieferketten. 7 Für das Jahr 2024 geht der Verband Gesamtmetall erneut von einer Senkung der Industrieproduktion aus, wodurch sich die im internationalen Vergleich weit unterdurchschnittliche Wirtschaftsentwicklung in Deutschland fortzusetzen droht. 8 Insbesondere im Hinblick auf die Nachfragesituation aus dem In- und Ausland, aber auch im Hinblick auf die gesamtkonjunkturelle Entwicklung stellt die Regulatorik der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union ein hohes Risikopotenzial für die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 und darüber hinaus dar.
6 Tagesschau -
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/wachstum-konjunktur-prognose-wirtschaftsweise-100.html
Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen rechnen wir bei gleichbleibendem Absatz mit einem deutlichen Rückgang von Roh- und Jahresergebnis. Unser langfristiger Plan zur Steigerung des Absatzes und der damit verbundenen Ausweitung der Kapazität am Standort Schutterwald soll weiterhin verfolgt werden.
Schutterwald, den 20. März 2024 Richter Aluminium GmbH Tobias Kreutzer, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023der Richter Aluminium GmbHSchutterwaldAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023der Richter Aluminium GmbHSchutterwald
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der Richter Aluminium GmbHSchutterwaldAmtsgericht Freiburg i.Br. HRB 480170A. GRUNDSÄTZE DER BERICHTERSTATTUNG Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Zur besseren Übersichtlichkeit sind bestimmte Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang dargestellt. Die Wertangaben im Anhang wurden auf volle EUR gerundet. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen dem Vorjahr. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die abnutzbaren Gegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, wobei die beweglichen Anlagegüter grundsätzlich linear abgeschrieben werden. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen geschätzt. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter i.S.d. § 6 Abs. 2a EStG wurde bis 2020 ein Sammelposten gebildet, welcher im Wirtschaftsjahr seiner Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Seit 2021 werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Soweit steuerlich eine volle Abschreibung auf digitale Wirtschaftsgüter im Jahr des Zugang zulässig war, wurde diese vereinfachungshalber auch handelsrechtlich vorgenommen (Mehrabschreibung TEUR 26). Zugänge bei den beweglichen Anlagegegenständen werden zeitanteilig abgeschrieben. Maschinengebundene Werkzeuge (Rezipienten) sind mit einem Festwert angesetzt. Nicht an Kunden weiterberechnete Press- und Stanzwerkzeuge werden einzeln aktiviert und linear auf drei Jahre bzw. entsprechend der Abnutzung abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, ggf. zum niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Als Herstellungskosten werden die produktionsbezogenen Vollkosten ohne Verwaltungs- und Vertriebskosten angesetzt. Sie werden in der Regel retrograd ermittelt. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für im Vorratsvermögen enthaltene Ersatzteile ist ein Festwert gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Ausfallrisiken durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen bewertet. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden anhand der Abzinsungszinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Bei den sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr wird auf eine Abzinsung verzichtet. Aufwendungen und Erträge aus Änderungen des Abzinsungssatzes sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS I. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens der Richter Aluminium GmbH
II. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind rechtlich zum Bilanzstichtag noch nicht entstandene Beträge in Form von Strom- und Energiesteuererstattungsansprüchen in Höhe von TEUR 171 enthalten. III. Latente Steuern Aus der Bildung einer Jubiläumsrückstellung ergibt sich am Stichtag eine Abweichung zwischen Handels- und Steuerbilanz. Auf das Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde verzichtet. Der unternehmensindividuelle Steuersatz für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer beläuft sich auf ca. 27 %. IV. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
V. Verbindlichkeiten Der Verbindlichkeitenspiegel der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Die Sicherheiten bestehen in Form von Grundschulden, Sicherungsübereignungen und Globalzession auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Über die genannten Sicherheiten hinaus bestehen in Bezug auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im branchenüblichen Umfang Eigentumsvorbehalte. VI. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen entfallen auf das Inland sowie auf die benachbarten europäischen Märkte.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 211 periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen und aus Anlageverkäufen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 83 aus Anlageabgängen enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 4 aus Steuernachzahlungen für Vorjahre enthalten. Aus der Anpassung der Jubiläumsrückstellung konnte der Zinsanteil nicht mit angemessenem Aufwand herausgerechnet werden. Für das Geschäftsjahr 2023 hat der Abschlussprüfer für seine Leistungen ein Gesamthonorar von TEUR 80 berechnet. Hiervon entfallen TEUR 30 auf die Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 3 auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 47 auf sonstige Beratungsleistungen. D. SONSTIGE ANGABEN Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 142 Mitarbeiter (Vorjahr: 146) beschäftigt, davon 106 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 108), 35 Angestellte (Vorjahr: 35) und 1 Aushilfe (Vorjahr: 3). Zum 31.12.2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 614. Innerhalb des nächsten Jahres sind von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen TEUR 196 fällig. Die Miet- und Leasingverträge haben Finanzierungsfunktion. Es besteht das Risiko in der Bindung an die Vertragslaufzeit sowie das Risiko eines sachgerechten Schätzwertes bei einer Rückgabeverpflichtung von Leasinggegenständen. Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist Herr Tobias Kreutzer, Oberkirch. Der Beruf ist identisch mit der Organstellung. Mitglieder des Beirats sind: Herr Frank Aehlen, Dipl.-Kaufmann (Vorsitzender) Herr Johannes Freiherr von Salmuth, Dipl.-Volkswirt (stv. Vorsitzender) Herr Gebhard Freiherr von Salmuth, Dipl.-Kaufmann Herr Georg Duffner, Dipl.-Volkswirt Herr Dr. Friedrich Sommer, Dr. rer. nat. Dipl.- Chemiker Bezüglich der Geschäftsführerbezüge wird die Erleichterungsvorschrift gemäß § 286 IV HGB in Anspruch genommen. Die Bezüge des Beirats betrugen für 2023 TEUR 609. Die Geschäftsführung schlägt vor, für das Geschäftsjahr 2023 einen Betrag in Höhe von TEUR 5.000 auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Die Geschäftsführung geht davon aus, negative Einflüsse der Energiekrise mit entsprechenden Maßnahmen auch in 2024 begrenzen zu können. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind: Der fortwährende Russland-Ukraine-Konflikt sowie die Inflation - wenn auch abgeschwächt - stellen ein gesamtwirtschaftliches Risiko dar. Es ist derzeit nicht abschätzbar, wie sich dessen Entwicklung und die damit eventuell verbundenen Restriktionen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken.
Schutterwald, den 20. März 2024 Richter Aluminium GmbH gez. Tobias Kreutzer, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Richter Aluminium GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Richter Aluminium GmbH, Schutterwald, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Richter Aluminium GmbH, Schutterwald, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lahr/Schw., den 20. März 2024 BTG
gez Barbara Henninger, Wirtschaftsprüferin gez. Patrick Schilli, Wirtschaftsprüfer Beschluss über die Feststellung des JahresabschlussesDie Gesellschafterversammlung der Richter Aluminium GmbH, Schutterwald, hat am 25.05.2024 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt. Beschluss über die ErgebnisverwendungAus dem Jahresergebnis 2023 werden laut Beschluss vom 25.05.2024 TEUR 5.000 ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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