Volksbank Flein-Talheim eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Markus Moritz seit 13.2.2025 | Vorstandsmitglied |
Fabian Schnabel seit 18.7.2021 | Vorstandsmitglied |
Ralf Spahr seit 18.1.2013 | Prokura |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Volksbank Flein-Talheim eGFleinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gliederung des Lageberichts A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage C. Risiko- und Chancenbericht D. Prognosebericht A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Die Kernaufgabe unserer Genossenschaftsbank besteht darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Geschäftszweck der Bank als Kreditinstitut ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder und Kunden. In unserem Kerngeschäftsgebiet, dass sich auf den Wirtschaftsraum der Stadt Heilbronn und den Landkreis Heilbronn mit den Gemeinden Flein und Talheim erstreckt, sind wir mit zwei Geschäftsstellen im Markt präsent. Die Bank hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft. Das Institut nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Die Bank gehört der BVR-Institutssicherung an. Das Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % in 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch. Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,8 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es zu rückläufigen Ausgaben. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 %) erheblich weniger aus, trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,7 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,8 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei. Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0 % nach +4,0 %). Hier stützen die abnehmenden Lieferengpässe die Entwicklung, die eine sukzessive Abarbeitung der aufgestauten Auftragsbestände ermöglichten. Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich, trotz eines witterungsbedingt günstigen Jahresauftakts, um 2,1 %. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem der Wohnungsbau noch stärker als der Gewerbebau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Alles in allem gingen von den Bruttoanlageinvestitionen kaum Impulse für das preisbereinigte Wirtschaftswachstum aus. Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 1,8 % beziehungsweise 3,0 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Maßgeblich für den Rückgang des Exportgeschäfts war die im Jahresverlauf schwächer werdende weltwirtschaftliche Gangart. Zudem belasteten die hohen inländischen Energiekosten die deutschen Exportunternehmen, insbesondere in den energieintensiven Produktionsbereichen wie der chemischen Industrie. Dämpfend auf die Importe wirkte wiederum die schwache inländische Produktions- und Konsumentwicklung. Da die Importe jedoch stärker sanken als die Exporte, wirkte der Außenhandel als Ganzes rechnerisch mit einem Wachstumsbeitrag von +0,6 Prozentpunkten dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts entgegen. Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Befördert wurde das Einnahmenwachstum vor allem durch steigende Sozialbeiträge und höhere Verkaufserlöse, unter anderem aus Anhebungen von städtischen Gebühren und von Eintrittsgeldern für öffentliche Einrichtungen. Stärkste Treiber des Ausgabenwachstums waren Anpassungen bei den Renten und Pensionen sowie höhere Zinsaufwendungen. Hinzu kamen umfangreiche Mehrausgaben zur Abmilderung der Energiekrise, wie die Zahlungen für die Gas-, Fernwärme- und Strompreisbremsen der Bundesregierung. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 % im Vorjahr auf 2,0 % nach. Die staatliche Schuldenquote, die 2022 noch bei 66,1 % lag, dürfte auf rund 65 % gesunken sein. Erste amtliche Angaben zur Schuldenquote im Jahr 2023 werden voraussichtlich Ende April 2024 veröffentlicht. Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um rund 300.000 auf einen neuen Rekordwert von gut 45,9 Millionen Menschen. Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßnahmen und rückläufiger Notierungen für Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um unterdurchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um 12,4 %, nach einer Erhöhung um 13,4 % im Vorjahr. Finanzmärkte Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahre 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Beide Notenbanken erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in der Volksrepublik China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen jedoch eher positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 %, nachdem sie im Januar 2023 noch bei mehr als doppelt so hohen 6,4 % gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 % auf 2,9 % gefallen. Zwar entwickelte sich die für die Geldpolitik maßgebliche Kernrate, die um die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrung bereinigt ist, weniger dynamisch. Sie fiel in den USA von 5,6 % auf 3,9 % und im Euroraum von 7,1 % auf ebenfalls 3,9 %. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem in der Jahresendrallye deutlich zulegten. Die US-Notenbank Fed beendete am 27. Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,25 % bis 5,5 %. Damit erhöhte die Fed ihre Zinsen 2023 noch um 100 Basispunkte, nachdem sie 2022 mit 425 Basispunkten das Gros ihrer geldpolitischen Reaktion auf den Inflationsschock bereits vollzogen hatte. Den Abbau ihrer Bestände an Staatsanleihen und Mortgage-Backed-Securities (hypothekarisch besicherte Wertpapiere) setzte die US-Notenbank in dem von ihr 2022 festgelegten Tempo fort. Von August bis Dezember 2023 hielt die Fed ihre Leitzinsen stabil und kündigte an, diesen Kurs bis ins Jahr 2024 beibehalten zu wollen. Senkungen der Leitzinsen schloss die Fed in ihrer Außenkommunikation auch für 2024 bis zu jenem, noch zu erreichenden Zeitpunkt aus, an dem die Inflation gesichert zum Zielwert von 2 % zurückkehrt. Weitere Zinserhöhungen hielt sie sich für den Fall wieder steigender Inflation hingegen explizit offen, trotz zum Jahresende rückläufiger Kerninflationsraten. Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau, als die Einlagefazilität im Maximum bei 3,25 % gelegen hatte. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte an, es so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2 % wieder erreiche. Parallel zu ihren Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um dadurch ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken. Dadurch ging die zusätzliche Nachfrage der Notenbank an den Anleihemärkten deutlich zurück, die in der Niedrigzinsphase dazu gedient hatte, die langfristigen Zinsen durch Übernachfrage zu senken. Indem sie diese Nachfrage entzog, wollte die EZB diese Zinsen wieder steigen lassen und damit die Wirkung ihrer zuerst die kurzen Fristen beeinflussenden Leitzinsen unterstützen. Ab Juli 2023 wurden fällig werdende Anleihen im Portfolio des 2014 eingeführten Programms APP nicht wieder reinvestiert, nachdem sie zuvor noch teilweise reinvestiert worden waren. Im Schnitt wurden 2023 monatlich ungefähr 27,6 Milliarden Euro APP-Volumen nicht wieder reinvestiert. Auf der letzten geldpolitischen Sitzung am 14. Dezember 2023 entschied die Notenbank zudem, fällig werdende Anleihen des 2020 aufgelegten Pandemiekaufprogramms PEPP ab Juli 2024 nur noch teilweise zu reinvestieren. Das Portfolio solle im Schnitt monatlich um 7,5 Milliarden Euro schrumpfen. Zum Jahresende 2024 sollen, laut Erklärung des EZB-Präsidiums, die Reinvestitionen komplett eingestellt werden. Das PEPP-Portfolio belief sich zum Jahresende 2023 auf rund 1,7 Billionen Euro, das APP-Portfolio auf rund 3 Billionen Euro. Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihenmärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Das Jahr begann, nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit einer Erholung der Märkte. In der Folge fielen die Renditen der Staatsanleihen. So belief sich die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe am 2. Februar 2023 auf 2,07 %, nach noch 2,56 % an Neujahr. Aufgrund der weiterhin restriktiven Politik der Notenbanken stiegen die Renditen danach jedoch wieder an. In der Spitze erreichte die zehnjährige Bundesanleihe am 02. März 2023 eine Rendite von 2,75 %. Im Zuge der US-Regionalbankenkrise und der Schieflage der Credit Suisse, die zu einer von den Schweizer Behörden organisierten Zusammenlegung mit dem Schweizer Konkurrenten UBS führte, fiel diese Rendite jedoch bis zum 20. März auf 2,1 % zurück. Dieses Auf und Ab setzte sich im weiteren Jahresverlauf fort. Im Vorfeld der geldpolitischen Sitzungen der Notenbanken, vor allem der Fed und der EZB, stiegen oder fielen die Renditen teils deutlich. Im Nachgang der Sitzungen setzte in der Regel eine zum Vorfeld gegenläufige Korrektur ein. Gleiches galt für neue Inflationszahlen aus den USA oder Europa. Bis Ende September tendierten die Renditen dabei aufwärts und die Kurse abwärts. Die zehnjährige Bundesanleihe erreichte ihre maximale Rendite von 2,97 % am 28. September 2023. Im vierten Quartal und insbesondere zum Jahresende erholten sich die Kurse der Anleihen jedoch deutlich, wodurch die zugehörigen Renditen sanken. Die zehnjährige Bundesanleihe erwirtschaftete zum Jahresende mit 2,03 % ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang. Ähnlich entwickelten sich andere Anleihen des Euroraumes, während amerikanische und britische Anleihen zwar ebenfalls Kursgewinne zum Jahresende verzeichneten, wegen der unterschiedlichen Zinszyklen damit aber nur auf die Niveaus des Jahresauftakts zurückfielen. Die Anleihen folgten hierbei den Erwartungen der Märkte an eine 2024 deutlich sinkende Inflation mit entsprechenden Leitzinssenkungen der Notenbanken. Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte erhöhte, während die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen um niedrigere 100 Basispunkte anhob. Dies verringerte den Zinsabstand der großen Währungsräume und ließ den Euro als Devise attraktiver werden. Weiterhin profitierte die Gemeinschaftswährung von der insgesamt erfolgreichen Selbstverteidigung der Ukraine gegen Russlands Invasion. Diese ließ Sorgen um ein Übergreifen der russischen Aggression auf andere europäische Staaten stärker in den Hintergrund treten. Der geopolitische Risikoabschlag des Euro gegenüber dem Dollar sank auf das Gesamtjahr gesehen. Dennoch blieb der Euro relativ zum US-Dollar anfällig und reagierte insbesondere auf Veränderungen der geopolitischen Lage und das Zinsverhalten der EZB. So sank der Euro vom 30. August bis zum 13. Oktober von 1,09 auf 1,05 US-Dollar. In dieser Zeitspanne beendete die EZB einerseits ihre Zinserhöhungen, während andererseits die Hamas mit ihren Terrorangriffen auf Israel einen kriegsähnlichen Konflikt entfachte. Da dieser Konflikt im weiteren Verlauf des Jahres 2023 aber weitgehend isoliert blieb und die Finanzmärkte zum Jahresende für die Fed bereits deutliche Leitzinssenkungen im Jahr 2024 einpreisten, konnte sich der Euro wieder erholen und mit 1,10 Dollar das Jahr 2023 beschließen. Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 1. Januar bis zum 9. März 2023 um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Dies löste einen Schock auf den Aktienmärkten aus. Der DAX etwa verlor bis zum 17. März 2023 5,5 % seines Kurswertes. Die Verluste konzentrierten sich dabei auf Finanzwerte. Zugleich führte die Unsicherheit in den USA, aber auch global zu größeren Bewegungen von Bankeinlagen, insbesondere von solchen oberhalb der Einlagensicherungsgrenzen. Die Krise kulminierte mit der Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS am 19. März 2023, die die Schweizer Behörden zur Abwicklung der erstgenannten Bank organisiert hatten. Dieser Akt konnte die Märkte beruhigen und ermöglichte eine Erholung der Aktienmärkte von dem kurzzeitigen Einbruch. Diese Erholung flachte zum Sommer hin ab, setzte sich aber trotz wiederkehrender Volatilität insbesondere um die Leitzinsentscheide der Notenbanken fort. Ende Juli notierte der DAX bei 16.446,83 Punkten und damit 18,1 % über seinem Jahreseinstandswert. Über den Spätsommer und beginnenden Herbst gingen die Kurse wieder leicht zurück, nachdem sich optimistische Einschätzungen des ersten Halbjahres nicht oder nur teilweise bewahrheitet hatten. Diese Korrektur erreichte ihren Tiefpunkt mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, auf den Israel mit einer Militäroffensive gegen die Hamas im Gazastreifen antwortete. Der DAX verlor im Oktober 4,3 % und fiel damit auf 14.716,54 Punkte zurück. Da der Konflikt bis zum Jahresende weitgehend auf den Gazastreifen begrenzt blieb, setzte im November bereits eine neuerliche, vorsichtige Erholung an den Aktienmärkten ein. Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wäre. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum Euro Stoxx 50, der 19,2 % zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 und der Nasdaq Composite. Letztere konnten 24,2 % beziehungsweise 43,4 % zulegen. Branchenbezogene Entwicklung Die 697 deutschen Genossenschaftsbanken haben im Geschäftsjahr 2023 nach vorläufigen Zahlen ihren Jahresüberschuss vor Steuern um 6,2 Milliarden Euro auf 10,7 Milliarden Euro gesteigert. Ein im Vergleich zum Vorjahr höherer Zins- und Provisionsüberschuss sowie der Wegfall temporärer Wertberichtigungen auf die eigenen Wertpapieranlagen haben die Ergebnissituation deutlich verbessert. Zudem stieg das bilanzielle Eigenkapital um 3,2 % auf 64 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund mehrerer belastender Faktoren wie einem stark rückläufigen Wohnungsneubau und einer schwachen Kreditnachfrage der Firmenkunden infolge der wirtschaftlichen Stagnation hat sich das Kundengeschäft zufriedenstellend entwickelt. Die Kreditbestände insgesamt stiegen um 2,6 % auf 777 Milliarden Euro. Der Marktanteil erhöhte sich um 0,3 % auf 18,1 %. Der Bestand an Firmenkundenkrediten wuchs um 3,8 % auf 414 Milliarden Euro. Der Marktanteil legte um 0,5 % auf 22,4 % zu. Auf der Privatkundenseite wuchsen die Kreditbestände um 1,3 % auf 363 Milliarden Euro. Die Marktanteile erhöhten sich um 0,2 % auf 24,1 %. Auf der Einlagenseite eröffnete das gestiegene Zinsniveau den Kunden der Genossenschaftsbanken wieder attraktive Anlagemöglichkeiten in klassischen Fest- und Termingeldern oder Sparbriefen. Viele Kunden schichteten ihre während der Coronapandemie gebildeten hohen Sichteinlagenbestände in höher verzinsliche Produkte um. Anderseits belasteten die höheren Lebenshaltungskosten infolge der Inflation die Sparfähigkeit der Kunden. Im Ergebnis blieben die Kundeneinlagen der Genossenschaftsbanken mit 860 Milliarden Euro nahezu konstant (minus 0,2 %). Bei Termineinlagen lag das Plus bei 166,3 % oder 93 Milliarden Euro. Bei Sparbriefen sogar bei 260,1 %, was einem Plus von 15 Milliarden Euro entspricht. Täglich fällige Einlagen hingegen sanken erwartungsgemäß um 77 Milliarden Euro oder 12,3 %. Im Berichtszeitraum ist der Zinsüberschuss um 15,4 % auf 20,6 Milliarden Euro gestiegen. Dabei vervierfachten sich die Zinsaufwendungen auf 7,2 Milliarden Euro, vor allem aus Umschichtungen von Kundengeldern in höherverzinsliche Einlagen. Die Zinserträge wuchsen um 41,5 % auf 27,8 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss legte unter anderem wegen eines regen Vermittlungsgeschäfts gemeinsam mit den Verbundpartnern um 4,3 % auf 6,5 Milliarden Euro zu. Der allgemeine Verwaltungsaufwand stieg um 5,5 % auf 16,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit (Teilbetriebsergebnis) wuchs um 25,7 % auf 10,5 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg um 23,1 % auf 11,6 Milliarden Euro. Das Bewertungsergebnis erreichte minus 698 Millionen Euro. Bei der Risikovorsorge im Wertpapierbereich zeigten sich mit 1,4 Milliarden Euro erste Wertaufholungen, nachdem im Jahr 2022 mit minus 5,7 Milliarden Euro noch sehr hohe Abschreibungen im Depot A infolge der Zinswende das Ergebnis reduzierten. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft spiegelt die gedämpften Konjunkturaussichten, den Zinsanstieg und die Zunahme der Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen wider. Die Abschreibungen im Kreditgeschäft der Genossenschaftsbanken summieren sich im Jahr 2023 voraussichtlich auf minus 1,5 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg deutlich um 6,2 Milliarden Euro auf beachtliche 10,7 Milliarden Euro. Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken werden voraussichtlich 4 Milliarden Euro zugeführt. Nach Steuern bleibt damit ein Jahresüberschuss von 3,5 Milliarden Euro. Die Genossenschaftsbanken haben ihre gute Ergebnisentwicklung dazu genutzt, ihr Eigenkapital weiter zu stärken. So stieg das bilanzielle Eigenkapital im Berichtszeitraum um 3,2 % auf 64 Milliarden Euro. Die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) legten um 4,8 % auf 17 Milliarden Euro. Die regulatorischen Eigenmittel nach CRR wuchsen um 3,9 % auf 111,5 Milliarden Euro. Das Kernkapital legte um 3,9 % auf 103,2 Milliarden Euro zu. Die (harte) Kernkapitalquote stieg um 0,32 % auf komfortable 15,63 %. Im Jahresvergleich hat sich die Gesamtkapitalquote von 16,54 % um 0,35 Prozentpunkte auf 16,89 % erhöht. Somit wurde wie in den vorangegangenen Jahren der Mindeststandard von 8 % deutlich übertroffen. Die Institute sind insgesamt gut kapitalisiert für weiteres Wachstum und für Risikoszenarien. (Quellen: Rundschreiben des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken vom 24.01.2024; Pressemitteilung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken zur Pressekonferenz vom 06.03.2024) 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limitsystemen. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen: Als Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) festgelegt. Das Betriebsergebnis vor Bewertung ist das um Bewertungsergebnisse und betriebswirtschaftlich außerordentliche Faktoren bereinigte Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Der strategische Zielwert beträgt 0,6 %. Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio im weiteren Sinne (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen, Abschreibungen und sonstige Steuern zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen dar. Bei der Berechnung werden betriebswirtschaftlich außerordentliche Faktoren ebenfalls eliminiert. Der Zielwert für die CIR beträgt 60,0 %. Das Wachstum der bilanziellen Kundenkredite definieren wir als Indikator für die zukünftige Ertragskraft und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Wir streben bei den Kundenkrediten (Bilanzposition A4) ein strategisches Wachstum von mindestens 3,0 % p.a. an. Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dienen die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote nebst harter Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR, die sich aus den Eigenmitteln des Instituts (ausgedrückt als Prozentsatz des Gesamtrisikobetrages) bzw. aus dem Eigenkapital des Instituts (ausgedrückt als Prozentsatz des Gesamtrisikobetrags) ermittelt. Der Zielwert beträgt 17,0 % für die Gesamtkapitalquote und 15,0 % für die harte Kernkapitalquote. Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs Die Kundenforderungen sind gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um 0,8 % zurückgegangen. Auch bei den Kundeneinlagen war ein Rückgang von 1,7 % zu verzeichnen. Damit lag das Wachstum deutlich unter dem Planwert. Das prognostizierte Wachstum von 4,4 % konnte insbesondere infolge der rückläufigen Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen im Zusammenhang mit dem Anstieg des Zinsniveaus, der Baupreisentwicklung sowie der Inflation nicht erreicht werden. Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar: Unser Betriebsergebnis vor Bewertung verbesserte sich insbesondere aufgrund des höheren Zinsüberschusses deutlich. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS betrug 0,91 % und erhöhte sich im Vorjahresvergleich um etwa ein Drittel. Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 66,9 % (Vorjahr: 71,5 %). Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 16,2 %; ein Zuwachs von 0,16 % gegenüber dem Vorjahr. Das geplante Wachstum bei den Kundenkrediten wurde - wie oben dargestellt - nicht erreicht. Im Übrigen hat die Entwicklung der bedeutsamsten Leistungsindikatoren unsere Erwartungen erreicht bzw. übertroffen.
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten) und 2 (Andere Verpflichtungen). Ursächlich für den Rückgang der Bilanzsumme waren die nicht erreichten Wachstumsziele im Kundengeschäft, insbesondere bei den Kundenkrediten. Die außerbilanziellen Geschäfte liegen unter Vorjahresniveau, da unser Bestand an unwiderruflichen Kreditzusagen durch erfolgte Kreditauszahlungen zurückgegangen ist.
Im Geschäftsjahr war das Kundenkreditgeschäft, insbesondere bei Immobilienfinanzierungen rückläufig. Ursache hierfür war eine rückläufige Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen infolge des Anstieges der Leitzinsen der EZB, einer hohen Inflationsrate sowie signifikant gestiegener Baupreisen. Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes liegt im Bereich der Privatkunden insbesondere bei privaten Immobilienfinanzierungen, die rund 60 % unseres Kreditportfolios ausmachen. Die Kreditvergabe an Firmenkunden betraf schwerpunktmäßig Unternehmensfinanzierungen des regionalen Mittelstands. Größte Branche ist die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft mit Schwerpunkt Wohnimmobilien. Die von uns ausgereichten Kredite bewegen sich zu mehr als 60 % in den Größenklassen zwischen TEUR 0 und TEUR 1.000. Bei den Wertpapieranlagen waren keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen. Fällige Wertpapieranlagen wurden in aller Regel wieder angelegt.
In der Struktur des passiven Kundengeschäfts waren Umschichtungseffekte von den Spareinlagen in Termingelder zu beobachten. In diesem Bereich haben wir neue Produkte mit einer attraktiveren Verzinsung angeboten. Saldiert war dennoch ein Rückgang an Kundeneinlagen vorhanden.
Die Vermittlungserträge sind gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Hiervon betroffen sind insbesondere die Erträge aus der Vermittlung von Immobilien, die aufgrund des Einbruchs der Nachfrage nach Neubau- und Gebrauchtimmobilien stark zurückgegangen sind. 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 sowie abzüglich GuV-Posten 17 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Der Zinsüberschuss ist aufgrund der durch die EZB vorgenommenen Leitzinserhöhungen und dem hiermit verbundenen Zinsanstieg am Geld- und Kapitalmarkt gestiegen. Insbesondere bei den Kundeneinlagen erhöhten sich die Margen. Das Provisionsgeschäft hat sich entsprechend unserer Prognosen insgesamt leicht erhöht. Dabei verzeichnen die Erträge aus dem Zahlungsverkehr und der Kontoführung sowie dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft Zuwächse. Das Vermittlungsgeschäft mit den Verbundpartnern verlief insgesamt plangemäß. Die Erträge aus der Vermittlung von Immobilien waren aufgrund des Nachfrageeinbruchs bei Immobilien deutlich rückläufig. Der Rückgang des Personalaufwands ist auf eine leicht rückläufige Mitarbeiteranzahl zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind dagegen wegen höherer Aufwendungen für Datenverarbeitung, Instandhaltung und Beratung deutlich angestiegen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung konnte deutlich gesteigert werden. Das Bewertungsergebnis zeigt sich verbessert. Durch Zuschreibungen bei den Wertpapieren ergibt sich aus der Bewertung der Eigenanlagen ein positiver Ergebnisbeitrag. Der Bewertungsaufwand bei den Kundenforderungen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger. Infolgedessen stieg das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit deutlich an. b) Finanzlage Kapitalstruktur Mit einem Anteil von 74,4 % der Bilanzsumme haben die Kundeneinlagen einen maßgeblichen Anteil an der Kapitalstruktur der Passiva. Diese setzen sich überwiegend aus kurzfristig verfügbaren Kontokorrent-, Tagesgeld- und Spareinlagen zusammen. Diese Kundeneinlagen ermöglichen zusammen mit den Refinanzierungen bei Förderbanken die Finanzierung des Kundenkreditgeschäfts. Zusätzlich hat die Bank längerfristige Globalrefinanzierungen bei der genossenschaftlichen Zentralbank in Anspruch genommen. Die Gesamtkapitalquote der Bank betrug zum 31.12.2023 16,2 %. Das harte Kernkapital (CET 1) macht mit einer Quote von 15,2 % hierbei den Großteil des Eigenkapitals aus. Investitionen Ein wesentliches Investitionsvorhaben ist der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses in Heilbronn-Horkheim. Das Bauvorhaben wird zur Jahresmitte 2024 hin abgeschlossen sein. Die dort geschaffenen Wohn- und Gewerbeflächen werden langfristig vermietet. Die anderen getätigten Investitionen betreffen in erster Linie den Erhalt und den Ausbau der Leistungsfähigkeit unserer IT-Systeme. Liquidität Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht eine hohe Unabhängigkeit von den Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt. Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 100 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die Kennzahl bei 166,7 %. c) Vermögenslage Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen sowie den Fonds für allgemeine Bankrisiken. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen sowie zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital. Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR zu Eigenkapitalausstattung wurden eingehalten. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,17 %. Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Unsere Kundenforderungen, die nahezu vollständig mit einem VR-Rating geratet sind, setzen sich aus einem Firmenkundenanteil von 40,2 % und einem Privatkundenanteil von 59,8 % zusammen, wobei die wesentlichen Teile dieses Kreditvolumens aufgrund der regionalen Wirtschaftsstruktur und unserer geschäftspolitischen Ausrichtung auf den Immobilien- und Wohnungsbausektor entfallen. Die gesamten Kundenforderungen sind zu 95,1 % den Bonitätsklassen 1 bis 3 (nach dem Schulnotensystem) nach dem aktuellen Ratingstand zugeordnet. Die Zusammensetzung des Kundenkreditvolumens nach Größenklassen zeigt ebenfalls eine breite Streuung. Demnach sind 42,3 % des Kreditvolumens der Größenklasse "kleiner als TEUR 500" zuzuordnen. Unter diesen Gesichtspunkten und mit Blick auf die vorhandenen Kreditvergaberichtlinien und das Kompetenzsystem sehen wir hier aktuell keine erhöhten Risiken. Einzelne größere Ausleihungen sind vorhanden. Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Jahresende 2023 wieder entsprechend den handelsrechtlichen Vorgaben bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bzw. -rückstellungen und Vorsorgereserven nach § 340f HGB wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:
Die Wertpapiere verteilen sich auf öffentliche Emittenten (rund 10 %), Kreditinstitute (rund 30 %) und Unternehmensanleihen (rund 10 %). Etwa ein Viertel unserer Anlagen entfällt auf Investmentfondsanteile, wobei überwiegend Unternehmensanleihefonds sowie Immobilienfonds mit jeweils etwa 35 % des Fondsbestandes enthalten sind. Die festverzinslichen Anleihen nehmen einen Anteil von rund 90 % unseres Bestandes an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren ein. Bei den Wertpapieren im Anlagevermögen wurden 29,3 Mio. Euro mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr als gut. Das geplante Wachstum im Zinsertrag sowie im Provisionsüberschuss wurden vollständig erreicht. In dem für die Bank wichtigsten Geschäftsbereich, dem Geschäft mit Kunden, gingen die Bestände leicht zurück. Sowohl beim Kreditgeschäft als auch im Einlagengeschäft wurden die Wachstumsziele aus der Eckwertplanung nicht erreicht. Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr vollständig eingehalten wurden. Für erkennbare Risiken in den Kundenforderungen sind Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. C. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementsystem und -prozess Ziele des Risikomanagementprozess Die Ausgestaltung des Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategie. Hierin sind die strategischen Unternehmensziele unserer Bank und unsere geplanten Maßnahmen zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs beschrieben sowie das Grundverständnis des Vorstandes zu den wesentlichen Fragen der Geschäftspolitik dokumentiert. Die Unternehmensleitung trägt für das Risikomanagement die Gesamtverantwortung. Dabei wird sie durch den Bereich Gesamtbanksteuerung bei risikopolitischen Fragen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung der Geschäfts- und Risikostrategie sowie bei der Ausgestaltung eines Systems zum Controlling und Management von Risiken, unterstützt. Der Vorstand ist zuständig für die Entwicklung von Grundsätzen, Methoden und Standards des Risikocontrollings, das sich auf die Verfahrensentwicklung in der genossenschaftlichen Finanzgruppe (gFG) stützt. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion im Sinne der MaRisk wird vom Vorstandsmitglied Marktfolge ausgeübt. Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken unter der Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils unserer Risikopräferenz entsprechend. Dabei beachten wir die folgenden Grundsätze:
Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Die Kontrolle und das Management der Risiken sind für uns zentrale Aufgaben und an dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu steuern und zu überwachen sowie negative Abweichungen von der Erfolgs-, Kapital- und Liquiditätsplanung zu vermeiden. Risiken Risikoidentifizierung Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschaffen wir uns einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen einen Überblick über die Risiken unserer Bank. Als wesentliche Risiken werden diejenigen Risiken eingestuft, die aufgrund von Art und Umfang, eventuell auch durch deren Zusammenwirken, die Ertrags-, Liquiditäts- und Vermögenslage sowie die Kapitalausstattung wesentlich beeinträchtigen können. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt. Bei der Volksbank Flein-Talheim eG werden aktuell das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das Immobilienrisiko, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet. Risikobeurteilung Alle in der Risikoinventur als wesentlich bewertete Risiken werden anhand von Risikomessverfahren quantifiziert. Dabei verwendet die Bank vor allem Value-at-Risk-basierte Verfahren. Die laufende Quantifizierung potenzieller Verluste unter normalen Marktbedingungen wird zusätzlich um Szenarien für außergewöhnliche Ereignisse ergänzt (Stresstests). Dabei werden die aktuelle Portfoliosituation sowie unsere Geschäfts- und Risikostrategie berücksichtigt. Für die einzelnen Risikoarten findet in regelmäßigen Abständen eine Überprüfung der eingesetzten Methoden in Form von Validierungen, Angemessenheitsprüfungen und Backtestings statt. In diesem Kontext befassen wir uns auch mit den Annahmen und Grenzen der verwendeten Modelle. Risikoberichterstattung Für die Risikoberichterstattung bestehen feste Kommunikationswege und ein festgelegter Empfängerkreis. Das regelmäßige Berichtswesen umfasst unter anderem die Risiko- und Liquiditätstragfähigkeitsberechnung, Informationen zur Limitauslastung sowie Detailansichten zu den wesentlichen Risiken und bildet die Basis für Abweichungsanalysen (Soll-Ist-Vergleiche). Es dient als Grundlage für die Ableitung und Bewertung von Handlungsalternativen sowie für die Entscheidung und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikosteuerung. Anlassbezogen werden, bei sich abzeichnenden oder eintretenden starken Veränderungen, umgehend Analysen über die Auswirkungen auf die Risiko- und Ertragslage der Bank durchgeführt und es wird darüber berichtet. Risikotragfähigkeit und Liquiditätstragfähigkeit Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie. Es wird dabei unterschieden, ob die Risiken adäquat durch Kapital im Sinne des Risikodeckungspotenzials (Risikotragfähigkeit) bzw. durch hochliquide Aktiva als Liquiditätsdeckungspotenzial (Liquiditätstragfähigkeit) gedeckt werden können. Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive gemäß dem Leitfaden zur aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Bundesbank vom 24. Mai 2018 umgestellt. Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive werden die Eigenmittelanforderungen (Kapitalbedarf) den regulatorischen Eigenmitteln gegenübergestellt. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von drei Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Darüber hinaus werden in der normativen Perspektive auch Stressbetrachtungen vorgenommen. Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive war auf Grundlage der verwendeten Verfahren gegeben. Die Mindestanforderungen an das Kapital waren auch unter Berücksichtigung des adversen Szenarios eingehalten. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Darüber hinaus besteht unser Anspruch darin das aus den geschäftspolitischen Zielen abgeleitete ökonomische Gesamtrisikolimit, welches unserem Risikoappetit entspricht, ebenfalls zu decken. Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt. Die Ermittlung des Risikodeckungspotenzials erfolgt losgelöst von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive war auf der Grundlage der verwendeten Verfahren und des vorhandenen Risikodeckungspotenzials gegeben und stellte sich zum Berichtsstichtag wie folgt dar:
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Risikodeckungspotenzial in den Bestandteilen nicht wesentlich geändert. Die Veränderung im Risikodeckungspotenzial resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung des Barwertes. Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts. In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwendet die Bank die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Das bankintern festgelegte Mindestniveau der LCR beträgt 120,0 %. Die Liquidity Coverage Ratio betrug zum Berichtsstichtag 166,7 %. Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 124,8 %. Die erforderlichen aufsichtsrechtlichen Mindestgrößen wurden für beide Kennzahlen auf Grundlage der verwendeten Verfahren im gesamten Berichtsjahr eingehalten. Entsprechend unserer Gesamtbankplanung halten wir diese beiden Kennzahlen auch in unserem Planungszeitraum über drei Jahre ein. In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 24 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert; dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten. Risikoarten und Risikomessung Wir unterscheiden folgende Risikoarten in der ökonomischen Risikotragfähigkeitsermittlung, deren Limithöhe sowie Risikoauslastung in der nachstehenden Tabelle aufgeführt sind.
Im Hinblick auf die Umstellung der Risikotragfähigkeitskonzeption zum 1. Januar 2023 sind die dargestellten Risikomessungen zum 31. Dezember 2023 nicht mit denen des Vorjahrs vergleichbar. Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zugrunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor. Die Risikoartenlimite wurden auf Grundlage der verwendeten Verfahren eingehalten. Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration resp. der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft, im Eigengeschäft sowie weitere Kreditrisiken, wie beispielsweise das Ländertransferrisiko. Das Kreditrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts kann das Risiko mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eintreten und besitzt ein hohes Schadenspotenzial mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein. Dabei verwenden wir vorrangig die Verfahren der gFG. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Zum Bilanzstichtag ist nahezu der gesamte relevante Bestand geratet. Mit Hilfe der Steuerungssoftware VR-Control können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitig Maßnahmen einleiten. Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen und eine Diversifikation in viele Anlageklassen. Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Das Kreditvolumen war etwa zu drei Vierteln mit werthaltigen Sicherheiten unterlegt. Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht. Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem, unter anderem bezogen auf die Risikokonzentration im Bereich der Branchen implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk für 12 Monate) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit (anteilig: 3,0 Mio. EUR) zum 31. Dezember 2023 zu 53,7 % ausgelastet. Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit (anteilig 7,5 Mio. EUR) zum 31. Dezember 2023 zu 68,8 % ausgelastet. Kreditrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt, die nur das Adressenausfallrisiko abbildet. Das Marktrisiko des Fonds berücksichtigen wir mittels einer separaten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer. Marktpreisrisiken Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken. Das Marktrisiko stufen wir auf Basis der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann. Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir die klassische historische Simulation über eine eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit zum 31. Dezember 2023 zu 66 % ausgelastet. Ergänzend werden weitere barwertige Berichtsgrößen als zusätzliche Informationen bei geschäftspolitischen Entscheidungen berücksichtigt. Hierzu zählt die verlustfreie Bewertung des Zinsbuches nach IDW BFA 3 ["Einzelfragen der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs)"] sowie die Basel-II-Kennziffer. Liquiditätsrisiko Unter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, den Zahlungsverpflichtungen nicht uneingeschränkt und fristgerecht nachzukommen bzw. Finanzmittel nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können. Risikotreiber sind insbesondere das Refinanzierungskosten- und Zahlungsunfähigkeitsrisiko. Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich hohes Risiko. Zwar tritt das Risiko nach unserer Einschätzung mit lediglich sehr geringer Wahrscheinlichkeit ein, zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jedoch durch ein hohes Schadenspotenzial aus. Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank wird maßgeblich durch das Kundengeschäft bestimmt. Sie stellt die Basis der Liquiditätsausstattung dar. Das Liquiditätsrisiko wird unter Planungsannahmen und für Stressgegebenheiten ermittelt und dabei der Überlebenshorizont betrachtet. Operationelles Risiko Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Anhand der Risikoinventur stufen wir das operationelle Risiko als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Das Risiko hat eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und ein hohes Schadenspotenzial. Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen. Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden. Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare und die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten. Für die Risikomessung operationeller Risiken verwenden wir die historisch aufgetretenen Schäden. Unser Risikolimit zum 31. Dezember 2023 ist zu 91,7 % ausgelastet. Weitere Risiken Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Immobilienrisiko sowie dem Reputationsrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken - bis auf das Immobilienrisiko - als unwesentlich ein. Das Immobilienrisiko ergibt sich aus einer nachteiligen Wert- und Ertragsentwicklung von Investitionen in Immobilien in der Zukunft und teilt sich in die Risikounterarten Wertänderungsrisiko, Ertragsrisiko und Mietausfallrisiko auf. Für die Risikoquantifizierung setzen wir das von der Awado Wirtschaftsprüfung GmbH entwickelte und in der genossenschaftlichen Finanzgruppe eingesetzte Risikomessmodell ein. Das Risiko wird anhand prozentualer Abschläge vom Barwert gemessen. Dieses Modell kommt auf die Immobilienpositionen im Direktbestand zur Anwendung. Die Risikomessung bei den über Fondsgestaltungen indirekt gehaltenen Immobilienpositionen erfolgt auf Basis eines Risikomessmodells der Fondsgesellschaft Union Investment. Gesamtbild der Risikolage Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) in den von uns simulierten Risiko- bzw. Plan- und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden. Zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 66,4 % ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotential beträgt 42,3 %. Insgesamt ist die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Der Jahresverlauf 2023 war von zahlreichen Unsicherheiten (hohe Inflation, politische Entscheidungen aus Bundesebene) gekennzeichnet, was wiederum zu einer schwachen Industrieproduktion sowie einer Kaufzurückhaltung bei privaten Haushalten geführt hat. Die Risikolimitauslastung bewegte sich im Jahresverlauf zwischen einem Auslastungsgrad von 59,1 % bis 76,7 %. Für das Jahr 2024 prognostizieren wir eine moderate Erhöhung der bankspezifischen Risiken, die im Wesentlichen aus dem Kundenkreditgeschäft resultiert. Die bestehenden anhaltenden Unsicherheiten am Zins- und Kapitalmarkt sowie aus dem geopolitischen Umfeld können sich auf die Risikolage der Bank auswirken. Kurzfristig gehen wir daher von einem zurückhaltenden Investitionsverhalten unserer Kunden und steigenden Ausfallwahrscheinlichkeiten im Kreditportfolio aus. Diese Auswirkungen sind in der Gesamtbankplanung durch ein höheres Kreditrisiko entsprechend berücksichtigt. Entsprechend planen wir, das Eigenkapital durch Thesaurierung aus dem laufenden Ergebnis weiter zu stärken. Unter den von uns getroffenen Planannahmen ist die Risikotragfähigkeit für 2024 gegeben. Für den wachsenden Liquiditätsbedarf stehen verschiedene strategische Refinanzierungsinstrumente zur Verfügung, so dass wir nach unserer Planung davon ausgehen, dass die Liquiditätstragfähigkeit auch für 2024 gegeben ist. Bei einer gegenüber dem Planszenario deutlich ungünstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die wir im risikoartenübergreifenden, adversen Szenario simulieren, ergeben sich deutlich höhere Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft. Wir gehen in dem Szenario von einem schweren konjunkturellen Abschwung aus. Die Risikotragfähigkeit ist auch für diese Annahmen gegeben. Chancen für die geschäftliche Entwicklung und die Ertragslage bestehen bei einer gegenüber unseren Erwartungen günstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. In diesem Umfeld könnten die in unserer Planung berücksichtigten Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft sowie der Eigenanlagen nicht in der prognostizierten Höhe erforderlich werden. Zudem könnte ein Wirtschaftswachstum über den unserer Prognose zugrundeliegenden Annahmen zu einer höheren Kreditnachfrage und Wachstum im Kredit- und Dienstleistungsgeschäft mit positiven Auswirkungen auf den Zins- und Provisionsüberschuss führen. D. Prognosebericht Hinsichtlich unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2024 stützen wir uns auf die aktuellen Berichte der Deutschen Bundesbank, des ifo-Institutes (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München) sowie die Wirtschaftsprognose der deutschen Bundesregierung und gehen davon aus, dass für die Bundesrepublik Deutschland ein Wirtschaftswachstum zwischen 0,2 % und 0,4 % realistisch sein dürfte. Die aktuellen Prognosen fallen deutlich negativer aus als dies noch zum Jahresende 2023 der Fall war. Hinsichtlich der Entwicklung der Teuerungsrate gehen die Experten davon aus, dass die Inflationsrate im Jahr 2024 weiter zurückgehen und sich auf einem Niveau zwischen 2,3 % und 2,7 % einpendeln dürfte. (Quellen: Deutsche Bundesbank: Monatsbericht 12/2023, S. 16 ff.; ifo-Institut: Konjunkturprognose Frühjahr 2024, S. 2, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Pressemitteilung vom 14.02.2024) Unsere Eckwertplanung basiert auf folgenden Annahmen für das Jahr 2024: Für das Jahr 2024 wird ein prozentuales Wachstum im Kundenkreditgeschäft von durchschnittlich 2,7 % und bei den Kundeneinlagen von 1,65 % angenommen. Unter der Prämisse eines konstanten Zinsniveaus und eines im Durchschnitt um 3,0 % steigenden Geschäftsvolumens wird der Zinsüberschuss aufgrund voraussichtlich erhöhter Zinsaufwendungen gegenüber dem Jahr 2023 leicht zurückgehen. Daneben sehen wir einen um etwa 5 % steigenden Provisionsüberschuss vor. Der in der Planung zugrunde gelegte Zuwachs soll insbesondere durch eine konsequente Marktbearbeitung im Privat- und Firmenkundengeschäft realisiert werden. Beim Personalaufwand sind wir von einer konstanten Mitarbeiterzahl ausgegangen. Wir rechnen nicht mit signifikanten Änderungen durch Kündigungen oder Neueinstellungen. Entsprechend rechnen wir mit Personalaufwendungen etwa in Höhe des Berichtsjahres. Die Höhe der Sachaufwendungen soll im Jahr 2024 auf Basis budgetierter Kosten um etwa 6 % sinken. Hervorzuheben sind niedrigere Prüfungs- und Beratungskosten sowie sonstige Verwaltungsaufwendungen. Aus der Kapitalplanung für die Jahre 2024 bis 2028 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Rücklagenzuweisungen und der Einwerbung von Geschäftsguthaben derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. Dabei wurde angenommen, dass die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen auch im Jahr 2024 und den Folgejahren gültig bleiben werden. Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen erwarten wir für 2024 gegenüber 2023 keine wesentlichen Veränderungen der operativen Ertragslage der Bank. Für die bedeutsamen Leistungsindikatoren "BE vor Bewertung / dBS" und "Cost-Income-Ratio" prognostizieren wir einen Wert, der in etwa dem des Jahres 2023 entspricht. Die deutlich positiven Ergebnisbeiträge aus der Bewertung der Eigenanlagen sind allerdings für 2024 nicht zu erwarten. Die für 2024 geplante Gesamtkapitalquote soll mit 17,35 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 leicht steigen. Beim Eintritt unserer Stressszenarien würde sich die Gesamtkapitalquote leicht verschlechtern.
Der Vorstand: Dr. Matthias-Michael Haug Fabian Schnabel 1.
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Barreserve | |||||
| a) Kassenbestand | 1.398.767,72 | 1.836 | |||
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 0,00 | 0 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| c) Guthaben bei Postgiroämtern | 0,00 | 1.398.767,72 | 0 | ||
| 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind | |||||
| a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen | 0,00 | 0 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar | 0,00 | (0) | |||
| b) Wechsel | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 3. Forderungen an Kreditinstitute | |||||
| a) täglich fällig | 16.182.419,07 | 14.741 | |||
| b) andere Forderungen | 4.529.156,83 | 20.711.575,90 | 6.774 | ||
| 4. Forderungen an Kunden | 180.009.697,59 | 181.499 | |||
| darunter: | |||||
| durch Grundpfandrechte gesichert | 78.767.451,90 | (75.936) | |||
| Kommunalkredite | 2.339.516,06 | (2.688) | |||
| 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| a) Geldmarktpapiere | |||||
| aa) von öffentlichen Emittenten | 0,00 | 0 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| ab) von anderen Emittenten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| b) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||||
| ba) von öffentlichen Emittenten | 6.998.506,98 | 7.500 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 6.998.506,98 | (7.500) | |||
| bb) von anderen Emittenten | 39.987.817,17 | 46.986.324,15 | 40.246 | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 17.810.657,13 | (13.961) | |||
| c) eigene Schuldverschreibungen | 0,00 | 46.986.324,15 | 0 | ||
| Nennbetrag | 0,00 | (0) | |||
| 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 16.711.963,94 | 16.116 | |||
| 6a. Handelsbestand | 0,00 | 0 | |||
| 7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | |||||
| a) Beteiligungen | 4.166.387,82 | 4.166 | |||
| darunter: | |||||
| an Kreditinstituten | 79.956,00 | (80) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 78.050,00 | 4.244.437,82 | 78 | ||
| darunter: | |||||
| bei Kreditgenossenschaften | 70.000,00 | (70) | |||
| bei Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| bei Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen | 25.564,59 | 26 | |||
| darunter: | |||||
| an Kreditinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 9. Treuhandvermögen | 763.125,00 | 795 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 763.125,00 | (795) | |||
| 10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch | 0,00 | 0 | |||
| 11. Immaterielle Anlagewerte | |||||
| a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0 | |||
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,00 | 0 | |||
| c) Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0 | |||
| d) geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 12. Sachanlagen | 4.706.534,85 | 2.853 | |||
| 13. Sonstige Vermögensgegenstände | 583.291,94 | 713 | |||
| Summe der Aktiva | 276.141.283,50 | 277.343 | |||
Passivseite
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||||
| a) täglich fällig | 6.411,52 | 8 | |||
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 36.177.869,90 | 36.184.281,42 | 35.849 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||||
| a) Spareinlagen | |||||
| aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten | 38.308.843,78 | 50.246 | |||
| ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | 2.510.258,38 | 40.819.102,16 | 968 | ||
| b) andere Verbindlichkeiten | |||||
| ba) täglich fällig | 136.573.901,26 | 147.986 | |||
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 28.754.066,44 | 165.327.967,70 | 206.147.069,86 | 10.577 | |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | |||||
| a) begebene Schuldverschreibungen | 0,00 | 0 | |||
| b) andere verbriefte Verbindlichkeiten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: | |||||
| Geldmarktpapiere | 0,00 | (0) | |||
| eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf | 0,00 | (0) | |||
| 3a. Handelsbestand | 0,00 | 0 | |||
| 4. Treuhandverbindlichkeiten | 763.125,00 | 795 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 763.125,00 | (795) | |||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 320.338,09 | 139 | |||
| 6. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.930,00 | 1 | |||
| 6a. Passive latente Steuern | 0,00 | 0 | |||
| 7. Rückstellungen | |||||
| a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen | 277.203,00 | 312 | |||
| b) Steuerrückstellungen | 182.700,00 | 29 | |||
| c) andere Rückstellungen | 1.083.829,40 | 1.543.732,40 | 1.128 | ||
| 8. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 9. Nachrangige Verbindlichkeiten | 935.000,00 | 935 | |||
| 10. Genussrechtskapital | 0,00 | 0 | |||
| darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig | 0,00 | (0) | |||
| 11. Fonds für allgemeine Bankrisiken | 11.000.000,00 | 10.000 | |||
| darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB | 0,00 | (0) | |||
| 12. Eigenkapital | |||||
| a) Gezeichnetes Kapital | 3.529.207,53 | 3.063 | |||
| b) Kapitalrücklage | 0,00 | 0 | |||
| c) Ergebnisrücklagen | |||||
| ca) gesetzliche Rücklage | 7.625.000,00 | 7.430 | |||
| cb) andere Ergebnisrücklagen | 7.625.000,00 | 15.250.000,00 | 7.430 | ||
| d) Bilanzgewinn | 466.599,20 | 19.245.806,73 | 448 | ||
| Summe der Passiva | 276.141.283,50 | 277.343 | |||
| Geschäftsjahr | Vorjahr
|
||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Eventualverbindlichkeiten | |||||
| a)
Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln |
0,00 | 0 | |||
| b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 4.916.477,84 | 7.820 | |||
| c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 0,00 | 4.916.477,84 | 0 | ||
| 2. Andere Verpflichtungen | |||||
| a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften | 0,00 | 0 | |||
| b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen | 0,00 | 0 | |||
| c) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 17.396.850,29 | 17.396.850,29 | 23.678 | ||
| darunter: Lieferverpflichtungen | |||||
| aus zinsbezogenen Termingeschäften | 0,00 | (0) | |||
2.
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember
2023
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Zinserträge aus | |||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 4.692.350,04 | 3.750 | |||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 755.657,76 | 5.448.007,80 | 670 | ||
| darunter: in a) und b)
angefallene negative Zinsen |
0,00 | (2) | |||
| 2. Zinsaufwendungen | 824.388,58 | 4.623.619,22 | 301 | ||
| darunter: erhaltene
negative Zinsen |
933,79 | (84) | |||
| 3. Laufende Erträge aus | |||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 489.011,49 | 375 | |||
| b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 111.768,11 | 113 | |||
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 600.779,60 | 0 | ||
|
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften,
Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen |
0,00 | 0 | |||
| 5. Provisionserträge | 2.472.096,84 | 2.371 | |||
| 6. Provisionsaufwendungen | 252.793,91 | 2.219.302,93 | 239 | ||
| 7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands | 0,00 | 0 | |||
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 234.289,87 | 227 | |||
| 9. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||||
| a) Personalaufwand | |||||
| aa) Löhne und Gehälter | 2.408.961,50 | 2.553 | |||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 555.264,96 | 2.964.226,46 | 467 | ||
| darunter: für Altersversorgung | 120.922,95 | (-9) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 1.782.268,17 | 4.746.494,63 | 1.582 | ||
|
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
310.925,25 | 296 | |||
| 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 14.099,25 | 16 | |||
|
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft |
554.283,58 | 1.424 | |||
|
14. Erträge aus Zuschreibungen zu
Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus
der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft |
0,00 | -554.283,58 | 0 | ||
|
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere |
4.590,00 | 0 | |||
|
16. Erträge aus Zuschreibungen zu
Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren |
0,00 | -4.590,00 | 11 | ||
| 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 588,13 | 1 | |||
| 18. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 2.047.010,78 | 635 | |||
| 20. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 0 | |||
| 21. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 0 | |||
| 22. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | (0) | |||
| 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 570.289,06 | 177 | |||
| darunter: latente Steuern | 0,00 | (0) | |||
| 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen | 10.695,46 | 580.984,52 | 11 | ||
| 24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | 1.000.000,00 | 0 | |||
| 25. Jahresüberschuss | 466.026,26 | 447 | |||
| 26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 572,94 | 1 | |||
| 466.599,20 | 448 | ||||
| 27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen | |||||
| a) aus der gesetzlichen Rücklage | 0,00 | 0 | |||
| b) aus anderen Ergebnisrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 466.599,20 | 448 | ||||
| 28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen | |||||
| a) in die gesetzliche Rücklage | 0,00 | 0 | |||
| b) in andere Ergebnisrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 29. Bilanzgewinn | 466.599,20 | 448 | |||
3. Anhang
für das Geschäftsjahr 2023
A. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Volksbank Flein-Talheim eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.
B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden
Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).
Barreserve
Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.
Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden
Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert bilanziert.
Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.
Für alle nicht akut ausfallgefährdeten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die nach §§ 26, 27 RechKredV unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen) werden Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Die ermittelten Teilbeträge für die Pauschalwertberichtigung werden von den Aktivposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Die Teilbeträge für das außerbilanzielle Geschäft werden unter den anderen Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie den unwiderruflichen Kreditzusagen abgesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wird unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt.
Wertpapiere
Für die Bewertung wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten bzw. von der genossenschaftlichen Zentralbank mitgeteilten Jahresschlusskurse herangezogen.
Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.
Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Über dem Nominalwert liegende Anschaffungskosten wurden im Jahr des Erwerbs auf den Einlösungskurs abgeschrieben.
Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs bestehen ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB.
Strukturierte Finanzinstrumente, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet werden, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken oder Chancen aufweisen, weil die besonderen Risiken des strukturierten Finanzinstruments durch eine objektivierte Bewertung zutreffend dargestellt werden.
Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs
Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Individuelle Refinanzierungsmöglichkeiten werden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bilanziert.
Treuhandvermögen
Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden linear bzw. mit fallenden Staffelsätzen und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen.
Aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurde bei Grundstücken eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.
Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.
Sonstige Vermögensgegenstände
Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.
Aktive latente Steuern
Aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.
Verbindlichkeiten
Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.
Treuhandverbindlichkeiten
Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Mieten, die im Voraus vereinnahmt wurden, enthalten.
Rückstellungen
Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.
Zur Entlastung der künftigen Ertragslage wurde 2015 die "Past-Service"-Verpflichtung eines Teils der bestehenden Pensionszusagen für Anwartschaften und laufende Pensionen an die R+V Pensionsfonds AG ausgelagert. Den verbleibenden Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen wurden mit dem Barwert bilanziert.
Für die Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % (Vorjahr 1,00 %) zugrunde gelegt.
Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per 31.12.2023 ermittelten Zinssatzes festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).
Für die in Vorjahren an die R+V Pensionsfonds AG ausgelagerten mittelbaren Verpflichtungen aus Pensionszusagen besteht gemäß IDW RS HFA 30, Tz. 78 ein Fehlbetrag in Höhe von EUR 392.185.
Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.
Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz beträgt 1,51 % und beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) per 31.12.2023.
Währungsumrechnung
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt. Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.
Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen
Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.
Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.
Verwendung des Jahresergebnisses
Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.
C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
| Anschaffungs- / | Zugänge (a) | Umbuchungen (a) | Anschaffungs- / | |
| Herstellungskosten zu | Zuschreibungen (b) | Abgänge (b) | Herstellungskosten | |
| Beginn des | am Ende des | |||
| Geschäftsjahres | im Geschäftsjahr | Geschäftsjahres | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Anlagewerte | ||||
| Software, sonstige | 14.915 | 0 (a) | 0 (a) | 14.915 |
| entgeltlich | 0 (b) | 0 (b) | ||
| erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte | ||||
| Sachanlagen | ||||
| a) Grundstücke und | 8.830.618 | 2.113.597 (a) | 0 (a) | 10.889.748 |
| Gebäude | 0 (b) | 54.466 (b) | ||
| b) Betriebs- und | 1.279.122 | 52.699 (a) | 0 (a) | 1.319.245 |
| Geschäftsausstattung | 0 (b) | 12.576 (b) | ||
| Summe a | 10.124.655 | 2.166.296 (a) | 0 (a) | 12.223.908 |
| 0 (b) | 67.042 (b) | |||
| Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit | ||||||
| Abschreibungen zu | Abschreibungen | Zugängen (a) | Umbuchungen (a) | Abschreibungen am | Buchwerte | |
| Beginn des | Geschäftsjahr (a) | Zuschreibungen (b) | Abgängen (b)
|
Ende des | Bilanzstichtag | |
| Geschäftsjahres (gesamt) | Zuschreibungen
Geschäftsjahr (b)
|
Geschäftsjahres (gesamt) | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Anlagewerte | ||||||
| Software, sonstige | 14.915 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 14.915 | 0 |
| entgeltlich erworbene | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| Konzessionen und ähnliche Rechte | ||||||
| Sachanlagen | ||||||
| a) Grundstücke und | 6.280.624 | 230.854 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 6.458.616 | 4.431.132 |
| Gebäude | 0 (b) | 0 (b) | 52.862 (b) | |||
| b) Betriebs- und | 976.347 | 80.071 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 1.043.842 | 275.403 |
| Geschäftsausstattung | 0 (b) | 0 (b) | 12.576 (b) | |||
| Summe a | 7.271.886 | 310.925 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 7.517.373 | 4.706.535 |
| 0 (b) | 0 (b) | 65.438 (b) | ||||
| Anschaffungskosten zu
Beginn des Geschäftsjahres
|
Veränderungen
(saldiert)
|
Buchwerte
am Bilanzstichtag
|
|||
| EUR | EUR | EUR | |||
| Wertpapiere des | 32.486.895 | 154.246 | 32.641.141 | ||
| Anlagevermögens | |||||
| Beteiligungen und | 4.244.438 | 0 | 4.244.438 | ||
| Geschäftsguthaben | |||||
| bei Genossenschaften | |||||
| Anteile an | 25.565 | 0 | 25.565 | ||
| verbundenen Unter- | |||||
| nehmen | |||||
| Summe b | 36.756.898 | 154.246 | 36.911.144 | ||
| Summe a und b | 46.881.553 | 41.617.679 |
D. Erläuterungen zur Bilanz
Forderungen an Kreditinstitute
| • |
In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 17.632.194 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten. |
Forderungen an Kunden
| • |
In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 5.199.237 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. |
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
| • |
Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 2.948.620 fällig. |
Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 bis A 6 enthaltenen Wertpapiere
| • |
In folgenden Posten sind enthalten: |
| börsenfähig
|
davon: | |||
| börsennotiert
|
nicht
börsennotiert
|
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 46.986.324 | 37.507.674 | 9.478.650 | 29.335.817 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) | 9.446.818 | 0 | 9.446.818 | 0 |
Bei allen betroffenen Wertpapieren des Anlagevermögens sind außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten und Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen nicht erkennbar sind.
Der Buchwert der betreffenden Wertpapiere (ohne Zinsabgrenzungen) beträgt EUR 29.157.761, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 26.914.336.
Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
| • |
In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Unternehmen sind, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: |
| Geschäftsjahr
EUR |
Vorjahr
EUR |
|||
| Forderungen an Kreditinstitute (A 3) | 6.679 | 5.806 | ||
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
| • |
Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt: |
|
|
Anteil am Gesellschafts- | Eigenkapital der Gesellschaft | Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses | ||
| Name und Sitz | kapital % | Jahr | TEUR | Jahr | TEUR |
| a) Zweite DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart | 0,12 | 31.12.2023 | 2.496.063 | 31.12.2023 | 62.817 |
| b) DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart | 0,02 | 31.12.2023 | 3.209.879 | 31.12.2023 | 97.404 |
| c) VB Immobilien Treuhand GmbH, Flein | 100,00 | 31.12.2023 | 26 | 31.12.2023 | 0 |
Mit dem unter Buchstabe c) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.
| • |
Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde. |
Treuhandvermögen
| • |
Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. |
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
| • |
Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 859.438 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 275.403 enthalten. |
Sonstige Vermögensgegenstände
| • |
In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten: |
| 31.12.2023 | |
| EUR | |
| Steuerforderungen | 356.000 |
| angeforderte Provisionen und Dividenden | 224.880 |
Nachrangige Vermögensgegenstände
| • |
In dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten: |
| Posten/Unterposten | Geschäftsjahr | Vorjahr |
| EUR | EUR | |
| 5 bb) | 2.965.044 | 2.965.066 |
Fremdwährungsposten
| • |
In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 56.796 enthalten. |
Restlaufzeitenspiegel für Forderungen
| • |
Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten: |
|
|
bis 3 Monate
EUR |
mehr als 3 Monate bis
ein Jahr
EUR |
mehr als ein Jahr bis 5
Jahre
EUR |
mehr als 5 Jahre
EUR |
| Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) | 997.494 | 3.500.000 | 0 | 0 |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 5.722.775 | 11.853.739 | 52.190.584 | 104.985.515 |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.
Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten
| • |
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf: |
|
|
bis 3 Monate
EUR |
mehr als 3 Monate bis
ein Jahr
EUR |
mehr als ein Jahr bis 5
Jahre
EUR |
mehr als 5 Jahre
EUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) | 1.004.188 | 2.589.003 | 14.970.861 | 17.602.335 |
| Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) | 0 | 573.171 | 1.937.088 | 0 |
| Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) | 12.517.960 | 4.801.200 | 11.225.440 | 50.500 |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
| • |
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 36.177.870 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. |
Treuhandverbindlichkeiten
| • |
Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. |
Sonstige Verbindlichkeiten
| • |
Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten: |
| 31.12.2023 | |
| EUR | |
| abzuführende Steuern | 129.054 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 127.212 |
Passive latente Steuern
| • |
Es liegen keine passiven Steuerlatenzen vor. |
Nachrangige Verbindlichkeiten
| • |
Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 28.188 an. |
| • |
Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen: |
| Betrag | Währung | Zinssatz in % | Fälligkeit |
| 150.000 | EUR | 3,00 | Dezember 2027 |
| 100.000 | EUR | 3,00 | Dezember 2027 |
| 100.000 | EUR | 3,00 | Dezember 2027 |
| • |
Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich. |
| • |
Für die nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 4 und 6 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 3,00 % bis 3,25 % ausgestattet. |
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
| • |
In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind: |
| Geschäftsjahr
EUR |
Vorjahr
EUR |
|||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) | 25.565 | 25.565 | ||
Eigenkapital
| • |
Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt: |
| EUR | |||
| Geschäftsguthaben | |||
| a) der verbleibenden Mitglieder | 3.414.080 | ||
| b) der ausscheidenden Mitglieder | 111.288 | ||
| c) aus gekündigten Geschäftsanteilen | 3.840 | ||
| Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile | EUR | 392 |
| • |
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt: |
| Gesetzliche Rücklage | andere Ergebnisrücklagen | |
| EUR | EUR | |
| Stand 01.01.2023 | 7.429.500 | 7.429.500 |
| Einstellungen | ||
| - aus Bilanzgewinn des Vorjahres | 195.500 | 195.500 |
| Stand 31.12.2023 | 7.625.000 | 7.625.000 |
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen
| • |
Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. |
| • |
Die Verpflichtungen wurden in die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung einbezogen (vgl. Abschnitt B.). Der daraus resultierende Betrag wurde als Rückstellung ausgewiesen und von den genannten Positionen abgesetzt. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. |
| • |
Die ausgewiesenen Beträge unter Posten 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird. |
Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten
| • |
Von den Verbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert: |
| Passivposten | Gesamtbetrag der als
Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) | 24.966.387 |
Fremdwährungsposten
| • |
In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 1.031.689 enthalten. |
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Zinserträge und Zinsaufwendungen
| • |
Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per saldo um EUR 331 (Vorjahr EUR 931) vermindert. |
Provisionserträge
| • |
Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen insbesondere für die Immobilienvermittlung und die Vermittlung von Krediten, Bausparverträgen und Versicherungen, nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein. |
Sonstige betriebliche Erträge
| • |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind Miet- und Pachterträge in Höhe von EUR 124.828 (Vorjahr: EUR 126.740) enthalten. |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
| • |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 3.107 (Vorjahr EUR 9.088) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. |
Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen
| • |
In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 39.438 enthalten. Die periodenfremden Erträge resultieren insbesondere aus Steuererstattungen für Vorjahre. |
F. Sonstige Angaben
Vorstand und Aufsichtsrat
| • |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 31.105. |
| • |
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. |
| • |
Die früheren Mitglieder des Vorstands erhielten EUR 24.348. |
| • |
Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 277.203. |
| • |
Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 305.648 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 1.279.719. |
Ausschüttungsgesperrte Beträge
| • |
Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 1.774. Dem stehen frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 15.618.107 gegenüber. |
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| • |
Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 710.176. |
| • |
Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. |
Personalstatistik
| • |
Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug: |
| Vollzeitbeschäftigte | Teilzeitbeschäftigte | |
| Prokuristen | 1 | 0 |
| Sonstige kaufmännische Mitarbeiter | 19 | 22 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 0 | 2 |
| 20 | 24 |
Außerdem wurden durchschnittlich 4 Auszubildende beschäftigt.
Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr
| Anzahl der
Mitglieder |
Anzahl der
Geschäftsanteile |
|||
| Anfang | 2023 | 6.260 | 18.538 | |
| Zugang | 2023 | 116 | 3.522 | |
| Abgang | 2023 | 231 | 722 | |
| Ende | 2023 | 6.145 | 21.338 |
| Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um | EUR | 448.502 |
| Höhe des Geschäftsanteils | EUR | 160 |
Besondere Offenlegungspflichten
| • |
Wir beabsichtigen, die nach Art. 433b der CRR offenzulegenden Inhalte in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und diesen auf unserer Homepage zu veröffentlichen. |
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes
Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:
Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband
e. V.
Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf
| Haug, Dr. Matthias-Michael, Geschäftsleiter - Produktion und Steuerung - |
| Schnabel, Fabian, Geschäftsleiter - Vertrieb und Handel - |
Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf
Lorber, Ingo, - Vorsitzender - , Dipl.-Betriebswirt (FH), Geschäftsführer der KMB Blechbearbeitung GmbH
Hehl, Heidi, - stellvertretende Vorsitzende - , Steuerberaterin, selbstständig
Eberle, Markus, Staatlich geprüfter Weinbautechniker, selbstständig
Eckelt, Rainer, Modellbaumeister, Geschäftsführer der A. Erglis GmbH
Häberle, Jana, geprüfte Verkehrsfachwirtin (IHK), Wolfgang Häberle Transportunternehmen
Hartmann, Klaus, Augenoptikermeister, selbstständig
Köllreutter, Uwe, Dipl.-Betriebswirt (FH), selbstständiger Unternehmensberater
Oppl, Jens, Rechtsanwalt, selbstständig
Nachtragsbericht
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Vorschlag für die Ergebnisverwendung
| • |
Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 466.026,26 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 572,94 (Bilanzgewinn von EUR 466.599,20) - wie folgt zu verwenden: |
| EUR | |
| Ausschüttung einer Dividende von 3,00 % | 98.492,08 |
| Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen | |
| a) Gesetzliche Rücklage | 184.000,00 |
| b) Andere Ergebnisrücklagen | 184.000,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 107,12 |
| 466.599,20 |
| Flein, 18. April 2024 | Volksbank Flein-Talheim eG |
Der Vorstand
Dr. Matthias-Michael Haug
Fabian Schnabel
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Volksbank Flein-Talheim eG, Flein
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Flein-Talheim eG, Flein, (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1. Bewertung der Kundenforderungen
2. Verlustfreie Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs) gemäß IDW RS BFA 3 n. F.
3. Fremd genutzte Immobilien im Eigenbestand
Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
a) Sachverhalt und Problemstellung
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
c) Verweis auf weitergehende Informationen
zu 1.a)
Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 180,0 Mio. EUR. Dies entspricht 65,2 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 4,9 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 17,4 Mio. EUR. Innerhalb des Postens nehmen die gewerblichen Kredite eine bedeutende Rolle ein.
Die Identifizierung und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Einzelbewertung der Kundenforderungen insbesondere im gewerblichen Kreditgeschäft für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.
zu 1.b)
Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird.
In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt.
Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile und von den wirtschaftlichen Entwicklungen des Geschäftsjahres stark betroffenen Branchen berücksichtigt.
Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. Bei der Auswahl haben wir insbesondere Kreditengagements berücksichtigt, die von den rückläufigen Konjunkturaussichten und von der Entwicklung auf dem Immobilienmarkt betroffen sind.
zu 1.c)
Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.
Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen und den Verfahren der Risikofrüherkennung enthalten.
zu 2.a)
Mit den Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden, den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie den nachrangigen Verbindlichkeiten auf der Passivseite gehören wesentliche Teile der Bilanz zu den Finanzinstrumenten des Zinsbuchs der Bank.
Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Die Zinsentwicklung in den Jahren 2022 und 2023 hat die Barwerte wesentlich beeinflusst. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.
Den Annahmen und Parametern, die für die Berechnungen verwendet werden, liegen in einem hohen Ausmaß Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter mit entsprechenden Ermessensspielräumen zugrunde. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher war dieser Sachverhalt für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und war aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
zu 2.b)
Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Schwerpunkt war die Würdigung der Annahmen zur Schätzung der direkt aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs resultierenden Provisionserträgen, der zugrundeliegenden Kostenannahmen, insbesondere im Bereich der Verwaltungskosten, der Standard-Risikokosten im Eigen- und Kundengeschäft sowie der zugrundeliegenden Annahmen für Geschäfte mit unbestimmter Zins- bzw. Kapitalbindung. Des Weiteren haben wir die zutreffende Ableitung der laufzeitadäquaten Zinssätze aus Marktdaten nachvollzogen und haben uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Steuerungsinstrumente und Parameter zur internen Risikosteuerung überzeugt.
Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen und plausibilisiert. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen.
Im Rahmen der Prüfung des Lageberichtes haben wir beurteilt, ob die Ausführungen mit dem geprüften Jahresabschluss und den Erkenntnissen aus der Prüfung im Einklang stehen.
zu 2.c)
Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten.
zu 3.a)
In den Sachanlagen (Aktivposten 12) sind in erheblichem Umfang fremd genutzte bzw. zur Fremdnutzung vorgesehene Immobilien enthalten, die nach dem Ertragswertverfahren zu bewerten sind. Hierbei spielt der risikoadäquate Liegenschaftszinssatz, mit dem die prognostizierten finanziellen Überschüsse über die voraussichtliche Nutzungsdauer einer Immobilie diskontiert werden, für die Ermittlung des beizulegenden Werts eine entscheidende Rolle.
Der Bewertung dieser Immobilien einschließlich der hierbei zugrundeliegenden Annahmen und Parameter liegen in einem hohem Ausmaß Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter mit entsprechenden Ermessensspielräumen zugrunde. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher waren diese Sachverhalte für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und waren aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
zu 3.b)
Die Bewertung des fremdgenutzten bzw. zur Fremdnutzung vorgesehenen Immobilienvermögens haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter, insbesondere des zugrunde gelegten Liegenschaftszinssatzes, beurteilt.
Im Rahmen der Prüfung des Lageberichtes haben wir beurteilt, ob die Ausführungen mit dem geprüften Jahresabschluss und den Erkenntnissen aus der Prüfung im Einklang stehen.
zu 3.c)
Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung der Sachanlagen sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten. Dem Abschnitt 4. "Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage", Unterabschnitt b) "Finanzlage" des Lageberichts sind ebenfalls Ausführungen zu entnehmen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen:
- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:
- sonstige separate Bestätigungsleistungen gegenüber der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht,
- Einreichung rechnungslegungsbezogener Informationen beim Betreiber des Unternehmensregisters.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jörg Hildbrand.
Stuttgart, 4. Juli 2024
Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.
| Jörg Hildbrand | |
| Wirtschaftsprüfer |
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.
Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltet dies die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht werden.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.
Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.
Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.
Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.
Durch Ablauf der Wahlzeit scheidet in diesem Jahr Herr Markus Eberle aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl des ausscheidenden Mitgliedes des Aufsichtsrates ist zulässig.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.
Flein, 4. Juli 2024
Der Aufsichtsrat
Ingo Lorber
Vorsitzender
Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")
Die Volksbank Flein-Talheim eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Flein-Talheim eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.
Die Volksbank Flein-Talheim eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 7.678.
Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 34,0.
Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 2.047.
Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 570 und betreffen laufende Steuern.
Die Volksbank Flein-Talheim eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.
Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung
Die Vertreterversammlung vom 23.07.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 466.026,26 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 572,94 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.
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