Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 729021
Vorher
heptus 39. GmbHResolution Specialty Materials Germany GmbHHexion Specialty Chemicals Hamburg GmbHBOSIG Chemie GmbH
Eingetragen
4.5.2004
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb intelligenter und nachhaltiger Produkte und Lösungen für Bau und Industrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cem Akpinar
seit 26.2.2026
Prokura
Markus Floruß
seit 9.9.2022
Prokura
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
BOSIG Verwaltung GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BOSIG GmbH

Gingen an der Fils

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand der BOSIG GmbH Gingen ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb intelligenter, systemintegrierter und nachhaltiger Produkte und Lösungen für Bau und Industrie. Seit Errichtung der Gesellschaft im Jahre 1975 beschäftigt sich die BOSIG GmbH insbesondere mit Produkten im Bereich der Isolations- und Abdichtungstechnik im Hochbau, sowie mit elastischen und geschäumten Produkten für die Raumakustik, Fahrzeugisolierungen und andere Industrieanwendungen.

Im Berichtsjahr waren es die reinen Bauprodukte aus dem Fenster- und Fassadenbau, welche stark gesunken sind. Die Industrieprodukte und die Akustikmaterialien, konnten dies nicht ausgleichen.

Die Dichtungstechnik stellt eines der wesentlichen Standbeine des Unternehmens dar. Abdichtungen in allen Bereichen des Bauwesens stellen hohe Anforderungen, deren Erfüllung sich die BOSIG GmbH zur Aufgabe gemacht hat. Allgemeine Problemlösungen in vielen Bereichen und individuell zugeschnittene Ideen sind das besondere Angebot an nahezu alle Bedarfsträger.

Im Bereich der Industrietechnik werden in der Elastomerproduktion die Rohstoffe zur betriebsinternen Weiterverarbeitung hergestellt. Schwammgummi ist hier das Hauptprodukt, welches in unterschiedlichen Typen- und Raumgewichtsklassen in der Maschinenbauindustrie, im Bereich von Rohrleitungsreinigung und im Bauwesen Anwendung findet.

Forschung und Entwicklung, Marketingmaßnahmen und Zertifizierungen

Permanent entwickeln wir unsere Produkte weiter und verändern auch in Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen Materialien, welche unsere Produkte noch effizienter machen. Zusammen mit akkreditierten Prüflaboren schaffen wir zum einen eine regelmäßige Überwachung zum anderen Weiterentwicklungen unserer Produkte. Prüfmaschinen und -geräte in unserem hauseigenen Labor ermöglichen uns orientierende Prüfungen vorab durchzuführen und im Zuge der Produktentwicklung somit lösungsorientiert, schnell und kostenschonend neue Produkte zu realisieren. Systemprüfungen für eigene Produkte sowie Produkte mit bestimmten Zusatzprüfungen sicherer und attraktiver für den Markt auszugestalten steht im Mittelpunkt der Bestrebungen der Anwendungstechnik. Hierbei werden vermehrt DGNB und LEED Zertifizierungen und Prüfungen durchgeführt, welche unseren Produkten die Einhaltung von Werten für nachhaltiges Bauen bescheinigen. Dies gilt für technische Schaum- und Akustikprodukte, sowie für Bauprüfung in der Isolierung und den Abschlussbereichen.

Die Marketingmaßnahmen werden konsequent ausgebaut. Die ins Leben gerufenen Markennamen werden damit etabliert und sowohl virtuell als auch zur Produktkennzeichnung eingesetzt. Darüber hinaus werden Geschmacksmuster und Gebrauchsmuster zur Absicherung innovativer Produktentwicklungen geführt. Dies schließt die kontinuierliche Entwicklung unserer Produktbroschüren, unseren Internetauftritt, unsere APP und die regelmäßige, eingehende Schulung unserer Mitarbeiter ein. Auch halten wir kontinuierliche Schulungsprogramme mit unseren Kunden ab. So wird auch vor Ort beim Kunden durch unsere Abteilungen Vertrieb und Anwendungstechnik geschult. Diese Schulungen werden überwacht und dokumentiert und deren Qualität und Bildungsniveau durch Befragung der Teilnehmer sichergestellt.

Parallel dazu wurde auch im Geschäftsjahr fortgefahren PR-Maßnahmen für unser Image und unsere Produkte zu schalten. Die Weiterentwicklung unseres Internetportals, aber auch ein neuerliches Update unserer Smartphone-Anwendung wurde realisiert und wird auch zukünftig weiter fortschreiten und unterliegt einem permanenten Aktualisierungs- und Änderungsdienst. Hierfür wurde das Personalbudget aufgestockt und ergänzt, sowie externe Dienstleistungen zugekauft.

Mit Zertifikat vom 11.10.2004 wurde der BOSIG GmbH für den Geltungsbereich Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Baukunststoffen erstmals bescheinigt, dass sie ein Qualitätssystem entsprechend der Norm DIN EN ISO 9001:2015 eingeführt hat und dieses wirksam anwendet. In der neusten Rezertifizierung wurde der Geltungsbereich auf Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Baukunststoffen, industriellen Dämmmaterialien, Akustiklösungen und Elastomeren ausgeweitet. Seit 2006 besitzt BOSIG das Zertifikat zur Umweltzertifizierung nach DIN EN ISO 14001:2015. Im Berichtsjahr wurden beide Wiederholungsaudits erneut bestanden. Für den Bereich der Arbeitssicherheit wird ein zertifiziertes Managementsystem nach DIN ISO 45001:2018 unterhalten. Ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001:2018 wurde aufgebaut und zertifiziert. Hierzu wurde ein Interdisziplinares Energieteam installiert, welches Energieziele und die Energiepolitik des Hauses festlegt und deren Erreichung kontrolliert.

2. Wirtschaftsbericht

Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft schrumpfte in 2023 insgesamt um 0,3% (Quelle: Bruttoinlandsprodukt (BIP) - Statistisches Bundesamt (destatis.de) Der Eurokurs hat die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte im außereuropäischen Ausland nicht nennenswert beeinträchtigt. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile)

Die unzähligen Veränderungen seitens der Politik führen zu Verunsicherungen und fehlender Planbarkeit in der Wirtschaft. Die Energiewendepolitik, ausbleiben staatlicher Förderprogramme, leere Kassen und ein schwer zu beschließender Bundeshaushalt haben das Wirtschaftswachstum gestoppt. Durch die hohe Inflationsrate zu Jahresbeginn, sind Kosten und Löhne deutlich gestiegen, Einstandspreise konnten jedoch nicht in diesem Masse gesenkt werden. Der Beschaffungsmarkt, die Verfügbarkeit der Produkte waren stabil und keinen außergewöhnlichen Schwankungen unterworfen.

Unser Unternehmen in eine Branche einzugliedern ist schwierig, wir befinden uns übergreifend in mehreren Branchen, beziehungsweise in Nischen dieser Branchen. Über öffentliche Zahlen, wie es sie in manchen Branchen gibt, haben wir für unser Segment keine Kenntnis. Somit ist dies eine eigene Einschätzung.

Die preisbereinigten Bauinvestitionen sind in 2023 spürbar zurückgegangen. Ebenso die Zahl der Baugenehmigungen. Insbesondere nach den Sommerferien, war hier eine merkliche Beruhigung zu spüren. (Quelle: Ueberschrift - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

Geschäftsverlauf

Entwicklung Absatzmärkte

In der Baubranche beliefern wir das Baunebengewerbe mit Abdichtungsmaterialien. In der Baubranche begann in 2023 die Nachfrage zu bremsen. Teilweise wurden Kernbereiche unseres Sortimentes nicht mehr nachgefragt, aufgrund fehlender Projekte im Bausektor.

Insgesamt ist im Fassaden-, Fenster- und Dachbereich materialbedingt ein hohes Preisniveau vorherrschend gewesen, was auf Erhöhungen im Vorjahr zurückzuführen war. Entspannung war hier wenig bis keine zu spüren, allerdings konnten weitere Preissteigerungen vermieden werden.

Viele unserer Produkte werden aber auch in Investitionsgüter verbaut oder sind Verbrauchsgüter. Bei den Investitionsgütern ist der Markt in Deutschland sehr stabil, wobei in 2023 keine gravierenden Ausschläge zu verzeichnen waren. In vielen anderen europäischen Ländern ist dies noch nicht der Fall. Bei den Verbrauchsgütern haben wir mehr denn je mit ausländischem Wettbewerb sowie auch mit Produktderivaten zu kämpfen.

Das Industriegeschäft, in welches wir Form- und Dichtungsteile aus Schaumstoff, Akustikprodukte, Gummi und Kunststoff liefern, konnte aufgrund neuerlicher personeller Ausweitung in diesem Bereich erweitert werden. Unsere Fertigungsmöglichkeiten sind weiter gewachsen, da wir ständig in den Ausbau des Maschinenportfolios investieren und somit ein sehr breites Feld an Möglichkeiten anzubieten haben. Durch intensivere Nutzung der Möglichkeiten unseres Maschinenparks z.B. im Bereich der Kaschierung, Fräsung oder Kantenbearbeitung, konnten wir neue Produkte anbieten und bestehende Produkte technisch verbessern. Um die Nutzung der Anlagen zu intensivieren haben wir uns auch hier personell im Bereich der Programmierung und Arbeitsvorbereitung erweitert. Die weitere Entwicklung erwarten wir verhalten ansteigend. Viele Akustikprodukte gehen an den Endverbraucher, welche aufgrund anderer Ausgaben, ggf. ihr Einkaufsverhalten zurückhaltender gestalten.

Unser klassischer Vermarktungsbereich, der Baubereich, verzeichnete in 2023 Rückgänge. In diesem Geschäftsfeld sind wir mit vielerlei Dichtungsfolien und Membranen aktiv. Auch ist der Bereich der Gebäudesanierung sehr wichtig für uns. Wir entwickeln ständig neue Artikel zur Verbesserung der Gebäudesubstanz im Sinne einer nachhaltigen energetischen Bausanierung und Gebäudedämmung entsprechend der modernen EnEV-Richtlinien. Durch unsere Anwendungstechnik wurden die Produkte auch für das neue Gebäudeenergiegesetz fitgemacht.

Aufgrund der individuellen Vorgehensweise und der vorhandenen technischen Möglichkeiten konnten wir viele neue Produkte auf den Markt bringen und somit unsere Angebotspalette interessanter für den Markt gestalten. Dies galt vor allem für den Akustikbereich, der durch neue Stoffe, Formen und Farben ein breiteres Sortiment aufweist. Neukunden konnten vor allem im Bereich der Industrie und der Büroausstatter identifiziert werden. Durch eine geschickte individuelle Produktentwicklung mit diesen Firmen ist es gelungen mehrere Wettbewerbsunternehmen mit nicht konkurrierenden Produkten zu beliefern. Der Bereich der Caravan und Fahrzeugausstattung ist in 2023 geschrumpft. Verlängerung der Werksferien, Produktionsstillstand, Stornierungen von Kundenseite haben hier den Absatz gebremst, so dass Forecasts für 2023 nicht erreicht werden konnten.

Die immer breiter werdende Diskussion um das Energiesparen und die Gebäudedämmung, sowie die Schalldämmung hat uns auch dazu bewogen, speziell darauf aufgesetzte Produktlösungen und auch Marketingkonzepte auszuarbeiten und weiter zu vertiefen.

Phonotherm war zur Jahresmitte besonders von der Absatzproblematik im Baubereich betroffen. Dieser Rückgang spiegelt sich auch in unseren Absatzzahlen wider. Neue Produktionskapazitäten der Marktbegleiter und Wettbewerb aus dem Ausland führten zu einem Absatz- und Preisrutsch.

Durch die konsequente Schulung von Kunden, Interessenten, Bauplanern und Architekten haben wir uns, wie in den Vorjahren auch, im Berichtsjahr einen sehr angesehenen Namen im Markt erarbeitet. BOSIG Produkte stehen in den Bereichen Bau und Akustik zunehmend in Ausschreibungen und durchdringen zunehmend den Markt. Dies flankieren wir mit Marketingmaßnahmen und permanenter Internetarbeit.

Produktion und Beschaffung

Unsere Produktionsanlagen liefen über den Berichtszeitraum hindurch kontinuierlich auf gutem Niveau und ohne Zwischenfälle. Stillstandszeiten konnten über das gesamte Berichtsjahr vermieden werden. Unsere Instandhaltung wurde ausgebaut und somit auch die vorbeugende Instandhaltung. Derzeit werden Wartungspläne für Maschinen und Anlage überarbeitet um diesen Aspekt weiter zu vertiefen.

Einlagerung höherer Rohstoffmengen aufgrund der weltweiten und kriegsbedingten Störung der Lieferketten mussten wir in 2023 nicht mehr vornehmen. Vielmehr konnten Lagerflächen und Lagermengen wieder reduziert werden.

Die Wartungs- und Reinigungsintervalle der Anlagen, Gerätschaften, technischen Anlagen, Werkzeuge, UVV-Prüfungen und Maschinen werden konsequent eingehalten. Auch werden permanent Soft- und Hardwareupdates für die Verbesserung der Maschinenausnutzung und der Produktionsergebnisse eingebunden. Weiter behalten wir im Blick, dass wir regelmäßige Maschineerneuerungen und Ersatzinvestitionen vornehmen, um möglichst den neusten Stand der Technik verfügbar zu haben.

Die Rohstoffpreise sind in 2023 stabil geblieben bzw. in Teilbereichen schwach gesunken. Bezüglich energieintensiver und chemischer Produkte ist das Preisniveau weiter auf einem hohen Level geblieben und konnte im Jahresverlauf nicht merklich gesenkt werden. Preiserhöhungen zur Kundenseite, waren lediglich bei den chemischen Produkten und deren Derivaten zum Jahresbeginn notwendig, die allerdings nur in Q1/2023.

Die Energiepreise sind mehr denn je ein wichtiges Thema. Die Energie nimmt einen ernst zu nehmenden Kostenfaktor ein. Auch hatten wir, wie bereits erwähnt, die DIN EN ISO 50001 eingeführt; das Energiemanagement soll uns zu weiterer Energieoptimierung verhelfen. Die Investition in Solarenergie, konnte auch in 2023 einen zunehmenden Anteil unseres eigenen Strombedarfes decken. Hier wurde zudem eine entsprechende Erweiterung auf den Hallen 8 und 9 durchgeführt. Für 2023 konnten wir einen Anteil von ca. 25% des Verbrauches durch Eigenproduktion erzielen.

In Bezug auf den Gasverbrauch und die daraus durch Preissteigerungen bedingten Mehrkosten, haben wir ein umfangreiches Heizungskonzept entwickelt und in der Heizperiode ab 10/2023 konsequent fortgeführt. Anpassungen aufgrund Vorjahreserfahrungen wurden gemacht.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der BOSIG GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 22.538 auf TEUR 17.816 reduziert (-21 %). Die Reduzierung resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen im Rückgang der Finanzanlagen (von TEUR 2.747 auf TEUR 0) durch den Verkauf der Anteile und der Rückzahlung des Darlehens an der BOGIS Elastomers S.L., sowie der Vorräte und Forderungen.

Das Vorratsvermögen hat sich um TEUR 1.406 auf TEUR 4.516 reduziert. Die Reduktion der Vorräte ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die erhöhte Bevorratung aus dem Vorjahr aufgrund damaliger Lieferengpässe nicht mehr erforderlich ist.

Auf der Passivseite der Bilanz verringerte sich das Eigenkapital im Wesentlichen auf Grund einer Ausschüttung trotz positiven Jahresergebnis um TEUR 2.629 auf insgesamt TEUR 12.921 (ca. 73% der Bilanzsumme gegenüber 69% der Bilanzsumme im Vorjahr). Die Rückstellungen verringerten sich um TEUR 812 auf TEUR 804, insbesondere im Bereich der Steuerrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um ca. TEUR 573 auf TEUR 2.106. Im Wesentlichen begründet sich die Reduktion in der planmäßigen Tilgung von Darlehen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich stichtagsbedingt auf TEUR 674.

Die Vermögenslage stellt sich insgesamt positiv dar.

Finanzlage

Die Gesellschaft weist am Bilanzstichtag flüssige Mittel inklusive kurzfristig angelegter Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 6.118 (Vorjahr TEUR 4.755) aus. Zugesagte bzw. nicht ausgenutzte Kreditlinien stehen in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Gleichzeitig verringerten sich die Bankverbindlichkeiten, welche marktüblich verzinst werden, von TEUR 2.679 auf TEUR 2.106. Einem hohen operativen Cash-Flow und einem durch den Verkauf der Anteile an der BOGIS Elastomers S.L. bedingten positiven Cashflow aus Investitionstätigkeit stehen hierbei Mittelabflüsse für höhere Investitionen ins Sachanlagevermögen sowie für Tilgungen der Bankverbindlichkeiten und die Zahlung der Ausschüttung an die Gesellschafter gegenüber. Im Geschäftsjahr 2023 war die Zahlungsfähigkeit jederzeit gesichert.

Ertragslage

Die BOSIG GmbH schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.671 (Vorjahr TEUR 2.112) ab.

Der Umsatz ist im Berichtsjahr 2023 um etwa 7,2 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das Rohergebnis beträgt TEUR 16.706 (Reduktion 6,9 %). Dies ist auf gleichbleibende bis leicht sinkende Einkaufspreise sowie rückläufige Verkaufserlöse zurückzuführen.

Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund geringerer umsatzabhängiger Provisionen im Jahresvergleich nur leicht von TEUR 6.755 auf TEUR 6.782 (ca. 0,4 %), trotz erhöhter Personalanzahl am Bilanzstichtag.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens des Geschäftsjahres 2023 reduzierten sich leicht um TEUR 131 auf TEUR 978 (11,8 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 6.540 (Vorjahr TEUR 6.421). In den Aufwendungen sind im Wesentlichen die Miete für unbewegliche Wirtschaftsgüter, das Verpackungsmaterial und die Ausgangsfrachten sowie die Aufwendungen für die Konzernumlage enthalten.

Trotz dieser Entwicklung konnte erneut ein operatives Ergebnis auf einem hohen Niveau erzielt werden.

Die finanzielle Leistungssteuerung des Unternehmens erfolgt über die Monatsabschlüsse, Vorjahresvergleiche und diesbezügliche Soll-/Ist-Abweichungsanalysen. Für die Vertriebsseite wird ein monatlicher Umsatzplan erstellt, der monatlich kontrolliert und mit dem Vertrieb abgeglichen wird. Für die kritischen Produktionsbereiche der Elastomerfertigung bei denen die Urrohstofferzeugung im Mittelpunkt des Fertigungsauftrages steht, wird zudem eine quantitative Soll/Ist-Vergleichsplanung sowie eine Arbeitsstundenüberwachung durchgeführt, um die Ausbringleistung und den Arbeitseinsatz zu überwachen. Die Geschäftsleitung bedient sich dem Datev-Controllingreport um Tendenzen frühzeitig zu erkennen, Top Lieferanten und Kunden im Blick und eine permanente Liquiditätsüberwachung für operative und strategische Entscheidungen zu haben. Darüber hinaus wurde in der Vergangenheit ein CRM-System eingeführt um Überblick über Vertriebs- und Marktaktivitäten, jederzeit zu gewährleisten.

Zusammenfassend stellt die Geschäftsführung fest, dass das Geschäftsjahr 2023 insgesamt schwierig bzw. in Bezug auf das Ergebnis und den Umsatz hinter den Erwartungen verlaufen ist; insbesondere im Produktionsbereich konnte eine erhöhte Effizienz und Produktivität umgesetzt werden. Der geplante Umsatz konnte nicht erreicht werden. Es gelang alle Kunden über unterschiedliche Vorgehensweisen (persönlich, virtuell, schriftlich) aktiv zu bearbeiten. Mittel- bis langfristig sind weitere Umsatzsteigerungen durch diese gepflegten und intakten Geschäftsbeziehungen zu erwarten, allerdings nicht in 2024. Dies ist mittelfristig zu sehen. Unsere Mitarbeiter wurden zudem im Vertriebsbereich, für die digitale Kundenbetreuung, durch Schulungen und Ausstattung mit neuestem Equipment auf eine gute Bereitschaftsbasis verbessert. Im Akustikbereich konnte durch die permanente Überarbeitung der Planungssoftware pCon ein Vertriebs- und Planungstool für den Bereich der Office-Ausstatter und Büromöbelhändler runderneuert werden, mit dem virtuell ohne direkte persönliche Beratung eine Kundenberatung und damit Umsatzgenerierung erfolgt.

Investitionen und Finanzierung

Neben vielen kleinen, nicht näher zu erwähnenden Maschinen für Fertigung und Entwicklung, welche wir aus dem Cash-Flow finanziert haben, gab es weitere Anschaffungen in Maschinentechnik vor allem im Bereich der Industrietechnik. Zu einer Verbesserung der Kapazitäten und der Schneidqualität, wurden im Schaumbereich Anlagen angeschafft. Im Bereich der Fenster- und Fassadenabdichtung wurde eine weitere Selbstklebewickelanlage in Betrieb genommen. Diese wurde nach den geänderten Anforderungen des Marktes, auf flächig beschichtete Materialien, ausgelegt.

Im Berichtsjahr wurde weiterhin in die IT und IT-Sicherheit investiert. In Bezug auf generelle Software Updates sind wir bei den wesentlichen Programmen auf dem neusten/aktuellen Stand. Sicherheitsupdates werden durch den Systemadministrator fristgerecht umgesetzt und so die Systemsicherheit gewährleistet. Dies vor allem in erweiterte Programme und Systeme, die unsere Arbeitsabläufe optimieren und den Anforderungen der Kunden und Märkte gerecht werden; zudem wurden interne Abläufe prozesssicherer gestaltet.

Als Joint Venture wurde im Geschäftsjahr 2021 die Beteiligung an der Bogis Elastomer getätigt. Diese Investition wurde in 2023 veräußert.

Für das Jahr 2024 sehen wir neben laufenden Ersatzinvestitionen und Instandhaltungen einige größere Investitionen im Bereich der Maschinentechnik, Lagertechnik und Flurförderfahrzeuge. Ebenso stehen Investitionen für den Bereich der Alarmierungstechnik an und der Verbesserung der Nutzung Solarer Energie.

Im Fuhrparkbereich wurde das Projekt Co2 Senkung, durch den Ausbau des Anteiles an E- oder Hybridfahrzeugen vorangetrieben.

Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl unserer Beschäftigten belief sich zum Stichtag 31.12.2023 auf insgesamt 123 fest angestellte Personen (inkl. Geschäftsführung und Auszubildende). Wir haben somit unsere Stammbelegschaft im Vergleich zum Vorjahresstichtag leicht gesteigert.

Auftragsspitzen haben wir je nach Bedarf, wie auch in den vergangenen Jahren, durch Leiharbeitskräfte abgedeckt.

Für die Bezieher von Leistungen der Kölner Pensionskasse bilden wir weiterhin eine Rückstellung zum Ausgleich des Fehlbetrages, nach Einleitung des Sanierungsverfahrens der Kasse.

Konsequente Schulungen, regelmäßige Produktschulungen, Strategiemeetings und Gesamtmeetings gehören zum Schulungsplan des Qualitätsmanagements unseres Personals für die verschiedenen Unternehmensbereiche.

Wir legen viel Wert auf die Ausbildung. Sowohl im kaufmännischen als auch im technischen Bereich ist es ein großes Anliegen unseres Hauses, Nachwuchskräfte auszubilden. Wir investieren in diesem Bereich viel Zeit und Geld und sehen aber dadurch auch eine tragfähige Säule an motivierten jungen Menschen, die zukünftig unser Geschäft unterstützen sollen. Um dies weiter zu professionalisieren und auch die innerbetriebliche Ausbildung stetig zu verbessern, haben wir das Personalmanagement personell aufgestockt. Insgesamt ist keine wesentliche Fluktuation zu erkennen.

Die Personalbeschaffung erfolgt über Anzeigen in lokalen Medien, sowie Aushänge am Gebäude. Dadurch erreichen wir einen ausreichenden Zulauf an Personal.

In der Geschäftsführung ergaben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Änderungen. Allerdings wurde die Betriebsleitung neu aufgestellt. Hierdurch soll eine Verbesserung der Produktionssteuerung, der Mitarbeiterführung und der Effizienz in der Produktionsplanung erreicht werden.

3. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Die BOSIG GmbH ist - wie jedes Unternehmen - den normalen gesamtwirtschaftlichen und branchentypischen Risiken sowie den Wettbewerbsrisiken unterworfen.

Der Zinsanstieg und die Verteuerung der Baupreise stellen einen Risikobereich dar. Vorrangig im klassischen Einfamilienhausbereich, aber dramatisch in dem Bereich des Wohnungsbaus. In den Statistiken sind Rückgänge bei den Baugenehmigungen zu lesen. Derzeit spüren wir dies zwischenzeitlich zunehmend. Die Gesellschaft versucht durch entsprechende Diversifikation der Produkte und die Ausweitung des Portfolios auf weniger konjunkturabhängige Branchen sowie durch eine weitere Internationalisierung das Risiko zu vermindern.

Seit Beginn des Jahres 2022 sind die Energiepreise deutlich gestiegen. Wir haben durch Ausweitung der Solaranlage und langfristige Verträge entgegengesteuert. Allerdings wiegen diese Kostensteigerungen schwer und sind über die Preise nur erschwert weiter zu geben. Die Preisvereinbarungen galten auch für 2023 anhaltend.

Durch die gestiegene Inflation werden die Einkommen der Haushalte für andere Bereiche des täglichen Lebens verstärkt benötigt. Ebenso tragen die diffusen Meldungen aus der Politik nicht zu Sicherheit und Zuversicht bei.

In Bezug auf die Wertschöpfung haben insbesondere die Produktions-/Materialkosten sowie die zukünftige Sicherstellung von qualifiziertem Personal eine besondere Bedeutung. Regelmäßige Zertifizierungen sorgen für eine hohe Qualität in den Prozessen. Eine hohe Ausbildungsquote, regelmäßige Fortbildungen und der weitere Aufbau der Führungsebene werden auch zukünftig das Know-How und die notwendigen Kompetenzen sicherstellen.

Über die Identifizierung/Realisierung von Produktionseffizienz, Maßnahmen zur Einsparung von Materialkosten sowie Energie wird eine weitere Einsparung von Produktionskosten angestrebt. Ebenso wurden im Bereich der Lieferanten ein Projekt zur Verbesserung der Zahlungskonditionen installiert.

Zum Bilanzstichtag besteht ein Haftungsverhältnis aus der Übernahme einer selbstschuldnerischen Bürgschaft gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg in Höhe von TEUR 3.150. Die Bürgschaft sichert das Darlehen der LBBW gegenüber der Schwestergesellschaft Flexolan GmbH. Mit einer Inanspruchnahme der BOSIG GmbH aus der Bürgschaft ist derzeit nicht zu rechnen.

Darüber hinaus bestehen keine weiteren wesentlichen Risiken. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor.

Chancenbericht

Aufgrund der positiven Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verfügt die BOSIG GmbH über eine gesunde Struktur / Basis, um den zukünftigen Anforderungen des Marktes und Wettbewerbs gewachsen zu sein.

Um den Baubereich gravierend anzukurbeln bedarf es Massnahmen der öffentlichen Hand. Für diese Maßnahmen in Dach, Wand und Fassade haben wir die passenden Produkte.

Unsere Lieferfähigkeit ist gut und auf einem hohen Niveau. Stillstandszeiten gibt es so gut wie keine.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die zunehmende Internationalisierung sowie die Beziehungen zu den Schwestergesellschaften und Beteiligungsunternehmen eröffnen weitere Absatzmärkte/-potentiale für die BOSIG GmbH. Durch die unterschiedlichen Produkte/Branchen erfolgt eine Risikodiversifikation. Durch die Verlagerung der Schwammgummiproduktion an den Standort Gingen wurden der Materialbezug bzw. die Lieferbereitschaft weiter abgesichert. Über die Übertragung des Know-How ́s für die Schwammgummifertigung könnten sich zukünftig weitere Möglichkeiten in Bezug auf die Vermarktung und Produktvarianten ergeben. Hauptaugenmerk wird sein, schneller zu liefern und lieferfähig zu sein als der Wettbewerb es darstellen kann. Insbesondere im Vertriebsbereich Industrie ist Zuverlässigkeit und Lieferfähigkeit die Trumpfkarte, um Neugeschäft zu generieren und bestehende Geschäftsverbindungen zu festigen.

Positiv ist ebenso die Entwicklung mit Kunden aus dem Internet und Onlinegeschäft welche unsere Produkte insbesondere im Bereich Akustik vermarkten.

Die positive Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation kann für weitere Investitionen und Entwicklungsprojekte genutzt werden.

Vom Unternehmensstandort Gingen werden die Geschäfte in China betreut und unterstützt. Der Vertrieb vor Ort hat den gut integrierten Zugang zu den jeweiligen Märkten und wir wollen in diesen Märkten aktiv sein, also beliefern wir unsere dort ansässigen Kunden mit den entsprechend benötigten Produkten. Neue Projekte befinden sich im Anfrage- und Planungsstatus.

Doch nicht nur die Bedienung neuer Märkte steht für uns im Fokus, durchaus wollen wir auch in die interne Flexibilität, Kommunikation, Produktivität und die Ressourceneinsparung investieren.

Wir verstehen uns als mittelständisch geprägten Innovator für Produktentwicklung und sehen uns als Individualisten sowie als weitsichtiges und strategisch orientiertes Familienunternehmen in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden.

Die Geschäftsführung monitort stetig die Chancen und Risiken und stellt zusammenfassend fest, dass die BOSIG GmbH vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität und des Produktportfolios für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet ist. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

4. Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2024 hat schwierig bis verhalten begonnen.

Gespräche auf den Messen Foam und Dach und Holz, war überwiegend verhalten. Von der Kundenseite kommen geringere Forecast, als in den Vorjahren. Grössere Projekte stehen an, sind aber noch nicht in der Phase der Realisierung, somit noch nicht zählbar.

Die Wirtschaft wird in 2024 schwach wachsen. Wir spüren derzeit Umsätze unter Vorjahresniveau und gehen von einem leicht geschwächten Umsatzverlauf aus.

Da wir ständig an der Verbesserung unserer Potentiale arbeiten, werden wir uns auch zukünftig den Herausforderungen des Marktes stellen. Wir sehen diese Herausforderungen als Chance für unser mittelständisch geführtes Unternehmen. Mit unseren Ideen und unserem Engagement haben wir noch viele Möglichkeiten, neue Bereiche im Markt zu erschließen.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit gleichbleibenden Umsätzen, aber einer schwierigen Ertragslage und somit einem leichten Ergebnisrückgang gerechnet. Der operative Cash-Flow und die Finanzlage werden weiter stabil bleiben.

Um unsere Innovationen und Gedanken in die Tat umzusetzen, wollen wir in neue Maschinen und Techniken, aber auch in Personal investieren.

5. Zweigniederlassungen

Unser Unternehmen verfügt über keine Zweigniederlassung.

 

Gingen, den 06.05.2024

gez. Harry Leichmann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.190.856,36 7.606.963,28
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 42.902,00 92.216,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 42.901,50 92.215,50
II. Sachanlagen 5.147.954,36 4.767.728,48
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 424.094,00 459.446,50
2. technische Anlagen und Maschinen 2.649.686,36 2.746.603,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.074.174,00 1.313.697,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 247.981,48
III. Finanzanlagen 0,00 2.747.018,80
1. Beteiligungen 0,00 1.002.018,80
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.745.000,00
B. Umlaufvermögen 12.565.054,76 14.849.328,99
I. Vorräte 4.515.706,51 5.922.022,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.931.360,25 4.172.099,01
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 532.361,30 2.244.797,29
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 18.375,00
3. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.398.998,95 1.908.926,72
III. Wertpapiere 970.959,15 902.538,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.147.028,85 3.852.669,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 59.714,46 81.606,73
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.815.625,58 22.537.899,00

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.921.059,23 15.550.381,91
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 3.599.022,72 3.599.022,72
III. Gewinnrücklagen 15.030,24 15.030,24
IV. Gewinnvortrag 7.136.328,95 9.324.459,18
V. Jahresüberschuss 1.670.677,32 2.111.869,77
B. Rückstellungen 803.699,83 1.616.061,21
C. Verbindlichkeiten 3.981.278,52 5.284.675,88
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.106.475,01 2.679.426,23
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 105.343,27 184.532,37
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 102.538,61
4. übrige Verbindlichkeiten 1.769.460,24 2.318.178,67
D. Passive latente Steuern 109.588,00 86.780,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.815.625,58 22.537.899,00

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 16.705.822,03 17.935.923,25
2. Personalaufwand 6.781.654,07 6.754.515,73
a) Löhne und Gehälter 5.408.703,10 5.403.301,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.372.950,97 1.351.214,69
davon für Altersversorgung 93.624,59 147.145,01
3. Abschreibungen 977.502,81 1.108.008,84
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 977.502,81 1.108.008,84
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.540.143,61 6.420.679,86
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 16.168,95 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 59.709,35 70.479,09
davon aus verbundenen Unternehmen 32.354,43 17.720,82
davon aus Abzinsung 7.309,68 6.813,36
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 95.574,35
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 87.332,50 82.915,45
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 643.262,74 1.348.127,61
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern 22.808,00 86.780,00
10. Ergebnis nach Steuern 1.751.804,60 2.196.580,50
11. sonstige Steuern 56.127,28 59.710,73
12. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 25.000,00 25.000,00
Jahresüberschuss 1.670.677,32 2.111.869,77

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Vorbemerkungen

Die Gesellschaft wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Ulm HRB Nr. 729021 unter ihrer Firma BOSIG GmbH mit Sitz in Gingen an der Fils geführt.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der BOSIG GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich der Angaben in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten des Anhangs ausgeübt.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Ein grundlegender Wechsel der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr ist nicht vorgenommen worden.

Die Bewertung erfolgte entsprechend den Bewertungsgrundsätzen des § 252 HGB.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung angesetzt.

Das abnutzbare Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Nicht abnutzbares Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten entsprechend den voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände und wurden linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert i.H. v. € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zum niedrigeren, beizulegenden Wert bewertet.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. zum am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Einzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen worden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die kurzfristig angelegten Wertpapiere wurden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen werden für vertragliche Versorgungsansprüche nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften bewertet.

Der versicherungsmathematische Erfüllungsbetrag für die Mitarbeiter des Werks Hamburg wurde laut dem Gutachten der Mensch & Kuhner GmbH mit der modifizierten Teilwertmethode ermittelt. Die Berechnung erfolgte im Aktivbestand. Als Grundlage für die Bewertung der Hinterbliebenenversorgung wurde von der kollektiven Hinterbliebenenversorgung ausgegangen. Bewertet wurde die Pensionsverpflichtung nach § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln Heubeck RT2018G, der Rechnungszins beträgt 1,82 % (Vj. 1,78 %). Ein Rententrend wurde mit 2,0 % berücksichtigt. Ein Gehaltstrend wurde nicht berücksichtigt.

Im Mai 2019, musste aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase, eine durch die BAFIN überwachte Sanierung der Kölner Pensionskasse vorgenommen werden. Die dadurch entstandene Deckungslücke, ist aufgrund der betriebsrentengesetzlichen Vorschriften durch den Arbeitgeber tragen. Für Anwärter haben wir auf der Grundlage finanzmathematischer Gutachten Rückstellungen in Höhe von T€ 40 gebildet.

Der versicherungsmathematische Erfüllungsbetrag wird laut Gutachten der Mensch & Kuhnert GmbH nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Die Berechnung erfolgte im Aktivbestand. Als Grundlage für die Bewertung der Hinterbliebenenversorgung wurde von der kollektiven Hinterbiebenenversorgung ausgegangen. Bewertet wurde die Pensionsverpflichtung nach § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln Heubeck RT2018G, der Rechnungszins beträgt 1,82 % (Vj. 1,78 %). Ein Renten- oder Gehaltstrend wurde nicht berücksichtigt.

Der sich gemäß § 253 Abs. 6 HGB ergebende Unterschiedsbetrag bei Anwendung eines 7-Jahresdurchschnittszinssatzes beträgt € 1.756,00. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Darüber hinaus besteht eine beitragsorientierte Pensionszusage für einen ehemaligen Geschäftsführer, welche in voller Höhe durch eine Versicherung rückgedeckt ist. Die zur Abdeckung des Risikos abgeschlossene Rückdeckungsversicherung wurde in voller Höhe des beizulegenden Zeitwerts von € 273.116,17 (Vorjahr € 253.910,64) verrechnet. Es wurde der vom Versicherungsunternehmen gemeldete Aktivwert angesetzt. Die verrechneten Zinserträge betragen € 7.309,68.

Die Bewertung der übrigen Rückstellungen (Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen) erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, zur Abdeckung aller erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Sofern die Tageswerte über dem Rückzahlungsbetrag lagen, wurden sie zum höheren Tageswert angesetzt.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bei Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr darunter bzw. bei Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr darüber lag, ist dieser angesetzt.

Angaben zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben zur Aktivseite

Anlagenentwicklung

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Der Geschäfts- und Firmenwert betrifft den Zukauf des Geschäftsbereiches "Dachzubehör - Produkte" aus dem Jahr 2006. Dieser Geschäftsbereich trägt positiv zum Gesamtergebnis des Unternehmens bei, wobei hier in den nächsten Jahren aufgrund der Förderung von Energiesparmaßnahmen und von Gebäudesanierungen mit Zuwächsen gerechnet wird. Die bisher zugrunde gelegte voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren wurde daher beibehalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
Restlaufzeit über 1 Jahr
Vorjahr
Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 532.361,30 0,00 2.244.797,29 0,00
Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 18.375,00 0,00
Übrige Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 1.398.998,95 0,00 1.908.926,72 0,00
Gesamt 1.931.360,25 0,00 4.172.099,01 0,00

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 32.289,90 (Vorjahr € 1.243.263,41) enthalten.

2. Angaben zur Passivseite

Eigenkapital / Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung der BOSIG GmbH schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 1.670.677,32 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahren
Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.106.475,01 1.172.816,76 933.658,25 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 105.343,27 105.343,27 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 1.769.460,24 1.519.460,24 250.000,00 0
Gesamt 3.891.278,52 2.797.620,27 1.183.658,25 0

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternhemen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 105.343,27 (Vorjahr € 184.532,37) enthalten.

davon aus Steuern: 342.322,04 € (545.304,34 €)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 1.791,01 € (4.824,96 €)

Die Verbindlichkeiten stellen sich im Vorjahr wie folgt dar:

Geschäftsjahr
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahren
Restlaufzeit über 5 Jahre
Gesamt 5.284.675,88 3.584.123,21 1.430.552,67 0,00

Die Vorjahres-Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über ein Jahr entfallen mit T€ 1.430 auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten

Die Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Das Darlehen bei der Volksbank Göppingen eG Nr. 607 800 208 (Stand 31.12.2023: € 44.415,13) ist durch Sicherungsübereignung der zu finanzierenden Maschine gesichert.

Es wurden im Geschäftsjahr sowie in den Vorjahren Mietkaufverträge über diverse Maschinen abgeschlossen. Die BOSIG GmbH ist hierbei als wirtschaftlicher Eigentümer zu sehen.

Die Maschinen sind im Anlagevermögen ausgewiesen. Gegenläufig wurden die Verpflichtungen gegenüber der Leasinggesellschaft als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Neben den aufgeführten Verbindlichkeiten sind folgende Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB zu vermerken:

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Übernahme einer selbstschuldnerischen Bürgschaft gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg in Höhe von € 3.150.000,00. Die Bürgschaft sichert das Darlehen der LBBW gegenüber der Schwestergesellschaft Flexolan GmbH.

Mit einer Inanspruchnahme der Bürgschaft ist aktuell nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB

Im Einzelnen bestehen Verpflichtungen für die folgenden Sachverhalte:

Gebäude und Räumlichkeiten

Mietvertrag Schmid Grundstück GmbH: jährlicher Mietaufwand € 1.354.176,00

Kündigung 12 Monate zum Jahresende.

Mietvertrag Brunnenstraße GbR: jährlicher Mietaufwand € 180.000,00

Kündigung 3 Monate zum Quartalsende.

Bestellobligo aus Investitionsvorhaben: € 0,00

Geschäftsjahr
Restlaufzeit bis 1 Jahr
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahren
Restlaufzeit über 5 Jahre
Leasing aus BGA 10.602,00 3.564,00 7.038,00 0,00
Leasing aus KFZ 230.593,60 112.761,44 117.832,16 0,00
Gesamt 241.195,60 116.325,44 124.870,16 0,00

3. Sonstige Angaben

Konzernabschluss

Die BOSIG GmbH, Gingen wird in den Konzernabschluss der BOSIG Holding GmbH & Co. KG, Gingen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.

Die BOSIG Holding GmbH & Co. KG, Gingen stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf.

Angabe des Geschäftsführers

Herr Harry Leichmann (Dipl. Betriebswirt), Gesamtgeschäftsführer

Vergütung der Geschäftsführung

Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren folgende aktive Mitarbeiter beschäftigt:

Bilanzjahr Vorjahr
Geschäftsführer 1 2
Verwaltung 32 23
Vertrieb 8 9
Einkauf und Logistik 14 11
Produktion 68 67
123 112
davon Auszubildende 9 4

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Gingen, 27. März 2024, zuletzt geändert am 06. Mai 2024

BOSIG GmbH

Geschäftsführung

gez. Harry Leichmann, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Bosig GmbH

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.405.564,00 0,00 0,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 381.276,42 0,00 0,00
1.786.840,42 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremde Rechnung 1.348.345,33 26.163,43 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.901.429,85 416.910,74 121.395,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.324.013,02 910.930,52 109.099,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 247.981,48 0,00 0,00
11.821.769,68 1.354.004,69 230.495,84
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.002.018,80 0,00 2.472.018,80
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.745.000,00 220.500,00 495.500,00
2.747.018,80 220.500,00 2.967.518,80
16.355.628,90 1.574.504,69 3.198.014,64
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.405.564,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 381.276,42
0,00 1.786.840,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremde Rechnung 0,00 1.374.508,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.400,00 7.223.344,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 221.581,48 4.347.425,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -247.981,48 0,00
0,00 12.945.278,53
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.470.000,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht -1.470.000,00 0,00
0,00 0,00
0,00 14.732.118,95
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.405.563,50 0,00 0,00 1.405.563,50
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 289.060,92 49.314,00 0,00 338.374,92
1.694.624,42 49.314,00 0,00 1.743.938,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremde Rechnung 888.898,83 61.515,93 0,00 950.414,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.154.826,35 538.526,88 119.694,92 4.573.658,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.010.316,02 328.146,00 65.210,92 2.273.251,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.054.041,20 928.188,81 184.905,84 7.797.324,17
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
8.748.665,62 977.502,81 184.905,84 9.541.262,59
RESTBUCHWERT
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 42.901,50 92.215,50
42.902,00 92.216,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremde Rechnung 424.094,00 459.446,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.649.686,36 2.746.603,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.074.174,00 1.313.697,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 247.981,48
5.147.954,36 4.767.728,48
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 1.002.018,80
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.745.000,00
0,00 2.747.018,80
5.190.856,36 7.606.963,28

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.06.2024 festgestellt.

Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss in Höhe von € 1.670.677,32 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die großenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BOSIG GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BOSIG GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BOSIG GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.

Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 6. Mai 2024

SONNTAG GmbH
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