Niezgodka GmbH
Bargkoppelweg 73, 22145 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Verena Niezgodka-Seemann seit 28.5.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Niezgodka GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Die Firma Niezgodka ist im Jahre 1967 gegründet worden und seit 1984 als GmbH organisiert. Die Gesellschaft ist spezialisiert auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Sicherheitsventilen, Entlastungsventilen, Druckminderventilen, Vordruckreglern, Unter- und Überdruckventilen sowie Sonderarmaturen auf höchstem Niveau. Der Einsatz unserer Armaturen liegt u. a. in den Bereichen der Petrochemie, Lebensmittelverarbeitung, Brauereitechnik, Pharmaindustrie, Containerbau, Erdgas- und Erdölförderung, Schiffsbetriebstechnik, Kraftwerktechnik, Wasserstofftechnik und im sonstigen Anlagenbau. Entsprechend unseres Leitbildes sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, der Umwelt, unserer Mitarbeiter sowie Kunden und Lieferanten bewusst. Wir legen daher Wert auf moderne Technologien und einen effizienten Umgang mit den Ressourcen. Die Sicherung von Arbeitsplätzen am Standort Hamburg, die faire Behandlung sowie Förderung unserer Mitarbeiter zeigen, dass unsere Belegschaft unsere wertvollste Ressource ist. Unser Handeln ist stets kundenorientiert. Langfristige Beziehungen und reger Austausch mit unseren Kunden und Lieferanten sind uns wichtig und gewährleisten eine funktionierende Lieferkette, die uns zu einem zuverlässigen Geschäftspartner macht. Die breitgefächerte Produktpalette wird stetig aktualisiert und weiter ausgebaut. Insbesondere die hohe Qualität der Produkte hat dem Unternehmen einen weltweit guten Ruf verschafft. II) Wirtschaftsbericht 1) Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. 2) Die branchenspezifische Entwicklung Die Armaturenindustrie blickt auf ein durchwachsenes Jahr 2023 zurück. Nominal wurde zwar noch ein Wachstum von 3 Prozent erzielt. Preisbereinigt bewegen sich die Umsätze allerdings schon seit geraumer Zeit im Negativen. In allen drei Segmenten war der Gesamtumsatz im Jahr 2023 real rückläufig. Außerdem waren die Auftragseingänge 2023 real rückläufig (minus 4 Prozent). Die Exporte von Industriearmaturen stiegen 2023 nominal um 5,2 Prozent auf 5.133,2 Millionen Euro. Hauptexportland war erneut China. Die Ausfuhren in die Volksrepublik sanken aber um 1,5 Prozent. Die USA platzierten sich mit einem Zuwachs von 12 Prozent auf Platz zwei. Nach den Ergebnissen des Prognosespiegels Industriearmaturen für das erste Quartal 2024 zählen zu den weltweiten Wachstumsmärkten Energie, Öl & Gas, Pharma und neuerdings auch Nahrungsmittel. Auf Abwärtskurs befinden sich dagegen die Heizungsbranche und die Zellstoffindustrie. Gemäß dem ifo-Geschäftsklima für Industriearmaturen ist die Stimmung der Industrie seit Sommer 2023 eingetrübt. 3) Geschäftsverlauf der Gesellschaft mit Vermögens-, Finanz- und Ertragslage A) Die Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft wird als gut bewertet. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens sowie der Verbindlichkeiten ist weiterhin stabil. Im Berichtsjahr ist die Bilanzsumme von 8,05 auf 7,85 Mio € gesunken. Auf der Vermögensseite veränderte sich das Anlagevermögen aufgrund von Investitionen und laufender Abschreibungen von 1,55 Mio. € auf 1,72 Mio €. Im Umlaufvermögen hat sich der Bestand der Vorräte von 4,91 Mio € auf 4,90 Mio € kaum verändert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich am Bilanzstichtag auf 1.047 T€ und sind gegenüber dem Vorjahresniveau (819 T€) gestiegen. Die Kapitalstruktur wird weiterhin überwiegend vom Eigenkapital geprägt. Die Eigenkapitalquote ist mit 84,62% etwas höher als im Vorjahr (82,65%) und liegt über dem Branchendurchschnitt und dem des Mittelstands im Allgemeinen. Diese Eigenkapitalausstattung bietet auch weiterhin eine solide Basis für eine erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft, was auch kurzfristige Investitionen ermöglicht. B) Die Finanzlage Die Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung der möglichen Skontoabzüge zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Verbindlichkeitenquote aus Lieferungen und Leistungen liegt bei 0,92% der Bilanzsumme. Die Liquidität des Unternehmens war über das gesamte Geschäftsjahr ausreichend gut. Alle Investitionen konnten ohne Fremdfinanzierung getätigt werden. Die Finanzlage kann als gesichert bezeichnet werden. C) Die Ertragslage Die Ertragslage ist zufriedenstellend. Die Struktur der Aufwendungen ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil. Von den erreichten Umsatzerlösen in Höhe von ca. 12.796 T€ (Vorjahr 11.897 T€) entfielen: 42,62 % auf das Inland (inkl. Geschäfte mit deutschen Exporteuren) 38,29 % auf Lieferungen in das Gemeinschaftsgebiet der EU (ohne Inland) 19,09 % auf das Drittland. Auf der Kostenseite ist der Materialaufwand um 20,6% gestiegen und liegt bei 4.716 T€ (Vorjahr 3.910 T€). Dieser Anstieg wurde erwartet und wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Gestiegene Preise aufgrund steigender Personalkosten und Kosten für Bürokratiebewältigung wiegen deutlich mehr, als die reinen Materialzuschläge. Der Personalaufwand ist bei uns moderat gestiegen um 3,14% gestiegen und liegt bei 6.189 T€ (Vorjahr 6.001 T€). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) beläuft sich im Geschäftsjahr auf -10 T€ (Vorjahr 298 T€). Insgesamt musste ein Jahresfehlbetrag in Höhe von-9.460 € (Vorjahr 199.789 € Überschuss) festgestellt werden. Die Geschäftsentwicklung in 2023 ist trotz aller Widrigkeiten und Krisen günstig verlaufen und kann positiv bewertet werden. Bezüglich der weiteren Entwicklung ist eine Fortsetzung des Trends erkennbar, wenn man das Jahr 2024 betrachtet. Wesentliche Einmaleffekte, die die Berechnung eines bereinigten Ergebnisses erforderlich machen, gab es in 2023 nicht. III. Chancen und Risiken des Unternehmens sowie zukünftige Entwicklung mit Rückblick auf die Prognosen des Vorjahres. 1) Risikobericht Neben der weiterhin großen Herausforderung, dem Fachkräftemangel, kommt der kontinuierliche Anstieg der Bürokratie im Mittelstand hinzu. Es ist weiterhin schwer, ausreichend Fachkräfte zu finden und zu halten. Zugleich bereiten das Qualifikationsniveau, das Anspruchsdenken als auch die steigenden Personalkosten Sorgen. Wir haben daher den Kontakt zu umliegenden Hochschulen intensiviert, um regelmäßig Projekte an Studierende zu vergeben, um diese auch im Anschluss an unser Unternehmen zu binden. Wir bilden kontinuierlich für den eigenen Bedarf aus und arbeiten hier effektiv mit dem Hamburger Ausbildungszentrum (HAZ) zusammen. Insbesondere Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (38,5%) und des Handels (41,3%) gehen davon aus, dass sich der Wettbewerbsdruck zukünftig erhöhen wird. Durch das Angebot von Praktika und studentischen Arbeiten versuchen wir, junge Menschen an Werte und Unternehmenskultur heranzuführen. Die Verbundenheit zum Unternehmen kann so frühzeitig hergestellt werden und gelingt einfacher als bei Menschen, die schon viele Jahre in anderen Unternehmen tätig waren. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz kann offenkundig der Fachkräftemangel abgefedert werden. Die Erfordernisse hinsichtlich Berichterstattung und Bürokratie, denen sich große, i.d.R. börsennotierte Unternehmen gegenübersehen, werden immer mehr auf mittelständische Unternehmen übertragen. So sind es zum einen steigende gesetzliche Anforderungen, zum anderen aber Forderungen seitens der Kundschaft, die zu einem Übermaß an Bürokratie führen. Für diesen Mehraufwand, der zunächst einmal keinen Mehrwert hat, ist in mittelständischen Unternehmen kein Personal vorgesehen und kann auch nicht ohne weiteres beschafft werden. Oft versuchen Geschäftsleitung und Führungskräfte hier noch selbst tätig zu werden, was den ohnehin schon ausgelasteten Arbeitsalltag torpediert. Die Preisentwicklung der Zulieferer muss aufmerksam beobachtet werden, da nicht alle Preisentwicklungen direkt an die Kunden weitergebenen werden können und insofern die Ertragslage negativ beeinflusst werden könnte. 2) Chancenbericht Der hohe Aufwand, der betrieben wird, um relevante Zertifizierungen zu erhalten, erstreckt sich auch über die gesamte Lieferkette. Hier sind wir im Gespräch mit unseren Lieferanten, diese von der Notwendigkeit der Zulassungen zu überzeugen. Hier wird unserem Unternehmen ein eindeutiger Wettbewerbsvorteil zugeschrieben. Unsere Produkte sind bereits in vielen Branchen weltweit im Einsatz. Dies bietet einen enormen Vorteil gegenüber der Abhängigkeit und einem eventuellen Einbruch von einzelnen Branchen. Umso wichtiger ist es, sich in allen diesen Branchen zu informieren, um technische Änderungen und gesetzliche Anforderungen zu antizipieren. Die Zertifizierungen für den Chinesischen und Koreanischen Markt wurden erfolgreich abgeschlossen. Um vernünftige Messwerte hinsichtlich einer Erhöhung der Marktanteile in diesen Ländern zu bekommen, müssen noch weiter Daten gesammelt werden. Oft sind die Projekte, z.B. für den Aufbau von Wasserstofftankstellen u.a. Anlagen langfristig aufgebaut. Die Digitalisierung stellt nach wie vor eine große Herausforderung dar, bietet aber auch Chancen. Der Aufbau von Datenbanken und die Vernetzung von Daten im Unternehmen waren Digitalisierungsprojekte im Berichtsjahr, die uns abteilungsübergreifend Datensicherheit gebracht haben. Der Aufbau systematischer Durchläufe unserer technischen Berechnung inklusive der Dokumentation entstand im Berichtsjahr als studentisches Projekt, welches in den Folgejahren fortgeführt wird. Hier wurde auch in entsprechende Berechnungssoftware investiert. Für die Jahre 2024 und 2025 wird an umfangreichen Projekten in der EDV gearbeitet. Die Buchhaltung soll weitestgehend beleglos abgebildet werden. Die Einführung der xRechnung für 2025 soll bis dahin gesichert sein. Die Buchhaltungssoftware erhält neue Module zur KI-basierten Belegverarbeitung, um Arbeitsgänge zu verschlanken und Eingabefehler zu minimieren. Zusätzlich werden die eingehenden Belege rechtssicher archiviert und sind von der Buchhaltung direkt aufrufbar. Die Revision des ERP-Systems wird in 2024 geplant und soll im Laufe des Jahres 2025 umgesetzt werden. Auch hier wird es ein KI-basiertes Modul geben, Suchen zu vereinfachen und Auswertungen zu generieren. Dieses umfangreiche Projekt wird in hohem Maße Personal aller Abteilungen binden, was mit jeweiligem zeitlichem Aufwand verbunden ist. Auf der anderen Seite haben die Abteilungen Mitspracherecht bei der Entwicklung und Verbesserung der digitalisierten Abläufe, was zu mehr Akzeptanz und Unternehmensbindung beim Personal führen kann. 3) Prognosebericht Die politische Situation wird weltweit immer komplizierter. Statt zusammenzurücken, bilden sich immer neue und tiefere Gräben zwischen den Weltmächten. Auch wenn unser Exportanteil in außereuropäische Länder einen kontinuierlichen Anteil hat, so ist unsere Geschäftstätigkeit im Inland und im europäischen Raum unser Hauptstandbein. Solange die europäischen Länder versuchen, das Wirtschaftsleben nicht komplizierter, sondern einfacher zu gestalten, sind wir mit unserem Kunden- und Lieferantenstamm auf einem guten Weg, auch in Zukunft an unserem Standort erfolgreich produzieren zu können. Aufmerksam muss die Preisentwicklung verfolgt werden. Viele Lohnfertiger haben im Berichtsjahr ihre Preise nachkalkuliert, nachdem sie teilweise jahrelang zu stabilen Preisen geliefert haben. Es bleibt zu hoffen, dass hier nun wieder etwas Stabilität eintritt und kein Wildwuchs in der Preisgestaltung entsteht. Wir sind unseren Kunden gegenüber verpflichtet, und haben es in der Vergangenheit immer so gehandhabt, dass wir Preise nur im Abstand von einigen Jahren angepasst haben. Hierdurch haben wir immer alle Schwankungen aufgefangen. Im Personalbereich wollen wir effizienter arbeiten und Abgänge aus Altersgründen versuchen, durch verbesserte Arbeitsabläufe zu kompensieren. Dadurch können die Personalkosten planbar bleiben und Investitionen eher im Bereich Maschinen oder EDV geplant werden. Weiterhin wollen wir kontinuierlich ausbilden, um in allen Bereichen unseres Unternehmens junge Menschen zu integrieren. Es bleibt zu hoffen, dass nicht der komplette Nachwuchs lieber zu Konzernen wechselt, die i.d.R. mehr zahlen können und flexibler auf die Wünsche junger Bewerber eingehen können. Die Vorteile kleiner oder mittlerer Unternehmensgrößen werden zwar gesehen, sind aber nicht vergleichbar, ohne eigene Erfahrungen gemacht zu haben. Wir müssen die Vorteile unseres Unternehmens sowie eine sichere Zukunftsperspektive sichtbar machen und vermitteln. Dazu gehört es auch, sich Modernisierungen und neuen Technologien nicht zu verschließen und diese anzupacken, soweit es finanziell möglich ist. 4) Forschungsbericht Alle Versuche für unsere Bauteilprüfungen sind bisher mit analoger Messtechnik durchgeführt worden. Der Versuch, die vorhandene elektronische Messtechnik zu aktivieren, ist leider nicht geglückt. Für den Luft- und Wasserprüfstand wurde je ein Konzept für die Messtechnik zusammen mit einem potenziellen Lieferanten erstellt. Ein Angebot dieses Lieferanten liegt vor und muss in den Investitionsplan integriert werden. Um für unser Produktprogramm über einen harten Werkstoff zu verfügen, der eine ausreichende Festigkeit (u.a. für Hochdruckanwendungen) aufweist, wurden Versuche mit dem Edelstahlwerkstoff 1.4418 durchgeführt. Im Rahmen qualitätssichernder Maßnahmen (zur DIN EN ISO 3834-2 und AD 2000-Merkblatt HP0 hin) sind in diesem Jahr die obligatorischen Arbeitsprüfungen für Rohre (DMV-Körper und Federhauben) durchgeführt worden. Das Zertifikat wurde erst nach Bestehen des letzten Prüfstücks ausgestellt. Für das Jahr 2024 stehen folgende Aufgaben im Bereich Schweißen an: - Schweißerprüfung - Rezertifizierung DIN EN ISO 3834-2 - Rezertifizierung AD 2000-Merkblatt HP0 - Arbeitsprüfung - Schweißtechnisches Kolloquium HAW-Hamburg (hier im Rahmen der Weiterbildung) Erste Erfolge hinsichtlich Prozessautomatisierung und Optimierung konnten durch die Integration der technischen Datenbank in die Abläufe zur Lasermarkierung für Typenschilder erzielt werden. Auf Basis der F-Artikelnummer fragt ein entwickeltes Programm die technische Datenbank nach allen nötigen Daten ab, um die Felder des Typenschilds automatisch zu füllen. Für den Nutzer an der Lasermarkierungsmaschine konnten die nötigen Eingaben und der Zeitaufwand deutlich reduziert werden. Darüber hinaus sind Anwendungen für die Suche nach technischen Zeichnungen und für die Berechnung & Visualisierung von Feder-Druckbereichen programmiert worden. Im Mai wurde die einfache und günstige FEM-Software "LISA" beschafft. Diese kam mehrfach zur Anwendung, wobei schnell klar wurde, dass die Ansprüche an die Simulationen gestiegen sind und die Software an ihre Grenzen kam. Daraufhin wurde eine aktuellere und leistungsfähigere FEM-Software "Mecway FEA" beschafft. Es sind 13 Baumusterprüfung und somit die Hälfte aller Baumuster in einem Zeitraum von Januar bis Oktober 2023 durchgeführt worden. Da die Anforderungen an die Dokumentationen erheblich gestiegen sind, führte dies zu einer erheblichen Mehrbelastung im Bereich F+E. Für die Rezertifizierung nach ISO 9001 ist es Voraussetzung, dass zum Zeitpunkt des Ausstellens des ISO 9001-Zertifikates alle Baumusterprüfungen aktuell sein müssen. Dies ist uns im Sommer durch einen hohen und zielgenauen Einsatz der Ressourcen (inkl. der externen Prüfer) gelungen. Die Gültigkeit von 24 unserer 26 Baumuster endet in einem Zeitraum von weniger als zwei Jahren. Baumuster sind stets 10 Jahre gültig. Das Jahr 2023, in dem jener zweijährige Zeitraum begann, hat verdeutlicht, wie stark die Anforderungen in der Zwischenzeit angehoben wurden. Im Bereich Arbeitssicherheit haben wir noch Verbesserungspotential. Im Wareneingang werden viele schwere Gussteile bewegt. Die Gesamtmasse einer Lieferung erreicht schnell einige Tonnen. Um die Belastung für die Mitarbeiter zu reduzieren, wurden auf einer Messe Hilfsmittel begutachtet (z.B. Exoskelett zum Heben und Tragen von Lasten). Hier gilt es aus der Vielzahl von Möglichkeiten, die für uns richtige Unterstützung auszuwählen. IV. Schlusswort und weiterer Ausblick Nach aktuellen Schätzungen soll die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 um 0,3 Prozent wachsen. Geprägt von den hohen Energiepreisen stagnierte die Wirtschaft in den vergangenen zwei Jahren größtenteils. Allerdings ist es inzwischen so, dass Strom und Gas heute an der Börse etwa so viel wie vor den Energiepreisschocks kosten, Die Preise seien schneller zurückgegangen als von vielen vorhergesagt. Das wirke sich positiv auf die Inflation aus. Auch die energieintensiven Industrien weiten ihre Produktion seit Jahresbeginn wieder aus. Weniger gute Prognosen ergeben dagegen die Zahlen für das Wachstum von Produktivität und Potentialen. Die Bundesregierung habe in den vergangenen zwei Jahren die großen Herausforderungen bewältigt und bereits viele Veränderungen auf den Weg gebracht. Allerdings sieht der Wirtschaftsminister weiterhin strukturelle Aufgaben zu lösen, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu verbessern. Es geht darum, Innovationen zu stärken, Bürokratie abzubauen und den Arbeitskräftemangel anzugehen. Planungs- und Genehmigungsverfahren müssten weiter beschleunigt werden. Die Außenwirtschaft verbessert sich leicht. Das bestätigen internationale Organisationen, deren Erwartungen für das Weltwirtschaftswachstum zuletzt ebenfalls leicht nach oben revidiert wurden. Davon dürfte wiederum die exportorientierte deutsche Industrie profitieren. Die Niezgodka GmbH erwartet für 2024 einen leichten Jahresüberschuss, im Einzelnen aber ein ähnliches Ergebnis wie in 2023. Die finanzielle Situation des Unternehmens ist weiterhin stabil, dass auch die nächsten Jahre gut überstanden werden. Ggf. kann kurzfristig bereitgestelltes Fremdkapital schnelle Investitionen bewirken. Die Umsatzerwartung ist ähnlich dem Vorjahr, jedoch immer abhängig von der Entwicklung der politischen Lage., Erhöhter finanzieller sowie Personaleinsatz für weitere bürokratische Forderungen schmälern zunächst den Erfolg. Erst in späteren Jahren werden auch wir als Mittelständler von den Vorarbeiten dieser Zeit profitieren. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft mit Sitz in Hamburg ist unter dem Firmennamen Niezgodka GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Register-Nr. 29139 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den §§ 242 - 256a, §§ 264 - 286 HGB erstellt. Die Aufstellungserleichterungen des § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren § 275 Abs. 2 HGB erstellt. II. Erläuterungen zu den Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden entsprechend der steuerlichen Handhabung aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Normalabschreibungen entsprechend dem Zeitablauf bewertet. Die Abschreibungen, soweit sie auf den Bestand zum 31.12.2009 entfallen, sind nach steuerlichen Grundsätzen ermittelt, so wurden bewegliche Anlagegegenstände sowohl degressiv als auch linear abgeschrieben. Soweit bei unveränderter Restnutzungsdauer die lineare Jahresabschreibung die degressive überstieg, erfolgte eine Umstellung von der degressiven auf die lineare Abschreibungsrechnung. Auf Zugänge des Geschäftsjahres beim beweglichen Anlagevermögen wurde die Abschreibung linear und monatsgenau ab dem Monat der Anschaffung berechnet. Den Abschreibungen liegen die tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern der einzelnen Vermögensgegenstände zugrunde. Für Computer-Hardware wurde von der verkürzten Nutzungsdauer von einem Jahr gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr werden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert 800,00 € (§ 6 Abs. 2 EStG) im Zugangsjahr voll abgeschrieben und gleichzeitig im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Norminalwert angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden alle erkennbaren Risiken durch entsprechende aktivisch abgesetzte Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (1 % der Nettoforderungen) berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Bilanzgewinn des Vorjahres wurde gemäß Gesellschafterbeschluss in voller Höhe von 6.261.677,35 € auf neue Rechnung vorgetragen. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Einzelangaben zur Bilanz 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Zusammensetzung und Entwicklung ist angehängter Aufstellung zu entnehmen.
2. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
3. Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (§ 285 Nr. 3a HGB):
IV. Sonstige Angaben 1. Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden beschäftigt:
2. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch folgende Geschäftsführer: - Frau Dorrit Niezgodka - Frau Verena Niezgodka-Seemann Frau Dorrit Niezgodka und Frau Verena Niezgodka-Seemann vertreten die Gesellschaft jeweils allein und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Mindeststeuergesetz gem. § 285 Nr. 30a HGB: Der Bundestag hat das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) am 10.11.2023 verabschiedet, der Bundesrat hat am 15.12.2023 seine Zustimmung erteilt. Das Gesetz wird Anwendung finden für alle Geschäftsjahre nach dem 31.12.2023. Die Niezgodka GmbH erwartet keine nennenswerten Auswirkungen durch die Einführung dieses Gesetzes. 4. Nachtragsbericht gem. § 285 Nr. 33 HGB: Das Geschäftsjahr 2024 wird weiterhin von den indirekten Folgen der internationalen geopolitischen Konflikte sowie der konjunkturellen und strukturellen Wirtschaftslage in Deutschland beeinflusst bleiben. Von einer nach wie vor schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Trotz dieser ungünstigen Situation konnte die Niezgodka GmbH durch erfolgreiche Vertriebsaktivitäten vermehrte Aufträge einholen, so dass für 2024 eine Verbesserung der Umsatz- und Ertragslage erwartet wird. Diese Einschätzung wird begünstigt durch die unverändert gute finanzielle Aufstellung der Gesellschaft. 5. Ergebnisverwendungsvorschlag gem. § 285 Nr. 34 HGB:Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 9.460,24 € auf neue Rechnung vorzutragen. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Unterzeichnung durch die Geschäftsführerinnen:
Hamburg, 17.12.2024 gez. Dorrit Niezgodka gez. Verena Niezgodka-Seemann Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 19.03.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Niezgodka GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Niezgodka GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Niezgodka GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Hamburg, 18.03.2025 Dipl.-Kfm. Tobias Hennenberger, Wirtschaftsprüfer |
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