Siemens Traction Gears GmbH

Thierbacher Straße 24, 09322 Penig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 31197
Vorher
Blitz C17-571 GmbH
Eingetragen
30.8.2017
Branche
Herstellung von Lokomotiven und anderen SchienenfahrzeugenHerstellung von mechanischen oder elektromechanischen Signal-, Sicherungs-, Überwachungs- oder Steuergeräten für Schienenwege oder andere VerkehrswegeReparatur und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen
Gegenstand
Erforschung, Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Montierung, Prüfung und Vertrieb aller Arten von Komponenten, Bauelementen und Baugruppen der Antriebstechnik für Schienenfahrzeuge sowie gewerblich genutzte, elektrisch betriebene Fahrzeugantriebe, außerdem Erbringung von umfassenden Serviceleistungen, wie Inbetriebnahmen, Wartungs- und Reparaturarbeiten, Modernisierungen, Ersatzteillieferungen, Befundungen und Beratung für vorstehend genannte Antriebstechnik.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Carsten Kurtze
seit 14.11.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

25.00% identifiziert75.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Dr. Mario LehnertSiemens Mobility GmbH+1
25.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Siemens Aktiengesellschaft Berlin und München
75.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Siemens Traction Gears GmbH (vormals: Blitz C17-571 GmbH)

Penig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Siemens Traction Gears GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Siemens Traction Gears GmbH, Penig, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siemens Traction Gears GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 8. März 2019

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schlüter

Wirtschaftsprüfer

Salzer

Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. September 2018

Aktiva

1.10.2017* 30.09.2017
EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte   4.798.557,00 5.329 0
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 62.925,00   22 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.909.082,00   1.792 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 966.118,44   584 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 174.365,05   286 0
    3.112.490,49 2.684 0
    7.911.047,49 8.013 0
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.593.482,33   7.016 0
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.112.560,28   4.125 0
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 157.604,45   204 0
4. Geleistete Anzahlungen 28.200,00   0 0
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -228.607,73   -187 0
    14.663.239,33 11.158 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.259.186,79   53 0
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.844.450,02   1.897 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.322.811,61   4 0
    8.426.448,42 1.954 0
III. Guthaben bei Kreditinstituten   0,00 25 25
    23.089.687,75 13.137 25
C. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   176.598,70 52 0
    31.177.333,94 21.203 25

Passiva

       
      1.10.2017* 30.09.2017
  EUR EUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   25.000,00 25 25
II. Kapitalrücklage   10.224.514,53 10.225 0
III. Jahresüberschuss   2.438.548,32 0 0
    12.688.062,85 10.250 25
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 84.770,00   80 0
2. Sonstige Rückstellungen 8.028.845,13   6.996 0
    8.113.615,13 7.076 0
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.335.079,00   3.202 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.138.547,84   0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 902.029,12   675 0
davon aus Steuern EUR 119.159,91 (Vj. TEUR 0)        
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 21.516,67 (Vj. TEUR 0)        
    10.375.655,96 3.877 0
    31.177.333,94 21.203 25

* Die ausgewiesenen Werte zeigen die Eröffnungsbilanz nach der Abspaltung zur Aufnahme

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017 / 2018

EUR EUR
1. Umsatzerlöse 61.523.264,63  
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.058.910,58  
3. andere aktivierte Eigenleistungen 603.347,67  
4. sonstige betriebliche Erträge 43.459,01  
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0    
    61.111.160,73
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 37.768.933,24  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.193.544,43  
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 7.668.704,72  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.207.135,43  
davon für Altersversorgung EUR 394,59    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.470.567,15  
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.306.177,96  
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 761.615,97    
    58.615.062,93
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.736,23  
davon negative Zinsen aus der Geldanlage EUR -70,88    
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.807,11    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 53.896,10  
davon aus der Abzinsung EUR 50.948,14    
davon an verbundene Unternehmen EUR 0    
    -50.159,87
11. Ergebnis nach Steuern   2.445.937,93
12. Sonstige Steuern 7.389,61  
    7.389,61
13. Jahresüberschuss   2.438.548,32

Siemens Traction Gears GmbH
(vormals: Blitz C17-571 GmbH), Penig

Anhang für das Geschäftsjahr 2017/18

Die Siemens Traction Gears GmbH, vormals Blitz 17-571 GmbH, wurde am 30.08.2017 ins Handelsregister eingetragen.

Der Gegenstand des Unternehmens ist Erforschung, Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Montierung, Prüfung und Vertrieb aller Arten von Komponenten, Bauelementen und Baugruppen der Antriebstechnik für Schienenfahrzeuge sowie gewerblich genutzte, elektrisch betriebene Fahrzeugantriebe, außerdem die Erbringung von umfassenden Serviceleistungen, wie Inbetriebnahmen, Wartungs- und Reparaturarbeiten, Modernisierungen, Ersatzteillieferungen, Befundungen und Beratung für vorstehend genannte Antriebstechnik.

Das Geschäftsjahr läuft vom 01.10. eines Jahres und endet am 30.09. des nächsten Jahres. Für den Zeitraum ab Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister bis zum 30.09.2017 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr eingelegt.

Die Siemens Traction Gears GmbH hat im Wege der Abspaltung zur Aufnahme gemäß Spaltungs- und Übernahmevertrag vom 19.01.2018 sowie der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag Teile des Vermögens als Gesamtheit von der Siemens Industriegetriebe GmbH mit dem Sitz in Penig (Amtsgericht Chemnitz HRB 22872) mit Wirkung zum 1.10.2017 zu Buchwerten übernommen. Zudem sind die dem LD-Geschäft zugeordneten Arbeitsverhältnisse vertragsgemäß ebenfalls mit Wirkung zum 1.10.2017 auf die Gesellschaft übergegangen.

Die Vorjahreswerte insbesondere in der Gewinn- und Verlustrechnung sind nicht vergleichbar. Da die Siemens Traction Gears GmbH die operative Geschäftstätigkeit durch den Spaltungs- und Übernahmevertrag vom 19.01.2018 erstmalig überhaupt für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 aufgenommen hat, wurde auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen zur besseren Vergleichbarkeit verzichtet. In der Bilanz zum 30.09.2018 wurden zur besseren Vergleichbarkeit die Werte der auf Grundlage des Spaltungs- und Übernahmevertrags zum 1.10.2018 übernommenen Aktiva und Passiva zusätzlich zu den Eröffnungsbilanzwerten mit angegeben.

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Der Ausweis erfolgt in TEUR.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Siemens Traction Gears GmbH mit Sitz in Penig im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter der Nummer HRB 31197 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zusammensetzung der Herstellungskosten wird im Kontext der Erläuterungen der Vorräte beschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für bestimmte Zugänge, welche bis 2010 zugegangen sind, wird die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Zur linearen Methode wird in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt, übergegangen.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € sofort aufwandswirksam erfasst. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250 €, jedoch nicht mehr als 800 € betragen, erfolgt eine Aktivierung und vollständige Abschreibung im Zugangsjahr.

Nutzungsdauer der Sachanlagen In Jahren
Fabrik- und Geschäftsbauten 20 bis 50
Übrige Bauten 5 bis 10
Technische Anlagen und Maschinen überwiegend 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8
Vermietete Erzeugnisse überwiegend 3 bis 5

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten beziehungsweise zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert.

In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d.h. es werden für Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und technischer Veralterung ergeben, sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung von unverrechneten Lieferungen und Leistungen im Anlagen- und Servicegeschäft Abschläge vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie nach Länderrisiken gebildet.

Latente Steuern: Sofern aufgrund von Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in der Bilanz insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese insoweit verrechnet dargestellt. Im Falle einer sich ergebenden Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Nr. 2 HGB nicht in Anspruch genommen.

Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung: Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitvereinbarungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung bei der Siemens Traction Gears GmbH zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der 10-jährige (für Pensions- und Deferred Compensation-Verpflichtungen) / 7-jährige (für Übergangszahlungen und Sterbegeld) durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,34 % / 2,43 % (Vj. 3,77 % / 2,91 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,25 % (Vj. 2,25 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,5 % (Vj. 1,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuationsrate wurde je nach Altersklasse mit einer Rate von 1,12 % (Vj. 1,12 %) und 4,86 % (Vj. 4,86 %) berücksichtigt.

Für Pensionsleistungen, die über einen mittelbaren Durchführungsweg erbracht werden, haftet die Siemens Traction Gears GmbH nach dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) weiterhin subsidiär. Soweit das jeweilige Vermögen des Pensionsfonds beziehungsweise der Pensions- oder Unterstützungskasse nicht den Erfüllungsbetrag der jeweiligen Pensionszusagen deckt, bilanziert die Siemens Traction Gears GmbH die Unterdeckung in den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen.

Im Rahmen des Entgeltumwandlungsplans werden Gehaltsbestandteile in Fondsanteilen angelegt, die nur der Deckung der hieraus entstehenden Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Dieses Vermögen, mit einem beizulegenden Zeitwert zum 30. September 2018 in Höhe von TEUR 161 (Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände TEUR 146), wird daher mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich aus dieser Verrechnung ein passivischer Überhang von TEUR < 1. Zu den aus dem Entgeltumwandlungsplan verrechneten Aufwendungen und Erträgen siehe Ziffer 3 übriges Finanzergebnis.

In den übrigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen gebildet für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird.

Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen und der Gewährung von Lizenzen ausgewiesen.

Negative Zinsen aus der Geldanlage werden in den Zinserträgen, positive Zinsen aus der Geldaufnahme in den Zinsaufwendungen als Abzugsposten ausgewiesen.

Währungsumrechnung: Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Wertpapiere, flüssigen Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten (ohne erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bilanzpositionen in fremder Währung, die Bestandteil der Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos sind, werden zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts.

Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb der Siemens Traction Gears GmbH nahezu ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt; zurückgestellt wird nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst.

Abschlussgliederung: Die Siemens Traction Gears GmbH fasst einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz zusammen, sofern sie einen Betrag enthalten, der für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bilds nicht erheblich ist, und durch eine Zusammenfassung die Klarheit der Darstellung vergrößert wird. Diese Posten weist die Siemens Traction Gears GmbH im Anhang gesondert aus.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe sonstige Vermögensgegenstände; sie enthalten keine gegen die Gesellschafterin.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitvereinbarungen und Verpflichtungen aus Entgeltumwandlung 280
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 441
Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen 177
Anschaffungskosten des angelegten Vermögens 420

Eigenkapital - ausschüttungsgesperrte Beträge

Der Unterschied aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem 7-jährigen Jahresdurchschnittszinssatz und dem 10-jähren Durchschnittzinssatz beträgt € 16.393. Dieser unterliegt dann einer Ausschüttungssperre, sofern keine frei verfügbaren Rücklagen in mindestens gleicher Höhe bestehen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Siemens Traction Gears GmbH gewährt Pensionsleistungen durch Altzusagen und Pläne mit Entgeltumwandlungen.

Im Rahmen des Entgeltumwandlungsplans werden Gehaltsbestandteile in Fondsanteilen angelegt, die nur der Deckung der hieraus entstehenden Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Dieses Vermögen, mit einem beizulegenden Zeitwert zum 30. September 2018 in Höhe von TEUR 168 (Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände TEUR 146), wird daher mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich aus dieser Verrechnung ein anteiliger aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 7.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe von TEUR 8.029 (1.10.2017: TEUR 6.996) gebildet.

Die größten Posten bei den übrigen Rückstellungen waren die Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 5.287. Zudem waren Rückstellungen für sonstige bestehende Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.892 sowie für Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 564 und für Verluste aus derivativen Finanzgeschäften in Höhe von TEUR 285 enthalten.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten bestanden in Höhe von TEUR 4.335. Diese sind nicht durch Pfandrechte oder Ähnlichem gesichert.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr Restlaufzeit davon über 5 Jahre 30.09.2018 Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.335     4.335
(Vorjahr) 3.202) () () (3.202)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.139     5.139
(Vorjahr) (0) () () (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 902     902
(Vorjahr) (675) () () (675)
Gesamt 10.376     10.376
(Vorjahr) (3.877) () () (3.877)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.139 stammen aus dem Cashpooling mit der Siemens AG. Sie enthalten keine gegenüber der Gesellschafterin.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2018
TEUR %
Umsatzerlöse    
- nach Regionen    
Inland 31.626 51,4
Übrige EU-Länder 8.627 14,0
Übriges Europa 1.564 2,5
Asien 11.957 19,5
Nordamerika 7.659 12,5
Übrige Länder 90 0,1
  61.523 100,0

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.306 handelt sich im Wesentlichen um Mieten unserer Produktions- und Verwaltungsgebäude, Instandhaltung unseres Maschinen- und Anlagenparks sowie der Geräte der Bürokommunikation, nicht aktivierungspflichtiger Informationstechnik, Lizenzaufwendungen sowie Versicherungsprämien.

Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Der Mietvertrag für die Liegenschaften am Standort Penig hat eine Laufzeit bis 30. September 2023 woraus derzeit jährliche Mietaufwendungen in Höhe ca. TEUR 552 anfallen. Aus Leasingverträgen für IT Ausstattung und Fahrzeuge bestehen für die Gesellschaft aktuell jährliche Verpflichtungen von ca. TEUR 123. Die Leasingverträge haben unterschiedliche Vertragslaufzeiten.

Derivative Finanzinstrumente

Die Siemens Traction Gears GmbH ist im Rahmen ihrer weltweiten Geschäftstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkursänderungen ausgesetzt, die im Rahmen eines bewährten Risikomanagementsystems unter Berücksichtigung vorgegebener Risikolimits gesteuert werden. Zur Absicherung der Wechselkursänderungen setzt die Siemens Traction Gears GmbH Devisentermingeschäfte ein.

Der Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten ist die Siemens AG.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die bestehenden derivativen Finanzinstrumente:

30.09.2018
In TEUR Nominalvolumen Marktwerte
Devisentermingeschäfte 11.820 12.105
Bestehende derivative Finanzinstrumente 11.820 12.105

Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente, die - unabhängig von der Art der abgeschlossenen Position (Kauf oder Verkauf) - jeweils unsaldiert dargestellt werden (Brutto-Nominalvolumen).

Die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten beziehungsweise die Ermittlung der Marktwerte erfolgt in Abhängigkeit von der Art der Instrumente. Bei Währungsderivaten erfolgt die Ermittlung auf Basis der Veränderungen der relevanten Devisenkurse. Derivative Finanzinstrumente werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Bildung von Bewertungseinheiten wird nach den Siemens Financial Reporting Standards auf Projekte ab einer Größenordnung von 5 Mio. EUR begrenzt. Die Gesellschaft bilanziert ihre derivativen Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Devisentermingeschäfte wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und dafür eine Drohverlustrückstellung zum Monatsultimo (oder Stichtag) gebildet.

Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos

Die erwarteten Zahlungsströme in Fremdwährung im Produktgeschäft werden zu 100% gesichert und zu Bewertungseinheiten (Micro-Hedge) zusammengefasst.

Die übrige Nettofremdwährungsposition wird in einer Bandbreite von mindestens 75%, aber nicht mehr als 125% mit der Konzern-Treasury der Siemens AG abgesichert.

Die Nettofremdwährungsposition (vor Sicherung) wird mit den gegenläufigen Devisensicherungsgeschäften zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Grund- und Sicherungsgeschäfte werden für diesen Zweck jeweils mit den zugrunde liegenden diskontierten Zahlungsströmen bewertet. Die Zahlungsein- und -ausgänge, die aus den Devisensicherungsgeschäften sowie aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen resultieren, sind in der nachfolgenden Tabelle jeweils saldiert ausgewiesen.

Die derivativen Finanzinstrumente weisen eine Laufzeit bis 2022 auf.

In TEUR 30.09.2018
Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen 207
davon Vermögensgegenstände 207
davon Schulden 0
Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen 10.776
Nettofremdwährungsposition (vor Sicherung) 10.983
Devisensicherungsgeschäfte -11.820
davon mit externen Vertragspartnern 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen -11.820
Nettofremdwährungsposition (nach Sicherung) -837

Das Fremdwährungsportfolio erreichte zum 30.09.2018 einen Sicherungsgrad (Verhältnis der Absolutbeträge von Sicherungsgeschäften zu Grundgeschäften) von annähernd 108%. Die Übersicherung von ca. 8% resultiert aus Lieferplanänderungen großer Aufträge aus Kanada. Eine Anpassung wird in der ersten Jahreshälfte des neuen Geschäftsjahres erfolgen.

Geschäftsführung

Randi Mette Selnes, Dipl.-Kauffrau bis 23.10.2017

Carsten Kurtze, Betriebswirt (VWA) seit 23.10.2017

Udo Weber, Dipl.-Ing. seit 23.10.2017

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Darstellung der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Bei den durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitern wurden die Teilzeitmitarbeiter anteilig einbezogen. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:

Geschäftsjahr 2018
Produktion 125,6
Vertrieb 4,3
Mitarbeiter 129,9

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Siemens Traction Gears GmbH wird in den Konzernabschluss der Siemens AG, Berlin und München, einbezogen.

Die Siemens AG, Berlin und München, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Siemens AG einbezogen wird.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 2.438.548,32 in voller Höhe an die Gesellschafterin auszuschütten.

 

Penig, den 19.12.2018

Carsten Kurtze

Geschäftsführer

Udo Weber

Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2017 / 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.10.2017 Eingliederung Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.09.2018
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 7.174.969,60 9.900,00 731,75 0,00 7.184.137,85
  0,00 7.174.969,60 9.900,00 731,75 0,00 7.184.137,85
II. Sachanlagen            
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 27.811,00 48.435,69 0,00 0,00 76.246,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.889.935,61 269.700,22 0,00 135.317,41 3.294.953,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 4.072.418,73 1.016.972,27 358.332,38 0,00 4.731.058,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 285.850,64 72.267,51 48.435,69 -135.317,41 174.365,05
  0,00 7.276.015,98 1.407.375,69 406.768,07 0,00 8.276.623,60
  0,00 14.450.985,58 1.417.275,69 407.499,82 0,00 15.460.761,45
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2017 Eingliederung Zugänge Abgänge 30.09.2018
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 1.845.570,60 540.742,00 731,75 2.385.580,85
  0,00 1.845.570,60 540.742,00 731,75 2.385.580,85
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6.101,00 7.220,69 0,00 13.321,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.097.915,61 287.955,63 0,00 1.385.871,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.488.310,73 634.648,83 358.019,38 3.764.940,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 4.592.327,34 929.825,15 358.019,38 5.164.133,11
  0,00 6.437.897,94 1.470.567,15 358.751,13 7.549.713,96
Buchwerte
30.09.2018 30.09.2017
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 4.798.557,00 0
  4.798.557,00 0
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 62.925,00 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.909.082,00 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 966.118,44 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 174.365,05 0
  3.112.490,49 0
  7.911.047,49 0

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017/2018

1. Geschäft und Geschäftsverlauf

1.1. Organisation und Grundlagen der Berichterstattung

Die Siemens Traction Gears GmbH (vormals: Blitz C17-571 GmbH) konzentriert ihre Aktivitäten auf die Wertschöpfungsstufen Erforschung, Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Montierung, Prüfung und Vertrieb aller Arten von Komponenten, Bauelementen und Baugruppen der Antriebstechnik für Schienenfahrzeuge sowie gewerblich genutzte, elektrisch betriebene Fahrzeugantriebe, außerdem Erbringung von umfassenden Serviceleistungen, wie Inbetriebnahmen, Wartungs- und Reparaturarbeiten, Modernisierungen, Ersatzteillieferungen, Befundungen und Beratung für vorstehend genannte Antriebstechnik.

Die Gesellschaft hat im Wege der Abspaltung zur Aufnahme gemäß Spaltungs- und Übernahmevertrag vom 19.01.2018 sowie der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag mit Wirkung zum 1.10.2017 Teile des Vermögens und Verpflichtungen als Gesamtheit von der Flender Industriegetriebe GmbH mit dem Sitz in Penig (Amtsgericht Chemnitz HRB 22872, vormals Siemens Industriegetriebe GmbH) übernommen. Darüber hinaus sind die dem sogenannten LD-Geschäft zuzuordnenden Arbeitsverhältnisse ebenfalls mit Wirkung zum 1.10.2017 auf die Gesellschaft übergegangen. Die Abspaltung ist wirksam geworden mit der Eintragung der Abspaltung im Register des übertragenden Rechtsträgers am 01.02.2018.

Zum 01.02.2018 hat die Siemens Traction Gears GmbH die aktive Geschäftstätigkeit aufgenommen und das bis dahin in der Flender Industriegetriebe GmbH geführte LD-Geschäft fortgeführt. Der Lagebericht bezieht sich auf den Zeitraum 01. Oktober 2017 bis 30. September 2018.

Die Siemens Traction Gears GmbH ist seit April 2018 eine 100%ige Tochter der Siemens Mobility GmbH, München, (AG München HRB 237219) und ist der Division Mobility im Siemens Konzern zugeordnet.

Im März 2018 unterzeichneten Siemens und Alstom SA, Frankreich (Alstom), ein Business Combination Agreement über die Zusammenlegung des Mobilitätsgeschäfts von Siemens, einschließlich der bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2018 in der Division Process Industries and Drives enthaltenen Sparte Bahnantriebe, mit dem börsennotierten Unternehmen Alstom. Die beiden Geschäfte ergänzen sich im Hinblick auf ihre Aktivitäten und geografischen Standorte weitgehend. Das zusammengeschlossene Unternehmen wird voraussichtlich ein stark erweitertes Spektrum an Produkten, Systemen, Lösungen und Dienstleistungen anbieten. Gemäß des Business Combination Agreement erhält Siemens neu ausgegebene Aktien der kombinierten Gesellschaft, die 50% des Grundkapitals von Alstom repräsentieren , bei voller Verwässerung durch die Ausübung aller potenziell verwässernden Wertpapiere und aktienbasierten Vergütungspläne. Siemens wird weiterhin Bezugsrechte zur Akquisition von Alstom-Aktien in Höhe von zwei Prozentpunkten des Grundkapitals erhalten, die frühestens vier Jahre nach dem Closing der Transaktion ausgeübt werden können. Im Juli 2018 stimmten die Aktionäre von Alstom anlässlich der Hauptversammlung der Gesellschaft der vorgeschlagenen Zusammenlegung zu. In Vorbereitung auf die Zusammenlegung hat Siemens die Ausgliederung des Mobility-Geschäfts eingeleitet. Die Zusammenlegung unterliegt der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden. Der Abschluss der Transaktion wird in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2019 erwartet. Nach Abschluss der Transaktion werden die zusammengelegten Geschäfte das Strategische Unternehmen Siemens Alstom bilden. Die Siemens Traction Gears GmbH wird dann Teil dieses neuen Strategischen Unternehmens sein.

1.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Märkte der Siemens Division Mobility verzeichneten im Geschäftsjahr 2018 insgesamt eine anhaltend starke Nachfrage, jedoch gab es regional Unterschiede. Die Marktentwicklung in Europa war durch die fortgesetzte Vergabe von mittelgroßen und großen Aufträgen geprägt. Dies zeigte sich insbesondere in Deutschland, Frankreich wie auch im Vereinigten Königreich. Die Nachfrage aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Afrika wurde durch anhaltende Unsicherheiten in Zusammenhang mit Budgetbeschränkungen und dem politischen Umfeld beeinträchtigt. Die stabile Investitionstätigkeit in der Region Amerika wurde maßgeblich von der Nachfrage nach Fern- und Nahverkehrszügen getragen. Dies galt insbesondere für die USA. In der Region Asien, Australien verzeichneten die Märkte in China anhaltende Investitionen in Hochgeschwindigkeitszüge, Nahverkehr und Bahninfrastruktur. Indien investiert weiter in die Modernisierung der Transportinfrastruktur des Landes. Im Geschäftsjahr 2019 werden die Märkte von Mobility voraussichtlich moderat wachsen. Die wesentlichen Wachstumstrends des Geschäftsjahrs 2018 dürften sich fortsetzen. Allerdings erwartet Mobility eine steigende Nachfrage nach digitalen Lösungen.

2. Lage der Gesellschaft

Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts als gut ein.

Am Geschäftsvolumen gemessen ist Deutschland mit etwas über 60% Anteil der wichtigste Markt (nach Sitz der Kunden) für die Siemens Traction Gears GmbH. Im Weiteren folgen die Region Asien-Pazifik sowie Europa mit 17% bzw. 16% Anteil am Geschäftsvolumen.

Der Berichtszeitraum war zweigeteilt. Das erste Halbjahr prägte eine konjunkturelle Stagnation, während im zweiten Halbjahr eine Belebung der Nachfrage zu erkennen war. Zu Jahresbeginn fehlte Volumen aus dem asiatischen Raum, welches sich jedoch Richtung Ende des Jahres wieder einstellte. Der budgetierte Auftragseingang von 70'8 Mio. € konnte im Gesamtjahr übertroffen werden und es wurden 79'9 Mio. € erzielt. Der Umsatzverlauf im Berichtsjahr war ebenfalls von einem Anstieg in der zweiten Jahreshälfte geprägt. Aufgrund von Lieferengpässen, Lieferzeitverlängerungen und Projektverschiebungen konnte nicht das gesamte Potential aus dem Auftragsbestand verumsatzt werden. In Summe blieb der Umsatz jedoch mit 61.523 TEUR unter dem Budgetwert von 64.900 TEUR.

2.1. Vermögenslage

Das Vermögen setzt sich zusammen aus dem Anlagevermögen in Höhe von 7.911 TEUR, dem Umlaufvermögen in Höhe von 23.090 TEUR und dem aktiven Unterschiedsbetrag von 176 TEUR. Gegenüber der Eröffnungsbilanz hat sich im Geschäftsjahr das Sachanlagevermögen durch Investitionen und Abschreibungen um netto 428 TEUR erhöht.

Das Umlaufvermögen gliedert sich in Vorräte (14.663 TEUR) und Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (8.427 TEUR). Diese Posten sind durch die fortschreitende Geschäftsentwicklung seit der Unternehmensgründung Ende August 2017 und Aufnahme der Geschäftstätigkeit um 3.505 TEUR bzw. 6.473 TEUR deutlich angestiegen.

Das Eigenkapital beträgt 12.688 TEUR und hat sich gegenüber der Eröffnungsbilanz um den Jahresüberschuss des zurückliegenden Geschäftsjahres erhöht. Daneben weist die Passivseite der Bilanz Rückstellungen von 8.114 TEUR, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 4.335 TEUR, Verbindlichkeiten gegenüber Siemens AG 5.139 TEUR und sonstige Verbindlichkeiten von 902 TEUR aus.

Die Veränderung der Rückstellungen i.H.v. + 1.033 TEUR resultieren im Wesentlichen aus der Absicherung von Projektrisiken. Durch die Entwicklung des Dollarkurses wurde die Rückstellung für Derivate um 327 TEUR reduziert.

2.2. Finanzlage

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25 TEUR, das vollständig von der Siemens Mobility GmbH gehalten wird.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Berichtszeitraum negativ. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem Aufbau von Lagerbeständen aus der Übernahme der Lokgetriebeproduktion von der Siemens Mobility GmbH vom Standort Nürnberg sowie einem hohen Forderungsbestand zum Bilanzstichtag. Die lnsolvenzsicherung von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt über einen externen Dienstleister. Der entsprechende Wert des Depotvermögens zum Bilanzstichtag beträgt 273 TEUR.

Die Gesellschaft finanziert sich über den Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie über das Konzern Clearing der Siemens AG. Weiterhin ist die Gesellschaft in das Cash Pooling der Siemens AG eingebunden, wodurch die Liquidität aus Sicht der Geschäftsführung jederzeit sichergestellt ist.

2.3. Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2017/2018 war gekennzeichnet durch einen Anstieg des Umsatzes in den Monaten der zweiten Jahreshälfte. Dies resultiert zum einen aus der Übernahme und der Steigerung der Lokgetriebeproduktion vom Standort Nürnberg sowie auch dem Erstarken des kurzzyklischen China-Geschäfts.

Durch gestiegene Materialpreise, vor allem bei solchen die von Stahl- und Gusspreisen abhängig sind, konnten Einkaufserfolge nicht wie geplant erreicht werden. Daher hat sich der Materialaufwand im Jahresverlauf etwas überproportional zum Umsatz entwickelt. Durch eine über das Geschäftsjahr leicht ansteigende Mitarbeiterzahl und eine Entgelterhöhung ist der Personalaufwand im Vergleich zur Vorperiode, in der das LD-Geschäft noch in der Flender Industriegetriebe GmbH dargestellt wurde, gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus einer Gehaltsanpassung gemäß Geschäftsführungsbeschluss. Die Gehaltsanpassung von 4,3% zum 01. April 2018 sowie einer Einmalzahlung von 100 EUR für den Monat März 2018 orientiert sich am Abschluss der IG Metall im Tarifgebiet Sachsen. Insgesamt ist die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017/2018 als stabil zu bezeichnen.

Ertragslage

In TEUR Geschäftsjahr 2017/2018
Auftragseingang 79.899
Umsatzerlöse 61.523
Ergebnis 2.439
Ergebnismarge 4,0%

2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung des Unternehmens die Liquiditäts- und Cash-Flow-Entwicklung sowie die Ergebnismarge herangezogen. Darüber hinaus werden Auftragseingang, Umsatz und Auftragsbestand arbeitstäglich verfolgt. Die Prüfung der Liquidität ist ein Bestandteil der Aufgaben der zentralen Einheiten der Siemens AG. Das monatliche Berichtswesen gibt einen Überblick zur Unternehmensentwicklung. Hier werden Auftragseingang, Umsatz, Jahresüberschuss, Investitionen, Vorräte und Mitarbeiter dargestellt. Zur Umsatz- und Ergebnissteuerung erfolgen zum einen Analysen der Auftragsergebnisse. Dabei wird eine Analyse der lstkosten und Umsätze zu den jeweiligen Planwerten durchgeführt. Zum anderen findet eine Analyse der gebuchten lstkosten zu den Plankosten auf Sachkontenebene statt, z. B. Instandhaltungskosten oder IT-Kosten, um fehlende Kosten zu ermitteln oder Sondereinflüsse analysieren zu können.

Als Jahresüberschuss konnten im Geschäftsjahr 2017/2018 2.439 TEUR erreicht werden. Einfluss auf das Ergebnis hatte, neben der operativen Geschäftstätigkeit, auch ein positives Ergebnis aus Währungssicherungen von 327 TEUR.

Als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Kundenzufriedenheit, Arbeitnehmerbelange und Personaldaten, zentrale Bestandteile der Unternehmenssteuerung. Bezogen auf Kundenzufriedenheit werden beispielsweise die Liefertreue und Lieferfähigkeit monatlich ausgewertet.

Bezüglich der Arbeitnehmerbelange wird mindestens alle 2 Jahre eine Mitarbeiterbefragung im Siemens Konzern durchgeführt, deren Ergebnisse detailliert ausgewertet werden. Die Ergebnisse werden mit den Mitarbeitern durchgesprochen und abteilungsspezifische Maßnahmen abgeleitet.

3. Chancen und Risiken

Die Fähigkeit, Risiken frühzeitig erkennen und effizient steuern zu können, entspricht unserem Verständnis von wertorientierter Unternehmensführung.

Unser Risikomanagement-System ist integraler Bestandteil der Planungs-, Controlling und Berichterstattungssysteme.

Nachfolgend beschreiben wir Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- (inklusive Auswirkungen auf Vermögenswerte, Schulden und Cashflow) und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können. Zusätzliche Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen, können unsere Geschäftsaktivitäten und -ziele ebenfalls negativ beeinflussen.

3.1. Strategische Risiken

Wirtschaftliche, politische und geopolitische Rahmenbedingungen (makroökonomisches Umfeld)

Wir sehen ein hohes Maß an Unsicherheit in Bezug auf die künftige Entwicklung der Weltwirtschaft. Wesentliche Risiken resultieren beispielsweise aus zunehmender wirtschaftlicher Instabilität, geopolitischen Spannungen (z.B. in der Ukraine, Russland, Türkei und dem Mittleren Osten) und Handelskriegen. Diese können das Investitionsklima verschlechtern, zu Verzögerungen oder Stornierungen von Aufträgen führen und Infrastrukturprojekte beeinträchtigen.

Ein zusätzliches Geschäftsrisiko resultiert auch aus den Folgen der Brexit-Verhandlungen. Der großbritannische Austrittsprozess könnte unter anderem die Geschäfts- und Verbraucherunsicherheit erhöhen, zu Beschränkungen für Importe und Exporte zwischen dem Vereinigten Königreich und den Ländern der Europäischen Union (EU) führen, Auswirkungen auf unsere Beziehungen zu bestehenden und zukünftigen Kunden haben, Investitionen in Großbritannien verringern, zu Wettbewerbsnachteilen auf Grund einer stärkeren Volatilität der GBP/EUR-Relation und einem Zwang zu stärkerer Lokalisierung von Geschäften in Großbritannien führen.

Protektionistische Handelspolitiken (beispielsweise in China und den USA) sowie Änderungen des politischen und ordnungspolitischen Umfelds in den Märkten, in denen wir tätig sind, wie Import- und Exportkontrollen, Zölle und andere Handelshemmnisse, könnten sich auf unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage auswirken und für uns zu Strafen, anderen Sanktionen und Reputationsschaden führen.

Um diesen Risiken zu begegnen, beobachten wir kontinuierlich die politische Situation und ihre Indikatoren, um kritische Fälle zu identifizieren. Dies tun wir mit dem Ziel, unsere Prozesse und unser Geschäftsmodell an mögliche protektionistische Veränderungen anzupassen und die Organisation für diese Veränderungen zu sensibilisieren.

Ereignisse höherer Gewalt und Naturkatastrophen (einschließlich seismischer und schwerer Wetterereignisse) können ferner nachteilige Folgen wie Personenschäden, Schäden an Anlagen oder Ausrüstung oder Verzögerungen oder Stornierungen von Aufträgen und Lieferungen haben.

3.2. Operative Risiken

Mangel an qualifizierten Mitarbeitern

Der Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter, wie etwa Spezialisten, Experten oder Talente, ist in der Branche und in unserer Region weiterhin intensiv. Wir benötigen fortwährend hoch qualifizierte Mitarbeiter. Unser künftiger Erfolg hängt zum Teil davon ab, inwieweit es uns dauerhaft gelingt, Ingenieure und anderes Fachpersonal einzustellen, zu integrieren, weiterzuentwickeln und an das Unternehmen zu binden. Wir begegnen diesem Risiko zum Beispiel mit einer strukturierten Nachfolgeplanung, einer Verbesserung der Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber sowie mit Maßnahmen zu Mitarbeiterbindung und Karrieremanagement.

3.3. Finanzrisiken

Ein pro-aktives Forderungsmanagement sowie eine laufende Überwachung der Kundenbeziehungen minimieren den Ausfall von Forderungen. Forderungsrisiken werden soweit möglich über Anzahlungen abgesichert.

Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken werden im Rahmen eines aktiven Treasury- Managements der Siemens AG zentral gesteuert. Derivative Finanzierungsinstrumente werden dabei ausschließlich zu Sicherungszwecken genutzt. Derzeit kommen nur im Währungsbereich derivative Finanzinstrumente zur Anwendung. Die Währungsrisiken und die zu Sicherungszwecken abgeschlossenen Derivate werden monatlich berichtet und analysiert.

In Bezug auf unsere Treasury- und Finanzierungsaktivitäten könnten negative Entwicklungen in Zusammenhang mit den Finanzmärkten, wie (1) begrenzte Verfügbarkeit von Finanzmitteln und von Sicherungsinstrumenten, (2) eine geänderte Bonitätseinschätzung insbesondere von Rating-Agenturen, (3) Auswirkungen aus restriktiveren Regulierungen des Finanzsektors, der Politik der Zentralbanken sowie der Nutzung von Finanzinstrumenten, (4) eine Beendigung der Finanzierung durch die Siemens AG oder anderer Siemens Konzerneinheiten oder eine Verschlechterung der finanziellen Situation unseres Hauptfinanziers der Siemens AG, ergeben. Eine Ausweitung der Credit Spreads aufgrund von Unsicherheiten und Risikoaversion an den Finanzmärkten könnte zu nachteiligen Veränderungen unserer finanziellen Vermögenswerte, insbesondere unserer derivativen Finanzinstrumente, führen.

3.4. Fertigungs- und Produktrisiken

Risiken im Produktionsbereich werden durch klar definierte Sicherheitsstandards, hohe Mitarbeiterqualifikation und regelmäßige Wartung der Anlagen minimiert. Nachteilige Auswirkungen möglicher Produktionsausfälle sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgesichert.

Um mögliche Risiken aus Produktmängeln und Serviceschäden vorzubeugen, wird kontinuierlich an Hand eines Qualitätssicherungssystems gearbeitet. Interne sowie externe Audits und Assessments dienen zur Offenlegung von Prozessschäden und wurden im Berichtszeitraum durchweg gut abgeschlossen. Die Gesellschaft in nach ISO/TS22163 sowie DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Investitionen werden detailliert auf Risikoaspekte hin analysiert. Sorgfältige Prüfungen im Vorfeld sowie begleitende Prüfungen zur Durchführbarkeit solcher Projekte bilden die Basis für eine erfolgreiche Projektsteuerung und wirksame Risikoreduzierung. Die Vorbereitung, Umsetzung und Kontrolle von Investitionsentscheidungen richtet sich nach festgelegten und differenzierten Zuständigkeitsregelungen und Genehmigungsprozessen, die alle relevanten Fachgebiete einbeziehen.

Die Gesellschaft achtet darauf, nicht von einzelnen Lieferanten abhängig zu sein, um die benötigten Güter und Dienstleistungen jederzeit verfügbar zu haben. Außerdem bevorzugt sie Lieferanten, die nach ISO-Normen zertifiziert sind. Als Chance wird eine nachhaltige Reduzierung von NCC (non conformance costs) erwartet. Des Weiteren werden die vom Lieferanten verursachten Kosten konsequent verrechnet und von strategisch wichtigen Lieferanten Maßnahmen eingefordert, die zu einer signifikanten Senkung der Fehler führen. Ebenso ist durch konsequente Fehlerverfolgung und dokumentierten Test der Fertigprodukte vor Auslieferung eine weitere Reduzierung von Einzelgewährleistungsfällen zu erwarten.

Die Geschäftsführung ist der Ansicht, dass der internationale Markt für Antriebstechnik für Schienenfahrzeuge weiterhin attraktiv sein wird und sich die Gesellschaft durch Innovationen und risikominimierende Maßnahmen gut im Wettbewerb behaupten kann.

4. Zukünftige Entwicklung

4.1. Zukünftige Entwicklung des Geschäfts

Die in den vergangenen Monaten anziehende Konjunktur in den relevanten Märkten Europa und Asien setzt sich auch in den ersten Monaten des aktuellen Geschäftsjahres fort, sodass von einem stabilen Umsatz auf vergleichbarem Niveau des Vorjahres ausgegangen werden kann. Hinzu kommt ein in den vergangenen Jahren gewachsenes Geschäft mit "Service" (Ersatzgetriebe, Ersatzteile, Reparaturen, etc.), das sowohl Umsatz als auch Ergebnismarge sichert. Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung in allen Einheiten werden auch weiterhin konsequent verfolgt. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich die Ergebnismarge im Geschäftsjahr 2018/2019 positiv entwickeln wird.

Die Gesellschaft plant weitere Investitionen im Bereich der Typprüfung sowie im Bereich der Montage und Prüfung von Getrieben, um Fertigungsengpässe zu beseitigen und die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern.

4.2. Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das Geschäft der Siemens Traction Gears GmbH wird beeinflusst durch die Vergabe von Projekten unterschiedlicher Größe und Laufzeiten. Die Gesellschaft steht dabei im internationalen Wettbewerb in Bezug auf Preis und Lieferzeit. Die konjunkturelle Situation und die Marktnachfrage befinden sich weiterhin auf einem zufriedenstellenden Niveau. Allerdings reagieren die Marktteilnehmer auf Lieferverzug und Kapazitätsengpässe konsequent mit der Vergabe an Mitbewerber. Als Risiko wird daher die Versorgungssicherheit von Seiten der Lieferanten eingeschätzt, die zum Teil drastische Lieferzeitverlängerungen angekündigt haben. Gleichzeitig ziehen die Einkaufspreise, insbesondere im Bereich Stahl, Guss und Bearbeitung stark an, so dass die Ergebnismarge durch höhere Materialkosten negativ beeinflusst wird. Die Siemens Traction Gears GmbH prognostiziert dennoch eine leicht höhere Ergebnismarge im nächsten Geschäftsjahr, die durch nachhaltige Preisdurchsetzung und Produktivitätsmaßnahmen, die steigenden Materialpreise überkompensiert.

 

Penig, 19. Dezember 2018

Geschäftsführung

Udo Weber

Carsten Kurtze

Der Jahresabschluss wurde am 07. Mai 2019 festgestellt.

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