Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 10745
Eingetragen
19.1.2011
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Logistik-, Marketing-, IT- und Servicedienstleistungen. Weiterhin die Vornahme alle diesem Zweck förderlichen Maßnahmen und Rechtsgeschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephanie Kenzler
seit 10.1.2022
Vorstandsmitglied
Ingo Stemmann
seit 19.1.2011
Vorstandsmitglied
Detlef Paap
seit 19.1.2011
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
Pixelahoi GmbHAufgelöst
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

fuljoyment AG

Brüsewitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ

AKTIVA

Einzelposten Geschäftsjahr
EUR
Gesamt Geschäftsjahr
EUR
Einzelposten Vorjahr
EUR
Gesamt Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen 724.303,79 1.616.410,79
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 36.550,16 91.046,16
II. Sachanlagen 468.585,00 1.306.196,00
III. Finanzanlagen 219.168,63 219.168,63
B. Umlaufvermögen 10.190.482,20 3.662.453,99
I. Vorräte 93.764,07 94.050,06
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.083.342,57 3.546.151,44
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 13.375,56 22.252,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.918,81 22.166,83
Summe Aktiva 10.935.704,80 5.301.031,61

PASSIVA

Einzelposten Geschäftsjahr
EUR
Gesamt Geschäftsjahr
EUR
Einzelposten Vorjahr
EUR
Gesamt Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital 1.919.531,89 1.990.940,62
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnrücklagen 5.000,00 5.000,00
III. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 1.635.940,62 1.592.139,30
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 228.591,27 343.801,32
B. Rückstellungen 313.349,00 350.810,00
C. Verbindlichkeiten 8.702.823,91 2.955.340,99
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 3.940,00
Summe Passiva 10.935.704,80 5.301.031,61

ANHANG

A. Allgemeine Angaben

Die fuljoyment AG hat Ihren Sitz in Brüsewitz und ist unter der Nummer HRB 10745 in das Handelsregister beim Amtsgericht Schwerin eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des Aktiengesetzes beachtet.

Im vorliegenden Jahresabschluss wurden die im Vorjahr als "Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" im Sachanlagevermögen ausgewiesenen Anzahlungen für eine Autostoreanlage (735 TEUR) aufgrund einer Sale-and-lease-back-Vereinbarung ins Umlaufvermögen umgegliedert und werden als "Sonstige Vermögensgegenstände" ausgewiesen. In diesem Zusammenhang wurden die von der Leasinggesellschaft bereits geleisteten Zahlungen aus der Position "Erhaltene Anzahlungen" in die Position "Sonstige Verbindlichkeiten" umgegliedert. Im Berichtsjahr wurden weitere 5,6 Mio. EUR in die Autostoreanlage investiert und durch die Leasinggesellschaft vorfinanziert. Auch die geleisteten bzw. erhaltenen Zahlungen werden als "Sonstige Vermögensgegenstände" bzw. "Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus dieser Ausweisänderung nicht. Die Vorjahresbeträge wurden nicht angepasst. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden sonstige Personalkosten nunmehr unter der Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen (im Vorjahr "Personalaufwand). Der Vorjahreswert wurde angepasst (3.951,75 EUR).

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§ 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 327 HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

I. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

II. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen; § 252 Abs. 1 HGB. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Die Bewertungsmethoden blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen gemäß § 7 Abs. 1 EStG nach der linearen Methode vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden sofort abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu durchschnittlichen Einstandspreisen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich, ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

II. Beteiligungsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB

Name Anteil
in %
Eigenkapital per 31.12.2023
in EUR
Ergebnis 2023
in EUR
Wargo Media GmbH, Alt-Mölln 100 160.012,71 -13.794,28
LGI GmbH & Co. KG, Alt-Mölln 50 11.003,53 45.960,49

Die fuljoyment AG hat mit Wirkung zum 1. Dezember 2014 einhundert Prozent der Anteile an der Wargo Media GmbH erworben. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,00.

Mit Beschluss vom 30. November 2015 und Wirkung zum 1. Januar 2015 hat die Hauptversammlung der fuljoyment AG einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Wargo Media GmbH (Tochtergesellschaft) zugestimmt. Der Jahresfehlbetrag der Wargo Media GmbH wurde durch die fuljoyment AG übernommen.

Mit Vertrag vom 21. Dezember 2020 hat die fuljoyment AG fünfzig Prozent der Anteile an der Lauenburgischen Gewerbe-Immobilien GmbH & Co. KG (LGI GmbH & Co. KG) erworben.

III. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Vorstandsmitglieder in Höhe von EUR 207.462,49 (Vorjahr: EUR 147.285,65) enthalten.

Die Forderungen betreffen Darlehen, welche die fuljoyment AG Herrn Ingo Stemmann und Herrn Detlef Paap gewährt hat, sowie laufende Verrechnungskonten. Sowohl die Darlehen als auch die Verrechnungskonten werden jährlich, entsprechend der jeweiligen Verträge, verzinst.

Der PS Beteiligungsgesellschaft wurden Darlehen gewährt. Die Verzinsung erfolgt jährlich entsprechend der Darlehensverträge. Der Saldo beträgt EUR 168.346,25 (Vorjahr: EUR 165.698,81). Die Zinsen werden jährlich zum Stichtag dem Darlehenskonto zugebucht.

IV. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung: Stand 01.01.2023
EUR
Verbrauch / Auflösung
EUR
Zuführung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Urlaubsrückstellung 158.700,00 158.700,00 172.900,00 172.900,00
Tantiemen 129.620,00 88.370,00 29.230,00 70.480,00
Jahresabschlusskosten 32.500,00 9.860,00 36.270,00 58.910,00
Aufbewahrungskosten 6.300,00 0,00 0,00 6.300,00
Summe 327.120,00 256.930,00 238.400,00 308.590,00

V. Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten nach Sicherheiten nach § 285 Nr. 1b HGB

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

VI. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Verbindlichkeiten insgesamt Restlaufzeit
EUR bis 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten 8.702.823,91 1.774.864,37 6.927.959,54 0,00
0,00
(Vorjahr) (2.955.340,99) (1.563.978,70) (1.391.362,29) (0,00)
davon gegenüber Kredit- 640.924,61 485.736,21 155.188,40 0,00
instituten
(Vorjahr) (455.625,95) (215.155,89) (240.470,06) (0,00)
davon erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (735.500,00) (0,00) (735.500,00) (0,00)
davon aus Lieferungen und Leistungen 988.906,08 988.906,08 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.065.583,96) (1.065.583,96) (0,00) (0,00)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 44.226,92 44.226,92 0,00 0,00
(Vorjahr) (3.811,95) (3.811,95) (0,00) (0,00)
davon sonstige 7.028.766,30 255.995,16 6.772.771,14 0,00
(Vorjahr) (694.819,13) (279.426,90) (415.392,23) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Wargo Media GmbH und setzen sich wie folgt zusammen:

Bezeichnung Stand per 31.12.2023
in EUR
Stand per 31.12.2022
in EUR
Darlehensforderung 213.493,61 205.776,97
Darlehensverbindlichkeit -77.665,27 -41.078,34
Verrechnungskonto 21.316,51 21.316,51
Forderungen LuL 142.613,90 140.364,30
kumulierte Verlustübernahme seit 2015 -343.985,67 -330.191,39

Um der Wargo Media GmbH das o.g. Darlehen zu gewähren, hat die fuljoyment AG selbst ein Darlehen bei der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin aufgenommen, welches mit 3,75 % p.a. verzinst wird. Das an die Wargo Media GmbH ausgegebene Darlehen wird ebenfalls mit 3,75 % p.a. verzinst und diente der Finanzierung des laufenden Warenbestandes.

Durch den mit Datum vom 30. November 2015 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag hat die fuljoyment AG sich verpflichtet die Jahresfehlbeträge der Wargo Media GmbH zu übernehmen. Für 2023 beträgt der Jahresfehlbetrag der Tochtergesellschaft EUR 13.794,28 (Vorjahr: EUR 34.351,30).

Die Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Wargo Media GmbH in Höhe von EUR 40.000,00 wird mit 3,0 % p.a. verzinst. Die Zinsen werden dem Darlehenskonto jährlich zugebucht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten erhaltene Anzahlungen in Höhe von EUR 6.277.467,21 (Vorjahr: EUR 0,00).

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Sonstige betriebliche Erträge

In dem Posten sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 40.159,44 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

II. Personalaufwand

In dem Posten Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von EUR 244,32 (Vorjahr: EUR 90,00) enthalten.

III. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In diesem Posten sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 7.716,64 (Vorjahr: EUR 7.437,72) enthalten.

IV. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In diesem Posten sind Aufwendungen für Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 1.586,93 (Vorjahr: EUR 1.078,34) enthalten.

Des Weiteren beinhaltet diese Position Zinsaufwendungen für ein durch ein Vorstandsmitglied gewährtes Darlehen in Höhe von EUR 15.873,70 (Vorjahr: EUR 3.492,23).

D. Ergänzende Angaben

I. Organe der Gesellschaft

Vorstand

Vorstandsmitglieder im Jahr 2023 waren:

Name Vorname Berufsbezeichnung Vertretungsbefugnis
Paap Detlef Kaufmann einzelvertretungsberechtigt
Stemmann Ingo Kaufmann einzelvertretungsberechtigt
Kenzler Stephanie Wirtschaftsjuristin einzelvertretungsberechtigt

Die Vorstandsmitglieder sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Aufsichtsrat

Aufsichtsratmitglieder im Jahr 2023 waren:

Name Vorname Berufsbezeichnung Funktion
Mosler Andreas Dipl.-Betriebswirt Aufsichtsratvorsitzender
Dipl.-Wirtschaftsinformatiker
Will Volker Kaufmann stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender
Röhrs Martin Kfm. Angestellter Aufsichtsratmitglied

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge und der Bezüge des Aufsichtsrates wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

II. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Zum Bilanzstichtag bestehen Bürgschaftsverpflichtungen zugunsten eines nahestehenden Unternehmens in Höhe von EUR 7.458.000,00 (Vorjahr: EUR 7.458.000,00). Ein Risiko aus der Inanspruchnahme besteht nach Auffassung des Vorstandes nicht.

III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene, sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB), die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

a. Mietverpflichtungen für die Dauer
von 60 Monaten EUR 4.551.924,45
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 892.730,81
b. Leasingverpflichtungen für die Dauer
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 196.728,43
IV. Mitarbeiter

Die Anzahl der im Berichtsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug durchschnittlich 166,25 (Vorjahr: 177,50). Die Mitarbeitergruppen setzen sich wie folgt zusammen:

Angestellte: 27,25 (Vorjahr: 25,00)
Gewerbliche: 108,00 (Vorjahr: 114,50)
Geringfügig Beschäftigte: 31,00 (Vorjahr: 38,00)

V. Angaben zu Zahl und Nennbetrag der Aktien (§ 160 Abs. 1 Nr. 3 AktG)

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 50.000,00 und ist eingeteilt in 50.000 Stückaktien. Der Nennbetrag der Aktie beläuft sich auf EUR 1,00.

VI. Besondere Vörgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es sind keine besonderen Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

VII. Angaben nach § 158 AktG und Ergebnisverwendung

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Jahresüberschuss 228.591,27 343.801,32
Gewinnvortrag 1.635.940,62 1.592.139,30
Einstellung in / Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0,00 0,00
Bilanzgewinn 1.864.531,89 1.935.940,62

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.864.531,89 auf neue Rechnung vorzutragen.

WEITERE DATEN

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

fuljoyment AG, Brüsewitz

Inhaltsverzeichnis

Grundlagen des Unternehmens

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Geschäftsverlauf

Ertragslage der fuljoyment AG

Vermögenslage und Kapitalstruktur der fuljoyment AG

Finanzlage und Finanzmanagement

Prognosebericht

Risikobericht

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem

Strategische und operative Risiken

Informationssicherheitsrisiken

Gesamtaussage zur Risikolage

Grundlagen des Unternehmens

Die fuljoyment AG liefert moderne Fulfillment-Prozesse und ist Dienstleistungsunternehmen für eCommerce-Outsourcing-Aufgaben. Zu den Kunden gehören verschiedene Markenartikel-Betriebe, vornehmlich aus dem Modebereich.

Von der Vermarktung über die Kundenbetreuung, die Logistik und das Zahlungs-Management bis hin zur Buchhaltung bedient fuljoyment den gesamten Prozess des Online-Handels.

Mithilfe der hauseigenen ERP-Software myfuljoyment.com wird nicht allein das komplette Lagermanagement gesteuert, es dient auch als Middleware für alle gängigen Shopsysteme und Zahlungsdienstleister und bildet damit die zentrale Grundlage des operativen Geschäftes.

Im Jahr 2022 hat die fuljoyment AG die Weichen für den nächsten Entwicklungsschritt gestellt.

In dem Bemühen, innovative Technologien und Automatisierungslösungen einzuführen, um den Lager- und Versandprozess effizienter zu gestalten, wurde eine automatisierte Lagerhaltung konzipiert, die unter Einsatz von Robotern und künstlicher Intelligenz maßgeblich zur Optimierung der Lagerhaltung, Kommissionierung und Verpackung beiträgt. Die Fertigstellung der Anlage erfolgte in der ersten Ausbaustufe im April 2023; weitere Ausbaustufen folgen bis September 2024.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kamen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.1

1 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Infografiken/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/01/09-konjunktur-wirtschaftliche-lage--download.pdf?__blob=publicationFile&v=4

Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Rückgang des Brutto-Inlandsprodukts um 0,3 %.

Dieses negative Wachstum hatte auch Einfluss auf den Logistiksektor, der von einer hohen Wettbewerbsintensität und steigenden Kosten belastet wurde.

Hierfür zeichnen sich insbesondere die wirtschaftlichen Begleiterscheinungen des andauernden Krieges in der Ukraine verantwortlich, wozu anhaltend hohe Energie- und Rohstoffpreise, Lieferkettenstörungen und enorme Unsicherheiten vor allem im Hinblick auf die Gasversorgung zählen. Auch dämpft der Fachkräftemangel die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zusätzlich.

Aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, überwiegend bedingt durch die erhöhten Unsicherheiten infolge der geopolitischen Konflikte, ist der private Konsum im vergangenen Geschäftsjahr preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Damit lag er immer noch etwas unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Mit einem rückläufigen Trend der Inflation, steigenden Reallöhnen und einer allmählichen Belebung der Weltwirtschaft verringerten sich zentrale Belastungsfaktoren für die deutsche Wirtschaft im Verlauf des Jahres und eine vor allem binnenwirtschaftlich getragene Erholung setzte ein. Im Jahresdurchschnitt 2023 betrug der Anstieg der Verbraucherpreise 5,9 %2, und damit nur unwesentlich schwächer als im Jahr 2022 (+6,9 %)3 .

Ein wesentlicher Treiber für die Inflation waren erneut die Energie- und Nahrungsmittelpreise, 4 die infolge des Ukrainekriegs und andauernder Lieferkettenprobleme deutlich stiegen. Die Gesamtrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln, die sogenannte Kerninflation, lag 2023 bei etwa 5,5 %, was ebenfalls auf ein breit angelegtes Preiswachstum in anderen Bereichen hinweist. 5

Im Jahr 2023 beliefen sich die privaten Konsumausgaben in Deutschland auf rund 2,21 Billionen Euro. Davon entfielen etwa 2,15 Billionen Euro auf private Haushalte und etwa 60 Milliarden Euro auf private Organisationen ohne Erwerbszweck. Die Gesamtausgaben sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 % gestiegen. Diese Entwicklung ist vor allem durch die hohe Inflation beeinflusst, die zwar geringer als 2022 war, aber weiterhin spürbare Auswirkungen auf die Kaufkraft der Haushalte hatte .6

2 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/02/10-konjunktur-wirtschaftliche-lage.html

3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html

4 Vgl. u.a. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html; https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1046/umfrage/inflationsrate-veraenderung-des-verbraucherpreisindexes-zum-vorjahr/

5 https://www.datev-magazin.de/nachrichten-steuern-recht/wirtschaft/inflationsrate-im-juli-2023-bei-62-106173

6 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/155148/umfrage/private-konsumausgaben-in-deutschland-zeitreihe/

Nach Angaben des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVH) beträgt der Gesamtumsatz für online verkaufte Waren in Deutschland im Jahr 2023 79,7 Mrd. EUR, ein starker Rückgang von 11,8 % gegenüber 2022 (90,4 Mrd. EUR). 7

Neben der angespannten wirtschaftlichen Lage und unsicheren Zukunftserwartungen vieler Haushalte bleiben insbesondere die politischen Rahmenbedingungen für den Onlinehandel herausfordernd. Der Trend des Online-Handelsmarktes in Deutschland bleibt post-covid mit einem Wachstum von 72,6 Mrd. EUR auf 79,7 Mrd. EUR (+9,8 %) gegenüber 2019 positiv.8

Der weltweite Logistikmarkt wird auf 8,4 Billionen EUR geschätzt; bis 2027 wird mit einem Wachstum von 63 % gerechnet.9

Zu den umsatzstärksten Warengruppen im Online-Handel in Deutschland gehören Bekleidung sowie Elektronikartikel und Telekommunikation. Die Branche "Fashion & Accessoires" nimmt den ersten Platz im Online-Handel ein. In dieser Branche wurde knapp ein Viertel des gesamten Online-Umsatzes in Deutschland erwirtschaftet.10

Für das Geschäftsjahr 2023 verzeichnete der Online-Modemarkt allerdings einen deutlichen Rückgang um 13,3 % (von 25 Milliarden EUR in 2021 auf 18,52 Milliarden EUR in 2023) im Vergleich zu den Vorjahren.11

Laut Eurostat lag der höchste Anteil derjenigen, die online Mode bestellten, im Jahr 2023 weiterhin bei der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen, dicht gefolgt von der Altersgruppe der 35- bis 44- sowie der 16- bis 24-Jährigen.12 Die "Digital Natives" der Generationen Y und Z zeigten erneut eine unübertroffene Akzeptanz für das Online-Shopping, die nahezu ausschließlich über das Influencer-gesteuerte Einkaufserlebnis und die Integration von Social-Commerce-Funktionen auf Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube eher Impulskäufe tätigen.13

7 https://bevh.org/detail/umsaetze-im-e-commerce-erreichen-talsohle

8 https://bevh.org/detail/umsaetze-im-e-commerce-erreichen-talsohle

9 https://www.statista.com/topics/5691/logistics-industry-worldwide/

10 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3979/umfrage/e-commerce-umsatz-in-deutschland-seit-1999/

11 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/164515/umfrage/umsatz-im-online-modehandel-in-deutschland-seit-2006/;

https://bevh.org/detail/umsaetze-im-e-commerce-erreichen-talsohle#:~:text=Im%20Verlauf%20des%20Jahres%

202024,für%20neues%20Wachstum%20zu%20schaffen.

12 https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://ec.europa.eu/eurostat/

statistics-explained/index.php/E-commerce_statistics_for_individuals&ved=2ahUKEwjMu4bypvKKAxWs8LsIHTm1O5AQFnoECBgQAQ&usg=

AOvVaw23E4uAQOebI80gs5Vxeeod

13 https://www.5wpr.com/new/research/2024-consumer-culture-report/

Dieser Trend verstärkte den Wandel hin zu einer stärkeren Digitalisierung des Handels. Zukünftig gilt es, diese Entwicklung durch optimierte Logistikprozesse zu unterstützen. Hierbei liegt der Fokus auf der weiteren Verbesserung der Liefergeschwindigkeit, der Flexibilität bei Rücksendungen sowie der Nutzung nachhaltiger Lösungen, wie CO 2 -neutralen Lieferketten.

Ein besonderer Schwerpunkt wird auf dem Ausbau des Online-Geschäfts liegen, das Hand in Hand mit neuen Omnichannel-Ansätzen im stationären Einzelhandel weiterentwickelt wird.

Dies umfasst auch den Ausbau des Direct-to-Consumer (D2C)-Prozesses, der in Richtung hybrider Geschäftsmodelle geht, bei denen sich Online- und Offline-Vertriebskanäle zu nahtlosen Einkaufserlebnissen verbinden.

Geschäftsverlauf

Die fuljoyment AG schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem soliden Wachstum und verbesserten Kundenkennzahlen in einem schwierigen Marktumfeld im Rahmen der im Berichtszeitraum angepassten Erwartungen ab.

Die Gesellschaft verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg der Umsatzerlöse (bereinigt um die verauslagten Versand- und Kartonagekosten) um 7,17 % auf 11.153 TEUR (2022: 10.407 TEUR). Das bereinigte EBITDA betrug für den Zeitraum 2023 998 TEUR (2022: 759 TEUR).

Ein bedeutender Meilenstein in der Firmengeschichte der fuljoyment AG war die Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des Autostore-Systems am Standort Trittau im April 2023.

Diese Teilprozessautomatisierung stellt eine der wichtigsten und größten Investitionen des Unternehmens dar, um auch künftig profitabel und wettbewerbsfähig zu agieren.

Die Vorteile des Systems liegen in der hochgradigen Lagerplatzverdichtung sowie der deutlichen Reduktion der Abhängigkeit vom Fachkräftemangel und krankheitsbedingten Personalausfällen.

Der bisher stark personalintensive Pickprozess wird nun nahezu vollständig durch AutoStore abgewickelt, was nicht nur die Effizienz erheblich steigert, sondern auch die Bearbeitung von Auftragspeaks, wie zu Beginn von Sale-Phasen oder am Black Friday, wesentlich erleichtert.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Das System stärkt die Motivation der Mitarbeiter, indem es ihnen die Möglichkeit bietet, in einem innovativen, zukunftsorientierten Umfeld tätig zu sein.

Diese Investition markiert einen entscheidenden Schritt auf dem Weg der fuljoyment AG, technologische Innovationen als Grundlage für nachhaltiges Wachstum und Effizienzsteigerungen zu nutzen.

Leistungszahlen auf einen Blick
in TEUR
2023 2022
Außenumsatz der Handelspartner B2C 159.975 126.150
Umsatzerlöse 14.894 15.321
- davon reine Logistikleistungen (ohne Kartonage, Versand) 11.153 10.407
EBITDA 993 759
EBIT 797 539
EBT 335 488
Jahresüberschuss 229 344
Bilanzsumme 10.936 5.301
Anlagevermögen 725 1.616
Anlagenintensität (in Prozent) 6,62 % 30,49 %
Umlaufvermögen 10.211 3.685
in TEUR 2023 2022
Umlaufintensität (in Prozent) 93,38 % 69,51 %
Eigenkapital 1.920 1.991
Eigenkapitalquote (in Prozent) 17,55 % 37,56 %
Fremdkapital 9.016 3.310
Fremdkapitalquote (in Prozent) 82,45 % 62,44 %
Liquidität 1. Grades 0,15 % 0,72 %
Liquidität 2. Grades 114,19 % 116,97 %
Liquidität 3. Grades 115,24 % 120,03 %
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 166,25 177,5

Ertragslage der fuljoyment AG

Die Ertragslage der fuljoyment AG wurde im Wesentlichen beeinflusst durch

- die um 747 TEUR gestiegenen Umsatzerlöse (bereinigt um Versand und Verpackung),

- den um 128 TEUR gestiegenen Personalaufwand sowie

- die um 341 TEUR gesunkenen Aufwendungen für Fremdleistungen.

Gegenüber 2022 sanken die originären Umsatzerlöse in 2023 von 15.321 TEUR auf 14.894 TEUR. Einfluss auf dieses Ergebnis hatten

- die gestiegene Ausbringungsleistung bei zugleich moderat angepassten Leistungspreisen

und

- gleichzeitigem Rückgang der Versanderlöse aufgrund der sukzessiven Umstellung auf eigene Versandstrukturen der Kunden.

Damit einher ging mithin eine absolute Reduzierung der Ausgangsfrachten um 982 TEUR (36,73 %) in 2023 zum Vorjahr (3.655 TEUR) auf 2.673 TEUR.

Der Personalaufwand stieg um 127 TEUR auf 5.211 TEUR (2022: 5.084 TEUR). Im Wesentlichen beruht der Anstieg auf den Lohn- und Gehaltsanpassungen in Folge der gesetzlichen Mindestlohn-Erhöhungen sowie den Aufwendungen im Zusammenhang mit der Corona- sowie der Inflationsausgleichsprämie bei gleichzeitiger Reduzierung der Mitarbeiteranzahl.

Die Abschreibungen liegen mit 200 TEUR leicht unter dem Vorjahr (221 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen in 2023 absolut um 259 TEUR auf 6.997 TEUR (2022: 7.256 TEUR) zurück, was jedoch maßgeblich auf die reduzierten Kosten der Warenabgabe (-924k), geschmälert um gestiegene Raumkosten (+172K), zurückzuführen ist.

Das Beteiligungs- und Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 413 TEUR auf -463 TEUR (2022: -50 TEUR) vermindert.

Es ist geprägt

- durch die infolge der verzögerten Inbetriebnahme des AutoStore-Systems nebst Fördertechnik erheblich gestiegenen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (+431 TEUR) auf 486 TEUR

- den um 3 TEUR gesunkenen Beteiligungserträgen sowie

- den um 20 TEUR gestiegenen Aufwendungen aus der Verlustübernahm

Im Jahr 2023 ergaben sich Aufwendungen für Ertragsteuern in Höhe von 101 TEUR (2022: 141 TEUR).

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage lag das operative Ergebnis vor Steuern der fuljoyment AG im Jahr 2023 im positiven Bereich.

Die Ertragslage der Gesellschaft ist insbesondere vor dem Hintergrund der in 2022 begonnenen und im Herbst 2024 abgeschlossenen Investitionsmaßnahme in die AutoStore-Anlage nebst Fördertechnik insgesamt zufriedenstellend. Die mit dieser Investition einhergehenden Sonderaufwände auch im Hinblick auf die damit verbundenen Umbaumaßnahmen an dem Standort Trittau beeinflussten das Ergebnis. Zusätzlich war im Geschäftsjahr 2023 ein teilweiser Anstieg der Prozesskosten festzustellen, die sich mit der vollständigen Inbetriebnahme der AutoStore-Anlage deutlich verbessern werden.

Die Gesellschaft hat sowohl die Umsatz- als auch die Ertragsziele 2023 erreicht und übertroffen.

Vermögenslage und Kapitalstruktur der fuljoyment AG

Die Bilanzsumme der fuljoyment AG liegt per 31.12.2023 mit 10.936 TEUR erheblich über der des Vorjahres (5.301 TEUR).

Das Anlagevermögen reduzierte sich im Berichtszeitraum von 1.616 TEUR auf 725 TEUR.

Wesentliche Investitionen erfolgten aufgrund der getroffenen Sale-and-lease back-Vereinbarung im Umlaufvermögen in die AutoStore-Anlage nebst Fördertechnik.

Diese wird in 2024 im Rahmen der weiteren Fertigstellung und Übergabe an den Leasingpartner wieder herausgelöst; die bilanziellen Gegebenheiten werden sich dann wieder in dem gewohnten Maße darstellen.

Die Finanzanlagen blieben zum Vorjahr unverändert (219 TEUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken von 2.296 TEUR auf 1.829 TEUR, was auf den reduzierten Versandkostenanteil im Vergleich zum Vorjahr sowie auf ein stringentes Forderungsmanagement zurückzuführen ist.

Das Eigenkapital liegt mit 1.920 TEUR leicht unter dem Niveau des Vorjahres (1.991 TEUR).

Die Eigenkapitalquote sank indes massiv aufgrund der insgesamt gestiegenen Bilanzsumme von 37,56 % auf 17,55 %.

Auf der Passivseite veränderten sich die Steuerrückstellungen um einen Betrag in Höhe von -18,9 TEUR auf 4,8 TEUR. Die sonstigen Rückstellungen bewegen sich mit 309 TEUR unterhalb der Vorjahreswerte (327 TEUR).

Im Bereich der Verbindlichkeiten stiegen jene gegenüber Kreditinstituten um 185 TEUR aufgrund der Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie bei gleichzeitig planmäßigen Tilgungen von Darlehen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 6.277 TEUR betreffen Anzahlungen der Leasinggeber an die Hersteller der AutoStore-Anlage nebst Fördertechnik. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen Leistungen sanken um 77 TEUR auf 989 TEUR. Der Rückgang korrespondiert mit dem reduzierten Materialaufwand (Versandkosten).

Das Fremdkapital erhöhte sich mithin im Vergleich zum Vorjahr (2022: 3.310 TEUR) um 5.706 TEUR per 31.12.2023 auf 9.016 TEUR. Dies ist weit überwiegend auf die Anzahlungen in Bezug auf die AutoStore-Anlage nebst Fördertechnik zurückzuführen. Dieser Anstieg führt zu einer Fremdkapitalquote von 62,44 % in 2022 auf 82,45 % per 31.12.2023.

Finanzlage und Finanzmanagement

Eines der vorrangigen Ziele der fuljoyment AG ist die kurz- und mittelfristige Sicherung der Liquidität. Das Finanzmanagement zielt außerdem darauf ab, die Finanzierungskosten zu optimieren.

Die Materialaufwände erfordern entsprechend ihren saisonalen Schwankungen kurzfristige Liquidität.

Die interne Unternehmenssteuerung orientiert sich im Wesentlichen an einer Deckungsbeitragsrechnung.

Die allgemeine Steuerung der Gesellschaft ist am Cashflow und am Ergebnis vor Steuern ausgerichtet.

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 2023 630 TEUR (Vorjahr: 309 TEUR Euro). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich 2023 auf -38 TEUR (Vorjahr: -182 TEUR; der Finanzierungs-Cashflow schlug 2023 mit -900 TEUR (Vorjahr: -344 TEUR) zu Buche.

Die liquiden Mittel verminderten sich um 308 TEUR (Vorjahr: -79 TEUR). Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 13 TEUR (im Vorjahr 22 TEUR). Unter Berücksichtigung der nicht in Anspruch genommenen Kontokorrentlinie standen 363 TEUR (Vorjahr: 671 TEUR) zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit war zu jederzeit gegeben.

Prognosebericht

Der IWF geht davon aus, dass das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 bei 3,1 % liegen wird (2023: 3,1 %).14

Auch diese Prognose liegt unter dem historischen (2000 - 2019) Durchschnitt von 3,8 %.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Leitzinsen der Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung zunächst erhöht bleiben werden, während gleichzeitig Fiskalmaßnahmen reduziert werden und die hohe Verschuldung die Wirtschaftstätigkeit belastet.

Für die Eurozone rechnet der IWF mit einer leichten Beschleunigung des Wirtschaftswachstums auf 0,9 % im Jahr 2024 (2023: 0,5 %). Es wird ein stärkerer Konsum der privaten Haushalte angenommen, da die Auswirkungen des Energiepreisschocks nachlassen und die Inflation zurückgehen sollte, wodurch das Wachstum der Realeinkommen als Treiber des Aufschwungs unterstützt wird.

Business of Fashion sowie die Unternehmensberatung McKinsey & Company gehen davon aus, dass das Wachstum des globalen Bekleidungsmarktes (ohne Luxussegment) mit einer Spanne von 2 % bis 4 % stabil bleiben wird.15 Der Bekleidungsmarkt in Europa wird sich voraussichtlich schwächer entwickeln. Dies ist auf das abnehmende Verbrauchervertrauen und die sinkenden Ersparnisse der Haushalte zurückzuführen.

Auch die Jahre 2024 und 2025 werden von dem politischen Konflikt und dem Krieg in der Ukraine auf die weltweiten und internationalen Wirtschaftsbeziehungen geprägt sein. Dies wird weiterhin Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage, die Preisentwicklung - auch in den Ländern Europas - und auf die Konsumbereitschaft der Menschen haben. Die infolge der COVID-19-Pandemie eingetretenen Lieferschwierigkeiten werden weiter abschwächen, sie bleiben aber relevant. Der Arbeitsmarkt dürfte 2024 von einer Ausweitung der Arbeitsnachfrage und spürbaren Fachkräfteengpässen in vielen Bereichen geprägt sein.16

Diese gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben auch Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der fuljoyment AG.

Die fuljoyment AG strebt ein weiteres nachhaltiges Umsatzwachstum an und möchte das bereinigte EBITDA moderat steigern.

14 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january2024#:~:text=Global%

20growth %20is%20projected%20at,and%20developing%20economies%2C%20as%20well

15 https://www.mckinsey.com/industries/retail/our-insights/state-of-fashion-2024#/

16 Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung

In den Geschäftsjahren 2024 und 2025 sind Steigerungen in den um die Versand- und Kartonageerlösen bereinigten Umsätzen um 3,34 % und 7,11 % geplant. Unter Berücksichtigung einer weiteren Reduzierung des Personalkostenanteils und moderat steigender Gesamtkosten werden unter Berücksichtigung des aktuell bestehenden operativen Geschäftes Jahresüberschüsse im mittleren sechsstelligen Bereich avisiert.

Für die Prognosejahre 2024 und 2025 erwartet die fuljoyment AG ein positives operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 1.284 TEUR und 1.079 TEUR.

Nach Abschluss und Übergabe des Investitionsprojektes "Automatisierung Lagerhaltung" im Herbst 2024 werden sich die bilanziellen Kennzahlen Eigenkapital- / Fremdkapitalquote aufgrund der damit eintretenden Bilanzverkürzung im Mindesten wieder auf das vor Beginn der Investitionsmaßnahme übliche Maß (40 % : 60 %) einpegeln.

Risikobericht

Die fuljoyment AG ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken und Chancen ausgesetzt. Diese resultieren unter anderem aus dem unternehmerischen Handeln mit dem Ziel, Chancen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erschließen und zu nutzen. Risiken und Chancen umfassen spezifische Ereignisse und Entwicklungen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten und wesentliche negative bzw. positive finanzielle und nichtfinanzielle Auswirkungen auf das Erreichen der Ziele der fuljoyment AG haben können. Dabei stehen konjunkturelle, branchenspezifische, finanzielle und unternehmensspezifische Risiken und Chancen im Fokus.

Die Gesellschaft setzt ein integriertes Risiko- und Chancenmanagementsystem ein, um die wesentlichen Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent durch gegensteuernde Maßnahmen zu begrenzen. Dieses System wird in der Unternehmenszentrale koordiniert und dient der Entwicklung einer Kultur des aktiven Risikomanagements und der Chancenerkennung und gewährleistet damit die Transparenz auf jeder Organisationsebene.

Unternehmerische Risiken gehen wir nur dann ein, wenn sie als beherrschbar eingeschätzt werden und aufgrund der damit verbundenen Chancen eine angemessene Wertsteigerung des Unternehmens zu erwarten ist. Sämtliche Risiken klassifizieren wir nach einheitlichen Kriterien anhand quantitativer und qualitativer Maßstäbe. Bewertet wird zum einen das potenzielle Schadensausmaß, das negative Auswirkungen auf unsere Unternehmensziele beinhaltet.

Die wesentliche Kennziffer ist hier das EBITDA. Zum anderen beurteilen wir die jeweilige Eintrittswahrscheinlichkeit.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem

Die Ziele des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems sind zum einen die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der externen und internen Rechnungslegung gemäß der geltenden Gesetzeslage sowie eine zeitnahe Bereitstellung von Informationen für die verschiedenen Empfänger. Zum anderen soll die Berichterstattung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der fuljoyment AG vermitteln.

Strategische und operative Risiken

In einem Umfeld stetig wachsender gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten sieht sich die fuljoyment AG insbesondere Risiken aus Kunden- und Lieferantenbeziehungen ausgesetzt.

Dem Risiko des Verlustes von Großkunden wird durch entsprechende Vertragsgestaltung mit langer Laufzeit und umfangreichen Leistungspaketen bei gleichzeitig flexiblen Kostenstrukturen entgegengewirkt. Zur Minimierung der Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Lieferantenseitig bestehen Risiken in der Verfügbarkeit von Dienstleistungen sowie durch weiter ansteigende Kostenpositionen. Gegenmaßnahmen werden in einem aktiven Austausch mit bestehenden Lieferanten sowie dem Abschluss von langfristigen Rahmenverträgen gesehen, die in regelmäßigen Abständen evaluiert werden.

Der zunehmende Wettbewerb um Fachpersonal und damit einhergehend steigende Personalkosten stellen die wesentlichen mitarbeiterbezogenen Risiken dar. Mit zielgerichteten und auf den Einzelfall abgestimmten HR-Instrumenten soll diesen Risiken entgegengetreten werden.

Eine weitere konjunkturelle Abschwächung könnte zu sinkenden Umsatzerlösen und mithin zu geringeren Deckungsbeiträgen führen was zwangsläufig Kostensenkungsmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen erforderlich machen würde. Risikomindernd wirken die breite Diversifikation sowie die stetige Optimierung der Kosten- und Organisationsstrukturen.

Schließlich können Änderungen in der Gesetzgebung negativen Einfluss auf das operative Geschäft der Gesellschaft haben. Eine stete Beobachtung der gesetzlichen Entwicklungen und angepasste Betriebsabläufe sollen dieses Risiko minimieren.

Informationssicherheitsrisiken

Die Digitalisierung und die damit verbundene unternehmensübergreifende Vernetzung haben die Risiken für Unternehmen durch Hackerangriffe und vergleichbare Bedrohungen massiv erhöht. Zu den besonders risikohaften Folgen zählen Betriebsunterbrechungen und Produktionsstopps, aber auch eine massive Beschädigung von Reputation und Image.

Bei den Methoden der Cyberkriminellen ist in den letzten Jahren eine zunehmende Professionalisierung zu beobachten. Jedes Unternehmen muss sich dieser Herausforderung stellen.

Insbesondere Daten - als die wichtigsten Vermögenswerte der Zukunft - gilt es, bestmöglich zu schützen.

Die fuljoyment AG hat im Rahmen der Informations- und Datensicherheit folgende Schwerpunkte mit dem Ziel der bestmöglichen Reduzierung der Cyber-Risiken evaluiert:

- Definition der typischen Risikoszenarien und wirksamen Schutzmaßnahmen

- Einsatz eines IT-Risikomanagement-Systems sowie Integration der erforderlichen Infrastruktur auf dem neuesten Stand der Technik; Schulung und Fortbildung der HR

- Internes Kontrollsystem und Cyber-Risiken, relevante Key-Performance-Indikatoren zur Erfolgskontrolle

Gesamtaussage zur Risikolage

Die Risiken aus der konjunkturellen Entwicklung sowie das Konsumverhalten stellen weiterhin die größte Herausforderung der Gesellschaft dar. Lieferanten- und Kundenrisiken, Risiken aus einem sich weiter verändernden Marktumfeld, rechtliche und regulatorische Risiken sowie Preis- und Margenrisiken sind weitere wesentliche Risiken der fuljoyment AG.

Die im Geschäftsjahr 2023 identifizierten Risiken haben keinen bestandsgefährdenden Charakter.

Ebenso sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand der Gesellschaft zukünftig gefährden könnten.

 

Brüsewitz, den 14. Februar 2025

gez. Detlef Papp

gez. Ingo Stemmann

gez. Stephanie Kenzler

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die fuljoyment AG, Brüsewitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der fuljoyment AG, Brüsewitz, - bestehend aus der Bi lanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ful joyment AG, Brüsewitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwen dungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts ge führt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lübeck, den 21. Februar 2025

mercurius gmbh
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Kohberg, Wirtschaftsprüfer

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Einzelposten Geschäftsjahr
EUR
Gesamt Geschäftsjahr
EUR
Einzelposten Vorjahr
EUR
Gesamt Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 14.893.600,30 15.321.253,95
2. andere aktivierte Eigenleistungen 3.904,68 20.105,11
3. sonstige betriebliche Erträge 466.396,62 258.429,82
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.158.445,91 2.499.792,58
5. Personalaufwand: 5.210.771,38 5.080.410,66
a) Löhne und Gehälter 4.280.692,97 4.152.498,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, 930.078,41 927.912,11
davon für Altersversorgung EUR 244,32 (EUR 90,00)
6. Abschreibungen:
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 200.377,56 220.631,66
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.996.604,96 7.260.201,88
8. Erträge aus Beteiligungen, 22.706,08 25.924,26
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 22.706,08 (EUR 25.924,26)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, 14.453,43 12.913,47
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 7.716,64 (EUR 7.437,72)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, 486.121,27 55.179,34
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.586,93 (EUR 1.078,34)
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 13.794,28 34.351,30
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 101.265,45 141.309,82
13. Ergebnis nach Steuern 233.680,30 346.749,37
14. sonstige Steuern 5.089,03 2.948,05
15. Jahresüberschuss 228.591,27 343.801,32

 

Brüsewitz, den 14. Februar 2025

gez.

Ingo Stemmann

Detlef Paap

Stephanie Kenzler

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 04. März 2025

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