Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 214541
Eingetragen
22.11.2016
Branche
Einzelhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Der Fachhandel mit sowie die Herstellung, Reparatur von und Serviceleistungen im Zusammenhang mit Produkten, die aktiv und passiv die Mobilität der Gesellschaft fördern, insbesondere von E-Bikes.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Uhlenkamp
seit 12.7.2023
Geschäftsführer
Simon Praetze
seit 22.11.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 4 angezeigt

Germany
40.000 €
40.00%
Germany
40.000 €
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPE Bikes GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

SPE BIKES GMBH, HANNOVER

I. Geschäftsmodell und Lage der Kapitalgesellschaft

Der Gegenstand des Unternehmens ist der Fachhandel mit, sowie die Herstellung, Reparatur und Serviceleistung im Zusammenhang mit Produkten, die aktiv und passiv die Mobilität der Gesellschaft fördern, insbesondere von e-Bikes.

Die SPE Bikes GmbH betreibt unter der Lizenz von "e-motion - die e-Bike Experten" aktuell fünf "e-motion e-Bike Welten mit Lastenfahrradzentrum" und zwei "Dreirad-Zentren" in den Städten Hannover, Berlin und Braunschweig.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Handel verkaufsfertiger Zwei- und Dreiräder an Endverbraucher. In Zukunft wird auch der Serviceanteil am Gesamtumsatz kontinuierlich wachsen. Das ergibt sich aus der zunehmenden Zahl an e-Bikes im Markt und stark steigender Nachfrage nach Serviceterminen in unseren Werkstätten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Während der Coronakrise war der Fahrradmarkt aus dem Wachstumstrend nach oben ausgebrochen. Hersteller und Handel erfreuten sich ungeahnter Nachfrage. Die Hersteller erhöhten die Produktion, die Händler bestellten, was zu bekommen war. Mit der Normalisierung nach der Coronakrise normalisierte sich auch der Fahrradmarkt. Die Nachfrage kehrte zurück auf einen mittelfristigen Pfad, Corona markierte den Ausreißer nach oben. Folgerichtig mussten und müssen die Strukturen, Produktion und Lagerbestände an die neuen Marktgegebenheiten angepasst werden. Dieser Prozess ist in vollem Gange. Langfristig ist der Markt intakt, wir erwarten eine Rückkehr zu einem angemessenen Wachstumspfad ab etwa 2025/26.

2. Geschäftsverlauf

Unsere Prognose des Vorjahres über die Entwicklung des Marktes haben sich bestätigt. Markteintritte neuer Händler und Hersteller haben den Wettbewerb intensiviert.

SPE reagierte frühzeitig auf die veränderte Marktlage. Als absehbar war, dass das Geschäftsjahr nicht dem bisherigen Wachstumspfad weiter folgen würde, wurden Bestellungen reduziert und gezielte Maßnahmen zur Reduzierung des Umlaufvermögens unternommen. Der Erfolg ist sichtbar, so haben wir es geschafft, unseren Umsatz marginal zu steigern, und auch das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 % gewachsen.

Das künftige Wachstum des Marktes dürfte fast ausschließlich aus dem e-Bike-Verkauf kommen.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (VFE-Lage)

a) Vermögensstruktur

2023 2022 Differenz
in TEUR in % in TEUR in % in TEUR
Sachanlagen 196 4 234 5 -38
Langfristig gebundenes Vermögen 196 4 234 5 -38
Vorräte 4.014 84 4.167 89 -153
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 139 3 170 4 -31
Sonstige Vermögensgegenstände 98 2 61 1 37
Rechnungsabgrenzung 24 1 22 0 2
Kurzfristig gebundenes Vermögen 4.275 90 4.420 95 -145
Liquide Mittel 261 6 4 0 257
Summe 4.732 100 4.658 100 74

Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig geändert.

Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen hat sich von 5 % in 2022 auf 4 % im aktuellen Geschäftsjahr vermindert.

Das kurzfristig gebundene Vermögen hat sich von 95 % auf 90 % verringert.

Zum Stichtag lag das Vorratsvermögen um 5 %-Punkte unterhalb des Stichtages des Vorjahres. Es wurde gegen Ende des Geschäftsjahres weniger Waren eingekauft. Die Altersstruktur der Vorräte ist vorteilhafter als im Vorjahr.

Die Gesellschaft startet mit liquiden Mitteln von 6 % am Vermögen ins neue Geschäftsjahr.

b) Kapitalstruktur

2023 2022 Differenz
in TEUR in % in TEUR in % in TEUR
Gezeichnetes Kapital 100 2 100 2 0
Kapitalrücklage 30 1 30 1 0
Jahresüberschuss + Gewinnvortrag 1.450 31 1.359 29 91
Eigenkapital 1.580 34 1.489 32 91
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 94 2 156 3 -62
Langfristiges Fremdkapital 94 2 156 3 -62
Mittelfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 258 5 289 6 -32
Mittelfristige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.200 25 0 0 1.200
Mittelfristiges Fremdkapital 1.458 30 289 6 1.168
Steuerrückstellungen 117 2 117 3 0
Kurzfristige sonstige Rückstellungen 264 6 266 6 -2
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 94 2 989 21 -895
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 427 9 530 11 -103
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 120 3 160 3 -40
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 504 11 544 12 -40
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 74 2 118 3 -43
Kurzfristiges Fremdkapital 1.600 34 2.724 59 -1.123
Summe 4.732 100 4.658 100 74

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist auf TEUR 1.580 angestiegen. Der Anstieg resultiert aus dem Jahresergebnis 2023 mit TEUR 92. Die Eigenkapitalquote erhöht sich auf 33 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich um TEUR 989 auf TEUR 445.

Innerhalb der Kapitalstruktur ersetzt das neu gewonnene Gesellschafterdarlehen die kurzfristigen Verbindlichkeiten, deren Höhe zum Jahresende sich regelmäßig aus den Vorbestellungen für das kommende Geschäftsjahr ergibt.

Die von Gesellschaftern erbrachten Darlehen erhöhten sich um TEUR 1.160 auf TEUR 1.704.

c) Finanzlage (Kapitalflussrechnung)

2023
in TEUR
2022
in TEUR
Periodenergebnis 92 325
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 178 -606
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -13 -86
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 93 499
= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 257 -193
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4 197
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 261 4

Der Finanzmittelfonds setzte sich ausschließlich aus liquiden Mitteln zusammen.

Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Der Cash-Flow ist insgesamt positiv.

Investiert wurde in Erhaltung der Anlagen und die Verbesserung der Servicequalität, das Sachanlagevermögen reduzierte sich um TEUR 38 auf nun mehr TEUR 196.

Zum Jahresende konnte ein neuer Investor gewonnen werden. Er erwarb 10% der Anteile und stellt der Gesellschaft ein fünfjähriges Darlehen über TEUR 700 zu Verfügung.

d) Ertragslage (Gewinn- und Verlustrechnung)

2023 2022 Differenz
in TEUR in % in TEUR in % in TEUR in %
Rohergebnis 4.888 100 4.713 100 175 4
Personalaufwand -2.962 61 -2.630 56 -332 -13
Abschreibungen -52 1 -65 1 13 20
Sonstiger betrieblicher Aufwand -1.657 34 -1.511 32 -146 -10
Betriebsaufwand (ohne Materialaufwand) -4.671 96 -4.207 89 -464 -11
Betriebsergebnis 217 5 507 11 -290 -57
Finanz- und Beteiligungsergebnis -78 1 -30 1 -48 >-100
Steuern -47 1 -152 3 105 69
Jahresergebnis 92 2 325 7 -233 -72

Das Rohergebnis ist im Vorjahresvergleich um TEUR 175 auf TEUR 4.888 angestiegen.

Der Personalaufwand hat sich um TEUR 332 erhöht. Die Personalaufwandsquote bezogen auf das Rohergebnis hat sich um 5 %-Punkte auf 61 % erhöht.

Bei den Abschreibungen handelt es sich um planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände i. H. v. TEUR 52.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 146 auf TEUR 1.657 erhöht. Dies ergibt sich durch höhere Verwaltungs- und Werbekosten im Geschäftsjahr.

Das Betriebsergebnis reduzierte sich im Vorjahresvergleich um TEUR 290.

Das Finanzergebnis verringerte sich um TEUR 48, bedingt durch höhere Aufwendungen der kurzfristigen Kapitalbeschaffung.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag und die sonstigen Steuern betragen TEUR 47.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren haben sich nicht durchweg zufriedenstellend entwickelt.

Die Umsatzrendite sank von 2,2 % auf unter 1%, während die Gesamtleistung nahezu unverändert blieb.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote erhöhte sich von 31,9 % im Vorjahr auf 33,4 %.

Der EBITDA betrug im Geschäftsjahr TEUR 269 im Vergleich zu TEUR 572 im Vorjahr.

Die Berechnung der Indikatoren erfolgt nach den gängigen Formeln.

Die Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter ist langfristig ausgelegt. Zur allgemeinen Mitarbeiterzufriedenheit werden interne und externe Schulungs- und Weiterbildungsangebote zur Wahl gestellt, um diese Stärke auch in Zukunft für uns zu nutzen.

5. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Unsere Erwartungen nach einem weiteren Umsatz- und Ertragsschub erfüllten sich jedoch nicht. Nach einem starken Marktwachstum in den Vorjahren erfolgt jetzt und vermutlich in den folgenden zwei bis drei Jahren eine Konsolidierung des Marktes. Darauf gilt es sich einzustellen.

Als langfristig orientierte Familienunternehmen nehmen wir die Dellen, die der Markt uns aktuell beschert, in unsere Kalkulationen auf. Für 2024 erwarten wir noch keine Marktbelebung, sondern eher eine seitwärtige Entwicklung. Nach der Schwäche- und Konsolidierungsphase sind wir überzeigt, dass die SPE Bikes GmbH zu den starken Marktteilnehmern gehören wird.

III. Prognosebericht

Erwartete Entwicklung

Nach dem stürmischen Wachstum während der Coronaperiode sind Hersteller und Händler damit beschäftigt, die Übertreibungen des Marktes wieder aufzufangen. Einige Händler, aber auch Produzenten, werden ihren Betrieb einstellen müssen.

SPE hat diese Entwicklung antizipiert und einen neuen Gesellschafter aufgenommen, der der Gesellschaft ein fünfjähriges Darlehen über TEUR 700 gewährte. Damit und der Fokussierung auf ein angemessenes Vorratsvermögen will die Gesellschaft die notwendige Liquidität bereitstellen, um die erwarteten Marktanpassungen zu bewältigen.

Als Anbieter im gehobenen Preis- und Qualitätssegment sind wir überzeugt, dass wir gestärkt aus der derzeitigen Entwicklung des Marktes hervorgehen. Das zeigen auch unsere Benchmark Analysen auf Basis der Zahlen des ZIV. (Zweirad-Industrie-Verband e.V.). Denen zufolge ist die SPE Bikes GmbH ein relativer Gewinner der derzeitigen Entwicklung.

Mittelfristig wollen wir wieder wachsen, unsere bestehenden Standorte vergrößern und in unseren definierten Regionen unsere Präsenz und unseren Marktanteil erhöhen. Zu diesem Zweck investieren wir in die Ausbildung von Personal und optimieren unsere Prozesse innerhalb der Filialen und zur Filialsteuerung.

In 2024 werden wir im Wesentlichen in einen neuen Standort in Hannover - Garbsen investieren. Dieser ersetzt auf einer mehrfach größeren Fläche den zu klein gewordenen Innenstadtstandort Hannover.

Wir erwarten, dass sich die Umsätze leicht rückläufig entwickeln, gleichzeitig aber auch die Materialaufwendungen deutlich sinken werden, sodass wir davon ausgehen, dass sich das Rohergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 auf ca. 33 % erhöht.

Wir rechnen damit, dass sich der sonstige Betriebsaufwand leicht erhöhen wird. Durch die deutliche Erhöhung der Roherträge rechnen wir damit, dass sich das EBITDA dem Wert des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von TEUR 572 annähern wird. Gleichzeitig rechnen wir damit, dass auch die Umsatzrendite auf knapp unter 2 % steigen wird.

Für 2024 rechnen wir noch nicht mit einer gänzlichen Erholung des Marktes. Wir sind jedoch gewillt, die steigenden Kosten für Personal und Betriebsaufwand zu tragen, um das prognostizierte Wachstum des Fahrradmarktes in den Jahren 2025 und 2026 erfolgreich für uns nutzen zu können.

Je nach Entwicklung werden wir unsere Vermögens- und Kostenstrukturen weiter anpassen.

IV. Chancen- und Risikobericht

In einem zunehmend komplexen und volatilen Marktumfeld ist es unerlässlich, sowohl die Chancen als auch die Risiken präzise zu identifizieren und zu bewerten. Dieser Bericht bietet eine Übersicht über die erwarteten Chancen und Risiken, die unsere Unternehmensstrategie im kommenden Geschäftsjahr beeinflussen könnten.

1. Chancen

Klares Profil: Wir stehen für Elektromobilität; ausschließlich elektrisch betriebene Fahrräder, Lastenräder und Dreiräder nebst Zubehör gehören in unser Sortiment. Daher sind wir für viele Menschen der erste Ansprechpartner für e-Bikes in unseren Lizenzgebieten.

Gesellschaftliche Trends: Urbanisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit erweitern stetig unsere Zielgruppen. Die Menschen sind es gewohnt, die elektrischen Hilfsmittel jederzeit im Alltag einzusetzen. Sie wollen sich in Ihrer Freizeit flexibel und regelmäßig bewegen und gleichzeitig nicht auf Autos und verstopfte Straßen angewiesen sein. Die Verkehrswende und die mittlerweile von der Politik aufgegriffenen Wünsche der Bevölkerung an eine bessere Aufteilung der Verkehrswege in Städten erweitern stetig den Markt für unsere Produkte.

Gut ausgebildete Mitarbeitende: Wir haben ein hohes Niveau an gut ausgebildeten Mitarbeitenden aufgebaut. Das führt auch zu Wachstum im Dienstleistungsbereich, also den Werkstätten, die insbesondere gut ausgebildete Mitarbeiter benötigen, die zu besseren Preisen abgerechnet werden können.

2. Risiken

Wirtschaftslage: Die Übertreibungen aus der Coronazeit wirken vermutlich noch eine gewisse Zeit nach. Insgesamt aber ist der Markt intakt, individuelle elektrische Mobilitätslösungen sind unverzichtbar geworden und werden spätestens ab 2025/26 wieder für starkes Marktwachstum sorgen.

Waren- und Preisdruck: Nach den Mangeljahren mit unzureichenden Angeboten der Produzenten hat sich der Markt gedreht, die Konsumentennachfrage ist jetzt bestimmend. Mit unserer Ausweitung des Werkstattangebots werden Attribute wie "gute Werkstatt, Servicequalität und Ähnliches" immer wichtiger. Mit der entsprechenden Professionalität in den Werkstätten werden sich auch hier gute Erträge erwirtschaften lassen.

Fachkräftemangel: Für unsere aktuellen Pläne sind gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte sehr wichtig. Nachwuchsgewinnung ist eine langfristige Herausforderung, die gerade im Wachstum zunehmend wichtiger wird. Über verstärkte Ausbildung, gute Bezahlung und teamorientierte Mitarbeiterführung wollen wir auch in Zukunft dem Fachkräftemangel trotzen, um dieses Risiko zu minimieren.

 

Hannover, den 1. Dezember 2024

gez. Simon Praetze, Geschäftsführender Gesellschafter

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 195.958,00 233.587,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5,00 5,00
II. Sachanlagen 195.953,00 233.582,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.268,00 20.664,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 177.685,00 212.918,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 4.511.875,80 4.402.246,85
I. Vorräte 4.013.973,57 4.167.014,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 236.511,88 231.266,68
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 261.390,35 3.965,60
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 24.233,04 21.868,54
4.732.066,84 4.657.702,39

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 1.580.218,38 1.488.545,98
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 30.000,00 30.000,00
III. Gewinnvortrag 1.358.545,98 1.033.848,33
IV. Jahresüberschuss 91.672,40 324.697,65
B. RÜCKSTELLUNGEN 380.882,88 383.192,09
C. VERBINDLICHKEITEN 2.770.965,58 2.785.964,32
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 445.312,50 1.434.173,99
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.703.553,89 543.590,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 622.099,19 808.200,33
4.732.066,84 4.657.702,39

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 4.887.823,38 4.713.468,13
2. Personalaufwand -2.962.289,67 -2.630.169,51
a) Löhne und Gehälter -2.427.763,06 -2.163.006,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -534.526,61 -467.162,90
- davon für Altersversorgung: EUR 9.452,72 (Vorjahr: EUR 10.827,73)
3. Abschreibungen -51.579,80 -64.904,45
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -51.579,80 -64.904,45
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.656.913,92 -1.511.158,55
5. Betriebsergebnis 217.039,99 507.235,62
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 119,69 296,54
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -78.323,00 -30.743,99
8. Finanzergebnis -78.203,31 -30.447,45
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -46.776,28 -151.545,52
10. Ergebnis nach Steuern 92.060,40 325.242,65
11. Sonstige Steuern -388,00 -545,00
12. Jahresüberschuss 91.672,40 324.697,65

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

SPE BIKES GMBH, HANNOVER

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: SPE Bikes GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hannover
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Hannover
Register-Nr.: HRB 214541

Rechnungslegungsgrundsätze

Der vorliegende Jahresabschluss ist entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, den Vorschriften des GmbH-Gesetzes und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt worden. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden entsprechend den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen der §§ 252 ff. HGB angesetzt.

Die Gliederungsgrundsätze der §§ 266 ff. HGB wurden beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Nach den in §267 HGB angegeben Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Aufstellungserleichterungen der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Im Berichtsjahr wurden geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis € 800,00 sofort abgeschrieben.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Liquide Mittel

Kassen- und Bankbestände wurden zum Nennbetrag bilanziert.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 284 Abs. 3 HGB).

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Kautionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 10,0 (Vorjahr: 11,6) enthalten.

Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit
Gesamt < 1Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
VB ggü. Kreditinstituten 445.312,50 93.750,00 257.812,50 93.750,00
(Vorjahr) (1.434.173,99) (988.861,49) (289.062,50) (156.250,00)
VB ggü. Gesellschaftern 1.703.553,89 503.553,89 1.200.000,00 0,00
(Vorjahr) (543.590,00) (543.590,00) (0,00) (0,00)
Sonstige VB 622.099,19 622.099,19 0,00 0,00
(Vorjahr) (808.200,33) (808.200,33) (0,00) (0,00)
Summe 2.770.965,58 1.219.403,08 1.457.812,50 93.750,00
(Vorjahr) (2.785.964,32) (2.340.651,82) (289.062,50) (156.250,00)

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Personalaufwand

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 9,5 (Vorjahr: TEUR 10,8) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden im Bundesgebiet durchschnittlich 64 Mitarbeiter (Vorjahr: 64) beschäftigt. Dabei setzt sich die Mitarbeiterzahl wie folgt zusammen:

Arbeiter 22
Angestellte 27
leitende Angestellte 7
Azubis 2
geringfügig Beschäftigte 6
Summe 64

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Simon Praetze, Geschäftsführer, Hannover

Johannes Schneider, Geschäftsführer, Hannover

Sebastian Uhlenkamp, Geschäftsführer, Hannover

Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

 

Hannover, den 30. Juni 2023

gez. Simon Praetze, Geschäftsführer

gez. Johannes Schneider, Geschäftsführer

gez. Sebastian Uhlenkamp, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 10.670,73 0,00 0,00 10.670,73
10.670,73 0,00 0,00 10.670,73
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.507,79 0,00 0,00 37.507,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.233,01 0,00 0,00 3.233,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 481.154,29 23.842,80 10.694,00 494.303,09
521.895,09 23.842,80 10.694,00 535.043,89
532.565,82 23.842,80 10.694,00 545.714,62
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 10.665,73 0,00 0,00 10.665,73
10.665,73 0,00 0,00 10.665,73
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.843,79 2.396,00 0,00 19.239,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.233,01 0,00 0,00 3.233,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 268.236,29 49.183,80 802,00 316.618,09
288.313,09 51.579,80 802,00 339.090,89
298.978,82 51.579,80 802,00 349.756,62
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 5,00 5,00
5,00 5,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.268,00 20.664,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 177.685,00 212.918,00
195.953,00 233.582,00
195.958,00 233.587,00

Bestätigungsvermerk

Dem ungekürzten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde von der RINKE TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

an die SPE Bikes GmbH, Hannover

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SPE Bikes GmbH, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPE Bikes GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben, sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wuppertal, 8. Januar 2025

RINKE TREUHAND GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Andreas Niemeyer, Wirtschaftsprüfer

Jan Bootsmann, Wirtschaftsprüfer"

Feststellung des Jahresabschlusses:

Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2025 festgestellt.

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