Agrar-GmbH Sonnenberg
Granseer Straße 8, 16775 Sonnenberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lukas Lohner seit 7.2.2023 | Geschäftsführer |
Josef Lohner seit 24.9.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Agrar-GmbH SonnenbergSchönermarkJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023 I. Grundlagen des Unternehmens Die wesentlichen Geschäftsfelder der Agrar-GmbH Sonnenberg sind die Erzeugung und die Verarbeitung von Spargel und Produkten der konventionellen Landwirtschaft. Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt dabei in der Erzeugung und Vermarktung von Spargel. Die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse unterliegt speziellen Wetter-, Markt- und Wettbewerbsverhältnissen, wobei der in der Landwirtschaft seit Jahren fortschreitende Strukturwandel auch weiterhin im Sonderkulturanbau zu beobachten ist. Die Unternehmensstrategie der Agrar-GmbH Sonnenberg ist es, durch homogenes Wachstum eine größere regionale Marktpräsenz zu erreichen. Durch eine intensive Kosten-/Nutzen-Analyse werden die Flächen im Spargelanbau konsequent überprüft, so dass die Gesellschaft heute die passende Produktionsgröße erreicht hat. Bezogen auf den Spargelanbau ist die Agrar-GmbH Sonnenberg zu den größten Anbaubetrieben in Brandenburg zu zählen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Arbeitskräfte sowie das Risiko steigender Löhne so weit wie möglich zu reduzieren. Folgende Lösungsansätze werden hierzu verfolgt: • Effizienzsteigerung je eingesetzter Arbeitskraft sowie der einzelnen Arbeitsabläufe • Optimierung der Erntesteuerung durch Anbau von frühen und späten Spargelsorten sowie der Einsatz von unterschiedlichen Foliensystemen zur Vermeidung von Erntespitzen und zur Sicherung einer kontinuierlichen Belieferung des Handels Die Anteile werden im Wesentlichen von der Lohner Agar GmbH in Inchenhofen gehalten, die ausschließlich Spargelproduktion betreibt. Beide Gesellschaften sichern sich gegenseitig, um auch den überregionalen Markt zuverlässig bedienen zu können. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Marktsituation ist in den letzten Jahren durch Konzentration des Einkaufs unserer Kunden gekennzeichnet. Wir begegnen dieser Entwicklung durch innovative Produkte und ein hohes Maß an Qualität und Verlässlichkeit. Um eine nachhaltige Flächenabsicherung in der Region zu gewährleisten, wurden langfristige Pachtverträge geschlossen. Vor dem Hintergrund der Pachtpreisentwicklung wurde gleichzeitig der Erwerb neuer Eigentumsflächen vorangetrieben. Durch die Regelungen des Mindestlohngesetzes werden unsere Lohnkosten auch über 2023 hinaus deutlich ansteigen. Wir begegnen dieser Entwicklung durch ein konsequentes Kostenmanagement und Rationalisierungen, um so unsere Effizienz weiter zu steigern. 2. Geschäftsverlauf Wir blicken auf ein schwierigeres Geschäftsjahr 2023 zurück. Im Geschäftsjahr 2023 haben sich bei konstanter Spargelanbaufläche unsere Umsatzerlöse um rund 0,4 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Nachfrage und die Marktpreise konnten nicht gesteigert werden. Der Materialaufwand reduzierte sich um 4,2 % zum Vorjahr. Der Rohertrag, hier berechnet als Umsatzerlöse zuzüglich der Bestandsveränderungen und der anderen aktivierten Eigenleistungen abzüglich der Materialaufwendungen, erhöhte sich zum Vorjahr um 6,4 %. Die Mindestlohnerhöhungen sowie der Personalaufwand für Neuanpflanzungen führten trotz konsequenter Verbesserung der Arbeitsabläufe zu steigendem Personaleinsatz, so dass die Personalkosten um 623 T€ zum Vorjahr angestiegen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 373 T€. Das Finanzergebnis besteht lediglich aus einem positiven und negativen Zinsergebnis. Dieses beträgt 44 T€. Die Zinserträge betragen 47 T€ und die Zinsaufwendungen 91 T€. Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von 574 T€ konnte ein Jahresergebnis von rund 1.621 T€ erzielt werden. 3. Lage des Unternehmens a) Vermögenslage Unsere Gesellschaft weist zum Stichtag 31. Dezember 2023 eine Bilanzsumme von 15,4 Mio. € aus (Vorjahr: 12,1 Mio. €). Der Anteil des Anlagevermögens daran beträgt 56,9 % gegenüber 59,2 % im Vorjahr. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich grundsätzlich für stabil. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Kapitalstruktur Unsere Kapitalstruktur ist mit einer Eigenkapitalquote von 72,5 % (Vorjahr: 78,7 %) als solide zu bezeichnen. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse im Unternehmen belassen. Unsere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen nunmehr 19,0 % (Vorjahr: 16,0 %) der Bilanzsumme. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken, welche jeweils nur kurzfristig in Anspruch genommen werden. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 2,1 % (Vorjahr: 0,3 %) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Langfristige Anlagen sind zu 127,5 % (Vorjahr: 132,8 %) durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten können durch die Bankbestände und kurzfristigen Forderungen beglichen werden. Investitionen Zur Sicherung unserer Produktion und zur Verbesserung der Qualität und Rentabilität wird laufend in die vorhandenen Pflanzflächen investiert. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Investitionen in neue Spargelkulturen 1,6 Mio. €. Detaillierte Angaben zu den Investitionen können dem Anlagespiegel entnommen werden. Liquidität Am Ende des Geschäftsjahres hatte unsere Gesellschaft liquide Mittel in Höhe von 2.987 T€ (Vorjahr: 3.996 T€). Es sind keine Engpässe zu erwarten. c) Ertragslage Die Entwicklung der Ertragslage in 2023 stellt sich in Zahlen wie folgt dar: Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 38 T€ bzw. 0,4 % auf 9.593 T€. Ursächlich hierfür war eine Stagnation bei der Kundennachfrage bei zufriedenstellenden Marktpreisen. Das Rohergebnis erhöhte sich um 511 T€ gegenüber dem Vorjahr. Der Materialaufwand konnte um 64 T€ bzw. 4,2 % auf 1.442 T€ gesenkt werden. Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 4.310 T€ und sind gegenüber dem Vorjahr, aufgrund von Spargelneuanpflanzungen, um 16,9 % gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 373 T€ bzw. 31,1 %. Ursächlich hierfür waren u.a. höhere Aufwendungen für Instandhaltungen und Beratungsleistungen. Der Jahresüberschuss betrug 1.621 T€ und liegt somit um 420 T€ unter dem Vorjahr. d) Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Unternehmens werden die Umsatzzahlen sowie die Material- und Personaleinsatzquoten herangezogen. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich eine Umsatzsteigerung von 0,4 % und eine Reduzierung der Materialeinsatzquote von 15,7 % im Vorjahr auf 15,0 % in 2023. Die Personaleinsatzquote betrug 44,9 % in 2023 gegenüber 38,6 % im Vorjahr. e) Gesamtaussage Die erzielten Marktpreise waren zufriedenstellend. Ein witterungsbedingter später Saisonstart und die dadurch fehlende Erntemenge verhinderten jedoch Umsatzsteigerungen. Durch Optimierungen im Anbau konnte der Materialaufwand gesenkt werden. Der ansteigende Mindestlohn im Bereich Personaleinsatz, sowie die Anpflanzung neuer Spargelanlagen führten zu einer höheren Personaleinsatzquote. Die Prognosen des Vorjahres hinsichtlich des geringen Umsatzwachstums traten vollumfänglich ein. Der Materialaufwendungen ging fast wie prognostiziert zurück. Die Personal- und sonstigen Aufwendungen erhöhten sich stärker als geplant, durch Spargelneuanpflanzungen, höhere Instandhaltungen und Inanspruchnahme von Beratungsleistungen. Die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als stabil bezeichnet werden. B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens II. Prognosebericht Die im Vorjahr prognostizierte Nachfragestagnation mit geringer Steigerung der Umsatzerlöse von weniger als 1% hat sich in 2023 bewahrheitet. Die Reduzierung der Materialeinsatzquote konnte die Steigerung der Personal- und der sonstigen Aufwendungen nicht wie prognostiziert vollumfänglich kompensieren, was zu einem höheren Rückgang des Jahresergebnisses von rd. 20 % führte. Die Nachfrage nach Spargel konnte im Jahr 2024 gesteigert werden, und wir rechnen mit höheren Umsatzerlösen. Der bestehende Wettbewerbsdruck auf dem Markt und die Notwendigkeit, den Kostensteigerungen in der eigenen Produktion zu begegnen, machen es weiterhin erforderlich, unseren Betrieb effizienter zu gestalten. Bei den Spargelkulturen werden die Altanlagen daher zügig remontiert, um die Erträge zu steigern. Der Einsatz von Folien wird weiter optimiert, besonders durch Tunnelfolie und Zweifachabdeckung wird die Verfrühung der Anlagen und damit ein früherer Einstieg am Markt, insbesondere im Einzelhandel, erwirkt. Der technische Fortschritt im Bereich der Spargelernte und -aufbereitung wird weiter beobachtet. Der Maschinenpark wird permanent modernisiert und den Anforderungen des Marktes angepasst. Eindeutige, langfristige Prognosen hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung sind wesentliche abhängig von der Nachfrageentwicklung und den Marktpreisentwicklungen im Erntezeitraum sowie den Beschaffungspreisen von Waren und Dienstleistungen für unseren Betrieb. Wir beurteilen die voraussichtlichen Entwicklungen des Unternehmens positiv. Für das Geschäftsjahr 2024, dessen Erntesaison bereits abgelaufen ist, erwarten wir aufgrund der höheren Kundennachfrage, einen Umsatzzuwachs von ca. 20 %. Der Materialaufwand wird voraussichtlich um ca. 40 %, die Personalkosten um ca. 23 % steigen. Aufgrund dieser Entwicklung, wird mit einer Verschlechterung der Materialeinsatzquoten und Personaleinsatzquote im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Insgesamt rechnen wir mit einem Rückgang des Betriebsergebnisses und des Jahresergebnisses von 10 %. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. III. Chancen- und Risikobericht Die Darstellung der Risiken erfolgt nach der Bruttomethode (vor Maßnahmen zur Risikobegrenzung mit Darstellung der Maßnahmen). Finanzwirtschaftliche Risiken Potenzielle Währungs-, Kredit- oder Liquiditätsrisiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Leistungswirtschaftliche Risiken Die Verpackungs-, Maut- und Logistikkosten, sowie viele andere Waren und Dienstleistungen werden durch die weitere Bepreisung der CO 2 -Abgaben zukünftig deutlich teurer werden. Weiterhin ist es möglich, dass mit zunehmender Dauer des Ukraine-Krieges die Beschaffungspreise von Energien und Düngemitteln wieder ansteigen werden. Weitere Kostentreiber sind die Personalaufwendungen. Künftige Mindestlohnsteigerungen sowie die Verfügbarkeit von Saisonarbeitskräften sind vom Unternehmen kaum beeinflussbar und somit ein wesentlicher Risikofaktor. Um weiterhin ausreichend Saisonarbeiter rekrutieren zu können, müssen gute Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten bei uns vor Ort vorhanden sein. Dem zunehmenden Wettbewerb am Markt, vor allem durch die bestehende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität begegnen. Sonstige Risiken Darüber hinaus wird die Wetterlage des jeweiligen Geschäftsjahres immer erheblichen Einfluss auf die Ernte und somit die Ertragssituation haben. Wetterbedingten Einflüssen auf die Ertragslage wird durch Anbau von frühen und späten Spargelsorten und die Verwendung von Foliensystemen begegnet. Dadurch sollen Erntespitzen vermieden werden. Chancen Die Nachfrage nach Spargel ist nach wie vor zufriedenstellend. Durch Anbauoptimierungen sowie Produktionsanpassungen wird versucht, das Qualitätsniveau zu erhöhen, so dass Umsatzsteigerungen sowohl auf dem nationalen als auch auf dem europäischen Markt möglich sind. Zudem kann unser Unternehmen aufgrund der bereits erreichten Unternehmensgröße und der großen zusammenhängenden Anbauflächen unter Einsatz entsprechender Maschinen kostengünstig produzieren und die großen Handelsketten nachfrageseitig bedienen. III. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. IV. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir insbesondere in den nicht planbaren inländischen politischen Entscheidungen und ständig steigenden Bürokratieanforderungen auf unsere Produktion. Steigenden Beschaffungspreise und Personalkosten verbunden mit einem zunehmenden Wettbewerb in unserem Marktsegment und zunehmender Kaufzurückhaltung der Endverbraucher machen ein ständiges Anpassen der Strukturen zur Steigerung der Effizienz der Produktion erforderlich. Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine große finanziellen Stabilität erarbeitet und mit den bisher umgesetzten Maßnahmen sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Sonnenberg, im Dezember 2024 Josef Lohner, Geschäftsführer Lukas Lohner, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Agrar-GmbH Sonnenberg hat ihren Sitz in Sonnenberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Neuruppin unter HRB 1127 NP eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Agrar-GmbH Sonnenberg wurde nach den Vorschriften des dritten Buches des HGB sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Wahlrechte, bestimmte Angaben entweder in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen, wurden grundsätzlich so ausgeübt, dass diese Angaben im Anhang erfolgen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB gegliedert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sowie erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800 € wurden im Erwerbsjahr als Aufwand erfasst. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nominalwert angesetzt, soweit kein Wertberichtigungsbedarf ersichtlich war. Die flüssigen Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Erfasst sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 4. Erläuterungen zur Bilanz Aus dem Anlagenspiegel ist die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte sowie die Geschäftsabschreibung zu entnehmen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 2.736.000,00 € eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: 0,00 €). Die sonstigen Rückstellungen betragen 45.600,00 € (Vorjahr: 44.600,00 €). Sie entfallen auf:
Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 560.311,50 € (Vorjahr: 0,00 €). Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2023 folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Der Nutzung von Kfz sowie anderer technischer Anlagen und Maschinen liegen teilweise Operating-Leasingverträge zugrunde. Der Abschluss von Leasingverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Risiko der Verwertung auf den Leasinggeber. Der Leasingvertrag hat Laufzeiten bis 1/2024. Die restlichen Verträge haben Laufzeiten bis maximal 2033. 5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 6. Sonstige Pflichtangaben Während des gesamten Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer Herrn Josef Lohner (Landwirt), Herrn Lukas Lohner (Unternehmer), Herrn Gregor Hufmann (Unternehmer) geführt. Herr Gregor Hufmann ist seit zum 01.01.2024 nicht mehr Geschäftsführer im Unternehmen. Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 19 , davon 1 Saisonarbeitskraft und 18 Festangestellte (Vorjahr: 99, davon 81 Saisonarbeitskräfte und 18 Festangestellte). Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Sonnenberg, im Dezember 2024 Josef Lohner, Geschäftsführer Lukas Lohner, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.01.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Agrar-GmbH Sonnenberg Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Agrar-GmbH Sonnenberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Agrar-GmbH Sonnenberg für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Bad Kissingen, 30. Januar 2025 Hey, Wirtschaftsprüferin |
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