Saint-Gobain Formula GmbH
Kutzhütte, 37445 Walkenried, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gero Dr. Pokar seit 23.3.2026 | Geschäftsführer |
Laurence Céline Couvreur seit 24.4.2025 | Geschäftsführer |
Bernhard Renner seit 20.8.2019 | Prokura |
Alexander Bartels seit 21.10.2008 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland | 94.00% |
BPB Gypsum B.V. | 6.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Saint-Gobain Formula GmbHWalkenriedJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 der Saint-Gobain Formula GmbH wurde unter Beachtung der handelsrechtlich vorgeschriebenen Grundsätze (§§ 242 ff., 264 ff. HGB) und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist wie im Vorjahr eine mittelgroße Gesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB und nimmt die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, im Wesentlichen gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Abweichungen zum Vorjahr werden gesondert erläutert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer bzw. ihrer Substanzverringerung um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern werden für Gebäude zwischen 20 und 50 Jahren angenommen, für sonstige Sachanlagen zwischen drei und 20 Jahren. Die Abschreibung erfolgt überwiegend nach der linearen Abschreibungsmethode. Vermögensgegenstände mit einem Wert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs einem Sammelposten zugeführt und über fünf Jahre abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von unter EUR 150,00 werden im Geschäftsjahr der Anschaffung vollständig aufwandswirksam erfasst. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit diese erforderlich werden. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Zur verbesserten Darstellung der Vermögenslage wurden die bisher unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 399 (i. Vj. TEUR 340) in den gleichnamigen Posten unter den Vorräten umgegliedert. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Der Abraumvorrat sowie die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Bestandsveränderung berücksichtigt auch die Abraumvorräte. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Das in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 KStG wird mit dem Barwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag ausgewiesen, sofern sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden Einnahmen ausgewiesen, sofern sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden wie im Vorjahr nach versicherungsmathematischen Grundlagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ("Richttafeln RT 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden durch einen Gehaltstrend von 2,4 % p. a. sowie durch einen Rententrend von 1,7 % p. a. bei der Ermittlung der Rückstellung berücksichtigt. Es wird eine alters- und geschlechtsabhängig durchschnittliche Fluktuation von 3 % p. a. angenommen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen nach § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB beläuft sich auf 3,89 % (i. Vj. 4,54 %), dieser wurde in Anlehnung an den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Infolge der Anwendung der Vorschriften des HGB n. F. und der damit verbundenen Änderung der Bewertung der Pensionsrückstellungen ergab sich zum 1. Januar 2010 ein Differenzbetrag in Höhe von TEUR 199. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und führt den Differenzbetrag über einen Zeitraum von zehn Jahren zu. Demnach wurden im Berichtsjahr erneut 10 % (TEUR 20) als Zuführung zur Rückstellung für Pensionen aufwandswirksam als außerordentlicher Aufwand gebucht. Der verbleibende Unterschiedsbetrag des Wertansatzes zum 31. Dezember 2015 in Höhe von TEUR 79 wird linear über die folgenden vier Jahre verteilt. Die Rückstellungen für Jubiläumszusagen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungen mit einem Zinssatz von 3,89 % p. a. (i. Vj. 4,54 % p. a.) unter Berücksichtigung der Fluktuation von 3 % ermittelt. Für die Rekultivierungsrückstellungen liegen für alle Abbaustätten Gutachten vor. Aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung des Finanzamts wurde die Vorgehensweise für die Ermittlung der Rückstellungen auch für den handelsrechtlichen Abschluss einer erneuten Würdigung unterzogen. Die Rückstellung wurde bis zum 31. Dezember 2014 unabhängig von dem Ausbeutegrad in voller Höhe der Kosten gebildet, die zum Bilanzstichtag für eine Rekultivierung der offengelegten Fläche bzw. für die zu erwartenden notwendigen Sicherungsmaßnahmen anfallen würden. Zur verbesserten Darstellung der Vermögens- und Ertragslage erfolgt die Bilanzierung der Rekultivierungsrückstellung seit dem Geschäftsjahr 2015 auf Basis einer ratierlichen Zuführung zu der Rückstellung nach dem Ausbeutegrad der offengelegten Steinbruchfläche. Bei Beibehaltung der vorherigen Bilanzierungsmethode würden sich die Rekultivierungsrückstellungen zum 31. Dezember 2015 um TEUR 1.010 auf TEUR 7.002 erhöhen. Die sonstigen betrieblichen Erträge würden sich für das Geschäftsjahr 2015 um den gleichlautenden Betrag auf TEUR 877 reduzieren. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Rückstellungen wurden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Transaktionstags der Geschäftsvorfälle erfasst. Die Umrechnung von Verbindlichkeiten und Forderungen in fremden Währungen erfolgte zum maßgeblichen Kurs am Bilanzstichtag. Zum Abschluss-Stichtag entstandene Kursverluste aus der Bewertung der auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Bei Kursgewinnen aus der Bewertung von kurzfristigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr kommen § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB und § 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht zur Anwendung. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Finanzanlagen Angaben zum Anteilsbesitz
* Eigenkapital zum 31. Dezember 2014 und Ergebnis für das Geschäftsjahr 2014 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr bestehen bis auf die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen aus Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 KStG in Höhe von TEUR 28 (i. Vj. TEUR 55) nicht. Die Mitzugehörigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zu anderen Posten der Bilanz geht aus der folgenden Übersicht hervor:
Die Cash Pool-Forderungen betreffen mit TEUR 2.833 (i. Vj. TEUR 800) die Guthaben bei der Saint-Gobain Benelux S.A., Wavre, Belgien, und mit TEUR 104.450 (i. Vj. TEUR 106.129) unser Cash-Pool Konto bei der Compagnie de Saint-Gobain S.A. in Courbevoie. Die Verzinsung erfolgt in Anlehnung an die zwischen den Banken geltenden Tageszinssätze. Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr zum Stichtag nicht. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt --unverändert-- DM 50 Mio und wurde mit dem amtlichen Umrechnungskurs von EUR 1 = DM 1,95583 umgerechnet. Eine Umstellung auf Euro ist bisher nicht erfolgt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von TEUR 721 (i. Vj. TEUR 698), für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 650 (i. Vj. TEUR 705), drohende Verluste in Höhe von TEUR 317 (i. Vj. TEUR 0) sowie für sonstige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 285 (i. Vj. TEUR 284) gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind nicht besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen laufende Verrechnungen in Höhe von TEUR 405 (i. Vj. TEUR 245) sowie Verbindlichkeiten aus der Weiterverrechnung der Kapitalertragssteuererstattung auf die Ausschüttung der Saint-Gobain Rigips GmbH in Höhe von TEUR 1.000 (i. Vj. TEUR 0). Zum Stichtag bestanden wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Latente Steuern Das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde in Anspruch genommen, so dass keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB zum Bilanzstichtag. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 5.331 (i. Vj. TEUR 7.167). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Die Pacht-, Miet-, Dienstleistungs-, Leasing- und Wartungsverträge enden zwischen 2015 und 2056. Innerhalb des nächsten Geschäftsjahres ist für die Zahlungsverpflichtungen aus Pacht-, Miet-, Dienstleistungs-, Leasing- und Wartungsverträgen ein Betrag von TEUR 1.747 fällig. Darüber hinaus sind keine weiteren, für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen vorhanden. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 7.595 (i. Vj. TEUR 7.356) auf das Inland und TEUR 18.300 (i. Vj. TEUR 17.995) auf das Ausland. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rekultivierungsrückstellungen, begründet in der Umstellung der Bilanzierungsmethode in Höhe von TEUR 1.010 (i. Vj. TEUR 0) sowie aus veränderten Parametern in Höhe von TEUR 454 (i. Vj. TEUR 2.472) und Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 88 (i. Vj. TEUR 19). Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 202 (i. Vj. TEUR 416) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 1) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 207 (i. Vj. TEUR 418). Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 60 (i. Vj. TEUR 62) enthalten, die hauptsächlich auf die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen entfallen. Außerdem sind Zinsen aus Steuernachzahlungen in Höhe von TEUR 121 (i. Vj. TEUR 0) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten im Wesentlichen den Steueraufwand des laufenden Geschäftsjahres sowie Steuernachzahlungen aufgrund der abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Jahre 2005 - 2008. Außerordentliche Aufwendungen Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen die Anpassung der Pensionsrückstellungen aus der Erstanwendung der Bewertungsmethodik des BilMoG. SONSTIGE ANGABEN Geschäftsführung Paul McCrea, General Manager, Artigarvan, Großbritannien, Vorsitzender, verantwortlich für Verkauf und Produktion Carsten Matz, Finance Director, Bad Lauterberg, Deutschland, verantwortlich für Verwaltung und Finanzen Nur einer der beiden Geschäftsführer bezieht Geschäftsführungsbezüge von der Gesellschaft. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung sowie die Hinterbliebenenbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB, da sich auf Grund dieser Angabe die Bezüge eines Mitglieds der Geschäftsführung feststellen ließen. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung der Saint-Gobain Formula GmbH schlägt für das Jahr 2015 der Gesellschafterin eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 3.461 zur Genehmigung vor. Damit wird die Verwendung des Jahresüberschusses der Saint-Gobain Formula GmbH zum 31. Dezember 2015 wie folgt vorgeschlagen:
Angaben zum Konzernabschluss Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Saint-Gobain Formula GmbH, Walkenried, einbezogen ist, wird von der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie/Frankreich, erstellt. Als Ort der Offenlegung wird angegeben: Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre 64, rue du 8 mai 1945 F 92025 Nanterre Cedex RCS Nanterre B 542 039 532 Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain S.A. wird in englischer Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den IFRS Rechnungslegungsvorschriften erstellt. Angaben zum Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich für Abschlussprüfungsleistungen auf TEUR 28 (i. Vj. TEUR 28). Hiervon entfallen TEUR 24 (i. Vj. TEUR 24) auf die Abschlussprüferleistungen und TEUR 4 (i. Vj. TEUR 4) auf andere Bestätigungsleistungen.
Walkenried, den 6. April 2016 Saint-Gobain Formula GmbH Paul McCrea Carsten Matz Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015A. Unternehmens- und Konzerngrundlagen 1. Geschäftsmodell und Struktur Die Geschäftsanteile der Saint-Gobain Formula GmbH, Walkenried werden indirekt zu 100% gehalten von der französischen Compagnie de SAINT-GOBAIN S.A., Courbevoie, Frankreich. Der SAINT-GOBAIN Konzern gehört zu den hundert größten Industriegruppen der Welt. In den Hauptsparten Innovative Werkstoffe, Baufachhandel, Bauprodukte und Verpackung spielt der Konzern eine führende Rolle; bei etlichen Produkten aus diesem Bereich ist SAINT-GOBAIN Weltmarkführer oder europäischer Marktführer. Der Sektor Baustoffe, zu dem auch die Gips- und Dämmstoffsparte gehört, ist mit einem Umsatzanteil von ca. 28% ein wichtiger Bestandteil des Konzerns. SAINT-GOBAIN ist mit ca. 170.000 Mitarbeitern in 66 Ländern auf allen Kontinenten tätig. Die Wurzeln von SAINT-GOBAIN reichen mehr als 350 Jahre zurück. Die Saint-Gobain Formula GmbH ist ein bedeutender Anbieter für Industriegipsprodukte auf dem Weltmarkt. Die Saint-Gobain Formula GmbH verfügt in Deutschland über eine Erfahrung von mehr als 125 Jahren. Innerhalb des SAINT-GOBAIN Konzerns ist die Saint-Gobain Formula GmbH der Industriegipsdivision "FORMULA" im Bereich der Gips- und Dämmstoffsparte zugeordnet. Neben der Produktionsstätte der Saint-Gobain Formula GmbH in Deutschland produziert die Division in Ägypten, Frankreich, Großbritannien, Rumänien, Spanien, Thailand und in der Türkei. Die Saint-Gobain Formula GmbH in Deutschland betreibt den größten Produktionsstandort innerhalb der Industriegipsdivision "FORMULA" und hat somit eine besondere Bedeutung für die Aktivitäten innerhalb dieser Division. Die Saint-Gobain Formula GmbH stellt hauptsächlich spezielle Gipsprodukte für die industrielle Anwendung her. Zu den Hauptabsatzmärkten zählen die Bereiche Grob- und Feinkeramik, Dental und Medizin, Lebensmittelindustrie, Kosmetik, Baustoffe, Füll- und Klebstoffe, Engineering und Metallverarbeitung, Sonderanwendungen und Landwirtschaft. Die Fertigung aller Produkte erfolgt kundenauftragsbezogen. Die Wertschöpfung und der Kundennutzen stehen im Vordergrund aller Tätigkeiten der Saint-Gobain Formula GmbH. Von der Zugehörigkeit zur SAINT-GOBAIN-Gruppe profitiert die Saint-Gobain Formula GmbH durch die Zusammenarbeit mit Schwestergesellschaften und den Zentralabteilungen des Konzerns sowohl durch Umsatzerhöhungen, technologische Unterstützungen als auch durch Kosteneinsparungen. 2. Technik - Forschung und Entwicklung Der SAINT-GOBAIN Konzern betreibt weltweit acht Forschungs- und Entwicklungszentren, die allesamt zentral von der Muttergesellschaft gesteuert werden. Zu deren zentralen Aufgaben gehören das Entwickeln, die Industrialisierung und das Optimieren von neuen Produkten. Innerhalb des SAINT-GOBAIN Konzerns arbeitet die Saint-Gobain Formula GmbH insbesondere mit dem Ladenburg Development Center (LDC) und dem SAINT-GOBAIN Forschungszentrum C.R.E.E. in Frankreich zusammen. Das Ladenburg Development Center (LDC) ist ein in der Praxis bewährtes, gemeinsames Entwicklungszentrum für die deutschen Saint-Gobain Unternehmen des Sektors Baustoffe. Mit dem LDC wurde das Forschungs- und Entwicklungsengagement im Bereich Trockenbau weiter vorangetrieben. Im Mittelpunkt standen hierbei die Produktentwicklung sowie die Weiterentwicklung der Systeme. Insbesondere für die keramische Industrie wurden umfangreiche Produktions- und Eigenschaftstests mit dem SAINT-GOBAIN Forschungszentrum C.R.E.E. durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in die Produktentwicklung einbezogen und führten zu Neuentwicklungen für die Dachziegelindustrie, die Anfang 2015 auf dem Markt platziert wurden. Der Umsatz mit neuen Produkten, d. h. Produkten, die innerhalb der letzten 5 Jahre neu entwickelt und auf den Markt gebracht wurden und auf neuen Märkten eingeführt wurden, belief sich in 2015 auf 3,6 Mio. EUR (i. Vj. 3,1 Mio. EUR). Aufgrund der kundenauftragsbezogenen Fertigung im Werk Walkenried, ist die Forschungs- und Entwicklungsabteilung auch bei Problemlösungen stark integriert. Neuentwicklungen und bestehende Produkte werden auf Basis der Kundenwünsche entwickelt oder weiterentwickelt, um eine Produktverbesserung, aber auch eine Prozessverbesserung beim Kunden zu erzielen. Durch die ständige Analyse und Optimierung der im Fertigungsprozess eingesetzten Additive, mit dem Ziel die Kostenstruktur und die Einsatzfähigkeit unserer Produkte zu verbessern, werden durch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung starke Impulse auch im Bereich der Fertigung gesetzt. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen bei rund 145 TEUR (i. Vj. 207 TEUR). B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland als Indikator für das allgemeine wirtschaftliche Umfeld stieg im Jahr 2015 um ca. 1,7% (i. Vj. 1,5%). Auch das weltweite Wirtschaftswachstum hielt an und lag in 2015 bei einem Plus von ca. 3,1% (i. Vj. 3,3%). Auch der EU-Raum konnte in 2015 vom Wachstum profitieren und wuchs um 1,9% (i. Vj. 0,9%). Neben Deutschland konnten auch einige wichtige Exportländer im Euroraum einen BIP Zuwachs verzeichnen. Frankreich wuchs um 1,1% (i. Vj. 0,3%), Polen konnte das Bruttoinlandsprodukt um 3,5% (i. Vj. 3,0%) steigern und Österreich wuchs um 0,6% (i. Vj. 0,7%). Die gesamte Eurozone konnte ein Wachstum von 1,6% (i. Vj. 0,9%) verzeichnen. Auch die Entwicklung der Bauwirtschaft, ist für die Saint-Gobain Formula GmbH ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Der Wohnungsbau in Deutschland hat sich 2015 sehr positiv entwickelt. Es wurden 8,4% mehr Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt als im Vorjahr. Dadurch profitierte die Saint-Gobain Formula GmbH nicht nur im Marktbereich Baustoffe, sondern es konnten auch Rückgänge im Bereich Keramische Industrie teilweise ausgeglichen werden, da gerade bei Wohnungsneubauten die Industrien für Sanitärkeramik und Dachziegeln mit profitieren. 2. Geschäftsentwicklung Der Absatz der Saint-Gobain Formula GmbH ist im Jahr 2015 um ca. 5% gewachsen. Vor allem die Rohsteinverkäufe sowie Mengenzuwächse bei Metallgussprodukten und im Bereich Agrarprodukte haben sich positiv auf die Absatzentwicklung ausgewirkt. Demgegenüber stehen Absatzrückgänge vor allem im Bau- und Keramikbereich. Den gestiegenen Absätzen in Deutschland standen vor allem Rückgänge in Polen und Osteuropa sowie der Schweiz entgegen. Der Exportanteil beim Absatz ist mit 61,7% aufgrund der gestiegenen Rohsteinverkäufe in Deutschland gefallen. Bei gleicher Grundlage betrug er im Vorjahr 66,0% des Gesamtabsatzes. Im Bereich Personal hat sich die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Der durchschnittliche Personalstand der Saint-Gobain Formula GmbH für 2015 lag bei insgesamt 114 Mitarbeiter (i. Vj. 110), davon durchschnittlich 51 Angestellte und Auszubildende sowie 63 gewerbliche Mitarbeiter. Der Personalstand im Dezember 2015 betrug 115 Mitarbeiter, bei einer stabilen Mitarbeiterstruktur. Im Bereich der Personalentwicklung erstellen wir für jeden Mitarbeiter individuelle Trainings- und Schulungspläne, damit der hohe Qualifikationsstandard innerhalb der Belegschaft gehalten und weiterentwickelt wird. Durch die ständige Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter können wir auch zukünftig sicherstellen, dass in den Schlüsselbereichen unseres Unternehmens alle Mitarbeiter auf einem einheitlich hohen Qualifizierungsniveau arbeiten. Aufgrund der regionalen Verantwortung hinsichtlich der Berufsausbildung haben wir zum 1. August 2015 zwei Auszubildende für den Beruf Industriekauffrau/-mann eingestellt. Auch für das kommende Geschäftsjahr haben wir uns entschlossen, zwei Auszubildende für den Beruf Industriekauffrau/-mann sowie eine/einen Auszubildende/n als Chemielaborant/in einzustellen. Um die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter zu messen, haben wir in 2015 eine Mitarbeiterbefragung durch ein externes Unternehmen durchführen lassen. Es haben sich ca. 80% unserer Mitarbeiter an der Befragung beteiligt und der Gesellschaft dadurch ein gutes Feedback gegeben, wo in den nächsten Jahren Verbesserungen in der Arbeitsumgebung geplant werden sollten. Erste Projekte aus der Befragung wurden bereits gestartet und auch in 2016 werden weitere Projekte auf der Grundlage der Befragung durchgeführt. Die Bereiche Umweltschutz und Arbeitssicherheit sind weiterhin wichtige Bestandteile der eingeführten Unternehmenspolitik. Das Umweltschutzmanagement ISO 14001 wurde im Jahr 2003 erstmals extern zertifiziert, das Energiemanagementsystem ISO 50001 im September 2013, das Arbeitsschutzmanagementsystem BS OHSAS 18001 im März 2008. Alle Managementsysteme identifizieren Verbesserungspotentiale, welche in entsprechende Aktionspläne einfließen und dessen Abarbeitung während interner und externer Audits überwacht wird. Dies führt zu einer stetigen Verbesserung der Prozesse unseres Unternehmens und zu einer rechtssicheren Organisation. Auch im Jahr 2015 wurden die Projekte zur Reduzierung des Energieverbrauches fortgeführt und erfolgreich umgesetzt. Die Einhaltung aller umweltrelevanten Auflagen hat auch bei der Umsetzung der ISO 14001 oberste Priorität und wird durch fest installierte Verfahren im Rahmen unseres zertifizierten Managementsystems regelmäßig extern überprüft. Die zunehmende Entwicklung hinsichtlich Gesetze und Richtlinien stellt auch weiterhin steigende Anforderungen an die rechtssichere Organisation. Aus Sicht der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes war 2015 wieder ein erfolgreiches Jahr ohne einen meldepflichtigen Unfall. Leider hat sich die Zahl der Erste-Hilfe Vorfälle erhöht. Hierzu fanden entsprechende Analysen statt und Gegenmaßnahmen wurden eingeführt. Auch im kommenden Jahr wollen wir verstärkt an der Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes sowie dem Umweltschutz und dem Energiemanagement in unserem Unternehmen arbeiten. Ziel für 2016 ist die erfolgreiche Re-Zertifizierung der ISO 50001. Für den Bereich der Rohstoffsicherung ist vor allem der projektierte Untertagebau in Thüringen (Rüdigsdorf/Günzdorf) zu nennen, für den in 2014 mehrere Grundstückskaufverträge abgeschlossen wurden, wobei der Übergang von Nutzen und Lasten nach wie vor noch nicht erfolgt ist. Die Klage gegen ein geplantes Naturschutzgebiet im Bereich Harzfelder Holz, welche die Saint-Gobain Formula GmbH eingereicht hat, ist bis zur Entscheidung gegen die Klage gegen den Regionalen Raumordnungsplan (RROP) Nordthüringen zurückgestellt und wurde bis dato noch nicht verhandelt. Nichtsdestotrotz wurden in 2015 der Hauptbetriebsplan (HBP) für den Untertageabbau Rüdigsdorf/Günzdorf sowie der dazugehörige landschaftsplanerische Begleitplan (LBP) überarbeitet und beides wird im 1. Quartal 2016 eingereicht. Für die sich ebenfalls in Thüringen befindliche Lagerstätte Himmelsberg/Woffleben wurde der Saint-Gobain Formula GmbH eine Verlängerung des laufenden HBP bis zum 31. März 2017 gewährt. Für die Genehmigung der in 2014 ebenfalls beantragten Erweiterungsfläche bedarf es nach Schreiben der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) einer Überarbeitung der veralteten Daten aus 2005. Um dieser Vorgabe gerecht zu werden, wurde ein externes Fachgutachten in Auftrag gegeben, welches im 1. Quartal 2016 fertig gestellt sein wird und im Anschluss der UNB zur Verfügung gestellt wird. Da aber die übergeordnete Bewilligung noch eine Laufzeit bis zum November 2025 hat und mit der Genehmigung des HBP durch das Thüringer Landesbergamt (TLBA) vom Dezember 2012 - einhergehend mit der gewährleisteten Absicherung der gesamten Fläche durch HBP und LBP - ist letztendlich die Sicherung der o. g. Vorräte als gegeben anzusehen. Gemäß Schreiben vom zuständigen GAA Göttingen sind die beiden niedersächsischen Abbaustätten Juliushütte und Pontelberg als Einheit zu betrachten. Beim Anfahren des Pontelberges sind jedoch der Abbauplan sowie der Herrichtungsplan für die Gesamtfläche zu überarbeiten und abzustimmen. Beides erfolgte in 2015, so dass im 4. Quartal schon die ersten Rohsteine gewonnen werden konnten. Die Steinbrüche der Saint-Gobain Formula GmbH sind langfristig gepachtet und stellen die wichtigste Grundlage für das Weiterbestehen des Unternehmens dar. Alle Steinbrüche auf niedersächsischem Gebiet sind durch langfriste Abbaugenehmigungen nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) gesichert. 3. Ertragslage Der Gesamtumsatz der Saint-Gobain Formula GmbH in Höhe von 25,9 Mio. EUR lag um 0,5 Mio. EUR über dem des Geschäftsjahres 2014 und übertraf auch leicht unsere Vorjahresprognose. Von den Umsatzerlösen entfallen 29,3% (i. Vj. 29,0%) auf das Inland und 70,7% (i. Vj. 71,0%) auf das Ausland. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich wie folgt:
Neben den erzielten Preissteigerungen trug vor allem ein einmaliges Know-How Fee in Höhe von 200 TEUR zur Verbesserung der Umsatzerlöse bei. Das Jahr 2015 startete durch ein gutes 1. Quartal sehr positiv. Im weiteren Jahresverlauf haben sich die Umsätze der Gesellschaft weiter positiv entwickelt, so dass zum Jahresende eine Steigerung des Umsatzes von 2,1% realisiert werden konnte. Diese positive Entwicklung ist vor allem in der guten Entwicklung im Bereich Baustoffe in Deutschland begründet, aber auch die Keramische Industrie, gerade im Asiatischen Raum, hat zu den Umsatzsteigerungen beigetragen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in 2015 betrug ca. 6,2 Mio. EUR und hat damit das Vorjahr (7,6 Mio. EUR) nicht erreicht. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen ein Sondereffekt im Vorjahr aus der Auflösung von Rückstellungen aufgrund geänderter Rekultivierungsauflagen in Höhe von 2,5 Mio. EUR. Die Prognose des Vorjahres für das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und für das EBITDA konnte hingegen deutlich übertroffen werden. Neben den gesteigerten Umsatzerlösen war die Reduzierung bei den Gaskosten (Preis- und Mengeneinsparungen) und ein ungeplanter Sondereffekt aus der Änderung der Bilanzierungsmethode der Rekultivierungsrückstellungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR ursächlich für das Übertreffen der Erwartungen. Die Materialaufwandsquote (definiert als Quotient aus Umsatzerlöse und Materialaufwand) änderte sich von 31,4% (2014) auf 30,0% in 2015. Der Jahresüberschuss in Höhe von ca. 4,6 Mio. EUR liegt aufgrund der oben beschriebenen Effekte ebenfalls unter dem Jahresüberschuss des Vorjahres (6,0 Mio. EUR). Die neben dem Umsatz wesentliche Kennziffer Betriebsleistung (Umsatz inklusive Bestandsveränderungen) verbesserte sich aufgrund des Umsatzanstiegs um 1,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Neben dem Umsatzanstieg beeinflusste auch der Anstieg der Bestände um 0,2 Mio. EUR (Vorjahr - 0,4 Mio. EUR) die Betriebsleistung. Die negative Entwicklung der sonstigen betrieblichen Erträge mit einer Reduzierung um 1,1 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen daraus, dass der positive Sondereffekt aus dem Ertrag aus der Änderung der Bilanzierungsmethode der Rekultivierungsrückstellungen den Wegfall des Ertrags aus dem Sondereffekt des Vorjahres nicht vollständig kompensieren konnte. Den Umsatzerlösen stehen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 7,8 Mio. EUR (Vorjahr: 8,0 Mio. EUR) gegenüber. Der Anstieg beim Aufwand für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe durch den höheren Materialeinsatz aufgrund der Umsatzsteigerungen konnte durch die Effekte aus den Preisrückgängen bei Strom, Gas und Rohsteinen sowie bei den meisten anderen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen überkompensiert werden. Diese Preisreduzierungen sowie die erzielten Einsparungen aus Projekten zur Energieeffizienz trugen zur Reduzierung der Materialaufwandsquote in 2015 bei. Die Aufwendungen für Personal belaufen sich auf 6,0 Mio. EUR (Vorjahr 5,6 Mio. EUR). Die Kostensteigerungen aufgrund tariflicher oder einzelvertraglicher Lohn- und Gehaltserhöhungen konnten teilweise durch die geltende Überstundenregelung und eine effizientere Personalplanung innerhalb des Produktionsprozesses ausgeglichen werden. Daneben schlugen sich die Kosten für die Entwicklung des Personalstamms in den Aufwendungen nieder. Die Abschreibungen für das Sachanlagevermögen und die immateriellen Wirtschaftsgüter liegen bei 0,6 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei 7,3 Mio. EUR (Vorjahr 6,3 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den Aufwendungen für Rekultivierung, den zusätzlichen Kosten für einen Rechtsstreit, höheren Frachtaufwendungen für einen neuen Kunden im europäischen Ausland sowie gestiegenen Kosten für die Konzernumlagen. Demgegenüber stehen Reduzierungen im Bereich der Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung und geringere Aufwendungen für Instandhaltung. Das Zinsergebnis ist auf - 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR) zurückgegangen. Der niedrige Stand der Zinserträge ist hauptsächlich auf die ausbleibenden Erträge aus den Cashpool Konten gegenüber der SAINT-GOBAIN Benelux SA, Belgien, und der Compagnie de SAINT-GOBAIN S.A., Paris, zurückzuführen, da die Verzinsung an den Zinssatz für das Interbanken-Geschäft gekoppelt ist, der derzeit bereits im negativen Bereich liegt. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr 1,6 Mio. EUR) haben sich aufgrund des geringeren Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr reduziert. Zusätzlich sind Aufwendungen aus Steuernachzahlungen aus der Betriebsprüfung 2005 bis 2008 enthalten. Bei der Gewerbesteuer bestehen weiterhin Verlustvorträge, die den Steueraufwand mindern. 4. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Saint-Gobain Formula GmbH erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 um 1,3 Mio. EUR auf 231,7 Mio. EUR (Vorjahr 230,4 Mio. EUR). Der Anstieg der Bilanzsumme auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Sachanlagevermögens und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Erhöhung des Sachanlagevermögens um 1,2 Mio. EUR ist auf eine gestiegene Investitionssumme zurückzuführen, die über den jährlichen Abschreibungen von 0,6 Mio. EUR liegt. Die Zugänge des Geschäftsjahres zum Sachanlagevermögen in Höhe von 1,8 Mio. EUR entfallen im Wesentlichen auf die Erneuerung des Brandschutzes. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 0,3 Mio EUR angestiegen und beinhalten ein Cash-Pool Konto mit der Compagnie de SAINT-GOBAIN S.A. in Paris mit einem Bestand von 104 Mio. EUR (Vorjahr 106 Mio. EUR) und mit 2,8 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR) den Geldpool der SAINT-GOBAIN-Gruppe Mitteleuropa, der zur Optimierung der kurzfristigen Geldmittel dient. Dieser Geldpool wird von der SAINT-GOBAIN Benelux SA, Wavre/Belgien, geführt. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das Cashpooling der Compagnie de SAINT-GOBAIN Zweigniederlassung Deutschland, Aachen, integriert. Hierbei wird ein Intragroup-Verrechnungskonto bei der Compagnie de SAINT-GOBAIN Zweigniederlassung Deutschland, Aachen, geführt, das jeweils zum Monatsende über das Konto bei der SAINT-GOBAIN Benelux SA. verrechnet wird. Die Verzinsung erfolgte bei den Poolkonten zu Konditionen des Interbankengeschäfts. Der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft wird vollständig über die zentralen Geldpools der SAINT-GOBAIN-Gruppe gedeckt. Die Gesellschaft konnte jederzeit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Darüber hinaus erhöhten sich die Vorräte um 0,2 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR, hauptsächlich begründet durch einen erhöhten Abraumbestand und gestiegene Bestände für unfertige Erzeugnisse. Gegenläufig reduzierte sich der Betrag bei den sonstigen Vermögensgegenständen um 0,4 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR, was im Wesentlichen aus den erhaltenen Steuererstattungen für im Vorfeld gezahlte Kapitalertragsteuern resultierte. Der Anstieg der Bilanzsumme auf der Passivseite resultiert im Wesentlichen aus um 1,2 Mio EUR erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus einer Verbindlichkeit aufgrund der Weiterverrechnung einer Forderung aus Kapitalsteuererstattung gegenüber dem Finanzamt sowie dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,7 Mio. EUR aufgrund gestiegener Ausgaben für Investitionen. Gegenläufig wirkte sich hauptsächlich der Rückgang der Rekultivierungsrückstellungen um 1,1 Mio. EUR aus, im Wesentlichen bedingt durch die Änderung der Bilanzierungsmethode. Das Eigenkapital liegt mit einem Anstieg um 0,1 Mio. EUR auf 218,2 Mio. EUR (i. Vj. 218,1 Mio. EUR) auf Vorjahresniveau, wobei dem im Geschäftsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss von 4,6 Mio. EUR eine Ausschüttung an die Gesellschafter von 4,5 Mio. EUR gegenübersteht. Die Eigenkapitalquote verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 94,2% (Vorjahr 94,7%). 5. Investitionen Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2015 1,8 Mio. EUR in das Sachanlagevermögen investiert. Investitionsschwerpunkt war die Erneuerung des Brandschutzes in mehreren Produktionsgebäuden. Für 2016 sind weitere Investitionen in den Brandschutz und die Anlagentechnik geplant. 6. Außerbilanzielle Verpflichtungen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen nicht. Für bekannte Gewährleistungsfälle wurden jeweils Rückstellungen gebildet. Die Summe der bis zum Ende der Vertragslaufzeit fälligen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen ist im Anhang unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen angegeben. 7. Wesentliche Kennziffern und Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die o. g. Übersicht fasst die wesentlichen Kennziffern des Unternehmens zusammen und dient der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage, wobei Umsatz, Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und somit auch das EBITDA die wesentlichen Leistungsindikatoren darstellen. Die in 2015 eingetretene Verschlechterung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit basiert im Wesentlichen aus den hohen Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen im Vorjahr. Demgegenüber haben sich der Umsatzzuwachs, die deflationären Effekte im Bereich der Roh-/Hilfs- und Betriebsstoffe sowie erneute Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen positiv auf die Entwicklung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgewirkt. Die Erwartungen des Managements für 2015 wurden übertroffen. C. Vorgänge von besonderer Bedeutung - Nachtragsbericht Besondere Ereignisse nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die die Einschätzung der Lage, im Sinne von § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB, wesentlich verändern, sind nicht eingetreten. D. Chancen- und Risikobericht Die Saint-Gobain Formula GmbH ist als Mitglied der SAINT-GOBAIN-Gruppe in das voll umfassende Risikomanagementsystem der Gruppe eingebunden. Das bedeutet, dass die Bestandteile des Systems, die sich aus umfangreichen Planungs-, Genehmigungs-, Berichterstattungs- und Frühwarnsystemen zusammensetzen, umgesetzt werden. Ziel ist es, Risiken aller Art und in jedem Bereich des Unternehmens aufzudecken, zu bewerten, zu überwachen, durch geeignete Maßnahmen zu beherrschen und die Funktionstüchtigkeit der Maßnahmen zu kontrollieren. Das System ist sowohl zentral als auch dezentral in den Standorten und Werken angesiedelt. Es ist dokumentiert und wird regelmäßig durch die interne Revision auf Angemessenheit, Funktionsfähigkeit und Effizienz überprüft. Unmittelbar bestandsgefährdende Risiken sind nicht zu erkennen. Mit der Geschäftstätigkeit der Saint-Gobain Formula GmbH sind folgende Hauptrisiken verbunden: Kundenrisiken Das Kundenrisiko versucht die Saint-Gobain Formula GmbH durch eine enge Zusammenarbeit mit den Kunden zu reduzieren. Aufgrund der auftragsbezogenen Fertigung und der starken Einbindung unseres Technischen Services in den Verkaufsprozess können wir auf die individuellen Anforderungen unserer Kunden sehr gut eingehen. Das Kundenportfolio der Saint-Gobain Formula GmbH kann als breit aufgestellt bezeichnet werden. Eine Vielzahl von Kunden und Kundengruppen aus vielen Ländern weltweit tragen zum Umsatz bei, sodass das Risiko einer Kundenkonzentration als gering eingestuft werden kann. Nennenswerte Verschiebungen haben sich in 2015 nicht ergeben und sind auch für 2016 nicht zu erwarten. Marktentwicklung Um in einem verbesserten Marktumfeld die Marktanteile der Saint-Gobain Formula GmbH weiter ausbauen zu können, beschäftigen wir uns vor allem mit der ständigen Optimierung der Produktionskosten, der Entwicklung neuer Produkte und der Weiterentwicklung der bestehenden Produkte. Diese Maßnahmen legen die Grundlage für eine gute Kundenbindung und geben uns die Möglichkeit Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen. Sie sind außerdem die Voraussetzung für eine steigende Nutzung der vorhandenen Marktpotentiale vor allem auch in Bereichen mit höheren Deckungsbeiträgen. Durch die starke Verknüpfung der Saint-Gobain Formula GmbH in den weltweiten Handel, der sich durch Verkäufe in 61 Staaten widerspiegelt, kann die weitere Geschäftsentwicklung der Saint-Gobain Formula GmbH auch von den Unruhen und den politischen Problemen im Nahen Osten beeinflusst werden. Aufgrund der Verflechtungen mit unserem Schwesterwerk in der Türkei und die geschäftlichen Verbindungen in viele arabische Staaten, besteht dort ein latentes Risiko, diese Märkte ganz oder vorübergehend zu verlieren. Allerdings erwarten wir für die nächsten Monate eine Normalisierung der Situation und gehen davon aus, von der weiterhin steigenden Wirtschaftsleistung im Nahen Osten und in Afrika auch zukünftig profitieren zu können. Auch die Entwicklung in der Ukraine kann die weitere Geschäftsentwicklung im Bereich Russland sowie in angrenzenden Staaten behindern. Wir versuchen in enger Abstimmung mit unseren Kunden vor Ort, eine gleichbleibende Belieferung sicherzustellen. Risiken der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes Risiken der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes sind untrennbar mit unserem Geschäft verbunden. Diese Risiken systematisch auf ein Minimum zu reduzieren, ist Ziel unseres integrierten Management-Systems. Grundlage dieses Systems sind die SAINT-GOBAIN Unternehmensleitlinien für Gesundheitsschutz, Sicherheit und Umweltschutz. Chancen und Risiken der Produktion und Leistungserstellung Zu den Hauptrisiken der Produktion und Leistungserstellung zählen zum einen die langfristige Verfügbarkeit der Rohstoffe und zum anderen die gleichbleibend günstige Versorgung mit Energie. Um die Versorgung des Unternehmens mit Rohsteinen langfristig sicherzustellen, wurden in den vergangenen Jahren die meisten Steinbrüche durch Pacht- und Abbauvertragsverlängerungen für das Unternehmen gesichert. Die Pachtverhältnisse für die Steinbrüche laufen zwischen 2015 und 2037 aus. Die Genehmigungen der einzelnen Steinbrüche laufen darüber hinaus zwischen 2015 und 2070 aus. Bei der Energiebeschaffung können wir von der Integration der Saint-Gobain Formula GmbH in das zentrale Einkaufsmanagement des SAINT-GOBAIN Konzerns in Deutschland profitieren. Wir greifen bei der Beschaffung von Energie (Strom und Gas) auf die zentralen Verhandlungen mit den Energielieferanten zurück, so dass durch die hohen Einkaufsvolumen der Gruppe optimale Einkaufspreise erzielt werden können. Die derzeit positive Entwicklung der Energiepreise durch ein Überangebot auf den Weltmärkten wird sich kurz- bis mittelfristig wieder umkehren und wir müssen auch aufgrund weiterer Faktoren, wie der Verknappung des Rohstoffangebots aufgrund von eskalierenden Krisen, zukünftig wieder von steigenden Energiepreisen ausgehen. Außerdem wird sich durch den Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland die EEG-Umlage für Strom weiter erhöhen. Wir werden, wo möglich, diese zusätzlichen Kosten über Preiserhöhungen an unsere Absatzmärkte weitergeben. Des Weiteren wird die Saint-Gobain Formula GmbH auch zukünftig von der Integration in den SAINT-GOBAIN Konzern profitieren, da durch die engere Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften und der Delegation neue Umsatzpotentiale erschlossen werden können, Synergien auf den Beschaffungsmärkten ausgenutzt werden können und durch einen konstruktiven Informationsaustausch innerhalb der Konzerngesellschaften Kostenreduzierungen erreicht werden können. E. Prognosebericht Da die folgenden Planungen und Erwartungen zukunftsbezogene Aussagen sind, weisen wir darauf hin, dass die möglichen tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016 ist für den deutschen Markt durchaus positiv. Die Voraussetzungen für eine wachsende Nachfrage sind gegeben. Vor allem bieten niedrige langfristige Zinsen, eine gute Beschäftigungslage mit einer geringen Arbeitslosenquote, relativ hohe Tarifabschlüsse und eine stabile private Nachfrage einen erfreulichen Rahmen für eine positive Konjunkturentwicklung in 2016. Von besonderer Bedeutung ist auch die für die positive Wirtschaftsentwicklung wichtige niedrige Inflation. Die Prognosen für Deutschland gehen von einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von ca. 1,7% aus, wobei die Inflationsrate in 2016 voraussichtlich unter 2% liegen wird. Die Entwicklung der Bauwirtschaft, einer der Hauptmärkte der Saint-Gobain Formula GmbH, wird sich auch 2016 positiv darstellen. Gerade im deutschen Wohnungsbau wird für 2016 mit einer Steigerung von 5% gegenüber 2015 gerechnet. Hieraus resultieren weitere Wachstumschancen im Bereich Baustoffindustrie und keramische Industrie, da vor allem die Dachziegel und Sanitärindustrie vom gestiegenen Wohnungsbau profitieren werden, so dass auch in diesen Verkaufsmärkten der Saint-Gobain Formula GmbH für das nächste Jahr von einem moderaten Wachstum ausgegangen werden kann. Durch den hohen Exportanteil kann die Saint-Gobain Formula GmbH, auch aufgrund des steigenden Welthandels in 2015 von ca. 3,4%, positiv beeinflusst werden. Neben Deutschland stellt der Euroraum einen Hauptabsatzmarkt für die Saint-Gobain Formula GmbH dar. Hier ist mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um ca. 1,7% zu rechnen. Vor allem die steigenden Bruttoinlandsprodukte in Frankreich, Italien und Spanien und außerdem die hohen Zuwächse in Polen von ca. 3,5% bieten eine gute Möglichkeit für die positive Entwicklung in 2015. Durch konzerninterne Produktverlagerungen können sich in 2016 auch positive Umsatzeffekte für die Saint-Gobain Formula GmbH entwickeln. Trotz aller bestehenden Risiken durch die Unruhen im Nahen Osten und im Russland/Ukraine Konflikt sowie den Terroraktivitäten in Europa gehen wir für 2016 von einem leicht steigenden Umsatz im Vergleich zum Jahr 2015 aus. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und somit auch der EBITDA werden aufgrund steigender Kosten und dem gegenüber dem aktuellen Geschäftsjahr fehlenden Einmalertrag aus der Umstellung der Bilanzierungsmethode bezüglich der Rekultivierungsrückstellungen im hohen einstelligen Prozentbereich unter dem von 2015 liegen.
Walkenried, den 6. April 2016 Saint-Gobain Formula GmbH Paul McCrea Carsten Matz Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Saint-Gobain Formula GmbH, Walkenried, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Saint-Gobain Formula GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 6. April 2016 KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rataj, Wirtschaftsprüfer Herold, Wirtschaftsprüferin |
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