Angelstar GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olav Andreas Prof. Dr. Noack seit 20.8.2024 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Zobel Values GmbHBergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs, Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens I. Grundlagen des Instituts 1. Geschäftsmodell Die Zobel Values GmbH war im Berichtsjahr auf dem Gebiet der Anlageberatung und der Anlagevermittlung aktiv. Zweck des Instituts ist die Erbringung von Management- und Serviceleistungen für vermögende Privatpersonen, Personenvereinigungen und Unternehmen jeder Rechtsform sowie die Beratung in Vermögensangelegenheiten. Ferner gehören auch die Beratung sowie Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Verwaltung und Betreuung privater Vermögen, ebenso wie für Non-Profit-Gesellschaften und Unternehmen jeglicher Rechtsform dazu. Im Rahmen der erlaubnispflichtigen Anlageberatung und Anlagevermittlung unterlag im Geschäftsjahr 2022 die Zobel Values GmbH der laufenden Aufsicht der Deutschen Bundesbank sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Im Oktober 2022 wurde die Rechtsform von einer Aktiengesellschaft (AG) in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) geändert. Die Organisationsstruktur ist aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl flach: Auch im Jahr 2022 verfügte die Zobel Values GmbH über einen kleinen Mitarbeiterkreis. Unmittelbar sind der Zobel Values GmbH Ende 2022 inkl. Geschäftsführung 9 Personen zugeordnet, davon 4 Werkstudenten. Wesentliche Funktionsträger sind: - Prof. Dr. Olav Noack (Compliance-Beauftragter) - Andreas Veit (Geldwäsche- und Datenschutzbeauftragter, Risikomanagement und Interne Revision) Die Gesellschaft ist zum 01.04.2022 in neue Büroräume im Ligsalzweg 3-5, 82335 Berg, umgezogen. Die Geschäftstätigkeit in 2022 gliedert sich auf in einen BaFIN-regulierten und nicht-BaFIN-regulierten Teil. Der BaFIN-regulierte Teil deckt die sogenannten "Bankable Assets" und Teile der "Spezialanlagen" ab. Bei den "Bankable Assets werden Wertpapiere empfohlen. Die "Bankable Spezialanlagen" sind Friendly Activists Co-Investments in börsenkotierte Aktiengesellschaften. Der nicht-BaFIN-regulierte Teil deckt die Beratungsleistung in Bezug auf die Direktanlagen (Kauf von nicht-börsennotierten Unternehmen) und Immobilien ab. Das Unternehmen ist nicht abhängig von fallenden oder steigenden Märkten. Das Unternehmen war seit dem Jahr 2019 mit 47,5% an der Angelstar GmbH beteiligt und hat zum 17.03.2022 die Beteiligung vollständig übernommen. Unternehmensgegenstand der Angelstar GmbH ist das Erbringen von nicht genehmigungspflichtigen Beratungs-, Sponsoring- und operativen Dienstleistungen für (alternative) Anlageprodukte, zugehörige Software- und Risikomanagementlösungen. Wesentliche Änderungen des eigentlichen Geschäftsmodells zum Vorjahr gab es nicht. Jedoch hat der Hauptkunde mit Wirkung zum 31.01.2022 die bestehenden Verträge gekündigt. Der Gesellschaft ist es jedoch gelungen, im Januar 2022 neue Verträge über administrative Dienstleistungen, welche dem nicht regulierten Bereich zuzurechnen sind, mit dem Hauptkunden abzuschließen. Zusätzlich konnte die Gesellschaft zum 01.01.2022 einen Anlagenberatervertrag mit der Muttergesellschaft Zobel Values AG Schweiz schließen. Die Gesellschaft einigte sich mit der Muttergesellschaft über eine Ablöse der Mandantenpachtverträge. Die Höhe der Ablöse ist abhängig vom Bestehen weiterer vertraglicher Beziehungen mit dem Hauptkunden. Für das Geschäftsjahr 2022 wurde dafür ein Betrag i.H.v. 100 TEUR aktiviert welcher auf 8 Jahre abgeschrieben wird. Zu Beginn des Jahres 2023 stellte die Gesellschaft erlaubnispflichtige Tätigkeiten ein. 2. Zweigniederlassungsbericht Es gibt keine Zweigniederlassungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Historisch war 2022 eines der schlechtesten Jahre für Investoren an Bondmärkten und Aktienmärkten. Nach einem turbulenten und schlussendlich sehr positiven 2021 setzten sich Angst und Befürchtungen über weltweit stark steigende Zinsen zur Bekämpfung der explodierenden Inflation an den Kapitalmärkten fest. Die stark gestiegenen Energiepreise sowie Preise für Lebensmittel und Rohstoffe trieben die Inflationsraten weltweit. Sowohl die amerikanische Notenbank FED als auch die EZB und fast alle Zentralbanken weltweit erhöhten mehrfach die Leitzinsen. Allein bei Anleihen und Aktien summierten sich die Verluste auf 35 Bio. USD, absoluter Rekord in der Börsengeschichte. Erst in den letzten beiden Monaten verringerten sich die Verluste im Aktienmarkt und auch etwas bei Anleihen. In diesem Umfeld zeigten die sehr beliebten Mischfonds, welche in Anleihen und Aktien investieren, mit die höchsten Verluste. Daher war in diesem herausfordernden Jahr viel Aktivität gefordert, um Verluste zu begrenzen und Chancen war zu nehmen. Der EUR verbilligte sich zum US-$ von 1.1370 auf 1.0705. Ende September erreichte der EUR mit 0.9594 sogar ein langjähriges Tief. Daher war in einem Portfolio mit starken US-Anlagen auch das Währungsmanagement gefragt. Diese Währungsschwankungen machten sich in den Unternehmensberichten bemerkbar, da besonders die europäische Exportindustrie vom starken US-Dollar profitierte. In USA und Europa litten u.a. Immobilienunternehmen unter den stark gestiegenen Zinsen, sowie den mittlerweile unkalkulierbaren Rohstoffpreisen. Dies brachte sehr viele geplante Bauvorhaben zum Stillstand bzw. Planungen für Neubauprojekte wurden eingestellt, da auch die Käufer plötzlich mit deutlichen Kostensteigerungen konfrontiert wurden. Unternehmen der Energiewirtschaft, insbesondere Erdölförderer und Erdölvertreiber, profitierten von steigendem US-Dollar und hohen Margen, da sich die Preise sowohl bei Erdöl als auch bei Erdgas sehr stark bewegten. Sowohl der Hedgefondsindex (HFRI) mit -5.31% als auch der MSCI World in EUR mit -14.2% und der Deutsche Renten Index mit -12.7% zeigten ein schlechtes Jahresergebnis. Wir rechnen für das kommende Jahr mit weiteren Turbulenzen, da nach einem solch historischen Zinsanstieg, welcher durch die Notenbanken in 2023 sicher nochmals fortgeführt wird, die Unternehmen sukzessive Probleme bei der Refinanzierung der Kreditseite bekommen werden. Technologieunternehmen könnten von der weiter fortschreitenden Automatisierung und den Effekten der Chipknappheit profitieren. Lieferengpässe können aktuell nur sukzessive abgebaut werden. Eine schwache Rezession muss bei anhaltenden Zinssteigerungen eingepreist werden, da die Effekte gestiegener Zinsen und schrumpfender Margen meist erst mit 6-9 Monaten Verzögerung in den Unternehmen ankommen. I. Geschäftsverlauf Die Mandantenpacht mit der Zobel Values AG Schweiz, und damit die Verträge mit dem Hauptkunden, endeten zum 31.01.2022. Jedoch ist es im Januar 2022 gelungen neue Verträge über administrative Dienstleistungen, welche dem nicht regulierten Bereich zuzurechnen sind, mit dem Hauptkunden abzuschließen. Zusätzlich konnte die Gesellschaft zum 01.01.2022 einen Anlagenberatervertrag mit der Muttergesellschaft Zobel Values AG Schweiz schließen. Basierend auf dieser Entwicklung erbrachte die Gesellschaft im Jahr 2022 keine Private Equity Dienstleistungen mehr. Das hat zu einem deutlichen Umsatzrückgang geführt. Das Ergebnis in 2022 in Höhe von TEUR -109 wurde maßgeblich beeinflusst durch erfolgswirksame Aufwendungen für den Umbau des neuen Büros i.H.v. TEUR 67 und einer vorzeitigen Auflösung von zwei weiteren Kundenverträgen. Die zugrunde liegenden Verträge wurden in beiderseitigem Einvernehmen beendet und alle vertraglichen Beziehungen sind abgegolten. Damit ging einher, dass Forderungen aus 2021 i.H.v. TEUR 46, sowie Forderungen des Jahres 2022 i.H.v. TEUR 166 komplett abgeschrieben wurden. Außerdem wurden Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 158 ergebniswirksam ausgebucht, was zu einem Nettoeffekt i.H.v. TEUR 54 führte. Die Liquidität und Bonität der Gesellschaft ist gut. 2. Ertragslage, Vermögenslage und Finanzlage Die in 2022 erzielten Provisionserträge sind um TEUR 1.991 gesunken und lagen damit ca. 52% unter denen des letzten Jahres. Die Abnahme resultiert im Wesentlichen durch die gekündigten Verträge mit dem Hauptkunden sowie die ergebniswirksame Verrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten von zwei weiteren aufgelösten Kundenverträgen. Die Provisionserträge enthielten Erträge aus dem Bereich der Anlageberatung und Immobilienprovisionen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.925 enthielten im Wesentlichen Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 999 sowie andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 926. Die Provisionsaufwendungen sind um TEUR 117 auf TEUR 815 gestiegen aufgrund der guten Performance und der sich damit ergebenden Performance Participation aus dem Bereich der Anlageberatung. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich damit ein Verlust in Höhe von TEUR 109 (Gewinn Vorjahr TEUR 21). Die Gesellschaft erwirtschaftete einen negativen Cash-Flow von TEUR 66 und einen positiven Finanzmittelbestand von TEUR 293. Die Einlagen des Gesellschafters betragen TEUR 382 (Vj. TEUR 382) und umfassen das Stammkapital und die Kapitalrücklage. Unter Berücksichtigung der Vorjahre und des Verlustes aus 2022 von TEUR 109 beläuft sich das Eigenkapital zum Bilanzstichtag auf TEUR 204 (Vj. TEUR 314). Im langfristigen Vermögen erhöhte sich das Anlagevermögen auf TEUR 268 (Vj. TEUR 168). Die Veränderung beruht im Wesentlichen bei den immateriellen Anlagewerten (TEUR 91) auf der Aktivierung der Ablöse der Mandantenpachtverträge abzüglich der Abschreibung. Beim Sachanlagevermögen ergibt sich gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang von TEUR 3 auf TEUR 153. Im Bereich des Sachanlagevermögens glichen sich die Zugänge im Berichtsjahr mit TEUR 27 und die Abschreibung mit TEUR 26 in etwa aus. Der Rückgang basiert fast ausschließlich auf Abgängen von Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich auf TEUR 293 (Vj. TEUR 215). Dafür verringerten sich die Forderungen an Kunden von TEUR 668 auf TEUR 38. Die Bilanzsumme ist auf TEUR 736 (Vj. TEUR 1.108) gesunken. Die Passivseite ist durch eine Reduzierung der Rückstellungen auf TEUR 81 (Vj. TEUR 181) sowie der sonstigen Verbindlichkeiten auf TEUR 450 (Vj. TEUR 613) geprägt. Diese ist im Wesentlichen auf einer Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 138 und der Rückstellungen um TEUR 100 geprägt. Die Zobel Values GmbH ist im Geschäftsjahr jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten nachgekommen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung und Überwachung analysiert die Zobel Values GmbH monatlich den Umsatz, Rohertrag, betriebliche Aufwendungen und das Betriebsergebnis und vergleicht die IST-Zahlen mit den Planwerten. Zudem erstellt der CFO regelmäßige Liquiditätsplanungen. Darüber hinaus werden regelmäßig weitere Leistungsindikatoren für die Konzernsteuerung eingesetzt. Dazu zählen die Entwicklung der Eigenkapitalrendite (Gewinn / Eigenkapital x 100), der Gesamtkapitalrendite ((Gewinn + Fremdkapitalzinsen) / Gesamtkapital x 100), des Working Capitals (Umlaufvermögen - erhaltene Anzahlungen - kurzfristige Verbindlichkeiten) und des Cashflows (Gewinn + ausgabeunwirksame Aufwendungen - einnahmeunwirksame Erträge). Die Eigenkapitalquote beträgt 27,80% (Vorjahr 28,31%), die Forderungen gegenüber Kreditinstituten betragen 39,83% (Vorjahr 19,42%) der Bilanzsumme (entspricht einer Liquidität i.H.v. TEUR 293) und die Forderungen an Kunden 5,18% (Vorjahr 60,31%) der Bilanzsumme. Die Gesellschaft hat keine Kredite bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Banken/Kreditinstituten. Kapitalflussrechnung Zobel Values GmbH
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 221 (Vorjahr Mittelabfluss: TEUR 51). Die maßgebliche Basis zur Berechnung der zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelbestands bilden dabei das Jahresergebnis TEUR -109, erhöht um die Abschreibungen TEUR 40, vermindert um die Abnahme der Forderungen gegenüber Kunden TEUR 630 vermindert um die Abnahme der Rückstellungen TEUR 100 und der Verminderung der sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 163. Das Kernziel der Gesellschaft, die jederzeitige Sicherung der Liquidität zur Gewährleistung des täglichen Geschäftsbetriebs, wurde jederzeit erreicht. Aufgrund der besonderen Situation ist ein Vergleich zu Wettbewerbern im Bereich der Family Offices nicht zielführend. 4. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf 2022 wurde durch die Kündigung wichtiger Kundenverträge und den Umzug im April 2022 in neue Bürogebäude deutlich belastet, jedoch konnten mit dem Hauptkunden ein neuer Vertrag über Administrative Dienstleistungen geschlossen werden. Der Bereich Immobilienentwicklung entwickelt sich weiterhin positiv, wenngleich die betreuten Projekte hinter dem Zeitplan liegen. Die in 2019 eingegangene Beteiligung an der Angelstar GmbH entwickelt sich dem gegenüber jedoch nicht nach Plan und blieb hinter den Erwartungen zurück. Die Gesellschaft reagierte mit einer Komplettübernahme der Beteiligung im März 2022. Der im Dezember 2021 akquirierte gebundene Vermittler konnte aufgrund der schwierigen Verhältnisse durch den Ukraine Konflikt und die damit verbundene Unsicherheit am Markt bisher keine Neukunden gewinnen. Prognose-, Chancen- und Risikobericht III. Prognosebericht Der im Januar 2022 abgeschlossene Anlagenberatervertrag mit der Muttergesellschaft wurde im Januar 2023 beendet, weswegen die Gesellschaft nicht abhängig von den Finanz- und Kapitalmärkten ist. Aufgrund der aufgelösten Anlageberaterverträge entschloss sich die Gesellschaft die bestehende BAFIN Lizenz im Mai 2023 zurückzugeben. Die in der Gesellschaft bestehenden Verträge über Administrative Dienstleistungen und Immobilienentwicklung sichert der Gesellschaft auch weiterhin stabile Einnahmen. Bei den Direktanlagen, Venture Capital und Immobilien kann auch eine sogenannte Performance Participation (PP) erzielt werden. Für 2022 dauert die Prüfung, ob eine PP geschuldet wird derzeit noch an und ist auch noch nicht abgeschlossen, da diese von den formalen Abschlüssen der Investments abhängig ist. Vorabkalkulationen lassen vermuten, dass für 2022 keine PP fällig wird. Mit reduziertem Personal erwartet die Gesellschaft ein Ergebnis vor Steuern von 8 TEUR. Die für das Geschäftsjahr aufgestellte Prognose i.H.v. 40 TEUR wurde aufgrund der vorzeitigen Auflösung von zwei Kundenverträgen und Aufwendungen für die neuen Büroräumlichkeiten deutlich verfehlt. IV. Risiko- und Chancenbericht Das Institut reagierte in 2020 auf die sich anbahnende Corona-Krise frühzeitig indem für alle Arbeitsplätze die Möglichkeit des Fernzugriffs eingerichtet wurde, sodass in Abhängigkeit der jeweiligen Situation vollständig auf Home Office Betrieb umgestellt werden konnte. Das Konzept hat sich im ersten Quartal des Jahres 2022 bewährt. Weltpolitische Krisen wie z.B. der Ukraine Konflikt sorgen für eine Zunahme der Volatilität auf den Finanzmärkten. Dieser geht aufgrund gestiegener Zinsen mit einem sich eintrübenden Immobiliensektor einher. Dadurch wird eine steigende Nachfrage nach Beratung im Bereich der Immobilienentwicklung erwartet. Der Vertrag über Administrative Dienstleistungen unterliegt als reiner Dienstleistungsvertrag keinen Markteinflüssen. Das Adressenausfallrisiko besteht im Wesentlichen im teilweisen oder vollständigen Ausfall von Forderungen, insbesondere aus Kundenforderungen sowie aus Bankguthaben. Aufgrund der Kundenstruktur und des engen Kundenkontaktes sowie der Zusammenarbeit mit renommierten Bankhäusern ist das diesbezügliche Risiko als gering einzustufen. Das Risiko, Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können (Liquiditätsrisiko), ist aufgrund der vertraglichen Situation mit dem Hauptkunden und der Bonität des Hauptkunden gering. Zudem werden regelmäßige Maßnahmen zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, wie eine Liquiditätsplanung, durchgeführt. Operationelle Risiken stellen Risiken aus betrieblichen Systemen oder Prozessen dar. Dazu gehören insbesondere betriebliche Risiken, die durch menschliches oder technisches Versagen bzw. durch externe Einflussfaktoren entstehen, oder rechtliche Risiken, die aus vertraglichen Vereinbarungen oder rechtlichen Rahmenbedingungen resultieren. Durch Standardisierung von Verträgen, Umsetzung rechtlicher und gesetzlicher Neuerungen in die betrieblichen Abläufe (siehe auch das aktuell überarbeitete Organisationshandbuch) mit spezialisierten Beratern, regelmäßigen Informationsaustausch sowie zeitnahes Reporting halten wir die diesbezüglichen Risiken für gering. Durch die Einstellung des erlaubnispflichtigen Geschäftes Anfang 2023 sieht die Gesellschaft keine Risiken aus dem militärischen Konflikt in der Ukraine und der allgemeinen Marktzinsentwicklung. Unter Berücksichtigung der vorliegenden Planung, liegen keine bestandsgefährdenden Risiken vor. Zusammenfassend sehen wir keine wesentlichen Risiken für die Zobel Values GmbH. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Es wurden keine Finanzinstrumente als Anlage der liquiden Mittel der Zobel Values GmbH verwendet.
September 2023 gez. Der Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
ANHANG für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Angaben Die Zobel Values GmbH (Zobel GmbH) hat ihren Sitz in Berg, Landkreis Starnberg, und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 279492). Die Zobel Values GmbH ist mit Einführung des WpIG zum 24.06.2021 ein Wertpapierinstitut im Sinne von § 2 Abs. 1 WpIG und nach § 2 Abs. 16 WpIG als kleines Wertpapierinstitut eingestuft. Sie stellt den Jahresabschluss nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), insbesondere nach den ergänzenden Vorschriften für Wertpapierinstitute (§§ 340 bis 340o HGB) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) auf. Die Bilanz wird unter Benutzung des Formblattes 1 der RechKredV aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird unter Benutzung des Formblattes 3 (Staffelform) der RechKredV aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Regelungen der Verordnungen über die Rechnungslegung der Wertpapierinstitute. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Nach § 340a Abs. 1 Satz 2 HGB ist die Gesellschaft wie eine große Kapitalgesellschaft zu behandeln. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 251, §§ 252 bis 256a und § 340 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Wertpapierinstitute der §§ 268 bis 274 und §§ 340e bis 340h HGB erstellt. Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert angesetzt. Die Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht veranlasst. Die immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und so weit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 250,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 251,00 und EUR 800,00 wurden im Anlagenverzeichnis gesondert geführt und im Anschaffungsjahr sofort abgeschrieben. Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird mit dem Nennwert angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Forderungen an Kreditinstitute Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute enthalten ausschließlich Guthaben aus den laufenden Konten der Gesellschaft. Sie sind mit dem Nennwert angesetzt. In den Forderungen an Kreditinstitute ist ein Betrag von Euro 73.174,66 enthalten, der auf Fremdwährung lautet. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden haben in Höhe von Euro 7.875,79 (Vj. Euro 658.256,35) eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Die Forderungen an Kunden enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 30.203,61 (Vj. Euro 10.067,78). Dieser Betrag hat eine Restlaufzeit von mehr als ein Jahr bis fünf Jahre. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ein Darlehen an die Angelstar GmbH in Höhe von Euro 20.000,00, das mit einer Rangrücktrittsvereinbarung versehen ist. Anteile an verbundenen Unternehmen
Sachanlagen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Das Sachanlagevermögen umfasst im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Büroeinrichtung zur Durchführung des täglichen Geschäfts und wird in vollem Umfang von der Gesellschaft selbst genutzt. Sonstige Vermögensgegenstände Der Posten der sonstigen Vermögensgegenstände enthält Kautionen in Höhe von Euro 26.400,00 (Vj. Euro 1.200,00) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Ebenso enthalten sind Forderungen aus Steuern in Höhe von 100.498,74 (Vj. Euro 11.937,59), Forderungen gegenüber Personal in Höhe von Euro 0,00 (Vj. Euro 5.360,44) sowie debitorische Kreditoren in Höhe von Euro 0,00 (Vj. Euro 642,68). Sonstige Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben im Berichts- und Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen insbesondere Steuern und Nebenleistungen in Höhe von Euro 6.943,68 (Vj. Euro 60.701,17), Verbindlichkeiten soziale Sicherheit in Höhe von Euro 928,81 (Vj. Euro 2,786,42), Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern Euro 2.484,60 (Vj. Euro 246,96), kreditorische Debitoren Euro 1.277,38 (Vj. Euro 0,00), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 204.946,90 (Vj. Euro 342.563,97) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 233.842,15 (Vj. Euro 206.806,65). Diese betreffen in Höhe von Euro 138.404,15 (Vj. Euro 206.806,65) den Gesellschafter Zobel Values AG, Reiden (Schweiz). Sonstige Verbindlichkeiten auf Fremdwährung In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Betrag in Höhe von Euro 0,00 (Vj. Euro 36.617,01) enthalten, der auf Fremdwährung lautet. Andere Rückstellungen Die anderen Rückstellungen berücksichtigen die bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Zum 31.12.2022 wurden unter dieser Position Rückstellungen für Jahresabschluss und Prüfung (Euro 40.000,00; Vj. Euro 27.000,00), die Aufsichtsratsvergütung (Euro 0,00; Vj. Euro 4.500,00), Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub (Euro 8.103,43; Vj. Euro 7.138,68), EdW-Beiträge (Euro 262,50; Vj. Euro 262,50), ausstehende Rechnungen (Euro 0,00; Vj. Euro 31.000,00), Berufsgenossenschaft (Euro 0,00; Vj. Euro 2.383,11) sowie Rechtsstreitigkeiten (Euro 6.400,01; Vj. Euro 83.000,00) gebildet. Entwicklung der Kapitalrücklagen In die Kapitalrücklagen wurde im Geschäftsjahr ein Betrag von Euro 0,00 (Vj. Euro 0,00) eingestellt. Für das Geschäftsjahr wurden Euro 0,00 (Vj. Euro 0,00) aus den Kapitalrücklagen entnommen. Angabe zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Der wesentliche Mietvertrag (Jahresmiete TEuro 95,5) hat eine Restlaufzeit von 9 Jahren und einem Monat (bis zum 31.01.2032) und eine Gesamtverpflichtung von TEuro 868. Der weitere Mietvertrag weist eine unbestimmte Laufzeit mit einer Kündigungsfrist von bis zu einem Jahr auf. Angabe zu Provisionserträgen Die Provisionserträge umfassen Erlöse aus der Anlageberatung bzw. Anlagevermittlung. Von den Provisionserträgen entfallen Euro 753.939,67 (Vj. Euro 1.889.507,82) auf erlaubnispflichtige Wertpapierdienstleistungen und Euro 1.105.000,00 (Vj. Euro 1.960.813,84) auf nicht erlaubnispflichtige Vermittlungs- und Beratungsleistungen. Angabe zu Zinserträgen Die Zinserträge in Höhe von Euro 173,47 resultieren aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Angabe zu sonstigen betrieblichen Erträgen Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Erträge aus Sachbezügen Euro 0,00 (Vj. Euro 5.042,02), Erträge aus Anlagenverkäufe Euro 0,00 (Vj. Euro 11.230,05), Erstattungen gem. Aufwendungsausgleichsgesetz Euro 3.109,90 (Vj. Euro 3.701,94), Erträge aus steuerpflichtiger Vermietung Euro 1.896,32 (Vj. Euro 1.932,00), Erlöse aus Weiterberechnungen Euro 756.964,32 (Vj. Euro 3.698,93), Erträge aus steuerfreien Vermietungseinkünften Euro 0,00 (Vj. Euro 10.000,00), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Euro 78.983,10 (Vj. Euro 139.586,83), periodenfremde Erträge Euro 0,00 (Vj. Euro 4.952,73), Erträge aus Währungsdifferenzen Euro 28.981,61 (Vj. Euro 2.926,78) sowie sonstige Erträge Euro 600,00 (Vj.: Euro 0,00). Angabe zu Provisionsaufwendungen Die Provisionsaufwendungen betragen Euro 815.373,62 (Vj. Euro 698.374,02). Angabe zu Personalaufwendungen Die Personalaufwendungen betragen Euro 998.717,79 (Vj. Euro 1.061.758,88). Angabe zu anderen Verwaltungsaufwendungen Es bestehen andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von Euro 926.603,99 (Vj. Euro 2.026.209,14). Die Aufwendungen für Fremdwährungen betragen Euro 11.143,15 (Vj. Euro 755,41) Angabe zu außerordentlichen Erträgen Die außerordentlichen Erträge in Höhe von Euro 157.804,36 resultieren aus dem Erlass von Leistungsverbindlichkeiten eines Lieferanten. Sonstige Pflichtangaben Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten: Geographische Märkte Der Gesamtbetrag aus den GuV-Posten Provisionserträge, sonstige betriebliche Erträge und Zinserträge gliedert sich nach den folgenden geographischen Märkten auf:
Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bis zur Umwandlung in eine GmbH am 10.10.2022 In dieser Periode gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Dem Aufsichtsrat gehörten in diesem Zeitraum folgende Personen an:
Name der Mitglieder der Geschäftsführung nach Umwandlung am 10.10.2022: Der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Olav Noack übernahm mit Umwandlung die Geschäftsführung der Zobel Values GmbH. Vergütungen der Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung Die Gesellschaft verzichtet auf die Angabe der Vergütung und wendet die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB an. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren 8 (Vorjahr: 10,5) Arbeitnehmer beschäftigt. Angaben zum Abschlussprüferhonorar Für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein Honorar von Euro 15.000,00 für die Jahresabschlussprüfung zurückgestellt. Nachtragsbericht Aufgrund der aufgelösten Anlageberaterverträge wurde die bestehende BAFIN Lizenz im Mai 2023 zurückzugeben. Hinsichtlich weiterer Einzelheiten zu Art der Vorgänge und ihrer möglichen finanziellen Auswirkungen verweisen wir auf die entsprechenden Darstellungen im Lagebericht ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift des Geschäftsführers
Berg, den 30. September 2023 gez. Herr Prof. Dr. Noack, Geschäftsführer Brutto-Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Zobel Values GmbH, Berg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Zobel Values GmbH, Berg - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zobel Values GmbH, Berg für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erIangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig' anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 30.09.2023 Forum
GmbH
gez. Tillmann Engelke, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung und Ergebnisverwendung: Der Jahresabschluss wurde am 13.10.2023 festgestellt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von € 109.283,95 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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