Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 12484
Vorher
Jade 980. GmbH
Eingetragen
26.10.2009
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Schaumstoffen, Schaumformteilen, Folien und Schichtkörpern aus Kunststoffen und Elastomeren, auch in Verbindung mit anderen Werkstoffen, insbesondere zur Polsterung, Verkleidung, Schall- und Vibrationsdämpfung und Isolation. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen und alle Maßnahmen zu ergreifen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan André Schmelter
seit 30.4.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CT Formpolster GmbH

Löhne

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 762,00 880,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.984.425,02 4.142.183,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 891.327,00 729.241,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 412.297,57 493.548,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 222.225,00
5.288.049,59 5.587.198,39
5.288.811,59 5.588.078,39
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.228.774,66 3.133.579,82
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 216.290,55 239.921,20
3. Fertige Erzeugnisse 1.437.479,04 2.186.822,72
3.882.544,25 5.560.323,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.154.460,25 1.044.402,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.586,90 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 811.074,24 296.848,38
1.977.121,39 1.341.250,70
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.415.668,16 2.133.354,16
8.275.333,80 9.034.928,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.845,82 23.555,89
D. Aktive latente Steuern 584.521,50 656.566,80
14.166.512,71 15.303.129,68

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 540.000,00 540.000,00
III. Gewinnrücklagen 3.899.820,54 2.668.579,34
IV. Gewinnvortrag 844.391,43 1.144.391,43
V. Jahresüberschuss 663.636,28 1.231.241,20
5.972.848,25 5.609.211,97
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.196.411,40 3.294.984,03
2. Steuerrückstellungen 372.999,74 417.375,00
3. Sonstige Rückstellungen 405.589,81 667.371,89
3.975.000,95 4.379.730,92
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.921.260,00 2.568.667,08
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.483.718,35 1.881.532,44
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.339,46 35,70
4. Sonstige Verbindlichkeiten 808.345,70 863.951,57
davon aus Steuern (514.260,84) (385.720,64)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (36.790,05) (34.536,38)
4.218.663,51 5.314.186,79
14.166.512,71 15.303.129,68

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 34.328.786,84 37.070.448,87
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -772.974,33 22.835,54
3. Sonstige betriebliche Erträge 566.319,09 522.738,27
- davon aus Währungsumrechnung ( 0,00 ) ( 114,00 )
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 20.914.865,65 23.125.854,46
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.882.364,08 22.797.229,73 1.915.119,59 25.040.974,05
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.314.803,50 4.717.149,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 826.182,02 5.140.985,52 1.002.530,97 5.719.680,47
- davon für Altersversorgung ( 88.068,92 ) ( 166.239,37 )
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 476.904,02 454.208,63
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.590.605,31 4.763.367,60
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40.540,31 259,72
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 155.311,92 102.289,98
- davon aus der Abzinsung ( 57.137,00 ) ( 65.851,00 )
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 298.886,36 265.553,01
- davon aus latenten Steuern ( 72.045,30 ) ( -304.092,00 )
11. Ergebnis nach Steuern 702.749,05 1.270.208,66
12. Sonstige Steuern 39.112,77 38.967,46
13. Jahresüberschuss 663.636,28 1.231.241,20

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss der CT Formpolster GmbH, Löhne (Amtsgericht Bad Oeynhausen, HR B 12484) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB), sowie des GmbHG aufgestellt.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet und über eine Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten EUR 800 nicht übersteigen, werden sofort abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit- Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Gehalts- und Rentenanpassungen sind mit einem Gehaltstrend von 2% p.a. und einem Rententrend von 1% p.a. eingerechnet worden. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Rechnungszins ist auf Basis der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % (i.Vj. 1,78 %) angesetzt worden. Es besteht ein Deckungsvermögen i.H.v. TEUR 13,6.

Die Bewertung des Verpflichtungsumfangs der Jubiläums- und Sterbegeldrückstellung erfolgt nach der "Projected-Unit-Credit-Methode". Der Rechnungszins ist mit 1,74 % (i.Vj. 1,44 %) angesetzt worden. Es werden bei der Berechnung die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert.

C. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des in der Bilanz erfassten Anlagevermögens im Berichtsjahr ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Die in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 21. Juni 2023 in voller Höhe in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Aufgrund des Gesellschafterbeschlusses vom 25. August 2023 wurde eine Ausschüttung i.H.v. TEUR 300 aus dem Gewinnvortrag an das Mutterunternehmen MBB SE, Berlin vorgenommen.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn statt sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 24 (i.Vj. TEUR 225).

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für variables Gehalt i.H.v. TEUR 71 (i. Vj. TEUR 298) sowie für Jubiläum i.H.v. TEUR 130 (i.VJ. TEUR 141) enthalten.

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Laufzeiten aus:

Beträge (in TEUR) mit einer Restlaufzeit von
bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahren Gesamt
Verbindlichkeiten KI 459 1.462 198 1.921
(Vorjahr) (647) (1.921) (514) (2.568)
Verbindlichkeiten aus LuL 1.484 0 0 1.484
(Vorjahr) (1.882) (0) (0) (1.882)
Verbindlichkeiten ggü. Verb. Unternehmen 5 0 0 5
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 808 0 0 808
(Vorjahr) (864) (0) (0) (864)
Summe 2.756 1.462 198 4.218
(Vorjahr) (3.393) (1.921) (514) (5.314)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.921 durch Grundpfandrechte besichert.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Dieses Gliederungsschema hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Der Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthält neben verschiedenen betrieblichen Kosten i.H.v. TEUR 2.126 (i. Vj. TEUR 1.353) u. a. Aufwendungen für Frachtkosten i.H.v. TEUR 1.244 (i. Vj. TEUR 1.353), Aufwendungen für Versicherungen i.H.v. TEUR 318 (i. Vj. TEUR 279) und Aufwendungen durch Anlagenabgänge i.H.v. TEUR 288 (i. Vj. TEUR 5).

Neben der Erhaltungsinvestition der Kleberei in Löhne sind durch Ausbau der Federkernproduktion am Standort Löhne und den damit verbundenen Umbaumaßnahmen Aufwendungen für Instandhaltung i.H.v. TEUR 216 (i. Vj. TEUR 447) entstanden.

Die Instandhaltungsinvestition der Immobilie in Enger i.H.v. TEUR 78 (i. Vj. TEUR 194) ist vorrangig auf die Renovierung der Verwaltung, sowie notwendiger Dacharbeiten zurückzuführen. Der Verwaltungsteil soll zukünftig vermietet werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich vorranging aus den Erlösen aus Anlageverkäufen i.H.v. TEUR 274 und den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 61 (i. Vj. TEUR 408) zusammen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten einen Betrag i.H.v. TEUR 45 (i. Vj. TEUR 64) aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen.

E. Sonstige Angaben

Zum Geschäftsführer sind bestellt:

Dennis Hanke, MBA, Geschäftsführer

Pascal Neblik, BA, Geschäftsführer (ausgeschieden am 31.07.2023)

Die gemäß §285 Nr. 9 a und b HGB verlangten Angaben unterbleiben, weil die Voraussetzungen der Schutzvorschrift nach §286 Abs. 4 HGB vorliegen.

Mit einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB sind belegt: Unterschiedsbetrag zwischen Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe der siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes i.H.v. TEUR 24,5.

Mit einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB sind belegt: Betrag aus der Aktivierung latenter Steuern i.H.v. TEUR 585.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 107 Mitarbeiter (i.Vj. 108) beschäftigt. Die Mitarbeiter lassen sich dabei den Gruppen gewerbliche- (77 Mitarbeiter), kaufmännische Angestellte (27 Mitarbeiter) und Auszubildende (3 Mitarbeiter) zuordnen.

Die Nutzung der benötigten technischen Anlagen und Maschinen wird zum Teil durch Leasingverträge sichergestellt. Deren Laufzeit beträgt zwischen ein bis sieben Jahre. Aus den abgeschlossenen Leasingverträgen resultiert eine finanzielle Belastung von TEUR 780 p.a. (i.Vj. TEUR 657 p.a.).

Im Rahmen des Factorings besteht zum Bilanzstichtag ein Veritätsaval zugunsten des Factors i.H.v. TEUR 1.000 (i.Vj. TEUR 300).

Die Geschäftsführung geht auf Grund der wirtschaftlichen Lage der CTF und trotz der angespannten gesamtwirtschaftlichen Aussichten weiterhin nicht von einer Inanspruchnahme der vorgenannten Haftungsverhältnisse aus.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die MBB SE, Berlin. Der Abschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Löhne, den 29.03.2024

CT Formpolster GmbH

Dennis Hanke

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der CT Formpolster GmbH

Grundlagen des Unternehmens

Die CT Formpolster GmbH (im Folgenden auch kurz: CTF) ist ein führender Hersteller von Matratzen und Polyurethanschaumstoffen. Der Sitz des Unternehmens ist in Löhne, wo auch die Schäumerei und Produktentwicklung des Unternehmens angesiedelt sind. Der von CTF produzierte Schaumstoff wird an den Unternehmensstandorten in Löhne, Enger und Worms zu Matratzen und anderen anspruchsvollen Schaumstoffprodukten weiterverarbeitet. Dazu setzt das Unternehmen modernste Fertigungsverfahren vom Konturschnitt auf CNC-Maschinen über unterschiedliche Klebeprozesse bis hin zur vollautomatisierten Verpackung von Matratzen ein. Zum Kundenkreis der CTF gehören führende Unternehmen aus der Matratzen-, Möbel-, Automobil- und Caravanindustrie. Einen besonderen Schwerpunkt legt CTF auf Komplettlösungen für Matratzen-Onlinehändler, denen von der Entwicklung eines Produktes bis zum Dropshipping zum Endkunden ein breites Leistungsspektrum angeboten wird.

Als wesentliche betriebswirtschaftliche Steuerungsgröße setzt die Gesellschaft intern neben der Umsatzbetrachtung als Ergebniskennzahl auf das EBITDA.

Seit 2010 ist die CT Formpolster GmbH eine 100%ige Tochter der MBB SE, Berlin.

Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingungen

Entwicklung des Marktes

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und Krisensituationen weltweit, sowie den Energiepreisen auf weiterhin hohem Niveau. Indes ist die positive Preisentwicklung auf dem Rohstoffmarkt zu erwähnen. Die nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen zeigen sich in der Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ging in Deutschland das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2023 um 0,3 % zurück, nach einem Wachstum von 1,9 % im Vorjahr.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich laut Statistischem Bundesamt im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht, womit die Jahresteuerungsrate leicht unter dem Wert des Vorjahres mit 6,9% aber immer noch auf einem hohen Niveau lag. Die hohe Jahresteuerungsrate wurde vor allem durch die Preisanstiege für Energieprodukte, insbesondere aber bei Nahrungsmitteln und Waren getrieben. Bei den Energiepreisen ist indes eine positive Entwicklung zu erkennen. Die Teuerungsrate im Bereich der Energie lag im Jahr 2023 mit 5,3% (i.Vj. 29,7%) weiterhin auf hohem Niveau, in der monatlichen Betrachtung ist aber eine deutlich geringere, im Oktober und November 2023 sogar eine rückläufige Entwicklung zu erkennen.

Die Jahresteuerungsrate, bereinigt um Energie und Nahrungsmittel (Kerninflation) ist mit 5,1% deutlich gegenüber dem Vorjahr mit 3,8% gestiegen.

Der Umsatz der deutschen Möbelindustrie hat sich 2023 ebenfalls negativ entwickelt. Insgesamt ist der Umsatz mit Möbeln in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um -4,3 % auf rund 18 Mrd. EUR gesunken. Die Matratzenindustrie im Speziellen musste ein deutliches Umsatzminus in Höhe von 11,2% hinnehmen.

Entwicklung der CT Formpolster GmbH

Die CTF konnte im Jahr 2023 die Absatzmenge, insbesondere im Bereich der Matratzenfertigung und trotz schwieriger, wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, um 8,3% gegenüber dem Vorjahr steigern. Aufgrund des Allzeittiefs im Bereich der Rohstoff-Beschaffungskosten und vereinbarter Preisgleitklauseln konnte die Planung im Bereich des Umsatzes und des EBITDA aber nicht erreicht werden. Ursächlich ist hier die Entwicklung auf dem Verbrauchermarkt anzuführen. Im Jahresverlauf 2023, insbesondere in den Monaten Mai bis August, war eine rückläufige Nachfrage zu verzeichnen.

Entgegen dem Branchentrend, wonach die geleisteten Arbeitsstunden in 2023 im Segment Matratzenherstellung um 6,4 % auf rund 4,2 Mio. Stunden zurückgingen, herrschte im ersten und letzten Quartal 2023 Vollauslastung bei der Gesellschaft. Im zweiten und dritten Quartal 2023 mussten Produktionskapazitäten, aufgrund der sehr schwachen Nachfrage, deutlich reduziert werden. Neben dem Umsatzverlust durch Preisanpassungen, die aufgrund der deutlich geringeren Rohstoffkosten notwendig wurden, den gestiegenen Personalkosten im Bereich der Stammbelegschaft sowie der sehr schwachen Auftragslage im zweiten und dritten Quartal 2023, ist besonders die leicht gestiegene Absatzmenge im Jahr 2023 von +8,32% im Bereich der Matratzenfertigung hervorzuheben.

Wie erwartet, hatte die Entwicklung auf den Rohstoffmärkten weiterhin großen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft, insbesondere durch Preisgleitklauseln gegenüber Kunden. Der Beschaffungsmarkt war durch deutlichen Preisverfall gekennzeichnet. In der Spitze lag der Mischpreis unserer Haupt-Rohstoffe Polyol und Isocyanat 32 % unterhalb des Durchschnittspreises des Vorjahres.

Vor dem Hintergrund des herausfordernden Umfeldes im Jahr 2023, ist die Entwicklung der Gesellschaft nach Meinung der Geschäftsführung aber als durchaus positiv einzustufen.

Darstellung der Lage

Ertragslage

Im Geschäftsjahr erwirtschaftete die CTF einen Umsatz i. H. von TEUR 34.328,8 (i.Vj. TEUR 37.070,5). Der Umsatz lag entsprechend 7,4 % unter dem Niveau des Jahres 2022. Rund 95,9 % des Umsatzes wurden im Inland realisiert.

Die CTF konnte im Geschäftsjahr 2023 einen betrieblichen Rohertrag i. H. von TEUR 10.759,0 erwirtschaften, welcher somit 10,7% unterhalb dem des Vorjahres gelegen hat (TEUR 12.052,30). Die betriebliche Rohertragsmarge gab dabei gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % auf 31,3 % (i.Vj. 32,5 %) nach. Wesentliche Gründe dafür lagen in der schwierigen Auftragslage im zweiten und dritten Quartal, sowie in den Auswirkungen der niedrigen Rohstoffpreise auf die Bewertung der Lagerbestände.

Das EBITDA lag 2023 bei TEUR 1.593,3 (i.Vj. TEUR 2.092,0) und somit 23,8 % unter dem Vorjahreswert.

Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen i. H. von TEUR 1.116,4 (i.Vj. TEUR 1.673,8) sowie einem Jahresüberschuss i. H. von TEUR 663,6 (i.Vj. TEUR 1.231,2) abgeschlossen werden.

Die Anzahl der vollzeitbeschäftigten Mitarbeiter zum Bilanzstichtag verringert sich auf 109 Mitarbeiter (i.Vj. 110). Darunter befanden sich 5 Auszubildende (i.Vj. 3 Auszubildende).

Finanzlage

Die Veränderung der liquiden Mittel im Berichtsjahr betrug TEUR 282,4 auf TEUR 2.415,7 (i.Vj. TEUR - 999,0 auf TEUR 2.133,3). Die Entwicklung korrespondiert im Wesentlichen mit der Entwicklung der Umsätze im vierten Quartal 2023.

Die Gesellschaft hat insbesondere in die Erhaltung ihrer Immobilien, sowie in den Ausbau der Produktionskapazitäten investiert.

Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - i. d. R. durch Nutzung von Skontovereinbarungen - durch schnelle Zahlung erfüllt. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Die vereinbarte Kontokorrent-Kreditlinie i.H.v. TEUR 1.250,0 wurde nicht in Anspruch genommen.

Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich bei der Vermögensstruktur folgende Veränderungen:

Das Anlagevermögen der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 2023 TEUR 5.288,8 (i. Vj. TEUR 5.588,1).

Die Vorräte beliefen sich auf TEUR 3.882,5 (i. Vj. TEUR 5.560,3). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände summierten sich zusammen auf TEUR 1.977,1 (i. Vj. TEUR 1.341,3).

Die liquiden Mittel der CT Formpolster GmbH beliefen sich zum Bilanzstichtag 2023 auf TEUR 2.415,7 (i. Vj. TEUR 1.883,4).

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist von TEUR 15.303,1 im Vorjahr auf TEUR 14.166.5 im Berichtsjahr zurückgegangen.

Das Eigenkapital betrug TEUR 5.972,8 (i.Vj.: TEUR 5.609,2). Der Anstieg resultiert vollständig aus dem Jahresüberschuss unter Abzug der Gewinnausschüttung an die Konzernmutter. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 42,2 % (i. Vj. 36,7 %) verbessert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich durch planmäßige Tilgungen um TEUR 647,4 auf TEUR 1.921,3 verringert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf TEUR 1.483,7 (i. Vj. TEUR 1.881,5) reduziert.

Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts, trotz schwieriger Rahmenbedingungen, insgesamt zufriedenstellend, lag aber aufgrund der beschriebenen Effekte unterhalb der im Vorjahr prognostizierten Werte.

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Zukünftige Entwicklung

Aufgrund der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere aufgrund des schwachen Rohstoffmarktes und der sinkenden Kundennachfrage, rechnet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 mit einem merklichen Umsatzrückgang und einem damit einhergehend spürbar sinkenden EBITDA. Eine weitere Beachtung gilt dabei weiterhin der Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften und den Kosteneinsparungen. Die Chancen und Risiken wurden in der zukünftigen Entwicklung entsprechend gewürdigt und berücksichtigt.

Die aktuellen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen werden für die zukünftige Entwicklung weiter genau beobachtet, um (wenn nötig) Anpassungen bzw. Maßnahmen schnellstmöglich vornehmen zu können.

Die Gesellschaft blickt trotz der Herausforderungen positiv in die Zukunft.

Risiken & Chancen

Ziel des Risiko- und Chancenmanagementsystems der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs. Wesentliche und bestandsgefährdende Risiken werden durch das monatliche Berichtswesen und durch regelmäßiges Monitoring von Frühwarnindikatoren identifiziert, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Auf der Beschaffungsseite greift die Gesellschaft auf solide, qualitätsbewusste Produktionsfirmen zurück, mit denen langfristige Partnerschaften bestehen. Auf Grund der insgesamt hohen Materialkostenquote steht die Preisentwicklung der für die Gesellschaft wesentlichen Rohstoffe (TDI und Polyole) im Fokus der Steuerung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

Das Bonitätsrisiko der Kunden der Gesellschaft wird insgesamt als überschaubar eingeschätzt. Die Gesellschaft überprüft die Bonität neuer und bestehender Kunden regelmäßig und sichert Forderungen zu einem überwiegenden Teil durch Kreditversicherungen ab. Darüber hinaus führt die Gesellschaft bereits seit Jahren Factoring durch. Dabei werden Forderungen der Gesellschaft, die ein bestimmtes Anforderungsprofil erfüllen, an den Forderungsankäufer verkauft.

Durch einen offenen und direkten Dialog mit allen Mitarbeitern und dem Betriebsrat werden auch Chancen frühzeitig erkannt und durch geeignete Maßnahmen möglichst optimal für das Unternehmen genutzt. Durch konsequente Weiterentwicklung unserer Produkte und Fertigungsverfahren sichern wir uns langfristig unsere Position im Wettbewerbsumfeld.

Vor dem Hintergrund der weiterhin anhaltenden Spannungen in Osteuropa und dem Nahen Osten sowie der hohen Inflation innerhalb der EURO-Zone, sieht die Gesellschaft indirekte Risiken in der Kaufzurückhaltung der Konsumenten. Die Risiken, die sich aus gestörten Lieferketten oder mangelnder Verfügbarkeit von Rohstoffen ergeben könnten, sieht die Gesellschaft als weniger stark an.

 

Löhne, den 29.03.2024

Dennis Hanke, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CT Formpolster GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CT Formpolster GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CT Formpolster GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Düsseldorf, den 26. August 2024

Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Grote, Wirtschaftsprüfer

Elpel, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Gesellschaft wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 28. August 2024 festgestellt.

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