Reflaic UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Yvonne Wagner seit 26.2.2025 | Geschäftsführer |
Elias Ernst Nikolas Horst seit 14.11.2024 | Prokura |
Anjo Stiehl seit 12.9.2023 | Prokura |
Concetta Innorcia seit 29.6.2021 | Prokura |
Boris Linert seit 12.10.2015 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Axactor Germany GmbHHeidelbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Lagebericht Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 1. Bilanz zum 31.12.2022 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022 Entwicklung des Anlagevermögens 2022 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Unternehmens Die Axactor Germany GmbH ist Teil der Unternehmensgruppe Axactor. Die Axactor ASA, Oslo, Norwegen, als Muttergesellschaft der Axactor Gruppe ist eine skandinavische börsennotierte Gesellschaft, die auf den Ankauf und die Beitreibung von notleidenden Forderungen spezialisiert ist. Die Gruppe hat, neben Deutschland, auch Tochtergesellschaften in Norwegen, Spanien, Schweden, Finnland und Italien und beschäftigt zum Jahresende 2022 mehr als 1.200 Mitarbeiter (https://www.axactor.com/about-us). Die Kernleistungen der Axactor Germany GmbH umfassen
Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Axactor Germany Holding GmbH. Das Geschäftsjahr ist durch die Investitionen in mehrere Forward-Flow Vereinbarungen sowie den Aufbau eines weiteren Standortes in Saarbrücken, Deutschland gekennzeichnet. Als "Forward-Flow" bezeichnet man den fortlaufenden (i.d.R. monatlichen) Ankauf von notleidenden Forderungen, während als "One-Off" der einmalige Ankauf von notleidenden Forderungen zur Beitreibung gemeint ist. Die wichtigsten Steuerungsgrößen des Unternehmens sind der Umsatz und die EBITDA-Rendite. Die sehr hohe Mitarbeiterorientierung innerhalb der Axactor Germany GmbH ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für die hohe Bearbeitungsqualität. Hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte stellen einen wesentlichen Erfolgsfaktor der Axactor Germany GmbH dar. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Axactor Germany GmbH 169 Mitarbeiter. Diese Mitarbeiterorientierung kommt auch im Jahr 2022 ganz besonders zum Ausdruck. Die Axactor Germany hat im Geschäftsjahr erneut das international standardisierte Gütesiegel "Great Place To Work ®" erhalten. Dieses Gütesiegel misst die Zufriedenheit der Belegschaft mit dem Arbeitgeber und dem Arbeitsplatz. Die Axactor Germany hat einen Gesamtwert (Trust Index) von 80 Prozent erreicht. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2022 war im Wesentlichen von dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und den damit zusammenhängenden Herausforderungen geprägt. Auch die noch andauernde Erholung von der Corona-Pandemie hat das Jahr 2022 stark beeinflusst. Auch aufgrund von politischen Maßnahmen hat sich die deutsche Wirtschaft insgesamt als widerstandsfähig erwiesen. Im Ergebnis stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9 Prozent (Vorjahr 2,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank um 0,4 Prozent auf 5,3 Prozent und erreichte sogar das Niveau vor der Pandemie. Auch kam es im Geschäftsjahr wieder zu einem kräftigeren Wachstum der Bruttolöhne und -gehälter (4,3 Prozent, Vorjahr 3,3 Prozent, Finanzbericht 2023 des Bundesministeriums der Finanzen). 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf des Jahres 2022 war geprägt von den starken Auswirkungen des völkerrechtswidrigen Angriffs Russlands auf die Ukraine und den dadurch entstandenen Unsicherheiten. Insbesondere die hohen Energiepreise trieben die Inflationsrate hoch, wodurch die Beitreibung deutlich erschwert wurde. Das führte dazu, dass die gesteckten Ziele nicht erreicht und das Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen wurde. Auch das erhöhte Auftragsvolumen im Rahmen von Forward Flows konnte diese Entwicklung nur teilweise kompensieren. Um dieser Entwicklung gegenzusteuern, wurde die bereits in Vorjahren gelebte Kostendisziplin fortgeführt. Gleichzeitig wurde in den Aufbau eines weiteren Standortes für Call-Center Dienstleistungen investier, um das Dienstleistungsangebot zu optimieren. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme beläuft sich auf TEUR 13.974 (im Vorjahr TEUR 28.678). Die Veränderungen zum Vorjahr werden nachstehend erläutert. Die Forderungen aus Verlustübernehmen der Vorjahre, die aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Axactor Germany Holding GmbH bestanden, wurden im Geschäftsjahr beglichen (TEUR 18.355). Aufgrund dieses bestehenden Ergebnisabführungsvertrages blieb das Eigenkapital unverändert. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2022 beträgt damit 4,8 Prozent (im Vorjahr 2,3 Prozent). Die Entwicklungskosten im Rahmen der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen betragen im Geschäftsjahr TEUR 477 (im Vorjahr TEUR 624). Im Bereich der Rückstellungen gab es im Geschäftsjahr insgesamt einen Anstieg um TEUR 56. Zum einen gab es im Bereich der Personalrückstellungen trotz der Abwicklungen von Abfindungsvereinbarungen aus dem Vorjahr einen Anstieg von TEUR 207 aufgrund weiterer Restrukturierungsmaßnahmen. Zum anderen entwickelte sich der Bereich der Sonstigen Rückstellungen gegenläufig (Rückgang um TEUR 151). Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 12.033 (im Vorjahr TEUR 26.794). Der Rückgang der Verbindlichkeiten ist zum größten Teil auf den Ausgleich der Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen auf TEUR 4.369 (im Vorjahr TEUR 22.844) zurückzuführen. Gleichzeitig erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten auf TEUR 4.924 (im Vorjahr TEUR 825). Der Anstieg der Umsatzerlöse TEUR 19.118 (im Vorjahr TEUR 16.065) der Axactor Germany GmbH fiel geringer aus, als erwartet. Dies ist den Auswirkungen des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs Russland gegen die Ukraine und der daraus resultierenden hohen Inflation geschuldet. Es konnte beobachtet werden, dass viele Schuldner durch steigende Energie- und Lebensmittelpreise weniger verfügbares Einkommen zur Begleichung der ausstehenden Forderungen hatten, wodurch sich die Beitreibung stark erschwerte. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf ein erhöhtes Auftragsvolumen im Rahmen von mehreren Forward Flows zurückzuführen. In den bestehenden Forderungsvolumen jedoch konnten die Beitreibungsziele nicht erreicht werden. Als Konsequenz auf die nicht erreichten Ziele wurde die Investition in einen zweiten Standort zur Erhöhung der Call-Center Aktivitäten beschlossen. Die EBITDA-Rendite wies im Geschäftsjahr eine positive Tendenz auf (0,6 Prozent, im Vorjahr -25,7 Prozent) und übertraf die Erwartungen des Vorjahres. Die ausgewiesenen aktivierten Eigenleistungen betreffen überwiegend interne und externe Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neuaufsetzung unseres Inkassosystems. Die Erhöhung des Materialeinsatzes auf TEUR 7.515 (Vorjahr TEUR 5.231) korreliert mit dem Anstieg der Umsatzerlöse. Darüber hinaus haben wir unsere Aktivitäten im Bereich des gerichtlichen Mahnverfahrens signifikant erhöht, was auf eine technische Optimierung zurückzuführen ist. Dadurch konnten Aufholeffekte im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Der Rückgang der Personalaufwendungen von TEUR 11.316 im Vorjahr auf TEUR 8.378 ist auf die in Vorjahren bereits eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen der Gesellschaft zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei TEUR 4.030 (im Vorjahr TEUR 4.714). Im Wesentlichen handelt es sich hier um Softwareaufwendungen, Aufwendungen für den Postversand, die Büroräume sowie Rechts- und Beratungskosten. Die im Vorjahr eingeleiteten Kosteneinsparmaßnahmen wirken sich weiterhin positiv auf die Gesellschaft aus. So konnte vor allem im Bereich der Rechts- und Beratungskosten sowie der Fahrzeugkosten weiter eingespart werden. Zinsen und ähnliche Aufwendungen fielen in Höhe von TEUR 755 (im Vorjahr TEUR 919) an. Diese Entwicklung steht in Verbindung mit den Rückführungen von Konzerndarlehen im Laufe des Geschäftsjahres. Das Unternehmen schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Ergebnis vor Verlustübernahme TEUR -1.266 (im Vorjahr TEUR -5.863) ab. Die Axactor Germany GmbH wird durch die Axactor Gruppe ausschließlich durch die Bereitstellung von Konzerndarlehen finanziert. Die vom Mutterkonzern zur Verfügung gestellten Konzerndarlehen werden planmäßig aus dem operativen Cashflow zurückgeführt. Die Liquidität des Mutterkonzerns wird, neben dem laufenden Cashflow, durch eine bestehende Konsortialfinanzierung sowie durch ausgegebene Anleihen sichergestellt. Der benötigte Liquiditätsbedarf für das angestrebte Unternehmenswachstum ist aus heutiger Sicht einerseits durch die Refinanzierung im Konzern und andererseits durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft gesichert. Aus Sicht der Geschäftsführung ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geordnet. III. Chancen- und Risikobericht Die Axactor Germany GmbH hat in der Vergangenheit das vorhandene Risikomanagementsystem kontinuierlich erweitert. Wesentliche Eckpfeiler des Risikomanagements sind hierbei das Finanz-, IT-, HR- und Produktionscontrolling. Dieses umfasst neben entsprechenden Berichten und Analysen auch ein umfangreiches Kennzahlensystem. Darüber hinaus werden unterjährige Forecasts und Jahresplanungen erstellt. Der Aufbau des Risikomanagementsystems ist auf die möglichen Risiken der Unternehmensgruppe ausgelegt. Diese werden nachstehend erläutert: Zentrale Risiken des Unternehmens sind sinkende Übergaben neuer Forderungen sowie ein Rückgang der Zahlungsmoral der Schuldner. Sinkende Übergaben sind insbesondere in gesamtwirtschaftlich guten Zeiten zu befürchten, da es zu weniger Zahlungsausfällen kommt. Die Zahlungsmoral der Schuldner sinkt in gesamtwirtschaftlich schlechten Zeiten, da die noch verfügbare Liquidität für den Lebensunterhalt benötigt oder gespart wird. Diesen Risiken wird durch Investitionen in die Vertriebstätigkeiten sowie durch Investitionen in neue Dienstleistungsangebote und in effiziente Produktionsprozesse gegengesteuert. Die Investitionen werden laufend auf ihr Kosten- / Nutzenverhältnis hin überprüft und entsprechend angepasst. Bestandsgefährdende Risiken liegen nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht vor. Die zentralen Risiken bieten gleichzeitig auch Chancen für die Unternehmensgruppe, denn zum einen führen gesamtwirtschaftlich gute Zeiten zu einer gesteigerten Zahlungsmoral der Schuldner, da überschüssige Liquidität zur Entschuldung genutzt wird. Zum anderen treten in gesamtwirtschaftlich schlechten Zeiten vermehrt Zahlungsstörungen auf, was wiederum zu steigenden Übergaben an Inkassounternehmen oder zu interessanten Möglichkeiten im Bereich von notleidenden Krediten führt. Durch die Einbindung in die europäischen Konzernstrukturen ergeben sich insbesondere im Vertrieb neue Chancen für die Axactor Germany GmbH. Die Außendarstellung als europäisches Unternehmen ermöglicht es bei größeren Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind, als Alternative in der Inkassobearbeitung wahrgenommen zu werden. Durch den europäischen Erfahrungsaustausch erwartet die Geschäftsführung darüber hinaus positive Effekte auf die internen Geschäftsprozesse. Hierdurch können die Dienstleistungen verbessert und Produktionsprozesse effizienter gestaltet werden. Die Nutzung moderner Kennzahlen- und Scoringmodelle sowie das Angebot neuer Dienstleistungen sorgen für Wachstumspotentiale. Im Weiteren Jahresverlauf erwartet die Geschäftsführung aufgrund der anhaltend hohen Inflation und des gestiegenen Zinsniveaus mittel- bis langfristig positive Auswirkungen auf die Angebote zum Ankauf von Portfolios, da durch das verschlechterte Zahlungsverhalten der Schuldner mit höheren Kündigungszahlen von Finanzierungsverträgen oder Versorgungsverträgen zu rechnen ist. Allerdings ist davon auszugehen, dass die negativen Auswirkungen aus dem verschlechterten Zahlungsverhalten der Schuldner den Anstieg der Nachfrage von Kundenseite im Jahr 2023 weiterhin deutlich übersteigen wird. Positiv werden sich demgegenüber die erfolgreiche Refinanzierung des Mutterkonzerns und den damit verbundenen Investitionen in neue Portfolien auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken. Begleitet wird dies durch ein aktives Kostenmanagement, um die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten auf die Ertragslage der Gesellschaft zu begrenzen. IV. Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft befindet sich im zweiten Quartal 2023 nach wie vor in einem schwierigen Umfeld. Angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen und der zunehmend spürbaren geldpolitischen Straffung stellt sich die weltwirtschaftliche Lage insgesamt noch als schwach dar. Im Juni trübte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt infolge der wirtschaftlichen Abschwächung ein. Dieser Bereich war lange von der schwierigen konjunkturellen Lage vorschont worden (Pressemitteilung vom 14.07.2023 des Bundesministeriums der Finanzen). In den ersten Monaten des Jahres gab es insgesamt einen Anstieg an Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen (Pressemitteilung Nr.162 vom 19.04.2023). Diese Zahl ist laut IWH-Insolvenztrend auf den höchsten Wert seit 2016 gestiegen (Pressemitteilung vom 14.07.2023 des Bundesministeriums der Finanzen). Diesen Entwicklungen kann sich die Axactor Gruppe nicht gänzlich entziehen, so dass mit einer weiterhin gemäßigten Entwicklung der Ertragslage der Gesellschaft zu rechnen ist. Aufgrund der beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Situation erwartet die Gesellschaft negative Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit von Schuldnern und damit gleichzeitig auf die Ertragskraft des Unternehmens im Jahr 2023. Aufgrund der erfolgreichen Refinanzierung des Mutterkonzerns besteht die Möglichkeit profitable Investments zu tätigen. Im Markt für Forderungsportfolien ist im Jahr 2023 nach Erwartungen der Geschäftsführung und anderen Marktteilnehmern mit größeren Bewegungen zu rechnen, die sich wie bereits beschrieben zum einen im Volumen und zum anderen im Preis widerspiegeln werden. Die gestiegenen Zentralbankzinsen werden dazu führen, dass auch die Verzinsung von Portfolios notleidender Forderungen ansteigt, wobei das Niveau noch unsicher ist und sich erst im Laufe des Jahres herauskristallisiert. Da im Geschäftsjahr erworbene Kaufportfolios noch nicht ihre volle Wirkungskraft in der gleichen Periode entwickeln, erwartet die Geschäftsführung, dass sich dieser positive Trend noch nicht in der Ertragslage der Gesellschaft widerspiegeln wird. Als Alleinstellungsmerkmal im Markt großer Inkassogruppen wird Axactor daher weiter einen großen Fokus auf die Kosten legen und die bestehende Disziplin beibehalten sowie neue Methoden zum richtigen Einsatz von Kosten einführen. Die ergriffenen Investitionsmaßnahmen werden unserer Ansicht nach dazu führen, dass eine verbesserte Beitreibung erfolgen und die Zielsetzung der einzelnen Forderungsportfolien erreicht werden kann. Insbesondere zusätzliche Call-Center Kapazitäten bieten die Möglichkeit in direkten Kontakt mit den Schuldnern zu treten und Ratenzahlungen oder Vergleiche zu vereinbaren. Die Gesellschaft geht von einem Umsatzanstieg von 39,4 Prozent gegenüber 2022 und einer positiven EBITDA-Rendite von ca. 38,2 Prozent im Geschäftsjahr 2023 aus. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Einbindung in die Axactor Gruppe nach wie vor die Grundlage der Stabilität der Chancen- und Risikolage der Gesellschaft darstellt, die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Lage durch die direkte Abhängigkeit vom verfügbaren Einkommen der Schuldner jedoch deutlich zu spüren sind. Das Unternehmen wird weiterhin alle notwendigen Schritte einleiten, um weitere Marktpotentiale im Inkassogeschäft zu erschließen. Hierzu werden Branchenschwerpunkte gesetzt. Des Weiteren wird das Unternehmen neben dem bereits vorhandenen Spezialwissen in der Bankenbranche auch weitere Branchen in das Dienstleistungsangebot aufnehmen.
Heidelberg, 22. August 2023 Geschäftsführung Steffen Fink Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Anhang für 2022Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags erstellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Axactor Germany GmbH, Heidelberg im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 707342 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden linear über 5 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 8 Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände nach § 248 Abs. 2 HGB werden unter der Position Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte ausgewiesen. Die Entwicklungskosten in 2022 in Höhe von TEUR 477 (Vj. TEUR 624) wurden voll aktiviert. Die Abschreibungsdauer entspricht der tatsächlichen Nutzungsdauer und beträgt 5 Jahre. Die Abschreibung im Geschäftsjahr betrug TEUR 533. Aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens besteht nach § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 3.032 (Vj. TEUR 3.088). Entgeltich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden über 3 Jahre abgeschrieben, die Abschreibung entspricht der tatsächlichen Nutzungsdauer. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.948 (Vj. TEUR 19.085). Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Kassenbestände und Bankguthaben wurden jeweils zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen, wurden grundsätzlich zum Nennwert als aktive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche und Sondervergütungen, Abfindungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeiten-Spiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.740. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.950 und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.419. Im Geschäftsjahr kam es zu einer Umgliederung des Betrags von TEUR 4.525 von den Verbindlichkeiten gegenüber der verbundenen Unternehmen in die sonstigen Verbindlichkeiten.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 3.262. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2022 und 2031. Sonstige Angaben Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Nach § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet. Mitarbeiter Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Axactor Group, Oslo, Norwegen, und somit in den größten Kreis von Unternehmen einbezogen. Dieser ist gleichzeitig der kleinste Kreis von Unternehmen, denn die alleinige Gesellschafterin Axactor Germany Holding GmbH wird ebenfalls in den Konzernabschluss der Axactor SE einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf der Internetseite des Unternehmens sowie and der Börse in Oslo veröffentlicht (https://www.axactor.com/investors-relations). Nachtragsbericht Seit dem Ende des Geschäftsjahres sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die sich auf die Ergebnisentwicklung, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens auswirken. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
Heidelberg, 22. August 2023 Geschäftsführung Steffen Fink AnlagespiegelEntwicklung des Anlagevermögens 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Axactor Germany GmbH, Heidelberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Axactor Germany GmbH, Heidelberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Axactor Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 22. August 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Kay Böhm, Wirtschaftsprüfer ppa. Marc Erkelenz, Wirtschaftsprüfer |
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