Hemro Manufacturing Germany GmbH

Tilsiter Straße 144, 22047 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 86755
Vorher
Tri-Invest GmbH
Eingetragen
20.3.2003
Branche
Herstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von nichtelektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Maschinen und Apparaten der Lebens- und Genussmittelbranche Ausgenommen sind erlaubnispflichtige Tätigkeiten jeder Art, sofern nicht eine Erlaubnis vorliegt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Björn Klaus Frese
seit 21.12.2022
Prokura
Patrick Scheede
seit 21.12.2022
Prokura
Gyöngyi Banjari
seit 21.12.2022
Prokura
Adrian Schürmann
seit 20.4.2021
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hemro International AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hemro International AG
Switzerland
60.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
33.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hemro Manufacturing Germany GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Hemro Manufacturing Germany GmbH

A. Grundlagen des Geschäfts

Die Hemro Manufacturing Germany GmbH (im Folgenden kurz "Hemro" oder "Gesellschaft" genannt) ist Teil der Hemro Group, die mit den vier Marken Mahlkönig, Ditting, Anfim und HeyCafé in der Entwicklung, Herstellung und Distribution von Kaffeevermahlungslösungen tätig ist. Die Hemro hat ihren Sitz in Hamburg und gehört zu 100 % der Hemro International AG, Zürich/Schweiz. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Hemro AG ("Hemro Group") einbezogen. Die Hemro hält wiederum eigene Beteiligungen an weiteren Gesellschaften unter anderem in Italien und den USA.

Im Hamburger Werk fertigt die Gesellschaft für die Hemro Group auf technisch hochentwickelten Anlagen Spezialmahlscheiben und Kaffeemühlen für den gewerblichen Einsatz in Röstereien, Specialty Coffee Shops, Restaurants und Einzelhandel. Ausgerichtet an den Grundsätzen des Lean Management tragen neben den fortschrittlichen Prozessen insbesondere die erfahrenen Mitarbeiter dazu bei, dass die Gesellschaft eine führende Rolle im globalen Produktionsverbund der Hemro Group einnimmt. Die damit verbundenen Stärken zeigen sich in der Effizienz des Standortes und in der herausragenden Qualität der weltweit hochgeschätzten Produkte wie zum Beispiel bei der ikonischen Kaffeemühle Mahlkönig EK43.

Der Vertrieb der Mahlscheiben und Mühlen erfolgt über die verbundenen Gesellschaften des Konzerns und umfasst neben den Espresso-, Filter- und Ladenmühlen auch die Zulieferung von Mahlscheiben und Einbaumühlen an Hersteller von Kaffeevollautomaten. Die Hemro fungiert innerhalb der Hemro Group im Wesentlichen als Lohnfertiger. Die Gesellschaft ist eng verbunden mit dem Konzernbereich Innovation & Technology, der in der Schweiz neue Technologien und Produkte entwickelt und die individuellen Kompetenzen der einzelnen Gesellschaften ergänzt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die globale Wirtschaft ist aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds ("IWF") zufolge im Jahr 2023 um 3,0 % gewachsen, die OECD geht von 2,9 % aus. Die deutsche Wirtschaft ist hingegen um -0,5 % gesunken. Im Laufe des Jahres 2023 haben sich die Wachstumsaussichten vor allem infolge anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und hoher Inflation global weiter eingetrübt. 1

Die Risiken für das Weltwirtschaftswachstum bleiben außergewöhnlich hoch, da in vielen Ländern weiterhin eine erhöhte Inflation zu beobachten ist. Die globale Inflationsrate ist nach ihrem sprunghaften Anstieg im Vorjahr zwar leicht zurückgegangen, liegt allerdings mit knapp 6,9 % weiterhin auf einem hohen Niveau. 2 Wie erwartet scheint der Höhepunkt der Inflationsentwicklung in den meisten Ländern im Jahr 2023 überschritten zu sein. Im Ausblick auf das Jahr 2024 wird derzeit mit einem weiteren Rückgang der durchschnittlichen Inflationsrate auf etwa 5,8 % gerechnet. 3

Die Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft bleiben angesichts der geopolitischen Lage zwar insgesamt gedämpft, wurden zuletzt jedoch leicht angehoben. Der IWF rechnet für die Weltwirtschaft mit einem Wachstum von 3,1 % im Jahr 2024 und von 3,2 % im Jahr 2025. 4

1 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/12/11-weltwirtschaft.html

2 https://www.statista.com/statistics/256598/global-inflation-rate-compared-to-previous-year/

3 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024

4 https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/01/30/world-economic-outlook-update-january-2024

2. Wirtschaftliche Entwicklung der Branche

Der globale Kaffeekonsum ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und Kaffee bleibt eines der meistkonsumierten Heißgetränke weltweit. 5 Im Ausblick auf die kommenden Jahre wird trotz abgeschwächter Prognosen von einem weiteren Anstieg des globalen Kaffeekonsums ausgegangen mit soliden jährlichen Wachstumsraten in Höhe von 2,2 % im kommenden Jahr. 6

Im globalen Röstkaffee-Markt wird umsatzseitig mit einer deutlich stärkeren Entwicklung gerechnet und derzeit von einem jährlichen Wachstum in Höhe von 5,5 % (CAGR 2024-2032) ausgegangen. 7 Für den globalen Coffee-Shop-Markt wird sogar mit einem durchschnittlichen Wachstum von 7,43 % zwischen den Jahren 2022 und 2027 gerechnet. 8 Die Fokussierung der Coffee-Shops auf immer neue Kaffeespezialitäten wirkt sich weiterhin positiv auf die Nachfrage nach professionellem Equipment für die Kaffeezubereitung aus. Neben Stand-Alone-Kaffeemühlen hat diese Entwicklung auch einen positiven Einfluss auf die Nachfrage nach Einbaumühlen für professionelle Kaffeevollautomaten.

5 https://www.statista.com/statistics/292595/global-coffee-consumption/

6 https://icocoffee.org/documents/cy2023-24/Coffee_Report_and_Outlook_December_2023_ICO.pdf

7 https://www.gminsights.com/industry-analysis/roasted-coffee-market

8 https://www.technavio.com/report/specialty-coffee-shops-market-size-industry-analysis

3. Ertragslage

in TEUR 2023 2022 Delta absolut Delta relativ
Umsatz 59.784 74.736 -14.952 -20 %
Bestandsveränderungen 442 1.658 -1.216 -73 %
Sonstige betriebliche Erträge 285 319 -34 -11 %
Andere aktivierte Eigenleistungen 206 119 87 73 %
Materialaufwand -39.358 -53.125 13.767 -26 %
Personalaufwand -9.861 -9.838 -23 0 %
Abschreibungen -1.350 -968 -382 40 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.484 -8.403 1.919 -23 %
Erträge aus Beteiligungen 0 5.500 -5.500
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 600 175 425 >100 %
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -5 5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -58 -36 -22 61 %
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.432 -1.562 130 -8 %
Ergebnis nach Steuern 2.774 8.571 -5.797 -68 %
Sonstige Steuern 0 -23 23
Jahresüberschuss 2.774 8.548 -5.774 -68 %

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 14.952 gesunken. Dies ist auf eine zurückhaltende Nachfrage nach Investitionsgütern und hohen Lagerbeständen bei Handelspartnern infolge der Abschwächung der weltweiten konjunkturellen Entwicklung zurückzuführen. Bei den schwierigen geopolitischen Rahmenbedingungen hat die Gesellschaft die Steigerung der Markenpräsenz, die Stärkung der Wettbewerbsposition und die zunehmende Erschließung von weiteren Wachstumsmärkten (z.B. Asien und Australien) weiter forciert. Die Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr zu 99 % (Vorjahr: 99 %) mit Unternehmen aus dem Verbundbereich getätigt.

Die anderen aktivierten Leistungen betreffen Eigenleistungen im Rahmen der im Geschäftsjahr aktivierten Anlagen zur Mahlscheiben-Produktion.

Der Materialaufwand hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 13.767 reduziert. Die Materialaufwendungen sind im Vergleich zu den geringeren Umsatzerlösen überproportional gesunken - ursächlich hierfür war die spürbare Entspannung auf dem Beschaffungsmarkt.

Der Personalaufwand hat sich im Geschäftsjahr von TEUR 9.838 auf TEUR 9.861 leicht erhöht. Die überproportionale Entwicklung im Vergleich zu den Umsatzerlösen resultiert aus dem Wachstum im Bereich der deutlich personalintensiveren Fertigung von Einbaumühlen.

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Investitionen in Produktionsanlagen (im Wesentlichen im Bereich der Mahlscheiben-Produktion) und die IT-Infrastruktur erwartungsgemäß angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 8.403 um TEUR 1.919 signifikant gesunken. Dies ist größtenteils auf reduzierte Aufwendungen für Leiharbeitskräfte und geringere Leasing-Aufwendungen für Produktions-Maschinen zurückzuführen.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge sind um TEUR 425 auf TEUR 600 gestiegen und beinhalten Darlehenszinsen aus Verträgen mit Konzernunternehmen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind um TEUR 22 im Vergleich mit dem Vorjahr gestiegen. Der Anstieg resultiert aus höheren Zinsaufwendungen im Konzernverbund.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen im Geschäftsjahr TEUR 1.432 und resultieren im Wesentlichen aus den voraussichtlichen Steuerzahlungen für das Geschäftsjahr.

Das operative Ergebnis der Gesellschaft liegt bei TEUR 2.774 und hat sich stabil entwickelt. Die wesentliche Ursache für Rückgang des Jahresüberschusses um TEUR 5.774 ist die im Vorjahr erfolgte Ausschüttung der Dividendenerträge in Höhe von EUR 5,5 Mio.

Die Geschäftsführung der Hemro sieht im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr eine Konsolidierung der Geschäftsentwicklung - die bereits im Geschäftsjahr umgesetzten Effizienzsteigerungen und Optimierungen in sämtlichen Geschäftsbereichen werden weiter vorangetrieben.

4. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist von TEUR 55.828 auf TEUR 33.338 gesunken. Das Anlagevermögen beläuft sich auf TEUR 8.554 (26 % der Bilanzsumme) und ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.003 gestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus umfangreichen Investitionen in neue Produktionsmaschinen, die teilweise im Rahmen eines Finanzierungs-Leasings bilanziert werden. Das Umlaufvermögen beträgt TEUR 24.743 (74 % der Bilanzsumme) und ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 25.526 gesunken. Im Wesentlichen resultiert dieser Rückgang aus der erfolgten Ausschüttung an die Hemro International AG im Konzernverbund. Die verbleibenden Forderungen gegenüber der Hemro International AG resultieren aus der operativen Geschäftstätigkeit und belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 1.513.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 56 % (Vorjahr 54 %). Das Eigenkapital hat sich bedingt durch die oben beschriebene Ausschüttung um TEUR 11.226 auf TEUR 18.803 reduziert.

Die Rückstellungen umfassen Verpflichtungen für Pensionen und für Steuern sowie die sonstigen Rückstellungen. Der Rückgang der Rückstellungen um TEUR 2.367 auf TEUR 2.353 ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 2.243 zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um TEUR 3.714 auf TEUR 8.468 verringert. Auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.073 auf TEUR 1.097 deutlich reduziert. Ursächlich für den hohen Wert im Vorjahr waren noch bestehende Verbindlichkeiten aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Die flüssigen Mittel haben sich stichtagsbedingt um TEUR 781 auf TEUR 121 reduziert.

Die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Hemro ist geordnet. Bei Bedarf kann die Gesellschaft auf Finanzmittel der Gruppe zugreifen und war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind Umsatz und Jahresüberschuss, deren Entwicklung zeigt die folgende Tabelle:

in TEUR 2023 2022 Delta absolut Delta relativ
Umsatz 59.784 74.736 -14.952 -20 %
Jahresüberschuss 2.774 8.548 -5.774 -68 %

Die Prognose der Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr umfasste sich konsolidierende Umsätze, bei stabilen operativen Margen und infolgedessen einem deutlich positiven Jahresüberschuss. Diese Ziele konnten erreicht werden.

C. Chancen- und Risikobericht

Die Hemro unterliegt dem bestehenden konzernweiten Risikomanagementsystem und verfügt über ein angemessenes und ausreichend ausgestaltetes internes Kontrollsystem.

Im Folgenden sind die Risiken und Chancen nach ihrer Bedeutung absteigend aufgeführt.

Die Risiken und Chancen der Gesellschaft sind grundsätzlich im Kontext der Gruppe zu betrachten, da die Entwicklungen auf allen Ebenen miteinander korrelieren. Als größtes Werk innerhalb des globalen Produktionsverbunds der Gruppe ist der Standort Hamburg direkt abhängig von der Entwicklung der gruppenweiten Auftragslage einschließlich der damit verbundenen Risiken.

Die Chancen der Gesellschaft liegen neben der gebündelten Vermarktung auch in signifikanten Effizienzsteigerungen durch gruppenweite Prozessangleichungen, optimierten Materialkosten und der Erweiterung digitaler Angebote innerhalb der Gruppe.

Hemro betätigt sich in einem komplexen und multinationalen rechtlichen Umfeld. Insbesondere die Nichtbeachtung von Regeln in den Bereichen Steuern, Sozialversicherung, Arbeitsrecht, Verbraucherschutz, Datenschutz und Wettbewerbsrecht ist potenziell mit negativen finanziellen Konsequenzen verbunden. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mit dem internen Kontrollsystem, einem gruppenweiten Risikomanagement und in der Kooperation mit externen Experten. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2023 die gruppenweite Compliance-Organisation neu aufgesetzt und weiter standardisiert.

Die geringen Wechselkursrisiken beschränken sich auf Forderungen in Schweizer Franken gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Corona-Pandemie hat verdeutlicht, dass auch abstrakte Risiken Einfluss auf die Hemro haben. Die Hemro Group hat sich während der Coronakrise als wirtschaftlich robust erwiesen und ist vergleichsweise gut durch die Jahre der Pandemie gekommen. Dazu beigetragen haben neben dem breit gefächerten Produktportfolio, der breiten Aufstellung mit den drei Geschäftsbereichen Professional, Component und Home Solutions auch die globale Präsenz der Hemro Group.

Die Gesellschaft ist sich der Herausforderungen aufgrund steigender Energiekosten, Rohstoff- und Materialpreise bewusst. Um die Risiken abzumildern, steht die Gesellschaft in engem Austausch mit Dienstleistern und Lieferanten. Zudem betreibt die Hemro ein aktives Kosten-Controlling, um bei auffälligen Entwicklungen kurzfristig mögliche Maßnahmen zu ergreifen.

Bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht ersichtlich.

D. Prognosebericht

Derzeit wird mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum des weltweiten Röstkaffee-Konsums von 5,5 % bis zum Jahr 2032 gerechnet. 9 Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist der zunehmende Außer-Haus-Konsum infolge steigender Einkommen und verstärkter Urbanisierung. Daraus folgt auch eine steigende Nachfrage nach frisch vermahlenem Spezialitätenkaffee und damit eine steigende Anzahl von Kleinröstereien und Premium Coffee Shops. Die Hemro Group profitiert von diesen langfristigen Trends, indem sie die damit steigende Nachfrage nach lokaler Vermahlung in allen Bereichen bedient.

Ziel der Hemro Group ist es, den Marktanteil in den kommenden Jahren in allen drei Geschäftsbereichen kontinuierlich zu steigern. Insbesondere im Bereich Professional Solutions möchte die Gruppe neben der qualitativen Spitzenpositionierung die umsatzseitige Marktführerschaft im Premiumsegment erreichen. Aus dieser Zielsetzung leitet sich die hohe technische Innovationskraft ab. In Verbindung mit der Formgebung der Mühlen sind technisch-funktionale Merkmale ein zentrales Kaufkriterium. Als Schlüsselinnovation bietet die im Jahr 2020 vorgestellte patentierte Grind-by-Weight-Technologie, also die gewichtsbasierte Vermahlung, dem Anwender höchste Präzision bei reduziertem Aufwand. Die Grind-by-Weight-Technologie ist eine wichtige Voraussetzung für das Erreichen der Wachstumsziele und hat im Geschäftsjahr 2023 dazu beigetragen, dass sich die Hemro Group im Branchenvergleich trotz eingetrübter Nachfrage verhältnismäßig stabil entwickelt hat. Darüber hinaus hat die Gruppe im Herbst 2023 mit der neuen Grind-by-Sync-Technologie eine fortschrittliche Konnektivitätslösung vorgestellt.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft einen weiteren, allerdings nur leichten Rückgang der Umsätze im einstelligen Prozent-Bereich. Nach dem sehr starken Wachstum im Jahr 2022 und dem Rückgang der Umsätze im Geschäftsjahr 2023 zeichnet sich derzeit eine vorläufige Stabilisierung ab, wobei die anhaltend ungewissen wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen weiterhin eine kurzfristige Flexibilität erfordern können.

Der Jahresüberschuss wird bei einem leichten Umsatzrückgang, gleichzeitigen Produktivitätssteigerungen und weiteren Kostenoptimierungen voraussichtlich leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen. 10 Bei der operativen Gewinnmarge erwartet die Gesellschaft für das Jahr 2024 eine Verbesserung im niedrigen einstelligen Bereich.

9 https://www.gminsights.com/industry-analysis/roasted-coffee-market

10 Produktivitätssteigerungen infolge zusätzlicher Automatisierung; Kostenoptimierung besonders infolge verbesserter Allokation der Produkte auf die Werke

 

Hamburg, den 29. März 2024

Dr. Marcel Lehmann, Geschäftsführer

Adrian Schürmann, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 299.549,82 395.464,72
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.789.731,06 1.542.000,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.633.186,17 1.545.549,77
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 6.422.917,23 225.683,50 3.313.233,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.784.588,59 1.784.588,59
2. Beteiligungen 1,00 1,00
3. Sonstige Ausleihungen 46.669,00 1.831.258,59 57.627,00 1.842.216,59
8.553.725,64 5.550.914,62
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.427.852,75 15.993.579,70
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.815.537,71 2.101.170,28
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.418.160,31 2.690.249,11
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 37.446,38
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -12.132,74 20.649.418,03 -18.667,06 20.803.778,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42.721,40 66.242,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.752.665,97 28.167.540,84
- davon gegen Gesellschafter EUR 1.513.437,45 (i. Vj. EUR 19.658.012,46) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 177.121,87 3.972.509,24 329.322,42 28.563.106,03
- davon aus Steuern EUR 161.956,74 (i. Vj. EUR 323.870,12) -
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 121.155,84 902.047,88
24.743.083,11 50.268.932,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 41.605,82 8.521,56
33.338.414,57 55.828.368,50

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Kapitalrücklage 8.889.310,00 8.889.310,00
III. Gewinnvortrag 7.079.435,42 12.531.459,82
IV. Jahresüberschuss 2.773.759,02 8.547.975,60
18.802.504,44 30.028.745,42
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.336.933,00 1.380.282,00
2. Steuerrückstellungen 137.009,26 2.379.759,00
3. Sonstige Rückstellungen 879.385,70 960.330,68
2.353.327,96 4.720.371,68
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.467.659,43 12.182.069,66
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.096.583,74 8.169.363,25
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.618.339,00 727.818,49
- davon aus Steuern EUR 405.502,99 (i. Vj. EUR 719.400,34) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 8.799,57 (i. Vj. EUR 10.222,27) -
12.182.582,17 21.079.251,40
33.338.414,57 55.828.368,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 59.783.721,25 74.735.744,17
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 442.278,63 1.658.001,68
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 206.218,67 119.386,95
4. Sonstige betriebliche Erträge 285.388,20 319.653,24
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -30.276.026,23 -39.610.397,82
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.082.098,05 -39.358.124,28 -13.514.215,18 -53.124.613,00
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.167.078,54 -8.215.100,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.694.051,67 -9.861.130,21 -1.623.286,31 -9.838.386,46
- davon für Altersversorgung EUR 80.443,20 (i. Vj. EUR 42.391,63) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.350.447,18 -967.359,39
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.483.969,75 -8.402.568,47
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 5.500.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 5.500.000,00) -
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 600.281,05 174.565,92
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 600.281,05 (i. Vj. EUR 174.565,92) -
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -5.000,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -58.723,53 -36.409,00
- davon an verbundene Unternehmen EUR 10.092,88 (i. Vj. EUR 0,00) -
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.431.733,83 -1.561.640,07
14. Ergebnis nach Steuern 2.773.759,02 8.571.375,57
15. Sonstige Steuern 0,00 -23.399,97
16. Jahresüberschuss 2.773.759,02 8.547.975,60

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften des Dritten Buches des HGB für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Im Anhang wurden alle erforderlichen Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gemacht, soweit sie nicht dort gemacht wurden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter dem Aspekt der Fortführung des Unternehmens (Going-Concern-Prinzip).

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert und, soweit sie abnutzbar sind, planmäßig auf ihre voraussichtliche Restnutzungsdauer zwischen 3 und 5 Jahren abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte: 3 - 5 Jahre
Grundstücke und Bauten: 5 - 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 3 - 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 - 15 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 800 Euro werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert werden nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. In den sonstigen Ausleihungen ist der Aktivwert aus einer Rückdeckungsversicherung enthalten, dieser wird zum beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Einbeziehung der Material- und Lohneinzelkosten sowie der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte auf Basis des strengen Niederstwertprinzips. Des Weiteren enthalten die Herstellungskosten für unfertige Erzeugnisse erstmals angemessene Teile der allgemeinen herstellungsbezogenen Verwaltungskosten. Diese Anpassung wurde vorgenommen, um zukünftig eine möglichst zutreffende Bewertung der Vorratsbestände zu gewährleisten. Eine umfassende Überprüfung der Bewertungspraxis hat ergeben, dass die bisherige Methode eine nicht ausreichend genaue Abbildung der tatsächlichen Herstellungskosten ermöglicht. Die Einbeziehung der Verwaltungskosten entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften und führt zu einer präziseren und verlässlicheren Darstellung der Vermögenswerte, wodurch die ökonomische Realität der Produktionsprozesse besser reflektiert wird. Sofern niedrigere beizulegende Zeitwerte anzusetzen waren, wurden diese berücksichtigt.

Die Vorauszahlungen von Kunden auf Warenbestellungen wurden unter den erhaltenen Anzahlungen im Vorratsvermögen saldiert ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung erforderlicher Wertberichtigungen zu Nominalwerten angesetzt.

Posten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB wird entsprechend § 256a HGB nicht angewendet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten angesetzt. Die Guthaben in Fremdwährung wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen wurden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Zinssatz von 1,82 % und einem Einkommenstrend von 1,00 % angesetzt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Die Pensionsrückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die Rückstellungen wurden unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden zum Kurs der Entstehung bzw. unter Beachtung des Höchstwertprinzips zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Differenzen resultieren aus dem immateriellen Anlagevermögen, Finanzanlagevermögen sowie Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. Die Aktivierung des Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Wahlrechts.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Der Anlagenspiegel ist als Anlage zum Anhang beigefügt.

Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung weist Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 37 und einen beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 47 (i. Vj. TEUR 58) auf.

2. Vorratsvermögen

Um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft zu gewährleisten, werden ab dem Geschäftsjahr 2023 erstmals direkt zuzuordnende Beschaffungskosten bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige Erzeugnisse sowie angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten in den Herstellungskosten für fertige Erzeugnisse berücksichtigt. Wegen der Durchbrechung der Stetigkeit der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich um TEUR 552 höhere Vorratsbestände.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 3.753 (i. Vj. TEUR 7.668) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr bestanden des Weiteren Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 15.000 und Forderungen in Höhe von TEUR 5.500 aus Ausschüttungen.

4. Pensionsrückstellungen

Der Erfüllungsbetrag für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.337 (i. Vj. TEUR 1.380) wurde nicht mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung saldiert. Im Vergleich zur Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (Zinssatz 1,74 %) ergibt sich zur Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 9 (i. Vj. TEUR 41). In dieser Höhe sind die Rückstellungen für Pensionen im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach alter Ermittlung niedriger angesetzt.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:

2023
TEUR
Personal 426
Verwaltung 408
Sonstiges 45
Summe 879

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:

Höhe der Verbindlichkeit
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1 bis zu 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.467.659,43 8.467.659,43 0,00 0,00
VJ (12.182.069,66) (12.182.069,66) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.096.583,74 1.096.583,74 0,00 0,00
VJ (8.169.363,25) (8.169.363,25) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.618.339,00 787.716,37 1.830.622,63 0,00
VJ (727.818,49) (727.818,49) (0,00) (0,00)
12.182.582,17 10.351.959,54 1.830.622,63 0,00
VJ (21.079.251,40) (21.079.251,40) (0,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten werden seit dem Geschäftsjahr Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing ausgewiesen (TEUR 2.203), von denen TEUR 1.831 eine Laufzeit von mehr als einem und weniger als 5 Jahren haben.

Die Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden in der Bilanz offen von den Vorräten abgesetzt.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen für Maschinenleasingverhältnisse mit einer Laufzeit bis längstens zum 31. Dezember 2024. Die Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft aus allen Leasingverträgen belaufen sich bis zu deren Vertragsende auf TEUR 346.

Daneben hat die Gesellschaft am 23. November 2018 einen Mietvertrag über die Anmietung von Büro- und Produktionsgebäuden in der Tilsiter Straße 144, Hamburg, abgeschlossen. Die Mietflächen wurden am 30. Juni 2020 an die Gesellschaft übergeben. Aus dem Mietverhältnis resultieren weitere finanzielle Verpflichtungen über monatlich TEUR 63,2 zzgl. 19 % USt. Der Mietvertrag endet frühestens fünf Jahre nach Mietbeginn.

8. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der zur Ausschüttung gesperrte Betrag beträgt per 31. Dezember 2023 TEUR 16 (i. Vj. TEUR 50). Dieser setzt sich wie folgt zusammen:

Buchwerte 31.12.2023
TEUR
Differenz zwischen Zeitwert und Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 10
Passive latente Steuern darauf -3
Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen 9

Der maximal ausschüttbare Betrag unter Berücksichtigung des § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 18.727 (i. Vj. TEUR 29.917).

9. Latente Steuern

Die latenten Steuern werden mit einem Steuersatz von 32,275 % berechnet.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen und geografischen Märkten

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 59.784 erwirtschaftet (i. Vj. TEUR 74.736). Diese resultieren mit TEUR 58.710 aus Produktverkäufen und mit TEUR 1.074 aus Service-Leistungen.

Regional differenziert wurden die Umsatzerlöse mit TEUR 201 im Inland, mit TEUR 57.494 in der Schweiz und mit TEUR 1.473 in der EU erwirtschaftet. Weitere TEUR 616 wurden mit sonstigen Drittländern erwirtschaftet.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich mit TEUR 285 (i. Vj. TEUR 319) etwas reduziert. Sie enthalten im Geschäftsjahr periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 26.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich mit TEUR 6.484 (i. Vj. TEUR 8.403) deutlich reduziert. Sie enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Mieten und Pachten für unbewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 644 sowie Leasingaufwände für bewegliche Wirtschaftsgüter mit TEUR 672, Aufwendungen für Leiharbeitskräfte mit TEUR 1.510 und für Verbrauchswerkzeuge mit TEUR 654.

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 20 (i. Vj. TEUR 36) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.

Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 54 (i. Vj. TEUR 146) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 107 (i. Vj. TEUR 186).

Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen und Erträge aus gegenläufigen Fremdwährungs-Effekten in Höhe von TEUR 239 saldiert.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Periodenfremde Aufwendungen entstanden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 43 (i. Vj. TEUR 34) und resultieren im Wesentlichen aus Steuernachzahlungen aus Vorjahren im Rahmen einer erfolgten Betriebsprüfung.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 166 Arbeitnehmer, davon 129 gewerbliche Arbeiter und 37 kaufmännische Angestellte, beschäftigt.

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind

Herr Dr. Lehmann, Marcel Rene, Aumühle, CEO der Hemro-Gruppe

Herr Schürmann, Adrian, Ennetbürgen/Schweiz, CFO der Hemro-Gruppe

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft zusammen mit einem anderen Geschäftsführer oder Prokuristen und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bezug nehmend auf die Organbezüge wird von der Schutzklausel nach § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht.

3. Abschlussprüfer-Honorar

Aufwendungen für Abschlussprüfer-Honorare sind im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 53 (i. Vj. TEUR 47) entstanden und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sie betreffen ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

4. Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen (Anteilsbesitz)

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr an folgenden Unternehmen beteiligt:

Name, Sitz Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
EUR
Jahresergebnis
EUR
Songwa Estate GmbH, Emmerich 33 20.628,80 -13.695,38
MAHLKÖNIG USA, Inc., Belmont 1 100 3.887.396,17 15.933,06
Anfim S.r.l., Mailand 100 3.009.716,88 443.083,28

1 umgerechnet mit USD/EUR = 1,10500

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HEMRO AG, Bachenbülach (Schweiz), einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss in der Schweiz wird nicht offengelegt und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

 

Hamburg, den 29. März 2024

Dr. Marcel Lehmann, Geschäftsführer

Adrian Schürmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umgliederung
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 944.181,59 100.695,27 0,00 0,00 1.044.876,86
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.014.306,99 4.056.512,93 0,00 0,00 7.070.819,92
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.135.409,06 247.679,30 40.671,30 225.683,50 3.568.100,56
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 225.683,50 0,00 0,00 -225.683,50 0,00
6.375.399,55 4.304.192,23 40.671,30 0,00 10.638.920,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.784.588,59 0,00 0,00 0,00 1.784.588,59
2. Beteiligungen 131.228,60 0,00 0,00 0,00 131.228,60
3. Sonstige Ausleihungen 57.627,00 0,00 10.958,00 0,00 46.669,00
1.973.444,19 0,00 10.958,00 0,00 1.962.486,19
9.293.025,33 4.404.887,50 51.629,30 0,00 13.646.283,53
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 548.716,87 196.610,17 0,00 745.327,04
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.472.306,95 808.781,91 0,00 2.281.088,86
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.589.859,29 345.055,10 0,00 1.934.914,39
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.062.166,24 1.153.837,01 0,00 4.216.003,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 131.227,60 0,00 0,00 131.227,60
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
131.227,60 0,00 0,00 131.227,60
3.742.110,71 1.350.447,18 0,00 5.092.557,89
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 299.549,82 395.464,72
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.789.731,06 1.542.000,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.633.186,17 1.545.549,77
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 225.683,50
6.422.917,23 3.313.233,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.784.588,59 1.784.588,59
2. Beteiligungen 1,00 1,00
3. Sonstige Ausleihungen 46.669,00 57.627,00
1.831.258,59 1.842.216,59
8.553.725,64 5.550.914,62

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hemro Manufacturing Germany GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hemro Manufacturing Germany GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hemro Manufacturing Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 12. Juli 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Boger, Wirtschaftsprüfer

Sieprath, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 28. November 2024 festgestellt.

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