Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 26020
Eingetragen
22.5.2018
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Die Entwicklung, Produktion, der Verkauf, die Reparatur und Wartung von UVemittierenden Geräten, Wellness- und Schönheitsapparaturen. Die Vermietung und andere entgeltliche Gebrauchsüberlassung von UVemittierenden Geräten, Wellness- und Schönheitsapparaturen. Ebenso der Bau durch Dritte, Betrieb, An- und Verkauf, die Erbringung von Projektierungs- und Engineeringsleistungen für Sonnenstudios, Solarien, Fitnesscenter, Freizeitanlagen, Wellnessanlagen, medizinische Einrichtungen, Hotels und Seniorenresidenzen und für damit zusammenhängende Einzelprodukte. Weiterhin der An- und Verkauf von Immobilien aller Art zur Förderung des vorbenannten Geschäftszweckes, letztlich auch die Beratung und die Vermittlung von Beratungsleistungen für Unternehmen auf den Gebieten, die von dem Geschäftszweck umfasst werden, soweit es hierzu keiner besonderen gesetzlichen Genehmigung bedarf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Carmen Kamin
seit 2.4.2019
Prokura
Jens-Uwe Reimers
seit 28.6.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert200.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Bernd Lahr
50.00%
Klaus Lahr
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
DIH Healthcare GmbH & Co. KG
Germany
100.00%
Bernd Lahr
Großmaischeid
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KBL GmbH

Dernbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Markt- und Branchenentwicklung

III. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

2. Vermögenslage

3. Finanzlage

4. Ertragslage

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

6. Gesamtaussage

7. Investitionen

IV. Mitarbeiterentwicklung

V. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

1. Finanzwirtschaftliche Risiken

2. Operative Risiken

3. Rechtliche Risiken

4. Chancen der künftigen Entwicklung

5. Gesamtaussage zur Chancen- und Risikolage

VI. Nachhaltigkeitsbericht

VII. Prognosebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die KBL GmbH gehört zu den weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen UV- und Lichttherapie-Geräte. Das mittelständisch geprägte Unternehmen hat seinen Sitz in Dernbach, Deutschland. Hier entwickelt und produziert es seine Produkte und vertreibt diese sowie auch die dazugehörigen Ersatzteile weltweit.

Die KBL GmbH bietet ihre Produkte weltweit über Kooperationspartner an, die auch vor Ort den Service gewährleisten. Entsprechende Serviceschulungen in Dernbach oder auch vor Ort runden das Leistungsspektrum ab.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ist die innovative Weiterentwicklung von bestehenden Geräteserien sowie die Neuentwicklung und Implementierung neuester Technologien in neue Produkte im Bereich UV- und Lichttherapie. Dabei lag 2023 ein besonderes Augenmerk auf der Entwicklung eines Ganzkörper LED Bräunungsgerätes. Der KBL GmbH ist es gelungen, dieses Gerät mit dem Namen K11air als erstes Unternehmen weltweit einem internationalen Publikum vorzustellen. Der Serienstart der K11air ist im April 2024 erfolgt.

Die K11air wird mit einer Stromaufnahme von nur 3,5 KW/h rund 75% weniger Strom als herkömmliche Solarien verbrauchen. Gleichzeitig sind die eingesetzten UV-LEDs in puncto Performance und Haltbarkeit auf einem anderen Leistungs-Niveau als die bisher eingesetzten Niederdruck- und Hochdruck Lampen. Der Verkaufsstart ist im April 2024 erfolgt.

II. Markt- und Branchenentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 war die Weltwirtschaft vom Krieg in der Ukraine, dem Konflikt im Gazastreifen, hohen Energiepreisen, höheren Zinsen und Lieferkettenproblemen geprägt. Die Inflation ist im Jahresverlauf kontinuierlich zurückgegangen.

Das weltweite Wirtschaftswachstum ist auf 3,1% gefallen und soll sich auch im Jahr 2024 auf diesem Niveau einpendeln. Die Industrieländer, die gerade für die KBL GmbH am wichtigsten sind, verzeichneten ein Wachstum von lediglich 1,6% im Jahr 2023. Die Prognose für 2024 beläuft sich auf 1,5%. (Quelle: World Economic Update Jan. 2024).

Die wichtigsten Märkte im Bereich der UV- und Lichttherapie Branche sind die USA, Deutschland und das Vereinigte Königreich.

Für die USA wurde ein Wirtschaftswachstum von 2,5% im Jahr 2023 ausgewiesen. Die Prognose für 2024 beläuft sich auf 2,1%. Im Vorwahljahr zeigte sich der Markt für Investitionen in UV-Geräte stabil. Es bleibt dabei, dass große Sonnenstudio- und Fitnessketten überproportional wachsen und den Großteil der Investitionen verantworten.

In Deutschland ist die Anzahl der professionell betriebenen Sonnenstudios weiterhin rückläufig. Erhöhte Kosten durch Mindestlohnanpassungen, der Fach- und Arbeitskräftemangel sowie weiterhin hohe Energiekosten sind dem Geschäft nicht zuträglich.

Die Fitnessbranche in Deutschland wächst seit dem Ende von Corona sowohl bei der Anzahl der Fitness-Anlagen als auch hinsichtlich der Anzahl der Fitnesskunden. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird sich laut "World Economic Update" von -0,3% im Jahr 2023 auf +0,5% in 2024 verbessern.

Im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland sind im Jahr 2023 viele Neueröffnungen im Bereich der Sonnenstudios zu verzeichnen. Eine Entwicklung, die sich auch in 2024 fortsetzen dürfte. Große Key Accounts entwickeln den Markt für die künstliche Besonnung mit einer hohen Dynamik. Auffällig ist dabei, dass es viele Studioneueröffnungen gibt, die von einem jungen Publikum besucht werden.

III. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 war für die KBL GmbH ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Umsatzerlöse konnten um 20,1% auf ein neues Rekordniveau von 52.021 T€ gesteigert werden. Der mengenbedingte Anstieg der Umsatzerlöse konnte in allen wesentlichen Märkten der UV-Sparte erzielt werden. Vor allem die Märkte in den USA, Deutschland und dem Vereinigten Königreich konnten das hohe Niveau aus dem Jahr 2022 noch ausbauen.

Das Jahr 2023 war zugleich von der Innovationsfähigkeit der KBL GmbH sowie von Investitionen in Schlüsseltechnologien der Zukunft geprägt.

Der Krieg in der Ukraine mit seinen Auswirkungen im Energiesektor wie auch weiterhin notleidende Lieferketten haben den Geschäftsverlauf kaum beeinflusst. Die KBL GmbH profitierte auch im Jahr 2023 von einer weitsichtigen Einkaufsstrategie, die durch strategische Partnerschaften mit Lieferanten und hohe Lagerbestände eine fast reibungslose Produktion ermöglichte. Neben Neueinstellungen von Produktionsmitarbeitern sind organisatorische Anpassungen kennzeichnend für eine voll ausgelastete Produktion und damit einhergehend erfreulichen Produktionszahlen auf Rekordniveau.

Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung erhöhte sich von 3.133 T€ im Vorjahr auf 3.755 T€ im Geschäftsjahr 2023.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6.253 T€ auf 24.762 T€ erhöht. Auf der Aktivseite ist dabei der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von insgesamt 11.554 T€ (+21,7%) und der fertigen Erzeugnisse und Waren in Höhe von insgesamt 2.762 T€ (+0,9%) im Vergleich zum Vorjahr angewachsen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag beliefen sich auf 6.748 T€ (+129,1%), was im Wesentlichen auf das Wachstum in den Drittländern und deren längere Zahlungsziele zurückzuführen ist.

Auf der Passivseite liegen die Gründe für die Erhöhung der Bilanzsumme im Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 5.420 T€ (+73,4%), im Anstieg der sonstigen Rückstellungen auf 3.627 T€ (+23,8%) sowie im Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 4.879 T€ (+204,6%). Beim Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen spiegeln sich im Wesentlichen die Verpflichtung zur Abführung des Jahresüberschusses und die Aufnahme eines Darlehens bei der Gesellschafterin wider.

Das Vorratsvermögen ist mit 15.317 T€ auf einem Rekordniveau. Die Hauptgründe dafür liegen in der Beschaffung kritischer Vorprodukte, die für einen hohen Produktionsoutput zwingend bevorratet werden müssen. Hinzu kommt, dass diese Produkte in Asien bezogen werden und die Lieferkettenproblematik höhere Sicherheitsbestände verlangt. Zu guter Letzt ist die Umsatzsteigerung 2023 plus die höhere Varianz an Produkten ein nicht zu unterschätzender Faktor beim Aufbau der Vorräte.

In Folge der oben beschriebenen Effekte ist auch das Working Capital mit 18.490 T€ erheblich angewachsen.

Die Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 707 T€ auf 3.740 T€. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 698 T€ auf 3.627 T€ zurückzuführen. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen resultierte dabei überwiegend aus einem Anstieg der Rückstellung für ausstehende Rechnungen und ausstehende Gutschriften infolge des gestiegenen Geschäftsvolumens.

3. Finanzlage

Die Eigenkapitalquote ist infolge der gestiegenen Bilanzsumme von 35,9% auf 26,9% gefallen. Der Verschuldungsgrad als Verhältnis von Fremdkapital (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) zum Eigenkapital hat sich von 1,8 auf 2,7 erhöht.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit -532 T€ negativ. Der negative Cashflow resultiert im Wesentlichen aus Auszahlungen im Zusammenhang mit dem gestiegenen Working Capital. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit (-1.177 T€) ist im Wesentlichen auf Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (-819 T€) und die Gewährung eines Darlehens an eine Tochtergesellschaft (negativer Effekt in Höhe von -541 T€) zurückzuführen. Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf 1.258 T€ und ist durch die Veränderung der Bankdarlehen, der Finanzierungsverbindlichkeit gegenüber der DIH Healthcare GmbH & Co. KG und durch Auszahlungen aus der Ergebnisabführungsverpflichtung geprägt.

Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt (Anlagendeckungsgrad I).

4. Ertragslage

Die Gesamtleistung bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen zeigt ein Wachstum von 19,3% auf 52.782 T€ im Geschäftsjahr 2023. Der Materialaufwand und die Personalkosten stiegen im Gleichschritt zur Gesamtleistung. Lediglich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen moderater an, sodass das EBIT um rund 24,2% von 3.212 T€ auf 3.990 T€ zulegen konnte.

In Summe hat sich der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung der KBL GmbH gut entwickelt. Außerordentlich gestiegene Kosten im Bereich F&E, dem Energiesektor, im Verpackungsmaterial sowie gestiegene Reisekosten sind unter anderem dafür verantwortlich, dass der ausgewiesene Jahresüberschuss nicht noch besser ist.

Aufgrund eines mit dem herrschenden Unternehmen DIH Healthcare GmbH & Co.KG abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages wird das Jahresergebnis an die Gesellschafterin abgeführt und von dieser versteuert.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatz

Betriebsergebnis (EBIT)

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Umsatz und das Betriebsergebnis (EBIT) herangezogen.

Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 20,1% gesteigert werden.

Das Betriebsergebnis (EBIT) ist um 778 T€ auf T€ 3.990 gestiegen (+24,2%).

Die Planung für das Jahr 2023 sah einen deutlich höheren Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung und ein deutlich höheres Betriebsergebnis (EBIT) bei einem moderaten Umsatzwachstum vor. Hinsichtlich des Umsatzes konnte ein Wachstum von 20,1% auf TEUR 52.051 erreicht werden. Das EBIT konnte um 24,2% auf TEUR 3.990 und der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung um 19,8% auf TEUR 3.755 gesteigert werden. Die Ziele konnten somit erreicht werden.

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

6. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird als gut eingeschätzt. Das Unternehmen ist gut aufgestellt und auf die Zukunft vorbereitet.

7. Investitionen

Im Jahr 2023 hat die KBL GmbH die JS Mikroelektronik GmbH, Roßbach, erworben, um einen strategisch wichtigen Vorlieferanten an das Unternehmen zu binden.

Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden im Jahr 2023 in Höhe von 794 T€ getätigt und haben sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert (Vorjahr 1.174 T€). Als größte Position im Bereich technische Anlagen und Maschinen wurden Werkzeuge für die Solarien der neuen K-Serie in Höhe von 283 T€ angeschafft. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 haben sich gegenüber Abschreibungen in Höhe von 715 T€ im Vorjahr leicht auf 781 T€ erhöht.

IV. Mitarbeiterentwicklung

Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter (inklusive angestellten Geschäftsführern, Auszubildenden und Mitarbeitern in Elternzeit) erhöhte sich auf 170 Mitarbeiter (Vorjahr 149 Mitarbeiter). Der Anstieg entfällt vor allem auf den Bereich der Produktion, dort wurden entsprechend mehr Solarien gebaut.

Die Ausbildung junger Nachwuchskräfte hat sich auf dem gleichen Niveau wie in den Vorjahren gezeigt.

Für das kommende Jahr 2024 wird mit diesem Personalstamm geplant.

V. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die KBL GmbH befindet sich in einem aktuell stagnierenden Markt, der durch den Wegfall der Märkte in Südamerika, Russland und der Ukraine Volumengeschäft im unteren Preissegment verloren hat.

Schwierige Beschaffungsmärkte bereiten seit längerem allen Marktteilnehmern Probleme und bedürfen einer Strategie, die auch Zweit- und Drittlieferanten berücksichtigt, auch wenn damit Preissteigerungen aufgrund geringerer Einkaufsvolumina einhergehen.

Es obliegt der Geschäftsleitung, die Chancen und Risiken abzuwägen und im Diskurs mit der Muttergesellschaft DIH Healthcare GmbH & Co.KG Entscheidungen herbeizuführen. Im Rhythmus von zwei Wochen dienen Conference Calls dem Austausch von wesentlichen Informationen sowie der Vorbereitung von Quartals- und Strategiemeetings im Hause KBL.

So konnte beispielsweise frühzeitig die Chance erkannt werden, mithilfe von UV-LEDs eine Zukunftstechnologie in Produkte der KBL GmbH einfließen zu lassen. LEDs reduzieren Energiekosten bei höherem UV-Output, sind aber in der Anschaffung wesentlich teurer als herkömmliche Niederdruck- und Hochdrucklampen. Nach Meinung der KBL-Geschäftsleitung überwiegen die Vorteile bei weitem. Das dazugehörige Produkt wird ab April 2024 als K11air verkauft.

1. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die KBL GmbH ist weiterhin keinen wesentlichen Währungsrisiken ausgesetzt, da die Geschäfte überwiegend in € abgewickelt werden.

Das Unternehmen verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle konnten im Geschäftsjahr 2023 vermieden werden. Es besteht eine langjährige, enge Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden, sodass auch zukünftig Probleme frühzeitig erkannt werden. Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt werden und Neukunden Lieferungen nur gegen Vorkasse erhalten. Das Mittel der Bonitätsprüfung wird überdies bei Neu- aber auch Altkunden angewandt.

Der Aufbau der Forderungen in Deutschland und den USA ist dem jeweiligen Umsatzwachstum des vergangenen Jahres geschuldet. Die Forderungen gegen unsere amerikanischen Kunden sind durch Wechsel abgesichert. In Summe entsprechen die gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ca. 13% des Jahresumsatzes.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten wenn möglich innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Im Berichtsjahr konnten Zahlungen häufig mit Skontoabzügen erfolgen.

Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine strikt konservative Risikopolitik. Alle finanzwirtschaftlichen Risiken werden durch die kaufmännische Abteilung und das Management überwacht, dazu gehören vor allem Zinsrisiken, Kreditrisiken und Liquiditätsrisiken. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

2. Operative Risiken

Unter die Kategorie der operativen Risiken fallen Beschaffungsrisiken, Produktionsrisiken, Absatzrisiken, Auftragsrisiken sowie IT-Risiken und Personalrisiken.

Für die KBL GmbH stellen die Beschaffungsrisiken das größte Risiko dar. Zum einen sind einstige Zulieferer von Lieferanten der KBL GmbH aus der Ukraine und Russland weggefallen und konnten nur durch teurere Alternativen ersetzt werden, zum anderen sind die gestiegenen Energiekosten verantwortlich für zum Teil dramatische Preissteigerungen bei Stahl, Verpackungsmaterialien und Aluminium.

Die Solarienbranche hat überdies ein Problem zu bewältigen, das mit geringeren Einkaufsvolumina zusammenhängt. Hersteller sehen diese als unattraktiv an und stellen die Produktion ein oder erhöhen die Preise in erheblichem Umfang. Sowohl Niederdruckröhren als auch Hochdruckbrenner wurden im Jahr 2023 durchschnittlich um 7,8% im Preis erhöht. Für das kommende Jahr wurde eine weitere Erhöhung um durchschnittlich 7,4% angekündigt.

Die Lieferketten haben sich im Jahr 2023 wieder auf ein gutes Niveau in puncto Qualität und Zuverlässigkeit entwickelt. Vorprodukte waren besser und schneller verfügbar. Hier hat sich ausgezahlt, dass das Management der KBL GmbH frühzeitig einen positiven Marktverlauf erkannt und auf eine verstärkte Vorratshaltung kritischer Teile gesetzt hat. Im Anschluss konnte die Produktion auf Rekordniveau produzieren.

Auf der Absatzseite wurden die Preise zwei Mal an die verteuerte Einkaufssituation angepasst. Das schlechte Konsumklima wie auch die Kriege in der Ukraine und im Gazastreifen hatten keinen Einfluss auf den Umsatz der KBL GmbH. Die Geschäftsentwicklung im Markt der künstlichen Besonnung hat sich stabil gezeigt.

Die IT-Infrastruktur ist bei KBL darauf ausgerichtet, die Betriebsrisiken klein zu halten und setzt vor diesem Hintergrund auf Cloud-Lösungen und investiert in Netzwerktechnologien der neuesten Generation. Geschäftsprozesse werden mehr und mehr digitalisiert, der Einsatz von KI wird in einem eigens gestarteten Projekt überprüft und bewertet.

Bereits zum zweiten Mal wurde die KBL GmbH ausgezeichnet mit dem Preis ,Arbeitgeber der Zukunft'.

Die strategische Personalplanung für das Unternehmen sieht vor, die besten Mitarbeiter zu finden und zu behalten.

3. Rechtliche Risiken

Das Risiko von Rechtsstreitigkeiten wird im Unternehmen aktuell als gering angesehen, falls dennoch notwendig, werden Rückstellungen gebildet.

4. Chancen der künftigen Entwicklung

Gemäß Planung wird sowohl für 2024 als auch für die Folgejahre eine positive Entwicklung in Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere des Jahresüberschusses erwartet.

Dabei wird den neuen LED-Solarien eine entscheidende Rolle zugeschrieben. Die Vorbestellungen sind auf einem hohen Niveau. Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2024 ist ausgesprochen positiv verlaufen. Lediglich der Markt in den USA erfährt aktuell eine Eintrübung, die noch nicht vollumfänglich eruiert ist. Entgegen dem wirtschaftlichen Trend in Deutschland, wonach die produzierenden Unternehmen weniger als geplant herstellen konnten, hat die KBL GmbH die Produktionszahlen abermals steigern können. Der Auftragsbestand sichert eine Produktion weit in das Jahr 2024 hinein. Die Gesellschaft geht davon aus, im Umsatz und Ergebnis für das Jahr 2024 die ambitionierten Planungen zu erreichen.

Insgesamt bleibt eine Planung für das Jahr 2024 aber weiterhin schwierig, da die Auswirkungen des Ukraine-Krieges, des Gaza- Krieges sowie den gestiegenen Energiekosten nahezu täglich neu eingeschätzt werden müssen.

Zur Sicherung von Know-how und wichtigen Vorprodukten wurde ein bedeutender Lieferant im Jahr 2023 durch die KBL GmbH erworben.

5. Gesamtaussage zur Chancen- und Risikolage

Die identifizierten und beschriebenen Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit des letzten Jahres unterliegen einem ständigen Monitoring. Die KBL-Planung 2024 unterliegt Prognoserisiken, die in Anbetracht der Kriegsherde und der fragilen Weltwirtschaft nicht quantifizierbar sind.

Das nächste Jahr wird auf der Chancenseite den Verkaufsstart der Weltneuheit K11air haben. Auf Seiten der Investoren in Europa und den USA besteht großes Kaufinteresse für dieses Produkt, welches sich im ambitionierten Budget 2024 widerspiegelt. Die strategische Ausrichtung der KBL GmbH bleibt auf innovative Produkte für die künstliche Besonnung in Sonnen- und Fitnessstudios ausgerichtet.

Die Geschäftsführung sieht keine Risiken, die die Fortführung des Unternehmens gefährden könnten.

VI. Nachhaltigkeitsbericht

Die KBL GmbH hat ein vitales Interesse daran, ihre Nachhaltigkeitsbemühungen auszubauen.

Alle herkömmlichen Leuchtmittel am Standort Dernbach sind seit diesem Jahr auf stromsparende LEDs umgestellt. Neue Fahrzeuge sind als Hybrid- oder Elektrofahrzeuge anzuschaffen. Neu entwickelte Solarien der KBL GmbH werden bereits seit 2021 mit stromsparenden LEDs ausgestattet. Der Entwicklung energieeffizienter Produkte auf reiner LED-Basis wird zukünftig eine größtmögliche Bedeutung zuteil.

VII. Prognosebericht

Der IWF rechnete in seinem Januar Update des World Economic Outlook für das Jahr 2024 mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,1% und damit mit dem gleichen Niveau, wie für 2023. Für die USA erwartet das IWF ein Wachstum von 2,1%, für Deutschland ein Wachstum von 0,5% und für das Vereinigte Königreich ein Wachstum von 0,6%.

Auf der Beschaffungsseite bleiben die Herausforderungen des Jahres 2023 weiterhin bestehen. Die Energiepreise und die Inflation verzeichnen positive Tendenzen, die aber noch nicht ausreichend stabil erscheinen, um von einer Trendwende sprechen zu können.

Die Energie- und Rohstoffkosten bewegen sich auch im Jahr 2024 auf einem hohen Niveau. Lieferketten werden immer wieder gestört und können noch nicht als robust und belastbar bezeichnet werden. Der Fachkräftemangel und erhebliche Lohnkostensteigerungen lassen das Geschäftsumfeld am Standort in Dernbach weiterhin als schwierig erscheinen.

Lediglich die Aussicht auf den Verkaufsstart des ersten Ganzkörper LED Solariums K11air, verbunden mit dem hohen Auftragseingang im Frühjahr 2024, lässt ein Wachstum auf 60 Mio.€ Umsatz mit einer verbesserten EBIT-Marge im unteren zweistelligen Prozentbereich erwarten.

 

Dernbach im Westerwald, den 23. August 2024

Hans Jürgen Kreitz, Geschäftsführer

Jens-Uwe Reimers, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 521,00 9.701,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 518.982,00 574.237,00
2. technische Anlagen und Maschinen 494.915,00 473.101,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 588.909,81 535.532,00
1.602.806,81 1.582.870,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.261,10 0,00
2. Genossenschaftsanteil 250,00 250,00
25.511,10 250,00
1.628.838,91 1.592.821,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.554.435,95 9.495.412,56
2. unfertige Erzeugnisse 186.430,17 178.459,30
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.762.106,92 2.738.420,80
4. erhaltene Anzahlungen -120.571,36 -278.248,44
5. geleistete Anzahlungen 934.938,16 616.910,85
15.317.339,84 12.750.955,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.747.760,40 2.945.155,53
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 326.674,41 (Vj.: EUR 304.157,31)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 598.651,38 157.855,47
- davon gegen Gesellschafter: EUR 56.178,33 (Vj.: EUR 157.855,47)
3. sonstige Vermögensgegenstände 291.832,87 501.191,48
7.638.244,65 3.604.202,48
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 17.619,05 469.254,18
22.973.203,54 16.824.411,73
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 160.314,34 91.934,99
24.762.356,79 18.509.167,72

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 255.000,00 255.000,00
II. Kapitalrücklage 645,94 645,94
III. Gewinnrücklagen
1. Rücklage BilMoG 14.224,00 14.224,00
2. andere Gewinnrücklagen 25.564,59 25.564,59
IV. Gewinnvortrag 6.357.368,51 6.357.368,51
V. Jahresergebnis 0,00 0,00
6.652.803,04 6.652.803,04
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 112.936,29 103.967,83
2. sonstige Rückstellungen 3.627.390,00 2.929.720,00
3.740.326,29 3.033.687,83
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.419.999,17 3.125.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.575.312,72 3.602.141,88
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.879.355,58 1.601.960,50
- davon gegenüber Gesellschafter: EUR 4.637.647,21 (Vj.: EUR 1.601.960,50)
4. sonstige Verbindlichkeiten 491.559,99 493.574,47
- davon aus Steuern: EUR 162.325,62 (Vj.: EUR 150.539,42)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 5.958,96 (Vj.: EUR 4.494,37)
14.366.227,46 8.822.676,85
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.000,00 0,00
24.762.356,79 18.509.167,72

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 20.495.707,90 17.477.853,69
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.003.457,94 -6.672.622,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.400.890,13 -1.132.608,11
- davon für Altersversorgung: EUR 10.939,17 (Vj.: EUR 13.818,76)
-9.404.348,07 -7.805.230,33
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -780.658,87 -714.945,01
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.320.972,63 -5.745.741,18
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 15.830,16 (Vj.: EUR 13.567,63)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.033,28 25.786,66
- davon aus Abzinsung: EUR 4.791,10 (Vj.: EUR 0,00)
- davon von verbundenen Unternehmen: EUR 6.372,34 (Vj: EUR 2.665,92)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -259.317,12 -99.484,78
- davon aus Aufzinsung: EUR 1.686,27 (Vj.: EUR 11.489,06)
- davon von verbundenen Unternehmen: EUR 21.944,44 (Vj: EUR 0,00)
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 667,46 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 3.759.111,95 3.138.239,05
9. Sonstige Steuern -3.841,45 -4.847,68
10. Aufwendungen aus Gewinnabführung -3.755.270,50 -3.133.391,37
11. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die KBL GmbH hat ihren Sitz in Dernbach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter HRB 26020 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen (§§ 276, 288 HGB).

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, 266 ff. HGB).

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht grundsätzlich den §§ 265, 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Mit Datum vom 9. September 2019 wurde zwischen der KBL GmbH und ihrer alleinigen Gesellschafterin, der DIH Healthcare GmbH & Co. KG, Königstein im Taunus, ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Dieser fand im Geschäftsjahr 2019 erstmalig Anwendung.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die lineare Abschreibung (bei einer betriebsindividuellen Nutzungsdauer von 1 bis 5 Jahren bzw. Nichtbeanstandungsregelung gem. BMF-Abschreibung im Jahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um die lineare Abschreibung (bei einer betriebsindividuellen Nutzungsdauer von 1 bis 33 Jahren) angesetzt. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden über 4 bis 33 Jahre abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden über 1 bis 23 Jahre abgeschrieben. Andere Anlagen und die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über 1 bis 23 Jahre abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs in Anlehnung an die Regelungen des § 6 Abs. 2 S. 1 EStG voll abgeschrieben. Bei der Darstellung im Anlagenspiegel wird bei den Vollabschreibungen im Anschaffungsjahr ein fiktiver Abgang im gleichen Jahr unterstellt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Bei den Anschaffungskosten handelt es sich um die Einzelanschaffungskosten. Als Herstellungskosten werden Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden pauschaliert Wertberichtigungen (Abwertungssätze zwischen 10 % und 95 %) auf Basis der tatsächlichen Verbräuche im Geschäftsjahr vorgenommen. Zudem wird zum Bilanzstichtag ein Vergleich der Anschaffungskosten mit dem Beschaffungsmarktpreis vorgenommen, um etwaige Wertminderungen zu identifizieren.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten ausgewiesen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Risiken, wenn notwendig, durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,56 % (Vorjahr: 1,92 %) auf die Netto-Inlands- und Auslandsforderungen Rechnung getragen. Es bestehen keine Fremdwährungsforderungen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Darlehen.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen, die mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen saldiert wurden, werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Das Deckungsvermögen wurde mit dem Börsenpreis am Bilanzstichtag bewertet.

Die Berechnungen zum 31. Dezember 2023 erfolgten unter der Annahme eines Rechnungszinses von 1,82 % - durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine Laufzeit von 15 Jahren - eines Rententrends von 1,5 % sowie eines Gehaltstrends von 0,0 % und unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" des Prof. Dr. Klaus Heubeck. Als Berechnungsmethode wurde die "Projected Unit Credit Method" angewandt.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Aufzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 4,4. Dieser Unterschiedsbetrag ist grundsätzlich für die Ausschüttung gesperrt. Diese Regelung findet für die Gesellschaft keine Anwendung, da ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen worden ist und der Abführung eines Gewinns nicht entgegensteht (siehe BMF-Schreiben v. 23. Dezember 2016, IV C 2 - S 2770/16/10002).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen, sofern mit deren Inanspruchnahme zu rechnen ist, und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs.1 HGB).

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Es bestehen im geringem Umfang Fremdwährungsverbindlichkeiten. Die Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkursen zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

IV. Angaben zur Bilanz

AKTIVA

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Geschäftsjahr 2023 ist in dem beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 25 100 % der Anteile an der JS Mikroelektronik GmbH, Roßbach. Der Jahresfehlüberschuss der JS Mikroelektronik GmbH, Roßbach, beläuft sich für das Geschäftsjahr 2023 auf T€ 99. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 124.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 327 (Vorjahr: T€ 304) enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ausschließlich Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und bestehen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 0) aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Ansprüche der Gesellschaft auf die Erstattung von Umsatzsteuer in Höhe von T€ 227 (Vorjahr: T€ 410) und noch nicht abziehbare Vorsteuerbeträge in Höhe von T€ 18 (Vorjahr: T€ 41). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr.

3. Latente Steuern

Aufgrund der unterschiedlichen Bewertungsvorschriften in Handels- und Steuerrecht ergeben sich bei der Rückstellung für Aufbewahrungsverpflichtungen sowie bei der Pensionsverpflichtung unterschiedliche Wertansätze in der Handels- und Steuerbilanz, die insgesamt zu aktiven latenten Steuern führen. Die aktiven latenten Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht bilanziert.

Der durchschnittliche Ertragsteuersatz der Gesellschaft beträgt 29,13 %. Der Gewerbesteuerhebesatz liegt bei 380 %.

PASSIVA

1. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Sonstige Rückstellungen
Garantierückstellung 1.646
Ausstehende Rechnungen und Gutschriften 936
Personal 587
Prozessrisiko 101
Aufbewahrung Geschäftsunterlagen 166
Jahresabschlusserstellung und -prüfung 79
Übrige 112
3.627

Die Pensionsverpflichtung wurde mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen verrechnet.

Beizulegende Zeitwerte des bei einem Finanzdienstleistungsinstituts angelegten Deckunsvermögens 405.444,71
Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung 518.381,00
Nettowert der Pensionsrückstellung 112.936,29
Anschaffungskosten Vermögensanlage 427.931,48

Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtung und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Der beizulegende Zeitwert der als Deckungsvermögen klassifizierten Fondsanteile entspricht dem Börsenpreis am Bilanzstichtag. Sie wurden nach den BilMoG-Bestimmungen mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren.

2. Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zu den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr >1-5 Jahre mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.420 2.617 2.803 0
(Vorjahr) (3.125) (1.250) (1.875) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.575 3.817 0 0
(Vorjahr) (3.602) (3.602) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.879 4.638
(Vorjahr) (1.602) (1.602) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 491 491 0 0
(Vorjahr) (494) (494) (0) (0)
14.366 11.563 2.803 0
(8.823) (6.948) (1.875) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 4.565 (Vorjahr: T€ 3.125) sind durch Abtretung von Außenständen und durch die Raumsicherungsübereignung von Inventar (56307 Dernbach, Ringstr. 24-26 und 34) besichert.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den am 31. Dezember 2023 bestehenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich für die Folgejahre finanzielle Verpflichtungen von insgesamt T€ 9.869.

Sie entfallen im Einzelnen auf folgende Zeiträume:

Miete Gebäude Sonstige Miete Leasing Sonstige Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€
Bis zu einem Jahr 1.088 14 527 75 1.704
Ein bis fünf Jahre 3.914 14 472 1 4.401
über fünf Jahre 3.764 0 0 0 3.764
8.766 28 999 76 9.869

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Verrechnete Aufwendungen und Erträge

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen (€ 9.531,00) werden in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen und wurden im Geschäftsjahr mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen (€ 7.844,73) verrechnet.

VI. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden 155 Mitarbeiter (Vorjahr: 137) ohne Geschäftsführer beschäftigt, davon Angestellte 60 (Vorjahr: 59) und 95 (Vorjahr: 78) gewerbliche Arbeitnehmer.

2. Geschäftsleitung

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der KBL GmbH durch die beiden Geschäftsführer:

Hans-Jürgen Kreitz, Bad Honnef, techn. Geschäftsführer

Jens-Uwe Reimers, Ransbach-Baumbauch, kaufm. Geschäftsführer

Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung.

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

3. Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Die KBL GmbH wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der MvT Beteiligungsgesellschaft mbH, Königstein im Taunus, einbezogen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konsolidierungskreis aufstellt.

Dieser wird veröffentlicht und im Unternehmensregister erhältlich sein.

4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag/Nachtragsbericht

Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

 

Dernbach, 23. August 2024

Hans-Jürgen Kreitz, Geschäftsführer

Jens-Uwe Reimers, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 881.427,06 127.445,45 0,00 1.008.872,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.290.009,49 0,00 0,00 1.290.009,49
2. technische Anlagen und Maschinen 1.772.168,75 378.946,66 0,00 2.151.115,41
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.281.954,32 287.640,57 -170.336,91 3.399.257,98
6.344.132,56 666.587,23 -170.336,91 6.840.382,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.261,10 0,00 25.261,10
2. Genossenschaftsanteil 250,00 0,00 0,00 250,00
250,00 25.261,10 0,00 25.511,10
7.225.809,62 819.293,78 -170.336,91 7.874.766,49
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -871.726,06 -136.625,45 0,00 -1.008.351,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten -715.772,49 -55.255,00 0,00 -771.027,49
2. technische Anlagen und Maschinen -1.299.067,75 -357.132,66 0,00 -1.656.200,41
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -2.746.422,32 -231.645,76 167.719,91 -2.810.348,17
-4.761.262,56 -644.033,42 167.719,91 -5.237.576,07
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteil 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
-5.632.988,62 -780.658,87 167.719,91 -6.245.927,58
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 521,00 9.701,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 518.982,00 574.237,00
2. technische Anlagen und Maschinen 494.915,00 473.101,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 588.909,81 535.532,00
1.602.806,81 1.582.870,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.261,10 0,00
2. Genossenschaftsanteil 250,00 250,00
25.511,10 250,00
1.628.838,91 1.592.821,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KBL GmbH, Dernbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KBL GmbH, Dernbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KBL GmbH, Dernbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 23. August 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gerd Kreuzburg, Wirtschaftsprüfer

Andreas Funke, Wirtschaftsprüfer

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