Food Logistics Versmold GmbHLiquidiert

33775 Versmold, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 7203
Vorher
FoodLog Versmold GmbH
Eingetragen
25.10.2005
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Gegenstand
das Speditionsgeschäft (§§ 407 ff. HGB) im In- und Ausland, das Lagergeschäft (§§ 416 ff HGB), das Frachtgeschäft (§§ 425 ff. HGB) und integrierte Logistikleistungen sowie alle damit verbundenen und artverwandten Tätigkeiten

Historie

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Management

NameRolle
Sven Neumann
seit 27.5.2021
Prokura
Stefan Garbais
seit 6.8.2013
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nagel-Group SE & Co. KG

Versmold

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019

der Nagel-Group SE & Co. KG, Versmold

1. Grundlagen des Konzerns

a) Geschäftsmodell

b) Personal und Umwelt

c) Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Interne Leistungsindikatoren

2.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

a) Entwicklung der Gesamtwirtschaft

b) Entwicklung der Branche

2.3. Geschäftsverlauf

a) Ertrags- und Finanzlage

b) Vermögenslage

c) Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3. Chancen- und Risikenbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken

b) Betriebsrisiken

c) Personalrisiken

d) Finanzwirtschaftliche Risiken

e) IT-Risiken

f) Regulatorische Risiken

g) Sonstige Risiken

h) Gesamtaussage zur Risikosituation der Nagel-Group

i) Chancen

4. Prognosebericht

1. Grundlagen des Konzerns

a) Geschäftsmodell

Die in Versmold beheimatete Nagel-Group ist ein europaweit agierendes Familienunternehmen, das trotz seiner Größe nah an den regionalen Lebensmittelmärktenagiert. An der Spitze der Nagel-Group steht seit Anfang 2018 nach einer Umfirmierung die Nagel-Group SE & Co. KG. Als Konzernmutter konzentriert sie sich sowohl auf die organisatorische Führung der rechtlich eigenständigen Konzern-Gesellschaften als auch auf strategische und andere klassische Entscheidungs- und Regelungsbereiche eines Corporate Headquarters (z.B. Strategie, Finanzierung, Beschaffung, Compliance usw.). Die Gruppe ist mit ihrem Netzwerk in 16 europäischen Ländern an über 130 Standorten vertreten. Die umsatzstärkste operative Tochtergesellschaft innerhalb der Gruppe ist die Kraftverkehr Nagel SE & Co. KG, die das Geschäft der temperaturgeführten Lebensmittellogistik in Deutschland verantwortet. Nach dem Erwerb des Münchener Tiefkühlspezialisten MUK-TRANSTHERMOS im Jahr 2016 sowie der gesellschaftsrechtlichen Integration in die Nagel-Group im darauffolgenden Jahr, wurde in 2018 die systemische Integration abgeschlossen. Damit sieht sich die Nagel-Group in der Lage, die relevanten Kernmärkte Europas aus eigener Kraft und mit einer gesamteuropäischen Lösung in den Geschäftsfeldern Spedition und Kontraktlogistik einschließlich diverser Zusatzdienstleistungen (Value Added Services) über alle Temperaturzonen der Lebensmittelwirtschaft hinweg zu bedienen.

Durch individuelle Logistikkonzepte für Industrie und Handel sowie ein feinmaschiges Netzwerk an Niederlassungen, bietet die Nagel-Group eine hohe Bandbreite an kundenorientierten Lösungen an. Sie unterscheidet ihre Aktivitäten in die Geschäftsbereiche LTL-Network, FTL-Power und Kontraktlogistik. Die Leistungen werden in fünf, für die Lebensmittelindustrie anforderungsspezifischen, Temperaturbereichen erbracht.

Neben den klassischen Zielmärkten wie Industrie und Handel hat die Nagel-Group auch zukunftsrelevante Märkte im Blick. Dazu gehören der Onlinehandel von Lebensmitteln (e-Food), Bio-, vegetarische und vegane "Free From"-Produkte sowie Global Foods, also Lebensmittel die nach/von Europa im- oder exportiert werden.

Das LTL-Network (Stückgut und Teilladungen) steht für einen wirtschaftlichen und schnellen Lieferweg - unabhängig davon, ob die Sendungen aus einem einzelnen Karton oder mehreren Paletten bestehen. Die Unternehmensgruppe bringt Ware grundsätzlich unabhängig von saisonalen Schwankungen mit Hilfe von modernen Doppel-Stock- und Mehrkammer-Fahrzeugen an das gewünschte Ziel.

Im Segment FTL-Power (Komplettladungen) sorgt die Nagel-Group für Zuverlässigkeit und Stabilität in der Durchführung ihrer Transporte. Gute Markt- und Produktkenntnisse, Flexibilität durch große Transportkapazitäten sowie eine transparente und gut funktionierende Vernetzung der Kompetenzzentren garantieren eine europaweit gleichbleibend hohe Servicequalität. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Roh-, Flüssig- oder Fertigware von Vor- oder Endprodukten handelt.

Der Bereich Kontraktlogistik (Warehousing und Value Added Services) umfasst sämtliche, auf Lebensmittel und auf Prozesse von Produzenten, Handel und Gastronomie abgestimmte Lagerlogistikkonzepte. Hier bietet die Nagel-Group von der Sortierung, Konfektionierung und Kommissionierung über das Verwiegen, Etikettieren, den Displaybau bis hin zum Schockfrosten eine Reihe von Lösungen entlang der Wertschöpfungskette ihrer Kunden an. Fachkundiges Personal und eine zunehmende Automatisierung sorgen für die geforderte Leistungs- und Prozessqualität.

Informationstechnologien sowie weitere Konzerndienstleistungen ergänzen die Logistikangebote der Nagel-Group und ermöglichen zum einen eine weitgehend effiziente Steuerung von Warenflüssen, eine geordnete Transportplanung und zum anderen eine Echtzeit-Verfolgung der Trailer samt geladener Ware mittels moderner Track- and Trace-Instrumente.

Eine mittel- und langfristige Unternehmensentwicklung ist für die Nagel-Group von hoher Bedeutung und basiert gegenwärtig auf der in 2016/17 ausgearbeiteten Strategie 2025. Strategiearbeit ist für die Nagel-Group nichts Neues, sondern vielmehr ein ständiger Begleiter seit der Unternehmensgründung im Jahr 1935. Strategie wird innerhalb der Nagel-Group als klare Wegbeschreibung verstanden, die helfen soll, auch zukünftig - in einer sich laufend verändernden Umwelt - erfolgreich zu handeln und der Vision Connecting the world of food® auch in Zukunft gerecht zu werden.

Die Strategie 2025 besteht aus einem Dreiklang von Gruppen-, Länder- und Funktionalstrategien. Die Gruppenstrategie bildet hierbei das Dach der Strategiearbeit, formuliert das Gesamtzielbild und bildet die Grundlage für umsetzungsfähige / praxisrelevante Konkretisierungen. Das Zielbild sieht vor, dass die Nagel-Group als innovativer Lebensmittellogistik-Experte agiert, der dauerhaft mittels Automatisierung, Digitalisierung und Industrialisierung in puncto Qualität und Kundenservice Branchenmaßstäbe setzt. Mit der Umsetzung der Strategie 2025 geht ein klarer Paradigmenwechsel einher, denn die Produktsichtweise der Vergangenheit wird sukzessive von einer Marktsegmentbetrachtung abgelöst, bei der die Analyse der Wertschöpfungskette der Kunden mit Blick auf wirtschaftlich sinnvolle Beiträge eine bedeutende Rolle spielt.

Unter Berücksichtigung der übergeordneten Gruppenstrategie sind Länderstrategien erarbeitet worden, die den unterschiedlichen Ausgangslagen in den Ländern Rechnung tragen. Während Wachstum noch wesentlicher Bestandteil aller Länderstrategien ist, so unterscheiden sie sich doch in der konkreten Herangehensweise (organisches vs. anorganisches Wachstum) als auch bzgl. der Marktsegmente, auf die einzelne Länder ihren Fokus legen wollen.

Darüber hinaus unterstützen Funktionalstrategien der Bereiche Human Resources, Sales, Operations und IT die erfolgreiche Umsetzung der Gesamtstrategie. Eine IT, die Maßstäbe in der Logistikbranche setzt, eine Sales-Organisation mit Kunden- & Branchenfokus oder auch die Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber stellen Konkretisierungen der Gruppenstrategie dar, die gleichzeitig einen klaren Handlungsrahmen für die jeweiligen Landesstrategien vorgeben. Der Dreiklang aus Gesamt-, Länder- und Funktionalstrategien bringt die Nagel-Group ihrem Zielbild jeden Tag ein Stück näher.

Dass es sich um spürbaren, wirkungsvollen Fortschritt handelt, stellt ein umfassendes, transparentes, verständliches und praktikables Umsetzungsmanagement sicher. Im Rahmen des Fortschrittsmanagements erfolgt ein monatliches Reporting an das Board of Directors der Nagel-Group. Um sicherzugehen, dass die strategischen Ziele die sich ändernden Umfeldbedingungen zeitnah berücksichtigen, wird zumindest einmal im Jahr unter Beteiligung der Geschäftsleitung ein strukturierter Review- & Evaluation-Prozess durchgeführt. Vor diesem Hintergrund ist insbesondere der Teilprozess der Umfeldbeobachtung eng mit dem Nagel-eigenen Innovationsmanagement verknüpft. Das Vorgehen soll gewährleisten, dass neue, geschäftsrelevante Informationen zum Markt der Lebensmittelwirtschaft und der Logistik sowie zu technologischen Entwicklungen rechtzeitig bekannt und angemessen verarbeitet werden.

b) Personal und Umwelt

Die Sicherstellung des Unternehmensziels, die Bewältigung der Herausforderungen des heutigen Arbeitsmarktes, die Befähigung zum Umgang mit moderner Technologie sowie ein wertschätzender Umgang mit den Mitarbeitenden sind zentrale Ziele unserer Personalentwicklung. Wir erreichen dies durch ein umfangreiches Weiterbildungsangebot sowie durch eine gezielte Nachwuchsentwicklung und -förderung.

Bestandteile unserer Nachwuchsentwicklung sind zum einen ein umfangreiches duales Ausbildungsangebot, zum anderen ein gruppenweites Talentmanagement als Basis für eine zielgerechte Nachfolgeplanung.

Im Bereich der dualen Ausbildung zeigt sich unser Erfolg in einer hohen Übernahmequote (81% in 2019) und an diversen Auszeichnungen in- und ausländischer Niederlassungen als Ausbildungsbetriebe für herausragende Leistungen, z.B. im Rahmen nationaler Wettbewerbe wie "Best Azubi" oder Besten-Ehrungen auf Kammerebene (IHK).

Zur zielgerichteten Aus- und Weiterbildung unserer Berufskraftfahrer nutzen wir unser 2018 gegründetes Nagel Driving Center als Bestandteil unserer Nagel Fahrer Akademie. Ziel ist es, die Betreuung der Berufskraftfahrer der Nagel-Group über alle Phasen hinweg zu koordinieren. Das reicht von der Rekrutierung neuer Mitarbeiter über die Aus- und Weiterbildung (z.B. Führerscheinerwerb, Durchführung von Qualifizierungen im Rahmen des BKFQG) bis hin zur Betreuung der eigenen Fahrer sowie der Unternehmerfahrer. Die Akademie trägt den besonderen Herausforderungen des Arbeitsmarktes Rechnung und soll dem Berufsbild 'Berufskraftfahrer' einen neuen Stellenwert und eine neue Wertschätzung geben.

Um die Anforderungen an Standardisierung von Geschäftsprozessen und Digitalisierung erfüllen zu können, fördert die Nagel-Group den Ausbau eigener IT-System-Trainer, sodass wir unsere Mitarbeitenden jederzeit qualifiziert und praxisnah qualifizieren können. Hierzu nutzen wir insbesondere unsere dezentralen IT Schulungsstandorte.

Die Entwicklung persönlicher, fachlicher und personaler Kompetenzen stehen im Mittelpunkt unserer Qualifizierungen mit dem Ziel, unsere Mitarbeitenden zu befähigen, eigenverantwortlich, themenübergreifend und vernetzt im Sinne unserer Unternehmensziele und -werte zu handeln. Ein besonderer Fokus in der Mitarbeiterentwicklung liegt hierbei im Ausbau der digitalen Kompetenzen unserer Mitarbeitenden.

Das 2018 ausgerollte Talentmanagement ist weiter etabliert und in den Prozessabläufen optimiert. Die Integration der Landesgesellschaften und neu hinzugewonnen Unternehmen (z.B. Transthermos) in den Talentmanagementprozess wird weiter forciert.

Für das Handeln und den Erfolg eines Unternehmens ist nachhaltiges Wirtschaften im Spannungsfeld von Ökonomie und Ökologie wichtig. Das Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) hat den Standard "Nachhaltiger Wirtschaften" entwickelt, der Unternehmen dabei unterstützt, die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit zu ordnen und die anfallenden Themen zu bündeln, sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene. Der ZNU-Standard "Nachhaltiger Wirtschaften" ist ein Managementsystem, das eine Klammer um die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Nagel-Group bildet, die Maßnahmen den drei Säulen Soziales, Wirtschaft und Umwelt einer klaren Struktur zuordnet und sie nach innen wie nach außen veranschaulicht. Die Nagel-Group hat sich im Jahr 2017 an den Standorten in Versmold (CHQ, IBSC und DEHQ) und Borgholzhausen nach dem ZNU-Standard "Nachhaltiger Wirtschafen" zertifizieren lassen. In 2018 wurden die Niederlassungen Bad Grönenbach inkl. Außenlager und Buxheim samt Warehouse bereits erfolgreich zertifiziert. Die Nagel-Group unterstreicht damit abermals ihr langjähriges Engagement bei den Themen "Umwelt und CSR (Corporate Social Responsibility)". Bei der Implementierung des Managementsystems "Nachhaltiger Wirtschaften" lag der Fokus auf den folgenden Themenfeldern:

Langfristiges Ziel ist die Einbeziehung aller Standorte der Nagel-Group in das Nachhaltigkeitsmanagement inkl. Zertifizierung.

Die Nagel-Group ist seit mehreren Jahren im Partnernetzwerk des ZNU engagiert und arbeitet aktiv an der Weiterentwicklung und Internationalisierung des mittlerweile branchenübergreifend anwendbaren Nachhaltigkeitsstandards mit. Die stetig wachsenden Kundenanforderungen verlangen eine kritische, frühzeitige und proaktive Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex "Nachhaltigkeit".

Im Jahr 2019 lag der Fokus auf der Erprobung alternativer Antriebskonzepte sowohl im LKW-Segment als auch bei den Kühlaggregaten der Sattelauflieger:

Der in der Niederlassung Hamburg im Sommer 2019 gestartete Test des Models eActros ist Teil einer großangelegten Praxisuntersuchung von Mercedes Benz. Das Ziel ist, die Serienreife von schweren Elektro-Lkw für den innerstädtischen Verteilerverkehr ab 2021 realisieren zu können.

Als Alternative zum Diesel im Fernverkehr wurde ab dem Frühjahr 2019 eine mit LNG (liquefied natural gas) betriebene Sattelzugmaschine in der Niederlassung Bad Grönenbach eingesetzt. Das Fahrzeug ist sowohl im nationalen als auch im internationalen Verkehr unterwegs, um auf der Basis der gewonnenen Erfahrungen zu entscheiden, ob eine praxistaugliche Nutzung gegeben ist.

Zusammen mit einem Kunden wurde in Deißlingen eine vollelektrische Sattelzugmaschine für Shuttle-Verkehre eingesetzt. Das Kühlaggregat des Aufliegers wird ebenfalls elektrisch betrieben. Weitere Einsätze in Sinne einer Roadshow sind in Vorbereitung.

c) Forschung und Entwicklung

Die Nagel-Group entwickelt Software für kundenspezifische Warehouseprojekte und zur Optimierung der eigenen Logistikprozesse. Weitere Ausführungen zu den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 aktivierten, im Kundenauftrag oder auch für Eigenzwecke selbst entwickelten Softwarelösungen können, wie auch in den Vorjahren, dem Konzernanhang entnommen werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Interne Leistungsindikatoren

Die relevanten Kennzahlen, die zur Unternehmenssteuerung herangezogen werden, sind die Umsatzerlöse, der Rohertrag (Bruttowertschöpfung) sowie das EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization).

Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind sämtliche operativen Erlöse der Gesellschaft enthalten. Wesentlicher Bestandteil der Umsatzerlöse sind die Fracht- und Lagererlöse. Diese Steuerungsgröße reflektiert das bewältigte und abgerechnete Geschäftsvolumen und spielt auch im Rating der Kreditgeber immer noch eine bedeutende Rolle.

Rohertrag

Der Rohertrag ist die Differenz zwischen den oben definierten Umsatzerlösen und den Materialaufwendungen. Diese beinhalten Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe, für bezogene Waren und für bezogene Leistungen (z.B. Transportleistungen). Der Rohertrag lässt zum einen Rückschlüsse auf die Profitabilität der operativen Tätigkeit des Unternehmens zu und begrenzt zum anderen die Höhe der Betriebskosten, der Ausgaben sowie der Investitionen, um Verluste zu vermeiden.

EBITDA

Das EBITDA bezeichnet das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern. Rechnerisch ergibt sich diese Kennzahl als Summe aus dem Konzernjahresüberschuss, den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, den Zinsaufwendungen und den Abschreibungen auf immaterielle und materielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abzüglich Zinserträge und zinsähnlicher Erträge. Das EBITDA ist eine Messgröße für den operativen Erfolg, der nicht durch Steuern, das Finanzergebnis und durch Abschreibungen verzerrt wird.

2.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

a) Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Wirtschaft stabilisiert sich in 2019, muss in 2020 aber die Herausforderungen der Corona Pandemie bewältigen

Aus Sicht des Münchener Ifo-Instituts steht Deutschland in den nächsten Jahren grundsätzlich vor fünf wesentlichen Herausforderungen, die zum einen die Digitalisierung und Automatisierung der Wirtschaft (Industrie 4.0, Big Data) sowie den demografischen Wandel, zum anderen die fortschreitende Globalisierung, den Klimawandel und nicht zuletzt die europäische Integration umfassen. Das Thema "Integration" bezieht insbesondere die Vertiefung des Binnenmarktes, die Weiterentwicklung der europäischen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik als auch der europäischen Währungsunion mit ein. In Deutschland sehen die Experten besonderen Reformbedarf bei der internationalen Wettbewerbsfähigkeit in den Kernbereichen Verkehr und Bildung.

Das Wirtschaftsjahr 2019 war von Handelskonflikten, insbesondere zwischen China und den USA aber auch zwischen Europa und den USA, geprägt. Umweltpolitische Themen rücken nicht nur bei Regierungen, sondern auch bei den Entscheidungsträgern von privatwirtschaftlichen Unternehmen nochmals verstärkt in den Fokus. Die Autoindustrie steht vor einem Umbruch, der sich auch auf andere Branchen auswirken wird. Trotz der Verunsicherung in der Wirtschaft und einem daraus resultierenden Investitionsstau, ist die Wirtschaftsleistung im EU-Raum in 2019 um 1,5% gewachsen. Die Inflationsrate lag ebenfalls bei 1,5%. Die Erwerbslosenquote betrug in Deutschland 3,2%, in der EU durchschnittlich bei 6,2%, allerdings mit erheblichen Unterschieden zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten (von Tschechien 2,0% bis Griechenland 16,5%).

Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts ist im Februar 2020 geringfügig von 96,0 (Januar 2020) auf 96,1 Punkte gestiegen. Das wirtschaftliche Umfeld Deutschlands wird weiterhin von protektionistische Tendenzen und der daraus resultierenden latenten Gefahr weiterer internationaler Handelskonflikte geprägt. Die wirtschaftlichen Risiken aus dem bevorstehenden Brexit wurden von den internationalen Märkten bereits in 2019 antizipiert und werden daher in 2020 eher als gering eingeschätzt. Die OECD sieht die zu erwartenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltwirtschaft kritisch. Der IWF prognostizierte im Februar für das Jahr 2020 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,3% und für die deutsche Wirtschaft, in Übereinstimmung mit der Bundesregierung, ein Wachstum von 1,1%. Das Wachstum in der EU wurde mit 1,3% prognostiziert. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen das von der neuen Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen angekündigte EU-Klimapaket auf die europäische Wirtschaft hat.

Die Inflationsrate gemessen an den Verbraucherpreisen in Deutschland schätzten Experten für 2020 auf 1,2% nach 1,3% in 2019. Im Euroraum wurde für 2020 ein Anstieg der Inflationsrate von 1,2-1,5%, auf Welt-Basis von 3,6% und in den USA von 2,1% angenommen.

Die Arbeitslosenquote lag in Deutschland im Februar 2020 bei 5,3%, die Zahl der Erwerbstätigen bei rund 45 Mio. Personen. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an den Arbeitslosen in Deutschland wurde in 2020 mit rund 30% prognostiziert und damit weiter leicht sinkend. Für die EU insgesamt wurde eine Arbeitslosenquote von 6,2% für die Jahre 2020 und 2021 erwartet, der niedrigste Stand seit dem Sommer 2008.

Der BRENT-Rohölpreis notiert aktuell bei rund 27 US$ für ein Barrel. Der anhaltende Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien sowie die zu erwartende Abschwächung der Weltwirtschaft dürfte zumindest für 2020 zu einem weiterhin niedrigen Ölpreis führen. Die Auswirkung auf die Entwicklung der Strompreise bleibt abzuwarten. Für das Jahr 2020 wird bislang eine durchschnittliche Preiserhöhung von etwa 5,4% erwartet.

Aufgrund der sich schnell verschärfenden Auswirkungen der Corona-Pandemie werden die oben genannten Prognosen von den führenden Wirtschaftsinstituten permanent überprüft und der aktuellen Entwicklung angepasst. So geht z.B. die Prognose des IfW inzwischen von einer Rezession für die deutsche Wirtschaft in 2020 aus.

b) Entwicklung der Branche

Die Logistik ist in Deutschland nach der Automobilwirtschaft und dem Handel der stärkste Wirtschaftsbereich mit rund Mrd. € 279 Umsatz in 2019. Dies entspricht etwa 25% der gesamten Logistikleistungen in Europa.

Die Nagel-Group bewegt sich als reiner Lebensmittellogistiker in dem Subsegment temperaturgeführter Lebensmittel als Teilsegment der Konsumgüterdistribution und -kontraktlogistik. Seit dem Erwerb der MUK-TRANSTHERMOS im Jahr 2016 deckt das Unternehmen alle Temperaturzonen in der Lebensmittelwirtschaft ab (Komplettanbieter).

Der "Gipfel der Logistikweisen" erwartete für 2020 ein Wachstum der Logistikleistungen in Deutschland von 2,2% nominal bzw. 0,4% real. Die Treiber für Wachstum wurden in den Themenfeldern "öffentliche und unternehmenseigene Kapazitäten", Welthandel, Innovation sowie Personal gesehen. Logistik hat in 2020 weiterhin mit Verknappungen in den Bereichen Personal, Kapazitäten (Frachtraum) und Infrastruktur zu kämpfen. Daraus resultiert ein entsprechend hoher Innovationsdruck, um nach vorne heraus auskömmliche Wachstumsraten zu erzielen. Freigesetzt werden können Kapazitäten durch eine intelligente Nutzung der Infrastruktur in Form von Nachtzustellungen, Digitalisierung, Automatisierung und Standardisierung im Sinne von Industrialisierung. IT wird mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Sie ermöglicht insbesondere großen Dienstleistern durch zusätzliche Servicedienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette gegenüber kleineren Marktbegleitern einen Wettbewerbsvorteil, da sie die notwendigen Projekte besser finanzieren und skalieren können. IT wird der Schlüssel für ein verbessertes Kapazitätsmanagement sein, das wiederum Voraussetzung für neue Umsatzpotentiale und Zusatzumsätze ist.

Es wird von einer Stagnation der Frachtmengen in Summe jedoch von weiterem Wachstum bei grenzüberschreitenden Sendungen ausgegangen. Auch bei verfügbaren Kapazitäten werden die Logistikkosten im Jahr 2020 steigen. Logistikdienstleister sind gehalten, ihre Effizienz und Produktivität laufend zu erhöhen. Prozess- und Technologieinnovationen sind angesichts des andauernden Personalmangels im operativen Bereich zwingend. Aber auch dafür fehlen mitunter qualifizierte Fachkräfte. Der größte Mangel an Fahrern besteht im Regional- und Nahverkehr, vorwiegend begründet durch höhere Mindestanforderungen an Sprache, Kundenumgang und Nutzung mobiler Datenerfassungsgeräte. Da sich weder Image noch Bezahlung schnell verbessern werden, ist im Nahverkehr weiterhin von einer vergleichsweise hohen Fluktuation auszugehen. Das Rekrutieren von Personal im Fernverkehr fällt im Vergleich dazu einfacher. Es wird in nächster Zukunft keine Entwicklung fundamental neuer Geschäftsmodelle erwartet. Der Fokus wird auf der weiteren Verbesserung und Digitalisierung der Geschäftsprozesse liegen. Disruptionen durch Digitalisierung werden vorerst nicht erwartet.

Notwendige Maßnahmen zur Erneuerung und Sanierung der Straßeninfrastruktur werden im Wandel der politischen Rahmenbedingungen zunehmend schwieriger oder zumindest zeitlich stark verzögert werden. Staus werden daher auch künftig zu Zeit- und Effizienzverlusten und in Zeiten zunehmender Just-in-Time-Belieferungen zu Sonder-/Folgekosten führen.

Die innerstädtischen Wirtschaftsverkehre sowie die Sensibilität in Umweltfragen nehmen kontinuierlich zu. Städte und Kommunen arbeiten an neuen Lösungen für die urbanen Wirtschaftsverkehre, bei denen alle Wirtschaftsbeteiligte einzubeziehen sind. Ziel ist neben der Vermeidung von Verkehren, die notwendigen Verkehre auf weniger Fläche mit emissionsarmen Antrieben umweltverträglicher abzuwickeln.

Subsegment e Lebensmittel und Non-Food

In dem Subsegment Lebensmittel agieren die Lebensmittelhersteller und der Lebensmittelhandel. Das Volumen der Logistikaufwendungen beläuft sich samt Landwirtschaft auf insgesamt ca. Mrd. € 20. Hiervon entfallen 60 % auf stapelfähige Trockensegmente inkl. der Getränkeprodukte. Die restlichen 40 % betreffen Tiefkühlartikel und frische Lebensmittel. Diesem Marktumfeld sind die Kunden der Nagel-Group zuzuordnen.

Die Lebensmittelindustrie beschäftigt etwa 600.000 Menschen und zählt mit ca. 6.000 Unternehmen zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen Deutschlands. Insgesamt werden Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren im Gegenwert von rund Mrd. € 180 hergestellt. Der Exportanteil der Waren liegt bei 33,5%. Umgekehrt stellt Deutschland aber auch den größten Absatzmarkt in Europa dar. Charakteristisch für den Markt ist ein hoher Anteil kleiner und mittelständischer Hersteller. Die zehn umsatzstärksten Unternehmen vereinen zusammen etwa 12% des Gesamtumsatzes auf sich.

Markt für Konsumgüterdistribution und -kontraktlogistik

Das Transportaufkommen ist nach Angaben des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) in 2019 erneut gestiegen.

Insgesamt beläuft sich der Markt für Konsumgüterdistribution und -kontraktlogistik auf ca. 30 Mrd. € und macht ca. 11 % der Gesamtlogistikkosten aus, wovon ca. 35 % fremdvergeben sind. Der fremdvergebene Teil in Höhe von ca. 10 Mrd. € wird zu mehr als die Hälfte durch die Top 10 Anbieter im Segment erbracht. Hier ist die Nagel-Group umsatzbedingt in Deutschland Marktführer.

2.3. Geschäftsverlauf

a) Ertrags- und Finanzlage

Ertragslage 2019 2018 Abweichung
Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Umsatzerlöse 2.062,4 100,0 1.967,2 100,0 95,1 4,8
Materialaufwand -1.149,9 -55,8 -1.128,1 -57,3 -21,9 1,9
Rohertrag 912,5 44,2 839,2 42,7 73,3 8,7
Personalaufwand -505,6 -24,5 -499,8 -25,4 -5,7 1,1
Abschreibungen -46,0 -2,2 -44,3 -2,3 -1,7 3,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -338,9 -16,4 -304,0 -15,5 -34,9 11,5
Sonstige Steuern -2,3 -0,1 -2,4 -0,1 0,1 -3,6
Operative sonstige Erträge 30,0 1,5 20,3 1,0 9,7 47,6
Betriebsaufwand -862,8 -41,8 -830,3 -42,2 -32,5 3,9
Betriebsergebnis 49,6 2,4 8,9 0,4 40,7 460,4
Finanzergebnis -6,5 -0,3 -6,3 -0,3 -0,3 4,1
Beteiligungsergebnis 3,3 0,2 4,5 0,2 -1,2 -27,5
Neutrales Ergebnis -0,9 0,0 11,0 0,6 -11,9 -108,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 45,4 2,2 18,1 0,9 27,3 150,7
Ertragsteuern -15,3 -0,7 -4,6 -0,2 -10,7 233,7
Konzernergebnis 30,1 1,5 13,5 0,7 16,6 122,6

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % auf 2.062,4 Mio. € gestiegen. Da sich der Materialaufwand nur um 1,9 % erhöht, steigt die Rohertragsmarge - wie im letzten Jahr prognostiziert - leicht um 1,5 % an. Der Anstieg des Konzernergebnisses um 16,6 Mio. € auf 30,1 Mio. € übertrifft sogar die Prognose aus dem Lagebericht 2018 (22,2 Mio. €). Das EBITDA liegt mit 105,2 Mio. € ebenfalls deutlich über Vorjahr (68,7 Mio. €).

Die Ursachen für den Anstieg der Umsatzerlöse sind insbesondere weitere Preisanpassungen, eine positive Mengenentwicklung im Bestandskundengeschäft sowie die Akquisition von Neukunden.

Die Umsatzerlöse der Nagel-Group verteilen sich mit 68 % auf das Inland und mit 32 % auf das europäische Ausland.

Um dem Mangel an gewerblichen und kaufmännischen Arbeitskräften in der Zukunft effektiv entgegenzuwirken, wird die eigene Ausbildung von Fachkräften weiter forciert. Die durchschnittliche Ausbildungsquote der Nagel-Group belief sich in 2019 auf rd. 4,8 %.

Die Abschreibungen verzeichnen einen leichten Anstieg im Vergleich zu 2018. Da die Beschaffung und Finanzierung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen im Wesentlichem dem Asset-Right-Ansatz folgt, werden im Rahmen einer (sinnvollen) Verwendungsstrategie für die zugeflossene Liquidität aus dem Immobilienprojekt insbesondere Trailer und Flurförderfahrzeuge nun überwiegend gekauft und nur noch im Einzelfall durch Leasing beschafft.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen begründet sich im Wesentlichen aus gestiegenen Mieten und Pachten resultierend aus dem Verkauf des Immobilienportfolios im Jahr 2019, Fremdpersonalkosten (Arbeitnehmerüberlassung, Werkvertragsarbeitnehmer) sowie höheren Verwaltungskosten (Beratung, Factoring, Mehrkosten für die Warenkredit- und Haftungsrisikoversicherung).

Das deutlich geringere neutrale Ergebnis von -0,9 Mio. € (Vorjahr 11,0 Mio. €) bei stark angestiegenem Konzernergebnis zeigt die sich kontinuierlich verbessernde Struktur der Ertragslage. Der operative Anteil am Konzernergebnis hat sich im Vergleich zu 2018 noch einmal merklich erhöht.

Das Gesamtergebnis 2019 zeichnet sich insgesamt durch einen höheren Umsatz bei gleichzeitig unterproportional gestiegenen operativen Kosten aus, außerdem durch die stark gesunkene Abhängigkeit von nicht-operativen Erlösen sowie die Verdoppelung der Umsatzrendite. Einen weiteren wesentlichen Einfluss auf das Gesamtergebnis hat der Verkauf sowie die anschließende Rückmietung mehrerer Anlagegüter. In diesem Zusammenhang resultiert aus den Abgängen des Anlagevermögens ein Mehrerlös von T€ 49.845.

Die relevanten Ergebniskennzahlen stellen sich wie folgt dar:

Ergebniskennzahlen 2019 2018 Veränderung
T€ T€ T€ %
EBT 50.667 18.122 32.545 179,6%
Jahresergebnis + Ertragsteuern
EBIT 57.176 24.373 32.803 134,6%
EBT + Zinsaufwand - Zinsertrag
EBITDA 105.152 68.698 36.454 53,1%
EBIT + Abschreibungen

Das Eigenkapital im Verhältnis zum EBT verzinste sich im Geschäftsjahr 2019 mit 22,2 % (Vorjahr: 9,0 %).

Die Finanz- und Liquiditätslage wird anhand der folgenden verkürzten Kapitalflussrechnung dargestellt:

2019
T€
2018
T€
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 19.134 29.184
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 138.739 -14.682
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -92.888 -16.199
Cashflow 64.985 -1.697

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt bei einem stark erhöhten Konzernergebnis 2019 nun T€ 19.134. Einerseits erhöht die deutliche Zunahme der Rückstellungen und des Aufwandes aus Ertragsteuern den Cash-Flow, andererseits wird er durch die Begleichung stichtagsbedingt erhöhter Verbindlichkeiten im Vorjahr, sowie die Rückführung des unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Reverse Factoring belastet (T€ 43.805). Insgesamt ist ein Rückgang von T€ 10.050 zu verzeichnen.

Der wesentliche Bestandteil des Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ 138.739 sind Mittelzuflüsse aus dem Verkauf des Immobilienportfolios im März 2019 (T€ 164.456). Dem gegenüber stehen Investitionen in das Sachanlagevermögen im Rahmen der Asset-Right-Strategie in Höhe von T€ 37.671 (insbesondere Trailer und Flurförderzeuge).

Zum einen wurden im Juni 2019 die restlichen 49,0% der Anteile an STG Nagel Logistique SAS sowie Ende 2019 zusätzliche 13,0% der Anteile an der Tiefkühllogistik-Center Wustermark GmbH gekauft (insgesamt T€ 12.706). Belastet wird der Cashflow zudem durch Gesellschafterentnahmen in Höhe von T€ 17.239, durch die zahlungswirksamen Veränderungen aus ABS-Transaktionen sowie durch Tilgung diverser Bankdarlehen.

Im Ergebnis erhöht sich der Finanzmittelfond zum Bilanzstichtag 2019 um T€ 65.513 im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 161.658.

b) Vermögenslage

Zum Einblick in die Vermögenslage ist die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019 nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten aufbereitet worden.

Vermögens- und Kapitalstruktur 31.12.2019 31.12.2018
Vermögensstruktur Mio. € % Mio. € %
Langfristig gebundenes Vermögen 318,1 41,1 394,1 47,8
Kurzfristig gebundenes Vermögen 455,3 58,9 430,0 52,2
773,4 100,0 824,1 100,0
Kapitalstruktur
Eigenkapital 228,0 29,5 224,5 24,5
Fremdkapital
Langfristig 26,2 3,4 71,8 8,7
Mittelfristig 166,0 21,5 157,5 19,1
Kurzfristig 353,2 45,7 370,3 44,9
Fremdkapital gesamt 545,3 70,5 599,6 75,5
773,4 100,0 824,1 100,0

Die Bilanzsumme beträgt am Stichtag 773,4 Mio. € (Vorjahr: 824,1 Mio. €). Sie setzt sich zusammen aus Anlagevermögen in Höhe von 318,1 Mio. € und Umlaufvermögen inklusive Rechnungsabgrenzungsposten von 455,3 Mio. €. Die Reduzierung der Bilanzsumme ist maßgeblich auf den Verkauf von diversen Logistikimmobilien im März 2019 zurückzuführen.

Die Entwicklung des langfristig gebundenen Vermögens ist von gegenläufigen Entwicklungen geprägt. Neben dem bereits erwähnten Verkauf diverser Immobilien wurde im Jahr 2019 vermehrt in Trailer und Flurförderzeuge investiert (Asset-Right-Strategie), die das Sachanlagevermögen wieder etwas ansteigen lassen.

Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände verringert sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018. Dies beruht im Wesentlichen auf einer Reduzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes infolge planmäßiger, linearer Abschreibungen (- 5,1 Mio. €).

Die Reduzierung der Finanzanlagen gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf Darlehenstilgungen der konzernfremden BeaTo GmbH & Co. KG, Versmold in Höhe von 11,2 Mio. € sowie in Höhe von 5,9 Mio. € als Folgewirkung der Veräußerung des Immobilienportfolios. Gegenläufig wirkt die planmäßige, ratierliche Ansparung von Mieterdarlehen im Rahmen klassischer Immobilienleasingverträge.

Das kurzfristig gebundene Vermögen verzeichnet einen Anstieg in Höhe von 25,3 Mio. €. Hier wirken mehrere Effekte gegeneinander. Einerseits erhöhen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit um rund 23,5 Mio. € und auch die liquiden Mittel steigen u.a. aufgrund der Begleichung der Kaufpreisforderungen aus den Immobilienverkäufen um 65,1 Mio.€ an. Andererseits verringern sich durch den Zahlungseingang die sonstigen Vermögensgegenstände entsprechend.

Das Konzerneigenkapital hat sich von 224,5 Mio. € auf 228,0 Mio. € erhöht. Der Anstieg ist bedingt durch die Ergebnisverwendung der Muttergesellschaft Nagel-Group SE & Co. KG in Höhe von 30,1 Mio. €, da dieses Ergebnis den Privatkonten der Kommanditisten gutgeschrieben wird und somit erhöhend auf das Konzerneigenkapital wirkt sowie aus der Reduzierung des Ausgleichspostens aus Währungsumrechnung von Mio. € 3,2. Gegenläufig wirken Entnahmen der Gesellschafter in Höhe von 17,1 Mio. €. Weitere Negativeffekte ergeben sich aus dem Erwerb der Minderheitenanteile an der STG Nagel Logistique SAS und der Tiefkühllogistik-Center Wustermark GmbH (insgesamt ca. -4 Mio. €) sowie aus der Verrechnung des Unterschiedsbetrages dieser zwei Gesellschaften mit den Gewinnrücklagen (-8,7 Mio.€). Die Eigenkapitalquote steigt infolgedessen von 27,2 % auf nunmehr 29,5 %.

Die lang- und mittelfristigen Verbindlichkeiten haben sich im Jahr 2019 verringert, was im Wesentlichen auf eine Teilrückzahlung des Schuldscheindarlehens (ursprünglich 200 Mio. €) in Höhe von 23 Mio. € zurückzuführen ist. Die einzelnen Tranchen weisen Restlaufzeiten zwischen drei und acht Jahren auf. Die ebenfalls aus der Refinanzierung Ende 2017 stammende Betriebsmittellinie (RCF) in Höhe von insgesamt 100 Mio. € wurde und wird nach wie vor nicht in Anspruch genommen.

Auch das kurzfristige Fremdkapital nimmt bedingt durch die Einstellung des Reverse Factorings (43,8 Mio. €) trotz der gestiegenen Geschäftstätigkeit ab.

Dem gegenüber steht eine Zunahme der sonstigen Rückstellungen. Diese Zunahme beruht im Wesentlichen auf einer Überarbeitung der Bewertung von Risiken. So wird sowohl dem erhöhten Risiko aus der gestiegenen Geschäftstätigkeit als auch dem möglichen Risiko aus einer prognostizierten Abflachung der Konjunktur Rechnung getragen.

Die langfristige Finanzierung der Nagel-Group, zu der neben dem Schuldscheindarlehen letztendlich - durch ihren revolvierenden Charakter - auch verschiedene Working Capital-Finanzierungen zählen, umfasst auch in 2019 den Einsatz von Finanzierungsinstrumenten aus dem Bereich der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wie Asset-Backed-Securities (ABS). Darüber hinaus existieren außerbilanzielle Leasingverhältnisse, die mittlerweile nicht mehr allein nur der Finanzierung diverser Logistik-Immobilien dienen, sondern auch verstärkt im Bereich von Mobilien und Maschinen eingesetzt werden. Dies betrifft z.B. den Fuhrpark und andere Vermögensgegenstände der gewöhnlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Der Gesamtwert der Leasingverpflichtungen hat sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr (T€ 139.390) auf T€ 123.567 reduziert, vornehmlich begründet durch Investitionen in Trailer und Flurförderzeuge im Rahmen des Asset-Right-Ansatzes. Zu weiteren Ausführungen hinsichtlich der Leasingverhältnisse wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Der Nettoverschuldungsgrad beträgt gemäß EBITDA-Berichtsdefinition 0,2 und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert. Er nimmt ab, weil sich die Nettofinanzverschuldung aufgrund der Mittelzuflüsse aus dem Immobilienprojekt reduziert und das EBITDA gleichzeitig steigt. Das Verhältnis der Nettofinanzverschuldung zum Gesamtkapital verringert sich auf 2,1 % (Vorjahr: 15,0 %). Die Liquiditätskennzahlen zeigen, dass die Nagel-Group weiterhin über eine hohe finanzielle Stabilität und ausreichend Handlungsspielraum verfügt.

c) Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage ist beeinflusst durch die Abnahme des Sachanlagevermögens aufgrund von Immobilienverkäufen, infolgedessen sich die Bilanzsumme trotz der gestiegenen Geschäftstätigkeit verringert. Die Ertragslage weist einen im Vergleich zum Vorjahr stark verbesserten Konzernjahresüberschuss aus. Die Nagel-Group steht zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes 2019 als erfolgreiches und gut finanziertes Familienunternehmen da, das auf dieser Basis wiederholt den Erhalt der Bundesbankfähigkeit anstrebt. Die Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr bestätigt den positiven Trend aus 2018, insbesondere das operative Ergebnis im Kernland Deutschland betreffend. Der eingeschlagene Weg hin zu einer nachhaltig verbesserten Rendite bzw. der bereits in 2017 und 2018 eingeschlagene Transformationsprozess wird daher konsequent fortgesetzt.

3. Chancen- und Risikenbericht

Die Nagel-Group nutzt im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit sich bietende Chancen, hat aber auch Risiken unterschiedlicher Art zu tragen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine zentrale Aufgabe der Geschäftsleitung mit dem Ziel, Risiken frühzeitig zu erkennen, sie aktiv zu steuern und ein ausgewogenes Chancen- / Risikoprofil zu erreichen. In jährlichen Planungsrunden werden alle Geschäftsbereiche vor dem Hintergrund der strategischen Ausrichtung des Gesamtunternehmens hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken analysiert und bewertet. Soweit es wirtschaftlich sinnvoll ist, werden Geschäftsrisiken angemessen versichert.

a) Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken

Die Nagel-Group ist ausschließlich im europäischen Raum aktiv. Daher hat die wirtschaftliche Entwicklung der Europäischen Union für die Unternehmensgruppe besondere Bedeutung. Konkret beschäftigt die Geschäftsleitung die weiterhin ungelöste Staatsschuldenkrise, die politischen Unwägbarkeiten im EU-Verbund, der Austritt Großbritanniens aus der EU und die zunehmende Konzentration der Mitgliedsländer auf nationale Interessen.

Risiken resultieren grundsätzlich auch aus der Volatilität der Finanzmärkte, der angespannten Situation auf den (internationalen) Arbeitsmärkten, einem möglichen Anstieg der geschäftsrelevanten Energie- und Rohstoffpreise als auch aus der voranschreitenden Verknappung von Laderaumkapazitäten. Darüber hinaus gilt es politische Tendenzen und Entwicklungen aufmerksam zu beobachten. Die Belastungen der Innenstädte nehmen durch den wachsenden Wirtschaftsverkehr weiter zu, die Gesellschaft steht Umweltfragen immer sensibler gegenüber. Auf diese Fragen gilt es passende Antworten zu finden, die gezwungenermaßen auch auf logistische Abläufe Einfluss nehmen werden.

Risiken ergeben sich auch aus Veränderungen im Einkaufs- und Konsumverhalten der Verbraucher, die sich wiederum auf die Verhaltensweisen von Produzenten und Händlern auswirken können/werden. Generell lässt sich ein Trend weg vom Fernverkehr hin zum Nahverkehr erkennen. Die Wertschöpfungsketten in der Lebensmittelwirtschaft, Produktion, Handel und Logistik betreffend, werden aus heutiger Sicht in den nächsten Jahren eher wieder regionale Züge annehmen als sich international auszudehnen.

Es kann nicht verlässlich prognostiziert werden, in welcher Form sich die gesamtwirtschaftlichen Faktoren auf die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und somit letztlich auf die Logistikbranche auswirken werden. Umsatzrückgang, ein erschwerter Zugang zum Finanz- und Kapitalmarkt, Engpässe in der Rekrutierung von Mitarbeitenden für bestimmte Arbeitsbereiche in der Logistik, unangemessene Tarifsteigerungen, die Auswirkungen der aktuellen Corona-Pandemie und zahlreiche andere Faktoren können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nagel-Group generell beeinträchtigen. Gegenwärtig schätzt die Nagel-Group die Risiken allerdings als überschaubar und weitgehend kontrollierbar ein.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die damit verbundene Binnennachfrage nach Verbrauchsgütern in den europäischen Ländern sind für die Entwicklung des Konzerns von unmittelbarer Bedeutung.

Die Verteuerung von Speditionsleistungen durch steigende Mautgebühren, eine erhöhte Steuerbelastung und durch höhere Subunternehmerkosten können sich nachteilig auf die Nachfrage nach Logistikdienstleistungen auswirken. Mehrkosten wie auch zusätzlicher, ergebnisbelastender Investitionsbedarf können aber auch durch restriktive arbeitszeitrechtliche Regelungen, erhöhte Umweltauflagen und sich weiter verschärfende internationale Sicherheitsvorschriften verursacht werden.

Um den Herausforderungen einhergehend mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU gerecht zu werden, hat die Nagel-Group zum Zwecke der Informationszusammenführung, der Gesprächsführung mit Verbänden und Politik, der Informationsweitergabe innerhalb der Organisation, der strategischen Geschäftsbetrachtung und der Kundenkommunikation ein unternehmensinternes "Brexit-Team" installiert.

Seit Anfang des Jahres 2020 wurde eine starke Ausbreitung des Coronavirus in China beobachtet. Wenige Wochen später ist dieser Virus in Europa angekommen. Die wirtschaftlichen Folgen für den EU-Raum und insbesondere für Deutschland sind aktuell schwer einzuschätzen. Die OECD hat ihre Wachstumsprognose zur Weltwirtschaft für 2020 deutlich nach unten korrigiert. Die Nagel-Group hat einen Krisenstab eingerichtet und klare Verhaltensregeln für ihre Mitarbeiter aufgestellt. Zusätzlich wurde ein Aktionsplan "Standortausfall durch Krankheitswelle" erstellt, der bei Bedarf aktiviert werden kann.

b) Betriebsrisiken

Das Wachstum der letzten Jahre bringt expansionstypische Risiken mit sich. Das national und international gewachsene Netzwerk der Nagel-Group setzt eine intelligente Steuerung sowie ausreichende und zudem strukturell passende Mengen voraus. Dabei spielen mögliche Konzentrationstendenzen auf Produzenten- und Handelsseite genauso eine Rolle wie die Veränderungen in der Nutzung / Auslastung von Produktionsstätten, die sich direkt oder mittelbar auf Güterströme, Netzwerk und Transportweisen auswirken.

Die Nagel-Group, insbesondere im Heimatmarkt Deutschland, verfügt in der temperaturgeführten Lebensmittellogistik unverändert über eine starke Marktposition bis hin zur Marktführerschaft.

Die unterjährige Entwicklung der Gesellschaften in- und außerhalb des Konsolidierungskreises der Nagel-Group werden im Rahmen monatlicher Ergebnisbesprechungen unter Einbeziehung der Gesellschafter, des Verwaltungsrats, der Geschäftsleitung und anderer verantwortlicher Führungskräfte laufend überwacht. Die regelmäßige Analyse von Plan- / Ist-Abweichungen ermöglicht die zeitnahe Entwicklung und ggf. Einleitung notwendiger Gegenmaßnahmen.

Unternehmerische Risiken werden kontrolliert eingegangen. So unterliegen Investitionsentscheidungen ab einer bestimmten Größenordnung bewusst einem mehrstufigen, strukturierten Überprüfungs- und Entscheidungsprozess.

Sonstige Risiken aus den Bereichen Fuhrpark, Lagerwirtschaft, Haftpflicht und mehr werden durch eine eigene Versicherungsabteilung identifiziert, bewertet und dann mit ausreichend Versicherungsschutz unterlegt.

c) Personalrisiken

Zu den mit dem Personalbereich verbundenen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt 1b dieses Konzernlageberichtes.

d) Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Kreditvolumen der Nagel-Group beinhaltet variabel verzinste Darlehen, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen. Die variabel verzinslichen Finanzierungsbestandteile werden mit Hilfe derivativer Finanzinstrumente abgesichert. Risiken bestehen aber auch darin, dass während der Kreditvertragslaufzeit (RCF) gegen Vertragsinhalte wie z.B. "Financial Covenants" verstoßen werden könnte, die unangenehme Konsequenzen für den Kreditnehmer zur Folge haben können. Um diese Folgen zu vermeiden, wird die Einhaltung der relevanten Finanzkennzahlen konsequent und laufend überwacht. Wir gehen davon aus, dass wir diese Kriterien im Geschäftsjahr 2020 vertragskonform erfüllen werden.

Die bestehende Kreditlinie wurde mit Ausnahme von Überziehungen von wenigen Tagen im Rahmen der Kontodisposition im Jahr 2019 nicht für Kontokorrentinanspruchnahmen genutzt. Sonstige Ausnutzungen finden im Rahmen klassischer Bankavale statt. Das hängt vor allem mit der Veräußerung und teilweisen Rückanmietung diverser Standorte der Nagel-Group zusammen, wofür Bankbürgschaften als Sicherheit dienen. Es besteht die feste Absicht, die Nettofinanzverschuldung der Nagel-Group weiterhin auf dem derzeitigen Investment-Grade-Niveau zu halten. Andere Verbesserungen im finanzwirtschaftlichen Umfeld haben ebenfalls dazu beigetragen, dass die Nagel-Group die in 2016 durch die Deutsche Bundesbank zugesprochene Notenbankfähigkeit im Geschäftsjahr 2019 aufrecht erhalten konnte. Die Nagel-Group strebt im laufenden Geschäftsjahr an, weitere Ratingverbesserungen zu erreichen.

Das Schuldscheindarlehen weist Einzeltranchen mit Restlaufzeiten von drei bis acht Jahren auf. Ebenfalls langfristig ausgerichtet ist der bestehende Konsortialkreditvertrag mit einer Restlaufzeit von fünf Jahren. Damit ist die Finanzierung der Nagel-Group langfristig gesichert. Gründe für eine vorzeitige Kündigung der Verträge durch die finanzierenden Banken bestehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht und werden aller Voraussicht nach auch nicht eintreten.

Im Mittelpunkt der finanzwirtschaftlichen Steuerung der Nagel-Group steht das Liquiditätsmanagement. Neben dem internationalen Cash Pooling und einem kurz- bis mittelfristigen Liquiditätsmanagement trägt ein funktionierendes, mit klaren Regeln versehenes Forderungsmanagement dazu bei, jederzeit über ausreichend Liquidität verfügen zu können. Ausfallrisiken im Forderungsbereich mindern sich zum einen durch eine stringente interne Bonitätsprüfung der Geschäftspartner, die regelmäßige, bilanz- und risikoentlastende Veräußerung der Forderungen im Rahmen von ABS-Transaktionen und zum anderen durch den Abschluss von Warenkreditversicherungen. Hinzu kommt die Einführung eines internen Bankenlimitsystems in der Nagel-Group. Dieses legt im Rahmen des internen Kontrollsystems ein enges Regelwerk fest, nach welchem die Liquidität auf den Konten der Hausbanken disponiert wird, um dem Ausfallrisiko der Banken Rechnung zu tragen. Das Limitsystem basiert auf täglichen Markteinschätzungen der Banken und löst bei entsprechender Entwicklung sofortige, fest definierte Maßnahmen aus.

e) IT-Risiken

Das Rückgrat der Wertschöpfungsprozesse der Nagel-Group bildet unsere hochverfügbare IT-Infrastruktur und die darauf betriebenen IT-Anwendungssysteme.

Im Rahmen unseres Information Security Managementsystems (ISMS) führen wir eine laufende Risikobewertung aller IT-sicherheitsrelevanten Komponenten durch und lassen diese, auch unabhängig, auditieren.

So sind wir stets in der Lage unsere Vorkehrungen gegen die Risiken eines physischen und nichtphysischen Schadens zu überprüfen und in angemessenem Umfang zu verbessern. Durch redundante Auslegung aller Komponenten, die dezentralen IT-Infrastrukturen und IT-Anwendungssysteme reduzieren wir die Gefahren physischer Störungen und deren Auswirkung auf ein Minimum. Das mobile Vorsorgerechenzentrum kann im Schadenfall innerhalb kurzer Zeit europaweit eingesetzt werden, um schnellstens das operative Geschäft bei Totalausfall der IT zu sichern.

Im Bereich der nichtphysischen Schadensrisiken, der s.g. Cybersicherheit, haben wir umfangreiche Vorsorgemaßnahmen getroffen. So sind unsere Netze an allen Schnittstellen durch mehrstufige Sicherheitsmaßnahmen in Form von Firewalls und Virenschutz & Intrusion-Detection-Systeme geschützt. Darüber hinaus haben wir durch KI-basierte Systeme einen erhöhten Schutz gegen unbekannte Gefahren aus öffentlichen Netzen etabliert. Diese Maßnahmen werden regelmäßig durch sogenannte Penetrationtests durch externe Dritte überwacht.

Auf Grund der genannten Vorkehrungen und der ständigen, proaktiven Überwachung durch unser Infrastruktur-Management sehen wir das Risiko der Gefährdung unserer Datenbestände sowie der Infrastruktur als gering an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine schwerwiegenden Störungen aufgetreten. Insbesondere im Rahmen der neuen Datenschutz Grundverordnung sind weitere Vorkehrungen getroffen worden um deren Anforderungen durch sparsame Datenhaltung und weitreichende Verschlüsselung unserer personenbeziehbaren Daten zu erfüllen.

Wie oben ausgeführt unterliegt die Sicherheit und Verfügbarkeit der IT internen und externen Prüfungen sowie der permanenten aktiven Überwachung durch unser IT System Management. Dies erlaubt uns eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Sicherheitsvorkehrungen mit dem Ziel, zu einer Minimierung der IT Risiken für die Nagel-Group in wirtschaftlich sinnvollem Umfang beizutragen.

f) Regulatorische Risiken

In Bezug auf die Lebensmittelsicherheit können nur die strikte Einhaltung und Kontrolle der geschlossenen Kühlkette, gekoppelt mit höchster Hygiene und unterstützt durch modernstes Equipment in allen Bereichen unser Leistungsversprechen garantieren. Die Dienstleistungen im TK-Netzwerk der Nagel-Group sind im Vergleich zu anderen Temperaturzonen mit noch höheren Anforderungen an die Dokumentation der Transport- und Lagertemperaturen sowie HACCP-basierten Eigenkontrollen verbunden.

Das strikte Einhalten gesetzlicher und unternehmensinterner Vorschriften in allen Funktionsbereichen wird im Rahmen eines konsequenten Qualitätsmanagement- und Auditierungssystems permanent hinterfragt und sichergestellt. Des Weiteren wird die Umsetzung der Anforderungen an die Legalität und die Lebensmittelsicherheit durch externe Audits im Rahmen der DIN EN ISO 9001:2015 und durch GFSI Lebensmittelsicherheitsstandards (IFS Logistik, BRC Storage & Distribution, HACCP) überprüft. Risiken können für die Nagel-Group auch aus länderspezifischen Regelungen entstehen, deren Beachtung eventuell hohe und unerwartete Kosten nach sich ziehen kann.

g) Sonstige Risiken

Derzeit ist davon auszugehen, dass keine unmittelbaren wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken bestehen, die das Unternehmen unmittelbar in seinem Bestand gefährden oder wesentlichen Einfluss auf seine zukünftige Entwicklung nehmen. Erwarteten Veränderungen in den Lebens-, Einkaufs- und Konsumgewohnheiten der Verbraucher als auch Veränderungen auf Produzenten- und Handelsseite mit ihren jeweiligen Auswirkungen auf Logistiklösungen soll frühzeitig begegnet werden. Dazu tragen sowohl die Umsetzung der Unternehmensstrategie 2025 als auch das im Geschäftsjahr 2019 gestartete und strukturierte Innovationsmanagement bei.

h) Gesamtaussage zur Risikosituation der Nagel-Group

Im abgelaufenen Geschäftsjahr und auch mit Blick in die absehbare Zukunft waren und sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder kumuliert einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand der Nagel-Group hatten oder haben könnten.

i) Chancen

Die Nagel-Group setzt auf die weitere Professionalisierung ihres logistischen Netzwerkes und ihre innovativen Dienstleistungen in der gesamten Logistikkette. Stetige Verbesserungen in der Produktionsform, eine intelligente Steuerung der Güterverkehre, die Fortsetzung der internen Industrialisierung und Digitalisierung von Geschäftsprozessen / operativen Abläufen sowie kostensenkende Maßnahmen im Energiebereich werden einhergehend mit Anpassungen im Vertriebsmodell (hin zum Supply-Chain-Lösungsanbieter) dazu beitragen, die Unternehmensgruppe in Zukunft profitabel wirtschaften und wachsen zu lassen. Dazu beitragen soll auch eine veränderte Vertriebsstrategie, die das "Pricing" stärker betont, ohne die Bestandskunden- und Neukundenentwicklung zu vernachlässigen. Qualifiziertes Wachstum heißt die Devise, von der Strategie des eher mengenorientierten Wachstums hat sich die Nagel-Group verabschiedet.

Die Nagel-Group achtet mittlerweile sehr darauf, dass erfahrene und leistungsfähige Mitarbeiter gehalten und neue qualifizierte Mitarbeiter gewonnen werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben, die Rendite zu erhöhen, und um sich gezielt auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Die Liquiditätssituation, erst recht nach Verkauf eines Immobilienportfolios, bestehend aus deutschen und dänischen Standorten, die über unterschiedlich lange Laufzeiten zurückgemietet werden, versetzt die Nagel-Group in die Lage, gezielte, Effizienz und Produktivität steigernde Investitionen vorzunehmen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Verbesserung und Optimierung von Geschäftsabläufen im gewerblichen und kaufmännischen Bereich sowie der im Einsatz befindlichen Systeme. Ergebnispotential sieht die Unternehmensgruppe auch in der Fortsetzung des gesellschaftsrechtlichen und administrativen Komplexitätsabbaus, der hilft nachhaltig Kosten einzusparen. Letzteres gilt auch für die Umsetzung des im ersten Quartal 2019 gestarteten Restrukturierungsprogramms, das eine Reduzierung des Personalbestands im administrativen Bereich am Standort Versmold (Verwaltungssitz) als auch in der Fläche im In- und Ausland bewirkt hat.

Die Europäisierung des Lebensmittel(-logistik)marktes und andere Trends, wie z.B. bei den Konsum- und Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher, steigern den Bedarf nach hochprofessionellen Logistiknetzwerken. Die Nagel-Group wird die sich daraus ergebenen Chancen insbesondere aufgrund ihres flächendeckenden europäischen Netzwerkes nutzen können.

4. Prognosebericht

Der IWF prognostizierte für die Weltwirtschaft in 2020 ein Wachstum von 3,3%. Für den Euroraum erwartete das Institut einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in 2020 von 1,3% und für Deutschland von 1,1%. Deutschlands Wirtschaft ist besonders abhängig vom Export und wäre somit auch stärker von neuen Handelskonflikten betroffen.

Expertenprognosen zufolge wird der Wirtschaftsbereich Logistik in Deutschland im kommenden Geschäftsjahr trotz diverser wirtschaftlicher Unwägbarkeiten weiter wachsen. Obwohl die Logistikbranche Herausforderungen wie Brexit, Fachkräftemangel oder Digitalisierung gegenübersteht, ist der Blick in die Zukunft dies bezüglich dennoch zuversichtlich.

Die Entwicklung der Wirtschaft sowohl in Europa als auch global hängt jedoch stark von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie sowie der Wirksamkeit der nationalen und internationalen Gegenmaßnahmen ab.

Die Geschäftsführung geht unter Berücksichtigung der zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichtes vorliegenden Erkenntnissen für das Geschäftsjahr 2020 von einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse bei leicht steigender Rohertragsmarge aus. Basis ist ein organischer, eher konservativer Planansatz, der weder Exit-Szenarien noch mögliche Akquisitionen berücksichtigt. Primäres Ziel ist es, wie im Jahr 2019, die Planvorgabe zu erfüllen oder zu übererfüllen. Im Fokus steht neben der Umsetzung weiterer Preiserhöhungen vor allem das Volumenwachstum mit Bestandskunden und Neukunden. Darüber hinaus steht die weitere Optimierung von Geschäftsprozessen im Hinblick auf die Produktionsprozesse im speditionellen Netzwerk und die Personalsteuerung in der Kontraktlogistik an.

Im Bereich der Gebäudekosten soll durch eine weitere Zentralisierung von Aufgaben das Gebäudemanagement professionalisiert werden und mittelfristig auch die Kosten gesenkt werden. Darüber hinaus werden die durch den Verkauf der Immobilienstandorte freigewordenen Mittel u.a. dazu genutzt, die Standorte zu modernisieren und neue Standorte an wichtigen Knotenpunkten zu errichten. Im Jahr 2019 wurden Personalmaßnahmen am Hauptsitz und in den Standorten (In- und Ausland) durchgeführt. Die Nagel-Group strebt eine nachhaltige Reduzierung ihrer Personalkostenquote an. Im Benchmark-Vergleich zu anderen Dienstleistern bzw. Logistikgesellschaften vergleichbarer oder zumindest ähnlicher Größe besteht noch erheblicher Verbesserungsspielraum. Im Fokus stehen daher für 2020 eine Verschlankung von administrativen Prozessen sowie eine stärkere Zusammenarbeit der dezentralen Einheiten und der Zentralbereiche.

Die Restrukturierung in Dänemark konnte in 2019 vorangetrieben werden, insbesondere in den Bereichen Optimierung von Kapazitäten und in der Realisierung von Synergien mit Nagel Liller, aber auch mit den deutschen Netzwerkniederlassungen. Der Abbau von Personalkosten und Erfolge im Vertriebsbereich lassen sich seit einigen Monaten in den verbesserten Ergebnissen der Region Nordics ablesen. Diese in 2019 begonnenen Maßnahmen werden auch 2020 konsequent umgesetzt. Die weitere Integration der Nagel Transthermos in die Landesgesellschaft Deutschland wird in 2020 vorangetrieben. Der Umbau der Geschäftsführung hat bereits stattgefunden. Die Zusammenarbeit der administrativen und operativen Bereiche ist ein Fokusthema für 2020.

Das Budget 2020 der Nagel-Group richtet sich grundsätzlich an der Mittelfristplanung 2019-2022 aus, zeigt jedoch aufgrund der guten Ergebnisentwicklung 2019 ein Ergebnis von 40,0 Mio. €. Die Planziele 2022 aus der letztjährigen Mittelfristplanung werden damit bereits erreicht. Das Budget unterstellt ein organisches Wachstum und die Fortführung des derzeitigen Setups ohne Berücksichtigung von Exits oder Akquisitionen.

Auch die Corona-Pandemie ist hier nicht berücksichtigt. Dies ist unseres Erachtens angemessen, da speziell die Geschäftsfelder der Nagel-Group zur sogenannten "kritischen Infrastruktur" zur Versorgung der Bevölkerung im Sinne des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales gehören. Damit stehen die Dienstleistungen der Nagel-Group im Bedarfsfall unter einer staatlichen Privilegierung, die die wirtschaftlichen Risiken deutlich reduziert.

Für 2020 sind ohne Sondermaßnahmen Investitionsausgaben in Höhe von 63 Mio. € vorgesehen. Im Vergleich zu den Vorjahren wird ein höheres Investitionsbudget angesetzt, da Teile des Fuhrparks (Trailer) gekauft werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Investitionen wird in diesem Jahr verstärkt auf dem IT-Bereich liegen, um die Modernisierung der EDV-Systeme im operativen und administrativen Bereich sowie die notwendige Digitalisierung in den Standorten (z.B. fahrerlose Transportsysteme) voranzutreiben.

Diese und die bereits in 2019 begonnenen Schritte werden die kurz- und mittelfristige Wettbewerbsfähigkeit der Nagel-Group sichern und in den nächsten Jahren zur Stärkung der Eigenkapitalquote und Verbesserung der Ertragslage samt Rendite beitragen.

 

Versmold, den 7. April 2020

Nagel-Group SE & Co. KG
Nagel-Group Verwaltungs-SE

Tobias Nagel

Carsten Taucke

Björn Schniederkötter

Michael Lütjann

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019
31.12.2018
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.256.922,82 5.914.168,01
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.095.542,61 15.276.411,32
3. Geschäfts- oder Firmenwert 61.509.400,01 66.650.943,18
4. Geleistete Anzahlungen 385.460,71 1.395.754,89
81.247.326,15 89.237.277,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.238.850,82 135.214.108,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.463.524,68 34.174.495,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.198.251,49 67.092.925,47
4. Fuhrpark 26.677.434,35 17.828.303,42
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.360.836,92 6.101.007,53
204.938.898,26 260.410.840,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 160.115,43 190.792,94
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3.110.347,77 2.600.925,52
3. Beteiligungen 106.872,58 70.534,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18.817.790,95 17.383.599,60
5. Genossenschaftsanteile 20.802,63 11.927,00
6. Sonstige Ausleihungen 9.704.498,31 24.218.217,75
31.920.427,67 44.475.996,81
318.106.652,08 394.124.114,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.249.028,35 5.237.128,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 225.377.605,04 201.914.409,35
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 70.942,84
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 3.077.730,14
4. Sonstige Vermögensgegenstände 39.560.293,63 110.182.679,64
264.937.898,67 315.245.761,97
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 162.924.568,23 97.808.328,44
433.111.495,25 418.291.218,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.447.101,48 11.670.053,19
D. Aktive latente Steuern 11.700.000,00 0,00
773.365.248,81 824.085.386,17

Passiva

31.12.2019
31.12.2018
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 60.100.000,00 60.100.000,00
II. Rücklagen 135.112.280,88 143.641.751,14
III. Privatkonten der Kommanditisten 35.449.223,76 22.440.396,63
IV. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -2.932.736,11 -6.111.971,01
V. Nicht beherrschende Anteile 306.047,75 4.402.154,55
228.034.816,28 224.472.331,31
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 1.459.346,89 1.510.349,31
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.952.404,00 5.763.815,00
2. Steuerrückstellungen 27.509.475,22 3.381.807,45
3. Sonstige Rückstellungen 114.772.460,75 81.763.773,53
148.234.339,97 90.909.395,98
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 179.469.174,74 218.666.765,98
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 152.999.936,38 230.707.254,70
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.160.900,82 1.377.970,67
4. Sonstige Verbindlichkeiten 61.908.616,02 54.984.041,02
(davon aus Steuern € 14.982.349,97; Vorjahr € 15.300.866,06)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 3.132.751,88 ; Vorjahr € 3.340.362,51)
395.538.627,96 505.736.032,37
E. Rechnungsabgrenzungsposten 98.117,71 427.051,73
F. Passive latente Steuern 0,00 1.030.225,47
773.365.248,81 824.085.386,17

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019
2018
1. Umsatzerlöse 2.062.368.476,28 1.967.236.449,22
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.777.687,17 2.865.461,76
3. Sonstige betriebliche Erträge 82.536.284,33 37.938.774,22
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 170.079.009,77 186.109.278,06
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 979.839.463,30 944.614.813,48
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 437.771.001,12 417.277.896,21
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 86.657.516,23 82.568.091,29
(davon für Altersversorgung € 112.139,29; Vorjahr € 103.562,70)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 47.967.769,51 44.324.727,62
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 370.122.975,82 310.864.989,38
8. Erträge aus Beteiligungen 18.581,19 221.733,16
9. Erträge aus assoziierten Unternehmen 1.903.135,27 1.889.798,35
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.340.144,93 2.389.387,94
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 457.651,05 936.591,85
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 7.982,00 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.967.106,06 7.188.058,10
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20.574.319,22 4.584.545,81
15. Ergebnis nach Steuern 32.414.817,19 15.945.796,55
16. Sonstige Steuern 2.322.139,30 2.408.709,34
17. Konzernjahresüberschuss 30.092.677,89 13.537.087,21
18. Nicht beherrschende Anteile 7.210,09 488.657,80
19. Gutschrift auf Privatkonten der Gesellschafter 30.092.509,79 14.796.718,54
20. Belastung/Gutschrift auf Rücklagenkonten -7.041,99 -1.748.289,13
21. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Nagel-Group SE & Co. KG, Versmold, ist beim Registergericht Gütersloh unter der Handelsregisternummer HRA 6002 registriert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 298 i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Angaben zum Konsolidierungskreis und Konzernstichtag

Der Konsolidierungskreis besteht aus den folgenden Unternehmen, an denen die Nagel-Group SE & Co. KG direkt beteiligt ist. Diese Unternehmen werden grundsätzlich aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte in den Konzernabschluss einbezogen:

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital
%
Nagel Logistics Services GmbH & Co. KG, Versmold (vormals Boes Transport-Service GmbH & Co. Spedition KG, Versmold) 100,0
Nagel Logistics Services Verwaltungs GmbH, Versmold (vormals Boes Transport-Service Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Versmold) 100,0
CAL Consult GmbH, Versmold 100,0
Eurocool Nagel GmbH & Co. KG, Versmold 100,0
Eurocool Nagel Verwaltungsgesellschaft mbH, Versmold 100,0
Kraftverkehr Nagel SE & Co. KG, Versmold 100,0
Kurt Nagel + Co. oHG, Versmold 100,0
LK Logistik GmbH, Versmold 100,0
Nagel Airfreight GmbH, Frankfurt am Main 100,0
Nagel Albatros Speditions GmbH, Kehl-Auenheim 100,0
Nagel Logistik + Beteiligungs GmbH, Versmold 100,0
Nagel Protection Services GmbH, Versmold 100,0
Nagel Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Versmold 100,0
Versmolder Speditionsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Versmold 100,0

Die Hans Sengelmann GmbH, Ratekau, war eine 100%-ige Tochter der Nagel-Group SE & Co. KG, wurde jedoch 2018 gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Im Jahr 2019 ist die Gesellschaft auf die Kraftverkehr Nagel SE & Co. KG verschmolzen worden.

Bei den folgenden Unternehmen steht der Nagel-Group SE & Co. KG mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zu:

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital
%
Andreas Andresen Holding ApS, Padborg (Dänemark) 100,0
Baratas Frigo Equipment GmbH, Versmold 100,0
Behla Spedition GmbH, Versmold 100,0
CAL Consult Nederland BV, Ede (Niederlande) 100,0
Chillnet Ltd., Bridgwater (Großbritanien) 100,0
Food Logistics Versmold GmbH, Versmold 100,0
Hartmann Spediton und Logistik GmbH, Dissen 100,0
Kurt Nagel Sverige AB, Malmö (Schweden) 100,0
Langdon Bridgwater Ltd., Bridgwater (Großbritanien) 100,0
Langdon Group Limited, Bridgwater (Großbritannien) 100,0
MoproLog Erftstadt GmbH, Versmold 100,0
Nagel Airfreight France SAS, Rungis (Frankreich) 100,0
Nagel Austria GmbH, Traiskirchen (Österreich) 100,0
Nagel Belgium BVBA, Nazareth (Belgien) 100,0
Nagel Cesko s.r.o., Ricany-Jazlovice (Tschechien) 100,0
Nagel Danmark A/S, Padborg (Dänemark) 100,0
Nagel Driving Center GmbH, Schwerin 100,0
Nagel TK Verwaltungs GmbH, Versmold (vormals: Nagel Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH) 100,0
Nagel Emballage Services GmbH, Versmold 100,0
Nagel European Full Truck B.V., Venlo (Niederlande) 100,0
Nagel Financial Services GmbH , Versmold 100,0
Nagel Frozen Food Logistics GmbH, Versmold 100,0
Nagel Hungária Logisztikai Kft., Gyal (Ungarn) 100,0
Nagel Iberia S.L.U., Sangonera la Seca (Spanien) 100,0
Nagel Inhouse Logistics Services GmbH, Versmold 100,0
Nagel Italia S.a.r.l., Bolzano (Italien) 100,0
Nagel Langdons Limited, Bridgwater (Großbritannien) 100,0
Nagel Liller A/S, Odense (Dänemark) 100,0
Nagel Logistics Romania S.R.L., Bukarest (Rumänien) 100,0
Nagel Polska Sp. z o. o., Komorniki (Polen) 100,0
Nagel Slovensko s. r. o., Senec (Slowakei) 100,0
Nagel Suisse SA, Thayngen (Schweiz) 100,0
Nagel Technical Services GmbH, Versmold 100,0
Nagel TK Beteiligung GmbH, München 100,0
Nagel Trailer Services GmbH, Versmold 100,0
Nagel Transport & Logistik Aps, Padborg (Dänemark) 100,0
Nagel Transporte GmbH, Versmold 100,0
Perishable-Center Frankfurt Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Frankfurt am Main 55,0
S & G Gefrier- und Lagerhausgesellschaft mbH, Rostock 100,0
Schäfer Logistik GmbH, Wilnsdorf-Rudersdorf 100,0
Schulze Liquid Food Services GmbH, Versmold 100,0
Schulze Logistik Berlin GmbH, Wustermark 100,0
SFD Kring-Oehrle Frischelogistik GmbH, Nürnberg 100,0
Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital
%
Logistique Internationale Alimentaire SAS, Rungis Cedex (Frankreich) (vormals: STG Nagel Logistique SAS) 100,0
Tiefkühllogistik-Center Wustermark GmbH, Wustermark 94,0
Nagel Transthermos Beteiligungs GmbH, München 100,0
Nagel Transthermos Holding GmbH, München 100,0
TLB Tiefkühl-Lager-Betriebs GmbH, München 100,0
Nagel Transthermos GmbH & Co. KG, München 100,0
Translog GmbH, Flensburg 100,0

Mit Wirkung zum 01. Juni 2019 hat die Nagel Logistik + Beteiligungs GmbH, Versmold, die restlichen 49 % der Anteile an Logistique Internationale Alimentaire SAS, Rungis Cedex (Frankreich) (vormals STG Nagel Logistique SAS), erworben. Der sich aus der Erstkonsolidierung dieser Anteile ergebende aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 7.709 wurde mit den Rücklagen verrechnet. Des Weiteren wurden am 29. November 2019 die restlichen 50% der Anteile an der Baratas Frigo Equipment GmbH, Versmold erworben. Dabei ist ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 6 entstanden, der in 2019 abgeschrieben worden ist. Schließlich wurden von der Eurocool Nagel GmbH & Co. KG mit Vertrag vom 02.12.2019 weitere 13% der Anteile an der Tiefkühllogistik-Center Wustermark GmbH erworben, sodass nun insgesamt 94% der Anteile gehalten werden. Ein sich daraus ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag von T€ 961 wurde mit den Rücklagen verrechnet.

Zum 01.01.2019 sind die Schulze Logistik Halle GmbH, die Schulze Logistik Gotha GmbH und die Schulze Transportlogistik GmbH auf die Schulze Liquid Food Services GmbH verschmolzen worden. Zudem sind die Schulze Logistik GmbH & Co. KG auf die Nagel Logistics Services GmbH & Co. KG (vormals: Boes Transport-Service GmbH & Co. Speditions KG) sowie die Schulze Verwaltungsgesellschaft mbH auf die Nagel Logistik + Beteiligung GmbH verschmolzen worden.

Die oben aufgeführten Gesellschaften werden mit Ausnahme der nachfolgend genannten Gesellschaften mittels Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Für die Perishable-Center Frankfurt GbR, Frankfurt am Main, und die Baratas Frigo Equipment GmbH, Versmold, ist das Wahlrecht zur Nichteinbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung gem. § 296 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen worden, da diese Gesellschaften für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Für die Perishable-Center Frankfurt GbR und die Baratas Frigo Equipment GmbH wird die At-Equity-Methode angewendet.

Die Nagel Logistics Romania S.R.L., Bukarest (Rumänien) wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da diese Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist.

Folgende assoziierte Unternehmen werden gem. § 312 HGB berücksichtigt:

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital
%
Perishable-Center Verwaltungs-GmbH, Frankfurt am Main 50,0
Perishable-Center Zentrum für verderbliche Güter Frankfurt GmbH & Co. Betriebs-KG, Frankfurt am Main 50,0
Nagel Andresen Fleetmanagement, Padborg (Dänemark) 50,0
Nagel Fleet GmbH, Versmold 50,0
Anilesia Trailer Rental GmbH, Versmold 50,0

Die von den assoziierten Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Mutterunternehmens.

Bei den folgenden Leasinggesellschaften ist dem Konzern bei wirtschaftlicher Betrachtung nicht die Mehrheit der Chancen und Risiken zuzurechnen. Sie werden daher nicht in den Konzernabschluss einbezogen, sondern unter den Beteiligungen ausgewiesen.

Gesellschaft, Sitz Anteil am Kapital
%
Eigenkapital 31.12.2019
T€
Ergebnis 2019
T€
FERUS GmbH & Co. KG, Pullach 100,0 22 5
Phormium Grundstücksverwaltungsges. mbH & Co. Vermietungs, Mainz * 94,0 -41 -42
Maxima Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. Vermietungs-KG, Pullach * 100,0 -1.742 274
NAROGA GmbH & Co. KG, Pullach 100,0 7 -2

* Angaben des Geschäftsjahres 2018

Sämtliche nach diesen Kriterien in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen haben ihre Jahresabschlüsse einheitlich auf den 31. Dezember 2019 aufgestellt.

3. Angaben zu den Konsolidaierungsmethoden

Die mittels Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen werden nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB) durch Verrechnung ihres neubewerteten Eigenkapitals mit den Beteiligungsbuchwerten der Anteile konsolidiert. Die Verrechnung wird auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der Einbringung der Anteile in die Nagel-Group SE & Co. KG durchgeführt.

Die aus der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2006 resultierenden aktivischen Unterschiedsbeträge von T€ 13.286 sind als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst worden und werden über eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren abgeschrieben. Bei den hieraus resultierenden passivischen Unterschiedsbeträgen in Höhe von insgesamt T€ 58.116 handelt es sich um Gewinne und Verluste der Vergangenheit, die durch die Gesellschaften der Nagel-Group bis zur Implementierung der Nagel-Group SE & Co. KG, Versmold zum 31. Dezember 2006 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) als neue Führungsgesellschaft angesammelt wurden. Der passivische Unterschiedsbetrag hat demnach Eigenkapitalcharakter und wurde in die Rücklagen eingestellt.

Aus der erstmaligen Einbeziehung der Gesellschaften der Transthermos-Gruppe zum 31. Dezember 2017 resultiert ein Unterschiedsbetrag von T€ 68.076. Dieser wurde in voller Höhe als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und wird über eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschrieben.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Gemäß § 305 Abs. 1 HGB sind Innenumsatzerlöse und andere Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der empfangenen Konzernunternehmen verrechnet worden (Aufwands- und Ertragskonsolidierung).

Zwischengewinne im Anlagevermögen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den Konzerngesellschaften wurden gem. § 304 Abs. 1 HGB eliminiert.

Die assoziierten Unternehmen sind in der Konzernbilanz mit dem Buchwert (§ 312 Abs. 1 Satz 1 HGB) auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des assoziierten Unternehmens in den Konzernabschluss angesetzt worden.

Die auf Fremdgesellschafter entfallenden Eigenkapitalanteile von einbezogenen Tochterunternehmen (einschließlich Kapital- und Gewinnrücklagen) sowie der auf diese Fremdgesellschafter entfallende Anteil am Jahresergebnis der jeweiligen Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen.

Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen werden Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen der einzubeziehenden Gesellschaften. Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 HGB mit passiven latenten Steuern verrechnet.

4. Währungsumrechnung

Im Konzernabschluss werden die Bilanzposten der einbezogenen Unternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Stichtagskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit dem historischen Kurs umgerechnet. Alle Aufwendungen und Erträge des Berichtsjahres wurden entsprechend dem Charakter der Erfolgsrechnung als Zeitraumbetrachtung mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Für die Umrechnung der Währungen der Länder, die nicht der europäischen Währungsunion angehören, werden folgende Wechselkurse der Europäischen Zentralbank angewendet:

Umrechnungsbetrag Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung
für 1€ Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
Land / Währung je Währungsheit 31.12.2019 31.12.2018 2019 2018
Dänemark / Krone 7,47150 7,46730 7,46610 7,45320
Großbritannien / Pfund 0,85080 0,89453 0,87777 0,88471
Polen / Zloty 4,25680 4,30140 4,29760 4,26150
Schweden / Krone 10,44680 10,25480 10,58910 10,25830
Schweiz / Franken 1,08540 1,12690 1,11240 1,15500
Tschechien / Krone 25,40800 25,72400 25,67000 25,64700
Ungarn / Forint 330,53000 320,98000 325,30000 318,89000

5. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen deutschen Unternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich aufgestellt.

In den Jahresabschlüssen der mittels Vollkonsolidierung einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden Anpassungen vorgenommen, um eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss sicherzustellen.

Aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts gem. § 248 Abs. 2 HGB werden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um selbst programmierte Software und kundenspezifische Warehouseprojekte, die über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben werden. Der Ansatz erfolgt zu Herstellungskosten, wobei die entsprechenden Entwicklungskosten vollumfänglich in die Herstellungskosten einbezogen werden. Im Geschäftsjahr 2019 sind Entwicklungskosten in Höhe von T€ 3.780 angefallen, die vollständig aktiviert wurden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bilanziert. Die aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden über eine Nutzungsdauer von bis zu 20 Jahren nach der linearen Abschreibungsmethode zurückgeführt. Die Abschreibungen auf die aktivischen Unterschiedsbeträge werden ab dem Jahr der Erstkonsolidierung bzw. ab dem Jahr der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis vorgenommen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Soweit der Wert für das einzelne Anlagegut € 250,00 nicht übersteigt, wird dieses in voller Höhe sofort als Aufwand verrechnet. Geringwertige Anlagegüter, die € 250,00, aber nicht € 1.000,00 übersteigen, werden im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten eingestellt und im Jahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Im Konzernanlagevermögen werden - abweichend von der Behandlung in einigen Einzelabschlüssen - der Ladehilfsmittelbestand zum jeweiligen Bilanzstichtag ausgewiesen.

Die Finanzanlagen werden zu den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die im Bereich der Finanzanlagen gegliederten assoziierten Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode angesetzt.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Für Vorräte, die regelmäßig ersetzt werden und nur von nachrangiger Bedeutung sind, wurde ein Festwert gebildet.

Forderungen sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt sowie 0,5 % Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen ohne Einzelrisiken gebildet. In den Vorjahren wurden auf Konzernebene keine Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag bewertet.

Flüssige Mittel werden mit den Nominalwerten bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Den Pensionsverpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die darin nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwerte gemäß der PUC-Methode, unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, berücksichtigen einen Zinssatz von 2,71 % sowie (soweit relevant) einen Rententrend von 1,5 %. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen.

In der Alternativberechnung nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt der Zinssatz 1,96 % für den durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre. Der Unterschiedsbetrag beträgt T€ 508.

Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Sofern erforderlich, erfolgte die Abzinsung gem. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen erfasst, die innerhalb einer gewissen Zeit nach dem Abschlussstichtag zum Ertrag führen.

Latente Steuern werden gem. § 297 i. V. m. § 274 Abs. 1 HGB und § 306 HGB in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Auf- und Abbaus der Differenzen bewertet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen und der Aktivüberhang gem. § 266 Abs. 1 HGB in der Bilanz aktiviert.

6. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände im Geschäftsjahr 2019 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die ausgewiesenen selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Programmierungen für kundenspezifische Warehouse-Projekte sowie Programmierungen für die neue eigene Speditionssoftware CALsuite.

Unter dem Posten Geschäfts- oder Firmenwerte werden Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochtergesellschaften und aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der Teilkonzerne sowie des Konzernabschlusses ausgewiesen.

Die Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte teilen sich wie folgt auf:

31.12.2019
T€
31.12.2018
T€
Transthermos-Gruppe (Erstkonsolidierung am 31.12.2017) 58.999 63.538
Nagel-Group (Erstkonsolidierung am 31.12.2006) 2.300 2.843
Einzelabschlüsse 210 270
61.509 66.651

Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung der Gesellschaften der Transthermos-Gruppe erfolgt linear über die Nutzungsdauer von 15 Jahren. Die übrigen Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über die Nutzungsdauer von 5 bis 20 Jahren abgeschrieben. Diese begründen sich vor allem aus branchenspezifischen Gegebenheiten, wonach überwiegend langfristige und stetige Kundenbeziehungen existieren.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in einem Forderungsspiegel zusammengefasst dargestellt:

Gesamt Davon mit einer Restlaufzeit
Forderungen T€ bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
aus Lieferungen und Leistungen 225.378 225.378 0
(201.914) (201.914) (0)
gegen verbundene Unternehmen 0 0 0
(71) (71) (0)
gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0
(3.078) (3.078) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 39.560 39.421 139
(110.183) (109.891) (292)
264.938 264.799 139
(315.246) (314.954) (292)

Die liquiden Mittel beinhalten überwiegend täglich fällige Guthaben bei Kreditinstituten. Darin enthalten sind im Rahmen von ABS-Transaktionen verpfändete Festgelder i.H.v. T€ 4.297.

In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von T€ 26 (Vorjahr: T€ 37) enthalten.

Als Kapitalanteile werden die Kommanditeinlagen aus dem Einzelabschluss der Nagel-Group SE & Co. KG, Versmold, ausgewiesen. Komplementärin ohne Kapitaleinlage zum Stichtag ist die Nagel-Group Verwaltungs-SE, Versmold.

Der passivische Unterschiedsbetrag aus Vorjahren wird linear aufgelöst. Die ergebniswirksame Auflösung i.H.v. T€ 51 erfolgte über die sonstigen betrieblichen Erträge.

Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden in der Nagel-Group unter der Voraussetzung angesetzt, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse in einem Zeitraum von maximal fünf Jahren für die Gesellschaft mit hinreichender Sicherheit zu erwarten sind. Der Berechnung von latenten Steuern werden unternehmensindividuelle Steuersätze mit einer Bandbreite von 14 % (inländische Personenhandelsgesellschaften) bis 34 % zugrunde gelegt.

Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 11.700 betreffen im Wesentlichen künftige Steuereinsparungen auf steuerliche Verlustvorträge, Bewertungsdifferenzen des Sachanlagevermögens nach Handels - und Steuerrecht sowie Rückstellungen nach Handels - und Steuerrecht. Im Unterschied zu Vorjahren, in denen ein Passiv-Überhang bilanzierungspflichtig war, wird in 2019 für den Aktiv-Überhang das Bilanzierungswahlrecht ausgeübt.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeiten T€ bis zu 1 Jahr
T€
größer 1 Jahr
T€
davon größer 5 Jahre
T€
gegenüber Kreditinstituten 179.469 1.875 177.594 19.000
(218.667) (4.354) (214.313) (64.768)
aus Lieferungen und Leistungen 153.000 153.000 0 0
(230.707) (230.707) (0) (0)
gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.161 1.161 0 0
(1.378) (1.378) (0) (0)
sonstige 61.909 55.741 6.167 0
(54.984) (48.817) (6.167) (0)
395.539 211.777 183.761 19.000
(505.736) (285.256) (220.480) (64.768)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 1.202 durch Grundpfandrechte an eigenen Grundstücken gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Einzelfällen durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Die aus Immobilien- und Mobilien-Leasing resultierenden Verpflichtungen (außerbilanzielle Geschäfte) sind durch mehrere Sale-and-Lease-back-Transaktionen entstanden und stellen sich wie folgt dar:

Gesamt- davon
verpflichtungen
T€
bis zu 1 Jahr
T€
zwischen 1 und 5 Jahren
T€
von mehr als 5 Jahre
T€
Sale-and-Lease-back-Transaktionen 28.229 4.239 16.048 7.942

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB in einer Tabelle zusammengefasst dargestellt:

Art Zweck Vorteil Chance Risiko
Sale-and-Lease-back Finanzierung der Errichtung von Niederlassungen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen Liquiditätszufluss Ankaufsrecht und/oder Andienungsrecht Möglichkeit, die Immobilien und Mobilien durch ein eintretendes Ereignis zu einem Preis zwischen Restbuchwert und Verkehrswert zu erwerden Rückkaufsverpflichtung über Verkehrswert

Die daraus resultierenden Verpflichtungen sowie die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2019
T€
Verpflichtungen
aus Immobilien- und Mobilien-Leasing (außerbilanzielle Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB) 28.229
im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB aus Leasingverträgen 95.338
Gesamtbetrag der Verpflichtungen aus Leasingverträgen 123.567
Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB aus Miet- und Wartungsverträgen 678.496
Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen 802.063

Der Konzern verkauft Forderungen im Rahmen von revolvierenden ABS-Transaktionen. Mit diesen Programmen werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt, Finanzierungskosten reduziert und die latenten Ausfallrisiken im Forderungsbestand an den Erwerber übertragen. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 74.192 (Vorjahr T€ 103.594) veräußert. Der Vorjahreswert beinhaltet veräußerte Forderungen aus dem Reverse Factoring, das in 2019 eingestellt wurde. Weiterhin resultierten aus Zahlungseingängen auf verkaufte Forderungen vor dem Bilanzstichtag, die noch nicht weitergeleitet wurden, Mittelzuflüsse in Höhe von T€ 25.299 (Vorjahr T€ 22.701). Nach Abzug der Guthaben auf den Reservekonten in Höhe von T€ 9.192 (Vorjahr T€ 14.929) sind hieraus Finanzmittel in Höhe von T€ 90.299 (Vorjahr T€ 111.366) zugeflossen.

7. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2019
T€
2018
T€
Frachterlöse 1.491.286 1.430.156
Lager- und Kommissionierungserlöse 303.513 289.033
Miet-, Treibstoff- und sonstige Erlöse 273.830 254.779
2.068.629 1.973.968
Erlösschmälerungen 6.261 6.732
2.062.368 1.967.236

Die geographische Verteilung stellt sich wie folgt dar:

2019
T€
2018
T€
Deutschland 1.397.247 1.333.710
Westeuropa 227.603 215.609
Nordeuropa 154.381 146.383
Südeuropa 135.009 130.962
Osteuropa 148.129 140.573
2.062.368 1.967.236

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3.016 (Vorjahr T€ 1.229).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3.346 (Vorjahr T€ 917) enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von T€ 13.988 (Vorjahr T€ 402) enthalten.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 378 (Vorjahr T€ 241).

Der Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis setzt sich aus Gewinnanteilen von T€ 7 (Vorjahr T€ 586) und aus Verlustanteilen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 97) zusammen.

Im Geschäftsjahr 2019 werden Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Diese beinhalten Erträge aus Abgängen aus dem Anlagevermögen von T€ 52.470, die sich insbesondere aus der Veräußerung von Immobilien und - in geringerem Umfang - aus Fuhrparkverkäufen zusammensetzen.

8. Sonstige Angaben

a) Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2019 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch die alleinvertretungsberechtigte persönlich haftende Gesellschafterin, die Nagel-Group Verwaltungs-SE, Versmold, vertreten durch die geschäftsführenden Direktoren

Herr Tobias Nagel, Bielefeld, Managing Director Innovation & Corporate Development

Herr Carsten Taucke, Münster, Chief Executive Officer (CEO)

Herr Björn Schniederkötter, Eppstein, Chief Operating Officer (COO)

Herr Michael Lütjann, Borken, Chief Information Officer (CIO) (ab 1.10.2019)

Herr Gerd Neuenstein, Münster, Chief Sales Officer (CSO) (bis 31.12.2019)

Herr Joachim Ehlers-Nuwenhof, Pulheim, Chief Financial Officer (CFO) (bis 10.09.2019)

b) Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2019 insgesamt T€ 3.953. Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten im Geschäftsjahr 2019 insgesamt T€ 1.817.

c) Mitarbeiter

Die Anzahl der 2019 im Konzern beschäftigten Mitarbeiter betrug durchschnittlich:

Angestellte 4.923
gewerbliche Arbeitnehmer 7.456
12.379
Auszubildende 599
12.978

d) Einsatz derivativer Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zinsrisiken aus langfristigen Darlehen im Nominalvolumen von T€ 80.000 (Vorjahr T€ 152.106) werden im Konzern derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Am Bilanzstichtag bestehen Zins-Swaps mit einem Nominalvolumen von T€ 80.000 (Vorjahr T€ 152.106), für die Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB (Mikro- und Portfolio-Hedges) gebildet wurden. Hinsichtlich des negativen Marktwerts (T€ 1.834) dieser Zinsswaps wurde daher auf die Bildung einer Drohverlustrückstellung verzichtet. Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente wurde nach der mark-to-market Methode ermittelt. Der Ausgleich der gegenläufigen Zahlungsströme erfolgt über die Laufzeit der zugrundeliegenden Darlehen. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit basiert auf der Übereinstimmung der Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird prospektiv mit der Critical-Terms-Match-Methode überprüft. Diese wird angewendet, da jeweils alle Bewertungsparameter von Grund- und Sicherungsgeschäften im Wesentlichen übereinstimmen. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt anhand der Einfrierungsmethode.

e) Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers betrug für Abschlussprüfungsleistungen T€ 272, für Steuerberatungsleistungen T€ 1.031 und für sonstige Leistungen T€ 158.

9. Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Folgende einbezogene Gesellschaften nehmen die Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. nach § 264b HGB in Anspruch:

Gesellschaft, Sitz

Behla Spedition GmbH, Versmold

Nagel Logistics Services GmbH & Co. KG, Versmold (vormals: Boes Transport-Service GmbH & Co. Spedition KG, Versmold)

Nagel Logistics Services Verwaltungs GmbH, Versmold (vormals: Boes Transport-Service Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Versmold)

CAL Consult GmbH, Versmold

Eurocool Nagel GmbH & Co. KG, Versmold

Eurocool Nagel Verwaltungsgesellschaft mbH, Versmold

Food Logistics Versmold GmbH, Versmold

Hartmann Spedition und Logistik GmbH, Dissen

Kraftverkehr Nagel SE & Co. KG, Versmold

Kurt Nagel + Co. oHG, Versmold

LK Logistik GmbH, Versmold

MoproLog Erftstadt GmbH, Versmold

Nagel Airfreight GmbH, Frankfurt am Main

Nagel Albatros Speditions GmbH, Kehl-Auenheim

Nagel TK Verwaltungs GmbH, Versmold (vormals: Nagel Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH)

Nagel Emballage Services GmbH, Versmold

Nagel Financial Services GmbH, Versmold

Nagel Frozen Food Logistics GmbH, Versmold

Nagel Inhouse Logistics Services GmbH, Versmold

Nagel Logistik + Beteiligungs GmbH, Versmold

Nagel Protection Services GmbH, Versmold

Nagel Trailer Services GmbH, Versmold

Nagel Transporte GmbH, Versmold

Nagel Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Versmold

Nagel-Group SE & Co. KG, Versmold

S & G Gefrier- und Lagerhausgesellschaft mbH, Rostock

Schäfer Logistik GmbH, Wilnsdorf-Rudersdorf

Schulze Liquid Food Services GmbH, Versmold

Schulze Logistik Berlin GmbH, Wustermark

SFD Kring-Oehrle Frischelogistik GmbH, Nürnberg

TLB Tiefkühl-Lager-Betriebs GmbH, München

Nagel Transthermos GmbH & Co. KG, München

TRANSTHERMOS Holding GmbH, München

Translog GmbH, Versmold

Versmolder Speditions-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Versmold

Tiefkühllogistik-Center Wustermark GmbH, Wustermark

Nagel Driving Center GmbH, Schwerin

Nagel Technical Services GmbH, Groß-Gerau (vormals: Nagel Euronet GmbH, Ratekau)

Transthermos Beteiligungs GmbH, München

Nagel TK Beteiligungs GmbH, München

10. Nachtragsbericht

Zum 1. Januar 2020 wurde die STG Nagel Logistique SAS, Noyal-sur-Vilaine (Frankreich) in Logistique Internationale Alimentaire S.A.S. umfirmiert sowie 49% der Anteile im Rahmen eines neu gebildeten Joint Ventures an das französische Logistikunternehmen STEF verkauft.

Zum 1. Februar 2020 wurde das operative deutsche Geschäft der Nagel Airfreight GmbH, Frankfurt am Main, an die KOTRA-Logistics B.V., Yerseke, (Niederlande) verkauft.

Zudem ist der am 02. Dezember 2019 erfolgte Kauf von 75 % der Anteile an der TCG Glesien GmbH, Schkeuditz, durch die Transthermos Holding GmbH, München, mit der Freigabe des Bundeskartellamtes Anfang 2020 wirksam geworden.

 

Versmold, den 7. April 2020

Nagel-Group SE & Co. KG
Nagel-Group Verwaltungs-SE

Tobias Nagel

Carsten Taucke

Björn Schniederkötter

Michael Lütjann

Konzernanlagenspiegel

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2019
Zugänge
Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 21.976.866,47 3.780.161,77 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.442.739,96 2.191.878,44 1.369.281,78
3. Geschäfts- oder Firmenwert 82.541.476,76 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 1.395.754,89 388.429,48 -1.369.281,78
145.356.838,08 6.360.469,69 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 189.490.098,64 2.755.273,86 4.469,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.688.484,74 1.695.492,50 15.000,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 182.362.747,20 11.742.630,03 5.290.087,47
4. Fuhrpark 42.602.848,88 20.015.816,11 212,96
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.101.007,53 1.461.945,59 -5.309.770,39
489.245.186,99 37.671.158,09 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 369.740,47 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.600.925,52 509.422,25 0,00
3. Beteiligungen 70.534,00 44.320,58 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17.383.599,60 2.604.743,58 0,00
5. Genossenschaftsanteile 11.927,00 10.482,39 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 24.218.217,75 2.877.310,97 0,00
44.654.944,34 6.046.279,77 0,00
679.256.969,41 50.077.907,55 0,00
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Abgänge
Währungsdifferenzen
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 447.398,64 0,00 25.309.629,60
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.567.540,27 32.915,48 38.469.275,39
3. Geschäfts- oder Firmenwert 35.751,14 -2.338,81 82.503.386,81
4. Geleistete Anzahlungen 29.441,88 107,71 385.568,42
5.080.131,93 30.684,38 146.667.860,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 71.918.807,18 1.592.286,50 121.923.321,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.871.126,86 22.866,57 49.550.716,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.772.105,17 630.460,36 178.253.819,89
4. Fuhrpark 21.909.934,65 1.136.754,11 41.845.697,41
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 162.140,76 269.881,12 2.360.923,09
136.634.114,62 3.652.248,66 393.934.479,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.677,51 0,00 339.062,96
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 3.110.347,77
3. Beteiligungen 0,00 0,00 114.854,58
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.170.552,23 0,00 18.817.790,95
5. Genossenschaftsanteile 1.500,00 -106,76 20.802,63
6. Sonstige Ausleihungen 17.391.030,41 0,00 9.704.498,31
18.593.760,15 -106,76 32.107.357,20
160.308.006,70 3.682.826,28 572.709.696,54
Abschreibungen
01.01.2019
Zugänge
Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16.062.698,46 2.401.316,96 411.308,64
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.166.328,64 4.518.119,13 2.338.771,50
3. Geschäfts- oder Firmenwert 15.890.533,58 5.141.543,17 35.751,14
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
56.119.560,68 12.060.979,26 2.785.831,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.275.990,17 6.174.061,13 27.052.597,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.513.989,44 4.438.908,66 13.878.767,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.269.821,73 17.919.602,45 18.624.192,77
4. Fuhrpark 24.774.545,46 7.374.218,01 17.880.546,88
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
228.834.346,80 35.906.790,25 77.436.104,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 178.947,53 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 7.982,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
178.947,53 7.982,00 0,00
285.132.855,01 47.975.751,51 80.221.935,36
Abschreibungen
Währungsdifferenzen
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 18.052.706,78
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.056,51 26.373.732,78
3. Geschäfts- oder Firmenwert -2.338,81 20.993.986,80
4. Geleistete Anzahlungen 107,71 107,71
25.825,41 65.420.534,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 287.017,09 33.684.470,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.061,17 25.087.192,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 490.336,99 115.055.568,40
4. Fuhrpark 900.046,47 15.168.263,06
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 86,17 86,17
1.690.547,89 188.995.580,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 178.947,53
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 7.982,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 186.929,53
1.716.373,30 254.603.044,46
Restbuchwerte
31.12.2019
31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.256.922,82 5.914.168,01
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.095.542,61 15.276.411,32
3. Geschäfts- oder Firmenwert 61.509.400,01 66.650.943,18
4. Geleistete Anzahlungen 385.460,71 1.395.754,89
81.247.326,15 89.237.277,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.238.850,82 135.214.108,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.463.524,68 34.174.495,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.198.251,49 67.092.925,47
4. Fuhrpark 26.677.434,35 17.828.303,42
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.360.836,92 6.101.007,53
204.938.898,26 260.410.840,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 160.115,43 190.792,94
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3.110.347,77 2.600.925,52
3. Beteiligungen 106.872,58 70.534,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18.817.790,95 17.383.599,60
5. Genossenschaftsanteile 20.802,63 11.927,00
6. Sonstige Ausleihungen 9.704.498,31 24.218.217,75
31.920.427,67 44.475.996,81
318.106.652,08 394.124.114,40

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019

2019
T€
2018
T€
Konzernjahresüberschuss 30.093 13.537
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 47.976 44.325
+ Zunahme der Rückstellungen 32.040 13.127
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 714 -3.924
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -35.077 -16.300
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.314 -31.487
-/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -69.612 10.478
+ Zinsaufwendungen 6.754 6.251
- Erträge aus Beteiligungen/assoziierten Unternehmen/Ausleihungen -3.262 -4.501
- Gezahlte Zinsen 0 -140
+ Ertragsteueraufwand 20.574 4.585
- Ertragsteuerzahlungen -6.752 -6.767
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 19.134 29.184
+ Einzahlung aus Abgängen von Gegenständen des immat. Anlagevermögens 2.294 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -6.360 -10.623
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 164.456 14.997
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -37.671 -27.780
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 19.059 8.529
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -6.046 -3.675
- Auszahlungen für zur kurzfristigen Veräußerung vorgesehene Vermögensgegenstände 0 -5.215
+ Einzahlungen für zur kurzfristigen Veräußerung vorgesehene Vermögensgegenstände 0 6.354
+ Erhaltene Erträge aus Beteiligungen/assoziierten Unternehmen/Ausleihungen 2.797 2.443
+ Erhaltene Zinsen 210 288
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 138.739 -14.682
- Erwerb von Minderheitenkapital -12.706 -1.006
- Auszahlung an Unternehmenseigner -17.239 -3.569
-/+ Saldo der zahlungswirksamen Veränderungen aus Forderungsverkäufen -18.652 7.339
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -38.801 -12.756
-A29 Gezahlte Zinsen -5.490 -6.207
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -92.888 -16.199
+ Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 64.985 -1.697
+ Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 528 -199
+ Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 0 342
+ Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 96.145 97.699
= Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 161.658 96.145
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
31.12.2019 31.12.2018
Liquide Mittel 162.925 97.808
Täglich fällige Bankverbindlichkeiten -1.267 -1.663
161.658 96.145

Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2019

Mutterunternehmen
Kapitalanteile der Kommanditisten Rücklagen
Rücklagen gemäß Gesellschaftsvertrag
Sonstige Gewinnrücklagen
Summe
Stand 31.12.2018 60.100.000,00 70.091.940,12 73.616.048,99 143.707.989,11
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskeises 0,00 127.037,18 -46.403,54 80.633,64
Kauf von Minderheitenanteile 0,00 0,00 -8.669.299,88 -8.669.299,88
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 -7.041,99 -7.041,99
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2019 60.100.000,00 70.218.977,30 64.893.303,58 135.112.280,88
Mutterunternehmen
Privatkonten der Kommanditisten
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Summe
Stand 31.12.2018 22.440.396,63 -6.111.971,01 220.136.414,73
Währungsumrechnung 0,00 3.179.234,90 3.179.234,90
Änderung des Konsolidierungskeises 0,00 0,00 80.633,64
Kauf von Minderheitenanteile 0,00 0,00 -8.669.299,88
Übrige Veränderungen -17.083.682,66 0,00 -17.083.682,66
Konzernjahresüberschuss 30.092.509,79 0,00 30.085.467,80
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2019 35.449.223,76 -2.932.736,11 227.728.768,53
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Stand 31.12.2018 922.588,08 -70.301,45
Währungsumrechnung 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskeises 0,00 0,00
Kauf von Minderheitenanteile -882.570,64 70.301,45
Übrige Veränderungen 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00
Stand 31.12.2019 40.017,44 0,00
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne / Verluste
Summe
Stand 31.12.2018 3.483.629,95 4.335.916,58 224.472.331,31
Währungsumrechnung 0,00 0,00 3.179.234,90
Änderung des Konsolidierungskeises 0,00 0,00 80.633,64
Kauf von Minderheitenanteile -3.224.809,73 -4.037.078,92 -12.706.378,80
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 -17.083.682,66
Konzernjahresüberschuss 7.210,09 7.210,09 30.092.677,89
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2019 266.030,31 306.047,75 228.034.816,28

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Nagel-Group SE & Co. KG, Versmold

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Nagel-Group SE & Co. KG, Versmold, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nagel-Group SE & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage fürdie Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 7. April 2020

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Gregor Solfrian, Wirtschaftsprüfer

ppa. David Benjamin Lecomte, Wirtschaftsprüfer

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