LEM Europe GmbH
Frankfurter Straße 74, 64521 Groß-Gerau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Hildebrandt seit 20.5.2025 | Geschäftsführer |
Konstantina Stampasidou seit 26.10.2023 | Geschäftsführer |
Frank Rehfeld seit 29.3.2018 | Geschäftsführer |
Jürgen Koß seit 15.1.2007 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
LEM Holding SA | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LEM Europe GmbHGroß-GerauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LEM Europe GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LEM Europe GmbH, Groß-Gerau - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LEM Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 18. September 2024 EY
GmbH & Co. KG
Mühleck, Wirtschaftsprüfer Kengne, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023/2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) unter Berücksichtigung der Annahme der Unternehmensfortführung im Sinne des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht. Die Gesellschaft ist unter der Firma LEM Europe GmbH mit Sitz in Groß-Gerau im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter der Nummer HRB 54462 eingetragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Bilanzierung der geringwertigen Wirtschaftsgüter wurde aufgrund der Bestimmungen des Gesetzes gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassung (hier: Änderung des Paragraphen 6 des Einkommensteuergesetzes) ab dem Geschäftsjahr 2018 geändert: Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto- Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Bis zum 31. Dezember 2017 wurde für geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungspreis von mehr als EUR 410,00 bis EUR 1.000,00 der jährlich steuerlich zu bilanzierende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen und über fünf Jahre abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Fremdwährungsforderungen sind zum Zeitpunkt der Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Bilanzstichtag mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,83 % (Vj.: 1,79 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,0 % (Vj.: 1,0 %) berücksichtigt. Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Fluktuation waren nicht zu berücksichtigen. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts (des Planvermögens) wurden ausschließlich am Markt ablesbare Preise zugrunde gelegt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in diesem Anhang angegebenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Vorräte
Der Ausweis entspricht den zum Stichtag fortgeschriebenen Wertansätzen der permanenten Inventur und umfasst zudem die am Stichtag bereits unterwegs befindlichen Waren in Höhe von TEUR 33 (Vj.: TEUR 603). Die Bewertung erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von TEUR 26.198 (Vj.: TEUR 24.928) aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 45 (Vj.: TEUR 95). Forderungen gegen Gesellschafter bestehen wie im Vorjahr am Bilanzstichtag nicht. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 45 (Vj.: TEUR 1.739) resultieren im Wesentlichen aus Bürgschaft und Kautionen (TEUR 32). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Anpassungen aus der Fremdwährungsumrechnung entspringen Umrechnungen aus US-Dollar, Dänischen Kronen bzw. Pfund Sterling in Euro zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 88 (Vj .: TEUR 32) enthält im Wesentlichen Vorauszahlungen für die Miete (TEUR 45) sowie Messe- Vorauszahlungen (TEUR 38). Eigenkapital Im Eigenkapital sind ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 0,6 aus dem Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB enthalten. Zudem erfolgte noch keine unterjährige Gewinnausschüttung. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 0,6 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Zur Sicherung der Pensionsrückstellung hat die Gesellschaft eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen und verpfändet. Die Anschaffungskosten und der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung zum Bilanzstichtag betragen TEUR 507. Nach Saldierung der Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 705 (Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag) verbleibt ein Passivposten in Höhe von TEUR 199. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Mitarbeiterboni (TEUR 579; Vj .: TEUR 656), Urlaubsansprüche (TEUR 230; Vj .: TEUR 221) und Sondervergütungen (TEUR 271; Vj .: TEUR 415), für Abfindungen (TEUR 40, Vj .: TEUR 197), für Berufsgenossenschaftsbeiträge, Gewährleistungsansprüche, Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 42, Vj .: TEUR 59) sowie aus der Weiterbelastung von Entwicklungskosten und für ausstehende Rechnungen (TEUR 879; Vj .: TEUR 913) gebildet. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin der Gesellschaft, LEM Holding S.A., Meyrin / Genf, Schweiz, betragen zum Stichtag TEUR 11.765 (Vj.: TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 24.672 (Vj.: TEUR 29.181) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 272 (Vj.: TEUR 192) betreffen Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 139; Vj.: TEUR 101), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR 122; Vj.: TEUR 82) sowie übrige Verbindlichkeiten (TEUR 11; Vj.: TEUR 8). Alle Verbindlichkeiten haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Latente Steuern Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 31,7 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 72 (Vj.: TEUR 19) resultieren im Wesentlichen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 70 (Vj.: TEUR 19). Materialaufwand Die Materialaufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 102.444 (Vj.: TEUR 103.811) resultieren aus Aufwendungen für bezogene Handelswaren in Höhe von TEUR 102.204 (Vj.: TEUR 103.578) sowie aus Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 240 (Vj.: TEUR 232). Von den Materialaufwendungen entfallen TEUR 102.203 (Vj.: TEUR 101.248) auf Aufwendungen aus von verbundenen Unternehmen bezogene Waren. Abschreibungen Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 33 (Vj.: TEUR 41) auf das Anlagevermögen. Außerplanmäßige Abschreibungen ergaben sich im Geschäftsjahr nicht. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Lizenzgebühren in Höhe von TEUR 38.811 (Vj: TEUR 3.817) enthalten. Diese resultieren aus der im Geschäftsjahr erfolgten Umstellung des Abrechnungsprozesses für den konzerninternen Warenbezug, wonach die Produktionsstätten die Rechnungen nun direkt an die LEM Europe GmbH stellen und die Abrechnung nicht zentral über die LEM International S.A., Meyrin/Genf, Schweiz, erfolgt. Gleichzeitig erhebt die LEM International S.A. eine Lizenzgebühr je bezogenem Produkt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ferner Aufwendungen aus Weiterbelastungen von Non-Recurring Engineering-Costs an die verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.972 (Vj.: TEUR 1.315) sowie Weiterbelastungen von Preisabweichungen in Höhe von TEUR 60 (Vj.: TEUR 602). Bei den NRE-Costs handelt es sich um weiterbelastete Kosten für Forschung und Entwicklung. Des Weiteren bestehen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus Aufwendungen der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 137 (Vj .: TEUR 146) sowie im Wesentlichen aus Frachtkosten in Höhe von TEUR 520 (Vj .: TEUR 473), Vermittlungsprovision in Höhe von TEUR 286 (Vj .: TEUR 516), Kosten für die Einstellung von Personal in Höhe von TEUR 652 (Vj .: TEUR 18) und Mietkosten in Höhe von TEUR 458 (Vj .: TEUR 429) sowie Rechts -, Steuerberatungs- und Abschlussprüferkosten in Höhe von TEUR 318 (Vj .: TEUR 202). Außergewöhnliche oder periodenfremde Aufwendungen sind im Geschäftsjahr nicht angefallen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 4 (Vj.: TEUR 4) enthalten im Wesentlichen saldierte Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Pensionen in Höhe von TEUR 20 (Vj.: TEUR 20) sowie Zinserträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 16 (Vj. TEUR 16). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 1.048 (Vj.: TEUR 862) resultieren aus laufenden Steuern. Aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr hat es sich für das Geschäftsjahr keine Auswirkung ergeben. V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Mietverpflichtungen für Bürogebäude und Lagerhallen in Höhe von TEUR 966. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr waren:
Die Bezüge der Geschäftsführung belaufen sich für das Geschäftsjahr 2023/2024 auf TEUR 212 (Vj.: TEUR 180). Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 38. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. März 2024 nach Vermögenssaldierung auf TEUR 199. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der LEM Europe GmbH wird in den Konzernabschluss der LEM Holding S.A., Meyrin / Genf, Schweiz, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss ist bei der Schweizer Börse, Zürich, Schweiz, erhältlich. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterin vorschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023/24, vermindert um die ausschüttungsgesperrten Beträge, an die Gesellschafterin auszuschütten. Nachtragsbericht Wesentliche neue Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlicher finanzieller Auswirkung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt
Groß-Gerau, 17. September 2024 Geschäftsführung Frank Rehfeld Konstantina Stampasidou Bastien Musy Entwicklung des Anlagevermögens 2023/2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/20241. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die LEM Europe GmbH mit Sitz in Groß-Gerau beschäftigt sich mit dem Vertrieb von elektronischen Komponenten (Strom- und Spannungswandler, sowie Energiemesszählern). Die Lieferanten sind im wesentlichen Firmen verbundener Unternehmen. Die LEM Europe GmbH hat sieben Betriebsstätten in Europa: LEM Europe GmbH in Groß-Gerau, Deutschland; LEM Europe GmbH Austria Branch in Schwechat, Österreich; LEM Nordic, filial af LEM Europe, Randers, Dänemark; LEM Europe GmbH, Succursale France in Bourg-la-Reine, Frankreich; LEM Europe GmbH Belgium Branch in Humbeek, Belgien; LEM Europe GmbH, Succursale Italia in Padua, Italien; LEM Europe GmbH UK Branch in Skelmersdale, Großbritannien. 1.2. Forschung und Entwicklung Die technologische Weiterentwicklung der LEM-Gruppe erfolgt im Wesentlichen an den Fertigungsstandorten und einem Entwicklungszentrum in Lyon, Frankreich. Seit März dieses Jahres hat die LEM Europe GmbH einen neuen Entwicklungsstandort in München eröffnet, um ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu erweitern. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2022 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland und Europa um 1,9 %. Dieses positive Wachstum hat sich 2023 jedoch deutlich verlangsamt und betrug nur noch 0,4 %. 1 Diese Abschwächung war hauptsächlich auf mehrere Faktoren zurückzuführen: die gestiegenen Energiepreise, die hohe Inflation und den anhaltenden Ukrainekrieg. Ein weiteres prägendes Merkmal des Jahres 2023 war die weltweite Knappheit an elektronischen Bauelementen. Während der Covid-19-Pandemie wurden viele Produktionskapazitäten in diesem Bereich heruntergefahren. Der Anstieg der Energiepreise führte zudem dazu, dass die Automobilindustrie eine Transformation hin zur Elektromobilität einleitete. Infolgedessen stieg die Nachfrage in unseren Märkten, insbesondere im Bereich der Elektroautos und der Solarenergie, erheblich an.
1 Destatis - Statistisches Bundesamt (2023).
Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023
Zusätzlich wurde die Infrastruktur für Schnellladestationen massiv ausgebaut, was den Bedarf weiter erhöhte. Der Markt konnte diese gesteigerte Nachfrage jedoch nicht mehr decken, was zu einer Überhitzung führte. Dies resultierte in Bestellungen, die weit über den tatsächlichen Bedarf hinausgingen. Im vierten Quartal 2023 endete diese Allokationsphase, was wiederum aufgrund der zuvor hohen Bestellmengen zu Lagerüberkapazitäten führte. Der Umsatz im Automobilbereich und im Bereich der erneuerbaren Energien erreichte neue Rekordhöhen. Das Geschäft mit der Ladeinfrastruktur blieb stabil auf hohem Niveau. In der Traktion wurden verstärkt Projekte realisiert, und auch die regelmäßige Nachrüstung im Zählergeschäft trug positiv zum Umsatz bei. Insgesamt konnten wir ein Umsatzwachstum von über 20 % erzielen. 2.2. Geschäftsverlauf 2023/24 Die Gesellschaft verwendet analog zum Vorjahr unverändert die Umsatzerlöse sowie das betriebliche Ergebnis als zentrale finanzielle Leistungsindikatoren. Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2023/24 im Vergleich zum Vorjahr um EUR 35,4 Mio. auf EUR 156,2 Mio. erhöht. Der Anstieg der Umsatzerlöse um 29,3 % liegt dabei deutlich über der Erwartung der Geschäftsführung, welche ein Umsatzwachstum von fünf bis sieben Prozent prognostiziert hatte. Das betriebliche Ergebnis hat sich von EUR 3,0 Mio. leicht um EUR 0,4 Mio. bzw. 13,8% erhöht und liegt damit im Einklang mit der Prognose der Geschäftsführung. Neben der Entwicklung der zentralen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und betriebliches Ergebnis kann der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023/24 anhand der nachfolgenden ergänzenden finanziellen Kennzahlen zusammengefasst werden:
2.3. Lage des Unternehmens 2.3.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um EUR 35,4 Mio. auf EUR 156,2 Mio. erhöht. Die Umsätze im Bereich Industrie sind im Geschäftsjahr 2023/24 um EUR 30,9 Mio. gestiegen und liegen im Geschäftsjahr 2023/24 bei EUR 139,7 Mio. Grund für den Anstieg waren neben Aufholungseffekten der Covid-19 Pandemie zudem ein allgemeiner Nachfrageanstieg über viele Industriebereiche hinweg. Die Umsätze im Bereich Automotive sind um EUR 3,7 Mio. auf EUR 13,8 Mio., bedingt durch den Anstieg im relevanten Segment der Elektro- und Hybridfahrzeuge, gestiegen. Der Materialaufwand ist um 1,3 % bzw. EUR 1,4 Mio. auf EUR 102,4 Mio. gesunken aufgrund der Umstellung des Abrechnungsprozesses für den konzerninternen Warenbezug. Die Waren werden von den Produktionsstätten direkt eingekauft. Der Anstieg der Personalaufwendungen um EUR 0,1 Mio. auf EUR 5,4 Mio. ist vor auf die Gehaltssteigerungen und höhere Bonuszahlungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 36,1 Mio. auf EUR 44,7 Mio. gestiegen. Für den Anstieg sind im Wesentlichen die nun anfallenden Lizenzgebühren aus der Umstellung des Abrechnungsprozesses für den konzerninternen Warenbezug (EUR 38,8 Mio.; Vj.: EUR 3,8 Mio.) sowie die NRE-Costs für die verbundenen Unternehmen (EUR 2,0 Mio.; Vj.: EUR 1,3 Mio.) verantwortlich. Durch die Umstellung des internen Abrechnungsprozesses stellen die Produktionsstätten die Rechnungen für den internen Warenbezug nun direkt an die Gesellschaft anstelle des zuvor zentral geregelten Abrechnungsprozesses über die LEM International S.A., Meyrin / Genf, Schweiz. Gleichzeitig erhebt die LEM International S.A. eine Lizenzgebühr je bezogenem Produkt. Bei den NRE-Costs handelt es sich um weiterbelastete Kosten für Forschung und Entwicklung. Das Gesamtergebnis vor Ertragsteuern und sonstige Steuern hat sich insgesamt um EUR 0,4 Mio. auf EUR 3,4 Mio. erhöht. 2.3.2. Vermögenslage Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben 71,7 % (Vj.: 68,0 %) der Bilanzsumme. Nur 4,1 % der ausstehenden Rechnungen sind in mehr als 30 Tage fällig. Die Vorräte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,5 Mio. auf EUR 9,2 Mio. Die Gesellschaft finanziert sich langfristig über das Eigenkapital in Höhe von EUR 4,6 Mio., Verpflichtungen aus Pensionszusagen in Höhe von EUR 0,2 Mio. und kurzfristig über Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 24,7 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt 12,6 % (Vj.: 6,1 %). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, inklusive der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, betragen 69,8 % (Vj.: 79,9 %) der Bilanzsumme. Der Rückgang der Verbindlichkeiten um EUR 4,3 Mio. auf EUR 26,0 Mio. resultiert im Wesentlichen aufgrund zurückgegangenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen am Stichtag, welche sich um EUR 4,5 Mio. auf EUR 24,7 Mio. verringerten. Die Rückstellungen erhöhten sich insgesamt um EUR 1,9 Mio., was im Wesentlichen auf erhöhte Steuerrückstellungen (EUR +2,3 Mio.) zurückzuführen ist. 2.3.3. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten gegenüber Dritten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquidität der Gesellschaft wird im Rahmen einer Cash-Pool-Vereinbarung mit der LEM Holding S.A. stets gesichert. Ausgehend vom Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2,4 Mio. wurde unter Berücksichtigung zahlungsunwirksamer Abschreibungen in Höhe von EUR 0,0 Mio., sowie im Wesentlichen aus der Zunahme der Rückstellungen (EUR +1,9 Mio.) und der Abnahme der Verbindlichkeiten (EUR -4,3 Mio.) sowie der Erhöhung der Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (EUR 1,0 Mio.) ein negativer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR -1,1 Mio. (Vj.: EUR 3,7 Mio.) erzielt. Analog zum Vorjahr wurden keine wesentlichen Investitionen getätigt, woraus ein Cashflow aus Investitionstätigkeit von EUR -0,1 Mio. (Vj.: EUR 0,0 Mio.) resultiert. Es wurde keine Auszahlung an den Gesellschafter getätigt und daher ergab sich ein Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 0,0 (Vj.: EUR 2,4 Mio.). Der Finanzmittelbestand betrug am Ende der Periode EUR 0,8 Mio. (Vj.: EUR 2,0 Mio.). Die Geschäftsleitung ist mit dem Geschäftsverlauf im Jahr 2023/24 zufrieden und beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als solide. 3. Chancen- und Risikenbericht Unsere Hauptchancen sehen wir in folgenden Märkten und Trends:
Die LEM Europe GmbH betreffenden Hauptrisiken lauten wie folgt:
Um potenzielle Risiken für die Entwicklung des Geschäfts der LEM Europe GmbH zu erkennen, wurden Frühwarnindikatoren definiert. Diese Indikatoren werden ständig kontrolliert und ermöglichen dem Unternehmen, geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die LEM Europe GmbH minimiert das Ausfallrisiko durch strikte Kreditkontrollen und das Monitoring der Zahlungsfähigkeit der Geschäftspartner. Die Gesellschaft begegnet das Liquiditätsrisiko durch eine sorgfältige Liquiditätsplanung und die Aufrechterhaltung von ausreichenden Liquiditätsreserven sowie den Zugang zu Finanzierungsmitteln. Die Kernelemente des Systems zum Risikomanagement umfassen:
Die Gesellschaft sieht sich zur Begrenzung der Risiken und Nutzung der Chancen gut gerüstet. Besondere Anhaltspunkte für das Bestehen einer wirtschaftlichen oder rechtlichen Bestandsgefährdung sind derzeit nicht erkennbar. 4. Prognose für das Geschäftsjahr 2024/25 In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2024/2025 wird der Schwerpunkt auf dem Abbau der Lagerbestände liegen. Aufgrund der Allokation und der daraus resultierenden Überbestellungen haben sich erhebliche Lagerbestände aufgebaut, die in den kommenden 6 bis 12 Monaten abgebaut werden müssen. Diese Lagerbestände entstanden durch eine Überhitzung des Marktes, als Unternehmen versuchten, Engpässe zu vermeiden, was zu einem Überangebot führte. Die allgemeine konjunkturelle Lage hat sich im Laufe des Jahres nicht wesentlich erholt. Dies wirkt sich insbesondere auf die Elektromobilität und die Ladeinfrastruktur negativ aus. Ein zusätzlicher belastender Faktor war das Auslaufen des Umweltbonus und die Abschaffung der Förderung für Elektroautos im Jahr 2024. Diese Maßnahmen haben den Absatz von Elektrofahrzeugen und die Nachfrage nach zugehöriger Infrastruktur deutlich gedämpft. Trotz dieser Herausforderungen erwarten wir im Automobilbereich aufgrund neu gewonnener Projekte weiterhin ein moderates Wachstum. Diese neuen Projekte, die auf technologischen Innovationen und verbesserten Produktionsprozessen basieren, sollen helfen, die negativen Effekte der abgeschwächten Konjunktur teilweise auszugleichen. Im Bereich Automation gehen wir davon aus, dass sich die Situation gegen Ende des vierten Quartals 2024 verbessern wird. Bis dahin sollten die Lagerbestände abgebaut sein und ein erneutes Wachstum einsetzen. Der Bereich der erneuerbaren Energien (Renewables) wird diesen Erholungspfad voraussichtlich etwas später einschlagen; hier rechnen wir mit einer Stabilisierung und Rückkehr zu Wachstum im ersten Quartal 2025. Im Geschäftsbereich Traction werden die hohen Ersatzteilbeschaffungen, die im Jahr 2023 zu einem erheblichen Umsatzanstieg geführt haben, nicht aufrechterhalten werden können. Im Bereich Infrastruktur und High Precision erwarten wir nach einer kurzfristigen Lagerbereinigung ein konstantes Wachstum. Diese Stabilisierung wird durch die anhaltende Nachfrage nach präzisen Mess- und Steuerungssystemen sowie durch kontinuierliche Investitionen in die Infrastruktur unterstützt. Die Geschäftsführung rechnet für das kommende Jahr insgesamt mit einer stabilen Umsatzentwicklung, wobei ein leichter Rückgang im einstelligen Prozentbereich möglich ist. Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass stabile Prozessabläufe im Lager- und Vertriebsbereich keine unerwarteten Steigerungen der operativen Kosten verursachen werden. Hinsichtlich des Nachtragsberichtes verweisen wir auf unseren Anhang.
Groß-Gerau, 17. September 2024 Frank Rehfeld, Geschäftsführer Konstantina Stampasidou, Geschäftsführerin Bastien Musy, Geschäftsführer Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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