Stammdaten

Register
Amtsgericht Fritzlar HRB 12212
Eingetragen
21.4.2016
Branche
Erbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenArztpraxen für Allgemeinmedizin
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die fachgebietsübergreifende ärztliche Tätigkeit insbesondere der Betrieb eines oder mehrerer medizinischer Versorgungszentren im Sinne des § 95 SGB V. Dabei ist das Unternehmen darauf ausgerichtet, die ärztliche Tätigkeit durch Vertragsärzte und/oder angestellte Ärzte zu erbringen und dafür erforderliche Sach- und Personalmittel vorzuhalten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Dr. Mariß
seit 21.4.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Jan Mariß
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jan Mariß
Fritzlar
110.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RadMedics GmbH

Fritzlar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 266.538,70 226.804,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 381.658,00 5,00
648.196,70 226.809,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 677.142,00 553.132,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.592.077,00 4.161.068,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 416.844,07 408.821,33
5.686.063,07 5.123.021,33
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 1.050,00 1.050,00
6.335.309,77 5.350.881,03
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.629,20 20.794,00
18.629,20 20.794,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.525.562,44 3.078.927,65
2. Forderungen gegen Gesellschafter 125.038,84 369.036,89
3. Sonstige Vermögensgegenstände 806.543,08 714.968,12
6.457.144,36 4.162.932,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.839.953,42 6.245.735,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.460,77 17.708,32
18.684.497,52 15.798.051,34

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 110.000,00 110.000,00
II. Kapitalrücklage 3.360.415,28 3.360.415,28
III. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 5.064.857,26 3.853.098,33
8.535.272,54 7.323.513,61
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.188.233,86 681.636,65
2. Sonstige Rückstellungen 275.400,00 204.200,00
1.463.633,86 885.836,65
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 194.444,38 305.555,50
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.143.435,23 4.329.775,24
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.801.898,05 1.230.394,11
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.545.813,46 1.722.976,23
18.684.497,52 15.798.051,34

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 21.243.140,91 16.694.386,83
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 0,00
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00
2. Sonstige betriebliche Erträge 135.827,81 193.577,61
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 613.283,91 409.255,03
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.585.157,30 1.407.033,72
2.198.441,21 1.816.288,75
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.271.896,61 5.792.895,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.688.123,59 1.204.166,80
8.960.020,20 6.997.062,79
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.394.560,76 1.015.637,23
auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 0,00
1.394.560,76 1.015.637,23
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.195.118,20 1.873.040,38
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.747,37 30.113,25
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 43.316,35 24.712,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.917.643,44 1.502.850,83
10. Ergebnis nach Steuern 4.694.615,93 3.688.485,71
11. Sonstige Steuern 857,00 985,00
12. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 4.693.758,93 3.687.500,71
13. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 371.098,33 165.597,62
14. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 5.064.857,26 3.853.098,33

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Die RadMedics GmbH ist unter der Nummer HRB 12212 im Handelsregister des Amtsgerichts Fritzlar eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Fritzlar.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß den §§ 266 und 275 HGB gegliedert. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Bilanz wurde gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG um die Posten "Forderungen gegenüberGesellschaftern" bzw. "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert.

Die geltenden deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unter der Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- undBewertungsmethoden maßgebend:

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Enthalten sind zudem erworbene Praxiswerte, die unter dem Bilanzposten "Geschäfts- oder Firmenwert" ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren bzw. 6 Jahren abgeschrieben werden. Eine längere Nutzungsdauer (6 Jahre) wird angenommen, sofern der Praxiswert in einer früheren Berufsausübungsgemeinschaft gebildet wurde.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden bei ihrer Anschaffung im Jahr 2023 in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. ihrem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Sofern der Grund für die Wertminderung entfällt, erfolgt eine Zuschreibung, maximal bis zu den Anschaffungskosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Zu Abgrenzungszwecken wurden auch noch nicht abgerechnete Leistungen an Klinikträger erfasst.

Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern werden mit 1 % verzinst und sind jederzeit mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündbar.

Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Es wurde im Geschäftsjahr nicht erhöht.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten zu erfüllen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten verzinste Darlehen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf der nachfolgenden Seite dargestellt:

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.490.802,22 159.529,73 0,00 1.650.331,95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.173.500,00 470.000,00 0,00 1.643.500,00
2.664.302,22 629.529,73 0,00 3.293.831,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 710.467,61 208.581,41 0,00 919.049,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.193.843,71 1.532.855,62 53.341,32 9.673.358,01
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 408.821,33 126.911,03 118.888,29 416.844,07
9.313.132,65 1.868.348,06 172.229,61 11.009.251,10
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 1.050,00 0,00 0,00 1.050,00
1.050,00 0,00 0,00 1.050,00
11.978.484,87 2.497.877,79 172.229,61 14.304.133,05
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1263997,52 119795,73 0 1383793,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1173495 88347 0 1261842
2437492,52 208142,73 0 2645635,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 157335,61 84571,41 0 241907,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4032775,71 1101846,62 53341,32 5081281,01
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4190111,32 1186418,03 53341,32 5323188,03
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
6627603,84 1394560,76 53341,32 7968823,28
Buchwerte
Stand 01.01.2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 266.538,70 226.804,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 381.658,00 5,00
648.196,70 226.809,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 677.142,00 553.132,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.592.077,00 4.161.068,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 416.844,07 408.821,33
5.686.063,07 5.123.021,33
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 1.050,00 1.050,00
1.050,00 1.050,00
6.335.309,77 5.350.881,03

Umlaufvermögen

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Bausparguthaben in einer Gesamthöhe von EUR 680.376,49. Da diese aus Leistungen des Gesellschafters resultieren, besteht eine korrespondierende Freigabeverpflichtung, die als Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter abgebildet wird.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen Personalaufwendungen sowie Kosten für die Jahresabschlusserstellung und -prüfung.

Verbindlichkeiten

31.12.2023 bis ein Jahr ein bis fünf Jahre über fünf Jahre
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 194.444,38 111.111,12 83.333,26 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.781.350,47 654.733,62 425.925,88 700.690,97
Übrige Verbindlichkeiten 8.665.043,54 5.157.122,58 2.183.775,65 1.324.145,31

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind sieben Finanzierungsverträge für den Erwerb von Großgeräten erfasst. Diese valutieren zum Jahresende mit einem Gesamtbetrag von EUR 2.706.425,84, der über die nächsten acht Jahre ratierlich zurückgeführt wird.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:

Verbindlichkeiten aus Steuern EUR 1.435.092,95 (Vorjahr: 1.691.975,11)
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 98.053,54 (Vorjahr: 21.748,73)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen, insbesondere für Praxisräume einzelner Standorte. Der jährliche Aufwand beträgt ca. EUR 360.000,00.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

In den sozialen Abgaben sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe vonEUR 478.566,50 (Vorjahr: EUR 372.762,05) enthalten.

Periodenfremde Aufwendungen und Erlöse

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Aufwendungen in Höhe von EUR 28.832,00 für das Jahr 2022 enthalten, die Leistungen von Klinikträgern in dem entsprechenden Jahr betreffen.

Sonstige Angaben

Beschäftigtenanzahl 2023

Arbeiter und Angestellte 128 (Vorjahr 98)
Aushilfen 10 (Vorjahr 2)
138 (Vorjahr 100)

Abschlussprüferhonorar

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängige Erleichterung i. S. d. § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB in Anspruch.

Mitglieder der Geschäftsführung

Zum alleinigen Geschäftsführer ist bestellt:

Dr. med. Jan Mariß, Radiologe, Bad Wildungen

Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Gesellschafterversammlung hat vor Aufstellung des Jahresabschlusses 2023 eine Vorabausschüttung von EUR 3.482.000,00 beschlossen. Nach Berücksichtigung dieser Ergebnisverwendung beträgt der Bilanzgewinn des Jahres 2023 EUR 5.064.857,26.

 

Fritzlar, den 18. Februar 2025

RadMedics GmbH

Dr. med. Jan Mariß

Lagebericht zum 31.12.2023 für das Geschäftsjahr 2023

RadMedics GmbH, Fritzlar

A. Einleitung

Unsere im Jahr 2016 gegründete Gesellschaft ist auf dem Gebiet der Radiologie tätig. Das Leistungsspektrum umfasst neben moderner Schnittbilddiagnostik mit MRT und CT konventionelles Röntgen, Durchleuchtung, Mammographie, Ultraschalldiagnostik sowie interventionelle Radiologie und Neuroradiologie.

Die RadMedics GmbH ist derzeit an 12 Standorten vertreten; in den meisten Fällen befinden sich unsere Praxen in Krankenhäusern, mit denen Kooperationsvereinbarungen bestehen. Aktuell unterhalten wir zwei Praxisstätten in Kassel sowie jeweils einen Standort in Fritzlar, Alsfeld, Bad Wildungen, Frankenberg, Hessisch-Lichtenau, Lauterbach, Schwalmstadt-Ziegenhain, Stadtallendorf, Witzenhausen sowie Marburg.

Unsere ärztlichen Leistungen erbringen wir sowohl für eigene ambulante Patienten, als auch für stationäre Patienten der angeschlossenen Kliniken und Krankenhäuser.

Daneben führt unsere Gesellschaft ein weitläufiges Teleradiologienetz an, dass die Regionen Nord- und Mittelhessen sowie die Ränder der angrenzenden Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen abdeckt.

Unsere kassenärztliche Tätigkeit erfolgt über mehrere Medizinische Versorgungszentren (MVZ) im Rahmen von § 95 SGB V.

Wir arbeiten in angemieteten Räumen. Die von uns eingesetzte Ausstattung befindet sich zum Teil im Eigentum der Gesellschaft, zum Teil wird sie uns im Wege von Nutzungsverträgen zur Verfügung gestellt. Sämtliche Großgeräte entsprechen dem gegenwärtigen Stand der Technik.

B. Wirtschafftbericht

I. Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen

Laut dem Statistischen Bundesamt beliefen sich die Gesundheitsausgaben im Jahr 2022 deutschlandweit auf insgesamt 498,1 Milliarden Euro. Damit steigen die Gesundheitsausgaben in Deutschland weiter an und auch der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt wächst in den letzten Jahren kontinuierlich - von 2021 zu 2022 um 12,9 Prozent.

Der Trend der Vorjahre hat sich somit auch in 2022 (498,1 Milliarden Euro) fortgesetzt.

Bild

Entwicklung Gesundheitsausgaben pro Einwohner in Deutschland

Weiterhin ist mit zunehmenden Gesundheitsausgaben pro Einwohner zu rechnen, die sich dementsprechend auf die Diagnostik und somit Radiologie positiv auswirken

Bild

Somit setzt sich daraus resultierend der positive Trend der Gesundheitswirtschaft weiterhin fort.

Bei der aktuellen wirtschaftlichen Gesamtentwicklung sind in den nächsten Jahren jedenfalls keine gewichtigen Eintrübungen der wirtschaftlichen Lage der gesetzlichen Krankenversicherungen und damit keine bedeutsame Umstellung der ärztlichen Vergütung zu erwarten. Der Bestand der privaten Krankenversicherungen scheint ebenfalls zumindest bis zum Ablauf der gegenwärtigen Legislaturperiode gesichert, da sich derzeit keine politische Mehrheit für eine Umstellung des dualen Krankenversicherungssystems findet.

Lediglich die gesamtwirtschaftliche Situation weltweit mit entsprechender Auswirkung auf Deutschland könnte die wirtschaftliche Lage und somit Einnahmensituation der Krankenversicherungen negativ beeinflussen.

Organisation

Im Bereich der Radiologie sind größere Praxisstrukturen relativ verbreitet. Mit zunehmender Praxisgröße ist zu erwarten, dass auch die Anzahl der Geräte steigt. Etwa die Hälfte aller bundesweiten Standorte (47,6%), an denen mehrere Radiologen tätig sind, beschäftigen mindestens vier Fachärzte. Dies ist auf die kapitalintensive Natur radiologischer Praxen zurückzuführen, die erhebliche Investitionen in modernste Geräte erfordert. Die größeren Strukturen ermöglichen eine umfangreichere Geräteausstattung und eine schnellere Amortisation aufgrund einer höheren Geräteauslastung. Darüber hinaus wird das wirtschaftliche Risiko durch die Beteiligung mehrerer behandelnder Ärzte gemindert.

II. Eigener Geschäftsverlauf

Während der Fokus in den zurückliegenden Geschäftsjahren auf der Prozessoptimierung und Digitalisierung lag, wurde der Schwerpunkt in 2022 und 2023 auf das Umsatzwachstum sowie Aufbau weiterer Standorte gesetzt. Darüber hinaus wurden für die Gewährleistung einer gleichbleibenden Qualität intensiv am Thema der SOP's (Standard Operating Procedure) gearbeitet. Diese wurden im Geschäftsjahr weitestgehend etabliert und zählen nun zu den standardisierten Vorgehensweisen unserer betrieblichen Organisation.

Des Weiteren wurden die Unternehmensziele Zentralisierung, Standardisierung und auch Digitalisierung weiterverfolgt. Die Zentralisierung der Terminvergabe ist für sämtliche Praxen in die Konzernzentrale abgeschlossen und durch einen optimierte online-Terminvergabe unterstützt.

Des Weiteren erfolgt die weitere Integration von radiologischen Praxen sowie die Vorbereitung zur Erweiterung unseres Spektrums.

1. Fallzahlen

Im Jahr 2023 wurden 268.885 (218.054 VJ) Fälle befundet, hiervon sind 81.696 (67.852 VJ) Fälle dem Bereich der Teleradiologie zuzurechnen. Gegenüber den Fallzahlen des Vorjahres ist eine Steigerung von ca. 23% festzustellen.

2. Investitionen

Der Bereich der BGA erhöhte sich gegenüber Vorjahr um 431 TEUR auf 4.592 TEUR. Diese Investitionen stehen insbesondere im Zusammenhang mit dem Ausbau unserer neuen Praxis in Marburg und in der Erweiterung unseres Fuhrparks.

3. Personal

Die RadMedics GmbH beschäftigte zum 31. Dezember 2023 143 Mitarbeiter. Unter Berücksichtigung der Zu- und Abgänge konnte der Personalbestand damit um 37 Personen im Vergleich zum Jahresende 2022 für das Unternehmen erhöht werden.

C. Wirtschaftliche Lage im jahr 2023

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich von TEUR 15.798 im Vorjahr auf TEUR 18.683 in 2023. Ursächlich für den Anstieg der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie das Umlaufvermögen.

2. Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens ist stabil, unserer Geschäftsmodell hat sich auch in der Pandemie bewährt. Insbesondere die aktuelle Ergebnissituation sichert die Finanzlage der Gesellschaft und ist zugleich Basis für weiteres Wachstum. Die Zahlungsfähigkeit war während des Geschäftsjahres jederzeit sichergestellt.

3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 27,3 % auf TEUR 21.256 gestiegen; hauptsächlich aufgrund gestiegener Fallzahlen und Ausbau übernommener Praxissitze sowie im Bereich der Teleradiologie.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 33,4 % auf TEUR 9.332 gestiegen.

Das Ergebnis (Jahresüberschuss gemäß G&V) beträgt TEUR 4.693 (Vorjahr: TEUR 3.688).

4. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

2023 2022
Eigenkapitalquote: 45% 46%
Gesamtrentabilität: 42% 39%

Die Eigenkapitalquote bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres. Dies liegt vor allem an den jeweils gestiegenen Eigenkapital und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung. Ebenso gab es eine Ausschüttung. Die Gesamtrentabilität hat sich aufgrund steigender Erlöse verbessert.

D. Prognose zur Entwicklung

Bei der sich abzeichnenden - jedenfalls nicht negativen - wirtschaftlichen Fortentwicklung und den damit verbundenen, nach wie vor stabilen GKV-Leistungen wird für daskommende Jahr mit einer Ertragslage und einer Ergebnissituation annähernd auf dem Niveau des Jahres 2023 gerechnet. Somit wird ein Jahresüberschuss in der Spanne zwischen TEUR 3.500 und TEUR 4.000 erwartet, bei einem erneut etwas höheren Umsatzniveau.

in TEUR IST 2022 Plan 2023 IST 2023
Umsatz 16.694 17.000 21.240
Jahresüberschuss 3.688 4.000 7.702

Die deutliche Plan/ Ist-Abweichung für das Jahr 2023 ist im Wesentlichen auf folgenden Bedingungen zurückzuführen:

- Veränderte Wettbewerbssituation an einem Standort, indem ein Mitbewerber seinen Geschäftsbetrieb nur noch in deutlich reduzierter Form fortführen konnte und daher erheblich höhere Umsätze generiert werden konnten.

- Weitere Optimierung der Abrechnung.

- Die Neukundenakquise bzw. Teilnahme an Ausschreibungsverfahren ist ein langwieriger Prozess, so dass mögliche Umsätze mit Neukunden nur sehr zurückhaltend in bei der Planung berücksichtigt werden.

E. Risiko- und chancenberichterstattung

1. Risikomanagement

Es werden verschiedene Risikobereiche (z. B. Ertragslage, Liquiditätslage, Patientenversorgung, Energiesicherheit, IT-Sicherheit, Personalentwicklung usw.) durch das Management beobachtet und entsprechende Verantwortlichkeiten sind festgelegt.

Für Medizinische Vorgänge ist ein Critical Incident Reporting System (CIRS) eingerichtet. Dieses ist für alle Standorte verfügbar und Meldungen werden zeitnah ausgewertet.

Die Qualitätssicherung erfolgt über ein Qualitätsmanagementsystem, das nach DIN ISO 9001:2020 zertifiziert ist. Dies wirkt sich positiv auf den Bereich des Risikomanagements aus.

Geschäftsrisiken sind bis zu branchenüblichen Beträgen zudem über abgeschlossene Versicherungen abgesichert, so dass im Schadensfall wirtschaftliche Belastungen beherrschbar bleiben.

2. Chancen und Risiken

Der technische Fortschritt bringt einen ständigen Bedarf an - ggfs. auch größeren - Investitionen mit sich. Zudem zeigt sich, dass die Gewinnung von Mitarbeitern aufgrund des hohen Anforderungsprofis zunehmend schwieriger wird. Der Fachkräftemangel wird auch in den kommenden Jahren zunehmen. Ein Konzept zur Mitarbeitergewinnung wird daher angestrebt.

Der Einsatz von KI wird in unserem Bereich mittelfristig zu Veränderungen führen, die sich unternehmensbezogen positiv auswirken werden. Die bisherige Befunderstellung kann durch den Einsatz KI erweitert werden. Darüber hinaus besitzt diese Technologie ein hohes Potential, um im Bereich der Radiologie eingesetzt zu werden.

Andererseits sehen wir aufgrund der soliden Ertragslage und der für uns gesicherten Finanzierung keine Liquiditätsprobleme. Das grundsätzliche Risiko einer Änderung der Gebührenordnungen durch den Gesetz- bzw. Verordnungsgeber halten wir ebenfalls für gering.

Die Veränderungen in der stationären Versorgung und hinsichtlich der deutschen Krankenhauslandschaft bergen Risiken für unsere Vertragspartner. Krankenhausschließungen könnten zu Umsatzeinbußen führen, die jedoch als beherrschbar eingestuft werden. Gleichermaßen könnte ein Insourcing im Krankenhaussektor zu Einbußen führen, sofern Krankenhäuser, z. B. im Rahmen von Fusionen, Leistungen wieder selbst erbringen.

Andererseits ergeben sich Wachstumspotenziale aus dem bestehenden Kostendruck, dem die Krankenhäuser ausgesetzt sind, insbesondere für den Bereich der Telemedizin durch Kooperationen mit Krankenhäusern.

Daher sehen wir optimistisch in die Zukunft.

 

Fritzlar, den 18.02.2025

RadMedics GmbH

Dr. med. Jan Mariß, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk zum 31.12.2023

An die RadMedics GmbH, Fritzlar

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RadMedics GmbH, Fritzlar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RadMedics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, den 18. Februar 2025

Strecker Berger + Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Torben Teichmann, Wirtschaftsprüfer

Michael Krug, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der RadMedics GmbH, Firtzlar, wurde am 19.03.2025 festgestellt.

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