ReBa Invest GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Dietmar Dr. Goldmann seit 1.10.2015 | Prokura |
Albert Mantel seit 19.4.2013 | Geschäftsführer |
René Baumann seit 19.4.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Albert Mantel | 70.50% |
| 26.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Optimax Energy GmbHEigenbeteiligung | 3.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Optimax Energy GmbHLeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Optimax Energy GmbH, Leipzig1. Grundlage des Unternehmens Die Optimax Energy GmbH ist ein Stromhandelsunternehmen mit Sitz in Leipzig. Sie ist an drei europäischen Strombörsen registriert und in sieben europäischen Strommärkten aktiv. Zu ihren Kunden zählen große kommunale Energieversorger, Erzeuger und Direktvermarkter von Erneuerbaren Energien sowie andere Stromhandelsunternehmen. Optimax Energy bietet seinen Kunden Dienstleistungen in den Bereichen Intradayhandel, Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen, Kraftwerkseinsatz-Optimierung sowie Marktzugangsservice zu europäischen Strombörsen an. Die Optimax Energy GmbH hat 2022 im Schnitt 36 Mitarbeitende beschäftigt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung am europäischen Energiemarkt Das Jahr 2022 war geprägt von massiven Preissteigerungen für Energieerzeugung, allen voran für fossile Energieträger. Diese hatten bereits mit einem deutlichen Anstieg der Gaspreise in der zweiten Jahreshälfte 2021 begonnen, erreichten jedoch völlig neue Dimensionen mit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Drosselung und späteren Einstellung der Gaslieferungen aus Russland. Infolgedessen stiegen die Energiepreise an den Großhandelsmärkten auf Rekordhöhe und es war eine starke Volatilität der Preise auf einem hohen Niveau zu beobachten. Die Preise für Erdgas stiegen gegenüber dem Jahresmittelwert 2021 im Durchschnitt um 204 %, für Steinkohle um 148 % und um 63 % für Mineralöl.1 Die hohen Energiepreise zogen einen deutlichen Anstieg der Inflation nach sich; für das Gesamtjahr 2022 wird eine durchschnittliche Inflationsrate von 8,5 % im Euro-Raum erwartet.2 Ebenfalls verstärkt wird die Inflation durch die Folgen der weltweiten Klimaerwärmung und unter anderem dadurch bedingte Ernteausfälle sowie eine erhöhte Stromnachfrage für den Betrieb von Klimaanlagen (wodurch wiederum mehr fossile Brennstoffe verbraucht werden). Die europäische Energiepolitik war aufgrund der Engpässe bei Gaslieferungen vor allem mit Maßnahmen zur Krisenbewältigung und Energieversorgungssicherheit beschäftigt, was teilweise zu Lasten von klimapolitischen Maßnahmen ging. Am 06.10.2022 stimmten die Mitgliedstaaten auf EU-Ebene der Verordnung des Rates zur Einführung einer Obergrenze für Markterlöse und der Rückverteilung eines Großteils der Überschusserlöse von Erzeugern an Strom-Endkunden förmlich zu. Mit dieser Verordnung hat der europäische Energiemarkt den schwerwiegendsten Eingriff seit der Liberalisierung erlebt. Hingegen wurden beispielsweise die Bemühungen um eine Beendigung der Subventionen für fossile Energieträger unterbrochen und der Kohleausstieg in mehreren EU-Staaten verschoben. Entwicklung am deutschen Energiemarkt In Deutschland kam es infolge der Energiekrise und der damit verbundenen Einsparungen zu einer Absenkung des Primärenergieverbrauchs auf den tiefsten Stand seit 1990, zu welcher gleichzeitig aber auch Energieeffizienzmaßnahmen, Produktionsrückgänge und geringe Heizverbräuche (z. T. bedingt durch milde Witterung) beigetragen haben. Insgesamt lag der Stromverbrauch bei 550 TWh und damit 3 % unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig kletterten die Preise für Erdgas durch den Lieferstopp aus Russland auf ein Rekordniveau. Das fehlende Gas wurde durch Kohle und Öl ersetzt, woraufhin auch deren Preise sich zeitweise vervielfachten. Am Ende des Jahres 2022 waren durch gezielte Aktivierung 2 GW mehr Leistung aus Kohlekraftwerken in der Produktion als Ende 2021. Dennoch war die Kohleverstromung im Jahr 2022 aufgrund der hohen Gaspreise fast durchgängig günstiger als die Verstromung von Erdgas. Gleichzeitig sank durch geplante Abschaltungen die Stromerzeugung von Kernkraftwerken um 45 %.3 Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen im Jahr 2022 betrug 256 TWh an der Gesamtenergieproduktion, das ist mit 46,0 % ein leichtes Plus im Vergleich zum Jahr 2020 mit 44,2 % (2021 hatte es einen Rückgang von 4,1 % gegeben). Davon entfielen 128 TWh auf Windkraft und 61 TWh auf Sonnenenergie (23 % mehr als 2021, was an den guten Wetterbedingungen lag). Insgesamt war der Zubau der Erneuerbaren Energien von 2,4 GW (Windkraft) und 7,2 GW (Solarenergie) im Jahr 2022 etwas höher als im Vorjahr (2021: 6 GW insgesamt).4 Auch im Jahr 2022 war Deutschland wieder Nettostromexporteur; insgesamt wurden 75,4 TWh exportiert (2021: 70,3 TWh) und 48,6 TWh importiert (2021: 51,7 TWh). Erwähnenswert ist hier vor allem der Export an Frankreich (38 % mehr als 2021), wo im Jahr 2022 mehrere Kernkraftwerke planmäßig gewartet und unplanmäßig auf Grund von Mängeln zeitweise vom Netz gehen mussten. Insgesamt wurden im Jahr 2022 577 TWh Strom erzeugt (Bruttostromerzeugung).5 Die EU-Verpflichtung zur Gewinnrückführung von Markterlösen seitens der Erzeuger wurde in Deutschland mit dem Gesetz zur Strompreisbremse (StromPBG) umgesetzt. Erwähnenswert für die Entwicklungen im Strommarkt sind noch die deutlich gestiegene Anzahl der Eingriffe seitens der Netzbetreiber im Netzengpassmanagement (um Überlastungen der Netze zu vermeiden bzw. Versorgungssicherheit zu gewährleisten) sowie deren immens gestiegene Kosten. Die Maßnahmen zur Einspeiseerhöhung bzw.-reduzierung entsprachen einem Volumen von 20,8 TWh, was einer Steigerung von 69 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Kosten hierfür stiegen um 171 %, was vor allem auf die gestiegenen Börsenpreise zurückzuführen ist. Für eine Reduzierung dieser Kosten sind ein schneller Netzausbau, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie eine bessere Nutzung von Flexibilitätspotential bei großen Verbrauchern durch Lastmanagement, v.a. in der Industrie, vonnöten.6 Mit dem Beginn des Ukraine-Kriegs und der Einstellung der russischen Erdgas-Lieferungen begannen politische Debatten um die zukünftige Versorgungssicherheit und entsprechende politische Maßnahmen, welche u. a. im LNG-Beschleunigungsgesetz (zum Bau von LNG-Terminals), gesetzlichen Energiesparmaßnahmen sowie im "Osterpaket", das im April 2023 vorgelegt wurde, resultierten. Letzteres enthält eine Reihe von Gesetzen zur Förderung der Erneuerbaren Energien mit dem Ziel, 2030 einen Anteil von 80 % am Stromverbrauch in Deutschland zu erreichen. Hierzu wurden Bau und Betrieb von EE-Anlagen als Schutzgüter "im überragenden öffentlichen Interesse" eingestuft (§ 2 EEG 2023), Ausschreibungssysteme geändert, Maßnahmen zur Beschleunigung des Netzausbaus festgeschrieben und Vorgaben zum Artenschutz geändert. Entwicklung am europäischen Intraday-Markt Die bereits 2021 verzeichneten Preissteigerungen im Strommarkt setzten sich im Jahr 2022 fort. Im Wesentlichen folgte die Strompreisentwicklung der Preisentwicklung für Erdgas. Am 08.03.2022 erreichte der Day-Ahead-Preis den Spitzenwert von 487,57 EUR/MWh, sank ab Mitte März in etwa wieder auf das Vorjahresniveau und sank auf das Jahresminimum von 36,85 EUR/MWh am 28.05.2022.7 Aufgrund des endgültigen Gaslieferstopps aus Russland gab es ab Juni erneut einen rasanten Preisanstieg bis auf den Jahreshöchstwert von 871,00 EUR/MWh am 29.08.2022 zwischen 19 und 20 Uhr. Zwischen August und November sanken die Erdgaspreise dank gefüllter Speicher und milder Witterung (sowie hoher Solar- und Windproduktion), sodass zeitweise die Kohlestromerzeugung wieder teurer war als die Erdgasverstromung.8 Im Dezember zog der Erdgaspreis wieder an und damit auch der Day-Ahead-Preis, der Ende des Jahres bei 250 EUR/MWh lag.9 Der durchschnittliche Großhandelsstrompreis in Deutschland für das Jahr 2022 lag bei 235,45 EUR/MWh und hat sich damit mehr als verdoppelt (2021: 96,85 EUR/MWh). In den deutschen Anrainerstaaten zeigt sich ein analoges Bild: ein Durchschnittspreis von 228,37 EUR/MWh im Vergleich zu 96,13 EUR/MWh im Jahr 2021.10 Der niedrigste Großhandelsstrompreis wurde am 20.03.2022 zwischen 13 und 14 Uhr mit -19,04 EUR/MWh verzeichnet. Während dieser Stunde wurde der Stromverbrauch fast vollständig durch den eingespeisten Strom erneuerbarer Energien abgedeckt. Dieser lag bei 53,3 GWh; die Netzlast bei 53,8 GWh. Im gleichen Zeitraum exportierte Deutschland netto 15,0 GWh Strom u. a. nach Österreich (3,1 GWh), Dänemark (3,0 GWh) und Frankreich (2,4 GWh).11 Bedeutend zugenommen hat die Preisvolatilität im Jahr 2022: Bei den Day-Ahead-Preisen lag der Unterschied zwischen den günstigsten und teuersten Stunden bei 700 EUR/MWh.12 Das Handelsvolumen an den europäischen Strombörsen stieg erneut an und erreichte neue Rekorde: An der Nordpool wurden nach eigenen Angaben im Jahr 2022 insgesamt 1077 TWh gehandelt und damit 12 % mehr als 2021 (Kauf- und Verkaufsvolumen addiert)). Sowohl im Intraday- als auch im Day-Ahead-Handel gab es beträchtlichen Zuwachs an Handelsvolumen: + 50 % (Intraday gesamt) bzw. für den Day-Ahead-Handel + 58 % in UK und + 63 % (West- und Zentraleuropa).13 Die EPEX SPOT meldet ein Handelsvolumen von insgesamt 611,2 TWh, davon entfielen 475,6 TWh auf den Day-Ahead-Handel und 134,6 TWh auf den Intraday-Handel, welcher damit einen neuen Rekord erreichte (2021: 123,3 TWh).14 Beide Börsen berichten von einer sehr hohen Preisvolatilität und betonen die Notwendigkeit eines besseren Flexibilitätsmanagements auf der Verbraucherseite wie auch einer verstärkten Investition in den Ausbau von erneuerbaren Energien zur Stabilisierung des Preisniveaus an den Märkten. 2.2. Geschäftsverlauf Optimax Energy zieht für das vergangene Geschäftsjahr ein sehr positives Fazit, insgesamt konnte zum 31.12.2022 ein Jahresüberschuss von 28,02 Mio. EUR erwirtschaftet werden. Die angewendeten Handelsstrategien erwiesen sich auch in Zeiten starker Volatilität und eines deutlich erhöhten Preisniveaus als robust. Ein besonderer Fokus lag und liegt auch zukünftig auf der Optimierung der hauseigenen Handelssoftware. In Bezug auf die Erweiterung des Direktvermarktungsportfolios konnte der Vertrieb Ende des Jahres beachtliche Erfolge erzielen, sodass die Optimax Energy zum Jahresbeginn 2023 mit einem vergrößerten Portfolio an Wind- und Solarparks ins neue Geschäftsjahr starten konnte. Die Personalkosten stiegen aufgrund der wachsenden Mitarbeitendenzahlen um rund 50 % auf 1,86 Mio. EUR. Insgesamt sind zum Jahresende 42 Mitarbeitende bei der Optimax Energy angestellt, zum Ende des Vorjahres waren es noch knapp 30. Im Zuge dessen wurde mit der Suche nach neuen Räumlichkeiten in Leipzig begonnen, dieser Prozess wird im Jahr 2023 fortgesetzt. Der Anstieg der betrieblichen Aufwendungen ist größtenteils auf eine Zunahme der Aufwendungen aus Währungsumrechnungen (1,38 Mio. EUR im Jahr 2022 im Vergleich zu 157 TEUR in 2021) und der periodenfremden Aufwendungen (1,29 Mio. EUR im Vergleich zu 241 EUR in 2021) zurückzuführen. Letztere entstehen durch branchenübliche nachgelagerte Abrechnungszyklen. Demgegenüber stehen periodenfremde Erträge in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 151 TEUR) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 816 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR). Der Anstieg der Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen hängt mit einem gesteigerten Umsatzvolumen in GBP zusammen, welches sowohl aus einem Anstieg der Strompreise als auch einer Erhöhung der gehandelten Menge resultiert. 2.3. Ertragslage Die Höhe der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf 2,62 Mrd. EUR. Der Anstieg kann mehrheitlich auf das hohe Strompreisniveau zurückgeführt werden, rund 34 % des Anstiegs der Umsatzerlöse resultieren außerdem aus einer Steigerung des Handelsvolumens im Vergleich zum Vorjahr. Den Umsatzerlösen gegenüber stehen Materialaufwendungen für den Stromeinkauf in Höhe von insgesamt 2,57 Mrd. EUR, diese korrelieren ebenfalls mit den gestiegenen Strompreisen sowie dem Anstieg des Handelsvolumens von 14,6 TWh in 2021 auf 18,7 TWh im Jahr 2022. 2.4. Vermögens- und Finanzlage Das Guthaben bei Kreditinstituten und der sonstige Kassenbestand betrugen zum Stichtag 31.12.2022 14,05 Mio. EUR (Vorjahr: 0,71 Mio. EUR). Die bei Geschäftspartnern und Börsen hinterlegten Sicherheiten betrugen zum Jahresende knapp 32,3 Mio. EUR, im Vorjahr waren es noch 11,9 Mio. EUR. Der Anstieg der Sicherheitsleistungen resultierten aus dem gestiegenen Strompreisniveau und damit zusammenhängend erhöhten Risikoparametern, welche seitens der Netzbetreiber und Börsen bei der Berechnung der notwendigen finanziellen Sicherheitsleistungen angesetzt wurden. Die Rückstellungen betrugen aufgrund der gestiegenen Steuerlast rund 10,56 Mio. EUR (Vorjahr: 3,67 Mio. EUR), davon Steuerrückstellungen in Höhe von 10,49 Mio. EUR. 1 Agora Energiewende (2023): Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2022. Rückblick auf die wesentlichen Entwicklungen sowie Ausblick auf 2023, März 2023, S. 21. 2 Agora Energiewende (2023), S. 19. 3 Agora Energiewende (2023), S. 7f. 4 Agora Energiewende (2023), S. 7f. 5 Agora Energiewende (2023), S. 41f. 6 Agora Energiewende (2023), S. 58f. 7 Agora Energiewende (2023), S. 27 8 https://www.smard.de/page/home/topic-article/444/209624 9 Agora Energiewenden (2023), S. 28 10 https://www.smard.de/page/home/topic-article/444/209624 11 https://www.smard.de/page/home/topic-article/444/209624 12 Agora Energiewende (2023), S. 33. 13 https://www.nordpoolgroup.com/en/message-center-container/newsroom/exchange-message-list/2023/q1/nord-pool-announces-2022-trading-figures/ 14 https://www.epexspot.com/en/news/power-markets-deliver-transparent-price-signals-under-increased-supply pressure 3. Risikobericht Optimax Energy setzt bei den Themen Compliance und Risikomanagement auf selbst entwickelte Steuerungs- und Kontrollsysteme und zuverlässige Software, der eine komplexe Methodik zur Analyse und Erfassung bestehender und zukünftiger Risiken zu Grunde liegt. Neben der sorgfältigen Auswahl und Schulung von Personal bilden die Einhaltung interner Richtlinien zur Entscheidungsfindung sowie zur Entwicklung und Umsetzung von betrieblichen Prozessen eine wichtige Grundlage für das Risikomanagement. Es bestehen darüber hinaus die folgenden üblichen allgemeinen Markt- und Wettbewerbsrisiken am Stromhandelsmarkt: Preisrisiken Nach einem sehr volatilen und im Vergleich zum Vorjahr stark erhöhten Preisniveau im gesamten Strommarkt verspricht das Jahr 2023 eine deutliche Entspannung der Lage und damit einhergehend auch der Preisrisiken. Nichtsdestotrotz rangieren die aktuellen Terminmarktpreise für 2023 noch über dem Vorkrisenniveau, abhängig von der Wetterentwicklung kann es vor allem in den Wintermonaten 2023 zu steigenden Strompreisen im Intraday- und Day-Ahead-Strommarkt kommen. Um Preisrisiken zu minimieren, liegt bei der Optimax Energy ein besonderes Augenmerk auf dem Liquiditätsmanagement sowie der Anpassung und ggf. der Einschränkung der Handelsstrategien. Ausfallrisiken (Kontrahentenrisiko) Unter Kontrahentenrisiko wird das Risiko verstanden, das mit der Fähigkeit der Transaktionspartner, die vertraglichen Verpflichtungen einzuhalten, verbunden ist. Der Ausfall eines Transaktionspartners kann z. B. nur zu höheren Kosten ersetzt werden. Die Absicherung gegen dieses Risiko führt u. a. dazu, dass bei Handelspartnern und Börsen höhere Sicherheiten zu hinterlegen sind, was wiederum Einfluss auf die Liquiditätslage hat. Im Jahr 2022 kamen sämtliche Transaktionspartner der Optimax Energy ihren vertraglichen Verpflichtungen nach, es wurden keinerlei (Zahlungs-)ausfälle verzeichnet. Prognoserisiken (Langfrist/Kurzfrist) Prognosen beinhalten implizit einen Prognosefehler allein aufgrund der Annahme, dass sich historisch beobachtete Ereignisse in der Zukunft wiederholen werden. Bisher nicht beobachtete Ereignisse finden keine Berücksichtigung. Insbesondere im Stromhandelssektor werden die Preise von einem Zusammenspiel diverser Faktoren beeinflusst, was zum einen die Komplexität der Prognosen erhöht, zum anderen auch immer bei der Verwendung bzw. Betrachtung von prognostizierten Daten berücksichtigt werden muss. Buchhaltungsrisiko Durch unterschiedliche Abrechnungsmodalitäten, vor allem im Vergleich von Börsen und sonstigen Geschäftspartnern, kann es kurzfristig zum Ausweis von Gewinnen oder Verlusten kommen, die erst nachträglich bei Vorliegen aller für den Leistungszeitraum relevanten Abrechnungen korrigiert werden können. Operationelles Risiko Operationelle Risiken beinhalten das Risiko von Verlusten aufgrund von untauglichen Informations- und Kontrollsystemen, menschlichen Fehlern oder Managementversagen. Durch die zunehmende Komplexität in den Prozessen und Softwaresystemen erhöht sich auch das Risiko von Fehlern; eine entsprechende Sensibilisierung der Akteure sowie der Einsatz von zusätzlichen Kontrollmechanismen minimieren die Fehleranfälligkeit. Juristisches Risiko Ein juristisches Risiko tritt z. B. bei Geschäften mit ausländischen Vertragspartnern auf. Meldet beispielsweise der Vertragspartner Insolvenz an, befindet man sich im Insolvenzrecht des jeweiligen Landes. Legislatives Risiko Legislative Risiken können sich ergeben, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen sich ändern, aber die langfristige Unternehmensstrategie nicht darauf eingestellt ist. Dieses Risiko kann für Optimax Energy als gering angesehen werden, da eine Änderung des Marktdesigns, v.a. im Intraday-Segment nicht kurzfristig möglich ist. 4. Prognose- und Chancenbericht Unter Berücksichtigung der aktuellen Lage im europäischen und deutschen Strommarkt geht es auch im Jahr 2023 um die kontinuierliche Weiterentwicklung der Handels- und Monitoringsysteme. Risiken wird auch hier proaktiv durch die personelle Aufstockung im Bereich der IT-Sicherheit und der Schulung der Mitarbeitenden begegnet. Weiterhin spielt das Liquiditätsmanagement eine zentrale Rolle, hier kann erstmals wieder vom steigenden Zinsniveau profitiert werden. In Bezug auf die Geschäftstätigkeiten verspricht das Jahr 2023 eine Ausweitung des Geschäftsfeldes der Direktvermarktung. Zentrale Herausforderung ist und bleibt auch in den kommenden Jahren die Personalrekrutierung und -entwicklung. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Bereich Softwareentwicklung aber auch im Bereich Personal und Handel ist weiterhin hoch und Optimax Energy steht dabei in Konkurrenz zu vielen anderen regionalen und überregionalen Unternehmen. Auf Grundlage der aktuellen und erwarteten Strompreisentwicklungen rechnet die Geschäftsführung der Optimax Energy im Jahr 2023 mit einer fortwährend positiven Unternehmensentwicklung mit einer leichten Steigerung des Handelsvolumens bei einem Umsatz von 1.139.336 TEUR mit einem Ergebnis nach Steuern von rund 12.313 TEUR.
Leipzig, 9. August 2023 Optimax Energy GmbH, Albert Mantel Optimax Energy GmbH, René Baumann HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Optimax Energy GmbH, LeipzigA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Leipzig und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig (HRB 29307). Der Jahresabschluss ist nach den Bestimmungen der §§ 246 bis 256 und 265 ff. HGB gegliedert sowie nach den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgt entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten angesetzt. Für die Bewertung werden die Material- und Fertigungseinzelkosten berücksichtigt, welche bei der jeweiligen Entwicklung angefallen sind. Bei den zum Bilanzstichtag schon fertiggestellten einzeln veräußerbaren Vermögensgegenständen erfolgt die planmäßige Abschreibung nach der linearen Methode. Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit ihren Nominalbeträgen angesetzt. Die Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bewertet. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 24.512,00 (Vorjahr EUR 33.994,00) einer Ausschüttungssperre. Passive latente Steuern infolge der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände sowie weiterer Differenzen in den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 32 % errechnet. Das gezeichnete Kapital ist entsprechend des im Handelsregister des Amtsgerichtes Leipzig eingetragenen Stammkapitals in der Bilanz zum Nennbetrag angesetzt. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen erfasst. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Bei allen Positionen können die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. C. Erläuterungen und Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich aus der Anlage zum Anhang. Die Forderungen haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen im Berichtsjahr TEUR 3.495 (Vorjahr: TEUR 1.257) und setzen sich vollständig aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammen. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen im Berichtsjahr TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 4) und setzen sich im Berichtsjahr 2022 vollständig aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Sicherheiten in Höhe von EUR 32.297.885,09 (Vorjahr EUR 11.989.116,30) mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr enthalten. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 32.680,00 (Vorjahr EUR 32.680,00). Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abschluss und Prüfung (TEUR 65; Vorjahr TEUR 67). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen im Berichtsjahr 2022 TEUR 14.742 (Vorjahr: 5.323) und setzen sich vollständig aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zusammen und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1.000). Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr ebenfalls eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 720.272,85 (Vorjahr EUR 1.122.871,01) sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten i. H. v. EUR 23.757,57 (Vorjahr EUR 706.462,47) enthalten. Die passiven latenten Steuern betragen EUR 9.951,04 (Vorjahr EUR 10.878,08). Die Auflösung in Höhe von EUR 927,04 (Vorjahr EUR 27.861,76) erfolgt durch Verbuchung des Ertrages unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag. Die passiven latenten Steuern resultieren aus den Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz und ermitteln sich wie folgt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen von Wesentlichkeit bestehen am Bilanzstichtag nicht. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.908,1 (Vorjahr TEUR 151,2) ausgewiesen. Zudem sind die Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 816,2 (Vorjahr TEUR 40,3) enthalten. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.290,9 (Vorjahr TEUR 240,6) ausgewiesen. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 1.379,3 (Vorjahr TEUR 156,5) enthalten. Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen TEUR 52,2 (Vorjahr: TEUR 23,2) werden Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 9.064,97 (Vorjahr: EUR 281,00) ausgewiesen. E. Sonstige Angaben Konzernabschluss Die Gesellschaft soll in den Konzernabschluss der Elster Invest GmbH, Leipzig (gleichzeitig kleinster und größter Kreis von Unternehmen nach § 285 Nr. 14 und 14a HGB) einbezogen werden. Der Konzernabschluss der Elster Invest GmbH, Leipzig wird nach Fertigstellung im Unternehmensregister offengelegt. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2022 beschäftigt die Gesellschaft im Durchschnitt 36 Mitarbeiter (Vorjahr 29 Mitarbeiter). Honorar Abschlussprüfer Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers. Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt TEUR 26 (netto) und entfällt komplett auf die Abschlussprüfung. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 waren: • Herr René Baumann, Leipzig; Dipl.-Wirt.-Ing. • Herr Albert Mantel, Leipzig; M. Sc. in Energy Management Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit sowie befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten, Rechtsgeschäfte abzuschließen. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 betragen EUR 118.260,00 (Vorjahr EUR 92.948,98). Anteile an verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft hält sämtliche Anteile an der Optimax Energia EOOD mit Sitz in Bulgarien. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2022 TBGN 2 (Vorjahr TBGN 4) sowie das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2022 TBGN -2 (Vorjahr TBGN -3). Gewinnvortrag / Eigene Anteile Der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten sowie Nennbetrag wurde im Jahr 2018 mit der Kapitalrücklage verrechnet. Der verbleibende Betrag wurde vom Gewinnvortrag abgezogen. Ergebnisverwendung Die Gesellschaft beabsichtigt, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 47.767.290,55 auf neue Rechnung vorzutragen.
Leipzig, 9. August 2023 Optimax Energy GmbH, Albert Mantel Optimax Energy GmbH, René Baumann sonstige BerichtsbestandteileEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022der Optimax Energy GmbH, Leipzig
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.08.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Optimax Energy GmbH, Leipzig PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Optimax Energy GmbH, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Optimax Energy GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 9. August 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Hartmut Pfleiderer, Wirtschaftsprüfer Daniel Preißler, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
46 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Elektrizitätshandel
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erbringung von Fundraising-Dienstleistungen
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Messe-, Kongress- und Business-Event-Veranstalter
Vermittlung von Arbeitskräften
Architekturbüros für Hochbau
Beteiligungsgesellschaften
Fernsehveranstalter und Verbreitung von Videoinhalten
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Organisationen der Bildung, Wissenschaft und Forschung
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Betrieb von Sportanlagen
Vermittlungstätigkeiten für die Personenbeförderung
Ambulante Pflegedienste
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Einzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Reparatur und Instandhaltung von elektrischen Ausrüstungen
Herstellung von Turbinen
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Zahnarztpraxen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Rechtsanwaltskanzleien und Notariate
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Rechtsanwaltskanzleien und Notariate
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Rechtsanwaltskanzleien und Notariate
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen