Sauerland Solar Fund GmbH & Co.KG
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Schnurbusch seit 2.12.2022 | Prokura |
Frank Beers seit 7.7.2022 | Prokura |
Susanne Frank seit 7.7.2022 | Prokura |
Michael Schulte seit 19.1.2022 | Prokura |
Raino Rieseler seit 20.2.2019 | Geschäftsführer |
Michael Keller seit 30.11.2017 | Prokura |
Bernhard Pawlik seit 30.4.2014 | Geschäftsführer |
Holger Altrock seit 13.1.2009 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ubbink B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Centrotherm Systemtechnik GmbHBrilonJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäftsmodell Die Centrotherm Systemtechnik GmbH (im Folgenden: Centrotherm) zählt europaweit, aus Sicht der Unternehmensleitung, zu den führenden Anbietern von Kunststoffabgassystemen für die Brennwerttechnik. Als zusätzlichen Geschäftsbereich werden seit 2011 Komponenten und Systembaugruppen für den Lüftungsbereich (Ventilation) gefertigt. Dieser Bereich schafft Synergien zum Bereich Abgastechnik (Gas Flue) und baut auf vorhandenem Know-how auf. Als Tochtergesellschaft der CENTROTEC SE hat sich Centrotherm auf die Entwicklung nachhaltiger Lösungen spezialisiert, die dazu beitragen sollen, Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen. Des Weiteren entwickeln wir aktiv und in verschiedenen Projekten neue Produkte für den Bereich der Gebäudeheizung und Gebäudeventilation. Neben der Systementwicklung bieten wir unseren OEM-Kunden auch Service-Dienstleistungen. Wir beraten und unterstützen sie zum Beispiel bei Planung, Berechnungen oder Schulungen. Als finanzielle Leistungsindikatoren werden bei Centrotherm insbesondere der Umsatz sowie die EBIT-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Verhältnis zu Umsatzerlösen) herangezogen. Centrotherm unterhält ein Managementsystem zertifiziert nach den Normen DIN EN ISO 9001 (Qualität), IATF 16949 (Automobil), DIN EN ISO 14001 (Umwelt) und DIN EN ISO 50001 (Energie). II. Forschung und Entwicklung Gemeinsam mit unseren Kunden investieren wir Zeit und Know-how in die Entwicklung neuer Lösungen, die auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Deshalb verstehen wir uns weniger als "Bauteillieferant", sondern auch als ein Spezialist für Sonderlösungen und Systeme. Wir optimieren unsere Abgas- und Lüftungssysteme kontinuierlich und entwickeln so neue, innovative Konzepte, die die OEM-Kunden als Komplettsysteme zusammen mit Ihren Heiz- oder Lüftungsgeräten vertreiben. Im Jahr 2023 sind 1.161 TEUR an Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen (Vorjahr 1.164 TEUR). Des Weiteren arbeiten wir an Projekten, um unser Produktportfolio im Bereich der Heiz- und Lüftungstechnik weiter auszubauen. III. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort (Quelle Statistisches Bundesamt (DESTATIS)). Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte (Quelle Statistisches Bundesamt (DESTATIS)). Gas Flue Die Anzahl der verkauften Wärmeerzeuger (inkl. Wärmepumpen und Biomasse) ist lt. BDH (Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie) im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 34% (nur Deutschland) gestiegen. Heizsysteme auf der Basis von Öl-Brennwert waren mit einem Wachstum von 103 % in 2023 die klaren Gewinner im deutschen Heizungsmarkt (Quelle Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH)). Gas-Brennwertgeräte wurden in 2023 mehr verkauft als im Jahr 2022 (+32%). Gemäß dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) blickt die deutsche Heizungsindustrie im Jahr 2023 mit über 1,3 Millionen abgesetzten Wärmeerzeugern und einem Wachstum von 34% gegenüber dem Vorjahr auf ein Rekordjahr zurück. Allerdings ist das Rekordergebnis 2023 von Vorzieh- und Sondereffekten gekennzeichnet. In der ersten Jahreshälfte verzeichneten die Hersteller einen anhaltenden Nachfrageboom bei Wärmepumpen. Ein Grund hierfür war unter anderem der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die Sorge der Verbraucher vor einer möglichen Gasmangellage noch aus dem Jahr 2022. In der zweiten Jahreshälfte sorgte die Debatte um die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und die künftige Förderkulisse für eine gesteigerte Nachfrage bei der Modernisierung von Öl- und Gasheizungen, während sich der Absatz von Wärmepumpen rückläufig entwickelte. Nach Meinung des Managements zeigte sich weiterhin ein Wachstum in den west- und osteuropäischen Ländern, während gleichzeitig der politische Druck auf Heizungssysteme auf Basis fossiler Brennstoffe in Deutschland wächst. Ventilation Centrotherm produziert runde und flache Wellrohre für den Lüftungsbereich in verschiedenen Dimensionen. In den anderen Werken im Unternehmensverbund der CENTROTEC SE werden zugehörige Accessoires produziert. Somit können wir mit einem vollständigen Produktprogramm als Systemanbieter am Markt auftreten. Durch die aktuellen Trends zu Niedrigenergiehäusern wird aktive Wohnraumlüftung immer wichtiger (Quelle Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie). Der Markt ist durch die knappen Handwerkerkapazitäten beeinflusst. Unser Produktprogramm richtet sich vor allem an den steigenden Markt der zentralen Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, welches hauptsächlich im Neubau zum Einsatz kommt. So ist es uns, nach unseren Einschätzungen gelungen, gemeinsam mit unseren Kunden unsere Marktanteile zu vergrößern. In 2023 wurde durch die Inflation bedingten Preissteigerungen und infolge des hohen Zinsniveaus weniger neu gebaut, was sich auch in den Absatzmengen unserer Wellrohre zeigt (Quelle Statistisches Bundesamt (DESTATIS)). Für die kommenden Jahre rechnen wir in diesem Marktsegment mit einem Wachstum. Automotive Den Bereich Automotive führen wir mit einem sehr eingeschränkten Produktportfolio fort. Im Jahr 2023 betrugen unsere Umsätze in diesem Bereich 212 TEUR (Vorjahr 603 TEUR). IV. Geschäftslage Ertragslage Der Umsatz der Centrotherm Systemtechnik GmbH lag im Jahr 2023 mit einer Summe von rund 61.558 TEUR um 5.586 TEUR über dem Vorjahresumsatz von 55.972 TEUR. Dies entspricht einer Steigerung von 10,0 %. Die Umsatzsteigerung ist auf die Verunsicherung der Verbraucher, aufgrund des neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG), und dem damit einhergehenden, kurzfristigen Nachfrageboom für Gas-Brennwert Heizkessel zurückzuführen. Der Umsatz der Centrotherm Systemtechnik GmbH betrug im Jahr 2023 rund 61.558 TEUR. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 7,7% (Vorjahr 4,4%). Der Umsatz im Gas Flue-Bereich erhöhte sich von 48.004 TEUR im Jahr 2022 auf 55.919 TEUR (+16,5%) im Jahr 2023. Aufgrund der Verunsicherung durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist dieser Bereich im Jahr 2023 durch Vorzieheffekte gekennzeichnet (Quelle Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH)). Im Bereich Ventilation sank der Umsatz von 6.311 TEUR im Jahr 2022 auf 4.383 TEUR in 2023 (-30,6%). Der Rückgang ist auf den Einbruch der Baukonjunktur aufgrund steigender Inflation sowie Zinsen zurückzuführen. Der Automotive-Bereich erzielte einen Umsatz von 212 TEUR und lag somit unter dem Vorjahreswert von 603 TEUR (-64,8%). Der Umsatzrückgang verlief in diesem Bereich entsprechend unserer Umsatzplanung für das Jahr 2023. Des Weiteren enthalten die Umsätze Mieterträge, Erträge aus Leistungen für verbundene Unternehmen sowie Erträge für die Erstellung von Werkzeugen in Höhe von 1.044 TEUR (Vorjahr 1.054 TEUR). Umsatzbedingt stieg der Materialaufwand im Jahr 2023 auf 30.913 TEUR (Vorjahr 30.646 TEUR). Aufgrund eines optimierten Produktmixes hat sich die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlösen) von 54,8% in 2022 auf 50,2% in 2023 reduziert. Der Personalaufwand stieg von 12.859 TEUR im Vorjahr inflationsbedingt sowie durch Anpassung an aktuelle Lohn- und Gehaltsstrukturen auf 13.873 TEUR im Jahr 2023. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2023 um 1.282 TEUR auf 9.995 TEUR (Vorjahr 8.713 TEUR). Als Kostentreiber sind hier steigende Energiepreise, höhere Leiharbeitnehmerkosten, höher Instandhaltungsaufwendungen sowie die höhere Auslastung zu nennen. Aus den o.g. Aktivitäten konnte ein Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 4.746 TEUR erzielt werden (Vorjahr: 2.458 TEUR). Die gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegene Steuerquote ist mit 1.344 TEUR maßgeblich auf höhere Steuerrückstellungen aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung zurückzuführen. Das Jahresergebnis stieg von 1.525 TEUR (2022) auf 1.718 TEUR im Jahr 2023. Der für 2023 prognostizierte Umsatz leicht über Vorjahr konnte übertroffen werden. Auch die prognostizierte EBIT-Marge zwischen 4%-7% konnte mit 7,7% (Vorjahr 4,4%) übertroffen werden. Dementsprechend ist das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 für die Centrotherm Systemtechnik GmbH über unseren Erwartungen verlaufen. Finanzlage Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahr 2023 planmäßig getilgt. Zum Bilanzstichtag ergeben sich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 16.580 TEUR (Vorjahr 18.202 TEUR). Das Eigenkapital beträgt 29.346 TEUR (Vorjahr 27.628 TEUR). Neben dem gezeichneten Kapital von 108 TEUR, einer Kapitalrücklage von 862 TEUR und den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 234 TEUR ergibt sich der Wert aus dem Bilanzgewinn von 28.142 TEUR. Bei einer Bilanzsumme von 51.757 TEUR (Vorjahr 49.626 TEUR) errechnet sich damit eine Eigenkapitalquote von 56,7% (Vorjahr 55,7%). Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 2.546 TEUR vorgenommen. Es handelt sich hierbei um Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 2.546 TEUR. Der Investitionsschwerpunkt lag in der Erweiterung des Maschinenparks, Ersatz von Werkzeugen für das bestehende Produktportfolio sowie Werkzeugen für neue Produkte. Die Finanzierung erfolgte zum Teil aus dem Cashflow bzw. wird im folgenden Geschäftsjahr 2024 durch die Aufnahme neuer Darlehen finanziert. Die Zahlungsfähigkeit der Centrotherm war stets vorhanden und ist aufgrund freier Kreditlinien jederzeit gewährleistet. Zum Abschlussstichtag bestanden Kreditlinien in Höhe von 1.500 TEUR. Hiervon wurden 1.000 TEUR nicht in Anspruch genommen. Der operative Cashflow des Berichtsjahres beträgt 7.321 TEUR (Vorjahr 1.635 TEUR). Die liquiden Mittel konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich um 3.155 TEUR von 464 TEUR im Jahr 2022 auf 3.619 TEUR im Jahr 2023 gesteigert werden. Vermögenslage Der Auftragsbestand beläuft sich zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres auf 3.721 TEUR (Vorjahr 3.606 TEUR). Den Abschreibungen auf Sachanlagen von 2.609 TEUR stehen Anlagenzugänge von 2.546 TEUR gegenüber, so dass sich das Sachanlagevermögen um 63 TEUR verminderte. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind um 5 TEUR auf 2 TEUR gesunken. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um eine 100%-ige Beteiligung an der Centrotherm Gas Flue Technologies Italy S.R.L., Verona, Italien. Diese Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr ein Eigenkapital von 1.378 TEUR (Vorjahr 1.350 TEUR) und einen darin enthaltenen Jahresüberschuss von 28 TEUR (Vorjahr 72 TEUR) aus. Der Beteiligungsbuchwert beläuft sich auf 2.064 TEUR (Vorjahr 2.064 TEUR). Des Weiteren hält Centrotherm 100% an der Centrotherm Eco Systems LLC, Waterford (New York), USA. Das Eigenkapital beträgt 517 TEUR (Vorjahr 2.259 TEUR) einschließlich eines darin enthaltenen Jahresfehlbetrags von 1.496 TEUR (Vorjahr Jahresfehlbetrag 60 TEUR). Der Beteiligungsbuchwert beläuft sich auf 3.393 TEUR (Vorjahr 3.393 TEUR). Weiterhin hält Centrotherm 100% an der Centrotherm Gas Flue Technology (Jiangsu) Co., Ltd., Nantong City, China. Das Eigenkapital beträgt 191 TEUR (Vorjahr 309 TEUR) einschließlich eines darin enthaltenen Jahresfehlbetrags von 101 TEUR (Vorjahr 41 TEUR). Der Beteiligungsbuchwert beläuft sich auf 768 TEUR (Vorjahr 768 TEUR). Die Anlagenintensität (Anlagevermögen im Verhältnis zum Gesamtkapital) liegt bei 66,0% (Vorjahr 69,0% %). Gründe hierfür sind der Anstieg der Bilanzsumme. Weiterhin haben die Abschreibungen des abgelaufenen Geschäftsjahres die getätigten Investitionen überschritten. Der Bestand von fertigen sowie unfertigen Erzeugnissen und Waren ist im Geschäftsjahr 2023 um 163 TEUR auf 2.113 TEUR (Vorjahr 2.277 TEUR) gesunken. Im Rahmen der Anpassung des Vorratsbestandes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen an die aktuellen Marktstrukturen wurde der Bestand um 2.097 TEUR auf 2.896 TEUR (Vorjahr 4.993 TEUR) gesenkt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr von 4.156 TEUR um 1.480 TEUR auf 5.635 TEUR gestiegen. Der Aufbau ist auf die gestiegenen Umsatzerlöse im Bereich Gas Flue zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr von 2.445 TEUR um 499 TEUR auf 2.944 TEUR gestiegen. Der Aufbau ist stichtagsbezogen hauptsächlich auf die Ubbink BV (Niederlande), Ubbink France SAS sowie die Ubbink NV/SA (Belgien) zurückzuführen. Die liquiden Mittel sind gegenüber dem Vorjahr von 464 TEUR um 3.155 TEUR auf 3.619 TEUR gestiegen. Der Aufbau ist auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr von 575 TEUR um 72 TEUR auf 502 TEUR stichtagsbezogen zurückgegangen. Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 49.626 TEUR um 2.131 TEUR auf 51.757 TEUR erhöht. Der Anstieg ist hauptsächlich auf höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie einem höheren Guthaben bei Kreditinstituten zurückzuführen. Die Vermögens- und Finanzlage der Centrotherm Systemtechnik GmbH ist aufgrund der liquiden Mittel von 3.619 TEUR und einer Eigenkapitalquote von 56,7% als gut zu bezeichnen. Personal Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren 226 Mitarbeiter/innen (Vorjahr 233 Mitarbeiter/innen) bei Centrotherm beschäftigt, davon waren 118 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr 113 Mitarbeiter), 98 Angestellte (Vorjahr 90 Angestellte) und 10 Auszubildende (Vorjahr 10 Auszubildende). Der Personalaufwand inklusive sozialer Abgaben erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.014 TEUR auf 13.873 TEUR (Vorjahr 12.859 TEUR). V. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Centrotherm kontrolliert, bewertet und steuert mit Hilfe eines Risikomanagementsystems. In wöchentlichen Sitzungen der Geschäftsleitung werden erkannte Risiken und Maßnahmen besprochen. Die bereits eingeleiteten Maßnahmen werden dabei regelmäßig auf Umsetzung und Wirkung geprüft. Die Geschäftsführung verfolgt grundsätzlich eine vorsichtsbetonte Unternehmensstrategie und meidet unkontrollierbare Gefährdungspotentiale. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagement des CENTROTEC-Konzerns eingebunden. Neben diesem internen System werden daher alle Instrumente des Risikomanagements der CENTROTEC-Gruppe angewendet. Dazu zählen diverse Reports wie Umsatzstatistiken, Monatsreports, Managementletter etc., die auch Gegenstand des laufenden Reportings an den Verwaltungsrat und an das zentrale Controlling sind. Chancen- und Risikobericht Besondere Aufmerksamkeit verdient die Betrachtung der Abhängigkeit von externen Großkunden. So konzentrieren sich circa 63% des Umsatzes auf die drei größten OEM-Kunden. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese prozentuale Abhängigkeit gestiegen. Darüber hinaus gibt es keine Kunden mit mehr als 10% Umsatzanteil. Diese Großkunden arbeiten sehr eng mit unserem Unternehmen zusammen, sodass unsere Abgassysteme sehr gut auf deren Heizkessel abgestimmt sind. Daher ist es für unsere Kunden schwierig und mit hohem technischem und logistischem Aufwand verbunden, den Abgassystemhersteller zu wechseln. Wir konzentrieren uns darauf, diese Kunden in Bezug auf Produktqualität, Lieferservice, technische Innovationen und europäische Vertriebsunterstützung optimal zu bedienen. Das Risiko, dass Centrotherm einen der großen Kunden kurzfristig verliert, ist bei einem aggressiv agierenden Wettbewerber nicht ausgeschlossen. Wir schätzen dieses Risiko aber als begrenzt ein. Mit einer möglichst variablen Kostenstruktur versuchen wir zudem, die Konsequenzen eines potenziellen Ausfalls zu minimieren. Zudem versuchen wir, durch die Gewinnung weiterer Kunden und das Erschließen weiterer Märkte, diese Abhängigkeit zu verringern. Weitere Risiken bestehen in einer möglichen Verschlechterung des Zahlungsverhaltens unserer Kunden. Eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten, die strukturellen Veränderungen in der Heizungsbranche sowie Probleme mit Lieferketten können die Liquidität und damit die Zahlungsfähigkeit unserer Kunden negativ beeinflussen. Aufgrund unserer Zusammenarbeit mit Großkunden sehen wir das Risiko von Forderungsausfällen als gering an. Es bestehen jedoch Risiken in der zukünftigen Entwicklung der Bauindustrie mit direktem Einfluss auf die Umsätze mit unseren Abgas- und Lüftungsprodukten. Es zeichnet sich bereits ab, dass die gute Entwicklung der vergangenen Jahre durch verschiedene Einflüsse abgebremst werden wird. Steigende Zinsen, hohe Rohstoff- und Energiepreise, Verknappung von Fachpersonal und Rohstoffen können insbesondere im Jahr 2024 zu einem weiteren Rückgang in der Bautätigkeit führen und sich damit negativ auf das Geschäftsergebnis von Centrotherm auswirken. Wir haben durch unsere Technologie, Qualität und Preiswürdigkeit eine gefestigte Marktstellung erreicht. Dennoch ist es denkbar, dass durch neue Mitbewerber oder neue Produkte der Wettbewerb am Markt schärfer wird und sich der Kostendruck weiter erhöht. Aus diesem Grunde beobachten wir Marktentwicklungen aktiv. Eigene technische Neu- und Weiterentwicklungen sowie ein hoher Servicegrad sollen dafür sorgen, dass wir auch für die Zukunft eine hohe Kundenzufriedenheit sicherstellen und die Geschäftsbeziehungen mit unseren Partnern fortführen können. Intern sehen wir mögliche Risiken im Produktions- und Lagerbereich. Unfällen beugen wir durch die strikte Einhaltung von Unfallverhütungsvorschriften und die aktive Sicherheitsarbeit vor. Alle Anlagen sind entsprechend ihren Werten versichert. Ein Ausfall kritischer Anlagen kann jedoch zu spürbaren Einbußen führen. Durch die langfristigen geschäftlichen Beziehungen zu strategischen Zulieferern besteht ein weiteres Risiko. Der Ausfall eines Lieferanten kann zu Lieferengpässen führen. Dieses Risiko versuchen wir durch enge Kontakte und enge technische Zusammenarbeit mit unseren Zulieferern und eine "zwei-Zulieferer-Strategie" so gering wie möglich zu halten. Des Weiteren wurde bei Schlüsselprodukten ein In-Sourcing vorgenommen. Aufgrund der anhaltenden Konflikte im Roten Meer kann es zu verlängerten Lieferzeiten kommen, was potenzielle Auswirkungen auf unsere Lieferkette haben könnte. Diesem Risiko begegnen wir durch vorausschauende Planung und Lagerhaltung. Entsprechend stufen wir derzeit dieses Risiko als gering ein. Auch besteht weiterhin die Gefahr von Energiepreis- sowie Materialpreissteigerungen aufgrund Rohstoffknappheit sowie geopolitischen Unsicherheiten. Diesem Risiko versuchen wir durch langfristige Lieferverträge sowie Marktbeobachtung entgegenzuwirken. Darüber hinaus ist auch eine Abhängigkeit von bestimmten Schlüsselmitarbeitern gegeben. Im Zuge der wachsenden Basis an hochqualifizierten Mitarbeitern, nimmt das Risiko jedoch ab. Des Weiteren achten wir durch Weiterbildungen und Mitarbeiterentwicklung darauf, das Wissen im Unternehmen weiter zu "streuen". Weiterhin ist die Mitarbeiterfluktuation gering. Generell besteht das Risiko, dass Dienstleistungsunternehmen, insbesondere im Bereich Personal, ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen oder bestehende Verträge aufkündigen. Das Risiko wird in Summe jedoch als gering eingeschätzt. Durch das neue Gebäudeenergiegesetzt (GEG) sehen wir in Deutschland eine regulatorisch begründete Verbannung der zurzeit noch vorherrschenden fossilen Energieträger wie Gas und insbesondere Öl aus dem Wärmemarkt. Ähnliche Trends sehen wir in anderen zentraleuropäischen Ländern. Es findet jedoch eine Verschiebung der Märkte nach Ost- und Westeuropa statt, wodurch nach unseren Erwartungen die Menge der verkauften Abgassysteme in Europa für 2024 nahezu konstant bleiben wird. Außerdem begegnet Centrotherm diesem Risiko mit einer aktiven strategischen Planung und einer entsprechenden Anpassung und Erweiterung des Produktportfolios. Darüber hinaus ist festzustellen, dass die Risiken durch Cyberkriminalität an Bedeutung gewinnen. Centrotherm achtet im Rahmen seiner IT-Strategie auf ein ausgewogenes Maß an Nutzung moderner IT-Lösungen und Erhalt der vollständigen Kontrolle über die zentralen, für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Geschäftsdaten. Zusätzlich werden umfangreiche Maßnahmenpakete in allen Bereichen umgesetzt, um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten. Vor diesem Hintergrund sieht das Management keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken für das Geschäftsjahr 2024. Das Risikoinventar wird regelmäßig aktualisiert und bewertet, um aufkommende Risiken rechtzeitig zu erkennen. Im Wesentlichen sind Chancen und Risiken vergleichbar mit dem Vorjahr. Neben den hier aufgeführten Risiken bieten sich Centrotherm aber auch zahlreiche Chancen in den nächsten Jahren. Diese sehen wir in technischen Innovationen. Neu entwickelte Produkte sollen hierbei auf eine hohe Nachfrage unserer Kunden stoßen und helfen, unsere Position gegenüber neuen Wettbewerbern zu stärken. Auch die weiterentwickelten Produkte bieten neue Absatzchancen und sollen die Marktdurchdringung unserer Produkte verbessern. Da Brennwertsysteme jedoch ein erhebliches Energie-Einsparpotential gegenüber traditionellen Heizsystemen darstellen, wird sich der Austausch im Jahr 2024 besonders in Ost- und Westeuropa fortsetzen. Diese Annahme wird gestützt durch die Regelungen der EU, die sparsame und effiziente Energieerzeuger klar fördern. Ebenso ist in vielen EU-Ländern noch ein hoher Altbestand an ineffizienten Heizsystemen zu verzeichnen. Hier steht ein Ersatz bzw. Austausch an. In Osteuropa sehen wir aufgrund der langfristig steigenden Energiepreise auch mittelfristig weiterhin einen Wachstumsmarkt. Die Chancen der Centrotherm Systemtechnik GmbH für das Geschäftsjahr 2024 werden vom Management vor diesem Hintergrund positiv gesehen. Insgesamt ergibt sich somit ein sehr ausgewogenes Chancen-Risiko-Profil. Prognosebericht Aufgrund der im Jahr 2023 zu beobachtenden "Vorzieh-Käufe" (siehe BDH) gehen wir für das Jahr 2024 von einem Gesamt-Heizungsmarkt unter dem Niveau von 2023 aus. Aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen erwarten wir, dass sich die sparsamen Brennwertkessel voraussichtlich innerhalb des west- und osteuropäischen Marktes im Jahr 2024 weiter durchsetzen, da sie eine bewährte, moderne und effiziente Heizungstechnik darstellen. Im zentraleuropäischen Raum ist durch den zunehmenden politischen Druck auf fossile Brennstoffe von einer schwächeren Entwicklung auszugehen. Hier sehen wir einen Trend hin zu alternativen Heizsystemen. Für den Bereich Lüftungstechnik erwarten wir, dass dieser im Jahr 2024 einen wesentlichen Umsatzanteil erwirtschaften wird. Vor diesem Hintergrund sehen wir für unser Unternehmen kurz- und mittelfristig die Fortsetzung unserer Geschäfte leicht unter Vorjahresniveau und erwarten für 2024 einen leicht geringeren Umsatz als im Jahr 2023 und eine EBIT-Marge zwischen 4-6%. Wir streben an, dass unsere Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung und die Investitionen in neue Produktionslinien sowie unsere erweiterten Vertriebsaktivitäten zu neuen Aufträgen führen. Somit sehen wir 2024 als ein Übergangsjahr zu weiterem Umsatzwachstum ab 2025. Einige der im Lagebericht enthaltenen Angaben, einschließlich Aussagen zu erwarteten Umsätzen, Ergebnissen und Investitionen sowie zu möglichen Veränderungen der Rahmenbedingungen in den Märkten und der Finanzlage, enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf der Grundlage von Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung über künftige, die Gesellschaft möglicherweise betreffende Ereignisse formuliert. Solche in die Zukunft gerichtete Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Umsätze und Ergebnisse von Centrotherm wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder auch implizit angenommen oder beschrieben werden.
Brilon, den 29. Mai 2024 Centrotherm Systemtechnik GmbH Dr. Raino Rieseler, Geschäftsführer Bernhard Pawlik, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. ALLGEMEINE ANGABEN Die Centrotherm Systemtechnik GmbH, Am Patbergschen Dorn 9, 59929 Brilon, ist beim Registergericht Arnsberg unter der Handelsregisternummer HRB 3945 gemeldet. Sie ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Bei der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich die Gesellschaft nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Im Jahresabschluss sind mit Ausnahme der nachfolgenden Änderung dieselben Bilanzierung- und Bewertungsmethoden befolgt worden wie im letzten Jahresabschluss. Im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurden Erlöse von 934 TEUR unzutreffend unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen, bei denen es sich um Umsatzerlöse i.S.d. § 277 Abs. 1 HGB handelt. Ab 2023 erfolgt der Ausweis dieser Beträge unter den Umsatzerlösen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 angepasst (Erhöhung der Umsatzerlöse um 934 TEUR und Verminderung der sonstigen betrieblichen Erträge um 934 TEUR). 1. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese liegt zwischen 36 und 120 Monaten. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. In die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen und entsprechen den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Diese liegen zwischen 36 und 396 Monaten. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen 250 EUR und 800 EUR werden im Jahr der Anschaffung komplett abgeschrieben und belaufen sich im Berichtsjahr 2023 auf 9 TEUR. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Stellt sich heraus, dass die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung auf den dann beizulegenden Wert, höchstens jedoch auf planmäßig fortgeführte Anschaffungskosten. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Das Finanzanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten bzw. den gegebenenfalls niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für die dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen. 2. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum gleitenden Durchschnitt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Waren werden unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips zu gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Einzelkosten (Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung) zuzüglich angemessener Gemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist) bewertet. In diesem Zusammenhang werden auch Bestands- und Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderten Verwertbarkeit ergeben, durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bilanziert. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum historischen oder niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine allgemeine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. 4. Liquide Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) Die Beträge bestehen ausschließlich in inländischer Währung (EUR) und sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. 5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 6. Latente Steuern Aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den steuerrechtlichen Wertansätzen - im Wesentlichen bei den Jubiläums- und Garantierückstellungen - entstehen latente Steuern. Das Ansatzwahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz i. H. v. 31,02 % (Vorjahr 31,02 %). Aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern resultiert ein Ertrag in Höhe von 41 TEUR (Vorjahr Aufwand 99 TEUR). 7. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nominalwert angesetzt. 8. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichtem, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253. Abs. 2 Satz 1 HGB). 9. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von länger als einem Jahr werden zum historischen oder höheren Stichtagskurs bewertet. C. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im beigefügten Anlagenspiegel an den Anhang dargestellt. 2. Anteile an verbundenen Unternehmen Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um eine 100%-ige Beteiligung an der Centrotherm Gas Flue Technologies Italy S.R.L., Verona, Italien. Diese Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr ein Eigenkapital von 1.378 TEUR (Vorjahr 1.350 TEUR) einschließlich eines darin enthaltenen Jahresüberschuss von 28 TEUR (Vorjahr 72 TEUR) aus. Des Weiteren hält Centrotherm 100% an der Centrotherm Eco Systems, LLC, Waterford (New York), USA. Das Eigenkapital beträgt 517 TEUR (Vorjahr 2.259 TEUR) einschließlich eines darin enthaltenen Jahresfehlbetrags von 1.496 TEUR (Vorjahr 60 TEUR). Weiterhin hält Centrotherm 100% an der Centrotherm Gas Flue Technology (Jiangsu) Co., Ltd., Nantong City, China. Das Eigenkapital beträgt 191 TEUR (Vorjahr 309 TEUR) einschließlich eines darin enthaltenen Jahresfehlbetrags von 101 TEUR (Vorjahr 41 TEUR). 3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen handelt es sich um Ausleihungen an die Centrotherm Eco Systems, LLC, Waterford (New York), USA. Die Ausleihung beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 769 TEUR (Vorjahr 799 TEUR). 4. Vorräte Die Vorräte beinhalten 2.896 TEUR (Vorjahr 4.993 TEUR) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, 231 TEUR (Vorjahr 286 TEUR) unfertige Erzeugnisse und mit 1.883 TEUR (Vorjahr 1.991 TEUR) fertige Erzeugnisse und Waren. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 5.635 TEUR (Vorjahr 4.156 TEUR). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 2.944 TEUR (Vorjahr 2.445 TEUR) entfallen auf die Gesellschafterin Ubbink B.V. 581 TEUR (Vorjahr 364 TEUR) und auf die Centrotherm Eco Systems 1.604 TEUR (Vorjahr 1.549 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 2.940 TEUR (Vorjahr 2.414 TEUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit 4 TEUR (Vorjahr 31 TEUR) den Finanzverkehr. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 6. Eigenkapital und Ausschüttungssperre Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und beträgt 108 TEUR (Vorjahr 108 TEUR). Es wird zu 100% von der Ubbink B.V., Doesburg (Niederlande), gehalten. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von 29.346 TEUR (Vorjahr 27.628 TEUR) aus. Darin enthalten ist eine Kapitalrücklage in Höhe von 862 TEUR (Vorjahr 862 TEUR). Weiterhin besteht eine Gewinnrücklage in Höhe von 234 TEUR (Vorjahr 234 TEUR). Der Bilanzgewinn beläuft sich auf 28.142 TEUR (Vorjahr 26.424 TEUR). Für die aktiven und passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2023 besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von € 62.639, die sich aus aktiven latenten Steuern von € 69.256 und passiven latenten Steuern von € 6.617 zusammensetzt. 7. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:
Die Übrigen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Boni und Beratungskosten. 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 16.580 TEUR (Vorjahr 18.202 TEUR) sind durch Grundschulden sowie durch eine Globalabtretung besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Ubbink B.V. in Höhe von 240 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) sowie der Ubbink GmbH (vormals IVT GmbH) in Höhe von 641 TEUR (Vorjahr 1.265 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen insgesamt 1.423 TEUR (Vorjahr 1.399 TEUR). Diese entfallen mit 781 TEUR (Vorjahr 134 TEUR) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, mit 607 TEUR (Vorjahr 803 TEUR) auf Darlehen sowie mit 35 TEUR (Vorjahr 462 TEUR) auf Leasingverbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 381 TEUR (Vorjahr 215 TEUR). Davon aus Steuern 119 TEUR (Vorjahr 85 TEUR) und im Rahmen der sozialen Sicherheit 127 TEUR (Vorjahr 31 TEUR). Für die Verbindlichkeiten ergeben sich folgende Restlaufzeiten:
9. Latente Steuern Zum Abschlussstichtag ergeben sich vor Verrechnung aktive latente Steuern in Höhe von 69 TEUR (Vorjahr 37 TEUR) sowie passive latente Steuern in Höhe von 7 TEUR (Vorjahr 15 TEUR).
Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden, aus Fremdwährungsgeschäften, Jubiläumsrückstellungen sowie den Garantierückstellungen. Die passiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden. Sowohl die aktiven als auch passiven latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz in Höhe von 31,02% (Vorjahr 31,02%) berechnet. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 191 TEUR). Des Weiteren wurden 226 TEUR (Vorjahr 7 TEUR) periodenfremde Erträge unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen Kostenerstattungen einer Betriebsführungsgesellschaft, Schadenersatzleistungen sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. 3. Personalaufwand Der Personalaufwand erhöhte sich um 1.014 TEUR auf 13.873 TEUR (Vorjahr 12.859 TEUR). 4. Sonstiger betrieblicher Aufwand Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten überwiegend Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Stromkosten, Kosten für IT-Services und Holding Charges. Des Weiteren sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 34 TEUR (Vorjahr 31 TEUR) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr 5 TEUR) enthalten. 5. Zinserträge Die Zinserträge in Höhe von 50 TEUR (Vorjahr 137 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus gewährten Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie der Abzinsung von Rückstellungen. Hiervon entfallen 45 TEUR (Vorjahr 70 TEUR) auf verbundene Unternehmen. Weiterhin sind in den Zinserträgen Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 5 TEUR (Vorjahr 67 TEUR) enthalten. 6. Zinsaufwand Der Zinsaufwand in Höhe von 304 TEUR (Vorjahr 329 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus den im Verbindlichkeitenspiegel dargestellten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen 31 TEUR (Vorjahr 27 TEUR). In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe 5 TEUR (Vorjahr 26 TEUR) enthalten. 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen 2.739 TEUR (Vorjahr 705 TEUR), die im Wesentlichen aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer sowie der Veränderung von latenten Steuern resultieren. Weiterhin enthält der Posten periodenfremde Steuern von 1.344 TEUR (Vorjahr 0 TEUR), die auf die Betriebsprüfung für die Jahre 2017 - 2019 zurückzuführen sind. E. SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Rahmen der Produktionserweiterungen wurde ein Grundstück auf Basis eines Erbbaurechtsvertrages mit einer Laufzeit von 99 Jahren gepachtet. Der jährliche Erbbauzins beträgt 20 TEUR. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen mit einer Restlaufzeit von maximal fünf Jahren in Höhe von 835 TEUR (Vorjahr 507 TEUR) (davon kleiner 1 Jahr: 300 TEUR (Vorjahr 225 TEUR) und 1 bis 5 Jahre: 535 TEUR (Vorjahr 282 TEUR)). Insgesamt belaufen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen auf 2.476 TEUR (Vorjahr 2.168 TEUR). Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. 3. Abschlussprüferhonorar Die Gesellschaft macht von den Erleichterungsvorschriften des § 285 Nr. 17 HGB gebrauch. Die gemäß § 285 Nr. 17 HGB erforderlichen Angaben werden im Konzernabschluss der CENTROTEC SE, Brilon vorgenommen, in den die Gesellschaft einbezogen wird. 4. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 98 (Vorjahr 103) Gehaltsempfänger im Unternehmen beschäftigt. Diese teilen sich in 83 Vollzeit (Vorjahr 90) und 15 Teilzeit (Vorjahr 13) auf. Des Weiteren waren im Jahresdurchschnitt 118 gewerbliche Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt (Vorjahr 125). Diese teilen sich in 110 Vollzeit (Vorjahr 118), 6 Teilzeit (Vorjahr 4) sowie 2 Elternzeit (Vorjahr 3) auf. 5. Geschäftsführung Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind Herr Dr. Raino Rieseler, Brilon, sowie Herr Bernhard Pawlik, Dipl. Wirtschaftsingenieur, Taufkirchen. Beide Geschäftsführer sind gleichberechtigt für die Abteilungen interne Zulassungsstelle CE, Produktmanagement, Vertrieb, Supply Chain Management, Produktion, Entwicklung/Konstruktion, Qualitätswesen, Allgemeine Verwaltung sowie Finanzwesen und Controlling zuständig. Herr Bernhard Pawlik erhält keine Bezüge von der Gesellschaft. Auf die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet. 7. Konzernverhältnisse Das Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Ubbink B.V., Doesburg (Niederlande). Diese stellt einen Teil-Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen für sich und ihre Tochterunternehmen auf. Dieser Teil-Konzernabschluss ist auf Anfrage dort erhältlich. Die Konzernobergesellschaft ist die CENTROTEC SE, Brilon. Diese stellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen für sich und ihre Tochterunternehmen auf. Dieser ist am Sitz der CENTROTEC SE, Am Patbergschen Dorn 9, 59929 Brilon, erhältlich und wird beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt. Diesem sind auch die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers zu entnehmen. Gemäß § 291 Abs. 2 HGB wurde daher auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verzichtet.
Brilon, den 29. Mai 2024 Centrotherm Systemtechnik GmbH Dr. Raino Rieseler, Geschäftsführer Bernhard Pawlik, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Centrotherm Systemtechnik GmbH, Brilon Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Centrotherm Systemtechnik GmbH, Brilon, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Centrotherm Systemtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 03.06.2024 festgestellt. ErgebnisverwendungsbeschlussAuf der Gesellschafterversammlung vom 03.06.2024 wurde beschlossen, den Jahresabschluss auf neue Rechnung vorzutragen. |
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