Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 756930
Vorher
Früchtl GmbH
Eingetragen
30.5.2016
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Flachglas
Gegenstand
Handel mit Metallen aller Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Hühn
seit 3.4.2024
Prokura
Emir Asani
seit 3.4.2024
Prokura
Eric Duval
seit 23.11.2023
Geschäftsführer
Wolfgang Sachsenmaier
seit 18.2.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stainless SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stainless SAS
France
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

STAINLESS FRÜCHTL GmbH

Esslingen am Neckar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31.12.2024

STAINLESS FRÜCHTL GmbH Handel mit Metallen aller Art, Esslingen am Neckar

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2,00 9.281,70
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 114.852,33 154.023,98
3. Geleistete Anzahlungen 70.927,34 70.927,34
185.781,67 234.233,02
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 289.894,80 341.517,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 541.192,70 431.420,11
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 82.172,42 55.772,42
913.259,92 828.710,47
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.919,97 16.919,97
2. Waren 4.461.107,37 6.060.898,60
3. Geleistete Anzahlungen 118.647,66 42.974,96
4.596.675,00 6.120.793,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.383.386,03 1.403.552,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 45.688,42
3. Sonstige Vermögensgegenstände 266.045,66 37.450,18
1.649.431,69 1.486.690,82
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.244,00 1.741,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 97.455,84 81.665,66
7.449.848,12 8.753.835,37

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 1.494.285,29 886.868,26
III. Jahresfehlbetrag 277.606,45 -607.417,03
Summe Eigenkapital 2.216.678,84 2.494.285,29
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 174.310,00 373.900,00
2. Sonstige Rückstellungen 567.680,00 726.434,28
741.990,00 1.100.334,28
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.870.101,21 2.109.488,60
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.378,06 66.150,86
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 752.555,36 1.062.627,32
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.400.000,00 1.483.000,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 467.144,65 437.949,02
- davon aus Steuern EUR 24.283,07 (EUR 65.129,48)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 7.007,03 (EUR 9.171,81)
4.491.179,28 5.159.215,80
7.449.848,12 8.753.835,37

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2024 bis 31.12.2024

STAINLESS FRÜCHTL GmbH Handel mit Metallen aller Art, Esslingen am Neckar

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 13.525.437,43 17.874.583,00
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.599.791,23 -556.365,76
4. sonstige betriebliche Erträge 278.925,92 174.217,97
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.240.612,92 13.613.756,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 30,00 22.781,93
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.082.228,30 2.008.534,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 476.400,64 454.107,22
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 302.515,24 318.883,27
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.256.135,22 1.146.647,07
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 876,16 1.106,53
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 172.176,31 214.863,85
- davon an verbundene Unternehmen EUR 27.443,10 (EUR 51.180,83)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -48.024,75 218.309,45
12. Ergebnis nach Steuern -276.625,60 608.389,43
13. sonstige Steuern 980,85 972,40
14. Jahresfehlbetrag 277.606,45 -607.417,03

ANHANG

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die STAINLESS FRÜCHTL GmbH hat ihren Sitz in Esslingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 756930 eingetragen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, 266 ff. HGB). Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Für einen gleichbleibenden Bestand von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die eine ähnliche und gleiche Funktion erfüllen und von Bedeutung nachrangig sind, wurde ein Festwert gebildet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken zum Nennwert angesetzt. Neben Einzelwertberichtigungen zu Forderungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Es bestehen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 45.688,42).

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00)

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Wartungsverträge und Sonstige Gebühren.

Der Jahresfehlbetrag wird gemäß der von der Geschäftsführung vorgeschlagenen Ergebnisverwendung auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Steuerrückstellungen betragen EUR 174.310,00.

In den Sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von EUR 420.880,00 (Vorjahr EUR 504.695,34), Rückstellungen für Beratung, Abschluss und Prüfung in Höhe von EUR 61.000,00 (Vorjahr EUR 133.232,62) und Sonstiges In Höhe von EUR 85.800,00 (Vorjahr EUR 88.506,32) enthalten

Verbindlichkeiten

Stand 31.12.2024 Restlaufzeit bis 1 J. Restlaufzeit 1 bis 5 J. Restlaufzeit über 5 J.
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.870.101,21 1.855.113,21 14.988,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.378,06 1.378,06 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 752.555,36 752.555,36 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber ver- bundenen Unternehmen 1.400.000,00 500.000,00 900.000,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern 24.283,07 24.283,07 0,00 0,00
davon Rest sonstige Verbindlichkeiten 442.861,58 149.655,93 293.205,65 0,00
4.491.179,28 3.282.985,63 1.208.193,65 0,00

Die Verbindlichkeiten sind durch Sicherungsübereignung, Eigentumsvorbehalt und Ähnliches gesichert.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gem. § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von EUR 856.149,00.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.710,40 (Vorjahr: EUR 3.031,40).

Die Übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.406,82 (Vorjahr: EUR 2.176,24).

Sonstige Angaben

Anzahl Mitarbeiter

Innerhalb des Jahres waren durchschnittlich 30 Mitarbeiter (Angestellte) beschäftigt.

Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung oblag im Geschäftsjahr Herrn Wolfgang Sachensmaier, Schechingen und Herrn Eric Duval, Besancon (Frankreich). Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Angaben nach § 24 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB

Gegenüber der Gesellschafterin STAINLESS SAS (Frankreich) bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.100.000,00 (Vorjahr: EUR 1.083.000,00)

Vorgänge von Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs

Es haben sich keine besonderen Vorgänge nach dem Bilanzstichtag bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses ergeben.

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 14.05.2025 festgestellt.

 

Esslingen, den 07.03.2025

Eric Duval

Wolfgang Sachensmaier

Anlagenspiegel zum 31.12.2024

STAINLESS FRÜCHTL GmbH

Anschaffungs-/ Herstellungs-kosten 01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-/ Herstellungs-kosten 31.12.2024 kumulierte Abschreibung
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 30.337,54 0,00 0,00 0,00 30.337,54 21.055,84
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 467.397,46 42.168,00 0,00 0,00 509.565,46 394.713,13
3. Geleistete Anzahlungen 70.927,34 0,00 0,00 0,00 70.927,34 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 568.662,34 42.168,00 0,00 0,00 610.830,34 415.768,97
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 776.777,36 9.850,00 0,00 0,00 786.627,36 496.732,56
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.224.644,53 305.211,14 163.492,51 0,00 1.366.363,16 946.990,14
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.772,42 26.400,00 0,00 0,00 82.172,42 324.143,88
Summe Sachanlagen 2.057.194,31 341.461,14 163.492,51 0,00 2.235.162,94 1.767.866,58
Summe Anlagevermögen 2.625.856,65 383.629,14 163.492,51 0,00 2.845.993,28 2.183.635,55
Buchwert 31.12.2024 Abschreibung Geschäftsjahr Zuschreibungen Buchwert 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2,00 9.279,70 0,00 9.281,70
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 114.852,33 81.339,65 0,00 154.023,98
3. Geleistete Anzahlungen 70.927,34 0,00 0,00 70.927,34
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 185.781,67 90.619,35 0,00 234.233,02
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 289.894,80 61.473,14 0,00 341.517,94
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 541.192,70 153.765,72 121.819,68 431.420,11
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 82.172,42 0,00 0,00 55.772,42
Summe Sachanlagen 913.259,92 215.238,86 121.819,68 828.710,47
Summe Anlagevermögen 1.099.041,59 305.858,21 121.819,68 1.062.943,49

Lagebericht

A. Geschäftsverlauf 2024

1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Das weltpolitische Umfeld 2024 war weiterhin geprägt von Konflikten, politischen Unsicherheiten und Einbrüchen bei der Gesamtwirtschaft. Die Grundstimmung war bereits zum Jahresbeginn sehr verhalten und schlug dann im zweiten Quartal deutlich in den negativen Bereich. Darüber hinaus machte die weltweit stark gestiegene Inflation den jeweiligen Regierungen und Zentralbanken zu schaffen. Die in 2023 erfolgten massiven Zinserhöhungen gingen mit einer Verringerung der Geldmenge einher. Dies drückte die Investitionsneigung der Unternehmen und belastete zusätzlich weltweit die Konjunktur. Zwar konnte die Inflation in weiten Teilen Europas im Verlauf von 2024 eingedämmt werden, die aus den Maßnahmen resultierenden Auswirkungen schlugen sich jedoch bis weit in den Herbst 24 negativ in der Stimmung nieder.

Bereits im Januar ging der IMF (international monetary found) davon aus, dass die Weltwirtschaft in 2024 lediglich mit 3,1% wächst und somit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 3,8% verharrt.

Im Euroraum wirken sich in 2024 zusätzlich zum Ukrainekonflikt, der Unsicherheit aus den US-Wahlen und den hohen Energiepreisen noch der ständige Fachkräftemangel belastend aus.

War der Jahresauftakt 2024 für die deutsche Wirtschaft noch verhalten positiv beurteilt worden, wurde bereits im März von vielen Instituten die Erwartung für 2024 zum Teil deutlich zurückgenommen. Die Aussichten in der RWI Frühjahrsprognose waren zwar noch leicht positiv, denn man rechnete aufgrund zurückgehender Zinsen mit einem Anziehen der Wirtschaftsleistung, jedoch wurde die Prognose von 0,8% BIP-Wachstum für Deutschland auf 0,3% zurückgenommen. Das IfW Kiel nahm am 06.03.2024 seine Prognose für das preisbereinigte BIP auf dann nur noch 0,1% BIP-Wachstum für 2024 zurück und titelte mit der Überschrift „Erholung verzögert sich“.

Begründet wurde diese schwache Entwicklung mit den schwachen privaten Investitionen, aufgrund der im Markt herrschenden Unsicherheit hinsichtlich der Wirtschaftspolitik, der schwachen unternehmerischen Investitionstätigkeit, den zurückgehenden Ausrüstungsinvestitionen und dem schrumpfenden Wohnungsbau. Auch von der nur noch mit 2,8% prognostizierten Steigerung der Weltwirtschaft wird nun von wenig Erholungspotenzial für Deutschland ausgegangen.

Für den Kernmarkt Deutschland, der im Umsatz noch immer der bedeutendste Absatzmarkt mit ca. 53% (Vorjahr ca. 57%) für uns darstellt ergibt sich somit die Notwendigkeit, dies näher zu betrachten:

In seinem Frühjahrsgutachten ging der Sachverständigenrat bereits davon aus, dass eine Erholung der Wirtschaft in Deutschland weiter auf sich warten läßt. Jedoch ging man da noch von einem Wachstum in 2024 von 0,2% aus und einer Stabilisierung.

Weiter sollten zunehmender Welthandel und eine zunehmende Industrieproduktion zu einer Erhöhung führen und davon sollte dann die deutsche Exportwirtschaft profitieren.

Bei gleichzeitig reduzierter Inflationsrate sollte es über Zinssenkungsphanasien zu weiteren positiven Impulse im Investitionsbereich kommen.

Jedoch ging der Sachverständigenrat weiter davon aus, dass Deutschland im europäischen Vergleich auch in 2024 das Schlusslicht bleiben wird.

In seinem Herbstgutachten stellt dann der Sachverständigenrat fest, dass „die deutsche Volkswirtschaft sich weiter in der Stagnation befindet“. Und dieser Umstand ist laut dem Gutachten nicht nur an einer Ursache fest zu machen, sondern die Einflüsse aus vielen Bereichen wirken sich negativ aus. Sei dies auf der einen Seite eine starke Konsumzurückhaltung, die sich in einer hohen Sparquote zeigt, auf der anderen Seite nicht ausreichend zurückgekommene Energiepreise und bis hin zu zurückgegangener Arbeitsproduktivität und nicht gegebener Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im internationialen Vergleich.

In der IWF-Prognose vom Januar 2025 wird wiederholt klar, dass Deutschland das Schlusslicht in Europa für die wirtschaftliche Entwicklung darstellt:

Somit ist festzustellen, dass aus konjunktureller Sicht für 2024 nur negative Einflüsse zu erwarten waren.

Bereits im September 2024 zeigte der Ifo-Konjunkturspiegel für den Stahlhandel stark eingebrochene Umsätze zum Vorjahresvergleich auf und auch die Zukunftserwartung war entsprechend negativ. Für die Branche war dies ein empfindlicher Einschnitt.

2. Umsatz- und Absatzentwicklung

In 2024 konnte sich STAINLESS FRÜCHTL der aktuellen Marktsituation nicht entziehen. Damit wurde nach 2023 mit T€ 17.875 in 2024 lediglich noch ein Umsatz von T€ 13.525 generiert. Dies entspricht einer Veränderung von T€ 4.350 oder 24,3%.

3. Wichtige Vorgänge des Berichtsjahres

Die Gesellschaft hat in 2024 diverse Investitionen, die bereits in 2023 beschlossen waren, vorgenommen. Darin enthalten waren die vorbereitenden Investitionen in für die in 2025 stattfindende Erneuerung des Betriebssystems und Umstellung auf Cloud und gleichzeitig aber auch Ersatzinvestitionen. Zeitgleich wurden die neuen Außendienstmitarbeiter mit Fahrzeugen ausgestattet.

Im Bereich der elektronischen Datenerfassung wurde in 2024 der Entschluss gefasst, mit dem bestehenden Betriebssystem in die Cloud zu wechseln. Nachdem es sich hierbei um eine entscheidende Weiterentwicklung handelt, wird seit Mitte des Jahres 2024 dieser Wechsel vorbereitet. Vorgesehen ist, dass alle relevanten Betriebsvorgänge ab Januar 2025 in diesem dann neuen ERP-System abgebildet werden.

In 2024 wurde beschlossen, das Qualitätssystem der Firma für neue Märkte vorzubereiten. Gleichzeitig wurde jeweils erfolgreich die Rezertifizierung vorgenommen. Die Weiterbildung der Mitarbeiter wurde Ende 2024 erfolgreich abgeschlossen und das Projekt der Ausweitung wird 2025 fortgesetzt.

Trotz stark zurückgehender Märkte in 2024 wurde an der in 2023 begonnen Investition im Bereich Personal festgehalten: Die neuen 4 Außendienstmitarbeiter wurden im Laufe des Jahres 2024 für die Absatzmärkte qualifiziert und know-how wurde vermittelt. Auch die Ausstattung dieser Mitarbeiter mit neuen Fahrzeugen war hierbei notwendig. Dies stellt eine Investition in die kommenden Jahre dar und soll die ehrgeizigen Ziele absichern.

4. Mitarbeiter

Die STAINLESS FRÜCHTL GmbH beschäftigte im Jahr 2024 durchschnittlich 32,1 Mitarbeiter (gerechnet in full time employee). Die Zahl der FTE stieg im Vergleich zu 2023 von 30,5 um 1,6 FTE. Darin enthalten sind durchschnittlich 3 Stellen für Auszubildende, unberücksichtigt bleiben Mitarbeiter, die sich in der passiven Phase der Altersteilzeit befinden (entsprechende Rückstellungen sind dotiert).

5. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug das Investitionsvolumen der Gesellschaft insgesamt TEUR 291,2. Dabei entfielen auf Weiterentwicklung EDV 42 TEUR, auf Investitionen zur Verbesserung der Umweltbilanz/Einsparung von Ressourcen TEUR 10, auf technische Anlagen und Maschinen TEUR 18,1, auf Pkw und sonstige Ausstattungen TEUR 205 und auf Hardware TEUR 9,1.

6. Umweltschutz, Nachhaltigkeitsbericht und soziale Verantwortung

Schon seit vielen Jahren ist für das Unternehmen der Umweltschutz und das nachhaltige Wirtschaften eine treibende Kraft. Alleine vor dem Hintergrund der Absatzbranchen steht ein bewusstes Handeln für die STAINLESS FRÜCHTL GmbH im Fokus der täglichen Entscheidungen. Nachdem für das öffentliche Interesse die Umweltauswirkungen eines Unternehmens von Belang sind, da durch den Einsatz und die Inanspruchnahme von Ressourcen für industrielle Zwecke diese Ressourcen nicht mehr vollumfänglich der Allgemeinheit zugänglich sind, richten wir unser Augenmerk auch auf eine umfassende und transparente Berichterstattung. Ausgehend von der Geschäftsleitung wurde zwischenzeitlich ein Reporting der relevanten Daten und der Verbräuche eingeführt und mit Zielen unterlegt. Es fließen nicht nur der Ressourceneinsatz sondern auch Alternativen in die Gewichtung mit ein und sorgen somit für ein tieferes Verständnis der Auswirkung von Ressourcenschonung bei den Mitarbeitern, bei den Kunden und Lieferanten.

Mit unserer Nachhaltigkeit streben wir die Nachhaltigkeit im Sinne der von der UN gebrauchten Definition an: „Nachhaltige Entwicklung bezeichnet eine Entwicklung, welche den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen“ (Brundtland-Report 1987 UN).

Einen wichtigen Beitrag leistet die Tatsache, dass wir uns auf die Beschaffung von Stählen konzentrieren, die zum größten Teil (über 95%) aus Schrotten gewonnen werden und die somit dem Recyclingprozess entnommen werden. Weiter haben wir im Rahmen der eigenen Produktion eine strikte Schrott- und Mülltrennung eingeführt, die bis hin zur werkstoffreinen Wiederverwertung führt.

Seit August 2021 ist die Gesellschaft im Qualitätsmanagement nach DIN ISO 14001:2015 zertifiziert. In 2024 erfolgte die Rezertifizierung und wir erhielten ein neues Zertifikat. Der Umweltgedanke wird durch Projektarbeiten zur Verbesserung des Umweltschutzes bei den Angestellten und Auszubildenden stark gefördert. Die Geschäftsleitung unterstützt darüber hinaus durch Sonderaktionen dieses Ziel mit und viele Beispiele für erfolgreiche Verbesserungen im Unternehmen belegen das gelebte Bewusstsein. In 2024 wurde hierzu bei einem „environmental day“ von der gesamten Belegschaft eine Baumpflanzaktion im Schwarzwald durchgeführt. Die Pflanzen wurden von der Firma gekauft, die Mitarbeiter pflanzten im Rahmen dieser Aktion unter Anleitung durch die Forstwarte 1000 Jungbäume. Für diesen Tag wurden die Mitarbeiter von der Arbeit freigestellt. Dieses außerordentliche Engagement der Firma und der Mitarbeiter wurde von Kunden, Lieferanten und Eigentümern lobend hervorgehoben.

Um der sozialen Verantwortung gerecht zu werden, verpflichtet das Unternehmen alle Mitarbeiter zur Beachtung des unternehmensinternen Commitments zur selbstauferlegten sozialen Verantwortung, gegen Kinderarbeit, für gerechte Entlohnung und gegen Korruption. Gleichzeitig engagiert sich das Unternehmen auch für soziale Projekte und unterstützt ausgewählte gemeinnützige Organisationen.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

2024 2023 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 1.099 14,8 1.063 12,1 36 3,4
Umlaufvermögen 6.253 83,9 7.610 86,9 -1.357 -17,8
ARAP 97 1,3 82 0,9 16 19,5
Aktiva 7.450 100,0 8.754 100,0 -1.305 -14,9

Die Bilanzsumme des Unternehmens betrug am Ende des Geschäftsjahres 2024 TEUR 7.450. Damit veränderte sie sich gegenüber 2023 um TEUR 1.305, das entspricht einer Reduzierung von 14,9% gegenüber dem Vorjahreswert.

Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von 86,9% auf nunmehr 83,9%.

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2024 trotz hoher planmäßiger Abschreibungen wegen Neuinvestitionen um 3,4% gesteigert.

Maßgeblich für die Veränderung der Bilanzsumme war ein aktives Lagermanagement, das das Umlaufvermögen reduziert hat. Das Umlaufvermögen sank gegenüber dem Bilanzstichtag 2023 um TEUR 1.357 (-17,8%).

2024 2023 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 2.217 29,8 2.494 28,5 -277 -11,1
Rückstellungen 742 10,0 1.100 126 -358 -32,5
Vblk verb. Untern. 1.400 18,8 1.483 16,9 -83 -5,6
Restl Fremdkapital 3.091 41,5 3.677 42,0 -586 -15,9
Passiva 7.450 100,0 8.754 100,0 -1.304 -14,9

Während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 239 auf TEUR 1.870 in 2024 reduziert wurden, haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen lediglich um TEUR 83 verringert. Die Rückstellungen wurden um TEUR 358 reduziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der STAINLESS SAS in Frankreich und der Simuval SAS in Frankreich. Bei der STAINLESS SAS handelt es sich um den 100%-Gesellschafter des Unternehmens und bei der SIMUVAL SAS handelt es sich um die 100%-Gesellschafterin der STAINLESS SAS. Hier bestehen Darlehensverträge, die mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen sind. Somit beträgt das gesamte wirtschaftliche Eigenkapital Ende 2024 TEUR 3.617 und veränderte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 360, inkl. der Verbindlichkeiten mit Rangrücktritt. Zum Jahresende 2024 beträgt die Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme 48,5% (Vorjahr 45,4%).

2. Ertragslage

TEUR % vom Umsatz TEUR % vom Umsatz
Umsatzerlöse 13.525 100,0 17.875 100,0
Erh. des Bestands an unf. Erzeugn. -1.600 556
Sonstige betriebliche Ertrage 279 2,1 174 1,0
Betriebliche Gesamtleistung 12.204 90,2 18.605 104,1
Materialaufwand 8.241 60,9 13637 76,3
Rohertrag 3.963 29,3 4.968 27,8
Personalaufwand 2.559 18,9 2.463 13,8
Abschreibungen 303 22 319 1,8
Sonst betr. Aufwendungen 1.256 9,3 1.147 6,4
AD Aufwand 0 0,0 0 0,0
Betriebliches Ergebnis -155 -1,1 1.039 5,8
TEUR %
Umsatzerlöse -4.350 -24,3
Erh. des Bestands an unf. Erzeugn.
Sonstige betriebliche Ertrage 105 60,3
Betriebliche Gesamtleistung -6.401 -34,4
Materialaufwand -5.396 -39,6
Rohertrag -1.005 -20,2
Personalaufwand 96 3,9
Abschreibungen -16 -5,0
Sonst betr. Aufwendungen 109 9,5
AD Aufwand 0 0,0
Betriebliches Ergebnis -1.194 -114,9

Das betriebliche Ergebnis vor Finanz- und Beteiligungsergebnis und Steuern war in 2024 mit TEUR 155 negativ nach 2 sehr positiven Jahren 2023 (+1.039) und 2022. Diese Entwicklung war in 2024 bedingt durch die wirtschaftliche Stagnation.

Der Rohertrag aus fehlender Umsatztätigkeit, gegenüber Vorjahr um TEUR 1.005 niedriger konnte mit der Veränderung des Produktmixes nicht kompensiert werden. Somit ist zum Ende des Jahres ein negatives betriebliches Ergebnis in Höhe von TEUR 155 zu verzeichnen.

Bei der Erhöhung des Personalaufwands ist die allgemeine Kostenrate zu sehen und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen kamen Nachholeffekte aus dem Vorjahr (vermiedene Kostensteigerungen) zum Tragen und sorgten für einen höheren Anstieg.

C. Risiko-, Nachtrags- und Prognosebericht

Risikobericht

Die Risiken beziehen sich auf externe (politische Einflüsse, Produkthaftung, Umweltschutz), finanzielle (Forderungsausfallrisiko, Liquidität, kriminelle Aktivitäten), Markt- (Marktveränderungen, Lagerbestandsrisiken) und Leistungsfaktoren (Ausfallrisiko der zentralen DV-Anlage). Soweit erkennbar, befindet sich unter den ausgewiesenen Risiken, auch bei Kombination mehrerer Risiken, kein für den Bestand des Unternehmens gefährdendes Risiko.

Zinsänderungsrisiken sind durch Festverträge mit den maßgeblichen Kapitalgebern - den Gesellschaftern - sehr begrenzt.

Möglichen Liquiditätsrisiken, die durch die zu Grunde liegenden Volatilitäten in Erzpreisen sowie den Metallpreisen gegeben sind, wird durch eine entsprechend enge Beobachtung der Liquiditätsentwicklung sowie durch ergänzende Szenarioanalysen begegnet. Seit Einführung des zentralen Lagerbestandscontrollings wird auch die Volatilität des freien Lagers in die Betrachtung mit einbezogen. Ein Großteil des Lagerbestandes dient sogenannten Abrufaufträgen von Kunden als Basis und unterliegt keinem Preisänderungsrisiko.

Die Risiken aus dem Forderungsbestand sind gegen Ausfälle über Atradius abgesichert. Hierbei kommt der Gruppenvertrag der Muttergesellschaft zum Tragen.

Umwelt- und Haftungsrisiken sind mittels Abschluss entsprechender Versicherungen weitestgehend rück gedeckt.

Immer mehr Kunden streben den Abschluss langfristiger Liefervereinbarungen - mit entsprechenden Preiszusagen - an. Dies bedingt eine sofortige Abdeckung des Auftrages. Eine Absicherungsmöglichkeit über Terminmärkte ist materialspezifisch nicht gegeben. Somit müssen teilweise Lagerbestände auch weiterhin temporär erhöht werden, um Marktrisiken zu minimieren. Hieraus ergeben sich zwangsläufig Liquiditäts- und - bei Beständen über die Inventur hinaus - auch Risiken für die Bonitätsbeurteilung anhand der Bilanzkennzahlen. Ebenfalls resultieren hieraus Lagerkapazitätsprobleme und erschwertes Engpassmanagement im Bereich der Logistik.

Trotz der weiter anhaltenden wirtschaftlichen Stagnation wurde der Personalbestand im Vertrieb nicht reduziert. Steigende Kundenanfragen bereits in Quartal 4/2024 aufgrund unserer besseren Marktpräsenz zeigen, dass trotz einer gegebenen negativen Marktstimmung ein Gegensteuern durch massive Außendiensttätigkeit möglich ist. Dies lässt uns an unserer Erwartungshaltung einer Vollauslastung auch wenn zunächst ein erneut leicht negatives Szenario in 2025 erwartet wird als durchaus realistisch festhalten. Sollte sich in der Zukunft der Markt überraschend schnell ändern und ein Nachfrageaufschwung von mehr als 20 % in kurzer Zeit erfolgen, wäre die Reaktionsmöglichkeit seitens des notwendigen Personal- und Technikbedarfs im logistischen Bereich in kurzer Zeit nicht gegeben.

Auf finanzieller Seite ist durch die begebenen langfristigen Darlehen mit qualifizierter Rangrücktrittsvereinbarung seitens des Gesellschafters eine hohe Sicherheit gegeben, zumal im Dezember 2024 erneut ein ebensolches Darlehen mit TEUR 500 - zum Verlustausgleich - neu begeben wurde. Dies zeigt erneut, dass hinter der Gesellschaft starke Gesellschafter stehen, die auch in kritischer Zeit unterstützend tätig werden.

Aus alten geschlossenen Verträgen bestehen noch Zahlungsverpflichtungsrisiken, deren Erfüllungswahrscheinlichkeit die Geschäftsleitung mit unter 10 % einstuft. Aufgrund der sehr niedrigen Erfüllungswahrscheinlichkeit und der gegebenen Unwesentlichkeit mit in Summe unter TEUR 20 wurde auf die separate Bildung einer Rückstellung verzichtet.

Die Umwelt- und Sozialaspekte spielen im Unternehmen historisch bedingt schon immer eine große Rolle. Hier bestehen aber keine langfristigen Verträge und dadurch keine Verpflichtungsrisiken. Aufgrund der vielen Maßnahmen im Rahmen der Umweltpolitik erscheinen bei intensiver Betrachtung und auch unter Zugrundelegung unterschiedlicher Szenarien keine gravierenden Risiken gegeben.

Nachtragsbericht

Nachträgliche Veränderungen oder Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Prognosebericht

Die Konjunkturprognosen sind weiter sehr zurückhaltend. Bereits am 07.11.2024 hat die LBBW in Ihrer Prognoseübersicht die Konjunkturaussichten für 2025 für die europäische Wirtschaft mit einer Zurücknahme bedacht und sieht die Entwicklung des BIP Europa bei lediglich noch +0,4%. Für Deutschland wurde die Aussicht nun auf eine negative Entwicklung gesetzt, bei -0,2%, was einen weiteren Abschwung impliziert. Die ifo-Konjunkturprognose Frühjahr 2025 ist mit der Überschrift „Deutschland bleibt Schlusslicht“ versehen.

Trotzdem wird hier nun die Wachstumsprognose noch positiv mit einem BIP von + 0,3% ausgewiesen. Der Rückstand der deutschen Wirtschaft auf die übrigen Industrieländer wird damit immer größer.

Insbesondere der schwache Welthandel, die hohen Energiekosten und die unsichere Situation vor den Bundestagswahlen wurden als Einflussfaktoren genannt.

Zusätzliche Unsicherheiten bergen die aktuelle Zollpolitik der USA, die geopolitische Gemengelage und die schwelenden Konflikte.

Bedingt durch eine Lockerung der Schuldenbremse kann zwar nun ein Investitionspaket der neuen Bundesregierung angeschoben werden, allerdings unterliegt die Mittelverwendung mit Blick auf die politische Lage in Deutschland für die Zukunft weiter einem hohen Diskussionsbedarf. Ob mit schnellen Entscheidungen zu rechnen ist, ist angesichts der bisher üblichen Haushaltspolitik zumindest fraglich. Dies hemmt weiterhin notwendige Reformen und Investitionen und erzeugt in einem schwierigen Umfeld keine zunehmende Sicherheit. Gleichzeitig ist die staatliche Unterstützung dringend notwendig, um die private Konsumzurückhaltung auszugleichen.

Auch von der Entwicklung des Welthandels kommen noch wenig positive Impulse. In Ihrem Sector-Research vom 04.02.2025 rechnet die Kommission mit einem Wachstum von gerade noch 3,3% (auf Basis der ersten IWF-Prognose) und dies liegt immerhin unter dem langjährigen Durschnitt von 3,7% (2000-2019). Die zuvor genannten Risiken werden hier ebenfalls aufgegriffen.

Die Situation in den Krisenherden der Welt trägt ebenfalls nicht zur Beruhigung bei. Sei es der Ukrainekonflikt, der sich doch schwieriger zu lösen scheint als vom neuen Präsidenten der USA angenommen, sei es der Nah-Ost-Konflikt in dem sich die Parteien unversöhnlich gegenüberstehen oder sei es der neu aufflammende Konflikt in Taiwan/China.

Für die Firma STAINLESS FRÜCHTL GmbH wird im Jahr 2025 das Hauptaugenmerk auf - bedingt durch die Stärkung der Marktpräsenz - der Gewinnung von Neukunden liegen. Über die Maßnahme der starken Ausweitung des Außendienstes verspricht sich die Geschäftsleitung eine weitere Festigung der Marktstellung und zusätzliches Absatzpotential.

Um von einer wirtschaftlichen Erholung in Europa zu profitieren wurde bereits in 2024 das inside sales team im Bereich Export verstärkt. Durch die Bemühungen der Marketingabteilung der Muttergesellschaft wird die mediale Präsenz des Unternehmens erhöht und dies führt zu einer besseren Marktdurchdringung in bestehenden Absatzgebieten. Darüber hinaus sind nun 3 business developer international im Einsatz, die ebenfalls die Vertriebserfolge im Exportbereich deutlich ausweiten sollen.

Insgesamt gesehen stellt sich die STAINLESS FÜRCHTL GmbH mit ihrer konservativen Ausrichtung, dem hoch motivierten und hoch qualifiziertem Mitarbeiterstamm und einem klar strukturiertem Leistungs- und Produktportfolio, ausgerichtet auf den stabilen Medizinbereich, in einem umkämpften Wettbewerb als für die Zukunft gut gerüstet dar.

 

Esslingen, 31.03.2025

Die Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die STAINLESS FRÜCHTL GmbH, Esslingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der STAINLESS FRÜCHTL GmbH, Esslingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STAINLESS FRÜCHTL GmbH, Esslingen für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlich falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben,

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft,

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.“

 

Ostfildern, den 10. April 2025

BLRP Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Armin Lau, Wirtschaftsprüfer

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