Bindan GmbH & Co.KGLiquidiert
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Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bindan GmbH & Co.KGStuhr-BrinkumJahresabschluss zum 31. Dezember 2006Berichtigung Im elektronischen Bundesanzeiger vom 23.07.2008 ist ein Fehler enthalten, der nachstehend berichtigt wird. Lagebericht 20061. Darstellung des Geschäftsverlaufes Im Jahr 2006 lag das Bruttosozialprodukt (BIP) im Jahresdurchschnitt um real 2,5% über dem Vorjahresniveau. Kalenderbereinigt betrug die Zunahme 2,7%. Dies war das höchste Wachstum seit dem Jahr 2000. Nach einer langen Schwächephase war 2006 das Jahr des Aufschwunges. Dieses gute Ergebnis ist eine solide Basis für die Fortsetzung des Aufschwunges im Jahre 2007. Ebenfalls im Jahr 2006 wurde eine Trendwende am Arbeitsmarkt geschafft. Die Beschäftigung nahm nach einem langen Abwärtstrend endlich wieder zu und die Zahl der registrierten Arbeitslosen sank auf im Durchschnitt 4,49 Mio. Personen. Getragen von der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wächst der Markt für Zeitarbeits- und Personaldienstleistungen weiter mit großer Dynamik Bereits seit 2005 wächst die Branche mit zweistelligen Wachstumsraten. Nach 15% Steigerung in 2005 wird für 2006 sogar ein noch höheres Wachstum des Marktvolumens prognostiziert. Die TOP 25 Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland konnten in 2006 ihren Umsatz durchschnittlich um mehr als 43% steigern. Ein Teil des überproportionalen Wachstums ist dabei auf die Übernahme-Strategien einiger Anbieter zurückzuführen. Abzüglich dieser Effekte aufgrund von Unternehmenszukäufen ergibt sich ein durchschnittliches Wachstum der führenden Anbieter von mehr als 33%. Das Geschäftsjahr 2006 war durch die Übernahme der Bindan Gruppe durch Randstad Group Germany & Co. OHG geprägt, die zum 01.01.2006 alle Kommanditanteile der SchuFam GmbH & Co. KG und ONI GmbH & Co. KG, die je 50% der Anteile der Bindan Gruppe halten, übernommen hat. Weitere Umstrukturierungen innerhalb der Randstad Gruppe sind 2006 vorgenommen worden, mit dem Ergebnis das zum 31.12.2006 sämtliche Kommanditanteile von der Randstad Deutschland GmbH & Co.KG an Bindan gehalten werden. Bindan agiert weiterhin als selbständiges Unternehmen innerhalb der Randstad Gruppe. Die Betreuung und der Service für die Kunden blieb unverändert, die administrativen Prozesse wurden mit Beginn des 4. Quartals 2006 im Wesentlichen vom Service Center Randstad in Eschborn übernommen. Dazu wurde die Einführung einer neuen SAP-Lösung, die bereits erfolgreich innerhalb der Randstad Gruppe eingesetzt wird, für die Niederlassungen und für die Verwaltung erforderlich. Ein großer Teil der Mitarbeiter der Hauptverwaltung, die nicht nach Eschborn gegangen sind, wurden in der neu geschaffenen Verwaltung von Teccon, in Niederlassungen in der Region oder bei Kunden untergebracht. Bei unvermeidlich betriebsbedingten Kündigungen wurden sozialverträgliche Vereinbarungen getroffen. Die Mitarbeiterzahl betrug zum Jahresende 1.157 überbetriebliche Mitarbeiter und 125 Stammmitarbeiter. Der Umsatz lag mit 45 Mio. € unter den Erwartungen. 69,8% entfielen auf den Bereich Handwerks- und Industrieberufe, 30,2% auf Vermittlungen im Bereich kaufmännische Fach- und Führungskräfte. 2. Qualitätsmanagement Die Bindan GmbH & Co. KG ist DIN EN ISO 9000:2000 zertifiziert. Darüber hinaus wurde Anfang 2006 das Managementsystem für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz (SCP) eingeführt und für alle deutschlandweit agierenden Niederlassungen vom TÜV Rheinland zertifiziert. 3. Darstellung der Lage Das Geschäftsjahr konnte trotz eines höheren Gross Profits im Vergleich zum Plan und Vorjahr nur mit einem Verlust abgeschlossen werden. Dieser ist im Wesentlichen auf die mit der Übernahme der Bindan Gruppe durch Randstad verbundenen Integrationskosten (u.a. Abfindungsleistungen für freigestellte Geschäftsführer) zurückzuführen. Der Umsatz lag trotz des schwierigen Umfeldes mit 45 Mio. € um 10,5% über dem Vorjahr. Der Gross Profit (Bruttogewinn) hat sich um 6,8 % von geplanten 13,0 Mio. € auf 13,8 Mio. € erhöht. Gleichzeitig lagen die direkten Kosten mit 17,7% deutlich unter Budget, was zu einem Anstieg der Gross- Profit Marge - also der Gross Profit als Prozent vom Umsatz- um 3,3% geführt hat. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Ende des
Geschäftsjahres auf 531 T€
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 8,2 Mio. € (Vorjahr: 5,6 Mio. €). Der erhebliche Anstieg ergibt sich einerseits aus dem gestiegenen Umsatz und andererseits durch Verzögerungen bei der Rechnungserstellung aufgrund von IT-Umstellungen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug in 2006 -2,8 Mio. € (Vorjahr 718 T€). 4. Gesetzliche und soziale Entwicklung Die Tarifverhandlungen zwischen dem BZA und den
Gewerkschaften (DGB) wurden abgeschlossen. Damit traten
folgende Änderungen zum
Zum 1. Januar 2007 trat eine weitere Tariferhöhung für die überbetrieblichen Mitarbeiter (gemäß Branchentarifvertrag) in Höhe von 2,5% in Kraft. Weiterhin besteht in Deutschland für Zeitarbeitsfirmen ein faktischer Tarifzwang. Für Unternehmen, die keinen Tarifvertrag abschließen und auch keinem Arbeitgeberverband mit einem für die Zeitarbeit geltenden Tarifvertrag beitreten, besteht die Verpflichtung zu 'Equal Pay' und 'Equal Treatment' der überbetrieblichen Mitarbeiter/innen. Um Billigtarife in der Zeitarbeit und unsozialen Stundenlöhnen vorzubeugen, fordern wir im Randstad-Verbund - zusammen mit anderen großen Zeitarbeitsfirmen - einen Mindestlohn für die Branche. Die Randstad Gruppe hat maßgeblich an der im Mai 2006 mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund abgeschlossenen tarifvertraglichen Vereinbarung von Mindestlöhnen mitgewirkt und unterstützt den Vorschlag von Bundesminister Franz Müntefering, die getroffenen Vereinbarungen zum bindenden Standard für die Zeitarbeitsbranche zu erklären. Als Marktführer fühlen sich die Randstad Gruppe verpflichtet, die Akzeptanz der Branche im Interesse aller Marktteilnehmer weiter zu fördern. Dazu bedarf es verlässlicher Rahmenbedingungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Zeitarbeit ist kein Dumpinggeschäft, sondern eine moderne Arbeitsform mit Zukunft. Mindestlöhne sind hierbei ein wichtiges Element. Auch muss sich die Branche den Herausforderungen stellen, die spätestens ab 2009 mit dem freien Zugang von Zeitarbeitnehmern aus Osteuropa ganz konkret werden. Natürlich sind die osteuropäischen Kollegen willkommen, es muss aber auch im Interesse der inländischen Mitarbeiter sichergestellt werden, dass es keine Lohnspirale nach unten gibt und der Wettbewerb unter fairen Bedingungen stattfindet. Einen darüber hinaus gehenden gesetzlichen Mindestlohn lehnt die Randstad Gruppe ab, und er erscheint uns mit der gegenwärtigen Regierungskoalition zudem hypothetisch. 5. Wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung Bindan ist in das Risiko-Management-System von Randstad integriert. Nach den zusammengefassten Einzelrisiken des bestehenden Risiko-Management-Systems und der derzeitigen operativen Entwicklung gibt es keine bestandsgefährdenden Risiken oder Sachverhalte. Potentielle Risiken ergeben sich lediglich aus der Art des Geschäftes und den gesetzlichen Verpflichtungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG). Die Unternehmensleitung hat entsprechende Mechanismen, Kontrollen und Maßnahmen installiert, um solchen geschäftsüblichen Risiken (AÜG-Vorschriften, Verträge mit Kunden, Ausfallrisiken von Forderungen, etc.) vorzubeugen. Dazu gehören ein umfassendes internes Qualitätsmanagementsystem einschließlich Aus- und Fortbildungsprogrammen, ein Managementinformationssystem einschließlich Controllingtätigkeiten und auch regelmäßige Review Meetings auf Ebene der Distrikte und Niederlassungen. Prozessunabhängige Kontrollen werden insbesondere durch die interne Revision durchgeführt. Insbesondere den Ausfallrisiken im Forderungsbereich begegnet das Unternehmen durch ein umfassendes Debitorenmanagement inkl. Mahnwesen. Finanzielle Verluste durch Forderungsausfälle können so auf ein Mindestmaß begrenzt werden. Als ein Risiko, welches die zukünftigen Entwicklung negativ beeinflussen könnte, sehen wir den Arbeitsmarkt, der bezogen auf qualifizierte, gut ausgebildete Fachkräfte immer schwieriger wird. 6. Ausblick Bei den positiven Auswirkungen der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt mit mehr Festeinstellungen der Firmen und gesunkenen Arbeitslosenzahlen wird der Bewerbermarkt für die Zeitarbeitsfirmen zusehends schwieriger. Dies könnte sich im Laufe des Jahres 2007 als wachstumshemmend auswirken. Für Bindan wird das Geschäftsjahr 2007 weiterhin im Zeichen der strukturellen Veränderungen stehen, die im Zusammenhang mit der Eingliederung von Bindan in die Randstad Gruppe zu sehen sind. Dies sind insbesondere Auswirkungen auf Grund von Prozessänderungen in den Niederlassungen und im Backoffice. Der Verlust eines Großteils der Vertriebsdisponenten und des Managements sowie die Abwerbungsaktivitäten von Bindan Mitarbeitern und Kunden durch die Firma "Partner" haben die Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres erheblich beeinträchtigt. Im Hinblick auf die Aktivitäten von Partner konnten wir eine gerichtliche Einigung erzielen, die es Partner untersagt, weitere Mitarbeiter abzuwerben. Weitere Maßnahmen zur Bewältigung der Geschäfte ist die Besetzung von frei gewordenen Stellen. Es erfordert aber eine Vorlaufzeit von mehreren Monaten, bis neue Mitarbeiter in ihre neue Arbeitsumgebung sowie in die neuen IT-Systeme eingewiesen sind. Wir haben eine Wachstumskampagne ins Leben gerufen, um die Anzahl der Stamm- und der überbetrieblichen Mitarbeiter stetig zu steigern. Aufgrund der oben dargestellten Herausforderungen hat sich das Geschäft im Jahr 2007 nicht so positiv wie erwartet entwickelt. So liegt der Umsatz nach neun Monaten unter Vorjahresniveau. Auch die Gross Profit Marge ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Für Q4 - 2007 zeichnet sich eine leichte Verbesserung der Ergebnisse ab. Das Geschäftsjahr 2007 wird mit einem Verlust abschließen. Für das Jahr 2008 erwarten wir eine Verbesserung der Situation mit positivem Umsatzwachstum und einem ausgeglichenen Ergebnis. |
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