Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 1589 PL
Eingetragen
15.12.2004
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebZahnarztpraxenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Produktion und Vertrieb von Dental-Formen, Dental-Maschinen und Dental-Verfahren sowie von Dental-Präparaten einschließlich künstlicher Zähne und zahnärztlichen Materials aller Art. Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die unmittelbar oder mittelbar der Erreichung des Gesellschaftszwecks dienen. Sie ist insbesondere berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten und Gesellschaften zu gründen, sich an Gesellschaften zu beteiligen, solche ganz oder teilweise zu erwerben oder deren Geschäfte zu führen sowie Unternehmensverträge einzugehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maike Martens
seit 17.8.2022
Prokura
Oliver Wittich
seit 17.8.2022
Prokura
Stavros Patatukos
seit 11.4.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Merz Pharma GmbH & Co. KG aA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Merz Pharma GmbH & Co. KG aA
Germany
3.100.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Merz Dental GmbH

Lütjenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

I. Grundlagen des Unternehmens

Rechtliche und organisatorische Unternehmensstruktur

Die Merz Dental GmbH ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der weltweit tätigen Shofu Inc., Kyoto (Japan).

Geschäftsfelder, Produkte und Strategien

Als Medizinproduktehersteller und Spezialist für prothetische Kunststoffe und Kunststoffzähne liefern wir in über 24 Länder Qualitätsmaterialien (made in Germany) für eine ästhetische und nachhaltige prothetische, restaurative sowie parodontalprophylaktische Versorgung in Praxis und Labor. Seit über 70 Jahren entwickelt, produziert und vertreibt die Merz Dental am Unternehmenssitz und Produktionsstandort Lütjenburg (Schleswig-Holstein).

Merz Dental ist im Bereich der Entwicklung und Produktion von künstlichen Zähnen tätig. Seine Produkte sind international vertreten und entsprechen den modernsten Ansprüchen an Ästhetik, Morphologie und Materialqualitäten. Durch die konsequente Weiterentwicklung des Unternehmens und den Aufbau des strategisch wichtigen Bereichs der digitalen Zahnheilkunde verfügt Merz Dental über vollständig digitale Arbeitsprozesse für die Restauration von Zahnersatz im Bereich der Totalprothetik. Hier zählt das Unternehmen zu den Pionieren der Branche.

Zur Zahnerhaltung und Zahnrestauration unterstützt Merz Dental Zahnarztpraxen mit einem breiten Spektrum an innovativen, hochwertigen Füllungsmaterialien, bewährten Zementen, innovativen Bondingsystemen und Verblendmaterialien. Darüber hinaus bietet Merz Dental Lokalanästhetika sowie hoch wirksame Produkte zur Parodontalprophylaxe und Parodontaltherapie an. Abgerundet wird das Produktprogramm durch Präparate zur Flächendesinfektion und durch Spezialpräparate zur Instrumenten-, Abform- und Handdesinfektion sowie Pflegeprodukte für den Hand- und Hautschutz.

Die Gesellschaft orientiert sich an Marktbedürfnissen und entwickelt ihre Produktpalette kontinuierlich weiter. Derzeit liegt der Fokus insbesondere auf Digitalen Technologien, um den Kunden komplexe Prozessabläufe zu erleichtern.

Forschung und Entwicklung

Für Merz Dental spielten in der Firmenphilosophie schon immer Innovationen, Produktqualität, Forschung und Entwicklung eine bedeutende Rolle. Eine intensive Forschungstätigkeit und enge Kooperation des Unternehmens mit Universitäten im Inland so wie im Ausland und anderen Experten in aller Welt ist dafür eine wesentliche Grundbedingung. Hier wird stets das Ziel verfolgt, hochwertige Produkte zu entwickeln, die sowohl zur Verbesserung der Zahngesundheit des Patienten beitragen als auch den jeweiligen Bedürfnissen der Zahnärzte und Zahntechniker entsprechen. Um den wachsenden Anforderungen seiner Kunden gerecht zu bleiben, hat Merz Dental in den vergangenen Jahren intensiv in den Bereich Forschung und Entwicklung investiert, sowohl durch erhöhte Finanzmittel aber auch durch Ausbau der personellen Ressourcen mit entsprechender Expertise. Unter der Beteiligung der Landesregierung (WTSH-Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH, Kiel) wurde in den vergangenen Jahren ein Projekt initiiert, welches die Optimierung der Produktion von hochwertigen Kunststoffzähnen anstrebte. Das hohe Ziel ist die Standardisierung des Produktionsablaufs unter Berücksichtigung des technischen Fortschritts weiter zu verbessern, konnte in den wesentlichen Projektabschnitten nicht umgesetzt werden. Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt musste im Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe von TEUR 1.104 abgewertet werden. Auf der anderen Seite wurde der hierzu von der Muttergesellschaft erhaltene Investitionszuschuss in Höhe von TEUR 487 anteilig mit TEUR 398 erlöswirksam aufgelöst. Die Entwicklung richtet sich an den Erfordernissen des Marktes aus. Im Geschäftsjahr 2023/2024 betrug der Aufwand für Forschung und Entwicklung insgesamt TEUR 1.293.

Unternehmenssteuerung

Die Lenkungs- und Prüfverfahren der Gesellschaft sind in die Steuerungs- und Kontrollprozesse des Shofu-Konzerns eingebunden und begründen sich auf einer alljährlich stattfindenden und gegebenenfalls angepassten Budgetplanung. Diese bezieht auch die Investitionsschwerpunkte ein. Aus der Budgetplanung werden entsprechende Ziele abgeleitet. Diese Budgetziele fließen in die operative Planung ein und werden mit den Zielen und Maßnahmen auf der Arbeitsebene verknüpft. Eine wichtige Rolle für die operative Planung sowie für die operativen Entscheidungen spielt das Risiko- und Chancenmanagement. Aus aktuellen Ergebnissen und Entwicklungen werden Vorausberechnungen (Prognosen) abgeleitet. Auf Grundlage einer Datenanalyse werden Abweichungen von den operativen Zielen frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Das operative Geschäft der Merz Dental GmbH wird über ausgewählte finanzielle Kennzahlen gesteuert. Als Steuerungsgrößen dienen hierfür Rohergebnis und Jahresüberschuss.

II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die ifo Konjunkturprognose des Frühjahrs 2024, weist darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft wie gelähmt ist. Die Stimmung unter den Unternehmen und Haushalten ist schlecht. Das preisbereinige Bruttoinlandsprodukt wird 2024 nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5% zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich herabgesetzt (0,7 Prozentpunkte) und für das Jahr 2025 leicht angehoben (0,2 Prozentpunkte). Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein.

Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, andauernde Streiks.

Die Risiken für die vorliegende Prognose sind mannigfaltig. Vor allem von der weiteren Entwicklung der Energiepreise geht hohe Unsicherheit aus. Bislang wird davon ausgegangen, dass sich die Preise für Rohöl, Strom und Erdgas im Prognosezeitraum gemäß den Kursen an den Terminmärkten entwickeln werden. Demnach haben die jüngsten Preisrückgänge Bestand und die Preise pendeln sich nur knapp oberhalb des Niveaus ein, das in den Jahren vor der Coronakrise zu beobachten war. Hiervon dürften die Industrie- und Konsumkonjunktur profitieren. Jedoch hängt der weitere Verlauf entscheidend von den geopolitischen Umständen ab, die sich jederzeit ändern können und damit erheblichen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft haben.

Ein weiteres erhebliches Risiko geht von der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzpolitik aus. Zwar konnte eine Einigung für den Haushalt des laufenden Jahres erzielt werden und die Einhaltung der Schuldenbremse dürfte gewährleistet sein. Allerdings ist es vor dem Hintergrund der derzeitigen Haushaltssituation sowie vor allem im Hinblick auf die vorrausichtlich abermals schwierigen Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2025 nicht unwahrscheinlich, dass dringend nötige Reformen auf die lange Bank geschoben oder nur zögerlich in Angriff genommen. Dieser Stillstand und die Unsicherheit über wichtige wirtschaftspolitische Weichenstellungen lähmen die Konjunktur und hemmen das langfristige Wachstum, da Ausgaben für Investitionen und Konsum zurückgehalten werden. Sollte sich die Unsicherheit, anders als in der vorliegenden Prognose unterstellt, nicht auflösen, dürfte die erwartete Erholung weiter in die Ferne rücken.

( Quelle: ifo Konjunkturprognose 06.03.2024)

Geschäftsverlauf

Nachdem das Geschäftsjahr 2022/23 weiterhin geprägt war von den Ereignissen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und der sich dadurch abzeichnenden Energiekrise, hat sich der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023/24 wieder normalisiert. Dennoch ist es nicht ganz gelungen die gesetzten Ziele in Umsatz und Ertrag für das Geschäftsjahr 2023/24 zu erreichen. Besonderen negativen Einfluss auf das Ergebnis hatte hier eine Sonderabwertung unseres langejährigen Forschungsprojektes.

Das 26. Prothetik Symposium, eine von Merz Dental und dem Quintessenz Verlag initiierte Veranstaltung, fand im Dezember 2023 in Berlin statt. Hier wurde unter dem Motto: touch the past create the future Fachpublikum dargelegt, wie man aus der Vergangenheit lernen kann, um die Zukunft zu gestalten. 300 Teilnehmer kamen bei eisigem und verschneitem Winterwetter, um sich im Herzen Berlins den wegweisenden Entwicklungen der Totalprothetik zu widmen. Das diesjährige Symposium markierte nicht nur einen Meilenstein in der Wissensvermittlung für Zahnärzte, Zahntechniker, Berufs- und Meisterschüler, sondern überzeugte auch durch den neuen Veranstaltungsort im Marriott Hotel am Potsdamer Platz. Ein Mix aus analogen und digitalen Erkenntnissen prägte die Atmosphäre, während Teilnehmer in den Pausen mit Referenten, Veranstaltern und Industrieausstellern in einen intensiven Austausch traten.

Die Prognose des Vorjahres ging von einer Verbesserung der Ertragslage aus, dies konnte leider nicht erreicht werden. Allerdings ist es gelungen das Rohergebnis zu verbessern.

Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. April 2023 bis 31. März 2024

2023/24 2022/23 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Rohergebnis 15.781 100,0 14.805 100,0 976 6,6
Personalaufwand -10.025 -63,5 -10.048 -67,8 24 -0,2
Abschreibungen -1.978 -12,5 -907 -6,1 -1.071 >100,0
Sonstiger Betriebsaufwand -3.489 -22,1 -3.156 -21,3 -333 10,6
Steuern (ohne Ertragsteuern) -15 -0,1 -11 -0,1 -4 36,4
Betrieblicher Aufwand -15.507 -98,2 -14.122 -95,3 -1.385 9,8
Betriebsergebnis 274 1,8 683 4,7 -408
Finanzergebnis -221 -26 -195 -750,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 53 657 -604
Ertragsteuern -20 -175 155 -88,6
Jahresergebnis 33 482 -449

Das Rohergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Für das Geschäftsjahr 2023/24 wurde mit einem Wachstum des Rohergebnisses auf TEUR 15.563 gerechnet. Annahmen dieser Art wurden übertroffen. Dies ist allerdings ein Ergebnis der Teilauflösung des, durch die Muttergesellschaft erhaltenen, Investitionszuschusses in Höhe von TEUR 398. Ohne diesen Sondereffekt, läge das Rohergebnis hinter den Erwartungen zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich aufgrund von gestiegenen Kosten unter anderem durch eine Verbesserung der IT-Umgebung und dem damit verbundenen Prüfungsaufwand ergeben. In den gestiegenen Abschreibungen ist eine Sonderabschreibung auf eines unserer innovativsten Forschungsprojekte enthalten, welches in der angestrebten Qualität nicht umzusetzen war. In der Prognose des Vorjahres ging man davon aus, dass es mittelfristig aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage von einer steigenden Umsatz- und Ertragsentwicklung kommt. Diese Erwartungen konnten nicht völlig erfüllt werden. Das Interesse am Markt an unseren digitalen Erzeugnissen hat nicht zu den angestrebten Umsatzsteigerungen geführt. Die Sonderabschreibung auf das Forschungsprojekt war ebenfalls in dieser Form nicht geplant.

Vermögenslage

31.03.2024 31.03.2023 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen 6.111 28,4 7.605 36,0 -1.494 -19,6
Langfristige Forderungen 685 3,1 648 3,0 37 5,7
Vorräte 8.850 40,9 8.490 40,2 360 4,2
Kurzfristige Forderungen 2.058 9,5 2.134 10,1 -76 -3,5
Flüssige Mittel 3.742 17,3 2.130 10,1 1.612 75,7
Übrige Aktiva 172 0,8 116 0,6 56 48,3
21.618 100,0 21.123 100,0 495 1,9
Kapital
Eigenkapital 14.400 66,6 14.367 68,0 33 0,2
Sonderposten 89 0,4 359 1,7 -270 -75,2
Rückstellungen 2.059 9,5 1.955 9,3 104 5,3
Verbindlichkeiten 4.878 22,6 4.229 20,0 649 15,3
Passive latente Steuern 192 0,9 213 1,0 -21 -9,9
21.618 100,0 21.123 100,0 495 1,9

Die Vermögenslage ist stabil. Die Bilanzsumme ist mit TEUR 21.618 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Eigenkapitalquote zum 31.03.2024 beträgt 66,6% (Vorjahr: 68,0%). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind leicht gesunken. Das "Working Capital" stieg deutlich an. Das Vorratsvermögen stieg an. Die kurzfristigen Forderungen sanken ab. Der Stand der liquiden Mittel nahm im Vergleich zum Vorjahr stark zu. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken (31. März 2024 TEUR 414; 31. März 2023: TEUR 500). Der Gesellschafter hatte einen Zuschuss für ein Anlageobjekt gewährt. Dieser Zuschuss bestand im Geschäftsjahr 2022/23 noch mit TEUR 359. Aufgrund der Tatsache, dass Teile des Anlagegutes, für welches dieser Zuschuss gewährt wurde im Geschäftsjahr 2023/24 per Sonderabschreibung abgewertet werden musste, wurde der Zuschuss ergebniswirksam zum Teil aufgelöst. Dadurch hat sich der gebildete Sonderposten auf TEUR 89 abgesenkt. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresergebnisses nur leicht erhöht und beträgt zum Stichtag TEUR 14.400. Die Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passiven latenten Steuern sind auf TEUR 7.128 gestiegen.

Der Anstieg des Vorratsvermögens resultiert aus dem Anstieg von Materialkosten und einer Erhöhung des Bestandes bei den selbst gefertigten Waren. Der Bestand an Handelswaren konnte abgebaut werden.

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft war zu jeder Zeit sichergestellt. Die Finanzlage des Unternehmens ist als gut einzustufen. Darüber hinaus wurde von dem Gesellschafter SHOFU Inc. im Mai 2020 eine Patronatserklärung abgegeben. Diese hat auch für das kommende Geschäftsjahr weiterhin bestand.

In dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 wurden Sachinvestitionen in Höhe von TEUR 501 (i. Vj. TEUR 731) getätigt. Es wurde in technische Anlagen und Maschinen investiert.

Das Investitionsvolumen ist im Verhältnis zum Vorjahr deutlich gesunken.

II. Chancen- und Risikobericht

In dem Geschäftsjahr 2023/24 bremsten rückläufige Konsumausgaben den erhofften Wachstumstrend. Laut Statistischem Bundesamt lag das Wirtschaftswachstum im März 2024 bei -0,3%.

Die Inflationsrate liegt nun im März 2024 bei 2,2% (i. Vj. bei 7,4%).

Das Leistungsspektrum der Merz Dental zeichnet sich durch eine sehr große Produktvielfalt aus. So werden vollanatomische, semi-anatomische sowie lingualisierte Zähne entwickelt und produziert. Durch den konsequenten Ausbau des Produktportfolios von Verbrauchsmaterialien zur digitalen Fertigung von Zahnersatz bieten sich für das Unternehmen zusätzliche Potentiale in der Vermarktung und dem Ausbau des Geschäfts.

Für Zahnärzte und Zahntechniker wird ein breites Spektrum an Füllmaterialien, Zementen und Abdruckmassen sowie Produkte zur Prophylaxe und zur Hygiene angeboten. In diesem breitgefächerten Angebot liegen aus Sicht der Unternehmung gute Chancen für die zukünftige Entwicklung.

Die Gesellschaft ist differenzierten Risiken ausgesetzt. Der Umgang mit diesen Geschäftsrisiken ist wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Führung der Merz Dental GmbH. Die Grundsätze der Risikovorsorge werden durch die Geschäftsführung festgelegt und genehmigt. Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden geschäftlichen Risiken setzt das Unternehmen wirksame Planungs-, Berichts- und Kontrollsysteme ein. Ein regelmäßiges Berichtswesen sowie die fortlaufende Überprüfung und Überwachung der aktuellen Projekte und der Entwicklungsprozesse ergänzen dieses System der Risikovorsorge.

Zudem unterstützt ein ausgefeiltes System der Lieferantenbewertung den Beschaffungsprozess. Eine gut abgestimmte Produktionsplanung mindert das Produktionsrisiko und unterstützt das effiziente Bestandsmanagement.

Da der Dentalbereich seine eigenen Marktdynamiken hat, sind Rückschlüsse aus dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld nur bedingt möglich. Jedoch ist weiter davon ausgehen, dass sich in den kommenden Jahren der bestehende Preiskampf auf Hersteller- und Handelsebene weiter verschärfen wird.

Im Hinblick auf die Risikoeinschätzung des Unternehmens für das kommende und das darauffolgende Jahr bestehen weiterhin im Wesentlichen die wirtschaftlichen Risiken im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowie dem demografischen Wandel und dem daraus resultierendem Fachkräftemangel. Grundsätzlich ist man gut aufgestellt und durch die Neuprodukte können zusätzliche Potentiale erschlossen werden. Trotzdem bleibt weiterhin eine große Unsicherheit, inwieweit das abgekühlte Konsumverhalten die Geschäftsentwicklung des Unternehmens beeinträchtigen wird und dies Auswirkungen auf Umsatz und Ertrag haben wird.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Gesamtfinanzlage ist weiterhin stabil. Durch die breite Aufstellung am Markt ist Merz Dental generell gut gegen die Auswirkungen regionaler oder produktspezifischer Störungen auf das Unternehmen abgesichert. Sowohl kunden- als auch lieferantenseitig liegt eine risikominimierende Diversifizierung vor, die Absatz- und Beschaffungsrisiken minimiert.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zu den im Unternehmen bestehenden finanzwirtschaftlich größten Risiken zählen insbesondere die Forderungsausfälle. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen, welches ständig optimiert wird. Da die Gesellschaft im Wesentlichen im Inland und Euroraum tätig ist, bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken. Auch die Zinsrisiken sind aufgrund der Einbindung in die Konzernfinanzierung der Shofu-Gruppe begrenzt.

III. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2024/25 sind die Auswirkungen der Energie- und Wirtschaftskrise und des demografischen Wandels auf das Unternehmen nur schwer abschätzbar. Es kann aber zu Schwierigkeiten durch die im Risikobericht geschilderten Vorgänge mit unmittelbarer Folge der Belastung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Ebenfalls könnte es Auswirkungen auf die Prognosegenauigkeit aufgrund der o.g. Umfeldbedingungen geben.

Es wird ebenfalls damit gerechnet, dass ein erhöhter Wettbewerb und Preisdruck die unmittelbare Konsequenz sein werden. Auf der Beschaffungsseite wird mit steigenden Preisen für den Materialeinsatz (u.a. Rohstoffe für die der künstlichen Zähne, Prothesenkunststoffe sowie der Verbrauchsmaterialien für die digitale Fertigung), Energie- und Lohnkosten gerechnet, die aktuell die bestimmenden Einflussfaktoren darstellen.

Das Unternehmen hat mögliche Effekte - soweit absehbar und prognostizierbar - dieser beeinflussenden Faktoren in seinen Planungen berücksichtigt.

Der vor Jahren bereits eingeleitet strategische Change-Prozess der Merz Dental GmbH von einem rein auf die analoge Zahntechnik ausgerichtetes Unternehmen hin zu einem modernen Dentalunternehmen im digitalen Zeitalter wird auch in den kommenden Jahren konsequent fortgesetzt. Konkret wird ergänzend zu den zahntechnischen Verbrauchsmaterialien mit einem klaren Fokus auf das Kompetenzfeld Zähne und Zahnmaterialien das Segment der "Digital Dentistry" konsequent ausgebaut.

Mit dem digitalen Produktportfolio aus Software, Hardware und Verbrauchsmaterialien zählt Merz Dental GmbH zu den wenigen Anbietern in seiner Klasse, die seinen Kunden einen ausgereiften Workflow von der Abformung bis zur Herstellung des einzugliedernden Zahnersatzes anbieten kann. Neben Intra- Oral- und Extra-Oral-Scannern wird das Portfolio mit Software, Fräsmaterialien aller Werkstoffkategorien (u.a. Wax, verschiedene Kunststoffe und keramische Werkstoffe) um das Segment des 3D-Drucks erweitert.

Die Verbrauchsmaterialien zur digitalen Verarbeitung werden in voller Breite auch B2B Partnern angeboten, welche aufgrund der hervorragenden Materialeigenschaften der Produkte ein großes Interesse zeigen.

Insgesamt bieten sich dem Unternehmen als innovativer Hersteller von Verbrauchsmaterialien und digitalen Lösungen derzeit sehr gute Expansionsmöglichkeiten, die auch durch eine konsequente Internationalisierung begleitet werden.

Weiter wird in die Entwicklung und Erweiterung moderner und kompetitiver Produktionsverfahren investiert, um so auch mittel- und langfristig im internationalen Wettbewerb eine führende Rolle behalten zu können.

Ungeachtet der aktuellen demografischen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen geht die Geschäftsführung von einer steigenden Umsatz- und Ertragsentwicklung des Unternehmens aus. Für das kommende Geschäftsjahr 2024/25 wird mit einer deutlichen Verbesserung beim Rohergebnis und Jahresüberschuss gerechnet.

 

Lütjenburg, 30. April 2024

Stavros Patatukos, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 758.054,00 930.526,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
758.054,00 930.526,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.083.366,74 3.347.943,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.829.923,00 1.985.969,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 208.237,00 257.022,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 206.878,05 1.058.641,99
5.328.404,79 6.649.576,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00 25.000,00
6.111.458,79 7.605.102,73
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 398.663,77 356.479,03
2. Unfertige Erzeugnisse 3.023.828,96 3.008.887,24
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.427.123,85 5.124.931,67
8.849.616,58 8.490.297,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.755.157,45 1.715.810,80
- davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: EUR 0 (Vj. EUR 0)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 163.106,24 217.557,24
- davon gegen Gesellschafter: EUR 105.580,04 (Vj. EUR 144.418,06)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 824.780,66 848.473,53
2.743.044,35 2.781.841,57
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.741.850,96 2.130.017,96
15.334.511,89 13.402.157,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 172.319,25 116.214,82
21.618.289,93 21.123.475,02

Passiva

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.100.000,00 3.100.000,00
II. Kapitalrücklage 6.528.767,15 6.528.767,15
III. Gewinnrücklagen 255.645,94 255.645,94
IV. Gewinnvortrag 4.482.648,35 4.000.322,06
V. Jahresüberschuss 33.503,52 482.326,29
14.400.564,96 14.367.061,44
B. Sonderposten
1. Sonderposten Investitionszuschuss 88.920,99 358.534,53
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 868.336,04 813.645,04
2. Steuerrückstellungen 143.913,15 191.876,15
3. Sonstige Rückstellungen 1.046.923,01 949.724,82
2.059.172,20 1.955.246,01
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 414.024,77 499.628,71
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 414.024,77 (Vj. EUR 499.628,71)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.309.004,55 3.554.605,47
- davon gegenüber dem Gesellschafter: EUR 4.309.004,55 (Vj. EUR 3.554.605,47)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 404.403,10 (Vj. EUR 572.905,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 154.746,46 175.476,86
- davon aus Steuern: EUR 90.827,42 (Vj. EUR 133.368,08)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR -670,98 (Vj. EUR 0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 154.746,46 (Vj. EUR 175.476,86)
4.877.775,78 4.229.711,04
E. Passive latente Steuern 191.856,00 212.922,00
21.618.289,93 21.123.475,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

2023/2024
2022/2023
1. Rohergebnis 15.781.049,91 14.804.733,23
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.563.196,95 8.663.216,69
b) Soziale Abgaben 1.462.172,68 1.385.383,30
(davon für Altersversorgung T€ -8; Vorjahr: T€ 13) 10.025.369,63 10.048.599,99
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.977.678,90 906.665,82
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.488.912,82 3.156.107,25
(davon aus Währungsumrechnung T€ 9; Vorjahr T€ 2)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.810,00 12.189,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 234.867,05 37.760,47
(davon an verbundene Unternehmen: T€ 119; Vorjahr T€ 22)
(davon Aufwendungen aus der Abzinsung T€ 1; Vorjahr T€ 16)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 19.927,12 174.729,28
8. Ergebnis nach Steuern 48.104,39 493.059,42
9. Sonstige Steuern 14.600,87 10.733,13
10. Jahresüberschuss 33.503,52 482.326,29

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

1. Allgemeine Hinweise

Die Merz Dental GmbH hat ihren Sitz in Lütjenburg, Kieferweg 1 und wird beim Amtsgericht Kiel unter der Registernummer HRB 1589 PL geführt.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches, den einschlägigen Vorschriften des GmbHG sowie den Regelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz ( BilRUG ) erstellt. Die Werte des Vorjahres werden in einer Vorjahresspalte dargestellt.

Bei der Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf.

Von der größenabhängigen Erleichterung für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde gemäß § 276 HGB und § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um ihre Nutzungsdauer entsprechende planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs-, Material- und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Anlagevermögens liegt zwischen 3 und 25 Jahren, geringwertige Wirtschaftsgüter werden sofort abgeschrieben:

Immaterielle Vermögensgegenstände zwischen 8 und 12 Jahren
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte- und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken zwischen 5 und 25 Jahren
Technische Anlagen und Maschinen zwischen 5 und 20 Jahren
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahren

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nominalwert bewertet.

Die Anlagen in Bau wurden um eine außerordentliche Abschreibung auf ein Projekt reduziert, welches nicht in der angestrebten Qualität umgesetzt wurde. Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt musste im Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe von TEUR 1.104 abgewertet werden.

Bei den Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten (im Sinne eines gleitenden Durchschnittspreises) bewertet, soweit nicht aufgrund eingeschränkter Verwendbarkeit oder niedrigerer Wiederbeschaffungskosten Abwertungen erforderlich sind. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Gängigkeitsabschreibung für Neuprodukte beträgt drei Jahre.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind die erkennbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine pauschalisierte Einzelwertberichtigung auf Forderungen angemessen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst.

Flüssige Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, welche Aufwand für die nächste Periode darstellen.

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse ist mit dem noch nicht erfolgswirksam gewordenen Anteil in Höhe von TEUR 88,9 (i. Vj. TEUR 385,5) bewertet worden. Der von der Muttergesellschaft gewährte Investitionszuschuss wurde für ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt, welches in Anlagen in Bau ausgewiesen wird. Ein Großteil dieser Anlage in Bau wurde im Geschäftsjahr 2023/24 mit einer außerordentlichen abgewertet. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde aus diesem Grunde ebenfalls in Höhe von TEUR 398 erlöswirksam reduziert.

Rückstellungen/Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind zum versicherungsmathematisch ermittelten Barwert und damit zum Erfüllungsbetrag nach der PUC-Methode (Projected-Unit-Credit-Methode gem. IAS 19) bewertet. Für die biometrischen Annahmen wurden die Richttafeln 2018 G für Pensionsrückstellungen von Prof. Dr. Klaus Heubeck herangezogen. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen in Höhe von 3 % (VJ 3 %) bzw. 1 % (VJ 1 %) wurden berücksichtigt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz i.H.v. 1,83 % p.a. (i. Vj. 1,79 % p.a.) für 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Darüber hinaus wurde der Betrag der Pensionsverpflichtung gem. § 253 Abs. 6 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für 7 Jahre und gleicher Restlaufzeit ermittelt. Der resultierende Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 6,7 (VJ TEUR 65,2) unterliegt den Vorschriften des § 253 Abs. 6 HGB. Der zur Ausschüttung gesperrte Betrag kann mit frei verfügbaren Eigenkapitalbestandteilen verrechnet werden, sodass keine Ausschüttungssperre besteht.

Die Versorgungszusagen sind zum Teil bei Versicherungsunternehmen rückgedeckt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert von TEUR 587,2 (i. Vj. TEUR 535,4) mit den Rückstellungen verrechnet. Dieser Wert entspricht den Anschaffungskosten.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen wurden diese im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024 wird auf den als Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel verwiesen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung
%
Eigenkapital
in TEUR
Digital Dental Services GmbH, Lütjenburg 100,0 129,4

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde ein Ergebnis von TEUR 40,5 erwirtschaftet.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 117 (i. Vj. TEUR 150), bei denen es sich hauptsächlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistung handelt (TEUR 106), betreffen im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Gesellschafter (TEUR 106) und Forderungen gegenüber der Tochtergesellschaft Digital Dental Services GmbH TEUR 11 (i. Vj. TEUR 6). Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 685 (i. Vj. TEUR 648) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

PASSIVA

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

TEUR
1. April 2023 814
Zinsaufwand (inklusive Zinsänderungseffekt) 15
Personalaufwandskomponente der Regelzuführung 91
Zuführungen / Verbräuche zum Deckungsvermögen -38
Ertrag aus Deckungsvermögen -14
31. März 2024 868

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen wurden für Steuerverbindlichkeiten aus Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer des Geschäftsjahres in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni, Urlaubsansprüche, Sondervergütungen, Gewährleistungsansprüche, ausstehende Lieferantenrechnungen sowie Prüfungskosten gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel:

In TEUR Gesamt Bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 414 T€ 414 T€ 0 T€ 0 T€
(Vorjahr) (500 T€) (500 T€) (0 T€) (0 T€)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.309 T€ 124 T€ 4.185 T€ 2.105 T€
(Vorjahr) (3.555 T€) (315 T€) (3.240 T€) (430 T€)
Sonstige Verbindlichkeiten 155 T€ 155 T€ 0 T€ 0 T€
(Vorjahr) (175 T€) (175 T€) (0 T€) (0 T€)
- davon aus Steuern 91 T€ 91 T€ 0 T€ 0 T€
(Vorjahr) (133 T€) (133 T€) (0 T€) (0 T€)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 T€ 0 T€ 0 T€ 0 T€
(Vorjahr) (0 T€) (0 T€) (0 T€) (0 T€)
Gesamt 4.878 T€ 693 T€ 4.185 T€ 2.105 T€
(Vorjahr) (4.229 T€) (990 T€) (3.240 T€) (430 T€)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit TEUR 4.309 (i. Vj. TEUR 3.555) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten, davon handelt es sich mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 7) um Verbindlichkeiten Lieferung und Leistung. Der Restbetrag entfällt im Berichts- und Vorjahr auf sonstige Verbindlichkeiten.

Latente Steuern

Im Geschäftsjahr betrugen die aktiven latenten Steuern TEUR 351 (i. Vj. TEUR 320) und die passiven latenten Steuern TEUR 543 (i. Vj. TEUR 533), so dass nach Saldierung latente Steuern in Höhe von TEUR 192 (i. Vj. TEUR 213) passiviert wurden. Diese resultieren überwiegend aus Bewertungsdifferenzen bei Sachanlagen und Pensionsrückstellungen. Bei den Sachanlagen sind diese bedingt durch die Nutzungsdauern und bei den Pensionen durch unterschiedliche Parameter. Der Steuersatz wurde mit 26,33 % zugrunde gelegt, davon entfallen 15,83 % auf Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und 10,5 % auf Gewerbeertragsteuer. Der Ertrag aus latenten Steuern beläuft sich damit auf TEUR 21 (i. Vj. TEUR -23).

Haftungsverhältnisse/Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zahlungsverpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingvereinbarungen von Betriebsmitteln belaufen sich zum 31. März 2024 auf TEUR 618 (i. Vj. TEUR 593).

Sonstige Angaben

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr war bestellt:

 

Herr Stavros Patatukos, Geschäftsführer der Merz Dental GmbH, Lütjenburg

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a HGB wurde unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Muttergesellschaft der Merz Dental GmbH ist die Shofu Inc., Kyoto/Japan. Die Shofu Inc. stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Merz Dental GmbH einbezogen ist. Der Konzernabschluss kann eingesehen werden unter: http://www.shofu.co.jp/global/.

Die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB wird mit Bezug auf § 288 Abs. 2 HGB unterlassen.

Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 163 Mitarbeiter (davon 97 gewerbliche Mitarbeiter und 66 Angestellte) und 9 Auszubildende (Vorjahr: 168 Mitarbeiter und 8 Auszubildende).

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

 

Lütjenburg, 30. April 2024

Stavros Patatukos, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
01.04.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.573.419,73 20.455,00 0,00 0,00 2.593.874,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.491.464,43 3.813,00 0,00 0,00 6.495.277,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.486.129,59 195.657,57 5.617,63 -79.945,71 9.607.459,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.795.388,55 43.752,49 0,00 -21.636,36 1.817.504,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.058.641,99 258.111,39 -5.617,63 0,00 1.311.135,75
18.831.624,56 501.334,45 0,00 -101.582,07 19.231.376,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
21.430.044,29 521.789,45 0,00 -101.582,07 21.850.251,67
Abschreibungen
01.04.2023
Zugänge
Außerplanmäßige Abschreibung
Abgänge
31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.642.893,73 192.927,00 0,00 0,00 1.835.820,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.143.520,69 268.390,00 0,00 0,00 3.411.910,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.500.160,59 320.685,71 0,00 -43.310,22 7.777.536,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.538.366,55 91.418,49 0,00 -20.517,36 1.609.267,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 1.104.257,70 0,00 1.104.257,70
12.182.047,83 680.494,20 1.104.257,70 -63.827,58 13.902.972,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
13.824.941,56 873.421,20 1.104.257,70 -63.827,58 15.738.792,88
Buchwerte
31.03.2024
31.03.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 758.054,00 930.526,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.083.366,74 3.347.943,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.829.923,00 1.985.969,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 208.237,00 257.022,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 206.878,05 1.058.641,99
5.328.404,79 6.649.576,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
6.111.458,79 7.605.102,73

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Merz Dental GmbH, Lütjenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Merz Dental GmbH, Lütjenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Merz Dental GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, den 6. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Zucker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ann-Kathrin Klischat, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.03.2024 wurde am 31.05.2024 festgestellt.

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