Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
MCT MultiChannelTrade GmbH
Industriestraße 14, 86720 Nördlingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Axel Helge Herrmann seit 21.6.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KGNördlingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022KONZERNLAGEBERICHT ZUM 30.06.20221. Darstellung des Geschäftsverlaufes1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bauabhängigen WirtschaftDie deutsche Wirtschaft konnte sich im zweiten Halbjahr 2021 weiterhin von den Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie erholen, auch wenn die Folgen heute noch spürbar sind. Insbesondere die Schwierigkeiten im Bereich der Lieferketten und die teilweise enormen Preisschwankungen über alle Beschaffungsbereiche hinweg sind allgegenwärtig. Mit Beginn des Angriffskrieges in der Ukraine verschärfte sich die Situation zunehmend sehr schnell. Die Preise im Energiesektor vervielfachten sich und die Lieferschwierigkeiten bereiten weiterhin große Sorgen. Im zweiten Quartal 2022 erhöhte sich die Inflationsrate auf knapp 8% und lag somit auf einem Rekordhoch. Nach dem ersten Kriegs-Schock konnte sich die Wirtschaft wieder stabilisieren. Auch das Bruttoinlandsprodukt lag zur Jahresmitte wieder auf dem Niveau "vor Corona". Die Bundesbank rechnet für die deutsche Wirtschaft bis 2023 weiterhin mit einem steigenden BIP. Die Konjunkturerwartung laut DIHK zum Frühsommer 2022 zeigte auf, dass ein Drittel der befragten Unternehmen die Geschäftslage als gut bezeichnet. Die für die Eisen-Fischer Gruppe wesentlichen Unternehmen des Handwerks und des Baugewerbes konnten noch mit guten Geschäften punkten. Dennoch dämpfen die schwankenden Beschaffungspreise und die teilweise mangelnde Warenverfügbarkeit im Baugewerbe die Erwartungen der Branche. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes erwartet durch das hohe Niveau der Einkaufspreise eine rückläufige Nachfrage für 2022. Der Bereich Wohnungsbau erreichte einen realen Zuwachs über dem Vorjahresniveau. Auch im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bereich verzeichnen die nominalen Zuwächse ein Plus gegenüber dem Vorjahr, wobei hier den Preissteigerungen eine zentrale Rolle zuzurechnen ist. Der E-Commerce Umsatz verzeichnete einen sehr starken Jahresbeginn, wurde aber durch die Auswirkungen des Ukrainekriegs gebremst. Zur Jahresmitte konnte der Einbruch wieder aufgeholt werden. 1.2 KonzernstrukturDie Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen hält jeweils 100% der Anteile an den Firmen Eisen-Fischer GmbH, Eisen Seegerer GmbH und MultiChannelTrade GmbH ("MCT"). Die Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KG stellt der Eisen-Fischer GmbH die betrieblich genutzten Immobilien im Rahmen langfristiger Mietverträge zur Verfügung. Die Eisen-Fischer GmbH vertreibt im klassischen dreistufigen Vertriebsweg Produkte aus den Bereichen Haustechnik, Industriebedarf und Arbeitsschutz. Daneben werden Stahlprodukte - überwiegend im baunahen Bereich - sowie Bauelemente an gewerbliche Kunden und an Endverbraucher verkauft. Die Firma Eisen Seegerer GmbH, Crailsheim erbringt ausschließlich Vertriebsleistungen innerhalb des Konzernverbundes, größtenteils mit gewerblichen Kunden. Die MCT mit Sitz in Nördlingen ist im Online-Geschäft B2B und B2C sowie in der Industrieausrüstung tätig. Zwischen den o.g. Tochterunternehmen und der Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KG bestehen Ergebnisabführungsverträge. Das Geschäftsjahr 2021/2022 des Konzerns und der einbezogenen Gesellschaften endete zum 30.06.2022. 1.3 Umsatz- und AuftragsentwicklungDie Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukrainekrieges auf die Eisen-Fischer-Gruppe sind den Rahmenbedingungen entsprechend je nach Geschäftsbereich sehr unterschiedlich. Während die großen, an Handwerkskunden gebundenen Bereiche Haustechnik und Stahl/Baubiegerei sehr positiv verliefen, sind die Bereiche Werkzeuge sowie Industrie und Bauelemente weitestgehend nach Plan verlaufen. Im Onlinebereich erhöhten sich die Umsätze ebenfalls deutlich. Insgesamt erhöhte sich der konsolidierte Umsatz um 20.059 TEUR auf 139.110 TEUR (+16,8% gegenüber dem Vorjahr), gleichzeitig verbesserte sich das Konzernergebnis aufgrund den beständigen Roherträge und der im Umsatz sichtbaren Steigerung der Geschäftstätigkeit und Preissteigerungen. 1.4 InvestitionenDie im Geschäftsjahr vorgenommenen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1.417 TEUR wurden im Wesentlichen im Bereich Maschinen, IT, Fuhrpark und für die Erneuerung des Online-Shops getätigt. Der im Frühjahr erneuerte Online-Shop bietet unseren gewerblichen Kunden erhebliche Vorteile und ist direkt mit unserem ERP-System verbunden. Somit können Käufe ohne weitere Verzögerung übertragen werden. Wir verzeichnen hier einen stetigen Umsatzzuwachs. 1.5 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhabenDurch die positive Umsatzentwicklung und das damit verbundene Betriebsergebnis konnten die Investitionen ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert werden. Die Kontokorrentlinien werden nur kurzfristig zu bestimmten Stichtagen in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag wiesen die laufenden Kontokorrentkonten im Saldo wie in den Vorjahren insgesamt ein Guthaben aus. Die Liquiditätslage des Konzerns kann aufgrund der zur Verfügung stehenden Liquidität sowie der freien Kreditlinien zum Abschlussstichtag als sehr positiv bewertet werden. Die Liquiditätsplanung wird laufend mit Hilfe entsprechender Planungstools überprüft. Wie in den Vorjahren kam der Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen immer termingerecht nach, insbesondere vereinbarte Skontoabzugsbeträge werden in vollem Umfang in Anspruch genommen. 1.6 Personal- und SozialbereichUnsere Mitarbeiter sind für die Eisen-Fischer-Gruppe ein wichtiger nicht-finanzieller Leistungsindikator. Zum Stichtag hatte die Firmengruppe insgesamt 347 (Vj: 353) Mitarbeiter, welche als Voll- und Teilzeitarbeitnehmer, Auszubildende sowie als Aushilfen beschäftigt waren. Dieser Anzahl entsprechen bedingt durch diverse Teilzeitmodelle 296 (Vj: 297; -0,3%) Vollzeitkräfte (FTE). Die Gruppe legt weiterhin großen Wert auf die Nachwuchsförderung durch Ausbildung und die Ermöglichung dualer Studiengänge. Zum 30.06.2022 waren in der Firmengruppe insgesamt 19 Auszubildende (Vj: 20) beschäftigt. Im Herbst 2022 beginnen neun neue Auszubildende in der Gruppe ihre berufliche Ausbildung. Unsere guten Ausbildungsbedingungen zeigen sich auch an einer hohen Quote an erfolgreichen Ausbildungsabschlüssen. 1.7 StandorteDie in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ihren Geschäftssitz in Nördlingen und Crailsheim. 1.8 Sonstige wichtige Vorgänge im GeschäftsjahrIm zweiten Quartal 2022 erfolgte der Projektstart für den Wechsel unserer aktuellen ERP-Lösung. Das Ziel des Projektes besteht darin, eine zeitgemäße Software für alle Bereiche der Gruppe zu finden. Insbesondere die Flexibilität im Onlinegeschäft aber auch die Abbildung unseres klassischen Großhandels stellen hohe Anforderungen an den ERP Anbieter. Die wesentlichen Schritte erfolgen im Folgegeschäftsjahr. 2. Darstellung der Lage2.1 VermögenslageDie Vermögenslage des Konzerns lässt sich wie folgt untergliedern: AKTIVA
Die Bilanzsumme hat sich zum Vorjahr um 9,95 % erhöht. Dies resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem Anstieg der Vorräte und der liquiden Mittel. Auf der Passivseite haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten aufgrund des deutlichen Jahresüberschusses sowie die Rückstellungen erhöht. Bei den Vorräten ergab sich durch die positive Umsatzentwicklung eine Erhöhung des Bestandes von 15.474 TEUR um 2.439 TEUR auf 17.913 TEUR (+15,8%). Desweiteren spiegeln sich die enorm gestiegenen Einkaufspreise des gesamten Beschaffungsmarktes im Vorratsbestand wider. Der Forderungsbestand inkl. den sonstigen Vermögensgegenständen hat sich von 14.441 TEUR um 310 TEUR auf 14. 131 TEUR (-2,2 %) vermindert. Die im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten überwiegend Bonusansprüche gegen Lieferanten sowie Forderungen gegenüber der Factoring Bank. Die Factoring-Konditionen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beträgt unter Berücksichtigung der mittelfristig gebundenen Gesellschafterkonten 49,2% (Vorjahr: 41,2%). Ursächlich für den Anstieg ist der deutliche Konzernjahresüberschuss, welcher den Kapitalkonten der Kommanditisten gutgeschrieben wurde. Die Rückstellungen haben sich um 1.120 TEUR auf 3.757 TEUR erhöht. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus der Zuführung in den Bereichen Personal und den zu zahlenden Kundenboni. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen spiegeln sich, wie bei den Forderungen, die Preisschwankungen des Beschaffungsmarktes wider. Dennoch konnten diese um 1.534 TEUR auf 11.104 TEUR verringert werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen auf dem Vorjahresniveau. Die Laufzeiten der zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
2.2 FinanzlageDie Liquidität wird im Rahmen des Cash- und Forderungsmanagements regelmäßig überprüft und die Finanzplanung entsprechend laufend aktualisiert. Der operative Cashflow I ist mit dem Wert von 5.587 TEUR im Vergleich zum Vorjahr um 1.606 TEUR gestiegen. Grund hierfür ist der Jahresüberschuss von 4.786 TEUR. Aufgrund der gestiegenen Rückstellungen und des hohen Jahresergebnisses war der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit auch in diesem Berichtsjahr positiv. Gegenläufig wirkte sich der Anstieg der Vorräte aus. Der Konzern kam seinen finanziellen Verpflichtungen stets termingerecht nach, insbesondere um vereinbarte Skontoabzugsbeträge in vollem Umfang in Anspruch nehmen zu können. Zum Konzernabschlussstichtag bestanden im Saldo auf den Kontokorrentkonten insgesamt Guthaben. 2.3 ErtragslageDas Geschäftsjahr schloss mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 4.786 TEUR (Vorjahr: 3.241 TEUR) ab. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich eine deutliche Verbesserung des Konzernjahresergebnisses um 1.545 TEUR. Die konsolidierten Umsatzerlöse aus dem Warengeschäft erhöhten sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 20.059 TEUR auf 139.110 TEUR, was einem Umsatzanstieg von 16,8 % entspricht. Der Umsatz entfällt in Höhe von ca. 95.000 TEUR auf den klassischen Handel und in Höhe von ca. 44.000 TEUR auf den Onlinevertrieb. Die Wareneinsatzquote ist im Berichtsjahr insbesondere durch die enormen Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr mit 74,4% (Vorjahr: 73,6%) leicht gestiegen. Die durchschnittliche Rohertragsquote lag im vergangenen Jahr auch weiterhin in fast allen Geschäftsbereichen deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 192 TEUR auf 627 TEUR. Insgesamt erhöhte sich der betriebliche Rohertrag im Konzern um 4.049 TEUR auf 36.241 TEUR (Vorjahr: 32.192 TEUR). Die Personalkosten stiegen um 839 TEUR (+5,4%). Die Personalaufwandsquote liegt insbesondere im klassischen Großhandelsbereich im Branchenschnitt. Aufgrund der umsatzabhängigen Logistik- und Vertriebskosten und der gestiegenen Energiekosten erhöhten sich die operativen Sachkosten um 1.213 TEUR (+9,9%) auf 13.496 TEUR. Das Finanzergebnis (-361 TEUR) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 86 TEUR verringert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahr enthaltenen Zinserstattungen auf Steuererstattungen aus Vorjahren. Die Erhöhungen in den Bereichen Personalaufwand und Sachkosten konnten durch den Umsatzanstieg und dem damit verbundenen Rohertrag kompensiert werden. Das Konzernergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr wiederholt deutlich verbessert. Diese Verbesserung resultiert aus dem operativen Ergebnis. Die Ertragslage ist operativ als sehr gut zu bezeichnen. Die Planung für das Folgejahr weist wiederum ein gut positives Ergebnis aus. Hier zeigen das tief verankerte Kostenbewusstsein sowie die nachhaltige Kundenentwicklung eine entsprechend positive Wirkung. 2.4 Abschließende Beurteilung der GeschäftsentwicklungDie Konzernleitung und die Geschäftsführer der Einzelgesellschaften beurteilen den Verlauf der Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr insgesamt als sehr positiv. Der Konzern weist wiederholt einen deutlichen Konzernüberschuss auf. Das operative Ergebnis entwickelte sich sehr positiv. Im klassischen Haustechnik- und Stahlgroßhandel konnte das positive Ergebnis aus dem Vorjahr bestätigt werden. Das EBIT im Konzern hat sich gegenüber dem Vorjahr wiederum deutlich um 1.731 TEUR verbessert. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich auch in den Folgejahren durch die konsequente Verfolgung der Vertriebsstrategie positive Ergebnisauswirkungen ergeben und die Unternehmensgruppe im Folgejahr wiederum ein positives operatives Ergebnis ausweisen wird. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts im November 2022 ergibt sich ein positives, über der Planung liegendes Konzernergebnis. 2.5 PrognoseberichtInsbesondere die Bauwirtschaft und der Onlinehandel sind entscheidend für unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Die Folgewirkungen der Corona-Pandemie mit den verbundenen Problemen der Lieferketten bestehen weiterhin. Zusätzlich wirken sich die Preissteigerungen des Ukrainekonflikts in fast allen Bereichen der Wirtschaft aus. Aus diesem Grund sind wir mit unseren Erwartungen zurückhaltend. Insgesamt konnte sich die deutsche Wirtschaft bis Anfang des Kalenderjahres von den weitreichenden Folgen der Pandemie erholen. Seit Kriegsbeginn ist bei den Unternehmensinsolvenzen in Deutschland wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Dennoch rechnen wir anhand der Auftragslage mit einem positiven Jahresergebnis, das leicht unter dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2021/2022 liegen wird. Die Umsätze werden nach dem jetzigen Stand aufgrund der gleichbleibend hohen Nachfrage konstant bleiben. Ein weiterhin starker Rohertrag zusammen mit weiteren in verschiedenen Bereichen geplanten Rationalisierungseffekten ermöglicht ein Ergebnis im Bereich der Planung oder sogar darüber hinaus. Für den nicht-finanziellen Leistungsindikator "Mitarbeiteranzahl" gehen wir von konstanten bis leicht sinkenden Zahlen aus. Diese Annahme ergibt sich, da die Digitalisierungsbemühungen des Konzerns den Ausgleich der natürlichen Fluktuation (Renteneintritt) ermöglichen. 3. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung3.1 Risiken der EntwicklungDie Unternehmen der Eisen-Fischer-Gruppe haben für das Erkennen wesentlicher Risiken ein Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmenssteuerung implementiert. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden im eigenständigen Controlling der Eisen-Fischer GmbH und mit einem Controlling bei der MCT fortlaufend weiterentwickelt, um Risiken noch besser analysieren und bewerten zu können. Wie in anderen Branchen auch, besteht im Einzugsgebiet Nördlingen weiterhin nahezu Vollbeschäftigung, was die Einstellung von Fachkräften zu akzeptablen Vergütungen erschwert. Daher besteht für die Eisen-Fischer-Gruppe das Risiko, keine geeigneten Fachkräfte zu finden. Auch der Wettbewerbsdruck im Branchenumfeld Haustechnik, Stahlhandel, Industrie und Werkzeuge bleibt weiterhin hoch, insbesondere die beiden in Süddeutschland und Deutschland führenden Haustechnik-Wettbewerber, die GC-Gruppe und Richter+Frenzel, versuchen weiter auch außerhalb der bisherigen Stammgebiete zu wachsen. Insgesamt sehen wir in der Region eine stabile Entwicklung im Bau- und Renovierungsbereich, so dass auch in den nächsten 12 - 18 Monaten davon ausgegangen werden kann, dass die Nachfrage bzw. das Auftragsvolumen nicht signifikant zurückgehen werden. Allerdings könnte sich eine nachhaltig sinkende Anzahl von Neubaugenehmigungen mittelfristig auf die Nachfrage auswirken. Jedoch ist die Auftragslage - trotz teilweise rückläufiger Auftragseingänge - bei unseren Kunden weiterhin sehr gut, d.h. es besteht weitgehend Vollauslastung. Bei der Tochterfirma MCT steht die enge Zusammenarbeit mit Lieferanten, mit denen sie die Bearbeitung der neuen Vertriebswege (B2C) vorantreibt, im Vordergrund. Nicht vorhersehbare strategische Veränderungen aus den Entscheidungsgremien der Produzenten oder von Großkunden, insbesondere Amazon, können in diesem Bereich zu einer Umorientierung, Reduzierung oder auch zur Beendigung der Zusammenarbeit führen. Überregionale strategische Vertriebsentscheidungen sind in einem sich stark wandelnden Markt mit strukturellen und technischen Änderungen nicht mittel- oder langfristig vorhersehbar. Dem wirkt die Geschäftsführung der MCT durch intensive Lieferanten- und Kundengespräche, durch eine Begrenzung des maximalen Umsatzanteils bei einzelnen Lieferanten und Kunden sowie durch den Ausbau des B2C-Business auf verschiedenen Online-Plattformen entgegen. Dementsprechend konnten sowohl die Abhängigkeit von einem Großkunden als auch die damit verbundenen Vorratsbestände signifikant reduziert werden. In der Planung ist die Umsatzveränderung eher konservativ angesetzt worden. Preisänderungsrisiken sind insbesondere im Stahlbereich zu erkennen: Ein tendenziell fallender Marktpreis hat für den Händler selbst bei konstanter Nachfragemenge (Tonnage) in gleichem Maße Einfluss auf den Umsatz. Um hier Umsatz- und Ertragseinbußen zu vermeiden, wird der Beschaffungsmarkt intensiv beobachtet und auf sich andeutende Veränderungen rasch reagiert. Steigende oder stagnierende Preise sind dagegen für unser Geschäftsmodell unkritisch, da keine Preisgarantien gegeben oder ungedeckte Short-Positionen eingegangen werden. Auch im Bereich Industrie und Werkzeuge kann es aufgrund der gesamtwirtschaftlich rückläufigen Entwicklung im Industriesektor zu einer Verzögerung der Wirkung der eingeleiteten Maßnahmen kommen bzw. es können Veränderungen erforderlich werden. Probleme könnten sich in Bezug auf die Lieferfähigkeit der Erzeuger in der Baubranche ergeben, wenn es bei diesen aufgrund des Ukrainekrieges zu einer weiteren Materialknappheit oder zusätzlich steigenden Energiepreisen kommt. In der Zinsentwicklung verzeichnen wir aktuell eine Kehrtwende, nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Inflation und den damit verbundenen Zinserhöhungen der EZB, jedoch sehen wir hier aufgrund der vorhandenen Liquidität nur ein sehr geringes Risiko für die Eisen-Fischer Gruppe. Größere Investitionen wie ein Umbau von Immobilien und der Grundstock der Betriebsmittelfinanzierung werden regelmäßig durch kurz- bzw. mittelfristige Finanzierungen abgedeckt. Ein besonderes Forderungsausfallrisiko ist derzeit nicht zu erkennen. Die Ausfallrisiken sind zudem durch Warenkreditversicherungen bzw. im Rahmen eines Factorings mit regressloser Delkredere-Übernahme des Factorers abgesichert. Nach wie vor wird kontinuierlich und konsequent an einer schlankeren Organisation und stringenteren Prozessen gearbeitet, insbesondere in Vorbereitung auf die Einführung eines neuen ERP-Systems. Es sind außerhalb der dargelegten Risiken somit gegenwärtig keine weiteren besonderen, über das allgemeine unternehmerische Risiko hinausgehenden Risiken für uns erkennbar. Bestandsgefährdende Tatsachen können sich ergeben, sofern die in der Planung getroffenen Annahmen mehrheitlich und in wesentlichem Umfang nicht eintreten bzw. sich die aktuelle Lage des Konzerns verschlechtern sollte. 3.2 Chancen der künftigen EntwicklungAufgrund der bereits umgesetzten Investitionen und dem weitgehenden Abbau von Alt-Warenbeständen aus verschiedenen Warengruppen innerhalb der Gruppe in den letzten Jahren rechnen wir auch weiterhin mit einem positiven Ergebnis. Im Onlinehandel werden neben den Sortimenten auch die Logistik- und Kalkulationsstrukturen optimiert, um Bestände und Kosten weiter zu reduzieren. Entsprechend unserer Planung für das Folgejahr gehen wir von einem leicht sinkenden Gesamtumsatz im Konzern aus. Derzeit werden bereits die im Branchenvergleich gute Rohertragssituation in den klassischen Handelsbereichen stabilisiert und die sonstigen Kosten soweit wie möglich nachhaltig gesenkt. Die erfolgreiche Umsetzung der Neustrukturierung zeigt sich im wirtschaftlich wichtigsten Bereich Haustechnik mit einem weiterhin stabilen Umsatz. Weitere wesentliche Ergebnisträger sind die Bereiche Baubiegerei und Stahlhandel. Bei den neuen Vertriebswegen stehen nach der Konsolidierung der Vorräte die Verstetigung und die Verbreiterung des Geschäftsmodells sowie die Bindung der Lieferanten und die Erbringung von Dienstleistungen im Sales-Bereich weiterhin im Vordergrund. Austritte von Mitarbeitern, insbesondere altersbedingte, werden - nur soweit notwendig - durch jüngere Fachkräfte ersetzt, Auszubildende bei entsprechender Qualifizierung übernommen. Im klassischen Handelsbereich werden auch die neuen Vertriebswege (z.B. Online-Portal) und der Kundenservice kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt. Service und Lieferfähigkeit stehen im Fokus der Maßnahmen. Grundsätzlich hat sich das Geschäftsmodell der MCT gut etabliert. Schwankungen und starke Veränderungen in den Sortimenten und Lieferanten sind der sprunghaften Vertriebspolitik vieler Lieferanten im Online-Bereich, dem veränderten Konsumverhalten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und des Ukrainekrieges sowie den regelmäßigen Strategieänderungen des größten Marktteilnehmers Amazon geschuldet. Schwerpunktmäßig wird daher der Fokus stärker auf kleinere und mittlere Markenartikelhersteller gelegt, deren Vertriebsschwerpunkte in Deutschland bzw. Europa liegen und die eine klare Einstellung zum Online-Vertrieb formuliert haben. Daneben werden alternative Marketplace-Plattformen kontinuierlich weiterentwickelt und die Logistikkosten stetig optimiert. Im Folgejahr und auch zukünftig sehen wir die Chance, durch die effizientere und schlankere Organisation die Prozesskosten signifikant zu senken. 3.3 Gesamtaussage zum voraussichtlichen Geschäftsverlauf des FolgejahresInsgesamt erwarten wir damit für das Folgejahr ein positives Konzernergebnis, das leicht unter dem Jahresergebnis 2021/2022 liegen wird. Wir rechnen mit mindestens leicht rückläufigen Umsatzerlösen im Bereich Haustechnik, bei Stahl, Werkzeugen und Consumer-Artikeln sowie mit im Vergleich zu den Vorjahren positiven Jahresergebnissen in allen operativen Gesellschaften. Aufgrund der eingeleiteten Strategiemaßnahmen, der vorläufigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie der zur Verfügung stehenden Liquidität gehen wir davon aus, dass bis zum Ende des Wirtschaftsjahres voraussichtlich keine oder nur kurzfristige Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien erforderlich sein wird. Dementsprechend ist die Finanzierung der Gruppe zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. 4. Sonstige Berichterstattung4.1 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GeschäftsjahresSeit Oktober 2021 wurde mit den ersten Umbauten für ein neues Bürokonzept begonnen. Die Maßnahmen beschränken sich im ersten Schritt auf den Abbau der Altbestände und notwendige Instandhaltungen. In den nächsten zwei Jahren werden die Büroräume Step by Step neu geschaffen. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist zu Mitte des Jahres 2023 geplant. Desweiteren verfolgen wir den Wechsel unserer aktuellen ERP-Lösung. Im ersten Quartal 2023 werden nach den bereits erfolgten Prozessanalysen und der Erstellung des Lastenheftes die ersten Gespräche und Workshops mit den Anbietern erfolgen. 4.2 regionales EngagementEisen-Fischer engagiert sich seit der Gründung im Jahre 2007 im Lokalen Bündnis für Familie Donau-Ries des Landkreises Donau-Ries. Insbesondere sind wir hier als eingetragener Aktionspartner u.a. im Arbeitskreis "Standortfaktor Familienfreundlichkeit" tätig. Ziel der Bündnispartner ist es gemeinsam daran mit zu wirken, die Familien im Landkreis zu stärken, zu fördern sowie für diese eine lebenswerte und attraktive Zukunftsperspektive zu schaffen. Dazu muss Familienfreundlichkeit vor Ort als feste politische und gesellschaftliche Größe verankert und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf positiv gestaltet werden. In diesem Zusammenhang wurde die Eisen-Fischer im Oktober 2015 auch Mitglied im "Familienpakt Bayern". Diese Vereinigung von Unternehmen und Institutionen wird von der Bayerischen Staatsregierung initiiert und unterstützt. Eine Service-Stelle stellt den Unternehmen Hilfen, Maßnahmen und Beratung zur Verfügung, wenn die Mitgliedsunternehmen und deren Mitarbeiter bei Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen Hilfestellungen benötigen. Eisen-Fischer engagiert sich auch als Sponsor des 1. FC Heidenheim (2. Fußball-BL), des TSV Nördlingen (Landesliga), der Nördlinger Basketball-Damen in der 1. DBBL und der Kunstturn-Herren des KTV Ries (2. Bundesliga). Diese Partnerschaften und Engagements sollen auch im kommenden Geschäftsjahr 2022/2023 konstant fortgeführt werden. 4.3 UmweltberichtIm aktuellen Geschäftsjahr wurde eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Die Stromerzeugung dient dem Eigenverbrauch und trägt somit zur Einsparung bzw. zur Entlastung des Stromnetzes bei. Zusätzlich sind wir bereits zum Teil an das örtliche Nahwärmenetz angeschlossen. Eine vollständige Anbindung erfolgt im Folgejahr. Desweiteren wird unsere Tourenplanung der eigenen LKW-Flotte stetig optimiert. Die Planung erfolgt mithilfe einer innovativen Software weitestgehend automatisiert und bietet somit Einsparungen im Kraftstoffbereich als auch im zeitlichen Aufwand. 5. Hinweis zur PrognoseunsicherheitDieser Lagebericht beinhaltet Aussagen und Angaben, die auf die Zukunft gerichtet sind und auf Annahmen, Erwartungen und Schätzungen der Unternehmensleitung beruhen. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen und Angaben basieren auf Umständen, die der Unternehmensleitung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes bekannt waren. Obwohl die Unternehmensleitung annimmt, dass diesen Aussagen und Angaben zu Grunde liegenden Annahmen und Erwartungen realistisch sind, kann nicht gewährleistet werden, dass sich diese auch als richtig erweisen werden. Die Annahmen und Erwartungen können Risiken und Unsicherheiten beinhalten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse nicht nur unwesentlich von den auf die Zukunft gerichteten Aussagen und Angaben abweichen.
Nördlingen, im November 2022 Fischer Verwaltungsgesellschaft mbH vertreten durch ihre Geschäftsführer gez. Wilhelm Fischer gez. Stefan Fischer Konzernbilanz zum 30.06.2022Aktiva
Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01. Juli 2021 bis 30. Juni 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021/2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022
KONZERNANHANG ZUM 30.06.2022I. Bilanzierungsgrundsätze Der vorliegende Konzernabschluss wurde von der Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KG (Amtsgericht Augsburg, HRA 1623), Nördlingen, nach den einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG i.d.F. vom 23.07.2015) sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Angaben, welche wahlweise in der Konzernbilanz / Konzerngewinn- und -verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Konzernanhang gemacht. In Erweiterung des Gliederungsschemas nach § 266 Absatz 2 und Absatz 3 HGB weist der Konzern gemäß § 265 Absatz 5 Satz 2 HGB "Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter" aus. Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. BewertungsgrundsätzeDie Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr angewendet. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen sind mit den, um planmäßige Abschreibungen, verminderten Konzernanschaffungs- bzw. -herstellungskosten angesetzt. Bei immateriellen Vermögensgegenständen werden die Abschreibungen linear und zeitanteilig ermittelt. Bei den Sachanlagen erfolgten die Abschreibungen zeitanteilig über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Diese liegt zwischen 1 und 50 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter deren Konzernanschaffungskosten mindestens 250,00 Euro und höchstens 1.000,00 Euro betragen, werden im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten eingestellt. Die Abschreibung der jährlichen Sammelposten erfolgt auf 5 Jahre mit jeweils 20 % der Konzernanschaffungskosten. Die Finanzanlagen sind nach § 255 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 3 HGB mit den Konzernanschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die Vorräte werden zu Konzernanschaffungs- oder Konzernherstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips nach § 253 Absatz 4 HGB angesetzt. Mögliche Verwertungsrisiken wurden im Rahmen der Vorratsbewertung in angemessenem Umfang berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wurde durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Um Zinsrisiken, den Skontoabzug sowie die Kosten der Beitreibung zu berücksichtigen, wurde auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gegenüber fremden Dritten eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3,25 % gebildet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf bzw. der wirtschaftlichen Zugehörigkeit. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag gemäß § 249 HGB angesetzt. Die Bewertung erfolgte nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen (PUC-Methode) auf Basis der Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck mit einem Zinssatz von 1,78 % (10-Jahres-Durchschnitt), einem Rententrend von 1,75 % sowie einem Gehaltstrend von 0,00%. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die gebildeten passiven latenten Steuern resultieren aus der Verrechnung bestehender aktiver und passiver latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten. Die aktiven latenten Steuern beruhen insbesondere auf den steuerrechtlich höheren Buchwerten für Sachanlagevermögen sowie den handelsrechtlich höheren Buchwerten für die Pensionsrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Bildung und Übertragung von Rücklagen nach § 6 b EStG bei den Grundstücken und Gebäuden. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit dem konzerneinheitlichen Steuersatz (Gewerbesteuer) in Höhe von gerundet 12,6 %. III. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis ergibt sich aus den §§ 294 und 296 HGB und umfasst folgende Gesellschaften, welche vollkonsolidiert wurden:
IV. KonsolidierungsgrundsätzeBei der Kapitalkonsolidierung nach § 301 Absatz 1 HGB (Vollkonsolidierung) wurde im Falle der Erstkonsolidierung vor Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes die Buchwertmethode angewandt. Erstkonsolidierungen nach Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes werden nach der Neubewertungsmethode nach § 301 Absatz 1 Satz 2 HGB vorgenommen. Die Erstkonsolidierung der MCT MultiChannelTrade GmbH wurde zum Gründungsstichtag, den 16. Mai 2014, vorgenommen. Sämtliche Anteile werden von der Muttergesellschaft Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KG gehalten. Bei der Kapitalkonsolidierung wurde der Wert des Anteils an der Gesellschaft mit dem darauf entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet, welches dem anteiligen Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Sämtliche Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 303 Absatz 1 HGB konsolidiert. Ebenfalls wurden Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gemäß § 305 Absatz 1 HGB konsolidiert. Zwischengewinne wurden, sofern sie wesentlich sind, gemäß § 304 Absatz 2 HGB konsolidiert. V. Erläuterungen zur KonzernbilanzDie Entwicklung des Konzernanlagevermögens gemäß § 268 Absatz 2 HGB ist ausgehend von den historischen Konzern-Anschaffungskosten im Anlagenspiegel aufgeführt. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind, analog dem Vorjahr, keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von länger als einem Jahr enthalten. Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten können dem Verbindlichkeitenspiegel auf Seite 6 entnommen werden. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 1.042 (Vorjahr T€ 818) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 16 (Vorjahr T€ 8) enthalten. Die latenten Steuern stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Konzern-Bruttoanlagenspiegel
Konzern-Verbindlichkeitenspiegel
VI. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnungDie Umsatzerlöse gliedern sich nach Vertriebswegen wie folgt:
Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 12 (Vorjahr T€ 10) enthalten. Der sonstige betriebliche Aufwand enthält im Vorjahr Beratungskosten im Zusammenhang mit der Restrukturierung des Konzerns in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 161). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 7 (Vorjahr T€ 9) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Aufwendungen aus der Zuführung aktiver latenter Steuern und aus der Auflösung passiver latenter Steuern von saldiert T€ 7 (Vorjahr Ertrage T€ 0). In den sonstigen Steuern sowie Zinsen sind Steuer- und Zinserstattungen aus Vorjahren in Höhe von T€ 74 enthalten. VII. Sonstige Angabena) Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGBDer Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beläuft sich auf T€ 8 (Vorjahr T€ 16) und unterliegt demgemäß einer Ausschüttungssperre. b) Unterdeckung im Kassenvermögen der UnterstützungskasseGemäß Lastwertgutachten der GVA Gesellschaft zur Verwaltung von betrieblichen Altersversorgungseinrichtungen GmbH & Co. KG besteht eine nicht bilanzierte Unterdeckung im Kassenvermögen in Höhe von T€ 546. c) Sonstige finanziellen VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 30.06.2022 setzen sich wie folgt zusammen:
Daneben bestehen folgende Verträge, bei welchen keine festen Laufzeiten vereinbart sind: § Miete Die Miete für extern angemietete Lager- und Verwaltungsflächen variiert monatlich je nach benötigtem Lagervolumen. Im Wirtschaftsjahr betrug der Mietaufwand T€ 334 (Vorjahr T€ 284). § Softwarepflegeverträge SAP / FIS / Würth Die Verträge können mit einer Frist von 3 Monaten zum jeweiligen Quartalsende gekündigt werden. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf T€ 131 (Vorjahr T€ 127). § Beraterverträge Die Beraterverträge in Verbindung mit Administrationsleistungen betreffend die SAP-Software können mit einer Frist von 6 Monaten zum Ende des Kalenderjahres sowie betreffend den FIS-Support mit einer Frist von 3 Monaten zum Halbjahresende gekündigt werden. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf T€ 24 (Vorjahr T€ 24). § Factoring Zum Bilanzstichtag hat eine Tochtergesellschaft Forderungen im Rahmen eines sog. "echten" Factorings von T€ 8.707 (Vorjahr T€ 7.210) verkauft. Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Kapitalstruktur und Liquidität des Unternehmens. Sämtliche Forderungsausfallrisiken gehen auf den Käufer über. d) Mitglieder der GeschäftsführungDie Geschäftsführung der Muttergesellschaft obliegt der Komplementärin, der Fischer Verwaltungsgesellschaft mbH, Nördlingen. Diese wird vertreten durch die Geschäftsführer: § Herrn Wilhelm Fischer, Geschäftsführer, Nördlingen § Herrn Stefan Fischer, Geschäftsführer, Würzburg Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. e) Aufwendungen für OrganmitgliederAuf die Angabe der Bezüge der Geschäftsleitung gemäß § 314 Absatz 1 Nr. 6 HGB wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet. Die Beiratsvergütungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf T€ 17 (Vorjahr T€ 18). f) MitarbeiterzahlenIm Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres beschäftigt:
g) AbschlussprüferhonorarDas vom Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf T€ 87 und entfällt in Höhe von T€ 75 auf Abschlussprüfungsleistungen und in Höhe von T€ 12 auf Steuerberatungsleistungen. h) Angaben nach § 264 Absatz 3 HGBDer Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Folgende Gesellschaften erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Absatz 3 HGB und sind folglich von der Erstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses befreit: • Eisen-Fischer GmbH, Nördlingen • Eisen Seegerer GmbH, Crailsheim • MCT MultiChannelTrade GmbH, Nördlingen i) Angaben nach § 264b Absatz HGBDer Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KG erfüllt die Voraussetzungen des § 264b HGB und ist daher von der Aufstellung sowie von der Offenlegung des Jahresabschlusses befreit. j) Konzernangaben gem. § 313 Absatz 2 Nr. 7 und 8 HGBDie Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KG stellt für den größten und den kleinsten Kreis an Unternehmen den Konzernabschluss auf. k) Ergebnisverwendung des MutterunternehmensDer Jahresüberschussbetrag der Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KG wird satzungsgemäß den Gesellschafterkonten gutgebracht. l) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GeschäftsjahresEs ist geplant die Gesellschaften Eisen-Seegerer GmbH sowie Eisen-Fischer GmbH im Rahmen eines Side-Stream Mergers zu verschmelzen. Die Verschmelzung soll rückwirkend zum 01.07.2022 vorgenommen werden und hat keine wesentlichen Auswirkungen auf zukünftige Konzernabschlüsse. Darüber hinaus bestehen Überlegungen eine weitere Gesellschaft in den Konzernkreis einzubringen. Die Gesellschaft ist bisher ein nahestehendes Unternehmen zur Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KG. Ein Einbringungsstichtag ist noch nicht bekannt. Die Auswirkungen auf zukünftige Konzernabschlüsse der Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KG werden voraussichtlich von untergeordneter Bedeutung sein. Zu sonstigen Ereignissen nach dem Schluss des Geschäftsjahres verweisen wir auf den Konzern-Lagebericht.
Nördlingen, den 14. November 2022 Fischer Verwaltungsgesellschaft mbH vertreten durch ihre Geschäftsführer gez. Wilhelm Fischer gez. Stefan Fischer Sonstige BerichtsbestandteileDer Konzernabschluss zum 30. Juni 2022 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27. Januar 2023 gebilligt worden. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KG, Nördlingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KG, Nördlingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30.06.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Eisen-Fischer Beteiligungs GmbH & Co. KG, Nördlingen, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022 geprüft. Die in Abschnitt 4.2 des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zu nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30.06.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts, aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im Konzernlagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Konzernlagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 16. Dezember 2022 SONNTAG
GmbH
gez. Kanus, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Piening, Wirtschaftsprüferin |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
2 nahegelegene Organisationen
Bestattungsinstitute
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen