HANZA Germany GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Dr. Baader seit 13.9.2004 | Geschäftsführer |
Michael Hoffmann seit 13.9.2004 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RITTER Elektronik GmbHOberhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017LageberichtInhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage a. Ertragslage b. Finanzlage c. Vermögenslage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren 5. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage 2017/2018 I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die RITTER Elektronik GmbH (nachfolgend "Unternehmen" genannt) ist ein Unternehmen der Elektro- und Maschinenbauindustrie. Das Leistungsangebot des Unternehmens umfasst die folgenden Produktbereiche:
Das Unternehmen verfügt über eine Tochtergesellschaft in Tschechien, die sich auf den Bau von Schaltschränken, das Konfektionieren von Kabeln und die Montage von Baugruppen spezialisiert hat. Neben der Zulieferung an die Muttergesellschaft übernimmt die RITTER Elektro CZ, spol. s.r.o., mit Sitz in Zabreh, auch Lohnfertigungsaufträge für regionale und überregionale Auftraggeber. 2. Forschung und Entwicklung Das Unternehmen hat einen Entwicklungsbereich, der mit den folgenden Kompetenzen ausgestattet ist:
Schwerpunkte der Entwicklung sind:
Insgesamt wurden im Entwicklungs- und Konstruktionsbereich 17 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtkosten betragen rd. 1,3 Mio. EUR. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 11. Januar 2018 war die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP in einer ähnlichen Größenordnung gewachsen: 2016 um 1,9 % und 2015 um 1,7 %. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 einen halben Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 % lag. Das ZVEI-Konjunkturbarometer berichtet in der Ausgabe März 2018, dass im gesamten Jahr 2017 die Auftragseingänge um 9,8 % zum Vorjahreswert gestiegen sind. Sowohl die Bestellungen aus dem Inland (9,8 %) als auch die aus dem Ausland (10,7 %) stiegen im Vergleich zum Jahr 2016. Ferner informiert das ZVEI-Konjunkturbarometer über die gesamten Branchenerlöse im Jahr 2017, die auch Dienstleistungen enthalten. Im Gesamtzeitraum von Januar bis Dezember 2017 nahmen die Branchenerlöse um 7,2 % auf 191,3 Mrd. EUR zu. Der Inlandsumsatz belief sich auf 91,5 Mrd. EUR (+5,4 %) und der Auslandsumsatz auf 99,8 Mrd. EUR (+8,8 %). Mit Partnern aus dem Euroraum gab es einen Zuwachs der Geschäfte um 8,8 % auf 36,2 Mrd. EUR, mit Drittländern ebenfalls einen Anstieg um 8,9 % auf 63,6 Mrd. EUR. 2. Geschäftsverlauf Das Jahr 2017 zeichnete sich durch eine sehr positive Geschäftsentwicklung aus, die auf das starke Ansteigen der Auftragseingänge einiger Großkunden zurückzuführen war. Der Auftragseingang zeigte einen deutlich ansteigenden Trend. Das Jahresergebnis fiel analog zur Planung positiv aus. Das Jahresergebnis 2017 betrug 0,8 Mio. EUR (VJ -0,6 Mio. EUR). 3. Lage a) Ertragslage Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 22,5 Mio. EUR (VJ 16,3 Mio. EUR). Dieser setzt sich aus Fertigungsleistungen in Höhe von 21,7 Mio. EUR und 0,8 Mio. EUR Entwicklungsleistungen zusammen. Der im Vorjahr geplante Umsatz in Höhe von 20,5 Mio. EUR wurde um rd. 2,0 Mio. EUR übertroffen. Der Umsatzanstieg war im Wesentlichen auf den Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit Bestandskunden zurückzuführen. Im Bereich der In-House entwickelten und produzierten Komplettlösungen konnten zwei Kunden hinzugewonnen werden. Der klassische Elektroproduktionsbereich erholte sich im Vergleich zum Vorjahr. Hervorzuheben ist der deutliche Anstieg der Bereiche Induktionsspulen und Kabelkonfektionierung. Das Jahresergebnis betrug hieraus resultierend 0,8 Mio. EUR. Zum Jahreswechsel betrug der Auftragsbestand rund 30,7 Mio. EUR (VJ 10,2 Mio. EUR). Der Personalaufwand inklusive Sozialabgaben betrug im Jahr 2017 6,4 Mio. EUR. Damit lag eine temporäre Reduzierung um 0,4 Mio. EUR vor. Der Wert ergab sich im Wesentlichen durch den vereinbarten Verzicht auf die Sonderzahlungen. Diese Vereinbarung wird im Folgejahr nicht greifen. Das Verhältnis Personalkosten zur erbrachten Gesamtleistung fiel prozentual auf 27,3 % (VJ 40,4 %). b) Finanzlage Wie im vorhergehenden Jahresabschluss bereits angedeutet, entspannte sich die Finanzlage im Jahr 2017 nicht. Durch die Zunahme der Auftragseingänge und die Knappheit von Komponenten auf der Beschaffungsseite, musste der Lagerbestand deutlich erhöht werden. Das zusätzliche Volumen an benötigten Finanzmitteln stellten verbundene Unternehmen im Rahmen eines Gruppenfinanzierungsvertrages zur Verfügung, welches teilweise unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auszuweisen ist. Die Intercompany-Darlehen beliefen sich auf 0,5 Mio. EUR. Darüber hinaus wurden weitere 1,2 Mio. EUR durch den Gruppenfinanzierungsvertrag zur Verfügung gestellt. Zum 31.12.2017 betrug die Summe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2,4 Mio. EUR (VJ 0,9 Mio. EUR). Dem gegenüber standen wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,7 Mio. EUR (VJ 2,3 Mio. EUR). Zum Stichtag 31.12.2017 betrugen die kurzfristigen liquiden Mittel 34 TEUR (VJ 461 TEUR). Die Gesellschaft ist in 2017 in der Lage gewesen, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. c) Vermögenslage Die Vermögensgegenstände des immateriellen Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens reduzierten sich abschreibungsgemäß inklusive geringfügiger Neuanschaffungen leicht auf 0,7 Mio. EUR. Die Finanzanlagen blieben mit 0,2 Mio. EUR konstant. Das Vorratsvermögen erhöhte sich im Berichtszeitraum auf Grund der Entwicklung des Auftragseingangs auf 9,7 Mio. EUR (VJ 6,0 Mio. EUR). Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich um 0,8 Mio. EUR und betrugen 3,1 Mio. EUR (VJ 2,3 Mio. EUR). Die notwendigen Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow getätigt. Die Vermögenslage darf als ausreichend für das Geschäftsjahr 2017 betrachtet werden. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen "Umsatz des Unternehmens pro Mitarbeiter, Gesamtleistungsrendite und den Cashflow" heran. Die Gesamtleistungsrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu der Gesamtleistung (bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung). Der Cashflow ergibt sich aus der Praktikerformel anhand der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) von Rückstellungen. Die Gesamtleistung pro Mitarbeiter betrug im Mittel 190 TEUR p. a. und liegt damit über dem Vorjahreswert von 145 TEUR p. a. Die Gesamtleistungsrendite verbesserte sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr auf 6,6 % (VJ -0,9 %). Ausschlaggebend war die erbrachte Leistung und die sehr gute Auslastung des Betriebes. Der Praktiker-Cashflow (Jahresergebnis + Abschreibung + Veränderung der Rückstellungen) wies in 2017 einen Wert von 1.346 TEUR auf (VJ 239 TEUR). 5. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Gesellschaft hat sich in 2017 insgesamt positiv entwickelt. Die Vermögens-, Finanzlage ist vor dem Hintergrund der teileweise stark verknappten Verfügbarkeit auf den Beschaffungsmärkten aktiv zu begleiten, aber gut managebar. Die Ertragslage schätzen wir als gut ein. III. Prognosebericht Basierend auf der geschilderten positiven Entwicklung der Gesellschaft planen wir für das Jahr 2018 einen Umsatz von 30,0 Mio. EUR. Bei Erreichen dieses Umsatzzieles gehen wir von einem positiven Ergebnis aus, welches deutlich oberhalb der 2017er Zahlen liegen wird. Für 2018 ist die Investition in einen neuen Bestückungsautomaten geplant. Ferner wird für 2018 mit einem weiterhin steigenden Auftragseingang gerechnet, so dass auch der Bedarf an weiterer Vorfinanzierung von Ware steigen wird. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Risikomanagementsystem Zur Erkennung wesentlicher Risiken hat das Unternehmen ein umfassendes Kontroll- und Risiko- management als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt, um Risiken adäquat und zeitnah bewerten und managen zu können. Im Rahmen der Restrukturierung sind wesentliche Kontrollinstrumente weiterentwickelt worden. Diese Instrumente werden bereits erfolgreich seit 2015 angewendet. Hierzu gehören:
Marktrisiken Durch entsprechende personelle Maßnahmen wird dem Risiko der Materialbeschaffung entgegen gewirkt. Hiermit ist vor allem zusätzliche Kapazität zur Lieferantenauswahl, -bewertung und Nachverfolgung der Bestellungen gemeint. Finanzierungsrisiken Finanzierungsrisiken können für unser Unternehmen durch die hohe Vorfinanzierung aus dem Auftragsbestand entstehen. Die Finanzierungsrisiken sind im mittleren Bereich. Personalrisiken Personalrisiken können aus fehlender Zufriedenheit und Identifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unserem Unternehmen entstehen. Die Belastung unserer Mitarbeiter und die Personalstruktur, insbesondere hinsichtlich des Alters unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, stellen weitere Risiken dar, die wir laufend überwachen. Die Personalrisiken sind nur gering ausgeprägt. IT-Risiken IT-Risiken können insbesondere aus der Verfügbarkeit der IT-Systeme und der gespeicherten Daten entstehen. Zusammenfassende Beurteilung Gravierende oder sogar bestandsgefährdende Risiken bestehen für unser Unternehmen bei Aufstellung des Jahresabschlusses weder in rechtlicher noch in wirtschaftlicher Hinsicht. 2. Chancenbericht Für das Jahr 2018 rechnen wir mit einem sich weiter belebenden Umsatz. Auf Grund einer intensivierten Akquisetätigkeit konnten weitere Neukunden für Entwicklungsleistungen, Fertigungsleistungen im Bereich Elektronikfertigung und Anlagenbau gewonnen werden. Zusammen mit unseren Bestandskunden schafft dies eine gute Basis für ein gesundes Wachstum mit nachhaltigen Ergebnissen. 3. Gesamtaussage 2017/2018 Der zum Jahreswechsel 2016/2017 bereits erkennbare deutliche Anstieg der Auftragseingänge hat sich im Jahresverlauf mit steigender Tendenz fortgesetzt. Somit erwarten wir eine deutliche Leistungserhöhung für 2018 mit einem guten positiven Jahresergebnis. Die RITTER Elektronik zeigte sich im Jahr 2017 als ein Unternehmen, das sich trotz der verringerten Personalstärke und gestiegener Anforderungen am Markt behaupten und eine zufriedenstellende Rendite erwirtschaften kann. Die Personalmaßnahmen der Vergangenheit haben die Kostensituation an die Anforderungen des Marktes angepasst. Durch geeignete strukturelle Maßnahmen konnte die Produktivität erhöht werden. Spitzen in der Auslastung werden über Leihpersonal bisher gut abgefangen. Dort wo es sinnvoll ist, konnte aber bereits auch wieder über Neueinstellungen den Anforderungen Rechnung getragen werden.
Oberhausen, 31. August 2018 Manfred A. Wagner, Geschäftsführer Dr. Uwe Baader, Geschäftsführer Peter Brasch, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangInhaltsverzeichnis I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden IV. Angaben zur Bilanz V. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung VI. Sonstige Pflichtangaben I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die RITTER Elektronik GmbH hat ihren Sitz in Oberhausen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Duisburg unter HRB 17168 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Bilanz wurde nach dem Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB und die Gewinn- und Verlustrechnung nach der Gliederung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) erstellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 242 ff., 265 Abs. 1, 266 ff. HGB). Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden bei der Erstellung in Anspruch genommen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden In der Bilanzposition immaterielle Vermögensgegenstände wurden die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte zu Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen, die über sieben Jahre angesetzt sind, bewertet. Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsüblichen Nutzungsdauer von drei Jahren. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare bzw. degres- sive (nur Vorjahre) Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen drei und 13 Jahren), bewertet. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungen zwischen 150,00 EUR und 1.000,00 EUR betragen, wurden in einem Sammelposten zusammengefasst. Die Abschreibung aus diesem Sammelposten erfolgte bei einer einheitlichen Nutzungsdauer von fünf Jahren pauschal mit 20,0 % p.a. Grundsätzlich wird das Finanzanlagevermögen zu Anschaffungskosten bewertet. Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden gem. § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und mit den Pensionsverpflichtungen saldiert ausgewiesen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte auf Basis des gleitenden Durchschnittspreises. Eine verbrauchs- und bedarfsgesteuerte Wertberichtigung wurde berücksichtigt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten. Eine verbrauchs- und bedarfsgesteuerte Wertberichtigung wurde berücksichtigt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung des Vorratsvermögens beachtet. Die Forderungen wurden mit ihrem Nennwert ausgewiesen. Für die Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Ebenfalls für diesen Bereich wurde dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten. Die Bewertung der liquiden Mittel und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 3,68 % abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zur Berechnung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 2,80 % beträgt 682.173,00 EUR. Die Bezügedynamik beträgt 2,0 %. Die Berechnung erfolgt nach der projizierten Einmalbeitragsmethode unter Verwendung der Richttafeln 2005 G Heubeck. Hinsichtlich der Zinsbehandlung kommt die Bruttomethode zum Ansatz. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei langfristigen Rückstellungen erfolgt die Bewertung unter Einbeziehung des Abzinsungssatzes der Deutschen Bundesbank. Die Abzinsung erfolgt nach der Bruttomethode. In den sonstigen Rückstellungen sind auch solche für etwaige Gewährleistungen enthalten; diese wurden in ausreichendem Maße berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. IV. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
Der Devisenkassamittelkurs beträgt zum Abschlussstichtag 1 EUR / 25,535 CZK. Der Durchschnittskurs für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 1 EUR / 26,326 CZK. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6 TEUR, Vorjahr: 21 TEUR), davon entfallen auf Gesellschafter 3 TEUR, Vorjahr: 0 TEUR. Im Berichtsjahr wurden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Wertpapiere des Anlagevermögens, die ausschließlich zur Sicherung der Altersversorgung dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, mit den Rückstellungen für Pensionen verrechnet.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von unfertigen Erzeugnissen. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (49 TEUR, Vorjahr: 111 TEUR). Zum 31.12.2017 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
V. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen beinhaltet außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 403.000,00 EUR aufgrund von Rechtstreitigkeiten mit einem Insolvenzverwalter. In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Beträge aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen, Gewährleistungsverpflichtungen, Jubiläumszuwendungen und sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sowie Zinsaufwendungen für Wertpapiere des Anlagevermögens, welche im Rahmen des § 246 HGB saldiert ausgewiesen worden und setzen sich wie folgt zusammen:
VI. Sonstige Pflichtangaben Im Jahresdurchschnitt 2017 wurden 57 (Vorjahr: 65) gewerbliche Arbeitnehmer, 50 (Vorjahr: 50) angestellte Arbeitnehmer, insgesamt 107 (Vorjahr: 117) Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte die Geschäftsführung der RITTER Elektronik GmbH durch die Geschäftsführer:
Hinsichtlich der Geschäftsführergehälter wird die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die RITTER Elektronik GmbH wird in den Konzernabschluss der IPM Industrie Participation Management M. A. Wagner GmbH, Oberhausen, (oberstes Mutterunternehmen) einbezogen. Der befreiende Konzernabschluss und der Konzernlagebericht gem. § 291 HGB der IPM Industrie Participation Management M. A. Wagner GmbH, Oberhausen, wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge gem. § 268 Abs. 8 HGB beträgt 242.266,88 EUR. Der auf die aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entfallende Ausschüttungssperrbetrag beträgt 34.453,80 EUR. Durch die Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert im Rahmen der Saldierung des Planvermögens mit den Pensionsrückstellungen entsteht ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von 207.266,88 EUR. Zusätzlich besteht ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von 682.173,00 EUR für Altersversorgungsverpflichtungen (§ 253 Abs. 6 HGB) vor dem Hintergrund des ermittelten Unterschiedsbetrags aus dem Wechsel der bei der Berechnung des durchschnittlichen Marktzinssatzes zu Grunde gelegten Laufzeit von sieben auf zehn Jahre. Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Oberhausen, 31. März 2018 Manfred A. Wagner, Geschäftsführer Dr. Uwe Baader, Geschäftsführer Peter Brasch, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 03.12.2018 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vostehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RITTER Elektronik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dortmund, den 28. September 2018 Revision
Rhein-Ruhr GmbH
Dipl.-Kfm. Michael Ernst, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm.Oliver Mehlan, Wirtschaftsprüfer |
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