Julius Tielbürger GmbH & Co. KG

32351 Stemwede, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRA 5729
Eingetragen
22.6.1953

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Julius Tielbürger GmbH & Co. KG

Stemwede Oppenwehe

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in der nach §§ 325 ff. HGB offenzulegenden Fassung

Vorbemerkung

Der nach § 325 HGB offenzulegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht basieren auf dem von der Vereinigte Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Löhne, geprüften und mit einem Bestätigungsvermerk vom 16. Dezember 2024 versehenen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023. Der geprüfte Jahresabschluss wurde am 18. Dezember 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Die Julius Tielbürger GmbH & Co. KG ist eine mittelgroße Kommanditgesellschaft gemäß §§ 264a, 267 Abs. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 327 HGB wurden bezüglich der hier vorgelegten offenzulegenden Fassung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 angewendet.

Bilanz zum 31. Dezember 2023 in der nach §§ 325 ff. HGB offenzulegenden Fassung

Aktiva

EUR 2023
EUR
2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.968,00 8
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 0
2. technische Anlagen und Maschinen 423.870,00 323
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.706,00 589.578,00 177
III. Finanzanlagen 500.516,40 701
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.639.476,44 5.202
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 690.044,52 944
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (0)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.018.143,04 3.580
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.838,05 4
10.461.564,45 10.939

Passiva

EUR 2023
EUR
2022
T€
A. Eigenkapital
Kapitalanteile 9.221.717,65 9.701
B. Rückstellungen 371.921,39 454
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 250.000,00 250
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 0,00 (0)
2. übrige Verbindlichkeiten 617.925,51 534
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 617.925,51 (534)
davon aus Steuern: EUR 215.036,66 (45)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 10.759,64 867.925,51 (11)
10.461.564,45 10.939

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 in der nach §§ 325 ff. HGB offenzulegenden Fassung

EUR 2023
EUR
2022
T€
1. Rohergebnis 6.925.531,66 8.091
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.829.372,99 3.814
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 795.870,01 841
davon für Altersversorgung: EUR 7.922,96 (8)
4.625.243,00 4.655
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 104.589,70 92
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.698.345,11 1.712
5. Erträge aus Beteiligungen 3,25 0
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 11.325,56 22
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.742,30 0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.029,00 17
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 2.042,00 (2)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 139.856,24 325
10. Ergebnis nach Steuern 354.539,72 1.312
11. sonstige Steuern 24.788,25 20
12. Jahresüberschuss 329.751,47 1.292
13. Gutschrift auf Kapitalkonten 329.751,47 1.292
14. Bilanzgewinn 0,00 0

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in der nach §§ 325 ff. HGB offenzulegenden Fassung

Allgemeine Angaben

Sitz der Julius Tielbürger GmbH & Co. KG ist Stemwede. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRA 5729 im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Grundsätzen der §§ 238 ff. HGB, insbesondere nach den Vorschriften für die Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB erstellt.

Es wurde das gesetzliche Gliederungsschemata des § 266 HGB angewandt; mögliche Zusammenfassungen nach § 265 Abs. 7 HGB hat das Unternehmen nicht vorgenommen.

Bei der Bilanzierung wurden die gesetzlichen Bilanzierungsgebote und -verbote ausnahmslos beachtet.

Unter Anwendung des § 267 HGB ist die Gesellschaft als eine mittelgroße Gesellschaft einzustufen und deshalb nach § 316 HGB prüfungspflichtig.

Von den größenabhängigen Erleichterungen bezüglich der Form der Darstellung wurde Gebrauch gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Bewertungsangaben

Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und um die planmäßige Abschreibung vermindert. Die Abschreibungen wurden in betriebsnotwendigem Umfang in Anlehnung an die amtlichen Abschreibungstabellen vorgenommen.

Der Wertansatz der Sachanlagen berechnete sich aus den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen wurden in betriebsnotwendigem Umfang in Anlehnung an die amtlichen Abschreibungstabellen vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit geprüft. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessene Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Die Rückstellungen werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten wurden unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Die horizontale Entwicklung des Anlagevermögens wurde - einschließlich der Angabe der im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen - in dem beigefügten Anlagenverzeichnis dargestellt. Die Gegenstände des Anlagevermögens sind in einem EDV-gestützten Inventar mengen- und wertmäßig erfasst. Die Zu- und Abgänge wurden in das Verzeichnis aufgenommen. Die Aufnahme erfolgt regelmäßig einzeln.

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten jeweils über EUR 250,00 liegen, nicht aber EUR 800,00 übersteigen, wurden in voller Höhe abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten. Das Niederstwertprinzip wurde durch angemessene Gängigkeitsabschläge berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte gem. § 255 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die anteiligen Sonderkosten der Fertigung sowie die notwendigen Gemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde durch angemessene Gängigkeitsabschläge berücksichtigt.

Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen beruhen im Wesentlichen auf den Erwartungen der Geschäftsleitung hinsichtlich zukünftiger Zahlungseingänge. Dem allgemeinen Ausfall- und Delkredererisiko wurde mit einer pauschalen Wertberichtigung auf die nicht einzeln bewerteten Forderungen in Höhe von 1 v.H. Rechnung getragen.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen Barwertmethode basierend auf den "Richttafeln 2018G" von Dr. Klaus Heubeck mit einem durchschnittlichen Marktzins von 1,82 % gebildet.

Der zugrunde gelegte Zinsfuß ergibt sich aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre hätte der Zinsfuß 1,70 % betragen und die Rückstellung wäre um EUR 534,00 höher gewesen.

Die Strukturierung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem als Anlage beigefügten Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie bisher das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) angewandt.

Die planmäßige Abschreibung erfolgte linear in der steuerlich zulässigen Höhe unter Beachtung der branchenüblichen oder betriebsbedingten Nutzungsdauer.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 1.739,65 sowie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entsprechende Aufwendungen in Höhe von EUR 3.885,91 ausgewiesen.

Außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen wurden 2023 nicht vorgenommen.

Sonstige Angaben

Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang geben entsprechend den gesetzlichen Vorschriften grundsätzlich die wirtschaftliche Lage wieder.

Im Wirtschaftsjahr 2023 waren durchschnittlich 94 Arbeitnehmer, davon 68 gewerbliche und 26 angestellte Mitarbeiter beschäftigt.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Fa. Julius Tielbürger Beteiligungs GmbH, Postdamm 12, 32351 Stemwede, vertreten durch Frau Lydia Tielbürger geführt. Die Angaben zu den Geschäftsführerbezügen unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Einzige Komplementärin der Fa. Julius Tielbürger GmbH & Co. KG ist die Fa. Julius Tielbürger Beteiligungs GmbH mit Sitz in Stemwede und einem gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 25.564,59.

Zum Betrieb der Gesellschaft wurden unbefristete Pachtverträge für die Grundstücke und Gebäude am Firmensitz in Stemwede-Oppenwehe sowie am Standort Dardesheim abgeschlossen.

Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von EUR 110.517,63.

NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

 

Stemwede, den 20. November 2024

Lydia Tielbürger, Geschäftsführerin der Komplementärin

Anlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 150.841,22 24.160,00 9.393,00 0,00 165.608,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.362,73 0,00 0,00 0,00 32.362,73
2. technische Anlagen und Maschinen 2.209.255,35 139.100,00 4.499,37 0,00 2.343.855,98
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.543.789,00 45.489,55 40.327,56 0,00 1.548.950,99
3.785.407,08 184.589,55 44.826,93 0,00 3.925.169,70
III. Finanzanlagen 700.516,40 0,00 200.000,00 0,00 500.516,40
Summe Anlagevermögen 4.636.764,70 208.749,55 254.219,93 0,00 4.591.294,32
Abschreibungen
kumuliert 1.1.2023
EUR
lfd.
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumuliert 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 142.546,22 11.485,00 9.391,00 0,00 144.640,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.360,73 0,00 0,00 0,00 32.360,73
2. technische Anlagen und Maschinen 1.885.880,35 38.604,00 4.498,37 0,00 1.919.985,98
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.366.861,00 54.500,70 38.116,71 0,00 1.383.244,99
3.285.102,08 93.104,70 42.615,08 0,00 3.335.591,70
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.427.648,30 104.589,70 52.006,08 0,00 3.480.231,92
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.968,00 8.295,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 2,00
2. technische Anlagen und Maschinen 423.870,00 323.375,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.706,00 176.928,00
589.578,00 500.305,00
III. Finanzanlagen 500.516,40 700.516,40
Summe Anlagevermögen 1.111.062,40 1.209.116,40

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit 31.12.2023 31.12.2022
bis 1 Jahr
EUR
1-5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Summe
EUR
Summe
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 250.000,00 0,00 250.000,00 250.000,00
2. übrige Verbindlichkeiten 617.925,51 0,00 0,00 617.925,51 534.130,86
- davon aus Steuern 215.036,66 0,00 0,00 215.036,66 45.423,60
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 10.759,64 0,00 0,00 10.759,64 10.536,42
617.925,51 250.000,00 0,00 867.925,51 1.109.562,84

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Julius Tielbürger GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Kehrmaschinen, Vertikutierern, Wildkrautbürsten, Wiesenmähern und Anbaugeräten für Rasentraktoren, Einachser, Quads und ATVs spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde 1953 gegründet und produziert an zwei Standorten in Deutschland: Stemwede-Oppenwehe und Dardesheim.

Die Geräte setzen unsere Kunden in der privaten und professionellen Grundstückspflege sowie in der gewerblichen und kommunalen Garten- und Landschaftspflege ein. Schwerpunktmäßig werden unsere Produkte in Europa vertrieben.

2. Forschung und Entwicklung

Unsere Gesellschaft unterhält eine eigene Entwicklungsabteilung. Die Entwicklungstätigkeit besteht im Wesentlichen in der Konstruktion neuer Produkte im Bereich der Grünpflege und Reinigungstechnik, sowie in einer kontinuierlichen Modellpflege bestehender Produkte. Die zunehmende Elektrifizierung von Werkzeugen und Maschinen besitzt in unserem Sektor einen großen Stellenwert und führt unter anderem auch zu starken Veränderungen im Motorgerätefachhandel. Diesem Trend wird unser Unternehmen mit neuen und erweiterten Produktsortimenten mit der Lithium-Ionen-Akkutechnologie weiterhin gerecht.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,2 % niedriger als im Vorjahr.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Trotz der jüngsten Rückgänge der nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften diese die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Überlagert wurden diese Einflüsse von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel und des seit Anfang 2022 bestehenden Ukraine-Krieges sowie von den hohen Unsicherheiten hinsichtlich der Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts.

Der Außenhandel konnte nicht an die deutlichen Zuwächse im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2 % beziehungsweise 3,4 %.

2. Geschäftsverlauf

Im Berichtsjahr 2023 musste das Unternehmen einen Rückgang der Geschäftszahlen verzeichnen. Trotz dieser Herausforderungen konnte ein positives Ergebnis erzielt werden und man schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 330 ab (Vorjahr: T€ 1.292).

Die Julius Tielbürger GmbH & Co. KG konnte sich nach wie vor in seinen Produktgruppen "Handgeführte Kehrmaschinen" und "Anbaugeräte für Rasentraktoren" als Marktführer behaupten. Durch unsere hohe Fertigungstiefe sind wir nicht von Lieferanten in Schlüsselpositionen abhängig und daher stets lieferfähig. Durch die Produktgruppe "Wildkrautbeseitigung" konnten im Bereich der Außenreinigung stabile Umsätze erzielt werden.

Die Rohstoffpreise unterlagen einer unbeständigen Entwicklung. Während einige Materialien, wie Stahl und Aluminium, aufgrund einer konstanten Nachfrage relativ stabil blieben, erlebten andere, wie Kunststoffe und Elektronikkomponenten, aufgrund von Angebotsengpässen erhebliche Preisschwankungen. Die Einkaufspreise haben sich aber trotz der weiterhin bestehenden Herausforderungen insgesamt stabilisiert. Im Verlauf des Jahres nahmen sowohl die Häufigkeit als auch die Bedeutung von Lieferengpässen ab.

Nach den massiven Preisanpassungen im Vorjahr wurden die Verkaufspreise zu Beginn des Jahres nur leicht erhöht.

Bezogen auf die Gesamtleistung ist die Personalaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr um ca. 11 %-Punkte gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (inklusive der Auszubildenden) um 7 Mitarbeiter auf 96 (Vorjahr: 103). Am 31.12.2023 beschäftigte das Unternehmen 92 Mitarbeiter (Vorjahr: 105). Davon waren 1 Auszubildender in der Fachrichtung Feinwerkmechanik und 1 Auszubildender im kaufmännischen u. technischen Bereich beschäftigt.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Unternehmens betrug zum Bilanzstichtag T€ 10.462 (Vorjahr: T€ 10.939). Die Vermögenslage ist nach wie vor durch einen hohen Anteil des Vorratsvermögens in Höhe von 44 % (Vorjahr: 48 %), der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6 % (Vorjahr: 8 %) sowie des Anlagevermögens in Höhe von 11 % (Vorjahr: 11 %) im Verhältnis zur Bilanzsumme gekennzeichnet. Die flüssigen Mittel umfassen 38 % (Vorjahr: 33 %) der Bilanzsumme.

Veränderungen ergaben sich bei den Vorräten. Der Lagerbestand reduzierte sich leicht um T€ 563 und betrug zum Bilanzstichtag T€ 4.639 (Vorjahr: T€ 5.202). Der nach wie vor hohe Vorratsbestand soll es ermöglichen, schnell auf kurzfristige Aufträge zu reagieren. Für die Lagerung der fertigen Erzeugnisse wurden Außenlager angemietet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände am 31. Dezember 2023 betrugen T€ 690 (Vorjahr: T€ 944).

Die Kapitalstruktur zum Bilanzstichtag ist durch eine Eigenkapitalquote in Höhe von 88 % (Vorjahr: 89 %) gekennzeichnet. Die Rückstellungen umfassen 4 % (Vorjahr: 4 %), die Verbindlichkeiten 8 % (Vorjahr: 7 %) der Bilanzsumme.

b) Finanzlage

Die Finanzlage ist stets als gesichert zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten grundsätzlich unter Skontoausnutzung, sofern vom Lieferanten angeboten, vor Fälligkeit zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung und der zur Verfügung stehenden liquiden Mittel war die Liquiditätslage der Gesellschaft im Berichtsjahr weiterhin stets gut. Der Cashflow (ermittelt aus dem Jahresergebnis, den Abschreibungen und der Veränderung der langfristigen Rückstellungen) des Berichtsjahres betrug T€ 427 (Vorjahr: T€ 1.376).

Durch den Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit und dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit ergab sich für das Berichtsjahr insgesamt eine Zunahme der liquiden Mittel von T€ 438 (Vorjahr: Abnahme T€ 845).

c) Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 der Julius Tielbürger GmbH & Co. KG konnte, wie prognostiziert, mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 330 (Vorjahr: T€ 1.292) abschließen.

Das Rohergebnis betrug im Berichtsjahr T€ 6.926 (Vorjahr: T€ 8.092). Die Materialeinsatzquote lag um 8,8 %-Punkte unter dem Vorjahr. Hier spiegelt sich unter anderem die Stabilisierung der Einkaufspreise wieder.

Die Personalaufwendungen betrugen T€ 4.625 (Vorjahr: T€ 4.655). Bezogen auf die Gesamtleistung sind diese gegenüber dem Vorjahr um 11 %-Punkte gestiegen. Es wird qualifiziertes und engagiertes Fachpersonal beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 14 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasteten das Jahresergebnis in Höhe von T€ 140 (Vorjahr: T€ 325). Das Jahresergebnis wurde entsprechend der gesellschaftsvertraglichen Regelungen den Gesellschafterkonten gutgeschrieben.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung unter anderem eine Cash-Flow-Rechnung heran. Der Cash-Flow wird dabei aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen, sowie der Auflösung bzw. Zuführung langfristiger Rückstellungen ermittelt.

Der Cash-Flow des Jahres betrug T€ 427 (Vorjahr: T€ 1.376).

III. Chancen-, Risiko- und Prognoseberichterstattung

Ziel der Geschäftsführung der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Bei der Finanzstruktur verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik.

Unser Unternehmen ist weiterhin Risiken ausgesetzt, die auf unserem Sektor trotz der nach wie vor schwer abschätzbaren angespannten geopolitischen Lage, des Krieges in der Ukraine, der Energiekrise und des eskalierenden Nahostkonflikts für das Unternehmen überschaubar sind. Risiken, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

Potentielle Währungsrisiken, die die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft beeinflussen könnten, liegen nicht vor, da ausnahmslos in Euro fakturiert wird und die Beschaffung von Zulieferteilen in Fremdwährung überschaubar ist.

Der Einkauf der Rohstoffe und der Zulieferteile hat sich trotz weiterhin bestehender Herausforderungen im Laufe des Jahres normalisiert. Im Wesentlichen erfolgt der Einkauf bei langjährigen Geschäftspartnern unter Zugrundelegung einer Lieferantenbewertung für bestehende Lieferanten. Bei Neu-Lieferanten erfolgt eine technische Beurteilung durch das Qualitätswesen.

Ausfallrisiken von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden abgeschwächt, indem wir an etablierte Fachhändler liefern. Geschäfte mit Handelspartnern außerhalb der Eurozone werden vorwiegend über Vorkasse abgewickelt.

Laut der jüngsten Prognosen der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sinken. Nach dem Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 befände sich Deutschland damit weiter in einer Rezession. Man rechnet heute für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Frühjahr, als ein kleines Wachstum von 0,3 Prozent prognostiziert wurde. Für das kommende Jahr geht man von einer leichten Belebung der Wirtschaft und von einem Wachstum von 1,1 Prozent aus.

Als wesentliches Risiko für unsere Gesellschaft ist nach wie vor der schwankende Absatz im Zusammenhang mit Wetterverhältnissen und dem Schwächeln der deutschen Wirtschaft zu sehen. Aufgrund unserer langjährigen Geschäftsbeziehungen mit etablierten Fachhändlern und erweiterte Vertriebsstrukturen setzen wir weiterhin unseren Fokus auf den Aspekt der Ganzjahresprodukte um saisonale Absatzrisiken zu minimieren.

Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland hat sich weiter verlangsamt. Vor allem die Energie- und Importpreise sind deutlich gesunken, und die Geldpolitik wirkt restriktiv auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Der erhöhte heimische Preisdruck infolge gestiegener Arbeitskosten verhindert allerdings eine schnellere Normalisierung der Inflationsraten. Die Inflation im Euro-Raum ist zurückgegangen und daher haben sich die Finanzierungsbedingungen verbessert.

Der andauernde Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten stellen erhebliche Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar.

Die branchenbezogene konjunkturelle Entwicklung ist nach wie vor äußerst schwierig einzuschätzen, da sie extremen Wettereinflüssen ausgesetzt sind und nur in geringem Maße von der Weltwirtschaftslage abhängig ist.

Die Nachfrage nach Produkten für die Garten- und Grundstückspflege hält sich weiterhin aufgrund der besonderen und außergewöhnlichen Umstände zurück. Auch unsere Gesellschaft ist hiervon betroffen.

Aufgrund der Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr geht die Geschäftsführung von einem einstelligen Umsatzwachstum aus. Die weitere Stabilisierung der Kostenpositionen wird auch zu einem höheren Jahresergebnis als im Berichtsjahr führen.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt grundsätzlich über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind eine seltene Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Skontoausnutzung, sofern vom Lieferanten angeboten, gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft mittels Eigenmitteln und Lieferantenkrediten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Hierzu gehören auch eine hohe Eigenkapitalquote und der Verzicht auf Finanzspekulationen.

Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft wird im Bereich der internen und externen Rechnungslegung durch regelmäßige Controlling-Maßnahmen überwacht.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält eine Niederlassung in Dardesheim, in der 3 Mitarbeiter beschäftigt werden. Dort erfolgt die Produktion von verschiedenen Fertigungsteilen, die in die Produktion bzw. Montage der Fertigerzeugnisse eingehen.

 

Stemwede, den 20. November 2024

Julius Tielbürger GmbH & Co. KG
Maschinenfabrik

Lydia Tielbürger, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk

Vorbemerkung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in der nach § 325 ff. HGB offenzulegenden Fassung und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 basieren auf dem von uns geprüften, vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023, soweit keine Erleichterungen bezüglich der Offenlegung in Anspruch genommen worden sind.

Dem vollständigen, von uns geprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Julius Tielbürger GmbH & Co. KG, Stemwede

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Julius Tielbürger GmbH & Co. KG, Stemwede, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Julius Tielbürger GmbH & Co. KG, Stemwede, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

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