Rhein-Ruhr Invest GmbH

Huestraße 21, 44787 Bochum, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 16101
Eingetragen
23.6.2016
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Der An- und Verkauf sowie die Verwaltung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten (unter Ausschluss erlaubnispflichtiger Tätigkeiten gem. § 34 c GewO). Der Gesellschaft ist jede Betätigung gestattet, die geeignet ist, mittelbar oder unmittelbar den Zweck des Unternehmens zu fördern. Sie kann Zweigniederlassungen errichten und andere branchengleiche oder branchenähnliche Unternehmen erwerben, pachten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralph Heckendorf
seit 10.11.2016
Geschäftsführer
Thorsten Heckendorf
seit 10.11.2016
Geschäftsführer

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Ralph H. Kornblatt
Hallinghausen
12.500 €
50.00%
Ralph H. Kornblatt
Hallinghausen
12.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rhein-Ruhr Invest GmbH

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Rhein-Ruhr Invest GmbH, Bochum

1. Grundlagen des Unternehmens

Im Jahr 2013 gegründet, hat sich die Rhein-Ruhr Invest GmbH zu einem jungen, dynamischen und erfolgreichen Unternehmen entwickelt. Dank 39-jähriger Erfahrung konnten die Gesellschafter ein Unternehmen gründen, welches für Modernität, Kreativität und Innovativität steht.

Die Rhein-Ruhr Invest GmbH hat sich auf den Handel mit bezahlbaren Immobilien in der Metropole Ruhr spezialisiert. Das Ruhrgebiet ist mit seinen rd. 5,1 Mio. Einwohnern in 53 Städten der größte Ballungsraum in Deutschland und mit einer der Größten in Europa. Die Metropole Ruhr zeichnet sich als Immobilienstandort mit Pioniercharakter aus, die im Hinblick auf die Industriekultur einzigartige Immobilien mit Charme und Charakter vorweisen kann. Die sichtbaren Bezüge zum historischen Industrieerbe sind im Ruhrgebiet einzigartig und von besonderer Qualität. Der Trend, historische Immobilien wie Zechenhäuser zu sanieren und zu erhalten, anstatt nur auf Neubauten zu setzen, ist seit Jahren ungebrochen.

Der Bedarf an Wohnraum wächst gerade in den Ballungsgebieten immer weiter und lässt Grundstückspreise aufgrund von fehlendem Bauland immer weiter steigen. Die Revitalisierung mit Erweiterung bestehender Zechenhaussiedlungen durch Anbauten von z. B. Wintergärten oder Ausbau der Dachgeschosse sowie die Möglichkeiten der Nachverdichtung leistet einen Beitrag, den aktuell erhöhten Wohnflächenbedarf gerade in den Ballungszentren zu decken.

Bei der Privatisierung von Wohnungseigentum wird ebenso viel Wert auf eine qualitativ hochwertige Sanierung, wie auch auf individuelle Gestaltung und Ausstattung gelegt.

Durch schlanke Strukturen und ein schlagkräftiges Team werden alle zum Verkauf vorgesehenen Projekte innerhalb von 2 - 5 Jahren veräußert, abhängig von der Größe des angekauften Portfolios.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,19 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent (Quelle Statista.com/KB).

Im Jahr 2023 betrug die Bruttowertschöpfung im deutschen Baugewerbe rund 233 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von sechs Prozent an der gesamten deutschen Bruttowertschöpfung. Innerhalb des Produzierenden Gewerbes gab es deutliche Rückgänge im Baugewerbe (-2,6 %) und im Verarbeitenden Gewerbe (-1,4 %). Zwar konnte die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen zulegen, viele andere Branchen wie der Maschinenbau, die Herstellung elektrischer Ausrüstungen, von metallischen sowie chemischen Erzeugnissen verzeichneten jedoch Einbußen. Weil die Bruttowertschöpfung im Bereich der Energie- und Wasserversorgung mit +8,6 % kräftig zulegte, fiel der Rückgang im Produzierenden Gewerbe insgesamt entsprechend geringer aus (QUELLE: BMWK.de).

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Wohnungsmarkt in Nordrhein-Westfalen (NRW) befindet sich im Umbruch. Aufgrund des veränderten Zinsumfelds, gestiegener Baukosten und Energiepreise erleben wir eine deutliche Trendwende. Kaufpreise sinken, Mieten steigen und die Bauwirtschaft steht vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen.

Die Wohnimmobilienpreise sind 2023 gegenüber dem Vorjahr im bundesweiten Schnitt um 8,4 % gefallen.

3. Geschäftsverlauf

Die Rhein-Ruhr Invest GmbH spiegelt im Jahr 2023 ihre normale Geschäftstätigkeit wie in den früheren Jahren wider.

Die Jahre 2021 und 2022 waren wirtschaftliche Ausnahmejahre, in denen auf Grund der Niedrigzinspolitik und hohen Nachfrage Immobilienverkäufe überproportional getätigt wurden.

3.1. Umsatz- und Margenentwicklung

Im Hauptgeschäft der Gesellschaft werden die überwiegenden Erlöse durch die Veräußerung von Immobilien des Umlaufvermögens erwirtschaftet. Im Bereich Immobilienverkäufe wurden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 7.449 (Vj.: T€ 18.697) erzielt. Das im Vergleich zum Vorjahr verschlechterte Umfeld im Immobilienmarkt trug maßgebend dazu bei, dass sich diese Erlöse um 60,2 % mehr als halbierten. Gleichzeitig war die Gesellschaft jedoch in der Lage, ihre Rohmarge in diesem Marktsegment mit 68,2 % deutlich zu steigern (Vj.: 57,4 %). Trotz des schlechteren Marktumfeldes gelang der Rhein-Ruhr Invest GmbH somit die Rentabilität zu steigern und einen Teil der Umsatzverluste aufzufangen, da keine Preiszugeständnisse im Vertrieb gemacht wurden.

Insgesamt musste die Gesellschaft in ihrem Kerngeschäft einen Einbruch des Rohgewinns hinnehmen, der im Vergleich zum Vorjahr um 52,6 % auf T€ 5.082 (Vj.: T€ 10.723) einbrach.

Daneben erzielt die Gesellschaft einen nicht unerheblichen Teil ihrer Erträge auch aus der Bewirtschaftung ihrer Immobilien des Anlage- und Umlaufvermögens. Aufgrund der Investitionen in den Immobilienbestand konnten diese Erlöse um 23,0 % gesteigert werden. Insgesamt betragen die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung T€ 4.528 (Vj.: T€ 3.682). Die Kosten für die Hausbewirtschaftung betragen im Geschäftsjahr T€ 3.206 (Vj.: T€ 3.256) und entwickeln sich damit gegenläufig zu den Erlössteigerungen. Der Anstieg der Umsatzerlöse in diesem Geschäftsfeld ist durch die Immobilienerwerbe im Vorjahr begründet, die sich im Geschäftsjahr erstmals ganzjährig auswirken konnten. Die Stagnation der Bewirtschaftungskosten ist das Ergebnis von teilweise gegenläufigen Entwicklungen: Während deutliche Kostensteigerungen bei den Grundbesitzabgaben und den Heizkosten zu beobachten waren, konnte die Gesellschaft bei den Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen Einsparungen verzeichnen. Auch das zweite Geschäftssegment konnte somit die Rohmarge von 11,5 % im Vorjahr auf 29,2 % deutlich steigern.

Insgesamt stieg der Rohgewinn aus der Hausbewirtschaftung auf T€ 1.322 (Vj.: T€ 425).

3.2. Investitionen

Im Jahr 2023 wurden keine Objektneuankäufe getätigt auf Grund gestiegener Zinsen, teureren Immobilien und einer unsicheren Marktlage.

3.3. Finanzierung

Die Finanzierung von Objektankäufen erfolgt grundsätzlich über Fremdmittel. Dabei haben sich im Laufe des Geschäftsjahres die Zinskonditionen stetig verschlechtert.

Die ersten zwei Zins-Entscheidungen durch den EZB-Rat erfolgten 2023 turnusgemäß am 02. Februar sowie 16. März 2023 mit einer Erhöhung um jeweils weitere 0,5 %-Punkte. Die letzten vier Erhöhungen am 04. Mai, 15. Juni, 27. Juli und 14. September 2023 (mit Gültigkeit seit 20. September 2023) erfolgten dann nur noch mit 0,25 %-Schritten. Danach entschied sich der EZB-Rat am 26.

Oktober 2023, 14. Dezember 2023, 25. Januar 2024, 07. März 2024 sowie 11. April 2024 für fünf Zinspausen.

Zum Verkauf bestimmte Immobilien werden kurzfristig und überwiegend mit einem variablen Zinssatz finanziert. Variable Sollzinssätze sind in der Regel an den 3-Monats-Euribor gekoppelt. Dieser stand zum 01. Dezember 2023 bei 3,960 %.

Aufgrund hoher Tilgungsrückführungen bei Abverkäufen (rd. 20 % über Schnittbelastung) ist nach rd. 80%igem Abverkauf eines Portfolios der restliche Immobilienbestand lastenfrei.

3.4. Personal

Ohne engagiertes Personal ist kein Erfolg möglich. Zum Jahresende 2023 beschäftigte die Rhein-Ruhr Invest GmbH 21 Mitarbeiter (Vj.: 22). Die Mitarbeiter verteilen sich auf 12 Vollzeitbeschäftigte (Vj.: 13), 7 Teilzeitbeschäftigte (Vj.: 7) sowie 2 Geschäftsführern (Vj.: 2). Bereits im Vorjahr wurde das Personal an die größere Anzahl an betreuten Objekten angepasst.

Die Personalaufwendungen betrugen im Jahr 2023 T€ 1.727 (Vj.: T€ 1.666) und liegen somit mit 3,7 % etwas über dem Niveau des Vorjahres. Hierfür waren im Wesentlichen Gehaltssteigerungen verantwortlich.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1. Ertragslage

Im vergangenen Jahr sind die Immobilienpreise so stark zurückgegangen wie seit Jahrzehnten nicht. Zuvor waren die Preise allerdings jahrelang gestiegen. Diese Marktentwicklung hat sich auch auf die Ertragslage der Gesellschaft niedergeschlagen, da die Gesellschaft insbesondere keine Preiszugeständnisse gemacht hat.

Im Jahr 2023 hat sich die Gesamtleistung insgesamt von T€ 22.848 auf T€ 12.690 wesentlich verschlechtert. Dies entspricht einem Rückgang von 44,5 %. Die Umsatzverluste resultieren aus dem Kerngeschäft der Gesellschaft, da die Erlöse aus dem Verkauf von Immobilien allein um T€ 11.248 abgenommen haben. Gegenläufig verbesserten sich aber die Erlöse aus der Hausbewirtschaftung um 846 T€ und selbst die ordentlichen Erlöse aus anderen Leistungen konnten nennenswert um T€ 56 leicht gesteigert werden (Die letzteren Erlöse resultieren im Wesentlichen aus den Umlagen aus der Fuhrparkverwaltung an Schwestergesellschaften sowie aus Provisionsgeschäften).

Aufgrund der gesunkenen Gesamtleistung hat sich das Rohergebnis I (Gesamtleistung abzüglich Aufwendungen für bezogene Leistungen) trotz der verbesserten Rohmargen im Verkauf von Grundstücken sowie aus der Bestandsverwaltung um knapp 4.744 Mio. € auf insgesamt 6.404 Mio. € sehr deutlich verschlechtert.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 61 auf T€ 1.727 gestiegen.

Demgegenüber stagnieren die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sind gegenüber dem Vorjahr sogar um T€ 55 leicht rückläufig. Auch hier gleichen sich unterschiedliche Entwicklungen gegenseitig aus. So konnten beispielsweise die Raumkosten umzugsbedingt um T€ 124 gesenkt werden. Kompensiert werden die Kosteneinsparungen dagegen durch höhere Aufwendungen für den Fahrzeugpark (Anstieg um T€ 59) sowie für Werbe- und Reisekosten (Anstieg um T€ 79).

Die Zinsaufwendungen für das Jahr 2023 belaufen sich auf T€ 2.096 und sind um T€ 1.099 gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen. Diese Entwicklung beruht auf der gestiegenen Fremdfinanzierung aufgrund neuer Darlehn aus 2022 sowie den gestiegenen Refinanzierungskosten der variabel verzinsten Darlehn.

Insgesamt beträgt der Jahresüberschuss 2023 T€ 1.476(Vj.: T€ 5.563). Da die überschaubaren Kostensteigerungen im Personalbereich durch Einsparungen im sonstigen betrieblichen Aufwand annähernd egalisiert werden, ist für das Jahresergebnis im Wesentlichen der Rückgang der Gesamtleistung sowie das verschlechterte Zinsergebnis maßgeblich verantwortlich. Dieser Ergebniseinbruch wurde richtungsweisend von der Geschäftsleitung im letzten Prognosebericht vorhergesehen, auch wenn die Dimension aufgrund der Marktunsicherheiten nicht explizit prognostiziert werden konnte. Vor dem Hintergrund der deutlich verbesserten Rohmargen trotz des schwierigen Marktumfeldes bewertet die Geschäftsführung das erzielte Jahresergebnis als noch befriedigend.

4.2. Finanzlage

Die Liquidität in Form von Kassenhaltung und Bankguthaben hat sich im Vorjahresvergleich um T€ 2.547 auf T€ 5.777 deutlich verringert. In dem Rückgang spiegelt sich der geringere Cash-Flow aus der rückläufigen Ertragslage wider. Andererseits war die Gesellschaft in der Lage, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in etwa gleichem Umfang (T€ 2.481) zu tilgen sowie eine Ausschüttung an die Gesellschafter in Höhe von T€ 2.000 zu finanzieren (Dabei hat die Ausschüttung lediglich in Höhe der Kapitalertragsteuern die Finanzlage beeinflusst, da die Gesellschafter die Nettoausschüttung dazu verwendet haben, einen Teil ihrer Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschaft zu tilgen).

Im Geschäftsjahr wurden Darlehen in Höhe von insgesamt T€ 3.818 neu aufgenommen, welche der Finanzierung der Geschäftstätigkeit sowie der Refinanzierung bereits getätigter Investitionen dienen. Gleichzeitig wurden auch laufende Darlehen insbesondere durch Immobilienverkäufe planmäßig getilgt. Per Saldo betrachtet haben sich deshalb die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nur um T€ 2.481 auf T€ 41.115 verringert.

Im Geschäftsjahr beträgt der Cash Flow, welcher als Jahresüberschuss abzgl. nicht liquiditätswirksamer Erträge sowie zzgl. nicht liquiditätswirksamer Aufwendungen definiert wird, T€ 1.581 (Vj. T€ 5.644).

Während die Gesellschaft in früheren Jahren aufgrund besserer Zinskonditionen auf kurzfristige Finanzierungen gesetzt hatte, wurden in den letzten Jahren die Re- und Neufinanzierungen verstärkt längerfristig ausgerichtet. Zum 31.12.2023 werden nunmehr nur noch 20,4 % der Bankverbindlichkeiten innerhalb des nächsten Jahres fällig. Demgegenüber werden die Bankverbindlichkeiten im Übrigen mit 39,6 % innerhalb von 2-5 Jahren und mit 40,0 % sogar erst nach 6 Jahren oder später fällig. Diese neue Finanzierungstruktur dient der besseren Planbarkeit und Sicherung von ausreichenden Finanzmitteln für den Fall, dass die Verwerfungen im Immobilienmarkt noch länger andauern.

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass auch künftig die finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt werden können.

4.3. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen ist 2023 um T€ 4.395 auf T€ 55.184 zurückgegangen. Als Immobilienhandels- und Verwaltungsgesellschaft besitzt die Rhein-Ruhr Invest GmbH wesentliche Vermögenswerte in Form von Grundbesitz. Seit 2018 hält die Gesellschaft dauerhaft Grundbesitz im Anlagevermögen (T€ 842, Vj: T€ 893). Hierbei handelt es sich um vormaliges Umlaufvermögen, das 2018 in das Anlagevermögen umgegliedert wurde und langfristig finanziert wird.

Der weitaus größte Teil der Immobilien wird jedoch für den Immobilienhandel im Umlaufvermögen gehalten (T€ 44.384, Vj.: T€ 45.304). Durch die Investitionen in interessante Immobilienportfolios legte die Gesellschaft in den Vorjahren die Basis für den Immobilienhandel und die Verwaltung eigener Immobilien der folgenden Geschäftsjahre.

Im Geschäftsjahr schlägt sich die positive Ertragslage positiv auf die Vermögenslage nieder. Zwar ist das Eigenkapital um T€ 524 auf T€ 11.003 gesunken. Dennoch hat sich die Eigenkapitalquote von 19,3 % auf 20,0 % verbessert, da das Gesamtvermögen auch rückläufig war.

Seit dem Bestehen der Gesellschaft waren die Gesellschafter in Bezug auf Gewinnausschüttungen sehr zurückhaltend und haben die Jahresergebnisse überwiegend in der Gesellschaft zur Stärkung des Kapitals thesauriert. 2023 wurde eine Ausschüttung über insgesamt 2 Mio. € durchgeführt. Diese wurde jedoch nicht an die Gesellschafter ausgezahlt, sondern dient dazu, Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe der Nettoausschüttung zu tilgen.

Auch 2024 wird eine solche Ausschüttung zur Tilgung der Forderungen gegen Gesellschafter geplant.

Das Working Capital berechnet sich aus dem Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten und beträgt im Geschäftsjahr T€ 44.727 (Vj.: T€ 53.305). Ein positiver Wert bedeutet, dass das Umlaufvermögen des Unternehmens die kurzfristigen Verbindlichkeiten abdeckt.

5. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

5.1. Risikobericht

Chancen bieten die Möglichkeit der Weiterentwicklung und des Wachstums des Unternehmens. Wer Chancen nutzen will, muss auch überschaubare, aber auch kalkulierte Risiken eingehen.

Die Rhein-Ruhr Invest GmbH prüft mit großer Sorgfalt, die Balance von Chancen und Risiken. Dazu ist es wichtig, die Risiken zu kennen, genau zu analysieren und zu bewerten.

Nur ein professioneller Umgang mit Risiken lässt Chancen entstehen.

Um Risiken zu minimieren, nutzt die Rhein-Ruhr Invest GmbH zum einen das Vier-/Mehraugen- Prinzip für die interne Selbstkontrolle laufender Geschäftsvorfälle sowie eine externe Buchführung mit abschließender Kontrollfunktion.

Durch schlanke Strukturen werden monatliche Analysen direkt der Geschäftsleitung berichtet, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und bei Handlungsbedarf die Auswirkungen durch operative Maßnahmen zu minimieren.

Derzeit sind bei der Rhein-Ruhr Invest GmbH keine Risiken bekannt, welche die Vermögens-/Finanz- oder Ertragslage gefährden könnten.

5.1.1 Branchenspezifische Risiken

Der Immobilienmarkt sieht sich in den Jahren 2023-2024 einer Reihe von branchenspezifischen Risiken gegenüber. Hier sind einige der wichtigsten Faktoren, die potenziell Auswirkungen auf den Markt haben könnten:

Die Erhöhung der Zinssätze durch Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation kann die Finanzierungskosten für Hypotheken erhöhen. Dies könnte die Nachfrage nach Immobilien dämpfen und die Kaufkraft der Verbraucher beeinträchtigen.

Anhaltend hohe Inflationsraten können die Baukosten in die Höhe treiben, was zu höheren Preisen für Neubauten und Renovierungen führt. Dies könnte auch die Rentabilität von Investitionen im Immobiliensektor beeinträchtigen.

Globale und lokale wirtschaftliche Entwicklungen, wie mögliche Rezessionen oder geopolitische Spannungen, können das Vertrauen der Verbraucher und Investoren beeinträchtigen und zu einem Rückgang der Immobilienpreise führen.

In einigen Regionen könnte ein Überangebot an Immobilien entstehen, insbesondere wenn die Bautätigkeit in den letzten Jahren hoch war. Dies könnte zu einem Preisverfall führen.

Diese Risiken erfordern eine sorgfältige Analyse und strategische Planung von Investoren und Entwicklern, um sich abzusichern und Chancen im Immobilienmarkt zu nutzen.

5.2. Chancenbericht

Durch ein gutes Netzwerk auf dem Immobilienmarkt ist die Beschaffung von Immobilien weiterhin gesichert. Der große Vorteil der Rhein-Ruhr Invest GmbH auf dem Immobilienmarkt ist, dass das Geschäftsmodell der Einzelprivatisierung gerade im Bereich Zechenhäuser von keinem anderen Unternehmen im Ruhrgebiet praktiziert wird. Zechenhausportfolien sind als Kapitalanlage relativ unrentabel und durch eine meist verstreute Lage verwaltungstechnisch sehr aufwändig und kostenintensiv. Somit stehen wir bei Ankäufen nicht mit Investoren in Konkurrenz.

Besonders in den Ballungsräumen herrscht weiterhin ein Nachfrageüberhang an bezahlbarem Wohnraum, was Mieten und Kaufpreise tendenziell steigen lässt. Aber auch in ländlicheren Regionen steigt diese Nachfrage. Trotz steigender Zinsen sind gerade Immobilien im unteren Preissegment weiter attraktiv. Die Rhein-Ruhr Invest GmbH fokussiert sich in 2024 wieder mehr auf den Verkauf von Einfamilienhäusern im bezahlbaren Segment.

Unsere Stärken liegen darin, dass wir dem Kunden nicht nur ein Haus verkaufen, sondern auch die Finanzierung durch unsere starken Partner organisieren, so dass der Kunde ein Komplettpaket erwerben kann.

5.3. Prognosebericht

Die Stimmung steigt. Der Immobilienmarkt wird im 1. Quartal 2024 besser bewertet als noch Ende 2023. Das belegt mit einem Wert von plus 1,0 Punkten im ersten Quartal 2024 auch der Immobilienstimmungsindex (ISI) des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) sowie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Dieser spiegelt seit 2014 die Geschäftslage aller Unternehmen des deutschen Immobilienmarktes wider und lag im vierten Quartal 2023 noch bei minus 9,1 Punkten. Ein Plus also von 10,1 Punkten. Von einer vorsichtigen Wiederbelebung des privaten Immobilienmarktes ist die Rede.

Der Höhepunkt der Zinsen wurde mutmaßlich bereits erreicht. Experten sprechen nun von einem "New Normal" mit einem gesünderen Gleichgewicht, bei dem für die Entwicklung der Bauzinsen weniger der EZB-Leitzins ausschlaggebend als die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen sei. Diese pendeln sich auf einem Niveau zwischen 3,5 und 4 Prozent ein - so die Prognose. Dass die Nachfrage nach Immobilienkrediten entsprechend wieder steigt, belegt die vierteljährliche Umfrage der Bundesbank, an der 33 Banken teilnahmen. Diese bestätigten eine Belebung der Nachfrage nach Immobilienkrediten für den Zeitraum Januar bis März 2024. Und auch für die Folgemonate April bis Juni geben sich die Finanzinstitute optimistisch.

Die verbesserte Stimmung auf dem Immobilienmarkt wird sich voraussichtlich erst 2025 in der Ertragslage der Gesellschaft niederschlagen. Vor allem, da bis Ende des Jahres 2024 weitere Zinssenkungen erwartet werden. Auf Basis der vorläufigen Zahlen bis August 2024 zeichnet sich noch eine leicht rückläufige Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ab. Das erwartete Ergebnis vor Steuern für 2024 wird jedoch weiterhin positiv im mittleren 6-stelligen Bereich liegen.

 

Bochum, im November 2024

Rhein-Ruhr Invest GmbH

Thorsten Heckendorf, Geschäftsführer

Ralph Heckendorf, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.123.957,56 1.204.560,56
I. Sachanlagen 1.077.907,56 1.158.510,56
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 841.590,00 893.261,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.703,00 244.535,00
3. geleistete Anzahlungen 9.614,56 20.714,56
II. Finanzanlagen 46.050,00 46.050,00
B. Umlaufvermögen 53.847.670,16 58.041.825,12
I. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte 44.521.473,22 45.178.507,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.548.830,99 4.538.548,08
1. Forderungen gegen Gesellschafter 2.701.256,87 3.621.165,45
2. sonstige Vermögensgegenstände 847.574,12 917.382,63
III. Flüssige Mittel und Bausparguthaben 5.777.365,95 8.324.769,89
1. Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 5.777.365,95 8.324.769,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 212.287,58 332.516,11
davon Disagio 197.642,00 305.667,00
Aktiva 55.183.915,30 59.578.901,79

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.003.465,41 11.527.104,62
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 975.000,00 975.000,00
III. Gewinnvortrag 8.527.104,62 4.964.370,02
IV. Jahresüberschuss 1.476.360,79 5.562.734,60
B. Rückstellungen 2.275.668,20 3.654.057,00
C. Verbindlichkeiten 41.844.961,45 44.341.390,92
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.115.242,61 43.596.353,19
2. sonstige Verbindlichkeiten 729.718,84 745.037,73
D. Rechnungsabgrenzungsposten 59.820,24 56.349,25
Passiva 55.183.915,30 59.578.901,79

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.223.102,61 12.110.345,99
2. Personalaufwand 1.727.435,62 1.666.379,67
a) Löhne und Gehälter 1.538.636,48 1.468.533,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 188.799,14 197.846,56
3. Abschreibungen 81.418,73 89.826,83
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 81.418,73 89.826,83
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.048.927,54 1.103.810,86
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 10.882,40 2.383,36
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 56.582,82 88.482,95
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.095.898,25 996.951,48
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 858.888,70 2.780.072,46
9. Ergebnis nach Steuern 1.477.998,99 5.564.171,00
10. sonstige Steuern 1.638,20 1.436,40
11. Jahresüberschuss 1.476.360,79 5.562.734,60

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Rhein-Ruhr Invest GmbH, Bochum

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN UND ZUM JAHRESABSCHLUSS

ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Rhein-Ruhr Invest GmbH hat ihren Sitz in Bochum. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bochum unter HR B 16101 eingetragen.

ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss der Rhein-Ruhr Invest GmbH (nachfolgend "RRI") wird auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Es werden Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß der Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen (nachfolgend kurz "Formblätter-Verordnung" genannt) ausgewiesen. Ergänzend zu den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sind die Regelungen des GmbHG zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen gelten für die Gesellschaft seit 2017 die Vorschriften für mittelgroße Gesellschaften. Als mittelgroße Gesellschaft entfallen die Erleichterungsregelungen der Formblätter-Verordnung für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Die übrigen größenabhängigen Erleichterungen des HGB bei der Erstellung des Jahresabschlusses werden teilweise in Anspruch genommen.

Mit dem Zweiten Gesetz zur Änderung des DWD-Gesetzes sowie zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften sind am 16.4.2024 die monetären Schwellenwerte in § 267 HGB um 25 % angehoben worden. Eine rückwirkende Anwendung für 2023 war nicht möglich, da die RRI nur 2023 die angehobenen Schwellenwert unterschreitet. Ab 2024 kann die RRI jedoch voraussichtlich als kleine Gesellschaft im Sinne von § 267 HGB eingestuft werden, und ab dann auch die weitergehenden Erleichterungsregeln für kleine Gesellschaften in Anspruch nehmen.

BILANZIERUNGSMETHODEN

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Der vorliegende Jahresabschluss wird unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bewertungsgrundsätze aufgestellt. Im Jahresabschluss werden grundsätzlich auch die für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze beibehalten.

Die Bilanz wird vor Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt, da bis zum Bilanzstichtag über die Verwendung des Gewinns keine Beschlüsse getroffen wurden.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Im Zusammenhang mit der Gliederung der Formblätter-Verordnung werden die in der Wohnungswirtschaft üblichen Bilanzierungsmethoden übernommen. Danach werden von Mietern für Betriebs- und Heizkosten geleistete Vorauszahlungen bis zur Betriebskostenabrechnung in dem Bilanzposten "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" ausgewiesen. Umlagefähige und noch nicht abgerechnete Betriebs- und Heizkosten werden in dem Posten "unfertige Leistungen" dargestellt.

BEWERTUNGSMETHODEN

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei den Wohngebäuden auf eigenen Grundstücken erfolgen die Abschreibungen linear über eine Nutzungsdauer von 40 Jahren. Das übrige Sachanlagevermögen wird ebenfalls linear nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 1 und 16 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen für Zugänge und Abgänge werden pro rata temporis abgegrenzt.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben; solche mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand gebucht.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Soweit erforderlich, wird der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt.

Unfertige Leistungen aus noch abzurechnenden Betriebskosten werden in Höhe der umlagefähigen Heiz- und anderen Betriebskosten abzüglich angefallener Leerstandsanteile bilanziert.

Andere Vorräte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wird der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte und die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden nach der Nettomethode mit dem Nennwert bilanziert. Dabei werden die erhaltenen Anzahlungen gem. § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB von den Vorräten offen abgesetzt.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Einzelwertberichtigungen werden im notwendigen Umfang gebildet. Zur Abdeckung allgemeiner Kredit- und Ausfallrisiken wird auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand aus Vermietungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,97 %, bei Forderungen aus Grundstücksverkäufen von 0,5 % und bei den übrigen Forderungen von 1,0 % vorgenommen. Bei Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen beträgt die Pauschalwertberichtigung 0,1 %.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Stammkapital.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden die Erfüllungsbeträge angesetzt, die unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen liegen, werden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert bilanziert.

II. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind in der Anlage zum Anhang im Bruttoanlagespiegel dargestellt. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält auch die Sofortabschreibung.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und andere Vorräte (§ 265 Abs. 7 HGB)

Unter dieser Position werden neben den offen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen (§ 268 Abs. 5 Satz 2 HGB) auch andere Vorräte ausgewiesen, die zu keiner anderen Vorratsposition der Formblatt-Verordnung zugehörig sind und die der Höhe nach von untergeordneter Bedeutung sind. Der Ausweis im Einzelnen:

31.12.2023 31.12.2022
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 -229.875,00
Erhaltene Anzahlungen für Betriebs- und Heizkosten -1.705.584,11 -1.301.299,39
-1.705.584,11 -1.531.174,39
andere Vorräte (Baumaterial, etc.) 7.649,04 25.496,80
-1.697.935,07 -1.505.677,59

Forderungen gegen Gesellschafter

Unter dieser Position werden Forderungen gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen, die zugleich auch Forderungen gegen Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der Gesellschaft sind (§ 285 Nr. 9c HGB). Die Forderungen werden bis auf Weiteres gewährt, mit 1,5 % p.a. verzinst und sind jederzeit tilgbar. Eine Besicherung erfolgt nicht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In dem Posten Forderungen aus Vermietung werden alle aus dem Mietverhältnis resultierenden Ansprüche gegenüber Mietern insbesondere aus noch nicht geleisteten Mieten und aus Betriebskostenabrechnungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Mietern werden in Einklang mit der Formblätter-Verordnung unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dargestellt.

Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel und Bausparguthaben enthalten zweckgebundene Finanzmittel. Die zweckgebundenen Finanzmittel von EUR 300.342,90 (Vorjahr EUR 267.975,58) stellen Mietkautionen dar.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Unter dem Posten der aktiven Rechnungsabgrenzung werden in Höhe von EUR 197.642,00 (Vorjahr EUR 305.667,00) von Kreditinstituten erhobene Bankbearbeitungsgebühren ausgewiesen, die über die Laufzeit des jeweiligen Vertrages abgegrenzt werden.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt EUR 25.000,00.

Sonstige Rückstellungen

In diesem Posten sind die nachfolgenden Rückstellungen enthalten:

2023
TEUR
2022
TEUR
Instandhaltung 191,4 167,5
Mitarbeitervergütungen 172,5 166,0
Ausstehende Rechnungen 77,9 79,6
Jahresabschluss und Prüfung 62,9 57,3
Rechtsberatung 27,2 42,6
Auszugsvereinbarungen 15,0 40,4
IHK 32,1 29,0
Verwaltung 7,00 5,0
Sonstige 5,2 3,1
591,2 590,5

Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.115.242,61 8.391.207,34 16.264.942,06 16.459.093,21
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 224.854,53 224.854,53 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 504.864,31 504.864,31 0,00 0,00
Summe 41.844.961,45 9.120.926,18 16.264.942,06 16.459.093,21
Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.596.353,19 3.991.661,51 18.874.928,15 20.729.763,53
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 329.929,76 329.929,76 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 415.107,97 415.107,97 0,00 0,00
Summe 44.341.390,92 4.736.699,24 18.874.928,15 20.729.763,53

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 41.115.242,61 (Vorjahr: EUR 43.596.353,19) durch Pfandrechte (Buchgrundschulden) und Abtretung der Miet- und Pachtforderungen für die finanzierten Objekte, (Global-)Abtretung der Kaufpreise für die finanzierten Objekte sowie durch Bürgschaften der Gesellschafter besichert. Darin sind nicht enthalten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, bei denen zusätzlich die üblichen Lieferantensicherheiten bestehen können.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 99.833,26 (Vorjahr EUR 62.935,34) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 1.889,71) ausgewiesen.

III. SONSTIGE PFLICHTANGABEN NACHTRAGSBERICHT

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ist nicht zu berichten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum Stichtag in Höhe von EUR 397.119,41 (Vorjahr: EUR 778.862,54) sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form von Miet-, Erbbaurecht- und Leasingverträgen.

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

- Thorsten Heckendorf, Bochum (hauptberuflich Geschäftsführer)

- Ralph Heckendorf, Bochum (hauptberuflich Geschäftsführer)

Die Gesellschaft macht von der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 20 (Vorjahr 21) Angestellte beschäftigt.

Im Geschäftsjahr 2023 setzen sich die Arbeitnehmer aus durchschnittlich 13 Vollzeitbeschäftigten und 7 Teilzeitbeschäftigten zusammen.

Gewinnvorschlag/ Vorjahresabschluss

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Vorjahresabschluss zum 31.12.2022 wurde durch den Beschluss der Gesellschafterversammlung am 18. Dezember 2023 unverändert gebilligt und damit festgestellt. Auf der Gesellschafterversammlung wurde beschlossen, den Jahresüberschuss 2022 (EUR 5.562.734,60) in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Mit Beschluss vom 4. Dezember 2023 erfolgte zudem eine Gewinnausschüttung in Höhe von Mio. EUR 2,0 aus dem Gewinnvortag des Geschäftsjahres 2021.

 

Bochum, November 2024

Rhein-Ruhr Invest GmbH

Thorsten Heckendorf, Geschäftsführer

Ralph Heckendorf, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Rhein-Ruhr Invest GmbH, Bochum

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rhein-Ruhr Invest GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rhein-Ruhr Invest GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 29. November 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf)

Stephan Martens, Wirtschaftsprüfer

Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer

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