Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 7691 KI
Eingetragen
24.11.2005
Branche
Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenHerstellung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen
Gegenstand
Handel mit neuen Landmaschinen und Geräten sowie Ersatzteilen; Handel mit gebrauchten Landmaschinen und Geräten; Ankauf von gebrauchten Landmaschinen und Geräten; Durchführung von Inspektionen und Reparaturen an neuen und gebrauchten Landmaschinen, Fahrzeugen und Geräten; die Führung von Handelsvertretungen und Depots autorisierter Hersteller von Fahrzeugen, Landmaschinen und Geräten sowie Ersatzteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicolaus Hottendorff
seit 31.10.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 6 angezeigt

Germany
614.260 €
61.42%
Germany
56.885 €
5.69%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CLAAS Bordesholm GmbH

Bordesholm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 (Geschäftsjahr 2023)

Grundlagen des Unternehmens

Die CLAAS Bordesholm GmbH ("CLAAS Bordesholm") vertreibt und vermietet das komplette CLAAS Produktprogramm sowie Produkte von weiteren namhaften Herstellern der Landtechnikbranche. Das Vertriebs- und Servicegebiet erstreckt sich auf weite Teile Schleswig-Holsteins. In diesem Gebiet erfolgt die Betreuung der verkauften neuen und gebrauchten Landmaschinen von den Niederlassungen Bordesholm, Sörup, Schenefeld, Weddingstedt, Risum- Lindholm und Alveslohe aus. Die CLAAS Bordesholm betreibt in jeder Niederlassung sowohl ein Ersatz- und Verschleißteilelager als auch je eine Werkstatt.

Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Der Fachverband Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) meldet für das Kalenderjahr 2022 Branchenerlöse aus deutscher Produktion von mehr als 12 Mrd. Euro; das sind 18 % mehr als im Vorjahr und ein neuer Höchstwert.

Gute Erzeugerpreise in nahezu allen landwirtschaftlichen Segmenten, insbesondere für Milch und Weizen, befeuerten die Einkommenssituation und damit die Techniknachfrage von Landwirten und Lohnunternehmern aus allen Erdteilen. Aufträge aus Russland und der Ukraine, die infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine weggebrochen sind, konnten in Summe durch Aufträge aus Süd- und Nordamerika sowie Westeuropa mehr als kompensiert werden. Dabei haben sich die Engpässe in den globalen Lieferketten deutlich entspannt. Ab dem 4. Quartal 2022 konnte bei vielen Herstellern die Produktion deutlich stabilisiert und sogar ausgebaut werden, sodass sich fortan die Händlerlager füllten und diese Entwicklung in der Folge zu einem verlangsamten Bestellverhalten führte. Die weltweiten Märkte für Landtechnik werden dabei von einer digitalen Innovation in nahezu sämtlichen Produktsegmenten als auch von einer Strategie zur Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung befeuert (Pressemeldung VDMA agrar-Presseportal 27/02/23).

Für das Gesamtjahr 2023 erwartet der VDMA ein Umsatzvolumen aus deutscher Produktion von erneut mehr als 12 Mrd. Euro. Die Landtechnikindustrie bewegt sich damit weiterhin auf Spitzenniveau. Volle Auftragsbücher der Branche im Frühjahr 2023 führten bei Auftragsbeständen in der Industrie von ca. 7 Monaten zu neuen Höchstständen. Inzwischen sind die Auftragsbücher noch gut gefüllt, liegen aber im Vorfeld der AGRITECHNICA per 09/2023 bei 4 Monaten. Die deutsche Landtechnikbranche, die insgesamt eine Exportquote von 75 % aufweist, profitiert dabei von einer weltweiten Nachfrage in nahezu allen Techniksegmenten (Pressemeldung VDMA, agrar-Presseportal 26/09/23; Artikel landw. Wochenblatt Ausgabe 40/23; Seite 40).

Dabei konnte der Umsatz im 1. Halbjahr 2023 aller Landmaschinen- und Traktorenhersteller bereits im zweistelligen Prozentbereich auf über 6 Mrd. Euro gesteigert werden (Pressemeldung VDMA, agrar-Presseportal 26/09/23). Vor dem Hintergrund hoher Auftragsbestände, haben sich die Umsätze im Geschäftsjahr 2023 z.T. sehr positiv entwickelt, da die Lieferungen nach Verzögerungen in der Produktion in vielen Produktsegmenten erst im Jahr 2023 vorgenommen werden konnten und somit zu einer Sonderkonjunktur führten.

Bei den einzelnen Produktmärkten gab es ein heterogenes Bild: So konnte der Markt für Mähdrescher im Geschäftsjahr 2023 mit 1.485 Einheiten ein sattes Plus von 23,9 % (Vorjahr 1.199 Einheiten) aufgrund der beschriebenen Produktionsausweitung verzeichnen.

Der Traktorenmarkt im Segment > 50 PS ist nach VDMA-Angaben per August 2023 mit 3,8 % im Plus (Markt im Vorjahr 2022: 23.838 Traktoren). Bei selbstfahrenden Feldhäckslern hat sich der Markt in der lfd. Saison dagegen deutlich schwächer gezeigt und wird per August 2023 um ca. 30 % geringer eingeschätzt (2022: 526 Einheiten). Der Gesamtmarkt für Großballenpressen sank leicht um 4,9 % auf 444 Einheiten. Die Verkäufe von Rundballenpressen nahmen sogar um ca. 20,5 % auf 1.521 Einheiten ab (Vorjahr 1.913 Einheiten). Der Gesamtmarkt für Futtererntemaschinen reduzierte sich um 5,5 % auf 17.098 Einheiten (Vorjahr 18.098 Einheiten).

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erwartet im Erntebericht 2023 eine Getreideernte (inkl. Körnermais) von 42,2 Mio. Tonnen, die somit um 2,9 % unter dem Vorjahr bleiben würde. Im mehrjährigen Vergleich 2017 bis 2022 sind dies lediglich noch 1,4 % weniger, sodass man für das Bundesgebiet insgesamt derzeit eine durchschnittliche Getreideernte bilanzieren kann. Die anfängliche Frühjahrs- und Sommertrockenheit bis Ende Juli sowie die darauffolgende langanhaltende Regenperiode haben regional zu deutlichen Ertragseinbußen beim Getreide (bundesweit -4,1 %) insbesondere beim Weizen (-6,0 %) verursacht, während Wintergerste gegenüber dem Vorjahr um 4,9 % zulegen konnte.

Die Preisturbulenzen am Weltgetreidemarkt (Erntebericht 2023, Seite 16) haben sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Nach den außergewöhnlich hohen Preisen von bis zu 340 Euro/t Winterweizen im Vorjahr getrieben durch Handelshemmnisse und Spekulationen infolge des russischen Angriffskrieges liegen die Erzeugerpreise im Jahr 2023 deutlich über dem langjährigen Mittel, aber ca. 25-30 % unterhalb des Vorjahres. Die Getreideanbaufläche der Saison 2023 wurde im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % reduziert.

Die Milchpreise haben sich im Geschäftsjahr vom Hoch im vergangenen Jahr deutlich reduziert und liegen zum Ende des Geschäftsjahres auf einem Niveau von über 40 Cent/l. Die Investitionsbereitschaft der Landwirte verbleibt bei insgesamt moderaten Erzeugerpreisen und gesunkenen Inputpreisen auf einem befriedigenden Niveau.

2. Unternehmensentwicklung

2.1. Geschäftsverlauf

Die CLAAS Bordesholm GmbH ging mit einem sehr hohen Auftragsvorlauf von 18 Mio. Euro in das neue Geschäftsjahr 2023 (1. Oktober 2022 bis 30. September 2023). Dieser hohe Auftragsvorlauf resultierte wieder aus dem "Bauernmilliarden Programm 2022" und der damit verbundenen Liefersituation der Hersteller. Viele Maschinen aus den im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossenen Kaufverträgen wurden erst im Geschäftsjahr 2023 geliefert. Die Nachfrage der Milchviehbetriebe bei Futtererntemaschinen sank im Laufe des Jahres durch den sich anhaltend reduzierenden Milchpreis. Es wurde aber verstärkt in größere Einheiten investiert. Auch Gülletechnik, Pflanzenschutztechnik und Düngetechnik wurden begünstigt durch das "Subventionsprogramm" intensiv weiter nachgefragt. Diese hohe Nachfrage führte wieder zu einem hohen Auftragsvorlauf für das Folgejahr 2023, weil viele Hersteller die Ware aus Kapazitätsgründen erst im Geschäftsjahr 2023 liefern konnten. Der Bedarf an Selbstfahrenden Feldhäckslern im Lohnunternehmer-Segment ging im Vergleich zu den Vorjahren etwas zurück. Gründe liegen in den witterungsbedingt einfachen Erntebedingungen im Jahr 2023. Die Nachfrage nach Mähdreschern wurde zwar durch die neuentwickelten CLAAS LEXION C8 und die TRION Baureihen beflügelt, führte aber nicht zu einer Marktausweitung. Die Mähdrescher- Umsätze stiegen jedoch durch die 2022 getätigten Verkäufe, die aber erst 2023 geliefert werden konnten. Der Frühkauf 2024 erfüllte nicht die Erwartungen. Die schlechte Getreideernte und die bevorstehende Agritechnica sind dafür mitverantwortlich. Generell zieht das Mähdreschergeschäft nach der Messe in Hannover wieder an.

In den Niederlassungen konnte im Geschäftsjahr 2023 der Ersatzteil-Umsatz gesteigert werden. Die Werkstatt-Erlöse stiegen ebenfalls vs. Vorjahr. Daran ist sicherlich auch der stetig erhöhte Werkstattverrechnungssatz verantwortlich. Die Winterdiagnosen und Winterreparaturen im "Selbstfahrenden" Erntemaschinengeschäft waren wieder stark nachgefragt - ebenso auch bereits für das kommende Winterhalbjahr.

Der Umsatz mit Gebrauchtmaschinen stieg im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 11.979. Durch die starke Nachfrage nach Gebrauchtmaschinen wurden zum einen die Altbestände reduziert und zum anderen erzielte man qualitativ sehr gute Verkaufserlöse. Das wiederum führte zu einer weiteren Steigerung der Margen im Gebrauchtmaschinengeschäft.

Der Gesamtmarkt Futtererntemaschinen stieg im Jahr 2023 im Arbeitsgebiet um 8,5 %. CLAAS Bordesholm konnte einen Marktanteil von 24,9 % erzielen.

Zum Traktorenmarkt per 30.09.2023 kann derzeit nur eine Prognose abgegeben werden. Der Markt wird wieder auf Vorjahresniveau liegen. Die CLAAS Bordesholm hat verfügbarkeitsbedingt weniger Traktoren aus 2022 verkaufen können. Insofern wird es Einbußen bei den Zulassungszahlen geben. Die genauen Ergebnisse werden erst Mitte des vierten Quartals feststehen.

Die CLAAS Bordesholm konnte in Bezug auf die Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Rohergebnisrentabilität (Ergebnis vor Steuern zu Rohergebnis; Ergebnis vor Steuern = Ergebnis nach Steuern zuzüglich Steuern vom Einkommen und Ertrag; Rohergebnis = Umsatz und sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand) im Geschäftsjahr 2023 ihre Prognose einer Umsatzsteigerung von 7,8% bei einer geringeren Rohergebnisrentabilität vor Steuern übertreffen. Neben dem Futtererntemaschinengeschäft und dem Großmaschinengeschäft (Mähdrescher und Selbstfahrende Häcksler) hat auch das Drittproduktsegment mit einem Umsatz von TEUR 13.938 substanziell zum Wachstum beigetragen.

Die Ausbildungsquote in der CLAAS Bordesholm liegt bei 23 %. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) betrug im Geschäftsjahr 108 Mitarbeiter.

2.2. Ertragslage

Der Umsatz der CLAAS Bordesholm stieg im Geschäftsjahr 2023 um 23,0 % (TEUR 13.864) auf TEUR 74.101.

Das Geschäft mit CLAAS Neumaschinen ist dabei ebenso wie das Maschinengeschäft mit Drittprodukten und Gebrauchtmaschinen deutlich gewachsen. Die Margen bei allen Maschinengruppen verbesserten sich aufgrund der hohen Nachfrage um 11 %.

Der Ersatzteilumsatz der CLAAS Bordesholm erhöhte sich um 8,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Ersatzteilmargen in diesem Segment sanken um 3 %. Der Werkstattumsatz stieg um 4,3 % vs. Vorjahr.

Das Rohergebnis (Umsatz und sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand) stieg um 7,0 % auf TEUR 14.357. Die Rohergebnisrentabilität vor Steuern sinkt von 25,9 % im Vorjahr auf 23,7 % im Geschäftsjahr.

Diese Entwicklung führt zu einem Ergebnis vor Steuern von TEUR 3.407.

Der Auftragsbestand liegt per 30. September 2023 bei TEUR 12.932 hinter dem sehr hohen Vorjahreswert, aber noch weit über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

2.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme lag zum Bilanzstichtag mit TEUR 30.988 um 79,7 % erheblich über dem entsprechenden Vorjahreswert. Das ist auf die stark erhöhten Vorräte bei Maschinen und Ersatzteilen zurückzuführen.

Das Anlagevermögen liegt per 30.09.2023 um 2,7 % unter dem Vorjahresniveau.

Die bilanzierten Vorräte sind um TEUR 12.912 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Bestandsaufbau an Neu- und Vorführmaschinen um 62,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Die CLAAS Vorratsbestände erhöhten sich dabei überproportional, da zum Ende des Geschäftsjahres CLAAS Maschinen aus den Werkbeständen zu den Händlern ausgelagert wurden. Zudem stieg der Bestand an Gebrauchtmaschinen ausgehend von einem sehr niedrigen Vorjahreswert um 71,8 %. Der Ersatzteilbestand liegt mit 10,4 % über dem Vorjahr. Die Umschlagshäufigkeit des Gesamtbestandes an Waren liegt entsprechend unter dem Vorjahresniveau.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 26,5 % und damit im Verhältnis zum Umsatz (+23,0 %) überproportional, sodass der Forderungsumschlag (Umsatz durch Lieferforderungen) auf 19,1 sank (Vorjahr: 19,7). Der Kapitalumschlag des Gesamtvermögens lag bei 2,4. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund der teilweisen Thesaurierung des Vorjahresergebnisses um TEUR 973.

Die Eigenkapitalquote sinkt aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme zum Geschäftsjahresende um 20,5 %-Punkte auf 32,8 %.

Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme stieg um 25,4 %-Punkte auf 59,9 %.

Die gesamten Rückstellungen liegen um 9,6 % über dem Vorjahresniveau. Die Personalrückstellungen stiegen um 6,7 %. Die Steuerrückstellungen stiegen im selben Zeitraum um 27,4 %.

2.4. Finanzlage

Die Finanzierung der CLAAS Bordesholm GmbH erfolgt insbesondere durch eine Kreditlinie bei der Volks- und Raiffeisenbank, Neumünster, in Höhe von TEUR 4.250, eine Kreditlinie bei der Förde Sparkasse über TEUR 2.000 und eine Kreditlinie bei der Deutschen Leasing über insgesamt TEUR 6.500. Alle Kreditlinien waren zum Bilanzstichtag mit TEUR 0 in Anspruch genommen, da eine Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten über den konzerninternen Cash-Pool erfolgt.

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 261 getätigt. Im Wesentlichen sind dies Investitionen in die Modernisierung der Standorte Sörup und Bordesholm, in Ladetechnik und in Werkstattfahrzeuge

3. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Durch unser Risikomanagement wollen wir Risiken rechtzeitig transparent machen und limitieren. Die direkte Verantwortung zu Früherkennung, Steuerung und Kommunikation liegt bei den Bereichsleitern und dem Geschäftsführer. Die Kommunikation mit der Geschäftsführung über risikorelevante Faktoren erfolgt regelmäßig und berücksichtigt mögliche Schäden sowie Eintrittswahrscheinlichkeiten.

Die Liquidität wird laufend überwacht und gesteuert. Debitoren und Kreditoren werden ständig beobachtet und analysiert. Forderungsrisiken werden durch leistungsnahe Zahlungen oder durch Zahlungssicherheiten abgesichert. Wertberichtigungen tragen dem Ausfallrisiko angemessen Rechnung.

Dem Vorratsmanagement sowohl der Neu- wie der Gebrauchtmaschinen gilt ein besonderer Fokus. Gleiches gilt für die Ersatzteilbestände.

Rechtsstreitigkeiten, Schadenersatzforderungen bzw. laufende Prozesse mit Einfluss auf Vermögens- und Ertragslage sind nicht anhängig oder angedroht.

Unsere EDV entspricht dem aktuellen Sicherheitsstandard der CLAAS Gruppe.

Da der Hauptlieferant gleichzeitig auch Mehrheitsgesellschafter ist und mit den übrigen Lieferanten Händlerverträge bestehen, sind die Risiken auf der Beschaffungsseite begrenzt. Aufgrund der überwiegenden Handelstätigkeit werden langfristige Preisänderungsrisiken an die Kunden weitergegeben. Kurzfristige Preisänderungsrisiken bestehen im Handelsbereich kaum, da Bestellungen der Kunden auf Basis der aktuellen Lieferkonditionen der Lieferanten verhandelt werden. Einzig bei Vorführ- und Vorratsmaschinen sowie Gebrauchtmaschinen bestehen Preisänderungsrisiken und -chancen, die laufend überwacht und gesteuert werden.

Chancen und Risiken

Die wesentlichen Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit resultieren vor allem aus der regionalen Wettbewerbsintensität, den klimatisch bedingten unterschiedlichen Ernteerträgen und Erntebedingungen sowie geschäftsbeeinflussenden agrarpolitischen Entscheidungen. Bei der Beurteilung der Chancen und Risiken ist vor allem die räumliche Nähe der Vertriebsabteilung zu den Kunden von großer Bedeutung, um Nachfrageschwankungen und verändertes Kundenverhalten auf den Absatzmärkten frühzeitig zu erkennen.

Bei der CLAAS Gruppe ("CLAAS") steht weiterhin die kontinuierliche Verbesserung des Maschinenangebotes an erster Stelle (z.B. die Ergänzung der Mähdrescher- und Traktoren-Baureihen, s.u. 4. Prognosebericht). Ein systematischer Ausbau des After Sales Angebotes ermöglicht es den CLAAS Händlern, ein bestimmtes Maß an Marktrückgängen bei Maschinen zu kompensieren.

Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft

Aus der Analyse der derzeit erkennbaren Einzelrisiken sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die - für sich genommen oder in Kombination mit anderen Risiken - den Fortbestand der Gesellschaft im Berichtszeitraum und darüber hinaus gefährdet haben bzw. gefährden könnten.

4. Prognosebericht

Für das Gesamtjahr 2023 erwartet der VDMA aktuell im Vorfeld der AGRITECHNICA ein Umsatzvolumen aus deutscher Produktion von erneut mehr als 12 Mrd. Euro. Die Landtechnikindustrie bewegt sich damit weiterhin auf Spitzenniveau.

Nach dem CEMA Business Barometer für September 2023 schätzt die europäische Landtechnikindustrie die zukünftige wirtschaftliche Situation insgesamt deutlich verhaltener ein. 58 % der Landtechnikhersteller erwarten negative Geschäftsentwicklungen in den kommenden 6 Monaten. Diese Abwärtstendenz in Richtung Rezession hat sich in den letzten Monaten beschleunigt. Diese Einschätzung ist im Zusammenhang einer insgesamt noch positiven Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Situation mit der Abarbeitung von hohen Auftragsbeständen aus dem Vorjahr zu sehen, die jedoch in den nächsten Wochen sukzessive ausgeliefert und berechnet werden.

Die Einkommensentwicklung der Landwirte ist angesichts wieder deutlich gesunkener Getreide- und Milchpreise bei den Marktfrucht- und Futterbaubetrieben sowie ebenfalls deutlich gesunkener Inputpreise insgesamt weiterhin stabil, aber mit abnehmender Tendenz. Aus heutiger Sicht werden in diesen Marktbereichen weiter stabile bis leicht rückläufige Preise erwartet, sodass die Investitionsbereitschaft im Bereich Landtechnik der Landwirte und Agrarbetriebe für 2024 eher stagnieren bzw. leicht abnehmen wird. Investitionsdämpfend werden sich insbesondere bei der kapitalintensiven Lohnunternehmer-Branche das derzeit deutlich gestiegene Preisniveau auf allen Landtechnikmärkten sowie das deutlich gestiegene Zinsniveau auswirken, sodass notwendige Anschaffungen oftmals in die Zukunft verschoben werden.

Eine eher rückläufige Tendenz erwarten auch die im "LandBauTechnik" Verband organisierten Landmaschinen-Fachbetriebe in der Umfrage per September 2023. Hier erklärt der Verband im Branchenbarometer II/2023, dass lediglich 3 % der Fachbetriebe steigende Umsätze, aber 45 % Umsatzverluste und 52 % der Fachbetriebe eine stagnierende Entwicklung erwarten. Im Bereich After Sales werden dagegen stabile und steigende Umsätze erwartet. Eine wieder leicht positive Entwicklung im Investitionsverhalten zeigt der Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar der Marktforschungsgesellschaft "produkt & markt" per 09/2023.

Produktneuheiten CLAAS:

CLAAS vervollständigt mit den 3 neuen 5-Schüttler Maschinen EVION das Bauprogramm der Mähdrescher unterhalb des Produktprogramms von LEXION und TRION, um insbesondere für die Hauptkundengruppe der familiengeführten Landwirtschaftsbetriebe ein breiteres und flexibleres Produktprogramm anbieten zu können.

Darüber hinaus erweitert CLAAS das XERION Produktprogramm insbesondere für schwere Zugarbeiten mit dem XERION 12590 sowie dem XERION 12650 bis zu einer Leistung von 585 sowie 653 PS. Mit diesen Produktneuheiten kann dem Handel insgesamt ein noch breiteres Programm angeboten werden.

Blick auf 2024:

Wir gehen auf dieser Basis für das Geschäftsjahr 2024 der CLAAS Bordesholm GmbH von einem stagnierenden Umsatz bei einer etwas geringeren Rohergebnisrentabilität vor Steuern aus. Weiterhin liegt ein besonderer Fokus auf dem Management der Vorräte und Forderungen, um eine weitere Verbesserung des Kapitalumschlages zu erreichen.

 

Bordesholm, den 23. November 2023

N. Hottendorff, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.09.2023 30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9,00 9,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
11,00 11,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 763.928,92 779.948,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 484,60 556,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 883.204,09 912.717,11
1.647.617,61 1.693.222,33
1.647.628,61 1.693.233,33
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 26.568.049,99 17.411.233,95
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.296.060,10 -5.051.571,53
25.271.989,89 12.359.662,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.870.226,39 3.059.020,49
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.050,60 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 127.717,04 92.198,71
4.012.994,03 3.151.219,20
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 18.384,96 13.556,87
29.303.368,88 15.524.438,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.262,50 31.253,45
30.988.259,99 17.248.925,27

Passiva

30.09.2023 30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 154.824,49 154.824,49
III. Gewinnvortrag 6.793.032,92 5.567.427,91
IV. Jahresüberschuss 2.223.089,37 2.475.605,01
10.170.946,78 9.197.857.41
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 618.726,49 485.574,16
2. Sonstige Rückstellungen 1.408.182,84 1.364.576,64
2.026.909,33 1.850.150,80
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 614.260,25 209.888,02
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.251.200,97 4.836.974,36
3. Sonstige Verbindlichkeiten 692.657,99 900.320,90
18.558.119,21 5.947.183,28
D. Rechnungsabgrenzungsposten 232.284,67 253.733,78
30.988.259,99 17.248.925,27

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 14.357.026,72 13.423.922,25
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.293.158,66 5.848.060
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.299.671,36 1.207.579
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 283.919,74 283.489
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.727.810,57 2.532.337
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.834,76 55.568
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 393.854,97 137.133
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.147.269,64 966.537,38
8. Ergebnis nach Steuern 2.260.176,54 2.504.355,56
9. Sonstige Steuern 37.087,17 28.750,55
10. Jahresüberschuss 2.223.089,37 2.475.605,01

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die CLAAS Bordesholm GmbH hat ihren Sitz in Bordesholm und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Kiel unter der Registernummer HRB 7691 Kl eingetragen.

Der Jahresabschluss 2023 der CLAAS Bordesholm GmbH zum 30. September 2023 (Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023) ist auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB) in der aktuellen Fassung sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung und bei der Offenlegung des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen.

Die Gliederung entspricht den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG.

Die Bilanz ist in Kontenform aufgestellt. Die in § 266 Abs. 2 und 3 HGB bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgesehenen Reihenfolge ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Die in § 275 Abs. 2 HGB bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr fortgeführt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 246 bis 256a HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. HGB. Die ergänzenden Vorschriften des GmbHG wurden beachtet.

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden grundsätzlich einzeln bewertet. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste fanden Berücksichtigung. Erfasst sind nur Gewinne, die bis zum Abschlussstichtag realisiert waren. Die Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres wurden periodengerecht berücksichtigt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauer für den entgeltlich erworbenen Kundenstamm sowie Software wurde ein Zeitraum von fünf Jahren unterstellt.

Das Sachanlagevermögen ist ebenfalls zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (Dauer ein bis 19 Jahre) vorgenommen. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzelnen Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt.

Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Bauten auf fremden Grundstücken bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 19 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Für geringwertige Anlagegüter mit einem Wert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Die Vorräte wurden höchstens zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls zu niedrigeren Tageswerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter der Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Ersatzteile wurden zu gleitenden Durchschnittspreisen oder niedrigeren Tageswerten bewertet. Für Ersatzteilbestände wurden nach einer pauschalen Methode zur Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes der Ersatzteile Abschläge in Abhängigkeit vom Jahr des letzten Zugangs sowie von der Reichweite angewandt. Die Gebrauchtmaschinen wurden einzelobjektbezogen verlustfrei bewertet. Die Bewertung der Neu-, Miet- und Vorführmaschinen erfolgte einzelbezogen verlustfrei in Abhängigkeit von der Lagerdauer mit Abschlägen von 0 % bis 90 %.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel wurden zum Nennwert bewertet. Den erkennbaren und latenten Kreditrisiken wurde durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen Schulden und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Im Jahresabschluss sind keine Posten enthalten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Restlaufzeiten sämtlicher Forderungen und sonstiger Vermögensgegenstände liegen wie im Vorjahr bis zu einem Jahr.

Der Gewinnvortrag hat sich wie folgt entwickelt:

EUR
Gewinnvortrag 30. September 2022 5.567.427,91
Jahresüberschuss 2022 2.475.605,01
Ausschüttung an Gesellschafter -1.250.000,00
Gewinnvortrag 30. September 2023 6.793.032,92

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die Risiken und Verpflichtungen aus:

30.09.2023 Vorjahr
EUR EUR
Personalkosten 1.313.173,98 1.230.329,08
Fehlende Eingangsrechnungen 50.002,75 83.659,21
Drohverluste 14.834,34 26.892,48
Übrige 30.171,77 23.695,87
Summe 1.408.182,84 1.364.576,64

Die Personalrückstellungen wurden überwiegend für Incentive-Zahlungen sowie Urlaubs- und Überstundenansprüche gebildet.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

30.09.2023
Restlaufzeit gesamt
bis 1 Jahr TEUR über 1 Jahr TEUR über 5 Jahre TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 614 0 0 614
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.251 0 0 17.251
3. Sonstige Verbindlichkeiten 693 0 0 693
- davon aus Steuern 560 0 0 560
18.558 0 0 18.558
30.09.2022
Restlaufzeit gesamt
bis 1 Jahr TEUR über 1 Jahr TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 210 0 210
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.837 0 4.837
3. Sonstige Verbindlichkeiten 900 0 900
- davon aus Steuern 750 0 750
5.947 0 5.947

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit TEUR 12.285 (Vorjahr: TEUR 4.353) auf Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber der CLAAS Kommanditgesellschaft auf Aktien mbH, Harsewinkel, und mit TEUR 4.966 (Vorjahr: TEUR 484) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Zum Jahresabschluss wurden zur Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten die Kontokorrentverbindlichkeiten bei der Volks- und Raiffeisenbank eG, Niederlassung Bordesholm, bei der Förde Sparkasse, Kiel, und der Deutsche Leasing Finance GmbH, Bad Homburg v.d. Höhe über den Cash-Pool finanziert. Zur Sicherung dieser Verbindlichkeiten wurde eine Globalzession der Forderungen und eine Raumsicherungsübereignung der Ersatzteilvorräte vereinbart.

II. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Inland erzielt. Der Absatz erfolgte regional im eigenen Endkundenkreis und an Händler. Die Umsatzerlöse resultieren mit TEUR 56.011 (Vorjahr: TEUR 43.121) aus dem Verkauf und der Vermietung von Neu- und Gebrauchtmaschinen sowie mit TEUR 18.089 (Vorjahr: TEUR 17.115) aus dem After Sales Geschäft.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem Auflösungen von Rückstellungen in der Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 82).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingaufwendungen für geleaste bzw. gemietete Landmaschinen, die an Kunden weitervermietet werden.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen in der Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 0) und ausgebuchte Forderungen in der Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 0).

Von dem Zinsaufwand des Geschäftsjahres entfallen TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 19) auf Entgelte aus Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

D. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen nicht.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft nutzt im Rahmen des Mietgeschäftes Sale-and-Lease-Back-Transaktionen für Maschinen. Weiterhin sind Operate-Lease-Verträge für einen Teil des Fuhrparks abgeschlossen. Der Abschluss derartiger Verträge trägt zur Verringerung der Kapitalbindung und zu einem stärkeren Working Capital bei. Maschinen werden weiterhin für die (Unter-)Vermietung genutzt. Die Verpflichtungen aus diesen Verträgen belaufen sich auf TEUR 410 (Vorjahr: TEUR 565), davon TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 365) im Folgejahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Vorjahresausweis in Klammern):

im Folgejahr im 2. bis 5. Folgejahr über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
aus Mietverträgen und 741 2.057 1.662
sonstigen Leasingverträgen (701) (2.017) (1.654)

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 179) gegenüber der Gesellschafterin CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH, Harsewinkel.

Prüferhonorar

Das Prüferhonorar der CLAAS Bordesholm GmbH ist dem Konzernanhang der CLAAS Kommanditgesellschaft auf Aktien mbH, Harsewinkel, zu entnehmen.

Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

2023 Vorjahr
Angestellte 58 57
Gewerbliche Mitarbeiter 50 49
108 106
Auszubildende 28 27
136 133

Mitglieder der Geschäftsführung

Herr Nicolaus Hottendorff, Geschäftsführer der CLAAS Bordesholm GmbH, 24229 Dänischenhagen.

Auf die Angabe von Organbezügen wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung wurden nicht gegeben. Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführung wurden nicht eingegangen.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.223.089,37 teilweise auf neue Rechnung vorzutragen und teilweise auszuschütten.

Konzernverhältnisse

Unmittelbares Mutterunternehmen ist die CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH, Harsewinkel, die 82,37 % der Anteile hält. Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt, ist die CLAAS Kommanditgesellschaft auf Aktien mbH, Harsewinkel (Amtsgericht Gütersloh; HRB 3027). Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der CLAAS KGaA mbH einbezogen. Die Offenlegung des Abschlusses erfolgt beim Unternehmensregister.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Ereignisse eingetreten, über die gesondert zu berichten wäre, die das verabschiedete Budget 2024 oder den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

 

Bordesholm, den 23. November 2023

CLAAS Bordesholm GmbH

N. Hottendorff

Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2023 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

Anschaffungskosten
01.10.2022 Zugänge Abgänge 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.129,31 0,00 0,00 47.129,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 380.000,00 0,00 0,00 380.000,00
427.129,31 0,00 0,00 427.129,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 908.189,00 3.729,18 0,00 911.918,18
2. Technische Anlagen und Maschinen 135.705,30 0,00 0,00 135.705,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.025.139,12 257.644,06 127.281,68 4.155.501,50
5.069.033,42 261.373,24 127.281,68 5.203.124,98
5.496.162,73 261.373,24 127.281,68 5.630.254,29
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2022 Zugänge Abgänge 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.120,31 0,00 0,00 47.120,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 379.998,00 0,00 0,00 379.998,00
427.118,31 0,00 0,00 427.118,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 128.240,32 19.748,94 0,00 147.989,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 135.148,76 71,94 0,00 135.220,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.112.422,01 264.098,86 104.223,46 3.272.297,41
3.375.811,09 283.919,74 104.223,46 3.555.507,37
3.802.929,40 283.919,74 104.223,46 3.982.625,68
Buchwerte
30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9,00 9,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
11,00 11,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 763.928,92 779.948,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 484,60 556,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 883.204,09 912.717,11
1.647.617,61 1.693.222,33
1.647.628,61 1.693.233,33

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CLAAS Bordesholm GmbH, Bordesholm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CLAAS Bordesholm GmbH, Bordesholm, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CLAAS Bordesholm GmbH, Bordesholm, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 6. Dezember 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Benedikt Brüggemann, Wirtschaftsprüfer

Dirk Becker, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss, auf den sich der Bestätigungsvermerk bezieht, wurde nicht unter Inanspruchnahme des § 276 Satz 1 HGB aufgestellt.

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