Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 7937
Vorher
Tils GmbH
Eingetragen
21.4.1988
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenVerarbeitung von RindfleischSchlachten von Rindern
Gegenstand
Zerlegen,Verarbeiten und Vermarkten von Fleisch

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Joachim Dalwitz
seit 26.3.2025
Geschäftsführer
Raffaella Luca
seit 6.1.2021
Geschäftsführer
Erika Masmann
seit 28.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

53332 Bornheim
250.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TILS Das Kalbfleisch. GmbH

Bornheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses

Die TILS Das Kalbfleisch. GmbH (im Folgenden auch kurz: TILS GmbH) ist einer der führenden reinen Kalbfleischzerlege- und Kalbfleischverarbeitungsbetriebe in Deutschland und wurde 1967 als Einzelunternehmen gegründet. Seit über 50 Jahren ist die Gesellschaft stets marktorientiert und innovativ. Europaweit schätzen unsere Kunden aus Groß- und Einzelhandel die TILS GmbH als flexiblen Komplettanbieter guter Fleischwaren rund um das Kalb. Bei der Zerlegung von Kälbern und Kälberteilstücken werden kundenindividuelle Anforderungen bezüglich des Zuschnitts, Portionierung und Verpackung erfüllt. Angeboten werden die Produkte sowohl frisch als auch tiefgefroren.

Die Strategie des Unternehmens basiert auf folgenden Schwerpunkten:

Rückverfolgung der Produkte aus kontrollierter Aufzucht bis zur Geburt zur Sicherung einer erstklassigen Qualität.

Marktorientierte Produktinnovationen für alle Bereiche.

Ständige Schulung der Mitarbeiter zur Sicherstellung der Erfüllung aller Kundenanforderungen und -wünsche.

Die Kunden honorieren die langjährige Erfahrung, den hohen Qualitätsanspruch sowie die sorgfältige Abwicklung aller Aufträge bis hin zur fristgerechten Lieferung mit eigener Logistik. Die Umsätze werden sowohl im Inland als auch im Ausland erzielt.

Die TILS GmbH wird durch die Geschäftsführung anhand von wesentlichen finanziellen Kennzahlen gesteuert. Hiernach kommt den Kennzahlen des Umsatzes/Umsatzwachstums, dem Rohgewinn und insbesondere dem operativen Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) gegenüber anderen Finanzkennzahlen eine herausragende Bedeutung zu.

Geschäftsverlauf 2023

In den vergangenen Jahren war das Marktumfeld für TILS sowie für alle Akteure der Fleischbranche herausfordernd, insbesondere durch die Gastronomieschließung im Corona-Lockdown und den starken Kostenanstieg im Zuge der Ukraine-Krise. Auf Verbraucherseite führten der Anstieg der Lebenshaltungskosten, veränderte Konsumgewohnheiten sowie die zunehmende öffentliche Kritik an der Fleischwirtschaft zu einem Rückgang des Fleischkonsum in den letzten Jahren (2017-2022: - 13 %).

Im Jahr 2023 ist der Umsatz um rd. -10 % gegenüber dem Jahr 2022 gesunken. Ursache hierfür waren unter anderem die Auswirkungen der Inflation und die Energiepreiskrise infolge des Ukraine-Krieges, die in Summe zu einer spürbaren Kaufzurückhaltung der Konsumentinnen und Konsumenten auch bei Lebensmitteln führten. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass die Kunden verstärkt die geringeren Qualitätsstufen nachfragten und weniger Bestellungen im Premiumsegment eingingen. Insgesamt lag die Nachfrage- als auch die Absatzentwicklung des Geschäftsjahres 2023 weit unter unseren Erwartungen; sowohl im Lebensmitteleinzelhandel, als auch im Cash & Carry-Bereich.

Die Ertragslage der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
TEUR TEUR
Rohertrag 7.209 8.400
Personalkosten -3.085 -3.395
Abschreibungen -358 -369
sonstige Aufwendungen -4.922 -5.483
sonstige Erträge 159 98
Betriebsergebnis -997 -749
Finanzergebnis -294 -143
Neutrales Ergebnis -44 -16
Geschäftsergebnis -1.335 -908
Ertragsteuern/sonstige Steuern -186 15
Verlust -1.521 -893

Gegenüber dem Jahr 2022 war bei den Umsatzerlösen vor dem Hintergrund der schwierigen Marktlage ein Rückgang um rund -10 % zu verzeichnen, der zu einem deutlich geringeren Rohertrag von 7.209 TEUR führte (Vorjahr 8.400 TEUR). Als Reaktion auf die schlechte Umsatzentwicklung wurde das Kostenmanagement weiter intensiviert. Hierdurch konnte jedoch nur ein Teil der Rohertragsverluste kompensiert werden, so dass sich das negative Betriebsergebnis des Vorjahres ein weiteres Mal verschlechterte.

Der Rückgang der sonstigen Betriebsaufwendungen ist in erster Linie auf geschäftsbedingt geringere Vertriebsaufwendungen sowie gesunkene Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen zurückzuführen. Das Betriebsergebnis liegt mit -997 TEUR um 248 TEUR unter dem Ergebnis des Jahres 2022 (-749 TEUR). Die operative Ergebnisentwicklung war nicht zufriedenstellend und blieb erneut hinter unseren Erwartungen.

Trotz der angespannten Ertragslage wurden auch in 2023 weitere Investitionen in die technische Ausstattung und die Digitalisierung der TILS GmbH getätigt.

2. Darstellung der Lage der Gesellschaft

2.1. Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr stellt sich die Vermögenslage wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Anlagevermögen 1.467 1.347
Warenbestand 3.669 3.561
Kundenforderungen 3.682 4.107
sonstige Forderungen/ARAP 1.918 1.794
Liquide Mittel 151 318
Umlaufvermögen 9.420 9.780
Aktive latente Steuern 0 186
Gesamtvermögen 10.887 11.313

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 477 TEUR in das Anlagevermögen investiert, im Wesentlichen zur Modernisierung der technischen Anlagen und der IT-Systeme. Die technischen Anlagen und Betriebseinrichtungen werden kontinuierlich erneuert und an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Zudem wurde die Implementierung eines neuen Warenwirtschaftssystems im Berichtsjahr abgeschlossen, was zur Effizienzsteigerungen in der Produktion und Logistik beitragen wird.

Die zum vorherigen Bilanzstichtag aktivierten latenten Steuern (186 TEUR) wurden im Berichtsjahr aufgelöst. Aufgrund der schlechten Ertragslage und den kumulierten Verlustvorträgen ist nicht mehr damit zu rechnen, dass sich die positiven Effekte aus den aktivierten Steuerlatenzen in den nächsten Jahren realisieren lassen.

2.2. Finanzlage

Die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft entwickelte sich wie folgt:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Stammkapital 250 250
Kapital-/Gewinnrücklage 409 409
Bilanzgewinn 699 2.220
Eigenkapital 1.358 2.879
Rückstellungen 471 484
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 6.701 5.578
Lieferantenverbindlichkeiten 2.202 2.212
übrige Verbindlichkeiten/PRAP 155 160
Fremdkapital 9.529 8.434
Gesamtkapital 10.887 11.313

Das Eigenkapital verringerte sich absolut betrachtet um den Verlust des Berichtsjahres (-1.521 TEUR). In Relation zur rückläufigen Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag um 12,9 %-Punkte auf 12,5 %. Zur Stärkung des Eigenkapitals hat die Gesellschafterin im März des nachfolgenden Geschäftsjahres 2024 eine Einlage in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von EUR 2,0 Mio. geleistet.

Aufgrund der Ergebnissituation wurden die von den Hausbanken bereitgestellten Kreditlinien im Geschäftsjahr 2023 stärker in Anspruch genommen, was zu einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1.123 TEUR auf 6.701 TEUR führte. Dem standen Kassen- und Bankguthaben in Höhe von 151 TEUR (Vorjahr 318 TEUR) gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen über die bestehenden Miet- und Leasingverträge hinaus bestehen keine.

Die Veränderung des Finanzmittelbestandes, definiert als die Veränderung des Bestands an flüssigen Mitteln, gliederte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in die einzelnen Kategorien wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - 550 - 141
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 456 - 416
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit + 839 + 575
Veränderung des Finanzmittelbestands - 167 + 18

Die schlechte Ertragslage führte zu einer Zunahme des negativen Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit. Zusammen mit dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergab sich in Summe ein Liquiditätsbedarf von 1.006 TEUR, der durch den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (839 TEUR) und den vorhandenen liquiden Mitteln (167 TEUR) gedeckt wurde.

2.3. Chancen und Risiken

2.3.1 Chancenbericht

Durch unsere hohen Qualitätsstandards und unsere langjährige Stammkundschaft sehen wir gute Chancen, unsere Marktposition zu halten und auszubauen. Die Geschäftsführung sieht für die Jahre 2024 ff. Chancen durch die Gewinnung neuer Kunden und dem Ausbau der Geschäftsbeziehungen zu Bestandskunden. Erste vielversprechende Neukunden konnten bereits im folgenden Geschäftsjahr 2024 akquiriert werden, die es nun gilt aufzubauen.

Den Marktveränderungen begegnet die Gesellschaft vor allem durch eine kompetente Kundenbetreuung, dem ständigen Angebot der Erfüllung der Kundenwünsche und der zuverlässigen Anlieferung mit der eigenen, zuverlässigen Logistik.

2.3.2 Risikobericht

Auf Basis des Risikomanagementsystems und regelmäßigen Management-Reportings werden wesentliche Risiken identifiziert und bewertet, auf die durch geeignete Maßnahmen reagiert wird. Die Entwicklung der Risiken v.a. in den Bereichen Umsatz, Beschaffung, Mitarbeiter sowie Liquidität/Finanzierung wird kontinuierlich verfolgt.

Marktrisiken

Gegen den Wettbewerb am Markt reagieren wir durch qualitativ hochwertige Produkte. Da unsere Hauptprodukte aus Kalbfleisch bestehen, ist eine mögliche ungünstige Entwicklung und ein Gefahrenpotential gegeben, wenn sich die Verbrauchernachfrage nach Kalbfleisch erheblich verringern sollte (z.B. Tierkrankheiten, Seuchen usw.). Von diesen Gefahren und Risiken ist aber zur Zeit nichts erkennbar. Auch der aktuell zu beobachtende Trend hin zu einer veganen Ernährung birgt ein Risikopotenzial für unser Geschäftsmodell, jedoch scheint diese Entwicklung nur einen geringen Bevölkerungsanteil zu betreffen und dürfte dauerhaft kein nennenswertes Risiko darstellen.

Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Lieferanten zurück, mit denen wir langfristige Lieferkontakte pflegen. Dem Risiko von Preissteigerungen begegnen wir durch ständige Marktbeobachtungen und zeitnahe Anpassung unserer Verkaufspreise.

Bei der TILS Das Kalbfleisch. GmbH handelt es sich um ein Unternehmen, in welchem Qualität und Hygiene ständig überwacht und optimiert werden. Die Wirksamkeit des Qualitätsmanagementsystems wird auch durch externe Gutachter überprüft. So sei insbesondere auf die Zertifizierungen nach IFS 7 (International Food Standard), nach QS und nach ORGAINVENT hingewiesen. Das Hygienekonzept wurde bereits in 2020 um Corona-Schutzmaßnahmen erweitert.

Ein weiteres Risiko stellen die seit Beginn des Ukraine-Kriegs gestiegenen Energiekosten dar. Dies belastet unsere Ertragslage durch gestiegene Produktions-, Lager- und Logistikkosten. Um dem entgegen zu wirken planen wir konkrete Maßnahmen zur Optimierung der Logistikprozesse und zur Senkung der Lagerkosten durch die Erweiterung der eigenen Kühlkapazitäten.

Finanzrisiken

Die Gesellschaft ist keinen Währungsrisiken ausgesetzt, da Fakturierung und Einkauf nur in Euro erfolgen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme, zudem besteht eine Kreditausfallversicherung. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein effizientes Mahnwesen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen bezahlt.

Die Finanzierung ist durch Eigenkapital sowie durch die bewährte Zusammenarbeit mit den Hausbanken und den Leasinggesellschaften sichergestellt. Den Working Capital-Bedarf finanziert die Gesellschaft in erster Linie über Kontokorrentlinien und kurzfristige Darlehen der Hausbanken, zu denen langjährige gute Geschäftsbeziehungen unterhalten werden.

Wir sind mit den Banken im regelmäßigen Informationsaustausch. Das Risiko, dass die grundsätzlich kurzfristigen Kredite nicht weiter verlängert werden, wird aufgrund der im aktuellen Geschäftsjahr 2024 fortlaufenden Geschäftsbeziehungen und der ausreichend vorhandenen Sicherheiten derzeit als gering eingeschätzt. Dem Risiko der steigenden Finanzierungskosten aufgrund der aktuellen Zinsentwicklung werden wir durch die angestrebten Verbesserungsmaßnahmen zur Ertragssteigerung begegnen.

Wir gehen von der Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit dem Grundsatz der Unternehmensfortführung aus. Dies insbesondere aufgrund eines in Auftrag gegebenen und vorgelegten Sanierungskonzept nach IDW S6. Durch die Vorlage eines Sanierungskonzeptes ist das Risiko der Kündigung von Bankkrediten aufgrund der schlechten Ertragslage zwar latent vorhanden, aber deutlich reduziert. Die Sanierungsplanung geht davon aus, dass das Unternehmen ab dem Jahr 2026 wieder eine marktübliche Rendite erwirtschaften wird. Die Aufrechterhaltung der Liquidität ist durch Kreditzusagen der Banken sowie durch die Einlage von Gesellschafterbeiträgen gesichert. Wesentliche Maßnahmen betreffen die Intensivierung der Marktbearbeitung sowie die Stärkung von Management und kaufmännischem Bereich. Daneben werden Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenposition umgesetzt. Sollte sich die Geschäftssituation nicht weiter verbessern, plant die Geschäftsführung zum Risikomanagement, die Zuführung weiterer Gesellschaftermittel.

Erwartete und absehbare Aufwendungen sind in den Rückstellungen berücksichtigt. Darüberhinausgehende, spezielle Unternehmensrisiken sind nicht erkennbar. Sämtliche identifizierten Risiken werden permanent überwacht und Sicherungsmaßnahmen werden rechtzeitig ergriffen.

3. Ausblick

Auch im Jahr 2024 war das Geschäft der TILS GmbH nach wie vor erheblich von den Auswirkungen der Inflation und der Kaufzurückhaltung der Verbraucher betroffen. Vor diesem Hintergrund konnten die gesetzten Ziele im Hinblick auf Umsatz, Absatz und Ertrag nicht erreicht werden. Auch das Geschäftsjahr 2024 wird daher mit einem negativen operativen Ergebnis abgeschlossen werden, das ungefähr auf dem Niveau des Jahres 2023 liegen wird.

Für das kommende Jahr 2025 wird angesichts der schlechten konjunkturellen Lage in Deutschland und der damit einhergehenden Konsumzurückhaltung keine wesentliche Verbesserung der Marktsituation erwartet. Wir erwarten eine weiterhin herausfordernde Geschäftssituation, zumal das Angebot an schlachtreifen Kälbern rückläufig ist und sich hierdurch Engpässe bei der Warenbeschaffung ergeben könnten.

Vor diesem Hintergrund werden wir weiter an der vertrieblichen, strukturellen und prozessualen Weiterentwicklung des Unternehmens arbeiten und die im Sanierungskonzept vorgesehenen Maßnahmen konsequent umsetzen. Dies betrifft vor allem die Intensivierung der Marktbearbeitung, die Stärkung des Managements sowie die Weiterentwicklung des kaufmännischen Bereiches

Darüber hinaus gibt es keine wesentlichen gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen, branchenbezogenen oder unternehmensspezifischen Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des Managements maßgeblich auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken könnten.

 

Bornheim, den 18.12.2024

Erika Masmann, Geschäftsführerin

Raffaella Luca, Geschäftsführerin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 232.931,00 127.630,00
II. Sachanlagen 1.210.536,00 1.196.815,00
III. Finanzanlagen 22.500,00 22.500,00
1.465.967,00 1.346.945,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.668.876,78 3.560.857,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.567.338,11 5.875.498,09
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 151.316,41 317.912,03
9.387.531,30 9.754.267,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.117,76 25.803,35
D. Aktive latente Steuern 0,00 186.000,00
10.886.616,06 11.313.015,83

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 317.000,97 317.000,97
III. Gewinnrücklagen 92.032,54 92.032,54
IV. Bilanzgewinn 699.379,08 2.220.493,96
1.358.412,59 2.879.527,47
B. Rückstellungen 471.121,00 483.937,00
C. Verbindlichkeiten 9.057.082,47 7.949.551,36
(davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten € 6.701.306,68; Vorjahr € 5.578.116,09)
10.886.616,06 11.313.015,83

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 7.368.853,56 8.684.905,86
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.603.378,80 -2.877.623,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -481.744,21 -517.782,64
(davon für Altersversorgung € 3.280,72 (Ertrag); Vorjahr € 6.011,74 (Aufwand))
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -357.659,95 -368.955,05
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -174.654,46
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.967.450,39 -5.511.273,17
-1.041.379,79 -765.382,89
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55.441,31 17.416,09
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -349.176,40 -160.305,00
(davon an verbundene Unternehmen € 1.574,14; Vorjahr € 0,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -186.000,00 15.343,97
(davon aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern € 186.000,00 (Aufwand); Vorjahr € 14.000,00 (Ertrag))
8. Ergebnis nach Steuern -1.521.114,88 -892.927,83
9. Jahresfehlbetrag -1.521.114,88 -892.927,83
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.220.493,96 3.113.421,79
11. Bilanzgewinn 699.379,08 2.220.493,96

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die TILS Das Kalbfleisch. GmbH hat ihren Sitz in Bornheim (Rheinland) und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Bonn unter der Nummer HRB 7937.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften in §§ 264 ff HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang statt in der Bilanz/Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde Gebrauch gemacht. Die Erleichterungsmöglichkeiten für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Aufstellung (§§ 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr zum wiederholten Mal einen Verlust in Höhe von T€ 1.521 nach einem Fehlbetrag im Jahr 2022 von T€ 893. Das Eigenkapital der Gesellschaft nahm entsprechend ab und beträgt zum 31. Dezember 2023 noch T€ 1.358 bzw. 12,5 % der Bilanzsumme. Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend durch kurzfristige Bankdarlehen und ist abhängig von der Aufrechterhaltung der Kreditlinien. Bei ihrer Planung und den Prognosen der zukünftigen Geschäftsentwicklung hat die Geschäftsführung die begründete Erwartung, dass das Unternehmen über angemessene finanzielle Ressourcen verfügen wird, die Geschäftstätigkeit in absehbarer Zukunft fortführen zu können. Die Annahme basiert auf einem in Auftrag gegebenen Sanierungskonzept nach IDW S6, in dem bei plangemäßer Umsetzung und Entwicklung die Gesellschaft ab dem Jahr 2026 wieder nachhaltig positive Ergebnisse erwirtschaften wird. Der Sanierungsplan hängt jedoch von der weiteren Unterstützung durch die finanzierenden Banken ab. Im Rahmen des Sanierungsplans haben diese zugesichert, die Kreditlinien über die Dauer der Sanierungsphase aufrecht zu halten. Die Gesellschaft geht daher bei der Erstellung des Jahresabschlusses von der Unternehmensfortführung aus.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im vorliegenden Jahresabschluss wurden die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen alle unmittelbar zurechenbaren Kosten.

Die Abschreibungen entsprechen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und wurden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Jahr des Zugangs wird zeitanteilig abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 800,00 werden in Übereinstimmung mit den steuerrechtlichen Vorschriften im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis € 250,00 werden sofort als Aufwand gebucht und nicht im Anlagevermögen erfasst.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt retrograd aus den erzielbaren Verkaufspreisen unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung. Risiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden - soweit erforderlich - durch pauschale Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert aktiviert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird erkennbaren Risiken durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zusätzlich wird in angemessener Höhe eine Pauschalwertberichtigung für Ausfallrisiken und Zinsverluste gebildet.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag sind, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, zeitanteilig unter Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

Die ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus Pensionsverpflichtung und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung wurden mit der Pensionsrückstellung verrechnet.

Die Pensionsverpflichtung wurde mit dem Barwert bewertet. Als Abzinsungssatz wurde der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und bekanntgegebene Marktzinssatz verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Es wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zu Grunde gelegt.

Bei der Rückstellung für Pensionsverpflichtung ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,81 %) und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,66 %) ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von € 5.357.

Die übrigen Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten in ausreichendem Maße in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen werden als latente Steuern bilanziert, soweit sich die Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden miteinander verrechnet und entweder als aktive oder passive latente Steuern ausgewiesen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

a) Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagengitter auf den Seiten 4 und 5 wie folgt:

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 31.12.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 227.572,45 171.161,00 260.175,74 316.587,19
2. Geleistete Anzahlungen 116.988,00 143.187,74 -260.175,74 0,00
344.560,45 143.187,74 171.161,00 0,00 316.587,19
II. Sachanlagen
1. Technische Anlage und Maschinen 2.484.933,41 87.657,69 2.572.591,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.520.511,87 245.843,52 127.578,00 2.638.777,39
5.005.445,28 333.501,21 127.578,00 0,00 5.211.368,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.500,00 12.500,00
2. Genossenschaftsanteile 10.000,00 10.000,00
22.500,00 0,00 0,00 0,00 22.500,00
5.372.505,73 476.688,95 298.739,00 0,00 5.550.455,68
kumulierte Abschreibungen
Stand 31.12.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 216.930,45 37.883,74 171.158,00 83.656,19
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
216.930,45 37.883,74 171.158,00 83.656,19
II. Sachanlagen
1. Technische Anlage und Maschinen 1.815.442,41 152.761,69 1.968.204,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.993.187,87 167.014,52 127.574,00 2.032.628,39
3.808.630,28 319.776,21 127.574,00 4.000.832,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0.00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
4.025.560,73 357.659,95 298.732,00 4.084.488,68
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 232.931,00 10.642,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 116.988,00
232.931,00 127.630,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlage und Maschinen 604.387,00 669.491,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 606.149,00 527.324,00
1.210.536,00 1.196.815,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.500,00 12.500,00
2. Genossenschaftsanteile 10.000,00 10.000,00
22.500,00 22.500,00
1.465.967,00 1.346.945,00

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtliche vertragliche Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen das nahestehende Unternehmen Domitian Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bornheim KG enthalten von T€ 1.742 (Vorjahr T€ 1.557). Zwischen der Gesellschaft und der Domitian KG besteht ein Mietvertrag über die Betriebsimmobilie.

c) Aktive latente Steuern

Der Ansatz resultierte aus der temporären Differenz zwischen dem handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansatz der Pensionsrückstellung. Die zum vorherigen Bilanzstichtag aktivierten latenten Steuern (T€ 186) wurden im Berichtsjahr aufgelöst. Aufgrund der negativen Ertragslage und den kumulierten Verlustvorträgen ist nicht mehr damit zu rechnen, dass sich die positiven Effekte aus den aktivierten Steuerlatenzen in den nächsten Jahren realisieren lassen.

d) Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 250.000,00 und ist voll eingezahlt.

Für die Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn gesperrt sind Beträge in Höhe von T€ 5 aufgrund der Bewertung der Pensionsverpflichtung (§ 253 Abs. 6 HGB).

e) Rückstellungen

Die zurückgestellte Verpflichtung aus der Pensionszusage an die Geschäftsführerin in Höhe von T€ 1.532 (Vorjahr T€ 1.534) wurde mit einem als Deckungsvermögen qualifizierten Anspruch aus einer Rückdeckungsversicherung verrechnet. Die fortgeführten Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen T€ 1.216 (Vorjahr T€ 1.247) und entsprechen dem beizulegenden Zeitwert in Form des Aktivwerts der Versicherung. Der Bilanzansatz der Rückstellung ergibt sich demzufolge als Saldo zwischen dem Verpflichtungswert und dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung. Die Erträge des Deckungsvermögens wurden mit der Zuführung zur Pensionsrückstellung saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubs- und Überstundenguthaben von Mitarbeitern, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Kosten der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen sowie ausstehende Rechnungen.

f) Verbindlichkeiten

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch persönliche Bürgschaften seitens der Gesellschafterin besichert. Die Besicherung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt im Rahmen der üblichen Eigentumsvorbehalte.

g) Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Erträge und Aufwendungen

Innerhalb des Postens "sonstige betriebliche Erträge" sind keine außergewöhnlich hohen oder periodenfremde Erträge enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres enthielten außergewöhnlich hohe Erträge aus Versicherungserstattungen (T€ 186) im Zusammenhang mit Forderungsverlusten (T€ 175), die unter dem Posten Nr. 6 b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens ausgewiesen sind.

Innerhalb der "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" sind außergewöhnlich hohe Forderungsverluste (T€ 44) zu verzeichnen. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen liegen nicht vor.

b) Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung von € 41.179,00 (Vorjahr € 46.135,00).

c) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der ausgewiesene Steueraufwand (T€ 186) betrifft die Auflösung der aktiven latenten Steuerabgrenzung.

E. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hält 100 % der Geschäftsanteile der DOMARA MEAT PRODUCTION GmbH, Bornheim, die im Posten Anteile an verbundenen Unternehmen bilanziert sind (€ 12.500,00). Das Eigenkapital der Beteiligungsgesellschaft zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 135 (Vorjahr T€ 95). Für das Jahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 40 erzielt (Vorjahr T€ 40).

Die Summe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von Miet- und Leasingverträgen betragen rd. T€ 740 (Vorjahr T€ 483). Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für das folgende Geschäftsjahr betragen T€ 543 (Vorjahr T€ 483). Innerhalb von zwei bis fünf Jahren werden T€ 198 fällig (Vorjahr T€ 0). Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres fest angestellten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und ohne Auszubildende) betrug:

Geschäftsjahr Vorjahr
Angestellte 11 11
Gewerblich Beschäftigte 44 51
Geringfügig Beschäftigte 7 7

Die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 oblag:

Frau Erika Masmann, Kauffrau

Frau Raffaella Luca, Kauffrau.

Die Geschäftsführerinnen sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres:

Mit Gesellschafterbeschluss und Einzahlung vom 25. März 2024 hat die Gesellschafterin zur Stärkung des Eigenkapitals einen Betrag von € 2,0 Mio. in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingezahlt. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eigentreten, über die zu berichten wäre.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bornheim, 17. Oktober 2024

Erika Masmann, Geschäftsführerin

Raffaella Luca, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - und der Lagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die TILS Das Kalbfleisch. GmbH, Bornheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TILS Das Kalbfleisch. GmbH, Bornheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TILS Das Kalbfleisch. GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe "A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "2.3.2 Risikobericht", Unterabschnitt "Finanzrisiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft aufgrund der mit Liquiditätsabflüssen verbundenen Verluste in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum vom Fortbestand der in Anspruch genommenen Kreditlinien bei Banken abhängig ist. Sollten die im Rahmen eines Sanierungskonzepts geplanten Maßnahmen nicht zu einer nachhaltigen Verbesserung der Ergebnissituation führen, bestünde das Risiko, dass die grundsätzlich kurzfristigen Kredite nicht weiter verlängert werden. In diesem Fall wäre die Gesellschaft zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit auf die Zuführung von Gesellschaftermitteln angewiesen. Wie in Angabe "A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" im Anhang sowie in Abschnitt ,2.3.2 Risikobericht", Unterabschnitt "Finanzrisiken" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 23. Dezember 2024

SJS Schwieren Jansen Scherer GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Jansen, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses:

Der Jahresabschluss wurde in der vorliegenden Fassung durch Gesellschafterbeschluss vom 10. Januar 2025 festgestellt.

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