Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 92004
Vorher
gimahHOT GmbHGimahhot GmbHYatego Financial Services GmbHYUKON Financial Services GmbH
Eingetragen
9.11.2004
Branche
Betrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.
Gegenstand
Betrieb von Internetplattformen sowie Zahlungsabwicklung und Debitorenmanagement nebst aller damit verbundener Dienstleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Frank Dietel
seit 11.6.2021
Geschäftsführer
Bjoern Bähre
seit 2.10.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
75.00%
25.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
FD Vermögensverwaltung GmbH
Germany
75.00%
boleh GmbH
Germany
25.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Yatego Financial Services GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bilanz

AKTIVA

31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 222.344,97 287.883,06
2. Forderungen an Kunden 20.966,37 26.735,40
3. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 158.372,00 187.258,00
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an 871,00 1.467,00
solchen Rechten und Werten 159.243,00 188.725,00
4. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.354,00 2.223,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 16.695,98 52.803,23
6. Rechnungsabgrenzungsposten 3.795,60 2.819,67
424.399,92 561.189,36

PASSIVA

31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten täglich fällig 10,05 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden andere Verbindlichkeiten
täglich fällig 229.088,70 310.536,16
3. Sonstige Verbindlichkeiten 33.088,92 81.766,88
4. Passive latente Steuern 0,00 60.400,00
5. Rückstellungen
andere Rückstellungen 17.165,00 8.576,67
6. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 53.749,00 53.749,00
b) Kapitalrücklage 2.501.109,47 2.434.786,89
c) Bilanzverlust - 2.409.811,22 - 2.388.626,24
145.047,25 99.909,65
424.399,92 561.189,36

Gewinn- und Verlustrechnung

2014
EUR
2013
EUR
1. Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 63.179,59 1,78
2. Zinsaufwendungen 0,00 - 7.585,74
3. Provisionserträge 0,00 198.803,06
4. Sonstige betriebliche Erträge 196.516,77 333.018,46
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter - 69.951,16 - 159.782,77
ab)Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 6.564,86 - 20.760,11
darunter: für Altersversorgung EUR 0,00(Vorjahr: EUR 240,00)
b) andere Verwaltungsaufwendungen - 233.903,95 - 459.029,84
- 310.419,97 - 639.572,72
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen - 30.544,55 - 64.693,96
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 316,82 - 645,31
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit - 81.584,98 - 180.674,43
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 60.400,00 28.900,00
davon für latente Steuern EUR 60.400 (Vorjahr: EUR 28.900)
10. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag - 21.184,98 - 151.774,43
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr - 2.388.626,24 - 2.236.851,81
12. Bilanzverlust - 2.409.811,22 - 2.388.626,24

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 238 ff. i. V. m. §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen GmbH gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf. Als Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1a des Gesetzes über das Kreditwesen hat die Gesellschaft die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften in dem nach § 340a HGB bestimmten Umfang anzuwenden.

Die Bilanz wurde nach den Vorschriften des § 2 Abs. 1 RechKredV in Kontoform aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform i. S. d. Formblattes 3 der RechKredV gegliedert.

Die Wertansätze der Bilanz zum 31. Dezember 2013 wurden unverändert übernommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Entwicklungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 150,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben; ferner wird im Jahr des Zugangs der Abgang unterstellt. Wirtschaftsgüter zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 wurden in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten nach § 253 Abs. 1 HGB angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags nach § 253 Abs. 1 Satz 2, 2. HS HGB gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Positionen enthalten keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als drei Monaten und keine Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen.

Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Bilanzverlust

Im Bilanzverlust von TEUR 2.410 ist ein Verlustvortrag von TEUR 2.389 enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie die sonstige Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betreffen mit TEUR 221 andere Verbindlichkeiten i. S. d. § 21 Abs. 2 RechKredV aus den zugrundeliegenden Factoringverträgen. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren waren am Bilanzstichtag nicht gegeben.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Abschluss- und Prüfungskosten gebildet.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren aus vortragsfähigen körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen aufgrund selbst geschaffener Vermögensgegenstände saldiert. Der Aktivsaldo wurde nicht aktiviert.

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 32,28 % zugrunde gelegt.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB liegen nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (berechnet anhand der jeweiligen Kündigungsfrist) Stand 31.12.2014.

Art Zweck bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre gesamt
Mietvertrag Büroflächen 1.515,00 € 1.515,00 €
Mietvertrag Garagen 62,00 € 62,00 €
Hostingvertrag Server 9.192,00 € 9.192,00 €
Mietvertrag Server 1.041,23 € 1.041,23 €
Anstellungsverträge Arbeit 3.825,00 € 3.825,00 €
Versicherungsvertrag Versicherung 1.480,00 € 1.480,00 €
Dienstleistungsvertrag Dienstleistung 948,00 € 948,00 €
Summe 18.063,23 € 18.063,23 €

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zinserträge bestehen aus Erlösen aus Factoringverträgen, die mit TEUR 62 auf inländische Umsätze und mit TEUR 1 auf ausländische Umsätze entfallen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Beratungsleistungen i.H.v. TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Erträge aus der Weiterbelastung von sonstigen Kosten i.H.v. TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 0).

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmerzahl (§ 285 Nr. 7 HGB)

Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres im Durchschnitt zwei Arbeitnehmer (Angestellte) beschäftigt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und den verbleibenden Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Abschlussprüferhonorar (§ 285 Nr. 17 HGB)

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 6 (davon TEUR 6 für Abschlussprüfungsleistungen).

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch die Geschäftsführer

 

Herr Henning Fredersdorf, Bauingenieur

 

Herr Jürgen Lankat, Kaufmann (bis zum 31. März 2014)

 

Herr Stephan Musikant, Wirtschaftsingenieur (seit dem 28. Februar 2014)

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 38.

 

Hamburg, 31. März 2015

gez. Henning Fredersdorf

gez. Stephan Musikant

Anlagenspiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2014
EUR
Umgliederungen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
EDV-Software
selbst entwickelt 278.689,46 0,00 0,00 0,00 278.689,46
entgeltlich erworben 64.452,32 0,00 0,00 0,00 64.452,32
343.141,78 0,00 0,00 0,00 343.141,78
Geschäftsausstattung 10.745,80 0,00 1.386,55 1.193,00 10.939,35
353.887,58 0,00 1.386,55 1.193,00 354.081,13
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
01.01.2014
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31.12.2014
EUR
31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
EDV-Software
selbst entwickelt 91.431,46 28.886,00 0,00 120.317,46 278.689,46 187.258,00
entgeltlich erworben 62.985,32 596,00 0,00 63.581,32 64.452,32 1.467,00
154.416,78 29.482,00 0,00 183.898,78 343.141,78 188.725,00
Geschäftsausstattung 8.522,80 1.062,55 0,00 9.585,35 10.939,35 2.223,00
162.939,58 30.544,55 0,00 193.484,13 354.081,13 190.948,00

Lagebericht

A) Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die Yatego Financial Services GmbH mit Firmensitz in Hamburg bietet den Händlern (Verkäufern), welche an die Internethandelsplattformen http://www.gimahhot.de/, http://parfumdeal.de/ und http://www.yatego.com/ des Konzerns angebunden sind, eine Finanzierungsfunktion durch Abtretung ihrer Kaufbetragsforderungen im unechten Factoring und erhält dafür eine Factoring-Gebühr.

Das Jahr 2014 der Yatego Financial Services war nach dem Gesellschafterwechsel im Vorjahr weiterhin durch die strategischen Neuausrichtung geprägt. Die beiden Internethandelsplattformen http://www.gimahhot.de/ und http://parfumdeal.de/ wurden im vierten Quartal 2013 an die Schwestergesellschaft Yatego GmbH veräußert, um den Geschäftsbetrieb auf das unechte Factoring zu fokussieren. Das Geschäftsjahr 2014 ist somit das erste volle Geschäftsjahr nach der Neuausrichtung mit Fokussierung auf die Finanzierungsfunktion innerhalb des Konzerns durch unechtes Factoring.

B) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich insbesondere durch ein geringeres Factoring-Volumen von EUR 561.189,36 auf EUR 424.399,92 verringert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich reduziert, so dass das Anlagevermögen von EUR 190.948,00 auf EUR 160.597,00 sank. Außerordentliche Abschreibungen waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (Händlern) verringerten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von EUR 310.536,16 auf EUR 229.088,70. Diese Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Factoring-Geschäft und sind zum Bilanzstichtag höher als im Jahresdurchschnitt. Dieser Effekt ergibt sich aus dem saisonbedingt hohen Handelsumsatz der Factoring-Kunden zum Jahresende. Aufgrund der Veränderungen bei der Yatego Financial Services GmbH lagen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden deutlich unter dem Vorjahresniveau, werden jedoch laut Plan zum Jahresende 2015 wieder höher ausfallen.

2) Finanzlage

Die Yatego Financial Services GmbH weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von EUR 145.047,25 gegenüber EUR 99.909,65 Euro im Vorjahr aus.

Durch freiwillige Zahlungen des Gesellschafters wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 66.322,58 der Kapitalrücklage zugeführt.

3) Ertragslage

Das Kerngeschäft der Gesellschaft ist das unechte Factoring. Für diese Dienstleistung stellt die Gesellschaft den Händlern eine Gebühr in Rechnung.

Nach der strategischen Neuausrichtung betrugen die Zinserträge aus Factoringverträgen im Geschäftsjahr 2014 EUR 62.028,68 nach EUR 0,00 in 2013. Im Vorjahr erzielte die Gesellschaft Provisionserträge aus der Bereitstellung von Internethandelsplattformen i.H.v. EUR 198.803,06.

Neben den Zinserträgen ergaben sich sonstige betriebliche Erträge aus unter anderem Beratungsleistungen, der Weiterbelastung von sonstigen Kosten sowie Werbeeinnahmen in

Höhe von insgesamt EUR 196.516,77 gegenüber EUR 333.018,46 im Vorjahr.

Der Personalaufwand für durchschnittlich zwei Angestellte sank von EUR 180.542,88 in 2013 auf EUR 76.516,02 in 2014. Darin enthalten sind soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge in Höhe von EUR 6.564,86.

Die planmäßigen Abschreibungen reduzierten sich auf EUR 30.544,55 nach EUR 64.693,96 in 2013.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen gingen von EUR 459.029,84 auf EUR 233.903,95 in 2014 zurück.

Finanzinstrumente wurden nicht verwendet.

Es ergibt sich für 2014 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 21.184,98 nach einem Jahresfehlbetrag von EUR 151.774,43 im Vorjahr.

C) Risikobericht

1) Adressausfallrisiko

Die Yatego Financial Services GmbH (der Factor) erwirbt die Forderungen der angebundenen Händler (die Factoring-Kunden) gegen dessen Käufer (die Abnehmer, Debitoren).

Adressausfallrisiken in Form von Abnehmerrisiken und Kundenrisiken liegen nicht vor, da der Forderungsabtretung ein Vorkasse-Geschäft zugrunde liegt.

2) Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken liegen aufgrund der Vorkasse-Geschäfte praktisch nicht vor und werden durch regelmäßige Überwachung der Geschäftsführung kontrolliert.

3) Marktrisiko

Unter Marktrisiken werden Umsatzeinbußen subsumiert, die sich aus einer Verschlechterung der Wirtschaftslage und einer damit verbunden Konsumzurückhaltung der Endverbraucher ergeben würde.

Aufgrund der Tatsache, dass ein Großteil der laufenden Kosten der Unternehmung jedoch direkt vom Factoring-Volumen abhängig ist, ist das Marktrisiko als gering einzuschätzen. Zudem bietet die Gesellschaft das unechte Factoring mittlerweile Händlern auf drei verschiedenen Internethandelsplattformen an und ist bestrebt die Zahl der Händler (Factoring-Kunden) zu erhöhen, um ein bestehendes Marktrisiko zu minimieren.

D) Chancenbericht

Durch die Fokussierung auf das unechte Factoring und die Multiplikator-Strategie über die konzerneigenen Internethandelsplattformen besteht die Chance, das Factoring-Volumen deutlich zu steigern.

E) Forschung & Entwicklung

Die selbst geschaffenen, immateriellen Vermögensgegenstände betrugen am 31.12.2014 EUR 158.372,00 im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 187.258,00 zum 31.12.2013. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine neuen Vermögensgegenstände aktiviert.

F) Zweigniederlassungen

Es bestanden keine Zweigniederlassungen.

G) Nachtragsbericht

Herr Jürgen Lankat verließ planmäßig zum 31.03.2014 die Geschäftsführung. Eine nahtlose Weiterführung des Risiko-Controllings, der internen Revision sowie die Einhaltung des internen Kontrollsystems (IKS) und Compliance wurden durch den langjährigen Geschäftsführer Henning Fredersdorf sichergestellt. Herr Stephan Musikant trat im Februar 2014 in die Geschäftsführung ein.

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag bis zur Fertigstellung des Jahresabschlusses 2014 nicht ergeben.

H) Prognose für das nächste Jahr

Nach der erfolgreichen Umsetzung der strategischen Neuausrichtung und Fokussierung auf das unechte Factoring im Jahr 2014, wird die Gesellschaft im Jahr 2015 sukzessive weiteren Händlern, die über die konzerneigenen Internethandelsplattformen angebunden sind, das unechte Factoring anbieten und dadurch das Factoring-Volumen steigern. Die Geschäftsführung rechnet durch die zunehmende Zahl der Factoring-Kunden mit einer deutlichen Steigerung der Factoring-Gebühren um 15 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014.

I) Ereignisse nach dem Stichtag

Im Februar 2015 hat die BaFin die rechtliche Prüfung abgeschlossen und mitgeteilt, dass die Geschäftstätigkeiten der Yatego Financial Services GmbH den Tatbestand des Finanztransfergeschäftes gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 6 ZAG verwirklicht und dementsprechend einer Erlaubnis nach § 8 ZAG bedarf. Die Yatego Financial Services GmbH hat beschlossen diese Erlaubnis zu beantragen und hat von der BaFin zur Einreichung des Antrags eine Frist bis zum 15. Juni 2015 bekommen.

Der entsprechende Lizenzantrag wird derzeit vorbereitet. Die Geschäftsführung der Yatego Financial Services GmbH geht davon aus, die Anforderungen zu erfüllen und die erforderliche Genehmigung zu erhalten.

 

Hamburg, 31. März 2015

Yatego Financial Services GmbH

gez. Stephan Musikant

gez. Henning Fredersdorf

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Yatego Financial Services GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 31. März 2015

BEST AUDIT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Hamburg

Neele Wehmeyer, Wirtschaftsprüferin

Ulrich Britting, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 23. Mai 2015.

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