Automotive Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Melitta Stefani seit 12.9.2025 | Prokura |
Wolfgang Benda seit 12.9.2025 | Prokura |
Stephan Keller seit 12.9.2025 | Prokura |
Vedran Milinovic seit 18.2.2021 | Prokura |
Astrid Cornelia Konrad seit 18.2.2021 | Prokura |
Utz Dino Richard Konrad seit 30.6.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 34.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Konrad GmbHGeretsriedJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Konrad GmbH, GeretsriedI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell 2. Zweigniederlassungen 3. Ziele und Strategien II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Situation b) Branchenentwicklung Automotive c) Marktumfeld Autoteilehandel 2. Geschäftsverlauf 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Vermögenslage b) Finanzlage c) Ertragslage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht 2. Chancenbericht 3. Risikobericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Konrad GmbH ist ein Handelsunternehmen für PKW-Verschleißteile, Reifen, Autozubehör, Chemie, Schmierstoffe und Werkstattausstattung für private und gewerbliche Kunden. Das Unternehmen ist in Oberbayern tätig und betreibt Niederlassungen mit angegliederten Shops in München, Karlsfeld, Pfaffenhofen, Landsberg am Lech, Miesbach und Garmisch-Partenkirchen. Die Zentrale mit Lager und Verwaltung befindet sich in Geretsried und bündelt dort alle logistischen und einkaufsrelevanten Prozesse. Das Unternehmen ist Aktionär der SELECT AG, welche eine Einkaufskooperation für den Autoteilegroßhandel ist. Das Kerngeschäft sind Dienstleistungen zur Sortiments-, Einkaufs- und Vertriebsunterstützung für den Kfz-Teile-Großhandel und die angeschlossene, freie Werkstatt. Die SELECT AG ist einer der drei führenden Akteure im deutschen Independent After Market (IAM). Insgesamt zählen 14 Teilegroßhändler mit 105 Eigentümerstandorten als Aktionäre zur SELECT AG. Der Jahresumsatz beläuft sich auf 500 Mio. Euro. Über die Kooperation wird der gesamte Einkauf der Konrad GmbH bei den industriellen Lieferanten gesteuert und abgewickelt. Rund 2.100 Mitarbeiter sind deutschlandweit für die Aktionäre der Einkaufsgemeinschaft im Einsatz und betreuen mehr als 30.000 Kunden. 2. Zweigniederlassungen Die Niederlassungen führen ein ständig wachsendes, an den regionalen Kundenbedürfnissen orientiertes Sortiment. Das Artikelangebot umfasst rund 68.000 Referenzen. Im gesamten Vertriebsgebiet werden Kunden durch den eigenen Zustelldienst von allen 8 Standorten täglich mehrfach versorgt. Dieses Angebot wird für Privatkunden durch den Online-Shop des Sortiments und den Mietdachboxen digital ergänzt. Die Logistikzentren in Geretsried und Karlsfeld wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter optimiert und übernehmen den Großteil der Logistikaufgaben. 3. Ziele und Strategien Die Kunden sind freie und markenungebundene Betriebe, die Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie Unfallinstandsetzungen durchführen. Mittel- bis langfristig möchte man die herstellerunabhängigen Werkstätten mit einem Werkstattkonzept binden, welches durch maximale Flexibilität und Ausnutzung aller digitalen Möglichkeiten unterstützen kann. Nutzer wählen aus dem modularen System die passenden Bausteine aus und kombinieren sie flexibel. Die Hersteller und Politik werden den klassischen Verbrennungsmotor durch Elektromobilität ersetzen. Durch das vernetzte und autonome Fahren kommen zusätzliche Veränderungen, die den Independent After Market erst mit Verzögerung treffen, aber das Produktsortiment auf lange Sicht deutlich verändern wird. Das Unternehmen legt hohen Wert auf die kontinuierliche Weiterentwicklung und Schulung der bestehenden Mitarbeiter, um auf diese Veränderungen vorbereitet zu sein. Durch Verbesserung der Logistikprozesse, Sicherstellung der Lieferfähigkeit und hohen Servicelevel sollen die Kunden langfristig an das Unternehmen gebunden werden und so das operative Wachstum des Unternehmens sicherstellen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Gesamtwirtschaftliche Situation Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war im Jahr 2023 das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz einen Zuwachs von 0,3 Prozent. Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf im Zuge niedrigerer Inflationsraten, geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft allmählich erholt und wieder an Dynamik gewinnt. Die Inflationsrate lag im Gesamtjahr 2023 bei 5,9 Prozent und war somit niedriger als im Vorjahr, als diese noch mit 6,9 Prozent festgesetzt wurde. Die führenden Wirtschaftsinstitute erwarten für 2024 eine deutliche Reduzierung der Teuerungsrate auf nur noch 2,3 Prozent. Der Mangel an Fachkräften hat sich im vergangenen Jahr nicht entschärft. Ungeachtet der hohen Inflation und der wirtschaftlichen Schwächephase ist der Fachkräftemangel in Deutschland weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Viele offene Stellen konnten nicht besetzt werden, weil es keine Arbeitssuchenden mit der erforderlichen Qualifikation gab. Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, der Ifo-Geschäftsklimaindex, musste nach einem deutlichen Einbruch in 2022 von 97,2 auf 90,4 Punkten, nochmal einen Rückgang auf 88,9 hinnehmen. Zu Beginn des Jahres 2024 reduzierte sich dieser nochmal auf 87,0 Punkten und erreicht aktuell einen neuen Tiefstand seit 2009. b) Branchenentwicklung Automotive Die Nachfrage nach neuen Kraftfahrzeugen hat sich in Deutschland und Europa im Kalenderjahr 2023 deutlich verbessert. Während die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland um 7,3 Prozent auf 2.844.609 (Vorjahr: 2.651.357) gestiegen ist, konnten die Neuzulassungen in Europa sogar um 14,0 Prozent erhöht werden. Hierfür war die wieder verbesserte Lieferkettensituation und der Nachholbedarf nach der langanhaltenden Corona-Pandemie ausschlaggebend. Auf die stark exportorientierte deutsche Automobilindustrie wirkte sich diese Entwicklung entgegen der Vorjahre wieder positiv aus. Hierzu zählen die Kraftfahrzeughersteller, die Zulieferer von Kfz-Teilen und Zubehör sowie die Hersteller von Anhängern und Aufbauten. Der Schwerpunkt der deutschen Automobilindustrie liegt in der Herstellung von Personenkraftwagen. In Deutschland wurden im Jahr 2023 rund 4,1 Millionen Fahrzeuge produziert. Dies entspricht einer Steigerung von rund 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, allerdings immer noch deutlich weniger als zum Vorkrisenniveau. 60.680.636 Kraftfahrzeuge (Vorjahr: 60.133.124) waren am 1. Januar 2024 in Deutschland registriert und damit 0,9 Prozent (Vorjahr: 0,8 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Personenkraftwagen bildeten mit rund 49,1 Millionen (Vorjahr: 48,8 Millionen) nach wie vor den größten Anteil am Fahrzeugbestand. Das durchschnittliche Alter der Pkw betrug 10,3 Jahre (Vorjahr: 10,1 Jahre) und setzt den Trend älter werdender Fahrzeuge fort. Mit Abschluss des Jahres 2023 lag die Anzahl der Personenkraftwagen mit alternativen Antrieben um 4,8 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. 1.379.260 Neuwagen und damit 48,5 Prozent waren mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Bei den reinen Elektro Pkw (BEV = Battery Electric Vehicle) stiegen die Zulassungszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,4 Prozent. Mit 524.219 Neuzulassungen betrug ihr Anteil am Gesamtzulassungsvolumen des Berichtszeitraums 18,4 Prozent. Die Branche rechnet mit einem exponentiellen Zulassungswachstum an vollelektrischen Fahrzeugen in den kommenden Jahren. Voraussetzung hierfür ist, dass die Industrie die entsprechende Infrastruktur in Form von Ladesäulen und Stromversorgung bereitstellen kann. Im Fachhandel ist ein Trend zu erkennen, dass die konventionellen Autohäuser sich anderen Marken öffnen und auch Fremdfabrikate vertreiben und warten. Die Hersteller bereiten Ihre neuen Distributionswege entsprechend vor, dass der Autokäufer sein Fahrzeug online konfigurieren und die Bestellung in der Regel ohne den Handel auslösen kann. Gestützt wird dies auch durch die Einführung des "Agenturmodells". Dadurch kann Verkaufsfläche sowie Personal eingespart und somit Kosten reduziert werden. c) Marktumfeld Autoteilehandel Der freie KFZ-Service-Markt (Independent After Market = IAM) oder auch Sekundärmarkt, beschäftigt in Europa etwa 4,5 Millionen Personen in der Produktion und im Vertrieb von KFZ-Ersatzteilen sowie in der Wartung und Reparatur von Fahrzeugen. Er existiert neben dem Vertriebsweg der Fahrzeughersteller und der ihnen angeschlossenen autorisierten Händler und Werkstätten. Der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) erwartet, dass insbesondere durch die wachsende Zahl von Mehrfach-Autorisierungen die Trennung zwischen freier Werkstatt einerseits und markengebundener Werkstatt andererseits weiter abschmelzen wird und sich beide Werkstatt-Typen in der Wahrnehmung des Kunden annähern. Ebenso wie die Freien heute schon Mehrmarkenwerkstätten sind, entwickeln sich auch die autorisierten Partner in diese Richtung. Allein in Deutschland gibt es laut Gesamtverband Autoteile-Handel aktuell 36.600 Servicebetriebe, die 60 Millionen Kraftfahrzeuge regelmäßig warten und reparieren. Der freie Kfz-Teilehandel versorgt diese Betriebe mit Ersatz- und Verschleißteilen, Zubehör, Autochemie, Reifen und Werkzeugen. Das Gesamtvolumen bei Teilen und Lohn beträgt rund 39 Mrd. Euro. Angesichts des sich verschärfenden Verdrängungswettbewerbs, der wachsenden Anforderungen aufgrund der Digitalisierung und der immer schnelleren technologischen Entwicklung erhöht sich der Druck auf die Werkstätten und damit auch auf den freien Teilemarkt. Neufahrzeuge zeigen eine abnehmende Reparaturhäufigkeit auf. Jedoch steht dieser Entwicklung weiterhin ein älter, größer und komplexer werdender Fahrzeugbestand mit der Diversifikation an Verschleiß- und Wartungsarbeiten entgegen. Der freie Teilehandel hat es in den letzten Jahren geschafft, sich kontinuierlich am Markt zu behaupten und dem automobilherstellergebundenen Handel erhebliche Marktanteile weg zu nehmen. Bei den Themen Verbesserung in der Digitalisierung, Kommunikation mit dem Produkt, Kundenservice und Preis-Leistung war die freie Werkstatt für viele Kunden "die bessere Wahl". Das vergangene Kalenderjahr war ein Jahr der Herausforderungen und Chancen für den Freien KFZ-Teilehandel. Die anhaltende globale Unsicherheit, die durch geopolitische Spannungen, Nachwirkungen der Corona-Pandemie, gestiegene Energiekosten, Inflation und Lieferkettenprobleme verursacht wurde, beeinflussen weiterhin den KFZ-Markt. Die Freie KFZ-Branche verzeichnet durch den älter werdenden Fahrzeugbestand von 10,1 auf 10,3 Jahre weiterhin eine steigende Nachfrage an Ersatzteilen und Reparaturen. Die Werkstattauslastung ist mit 88 Prozent am höchsten Wert, der jemals ermittelt wurde, angekommen. 2. Geschäftsverlauf Die Anzahl der Kfz-Neuzulassungen ist noch weit vom Vor-Corona-Niveau entfernt. Das hat zur Folge, dass die Autos länger gefahren werden und anfälliger für Wartung und Reparaturen sind. Dadurch könne die unabhängigen Werkstätten weitere Marktanteile gewinnen. Das Unternehmen kann das aktuelle Marktumfeld positiv nutzen, um die Profitabilität zu stärken und den Expansionskurs fortzusetzen. Im ersten Halbjahr war der Transformationsprozess bei den Autohäusern und Vertragswerkstätten sehr deutlich zu sehen. Unternehmen aus dem ehemaligen Vertriebsnetz der Autohersteller sind nicht bereit, die Vorgaben zu akzeptieren oder nicht für die neuen Agenturmodelle vorgesehen. Sie öffnen sich anderen Automarken oder agieren als freie Werkstätten. Somit stehen sie dem Independent After Market zur Verfügung und bilden eine neue Kundengruppe. Die weiteren Gründe für das starke Umsatzwachstum sind auf neue Vertriebswege sowie durch die gesteigerten Vertriebsaktivitäten zurückzuführen. Die Konrad GmbH zählte im abgelaufenen Geschäftsjahr über 7.900 Kunden, davon waren rund 13 Prozent Neukunden. Der Servicelevel im Callcenter ist mit 90,5 Prozent auf einem sehr hohen Niveau, mittel- bis langfristig möchte man das gesteckte Ziel von 95 Prozent erreichen. Insgesamt stiegen die Onlineumsätze im Berichtszeitraum deutlich an, was sich auch am Anteil der Kunden, die den Autoteilepilot (ATP) nutzen, bemerkbar machte. Dieser stieg im Berichtszeitraum auf über 40 Prozent an. Der Autoteilepilot ist ein Webtool für freie Werkstätten, um die entsprechenden Kfz-Teile effektiver zu selektieren, die Logistikprozesse zu beschleunigen und somit Falschlieferungen zu reduzieren. Der Umsatzhauptanteil in Höhe von mehr als 80 Prozent wurde über das B2B-Geschäft generiert, während das Endverbrauchergeschäft an den Standorten mit 15 Prozent zunehmend an Bedeutung verliert. Die restlichen 5 Prozent endfallen auf Handelskunden, die eine neue Kundengruppe ausmachen. Im Mai 2023 wurde eine neue Filiale im Münchener Osten eröffnet, die eine bessere Lieferfähigkeit für Neu- und Bestandskunden gewährleisten soll. Zur Verbesserung der Lieferfähigkeit wurde das bestehende Sortiment um 8.000 Teile auf 68.000 Teile im Zentrallager in Geretsried erhöht und die logistischen Prozesse mit einem beleglosen Warenscanner-System optimiert. Kooperationen mit Select-Aktionären der angrenzenden Vertriebsgebiete konnten genutzt werden, um Kosteneinsparungen zu realisieren. Das Projekt "Null-CO 2 -Emission bis 2026" wurde gestartet und soll bis Laufzeitende vollständig umgesetzt werden. Der erste ESG entsprechende Nachhaltigkeitsbericht wird bis Ende 2024 veröffentlicht. Für die Unterstützung der KFZ-Betriebe wurde eine Beratungsgesellschaft gegründet, die die Betriebe in betriebswirtschaftlichen Belangen unterstützen und somit die Kundenbeziehung stärken soll. Zur Entlastung und langfristiger Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen wurde die vertragliche Arbeitszeit von 42,5 auf 40 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich reduziert. Die Möglichkeiten der Werkstattausrüstung sowie die Vorführwerkstatt in Karlsfeld soll die Kunden langfristig an das Unternehmen binden. Viele weitere Verbesserungen haben ebenfalls 2023 zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich um 20,4 Prozent auf TEUR 13.528 (Vorjahr: TEUR 11.233) erhöht. Hauptursache für die Bilanzverlängerung war die Erhöhung der Lagerbestände, um die Lieferfähigkeit dauerhaft zu gewährleisten. Auf der Passivseite sind die Steuerrückstellungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechend angestiegen. Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1.883 (Vorjahr: TEUR 1.632) entspricht 13,9 Prozent der Bilanzsumme und wird durch das Eigenkapital einschließlich des Genussrechtskapitals um das 4,0-fache überdeckt. Beim Anlagevermögen handelt es sich größtenteils um die Anschaffungskosten der ERP-Software Microsoft Navision, die aktivierten Kosten der Geschäftsumbauten und Betriebsausstattungen der Niederlassungen sowie Fuhrpark und Lagereinrichtungen für Geretsried und Karlsfeld. Für das Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in das Anlagevermögen von rund TEUR 1.500 geplant. Das Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 11.578 (Vorjahr: TEUR 9.554) entspricht 85,6 Prozent der Bilanzsumme und führte im Wesentlichen zur Erhöhung ebendieser im vergangenen Geschäftsjahr. Zum Bilanzstichtag lag der Warenbestand mit TEUR 8.726 um 28,0 Prozent über dem Vorjahreswert von TEUR 6.817. Das Vorratsvermögen wird zu 85,3 Prozent (Vorjahr: 86,4 Prozent) durch Eigenkapital einschließlich Genussrechtskapital gedeckt. Die Erhaltung und Optimierung der Lieferfähigkeit wird mittel- und langfristig ein primäres Ziel sein. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit TEUR 763 (Vorjahr: TEUR 784), trotz Umsatzwachstum, nahezu gleichgeblieben. Durch das optimierte Debitorenmanagement und den gezielten Einsatz der Zahlungsart "Bankeinzug" konnte eine Erhöhung des Bestands vermieden werden. Durch die Erhöhung der Bankverbindlichkeiten wurden die Guthaben bei Kreditinstituten vollständig aufgebraucht. Zum Bilanzstichtag wurde ein Saldo in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 486) ausgewiesen. b) Finanzlage Das Eigenkapital ist einschließlich des Genussrechtskapitals um 26,5 Prozent auf TEUR 7.447 (Vorjahr: TEUR 5.889) gestiegen. Im Geschäftsjahr konnte ein Jahresüberschuss von TEUR 1.542 (Vorjahr: TEUR 875) ausgewiesen werden, der das Eigenkapital positiv beeinflusste. Die Eigenkapitalquote beträgt im Berichtsjahr 55,0 Prozent (Vorjahr: 52,4 Prozent) bei einer um TEUR 2.296 gestiegenen Bilanzsumme. Trotz deutlicher Erhöhung der Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um TEUR 771 auf TEUR 2.995 stichtagsbezogen erhöht. Im Vorjahr wurden TEUR 2.224 ausgewiesen. Hintergrund dafür waren langfristige Finanzierungen von Warenbeständen, um das drohende Zinsänderungsrisiko abzuwenden, während die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten vollständig zurückgeführt wurden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr um TEUR 286 auf TEUR 1.418 (Vorjahr: TEUR 1.704) gefallen. Das Einkaufsvolumen wird über die Zentralregulierung der Select AG abgewickelt. Die für die jeweiligen Fälligkeiten notwendige Liquidität wird über kurzfristige Kreditlinien, die wechselnd in Anspruch genommen werden, sichergestellt. Das Unternehmen konnte seine Zahlungsverpflichtungen im Berichtsjahr jederzeit erfüllen. c) Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten im Berichtszeitraum von TEUR 23.632 im Vorjahr auf TEUR 27.625 gesteigert werden. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 16,9 Prozent. Die Gründe für diesen deutlichen Anstieg sind u.a. die Eröffnung der neuen Filiale in München, der Fokus auf die Werkstattausrüstung sowie die Gewinnung von Neukunden. Aufgrund der Umsatzsteigerung stieg der Materialaufwand (bereinigt um die Bestandsveränderungen) von TEUR 14.105 auf TEUR 15.894 nominell an. Dies entspricht einer Materialaufwandsquote von 57,5 Prozent (Vorjahr: 59,7 Prozent). Eine deutliche Veränderung hat es bei den Personalkosten gegeben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen diese von TEUR 5.095 im Vorjahr auf TEUR 5.703 an. Die Gründe hierfür liegen in der Anpassung der Gehaltsstruktur, um den Reallohnverlust auszugleichen sowie der Zahlung von Mitarbeiterprämien. Weiterhin wurden neue Mitarbeiter für den neuen Standort eingestellt. Die Raumkosten stiegen im Vorjahresvergleich von TEUR 937 auf TEUR 1.041. Dies ist auf die Neueröffnung der zweiten Filiale in München zurückzuführen und kann als moderat betrachtet werden. Die Logistikkosten sind weiterhin teuer und ließen die KFZ-Kosten insgesamt von TEUR 468 auf TEUR 554 ansteigen. Auffällig u.a. der Mehraufwand für die KFZ-Versicherung und die Reparaturen. Allerdings sind die Zusatzkosten für die zusätzlichen Touren der neuen Filiale in Relation zu setzen. Die Werbe- und Reisekosten blieben mit TEUR 386 (Vorjahr: TEUR 347) nahezu auf Vorjahresniveau. Ein großer Bestandteil machte der Verpflegungsmehraufwand für die Mitarbeiter und Kunden im Rahmen der Eröffnung von München-Moosfeld aus. Die Abschreibungen erhöhten sich im Berichtszeitraum von TEUR 483 auf TEUR 585. Ursache hierfür waren die Investitionen in die Erweiterung der Regalanlage, die Soft- und Hardware sowie in den Fuhrpark der Logistikflotte. Die sonstigen Kosten erhöhten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR 749 auf TEUR 990. Ursache hierfür waren die Rechts- und Beratungskosten der Neueröffnung München-Moosfeld, die Übernahme der Helmut Gerle und Günther Gebler GbR, die Neustrukturierung der internen Aufbau- und Ablauforganisation, der Start des CO 2 -Neutralitätsprojekts sowie für den Rechtsbeistand im Rahmen der generellen Umstellung der Arbeitsverträge von 42,5 auf 40 Wochenstunden. Beim Zinsaufwand sind neben der erhöhten Inanspruchnahme der Kontokorrentkreditlinien die Aktivbankgebühren der Select AG von monatlich TEUR 8 neu zu berücksichtigen und erhöht diesen somit auf TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 66). Die Gegenposition wird als Bonuszahlung im Rahmen des Materialaufwands verbucht. Die Körperschafts- und Gewerbesteuer sind stichtagsbezogen aufgrund der verbesserten Gewinnsituation von TEUR 403 auf TEUR 690 angestiegen. Im Berichtszeitraum konnten die Umsatzziele übertroffen und die Kostenbudgets eingehalten werden. Zum Bilanzstichtag wird ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 1.542 (Vorjahr: TEUR 875) ausgewiesen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung des Genussrechtskapitals ist von 52,4 Prozent auf 55,0 Prozent gestiegen. Im Lagebericht 2022 wurde eine Eigenkapitalquote von 54 Prozent prognostiziert. Die eigene Vorgabe aus dem vergangenen Jahr konnte somit erfüllt werden. Durch Verbesserung der Logistikprozesse und Kontrolle der Beschaffungspreise konnte die Materialaufwandsquote von 59,7 Prozent auf 57,5 Prozent gesenkt werden. Für das abgelaufene Geschäftsjahr war eine Prognose von 61 Prozent kommuniziert worden. Dieses Ziel wurde erreicht. Die Umsatzrentabilität gibt das prozentuale Verhältnis des Jahresergebnisses zum erzielten Umsatz an. Diese konnte aufgrund der besseren Ergebnissituation von 3,7 Prozent auf 5,6 Prozent gesteigert werden. Die Zielvorgabe von 3,5 und 4,5 Prozent aus dem Vorjahr wurde erreicht. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Für 2024 plant die Geschäftsleitung eine Umsatzsteigerung auf TEUR 31.500 (2023: TEUR 27.625). Der Trend wird sich voraussichtlich auch in 2024 fortsetzen, bevor Normalität bei der Liefersituation von Neufahrzeugen eintreten wird. Zum 01.04.2024 wurde die Firma ATC Kaufbeuren GbR im Rahmen eines Asset-Deals übernommen. Diese Transaktion wird das Vertriebsgebiet in Richtung Allgäu und Schwaben deutlich erweitern und somit das nötige Wachstum für die geplanten Umsatzziele bringen. Für das Geschäftsjahr 2024 wird aufgrund der Umsatz- und Ertragserwartungen eine Umsatzrentabilität (nach Steuern) zwischen 4,0 und 5,0 Prozent (2023: 5,6 Prozent) erwartet. Die Eigenkapitalquote wird langfristig über 50 Prozent und für 2024 bei 56 Prozent (2023: 55,0 Prozent) gesehen. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 kalkuliert die Geschäftsleitung mit einer Materialeinsatzquote in Höhe von 60 Prozent (2023: 57,5 Prozent). Trotz Umsatzwachstum ist mit gleichbleibenden oder reduzierten Margen zu rechnen. Dies ist den neuen Vertriebswegen sowie der Gewinnung von Neukunden geschuldet. Die Logistikprozesse an den Standorten Geretsried und Karlsfeld sollen weiter optimiert werden, um den geänderten Anforderungen an die Lieferfähigkeit gerecht zu werden. Aus- und Fortbildungen werden wichtige Eckpunkte für die Qualifikation der Mitarbeiter sein. Aufgrund der steigenden technischen Anforderungen in der Branche ist eine Lernbereitschaft der Belegschaft unabdingbar. Das neue Schulungszentrum in Karlsfeld soll einen wichtigen Beitrag hierzu liefern. Das Unternehmen bietet sieben verschiedene Ausbildungsberufe an und verfügt aktuell über 16 Auszubildende, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das Thema Elektromobilität ist auch in den kommenden Jahren zu beachten, allerdings ist der Anteil am Gesamtbestand der Fahrzeuge in Deutschland noch immer sehr gering. Der Kenntnisstand über Elektromobilität hat sich aber deutlich erhöht. Durch Schulungen und Ausbau der Diagnosetechnik bietet das Unternehmen den Werkstätten die notwendigen Tools und Hilfsmittel an, den Service und die Reparaturen an diesen Fahrzeugen durchführen zu können. Für die kommenden Jahre ist mit den gegebenen Kapazitäten ein organisches Wachstum auf Vorjahresniveau zu erwarten. 2. Chancenbericht Die Chancen sind hinsichtlich ihrer Bedeutung, welche auf Basis von Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt wird, in absteigender Reihenfolge aufgeführt. Die Optimierung der beiden Logistikzentren in Geretsried und Karlsfeld, die Professionalisierung der Belegschaft durch permanente Schulungen wie das "Führungskräftecoaching", die digitalen Innovationen der Select AG wie "Select Connect" sowie die Optimierung des ERP-Systems schaffen die Basis für ein regionales Unternehmen wie die Konrad GmbH im europäischen KFZ-Teilemarkt. Das Unternehmen ist Aktionär der SELECT AG, welche durch permanente Optimierungen und Innovationen in den Bereichen IT, Produkt- und Datenmanagement, sowie Digitalisierung eine stabile und strategische Basis für ein nachhaltiges Wachstum und Risikobegrenzung schafft. Das Personalmanagement schafft durch Bildungspartnerschaften mit den Schulen vor Ort und den Ausbildern an jedem Standort die Basis für eine zukunftsfähige und moderne Belegschaft, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das neu gegründete Schulungszentrum in Karlsfeld wird ebenfalls einen wichtigen Beitrag hierzu liefern. Technologische Entwicklungen werden in der Zukunft das Produktsortiment verändern. Die Elektromobilität gewinnt an Bedeutung. Sie ist jedoch politisch gewollt und verändert die gesamte Automobilindustrie nachhaltig. Die angestrebte Flexibilität im Produktmanagement und Logistikbereich soll einen Wettbewerbsvorteil bringen und die Marktposition stärken. Mit der "vjumi"-App möchte man den Endverbraucher langfristig an die unabhängigen Werkstätten binden und den Service verbessern. Diese versorgt den Autofahrer mit den wichtigsten Informationen zu seinem Fahrzeug. Das reicht von Benachrichtigungen über eventuelle Störungen am Fahrzeug über die Rechnungshistorie bis hin zur Möglichkeit, mit der Werkstatt einen Termin zu vereinbaren. Der durchschnittliche Fahrzeugbestand blieb auch im Berichtszeitraum annähernd konstant, das Alter der Fahrzeuge hingegen steigt kontinuierlich an. Die daraus folgende Reparaturanfälligkeit ist eine Chance für den freien Ersatzteilmarkt im Vergleich zur Automobilindustrie. Chinesische Autohersteller, welche den Eintritt in den europäischen und insbesondere in den deutschen Automobilmarkt vorbereiten, bieten für den Independent After Market eine Chance, da bestehende Ersatzteil- und Vertriebsstrukturen aktuell noch nicht vorhanden sind. Im Geschäftsjahr 2023 hat das Unternehmen das Projekt "Null-CO 2 -Emission bis 2030" gestartet. Die Entwicklung einer ESG basierenden Nachhaltigkeitsstrategie soll Vorreiter für die CO 2 -neutrale Mobilität sein. Investitionen in Photovoltaikanlagen auf den firmeneigenen Gebäuden sowie die sukzessive Umstellung des Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge waren die ersten Schritte 2023 in eine CO 2 -Neutralität. Der Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit soll einen Wettbewerbsvorteil bei der Kundenbindung sowie eine generelle Kostenreduktion und Senkung der Logistikkosten bringen. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation und den bereits getroffenen Maßnahmen und Investitionen in die Zukunft des Unternehmens, ist die Geschäftsleitung davon überzeugt, die Chancen, die der Independent After Market bietet, entsprechend nutzen zu können. 3. Risikobericht Die Risiken sind hinsichtlich ihrer Bedeutung, welche auf Basis von Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt wird, in absteigender Reihenfolge aufgeführt. Auf der Beschaffungsseite sieht das Unternehmen grundsätzlich geringe Preissteigerungstendenzen, die durch das Wachstum des Einkaufsvolumens sowie durch Prozessverbesserungen kompensiert werden können. Das Thema Personalkosten und Mitarbeitergewinnung werden das Unternehmen und die gesamte Automobilbranche weiterhin vor Herausforderungen stellen. Durch die Optimierung und Veränderung der Organisationsstruktur sowie Ablaufprozesse kann die Produktivität der Betriebsabläufe sichergestellt werden. Raum- und im speziellen Energiekosten bilden einen großen Kostenblock in der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens. Ein feingliedriges Kostencontrolling kann künftige Kostensteigerungstendenzen frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten. Es bestehen rechtliche Risiken für den Independent After Market durch wettbewerbsverzerrende Maßnahmen der Automobilhersteller. Diese wurden in der Vergangenheit und werden auch in der Zukunft durch erfolgreiche Klagen auf europäischer und nationaler Ebene durch die jeweiligen Branchenorganisationen unterbunden. Neufahrzeuge zeigen eine abnehmende Reparaturhäufigkeit auf. Jedoch steht dieser Entwicklung weiterhin ein älter, größer und komplexer werdender Fahrzeugbestand mit der Diversifikation an Verschleiß- und Wartungsarbeiten entgegen. Die anhaltende Konsolidierung des markengebundenen Händlernetzes führt weiterhin zu einer Nachfrageverschiebung zu den freien Servicebetrieben. Diese anhaltende Entwicklung ist am Markt bekannt und beinhaltet keine relevanten Risiken für den Aftermarkt. Ein digitales, zeitnahes Forderungsmanagement ist ein fester Bestandteil des Finanzmanagements und wirkt drohenden Zahlungsausfällen entgegen. Somit können Zahlungsverzögerungen frühzeitig erkannt und drohende Wertberichtigungen vermieden werden. Die Liquiditätsentwicklung ist durch Planungsinstrumente jederzeit transparent und wird in Verbindung mit dem "Cash Management" gesteuert. Veränderungen in der Entwicklung führen frühzeitig zu Anpassungen. Das Unternehmen verfügt über eine sehr breite, lokale Basis an Kunden ohne "Klumpenrisiko". Mit den zentral entwickelten Vertriebsinnovationen und Verbesserungen durch die Gemeinschaft SELECT AG, sowie mit der effektiven Umsetzung durch das Berichtsunternehmen in den lokalen Märkten werden Marktabhängigkeiten reduziert. Für erkennbare Risiken innerhalb des Unternehmens, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnten, wurden im Berichtsjahr Gegenmaßnahmen und/oder bei entsprechender Eintrittswahrscheinlichkeit bilanzielle Vorsorge getroffen. Nach eingehender Analyse der gesamten Risikosituation sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.
Geretsried, 08.07.2024 Dino Konrad Bilanz zum 31. Dezember 2023Konrad GmbH, GeretsriedAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Konrad GmbH, GeretsriedAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Konrad GmbH hat ihren Sitz in Geretsried und ist eingetragen in das Handelsregister B des Amtsgerichts München (Reg. Nr. HRB 153009). Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff. HGB) sowie unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 1 und 2 HGB aufgeführten Größenkriterien als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. Die Erleichterungsmöglichkeit des § 276 HGB wird durch die Gesellschaft in Anspruch genommen. Von den Erleichterungsvorschriften des § 288 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt gemäß §§ 266, 275 HGB und § 42 GmbHG. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die Immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Bei unterjährigen Zugängen wurde die Abschreibung pro rata temporis vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Bei unterjährigen Zugängen wurde die Abschreibung pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 250 wurden nach § 6 Abs. 2 EStG im Anschaffungsjahr in voller Höhe als Betriebsausgabe (Sofortaufwand) erfasst und wurden nicht in das Anlageverzeichnis aufgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten in Höhe von € 250,00 bis zu € 1.000,00 sind in einem Sammelposten erfasst und werden über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Eine zeitverschobene Inventur gemäß § 241 Abs. 3 HGB wurde von der Gesellschaft durchgeführt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert vermindert um etwaige Wertberichtigungen wegen Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Auf den Nettoforderungsbestand bei Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % nach Berücksichtigung von eventuell erforderlichen Einzelwertberichtigungen gebildet. Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital entspricht Satzung und Handelsregistereintrag. Die Behandlung der Genussrechte als Eigenkapital entspricht den Kriterien in den Verlautbarungen des IDW. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (§ 253 Abs. 1 HGB). Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des in der Bilanz ausgewiesenen Anlagevermögens ist aus dem separaten Anlagespiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB ersichtlich. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist im Jahr 2004 entstanden. Im Firmenwert wurde das Aufgeld aktiviert, welches die Konrad GmbH beim Erwerb der Anlagengüter, der Kundenkartei und weiterer Vermögensgegenstände von einem Unternehmen innerhalb der Konrad-Gruppe über die Buchwerte hinaus bezahlt hat. Die Nutzungsdauer des Firmenwerts wurde mit 15 Jahren angenommen. Die seinerzeit erworbenen materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände bilden unverändert die Basis des operativen Geschäfts der Konrad GmbH. Der Geschäfts- bzw. Firmenwert wird weiterhin mit einem Erinnerungswert bilanziert. Die Vorräte betragen zum Abschlussstichtag TEUR 8.726. (Vorjahr: TEUR 6.817) und beinhalten ausschließlich Handelswaren. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten. Es wurden Forderungsverluste in Höhe von TEUR 54 gebucht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen insgesamt TEUR 355 (Vorjahr TEUR: 193). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten u.a. Forderungen aus Bonuszahlungen. Des Weiteren sind Forderungen gegen Geschäftsführer aus gewährten Vorschüssen in Höhe von TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 64) enthalten, diese wurden mit 1,5% p.a. verzinst und haben eine Laufzeit größer 1 Jahr. Weitere Forderungen bestehen noch gegenüber Personal mit einer Laufzeit größer 1 Jahr in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 27) aus Lohnvorschüssen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen vorausbezahlte EDV-Dienstleistungen. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten als wesentliche Posten Beträge für noch nicht genommenen Urlaub, die Aufwendungen für die Abfindung eines Mitarbeiters, Jahresabschlussprüfung sowie Beratungsleistungen. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
Angaben über Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zeigt folgender Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023:
Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den bestehenden Mietverträgen für die Verkaufsstandorte sowie aus verschiedenen Leasingverträgen über die Gesamtlaufzeit der Verträge in Höhe von TEUR 2.877 (davon TEUR 943 gegenüber Gesellschafter). Mit der UniCredit Bank AG, München, besteht eine Avalkreditvereinbarung, die zum Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 63 in Anspruch genommen wird. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres entfallen nahezu vollständig auf das Inland. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige Pflichtangaben Namen der Geschäftsführer Geschäftsführer während des Geschäftsjahres 2023 war Herr Dino Konrad, er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsleitungsorgane wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden ohne Geschäftsführer 149 (Vorjahr: 141) Mitarbeiter beschäftigt. Davon 89 Vollzeitmitarbeiter, 46 Aushilfen und Teilzeitkräfte und 15 Auszubildende. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2023 schließt die Gesellschaft mit einem Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 1.542 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Geretsried, den 08.07.2024 Dino Konrad
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Konrad GmbH, Geretsried Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Konrad GmbH, Geretsried, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Konrad GmbH, Geretsried, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 17. Juli 2024 TAP
Dr. Schlumberger Krämer und Partner mbB
Krämer, Wirtschaftsprüfer |
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