Nova Measuring Instruments GmbH

Moritzburger Weg 67, 01109 Dresden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 32966
Eingetragen
15.1.2014
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und VorrichtungenHerstellung von nicht elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und Vorrichtungen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Software, Analyseverfahren, Instrumenten für die Prozesskontrolle und Messinstrumenten sowie Erbringung von Dienstleistungen, einschließlich Wartung und technischem Service, für solche Produkte und ähnliche Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Manja Malzkorn
seit 22.4.2025
Prokura
Guy Kizner
seit 11.12.2024
Geschäftsführer
Jan Martin Körte
seit 11.12.2024
Prokura
Thomas Dr. Schütt
seit 14.7.2023
Geschäftsführer
Hendrik Björn Haller
seit 14.7.2023
Prokura
Gabriel Waisman
seit 27.10.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Nova Ltd.ISR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Nova Ltd.
Israel
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nova Measuring Instruments GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 150.135,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 61.620.618,60 0,00
61.770.753,60 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.017.274,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.117.348,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 827.016,33 5.448,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.620.185,21 0,00
12.581.823,54 5.448,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 82.115.167,03
0,00 82.115.167,03
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.720.108,04 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse 4.711.457,00 0,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.830.287,00 0,00
20.261.852,04 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.609.201,57 917.281,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 750.543,54 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 673.455,79 116.601,06
22.033.200,90 1.033.882,15
III. Flüssige Mittel 3.192.608,82 152.461,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 120.999,69 6.172,81
119.961.238,59 83.313.131,77

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 29.139.918,79 29.139.918,79
III. Verlustvortrag (i.V. Gewinnvortrag) -2.668.000,54 320.813,23
IV. Jahresfehlbetrag -3.413.762,26 -2.988.813,77
23.083.155,99 26.496.918,25
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 340.587,40 8.381,37
2. Sonstige Rückstellungen 3.296.765,13 298.610,81
3.637.352,53 306.992,18
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 591.000,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.505.215,79 139.442,73
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 80.217.563,97 56.284.331,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 836.842,66 85.447,61
83.150.622,42 56.509.221,34
D. Passive latente Steuern 10.090.107,65 0,00
119.961.238,59 83.313.131,77

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 52.231.767,30 4.539.934,00
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 893.562,84 0,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 92.557,46 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 852.572,77 111.584,81
54.070.460,37 4.651.518,81
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -16.161.084,15 -1.589.841,75
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.723.943,60 -19.459,27
-17.885.027,75 -1.609.301,02
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.814.665,95 -1.564.603,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.361.280,83 -238.400,99
-13.175.946,78 -1.803.004,16
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.582.672,99 -2.909,03
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.908.126,57 -1.973.357,55
-1.481.313,72 -737.052,95
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.057,81 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.916.580,45 -2.265.036,84
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.087.830,84 13.716,02
-1.827.691,80 -2.251.320,82
12. Ergebnis nach Steuern -3.309.005,52 -2.988.373,77
13. Sonstige Steuern -104.756,74 -440,00
14. Jahresfehlbetrag -3.413.762,26 -2.988.813,77

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Vorbemerkungen

Die Nova Measuring Instruments GmbH mit Sitz in Dresden ist beim Amtsgericht Dresden unter HRB 32966 eingetragen.

Mit schuldrechtlicher Wirkung vom 1. Januar 2023 hat das Tochterunternehmen ancosys GmbH, Pliezhausen, auf die Muttergesellschaft Nova Measuring Instruments GmbH, Dresden, sein Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme gemäß §§ 2, Nr. 1, 46 ff. UmwG übertragen. Der Verschmelzung wurde die Bilanz des Jahresabschlusses der übertragenden Rechtsträgerin zum 31. Dezember 2022 als Schlussbilanz zugrunde gelegt.

Die Vergleichbarkeit der Zahlen der Bilanz zum 31. Dezember 2023 mit denen der Bilanz zum 31. Dezember 2022 sowie der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2023 und 2022 ist nur eingeschränkt gegeben. Die komprimierten Zahlen der ehemaligen ancosys GmbH stellen sich im Geschäftsjahr 2022 bzw. zum 31. Dezember 2022 und im Vergleich zur Nova Measuring Instruments GmbH im Geschäftsjahr 2023 bzw. zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:

Nova 31.12.2023 ancosys 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 61.771 51,5 246 0,6 61.525
Sachanlagevermögen 12.582 10,5 7.136 18,4 5.446
Anlagevermögen 74.353 62,0 7.382 19,1 66.971
Vorräte 20.262 16,9 11.908 30,7 8.354
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.609 17,2 14.681 37,9 5.928
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 751 0,6 595 1,5 156
Übrige Aktiva 794 0,7 597 1,5 197
Flüssige Mittel 3.192 2,7 3.575 9,2 -383
Umlaufvermögen 45.608 38,0 31.356 80,9 14.252
119.961 100,0 38.738 100,0 81.223
Passiva
Eigenkapital 23.083 19,2 24.315 62,8 -1.232
Rückstellungen 3.637 3,0 7.457 0,2 -3.820
Erhaltene Anzahlungen 591 0,5 0 0,0 591
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.505 1,3 2.449 6,3 -944
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 80.218 66,9 4.000 10,3 76.218
Übrige Passiva 837 0,7 348 2,4 489
Latente Steuern 10.090 8,4 169 0,4 9.921
Fremdkapital 96.878 80,8 14.423 37,2 82.455
119.961 100,0 38.738 100,0 81.223
Nova 2023 ancosys 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 52.232 98,1 47.204 99,8 5.028
Bestandsveränderung 894 1,7 93 0,2 801
Aktivierte Eigenleistungen 92 0,2 0 0,0 92
Gesamtleistung 53.218 100,0 47.297 100,0 5.921
Materialaufwand -17.885 -33,6 -17.862 -37,8 -23
Rohertrag 35.333 66,4 29.435 62,2 5.898
Personalaufwand -13.176 -24,8 -12.645 -26,7 -531
Abschreibungen -8.583 -16,1 -912 -1,9 -7.671
Übriger Betriebsaufwand -16.013 -30,1 -13.566 -28,7 -2.447
./. Übrige Betriebserträge 853 1,6 4.954 10,5 -4.101
Betriebliche Aufwendungen -36.919 -69,4 -22.169 -46,9 -14.750
Betriebsergebnis (EBIT) -1.586 -3,0 7.266 15,4 -8.852
Finanzergebnis -2.916 -5,5 8 0,0 -2.924
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -4.502 -8,5 7.274 15,4 -11.776
Ertragsteuern 1.088 2,0 -1.114 -2,4 2.202
Jahresergebnis -3.414 -6,4 6.160 13,0 -9.574

Durch die Verschmelzung der ancosys GmbH auf die Nova Measuring Instruments GmbH ergibt sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag. Dieser wird in den immateriellen Vermögensgegenständen der Nova Measuring Instruments GmbH ausgewiesen. Hierfür wurde eine Abschreibungsdauer von ca. 9 Jahre geschätzt. Die Abschreibungen hierfür betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 7.719.

Die Finanzierungen der Gesellschaft waren und sind in der Nova Measuring Instruments GmbH bilanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden verzinst. Hierdurch sind im Geschäftsjahr 2023 Zinsaufwendungen von ca. EUR 2,9 Mio. angefallen.

B. Rechnungslegungsgrundsätze

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften des HGB sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis 20 Jahren vorgenommen.

Aus der Verschmelzung der ancosys GmbH auf die Nova GmbH ergibt sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 57.800. Für den aktivischen Unterschiedsbetrag zuzüglich passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 11.540 wurde eine Allokation vorgenommen. Die Aufteilung erfolgte in drei verschiedene Komponenten. Die Abschreibung erfolgt je nach Komponente zwischen 8 und 12 Jahre. Die durchschnittliche Abschreibung beträgt ca. 9 Jahre, was einer jährlichen Abschreibung in Höhe von TEUR 7.719 entspricht.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben (in Vorjahren zum Teil degressiv). Von der Möglichkeit des Übergangs von der degressiven Methode auf die lineare Methode wird Gebrauch gemacht, sofern dies zu einer höheren Abschreibung führt. Dabei werden die technischen Anlagen und Maschinen über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 3 und 14 Jahren und die anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 4 und 15 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter werden bis zu einem Betrag von EUR 800,00 netto im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind im Vorjahr zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten. Sofern zum Stichtag ein niedrigerer Zeitwert zu berücksichtigen ist, kommt dieser zur Anwendung. Zur Berücksichtigung unzureichender Gängigkeit bzw. fehlender Verwertbarkeit zum Bilanzstichtag werden Abschläge vorgenommen, deren Höhe sich nach den Bewegungen der letzten drei Jahre richtet.

In die unfertigen Erzeugnisse werden die Materialaufwendungen sowie die Fertigungskosten einbezogen. Diese setzen sich zusammen aus Materialeinzel- und -gemeinkosten sowie Fertigungseinzel- und -gemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gegebenenfalls mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens mit ihrem Umrechnungskurs eingebucht. Posten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Bewertung unter Beachtung des Imparitätsprinzips.

D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 751) haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr (i. V. TEUR 47). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 34 (i. V. TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sämtliche andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 751 (i. V. TEUR 47).

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält die Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Latente Steuern

Entwicklung der latenten Steuersalden:

Aktiv Passiv
EUR EUR
Stand 1.1.2023 0,00 0,00
Veränderung 2023 0,00 10.090.107,65
Stand 31.12.2023 0,00 10.090.107,65

Auf den aktivischen Unterschiedsbetrag aus dem Verschmelzungsvorgang der ancosys GmbH auf die Nova Measuring Instruments GmbH, der im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Kundenbeziehungen (TEUR 3.524) und der erworbenen Technologie (TEUR 31.454) steht, wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 11.540 gebildet. Der Ertragssteuersatz (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) wurde mit 29,04 % kalkuliert. Die Auflösung der passiven latenten Steuern (TEUR 1.382 im Geschäftsjahr 2023) erfolgt entsprechend der Abschreibung des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstands. Auf die verbleibende Residualgröße aus der Allokation des Unterschiedsbetrags (TEUR 29.603) wurden (entsprechend IDW Rechnungslegungsstandard HFA 42, Tz. 59) keine passiven latenten Steuern gebildet. Die übrigen aktiven und passiven latenten Steuern betreffen Unterschiede zwischen Steuer- und Handelsbilanz bei Hard- und Software, im Bereich der Rückstellungen und aktive latente Steuern auf Verlustvorträge. Es erfolgte eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalkosten (TEUR 1.188), Provisionsansprüche (TEUR 552) sowie für Garantieleistungen (TEUR 653) gebildet.

6. Verbindlichkeiten

Nach Fälligkeiten gliedern sich die Verbindlichkeiten wie folgt:

davon Restlaufzeit
gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Erhaltene Anzahlungen 591.000,00 591.000,00 0,00 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.505.215,79 1.505.215,79 0,00 0,00
Vorjahr 139.442,73 139.442,73 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 80.217.563,97 5.212.487,97 58.005.076,00 17.000.000,00
Vorjahr 56.284.331,00 2.284.331,00 40.500.000,00 13.500.000,00
davon gegenüber Gesellschaftern 79.109.708,27 4.104.632,27 58.005.076,00 17.000.000,00
Vorjahr 56.284.331,00 2.284.331,00 40.500.000,00 13.500.000,00
Sonstige Verbindlichkeiten 836.842,66 836.842,66 0,00 0,00
Vorjahr 85.447,61 85.447,61 0,00 0,00
davon aus Steuern 26.578,60 26.578,60 0,00 0,00
Vorjahr 57.728,73 57.728,73 0,00 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 42.642,12 42.642,12 0,00 0,00
Vorjahr 27.718,88 27.718,88 0,00 0,00
davon übrige sonstige Verbindlichkeiten 767.621,94 767.621,94 0,00 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
gesamt 83.150.622,42 8.145.546,42 58.005.076,00 17.000.000,00
Vorjahr 56.509.221,34 2.509.221,34 40.500.000,00 13.500.000,00

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Kundenanzahlungen in Höhe von TEUR 600.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Jahr 2023 teilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

2023
TEUR
Inland 6.530
EU 2.384
Ausland (Drittland) 43.318
52.232

Die Gesellschaft erzielt Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Software, von Analyseverfahren und Instrumenten für die Kontrolle von chemischen Produktionsprozessen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von EUR 330.212,51 (i. V. EUR 111.584,81) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 251.878,61 sowie Erträge aus Einzelwertberichtigung in Höhe von EUR 123.848,00. Es handelt sich dabei um periodenfremde Erträge.

3. Personalaufwendungen

Im Posten Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 55.840,03 (i. V. EUR 6.341,26) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kosten für IC-Services in Höhe von EUR 9.124.741,01 (i. V. EUR 0,00), und Kursverluste in Höhe von EUR 499.296,33 (i. V. EUR 1.422.164,31) enthalten.

5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit EUR 1.057,81 (i. V. EUR 0,00) verbundene Unternehmen.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 2.916.580,45 (i.V. EUR 2.265.036,84) betreffen verbundene Unternehmen. Es handelt sich dabei um die Gesellschafterin.

7. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Ertrag aus der Auflösung der passiven latenten Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2023 EUR 1.097.922,28 (i.V. EUR 0,00).

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 487:

2024 2025-2029 ab 2030
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
EUR EUR EUR EUR
Mietverträge 292.451,76 37.500,00 0,00 329.951,76
PKW-Leasing 51.454,56 65.968,89 0,00 117.423,45
JobRad 19.716,54 19.789,24 0,00 39.505,78
Übrige 0,00 0,00 0,00 0,00
363.622,86 123.258,13 0,00 486.880,99

2. Arbeitnehmer

Die Nova Measuring Instruments GmbH hat im Jahr 2023 im Durchschnitt 170 Mitarbeiter beschäftigt.

3. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

Eitan Oppenhaim, Ramat Hasharon/Israel (bis 26. Mai 2023)

Dror David, Rishol Le zion/Israel

Gabriel Waisman, Hakibuz St. Ramat-Sharon/Israel

Dr. Thomas Schütt, Burghausen (seit 26. Mai 2023)

Auf die Angabe der Bezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung beträgt EUR 70.000,00. Weitere Leistungen des Abschlussprüfers ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 nicht.

5. Konzernabschluss

Die Nova Ltd., Rehovot/Israel, stellt den Konzernabschluss für kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss kann über die Website des Unternehmens abgerufen werden.

Website: https://www.novami.com/investors/filings/

 

Dresden, den 3. Juli 2024

Nova Measuring Instruments GmbH, Dresden

Gabriel Waisman, Geschäftsführer

Dror David, Geschäftsführer

Dr. Thomas Schütt, Geschäftsführer

Angabe gemäß § 328 HGB:

Der Jahresabschluss der Nova Measuring Instruments GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr 2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27. November 2024 gebilligt worden.

Entwicklung des Anlagevermögens der Nova Measuring Instruments GmbH, Dresden, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Verschmelzung Abgänge Verschmelzung
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 539.677,38 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 69.339.446,56 0,00
0,00 69.879.123,94 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.017.274,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.570.701,18 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.978,39 2.363.604,86 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.178.281,54 0,00
16.978,39 10.129.861,58 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 82.115.167,03 0,00 -82.115.167,03
82.132.145,42 80.008.985,52 -82.115.167,03
Anschaffungs-/Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Übrig Zugänge Übrige Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 21.198,29 0,00 0,00 560.875,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 69.339.446,56
21.198,29 0,00 0,00 69.900.322,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 1.017.274,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 274.042,68 -179.978,42 268.987,63 2.933.753,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 336.495,92 -14.602,99 0,00 2.702.476,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.710.891,30 0,00 -268.987,63 9.620.185,21
6.321.429,90 -194.581,41 0,00 16.273.688,46
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.342.628,19 -194.581,41 0,00 86.174.010,69
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Verschmelzung Übrig Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 294.232,38 116.508,29 0,00 410.740,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 7.718.827,96 0,00 7.718.827,96
0,00 294.232,38 7.835.336,25 0,00 8.129.568,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.477.908,18 404.489,34 -65.992,45 1.816.405,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.530,39 1.527.145,25 342.847,40 -6.063,19 1.875.459,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
11.530,39 3.005.053,43 747.336,74 -72.055,64 3.691.864,92
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
11.530,39 3.299.285,81 8.582.672,99 -72.055,64 11.821.433,55
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 150.135,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 61.620.618,60 0,00
61.770.753,60 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.017.274,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.117.348,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 827.016,33 5.448,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.620.185,21 0,00
12.581.823,54 5.448,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 82.115.167,03
74.352.577,14 82.120.615,03

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Nova Measuring Instruments GmbH ist spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Software, Analyseverfahren und Instrumenten für die Kontrolle von chemischen Produktionsprozessen.

Geschäftsverlauf

Am 26. Mai 2023 wurde die Nova Measuring Instruments GmbH, Dresden (HRB 32966) mit der ancosys GmbH, Pliezhausen (HRB 382195) im Zuge eines Upstream Mergers verschmolzen.

Um im Wesentlichen die wirtschaftliche Vergleichbarkeit gegenüber dem Vorjahr herzustellen, wurden im Lagebericht die Werte der ancosys GmbH zum 31. Dezember 2022 herangezogen. Auf eine Konsolidierung beider Gesellschaften auf diesen Stichtag wurde verzichtet.

Umsatz und Auftragsentwicklung

Trotz eines stagnierenden Halbleitermarkts im Jahr 2023 konnte die Nova Measuring Instruments GmbH einen positiven Auftragseingang und ein positives Umsatzergebnis verzeichnen. Insbesondere das vierte Quartal war geprägt von einer sehr guten Auslieferungssituation sowie einer hohen Nachfrage nach unseren Produkten.

Der Umsatz konnte gegenüber dem bereits starken Vorjahr erhöht werden. In unseren Hauptmärkten in Korea, Taiwan und China war die Nachfrage nach unseren Produkten und Lösungen weiterhin hoch, so dass Produktionskapazitäten vollständig ausgelastet waren.

Nova Measuring Instruments GmbH verzeichnete im Jahr 2023 eine Umsatzsteigerung im Vergleich zu 2022 um 10,7%. Aufgrund der sehr guten Nachfrage aus der Halbleiterindustrie wird auch für 2024 ein weiteres, gutes Wachstum erwartet.

Die Geschäftsaussichten für die nächsten Jahren sind sehr positiv. Es wird erwartet, dass die Investitionen in der Halbleiterindustrie bis 2030 deutlich zunimmt. Die Halbleiter spielen eine immer wichtigere Rolle in unserem täglichen Leben, von den Informationen und der Unterhaltung, die wir auf alltäglichen Geräten wie Smartphones und PCs konsumieren, bis hin zu den fortschrittlichen Servern, die neue Anwendungen wie künstliche Intelligenz (Kl), einschließlich generativer Kl, ermöglichen. Der Halbleiteranteil in Endgeräten wird zusammen mit der zunehmenden Komplexität der Gerätearchitekturen und den größeren Chip-Größen, die für eine höhere Leistung und Zuverlässigkeit erforderlich sind, zunehmen. Diese Entwicklung wird unser Geschäft mit chemischen Analysen und der Überwachung der Halbleiterproduktion deutlich unterstützen.

Produktion

Die gute Auftragslage im Jahr 2023 hat auch zu einer sehr guten Auslastung der Gesamtproduktion geführt. Das Volumen ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die Verteilung zwischen den beiden Hauptproduktlinien war sehr stark unterschiedlich, was zu personellen Über- und Unterkapazitäten führte. Der Ausgleich wurde geschaffen durch gezielte Umverteilung des Personals, entsprechende Ihrer Qualifikation und der benötigten Position. Die Materialversorgung war, bedingt durch einen hohen Lagerstand, gut. Dieser Lagerbestand ist im Laufe des Geschäftsjahres 2023 allerdings wieder auf ein Normalmaß reduziert worden, da sich die Beschaffungsmarktsituation entspannt hat.

Neben der Materialversorgung hat sich auch die Verlässlichkeit von Terminzusagen verbessert. Die Krankheitsrate ist nach wie vor hoch. Nennenswerte Störungen oder Unfälle hat es nicht gegeben.

Die Produktion hat begonnen sich auf den Umzug nach Bad Urach vorzubereiten und ein entsprechendes Produktionskonzept erarbeitet, nach welchem sie dort arbeiten werden. Dieses Konzept hat eine stärkere Kundenauftragsorientierung zur Grundlage und soll gleichzeitig eine hohe Kompatibilität für Erweiterungen und Wachstum bieten. Der Umzugstermin ist für Dezember 2024 angesetzt.

Der Produktionsneubau in Bad Urach liegt gut im Zeitplan. Mitte des Jahres 2023 wurde Richtfest gefeiert. Ende des Jahres 2023 war das Gebäude rundum geschlossen (Glasfassaden waren angebracht).

Personal

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren 170 Mitarbeiter beschäftigt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Zum Stichtag setzte sich das Vermögen aus Anlagevermögen in Höhe von TEUR 74.353 (62,0 %) (i. V. TEUR 7.382 (19,1 %)) und Umlaufvermögen einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 45.609 (38,0 %) (i.V. TEUR 31.296 ( 80,8 %)) zusammen. Der Anstieg des Anlagevermögens resultiert hauptsächlich durch den im Zuge des Mergers zwischen der Nova Measuring Instruments GmbH und der ancosys GmbH entstandene Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 61.621. Des Weiteren hat sich das Sachanlagevermögen aufgrund der Bautätigkeiten des neuen Produktions- und Verwaltungsstandorts in Bad Urach um TEUR 5.442 erhöht.

Aufgrund der Bilanzverlängerung im Zuge des Mergers hat sich die Eigenkapitalquote von 62,8 % auf 19,2 % verringert; das Eigenkapital beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 23.083 nach TEUR 24.315 im Vorjahr.

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 119.961. Sie lag damit um TEUR 81.224 über dem Wert zum Vorjahresende. Dies ist vor allem auf die im Zuge des Mergers übernommenen Darlehen gegenüber der Nova Ltd. In Höhe von TEUR 75.005 sowie der Erhöhung der passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 9.921 zurückzuführen.

Wesentliche Posten im Umlaufvermögen sind die Vorräte mit TEUR 20.262 (16,9 %) (i. V. TEUR 11.908 (30,7 %)), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 20.609 (17,2 %) (i. V. TEUR 14.681 (37,9 %)), Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 750 (0,6 %) (i. V. TEUR 595 (1,5 %)) und flüssige Mittel in Höhe von TEUR 3.193 (2,7 %) (i. V.TEUR 3.575 ( 9,2 %)).

Wir haben den Lagerbestand bei kritischen Komponenten in den Jahren 2021 und 2022 bereits erhöht und 2023 weiter ausgebaut, um Risiken in den Lieferketten zu reduzieren.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 5.693. Im Jahr 2023 wurden insgesamt TEUR 6.343 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert, während sich die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 8.583 beliefen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände erhöhten sich um TEUR 6.272.

Durch eine konsequente Finanzplanung war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keiner Zeit die Inanspruchnahme von Kontokorrentdarlehen erforderlich. Des Weiteren bestanden keine Darlehen bei Kreditinstituten.

Die Zahlungsbereitschaft war im gesamten Jahr 2023 zu jeder Zeit gewährleistet. Rechnungen wurden nach Möglichkeit unter Ausnutzung von Skonto bezahlt.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR 3.414 gegenüber einem Jahresüberschuss von TEUR 6.160 im Vorjahr. Dies resultiert im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich aus den aufgrund des Mergers bedingten Abschreibungen des Geschäfts- und Firmenwerts in Höhe von TEUR 7.719 sowie der durch die Übernahme entstehenden Zinsaufwands für ein Intercompany Darlehen in Höhe von TEUR 2.917. Die Personalkosten sind um TEUR 531 gestiegen.

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 23 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.355 erhöht.

Somit reduzierte sich das Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9.574.

Forschung und Entwicklung

Ein wesentlicher Bestandteil des wirtschaftlichen Erfolges ist die laufende, technische Weiterentwicklung unserer Anlagen sowie die Entwicklung von neuen innovativen Technologien. Die Weiterentwicklungen und Innovationen werden nun direkt aus der neuen Marketingabteilung insbesondere dem strategischen Marketing getrieben und koordiniert, um sowohl die zukünftigen Märkte als auch Anforderungen und Problemstellungen unserer Kunden bedienen zu können. Auch fließen neue Ideen direkt aus unserer Entwicklung, welche sich breites aus mehreren Unterschiedlichen Fachbereichen bzw. Abteilungen zusammensetzt, parallel dazu in Absprache mit dem Marketing ein.

Die zweite noch leistungsfähigere und deutlich kompaktere Produktserie für die Damascene Prozesse hat sich sehr gut in den Märkten etabliert und erfreut sich steigender Nachfrage. Damit sind wir in der Lage unsere Marktanteile auch in diesem Segment weiter ausbauen zu können.

Des Weiteren haben wir das bereits etablierte Produkt DMR (Direct Metal Replenishment) um den DMR+ erweitert, um nun in diese Produktreihe auch für andere Metallpulver, welche teilweise mit einem erhöhten Bedarf an Nachdosierung einhergehen, eine sehr attraktive Lösung anbieten zu können.

Um konkurrenzfähig zu bleiben, werden wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiterhin am neuen Standort Bad Urach ausbauen und uns weiterhin auf die Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Produkte sowie auf die Entwicklung neuer Techniken konzentrieren.

Um unser Produktportfolio in der Prozesskontrolle in der Halbleiterindustrie zu erweitern, werden wir auch im Jahr 2024 den Fokus auf die Entwicklung neuer Technologien für Anwendungen außerhalb dem Produktbereich WLP (Wafer-level packaging) legen.

Die zunehmenden Herausforderungen und damit einhergehenden komplexen Aufgabenstellung in den Lieferketten im Jahr 2022 und auch im Jahr 2023 wurden durch verschiedene Maßnahmen unteranderem bei den wichtigsten Produkten bzw. den wesentlichen Komponenten eine dual oder triple source Strategie zu fahren, weitgehend gelöst.

Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Aussichten in der globalen Halbleiterindustrie sehen gut aus. Während im letzten Jahr noch in vielen Branchen und Bereichen ein Chipmangel herrschte, ist ein kräftiger Aufschwung im Halbleitersektor im Kommen. Unsere Geschäftsaussichten für die nächsten Jahren sind sehr positiv. Es wird erwartet, dass die Investitionen in der Halbleiterindustrie bis 2030 deutlich zunimmt. Die Halbleiter spielen eine immer wichtigere Rolle in unserem täglichen Leben, von den Informationen und der Unterhaltung, die wir auf alltäglichen Geräten wie Smartphones und PCs konsumieren, bis hin zu den fortschrittlichen Servern, die neue Anwendungen wie künstliche Intelligenz (KI), einschließlich generativer KI, ermöglichen. Der Halbleiteranteil in Endgeräten wird zusammen mit der zunehmenden Komplexität der Gerätearchitekturen und den größeren Chip- Größen, die für eine höhere Leistung und Zuverlässigkeit erforderlich sind, zunehmen. Diese Entwicklung wird unser Geschäft mit chemischen Analysen und der Überwachung der Halbleiterproduktion deutlich unterstützen.

Regierungen auf der ganzen Welt haben und werden ihre Investitionen in die Halbleiterherstellung deutlich erhöhen, um die Produktion in ihren jeweiligen Ländern zu fördern. Ein wichtiger Punkt ist z.B. das CHIPS-Gesetz in den USA, das darauf abzielt, die Chipherstellung in die USA zurückzuverlagern, um amerikanische Unternehmen bei Problemen mit der Lieferkette zu unterstützen. Ein ähnliches Förderprogramm wurde auch in der EU aufgelegt. Der Aufbau von neuen großen Halbleiterfabriken wird massiv mit öffentlichen Geldern subventioniert. Dies Investitionen werden unser weiteres Wachstum fördern.

Staatlichen Interventionen nehmen jedoch zu, was ein Risiko für unser Geschäft bedeutet. Insbesondere die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China haben Auswirkungen auf die Halbleiterindustrie. Auch die zunehmende Konfrontation zwischen China und Taiwan ist mit Sorge zu beobachten. Ein Einmarsch von China in Taiwan würde schwerwiegende Folgen für unser Geschäft und die ganze Industrie haben. 75 Prozent der ausgelagerten Halbleiterproduktion kommen aus China und Taiwan (TSMC aus Taiwan ist weltgrößter Chipfertiger).

Die weltweite Verknappung von Rohstoffen und Bauteilen hat sich entspannt. Das Preisniveau ist auch etwas nach unten gegangen, allerdings nicht sehr stark. Das Level besteht weiterhin hoch. Die Bestandsbildung des vorherigen Jahres ist einer Reduzierung gewichen. Bestände wurden langsam und kontrolliert abgebaut. Dieser Trend wird sich auch im Jahr 2024 fortsetzen. Eine genauere und zuverlässigere Planung, gepaart mit einer einfacheren Struktur wird helfen hier weiter gebundenes Kapital wieder freizusetzen.

Finanzwirtschaftliche Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Wir gehen davon aus, auch weiterhin den Anforderungen des Marktes gewachsen zu sein und sehen zum jetzigen Zeitpunkt für das Jahr 2024 keine bestandsgefährdenden Risiken.

Prognosebericht

Laut Gartner werden die Umsätze in der Halbleiterindustrie im Jahr 2024 voraussichtlich um 18% wachsen, verglichen mit einem Rückgang von 11% im Jahr 2023. Darüber hinaus prognostiziert Gartner, dass die Wafer-Fab-Ausrüstung (WFE) im Jahr 2024 um jeweils 2 % zurückgehen werden, nach einem Rückgang von 8 % bei WFE im Jahr 2023. (Gartner Forecast Semiconductor Wafer Fab Equipment, Worldwide, Q423 Update, veröffentlicht im Dezember 2023).

Unter Betrachtung der Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten des Jahres 2024 und der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung gehen wir davon aus, dass wir in der Lage sein werden, uns besser als der Markt zu entwickeln und keinen Rückgang gegenüber dem Vorjahresumsatz hinnehmen zu müssen.

Weiterhin besteht eine hohe Unsicherheit in der Lieferkette. Sollte diese tiefgreifend gestört werden, kann das unsere Lieferfähigkeit stark einschränken und die angestrebten Umsatzziele könnten nicht erreicht werden. Im Bereich Einkauf und Logistik haben wir uns daher personell verstärkt.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir gemäß unserem Budget mit Umsatzerlösen über dem Vorjahresniveau (>EUR 52 Mio.). Mit diesem Umsatz werden wir weiterhin ein EBITDA >10% (definiert als Jahresergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibung) erzielen.

Die Vorjahresprognosen hinsichtlich des Umsatzes und der EBIT-Quote sind in vollem Umfang im Geschäftsjahr 2023 eingetroffen.

 

Dresden, den 3. Juli 2024

Nova Measuring Instruments GmbH, Dresden

Gabriel Waisman, Geschäftsführer

Dror David, Geschäftsführer

Dr. Thomas Schütt, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Nova Measuring Instruments GmbH, Dresden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nova Measuring Instruments GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nova Measuring Instruments GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Erstprüfung

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Nova Measuring Instruments GmbH, Dresden, für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr, die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023 sind, wurden nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Reutlingen, 17. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Cornelius Pietrzik, Wirtschaftsprüfer

Matthias Reiber, Wirtschaftsprüfer

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