Liveo Research SFS Holding GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
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Liveo Research GmbH (vormals: Bilcare Research GmbH)Staufen im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2019 bis zum 31.12.2019Im Hinblick auf die Anforderungen von § 322 Abs. 7 HGB tritt die elektronische Fassung nicht an die Stelle, sondern neben die Papierfassung im Sinne einer elektronischen Kopie. Considering the requirements of Sec. 322 (7) HGB, the electronic version does not replace the hardcopy but is prepared in addition to it and is an electronic copy thereof. Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Bilcare Research GmbH (seit dem 5. Februar 2020 Liveo Research GmbH) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bilcare Research GmbH, Staufen i. Br. - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bilcare Research GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg i. Br., 26. Juni 2020 Ernst
& Young GmbH
Dr. Wetzel, Wirtschaftsprüfer Barner, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31.12.2019Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpf Geschäftsjahr vom 01.04.2019 - 31.12.2019
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April bis 31. Dezember 2019I. Vorbemerkung Die Bilcare Research GmbH (seit dem 5. Februar 2020 Liveo Research GmbH) mit Sitz in Staufen i. Br. ist beim Amtsgericht Freiburg im Breisgau unter der HRB 310019 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. II. Allgemeine Hinweise Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. August 2011 wurde beschlossen, dem zur Sicherung der Kredite der Bilcare Research AG (seit dem 23. Januar 2020 Liveo Research AG), Basel, Schweiz, geschlossenen Security Trust Agreement beizutreten. Im Rahmen dieses Agreements wurden das Anlage- und das Umlaufvermögen der Bilcare Research GmbH als Sicherheit an die kreditgebenden Banken der Bilcare Research AG verpfändet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden durch die kreditgebenden Banken mit Wirkung vom 17. Oktober 2012 aus der Verpfändung freigegeben. Mit Wirkung zum 8. November 2019 wurde die Bilcare Research Gruppe, Basel, Schweiz an den Investor Lindsay Goldberg, New York, USA, veräußert. Zu diesem Zeitpunkt wurde die bisherige Finanzierung abgelöst und die Aktiva entsprechend freigegeben. Für die neue Konzernfinanzierung wurden Teile der Aktiva an die neuen kreditgebenden Banken verpfändet. Diese Verpfändung fand mit Wirkung zum 6. Februar 2020 statt. Mit verbundenen Unternehmen sind solche gemeint, die Teil der Lindsay Goldberg Gruppe sind. Der vorliegende Jahresabschluss der Bilcare Research GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke im Anhang gemacht. Mit Beschluss vom 15. November 2019 und Eintragung in das Handelsregister am 26. November 2019 wurde das Geschäftsjahr in das Kalenderjahr geändert und ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April bis 31. Dezember 2019 gebildet. Insofern sind die Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres nur bedingt mit dem Vorjahresabschluss vergleichbar. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear, Technische Anlagen und Maschinen, die vor dem 1. Januar 2008 angeschafft wurden, werden degressiv abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Gebäude liegt bei 20 bis 40 Jahren, die der technischen Anlagen und Maschinen zwischen 5 und 15 Jahren. Bei der EDV-Ausrüstung sowie der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung wird eine Nutzungsdauer von 3 bis 12 Jahren zugrunde gelegt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 wird das Sammelpostenverfahren angewandt. Zugänge mit einem Netto-Einzelwert bis zu € 250,00 werden als Aufwand erfasst. Der jährliche Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20% p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert und Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Vorräte Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder gemäß dem strengen Niederstwertprinzip mit den am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen liegen der Ermittlung der Anschaffungskosten im Allgemeinen gleitende Durchschnittspreise zugrunde. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich des fertigungsbezogenen Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, das heißt, es wurde eine Wertberichtigung für die Bestände gebildet, bei denen die Bewertung zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten die zu erwartenden Verkaufserlöse übersteigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungen Mit dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für zukünftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB), Dieser Zinssatz beträgt 2,71% (Vj: 3,07%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden anstatt jährlicher Lohn- und Gehaltssteigerungen unter Verwendung der Löhne und Gehälter aus dem Jahr 2010 ein Anwartschaftstrend von 2,00% und Rentensteigerungen von 6,0% alle drei Jahre zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von 1,17% p.a. unterstellt. Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken und sind in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung von Kosten- und Preissteigerungen notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Vermögensgegenstände (Rückdeckungsversicherungsansprüche), die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fällig werdenden Verpflichtungen dienen, die gegenüber Arbeitnehmern eingegangen wurden, mit diesen Schulden verrechnet. Insofern erfolgt hier kein Ausweis von als Sicherheit verpfändeten Vermögensgegenständen. Die Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis der Depotauszüge der Lebensarbeitszeitkonten mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Aufgrund der körperschaftsteuerlichen Organschaft mit der Bilcare Germany Management GmbH (seit dem 31. Januar 2020 Liveo Germany Management GmbH) (Organträger) wurde für die Bilcare Research GmbH keine Berechnung der latenten Steuern vorgenommen, sondern diese bei der Bilcare Germany Management GmbH berücksichtigt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzips bewertet. Bei einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden gem. § 256a HGB auch nicht realisierte Kursgewinne vereinnahmt. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Unsere Gesellschaft beteiligte sich in 1997 zu 51,0% am Grundkapital der Caprihans India Limited, Mumbai, Indien, (im Folgenden kurz: "Caprihans"). Das Eigenkapital betrug zum 31. März 2019 T€ 16.901. Im Geschäftsjahr 2018/2019 ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 412. Die Umrechnung erfolgte zum Mittelkurs am 31. März 2019. Der Buchwert der Beteiligung an der Caprihans betrug zum Vorjahresstichtag T€ 5.400. Mit Wirkung zum 8. November 2019 wurde die Beteiligung an die Bilcare Mauritius Limited, Mauritius, zum Buchwert des Vorjahres veräußert. Des Weiteren ist die Gesellschaft als Kommanditistin mit 94,0% an der BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co 881 KG, Pullach, beteiligt. Zum 31. Dezember 2019 weist die BIL einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 3 und ein Eigenkapital in Höhe von T€ 40 aus. Zudem ist die Gesellschaft jeweils zu 100,0% an der Bilcare Research PPI Holding GmbH (seit dem 31. Januar 2020 Liveo Research PPI Holding GmbH), Bötzingen, sowie der Bilcare Research SFS Holding GmbH (seit dem 5. Februar 2020 Liveo Research SFS Holding GmbH), Staufen i. Br., beteiligt. Die Gesellschaften weisen zum 31. Dezember 2019 jeweils ein Eigenkapital von T€ 22 aus. Die Bilcare Research PPI Holding GmbH, Bötzingen, weist einen Jahresfehlbetrag von T€ 0,5, die Bilcare Research SFS Holding GmbH, Staufen i. Br., von T€ 0,8 aus. Eine weitere Beteiligung besteht an der Bilcare Research PPI GmbH & Co. KG (seit dem 10. Februar 2020 Liveo Research PPI GmbH & Co. KG), Bötzingen, an der die Gesellschaft zu 99,998% als Komplementärin beteiligt ist. Zum 30. Juni 2019 weist die PPI KG ein Eigenkapital von T€ 6.991 und einen Jahresüberschuss von T€ 852 aus. Außerdem besteht eine Beteiligung als Komplementärin an der Bilcare Research SFS GmbH & Co. KG (seit dem 10. Februar 2020 Liveo Research SFS GmbH & Co. KG), Staufen i. Br., zu 99,998%. Zum 30. Juni 2019 weist die SFS KG ein Eigenkapital von T€ 16.064 und einen Jahresüberschuss von T€ 713 aus. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen Die Ausleihungen enthalten solche an Gesellschafter in Höhe von T€ 14.000 (Vj: T€ 14.000) und sind langfristig. Vorräte Die Beschaffung der Rohstoffe erfolgt durch die Bilcare Research AG (seit dem 23. Januar 2020 Liveo Research AG), Basel/Schweiz. Monatlich werden die verbrauchten Mengen an unsere Gesellschaft belastet. Als Sekundär-Rohstoff hat die Bilcare Research GmbH lediglich wiederverwendbare Abfälle im eigenen Vorratsvermögen. Die unfertigen Erzeugnisse beinhalten Folien, die sich zum Abschlussstichtag noch im Fertigungsprozess befanden. Forderungen Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter (verbundene Unternehmen) in Höhe von T€ 1.689 (Vj: T€ 1.840) resultieren aus der umsatzsteuerlichen Organschaft und wären vorbehaltlich des gesonderten Ausweises unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aufgrund laufender Kontokorrentkonten in Höhe von T€ 3.541 (Vj: T€ 1.815), aus Weiterbelastungen von Kosten in Höhe von T€ 2.555 (Vj: T€ 8.807), aus Lieferanten- Boni in Höhe von T€ 1.625 (Vj: T€ 558), aus Lieferungen und Serviceleistungen in Höhe von T€ 990 (Vj: T€ 1.052), aus Zinsforderungen aufgrund eines Darlehens in Höhe von T€ 350 (Vj: T€ 587) sowie aus Mieten in Höhe von T€ 316 (Vj: T€ 315). Gezeichnetes Kapital Gesellschafter zum Bilanzstichtag sind die Bilcare Germany Management GmbH, Staufen i. Br., (94,9%) und die Films Germany Holding GmbH (seit dem 31. Januar 2020 Liveo Germany Holding GmbH), Staufen i. Br. (5,1%). Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage resultiert in Höhe von T€ 6.135 aus dem Verzicht eines früheren Gesellschafters auf ein Darlehen im Geschäftsjahr 1982, in Höhe von T€ 9.306 aus einem Agio aus der Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 1988 und in Höhe von T€ 767 aus der Verschmelzung zum 1. Januar 2004 mit der EVC Packaging Film GmbH. Durch die Einlage am 1. September 2010 von der ehemaligen Bilcare Germany GmbH & Co. KG, die die Bilanzwerte aus dem Asset Deal mit der INEOS Films Ltd. übertragen hat, wurde die Kapitalrücklage um weitere T€ 30.000 erhöht. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen betragen unverändert T€ 96 und resultieren aus der Auflösung der Jubiläumsrückstellung zum 1. Januar 2010 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB. Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (2,71%) und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,97%) beträgt T€ 1.308 (Vj: T€ 1.391), für den eine grundsätzliche Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB besteht. Diese kommt aufgrund ausreichend frei verfügbarer Rücklagen nicht zum Tragen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Umsatzbonus, Personalaufwendungen, Frachten, Restrukturierungsmaßnahmen und Vertreterprovisionen. Die größten Posten beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Umsatzbonus T€ 2.572 (Vj: T€ 1.620), Frachten und Lagerkosten T€ 1.137 (Vj: T€ 842), Provisionszahlungen T€ 531 (Vj: T€ 502), Restrukturierungsmaßnahmen T€ 512 (Vj: T€ 610), Mitarbeiterboni T€ 363 (Vj: T€ 385), Urlaub und Gleitzeitguthaben T€ 195 (Vj: T€ 312), Jubiläum T€ 233 (Vj: T€ 131), Rechts- und Beratungskosten T€ 182 (Vj: T€ 215), den Demografiefond T€ 36 (Vj: T€ 40) und für Reklamationsrückstellungen T€ 34 (Vj: T€ 179). Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände bemisst sich mit dem Rücknahmepreis der Fondsanlagen zum Bilanzstichtag. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben, bis auf die langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Mietkauf in Höhe von T€ 1.263 (Vj: T€ 1.113), eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Bilcare Germany Management GmbH (verbundenes Unternehmen) in Höhe von T€ 8.652 (Vj: T€ 12.132) beinhalten im Wesentlichen die Gewinnabführung aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von T€ 8.540 (Vj: T€ 12.031) und die Weiterbelastung der Dienstleistung "Werkschutz" in Höhe von T€ 112 (Vj: T€ 101). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus dem Rohstoffeinkauf in Höhe von T€ 19.372 (Vj: T€ 23.249), aus der Weiterbelastung von Kosten T€ 13.537 (Vj: T€ 18.385) sowie aus erhaltenen Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 270 (Vj: T€ 1.573). Der Posten sonstige Verbindlichkeiten beinhaltet Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 597 (Vj: T€ 975), aus kreditorischen Debitoren T€ 186 (Vj: T€ 233) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 1 (Vj: T€ 27). V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 542 (Vj: T€ 850) enthalten. Diese betreffen in voller Höhe Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (Vj: T€ 692). Des Weiteren sind Erträge aus der Währungsumrechnung i.S.d. § 277 Abs. 5 HGB von T€ 198 (Vj: T€ 331) enthalten. Personalaufwand Der Posten Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 142 (Vj: T€ 154). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Forderungsausfällen in Höhe von T€ 99 (Vj: T€ 103) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.S.d. § 277 Abs. 5 HGB in Höhe von T€ 219 (Vj: T€ 234). Erträge aus Beteiligungen Bei den Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von T€ 64 (Vj: T€ 119) handelt es sich um Erträge aus verbundenen Unternehmen. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens In dieser Position sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2.499 (Vj: T€ 3.338) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält einen Betrag in Höhe von T€ 807 (Vj: T€ 1.064) für die Aufzinsung von Rückstellungen i.S.d. § 277 Abs. 5 HGB. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen den Gewinnanteil des Minderheitsgesellschafters. VI. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zur Beschaffung liquider Mittel werden Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft; zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert in Höhe von T€ 24.716 (Vj: T€ 28.192) verkauft, wovon T€ 20.113 (Vj: T€ 26.236) noch nicht fällig waren. Der Vorteil liegt in einer verbesserten Liquiditätsplanung; ein höheres Risiko ergibt sich daraus nicht. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich neben einem Bestellobligo um Dauerschuldverhältnisse aus Miet- und Leasingverträgen, die zum Abschlussstichtag bestanden haben.
Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit diverse Miet- und Leasingverträge abgeschlossen, um die Liquiditätsabflüsse über den jeweiligen Vertragszeitraum verteilen zu können. Durch die abgeschlossenen Verträge erfolgt keine Ausweitung der Fremdfinanzierung und kein Liquiditätsentzug zum Investitionszeitpunkt, allerdings erfolgt der Liquiditätsabfluss kontinuierlich über die Laufzeit der Verträge. Demgegenüber stehen Planungssicherheit und ein aktueller technischer Stand. Von den Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen T€ 915 (davon T€ 379 das nächste Geschäftsjahr und T€ 537 Folgejahre betreffend) gegenüber dem verbundenen Unternehmen BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co 881 KG, Pullach, und betreffen die Produktionshalle in Bötzingen. Der Mietvertrag läuft bis zum 30. Juni 2022. Die übrigen Miet- und Leasingverträge haben eine Restlaufzeit von einem bis zu vier Jahren. Das Bestellobligo umfasst fest abgeschlossene Bestellungen für Investitionen in das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2019 in Höhe von T€ 47 (Vj: T€ 71). Weitere außerbilanzielle Geschäfte sowie weitere sonstige finanzielle Verbindlichkeiten lagen am Abschlussstichtag nicht vor. Haftungsverhältnisse Die Anteile an der Bilcare Research GmbH, Staufen, dienen als Sicherheit an die kreditgebenden Banken der Bilcare Research AG, Basel, Schweiz. Die Liquidität der Bilcare-Gruppe ist derzeit nicht gefährdet; insofern sehen wir das Risiko einer Inanspruchnahme als gering an. Daneben bestehen - mit Ausnahme der vorstehend beschriebenen Sachverhalte - keine weiteren Haftungsverhältnisse. VII. Sonstige Angaben Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Anzahl der Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren im Berichtszeitraum beschäftigt in:
Geschäftsführung Geschäftsführer sind Herr Andreas Pfefferle, Ehrenkirchen - Industriekaufmann, Geschäftsführer Business Unit Pharma Herr Thomas Piwowarsky, Vörstetten - Betriebswirt (VWA), Geschäftsführer Business Unit Specialties Die Geschäftsführer sind gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem Prokuristen vertretungsbefugt. Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Bezüge Für frühere Organmitglieder ist zum Bilanzstichtag eine Rückstellung für Anwartschaften auf Pensionsleistungen in Höhe von T€ 1.524 gebildet. Konzernabschluss Die Gesellschaft gehört als Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 2 HGB zum Konzern der Bilcare Research Holding AG (seit dem 23. Januar 2020 Liveo Research Holding AG), Basel, Schweiz, in deren Konzernabschluss sie einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Anteile der Bilcare Research GmbH, Staufen i. Br., werden mittelbar von der obersten Muttergesellschaft, der Lindsay Goldberg & Co, LLC, USA, gehalten. Die Bilcare Research GmbH, Staufen i. Br., nimmt die Befreiung des § 292 HGB i. V. m. der KonBefrV in Anspruch, wonach sie aufgrund des von der Bilcare Research Holding AG, Basel, Schweiz, aufgestellten befreienden Konzernabschlusses nicht verpflichtet ist, selbst einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag kam es zur vermehrten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in vielen Ländern. Seit März 2020 stuft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Verbreitung des Coronavirus nunmehr als Pandemie (COVID-19 Pandemie) ein. Da rechtzeitig entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet wurden, wird erwartet, dass sich die COVID-19 Pandemie nicht wesentlich auf die Vermögens-Finanz- und Ertragslage für das Jahr 2020 auswirken wird, Allerdings besteht das Risiko, dass es zu Ausfällen von Kundenforderungen kommen kann. Die wahrscheinlichsten Auswirkungen können zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschließend eingeschätzt werden. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter Prognose-, Chancen- und Risikobericht im Lagebericht. Bis auf oben genannten Sachverhalt sind nach dem Bilanzstichtag keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. ErgebnisverwendungsbeschlussDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn (vororganschaftlicher Gewinnvortrag) auf neue Rechnung vorzutragen.
Staufen i. Br., den 26. Juni 2020 Bilcare Research GmbH Thomas Piwowarsky Andreas Pfefferle Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.04.2019 - 31.12.2019
Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April bis 31. Dezember 2019I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Bilcare Research GmbH lässt Hart-PVC-Folien und PET-Folien für pharmazeutische Anwendungen, für Druck- und technische Anwendungen sowie Tiefziehanwendungen in den Tochtergesellschaften an den Standorten in Staufen und Bötzingen produzieren. Mit der Bilcare Germany Management GmbH (seit dem 31. Januar 2020 Liveo Germany Management GmbH), Staufen i. Br., besteht seit dem 1. April 2014 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, der durch eine Anwachsung der Bilcare Germany GmbH & Co. KG auf ihre damalige Komplementärin übergegangen ist. Die Beschaffung der Rohmaterialien erfolgt seit dem 6. Juni 2011 ausschließlich über die Bilcare Research AG (seit dem 23. Januar 2020 Liveo Research AG), Basel/Schweiz, die den Rohstoffeinkauf für die deutsche Gesellschaft übernimmt. Die Abrechnung erfolgt nach der Verbrauchsmenge des jeweiligen Monats. Die Rohstoffversorgung war jederzeit gewährleistet. Die Rohstoffpreise lagen im gesamten Rumpfgeschäftsjahr unter denen des Vorjahres. Zum Jahresbeginn erhöhten sich die Preise leicht, um zur Jahresmitte wieder zu sinken. Ende des Jahres blieben sie relativ konstant. Auf der Grundlage der zum 18. Mai 2017 zwischen der Gesellschaft und der Bilcare Research PPI GmbH & Co. KG (seit dem 10. Februar 2020 Liveo Research PPI GmbH & Co. KG) Bötzingen (kurz: PPI KG), sowie der Bilcare Research SFS GmbH & Co. KG (seit dem 10. Februar 2020 Liveo Research SFS GmbH & Co.KG), Staufen i. Br. (kurz: SFS KG), unterschriebenen Ausgliederungsverträge, welche am 23. Juni 2017 notariell beurkundet und im Handelsregister Freiburg eingetragen wurden, wurden die Teilbetriebe "Produktion Bötzingen" und "Produktion Staufen" auf die in 2017 neu gegründeten Gesellschaften ausgegliedert. Mit den beiden KGs wurden Lohnfertigungsverträge abgeschlossen, wonach sich die SFS KG und die PPI KG verpflichten, die Vertragsprodukte an den Standorten in Staufen und Bötzingen zu fertigen und von dort aus die Bilcare Research GmbH zu beliefern. Die zur Herstellung der Vertragsprodukte benötigten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden seitens der Gesellschaft beigestellt. Des Weiteren wurden Geschäftsbesorgungsverträge im Hinblick auf Dienst- und Assistenzleistungen unter anderem in den Unternehmensbereichen Finanzen, Controlling, Personal, Arbeitssicherheit, Umweltschutz etc. mit den beiden KGs abgeschlossen. 2. Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung bezieht sich auf die Verwendung neuer Produkte (Kunststoffe) bzw. Verarbeitungstechniken sowie die permanente Weiterentwicklung unserer Produkte und Prozesse sowie Optimierung der Produktionsabläufe und wird prinzipiell von der Bilcare Research AG, Basel/Schweiz, wahrgenommen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der IWF hat alle von ihm im letzten Herbst getroffenen Prognosen für 2019 nach unten revidiert: Für das Jahr 2019 betrug der globale Zuwachs 2,9 % statt 3,0 %. In 2020 Jahr dürfte die Weltwirtschaft nur um 3,3 % wachsen und 2021 mit 3,4 % auch nur geringfügig mehr. Damit stutzte der IWF die Prognose für 2020 um 0,1 Prozentpunkte und für 2021 sogar um 0,2 Prozentpunkte.
(https://www.handelsblatt.com/politik/international/konjunktur-schwaches-wachstum-der-weltwirtschaft-iwf-
Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) verzeichnete für 2019 einen leichten Umsatzrückgang. Demnach ging in Deutschland der Branchenumsatz der Kunststoffverarbeiter für das Jahr 2019 um 1,2 % auf Mrd. € 65,1 zurück. Die Zahl der in der Kunststoffverarbeitung Beschäftigten nahm nochmals leicht zu und lag zum Jahresende 2019 bei 336.000 und damit um 0,3 % höher als zum Jahresende 2018. Das Jahr 2019 war zum einen geprägt von einer breiten und teilweise äußerst emotional geführten Debatte über Kunststoffe und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Zum anderen wirkt sich die aktuell schwierige Wirtschaftslage wichtiger Kundenindustrien der Kunststoffverarbeiter, u.a. der Automobilindustrie und des Maschinenbaus, auf die Konjunktur und das Geschäftsklima des Industriezweigs aus. Die Zukunft sieht die Branche in einer nachhaltigen Ressourcen- und Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen, deren Kernelemente der Branchenverband in einem Positionspapier skizziert. Für das Jahr 2020 erwartet die Branche vor dem Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftslage eine Seitwärtsbewegung. (https://www.kunststoffe.de/news/verbaende/artikel/kunststoffverarbeitung-2019-mit-umsatzrueckgang-10413637.html?search.highlight=gkv) Wichtigstes Einsatzgebiet für Kunststoff ist in Deutschland der Verpackungsbereich, gefolgt vom Bau- und vom Fahrzeugsektor. Unverzichtbar ist Kunststoff aber für praktisch alle Industriesektoren. Produkt-Individualisierung findet nicht nur auf der Ebene des eigentlichen Konsumguts statt, sondern zu einem großen Teil auch im Bereich der Verpackung. Besonders für pharmazeutische Produkte, Schrumpfetiketten und frische Lebensmittel sind zunehmend komplexe Verpackungen gefragt. Neben den Trends des Verpackungsmarkts beeinflusst noch eine Vielzahl weiterer Faktoren die Nachfrage nach Kunststoff-Folien in den verschiedenen nationalen Märkten. In vielen Ländern wird beispielsweise versucht, den Verbrauch von Einweg-Tragetaschen einzudämmen. Die Nachfrage nach Sekundär- & Transportverpackungen wie Schrumpf- & Dehnfolien hängt stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem Konsumklima des jeweiligen Landes ab. In einigen Ländern befeuern die Bemühungen zur Intensivierung der Landwirtschaft den Einsatz von Agrarfolien. Und schließlich hängt der Verbrauch von Baufolien stark mit der Auftragslage der jeweiligen Bauindustrie zusammen. 2. Geschäftsverlauf a) Produktion Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr als zufriedenstellend. Die Produktionsmengen lagen etwas hinter unseren Erwartungen zurück. Alle Prozesse unterliegen dem ISO 9001 Qualitätssicherungssystem. Für die pharmazeutischen Verpackungen wird zusätzlich die ISO 15378 Norm erfüllt, die besondere Anforderungen für ISO 9001 entsprechend den GMP-Normen (Good Manufacturing Practice) enthält. Beide Werke wurden im März 2018 nach ISO FSSC 22000 (Food Safety System Certification) zertifiziert. Des Weiteren sind beide Werke EMAS zertifiziert. b) Personal Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Bilcare Research GmbH 116 (Vorjahr: 118) Mitarbeiter (davon 6 (Vorjahr: 6) Auszubildende und zwei Geschäftsführer) an den Standorten Staufen und Bötzingen. 3. Ertragslage
Aufgrund der Tatsache, dass das aktuelle Geschäftsjahr ein Rumpfgeschäftsjahr ist, sind die absoluten Zahlen nicht vergleichbar. Das EBIT im Verhältnis zur Gesamtleistung ist mit ca. 4,5 % (Vorjahr: 5,2 %) leicht rückläufig. Der Materialaufwand ist im Verhältnis zum Umsatz mit ca. 79,7 % (Vorjahr: 80,5 %) aufgrund der sinkenden Preise leicht zurückgegangen. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr periodengerecht nahezu gleich geblieben und weist genau einen Rückgang aus, der dem Rumpfgeschäftsjahr entspricht. Die Erhöhung der Abschreibungen von prozentual auf die Gesamtleistung von 0,8 % (Vorjahr: 0,7 %) ist im Verhältnis ebenfalls nahezu gleich geblieben. Das sonstige Ergebnis, welches sich aus den sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammensetzt, ist, vergleichbar mit dem Personalaufwand, ebenfalls im Verhältnis des Rumpfgeschäftsjahres zurückgegangen. Im Finanzergebnis 1. April bis 31. Dezember 2019 ist eine Dividende der Caprihans India Limited, Mumbai/Indien, über Mio. € 0,1 (Vorjahr: Mio. € 0,1) enthalten. Darüber hinaus beinhaltet das Finanzergebnis Mio. € 0,8 (Vorjahr: Mio. € 1,1) Zinsaufwand aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen, Mio. € 2,5 (Vorjahr: Mio. € 3,3) Zinsertrag aus Intercompany Verträgen und Mio. € 0,2 (Vorjahr: Mio. € 0,3) Zinsaufwand aus Factoring. Im Vorjahr war eine Abwertung der Finanzbeteiligung Caprihans India Limited, Mumbai/Indien, von Mio. € 1,9 enthalten, die durch die Beteiligungsbewertung notwendig wurde. Der Umsatz in den Geschäftsfeldern Pharmaverpackungsfolien sowie Schrumpffolien für das Rumpfgeschäftsjahr lag unter den Planwerten. Das Ergebnis vor Gewinnabführung liegt leicht unter den Erwartungen. Mit der Bilcare Germany Management GmbH (seit dem 31. Januar 2020 Liveo Germany Management GmbH) besteht eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2019 ist im Vergleich zum Vorjahr periodengerecht moderat gesunken. 4. Vermögenslage In der folgenden Darstellung wird die Vermögensstruktur dargestellt.
Die Veränderung des Anlagevermögens ist vorrangig auf den Verkauf des Anteiles an dem verbundenen Unternehmen Caprihans India Limited, Mumbai/Indien, zurückzuführen. Weitere Bewegungen sind durch Investitionen an den Standorten Staufen und Bötzingen und der planmäßigen Abschreibung auf Sachanlagen begründet. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von Mio. € 1,6 getätigt. Im Berichtsjahr wurden mehrere Mietkaufverträge für IT-Equipment geschlossen; diese haben jeweils eine Laufzeit von bis zu vier Jahren. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen ohne Finanzanlagen bezogen auf das Gesamtvermögen) ist mit 11,3 % (Vorjahr: 10,1 %) im Berichtsjahr leicht gestiegen. Die Vorräte sind im Wesentlichen der Höhe nach gleich geblieben. Prozentual verzeichnen die Vorräte einen Anstieg, bedingt durch die rückläufige Bilanzsumme zum Stichtag. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen zum Stichtag in Höhe von Mio. € 11,1 (Vorjahr: Mio. € 15,2). Es sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Mio. € 3,5 (Vorjahr: Mio. € 1,8), welche den Cash-Pool betreffen, enthalten. Die flüssigen Mittel sind stichtagsabhängig auf Mio. € 3,6 (Vorjahr: Mio. € 2,0) gestiegen. Überschüssige Beträge werden im Rahmen des Cashpool-Agreements der gesamten Gruppe zur Verfügung gestellt. Die Gesellschaft verfügt planmäßig aufgrund der gesunkenen Fremdkapitalanteile über eine Eigenkapitalquote von 46,9 % (Vorjahr: 43,1 %) der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten betreffen aufgrund der Rohstoffbeschaffung über die Bilcare Research AG, Basel/Schweiz, in Höhe von Mio. € 19, 5 (Vorjahr: Mio. € 23,4) und der Lohnfertigung der SFS KG und der PPI KG in Höhe von Mio. € 13,3 (Vorjahr: Mio. € 18,2) zu einem großen Anteil Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Anteil der externen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist von Mio. € 3,0 auf Mio. € 5,3 gestiegen, was zum einen aus gestiegenen Verbindlichkeiten aus Mietkauf Mio. € 0,3 und zum anderen stichtagsbezogen begründet werden kann. Die Verbindlichkeit gegenüber dem (Mehrheits-) Gesellschafter besteht in Höhe von Mio. € 8,7 (Vorjahr: Mio. € 12,1), welche im Wesentlichen die Gewinnabführung aus dem abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr beinhaltet. 5. Finanzlage a) Kapitalstruktur Das langfristige Vermögen der Gesellschaft ist mit Eigenkapital finanziert. Der überwiegende Teil des kurzfristig gebundenen Vermögens ist über ein Cashpooling finanziert, dessen Verzinsung von der Entwicklung des EONIA abhängig ist. b) Investitionen Im Rumpfgeschäftsjahr 1. April 2019 bis 31. Dezember 2019 wurden Investitionen (ohne Finanzanlagen) über Mio. € 1,6 durchgeführt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Mietkauf-Verträge über IT Equipment. Die Finanzierung erfolgt über das gruppenübergreifende Cashpooling. Am Abschlussstichtag bestehen Verpflichtungen aus Investitionstätigkeiten in Höhe von Mio. € 0,0 (Vorjahr: Mio. € 0,1). c) Liquidität Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr erwartungsgemäß einen Cashflow nach Investitionstätigkeit i. e. S. (Jahresergebnis vor Ergebnisabführung zuzüglich Veränderung langfristiger Rückstellungen sowie der Abschreibungen) von Mio. € 10,4 (Vorjahr: Mio. € 14,3) erwirtschaftet. Die Finanzierung der Gesellschaft ist aus Eigenmitteln bzw. aus dem gruppenübergreifenden Cashpooling sichergestellt; größere Investitionen werden ggf. über mittelfristige Leasingverträge finanziert. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Unter Berücksichtigung unserer konzernrechtlichen Einbindung verfügt die Bilcare Research GmbH insgesamt über eine angemessene Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. 6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft erfüllt die mit dem Geschäftsbetrieb verbundenen Auflagen, die sich auch auf Umweltbelange beziehen (z.B. Lärmbedingungen und Bedingungen für Austrittsstoffe). Sie unterliegt in dieser Hinsicht auch verschiedenen Audits durch unabhängige Überwachungsunternehmen (Core, BS1, DNV, TÜV). Des Weiteren überwacht die Geschäftsführung der GmbH u. a. im Rahmen des jährlich stattfindenden Management-Reviews die Umsetzung des Umweltschutzprogramms (insbesondere Verbesserung der Rohmaterial-Effizienz und Beibehaltung der Geruchsreduzierung). In den ausgegliederten Produktionsstätten finden zusätzlich regelmäßige Management-Team Meetings statt, in denen der Status der Umweltzielerreichung besprochen wird. Die von den beiden Teilbetrieben der Gesellschaft produzierten Produkte sind REACh-konform. Im Juni 2013 hat die Bilcare Research GmbH ihr Umweltmanagementsystem nach EMAS validieren lassen und entsprechende Umweltziele definiert (Registrierungsnummer DE-126-00090). Im Kalenderjahr 2019 wurde die turnusmäßige Prüfung erfolgreich abgeschlossen, welche nun auch die Teilbetriebe einschließt. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht In der Zukunft möchten wir, wie bereits durch die Ausgliederung der Produktionsstätten in einzelne Firmen in den Vorjahren begonnen, unsere Ausrichtung den einzelnen Produktgruppen entsprechend verstärken. Hierdurch erwarten wir eine transparentere Beurteilung der einzelnen Märkte. Die Entwicklung der Rohstoffpreise wird weiterhin einen entscheidenden Einfluss auf unsere Ertragslage haben. In verschiedenen Branchen wie z.B. die Druckindustrie oder Büromittelindustrie werden wir mit zurückgehenden PVC Märkten konfrontiert. Dieser Trend wird durch die Umweltdiskussionen sowie die zunehmende Digitalisierung noch verstärkt. Dieser Entwicklung begegnen wir im Bereich Specialties mit der konsequenten Ausrichtung und Investitionen in PET Folien, die in der Industrie ein positiveres Image besitzen. Zusätzlich verstärken wir unsere R&D Bemühungen, um neue umweltfreundliche Qualitäten mit höherem Recyclinganteil zu entwickeln und unseren Kunden Lösungen zur Verfügung zu stellen. Dies beinhaltet u. a. auch die Umweltdiskussionen sowie "next Generation" Verpackungslösungen im Pharma Bereich. Der Einfluss eines möglichen unkontrollierten BREXIT's sowie der Einfluss durch COVID-19 auf die europäische Wirtschaft lässt sich aktuell nicht abschließend beurteilen. In Bezug auf COVID-19 ist derzeit nicht mit negativen Einflüssen auf das laufende Geschäft zu rechnen. Um die Situation ständig zu beurteilen finden wöchentliche Sitzungen des Managements statt um ggf. auch kurzfristig reagieren zu können. Ebenso müssen wir auf geänderte Kundenanforderungen speziell im Bereich der alternativen Rohstoffe reagieren und diesen Bereich fokussieren. Als international tätiges Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie ist die Bilcare Research GmbH mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Das Unternehmen betreibt deshalb ein weitreichendes Risikomanagementsystem, das die Risiken im Unternehmen aufzeigen und rechtzeitig Maßnahmen zu deren Vermeidung einleiten soll. Ziel ist es, Risiken zu minimieren bzw. nur einzugehen, um damit verbundene Chancen zu nutzen. Hierzu ist ein umfassendes Planungs- und Berichtswesen, das die Geschäftsleitung regelmäßig und zeitnah informiert, eingerichtet. Fremdwährungen werden nicht abgesichert und unterliegen somit dem Kursrisiko. Da jedoch der überwiegende Teil der Umsätze in Euro erzielt wird, besteht kein wesentliches Fremdwährungsrisiko, welches Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnte. Dies ist auch in Bezug auf den geplanten Brexit gegeben, da nur ein geringer Teil der Umsätze mit Großbritannien in Fremdwährung erfolgen. Das Forderungsausfallrisiko ist größtenteils durch das Factoring abgesichert, lediglich für einige Länder und wenige nicht versicherte Kunden wird das Risiko von der Gesellschaft selbst getragen. Die Auswirkungen dieser Risiken werden grundsätzlich nicht als wesentlich angesehen. Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir leichte Umsatzsteigerungen in den Geschäftsfeldern Pharmaverpackungsfolien sowie Schrumpffolien, einhergehend mit einer Erhöhung der abgesetzten Menge und einer moderaten Steigerung der Gesamtleistung, vor allem durch die Kapazitätserweiterungen aus Vorjahren im Produktionsbereich. Die Rohstoffpreise haben im ersten Halbjahr des Kalenderjahres im europäischen Markt eine stark fallende Tendenz gezeigt, hauptsächlich zurückzuführen auf die Coronakrise und den damit verbundenen Rückgang der gesamten Wirtschaft. Entgegen der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung haben wir als systemrelevante Industrie speziell bei den Pharmaverpackungen als auch bei den Schrumpfetiketten eine deutlich erhöhte Nachfrage zu verzeichnen. Für den restlichen Verlauf des Jahres gehen wir von einer normalisierten Nachfrage sowie leicht steigenden Rohstoffpreisen aus. Insgesamt erwarten wir aufgrund der geplanten leichten Mengensteigerung im 1-stelligen % Bereich ein leicht gesteigertes operatives Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen. Darüber hinaus erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr 2020 unter Berücksichtigung der geschilderten Chancen und Risiken weiterhin gute Kontrollmöglichkeiten der internen Prozesse und somit Potenzial, unsere Ergebnisse weiter zu steigern. Die Vermögens- sowie die Finanzlage wird sich im Übrigen aufgrund bestehender Verträge (insbesondere aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags) nicht wesentlich verändern.
Staufen i. Br., den 26. Juni 2020 Bilcare Research GmbH Andreas Pfefferle Thomas Piwowarsky Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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