Erste Kiffward Management GmbH
Selbe AdresseElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Cathrin Lipke seit 10.10.2018 | Prokura |
Carsten G. Dr. Gast seit 13.6.2018 | Vorstandsmitglied |
Kay Dr. Oppat seit 22.1.2018 | Vorstandsmitglied |
René Dr. Ing. Gissinger seit 21.7.2016 | Vorstandsmitglied |
Matthias Kessel-Knauf seit 26.1.2016 | Vorstandsmitglied |
Michael Diplom-Ökonom Smentoch seit 15.8.2008 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Willems Stahl GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
Michael Friess GmbHAufgelöst | 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KNAUF INTERFER SEEssenJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018AKTIVA
Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2018
Bilanz zum 31. Dezember 2018AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2018
Anhang für das Geschäftsjahr 2018 (zusammengefasst gemäß § 298 Abs. 2 HGB)Vorbemerkungen Nachstehender Anhang bezieht sich als zusammengefasster Anhang sowohl auf das Mutterunternehmen als auch auf den Konzern. Allgemeine Angaben zum Jahres- und Konzernabschluss Die KNAUF INTERFER SE mit Sitz in Essen wird unter der Nummer HR B 20731 beim Amtsgericht Essen im Handelsregister geführt. Der Jahresabschluss 2018 ist nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung im Einzelabschluss sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt. Im Gegensatz zu den Vorjahren werden zur Verbesserung der Klarheit die Energiekosten der F. W. Brökelmann Aluminiumwerk GmbH & Co. KG ab 2018 konzerneinheitlich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen (TEUR 2.562). In den Vorjahren wurden die Energiekosten in den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen (2017 TEUR 2.394). Eine Anpassung des Vorjahressaldos ist nicht erfolgt. Aufwendungen für Anarbeitungen wurden in den Vorjahren unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren ausgewiesen. Ab 2018 gibt es die Ausweisänderung, dass die Aufwendungen für Anarbeitungen, wie die mechanische Bearbeitung, unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen gezeigt werden (Wert 2018: TEUR 4.686; 2017: TEUR 6.311). Eine Anpassung des Vorjahressaldos ist nicht erfolgt. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses wenden wir grundsätzlich die vom Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) herausgegebenen Deutschen Rechnungslegungsstands (DRS) an. Hiervon ausgenommen wurde auf die Anwendung des folgenden DRS verzichtet: - DRS 18: Latente Steuern (Tz. 67: Überleitungsrechnung) Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben, längstens jedoch über 15 Jahre. Sachanlagen sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Dabei werden grundsätzlich die zulässigen Höchstsätze bzw. kürzesten Nutzungsdauern der amtlichen AfA-Tabellen zugrunde gelegt. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung zur Verbesserung der Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage seit dem Geschäftsjahr 2014 nach der linearen Methode ermittelt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter die nach dem 31.12.2007 angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten zwar EUR 150 aber nicht EUR 1.000 übersteigen, wurden Sammelposten gebildet, die gleichmäßig über fünf Jahre abgeschrieben werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden ab dem Geschäftsjahr 2018 mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 250,00 aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr voll und solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von € 250,00 bis € 1.000,00 mit 20 % abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen sind mit Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Das Vorratsvermögen wurde nach der Methode des gleitenden Durchschnitts gemäß § 255 HGB bewertet. Risiken im Bereich des Vorratsvermögens, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Unfertige und Fertige Erzeugnisse im Konzern werden unter Einbezug von Material- und Fertigungseinzel- und -gemeinkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei erkennbaren Risiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird außerdem durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,3 % des risikobehafteten Forderungsbestandes ohne Umsatzsteuer Rechnung getragen. Die Beteiligungsbuchwerte der bereits zum 31.12.2009 konsolidierten Unternehmen wurden nach der Buchwertmethode mit dem anteiligen konsolidierungspflichtigen Kapital (Kapitalkonsolidierung, § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F.) aufgerechnet. Soweit das jeweilige konsolidierungspflichtige Kapital die Beteiligungsbuchwerte übersteigt, wird der jeweilige Unterschiedsbetrag seinem Charakter entsprechend den Positionen der Passiva zugeordnet. Übersteigt der Beteiligungsbuchwert das konsolidierungspflichtige Kapital, so ist der daraus resultierende aktivische Unterschiedsbetrag auf stille Reserven zu verteilen, gem. § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen (§ 309 HGB). Hinsichtlich Unternehmen, deren Erstkonsolidierung in Geschäftsjahren mit Beginn nach dem 31.12.2009 erfolgte, wurde der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteil nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB n. F.) mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet, wobei das Eigenkapital dem beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag ist in der Konzernbilanz gem. § 301 Abs. 3 HGB n. F. auf der Aktivseite als Geschäfts- oder Firmenwert bzw. auf der Passivseite unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital auszuweisen. Als Erstkonsolidierungszeitpunkt wird der Tag der erstmaligen Einbeziehung in den Konzern gewählt. Der in der Bilanz ausgewiesene Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung wird gemäß DRS 4.41 über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögenswerte ertragswirksam vereinnahmt (hier: 8 Jahre). Die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung werden gemäß § 256a HGB bewertet. Die Umrechnung von Vermögensposten erfolgt nach Maßgabe des Briefkurses und die Umrechnung von Verbindlichkeiten nach Maßgabe des Geldkurses zum Entstehungstag. Soweit erforderlich wird zum Abschlussstichtag nach dem Niederstwertprinzip für Aktiva bzw. dem Höchstwert für Passiva die Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs vorgenommen. Die in Landeswährung aufgestellten Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen außerhalb der Eurozone wurden entsprechend § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode in Euro umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral in den Korrekturposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in der Anteilsbesitzliste aufgeführt. Sowohl die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen als auch die Rückstellungen für Jubiläumszusagen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des "Anwartschaftsbarwertverfahrens" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet. Nach der Neufassung von § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen künftig anstelle des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abzuzinsen. Die Neuregelung war erstmals verpflichtend auf Jahresabschlüsse für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31.12.2015 begonnen haben. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre per 31. Dezember 2018 beträgt 2,32 % (Vorjahr: 2,8 %), der Zinssatz für den korrespondierenden zehnjährigen Zeitraum 3,21 % (Vorjahr: 3,68 %). Durch die Verwendung des höheren zehnjährigen Durchschnittszinssatzes haben sich im Vergleich zur Verwendung des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes um TEUR 2.912 (Konzern: TEUR 3.145) geringere Pensionsrückstellungen per 31. Dezember 2018 ergeben. Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n. F. für die Ausschüttung gesperrt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden künftige Dynamiken bei Gehältern und Rentenleistungen mit 2,00 % bzw. mit 1,00 % angenommen. Bei der Rückstellung für Jubiläumszusagen wurden Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % berücksichtigt. Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert. Diese dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach den Bestimmungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Bewertung erfolgt mit dem Aktivwert, der sich aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, ergibt. Die ursprünglichen Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen TEUR 970 (Konzern: TEUR 970). Konzernabschluss (Wertangaben in TEUR)
Dabei wurden Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 44 mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 2.498) verrechnet. Einzelabschluss (Wertangaben in TEUR)
Dabei wurden Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 44 mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 2.360) verrechnet. Bei der Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellung auf BilMoG zum 01. Januar 2010 wurde bei einem Tochterunternehmen von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr wurde insgesamt ein Betrag von TEUR 19 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die Zuführung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Aufwand gezeigt. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag nach BilMoG in Höhe von TEUR 116 wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums den Pensionsrückstellungen zugeführt. Nach Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde zum 01.01.2010 von dem Wahlrecht zur Beibehaltung des Rückstellungswertes für Jubiläumszusagen Gebrauch gemacht. Die sonstigen Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei wurde von der Vereinfachungsregel gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Rückstellungen berücksichtigen die bis zur Erstellung des Jahresabschlusses bekannt gewordenen Verpflichtungen, Verluste und Risiken. Erfolge oder Aufwendungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Dem Risiko aus Gewährleistungen wurde durch eine Pauschalrückstellung in Höhe von 0,4 % der garantiebehafteten Umsatzerlöse Rechnung getragen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bzw. mit dem Barwert der zukünftigen Verpflichtungen angesetzt. Zur Vermeidung von Zinsrisiken sind zwei Zinssicherungsgeschäfte in Form von Zins-Swaps abgeschlossen worden. Diese werden streng grundgeschäftsorientiert eingesetzt. Angaben zur Bilanz (Wertangaben in TEUR) (1) Anlagevermögen Konzernabschluss Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung für den Konzernabschluss sind in dem Anlagengitter dargestellt. Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist in der Anteilsbesitzliste dargestellt. Einzelabschluss Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung für den Einzelabschluss sind in dem Anlagengitter dargestellt. Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist in der Anteilsbesitzliste dargestellt. Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände Eine Konzerngesellschaft hat von dem Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und die gesamten Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 513 als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Geschäftsjahr aktiviert (aktueller Buchwert: TEUR 1.370). Gemäß § 268 Abs. 8 HGB gilt in Höhe des Buchwerts eine Ausschüttungssperre. Finanzanlagen Mit Wirkung zum 01.01.2018 wurde die Delta Stahl GmbH auf die Berichtsgesellschaft verschmolzen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen im Lagebericht unter "3. Geschäftsverlauf und Auftragsentwicklung der KNAUF INTERFER SE". Der Beteiligungsbuchwert Giebel wurde in Vorjahren aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung im Einzelabschluss außerplanmäßig um TEUR 16.000 abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2018 wurde in dieser Höhe aufgrund des Entfalls der Gründe für die dauerhafte Wertminderung eine Zuschreibung in gleicher Höhe auf die historischen Anschaffungskosten vorgenommen. Die Zuschreibungserträge wurden in einem gesonderten Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung des Einzelabschlusses ("Zuschreibung zu Gegenständen des Finanzanlagevermögens") ausgewiesen. Im Konzernabschluss wurde dieser Effekt konsolidiert. Die Brökelmann Alutec GmbH & Co. KG ist im Geschäftsjahr 2018 im Wege der Anwachsung auf die F. W. Brökelmann Aluminiumwerk GmbH & Co. KG übergegangen. Aus der Transaktion hat sich ein Anwachsungsverlust von TEUR 358 ergeben. (2) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Konzernabschluss Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 57.826) wurden die Pauschalwertberichtigung von 0,3 % der Nettoforderung (TEUR 131) sowie der Stand der Einzelwertberichtigungen (TEUR 3.122) aktivisch abgesetzt. Einzelabschluss Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 37.489) wurden die Pauschalwertberichtigung von 0,3 % der Nettoforderung (TEUR 98) sowie der Stand der Einzelwertberichtigungen (TEUR 2.601) auf zweifelhafte Forderungen (TEUR 2.622) aktivisch abgesetzt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 78.520) enthalten Forderungen aus Finanzierungen (TEUR 78.499) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 21). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (Konzern- und Einzelabschluss) haben eine Restlaufzeit von kleiner einem Jahr. (3) Aktive latente Steuern Konzernabschluss Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern (TEUR 219) gem. § 306 HGB resultieren aus Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen des Anlagevermögens und entfallen in voller Höhe auf das Sachanlage- und das Vorratsvermögen. Der angewandte Steuersatz beträgt 31,5 %. Das Wahlrecht gem. § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wurde ausgeübt. Der Überhang bei den aktiven latenten Steuern ergibt sich unter Anwendung eines Steuersatzes von 31,5 % aus den folgenden Positionen:
Einzelabschluss Das Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wurde ausgeübt. Der Überhang bei den aktiven latenten Steuern ergibt sich unter Anwendung eines Steuersatzes von 31,5 % aus den folgenden Positionen:
(4) Eigenkapital Einzelabschluss Das Grundkapital beträgt TEUR 130.000. Es ist eingeteilt in 130.000.000 Stückaktien ohne Nennwert mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von Euro 1,00 je Aktie. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 11.000. Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 16.931 wurden mit Beschluss der Hauptversammlung vom 08.05.2018 TEUR 4.000 zum 17.12.2018 ausgeschüttet und TEUR 12.931 mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Der Bilanzgewinn beträgt TEUR 1.306. Der Vorstand schlägt vor, diesen in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Der gesetzlichen Ausschüttungssperre unterliegen insgesamt TEUR 4.282. (5) Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung
Die erfolgswirksame Auflösung des Geschäftsjahres 2018 ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. (6) Steuerrückstellungen Konzernabschluss Im Konzernabschluss werden Gewerbesteuerrückstellungen in Höhe von TEUR 72 und Körperschaftsteuerrückstellungen (TEUR 268) ausgewiesen. Einzelabschluss Im Einzelabschluss wird unter den Steuerrückstellungen die Körperschaftsteuer (TEUR 24) ausgewiesen. (7) Sonstige Rückstellungen Im Einzel- und Konzernabschluss wurden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung in Höhe von TEUR 34 zum Stichtag 31.12.2018 gem. Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB nach den für sie geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung bis zum 28.05.2009 beibehalten. Konzernabschluss Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Restrukturierungen (TEUR 8.539), Abbruchverpflichtungen (TEUR 5.856), sonstige Personalaufwendungen (TEUR 3.157), Gewährleistungen (TEUR 2.806), unterlassene Instandhaltung (TEUR 1.395), Jahresvergütungen (TEUR 1.362), Reklamationen (TEUR 1.303) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 1.542). Einzelabschluss Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Abbruchverpflichtungen (TEUR 5.856), Restrukturierungen (TEUR 8.096), Jahresvergütungen (TEUR 1.007), Gewährleistungen (TEUR 2.122), Reklamationen (TEUR 1.242), unterlassene Instandhaltung (TEUR 472), ausstehende Rechnungen (TEUR 1.045), sowie sonstige Personalaufwendungen (TEUR 955). (8) Verbindlichkeiten Konzernabschluss Von den Bankschulden (TEUR 48.161) entfallen TEUR 18.877 auf längerfristige Bankkredite. Die Fristigkeiten entsprechen denen des Einzelabschlusses. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 63.964) haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen (Angaben in TEUR):
Verbindlichkeitenspiegel Konzernabschluss (Angaben in TEUR):
Einzelabschluss Von den Bankschulden (TEUR 48.160) entfallen TEUR 18.877 auf längerfristige Bankkredite. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 51.232) haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 2.617) entfallen vollständig auf Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber Tochtergesellschaften der KNAUF INTERFER GRUPPE. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen (Angaben in TEUR):
Verbindlichkeitenspiegel Einzelabschluss (Angaben in TEUR):
(9) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Konzernabschluss
Zum Stichtag besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 3.380. Einzelabschluss
* von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen TEUR 474 gegenüber verbundenen Unternehmen. Zum Stichtag besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.146. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (Wertangaben in TEUR) (10) Umsatzerlöse Konzernabschluss Insgesamt belaufen sich die Umsatzerlöse auf TEUR 775.911. Auf das reine Stahl- und Aluminiumgeschäft entfallen davon TEUR 775.374, die sich auf folgende Segmente verteilen:
Die Umsatzerlöse betreffen mit 84 % den Stahlbereich und mit 16 % den Aluminiumbereich. Die Umsatzerlöse im Stahlbereich (TEUR 650.961) beziehen sich mit TEUR 632.955 auf das Lagergeschäft und mit TEUR 18.006 auf das Streckengeschäft. Im Geschäftsfeld Aluminium beträgt das Lagergeschäft TEUR 124.413. Im Inland wurden TEUR 609.009 Umsatzerlöse erwirtschaftet. Die Umsätze im Ausland (TEUR 166.365) entfallen mit TEUR 158.688 auf europäische Länder. In Nordamerika wurden TEUR 2.027 erzielt. Einzelabschluss Im Inland wurden TEUR 462.407 der Umsatzerlöse erwirtschaftet. Die ausländischen Umsätze (TEUR 95.184) entfallen hauptsächlich auf europäische Länder (TEUR 94.768). (11) Sonstige betriebliche Erträge Konzernabschluss Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 15.207 entfallen auf Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 6.752) und Erträge aus dem Anlagenabgang von Sachanlagevermögen (TEUR 5.849). Einzelabschluss Im Einzelabschluss stellt der Ertrag aus Anlagenabgängen mit TEUR 5.904 den größten Posten unter den sonstigen betrieblichen Erträgen dar. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betragen TEUR 5.642. Insgesamt belaufen sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf TEUR 14.093. (12) Abschreibungen Im Konzernabschluss wurden TEUR 2.548 außerplanmäßig abgeschrieben. Im Einzelabschluss wurden davon TEUR 1.873 vorgenommen. Diese betreffen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten aufgrund von geplanten Restrukturierungen. (13) Beteiligungsergebnis Die Beteiligungserträge (TEUR 849) beziehen sich im Einzelabschluss in voller Höhe auf verbundene Unternehmen. Im Konzernabschluss ist dieser Effekt konsolidiert. (14) Aufwendungen aus Verlustübernahme Im Einzelabschluss resultieren die Aufwendungen aus Verlustübernahme aus dem aufgrund eines bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zu übernehmenden Verluste der Interfer Stahl GmbH, Essen, in Höhe von insgesamt TEUR 134. Im Konzernabschluss ist dieser Effekt konsolidiert. (15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Konzernabschluss Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR -383) betreffen die Gewerbeertragssteuer (TEUR 211), die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag (TEUR -408) sowie aktive latente Steuern (TEUR -186). Einzelabschluss Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR -230) betreffen die ausländische Körperschaftsteuer (TEUR 72) und die Gewerbeertragssteuer (TEUR -303). (17) Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB bzw. § 285 Nr. 31 HGB Im Konzernabschluss setzen sich die außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen folgendermaßen zusammen (die Angabe zur Postenzugehörigkeit erfolgt in Klammern):
Im Einzelabschluss setzen sich die außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen folgendermaßen zusammen (die Postenzugehörigkeit entspricht den Angaben zum Konzern):
(18) Periodenfremde Erträge und Aufwendungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 24 HGB bzw. § 285 Nr. 32 HGB Konzernabschluss Den anderen Geschäftsjahren zuzuordnenden Erträge belaufen sich auf TEUR 14.015 und entsprechen den dargestellten außergewöhnlichen Erträgen zuzüglich Erträge aus dem Eingang von in Vorjahren wertberichtigten bzw. ausgebuchten Forderungen (TEUR 42). Einzelabschluss Den anderen Geschäftsjahren zuzuordnenden Erträge belaufen sich auf TEUR 28.960 und entsprechen den dargestellten außergewöhnlichen Erträgen zuzüglich Erträge aus dem Eingang von in Vorjahren wertberichtigten bzw. ausgebuchten Forderungen (TEUR 42). (19) Abschlussprüferhonorare Die Angaben zum Prüferhonorar erfolgen gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss der KIH Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund. Die KIH Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund, stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2018 einen Konzernabschluss auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. (20) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Konzernabschluss Die Umsätze mit nahestehenden Unternehmen, die von einer der KNAUF INTERFER SE nahestehenden natürlichen Person beherrscht werden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf TEUR 7.128. Zudem wurden Dienstleistungen in Höhe von TEUR 101 an nahestehende Unternehmen weiterberechnet.
Einzelabschluss Die Umsätze mit nahestehenden Unternehmen, die von einer der KNAUF INTERFER SE, Essen, nahestehenden natürlichen Person beherrscht werden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf TEUR 7.271.
Sonstige Angaben Mitarbeiter Konzernabschluss Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
Einzelabschluss Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
Vorstand Matthias Kessel-Knauf, Düsseldorf, Vorsitzender (Strategie, Stakeholder Relationship Management, Public Relations und Kommunikation, Marketing, HR Development) Dr. René Gissinger, Olpe (Forschung & Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Supply Chain Management/Einkauf) Bis 30.09.2018 Michael Steinkamp, Bochum (Finanzen, Controlling, Recht, Versicherungen, Personalwesen, Compliance/ Revision) Dr. Kay Oppat, Zürich / Schweiz (Unternehmensentwicklung, Mergers & Acquisitions, Digitalisierung, IT, Qualitätsmanagement & Arbeitssicherheit, Corporate Social Responsibility) Ab 30.09.2018 Carsten G. Gast, Düsseldorf (Controlling, Treasury, Accounting, Recht/Compliance, HR Management, Versicherungen) Die Tätigkeiten des Vorstandes für die Gesellschaft werden hauptberuflich ausgeübt. Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen in der Berichtsperiode TEUR 2.075. Aufsichtsrat Vorsitzender: Dr. Ing. Albrecht Knauf, Ingenieur, Dortmund (Geschäftsführer der Interfer Holding GmbH, Dortmund) Stellvertretender Vorsitzender: Ralf Kreutzberg, Kaufmann, Düsseldorf (Geschäftsführer der HEADSAHEAD GmbH, Düsseldorf) Bis 31.01.2018 Ulrich Baum, kaufmännischer Angestellter, Dortmund Ab 01.02.2018 Rainer Hans, kaufmännischer Angestellter, Bad Vilbel Für die Vergütungen des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2018 wurde die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung gem. DRS 21 Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Vorschriften des DRS 21 erstellt. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel entsprechen der Bilanzposition B. III. (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks) auf der Aktivseite der Bilanz. Die jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie anderer kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel dienen, in Höhe von T€ 29.284 sind in der Bilanzposition D. 1. (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) enthalten. Die Differenz zum Saldo in der Bilanz umfassen langfristige Kreditaufnahmen. Aus einem Asset Deal wurden im Geschäftsjahr Erlöse von TEUR 4.269 aus Verkäufen von Grundstücken und Gebäuden erzielt. Im Zuge des Asset-Deals wurden zudem Vorräte (TEUR 2.343), Forderungen (TEUR 1.941) und Pensionsrückstellungen (TEUR 174) veräußert. Insgesamt hat sich hieraus ein Verlust von TEUR 1.391 ergeben. Mutterunternehmen Die KIH Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (Amtsgericht Dortmund HRB 22263) mit Sitz in Dortmund, stellt als Mutterunternehmen zum 31.12.2018 einen Konzernabschluss für den größten Kreis einbezogener Unternehmen auf. Derivate Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken wurden zwei Swaps in Höhe von TEUR 15.000 bzw. TEUR 10.000 (Laufzeit jeweils bis 2019) abgeschlossen. Die Derivate wurden streng grundgeschäftsorientiert eingesetzt. Der Marktwert für die abgeschlossenen Swaps beträgt auf der Grundlage der Berechnung nach finanzmathematischen Grundsätzen -TEUR 156, was grundsätzlich auf der Basis vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt wird. Bewertungseinheiten wurden nicht gebildet. Es sind keine weiteren derivativen Finanzinstrumente vorhanden. Ereignisse nach dem Stichtag Der Rahmenvertrag zur SAP S4/HANA Einführung, der mit einem IT Dienstleister geschlossen wurde, befindet sich im Kündigungsverhältnis. Das Projekt wird dennoch fortgeführt. Weitere berichtsrelevante Ereignisse haben sich nach dem Stichtag nicht ergeben. Inanspruchnahme der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Die folgenden Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss der KNAUF INTERFER SE einbezogen und werden Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB in Anspruch nehmen: - Michael Friess GmbH i. L., Memmingen - Interfer Stahl GmbH, Essen - Interfer Stahl GmbH, Dortmund - Interfer Stahl GmbH, Frankfurt/Main - Interfer Rohrunion GmbH, Voerde - Max Baum Stahl Service GmbH, Duisburg - Völkel & Winkler GmbH, Wenden - Walter Patz GmbH, Mudersbach - Interfer Technik GmbH i. L., Neuwied - Stahlex GmbH, Dortmund - Knauf Interfer Stahl Service Center GmbH, Essen - Interfer Präzisrohr GmbH, Düsseldorf - Betriebsführungsgesellschaft Saarlouis mbH i. L., Essen - Zweite Interfer Immobiliengesellschaft mbH, Essen Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften Michael Friess GmbH, Interfer Technik GmbH sowie der Betriebsführungsgesellschaft Saarlouis mbH wurden zum 30.11.2018 erstellt. Die Gesellschaften sind anschließend liquidiert worden.
Essen, den 9. April 2019 Matthias Kessel-Knauf Dr. René Gissinger Carsten G. Gast Dr. Kay Oppat Anlagengitter vom 01. Januar bis 31. Dezember 2018KNAUF INTERFER SE Konzern
Anlagengitter vom 01. Januar bis 31. Dezember 2018KNAUF INTERFER SE
Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2018
* Hundertprozentige Tochter der Interfer Aluminium GmbH ** Hundertprozentige Tochter der F. W. Brökelmann Aluminiumwerk GmbH & Co. KG *** Ehemalige hundertprozentige Tochter der F. W. Brökelmann Aluminiumwerk GmbH & Co. KG (angewachsen am 31.12.2018) **** Wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen Bericht über die Lage des Konzerns und der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 (zusammengefasst gemäß § 315 Abs. 3 HGB)A. Darstellung von Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 1. Geschäftsmodell und Strategie Als werksunabhängige Unternehmensgruppe ist KNAUF INTERFER einer der führenden Distributeure, Bearbeiter und Serviceanbieter für Stahl und Aluminium in Europa mit einem großen Anteil hochwertiger Produkte. Unsere hochmotivierten und gut ausgebildeten Mitarbeiter in Verkauf, Verarbeitung und Verwaltung haben unsere erfolgreiche Geschichte ebenso geprägt wie Maschinen auf dem neuesten Stand der Technik, bedarfsgerechte Distribution und umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten. KNAUF INTERFER verfügt über exzellente Lieferantenbeziehungen und ein Lieferprogramm, das - neben den bekannten Standards - außergewöhnlich viele Güten und Abmessungen umfasst. Die dezentrale Struktur der Geschäftsfelder garantiert kurze Entscheidungswege, höchste Warenverfügbarkeit und optimalen Service, denn Produkte und Dienstleistungen können flexibel über alle Geschäftsfelder und Standorte hinweg zusammengestellt, bearbeitet und geliefert werden. Das Spektrum unserer Leistungen beginnt mit einer eingehenden Beratung, in der wir für unsere Kunden oftmals als Ideengeber und Problemlöser fungieren. Eine weitere Kernkompetenz ist die Anarbeitung und Verarbeitung. Mit modernsten Maschinenparks fertigen wir Produkte, die sich individuell und hochpräzise am jeweiligen Kundenwunsch orientieren. Dabei setzen wir gezielt auf die Stärken unserer Standorte der produktbezogenen Geschäftsfelder, die mit verschiedenen Schwerpunkten in Handel und besonders der An- und Bearbeitung zu einem eindrucksvollen Gesamtportfolio und beachtlichen Synergien beitragen - und somit letztendlich zur Marke KNAUF INTERFER. Die Gruppe agiert über folgende vier Geschäftsfelder: Stahldistribution, Stahl Service Center, Kaltwalzen sowie Aluminium und wird durch die Holding unterstützt. Die Einkaufssteuerung erfolgt zentral mit standortbezogener operativer Einkaufsverantwortung. Mit dem eingeführten systematischen strategischen Management-Prozess wird das strukturierte Vorgehen bei der Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe gewährleistet. Dabei wird auch die Markenstrategie in die strategischen Überlegungen einbezogen. 2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Konzern- und Einzelabschluss Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) veränderte sich im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um +1,5% (zuvor: +2,2%). Damit liegt der Wert im Berichtsjahr im Durchschnitt der Jahre seit 2012, allerdings deutlich unter den Werten der beiden wachstumsstarken Jahre 2016 und 2017. Die Bremswirkung des BIP setzte ab dem 2. Halbjahr 2018 ein und resultiert aus zeitlich begrenzten nationalen Sondereffekten, vor allen Dingen aus dem Stau bei den Typenzulassungen im Bereich der PKW (Stichwort WLTP: Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure). Zusätzlich wirkten noch internationale Effekte aus Belastungen eines abschwächenden weltwirtschaftlichen Umfelds. So betrug der Wachstumsbeitrag der Exporte in 2018 nur noch 1,1% nach einem Wert von 2,1% für das Jahre 2017. Teilweise kompensierend auf diese negativen Einflüsse wirkten die Konsum fördernde positive Lage am Arbeitsmarkt und das niedrige Zinsniveau. Die Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland hat sich im abgelaufenen Jahr 2018 abgeschwächt. Dies drückt sich ebenfalls im ifo Geschäftsklima bzw. in der Beurteilung der Geschäftslage aus. Diese haben sich nach einem deutlichen Höhepunkt zu Beginn des Jahres 2018 spätestens ab dem 2. Quartal 2018 von Monat zu Monat in ihrer Ausprägung verschlechtert. Die deutsche Automobilindustrie verzeichnete in 2018 mit rund 3,44 Mio. neu zugelassenen Fahrzeugen eine um ca. 0,2% geringere Neuzulassungsanzahl von PKW als noch im Jahr zuvor. Dies ist seit 2014 das erste Jahr mit einer rückläufigen Veränderungsrate. Allein im Dezember 2018 lag die Neuzulassungsquote im Einzelmonat um 6,7% unter dem Vorjahr. Wie zuvor erwähnt, wirkt hier insbesondere das Thema WLTP negativ auf die Branche. Der deutsche Maschinenbau kann sehr positiv auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken. Das Produktionsplus der Branche fiel für das Gesamtjahr mit einem Wachstum von 5% gegenüber dem Vorjahr sehr positiv aus. Allerdings sank der Auftragseingang im Dezember 2018 mit 1,6% gegenüber dem Vormonat stärker ab, als die Prognosen es haben erwarten lassen. Im deutschen Bauhauptgewerbe konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr mit 11,3% nochmals deutlich gesteigert werden (Vorjahr: +6%). Erneut wurden zusätzliche Arbeitsstellen nachgefragt. Seit dem Krisenjahr 2009 wurden zusätzlich 130.000 Stellen auf nun 837.000 Stellen geschaffen. Leicht verbessert schloss die deutsche Elektroindustrie das Berichtsjahr 2018 ab. Die preisbereinigte Produktion erhöhte sich im Berichtsjahr um 1,9% gegenüber 4,6% aus 2017. Ebenfalls konnte der Umsatz mit 195 Mrd. EUR nochmals gegenüber dem sehr guten Jahr 2017 (192 Mrd. EUR) gesteigert werden. Mit einem Zuwachs der globalen Rohstahlerzeugung von 4,7 % in 2018 ist das Problem der Überkapazitäten weiterhin ungelöst geblieben. Zudem haben sich die Rahmenbedingungen für die deutsche Stahlindustrie im Jahr 2018 verschlechtert, so wurde 2% weniger Rohstahl als noch im Jahr zuvor erzeugt. Dies geht einher mit der schwächelnden Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe. Die Produktion der Stahlverwender hat in 2018 lediglich um 1,3% zugenommen, in der sich die im zweiten Halbjahr geringere Herstellung von PKW aufgrund des WLTP-Prüfverfahrens widerspiegelt. In der Aluminiumhalbzeug-Industrie verlief das Jahr 2018 geteilt. Nach einem sehr guten Start in 2018 wirkten sich auch in diesem Bereich ebenfalls die Effekte aus der WLTP-Umstellung dämpfend aus. Die gesamte Jahresproduktion von Strangpressprodukten, deren wichtigster Absatzmarkt die Automobilindustrie ist, lag im Berichtsjahr um 0,8% unter dem Vorjahresniveau. Das wichtigste Produktsegment in den Strangpressprodukten, die Profile, mussten sogar einen Rückgang von 1,8% verkraften. 3. Geschäftsverlauf und Auftragsentwicklung der KNAUF INTERFER SE Konzern- und Einzelabschluss Die im Folgenden dargestellten Punkte sind lediglich eingeschränkt zu den weiteren Ausführungen und den darin getroffenen Aussagen gegenüber Vorjahreswerten vergleichbar. Im Vorjahr hatte die KNAUF INTERFER SE zum 01. Oktober 2017, der Strategie der Fokussierung auf Flacherzeugnisse in der Stahlsparte folgend, im Wege eines Asset Deals die Rohraktivitäten an den Standorten Voerde, Düsseldorf, Bremen und Frankfurt am Main verkauft. Sämtliche rund 150 dort beschäftigten Mitarbeiter wurden übernommen und das Vorrats- sowie Anlagevermögen von einem strategischen Investor erworben. Somit sind die Aktivitäten noch für 9 Monate in den Jahresabschlusszahlen berücksichtigt. Ebenfalls im Zuge der nachhaltigen Ergebnisverbesserung im Geschäftsfeld Stahldistribution wurde in 2017 der Standort Interfer Stahl GmbH, Dortmund, geschlossen und Teilgeschäfte des Standorts in die Niederlassungen in Frankfurt am Main und Bremen verlagert. Das Geschäft mit den eingestellten Produkten ist daher noch mit einem geringen Anteil in den Vorjahreszahlen enthalten. Zum 01. Oktober 2018 hat die KNAUF INTERFER SE im Wege eines Asset Deals die Aktivitäten der Roll- und Stahlformgebung am Standort in Nürtingen veräußert. Neben Immobilien, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde das betriebsnotwendige Umlaufvermögen verkauft sowie 43 Mitarbeiter vom Käufer übernommen. Das Geschäft der Roll- und Stahlformgebung stellte am Standort in Nürtingen im Gegensatz zu dem dort ebenfalls ansässigen Kerngeschäft des Stahl Service Centers eine Randaktivität dar und wurde daher im Einklang mit der weiteren Fokussierung auf das strategische Kerngeschäft veräußert unter der Prämisse des Erhaltes der Arbeitsplätze und der Sicherung der bisherigen Lieferbeziehungen für die Zukunft. Während im Vorjahr diese Aktivitäten voll in den Zahlen berücksichtigt waren, erfolgt in 2018 demzufolge lediglich ein Ausweis der Zahlen der ersten neun Monate. Im Konzernabschluss nicht relevant, für das Bild im Einzelabschluss jedoch prägend, ist die Verschmelzung der Delta-Stahl GmbH in Barsinghausen auf die KNAUF INTERFER SE rückwirkend zum 01. Januar 2018. Die Verschmelzung erfolgte im Zusammenhang mit der Vereinheitlichung des Auftritts der bis Ende 2017 noch unter diversen unterschiedlichen Marken operierenden Standorte des Geschäftsfelds Stahl Service Center (Walter Patz, Delta-Stahl, Max Baum, Völkel & Winkler, Interfer Stahl) und führte zu Zugängen aus der Aufstockung stiller Reserven und Lasten von insgesamt T€ 3.990. Hier erfolgte eine Bündelung und Fokussierung der Stahl Service Center Aktivitäten innerhalb der Muttergesellschaft unter der Betriebsführungsgesellschaft Knauf Interfer Stahl Service Center GmbH, Essen. Das ursprünglich in der rechtlich selbstständigen Gesellschaft Delta-Stahl GmbH, Barsinghausen, betriebene Geschäft ist demzufolge mit der Verschmelzung auf die KNAUF INTERFER SE übergegangen, so dass diese Fokussierung möglich wurde. Die Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns war im Berichtsjahr geprägt von zahlreichen exogenen Faktoren, insbesondere der Entwicklung der Stahlpreise. Nach einem zufriedenstellenden 1. Halbjahr führte die unsichere Erwartung hinsichtlich der Stahlpreisentwicklung zu Verunsicherungen bei den Marktteilnehmern und einen Druck auf die Margen, so dass, mit den Sommermonaten beginnend, die Margenentwicklung rückläufig war. Zum Jahresende sorgten die noch einmal reduzierten Stahlpreise seitens der Lieferwerke für das 1. Quartal 2019 zu ergebnismäßig belastenden Effekten in den Vorräten und Rückstellungen. Das im letztjährigen Lagebericht prognostizierte gleichbleibende Niveau der Umsatzerlöse konnte im Konzern mit -6,7% ebenso nicht erreicht werden wie - aufgrund der beschriebenen Margenentwicklung - das Rohertragsziel (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und Materialaufwand). Bei der Abweichung ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahresumsatz ein Sondereffekt aus der Veräußerung der Vorräte der Rohraktivitäten enthalten war. Bereinigt ergibt sich ein Umsatzrückgang von 3,8%. Im Einzelabschluss wird diese Entwicklung beim Umsatz durch den Zuwachs aus der Verschmelzung der Delta-Stahl GmbH überlagert. Konzernabschluss Bedingt durch die eingangs beschriebenen operativen Veränderungen als auch die Umstrukturierungen war die im Jahresvergleich 2017/2018 betrachtete Absatzentwicklung Lager um rund 8,7% rückläufig. Dies liegt hauptsächlich an dem Wegfall des Absatzes der in 2017 verkauften Einheiten. Die vor allem der günstigen Preisentwicklung geschuldeten sehr guten Margen des Jahres 2017 insbesondere im Geschäftsfeld Stahl Service Center konnten in 2018 nicht mehr erzielt werden. Die geografische Umsatzstruktur im Berichtsjahr hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Der erwirtschaftete Rohertrag ist aus den dargestellten Gründen gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Hinzu kommen die in 2018 aufgrund der Marktverfassung notwendig gewordenen Wertberichtigungen im Vorratsvermögen einschließlich von erforderlichen Sonderabwertungen für nur zu verminderten Preisen absetzbare Vorräte und die marktbedingt zu bildenden Rückstellungen für Risiken aus schwebenden Einkaufsgeschäften (ca. 1%-punkt der Rohertragsmarge). Die im Zuge der Umstrukturierungen und Desinvestitionen angefallenen Einsparungen bei den Personalkosten und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie ergebnisbedingte geringere Ertragsteuern konnten den Rückgang im Rohertrag nicht kompensieren. Zu beachten sind die bedeutsamen außergewöhnlichen und periodenfremden Effekte, insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen und Leibrentenverpflichtungen, Erträgen aus Anlagenabgängen, Aufwendungen aus dem Asset Deal, Veränderungen von Restrukturierungsrückstellungen, außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlage- sowie Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR -5.894, die sich damit sehr deutlich ungünstiger als im Vorjahr (TEUR 10.802) ausgewirkt haben. Somit ist das Geschäftsergebnis nach Steuern in 2018 mit TEUR -10.522 (Vorjahr: TEUR 22.680) im Vergleich zu der sehr erfreulichen Vorperiode sehr stark rückläufig und zeigt eine Reflektion der Stahlpreisentwicklung. Darin enthalten sind außergewöhnliche und periodenfremde Effekte im Zusammenhang mit Reorganisationen von insgesamt TEUR 11.500. Der Beschäftigung der Betriebe war durchgängig gut, die Maschinenauslastung war gut, teilweise sehr gut. Einzelabschluss Entgegen dem Konzernabschluss haben sich die Umsatzerlöse in ihrer regionalen Verteilung deutlicher in Richtung des Inlands verschoben. Grund hierfür ist der Wegfall von internationalen Umsätzen im Rahmen des Verkaufs der verstärkt exportorientierten Rohraktivitäten in 2017. Die durch die Verschmelzung nun im Einzelabschluss ausgewiesenen Umsatzerlöse von Delta-Stahl GmbH sind hingegen stärker inlandsorientiert. Die gegenüber dem Konzern geringere Rohertragsmarge liegt an dem deutlich höheren Handelsanteil und unterliegt daher weitaus sensibler den Preisreaktionen auf den volatilen Stahlmärkten. Dies ist auch der wesentliche Grund für den stärkeren Margenrückgang von etwa einem Drittel gegenüber dem Vorjahreswert. In Anbetracht der erstmalig durch die Verschmelzung in der Erfolgsrechnung enthaltenen Werte der Delta-Stahl GmbH ist ein Vorjahresvergleich auf Einzelabschlussebene nur bedingt aussagekräftig, da die wesentlichen Aufwandserhöhungen der Verschmelzung geschuldet sind. Die Aussagen zum Konzern bezüglich der außergewöhnlichen und periodenfremden Effekte sind um den Einfluss der Zuschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der Giebel Kaltwalzwerk GmbH von TEUR 16.000 zu ergänzen, welche auch maßgeblich für das positive Geschäftsergebnis von TEUR 1.375 ist. Im Konzern war die Wertaufholung entsprechend zu eliminieren. B. Darstellung der Lage 1. Ertragslage Konzernabschluss Die Umsatzerlöse im Konzern haben sich im Wesentlichen aufgrund des Entfalls der im Vorjahr für 9 Monate enthalten Umsätze der verkauften Rohraktivitäten um rund 7% vermindert. Eliminiert man diesen Effekt, haben sich die Umsatzerlöse leicht erhöht. Dies liegt im Wesentlichen an der sehr guten Beschäftigungslage im Geschäftsfeld Kaltwalzen und den gesteigerten Umsätzen im Geschäftsfeld Stahl Service Center. Die unter den Erläuterungen zum Geschäftsverlauf beschriebenen Effekte führten zusammen mit dem sich nach den Sommermonaten marktseitig aufbauenden Druck auf die Verkaufspreise dazu, dass der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr mit einer Verminderung von rund 20% bzw. TEUR 37.777 stark rückläufig ausfiel. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Der Personalaufwand hat sich ebenfalls aufgrund der oben beschriebenen Effekte des Rohrverkaufs leicht um rund 3% vermindert. Nach Bereinigung des Desinvestitionssachverhalts sind die Personalaufwendungen leicht angestiegen und stehen im Einklang mit den tariflichen Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie dem höheren Personalbestand im Geschäftsfeld Aluminium. Die Einstellungen erfolgen gezielt mit dem Ziel, Projekt- und Entwicklungskompetenz für das Automotive Geschäft aufzubauen. Der Abschreibungsaufwand des Berichtsjahres erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 8% und resultiert hauptsächlich aus den in 2018 im Rahmen von Restrukturierungen vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf Gebäude sowie Maschinen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich trotz des Wegfalls dieser Aufwendungen aus den Desinvestitionen des Vorjahres nur um rund 2%, da im Berichtsjahr im Zusammenhang mit dem Asset Deal in Nürtingen für die dort verkauften Randaktivitäten zusätzlicher Aufwand entstanden ist. Das Finanzergebnis im Konzern wird durch den Aufzinsungsaufwand für Rückstellungen dominiert und hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Der Ertragssteueraufwand hat sich aufgrund der verschlechterten Ertragslage und dem erheblichen Ergebnisrückgang sehr deutlich reduziert. Einzelabschluss Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist über die im Konzern beschriebenen Desinvestitionseffekte hinaus nochmals durch den Verschmelzungseffekt der Delta-Stahl GmbH, Barsinghausen, rückwirkend zum 01.01.2018 deutlich verzerrt und ist entgegen dem Rückgang im Konzern um rund 17% angestiegen. Der Rohertrag im Einzelabschluss fällt im Vergleich zum Vorjahr aus den dargestellten Gründen um TEUR 20.242 deutlich geringer aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Konzern etwas deutlicher (rund 9%) erhöht, was u.a. aus höheren Rückstellungsauflösungen resultiert. Der Personalaufwand stellt sich im Berichtsjahr nahezu konstant dar, da der Effekt aus dem nicht mehr enthaltenen anteiligen Rohrgeschäft den Steigerungen durch Verschmelzung und Tariferhöhungen entspricht. Die Abschreibungen des Berichtsjahres haben sich mit einem Anstieg von rund 20% deutlich stärker erhöht als im Konzern, da über die Verschmelzung und eine außerplanmäßige Wertanpassung höhere Abschreibungen zu verzeichnen waren. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit rund 8% resultiert schwerpunktmäßig aus der Verschmelzung im Berichtsjahr. Anders als im Konzern hat sich das Finanzergebnis mit rund 53% gegenüber dem Vorjahr enorm verbessert. Zwar entfällt der im Vorjahr vereinnahmte Gewinn der Tochtergesellschaft Delta-Stahl GmbH aufgrund der Verschmelzung, dies wird allerdings deutlich überkompensiert durch die Zuschreibung der Beteiligung Giebel Kaltwalzwerk GmbH. Diese ergibt sich aufgrund der nachhaltigen positiven Ergebnislage dieser Gesellschaft. Die Ertragssteuerbelastung ist aufgrund des im Berichtsjahr deutlich geringeren Ergebnisses weitaus geringer als im Vorjahr. 2. Vermögenslage Konzernabschluss Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht auf rund 117 Mio. EUR erhöht (ca. +2%). Dies ist schwerpunktmäßig auf den sehr deutlichen Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände im Zusammenhang mit dem SAP S/4HANA-Projekt zurückzuführen. Bei den Sachanlagen ergab sich der leichte Rückgang aus dem Verkauf der Immobilien in Dortmund und Nürtingen samt der Maschinen und Geschäftsausstattung sowie aus außerplanmäßigen Abschreibungen zur restrukturierungsbedingten Risikovorsorge. Die um rund 12% bzw. TEUR 18.950 deutlich angestiegenen Vorräte gehen in den Geschäftsfeldern Aluminium, Kaltwalzen und Stahl Service Center mit den geschäftsüblichen Lagerreichweiten und dem im Berichtsjahr angestiegenen Geschäftsvolumen einher. Im Geschäftsfeld Stahldistribution, das über einen sehr kurzfristigen Auftragseingangsumschlag und damit wenig planbaren zukünftigen Absatzstrukturen verfügt, fiel die Dispositionserwartung nicht mit den anschließend einfließenden Auftragseingängen zusammen, so dass hier temporäre signifikante Überbestände zu verzeichnen sind. Hinzu kommt ein deutlicher Anstieg der Durchschnittspreise. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen (rund 6%). Bei dem Anstieg wirkt sich das gegenüber dem Vorjahr höheren Umsatzvolumen mit Kunden aus, bei denen längerfristige Zahlungsziele (kleiner oder gleich 90 Tagen) vereinbart sind. Die liquiden Mittel haben sich durch die Finanzierung des Umlaufvermögens zum Jahresende nahezu auf die Kassenbestände reduziert. Das Eigenkapital im Konzernabschluss ist gegenüber dem Vorjahr deutlich um ca. 7%-Punkte gesunken, liegt aber noch signifikant über dem Niveau des Jahres 2016. Wie aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ersichtlich, sind für diese Entwicklung das negative Jahresergebnis sowie eine Ausschüttung ursächlich. Da sich die Bilanzsumme zusätzlich - aufgrund der beschriebenen Entwicklung vorwiegend im Working Capital - erhöht hat, ist die Eigenkapitalquote überproportional deutlich gesunken (Berichtsjahr: 49%; Vorjahr: 56%). Die Rückstellungen sind trotz der höheren Pensionsrückstellungen (erstmalige Anwendung der neuen Sterbetafel Heubeck 2018G und den Zinseffekten aufgrund des weiterhin niedrigen Zinsniveaus) insgesamt um rund 5% rückläufig. Kompensiert wurde dieser Anstieg in den Steuerrückstellungen, die im Vorjahr aufgrund der Betriebsprüfung zu bilden waren und in Anspruch genommen wurden und zum anderen aus ergebnisbedingt geringeren sonstigen Rückstellungen für Jahresvergütungen. Aufgrund der beschriebenen Effekte im Working Capital war zur Finanzierung dieser eine gegenüber dem Vorjahr stark angestiegene Inanspruchnahme der Kreditlinien notwendig, so dass sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stark ausgeweitet haben (+ 143%). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind deutlich gegenüber dem Vorjahr um rund 18% angestiegen, da vor allem gegenüber 2017 deutlich mehr Wareneingänge im Dezember vorlagen und zudem der letzte Zahllauf im Konzern früher als im Vorjahr terminiert war. Einzelabschluss Die Entwicklung im Einzelabschluss ist stark überlagert durch die Verschmelzung der Delta-Stahl GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2018. Im Anlagevermögen, das deutlich um 8% angestiegen ist, entfiel zwar der Beteiligungsbuchwert an der Delta-Stahl GmbH von 21,9 Mio. EUR, dafür sind aber ab 2018 die Vermögensgegenstände und zusätzlich die aufgedeckten stillen Reserven aus dieser Übernahme maßgeblich. Hinzu kommt die beschriebene Wertaufholung von 16 Mio. EUR. Die 100%ige Tochtergesellschaft wies für das Berichtsjahr 2018 - nach einem schon guten Ergebnis 2017 - das beste Ergebnis seit ihrer Gründung aus. Die Planung für die Jahre 2019 bis 2023 geht von einer weiter durch strategische Maßnahmen deutlich erweiterten Geschäftstätigkeit und einer positiven Ergebnislage aus. Im Umlaufvermögen (Anstieg rund 42%) tritt die Verschmelzung besonders deutlich hervor. Dazu wirken hier neben der Verschmelzung die unter dem Konzernabschluss berichteten Effekte aus der Einkaufsdisposition des Berichtsjahres im Geschäftsfeld Stahldistribution. Der verschmelzungsbedingte Rückgang der Konzernforderungen wurde zu einem großen Teil durch einen höheren Finanzierungsbedarf in den Geschäftsfeldern Aluminium und Kaltwalzen kompensiert. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital ausschüttungsbedingt (4 Mio. EUR) geringfügig reduziert (minus rund 1%). Die Eigenkapitalquote mit rund 55% (Vorjahr: 64%) hat sich hingegen aufgrund der deutlichen Ausweitung der Bilanzsumme stärker vermindert. Die Rückstellungen haben sich im Berichtsjahr um rund 2% erhöht. Dabei sind die Pensionsrückstellungen aufgrund des Zinseffekts deutlich angewachsen (ca. +11%). Dieser Anstieg wurde aufgrund der Inanspruchnahme der Steuerrückstellungen des Vorjahres annähernd kompensiert. Bei den sonstigen Rückstellungen ergeben sich in den einzelnen Rückstellungsarten Veränderungen. Deutliche Rückgänge bei den Jahresvergütungen (ergebnisabhängig) werden durch Erhöhungen bei den Restrukturierungen (Risikovorsorge) nahezu egalisiert. Die Entwicklung bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung stehen im Einklang mit den Veränderungen im Konzernabschluss. Verstärkend auf die Höhe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wirkt die beschriebene Verschmelzung. 3. Finanzlage Konzern- und Einzelabschluss Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch die Gewährung langfristiger bilateraler Darlehen verschiedener Geschäftsbanken (bezüglich der Fristigkeit wird auf den Anhang verwiesen). Ergänzt wird die langfristige Finanzierung durch kurz- und mittelfristige Betriebsmittelkreditlinien (davon EUR 86 Mio. zum Stichtag nicht ausgenutzt), ebenfalls bei verschiedenen Geschäftsbanken. Zusätzlich besteht im Rahmen einer größeren Investition mit zukünftigen Energieeinsparpotentialen ein Energieeffizienzdarlehen. Die ausreichend gewährten Kreditlinien sichern die Finanzierung der Gesellschaft ab. Die Finanzierung aller inländischen Tochtergesellschaften erfolgt auf der Basis eines Cash-Management-Verfahrens. Die Finanzierungskonditionen passen sich auf der Grundlage von Covenants der wirtschaftlichen Lage des Konzerns an. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Finanzmittel sind die Gesellschaft und der Konzern im Berichtsjahr jederzeit in der Lage gewesen, den bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns hat sich nach einem sehr positiven Jahr 2017 im Berichtsjahr 2018 ungünstiger entwickelt. Sie ist insgesamt als gut zu bezeichnen. Die gegenüber dem Vorjahr negative Ergebnisveränderung hängt vor allem mit einer weniger günstigen Stahlpreisentwicklung zusammen, andererseits mit belastenden Sondereffekten aus der Einkaufsdisposition und aus Restrukturierungsaufwand. Konzernabschluss Der gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechterte Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR -18.066 beruht maßgeblich auf dem negativen Konzernergebnis sowie den erhöhten Lagerbeständen im Vorratsvermögen, die im Wesentlichen aus den Dispositionen im Geschäftsfeld Stahldistribution stammen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ist getrieben von den Auszahlungen für das laufende SAP S/4HANA - Projekt und den Auszahlungen für Investitionen in den produzierenden Einheiten Aluminium und Kaltwalzen. Deutlich dämpfend auf den Mittelabfluss wirken die in 2018 durchgeführten Desinvestitionen der Immobilien in Dortmund und Nürtingen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit entfällt schwerpunktmäßig auf die im Einzelabschluss vorgenommene anteilige Gewinnausschüttung für den in 2017 erwirtschafteten Jahresüberschuss. Ansonsten erfolgten planmäßige Tilgungen von längerfristigen kleineren zweckgebundenen Darlehen. Der Konzern Finanzmittelbestand am Ende der Periode ist im Vergleich zur Vorperiode durch jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten geprägt. Einzelabschluss Zwar weist der Einzel- gegenüber dem Konzernabschluss ein aufgrund einer Zuschreibung zu den Finanzanlagen deutlich besseres Jahresergebnis als der Konzern aus, diese ist jedoch nicht liquiditätswirksam. Der Mittelabfluss bewegt sich im Einzelabschluss auf einem geringeren Niveau als im Konzern, da hier hauptsächlich nur die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände wirken und der nahezu ausschließliche Anteil der Einzahlungen aus Anlageabgängen aus Maßnahmen im Einzelabschluss beruht. 4. Investitionen Konzernabschluss Im Konzern betreffen die Investitionen mit TEUR 21.856 (Vorjahr: TEUR 16.387) Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Die Zugänge resultieren bei den Sachanlagen im Wesentlichen aus den Investitionen in den Geschäftsfeldern Kaltwalzen und Aluminium. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen (Zugänge TEUR 6.938) wurden entsprechend dem Projektfortschritt die anfallenden SAP S/4HANA Entwicklungs-Anschaffungskosten aktiviert. Die Sachanlagenzugänge der produzierenden Geschäftsfelder Kaltwalzen und Aluminium betrafen Investitionen, die zum einen im Bereich Automotive projektgetrieben sind und zum anderen den Abbau von Kapazitätsengpässen umfassen, die bei einzelnen Anlagen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette in der Vergangenheit vorlagen. Die Investitionsvorhaben des Konzerns werden sich im kommenden Jahr aufgrund der weiteren strategischen Ausrichtung der Gruppe maßgeblich auf den Automotive Sektor über dem doppelten Niveau des Jahres 2018 bewegen. Nach 2019 werden Investitionen auf etwas geringerem Niveau, aber deutlich über den Abschreibungen getätigt werden. Der Vorstand verhandelt derzeit mit verschiedenen Marktteilnehmern über eine entsprechende Finanzierung. Einzelabschluss Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Berichtsjahr TEUR 8.899 (Vorjahr: TEUR 4.800). Die wesentlichen Zugänge bei den immateriellen Investitionen (TEUR 6.376) betrafen Ausgaben in Software und Infrastruktur im Zusammenhang mit der zunehmenden Digitalisierung der KNAUF INTERFER GRUPPE. Der größte Teil entfiel hierbei auf die Investitionen im Zusammenhang mit der Einführung von SAP S/4HANA. Diese Ausgaben betreffen letztendlich die gesamte Gruppe und werden nach dem GoLive im Wege einer Konzernumlage auf alle Geschäftsfelder der Gruppe umgelegt werden. Die Sachanlageninvestitionen entfielen fast ausschließlich auf Ersatzinvestitionen. Größere Einzelprojekte standen im Einzelabschluss im Berichtsjahr nicht an. Das Investitionsbudget für 2019 sieht weiterhin als Schwerpunkt einen deutlichen Akzent in den Investitionen in den IT-Bereich. 5. Mitarbeiter Konzern- und Einzelabschluss Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2018 1.570 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.678 Arbeitnehmer) beschäftigt. Die Veränderung im Mutterunternehmen (690 Arbeitnehmer; Vorjahr: 710) ergibt sich im Wesentlichen als Saldo aus den Zugängen aus der Verschmelzung von Delta-Stahl GmbH im Berichtsjahr und den Abgängen aus den Desinvestitionen der Rohraktivitäten. Zum Stichtag waren 1.551 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt (Mutterunternehmen: 659). 6. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Absatz 4 und § 315d HGB Gemäß § 76 Abs. 4 AktG legt der Vorstand für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen fest. Gemäß § 111 Abs. 5 AktG legt der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand Zielgrößen fest. Liegt der Frauenanteil bei Festlegung der jeweiligen Zielgrößen unter 30 Prozent, so dürfen die Zielgrößen den jeweils erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Gleichzeitig sind Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen, die jeweils nicht länger als fünf Jahre sein dürfen. Die erstmalige Frist zur Zielerreichung darf den 30. Juni 2017 nicht überschreiten, weitere Fristen dürfen nicht länger als 5 Jahre dauern. Der Aufsichtsrat hat für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand in seiner Sitzung am 08. Mai 2018 eine unveränderte neue Zielgröße für den Zeitraum bis 31. Mai 2022 von Null Prozent beschlossen. Die Zielgröße entspricht dem Ist Zustand zum beschlossenen Überprüfungstermin 30. Juni 2017. Der Vorstand hat folgende neue Zielgrößen für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes einschließlich der Zentralbereichsleiter festgelegt und formell in seiner Sitzung am 20. April 2018 beschlossen:
Die Zielgröße entspricht dem Ist Zustand zum beschlossenen Überprüfungstermin 30. Juni 2017. Dies schließt eine weitergehende Steigerung des Frauenanteils auf diesen beiden Führungsebenen nicht aus. Hierbei berücksichtigt der Vorstand sowohl die insgesamt in der Branche unterproportional vertretene Anzahl an Arbeitnehmerinnen als auch die im Unternehmen vorherrschende geringe Fluktuationsquote, die eine angestrebte Erhöhung des Frauenanteils nur über einen längeren Zeitraum realisieren lässt. Für die nächstfolgende Überprüfung der Erreichung der Zielgrößen wurde im Hinblick auf die laufenden Wahlperioden und den Tagungsrhythmus von Aufsichtsrat und Vorstand eine gleichlaufende Frist bis zum 31. Mai 2022 festgelegt. Vorstand und Aufsichtsrat werden den Aspekt einer verbesserten Vielfalt in sämtlichen Organen und Führungsebenen der Gesellschaft - insbesondere eines höheren Frauenanteils - bei künftigen Neubesetzungen besonders berücksichtigen, um so ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen. Wichtigstes Kriterium für die Besetzung von Leitungs- und Führungspositionen wird jedoch auch in Zukunft die Qualifikation der Kandidatin oder des Kandidaten sein. C. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Konzern- und Einzelabschluss 1. Markt- und Branchenrisiken In der Stahlbranche herrscht weiterhin eine hohe Wettbewerbsintensität. Aktuelle Prognosen deuten darauf hin, dass das Mengenwachstum für die EU28-Länder unterhalb des weltweiten Wachstums verharren wird. In Deutschland wird der Stahlverbrauch u. a. erheblich von der Entwicklung der Automobilbranche geprägt sein. Sowohl auf Ebene der Stahlerzeuger als auch in der Stahldistribution und -anarbeitung wird sich voraussichtlich der bereits in der Vergangenheit vorhandene Konsolidierungsdruck weiter erhöhen. Dies zeigt sich in der Ilva Übernahme in Italien durch den Arcelor Mittal Konzern als auch die noch unter Vorbehalt der europäischen Wettbewerbsbehörde stehende Fusion der Stahlsparte von Thyssen-Krupp mit Tata Steel. Vor diesem Hintergrund ergibt sich ein erhebliches Marktrisiko aus der Entwicklung von Nachfrage und Preisen im Stahlmarkt. Dieses wird in besonderem Maße durch die Wettbewerbssituation determiniert, bspw. durch Liquiditätsdruck oder Überbestände bei Konkurrenten. Auch die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise auf die realwirtschaftliche Nachfrage, insbesondere in den südeuropäischen Ländern, können unsere Absatzchancen beeinflussen; ebenso können die Verhängung von Zöllen auf Stahl, wie bspw. durch die Vereinigten Staaten, Importbeschränkungen oder andere den freien Handel limitierende Maßnahmen, z.B. im Kontext des "Brexits" direkte oder indirekte Auswirkungen auf unseren Einkauf, Umsatz und Absatz haben. Die wirtschaftliche Entwicklung bei den stahlnachfragenden Branchen in Europa, insbesondere die im Bereich Automotive sowie die Wettbewerbssituation bei den Stahlhütten und die Entwicklung auf dem Rohstoffmarkt sind in hohem Maß preis- und margenrelevant. Ergänzend können Entwicklungen in der Digitalisierung und im E-Commerce das geschäftliche Umfeld zukünftig verändern. Für die Gruppe besteht andererseits aufgrund der soliden finanziellen Situation aktiver Gestaltungsspielraum, um künftig zu wachsen und die eigene Position weiter zu stärken und auszubauen. Grundsätzlich besteht aufgrund von sich weiter verschärfenden Finanzreformen (Basel III) verbunden mit ggf. sich daraus ableitenden Streichungen bzw. Rückführungen von Kreditlinien bei Kunden die Gefahr von Insolvenzen. Die Gesellschaft weist ein sehr breit gefächertes Kundenindustrieportfolio auf. Daher führen wirtschaftliche Probleme in einzelnen Kundenbranchen nicht zu einer existenzgefährdenden Situation. Grundsätzlich werden alle Forderungen warenkreditversichert. Aufgrund der vereinzelt restriktiven Vergabe von Warenkreditversicherungslimiten und Krediten für die Umlauffinanzierung bei unseren Kunden ergibt sich das Erfordernis zur Vorfertigung und Belieferung ohne vollständige Absicherung. Unverändert unterliegen solche Lieferungen einer besonders kritischen Einzelfallprüfung und -genehmigung. Wir gehen davon aus, dass wir in absehbarer Zukunft in einem weiterhin volatilen wirtschaftlichen Umfeld agieren werden, das aufgrund der soliden Positionierung der Gruppe verbunden mit dem über Jahre angesammelten Know-how und Entwicklungsexpertise gute Chancen für organisches Wachstum bieten kann. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht ersichtlich. Bedingt durch die Entwicklung hin zu einer immer tiefer gehenden Bearbeitung der Produkte erhöht sich für die Gesellschaft das latente Risiko aus Produkthaftungs- und Garantieansprüchen. Neben dem Abschluss geeigneter Versicherungskonzepte trägt die Gesellschaft diesem Umstand durch die Bildung pauschaler sowie ggf. einzelfallbezogener Rückstellungen Rechnung und hat im Rahmen des Risikomanagements das Bewusstsein hierfür geschärft. 2. Risikomanagement Der Vorstand hat gemäß § 91 Abs. 2 AktG ein Überwachungssystem zur frühzeitigen Erkennung von Risiken eingerichtet. Dazu werden die ‒ aus der vom Vorstand mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Unternehmensstrategie ‒ wesentlichen Handlungsfelder und konkreten Projekte als Ausgangsbasis für eine systematische Überwachung abgeleitet. Gemäß diesem Überwachungsansatz, der laufend innerhalb des Vorstandes geprüft wird, erfolgt eine Festlegung, in welchem Ausmaß Risiken verantwortet werden können. Das eingerichtete Überwachungssystem ist darauf ausgerichtet, die nachhaltige Erreichung der Unternehmensziele sicherzustellen. Die wesentlichen Regeln zur Aufbau- und Ablauforganisation des Überwachungssystems werden vom Vorstand vorgegeben. Risiken werden systematisch durch stringentes Projektmanagement untersucht, innerhalb dessen mögliche Auswirkungen identifiziert, analysiert sowie beurteilt und bewertet werden. Auf Basis dieser Grundlage entscheidet der Vorstand über Maßnahmen zur weiteren Risikosteuerung. Das Überwachungssystem umfasst einen standardisierten Prozess und sorgt für eine zeitnahe Berichterstattung von relevanten Informationen. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Überwachsungssystems werden durch entsprechende Kontrollen gewährleistet. Das Unternehmenscontrolling erfolgt durch standort- und geschäftsfeldbezogene Übersichten und Controllingauswertungen, die in der Unternehmenszentrale aufbereitet und verdichtet werden. Darüber hinaus hat das Unternehmenscontrolling bei KNAUF INTERFER eine Steuerungsfunktion zur systematischen Erfolgskontrolle und kontinuierlichen Analyse von notwendigen Maßnahmen zur Erreichung von Planzielen. 3. Vorratsrisiken Die Preisentwicklung stellt in den Geschäftsfeldern Stahldistribution und Stahl Service Center stets ein erhebliches Risiko dar, da der überwiegende Teil der Produkte zu den jeweils herrschenden aktuellen Marktpreisen abgesetzt wird. Durch die seit Jahren praktizierte konservative Bewertung wird das Abwertungsrisiko nach dem strengen Niederstwertprinzip tendenziell verringert. Die künftige Preisentwicklung ist vor dem Hintergrund der (geo-) politischen Lage sowie den weiterhin existierenden Überkapazitäten in der Stahlproduktion vor allem in China nicht sicher zu prognostizieren. Die Marktreaktionen erfolgen in der jüngsten Vergangenheit in immer kürzer werdenden Zyklen und mit höheren Amplituden. Durch die zunehmend restriktive Handelspolitik der EU gegenüber den Export Ländern von Stahl können Versorgungsengpässe zukünftig ebenso nicht vollständig ausgeschlossen werden wie ein Überangebot von Stahl in Europa vor dem Hintergrund der jüngsten Zollpolitik der USA Stahl und Aluminium betreffend. Das gesamte Marktumfeld innerhalb der EU wird in zunehmendem Maße von Entscheidungen der Politik abhängig, so dass Preis- oder Angebotsänderungen schwerer kalkulierbar sind. Das Risiko für kundenbezogen eingelagertes Material in Sondergüten und/oder -abmessungen wird grundsätzlich so gering wie möglich gehalten und, falls erforderlich, einzelvertraglich abgesichert. 4. Personalrisiken Die KNAUF INTERFER Gruppe ist als Dienstleistungsunternehmen in hohem Maße von der Qualifikation und Erfahrung ihrer Mitarbeiter abhängig, dementsprechend stellt der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen das größte Personalrisiko dar. Durch die gezielten Maßnahmen der Personalentwicklung wirken wir diesem Risiko aktiv entgegen. 5. Art und Umfang der Umweltschutzrisiken Mit dem Betrieb emittierender Anlagen können Umweltrisiken zusammenhängen. Die Anlagen werden nach den jeweils maßgeblichen technischen Vorschriften gewartet. Nach dem Kenntnisstand des Vorstandes bestehen keine über das allgemeine Maß bekannten Umweltschutzrisiken. 6. Finanzinstrumente (§ 289 Abs. 2 HGB) Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden geprüft. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement, ein effizientes Mahnwesen und eine Warenkreditversicherung. Im Berichtsjahr haben wir unverändert zwei derivative Finanzinstrumente eingesetzt (Zins-Swaps). Beide wurden streng grundgeschäftsbezogen verwendet, um Zinsänderungsrisiken zu eliminieren. Die Derivate unterliegen Preisänderungsrisiken aufgrund von Veränderungen des Marktpreises oder preisbeeinflussender Parameter wie Marktzinssätze. Da die Derivate bei einer großen deutschen Bank abgeschlossen wurden, besteht ein nur geringes Ausfallrisiko. Wegen des streng grundgeschäftsorientierten Abschlusses ergeben sich über das branchenübliche Ausfallrisiko hinaus keine Liquiditätsrisiken, da die zu erbringende Gegenleistung durch das Grundgeschäft bereits gestellt wird. Die Bedeutung des Einsatzes von Derivaten für die Gesellschaft ist insgesamt als gering anzusehen. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen in üblichem Umfang und werden unter anderem durch die Anwendung des strengen Niederstwertprinzips berücksichtigt. 7. IT-Risiken Die Geschäftsprozesse laufen in hohem Maße über IT-gestützte Anwendungen. Hieraus ergeben sich Geschäftsrisiken in Bezug auf einen Ausfall oder die Manipulation von IT-Systemen. Zur Risikominderung ist die Bereitstellung von IT-Systemen teilweise an einen Dienstleister ausgelagert, der eine entsprechende Zertifizierung besitzt. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr wichtige Server in ein nach neuesten Sicherheitsstandards ausgestattetes externes Rechenzentrum umgesetzt. Zudem ist grundsätzlich Vorsorge getroffen worden durch regelmäßige Backups, Sicherheits-, Zugangs- und Benutzerkontrollen. Aus der Einführung des ERP-Systems können sich projektbezogene Risiken in Bezug auf Kosten, Zeit und Funktionsweise ergeben, die wir insbesondere durch ein stringentes Projektmanagement zu begrenzen versuchen. Erste Produktivmigrationen von Teilsystemen sind erfolgreich im Zeit- und Budgetplan durchgeführt worden. 8. Chancen Das schwierige wirtschaftliche Umfeld bietet auf der Basis einer soliden Finanzierung ausreichende Chancen für organisches als auch für Wachstum durch Übernahmen. Vor diesem Hintergrund wurde für die Geschäftsbereiche Aluminium, Kaltwalzen und auch Stahl Service Center ein sehr ambitioniertes Investitionsprogramm für die kommenden Jahre beschlossen, wodurch einerseits die Fertigung von zusätzlichen Aluminium Projektaufträgen der Automobilindustrie sichergestellt wird. Andererseits werden für den Werkstoff Stahl durch die Einführung einer hochmodernen Schnittlinie Kapazitäten für neue Automotive Kundenprodukte geschaffen. Ergänzend wird in die Einführung einer vielversprechenden innovativen Technologie zur Gewichtsoptimierung investiert. Damit erschließt sich die KISE einen Marktzugang für die Megatrends der veränderten Antriebstechnologien sowie des Leichtbaus. Auch bislang noch nicht besetzte Märkte, sowohl geographisch als auch produktbezogen, bieten Ansatzpunkte für Wachstum. Die Chancen aus der Geschäfts- und Prozessoptimierung sowie durch Personal- und Managemententwicklung sind Gegenstand der vom Vorstand bereits dargestellten Strategie. In diesem Zusammenhang sind auch Effizienzpotentiale beim Einkauf und bei der Logistik zu nennen. D. Voraussichtliche EntwicklungKonzern- und Einzelabschluss Für das Jahr 2019 wird nach einem bereits mit nachlassender Wirtschaftsdynamik abschließendem Jahr 2018 mit einer weiter an Dynamik rückläufigen Wachstumsrate gerechnet. Nach aktuellsten Prognosen aus dem Februar 2019 wird das nationale Bruttoinlandsprodukt für 2019 je nach Institut zwischen 0,9% und 1,1% gegenüber dem Jahr 2018 betragen. Dies liegt zum einen an einer nachlassenden weltwirtschaftlichen konjunkturellen Perspektive als auch an dem nationalen Produktionsrückgang gegen Ende des Berichtsjahres, mit der Folge, dass die realisierte Ausgangsbasis gegenüber dem Vergleichsjahr 2018 bereits niedriger ausfällt. Für 2019 erwartet der Branchenverband Eurofer, dass die Stahlnachfrage innerhalb der europäischen Union mit einem Zuwachs von 0,8% weniger stark ansteigen wird als in den Vorjahren, was mit einer sinkenden Produktionssteigerung einhergeht. Demnach wird für 2019 mit einem Produktionszuwachs von 1,5 % in der Stahlindustrie gerechnet, gefolgt von 1,7 % in 2020. Globale Überkapazitäten, die abschwächende Nachfrage und protektionistische Maßnahmen stellen zurzeit die größten Risiken für die Stabilität des europäischen Stahlmarktes dar. Der verhalten positive Ausblick auf die kommenden Jahre spiegelt sich auch in der deutschen Stahlindustrie wider. Das RWI - Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung geht davon aus, dass die Kapazitätsauslastung der deutschen Stahlwerke leicht abnehmen und zudem der Stahlbedarf um 0,6 % sinken wird. Aufgrund der vorherig beschriebenen Situation erwarten wir leicht sinkende Preisen in 2019. Im Bereich der Automobilindustrie gehen einige Branchenindikationen (VDA) davon aus, dass auch in 2019 nochmals ein leichter Rückgang der Zulassungen zu beobachten sein wird. Allerdings würden trotz dieser dämpfenden Entwicklung vermutlich um die 3,4 Mio. Neufahrzeuge in Deutschland zugelassen werden. In der deutschen Elektroindustrie ist man zuversichtlich, zumindest ein leichtes Produktions- und Umsatzplus gegenüber 2018 erzielen zu können. Dieses Plus wird derzeit auf ca. 1% eingeschätzt. Auch der deutsche Maschinenbau geht von einem gegenüber 2018 abgeschwächten Produktionsplus von 2% in 2019 aus. Jedoch gibt es, wie auch 2018, hohe Unsicherheiten im politischen Bereich. Faktoren, welche in der Weltwirtschaft eine Rolle spielen, sind die politische Entwicklung Nordkoreas und der USA sowie das wirtschaftliche Verhältnis der USA zu China (Risiko eines "Handelskriegs"). Auch die Entwicklungen in den EU-Ländern könnten Ursachen für Schwankungen werden, insbesondere die Tendenz zu rechtsnationalen Parteien sowie mit dem Brexit zu erwartende Störeinflüsse. Diese können mittelfristig die Stabilität sowie das Wachstum in der EU negativ beeinflussen. Konzernabschluss Die Stimmung zu Beginn des Jahres 2019 hat sich in der Aluminium-Strangpressindustrie in Deutschland gegenüber dem vierten Quartal 2018 leicht verbessert. Die Konjunktur hat sich zwar abgekühlt, die Kapazitätsauslastung ist nach Angaben des Verbandes jedoch überwiegend zufriedenstellend. Für das laufende Jahr 2019 wird von einem leichten Nachfragewachstum ausgegangen, sofern nicht Risiken wie der Brexit zum Tragen kommen. Großbritannien ist für die deutsche Strangpressindustrie ein wichtiger Exportmarkt, bedingt durch die politischen Unsicherheiten ist der Export in 2018 bereits um 3% rückläufig gewesen. Im Geschäftsfeld Kaltwalzen haben wir mit dem historisch besten Ergebnis in diesem Geschäftsfeld in 2018 gezeigt, dass die in Vorjahren vorgenommenen Optimierungsmaßnahmen entsprechenden positiven Ausfluss genommen haben. Hier arbeiten wir in 2019 weiter daran, dieses nachhaltig zu gewährleisten und zusätzlich über sehr interessante Zukunftsprojekte noch renditestärker zu operieren und organisch zu wachsen. Bedingt durch den Mega-Trend "Leichtbau" und "Elektrifizierung von Fahrzeugen" gewinnt der Werkstoff Aluminium bei der Herstellung von PKW eine immer größer werdende Bedeutung. Hier wurden im Berichtsjahr hohe Auftragsvolumina gewonnen, die die zukünftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung treiben werden. Hierzu werden in den kommenden Jahren Investitionen notwendig, die sowohl in unsere Werke in Deutschland als auch in einen Neubau am schon vorhandenen Standort in Opole, Polen, fließen werden. Bereits seit 2014 haben wir die Entwicklungen im weltweiten Stahlmarkt intensiv analysiert und daraus Anforderungen an unsere künftige Geschäftsfeldausrichtung formuliert. Ein wesentliches Ziel dabei ist es, die Abhängigkeit von der hohen preislichen Volatilität in der Stahlbranche zu verringern und eine Spezialisierung der Gruppe auf neue Projekte sowie spezifischere Branchen zu schaffen. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen werden auch im Jahre 2019 weiter konsequent verfolgt. Im Geschäftsfeld Stahldistribution wird auch weiter wie in Vorjahren an Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung gearbeitet werden. Die Fokussierung auf das Kernprodukt Flacherzeugnisse wird weiter vorangetrieben und Randaktivitäten auf Profitabilität überprüft. Im Bereich der Stahl Service Center haben wir ab 2018 nunmehr den Außenauftritt als eine Einheit abgeschlossen und die internen Prozesse werden weiter verschlankt, insbesondere durch gezielte Investitionen in eine Automatisierung der Betriebe, um nachhaltig Effizienzvorteile genieren und die Erreichung positiver Ergebnisbeiträge auch in schwierigeren Marktphasen absichern zu können. Konzern- und Einzelabschluss Die KNAUF INTERFER Gruppe befindet sich inmitten eines strukturellen Wandels mit dem Ziel zur Verringerung der Geschäftsvolatilität und Erhöhung der Ertragskraft. Die Jahre 2019 und 2020 stellen Transformationsjahre dar. Diese Veränderung wird einerseits durch die organisatorische Restrukturierung des Geschäftsfelds Stahldistribution beschrieben. Andererseits werden in den Geschäftsfeldern Aluminium, Kaltwalzen und Stahl Service Center teils mehrjährige Wachstums- & Effizienzinitiativen umgesetzt. Damit werden neue, wachstumsstarke Märkte erschlossen, die die Knauf Interfer SE mit einer erweiterten - teils patentgeschützten - Wertschöpfungskette bedient. Die Erwartung des Vorstandes orientiert sich an den budgetierten Ergebnissen, die für das Jahr 2019 verschiedene strukturelle Veränderungen mit Vorlaufkosten berücksichtigen. Beispielhaft wird der Personalbestand im Geschäftsfeld Aluminium um weitere Kapazitäten in den Bereichen Vertrieb, Entwicklung, Arbeitsvorbereitung, und Projektmanagement ausgeweitet. Neue Projekte im Automobilbereich tragen aber erst schrittweise ab dem Jahr 2020 zum Betriebsergebnis bei. Ein Investitionsplan auf historischem Höchststand führt gleichzeitig zu ansteigenden Abschreibungen. Aufgrund schwächerer Rohstoffpreise im Stahlbereich und temporär geringeren Auftragseingängen vorrangig im Automobilsegment aufgrund derzeit geringerer Typenzulassungen durch höhere Standardanforderungen (WLTP) wurden in den ersten beiden Monaten negative Betriebsergebnisse verzeichnet. Die weitere Marktentwicklung im Jahr 2019 birgt zahlreiche konjunkturelle Unsicherheiten wie den "Brexit" oder unklare Entwicklungen im globalen Handel, die mehr Risiken als Chancen erwarten lassen. Einem schwächeren Marktumfeld tritt die KNAUF INTERFER Gruppe mit Anpassungen auf Kapazitäts- und Kostenseite entgegen, um eine Belastung des Geschäftsergebnisses einzugrenzen. Das prognostizierte Geschäftsergebnis liegt - ausgehend von stabilen Rohstoffpreisen und Margen und unter Berücksichtigung der dem laufenden Geschäftsjahr zuzurechnenden Aufwendungen für noch durchzuführende Restrukturierungen und Reorganisationen - für den Einzelabschluss im Jahr 2019 im negativen oberen einstelligen Mio. EUR Bereich. Damit ergibt sich im Vergleich zu dem um den Zuschreibungsbetrag auf den Beteiligungsbuchwert bereinigten Vorjahresergebnis (-TEUR 14.625) eine signifikante Verbesserung. Im Konzern kann das negative Geschäftsergebnis des Einzelabschlusses auf der Grundlage positiver Beiträge, maßgeblich aus dem Geschäftsbereich Kaltwalzen, gegenüber dem Vorjahr (-TEUR 10.522) merklich verbessert werden, es wird allerdings für 2019 kein positives Geschäftsergebnis eintreten. Gleichzeitig werden die Umsatzerlöse im Einzel- sowie Konzernabschluss für 2019 nahezu auf Vorjahresniveau (558 bzw. 776 Mio. EUR) erwartet. Ab dem Jahr 2020 erwarten wir aufgrund der in Zukunftsprojekte investierten bzw. noch zu investierenden Finanzmittel und den in 2019 abgeschlossenen Restrukturierungen und Reorganisationen einen schrittweise einsetzenden positiven Rückfluss, der nach erfolgreichen Anläufen von Neuprojekten zu deutlich verbesserten Ergebnissen gegenüber 2019 führen wird. E. Erklärung nach § 312 Abs. 3 AktG Nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt, in dem berichtspflichtige Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, hat die Gesellschaft in jedem Fall eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr weder getroffen noch unterlassen.
Essen, den 9. April 2019 Matthias Kessel-Knauf Carsten G. Gast Dr. René Gissinger Dr. Kay Oppat Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2018
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2018
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2017
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KNAUF INTERFER SE, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KNAUF INTERFER SE, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - sowie den Konzernabschluss der KNAUF INTERFER SE, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht (nachfolgend: Lagebericht) der KNAUF INTERFER SE, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die in Abschnitt B.6 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB und § 315d HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften, der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft und des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie der Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahres- und Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahres- und Konzernabschluss sowie zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB und § 315d HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahres- und Konzernabschluss sowie zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahres- und Konzernabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahres- und Konzernabschluss sowie den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften entspricht, und dafür, dass der Jahres- und Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahres- und Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft und des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres- und Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft und des Konzerns zur Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahres- und Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahres- und Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahres- und Konzernabschluss sowie zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahres- und Konzernabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahres- und Konzernabschluss sowie im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft und des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahres- und Konzernabschluss sowie im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft oder der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahres- und Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahres- und Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahres- und Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, den 9. April 2019 HLB
AUDITTEAM DORTMUND AG
Peil, Wirtschaftsprüfer Wember, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratsder KNAUF INTERFER SEDer Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2018 seinen gesetzlichen und satzungsgemäßen Aufgaben entsprechend vom Vorstand über die allgemeine Geschäftsentwicklung und über wichtige Einzelvorgänge berichten lassen. Die von der Hauptversammlung der KNAUF INTERFER SE am 08.05.2018 zum Abschlussprüfer bestellte HLB AuditTeam Dortmund AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Dortmund hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der KNAUF INTERFER SE für das Geschäftsjahr 2018 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Den Jahresabschluss der KNAUF INTERFER SE, den zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern sowie den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Aufsichtsrat geprüft und in der heutigen Sitzung mit dem Vorstand und den Wirtschaftsprüfern erörtert. Dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer stimmt der Aufsichtsrat zu. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der KNAUF INTERFER SE hat der Aufsichtsrat gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag des Vorstands zu, den Bilanzgewinn in Höhe von 1.306.519,97 Euro in die Anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Der Aufsichtsrat dankt den Vorständen, Betriebsräten sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KNAUF INTERFER SE und der mit ihr verbundenen Unternehmen für die geleistete Arbeit und ihren Einsatz.
Essen, 07.05.2019 Dr.-Ing. Albrecht Knauf, Vorsitzender des Aufsichtsrates der KNAUF INTERFER SE Auszug Beschlussprotokoll - Aufsichtsratsitzung vom 07. Mai 2019Top 5: Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung der KNAUF INTERFER SE a) Verwendung des Jahresergebnisses Der Aufsichtsrat beschließt einstimmig, der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von 1.306.519,97 Euro in die Anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Auszug HauptversammlungAblaufprotokoll vom 07.05.2019 Zu Punkt 2 der Tagesordnung: Verwendung des Jahresergebnisses Der Vorsitzende stellte fest, dass der Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2018 1.306.519,97 Euro beträgt. Er stellte den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Abstimmung, den Bilanzgewinn in Höhe von 1.306.519,97 Euro in die Anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Die einzige Aktionärin stimmte dem Vorschlag zu. Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2018der KNAUF INTEFER SEDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 der KNAUF INTERFER SE wurde am 07. Mai 2019 festgestellt. |
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