Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 715072
Eingetragen
10.4.1923
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von medizinisch-technischen Produkten und die Erbringung von Dienstleistungen aller Art unter dem Warenzeichen "MAQUET", sowie der Handel mit medizinisch-technischen Gerätschaften auch unter anderen Produktbezeichnungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Hügli
seit 3.2.2022
Geschäftsführer
Michael Vallon
seit 14.3.2019
Prokura
Thomas Seifermann
seit 1.8.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert50.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
44.92%
Getinge Finance Holding ABSWE
5.08%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Getinge Holding GmbH
Germany
14.999.999 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MAQUET GmbH

Rastatt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen

1. Geschäftstätigkeit

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung, der Handel und der Vertrieb von medizinisch-technischen Produkten und Gerätschaften.

Am Standort in Rastatt werden medizinisch-technische Produkte entwickelt, produziert und weltweit verkauft. Hauptabnehmer sind im Wesentlichen die Vertriebsgesellschaften des Getinge Konzernverbunds sowie einige wenige globale Vertriebspartner. Das Portfolio der Maquet GmbH umfasst sowohl standardisierte Produkte (z.B. Operationstische) als auch individuelle Lösungen für Kliniken.

2. Forschung und Entwicklung

Ein Hauptaugenmerk der Entwicklungsabteilung lag auf den fortgesetzten Aktivitäten zu den Prouktentwicklungen des CORIN OP-Tisches und der Kohlefaserlagerfläche. Im Dezember 2023 wurde für den CORIN OP-Tisch die Lieferfreigabe erteilt, die ersten Produkte wurden bereits ausgeliefert. Ein weiterer Fokus bestand auf der Weiterentwicklung von Kooperationsprojekten mit verschiedenen Medizinproduktherstellern. Desweiteren wurden erforderliche Produktanpassungen zur Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit durchgeführt.

Die Zahl der bei der Maquet GmbH in der Forschung und Entwicklung beschäftigten Mitarbeiter hielt sich mit 135 Personen oder 29 % aller Beschäftigten auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr (Vorjahr: 131 Personen, 28 %). Proportional zum Umsatzanstieg sind im Vergleich zum Vorjahr auch die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung angestiegen. So lagen diese in 2023 bei 14.966 TEUR (Vorjahr: 11.936 TEUR), was einem Verhältnis von 7,2 % (Vorjahr: 7,1 %) bezogen auf den Umsatz entspricht.

3. Tochtergesellschaften

Die MAQUET GmbH ist im Inland an der MediKomp GmbH, Rastatt, der Maquet Cardiopulmonary GmbH, Rastatt, sowie im Ausland an der Maquet Belgium N.V., Groot-Bijgaarden/ Belgien, zu jeweils 100 Prozent beteiligt.

Darüber hinaus hält die MAQUET GmbH Minderheitsbeteiligungen an der Maquet Medical India PVT. Ltd., Mumbai/ Indien, der Getinge Deutschland GmbH, Rastatt, sowie der Getinge Infection Control S.A.S., Tournefeuille, Frankreich.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Branche

Nach der durch die Pandemie priorisierten Beschaffung von Intensivmedizingeräten, wurde im Jahr 2023 wieder vermehrt Fokus auf die Beschaffung von anderen medizintechnischen Investitionsgütern gelegt. Dies führte im Bereich der Operationstische zu einer deutlich erhöhten Nachfrage und damit einhergehenden erhöhten Stückzahlen.

Der Trend zu effizienteren Abläufen in Krankenhäusern und ambulanten Versorgungszentren sowie der Fachkräftemangel werden auch weiterhin den Bedarf an Produkten und Softwarelösungen, die zur Effizienzsteigerung beitragen, steigern.

2. Geschäftsverlauf, Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse der MAQUET GmbH haben sich im Jahr 2023 um 22,9 % auf 207,5 Mio. EUR (Vorjahr: 168,9 Mio. EUR) erhöht. Der externe Umsatz beträgt in 2023 21,2 Mio. EUR und damit 10,2 % des Gesamtumsatzes.

Der gesamte Auftragseingang für 2023 liegt mit 193,8 Mio. EUR um 1,5 % unter dem Vorjahreswert von 196,7 Mio. EUR. Der Anteil des externen Auftragseingangs beläuft sich auf 19,0 Mio. EUR und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahreswert nur geringfügig reduziert (Vorjahr: 19,9 Mio. EUR). Der Auftragseingang von Unternehmen des Getinge Konzernverbunds hält sich mit 174,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf einem ähnlichen Niveau (Vorjahr: 176,8 Mio. EUR).

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 liegt mit einem Wert von 52,1 Mio. EUR um 23,7 % unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 68,2 Mio. EUR). Der Auftragsbestand setzt sich aus Aufträgen von externen Kunden in Höhe von 5,6 Mio. EUR und aus Aufträgen von Getinge Konzernunternehmen in Höhe von 46,5 Mio. EUR zusammen.

Das EBIT nach IFRS beträgt im Geschäftsjahr 44,2 Mio. EUR (Vorjahr: 37,2 Mio. EUR).

Das EBIT nach HGB beläuft sich in 2023 auf 25,6 Mio. EUR (Vorjahr: 12,8 Mio. EUR).

Der im Vorjahr getroffene Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 wurde in Bezug auf die Umsatzerlöse deutlich übertroffen. Die Umsatzerlöse konnten entgegen der Prognose eines leichten Anstiegs im unteren einstelligen Bereich um 22,9% gesteigert werden. Was den Auftragseingang und Auftragsbestand angeht, so hat sich in beiden Fällen die Prognose eines leichten Anstiegs nicht bestätigt.

Das EBIT nach IFRS wurde im Vergleich zur Vorjahresprognose (moderate Steigerung) deutlich übertroffen. Dies ist auf einen starken Umsatzanstieg und eine leicht reduzierte Wareneinsatzquote zurückzuführen. Das Working Capital nach IFRS hat sich auch wesentlich deutlicher als in der Prognose angenommen reduziert. Dies wurde hauptsächlich durch den stärkeren Abbau der vorproduzierten Produkte aus dem Vorjahr erreicht..

Der Geschäftsverlauf wird im Hinblick auf die gegebenen Marktbedingungen von der Geschäftsleitung insgesamt als gut beurteilt.

3. Beschaffung

Im Beschaffungsmarkt liegt der Fokus weiterhin auf Bezugssicherheit durch Qualitätssicherungsvereinbarungen und Lieferanten-Audits.

4. Investitionen

Das Investitionsvolumen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 mit 1,4 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau von 1,6 Mio. EUR.

5. Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter im Quartalsdurchschnitt betrug im Geschäftsjahr 440 Mitarbeiter (Vorjahr: 448).

6. Erklärung zur Unternehmensführung

In Anlehnung an das Gesetz für gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (Gesetz zur Frauenquote) hat die Geschäftsführung nach § 36 GmbHG als Zielgrößen für die Frauenquote für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung auf 20 % festgelegt. Ein Beschluss über die Festlegung eines Zielerreichungszeitraums wurde bislang nicht gefasst.

Ergänzt wurde diese Zielsetzung durch einen Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 15.07.2019 gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG, der eine Zielgröße für die Beteiligung von Frauen in der Geschäftsführung von 0 % vorsieht. Für den Aufsichtsrat hat die Gesellschafterversammlung gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG eine Zielgröße von einer Person von insgesamt sechs festgelegt. Die Erreichung der Zielgröße wurde auf den 30.06.2022 festgelegt. Die Zielgröße für die Besetzung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates sind erreicht.

7. Umweltschutz

Die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit bildet den Kernpunkt der Unternehmensphilosophie von Getinge und steht im direkten Zusammenhang mit dem Beitrag zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Durch die Implementierung eines umfassenden Nachhaltigkeitsprogramms hat sich das Unternehmen intensiv den Bereichen Umwelt und Energie gewidmet. Getinge hat sich der "Science Based Targets Initiative" (SBTi) verpflichtet und setzt sich aktiv dafür ein, bis zum Jahr 2050 'Net Zero' zu erreichen - also in sämtlichen Bereichen CO 2 -neutral zu agieren, ohne auf Kompensationsmaßnahmen zurückzugreifen. Dieses Engagement dient dazu, das 1,5°C-Ziel des 'Paris Agreement' maßgeblich zu unterstützen.

Die Bestrebungen zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks orientieren sich an den Richtlinien des GHG-Protokolls (Scope 1, 2 & 3). Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion, der Entwicklung umweltverträglicher Produkte, der Beschaffung nachhaltiger Energiequellen sowie der Förderung erneuerbarer Energien und eigener Energieerzeugungsanlagen an den verschiedenen Standorten von Getinge. Die definierten Zwischenziele bis 2050 beinhalten eine Reduktion der Scope 1 & 2 Emissionen sämtlicher Betriebsstätten um 90 %, sowie die Minderung der Emissionen in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten (Scope 3) um 25 % bis 2030.

Die Produktionsgesellschaften sind gemäß ISO 14001 zertifiziert, wobei zahlreiche Nachhaltigkeitsinitiativen im Rahmen dieses Standards gesteuert werden. Besonders positiv hervorzuheben ist die Umstellung auf zertifizierten Ökostrom ab dem Jahr 2021, welcher zu 100 % regenerativ und frei von Atomstrom ist. Diese umweltfreundliche Energieversorgung erstreckt sich auf sämtliche deutsche Standorte von Getinge. Zusätzlich wird die fortlaufende Umstellung herkömmlicher Produktionsbeleuchtungen auf effiziente LED-Beleuchtung mit integrierter Steuerung vorangetrieben. Ergänzend dazu wurde in Rastatt eine erste Photovoltaik-Anlage errichtet, deren Betrieb im Jahr 2024 aufgenommen wird.

8. Sicherheit und Qualitätsmanagement

Regelmäßige Schulungen und Unterweisungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Erstellung und Pflege von Betriebsanweisungen und Sicherheitsdatenblättern sowie präventive Sicherheitsmaßnahmen haben zu einer kontinuierlichen Reduzierung von Unfällen geführt.

Maquet GmbH ist nach DIN EN ISO 13485, MDSAP (Medical Device Single Audit Program) sowie nach der neuen EU Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745) zertifiziert und stellt sich regelmäßigen Audits.

9. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Jahresabschluss der Maquet GmbH basiert auf den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsrechts (HGB). Im Gegensatz dazu erfolgt die Berichterstattung an den Getinge Konzern auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Steuerung des Unternehmens wird im Wesentlichen an der Entwicklung der Umsatzerlöse ebenso wie an der Entwicklung des EBIT nach IFRS, Auftragseingang, -bestand als auch an der Bilanzkennzahl Working Capital nach IFRS gemessen. Die wesentlichen Unterschiede zwischen dem EBIT nach HGB und dem EBIT nach IFRS ergeben sich in den folgenden Bereichen:

Aktivierung von Entwicklungskosten nach IFRS

Bewertung des Vorratsvermögens mit abweichenden Parametern für die Abwertung aufgrund von Gängigkeiten und Reichweiten

Abweichende Bewertung von Pensionsrückstellungen

Abweichende in Nutzungsdauern des Anlagevermögens

Verschiedene Aufwendungen und Erträge aus Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen werden nach IFRS unterhalb des EBIT gezeigt, während diese nach HGB im EBIT enthalten sind

10. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 28,2 Mio. EUR auf 343,4 Mio. EUR reduziert (Vorjahr: 371,6 Mio. EUR).

a) auf der Aktivseite

Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte, definiert als das Verhältnis von Umsatzerlösen zu durchschnittlichem Bestand an Vorräten, hat sich im Geschäftsjahr auf 5,8 (Vorjahr: 5,0) verändert. Insgesamt reduzierten sich die Vorräte gegenüber dem Vorjahr um 7,0 Mio. EUR. Dies ist vor allem auf Bestandssicherungsmaßnahmen zurückzuführen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verminderten sich aufgrund von geringeren Forderungen aus Ergenisabführungsverträgen (-47,2 Mio. EUR) sowie einem Rückgang des Cash-Pools (-31,3 Mio. EUR) und der Gewährung eines kurzfristigen Darlehens an ein Konzernunternehmen (+62,0 Mio. EUR) um 16,2 Mio. EUR auf 118,5 Mio. EUR.

b) auf der Passivseite

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 31,1 % auf 33,6 % aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen haben sich um 27,7 Mio. EUR auf 61,3 Mio. EUR reduziert. Dies resultiert hauptsächlich aus den gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von 42,2 Mio. EUR (Vorjahr: 77,3 Mio. EUR).

Das Working Capital nach IFRS betrug zum 31. Dezember 2023 11,7 Mio. EUR (Vorjahr: 18,4 Mio. EUR). Die Verringerung beruht größtenteils auf dem Abbau des Bestandes, welcher in 2022 zur Sicherstellung der Produktion aufgebaut wurde. Desweiteren konnten die Aufträge aus Produktionsrückständen aufgrund fehlender Komponenten abgearbeitet werden, was ebenso zu einer Reduktion des Bestandes führte. Dies war auch der Hauptgrund für die Reduktion des Working Capitals in 2023. Die Prognose für 2023 ging nur von einer minimalen Reduktion aus.

Finanzlage

Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pool der Getinge-Gruppe teil. Dadurch stellt die Gesellschaft den größten Teil ihrer liquiden Mittel den Konzerngesellschaften zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag besteht eine Forderung aus Cash-Pool in Höhe von 12,5 Mio. EUR (Vorjahr: 43,8 Mio. EUR).

Die Cash Earnings-Rate (Jahresergebnis vor Ergebnisabführung zuzüglich Abschreibungen zuzüglich Zunahmen/ abzüglich Abnahme langfristiger Rückstellungen in Relation zu den Umsatzerlösen) reduzierte sich im Geschäftsjahr auf 21,4 % (Vorjahr: 50,3 %). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um 77,8 Mio. EUR auf 41,2 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: 119,0 Mio. EUR).

Ertragslage

Der operative Umsatz (Umsatzerlöse ohne Berücksichtigung der sonstigen Umsatzerlöse) ist aufgrund einer positiven Entwicklung des Auftragseingangs in allen Produktbereichen insbesondere auch durch Auftragsrückstände aus dem Vorjahr, welche aufgrund von Materialengpässen im Jahr 2022 nicht vollständig bedient werden konnten, um 22,2% gestiegen. Die Materialaufwandsquote bezogen auf diesen Umsatz ist u.a. durch starker Reduzierung der Spot-Buys im Eletronikbereich aufgrund der stabilisierten Versorgungslage um 1,3 % auf 52,9 % gesunken.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich in Summe um 0,4 Mio. EUR. Die Aufwendungen für Altersversorgung verringerten sich um 3,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr, gegenläufig sind höhere Aufwendungen aus variabler Vergütung, Erfolgsbeteiligung, Inflationsausgleichsprämie und Dienstjubiläum von 2,8 Mio. EUR zu verzeichnen. Der Personalbestand blieb nahezu konstant.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um insgesamt 6,9 Mio. EUR auf 36,4 Mio. EUR (Vorjahr: 29,5 Mio. EUR). Dies ergibt sich vor allem aus höheren Aufwendungen aus der Konzernumlage, höheren Frachtkosten aufgrund der Umstellung der Lieferbedingungen mit den internen Kunden sowie aus Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegenüber einem Konzernunternehmen.

Die Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisübernahmeverträgen mit den Tochtergesellschaften haben sich saldiert um 51,9 Mio. EUR reduziert.

Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 77.250 TEUR auf 42.229 TEUR vermindert.

C. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement-System der Getinge AB eingebunden.

Die Risikopolitik der MAQUET GmbH ist darauf ausgerichtet, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Alle Unternehmensentscheidungen werden mit dem Ziel getroffen, die Risikopositionen zu minimieren. Eine wesentliche Komponente hierfür ist die Konzeption und Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems, mit dem identifizierte Risiken durch entsprechende, angemessene Kontrollmaßnahmen adressiert und die Eintrittswahrscheinlichkeit minimiert werden soll. Es umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherstellen sollen. Das Kontrollsystem orientiert sich am internationalen "COSO"-Modell.

Unter den Risiken der zukünftigen Entwicklung, die in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt sind, sind folgende besonders hervorzuheben:

1. Markt- und Konjunkturrisiken

In einigen Märkten sehen wir das Risiko des Margendrucks durch preisaggressiven Wettbewerb. Wir praktizieren intensive Marktbeobachtung und sind darauf vorbereitet, durch kontinuierliche Überarbeitung unserer Produkt- und Dienstleistungspalette gegenzusteuern.

Dies geschieht in regelmäßigem Austausch mit unseren Vertriebsgesellschaften und Marketingabteilungen.

2. Beschaffungsrisiken

Die allgemeine Beschaffungsmarktsituation in 2024 stabilisiert sich weiter, wobei es eine Herausforderung darstellt, das Kostenniveau wieder auf ein gutes Level zu bekommen. Das "neue Normal" liegt auf einem höheren Niveau und neue Indikatoren, wie zum Beispiel die Erhöhung der Mautgebühren oder die steigenden CO 2 Abgaben, führen zu weiteren Kostensteigerungen.

Die Verfügbarkeit von chemischen Erzeugnissen, wie Lacken und Kunststoffgranulaten, sowie bei Guss- und Metallteilen hat sich verbessert. Bei energieintensiven Produktionsunternehmen besteht aufgrund der internationalen Wettbewerbsfähigkeit das Risiko von Lieferstopps durch Produktionsanpassungen bei den Lieferanten. Dies führt auch zu einer sehr angespannten Preissituation am Beschaffungsmarkt.

Weiterhin ist der Markt von Elektronikbauteilen sehr volatil. Dies insbesondere im Bezug auf Preis und Verfügbarkeit.

Eine neue Herausforderung ist die geopolitische Lage, welche Auswirkungen auf Transportwege und Transportkosten hat.

Mit der Einführung des Lieferkettensorgfaltpflichtengesetz und der Überprüfung aller Lieferanten und Unterlieferanten besteht ein zusätzliches Risiko, was zu Lieferantenwechsel und auch zu Lieferengpässen führen kann.

3. Entwicklungsrisiken

Die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen auf einen voraussichtlichen Bedarf hin ist mit höheren Risiken als im bisher angestammten Geschäft verbunden. Durch klare Zielvorgaben und zeitnahe Überwachung der Entwicklung werden diese Risiken minimiert, ohne dass sie völlig ausgeschlossen werden können.

4. Währungsrisiken

Grundsätzlich ist die Gesellschaft - aufgrund der weltweiten Geschäftstätigkeit - dem Währungsrisiko ausgesetzt. Etwa 51 % der Umsätze wurden in EUR fakturiert. Insbesondere dort, wo Verkäufe in US-Dollar, Britischen Pfund, Schweizer Franken und Japanischen Yen fakturiert werden, bestehen Umsatz- und Ertragsrisiken durch Kursschwankungen.

5. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten

Die Gesellschaft hat bestehenden Risiken aus Rechtsstreitigkeiten durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen und das Risiko durch laufende Konsultationen mit den Rechtsbeiständen der Gesellschaft bewertet.

6. Risiken aus Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen fast ausschließlich gegenüber Konzernunternehmen der Getinge Gruppe. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Getinge Gruppe ist das Ausfallrisiko von untergeordneter Bedeutung.

7. Risiken aus Verlustübernahmeverpflichtungen

Aufgrund der nunmehr bestehenden Ergebnisabführungsverträge mit Konzerngesellschaften existiert ein Risiko, dass die Gesellschaft zur Übernahme hoher Verluste aus diesen Gesellschaften verpflichtet ist.

8. Zusammenfassung

Insgesamt ist für die MAQUET GmbH festzustellen, dass keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken bestehen.

9. Chancen

Seit 2020 konnte der Umsatz der MAQUET GmbH kontinuierlich gesteigert werden. Das Jahr 2023 war speziell in der ersten Jahreshälfte von Inflation im Bereich Energie und energieintensiven Branchen geprägt, welche marktseitig nicht auf die Verkaufspreise umgelegt werden konnte. Im Jahr 2024 erwartet die Gesellschaft eine Stabilisierung der Material- und Energiekosten.

Hervorzuheben ist der Ende 2023 erfolgte Launch des MAQUET Corin - einem Operationstisch im Premiumsegment. Es wird erwartet, dass die MAQUET GmbH mit diesem Tisch die eigene Marktposition, insbesondere im Premiumsegment, weiter stärken wird.

D. Ausblick

Im Jahr 2023 wurde der wesentliche Anteil der Umsätze mit Vertriebsgesellschaften des Getinge Konzernverbunds realisiert. Auch mittel- und langfristig wird erwartet, dass der Vertrieb innerhalb des Konzernverbunds der wesentliche Vertriebskanal darstellen wird. Parallel entwickelte sich der Bereich Direct Sales kontinuierlich und es wird erwartet, dass dieser Bereich das Ergebnis der Gesellschaft langfristig weiter stärkt.

Der Auftragsbestand zum Jahresbeginn 2024 liegt deutlich unter dem Vorjahreswert (-23,7 %). Die Reduktion erklärt sich durch die außerordentliche Auftragssituation aus dem Jahr 2022, als aufgrund von Fehlteilen einige Aufträge nicht bedient werden konnten und in das Jahr 2023 verschoben werden mussten. Diesen Sondereffekt ausgenommen startet die Gesellschaft mit einem gutem Auftragsbestand und vollen Auftragsbüchern für das erste Quartal.

Im Hinblick auf die Umsatzerlöse sowie im Auftragseingang wird mit einer Steigerung im unteren einstelligen Prozentbereich von ca. 3-5% verglichen mit 2023, gerechnet. Diese Steigerung wird im Wesentlichen im Kernsegment OP-Tische erwartet.

Unverändert bleibt der Beschaffungsmarkt ein wesentlicher Fokusbereich der Gesellschaft. Im Jahr 2023 konnte die Materialversorgung stabilisiert werden, insbesondere verglichen mit den Vorjahren, welche durch Schwierigkeiten im Bereich der Materialbeschaffung geprägt waren. Die Gesellschaft geht davon aus, dass alle Kundenbedarfe bedient und somit auch der Rückstand aus dem Vorjahr vollständig abgearbeitet werden kann.

Insbesondere im Bereich der Inflation von Energiekosten sowie Einkaufspreisen (insbesondere für Elektronikkomponenten und Metalle) erwartet die Gesellschaft eine Stabilisierung sowie in Teilbereichen eine erste Erholung der starken Kostensteigerungen der Vorjahre.

Unterstützt wird die Erholung der Materialkosten durch fortlaufende Optimierungen des Designs (QVE) sowie Optimierungen in der Lieferkette. Auch prüft die Gesellschaft durch Investitionen in Fertigungsverfahren der Kernkompetenzen für unsere Produkte langfristige Kostensenkungspotentiale.

Es wird erwartet, dass sich der Mitarbeiterstand im Verlaufe des Jahres 2024 nur geringfügig verändern wird.

Zusammenfassend erwartet die Gesellschaft durch die genannten wesentlichen Effekte eine Stabilisierung des EBIT sowie des Working Capitals nach IFRS im Vergleich zum Vorjahr.

 

Rastatt, den 29. Mai 2024

Sebastian Hügli

BILANZ ZUM 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 141.169,00 208.987,00
141.169,00 208.987,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.558.582,13 20.291.541,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 700.793,00 885.614,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.980.386,01 4.247.357,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 772.710,52 759.468,91
25.012.471,66 26.183.981,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 76.504.537,19 76.504.537,19
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 85.000.000,00 91.000.000,00
3. Genossenschaftsanteile 7.191,96 7.191,96
161.511.729,15 167.511.729,15
186.665.369,81 193.904.697,80
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.000.538,14 22.128.273,10
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.122.990,71 2.364.298,94
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.825.109,01 12.455.832,32
29.948.637,86 36.948.404,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.391.690,89 2.504.165,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 118.530.763,62 134.703.177,84
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.485.125,98 3.058.841,87
126.407.580,49 140.266.184,81
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 37.958,92 37.260,58
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 438,33 158,33
156.394.615,60 177.252.008,08
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 340.412,24 409.803,14
343.400.397,65 371.566.509,02

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000.000,00
II. Kapitalrücklage 100.529.474,43 100.529.474,43
115.529.474,43 115.529.474,43
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 138.251.760,00 139.347.096,00
2. Steuerrückstellungen 62.308,13 42.447,13
3. Sonstige Rückstellungen 9.263.642,41 8.136.323,84
147.577.710,54 147.525.866,97
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.571.944,62 18.792.280,13
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 61.282.462,72 88.956.384,45
3. Sonstige Verbindlichkeiten 433.930,34 753.426,17
- davon aus Steuern: EUR 426.005,65 (Vorjahr: EUR 697.153,65)
80.288.337,68 108.502.090,75
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 4.875,00 9.076,87
343.400.397,65 371.566.509,02

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 207.512.255,62 168.875.529,15
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.252.187,50 1.613.295,63
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 18.023,91 22.260,79
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.114.701,99 4.610.700,74
- davon Erträge aus Währungsumrechnung 1.100.772,65 EUR (Vorjahr: 2.551.413,96 EUR)
211.392.794,02 175.121.786,31
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -100.655.320,04 -84.213.589,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.482.915,51 -1.436.000,03
-102.138.235,55 -85.649.589,35
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -35.200.993,24 -31.645.268,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -9.549.844,70 -12.699.992,83
- davon für Altersversorgung: -3.145.969,39 EUR (Vorjahr: -6.886.775,92 EUR)
-44.750.837,94 -44.345.261,28
7. Abschreibungen
- auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.495.128,13 -2.771.758,59
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -36.396.710,28 -29.525.180,94
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung -1.715.243,73 EUR (Vorjahr: -2.133.255,57 EUR)
-185.780.911,90 -162.291.790,16
25.611.882,12 12.829.996,15
9. Erträge aus Beteiligungen 10.350.289,74 7.567.102,41
- davon aus verbundenen Unternehmen: 7.567.102,41 EUR (Vorjahr: 4.114.106,20 EUR)
10. Erträge aus Ergebnisübernahmevertrag 11.682.676,20 58.857.272,99
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.663.905,00 6.192.325,28
- davon aus verbundenen Unternehmen: 3.663.905,00 EUR (Vorjahr: 6.192.325,28 EUR)
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.036.849,11 1.476.333,04
- davon aus verbundenen Unternehmen: 2.002.950,22 EUR (Vorjahr: 1.464.361,04 EUR)
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -57,09
14. Aufwendungen aus Ergebnisübernahmevertrag -8.369.297,59 -3.693.389,23
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.566.527,66 -5.808.089,14
- davon an verbundene Unternehmen -907.046,05 EUR (Vorjahr: -1.435.316,55 EUR)
- davon Aufwendungen aus Aufzinsung -1.659.177 EUR (Vorjahr: -4.369.873,00 EUR)
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -17.339,52 -4.017,13
17. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 42.392.437,40 77.417.477,28
18. Sonstige Steuern -163.180,28 -167.038,84
19. Ergebnis vor Abführung 42.229.257,12 77.250.438,44
20. Aufwendungen aus Gewinnabführung (-) -42.229.257,12 -77.250.438,44
21. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Vorbemerkung

Die MAQUET GmbH, mit Sitz in Rastatt, ist unter HRB 715072 im Handelsregister Mannheim eingetragen.

II. ALLGEMEINE ANGABEN

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die MAQUET GmbH ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gemäß § 252 Abs. 1 Satz 6 HGB beibehalten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert zum Vorjahr maßgebend.

(1)

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert.

(2)

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Für Immobilien werden steuerliche Abschreibungssätze zwischen 13 und 50 Jahren verwendet. Das übrige Sachanlagevermögen wird über einen Zeitraum zwischen drei und dreizehn Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Zugänge werden ab dem Monat der Betriebsbereitschaft linear abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände, die bis zum 31. Dezember 2009 zugegangen sind, wird das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EG HGB ausgeübt und die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Von der degressiven Abschreibung wird auf die lineare übergegangen, sobald sich durch die lineare Abschreibung höhere Abschreibungsbeträge ergeben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert.

 

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG bis zu einem Wert von 250 EUR werden mit der Anschaffung bzw. Herstellung als Aufwand gebucht. Solche geringwertigen Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG, deren Wert über 250 EUR liegt, jedoch 1.000 EUR nicht übersteigt, werden im Anlagespiegel als Sammelposten dargestellt und über fünf Jahre abgeschrieben.

(3)

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen.

(4)

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt nach der gleitenden Durchschnittsmethode. Soweit in Einzelfällen niedrigere Wiederbeschaffungspreise vorlagen, wurden diese angesetzt. Erzeugnisse sind zu den Herstellungskosten bewertet, die die Einzelkosten für Material und Lohn sowie die anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den durch die Fertigung verursachten Werteverzehr des Anlagevermögens umfassen. Für die erkennbaren Bestandsrisiken einschließlich niedrigerer Verkaufspreise wurden entsprechende Abschläge berücksichtigt. Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennbetrag ausgewiesen.

(5)

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung durch Bildung von Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

(6)

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit den von Getinge herausgegebenen Monatsendkursen (Basis: schwedische Zentralbank) bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum 31.12. mit dem von Getinge herausgegebenen Stichtagskursen (Basis: schwedische Zentralbank) bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde das Imparitätsprinzip des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB beachtet.

(7)

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Zeitwerten angesetzt.

(8)

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

(9)

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

(10)

Das Eigenkapital ist zu Nennwerten angesetzt.

(11)

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,2 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 5,0 % p.a. unterstellt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes bei Pensionsrückstellungen werden im Finanzergebnis gezeigt.

(12)

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

 

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Weiterhin wurde die IDW-Stellungnahme (IDW RS HFA3: Stand 19.06.2013) berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,99 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Es wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % unterstellt. Etwaige Zuschüsse bei Ersatzleistungen wurden angerechnet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

 

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Der Zinssatz beträgt 1,74 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % sowie eine Fluktuation in Höhe von 5,0 % p.a. unterstellt.

(13)

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Nennwert in der Bilanz ausgewiesen.

(14)

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

(15)

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

(16)

Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Organträgerin Getinge Holding B.V. & Co. KG, Rastatt, d.h. tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die latenten Steuern auf temporären Differenzen der Gesellschaft im Abschluss der Getinge Holding BV & Co KG, Rastatt, erfasst.

IV. ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1)

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage zu Anhang) dargestellt.

 

Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

(2)

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.

(3)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 118.531 TEUR (Vorjahr: 134.703 TEUR) umfassen im Wesentlichen mit 27.145 TEUR (Vorjahr: 24.091 TEUR) solche aus Lieferungen und Leistungen. Sie enthalten darüber hinaus Finanzforderungen aus dem an die Getinge Treasury AB, Göteborg, Schweden, gewährten Darlehen inklusive Zinsforderung von 62.218 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), Forderungen aus dem Cash-Pool in Höhe von 12.485 TEUR (Vorjahr: 43.792 TEUR), Forderungen aus der Ergebnisabführung von 11.683 TEUR für das Jahr 2023 (Vorjahr: 58.857 TEUR) sowie Forderungen in Höhe von 1.336 TEUR (Vorjahr: 1.734 TEUR) gegenüber der Organträgerin aus Umsatzsteuer. Forderungen aus Genussrechten bestehen in Höhe von 3.664 TEUR (Vorjahr: 6.193 TEUR).

 

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) solche gegenüber der Gesellschafterin Getinge Holding GmbH, Rastatt.

(4)

Entwicklung des Eigenkapitals: Das Stammkapital der MAQUET GmbH beträgt unverändert zum Vorjahr 15.000 TEUR. Dieses wird zu 100% von der Gesellschafterin Getinge Holding GmbH, Rastatt, gehalten.

(5)

Die Rückstellungen für Pensionen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 138.252 TEUR (Vorjahr: 139.347 TEUR). Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum bisherigen Ansatz zum 31. Dezember 2009 von 20.942 TEUR. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt diesen Aufwand linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 1.396 TEUR als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung der Pensionsrückstellungen somit auf 1.396 TEUR.

 

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 1.628 TEUR und unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F.. Eine korrespondierende Abführungssperre bei Gewinnabführungsverträgen wurde im Gesetz nicht geregelt.

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat im Schreiben vom 23. Dezember 2016 bestätigt, dass eine analoge Anwendung der Ausschüttungssperre auf die Gewinnabführung nicht in Betracht kommt.

(6)

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 9.264 TEUR (Vorjahr: 8.136 TEUR) umfassen im Wesentlichen Personal (6.287 TEUR; Vorjahr: 4.178 TEUR) sowie Rückstellungen für den operativen Produktionsbereich inkl. Garantie (1.749 TEUR; Vorjahr: 2.358 TEUR).

(7)

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ist in folgendem Spiegel dargestellt:

Verbindlichkeitenspiegel Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit von
in TEUR 31.12.2023 < 1 Jahr > 1 Jahr davon < 5 Jahre davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.572 18.572 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 61.282 61.282 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 434 434 0 0
davon aus Steuern 426 426 0 0
Total 80.288 80.288 0 0
Verbindlichkeitenspiegel Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit von
in TEUR 31.12.2022 < 1 Jahr > 1 Jahr davon < 5 Jahre davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.792 18.792 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 88.956 88.956 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 754 754 0 0
davon aus Steuern 697 697 0 0
Total 108.502 108.502 0 0
 

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

(8)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 61.282 TEUR (Vorjahr: 88.956 TEUR) umfassen im Wesentlichen mit 10.684 TEUR (Vorjahr: 8.012 TEUR) solche für Lieferungen und Leistungen sowie Finanzverbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 50.599 TEUR (Vorjahr: 80.944 TEUR).

 

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von 42.229 TEUR (Vorjahr: 77.250 TEUR) solche gegenüber der Gesellschafterin.

(9)

Die Umsatzerlöse nach Regionen gliedern sich wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Westeuropa 101.778 89.725
Amerika 32.544 21.089
Asien 30.466 33.077
Osteuropa 19.652 7.187
Mittlerer Osten 5.266 4.696
Afrika 2.170 1.505
Ozeanien 1.311 826
Sonstige Umsatzerlöse 14.324 10.771
Total 207.512 168.876
(10)

Die Umsatzerlöse nach Produktlinien gliedern sich wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Operationstische 161.252 129.669
Assist 14.415 13.726
Operating Room Integration 9.779 7.233
Ersatzteile/Service/weitere 7.743 7.378
Sonstige Umsatzerlöse 14.323 10.870
Total 207.512 168.876
 

Die sonstigen Umsatzerlöse umfassen im Wesentlichen der Umsatzdefinition nach BilRUG nach, die Konzernumlagen, Lizenzerlöse und Sonstiges.

(11)

Im Wesentlichen enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 6.115 TEUR (Vorjahr: 4.611 TEUR) Erträge aus dem Verkauf von konzerninternen Forderungen an die Getinge Business Support Services AB, Göteborg, Schweden von 2.286 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), Erträge aus Währungsumrechnung von 1.101 TEUR (Vorjahr: 2.551 TEUR), Erträge aus der Bilanzierung der Forschungszulage für das Jahr 2023 von 1.000 TEUR (Vorjahr: 792 TEUR für das Jahr 2022), sowie periodenfremde Erträge aus Auflösung Einzelwertberichtigung von 816 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR) und aus der Auflösung von Rückstellungen von 751 TEUR (Vorjahr: 575 TEUR). Darüber hinaus waren im Vorjahr noch periodenfremde Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen von 622 TEUR enthalten.

(12)

Im Vorjahr waren in den Personalaufwendungen 635 TEUR Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Transformationsprogramm "Rastatt 22" enthalten (Geschäftsjahr 2023: 0 TEUR).

(13)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von 1.396 TEUR (Vorjahr: 1.396 TEUR) die außergewöhnlichen Aufwendungen aus der Zuführung von 1/15 des Umstellungseffektes aus der Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Rahmen des BilMoG.

 

Sie enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 39 TEUR (Vorjahr: 332 TEUR) aus dem Abgang von Anlagevermögen.

V. SONSTIGE ANGABEN

(1)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

 

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, im Wesentlichen aus operativen Leasingverträgen für Fahrzeuge und Hardwaregeräte für den Zeitraum 01.01.2024 bis 31.12.2028 belaufen sich wie folgt:

Jahr TEUR
2024 274
2025 135
2026 70
2027 26
2028 1
506
 

Die Leasingverträge wurden vor dem Hintergrund der Optimierung der Kapitalbindung und dem flexibleren Austausch der Leasinggegenstände gegenüber Anlagengegenständen geschlossen. Die Leasingverträge enthalten keine Verpflichtungen zur Übernahme der Leasinggegenstände nach Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Fahrzeuge und Hardwaregeräte nicht mehr vollständig genutzt werden.

 

Das Bestellobligo für Investitionen beträgt zum Bilanzstichtag 263 TEUR.

 

Über die oben aufgeführten Verpflichtungen hinaus hat die Gesellschaft keine signifikanten außerbilanziellen Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB.

(2)

Honorardes Abschlussprüfers

 

Im Geschäftsjahr wurden folgende Honorare des Abschlussprüfers der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Aufwand erfasst:

Abschlussprüfung: 51 TEUR
(3)

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr

 

Zu Geschäftsführern der MAQUET GmbH waren im Geschäftsjahr bestellt:

Stéphane Le Roy, Präsident Surgical Workflows (bis 31.03.2024)

Sebastian Hügli, Director Operations Surgical Workflows

 

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2023 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen erhielten 398 TEUR (Vorjahr: 411 TEUR).

 

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind 7.338 TEUR (Vorjahr: 7.391) zurückgestellt.

(4)

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 folgende Mitglieder an:

Stéphane Le Roy, Präsident Surgical Workflows bei Getinge Infection Control SAS, Frankreich, Vorsitzender (ab 09.04.2024)

Bert Hochkeppel, Direktor Personal bei Maquet Cardiopulmonary GmbH, Rastatt, Vorsitzender (bis 02.04.2024)

Thomas Enevoldsen, Leiter Finanzen Surgical Workflows bei Getinge IT Solutions ApS, Dänemark, 1. stellvertretender Vorsitzender

Thomas Marschall, Leiter Personalwesen Surgical Workflows bei Getinge Holding B.V.& Co. KG, Rastatt

Josef Hinterberger, Präsident Vertriebsgesellschaften DACH bei Getinge Deutschland GmbH, Rastatt

Ute Wasilowicz, Betriebsratsvorsitzende bei Maquet GmbH, Rastatt, 2. stellvertretender Vorsitzender

Markus Rieger, Betriebsrat bei Maquet GmbH, Rastatt

 

Die Aufsichtsräte erhielten wie im Vorjahr auch in 2023 keine Bezüge.

(5)

Zahl der Mitarbeiter

 

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

Gewerbliche Arbeitnehmer 148
Angestellte 306
453
(6)

Angaben zum Anteilsbesitz

 

Zum Bilanzstichtag wurden an den folgenden Unternehmen Anteile im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB gehalten:

Name, Sitz Anteil
in %
Währung Nennkapital
In Tausend
Eigenkapital zum 31.12.2023
In Tausend
Jahresergebnis 2023
In Tausend
Getinge Infection Control S.A.S., Tournefeuille, Frankreich ** 15 EUR 86.080 70.672 -82.519
MediKomp GmbH, Rastatt * 100 EUR 26 5.142 0
Getinge Deutschland GmbH, Rastatt *** 6 EUR 27 2.744 0
Maquet Belgien N.V., Groot-Bijgaarden, Belgien ** 100 EUR 3.670 17.577 1.048
Maquet Cardiopulmonary GmbH, Rastatt * 100 EUR 4.064 42.954 0
* Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der MAQUET GmbH, Rastatt
** IFRS Reporting Package
*** Im Geschäftsjahr 2013 wurden 94% der Anteile an die Getinge Vertriebs Holding GmbH, Rastatt, verkauft. Die Getinge Deutschland GmbH hat einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Getinge Vertriebs Holding GmbH, Rastatt.
(7)

Ergebnisverwendung

 

Zwischen der MAQUET GmbH, Rastatt, und der Getinge Holding GmbH, Rastatt, besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 42.229 TEUR (Vorjahr: 77.250 TEUR) wird an die Getinge Holding GmbH abgeführt.

(8)

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

 

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

(9)

Konzernverhältnisse

 

Die Getinge Holding GmbH hält die Geschäftsanteile und ist alleinige Gesellschafterin.

 

Die Getinge AB, Göteborg, Schweden, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, der im schwedischen Register unter Bolagsverket, 85181 Sundsvall, auf dessen Website www.bolagsverket.se einsehbar ist. Darüber hinaus wird der Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger unter der Getinge Holding B.V. & Co. KG, Rastatt, veröffentlicht.

Der vorgenannte Konzernabschluss und Konzernlagebericht hat für die MAQUET GmbH befreiende Wirkung i.S.v. § 291 Abs. 1 HGB, so dass auf die Erstellung eines Teilkonzernabschlusses verzichtet wird. Im befreienden Konzernabschluss werden folgende materiell vom deutschen Recht abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden angewendet, die die Gesellschaft betreffen:

Aktivierung von Entwicklungskosten

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt mit geänderten Parametern für die Abwertung aufgrund von Gängigkeiten und Reichweiten. Die Konzernbewertung orientiert sich an den konzerneinheitlichen Bewertungsgrundsätzen.

Die Pensionsrückstellung wird jeweils nach der so genannten Projected Unit Credit Method berechnet unter Anwendung eines Abzinsungssatzes von 3,55%.

Es werden aktive und passive latente Steuern ausgewiesen.

Realisierung der Umsatzerlöse für Projekte nach der Percentage of Completion Method

 

Rastatt, den 29. Mai 2024

Sebastian Hügli

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.210.009,87 14.214,60 47.294,00 0,00 5.176.930,47
5.210.009,87 14.214,60 47.294,00 0,00 5.176.930,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.081.887,85 43.258,79 0,00 -2.380,00 60.122.766,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.291.823,35 132.630,00 226.460,52 0,00 3.197.992,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.081.332,85 811.385,76 280.102,03 342.862,65 23.955.479,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 759.468,91 353.724,26 0,00 -340.482,65 772.710,52
87.214.512,96 1.340.998,81 506.562,55 0,00 88.048.949,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 76.504.537,19 0,00 0,00 0,00 76.504.537,19
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 91.000.000,00 0,00 6.000.000,00 0,00 85.000.000,00
3. Genossenschaftsanteile 7.191,96 0,00 0,00 0,00 7.191,96
167.511.729,15 0,00 6.000.000,00 0,00 161.511.729,15
Summe Anlagevermögen 259.936.251,98 1.355.213,41 6.553.856,55 0,00 254.737.608,84
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.001.022,87 82.032,60 47.294,00 0,00 5.035.761,47
5.001.022,87 82.032,60 47.294,00 0,00 5.035.761,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.790.346,72 774.181,79 0,00 -344,00 40.564.184,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.406.209,35 242.277,41 151.286,93 0,00 2.497.199,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.833.975,24 1.396.636,33 255.862,35 344,00 19.975.093,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
61.030.531,31 2.413.095,53 407.149,28 0,00 63.036.477,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 66.031.554,18 2.495.128,13 454.443,28 0,00 68.072.239,03
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 141.169,00 208.987,00
141.169,00 208.987,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.558.582,13 20.291.541,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 700.793,00 885.614,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.980.386,01 4.247.357,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 772.710,52 759.468,91
25.012.471,66 26.183.981,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 76.504.537,19 76.504.537,19
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 85.000.000,00 91.000.000,00
3. Genossenschaftsanteile 7.191,96 7.191,96
161.511.729,15 167.511.729,15
Summe Anlagevermögen 186.665.369,81 193.904.697,80

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MAQUET GmbH, Rastatt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MAQUET GmbH, Rastatt, - bestehend aus der Bilanz zum Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAQUET GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 29. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Reza Bigdeli, Wirtschaftsprüfer

ppa. Agnieszka Kruppa, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

an die Gesellschafterversammlung der MAQUET GmbH

Die MAQUET GmbH hat einen nach den Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes (DrittelbG) zusammengesetzten Aufsichtsrat.

Zusammensetzung

Der Aufsichtsrat der MAQUET GmbH setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:

 

Bert Hochkeppel (AR-Vorsitzender)

 

Thomas Enevoldsen, (1. stellvertretender Vorsitzender)

 

Thomas Marschall,

 

Josef Hinterberger,

 

Ute Wasilowicz (2. stellvertretender Vorsitzende)

 

Markus Rieger

Rechenschaftsbericht

Der Rechenschaftsbericht umfasst den Zeitraum Januar bis Dezember 2023.

In dieser Zeit hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben durchgeführt. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und deren Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und sich dabei von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Die Geschäftsführung ist ihren Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher bzw. mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet.

Der Aufsichtsrat kam am 25.06.2023 zu einer ordentlichen Sitzung zusammen. Der Bericht der Geschäftsführung, des Wirtschaftsprüfers und des Aufsichtsrates wurden besprochen. Wobei der Bericht des Aufsichtsrates von den Mitgliedern des Aufsichtsrates einstimmig gebilligt worden ist. Der Aufsichtsrat hat auch der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, den Jahresabschluss zu genehmigen, sowie die Empfehlung als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH, Niederlassung Düsseldorf, zu beauftragen. Weitere Sitzungen des Aufsichtsrates hat es 2023 nicht gegeben. Allerdings stand der Aufsichtsrat stets in regelmäßigem Kontakt mit der Geschäftsführung und informierte sich über wesentliche Entwicklungen. Ausschüsse hat der Aufsichtsrat auf Grund seiner Größe von 6 Mitgliedern nicht gebildet.

Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über welche die Gesellschafterversammlung informiert werden soll, sind nicht aufgetreten.

Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass die Geschäftsführung die Geschäfte ordnungsgemäß führt und alle notwendigen Maßnahmen rechtzeitig und ordnungsgemäß vorgenommen hat. Der Aufsichtsrat ist von der Rechtmäßigkeit der Unternehmensführung durch die Geschäftsführung überzeugt.

Prüfung des Jahresabschlusses

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH, Georg-Glock-Straße 22, 40474 Düsseldorf, hat den von der Geschäftsführung nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und den Lagebericht der MAQUET GmbH geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Der Jahresabschluss der MAQUET GmbH zum 31. Dezember 2023, sowie der Lagebericht der MAQUET GmbH für das Geschäftsjahr 2023, sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegen. Der Aufsichtsrat hat die ihm nach § 170 Abs. 1 und 2 AktG vorgelegten Unterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eigenständig geprüft und sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen. Einwendungen waren nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gebilligt.

Mit dem Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 erklärt sich der Aufsichtsrat einverstanden.

Veränderungen laufenden Geschäftsjahr 2024

Am 2.4.2024 hat der Aufsichtsratsvorsitzende sein Amt als Aufsichtsrat der Maquet GmbH niedergelegt. Mit Gesellschafterversammlung vom 2.4.2024 wurde Herr Stéphane Le Roy zum Aufsichtsrat der Gesellschaft bestellt. Mit Beschlussfassung des Aufsichtsrates im Umlaufverfahren wurde Herr Stéphane Le Roy einstimmig zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

 

Rastatt, den 20. Juni 2024

Der Aufsichtsrat

Stéphane Le Roy, Aufsichtsratsvorsitzender

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 20.06.2024 festgestellt.

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