Vetro Solar GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Flachglas
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Otmar Dr. Trampert seit 20.10.2022 | Geschäftsführer |
Hans-Dieter Sonntag seit 24.6.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 42.29% | |
| 41.26% | |
M***** P********* | 15.47% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FEV Group GmbHAachenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bericht über die Lage des Konzerns 2022Inhalt 1. Wirtschaftliches Umfeld 1.1. Grundlagen der Gesellschaft und des Konzerns 1.2. Gesamtwirtschaftliche Lage 1.3. Branchenkonjunktur 2. Geschäftsentwicklung 2.1. Ertragslage 2.2. Vermögenslage 2.3. Finanzlage 2.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage 3. Mitarbeiterentwicklung 4. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB 5. Forschung und Entwicklung 6. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten 7. Chancen und Risiken sowie Ausblick des Konzerns 7.1. Chancen- und Risikobericht 7.2. Prognosebericht 1. Wirtschaftliches Umfeld1.1. Grundlagen der Gesellschaft und des Konzerns Die FEV Group mit Hauptsitz in Aachen, Deutschland, ist ein global führender Entwicklungsdienstleister im Automobilsektor und Innovationstreiber für unterschiedliche Industriezweige. Professor Franz Pischinger legte dafür den Grundstein, indem er seinen akademischen und technischen Hintergrund mit seiner Vision für kontinuierlichen Fortschritt verband. Das Unternehmen entwickelt seit 1978 technologische und strategische Lösungen für die größten Automobilhersteller der Welt sowie Kunden im gesamten Transport- und Mobilitätsökosystem. Muttergesellschaft ist die FEV Group GmbH. Sie definiert die strategische Ausrichtung und bestimmt die Werte, denen FEV verpflichtet ist. Darüber hinaus unterstützt sie die Tochtergesellschaften in zentralen Funktionen wie Recht, Compliance, Marketing und Kommunikation, Vertrieb, Controlling, IT, Personalmanagement, Qualitätsmanagement sowie Arbeits- und Umweltschutz. Die Welt entwickelt sich kontinuierlich weiter genauso wie sich die FEV ständig weiterentwickelt. Deshalb setzt FEV sein technologisches und strategisches Know-how auch in anderen Bereichen ein und transferiert seinen zukunftsorientierten Ansatz in den Energiesektor. Durch seine Software- und Systemkompetenz nimmt das Unternehmen zudem eine Vorreiterrolle ein und macht intelligente Lösungen für jedermann erlebbar. FEV bringt hochqualifizierte Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Fachgebieten zusammen, um den Herausforderungen von heute und von morgen zu begegnen. Auch in Zukunft wird FEV die Grenzen der Innovation verschieben. Mit seinen über 7.300 Mitarbeiter: innen an mehr als 40 Standorten weltweit entwickelt FEV Lösungen, die nicht nur die Bedürfnisse von heute, sondern auch die von morgen erfüllen. Letztlich bleibt FEV niemals stehen - für eine bessere, saubere Zukunft, auf Basis nachhaltiger Mobilität und Energie sowie intelligenter Software. Für seine Unternehmenspartner, seine Mitarbeiter: innen und die Welt. Bereits seit 2008 ist FEV Vorreiter in der Batterie-Anwendung für den Transportsektor. Das Leistungsspektrum umfasst ein 360°-Angebot für die Kunden und reicht von Konzept bis zum SOP. Dazu zählen Benchmarking, neueste BMS-Generationen und Zell-Technologien sowie Sicherheitsstrategien beispielsweise gegen thermisches Durchgehen. Die Optimierung der FEV Lösungen erfolgt mittels modernster Simulations- und Testmethoden. So bietet das Unternehmen im sogenannten eDLP seinen Kunden seit 2020 alle von der Industrie geforderten Entwicklungs- und Validierungstests. Dazu zählen Leistungs- und Dauertests, Umwelt-, mechanische, Sicherheits- und Missbrauchstests unter einem Dach. Das eDLP ist mit 15.000 m 2 das weltweit größte und modernste unabhängige Entwicklungs- und Testzentrum für Hochvoltbatterien und weitere elektronische Komponenten. 2022 hat FEV ein umfassendes 'Rebranding' durchgeführt, welches neben zahlreichen neuen Markenelementen unter anderem ein neues Logo und eine 'Tagline' beinhaltet. Das neue FEV-Logo vereint alle Anforderungen an eine moderne Marke. Es ist auf intelligente Art und Weise simpel, leicht zu erfassen und kann auf allen Medien und in verschiedenen Größen dargestellt werden. Darüber hinaus verfügt es über einzigartige Elemente, die einen hohen Wiedererkennungswert garantieren. Neben den technischen Anforderungen hat das Logo auch einen hohen emotionalen Wert. Es repräsentiert den Zweck von FEV. Es ist menschenbezogen und weniger technokratisch. Zugleich steht es für Vertrauen und Innovation. Es bietet ideale Voraussetzungen für FEV, eine echte "T-Shirt-Marke" zu werden. Mit anderen Worten: Eine Marke, die man mit Stolz nach außen präsentiert. Die neue 'Tagline' von FEV ist 'Feel Evolution' und markiert ein Alleinstellungsmerkmal, weil sie einen direkten Bezug zu FEV herstellt und den Buchstaben "F", "E", und "V" völlig neue Perspektiven gibt und eine Einheit in Aussage und Erscheinungsbild schafft. "Feel" steht für das Gefühl als Emotion, als menschliche Wahrnehmung - Gefühl im Hinblick auf die Veränderung bei FEV. Aber auch im Sinne von "technologische Evolution erleben oder spüren". Im Fahrzeug etwa durch neue ADAS-Funktionen oder zu Hause in Form von Smart-Home-Lösungen. "Evolution" steht für die Fähigkeit von FEV, die Grenzen der technologischen Entwicklung zu verschieben und bestehende Lösungen immer weiter zu verbessern. Im Rahmen des Rebrandings hat FEV zudem eine neue, übersichtliche Markenarchitektur implementiert. Diese besteht aus FEV als Master-Brand, die in Wechselwirkung mit sechs Sub-Brands steht (FEV propulsion, FEV vehicle, FEV test systems, FEV energy, FEV.io, FEV Consulting). Diese Sub-Brands heben die Kompetenzen des Unternehmens hervor und ermöglichen eine klare, zielgerichtete Kundenansprache in unterschiedlichen Segmenten. Dies führt zu einem fokussierten und personalisierten Markenerlebnis für Kunden, was wiederum die Markentreue, das Kundenbewusstsein und die Zufriedenheit erhöht. 1.2. Gesamtwirtschaftliche Lage Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres unter dem Eindruck hoher Energiepreise und großer Unsicherheit deutlich abgeschwächt. Bremsend wirkt inzwischen auch die Geldpolitik, die angesichts eines auf breiter Front hohen Inflationsdrucks, rasch gestrafft wird. Die Produktion blieb bis in den Herbst hinein insgesamt zwar weiter aufwärtsgerichtet, wobei Impulse von nachlassenden Lieferengpässen und der weiter fortschreitenden Normalisierung der Aktivität in den von der Corona-Pandemie besonders getroffenen Wirtschaftsbereichen, ausgingen. Zum Jahresende hin hat sich die wirtschaftliche Dynamik aber nochmals merklich verringert. Vor allem die großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften stehen derzeit trotz erheblicher fiskalischer Stützungsmaßnahmen vor einer Phase schwacher Konjunktur. Gleichzeitig bleiben die Probleme für die chinesische Wirtschaft groß. Während die Weltproduktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) mit 3,2 Prozent in diesem Jahr um 0,3 Prozentpunkte stärker zulegt als im September prognostiziert, erwarten wir für das nächste Jahr lediglich einen Anstieg von 2,5 Prozent. Angesichts der Folgen des Krieges Russlands in der Ukraine hat sich die Stimmung in der Wirtschaft der EU deutlich verschlechtert. Infolgedessen ist das Wachstum im Jahr 2022 zwar besser ausgefallen als zuvor prognostiziert. Das reale BIP-Wachstum in der EU überraschte in der ersten Jahreshälfte 2022 positiv, da die Verbraucher nach der Lockerung der COVID-19-Dämpfungsmaßnahmen ihre Ausgaben, insbesondere für Dienstleistungen, kräftig wieder aufnahmen. Die Expansion setzte sich im dritten Quartal fort, wenn auch in deutlich abgeschwächter Form. Angesichts der großen Unsicherheit, des hohen Energiepreisdrucks, der Kaufkrafterosion bei den privaten Haushalten, des schwächeren außenwirtschaftlichen Umfelds und der restriktiveren Finanzierungsbedingungen wurde mit der Herbstprognose erwartet, dass die EU, der Euroraum und die meisten Mitgliedstaaten im letzten Quartal des Jahres in eine Rezession abgleiten werden. Der prognostizierte Konjunkturrückgang konnte jedoch abgewendet werden, wodurch die jährliche Wachstumsrate für 2022 nun sowohl in der EU als auch im Euroraum auf 3,5 Prozent geschätzt wird. Die Inflationserwartungen in der Frühjahrsprognose der Europäischen Kommission konnten in erster Linie wegen der Energiemarktentwicklung leicht herabgesenkt werden. Ausschlaggebend dafür war vor allem der nachlassende Energiepreisanstieg nach dem Höchststand zum Jahresende 2022. Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Laut DIHK-Auswertung prüfen viele Unternehmen zudem kritisch ihre internationalen Standorte. Durch Lieferengpässe und somit verzögerte oder ausbleibende Produktion hat die deutsche Industrie von 2021 bis Mitte 2022 knapp 64 Mrd. Euro an Wertschöpfung verloren, so eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Dabei betrifft der Mangel an Vorprodukten vor allem die Autobranche. 74,1 Prozent der Firmen beklagten Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Relativ krisenfest zeigt sich der Maschinenbau. Laut Branchenverband VDMA ist bis Ende 2022 ein reales Produktionsplus von einem Prozent möglich. Engpässe bei der Versorgung mit Energie, Schwierigkeiten bei der Lieferung von Rohstoffen, Vorprodukten und Handelswaren, sowie ein sich verschärfender Arbeitskräftemangel belasten die Herstellung von Waren und Dienstleistungen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Damit stiegen die Preise auch dadurch, dass sich Energie, Rohstoffe und Vorprodukte, die Deutschland größtenteils aus dem Ausland importiert, spürbar verteuerten. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten konnte sich der Negativentwicklung ebenfalls nicht entziehen. Die Wirtschaft schrumpfte aufgrund eines Außenhandelsdefizits und der Folgen anhaltender Lieferkettenstörungen. In der Mitte des Berichtsjahres erreichte die Inflationsrate mit 9 Prozent ihren Höchststand und ging zurück auf den Jahresdurchschnitt von 8 Prozent. Die Inflationsrate lag damit auf einem Höchstwert seit Beginn der 1980er-Jahre. Trotz hoher Inflation und steigender Zinsen erwies sich der private Verbrauch als widerstandsfähig und verhalf damit den USA zu einem Inlandswachstum von 2,1 Prozent. Die chinesische Wirtschaft wurde im Jahr 2022 durch die weiterhin strenge und konsequente Null-COVID-Strategie, verlangsamten Wachstum im Immobiliensektor und sinkende Auslandsnachfrage belastet. Damit konnte nur ein Wachstum um 3 Prozent erzielt werden. 1.3. Branchenkonjunktur Die weltweit größten Autohersteller fahren einer Studie der Beratungsgesellschaft EY zufolge weiter Rekordgewinne ein. "Unterm Strich war das dritte Quartal trotz der abflauenden Konjunktur und einer sehr schwierigen geopolitischen Lage für die Autoindustrie ein Traumquartal", sagt dazu der Leiter der Mobilitätssparte Westeuropa bei EY, Constantin Gall. Nichtsdestotrotz ist der Preisdruck unter 'Engineering Service Providern' (ESPs) und Zulieferern enorm hoch. Die Versorgung mit Halbleitern verbessere sich langsam und gerade die Nachfrage nach Premiumfahrzeugen sei weiter hoch. Besonders deutsche Automobilkonzerne erlebten im Sommer ein sehr gutes Quartal (Rekordgewinne und durchschnittlich 28 % mehr Umsatz) - auch dank hoher Preise. Der umsatzstärkste Konzern war demnach Volkswagen mit 70,7 Milliarden Euro, gefolgt von Toyota. Beim Gewinn lag Mercedes Benz mit 5,2 Milliarden Euro vor seinen Konkurrenten, VW erreichte demnach einen Gewinn von 4,3 Milliarden Euro. Der deutsche Automobilmarkt befindet sich mit 2,7 Mio. neuzugelassenen PKW leicht über dem Vorjahresniveau aber damit weiterhin unter Vorkrisenniveau. Laut Statischem Bundesamt erhöhte sich der Verbraucherpreis um einen historisch hohen Wert und damit um 7,9 Prozent. Die Automobilbranche unterliegt zudem weiterhin dem technologischen Wandel. Der Trend hin zu Elektromobilität setzte sich 2022 fort, was bedeutete, dass Engineering-Service-Unternehmen ihre Fähigkeiten und Ressourcen auf diesem Gebiet ausbauen mussten, um die Nachfrage nach elektrischen und hybriden Systemen zu erfüllen. In der deutschen Automobilindustrie wurden den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres 66 Prozent mehr E-Autos produziert. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden in Deutschland 32,2 Prozent mehr Elektroautos zugelassen als im Jahr 2021. Damit erreichten die Elektro-PKW einen Anteil von 17,7 Prozent der Neuzulassungen. Die Exporte dieser stiegen um 65 Prozent im Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr. Der mengenmäßig größte Abnehmer war Großbritannien. Die Zulassungen der klassischen Verbrennungsmotoren machten trotz der positiven Entwicklung der E-Autos immer noch den Großteil der Neufahrzeuge aus. Die Exporte von Verbrennungsmotoren lagen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Wichtigster Abnehmer für die Verbrennungsmotoren waren China gefolgt von den Vereinigten Staaten. Der chinesische Absatzmarkt für PKW legte mit 23,2 Mio. verkauften Neufahrtzeugen deutlich zu. Dies entspricht einem Zuwachs von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Frühjahr waren die Verkäufe noch deutlich rückläufig. Dank einer Steuerreduktion auf einen großen Teil der Fahrzeuge konnte dieser rückläufige Trend jedoch wieder wettgemacht werden. In den Vereinigten Staaten sind die Light-Vehicle-Verkäufe (PKW und Light Trucks) im Berichtsjahr um 8 Prozent auf 13,7 Mio. Fahrzeuge zurückgegangen. Laut dem Verband der Automobilindustrie war der Markt 2022 im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 gut 3,2 Mio. Fahrzeuge kleiner. Der Absatz von Light Trucks (-6 Prozent gegenüber 2021) entwickelte sich dabei im vergangenen Jahr weniger schwach als der Absatz von Pkw (-15 Prozent gegenüber 2021). Im Dezember 2022 steht mit 1,3 Mio. neu zugelassenen Light Vehicle ein leichtes Wachstum von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu Buche. Ein schnell wachsender Fahrzeugmarkt zeigt sich in Indien. Dort wurden mit 3,8 Mio. PKW fast ein Viertel (+23 Prozent) mehr als im Vorjahr abgesetzt. Neben dem technologischen Wandel im Antrieb werden das Internet der Dinge (IoT) und die zunehmende Verbindung von Fahrzeugen mit dem Internet weiterhin zu einer wichtigen Herausforderung für Engineering-Service-Unternehmen, da sie ihre Fähigkeiten und Ressourcen auf diesem Gebiet ausbauen müssen, um die Nachfrage nach Entwicklung von Konnektivitätslösungen und Funktionen zu erfüllen. Weiterhin wird die Automobilindustrie 2023 mit immer strengeren Emissions- und Sicherheitsvorschriften konfrontiert sein, was erfordert, dass Engineering-Service-Unternehmen ihre Fähigkeiten und Ressourcen auf diesem Gebiet ausbauen, um die Anforderungen der Regulierungsbehörden zu erfüllen. Dazu wird der Wettbewerbsdruck in der Automobilindustrie weiterhin hoch bleiben, was erfordert, dass Engineering-Service-Unternehmen ihre Prozesse und Abläufe optimieren, um ihre Kosten zu reduzieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Auch die Bedrohungen durch Cyberangriffe auf die Automobilindustrie werden weiter zunehmen und es wird wichtig für Engineering-Service-Unternehmen, ihre Fähigkeiten und Ressourcen auf diesem Gebiet auszubauen, um die Sicherheit ihrer Produkte und Prozesse zu gewährleisten. 2. Geschäftsentwicklung2.1. Ertragslage Die Unternehmensleitung nutzt verschiedene Indikatoren, um die FEV Gruppe zu steuern. Aus finanzieller Perspektive sind insbesondere die Gesamtleistung und das Ergebnis vor Steuern von Bedeutung. Diese beiden Kennzahlen werden für alle Tochtergesellschaften und Geschäftseinheiten herangezogen. Dadurch wird sichergestellt, dass den Tochtergesellschaften und Geschäftseinheiten bewusst ist, welchen Beitrag sie zum Gesamterfolg des Konzerns leisten. Darüber hinaus spielen auch Investitionsausgaben und Auftragseingänge eine wesentliche Rolle bei der Bewertung der finanziellen Leistung. Die Verkehrs- und Mobilitätsbranche durchläuft weiterhin einen umfassenden Wandel, der von Nachhaltigkeit, Software und neuen Antriebstechnologien beeinflusst wird. In der Business Unit 'Electrics and Electrification' sind die Auftragseingänge um +37,2 % auf 259,4 Mio. € gestiegen und in der Business Unit 'Intelligent Mobility and Software' um +7,2 % auf 56,5 Mio. €. In dem Bereich der Gesamtfahrzeugentwicklung (Business Unit 'Vehicle & Chassis') sind die Auftragseingänge mit 89,8 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr um 10,2 % gesunken. Obwohl der Allgemeinte Trend in der Entwicklung von Verbrennungsmotoren rückläufig ist, konnte die FEV einen großen Auftrag im Zusammenhang mit der Einhaltung der EU7 Richtline verzeichnen. Die Auftragseingänge sind aus diesem Grund in der Business Unit 'Motor, Hybrid & Fuel Cell Powertrains' im Vergleich zum Vorjahr um 23,0 % angestiegen. Insgesamt hatte die FEV Group im Berichtsjahr Auftragseingänge in Höhe von 802,9 Mio. € und lag damit +93,3 Mio. / +13,1 % über dem Vorjahr. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hat die FEV Group ihr ambitioniertes Ziel, Auftragseingänge in Höhe von 822,2 Mio. € zu akquirieren nur geringfügig unterschritten. Die Abweichung zum Plan lag im Wesentlichen an dem rückläufigen Prüfstandgeschäft (Business Unit 'Software & Testing Solutions'). Im Jahr 2022 kämpfte die Wirtschaft weiterhin mit den Nachwehen der Corona-Pandemie und dem immer noch andauernden Krieg zwischen Russland und der Ukraine und den damit verbundenen Unsicherheiten, insbesondere auf dem Automobilmarkt. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen erwies sich die FEV Group stets als verlässlicher Partner für ihren Kunden weltweit, und viele Kundenprojekte konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die FEV Group eine Gesamtleistung von 758,4 Mio. €, was einen Anstieg von 132,7 M€ im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Umsatzerlöse der FEV Group sind um 109,1 Mio. € auf 726,4 Mio. € angestiegen. Innerhalb des Konzerns generierten die europäischen FEV Gesellschaften weiterhin den größten Teil des Umsatzes. Ihr Anteil an den gesamten fakturierten Umsatzerlösen des FEV Konzerns beträgt in der Region EU 68,4 %. Im Jahr 2021 lag dieser Anteil noch bei 71,6 %. Die fakturierten Umsätze sind von 441,7 Mio. € auf 496,6 Mio. € angestiegen. In den asiatischen und amerikanischen Gesellschaften sind die Umsatzerlöse überproportional gestiegen. In Asien stiegen die Umsatzerlöse um 19,4 Mio. € auf 102,7 Mio. €. Insbesondere in der Tochtergesellschaft FEV Indien haben sich die Umsatzerlöse in 2022 fast verdreifacht und sind auf 25,4 Mio. € angestiegen. Hauptwachstumstreiber war dort die Eröffnung eines 'Cyber Security Centers'. In den amerikanischen Gesellschaften stiegen die Umsatzerlöse um 35,9 Mio. € auf 127,7 Mio. €. Der Materialaufwand und die bezogenen Leistungen sind mit 178,5 Mio. € insgesamt deutlich angestiegen und waren 52,1 Mio. € höher als im Vorjahr. Der Anstieg korreliert mit dem Anstieg der Umsatzerlöse. Der Materialaufwand ist aufgrund eines erhöhten Bedarfs an Zukaufteilen in den unterschiedlichsten Projekten gestiegen. Die Fremdleistungen in den einzelnen Projekten sind ebenfalls angestiegen, allerdings unterproportional zum Umsatzwachstum, was vor allem daran liegt interne Ressourcen besser zu nutzen. Der Personalaufwand ist in 2022 um 15,8 % auf 410,9 Mio. € gestiegen. Dies liegt zum einen daran, dass im Vorjahr in einigen Gesellschaften Kurzarbeit angemeldet wurde. Zum anderen gab es in 2022 auch einen hohen Bedarf an Fachkräften. So dass zum Stichtag 31.12. 935 Mitarbeiter mehr beschäftig wurden als zum Vorjahreszeitpunkt. Die Abschreibungen sind im Berichtsjahr um 3,4 Mio. € auf 33,5 Mio. € gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 2022 um 33,0 Mio. € auf 152,4 Mio. € gestiegen. Dies liegt zum einen daran, dass im Vorjahr Kostensenkungsprogramme zu Einsparungen geführt haben und zum anderen, der hohe M itarbeiteranstieg in 2022 zu entsprechenden Kostensteigerungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen führte. Auch die hohen Energiepreise machten sich bemerkbar. So sind die Raum- und Energiekosten im Vergleich zum Vorjahr um 24,5 % auf 34,1 Mio. € angestiegen. Die Reisekosten sind um 5,0 Mio. € auf 8,8 Mio. € angestiegen. Dies liegt zum Teil auch an den weggefallenden Reisebeschränkung während der Corona Pandemie. Für Reparaturen und Instandhaltungen sind im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 12,2 Mio. € angefallen und damit +3,6 Mio. € / +41,9 % gegenüber dem Vorjahr. Die IT-Aufwendungen waren mit 29,6 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Diese beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen zur Erhöhung der Informationssicherheit und für die Modernisierung der IT-Infrastruktur. Des Weiteren setzen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen aus sonstigen Personalaufwendungen (11,4 Mio. € / +46,1 %), Rechts- und Beratungsaufwendungen (9,6 Mio. € / +67,3 %) und Administrationsaufwendungen (7,7 Mio. € / +32,3 %) zusammen. Außerdem sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von 9,3 Mio. € enthalten (+4,4 Mio. € / +89,8 %), die durch Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von 11,2 Mio. € (+3,7 Mio. € / +49,7 %) kompensiert wurden. Das Ergebnis vor Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Nach dem im Vorjahr ein Ergebnis in Höhe von 4,8 Mio. € vor Steuern verzeichnet wurde, ist, unter anderem auch durch eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen, im Berichtsjahr ein Vorsteuerergebnis von 6,1 Mio. € erzielt worden. Damit konnte die FEV die Ergebnisprognose aus dem Lagebericht 2021, das Ergebnis in 2022 zu verdoppeln nicht erreichen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Ergebnis aber um 26 % gesteigert werden. Das Ziel eine Gesamtleistung in Höhe von 660 Mio. € zu erreichen wurde nicht nur eingehalten, die Planung wurde sogar um fast 100 Mio. übertroffen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sind um 1,6 Mio. € auf 4,1 Mio. € angestiegen. Dies liegt im Wesentlich daran, dass im Vorjahr positive latente Steuern in Höhe von 2,3 Mio. € berücksichtigt werden konnten. Der sonstige Steueraufwand ist mit 1,2 M€ auf demselben Stand wie im Vorjahr. 2.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme des FEV-Konzernes ist mit 511,3 Mio. € um 35,2 Mio. € / +7,4 % angestiegen. Aufgrund von Kostensenkungsprogrammen wurden in 2022 im Wesentlichen Modernisierungsinvestitionen in Höhe von ca. 13 Mio. € getätigt. Das Anlagevermögen ist in 2022 um 25,2 Mio. € auf 209,5 Mio. € zurückgegangen. Dies liegt zum einen an den Abschreibungen, die höher sind als die getätigten Investitionen und zum anderen an 'Sales & lease Back Transaktionen (im Wesentlichen für ERP Software in Höhe von 7,4 Mio. €). Das Umlaufvermögen ist um 53,1 Mio. € auf insgesamt 265,4 Mio. € angestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an dem Anstieg der Vorräte um 42,5 Mio. € auf 60,8 Mio. €. Die unfertigen Leistungen sind davon um 30,2 Mio. € auf 113,0 Mio. € angestiegen. Dies liegt vor allen an Projekten, die kurz vor Erreichung vereinbarter Meilensteine stehen oder erst am Ende der Projektlaufzeit fakturiert werden. Außerdem sind die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte um 9,4 Mio. € auf 16,0 Mio. angestiegen. Aufgrund hoher Geldeingänge kurz vor dem Bilanzstichtag ist der Kassenbestand auf 35,5 Mio. € angestiegen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind um 6,4 Mio. € auf 15,4 Mio. € angestiegen. Ansonsten gab es geringfügige Veränderungen in den anderen Aktivposten. Das Eigenkapital der FEV Group konnte stabil gehalten werden und beträgt 129,8 Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag damit bei 25,4 % und damit 2,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Der Rückgang ist vor allem durch den oben genannten Anstieg der Vorräte begründet. Die Rückstellungen sind im Jahr 2022 nur geringfügig um 6,5 Mio. € / 6,2 % auf insgesamt 112,3 Mio. € angestiegen. Der Anstieg liegt vor allem an der Zuführung zu den sonstigen Rückstellungen (+6,9 Mio. €). Dort sind insbesondere die Rückstellungen für ausstehende Kosten in verschiedenen Projekten angestiegen. Gegenläufige Effekte gab es bei den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, die um -8,8 Mio. € gesunken sind. Die Verbindlichkeiten des FEV-Konzerns sind um 26,8 Mio. € auf insgesamt 241,8 Mio. € gestiegen. Dies lag an dem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten (+14,6 Mio. € / +32,3 %). Neben Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungen beinhalten diese auch Verbindlichkeiten gegenüber Forschungspartnern. Die FEV Group ist bei verschiedenen EU Projekten Konsortialführer und fungiert hier als Koordinator bei der Erforschung zukünftiger Mobilitätslösungen in der EU. In dieser Position hat die FEV vor dem Bilanzstichtag Gelder erhalten, die erst nach dem Stichtag an die Partner weitergeleitet werden konnten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten trotz des hohen Anstieges der Vorräte auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden und lagen mit 137,9 Mio. +1,5 % über dem Vorjahr. 2.3. Finanzlage
(Angaben in T€; Rundungsdifferenzen möglich) Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei 21,7 Mio. € und lag damit -3,6 Mio. € / -14,1 % unter dem Vorjahr. Der Effekt resultiert im Wesentlichen aus höheren Ertragssteuerzahlungen. Bei dem Cashflow aus Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von 7,9 Mio. €. In 2022 wurden viele kleinere Modernisierungsinvestitionen getätigt. Insgesamt ergaben sich Auszahlungen für Investitionen in Höhe von 12,9 Mio. €. Dem gegenüber stand ein Mittelzufluss in Höhe von 8,0 Mio. €, im Wesentlichen aus Sales & lease Back Transaktionen, allen voran durch den Verkauf der ERP Software in Höhe von 7,4 Mio. €. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten versucht FEV, wann immer es notwendig ist, Investitionen in Zukunftsthemen zu tätigen. Das ursprünglich geplante Investitionsvolumen in Höhe von etwa 30 Mio. € wurde nicht ausgeschöpft, da jede geplante Investition erneut auf ihre Notwendigkeit überprüft wurde. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelabfluss in Höhe von 4,7 Mio. €. Die Finanzierung des Konzerns erfolgte neben dem Eigenkapital vor allem durch kurz- und mittelfristige Bankdarlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 137,9 Mio. € und sind damit um 1,5 % gestiegen. Aufgrund eines bis März 2025 bestehenden Konsortialdarlehens ist die FEV Group jederzeit in der Lage, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Insgesamt verfügte die FEV zum 31.12.2022 über zugesagte Kredit- und Garantielinien in Höhe von 302,1 Mio. €. Zur Sicherstellung der Liquidität und Optimierung der Finanzierungsstruktur nutzt die FEV Group auch die Möglichkeit von Sale & Lease Back-Transaktionen sowie Factoring. Das maximale Factoringvolumen der FEV beläuft sich auf 60,0 Mio. €. Zum 31.12.2022 wurden davon 51,1 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €) in Anspruch genommen. 2.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Der Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage werden von der FEV vor dem Hintergrund der geschilderten Herausforderungen insgesamt positiv bewertet. Die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen zeigen erste Erfolge. Nach Verlusten im Jahr 2020 konnte das Ergebnis nach 2021 auch in 2022 weiter gesteigert werden. Die Auftragseingangssituation war im Berichtsjahr äußerst zufriedenstellend und war mit einem Auftragseingang von über 800 Mio. € eines der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte der FEV. Auch die Gesamtleistung (+21,2 %) und das Ergebnis vor Steuern (+25,8 %) lagen in 2022 deutlich über dem Vorjahr. Die erzielte Gesamtleistung war sogar höher als in der Unternehmensplanung angenommen. Auch das Jahr 2023 deutet daraufhin, diese positiven Tendenzen fortzusetzen. So sind sowohl Auftragseingang, Gesamtleistung und Ergebnis vor Steuern im 1. Quartal über Plan. Die FEV ruht sich auf erreichten Zielen nicht aus. Weitere Restrukturierungen sind bereits eingeleitet, die dazu führen werden, auch die Rentabilität im gesamten Konzern zu erhöhen. Der technologische Wandel in der Automobilbranche schreitet unaufhaltsam voran und die FEV tut es auch. 3. MitarbeiterentwicklungFEV Group strebt nach qualifizierten Mitarbeitern: innen, die ein attraktives und dynamisches Arbeitsumfeld genießen. In einem multikulturellen Unternehmen wie FEV ist Vielfalt ein Schlüssel zum Erfolg. Angesichts der komplexen Herausforderungen unserer Zeit sind diverse und interdisziplinäre Teams entscheidend, um innovative Lösungsansätze zu finden. FEV investiert daher in die persönliche und berufliche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter: innen und bietet neben modernen Arbeitsumgebungen, einschließlich erweitertem "Remote-Office" und flexiblen Arbeitszeitmodellen, eine Reihe von Mitarbeiterleistungen an. Im Jahr 2022 beschäftigte die FEV Group im Durchschnitt 6.851 Mitarbeiter. Darüber hinaus wurden durch Kooperationen und Zeitarbeitsverträge zusätzliche Ingenieure und Hilfskräfte eingesetzt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von 695 Mitarbeitern. Einen überdurchschnittlichen Anteil an der Belegschaft haben Ingenieure: innen und Softwareentwickler: innen. 4. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGBNach § 317 Abs. 2 S.6 HGB unterliegen die folgenden Angaben im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung gem. §289f HGB nicht der inhaltlichen Prüfungspflicht und sind daher als ungeprüft einzustufen. Bei der Auswahl der Geschäftsführung legt die FEV Group GmbH Wert auf die fachliche und persönliche Eignung der Kandidaten. Hierzu zählen relevante unternehmerische Erfahrungen sowie Vielfalt in Bezug auf Alter, Geschlecht und beruflichen Hintergrund. Die derzeitigen Gesellschafter der FEV Group GmbH haben im Vorjahr einen Frauenanteil von null Prozent festgelegt. Aufgrund von Umstrukturierungen in der Geschäftsführung ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Konzernabschlusses einen Frauenanteil von 25 % festgelegt. Dies liegt daran, dass die Geschäftsführung derzeit aus Herrn Prof. Dr. Stefan Pischinger (Geschäftsführender Gesellschafter), Herrn Dr. Norbert W. Alt (Chief Operating Officer), Herrn Markus Kersting (Chief Financial Officer) und Frau Yvonne Thürwächter (Chief People and Strategy Officer) besteht. Es ist nicht geplant, zusätzliche Geschäftsführer zu bestellen. Angesichts der aktuellen Zusammensetzung der Geschäftsführung erscheint es unangebracht, einen höheren Frauenanteil als 25 % festzulegen. Für die Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung hat die Geschäftsführung einen Frauenanteil von mindestens 15 % festgelegt, der in den nächsten 5 Jahren erreicht werden soll. Im letzten Jahr wurde eine Quote von 30 % angegeben. Nach Analyse der aktuellen Situation wird die Erreichung dieser Zielgröße innerhalb der nächsten 4 Jahre von FEV nicht mehr als realistisch angesehen. Trotz Investitionen in Programme zur Unterstützung von Frauen und der Förderung einer inklusiven Arbeitsumgebung ist der Anteil der Frauen in Führungspositionen derzeit noch sehr niedrig. Bei der Besetzung von Führungspositionen sind für die FEV verschiedene Eigenschaften und Fähigkeiten wichtig. In einigen technischen Bereichen gibt es immer noch ein Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Absolventen: innen. Die Frauenquote bei den Absolventen: innen in den sogenannten MINT-Fächern (Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) lag in 2020 in Deutschland bei gerade einmal 22 %. Obwohl sich die Lücke langsam schließt, führt der begrenzte Pool qualifizierter Bewerberinnen zu einer geringeren Anzahl an Frauen, die für technische Führungspositionen in Betracht gezogen werden können. Es ist wichtig zu betonen, dass eine realistischere Zielsetzung nicht bedeutet, dass FEV ihr Engagement für Geschlechterdiversität verringert. Im Gegenteil, es ermöglicht FEV, strategischer vorzugehen und die notwendigen Ressourcen und Maßnahmen gezielter einzusetzen. Die Hauptpriorität bleibt es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Frauen gleiche Chancen haben, ihr Potenzial voll auszuschöpfen und in Führungspositionen erfolgreich zu sein. Es gibt keine weitere Führungsebene darunter. 5. Forschung und EntwicklungWie im Vorjahr hat die FEV Group auch im Jahr 2022 bedeutende Mittel für die eigenfinanzierte Zukunftssicherung in Form von Forschungsprojekten sowie für die Produktentwicklung im Bereich Mess- und Prüfsysteme aufgewendet. Wichtige Schwerpunkte der Forschung und Entwicklung waren Software und Gesamtfahrzeugsysteme für die Automobilbranche sowie branchenübergreifende Energiesysteme. Der Fokus lag auf nachhaltigen, intelligenten Software,- Energie,- und Mobilitätsystemen für eine bessere und saubere Zukunft. Durch entsprechende Forschungsprojekte wurde das starke Wachstum der FEV in den Bereichen Elektronik & Elektrifizierung, intelligente Mobilität & Software, Fahrzeugtechnik, Gesamtfahrzeugentwicklung und Gewinnung, Speicherung, Verteilung und Nutzung nachhaltiger Energie unterstützt. Das Engagement erstreckte sich dabei u.a. auf die Entwicklung von Fahrzeugplattformen, Chassis, Design, Software, Software-Defined-Vehicle und strategische Partnerschaften in öffentlich geförderten Projekten sowie in direkter Kooperation mit Partnerunternehmen. Besonders im Bereich der Softwareentwicklung sieht die FEV große Chancen und unterstützte mit internen Projekten den Aufbau eines Kompetenzzentrums mit Schwerpunkt auf "Cyber-Security" und Software-Forschung in Indien. Die Tool- und Methodenentwicklung war auch im Jahr 2022 ein wichtiger Bestandteil der internen Vorausentwicklung. Die kontinuierliche Fortführung dieser Aktivitäten trägt insbesondere bei den umsatzstarken Fahrzeugkalibrier- und Prüfstands-Projekten entscheidend zur Effizienzsteigerung bei und stärkt somit nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der FEV Group in dem globalen Dienstleistungsmarkt der Antriebstechnologie in signifikantem Maße. Im Jahr 2022 haben sich die Markt- und Entwicklungstrends in Richtung Elektrifizierung der Antriebe beschleunigt fortgesetzt. Weiterhin müssen jedoch Hürden bezüglich Infrastrukturausbau und Schnellladetechnik überwunden werden. In der politischen Diskussion wächst die Erkenntnis, dass mit Fortschreiten der Energiewende im Stromnetz große Mengen fluktuierender regenerativer Energien auch über längere Zeiträume gepuffert werden müssen, wofür Batterien aufgrund ihrer geringen Speicherdichte und zu hoher Kosten wenig geeignet sind. Ebenso sind die notwendigen Massen und Volumina von Batterien hinderlich für den Einsatz im Langstreckenverkehr. Dies motiviert erhebliche Anstrengungen in die Erforschung der Herstellung und Anwendung von alternativen strombasierten synthetischen Kraftstoffen, die mit Wasserstoff aus regenerativer Energie und CO 2 abgeschieden aus der Luft (DAC) oder aus unvermeidbaren Quellen erzeugt werden, ergänzt um Biokraftstoffe (BtL). FEV engagiert sich hier in der Vorbereitung und Durchführung von kooperativen Forschungs- und Innovationsprojekten auf europäischer und nationaler Ebene. Gesetzliche Rahmenbedingungen mit weiter verschärften CO 2 -Grenzwerten lassen auch zukünftig große Entwicklungsaktivitäten der Hersteller und technologischen Innovationsbedarf in den Themenfeldern Hybridisierung, Elektrifizierung, elektrische Antriebe und Batterietechnologie erwarten. Um im wachsenden Markt der Wasserstofftechnologie stärker zu partizipieren, ist FEV der im Koalitionsvertrag 2021 vereinbarten H2Global Stiftung als Gründungsstifter beigetreten. In Kooperation mit dem innovativen Prüffeld der RWTH Aachen University wurden zudem umfangreiche Forschungsaufgaben an Brennstoffzellen durchgeführt sowie für NRW zentrale Wasserstofftechnologievorhaben der FEV als "konzeptionell ausgereift und förderwürdig" bewertet. Darüber hinaus lenkt FEV zusätzlich zu ihren Eigenmitteln auch mit Mitteln des Bundes die universitäre Forschung der FVV e.V. als Mitglied der Vereinigung. Hinzu kommen eigene intensive Arbeiten an den Themen Intelligente Transportsysteme, Car2X Kommunikation, automatisiertes Fahren inklusive Cyber-Security bis hin zum autonomen Fahrzeug. Diesbezügliche Projekte werden zum Teil mit öffentlicher Förderung durchgeführt. Die FEV Group ist heute gut in der Lage, die Entwicklungsnachfrage des Marktes in einer erheblichen Breite zu bedienen. In den Entwicklungsfeldern Diesel- und Ottomotorische Antriebe dominierten auch im Jahr 2022 die Themen Verlustminderung und besonders Emissionen. In der europäischen Forschungsförderung gibt es jedoch nahezu keine Mittel mehr für Innovationen an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Eine Ausnahme bilden hier mit Wasserstoff betriebene Verbrennungsmotoren, zu denen zwei Projekte mit nationaler Förderung für Nutzfahrzeug- und für Pkw-Einsatz liefen. Ansonsten stehen rein elektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellenantriebe im Vordergrund. Als Mitglied von Vereinigungen und Forschungspartnerschaften wie z.B. Towards zero emission road transport (2Zero), Connected, Cooperative and Automated Mobility (CCAM), Batteries for Europe Partnership (Batt4EU), Hydrogen Europe, Clean Hydrogen Europe Joint Undertaking (CHE JU), ECHA, ERTRAC und EARPA nimmt FEV aktiv an der Gestaltung der Forschungsprogramme und an der Initiierung neuer Projekte teil. Getrieben durch die derzeitige Gesetzgebung, welche hauptsächlich die Emissionen des Fahrzeugs selbst betrachtet, nicht aber die CO 2 -Gesamtbilanz von der Quelle bis zum Rad, nehmen die F&E-Aktivitäten im Bereich E-Mobilität im Personen- und im Schwerlastverkehr, aber auch der Mikromobilität zu. Wasserstoff wird nicht nur in Brennstoffzellen, sondern auch in Nutzfahrzeugmotoren als Energieträger in Innovationsprojekten untersucht, weil er die Möglichkeit des CO 2 -freien Betriebs von Nutzfahrzeugen (Nfz) im urbanen Umfeld auch auf dem Weg der Nachrüstung bieten kann. Somit nimmt die FEV Group mit ihren Arbeiten bei der Weiterentwicklung sauberer Fahrzeugantriebe jeder Art und mit der zunehmenden Automatisierung des kommunikativ vernetzten Fahrens eine wichtige Rolle bei der Entwicklung zukünftiger umweltfreundlicher Mobilitätskonzepte ein. Seit Jahren ist Nachhaltigkeit damit ein wichtiger Bestandteil der FEV-Strategie. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die eigenfinanzierten Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Zukunftssicherung der FEV beitragen. Die FEV Group ist dadurch frühzeitig in der Lage, ihren Kunden modernste Technologien und Dienstleistungen anzubieten. Im Bereich Forschung und Entwicklung hatte die FEV Group im Jahr 2022 insgesamt Aufwendungen in Höhe von 11,0 Mio. €. Zusätzlich wurden auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit externen Partnern durchgeführt. Die Forschungs- und Entwicklungsquote betrug damit 1,4 %, bezogen auf die Gesamtleistung. Innerhalb der FEV Group können an allen Standorten weltweit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben übernommen werden. Den Schwerpunkt bildet dabei die Europe GmbH mit Aufwendungen in Höhe von 4,9 Mio. €. In der FEV Group GmbH und der FEV Europe GmbH sind insgesamt 14 FTE (Full Time Equivalent) schwerpunktmäßig mit der Einholung von Fördermitteln, der Verteilung der F&E-Projekte und Sicherung des geistigen Eigentums aus Forschungsprojekten innerhalb der Gruppe beschäftigt. 6. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenDas Finanz- und Risikomanagement der Gesellschaft hat das Ziel, den Unternehmenserfolg vor finanziellen Risiken zu schützen. Um Zins- und Wechselkursrisiken abzusichern, wurden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese Instrumente wurden hauptsächlich zur Absicherung von Finanzierungen für größere Investitionen sowie zur Absicherung zukünftiger Risiken in Bezug auf Zinsen und Wechselkurse genutzt. 7. Chancen und Risiken sowie Ausblick des Konzerns7.1. Chancen- und Risikobericht Als ein weltweit tätiger Entwicklungsdienstleister steht die FEV Group vor Risiken aufgrund der erwarteten volkswirtschaftlichen Entwicklungen in verschiedenen Ländern sowie technologischer Veränderungen. Die Chancen und Risiken, die in diesem Abschnitt dargestellt werden, werden anhand ihrer Wahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen auf die finanzielle, ertragsmäßige und vermögensbezogene Situation bewertet. Diese Bewertung erfolgt anhand der Kategorien "niedrig", "mittel" und "hoch". Volkswirtschaftliche Risiken Die Erholung der Weltwirtschaft nach der Corona-Krise ist durch den Krieg in der Ukraine und die anschließende Energiepreiskrise deutlich ins Stocken geraten. Vor allem die entwickelten Volkswirtschaften der OECD-Länder dürften niedrige Wachstumsraten zu beklagen haben. Dies wirkt sich auf die Prognose des deutschen Außenhandels aus. Einen weiteren wesentlichen Unsicherheitsfaktor stellt die Rolle Chinas dar. Welche Position China als Handelspartner Russlands in diesem Krieg einnehmen wird, wird weitreichende Folgen auf die Weltwirtschaft haben. Ferner könnte eine weitere Verschärfung der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China sowie eine weitere Eintrübung der politischen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und China bezüglich Handels-, Technologie- und Menschenrechtsfragen, Taiwan, Hongkong einschließlich Sanktionen und Gegensanktionen, zu erhöhter Unsicherheit führen. Ein zusätzliches Risiko im Zusammenhang mit China ist zudem durch den stark fremdfinanzierten Immobiliensektor gegeben, der im letzten Jahr mit Liquiditätsengpässen und Zahlungsausfällen konfrontiert war. Ein Zusammenbruch des chinesischen Immobiliensenktors hätte weitreichende negative Konsequenzen für das Wirtschaftswachstum und die Finanzmärkte. Weitere hoch verschuldete Unternehmen anderer Branchen könnten in Schieflage geraten und damit im Extremfall eine Banken- und Finanzkrise verursachen Des Weiteren stellen neben Störungen in den Lieferketten auch Engpässe bei Halbleitern und anderen wichtigen industriellen Vorprodukten Unsicherheiten dar. Auch anhaltend hohe oder sogar weiter steigende Energie- und Rohstoffpreise sind hier von Bedeutung. Hohe Energiepreise waren neben anderen Faktoren ein wesentlicher Treiber der im letzten Jahr außergewöhnlich stark gestiegenen Inflationsraten in den Vereinigten Staaten sowie in einigen europäischen Volkswirtschaften. Sollte es zu einer höheren Inflation im Jahresverlauf kommen als momentan erwartet, könnte dies einen zurückhaltenden Privatkonsum und eine schwächere wirtschaftliche Entwicklung zur Folge haben. Der potenzielle weltweite Übergang von einer expansiven zu einer restriktiven Geldpolitik würde diese Tendenzen verstärken. Europa Ein Risiko könnte durch eine Stagflation gegeben sein, welche durch eine hohe Inflation bei gleichzeitig sehr geringem Wirtschaftswachstum entsteht, wie diese zuletzt im Rahmen der Ölkrise im Jahr 1973 beobachtet wurde. Der Krieg in der Ukraine heizt die Energiepreise, die bereits Haupttreiber der Teuerung im vergangenen Jahr waren, weiter an. Um der hohen Inflation entgegenzuwirken, erhöhte die EZB den Leitzins (derzeit 3,75 Prozent). Ebenso führen die weiterhin hohen Abgasvorschriften durch die CO 2 -Gesetzgebung der EU und die damit verbundenen möglichen Strafzahlungen zu erhöhtem Druck bei den Automobilherstellern. Deutschland Wie für alle Volkswirtschaften weltweit gilt auch für Deutschland, dass der gesamtwirtschaftliche Ausblick derzeit nur schwer zu prognostizieren ist. Der Krieg in der Ukraine ändert die geopolitischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für Europa, einschließlich Deutschland grundlegend. Die deutsche Exportwirtschaft ist vor allem auf Investitionsgüter wie Maschinen, Anlagen oder Fahrzeuge spezialisiert. Die Nachfrage nach solchen Gütern reagiert elastisch auf einen Abschwung der Weltwirtschaft, sodass die Unsicherheit durch den russischen Angriffskrieg und die in der Folge erlassenen Sanktionen die deutschen Exporteure hart treffen. Deutschlands exportorientierte Wirtschaft ist abhängig von internationalen Zulieferern, sodass deutsche Unternehmen vor allem mit indirekten Folgen des Krieges konfrontiert werden. Steigende Rohstoffpreise, neue Lieferengpässe und weniger Absatzmöglichkeiten könnten die deutsche Industrie schwer belasten. Des Weiteren könnte ein durch den Russland-Ukraine Krieg bedingtes abruptes Aussetzen von Rohstofflieferungen ein Auslöser für eine kurzzeitige Rezession werden. Das Investitionsklima in Deutschland leidet derzeit unter einer Reihe von Faktoren. Das stark gestiegene Preis- und Zinsniveau dämpft die Nachfrage nach Investitionsgütern. Angebotsseitig schränkt die schwer vorhersehbare Steigerung der Preise die Planbarkeit für die Unternehmen ein. Die Investitionsneigung sinkt auch vor dem Hintergrund des volatilen Gaspreises und geopolitischer Spannungen. Zudem scheinen sich die Knappheiten bei Rohstoffen und Vorleistungsgütern zuletzt wieder verschärft zu haben. Eine Belebung ist erst im Frühjahr 2023 zu erwarten, wenn die Lieferengpässe sich allmählich auflösen und die Preissteigerungsraten sich langsam wieder normalisieren dürften. Die Wirtschaft in Deutschland könnte zudem durch mangelnde Fachkräfte, eine schlechte digitale Infrastruktur und durch verlangsamte Vorgänge, begründet durch die bestehende Bürokratie in Deutschland, benachteiligt werden. Es ist möglich, dass in Deutschland private Investitionen und eine zurückhaltende Konsumlaune aufgrund der aktuellen Unsicherheiten weiterhin bestehen bleibt. Durch den Status von Deutschland als innovative Wirtschaftsnation sowie der Vorhersage vieler Experten, dass von einer Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit in der Automobilindustrie durch die Vielzahl an Autoangeboten, wie Batterie-Elektro, Hybride, Gas oder Wasserstoff, ausgegangen werden kann, besteht die Chance der weiteren Erhöhung des Wirtschaftswachstums. Die FEV Group ist weltweit tätig und beobachtet die Entwicklungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fortlaufend. Die Auswirkungen auf dem europäischen Markt sind aufgrund seiner Größe, für FEV von besonderer Bedeutung. Negative Entwicklung in diesen Volkswirtschaften können sich besonders stark auf die Entwicklung der FEV auswirken. Branchenrisiken und -chancen Die Verkehrs- und Mobilitätsbranche befindet sich nach wie vor in einem dynamischen Wandel. Die FEV strebt die Bildung und Stärkung globaler Partnerschaften an, um zukunftsfähige Mobilitätslösungen zu entwickeln. Diese Lösungen werden auch den Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigen, da Nachhaltigkeit eines der wichtigsten und dringlichsten Themen unserer Zeit ist. Aus diesem Grund sieht die FEV die Chance, einen Beitrag zu den globalen Klimazielen zu leisten, indem sie erfolgreich Kundenprojekte umsetzt, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit, globalen Klimazielen und dem Bewusstsein für umweltfreundliche und CO 2 -neutrale Antriebe in der Gesellschaft beeinflusst das Handeln sowohl unserer Kunden als auch der FEV, die sich darauf konzentriert, CO 2 -neutrale Antriebe zu entwickeln. Ab 2035 sollen nach einem Beschluss des EU-Umweltrates nur noch Neuwagen mit Verbrennungsmotoren zugelassen werden, die beim Fahren CO 2 -emmissionsfrei sind. Die langfristige Erhaltung der Umweltqualität und unseres Lebens hängt maßgeblich von der Verwirklichung von Nachhaltigkeit und grüner Energieversorgung ab. Der Markt für Engineering-Dienstleistungen im Energiesektor (Energy ESO) wird voraussichtlich schnell wachsen, angetrieben von der Energiewende, der Digitalisierung und dem Wachstum in aufstrebenden Regionen. Die FEV hat ein großes Potenzial, ihr Energiegeschäft weiterzuentwickeln, indem sie ihre bestehenden Fähigkeiten nutzt. Wie bereits in der Branchenanalyse erwähnt, bleibt der elektrifizierte Antrieb weiterhin auf der Überholspur. Alle großen Automobilhersteller haben angekündigt, ihre Fahrzeugflotten vollständig oder zumindest größtenteils zu elektrifizieren. Es werden erhebliche Forschungs- und Entwicklungsbudgets in die Elektromobilität investiert, von denen auch die FEV Group als zuverlässiger Partner profitiert. Neben neuen Antriebstechnologien wird die Zukunft des Fahrzeugs auch von Software bestimmt. Die FEV Group berücksichtigt all diese Veränderungen in ihrer globalen Ausrichtung. Es wird ein starkes Wachstum in den neuen Bereichen erwartet, insbesondere in den Bereichen Elektronik & Elektrifizierung, intelligente Mobilität & Software sowie Fahrzeugtechnik. Die FEV Group strebt ein Wachstum in allen Regionen an, insbesondere durch die Erschließung von Marktpotenzialen außerhalb Europas. Die FEV Group ist aufgrund ihrer Fokussierung auf die Entwicklung von Antriebs- und Fahrzeugtechnik für PKWs und Nutzfahrzeuge von der Entwicklung der Automobilindustrie abhängig. Die FEV Group erweitert kontinuierlich ihr Dienstleistungsportfolio, um daraus entstehende Risiken zu minimieren. Hierzu engagiert sie sich in der Entwicklung von Gesamtfahrzeugen, Software und strategischen Partnerschaften in neue Geschäftsfeldern wie dem Energiesektor. Insbesondere im Bereich der Softwareentwicklung sieht die FEV große Chancen. So wurde das in 2021 gegründete Kompetenzzentrum mit Schwerpunkt auf "Cyber-Security" und Software-Forschung in Indien weiter aufgebaut. Innerhalb eines Jahres hat sich sowohl die Belegschaft als auch die Gesamtleistung mehr als verdoppelt. Die Verschiebung der Investitionen der Automobilhersteller in neue Technologien (CASE = Connected, Automated, Shared, Electrified) erhöht das Risiko einer Reduzierung der Investitionen in die Weiterentwicklung konventioneller Verbrennungsmotoren und des Stellenabbaus in diesem Bereich. Verbrennungsmotoren und Hybridantriebe werden sich den Marktanforderungen anpassen, bleiben aber weiterhin ein wichtiger Bestandteil des FEV-Portfolios. Der Verbrennungsmotor wird noch einige Zeit auf den Straßen präsent sein, wobei das Hauptziel darin besteht, den Einsatz fossiler Brennstoffe zu minimieren und sogenannte E-Fuels - synthetisch hergestellte Kraftstoffe - zu entwickeln und zu fördern. Der große Vorteil besteht darin, dass bestehende Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren weiterhin genutzt werden können und eine etablierte Tankinfrastruktur vorhanden ist. Um die Klimaziele zu erreichen, sind jedoch immer anspruchsvollere technologische Lösungen für herkömmliche Verbrennungsmotoren erforderlich, insbesondere bei der Verwendung fossiler Brennstoffe. Die FEV hat umfangreiche Kompetenzen in diesem Bereich und bietet somit weiterhin die Möglichkeit, solche Lösungen zu entwickeln. Die Entwicklung von Lösungen für Schlüsseltechnologien wie Elektromobilität, Digitalisierung und automatisiertes und vernetztes Fahren stellt eine große Herausforderung für Unternehmen der Automobilindustrie dar, einschließlich der FEV Group. Der zunehmende Wettbewerbsdruck durch neue Konkurrenten aus dem Dienstleistungs- und IT-Sektor, die verstärkt in den Automobilbereich vordringen, wird sowohl als Risiko als auch als Chance für die FEV Group betrachtet. Aus diesem Grund verstärkt die FEV Group ihre Aktivitäten in den Geschäftsbereichen 'Electronics and Electrification' und 'Intelligent Mobility and Software' massiv. Mit der FEV Consulting hat die FEV Group ihre Kompetenzfelder seit vielen Jahren von reiner Forschung und Entwicklung auf Beratung ausgeweitet. Insgesamt bietet der Wandel in der Automobilindustrie weiterhin eine große Chance für die FEV Group. Im Bereich der Elektronik und Elektrifizierung werden neue Sensorsysteme für Bilderkennung entwickelt sowie neue Software für Fahrerassistenzsysteme und autonomes Fahren unter Berücksichtigung höchster Funktions- und Sicherheitsstandards. Gleichzeitig wird sich dadurch das gesamte Fahrzeugdesign verändern, und es müssen neue Lösungen für die unterschiedlichen Anforderungen der Fahrgäste entwickelt werden. Als Dienstleister für die gesamte Fahrzeugentwicklung ist die FEV Group gut aufgestellt, um optimale und effiziente Lösungen anzubieten. Unternehmensspezifische Risiken und Chancen Die FEV Group ist ein innovatives Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Lösungen für die zukünftige Mobilität zu entwickeln. In ihren weltweiten Projekten werden technisch anspruchsvolle Themen behandelt, die einen hohen Qualitätsstandard erfordern. Die entwickelten Lösungen müssen technisch einwandfrei umgesetzt und innerhalb der vereinbarten Zeitrahmen geliefert werden. Es ist wichtig, technologische Trends frühzeitig zu erkennen und regulatorische Veränderungen schnell umzusetzen. Das erfolgreiche Management von hochkomplexen Projekten mit hohen Kundenanforderungen ist ein Erfolgsfaktor für FEV und bietet die Möglichkeit, sich gegenüber Wettbewerbern durchzusetzen. Gleichzeitig besteht jedoch das Risiko, dass unvorhersehbare Ereignisse negative Auswirkungen auf die Projektergebnisse haben können. Falls FEV nicht in der Lage ist, ihre hohen Standards einzuhalten oder zukünftige Marktentwicklungen falsch einzuschätzen, könnte dies den Erfolg des Unternehmens beeinträchtigen. Durch ein striktes Risikomanagement kann FEV bereits in der Angebotsphase geeignete Instrumente einsetzen, um diese Risiken zu minimieren. In regelmäßigen Projektreviews werden Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Des Weiteren ist für FEV die Informationssicherheit von hoher Bedeutung. Kundenprojekte und Testergebnisse für zukünftige Mobilitätskonzepte unterliegen strengster Vertraulichkeit. Um dieser stetig wachsenden Anforderung, wozu auch die ständige und sicherer Verfügbarkeit von Daten gehört, gerecht zu werden, unternimmt FEV viele Maßnahmen. Dazu gehören die Nutzung von modernen Rechenzentren, Datensicherungen, Absicherung der IT-Infrastruktur und regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter zum Thema Datensicherheit. In einem kompromittierten Netzwerk könnten Daten kopiert und manipuliert werden. Auch die vollständige Löschung von Datensätzen oder die Sperrung von Zugängen wären möglich. In der Folge besteht für FEV das Risiko von Projektverzögerungen und Schadenersatzforderungen. Lösegeldforderungen sind in der Cyberkriminalität ebenfalls keine Seltenheit. Sollte es der FEV Group nicht gelingen ihre hohen Ansprüche einzuhalten oder Fehleinschätzungen zu künftigen Marktentwicklungen treffen, könnte das auch Auswirkung auf den Erfolg der FEV Group haben. Durch stringente Risikomanagementprozesse verfügt die FEV Group über geeignete Instrumente, solche Risiken bereits in der Angebotsphase zu minimieren. In regelmäßigen Projektreviews werden Risiken frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Personalrisiken- und Chancen Der Übergang zur Elektromobilität, sowie die Softwareentwicklung und Data Science, ist und bleibt ein zentrales Thema für die Personalentwicklung in der Automobilbranche Das Arbeitsumfeld in diesen Bereichen ist weltweit äußerst wettbewerbsintensiv. Einerseits besteht die Gefahr, dass andere Unternehmen gezielt qualifizierte Fachkräfte von FEV abwerben. Andererseits eröffnet sich die Chance, neues Personal zu gewinnen, indem man durch prägnantes "Employer Branding" und gezielte Ansprache potenzieller Bewerber über Social Media und andere Kanäle überzeugt. Neben attraktiven Arbeitsbedingungen ist es zunehmend wichtig, die Attraktivität als Arbeitgeber durch moderne Rahmenbedingungen und eine offene Unternehmenskultur zu steigern. Die FEV Group hat daher eine globale Initiative namens "Retention and Attractiveness" ins Leben gerufen, um die Fluktuation zu minimieren und neues Personal zu gewinnen. Darüber hinaus setzt FEV weiterhin auf Mitarbeiterbindung und -gewinnung durch Fort- und Weiterbildung. In der internen FEV Academy werden gezielt Schulungen für Mitarbeiter durchgeführt und Talente gefördert. Bereits im Jahr 2020 wurde ein Programm zur Qualifizierung von Mitarbeitern aus dem Bereich Verbrennungsmotoren gestartet, um geeignete Mitarbeiter gezielt für die Bereiche Elektromobilität und Softwareentwicklung zu qualifizieren. In Bereichen mit langfristig rückläufiger Geschäftsentwicklung hat FEV durch ein Freiwilligenprogramm einen sozialverträglichen Personalabbau durchgeführt. Mit einer Doppelstrategie, die sowohl die Reduzierung von Kapazitäten in rückläufigen Bereichen durch freiwilliges Ausscheiden und Umqualifizierung als auch den gleichzeitigen Aufbau von Ressourcen in zukunftsträchtigen Bereichen umfasst, sieht sich FEV gut aufgestellt, um den genannten Herausforderungen zu begegnen. Finanzwirtschaftliche Risiken Wie jedes Unternehmen ist auch FEV im Rahmen seines normalen Geschäftsbetriebs verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Zu diesen Risiken zählen Liquiditätsrisiken, Zinsrisiken, Währungsrisiken sowie das Risiko von Forderungsausfällen. FEV minimiert Liquiditätsrisiken durch kontinuierlichen Ausbau der Treasury-Aktivitäten innerhalb des Konzerns und die Verbesserung der weltweiten, fortlaufenden Liquiditätsprognose. Dadurch verfügt die FEV Group über Instrumente, um die Liquidität auf Konzernebene zu steuern, den kurz- und mittelfristigen Liquiditätsbedarf frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Durch ein Konsortialdarlehen ist die FEV Group jederzeit in der Lage, alle Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Zinszahlungen sind frühzeitig vertraglich festgelegt und an bestimmte Kennzahlen geknüpft. FEV führt Szenarioanalysen durch, um zukünftige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Bei der Vertragsgestaltung wird darauf geachtet, mögliche Währungsrisiken zu minimieren. Darüber hinaus setzt FEV derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken ein. Um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren, werden insbesondere bei Neukunden Bonitätsprüfungen durchgeführt. Steuerliche Risiken Änderungen der Steuergesetze können grundsätzlich sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die FEV Group haben. Aufgrund der internationalen Geschäftsbeziehungen, sowohl intern als auch extern, und den damit verbundenen komplexen Steuervorschriften besteht das Risiko, dass die jeweiligen Probleme nicht frühzeitig erkannt werden. Um dem entgegenzuwirken, bemüht sich FEV um den gezielten Aufbau von Fachwissen innerhalb der Konzernzentrale. Dort werden komplexe grenzüberschreitende Steuerfragen identifiziert, analysiert und bewertet. Wie jedes andere Unternehmen unterliegt auch die FEV Group regelmäßigen Betriebsprüfungen durch die Finanzbehörden. Komplexe Sachverhalte wie interne konzernweite Lizenzvereinbarungen für Markenrechte oder globale Umstrukturierungen innerhalb des Konzerns können zu unterschiedlichen Bewertungen während einer Betriebsprüfung führen. Die Gesamtsituation bezüglich Risiken und Chancen ergibt sich für die FEV Group aus den zuvor genannten Einzelrisiken und -chancen. Um eine angemessene Kontrolle dieser Risiken sicherzustellen, ist insbesondere im Bereich der unternehmensspezifischen Risiken ein Risikomanagementsystem implementiert, das darauf abzielt, Projektrisiken zu minimieren. Die größten Risiken für die FEV Group ergeben sich aus dem Transformationsprozess und dem disruptiven Wandel in der Automobilindustrie von Verbrennungsmotoren hin zu alternativen Antrieben. Dies erfordert gut qualifizierte Mitarbeiter und die Schulung des bestehenden Personals. Die Cyber-Sicherheit ist ebenfalls von großer Bedeutung für die FEV. Darüber hinaus bleiben Risiken bestehen, die sich aus dem Russland-Ukraine-Krieg und den damit verbundenen Auswirkungen ergeben. Nach den derzeit verfügbaren Informationen gibt es keine Risiken, die den Fortbestand der FEV gefährden könnten. Tabellarische Gliederung der Chancen und Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und deren Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:
7.2. Prognosebericht Der weltweite Kampf gegen die Inflation, Russlands Krieg in der Ukraine und ein Wiederaufleben von COVID-19 in China belasteten die globale Wirtschaftstätigkeit im Jahr 2022, und die ersten beiden Faktoren werden dies auch im Jahr 2023 tun. Trotz dieser Gegenwinde war das reale BIP überraschend stark im dritten Quartal 2022 in zahlreichen Volkswirtschaften, darunter die Vereinigten Staaten, die Eurozone und wichtige Schwellen- und Entwicklungsländer. Gründe: unerwartet starker privater Konsum und private Investitionen inmitten angespannter Arbeitsmärkte und unerwartet starke fiskalische Unterstützung. Das weltweite Wachstum, das laut IMF-Basisprognose 2022 auf 3,4 Prozent geschätzt wird, soll 2023 auf 2,8 Prozent sinken, bevor es 2024 auf 3,0 Prozent steigen wird. Dennoch liegt das für 2023 und 2024 prognostizierte globale Wachstum unter dem historischen Jahresdurchschnitt (2000-2019) von 3,8 Prozent. In den fortgeschrittenen Volkwirtschaften wird mit einer deutlichen Wachstumsverlangsamung von 2,7 auf 1,3 Prozent gerechnet Laut IWF kommt es darauf an mit einer strengeren Geldpolitik die Inflation zurückzudrängen. Das europäische Wirtschaftswachstum im Jahr 2022 war angesichts des großen negativen Schocks durch den Krieg in der Ukraine widerstandsfähiger als erwartet. Diese Widerstandsfähigkeit - die in den Verbrauchs- und Investitionsdaten für das dritte Quartal sichtbar wird - spiegelt teilweise die staatliche Unterstützung von etwa 1,2 Prozent des BIP der Europäischen Union (Nettohaushaltskosten) für Haushalte und Unternehmen wider, die von der Energiekrise betroffen sind. Das Verbrauchervertrauen und die Geschäftsstimmung haben sich verschlechtert. Angesichts der hohen Inflation 10 Prozent oder mehr in mehreren Ländern des Euroraums und im Vereinigten Königreich bleiben die Haushaltsbudgets angespannt. Das beschleunigte Tempo der Zinserhöhungen durch die Bank of England und die Europäische Zentralbank verschärft die Finanzierungsbedingungen und kühlt die Nachfrage im Wohnungssektor und darüber hinaus ab. In der EU dürfte die Konjunktur von einem stärkeren privaten Verbrauch gekennzeichnet sein, die gesamtwirtschaftliche Dynamik dürfte jedoch aufgrund der deutlichen Straffung der Geldpolitik verhalten bleiben. Insgesamt wird das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr laut Kieler Konjunkturbericht um 1,1 Prozent zulegen, gefolgt von einem Zuwachs um 1,6 Prozent im kommenden Jahr. Die zuletzt noch hohe Inflation dürfte weiter abebben. Die Verbraucherpreise steigen im Durchschnitt des laufenden Jahres wohl um 5,5 Prozent, nachdem die Inflation im Vorjahr mit 8,5 Prozent so hoch war wie nie zuvor seit Bestehen der Währungsunion. Im Jahr 2024 dürfte die Teuerungsrate mit 2,5 Prozent moderat ausfallen. Die Arbeitslosigkeit bleibt niedrig. In Deutschland erwartet der Sachverständigenrat einem Anstieg des BIPs um 0,2 %. Trotz der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage sollte der Arbeitsmarkt stabil bleiben. Die Erwerbstätigkeit dürfte leicht zunehmen und die Löhne deutlich steigen. In den Vereinigten Staaten soll das Wachstum von 2,0 Prozent im Jahr 2022 auf 1,4 Prozent im Jahr 2023 zurückgehen und nur 1,0 Prozent im Jahr 2024 erreichen. Steigende Zinserhöhungen der US-Notenbank in der Spitze von etwa 5,1 % im Jahr 2023 werden als Abwärtskorrektur des Wachstums im Jahr 2024 erwartet. Die Verlangsamung des realen BIP in China im vierten Quartal 2022 impliziert eine Herabstufung des Wachstums der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt um 0,2 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent für 2022 - das erste Mal seit mehr als 40 Jahren, dass Chinas Wachstum unter dem globalen Durchschnitt liegt. Das Wachstum in China soll 2023 aufgrund der sich rasch verbessernden Mobilität auf 5,2 Prozent steigen und 2024 auf 4,5 Prozent sinken, bevor es sich mittelfristig bei nachlassender Geschäftsdynamik und langsamen Fortschritten bei Strukturreformen auf unter 4 Prozent einpendelt Die FEV hat Maßnahmen ergriffen, um dem Wandel in der Automobilbranche Rechnung zu tragen. Aber auch außerhalb der Fahrzeugentwicklung wird versucht mit den bestehenden Kompetenzen Kunden zu begeistern. Einen wichtigen Schritt in dieser Strategie ist dabei den Ausbau der Softwareentwicklung in der Automobilbranche zu forcieren. Das Geschäftsjahr 2022 war für die FEV Group ein spannendes, aber auf erfolgreiches Jahr. Die FEV Group befindet sich weiterhin in einem Transformationsprozess, um dem disruptiven Wandel in der Automobilbranche gerecht zu werden und um auch weiterhin für seine Kunden ein verlässlicher Partner zu sein. In 2021 konnten weitere positive Effekte aus den eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen erzielt werden. Bei der Gesamtbetrachtung der Chancen und Risiken, insbesondere durch die weiterhin schwer prognostizierbaren Lieferengpässe und der weiteren Entwicklung des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine, sieht sich die FEV Group, unter Berücksichtigung der entsprechenden Maßnahmen, zur Sicherung der Liquidität des Konzerns, nicht in seiner Fähigkeit zur Unternehmensfortführung bedroht. Die FEV Group ist in Russland mit einer Tochtergesellschaft vertreten, die allerdings auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FEV Group keine wesentliche Auswirkung hat und im Jahr 2023 liquidiert wird. Dank des laufenden Transformationsprozesses zur Stärkung der Kompetenzen in neuen und zukunftsträchtigen Themenfeldern blickt die FEV Group optimistisch in die Zukunft. Die geplanten Investitionen für das Jahr 2023 belaufen sich auf etwa 30 Mio. €. Es wird erwartet, dass die FEV Group aufgrund der Marktsituation das hohe Niveau aus 2022 im Auftragseingang und der Gesamtleistung in 2023 beibehalten wird. Daher wird für das Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung von 850 Mio. € prognostiziert. Nach der positiven Entwicklung im 1. Quartal 2023 und eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Rendite wird für 2023 abermals eine Steigerung des Ergebnisses vor Steuern erwartet. Im Rahmen der Mehrjahresplanung, die allgemeine Risikominderungen berücksichtigt, wird erwartet, dass das Vorsteuerergebnis in 2023 einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag erreichen wird.
Aachen, den 28.06.2023 gez. die Geschäftsführung der FEV Group GmbH Prof. Dr.-Ing. Stefan Pischinger Dr.-Ing. Norbert W. Alt Yvonne Thürwächter Dipl.-Volkswirt Markus Kersting Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für 2022Allgemeine HinweiseDer vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die FEV Group GmbH hat ihren Sitz in Aachen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Aachen mit der Nummer HRB 19139. KonsolidierungskreisDie Konzernobergesellschaft FEV Group GmbH, Aachen wurde im Juli 2014 durch Sacheinlage gegründet. Zum 31. Dezember 2014 war sie erstmals verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Folgende Gesellschaften werden in den Konzernabschluss mit einbezogen:
Die FEV Europe GmbH hält wiederum mittelbar oder unmittelbar, sofern nicht anders angegeben, jeweils 100 % der Anteile folgender Unternehmen der Gruppe, die ebenfalls in den Konzernabschluss einbezogen werden: - FEV Asia GmbH, Aachen - AAA AUTOMOTIVE ASSOCIATION GmbH AACHEN, Aachen - FEV Software and Testing Solutions GmbH, Landsberg - FEV China (Dalian) Co., Ltd., Dalian, P.R. China - FEV China Co. Ltd., HeBei, P.R. China mit ihren Tochtergesellschaften - FEV New Energy (Hebei) Co., Ltd - FEV China (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, P.R. China - FEV China Software and Testing Solutions Co., Ltd., Shanghai, P.R. China mit ihrer Tochtergesellschaft - FEV Software and Testing Solutions Co. Ltd., Hebei, P.R. China - FEV Consulting GmbH, Aachen - FEV Dauerlaufprüfzentrum GmbH, Sandersdorf-Brehna - FEV.io GmbH, Aachen (vormals Test Systems GmbH) - FEV France S.A.S, Nanterre, Frankreich - FEV North America, Inc., Auburn Hills, USA mit ihren Tochtergesellschaften - FEV Consulting, Inc., Auburn Hills, USA - FEV Software and Testing Solutions, LLC., Redford, USA - FEV India, Private. Ltd. New Delhi, Indien - FEV Italia s.r.L., Rivoli, Italien - FEV Japan, Co., Ltd., Tokyo, Japan - FEV Korea, Ltd., Seoul, Südkorea - FEV Polska S.p.z o.o., Krakau, Polen - FEV Sverige AB, Göteborg, Schweden - FEV TR Otomotiv, Istanbul, Türkei - FEV UK Ltd., Cambridge, Großbritannien - FEV Iberia S.L., Barcelona, Spanien - OOO FEV Rus, Moskau, Russland - FEV Software and Testing Solutions S.A.S, Trappes, Frankreich - FEV Norddeutschland GmbH, Wolfsburg - etamax space GmbH, Braunschweig - FEV ECE AUTOMOTIVE SRL, Bukarest, Rumänien - FEV Vehicle GmbH, Fellbach - EVA Fahrzeugtechnik GmbH, München - FEV Austria GmbH, Österreich - FEV Netherlands B.V., Eindhoven, Niederlande - FEV North Africa LLC., Casablanca, Marokko - FEV Thailand Co. Ltd., Chonburi, Thailand - B & W Fahrzeugentwicklung GmbH, Wolfsburg mit ihren Tochtergesellschaften - EDL-Rethschulte GmbH, Osnabrück - B&W Automotive Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, P.R.China, - B&W Automotive Engineering S.de.R.L., Puebla, Mexico. - FEV eDLP GmbH, Sandersdorf-Brehna - share2drive GmbH, Aachen - FEV Vietnam Mobility and New Energy Co., Ltd., Hanoi City, Vietnam - FEV Service Management GmbH, Aachen Mit Gründungsvertrag vom 05. Mai 2022 gründete die FEV China Co. Ltd eine Tochter, die FEV China (Shenyang) Co., Ltd, an der die FEV China Co. Ltd zu 100 % beteiligt ist, mit einem Stammkapital von umgerechnet T€ 408 (CNY 3.000). Mit Gründungsvertrag vom 21. Juni 2022 gründete die FEV Consulting GmbH zusammen mit einem Partner, der Mitsubishi Corporation, Tokyo, Japan das Gemeinschaftsunternehmen Beyond Material Corporation, Tokyo, Japan mit einem Stammkapital von umgerechnet T€ 111 (TJPY 16.250). Beide Unternehmen sind an dem Gemeinschaftsunternehmen zu jeweils 50 % beteiligt. Die Anteile an dem Beyond Material werden im Konzernabschluss als Folge einer Wahlrechtausübung nach der Equity Methode bewertet. Die FEV Europe GmbH hält außerdem 99,99 % der Anteile an dem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen FEV America Latina Ltda., Sao Bernardo do Campo, Brasilien und 75 % der Anteile an FEV CRELTEC GmbH, Lindau. Die FEV North Africa LLC hält Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen Automotive Test Center Morocco "ATC" LLC in Höhe von 50 %. Die Automotive Test Center Morocco wird im Konzernabschluss als Folge einer Wahlrechtausübung nach der Equity Methode bewertet. Der in der Konzernbilanz nicht erfasste negative Equity-Wert aus der Nebenrechnung beträgt T€ -1.364. Daneben besteht noch die Beteiligung in Höhe von 50 % an dem Aachener Kolloquium Fahrzeug- und Motorentechnik GbR, Aachen, mit einem Eigenkapital von T€ 644 und einem Jahresüberschuss von T€ 399, und 25 % an dem Aachen Acoustics Colloquium GbR, Aachen, mit einem Eigenkapital von T€ 31 und einem Jahresüberschuss von T€ 14, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss mit einbezogen werden. Alle konsolidierten Unternehmen haben als Abschlussstichtag, wie die FEV Group GmbH, den 31. Dezember, mit Ausnahme der FEV India, Private. Ltd. New Delhi, Indien, die den 31. März als gesetzlichen Stichtag hat. Bei den Minderheitsanteile handelt es sich im Wesentlichen um die Gesellschafter der FEV Group GmbH, Aachen. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind von den einbezogenen Unternehmen einheitlich angewandt worden. Die Grundsätze der einheitlichen Bewertung im Sinne des § 308 HGB wurden beachtet. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Bei der planmäßigen Abschreibung der durch den Erwerb der DGE, Inc., Trigtec Holding, LLC., etamax space GmbH und Imperia Gesellschaft für angewandte Fahrzeugentwicklung mbH, EVA Fahrzeugtechnik GmbH, STEA S.r.l., share2drive GmbH sowie B & W Fahrzeugentwicklung GmbH; Suarez & Bewarder GmbH und Co. KG und Uniplot Software GmbH entstandenen Firmenwerte (Goodwills) wird eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt. Bei der Abschreibungsdauer des Firmenwertes wird die Branchenstabilität sowie ein Lebenszyklus der erworbenen Technologien von 10 Jahren berücksichtigt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und geleistete Anzahlungen zum Nennbetrag angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen reduziert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Soweit öffentliche Zuschüsse für die Investitionen im Sachanlagevermögen gewährt wurden, erfolgt der Ausweis der erhaltenen Zuschüsse auf der Passivseite der Bilanz. Die Auflösung erfolgt ertragswirksam parallel zu den Abschreibungen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 248 HGB nicht aktiviert. Grundlage für die Bestimmung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bilden Erfahrungswerte, im Zweifelsfall wird auf steuerliche Höchstwerte abgestellt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; für geringwertige Anlagegüter mit einem Wert von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet. Dieser wird im Wirtschaftsjahr und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit je 20 % abgeschrieben. Ein vorzeitiger Abgang bleibt unberücksichtigt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Das Anlagevermögen wird grundsätzlich wie folgt abgeschrieben:
Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden außerplanmäßig abgeschrieben, sofern dem Vermögensgegenstand am Bilanzstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen ist. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte (unfertige Leistungen und Hilfsstoffe) werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Leistungen bzw. Erzeugnisse sind auf der Basis eines retrograden Bewertungsverfahrens ermittelt worden, wobei die bereits erbrachte Leistung unter Zugrundelegung des Auftragswertes und des Abarbeitungsgrades bewertet wurde. Die Bewertung umfasst die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. In den Herstellungskosten sind die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie die Kosten der allgemeinen Verwaltung, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, einbezogen. Die Waren und Projektfahrzeuge sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die zum Nennbetrag bewerteten erhaltenen Anzahlungen werden bis zur Höhe des Ansatzes der unfertigen und fertigen Leistungen offen von den Vorräten abgesetzt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten (und angemessenen Gewinn) vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite (Passivseite) Ausgaben (Einnahmen) ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag anfallen und erst zu einer bestimmten Zeit nach dem Abschlussstichtag Aufwand (Ertrag) darstellen. Investitionszulagen, für die ein Zulagenbescheid vorliegt, werden als Sonderposten für Investitionszuschüsse und Zulagen zum Anlagevermögen passivisch abgegrenzt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Method). In Deutschland unter Verwendung "der Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck und einem Rechnungszinsfuß von 6,00 % und 1,78 %. Dabei wurden die Rückstellungen für Pensionen unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 10 Geschäftsjahre berechnet. Die Werte sind aufgrund des Personenkreises ohne Berücksichtigung von Fluktuation kalkuliert. Als Rententrend und als Gehaltstrend wurden jeweils 1 % unterstellt. Bei der Bewertung im Ausland ansässigen Tochterunternehmen werden vergleichbare Verfahren zugrunde gelegt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Deckung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, wurden mit dem beizulegenden Zeitwert (der gleichzeitig den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht) in Höhe T€ 3.075 bewertet und anteilig in Höhe von T€ 2.688 mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 7.455 (Erfüllungsbetrag) verrechnet. Aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen sind Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 55 und aus dem Deckungsvermögen zur Sicherung dieser Verpflichtungen Zinserträge in Höhe von T€ 10 entstanden. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB sind Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes abzuzinsen. Für die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen wurde, statt des früher anwendbaren Durchschnittzinssatzes von 7 Jahren, nun der Durchschnittszinssatz für einen 10-Jahreszeitraum für die Bewertung zu Grunde gelegt. Der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. S. 3 HGB und der sich hieraus ergebende ausschüttungsgesperrte Betrag gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB beträgt T€ 112. Die Steuer- undsonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Alle sonstigen Rückstellungen mit einer erwarteten Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Die Realisation der Umsatzerlöse erfolgt im Zeitpunkt der Lieferungs- und Leistungserbringung an den Kunden. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Zeitpunkt des Zugangs aus Vereinfachungsgründen zum Tagesmittelkurs und zum Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 256a HGB). Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m.§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich hieraus ergebende Umrechnungsdifferenzen sowie Währungsdifferenzen aus Schuldenkonsolidierung und Zwischenergebniseliminierung sind innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen (§ 308a HGB). Die verwendeten Umrechnungskurse, die von der Europäischen Zentralbank veröffentlicht wurden, betragen:
Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung der FEV Gruppe erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung am 1. Juli 2014. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung (nach der Verrechnung der Anteile an FEV Europe GmbH und darauf entfallendes Eigenkapital) wurden innerhalb des Eigenkapitals unter der Position "Gewinnrücklagen" erfasst. Die Kapitalkonsolidierung der D2T Gruppe erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung am 1. Januar 2015. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden innerhalb des Eigenkapitals unter der Position "Gewinnrücklagen" erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Erläuterungen zur KonzernbilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern entfallen im Wesentlichen auf steuerliche Verluste der FEV Group GmbH, Aachen, abweichende Bewertungsmethoden der Pensions-, Jubiläums- und sonstigen Rückstellungen sowie Sonderposten zwischen Handels- und Steuerbilanz der FEV Europe GmbH und FEV STS GmbH. Der zugrunde gelegte Steuersatz beträgt 32,30 %. Die latenten Steuern, die aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen resultieren, wurden mit den erwarteten Steuersätzen zwischen 19 - 34 % des jeweiligen Tochterunternehmens im Zeitpunkt des Entstehen der Differenz gebildet. Überleitung der zu erwartenden Steuer bei Zugrundelegung des Konzernsteuersatzes 32,30 % auf die tatsächliche Steuer gemäß Gewinn- und Verlustrechnung:
Entwicklung der latenten Steuern im Geschäftsjahr
* geringfügige Abweichung zum Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund von Währungseinflüssen enthalten. Eigenkapital Der innerhalb der Gewinnrücklagen ausgewiesene Betrag in Höhe von T€ 74.546 aus anderen neutralen Transaktionen resultiert aus dem negativen Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb der FEV Europe GmbH mit T€ 74.319 und der D2T Gruppe mit T€ 220. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Zulagen zum Anlagevermögen. Investitionszulagen, für die ein Zulagenbescheid vorliegt, wurden unter der Position "Sonderposten für Investitionszuschüsse und Zulagen zum Anlagevermögen" passivisch abgegrenzt. Die passive Abgrenzung wird parallel zu den Abschreibungen der mithilfe der Zulagen investierten Anlagegegenstände aufgelöst oder wenn die Gewährung der Zuschüsse unter der Voraussetzung bestimmter Verwendungsauflagen oder Verpflichtungen erfolgt wird der Sonderposten über die Laufzeit der Auflage bzw. Verpflichtung ergebniswirksamen aufgelöst. Im Wirtschaftsjahr wurde ein Betrag in Höhe von T€ 2.064 erfolgswirksam aufgelöst. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferantenrechnungen, Urlaubsansprüche und Überstunden, nachschüssige Gehaltszahlungen und Bonuszahlungen an Mitarbeiter sowie Gewährleistungsansprüche bzw. noch durchzuführende Nacharbeiten gebildet. Verbindlichkeiten in T€
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Wesentlichen aus dem von der FEV Group GmbH und der FEV Europe GmbH in 2020 erhöhten FEV Konsortialkreditvertrag. Dieser betrug zum Stichtag T€ 100.000. Die FEV North America, Inc., FEV Dauerlaufprüfzentrum GmbH, FEV Consulting GmbH, FEV eDLP GmbH, FEV.io GmbH und EVA Fahrzeugtechnik GmbH sind als mithaftende Gesellschaften im Vertrag benannt. Der Großteil der übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besteht aus Kontokorrentkrediten und zweckgebundenen, teilweise geförderten, Investitionskrediten der FEV Gruppe. Die Besicherung erfolgt teilweise durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen an die Darlehensgeber. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind T€ 12.306 durch diese Sicherheiten abgesichert. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern entfallen im Wesentlichen auf abweichende Abschreibungsmethoden zwischen der Handels- und Steuerbilanz der FEV North America Inc., USA und wurden mit dem ab 2018 geltenden Steuersatz von 21 % berechnet. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungFakturierter Umsatz nach Märkten und Sparten
* zusammengefasst unter "Motor, Hybrid & Fuel Cell Powertrains" in 2022 ** in 2021 unter "Übrigen" gezeigt Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Kursdifferenzen in Höhe von T€ 11.159 und periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 7.220, wovon T€ 5.623 auf die Auflösung von Rückstellungen entfallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Raumkosten , EDV-Kosten, Wartungskosten, sonstige Personalkosten (insbesondere für Leiharbeitskräfte), Verwaltungskosten, Rechts- und Beratungskosten, Fahrzeugkosten und Verluste aus Währungsumrechnung. Weiterhin sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 591 T€ und außerordentliche Aufwendungen in Höhe von T€ 1.735 angefallen, wovon T€ 1.500 für zu erwartenden Rechstreitigkeit zurückgestellt wurden. Zusätzlich sind außerordentliche Aufwendungen für Rebranding der FEV in Höhe von T€ 589 T€ im Personalaufwand angefallen. Sale-and-lease-back -Geschäfte
Die Sale-and-lease-back-Geschäfte bestehen mit Deutsche Leasing AG, Bad Homburg, Deutsche Leasing USA, Inc. Chicago und Commerz Real Mobilienleasing GmbH, Düsseldorf. Die monatlichen Belastungen sind in der Aufstellung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Operating-Leasing-Verträge Zur Entlastung der Liquidität haben die Gesellschaften der FEV Gruppe Operating-Leasing-Verträge für Kraftfahrzeuge, Prüfstandeinrichtungen, Hard- und Software abgeschlossen, die frühestens 2023 enden. Den Vorteilen aus nicht gebundenem Kapital stehen Risiken aufgrund der längerfristigen Vertragsbindung entgegen. Die Gesamtheit der Operating-Leasing-Verträge ist ebenfalls in der Aufstellung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen berücksichtigt. Sonstige finanzielle VerpflichtungenMiet- und Leasingverträge Im Konzern bestehen dauernde Mietverträge für Geschäftsräume und Betriebsstätten sowie Leasingverträge für diverse Kfz und Prüfstandeinrichtungen, deren Kündigungstermine zwischen 2023 und 2034 liegen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:
Haftungsverhältnisse Im Konzern bestehen zum 31. Dezember 2022 keine weiteren Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten. Sonstige AngabenGeschäftsführung und Vertretung Geschäftsführer der FEV Group GmbH, Aachen, waren im Berichtsjahr:
Professor Dr. Pischinger übte die Geschäftsführertätigkeit neben seiner Lehrtätigkeit an der RWTH Aachen aus. Die übrigen Geschäftsführer übten ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Auf die Angabe der Bezüge der aktiven Geschäftsführung gem. § 314 Abs. 1 Nr 6 wird unter Inanspruchnahme von § 314 Abs. 3 HGB i. V.m § 286 Abs. 4 verzichtet. Beirat Gemäß Gesellschaftsvertrag hat die Gesellschaft einen Beirat. Diesem gehörten an:
Auf den Beirat sind die aktienrechtlichen Vorschriften über den Aufsichtsrat nicht anzuwenden. Die Mitglieder des Beirats haben im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von T€ 209 (Vorjahr T€ 232) erhalten. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Die wöchentliche Arbeitszeit der studentischen Hilfskräfte liegt in den meisten Fällen zwischen 12 und 19 Stunden. Die Ermittlung des Jahresdurchschnitts erfolgte auf Basis der wöchentlichen Arbeitszeit für vergleichbare Vollzeitkräfte. Angaben zur Kapitalflussrechnung wurden nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 21 "Kapitalflussrechnung" angewendet. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" sowie aus jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Verfügungsbeschränkungen bestehen nicht. Konzernabschlussprüferhonorar Im Berichtsjahr sind insgesamt T€ 506 für die Abschlussprüfungsleistungen, T€ 196 für Steuerberatungsleistungen und T€ 53 für die anderen Beratungsleitungen aufgewendet worden. Derivative Finanzinstrumente Im Konzern bestehen zins- und währungsbezogene Sicherungsgeschäfte mit einem Nominalbetrag von T€ 44.923. Deren Zeitwert wird nach mathematischen markdatenbasierten Verfahren bzw. nach auf internen Risikomodellen der Banken beruhenden Verfahren ermittelt. Zum Stichtag bestehen Zinssicherungsbezogene Derivate mit einem negativen Zeitwert von T€ 202. Soweit aufgrund der überwiegenden Übereinstimmung der "Critical Terms" in den Verträgen der jeweiligen Grund- und Sicherungsgeschäfte das Risiko annähernd vollständig abgesichert ist, erfolgte keine Rückstellungsbildung (Mikro-Hedges). In Ausübung des Wahlrechts nach § 254 HGB wurden daher für zinsbezogene Sicherungsgeschäfte mit einem negativen Zeitwert keine Rückstellungen gebildet. Die gesicherten Darlehen, welche zusammen mit den Derivaten nach der Einfrierungsmethode behandelt wurden, haben eine Restlaufzeit bis 2027 bei der FEV Dauerlaufprüfzentrum GmbH. Folgende deutsche Tochterunternehmen nehmen für das Geschäftsjahr 2022 die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung Zum 01.07.2023 ergibt sich eine Änderung in der Geschäftsführung der FEV Group GmbH. Prof. Dr. Stefan Pischinger übergibt seine Position als Chief Executive Office (CEO) der FEV Group GmbH an Dr. Patrick Hupperich. Prof. Dr. Stefan Pischinger wird den Vorsitz der Gesellschafterversammlung übernehmen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresende hat es nicht gegeben.
Aachen, den 28. Juni 2023 gez. DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG DER FEV GROUP GMBH Prof. Dr.-Ing. Stefan Pischinger Dr.-Ing. Norbert W. Alt Yvonne Thürwächter Dipl.-Volkswirt Markus Kersting Entwicklung des Konzernanlagevermögens 01.01.2022 - 31.12.2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FEV Group GmbH, Aachen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der FEV Group GmbH, Aachen und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FEV Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Konzernlageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 28. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Harald Wimmer, Wirtschaftsprüfer Norbert Klütsch, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 29. Juni 2023 gebilligt. |
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